Stand-up-Paddling-Board

Die 7 besten Stand-up-Paddling-Board im Vergleich

Produktdetails
Material
Gewicht
Belastbarkeit maximal
Aufbewahrungstasche
Rutschfest
Tragegriffe
Aufblasbar
Pumpe inklusive
Vorteile

Stand-up-Paddling-Board-Ratgeber: So wÀhlen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in KĂŒrze
  • Stand-up-Paddling-Boards Ă€hneln Surfbrettern, auf denen Sie stehen und sich mithilfe eines Paddels fortbewegen.
  • Die Trendsportart verbindet Spaß mit körperlichem Training.
  • Das Allround-, Touring-, Racing- und Wave-Board gelten als die „großen Vier“ des SUP-Sports.
  • Breite, LĂ€nge und Höhe des Boards variieren je nach Einsatzzweck. Ihr Körpergewicht spielt beim Kauf eine entscheidende Rolle.
  • Zubehör wie Paddel, Finne und Luftpumpe sollten bei jedem SUP-Board dabei sein. Extras wie ein Sitz oder ein Surfsegel können den Fahrspaß erhöhen.

Zwischen Tradition und Trend

Stand-up-Paddling, oder auch SUP, wie es oft im Internet bezeichnet wird, ist eine Wasser- und Trendsportart, die seit einigen Jahren sowohl Profi- als auch Laiensportler auf die GewĂ€sser dieser Welt treibt. Da es Spaß und körperliches Training miteinander verbindet, ist es bei vielen Menschen sehr beliebt. Die Sportart hat ihre Wurzeln im Pazifik. Ähnlich wie Surfer stehen Stand-up-Paddler auf einem schwimmenden Board. Auf Wellen sind sie allerdings nicht angewiesen, denn sie nutzen ein Paddel zur Fortbewegung. In der Anfangszeit des Sports wurden Long- oder Tandemboards aus dem Surfbereich genutzt, doch mit wachsender Begeisterung fĂŒr das Stand-up-Paddling entwickelten Hersteller spezielle Boards, die eine hohe Geschwindigkeit erreichen und stabil im Wasser liegen. Doch mit wachsender Begeisterung fĂŒr diese BeschĂ€ftigung entwickelten Hersteller spezielle Stand-up-Paddling-Boards, die eine hohe Geschwindigkeit erzielen und stabil im Wasser liegen.

Die einen nutzen ein solches Board zur körperlichen ErtĂŒchtigung: Stand-up-Paddling fordert den gesamten Körper und beansprucht somit zahlreiche Muskelgruppen. Es bringt auch das Herz-Kreislauf-System in Schwung und trainiert den Gleichgewichtssinn sowie die KoordinationsfĂ€higkeit. DarĂŒber hinaus handelt es sich um eine gelenkschonende Sportart. Auch das Herz-Kreislauf-System und Ihr Gleichgewichtssinn sowie die KoordinationsfĂ€higkeit werden gefördert. Die Gelenke werden dabei geschont, da Sie diese kaum beanspruchen. FĂŒr die anderen ist Stand-up-Paddling eine Möglichkeit, zu entspannen und die schönen Seiten der Natur aus einer anderen Perspektive zu genießen. Stand-up-Paddler können sich auf dem GewĂ€sser ihrer Wahl komplett frei bewegen. Sie sind nicht auf das Meer angewiesen, auch auf FlĂŒssen und Seen können sie allein, mit ihrer Familie oder mit Freunden unvergessliche Touren erleben.

Die ersten Stand-up-Paddler

Die Ureinwohner Hawaiis und Polynesiens sind bereits vor hunderten Jahren stehend oder kniend auf surfbretterĂ€hnlichen Gebilden beziehungsweise in ihren Kanus gepaddelt, um die zerklĂŒfteten Insellandschaften des Pazifiks zu befahren. Seit den 1950er und 1960er Jahren benutzen Surflehrer auf Hawaii große Boards und Paddel. Stehend behalten sie den Überblick ĂŒber die SchĂŒlergruppen und sind im Notfall schnell vor Ort. Zudem können sie sich dank des Paddels zu den passenden Wellen bewegen, um Techniken zu demonstrieren.

Die zwei Stand-up-Paddling-Typen

Hardboards sind die „klassische“ Variante des Stand-up-Paddling-Boards. Dahingegen steht die moderne, aufblasbare Version stellvertretend fĂŒr den aktuellen Trendsport.

Was sind Hardboards?

Hardboards sind aus einem einzigen StĂŒck gefertigt und Ă€hneln in ihrer Bauweise Surfbrettern. Da sie nicht faltbar sind, nehmen sie viel Platz ein und sind vergleichsweise unhandlich. Auf einem Hardboard haben Sie einen festen Stand, weshalb sich die Bretter vor allem fĂŒr Rennen oder Wellenreiten eignen. Sie sind teurer als die aufblasbaren Varianten, da sie meist aus einem hochwertigeren Material bestehen. Wenn Sie das Hobby kennenlernen möchten, sollten Sie vorerst von einem Hardboard absehen und zu einem aufblasbaren Modell greifen.

Was sind Inflatable-Boards?

Die moderne Variante des Stand-up-Paddling-Boards ist das aufblasbare Board, das sich seit einigen Jahren großer Beliebtheit erfreut. Die kommerzielle Bezeichnung lautet oft I-SUP (Inflatable-Stand-up-Paddling). Neueinsteiger in das Hobby greifen meist zu aufblasbaren Boards, da diese nicht nur besonders gĂŒnstig, sondern auch praktisch und einsteigerfreundlich sind. Doch sie eignen sich nicht nur fĂŒr AnfĂ€nger, sondern auch Profis entscheiden sich mittlerweile fĂŒr aufblasbare Modelle, denn in puncto StabilitĂ€t und Performance können die I-SUPs durchaus mit den harten Varianten mithalten. Auch Steine und Hölzer stellen kaum eine Gefahr fĂŒr die mit Stoffgewebe bezogenen AusfĂŒhrungen dar, die sie sehr stabil sind und allenfalls leicht nachgeben. Aufblasbare Boards lassen sich binnen fĂŒnf bis zehn Minuten aufpumpen. Ohne Luft können Sie die Bretter auf die GrĂ¶ĂŸe eines Rucksacks zusammenfalten.

Vorteile eines harten Boards
  • Stabiler bei unruhigem Wasser
  • FĂŒr schwere Personen geeignet
  • Outdoor-Lagerung möglich
  • FĂŒr Rennen zugelassen
Vorteile eines aufblasbaren Boards
  • Einfacher Transport
  • Platzsparend
  • Geringe Verletzungsgefahr
  • Auch fĂŒr Kinder geeignet

Was muss beim Kauf eines Stand-up-Paddling-Boards zu beachten?

  • Welche GewĂ€sser möchten Sie befahren?
  • Auf welche Art und Weise möchten Sie das Board auf dem Wasser benutzen. Wollen Sie beispielsweise Rennen fahren oder entspannte Touren genießen?
  • Soll das Board leicht, im besten Fall auch zu Fuß transportierbar sein?

Wenn Sie sich fĂŒr den Kauf eines SUP-Boards entscheiden, sollten Sie sich vorab diese drei Fragen stellen. An den Antworten können Sie sich anschließend orientieren und zum Beispiel die optimalen Maße fĂŒr Ihr Stand-up-Paddling-Board finden. Neben der LĂ€nge, der Breite und der Höhe sind vor allem das Material und dessen Verarbeitung ausschlaggebend. Zu guter Letzt bedarf es nur noch eines Paddels und schon können Sie loslegen.

LÀnge, Breite, Höhe

Die Maße eines SUP-Boards sind abhĂ€ngig vom Nutzer und Einsatzzweck. Sie werden meist in Inch, also Zoll, angegeben: Ein Inch entspricht 2,54 Zentimetern. Als Faustregel gilt jedoch, dass ein Board stabiler im Wasser liegt, je bereiter und dicker es ist; solch eine AusfĂŒhrung ist somit perfekt fĂŒr Einsteiger. Des Weiteren gilt, dass Sie mit einem lĂ€ngeren Brett schneller und weniger mĂŒhselig vorankommen. Mehr Widerstand bedeutet, dass Sie öfter und stĂ€rker paddeln mĂŒssen.

Breite
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Stand-up-Paddling-Boards sind zwischen 25 und 36 Inch breit. Die breiteren Bretter sind vor allem fĂŒr Einsteiger empfehlenswert, da diese stabiler im Wasser liegen. Als AnfĂ€nger sollten Sie also zu einem 32 bis 34 Inch breiten Board greifen. In seichten und ruhigen GewĂ€ssern sind auch 29 Inch ausreichend. SUP-Rennfahrer entscheiden sich am besten fĂŒr ein schmales Board mit einer Breite von rund 25 Inch. Sehr schwere Nutzer sollten im Idealfall ein 36 Inch breites Board auswĂ€hlen.

LĂ€nge
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Die LĂ€nge eines SUP-Boards ist fĂŒr die StabilitĂ€t des Bretts weniger ausschlaggebend als die Breite und variiert zwischen 7 und 14 Fuß. FĂŒr AnfĂ€nger empfiehlt sich ein Board mit einer LĂ€nge von 10 bis 12 Fuß. Rennfahrer und Wellenreiter sollten zu einem kĂŒrzeren Modell mit einer LĂ€nge zwischen 7 und 9 Fuß greifen. Diese Boards empfehlen sich auch fĂŒr Kinder. Beachten Sie auch in puncto LĂ€nge, dass Sie mit einem höheren Körpergewicht ein lĂ€ngeres Brett benötigen.

Höhe
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Die optimale Höhe des Boards hĂ€ngt vom Körpergewicht des Nutzers ab. Die verschiedenen Modelle variieren zwischen 4 und 6 Inch. Einsteiger sollten zu einer dickeren Variante greifen, da diese gut auf dem Wasser aufliegt und beim Paddeln Sicherheit durch StabilitĂ€t gibt. FĂŒr Rennfahrer empfehlen sich 4-Inch-Modelle, da diese besser ĂŒber das Wasser gleiten. Auch Kinder sind mit einer Höhe von 4 Inch gut beraten; aufgrund des geringen Körpergewichts liegen die Bretter stabil auf dem Wasser.

Gewicht

Stand-up-Paddling-Boards wiegen je nach Modell zwischen 5 und 15 Kilogramm. Das Gewicht des Boards ist beim Kauf kaum relevant. Weitaus wichtiger ist das Eigengewicht des Nutzers, denn dieses bestimmt die Maße und auch das Volumen des Bretts; andernfalls kann das Material Schaden nehmen.

Körpergewicht in KilogrammBreite in Inch (AnfĂ€nger)LĂ€nge in Fuß (AnfĂ€nger)Breite in Inch (Experte)LĂ€nge in Inch (Experte)
55 bis 80 25 bis 30 7 bis 10 25 bis 27 7 bis 9
80 bis 100 30 bis 32 10 bis 12 27 bis 28 9 bis 11
100 bis 120 30 bis 32 12 bis 14 28 bis 32 11 bis 12
> 120 > 34 14 32 bis 34 > 12

Die Tabelle zeigt, welche Maße das Board fĂŒr AnfĂ€nger und Fortgeschrittene in AbhĂ€ngigkeit von deren Körpergewicht haben sollte.

Die Tabelle bietet einen allgemeinen Überblick und bezieht sich auf ein durchschnittliches „Standard-Board“. Je nach Modell und Nutzung können die Werte variieren.

Aus welchem Material bestehen SUP-Boards?

FĂŒr Hardboards und Inflatable-Boards kommen verschiedene Materialien zum Einsatz. Die harten Boards Ă€hneln Surfbrettern und bestehen aus Polyethylen, dem witterungsbestĂ€ndigem Kunststoff Acrylnitril-Styrol-Acrylester, Epoxidharz oder Karbon. Die aufblasbaren Modelle befĂŒllen Sie hingegen mit Luft, weshalb das Material besonders elastisch sein muss. Der Druck der Boards liegt zwischen 12 und 25 Pfund pro Quadrat-Inch; das entspricht 0,8 bis 1,7 bar. Damit die I-SUPs trotz ihrer FlexibilitĂ€t stabil im Wasser liegen, verwenden Hersteller das sogenannte Drop-Stitch-Verfahren. Die Verbindungsfasern, die sie dabei zwischen der Ober- und Unterseite des Bretts verwenden, machen die Modelle so fest wie ein Hardboard. Der Grund fĂŒr dieses Verfahren ist naheliegend: Das Board muss beim Aufpumpen flach bleiben und darf sich nicht wie ein Luftballon ausdehnen.

Um das zu erreichen, werden die Decken- und Bodeninnenseite des Boards mit tausenden, vertikalen VerbindungsfĂ€den verknĂŒpft. Das spezielle Drop-Stitch-Gewebe wird je nach Hersteller mit PVC unterschiedlichster QualitĂ€t umklebt und vulkanisiert. Auf die Oberseite kommt darĂŒber hinaus eine Matte aus Ethylen-Vinylacetat-Copolymeren; das Material ist besonders rutschfest und gibt Ihnen einen sicheren Stand auf dem Board. An der Brettunterseite befindet sich eine kleine, runde Auswölbung auf Höhe des Ventils. Diese Stelle ist technisch bedingt, da in der NĂ€he des Ventils kein Drop-Stitch-Gewebe eingesetzt werden kann. Das Drop-Stitch-Verfahren sorgt dafĂŒr, dass das Gewebe reißfest sowie formstabil bleibt und zusammenfaltbar ist.

Verarbeitung des Drop-Stitch-Gewebes

Das Drop-Stitch-Verfahren kann auf verschiedene Weise angewandt werden. Manche Hersteller beschrĂ€nken sich auf die „Single Layer“-Variante, wĂ€hrend wieder andere die „Double Layer“-Version wĂ€hlen.

  • Single Layer: Das Board ist von einer luftdichten Schicht umzogen, die aus circa 0,5 Millimeter dickem Gewebe und PVC besteht.
  • Double Layer: ZusĂ€tzlich zu der „Single Layer“-Schicht wird eine zweite PVC-Schicht auf das Board geklebt, wodurch das Board steifer und verwindungsfester wird.
  • 500D-/600D-/1.000D-Drop-Stitch: Die Anzahl bezieht sich auf die vertikalen Nylongarne pro Quadrat-Inch. Je mehr Garn, desto hĂ€rter das Board.

DarĂŒber hinaus gibt es diverse weitere Verarbeitungstechniken, die Hersteller nutzen, um die QualitĂ€t aufblasbarer SUP-Boards zu erhöhen.

  • Fusionstechnologie: Anstatt wie bei der „Double-Layer“-Variante eine zweite Schicht einzusetzen, wird die erste Schicht dicker gemacht.
  • Stringer: Über die Ober- und Unterseite des Bretts wird der LĂ€nge nach jeweils ein Streifen PVC geklebt, um das Board steifer zu machen.
  • Double Layer Side-Rail: Die Seite des Boards besteht aus zwei Schichten, wie beim herkömmlichen „Double Layer“-Verfahren.
  • Side-Rail Melting Technology: Die PVC-Schicht an der Seite wird geschmolzen anstatt angeklebt; das verringert das Gewicht des Boards und macht es robuster.

Finne

Die Finne wird an der Unterseite des Boards befestigt und dient zu dessen RichtungsstabilitÀt. Auch Finnen gibt es in verschiedenen Formen zu kaufen. Je nach Nutzung des SUP-Boards unterscheiden sich die Finnen in LÀnge, FlÀche und Position.

Je lĂ€nger die Finne ist, desto mehr Reibungswiderstand entsteht im Wasser und desto mehr Kraft mĂŒssen Sie aufwenden. Jedoch verbessert eine lange Finne den Geradeauslauf und die StabilitĂ€t Ihres Boards. Mit einer kurzen Finne sind Sie zwar schneller unterwegs und brauchen weniger Kraft, allerdings erfordert das Brett eine bessere Balance. Als weitere Faustregel gilt, dass eine Finne mehr StabilitĂ€t bietet, je grĂ¶ĂŸere ihre FlĂ€che ist. Mit einer grĂ¶ĂŸeren FlĂ€che wird das Board allerdings weniger wendig.

Die Finne wird meist mit einem Stecksystem am Heck des Bretts befestigt. Schieben Sie die Finne in die Nut und sichern Sie sie mit einem quer eingesteckten Kunststoffclip. Die Position lĂ€sst sich anschließend nicht mehr verĂ€ndern. Achten Sie beim Kauf darauf, wo sich der Steckplatz der Finne befindet. Je weiter hinten die Finne angebracht ist, desto besser sind die Gleiteigenschaften des Boards; je weiter vorne sie liegt, desto wendiger ist das Brett. Letztendlich mĂŒssen Sie einen Kompromiss eingehen und sich ĂŒberlegen, welche Eigenschaften Ihnen am wichtigsten sind. Sie können jederzeit eine Finne nachkaufen und sie austauschen. Sie mĂŒssen nur darauf achten, dass die gewĂŒnschte AusfĂŒhrung mit Ihrem Board kompatibel ist, denn die Stecksysteme sind nicht genormt.

  • Wellen-Finne: Diese Version stellt den besten Kompromiss zwischen StabilitĂ€t, Geradeauslauf und Geschwindigkeit dar.
  • Schwert-Finne: Das Modell verbessert den Geradeauslauf und die StabilitĂ€t, geht jedoch auf Kosten der Geschwindigkeit; ist eher fĂŒr krĂ€ftige Paddler geeignet.
  • Flossen-Finne: Die Variante erlaubt eine hohe Geschwindigkeit bei bestmöglichem Geradeauslauf. Sie ist vor allem fĂŒr Rennfahrer empfehlenswert.

Paddel

Das Paddel ist das wichtigste Zubehörteil fĂŒr ein Stand-up-Paddling-Board, da es ohne dieses stehend kein Vorankommen gibt. Einige SUPs sind inklusive eines Paddels erhĂ€ltlich. Falls Sie Ihr Paddel separat kaufen möchten, sollten Sie vor allem auf die LĂ€nge und das Material achten.

Die LĂ€nge des Paddels

Die fĂŒr Sie richtige LĂ€nge können Sie selbst bestimmen. Das Paddel sollte je nach Einsatzbereich zwischen 5 und 25 Zentimeter grĂ¶ĂŸer sein als der Nutzer. Wenn Sie Ihr Board im flachen Wasser oder fĂŒr eine SUP-Tour nutzen, empfiehlt sich ein Paddel, das zwischen 20 und 25 Zentimeter grĂ¶ĂŸer ist als Sie selbst. Surfer, die mit dem Board Wellen reiten, brauchen ein Paddel, dass 15 Zentimeter lĂ€nger ist. Kleine Paddel sind vor allem fĂŒr Rennfahrer und Kinder geeignet. Am praktischsten sind höhenverstellbare Paddel. Diese lassen sich von verschiedenen Personen nutzen und an unterschiedliche Einsatzbereiche anpassen. Somit sind die Paddel perfekt fĂŒr FamilienausflĂŒge; zudem haben Sie die Wahl, ob Sie stehend oder kniend paddeln möchten. Auch die PaddelblĂ€tter unterscheiden sich untereinander: Ein großes Paddelblatt eignet sich insbesondere zum Surfen, wĂ€hrend ein kleines Blatt fĂŒr Touren in flachen GewĂ€ssern empfehlenswert ist.

Das Material des Paddels

Die gÀngigsten Materialien, aus denen Paddel hergestellt werden, sind Aluminium, Kunststoff, Karbon, Karbon-Gemisch und Holz. Bei vielen Paddeln ist meist nur der Schaft aus einem der genannten Materialen; die PaddelblÀtter bestehen oft aus Kunststoff.

MaterialVorteileNachteile
Aluminium GĂŒnstig und stabil Schwer und anfĂ€llig fĂŒr Salzwasser
Kunststoff GĂŒnstig und leicht AnfĂ€llig fĂŒr SchĂ€den
Karbon Besonders hochwertig, geringes Gewicht, langlebig Vergleichsweise teuer
Karbon-Gemisch GĂŒnstiger als Karbon bei Ă€hnlichen Eigenschaften Kunststoffanteil
Holz Edles Aussehen, Eigenschaften wie Karbon Nicht besonders langlebig

Die Tabelle zeigt die Vor- und Nachteile der verschiedenen Materialien.

Zubehör

Um Ihre SUP-Tour so optimal wie möglich zu gestalten, sollten Sie sich nach den folgenden Extras umschauen. Oft ist das benötigte Zubehör zusammen mit dem Board in einem Set erhÀltlich.

  • Kleidung: An warmen Tagen genĂŒgen Bikini oder Badehose. Im Herbst und Winter sollten Sie hingegen zum Neopren- oder Trockenanzug greifen.
  • Luftpumpe: Diese brauchen Sie, um ein aufblasbares SUP-Board mit Luft zu befĂŒllen. Doch Vorsicht: Die speziellen Ventile sind nicht mit jeder Luftpumpe kompatibel.
  • Boardleash: Die Verbindungsleine bringen Sie an dem Board sowie Ihrem Knöchel an. So behalten Sie im Zweifelsfall die Orientierung und das Brett kann nicht wegtreiben.
  • Rucksack: In einem speziellen Rucksack können Sie das zusammengefaltete SUP-Board unterbringen und es leicht transportieren.
  • Sitz: Die Sitzauflage lĂ€sst sich auf der Oberseite des Boards montieren, um Ihnen die Möglichkeit zu geben, bequem im Sitzen zu paddeln.

Wie teuer ist ein Stand-up-Paddling-Board?

Die verschiedenen Stand-up-Paddling-Boards kosten zwischen 300 und 700 Euro. Seltener lassen sich Modelle fĂŒr 1.000 Euro oder mehr finden; diese Bretter richten sich meist eher an Profisportler oder Wettbewerbsinteressierte. Auch fĂŒr 200 Euro können Sie ein gutes Board fĂŒr die regelmĂ€ĂŸige Nutzung erhalten. Vor allem AnfĂ€nger und Einsteiger, die eine entspannte Tour auf dem örtlichen See oder Fluss unternehmen möchten, sollten nicht mehr als 500 Euro fĂŒr ein Brett ausgeben. Ein Paddel kostet je nach Material zwischen 30 und 80 Euro: Karbon ist am teuersten, Kunststoff am gĂŒnstigsten; Aluminium liegt preislich in der Mitte und bietet eine gute QualitĂ€t fĂŒr den Einstieg.

FĂŒr jeden das richtige Modell

Stand-up-Paddling-Boards sind in diversen AusfĂŒhrungen erhĂ€ltlich, die sich je nach Verwendungszweck unterscheiden. Als die „großen Vier“ gelten das Allround-, das Touring-, das Racing- und das Wave-Board. Es gibt jedoch noch einige Unterarten.

Der Alleskönner: Das Allround-Board

Das Allround-Board eignet sich fĂŒr gelegentliche Stand-up-Paddling-AusflĂŒge und Familien-Touren. Es ist breit und relativ hoch gebaut, sodass es eine gute StabilitĂ€t bietet und perfekt fĂŒr AnfĂ€nger ist. Das Brett hat ein gutes Gleitverhalten, weshalb Sie mit ihm auch weite Strecke ohne Probleme zurĂŒcklegen können. Folglich stellt es den perfekten Mittelweg zwischen StabilitĂ€t und Wendigkeit dar. Mit einem Allround-Board sind Sie auch in der Lage, sich an ersten Rennen oder dem Wellenreiten zu probieren. Das Board ist somit nicht nur fĂŒr Einsteiger ideal, sondern auch fĂŒr diejenigen, die ihre Stand-up-Paddling-KĂŒnste spezialisieren möchten. So können Sie alles einmal ausprobieren, bevor Sie sich ein spezielles Board kaufen.

Allround-Bretter sind meist relativ schwer, weshalb sie auch sehr stabil und robust sind. Dank der gĂŒnstigen Materialien gehören sie zu den preiswerteren Boards. Sie sind sowohl als Hard- als auch Inflatable-AusfĂŒhrungen erhĂ€ltlich. FĂŒr diejenigen, die das Brett an verschiedenen Orten ausprobieren möchten, empfiehlt sich die aufblasbare Allround-Variante.

Vorteile
  • Vielseitig einsetzbar
  • Perfekt fĂŒr AnfĂ€nger
  • GĂŒnstig
  • Faltbar, wenn aufblasbar
Nachteile
  • Nicht besonders wendig
  • Meist etwas schwerer

Der Entdecker: Das Touring-Board

Touring-Boards sind etwas grĂ¶ĂŸer als Allround-Boards, Ă€hneln diesen allerdings in ihren Eigenschaften. Sie haben bessere Gleiteigenschaften und sind etwas schneller bei gleichem Kraftaufwand. Somit eignen sich Touring-SUP-Boards perfekt fĂŒr lĂ€ngere Strecken auf ruhigen GewĂ€ssern, beispielsweise wĂ€hrend eines Camping-Ausflugs. Hier stehen das ruhige Paddeln und das Genießen der Umgebung im Vordergrund. Der eigentliche Sport rĂŒckt in den Hintergrund und die BeschĂ€ftigung Ă€hnelt einer Meditation.

Touring-Boards besitzen oft Spanngurte, GepĂ€ckgummis oder sogar kleine StaurĂ€ume, sodass Sie Ihr GepĂ€ck auch auf langen Strecken mitnehmen können. Diese Bretter eignen sich ebenfalls besonders gut fĂŒr AnfĂ€nger, die nur zum Spaß paddeln möchten. Profisportler und Wellenreiter sowie alle, die es werden möchten, sollten zu einem anderen Board greifen. Aufgrund der guten Transporteigenschaften sind weiterhin die aufblasbaren Stand-up-Paddling-Boards klar im Vorteil; die marginal schlechtere Performance der aufblasbaren Bretter gegenĂŒber den Hardboards ist kaum bemerkbar.

Vorteile
  • Perfekt fĂŒr Einsteiger
  • Optimales SUP-Erlebnis
  • Geringer Kraftaufwand vonnöten
Nachteile
  • Mehr Packmasse als Allround-Board
  • Nicht besonders wendig

Der Rennfahrer: Das Racing-Board

Die Wettkampf-Bretter sind fĂŒr Rennen und Langstrecken konzipiert. Bei Wettbewerben mĂŒssen hohe Geschwindigkeiten erreicht werden, weshalb die Boards besonders schmal und lang gebaut sind. Dies minimiert zwar den Wasserwiderstand, jedoch wird das Brett dadurch auch instabiler. Ein gutes GleichgewichtsgefĂŒhl, körperliche Fitness und eine stetig hohe Geschwindigkeit sind die Voraussetzungen, um ein Racing-Board zu fahren. Vor allem in unruhigem Wasser sind die Bretter schwer zu kontrollieren, weshalb sie fĂŒr Einsteiger ungeeignet sind.

Racing-SUP-Boards sind ebenfalls in beiden AusfĂŒhrungen erhĂ€ltlich. Allerdings ist die Wettkampfszene weiterhin von Hardboards geprĂ€gt. Es gibt zwar auch Inflatable-Racing-Boards, doch der Großteil der WettkĂ€mpfer setzt weiterhin auf Hardboards; zumal in vielen Rennen lediglich diese offiziell zugelassen sind.

Vorteile
  • Hohe Geschwindigkeit
  • Rennzulassung
Nachteile
  • Nicht fĂŒr AnfĂ€nger geeignet

Der Wellenreiter: Das Wave-Board

Wave-Boards Ă€hneln in ihrem Aufbau Surfbrettern. Diese Bretter sind fĂŒr den KĂŒstenbereich konzipiert, wo die Wellen branden und geritten werden können. FĂŒr andere Aktionen abseits des Wellenreitens sind Wave-Boards ungeeignet. Sie sind recht breit und kurz, was sie besonders kippstabil und agil macht. Die Höhe gibt den Brettern den nötigen Schwung, damit Surfer auf einer Welle reiten können.

Auch hier ist ein hohes Maß an Balance erforderlich, weshalb sich Wave-Boards nicht fĂŒr AnfĂ€nger und Nutzer ohne Surferfahrung eignen. Die meisten SUP-Surfer greifen zu Hardboards, da diese robuster sind und eine leicht bessere Performance bieten. Wenn also der Transport fĂŒr Sie kein Problem darstellt, sollten Sie zu einem harten Board greifen. FĂŒr Einsteiger in den SUP-Surfing-Sport ist jedoch ein aufblasbares Brett ausreichend.

Vorteile
  • Perfekt zum Wellenreiten
  • Wendig
  • Gute Gleiteigenschaften
Nachteile
  • Instabil
  • Nicht fĂŒr AnfĂ€nger geeignet

Etwas ganz Spezielles

DarĂŒber hinaus existieren mehrere SUP-Boards, die ebenfalls fĂŒr einen besonderen Kundenkreis spezialisiert wurden. Meist handelt es sich um herkömmliche Boards, die Hersteller an die jeweilige Zielgruppe angepasst haben.

Yoga-Boards
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Yoga- oder Fitness-Boards sind den Allround-Boards zuzuordnen. Die Bretter sind darauf ausgelegt, dass Sie darauf Yoga- oder PilatesĂŒbungen ausfĂŒhren. Die Herausforderung hierbei ist, dass Sie nicht nur Übungen machen, sondern auch das Gleichgewicht auf dem Board halten mĂŒssen: mentales und körperliches Training zugleich. Die Boards sind besonders stabil und vergleichsweise breit, sodass Sie ausreichend Platz haben. Eine spezielle Beschichtung Ă€hnlich einer Yogamatte auf der gesamten Oberseite verhindert das Abrutschen.

Kinder-Boards
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Boards fĂŒr Kinder sind relativ kurz, leicht und besonders stabil gebaut. Alles in allem Ă€hneln sie den herkömmlichen Boards fĂŒr Erwachsene, haben jedoch eine spezielle Sicherheitsfinne an der Unterseite. Diese sorgt fĂŒr zusĂ€tzliche StabilitĂ€t und erhöht folglich die Sicherheit. Aufblasbare Boards sind besser fĂŒr Kinder geeignet, da scharfe Spitzen und Kanten fehlen und dadurch das Verletzungsrisiko verringert ist. Zudem lassen sie sich leichter transportieren.

Angler-Boards
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Boards fĂŒr Angler sind im Prinzip standardmĂ€ĂŸige Allround-Boards. Das Besondere hierbei sind die Extras und die Halterungen. Auf den Brettern befinden sich Angelhalterungen und Unterbringungen, beispielsweise fĂŒr Köder und Fangnetz. Dank des Boards können Sie zum Angeln sĂ€mtliche PlĂ€tze bestmöglich erreichen. DarĂŒber hinaus haben Sie viel Bewegungsfreiheit und ein gutes Sichtfeld ĂŒber den Angelplatz. Da sich die Boards nahezu gerĂ€uschlos bewegen, verscheuchen Sie zudem keine Fische.

Paddel? Windsurfen? Beides!

Wer sich auf dem Wasser vom Wind treiben lassen möchte, kann sein Stand-up-Paddling-Board mit wenigen Handgriffen zu einem Wind-Board umbauen. Die Voraussetzungen hierfĂŒr sind, dass das Brett ein Gewinde fĂŒr einen Mastfuß besitzt und sich an der Unterseite eine mittlere Finne befindet. Sie mĂŒssen lediglich das Segel in den Fuß einlassen. Dank des Segels können Sie höhere Geschwindigkeiten erreichen, ohne paddeln zu mĂŒssen. Allerdings sind Sie, wie beim herkömmlichen Windsurfen, abhĂ€ngig vom Wind.

Die Reinigung eines Stand-up-Paddling-Boards

Um eine gleichbleibende QualitĂ€t Ihres Stand-up-Paddling-Boards zu gewĂ€hrleisten, sollten Sie es regelmĂ€ĂŸig reinigen und auf eventuelle SchĂ€den untersuchen. Das Brett ist bei jedem Gebrauch den UmwelteinflĂŒssen ausgesetzt; Sonneneinstrahlung, Feuchtigkeit, Salzwasser, Steine und Sand können dem Material zusetzen. Deshalb sollten Sie das Board nach jeder Tour mit einer BĂŒrste oder einem Schwamm leicht abwischen. Verwenden Sie dabei lediglich Wasser mit ein wenig Seife und keine aggressiven Reinigungsmittel. Mit einem Langzeitpflegemittel schĂŒtzen Sie das Board vor Wind und Wetter sowie UV-Strahlung; zudem bleibt das Material elastisch. Reiben Sie das Mittel mit einem Tuch auf der OberflĂ€che ein und lassen Sie es einwirken. Nachdem das Board getrocknet ist, können Sie es verstauen. Aufblasbare Boards sollten Sie jedoch nicht im zusammengefalteten Zustand in einer Tasche lagern. Pumpen Sie das Brett stattdessen leicht auf und rollen Sie es locker zusammen. Eventuelle Risse können Sie mit Flicken ausbessern: Reinigen Sie die Stelle, kleben Sie den Flicken darauf und lassen Sie das Ganze trocknen.

WeiterfĂŒhrende Testberichte

Achtung: Hierbei handelt es sich um einen Vergleich. Wir haben die Stand-up-Paddling-Boards nicht selbst getestet.

Das Online-Portal FIT FOR FUN Online testete 2020 insgesamt fĂŒnf Stand-up-Paddling-Boards. Die Tester unterzogen die Bretter einem Praxistest ĂŒber mehrere Wochen. Dabei ĂŒberprĂŒften Sie das Fahrverhalten, die Belastbarkeit, die Verarbeitung, die Ausstattung, den Tragekomfort des Rucksacks, das Aufpumpen, das Paddel sowie das Preis-Leistungs-VerhĂ€ltnis. Jedes Produkt konnte maximal fĂŒnf Sterne erhalten. Zwei der fĂŒnf getesteten Boards erhielten die volle Punktzahl, eines bewerteten die Tester mit drei und eines mit zwei Sternen. Lediglich ein Board erhielt nur einen Stern.

Der Testsieger ist das Mistral Stand Up Paddle Board „Floral“ mit fĂŒnf von fĂŒnf Sternen. Das Brett konnte die Tester in allen Kategorien ĂŒberzeugen. Es ist bis zu 150 Kilogramm belastbar, bietet die umfangreichste Ausstattung aller Testmodelle, hat einen robusten sowie bequemen Rucksack und beeindruckt mit seinem ausgezeichneten Fahrverhalten.

Auf dem letzten Platz des Tests liegt das Maliko Runner von Capital Sports mit lediglich einem von fĂŒnf Sternen. Das Board ist zwar leicht und schnell, jedoch mangelt es ihm an gutem Fahrverhalten. DarĂŒber hinaus ist die Verarbeitung dĂŒrftig und Maximalbelastung bis 95 Kilogramm zu gering fĂŒr ein Board dieser Klasse.