Unsere Redakteure bewerten die Produkte unabhängig, Netzsieger verdient aber gegebenenfalls Geld, wenn Sie unsere Links anklicken. Erfahren Sie mehr.

Handyversicherungen

Die besten Handyversicherungen im Vergleich

Lukas Grzona
Platz Produkt Bewertung
1 Friendsurance 4,65
2 Sofortschutz 4,62
3 Telekom Handy-Versicherung 4,60
4 Schutzbrief24 4,60
5 Online Versicherung 4,60
6 Schutzklick 4,57
7 EWP MyPhoneschutz 4,48
8 Allianz Handy-Versicherung 4,33
9 Be Relaxed 4,32

Versicherungsumfang

Preise und Konditionen

Support und Beratung

Smartphone vor Schäden und Diebstahl schützen

    Das Wichtigste in Kürze
  • Bei einer Handyversicherung wird das Smartphone vor typischen Schäden geschützt.
  • Gängige Risiken sind u.a. Displayschäden, Sturzschäden, Wasserschäden, Schäden durch Bedienfehler, Konstruktionsfehler sowie Diebstahlschäden.
  • Die Handyversicherung zahlt bei solchen Fällen die Kosten für eine Reparatur; bei Totalschäden die Kosten für den Neukauf.
  • Der Versicherungsschutz gilt weltweit.
  • Die Versicherungsbeiträge orientieren sich häufig am Wert des Smartphones.

1. Vorteile einer Handyversicherung

Smartphones bestimmen unseren Alltag. Sie kommen mittlerweile bei jeder Gelegenheit zum Einsatz – sei es zum Chatten, Navigieren oder Telefonieren. Doch durch die rege Nutzung sind die Geräte auch ständig der Gefahr ausgesetzt, Schäden und Defekte durch Stürze, Kratzer oder Flüssigkeiten zu erleiden. Neben gewöhnlichen Abnutzungserscheinungen wie einer kaputten Lade- oder Kopfhörerbuchse sowie dem klassischen Akkuschaden ist niemand vor den persönlichen Momenten der Unachtsamkeit gefeit, die ein voll funktionsfähiges Handy binnen Sekunden zerstören. Zu den häufigsten Fällen gehört der Displaybruch.

Freunde
Handys sind mittlerweile weit verbreitet.

Das Smartphone muss nur einmal aus der Hosentasche rutschen, unglücklich aufschlagen, und schon ziert ein unschönes Splittermuster den Touchscreen. Aber auch Wasserschäden sind keine Seltenheit. Jedem fünften Handybesitzer ist dies schon passiert. Das ist besonders ärgerlich, da Flüssigkeitsschäden in der Regel die höchsten Reparaturkosten verursachen. Ein verschüttetes Getränk oder eine Nachlässigkeit vor dem Waschbecken genügen, damit sich das Handy in aquatischen Schlummer verabschiedet. Einen weiteren Risikofaktor bedeutet der hohe Wert von High-End-Smartphones. Immer öfter werden sie die Beute von Dieben, die sie gewinnbringend weiterverkaufen.

Auf welche Weise auch immer das Handy kaputt beziehungsweise verloren geht, die Reparaturkosten steigen rasch in einen dreistelligen Bereich. Mit einer guten Handyversicherung vermeiden Verbraucher diese finanziellen Schäden.

2. Leistungen einer Handyversicherung

Handyversicherungen funktionieren grundsätzlich wie andere typische Versicherungen. Wo die Hausratversicherung allgemeinen Besitz schützt oder die Private Krankenversicherung die medizinische Versorgung regelt, greift die Handyversicherung ausschließlich bei Smartphone-Schäden. In umfangreichen Tarifen ist das Handy im Falle von Displaybrüchen, Fehlfunktionen, Diebstählen und Schäden durch Feuchtigkeit abgesichert.

Welche Schäden werden von Handyversicherungen gedeckt?

Versicherer verringern ihr Risiko, indem sie viele Schadensursachen ausschließen, gleichzeitig werden die Angebote als umfassend beschrieben. In folgenden Fällen können Verbraucher eine Erstattung erwarten – oder eben nicht:

Bruch- und Sturzschäden

Fällt dem Besitzer das Smartphone oder Handy herunter und es gehen dabei Rahmen und / oder Display in die Brüche, übernimmt die Reparatur in der Regel die Handyversicherung.

Aber: Ist eine weitere Person beteiligt gewesen, die etwa durch Anrempeln das Handy herunterstieß, verweist die Versicherung auf deren Haftpflicht. Beinträchtigen die Schäden zudem nicht die Funktionsweise, erhält der Kunde meist eine Absage: Schönheitsfehler zählen nicht zu versicherten Schäden.

Handy mit Displayschaden
Displayschäden gehören zu den häufigsten Versicherungsfällen.
Flüssigkeiten

Vergießt der Besitzer aus Versehen sein Wasserglas über das Handy, zählt dies zu den versicherten Schäden.

Aber: Kaum ein Anbieter hat den Versicherungsschutz vor Witterungseinflüssen im Programm. Wolkenbrüche und Schnee können das Gerät somit beschädigen, ohne dass die Versicherung den Schaden ersetzt.

Diebstahl

Versicherer kennen drei verschiedene Delikte im Bereich Diebstahl.

  1. Beim Einbruchdiebstahl entwendet der Täter das Telefon aus einem verschlossenen Raum.
  2. Bei Raub geschieht der Diebstahl unter Gewalt oder Gewaltandrohung.
  3. Als einfachen Diebstahl bezeichnen die Vertragsklauseln Taschendiebstahl.

Aber: Viele günstige Handyversicherungen schließen Diebstahl aus oder bieten die Option kostenpflichtig an. Aber auch wenn die Option „Diebstahl“ integriert ist, schließen einige Anbieter (im Test zum Beispiel die Allianz) speziell den einfachen Diebstahl aus. Wenn der Versicherte eine Hausratversicherung besitzt, schieben Handyversicherer die Verantwortung bei Einbruch auf deren Zahlungsverpflichtung.

Zudem ist es Aufgabe des Versicherten zu beweisen, dass er seine Sorgfaltspflicht nicht verletzt hat. War das Gerät an einem für Diebe einfach zugänglichen Ort deponiert, etwa der Rucksacktasche, kann sich der Versicherer weigern zu zahlen.

Diebstahl
Diebstahlschutz ist in der Regel als Zusatzoption vorhanden.
Bedienungsfehler

Obwohl die Versprechungen groß sind, definieren Versicherungen Bedienungsfehler nicht eindeutig. Es steht fest, dass der Handybesitzer sich genau an die Bedienungsanleitung und die Herstellervorgaben zu halten hat. Wer sich darüber hinwegsetzt, tut dies auf eigenes Risiko.

Aber: Sind Konstruktions-, Material- oder Montagefehler verantwortlich für den Schaden am Handy, ist der Hersteller verantwortlich. Nur wenn die Gewährleistung des Herstellers ausläuft, gemeinhin nach zwei Jahren, muss die Versicherung zahlen. Bei Apple-Geräten kann dies dennoch interessant sein, da die Garantiezeit hier nur ein Jahr beträgt.

3. Was ist beim Abschluss einer Handyversicherung zu beachten?

Es lohnt sich meistens nicht, ältere Modelle zu versichern. Gleiches gilt für verhältnismäßig günstige Geräte, deren Reparatur oder Ersatz weniger als die Versicherungsbeiträge kosten würde.

Nicht im Laden überrumpeln lassen

Das wichtigste ist, dass sich der Kunde beim Handykauf nicht die erstbeste Versicherung vermitteln lässt. Zu diesem Zeitpunkt ist es kaum möglich, sich ausreichend über die Konditionen zu informieren. Der Verkäufer erhält häufig eine Provision für den vermittelten Vertrag und wird deshalb versuchen, den Kunden mit leichtem Druck von den Vorteilen zu überzeugen. Lohnende Rabatte oder den perfekten Versicherungsschutz kann der Käufer aber nicht erwarten. Sollte der frischgebackene Handybesitzer unter seinen Unterlagen auch einen versteckt verkauften Versicherungsvertrag finden, kann er vom zweiwöchigen Rücktrittsrecht Gebrauch mache. Es kann sein, dass der Verkäufer eine kostenlose Versicherung verspricht, die im Preis integriert ist – tatsächlich aber addiert sich der Beitrag zum Handypreis.

Es ist empfehlenswert, die Entscheidung in Ruhe und zu Hause zu treffen. Die meisten Anbieter geben hierfür einen bis zwölf Monate Zeit.

Hat sich der Handybesitzer ein zum Gerätewert passendes Produkt herausgesucht, ist der Abschluss in der Regel sehr viel einfacher, als bei anderen Versicherungen. Besonders simpel haben Allianz und Be Relaxed die Formalitäten gelöst: Es reicht, die App herunterzuladen und den Beitrag über den Store per In-App-Kauf abzurechnen.

Aber auch die anderen Anbieter halten den Abschluss und die Bezahlung per PayPal, Überweisung oder Lastschrift sehr einfach.

Kaufbeleg und IMEI-Nummer

Das einzige notwendige Dokument ist der Kaufbeleg, mit dem der Versicherungsnehmer den Erwerb des Handys beweisen kann. Darüber hinaus verlangt die Versicherung zu eindeutigen Identifizierung des Geräts die sogenannte IMEI-Nummer (International Equipment Identity), die wie die Fahrgestellnummer bei Autos einzigartig ist. Jeder Handybesitzer kann seine IMEI-Nummer ermitteln, indem er *#06# über den Nummernblock eingibt. Auch bei Verlust des Geräts sollte sich die IMEI-Nummer in den Unterlagen befinden, da sie sowohl für die Polizei, als auch für die Kommunikation mit der Versicherung benötigt wird.

Vertrag
Ein Vertrag für die Handyversicherung ist schnell online beantragt.

Sofortschutz

Bei Neugeräten und dem Vertragsabschluss beim Kauf greift häufig ein Sofortschutz, das heißt ab der Bestätigung des Antrags gilt das Handy als versichert. Bei gebrauchten Geräten kann die Bearbeitungszeit gelegentlich auch etwas länger sein: Bei Friendsurance gilt in diesen Fällen eine Frist von bis zu vier Wochen, in denen der Anbieter prüft, ob die Versicherung gewährt werden kann.

4. Handyversicherung-Lexikon

Versicherungsverträge haben viele Paragraphen, doch was bedeuten die Begriffe und was ist beim Abschluss sowie im Schadensfall zu beachten? Der Ratgeber gibt Aufschluss und erklärt alles Wichtige.

Die wichtigsten Begriffe in den Versicherungsverträgen

Neuwert – Zeitwert

Im Gegensatz zum Neuwert, welcher dem Kaufpreis eines Handys entspricht, berechnet sich der Zeitwert aus dem Preis, den es zum Zeitpunkt vor der Beschädigung besitzt. Jeder Versicherer regelt die Bestimmungen selbst und vor Abschluss muss sich der Kunde informieren. Bei vielen Versicherungen gilt in den ersten zwei Jahren der Neuwert, auch beim Testsieger Friendsurance.

Schutzklick hingegen zahlt die volle Summe nur in den ersten sechs Monaten, danach 80 Prozent. Im zweiten Jahr sind es 60 Prozent und im dritten nur noch 40 Prozent.

Fall
Einen Sturz überlebt nicht jedes Smartphone.

Be Relaxed und Allianz halten sich bedeckt, sie versprechen nur unbestimmt „gleichwertigen Ersatz“.

In der Regel nimmt der Anbieter Reparaturen selbst vor oder delegiert an Partnerwerkstätten, bei Verlust wird ein vergleichbares Gerät ausgegeben oder der Zeitwert ausbezahlt. Auf ein Neugerät haben Kunden keinen Anspruch.

Selbstbeteiligung

Sieht der Versicherungsvertrag eine Selbstbeteiligung vor, muss der Kunde einen bestimmten Betrag bei Reparatur oder Geräteersatz selbst aufbringen. Es handelt sich entweder um einen Festbetrag, der sich an der Preisklasse des Handys orientiert, oder um einen Prozentsatz vom Neupreis.

Obwohl die prozentuale Berechnung auf den ersten Blick die fairere Variante zu sein scheint und kurz nach dem Kauf auch akzeptabel ist, entwickelt sich das Verhältnis mit steigendem Gerätealter zu Ungunsten des Kunden. Während die Versicherung für eine Reparatur oder den Geräteersatz nur den mit der Zeit sinkenden Zeitwert ersetzt, bleibt die Selbstbeteiligungdes Kunden auf dem Niveau des Neupreises.

EWP ist der einzige Anbieter im Test, der zehn Prozent vom Neupreis als allgemeine Selbstbeteiligung vorsieht, bei Schutzbrief24 gibt es dieses Vorgehen nur bei Verlust durch Diebstahl.

Handykabel
Der Geräteneupreis entscheidet über den Versicherungsbeitrag.

Für die ersten zwei Jahre verpflichtet sich EWP aber, den Wert des Kaufpreises als maximale Deckungssumme zu zahlen. Es ist unbedingt davon abzuraten, den Vertrag dann zu verlängern, beziehungsweise die dreimonatige Kündigungsfrist verstreichen zu lassen, da die Kündigung nur jährlich möglich ist.

Grob fahrlässig oder vorsätzlich

Es versteht sich eigentlich von selbst: Wer es Dieben erleichtert oder sein Handy so benutzt, dass sich das Risiko der Beschädigung vergrößert, bleibt auf seinem Verlust sitzen. Das Gerät muss deshalb in der Hosen- oder Jackentasche getragen werden, Gesäßtasche oder Rucksack gelten dagegen als unsicher. Auch wer sein Handy auf dem Restauranttisch liegen lässt und es dann nicht mehr wiederfindet, erhält keinen Ersatz.

Vom Einsatz an relativ gefährlichen Orten, wie etwa Baustellen oder am Strand, ist ebenfalls abzuraten. Die Handyversicherung entbindet den Kunden nicht von der Verantwortung, pfleglich mit dem Gerät umzugehen und eine Schutztasche zu benutzen.

Schaufel
Bei Fahrlässigkeit gilt wie bei vielen Versicherung nicht immer eine Leistungsberechtigung.

Die strengen Ausschlüsse und hohen Preise begründen die Versicherer mit den häufigen Betrugsfällen und dem damit erhöhten Risiko: Erscheinen neue Modelle, häufen sich auch die Schadensmeldungen.

5. Was muss der Handybesitzer im Schadensfall unternehmen?

Obwohl der Abschluss der Versicherung häufig sehr einfach gestaltet ist, sollte der Kunde den Schadensfall ebenso ernst nehmen wie bei Autoversicherungen.

Der Versicherungsnehmer muss die Situation, die zur Beschädigung führte, genau beschreiben, bestenfalls mit Fotos und Zeugenaussagen. Dadurch schafft er sich eine Grundlage, um im Notfall die Zahlung durch einen Anwalt einzuklagen, falls die Versicherung alle Leistungen ablehnen sollte.

Die Schadensmeldung sollte dann auch zeitnah erfolgen: Die Fristen liegen je nach Versicherung bei wenigen Tagen bis vier Wochen.

Wurde das Handy im Rahmen der Versicherungsleistungen entwendet, ist der Kunde zudem verpflichtet, den Diebstahl innerhalb von 48 Stunden bei der Polizei zu melden.

Zusätzlich gibt es einige Antivirus-Programme, die die Lokalisierung des Mobiltelefons erlauben: zum Beispiel bietet Bitdefender Mobile Security die Option, nach dem Diebstahl die Sim-Karte zu orten. Die Telekom stellt bei Abschluss der Handyversicherung ihren Kunden das Programm Norton Mobile Security zur Verfügung, das den Standort anzeigen kann, sogar wenn der Akku leer sein sollte.

6. So vergleichen wir

Um alle Handyversicherungen so objektiv wie möglich bewerten zu können, wurden die Anbieter auf die gleichen Kriterien getestet.

Versicherungsumfang

Es gibt einige Leistungen, die eine gute Handyversicherung unbedingt mitbringen muss: Die Erstattung von Schäden am Gerät durch Sturz, Bruch und Flüssigkeiten ist immer enthalten, wobei witterungsbedingte Feuchtigkeit in der Regel ausgenommen ist. Bedienungsfehler und Überspannungen durch Blitz oder Schwankungen im Stromnetz erwähnen nicht alle Anbieter, es handelt sich dabei aber um vergleichsweise selten vorkommende Schadensfälle.

Bei der Erstattung von Diebstahlschäden gibt es große Unterschiede bei den Versicherern. Die Varianten heißen Raub, Einbruch- sowie Taschendiebstahl, und nicht jeder Anbieter berücksichtigt alle Eventualitäten. Die Kosten, die aus dem Diebstahl entstehen können, wie etwa Telefongebühren, übernehmen ebenfalls nicht alle Handyversicherungen.

Blitz auf Handy
Auch die Witterung kann der Elektronik stark zusetzen.

Zumindest in den Toptarifen bieten fast alle Anbieter die notwendigen Leistungen. Gute Ergebnisse liefern im Vergleich Friendsurance, Sofortschutz, Telekom, Schutzklick; auch Schutzbrief24 und EWP sind in Ordnung.

Bei der Allianz und dem Schwesterprodukt Be Relaxed findet leider der Ersatz bei Taschendiebstahl in den AGB keine Erwähnung. Schutzbrief24 verlangt bei Verlust des Telefons eine höhere Selbstbeteiligung von 10 bis 25 Prozent, bei der Telekom sind es je nach Tarif 10, 20 oder 30 Euro extra.

Zwar versprechen die Versicherer auch Schutz bei Bedienfehlern, die Rechtslage ist aber so schwammig, dass der Kunde es schwer hat, in solchen Fällen Ersatz zu erhalten. Es gilt in jedem Fall, sich an die Bedienungsanleitung und Herstellervorgaben zu halten.

Das volle Versicherungspaket lässt sich in der Regel für alle Geräte unabhängig von ihrem Preis buchen. Die Ausnahme bildet im Vergleich Schutzbrief24, wo der Top-Schutz an die Geräteklasse gebunden ist: Erst ab dem Tarif mit einer Schadensdeckungssumme bis 600 Euro sind auch alle Diebstahldelikte mitversichert.

Bei keinem Anbieter sollte der Versicherte davon ausgehen, ein Neugerät als Ersatz zu erhalten. Die Versicherungsleistungen zielen darauf ab, den Zustand vor einem Schadensfall wiederherzustellen: Es wird repariert, gegebenenfalls wird ein gleichwertiges Ersatzgerät ausgegeben, das je nach Verfügbarkeit auch gebraucht sein kann.

Entweder nimmt der Anbieter die Reparatur vor oder beauftragt eine autorisierte Werkstatt. Hervorragend ist die Leistung der Telekom, die einen Austausch am nächsten Werktag verspricht. Die Telekom, Friendsurance und Schutzbrief24 gewähren außerdem auch teilweisen Versicherungsschutz vor den Telefon-Kosten, die durch die Nutzung des Mobiltelefons nach dem Diebstahl entstehen – mit maximal 2.000 Euro Kostenerstattung ist die Telekom aber unschlagbar.

Preise und Konditionen

Die monatlichen Kosten gehören natürlich ebenfalls zu den wichtigsten Argumenten für einen Anbieter: Übersteigen sie am Ende der Laufzeit den Preis einer Reparatur oder eines Austauschgeräts, liegt der Verlust beim Handybesitzer. Eine möglichst flexible Gebührenberechnung, die sich nach dem Neuwert des Geräts richtet, ergibt außerdem eine faire Preispolitik.

Flexibilität in Bezug auf die Laufzeit und kurze Kündigungsfristen sind weitere kundenfreundliche Bedingungen, die Pluspunkte erbringen. Neue Geräte nehmen im Vergleich alle Versicherer auf, und meistens lohnt sich der Abschluss auch nur in diesen Fällen. Sollte dennoch ein älteres Handy zu versichern sein, reduziert sich die Auswahl bereits.

Schließlich trägt eine möglichst niedrige Selbstbeteiligung dazu bei, dass der Kunde im Schadensfall nicht zusätzlich finanziell belastet wird. Bei teuren Handys liegt Sofortschutz mit einer Selbstbeteiligungspauschale von 30 Euro unter dem Durchschnitt der anderen Anbieter und liefert damit sehr gute Konditionen für die Nutzer.

Der Preis ist immer in Relation zu den gebotenen Leistungen und der Deckungssumme zu sehen, zu denen im Idealfall auch der Diebstahlschutz gehört. Für ein Smartphone mit einem Neupreis von 500 bis 600 Euro kann der Versicherungsnehmer beim voll ausgestatteten Paket die besten Konditionen bei Schutzklick und Schutzbrief24 erhalten, wo als monatlicher Beitrag jeweils etwa fünf Euro zu zahlen sind.

Je nach Gerätepreis können sich jedoch auch andere Versicherer anbieten: So liegen bis zu einem Gerätepreis von 200 Euro Telekom, Sofortschutz, Friendsurance und EWP nahezu gleichauf mit Schutzklick, sind in der Preisklasse bis 1.000 Euro aber teurer.

Bei welchem Gerätepreis sich welche Versicherung lohnt, ist im Detail dem Diagramm zu entnehmen. Es stellt die Geräteklassen im Verhältnis zur Beitragshöhe von sehr ähnlich aufgebauten Tarif-Varianten dar: 

Diagramm Beitragshoehe
Monatliche Betragshöhe im Verhältnis zum Geräte-Neupreis.

Da Schutzbrief24 in den niedrigen Geräteklassen jedoch nicht alle Leistungen anbietet, lohnt sich dann der Abschluss weniger, es sei denn der Kunde möchte auf die Erstattung bei Diebstahl verzichten.

Friendsurance fällt im Handyversicherung-Vergleich aufgrund des Bonusprogramms aus der Reihe, da sich hier durch Schadensfreiheit die Kosten nachträglich erheblich senken lassen.

Vertragsbedingungen

Keine Mindestlaufzeit muss der Kunde bei Friendsurance (bei vorzeitiger Kündigung erlischt jedoch der Anspruch auf den Bonus), Allianz und Be Relaxed einhalten. Zwölf Monate dauert die Bindung bei Schutzklick und Schutzbrief24, die restlichen Handyversicherungen laufen zwei Jahre. Während die meisten Verträge sich nach der Mindestlaufzeit monatlich verlängern, muss der Kunde bei EWP aufpassen: Der Vertrag verlängert sich, wenn die dreimonatige Kündigungsfrist nicht eingehalten wird, um weitere zwölf Monate.

Am strengsten ist die Telekom bei ihren versicherten Geräten: Sie müssen neu sein und von der Telekom stammen. Ein Alter von drei Monaten ist zulässig bei Friendsurance, und Schutzbrief24, sechs Monate bei Schutzklick. Sehr lange kann der Kunde mit dem Abschluss der Versicherung bei EWP warten, nämlich 12 Monate, noch länger bei der Allianz und bei Be Relaxed, die hierzu keine Angaben machen.

Die niedrigste Selbstbeteiligung in der Preisklasse von 500 bis 600 Euro bieten Friendsurance und Schutzbrief24. Das genaue Verhältnis von Geräteklasse und Höhe der Selbstbeteiligung ist dem folgenden Diagramm zu entnehmen. Einige Anbieter fordern allerdings bei Verlust des Telefons durch Diebstahl eine höhere Selbstbeteiligung (Telekom, Schutzbrief24). 

Diagramm Selbstbehalt
Höhe der Seblstbeteiligung im Verhältnis zum Geräte-Neupreis.

Support und Beratung

Ein übersichtliches Informationsangebot, das die Leistungen genau erklärt und den Zugang zu den exakten Vertragsbedingungen ermöglicht, ist für den Besucher der Anbieter-Webseite das Wichtigste.

Der einzige weitere Grund, seinen Versicherer zu kontaktieren, ergibt sich für den Handybesitzer meist nur im Schadensfall. Ein Kontaktformular per E-Mail ist dafür immer vorhanden, eine zusätzliche Service-Hotline offerieren nur wenige Anbieter.

Ein recht befriedigendes Informationsangebot ist erfreulicherweise bei allen Versicherern vorhanden. Unterschiede sind nur in der Übersichtlichkeit der Webseiten zu verzeichnen, welche die Telekom, EWP und Sofortschutz am besten lösen konnten. Der Auftritt ist auf das Notwendige reduziert, wozu auch ein guter Zugang zu den Geschäftsbedingungen gehört.

Die modernen Homepages der Allianz und von Friendsurance leiden etwas durch teils überladene Seiten und Wiederholungen. Telekom, Allianz, Be Relaxed und Schutzbrief24 ermöglichen zwar die Schadensmeldung auch per Telefon, allerdings kostet dieser Service 20 Cent die Minute aus dem Festnetz und 60 Cent aus dem Mobilfunknetz.

Das Fazit der Redaktion

Der Vergleich hat gezeigt, dass sich im Einzelfall unterschiedliche Handyversicherungen lohnen, und manche Anbieter mit sehr attraktiven Zusatzleistungen überzeugen können. Ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis offerieren Friendsurance, Schutzklick und unter bestimmten Bedingungen auch Schutzbrief24.

Kostet das Handy knapp unter 400 beziehungsweise 500 Euro, sind auch die Telekom Handyversicherung (die zudem den schnellen Austausch verspricht), Sofortschutz und EWP gute Alternativen.

Die App macht die Allianz Handyversicherung zum flexibelsten Anbieter im Vergleich. Be Relaxed weist zwar identische Leistungen auf, verlangt aber monatlich einen Euro mehr.

Welche Handyversicherung ist nun die beste?

Eine in allen Aspekten perfekte Versicherung hat sich nicht herausgestellt, obwohl es einige umfassende Pakete auf dem Markt gibt. Abhängig vom Gerätepreis, dem Gerätealter und der gewünschten Laufzeit empfiehlt sich deshalb ein anderes Produkt:

  1. Den günstigsten Preis können Handybesitzer bei Schutzklick und bei Schutzbrief 24 erhalten: Ein 600 Euro-Handy kostet hier mit vollem Schutzpaket fünf Euro an Gebühren im Monat. Der Nachteil ist, dass der Vertrag mindestens zwölf Monate läuft. Mit mehreren Preisklassen, die über die Höhe der Gebühren bestimmen, ist allerdings eine recht faire Beitragsberechnung möglich. Länger als zwölf Monate sollte der Vertrag bei Schutzklick aber auch nicht laufen: Im zweiten Jahr beträgt der Zeitwert nämlich nur noch 60 Prozent des Kaufpreises.
  2. Beste Flexibilität bietet die Allianz: Die Versicherung ist monatlich kündbar und es fragt niemand nach dem Alter des Geräts. Eine App macht den Abschluss zu einer besonders einfachen Angelegenheit. Nicht optimal sind die beiden Geräteklassen bis 400 beziehungsweise bis 1.000 Euro. Handys, deren Wert dazwischenliegt, kann der Besitzer deshalb häufig nur unter etwas ungünstigeren Bedingungen versichern.
  3. Den Mittelweg beschreitet Friendsurance: Anfangs kostet die Versicherung zwar mehr als bei Schutzklick – durch das Bonussystem bei Schadensfreiheit kann der Kunde am Ende des Jahres aber bis zu 40 Prozent seiner Gebühren erstattet bekommen. Und sollte es notwendig sein, kann er auch vorher jederzeit kündigen. Zwar ist das manchmal Glücksspiel, aber derzeit erhalten 80 Prozent der Kunden Rückzahlungen. Auch bei Friendsurance gibt es vollkommen ausreichende vier Geräteklassen bis 1.000 Euro.

Der Testsieger heißt deshalb Friendsurance, wo das ausgewogenste Paket zu finden war. Sowohl Sofortschutz als auch die Telekom (mit Austauschservice am nächsten Tag!) sind zwar mit guten Konditionen vertreten, höhere Preise beziehungsweise lange Vertragslaufzeiten kosten aber einige Punkte.