Windows-Tablet

Die 7 besten Windows-Tablets im Vergleich

Leistung
Prozessor
Prozessortakt
Anzahl Prozessorkerne
Interner Speicher
Arbeitsspeicher
Akkulaufzeit
AkkukapazitÀt
Betriebssystem
Ausstattung
Auflösung Frontkamera
Auflösung Kamera
GPS
MicroUSB
USB-Typ
MicroSD
Kopfhörer-Anschluss
Display
Typ Display
GrĂ¶ĂŸe Bildschirm
Auflösung
KonnektivitÀt
WLAN-Version
Bluetooth-Version
Mobiles Internet
Allgemeine Merkmale
Gewicht
Maße
Vorteile
Nachteile

Windows-Tablet-Ratgeber: So wÀhlen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in KĂŒrze
  • Windows-Tablets, die mobilen PCs im Kleinformat, eignen sich nicht nur fĂŒr BĂŒroangestellte, die mit Office-Programmen arbeiten, sondern auch fĂŒr Gamer und Gelegenheitssurfer.
  • Man unterscheidet bei den 2-in-1-GerĂ€ten zwischen Convertibles mit einem 360-Grad-Scharnier und Detachables, bei denen sich die Tastatur komplett entfernen lĂ€sst.
  • Die kleinesten GerĂ€te haben 7-Zoll-Displays mit HD, die grĂ¶ĂŸten Bildschirme verfĂŒgen ĂŒber Diagonalen von 13 Zoll und Full-HD-Auflösung.
  • Dank der zahlreichen Anschlussmöglichkeiten, darunter WLAN und Bluetooth, aber auch USB und HDMI sind Windows-Tablets besonders kompatibel.
  • Mit Tastatur und Maus sowie zahlreichen Extras wie etwa einem Eingabestift oder integriertem Beamer machen sie sogar den Notebooks Konkurrenz.

Trendwende auf dem Tablet-Markt

In Ihrem BĂŒro arbeiten Sie mit einem Windows-Rechner, fĂŒr die GeschĂ€ftsreise oder das GeschĂ€fts-Meeting außer Haus nutzen Sie jedoch ein iPad? Zwar ist Microsofts Betriebssystem Windows bereits seit Jahren Standard fĂŒr Desktopcomputer und Notebooks, auf dem Tablet-Markt versuchte das Unternehmen jedoch lange vergeblich, Fuß zu fassen. WĂ€hrend Windows-Tablets mit den Vorurteilen kĂ€mpften, zu wuchtig zu sein, eine zu geringe AkkukapazitĂ€t zu bieten und ein Betriebssystem zu haben, das nicht fĂŒr den mobilen Einsatz konzipiert ist , entwickelte sich Apples iPad schnell zum Kultobjekt. Obwohl Microsoft schon vor Apple und Co. an der Entwicklung von Tablets arbeitete und 2002, also acht Jahre vor der Konkurrenz, eine erste tabletfĂ€hige Windows-XP-Version veröffentlichte, wurde Apple das Maß der Dinge – zumindest bis Microsoft mit Windows 8, dem Nachfolger von Windows 7, beziehungsweise dem Update 8.1 eine Software entwickelt hat, die fĂŒr die Steuerung per Touch optimiert war.

Mit dem neusten, wesentlich benutzerfreundlicheren Betriebssystem Windows 10 starten Windows-Tablets schließlich richtig durch. Inzwischen handelt es sich dabei um funktionale Allrounder, die sich fĂŒr das Privat- und Berufsleben gleichermaßen eignen. Damit können Nutzer nicht nur im Web surfen, E-Mails verschicken und auf den sozialen Netzwerken aktiv sein, sondern sich auch mit Filmen und Spielen unterhalten. Bisher ist kein anderes Betriebssystem fĂ€hig, die nötigen leistungsstarken Computerprogramme zum Laufen zu bringen. Mittlerweile haben zwar die meisten Hersteller Windows-Tablets in ihrem Portfolio, Microsofts hauseigene Serie Surface ist jedoch noch immer ganz vorn mit dabei. Die leistungsstarken Convertibles der Produktreihe Surface Pro stellen sogar einen nahezu vollstĂ€ndigen Ersatz fĂŒr das Notebook dar.

Gute GrĂŒnde fĂŒr ein Windows-Tablet

Dadurch, dass immer mehr Anbieter Windows-Tablets auf den Markt bringen, darunter auch PC-Riesen wie Dell, Lenovo, HP, Samsung und Acer, haben Verbraucher lĂ€ngst nicht mehr eine solch beschrĂ€nkte Auswahl, wie es noch vor einigen Jahren der Fall war – im Gegenteil: Sie können aus einer breiten Palette an GerĂ€ten das passende herauspicken. Mit dieser FĂŒlle kann Apple lĂ€ngst nicht mehr mithalten. Das mobile Windows-Betriebssystem steht den fĂŒhrenden Betriebssystemen Android und iOS in nichts nach. Wenn Nutzer auf ihnen auch PC-Anwendungen verwenden möchten, bringen sie sogar zahlreiche Vorteile mit sich. Die KacheloberflĂ€che von Windows 8 und spĂ€ter 10 wurde hauptsĂ€chlich fĂŒr Tablets beziehungsweise Touchscreens entwickelt. Dank des gewohnten Betriebssystems sind sie besonders einsteigerfreundlich. Schließlich hat fast jeder auf dem Laptop oder PC schon einmal mit Windows gearbeitet und kennt die Grundlagen. Entsprechend gering ist der Aufwand fĂŒr die Einarbeitung. Neben der einfachen Bedienbarkeit spricht auch fĂŒr Windows-Tablets, dass sich alle PC-Programme, also das gesamte Office-Paket ebenso wie der Lieblingsbrowser, auf dem mobilen GerĂ€t nutzen lassen. Durch die virtuelle Festplatte OneDrive haben Nutzer außerdem selbst unterwegs Zugriff auf ihre Dateien.

WĂ€hrend iOS- und Android-Tablets ihre StĂ€rken vorrangig im Multimediabereich unter Beweis stellen, erweitern viele Windows-Modelle diese Sparte um eine weitere Ebene, den Office-Sektor. Die große Auswahl an Hybriden, die sowohl als Tablet als auch als Notebook nutzbar sind, macht Windows-Tablets sowohl zu mobilen Begleitern fĂŒr den unbeschwerten Zeitvertreib als auch zur Arbeitsmaschine. Im Vergleich zu anderen Anbietern von 2-in-1-GerĂ€ten reagieren Windows-Tablets um LĂ€ngen besser auf die Umstellung vom Tablet- in den Laptop-Modus. Ihre Multitasking-FĂ€higkeit geht soweit, dass zwei Apps in gewĂŒnschter GrĂ¶ĂŸe nebeneinander nutzbar sind.

Convertibles auf dem Vormarsch

Bei einem Tablet handelt es sich um einen flachen, besonders leichten Computer, der sich per Touchscreen bedienen lĂ€sst. Anders als bei einem Notebook verzichten Tablet-Computer auf eine ausklappbare, mechanische Tastatur. Dadurch können sie kleiner, schmaler und leichter gebaut werden, was sie ideal fĂŒr unterwegs macht. In ihrem Leistungsumfang, ihrer Bedienung und ihrem Design Ă€hneln sie eher den Smartphones. Etabliert haben sich drei verschiedene AusfĂŒhrungen: Pads, Convertibles und Detachables. Pads, die klassischen, gĂŒnstigeren Modelle, sind ausschließlich per Touchscreen bedienbar und mit einer GrĂ¶ĂŸe von sieben bis acht Zoll die handlichere Alternative zu den Hybriden beziehungsweise 2-in-1-GerĂ€ten.

Da die Bildschirmtastatur sehr platzfressend ist und das Tippen auf dem Touchscreen nicht die klassischen Tasten ersetzen kann, weil sie den Schreibenden kein Feedback zur Eingabe gibt, wollen die wenigsten Tablet-Nutzer auf eine mechanische Tastatur verzichten. Wer sein Pad um eine externe Tastatur ergĂ€nzen möchte, kann diese zwar in der Regel ĂŒber eine USB-Schnittstelle oder Bluetooth verbinden, das Betriebssystem Windows findet man jedoch immer hĂ€ufiger bei Convertibles und nur noch selten bei Pads. Der Trend der Tablet-Hersteller, die auf das Windows-Betriebssystem vertrauen, geht also zu Modellen, die direkt im Lieferumfang eine Tastatur mitbringen und damit das klassische Notebook ersetzen sollen. Sie sind vor allem fĂŒr Business-Nutzer fĂŒr das lĂ€ngere Arbeiten von unterwegs ausgelegt und ideal fĂŒr Kreativanwender wie Designer und KĂŒnstler, die schnell einen Gedanken festhalten wollen.

Man unterscheidet zwischen Convertibles (vom englischen Wort „convertible“ fĂŒr „umwandelbar“) und Detachables (vom englischen Wort „detachable“ fĂŒr „abtrennbar“). Die Konstruktion der Convertibles erlaubt es, den Bildschirm mithilfe eines 360-Grad-Scharniers einmal komplett um die eigene Achse zu drehen, sodass er auf der Tastatur aufliegt. Convertibles sind also fest mit einer Tastatur verbunden, die sich drehen und klappen lĂ€sst. Dadurch sind sie etwas schwerer und klobiger als Pads und Detachables. Bei Letzteren ist es nĂ€mlich möglich, entweder mit einem mechanischen Verschlussriegel via Steckkontakt oder einem magnetischen Andockmechanismus via Bluetooth die Tastatur anzubringen oder komplett von der Display-Einheit zu trennen. Nutzer können sich flexibel der aktuellen Situation anpassen. Der Nachteil: Da die Displayeinheit schwerer als die Tastatur ist, kippt das GerĂ€t ohne Standfuß nach hinten, wenn Nutzer es zu weit öffnen. Modelle mit Scharnieren lassen sich deshalb hĂ€ufig nicht weiter als 110 Grad anwinkeln.

Kaufberatung fĂŒr Gelegenheitssurfer, Multimediafans und BĂŒroangestellte

Je nach Verwendungszweck und Budget stehen andere Faktoren bei der Kaufentscheidung an erster Stelle. Wer das Windows-Tablet vorrangig nutzen möchte, um im Internet zu surfen, in sozialen Netzwerken zu kommunizieren oder gelegentlich zu spielen, muss weniger auf eine leistungsfĂ€hige Hardware und ein großes, hochauflösendes Display achten als etwa jemand, der viel im Multimediabereich unterwegs ist und das GerĂ€t nutzt, um Texte zu lesen, Musik zu hören oder Filme und Serien zu schauen.

Das Display: GrĂ¶ĂŸe und Auflösung

Welche DisplaygrĂ¶ĂŸe die richtige ist, hĂ€ngt davon ab, wofĂŒr der Nutzer sein GerĂ€t hauptsĂ€chlich verwenden möchte:

  • 7 bis 8 Zoll: Die handlichen Leichtgewichte (ab 250 Gramm) wirken eher wie ein ĂŒbergroßes Smartphone und eignen sich ideal fĂŒr unterwegs, sei es im Zug, im Park oder im CafĂ©. Besonders kompakte Ausgaben lassen sich sogar zum Telefonieren verwenden. Auf der kleinen Tastatur ist es jedoch kaum möglich, einen lĂ€ngeren Text schnell und fehlerfrei zu schreiben. Im Verglich zu Tablets mit anderen Betriebssystemen bieten aber nur wenige Hersteller Windows-Tablets in dieser GrĂ¶ĂŸendimension an.
  • 9 bis 11 Zoll: Am gĂ€ngigsten sind Displays mit einer Diagonale von zehn Zoll. Sie eignen sich hervorragend fĂŒr Videos und Spiele. Außerdem erleichtern sie die Arbeit mit komplexen Tabellen und Anwendungen mit vielen Eingabefeldern.
  • 12 bis 13 Zoll: Profi-Tablets vereinen das System eines vollwertigen Notebooks mit der MobilitĂ€t eines Smartphones. Aufgrund ihrer GrĂ¶ĂŸe haben Nutzer stets den vollen Überblick und können alles deutlich erkennen. Ihr hohes Gewicht reduziert jedoch die Einsatzmöglichkeiten.

Das Windows-Tablet sollte auch ĂŒber eine hochwertige Auflösung verfĂŒgen. Die Auflösung verrĂ€t, wie scharf die Darstellung auf dem Bildschirm ausfĂ€llt. Ein gĂ€ngiges 10-Zoll-Tablet sollte mindestens eine HD-Auflösung (1.280 x 720 Pixel) bieten. Im mobilen Segment ist heutzutage vor allem Full-HD (1.920 x 1.080 Pixel) anzutreffen. Je grĂ¶ĂŸer das Display und je besser die Auflösung, desto geeigneter fĂŒr Spiele- und Bildbearbeitungssoftware. Auch bei Windows-Tablets geht der Trend zu noch höheren Auflösungen (2.736 x 1.824 beziehungsweise 3.200 x 1.800 Pixel), allerdings fallen aufgrund der kleinen Bildschirme die Unterschiede eher marginal aus. Wer also kein Fanatiker ist, kann getrost zu den Full-HD-Varianten greifen. Zu bedenken ist außerdem, dass mit einer hohen Auflösung auch der Energieverbrauch steigt.

Die Hardware: Prozessor, Speicher und Akku

Abgesehen von der Display-QualitĂ€t spielen auch Hardware-Aspekte wie die Prozessorleistung, die GrĂ¶ĂŸe des Arbeitsspeichers und des internen Speichers sowie die Akkulaufzeit bei der Kaufentscheidung eine Rolle.

Der Prozessor
Prozessor

Der Prozessor entscheidet wesentlich ĂŒber die LeistungsfĂ€higkeit des Tablets. FĂŒr die meisten Anwendungen wie das Starten simpler Apps oder die Bedienung eines Browsers zum Surfen im Internet reichen die fĂŒr die mobile Nutzung konzipierten Prozessoren mit zwei (Dual Core) oder vier Kernen (Quad Core). Wer das Tablet fĂŒr anspruchsvolle Spiele und Apps nutzen möchte, sollte jedoch eher auf High-End-Prozessoren mit acht Kernen (Octa Core) setzen. Einige Modelle sind mit starken Intel-Core-i5 oder -i7-Prozessoren ausgestattet.

Der Arbeitsspeicher
Arbeitsspeicher

Der Arbeitsspeicher ist bei den meisten Windows-Tablets entweder zwei oder vier Gigabyte groß. WĂ€hrend Modelle mit zwei Gigabyte RAM (Random Access Memory) eher fĂŒr das gelegentliche Surfen gedacht sind, eignen sich Tablets mit vier Gigabyte RAM auch fĂŒr die Arbeit mit Office-Programmen sowie fĂŒr Spiele. Vor allem dann, wenn das Tablet nicht nur zum Abrufen von E-Mails genutzt wird, sondern als Notebookersatz herhalten soll, muss es ĂŒber genĂŒgend Leistung, sprich mindestens vier Gigabyte RAM verfĂŒgen.

Der interne Speicher
interner Speicher

Der intern zur VerfĂŒgung stehende Speicherplatz betrĂ€gt fĂŒr gewöhnlich 32, 64 oder 128 Gigabyte. Zu bedenken ist jedoch, dass das Betriebssystem einen Teil davon belegt. Bei der 32-Bit-Version sind das 16, bei der 64-Bit-Variante 20 Gigabyte. Wer mit seinem Windows-Tablet arbeiten oder seine Mediathek stets dabei möchte, sollte sich vergewissern, dass sein Tablet externe Speichermöglichkeiten (Festplatte oder Speicherkarten) unterstĂŒtzt. Ansonsten stellen Cloud-Speicher auch mittlerweile auch eine vernĂŒnftige Alternative dar.

Die Akkulaufzeit
Akkulaufzeit

Tablets haben zwar grĂ¶ĂŸere Akkus als Smartphones, aufgrund der GrĂ¶ĂŸe des Displays aber nicht zwingend lĂ€ngere Akkulaufzeiten. Je nach Anwendung, App-Gebrauch und Helligkeits- beziehungsweise Kontrasteinstellung können die Herstellergaben, bei denen es sich lediglich um idealisierte Werte handelt, abweichen. GrundsĂ€tzlich wird eine Akkulaufzeit von mindestens sieben Stunden empfohlen. Diese Laufzeit eignet sich jedoch vor allem fĂŒr den Einsatz zu Hause oder im BĂŒro. Je nach Modell liegt sie sogar zwischen acht und elf Stunden. Spitzenmodelle laufen bis zu 17 Stunden. Sollte doch unerwartet der Saft ausgehen, hilft eine Powerbank aus.

Die Ausstattung: Mobile VerwandlungskĂŒnstler mit starkem Kern

Windows-Tablets sind im Gegensatz zu iPads dank vielfĂ€ltiger Anschlussmöglichkeiten mit diversen technischen Extras kombinierbar, doch nicht alle Modelle haben die gleichen technischen Voraussetzungen. Je nach Ausstattung lassen sie sich problemlos mit den passenden Zubehörteilen aufrĂŒsten. Wichtig in diesem Zusammenhang ist neben der Netzwerkspezifikation vor allem die KonnektivitĂ€t.

Die Netzwerkspezifikation: Mit oder ohne SIM?

Wer das Tablet vorwiegend zu Hause im eigenen WLAN nutzt, kann getrost auf ein Modell mit SIM-Kartenslot verzichten. Um auch unterwegs, also außerhalb eines WLAN-Netzes, auf dem Laufenden zu bleiben, ist ein Kartenslot jedoch unumgĂ€nglich. Mit einer Mobilfunkschnittstelle sind Nutzer nicht mehr auf einen WLAN-Hotspot angewiesen, sondern können uneingeschrĂ€nkt auf das Internet zugreifen und das Tablet im Prinzip wie ein Smartphone nutzen.

SIM-Karten unterscheiden sich nach ihrer GrĂ¶ĂŸe in Micro-SIM, Mini-SIM und Nano-SIM. Weiterhin gibt es sogenannte Single- und Dual-SIM-Modelle: WĂ€hrend Single-SIM-Tablets nur ĂŒber einen einzigen SIM-Kartensteckplatz verfĂŒgen, lassen sich mit einem Dual-SIM-Modell in einem GerĂ€t zwei verschiedene Telefonnummern beziehungsweise Mobilfunkanbieter in Anspruch nehmen. Dadurch ist es beispielsweise möglich, den Privat- und Arbeitsanschluss voneinander zu trennen oder eine zweite SIM-Karte einzusetzen, um auch im Ausland erreichbar zu sein.

Dual-SIM vs. Multi-SIM

Dual-SIM ist nicht zu verwechseln mit Multi-SIM: Unter Multi-SIM versteht man nĂ€mlich die Option, ĂŒber den gleichen Mobilfunkanschluss mehrere SIM-Karten zu verwenden. Das heißt, man kann unter derselben Rufnummer mehrere GerĂ€te verwenden.

Im Falle der Entscheidung fĂŒr ein Dual-SIM-Modell ist zu bedenken, dass die DatenĂŒbertragung ĂŒber den Zweitanschluss deutlich langsamer ist. Schnelles Internet ĂŒber LTE gibt es meist nur ĂŒber den Erstanschluss, wohingegen der zweite Anschluss mit 2G oder 3G auskommen muss. Empfehlenswert sind Tablets jedoch in der Regel erst mit einem 4G-LTE- oder einem 3G-UTMS-Modul. Mit einer LTE-Schnittstelle surfen Tablet-Nutzer mit bis zu 600 Megabit pro Sekunde durch das Netz. Der UMTS-Mobilfunkstandard gewĂ€hrleistet dagegen lediglich DatenĂŒbertragungsraten von bis zu 42 Megabit pro Sekunde.

Die KonnektivitÀt: Mit oder ohne Kabel?

Im Grunde handelt es sich bei Windows-Tablets um vollwertige PCs, die alle wichtigen AnschlĂŒsse bereitstellen. Sie verfĂŒgen ĂŒber universelle USB-AnschlĂŒsse, die zum Aufladen elektronischer GerĂ€te oder als Verbindung zum PC verwendet werden, sprich Mini-USB-Slots. Je nach Modell ist es außerdem möglich, zusĂ€tzliche Komponenten und GerĂ€te wie Tastatur, Maus, Scanner und Drucker ĂŒber den USB-Port anzuschließen – eine Besonderheit von Windows-Tablets. Ebenfalls sinnvoll ist ein 3,5-Millimeter-Klinkenanschluss fĂŒr Kopfhörer. Auch ein micro-HDMI- oder ein gewöhnlicher HDMI-Anschluss gehören zur Standardausstattung. Über ein Kabel lassen sich Tablets mit einem Fernseher verbinden, um Videos, Fotos und Spiele auf dem grĂ¶ĂŸeren Bildschirm besser zur Geltung kommen zu lassen. Einige GerĂ€te bringen zudem einen Mini-DisplayPort, der Ă€hnlich wie ein HDMI-Anschluss Bild- und Tonsignale ĂŒbertrĂ€gt.

Wer nicht vorhat, das Tablet an Orten außerhalb der WLAN-VerfĂŒgbarkeiten einzusetzen, ist mit einer Wifi-Verbindung gut bedient. Eine Funkverbindung ĂŒber WLAN ist bei jedem Windows-Tablet möglich. WĂ€hrend EinsteigergerĂ€te noch den langsameren 802.11b/g/n-Standard unterstĂŒtzen, der vor allem dem Surfen im Internet oder dem Abrufen von E-Mails dient, nutzen modernere GerĂ€te bereits den schnelleren 802.11ac-Standard, der flĂŒssigere Videostreams in hoher QualitĂ€t gewĂ€hrleistet. Via Bluetooth lassen sich externe GerĂ€te wie Kopfhörer mit dem Tablet verbinden. Bluetooth unterstĂŒtzen zwar alle GerĂ€te, die neuere drahtlose Funkverbindung ĂŒber NFC ist bisher jedoch noch nicht bei vielen Windows-Tablets möglich. Mit einer NFC-Verbindung lassen sich zwei GerĂ€te auf sehr kurzer Distanz miteinander verbinden. Damit wird das Abgreifen sensibler Daten  durch Cyberkriminelle praktisch unmöglich.

Praktische Extras fĂŒr ein komfortables Arbeiten

FĂŒr noch mehr Spaß, Komfort und auch Schutz hĂ€lt der Tablet-Markt einige praktisches Zubehörteile bereit, die entweder bereits im Lieferumfang enthalten oder im Nachhinein erwerbbar sind:

  • Tastatur: Handelt es sich beim Windows-Tablet nicht um ein 2-in-1-GerĂ€t, ist es in der Regel möglich, eine externe Tastatur anzuschließen. Eine beleuchtete Variante ist fĂŒr das Arbeiten oder Spielen im Dunkeln besonders praktisch.
  • Eingabestift: HĂ€ufig sind die GerĂ€te auch auf Eingabestifte, sogenannte Touchpens, ausgelegt, die es erlauben, in kleinteiligen Programmen exakter zu navigieren als mit dem Finger. Damit lassen sich beispielsweise Skizzen entwerfen oder Dokumente mit handschriftlichen Anmerkungen direkt auf dem Display versehen. Ein weiterer Vorteil: Auf dem Display sammeln sich nicht so schnell FingerabdrĂŒcke.
  • Maus: Mit einer Maus verwandelt sich das Tablet in einen mobilen PC. FĂŒr Spielefans gibt es ergonomisch geformte Gaming-MĂ€use.
  • Integrierte Kamera: Eine verbaute Kamera ermöglicht neben Selfies unter anderem auch Skype-GesprĂ€che. Die meisten Windows-Tablets verfĂŒgen ĂŒber eine Front- (maximal 5 Megapixel) und RĂŒckkamera (8 bis 13 Megapixel).
  • Integrierter Beamer: Es gibt sogar Modelle, die mit einem Beamer ausgestattet sind. Damit lassen sich direkt vom Tablet aus Bildschirminhalte an die Wand projizieren.
  • Integriertes GPS: Wer das Tablet als NavigationsgerĂ€t nutzen möchte, sollte darauf achten, dass ein GPS-EmpfĂ€nger integriert ist.
  • SD-Karte: Mit einer SD-Karte haben Tablet-Nutzer die Möglichkeit, ihren Speicherplatz zu erweitern und bequem Dateien von einem GerĂ€t auf ein anderes zu verschieben. DafĂŒr benötigt das Tablet einen integrierten Kartenleser.
  • SchutzhĂŒlle: FĂŒr den sicheren Transport bietet sich eine im Idealfall gefĂŒtterte Tablet-HĂŒlle an. Diese schĂŒtzt das GerĂ€t vor Kratzern sowie zum Teil auch vor Spritzwasser.

Betriebssysteme im Vergleich: Windows vs. Android und iOS

Windows-Tablets gibt es mit drei verschiedenen Systemen: Windows RT, Windows 8 beziehungsweise 8.1 und Windows 10. Das speziell fĂŒr Tablets entwickelte Betriebssystem Windows RT hatte es von Beginn an schwer, mit dem gleichzeitig vorgestellten großen Bruder Windows 8 mitzuhalten. Zwar bestehen einige Gemeinsamkeiten mit Windows 8, RT hatte jedoch den entscheidenden Nachteil, auf die Apps aus dem Microsoft Store beschrĂ€nkt zu sein. Gleichzeitig waren klassische Windows-Programme darauf nicht lauffĂ€hig. Da die Nachfrage so gering blieb, stellten die meisten Hersteller bereits nach wenigen Monaten die Produktion von Tablets mit Windows RT ein. Nach diesem Flop optimierte Microsoft sein Betriebssystem fĂŒr PCs und Notebooks mit der KacheloberflĂ€che auch fĂŒr Tablets. Die Programmkacheln können anders als alte Desktop-Icons auch dynamische Informationen wie das aktuelle Wetter enthalten. Mit dem Update zu Windows 8.1 kehrte der vermisste Startbutton zurĂŒck; dieser fĂŒhrte allerdings nicht zum StartmenĂŒ, sondern zum Home-Screen. Nutzer können nun auch zwischen noch mehr KachelgrĂ¶ĂŸen wĂ€hlen. Indem die Verwendung derjenigen des PCs angeglichen wurde, erweiterten sich die Möglichkeiten des Tablets. So kann das Tablet nun an einen Monitor, eine Maus oder eine Tastatur angeschlossen werden, womit es zum praktischen ArbeitsgerĂ€t wird. Selbst Gamer kommen nun auf ihre Kosten.

Mit der aktuellen Version, Windows 10, kehrte schließlich das StartmenĂŒ zurĂŒck, das viele Nutzer bei 8.1 vermissten. Das Update diente vor allem dem Vorhaben, eine einzige funktionale OberflĂ€che fĂŒr PCs, MobilgerĂ€te und Tablets zu schaffen. Die Bedienung ĂŒber den Touchscreen wurde optimiert, die GerĂ€te benötigen weniger Akku und auch die Performance hat sich verbessert.

Die Konkurrenz und ihre Unterschiede in der Architektur

Wesentlich ausgereifter in der Touch-Bedienung ist Apples iPad mit dem Betriebssystem iOS. FĂŒr iOS gibt es die meisten angepassten Tablet-Apps, die den zusĂ€tzlichen Platz auf dem Display sinnvoll nutzen. Das Medienangebot ist zwar umfangreich, jedoch stets an den Hersteller gebunden. Offener, aber auch etwas chaotischer ist das Betriebssystem Android. Nutzer haben hier mehr Freiheiten, das nach ihren Vorstellungen zu individualisieren. Auch die Auswahl an Hardware ist grĂ¶ĂŸer. Windows-Tablets sind preislich etwa auf Augenhöhe mit Android-Tablets; iOS-Modelle sind dagegen weitaus teurer.

Beliebte Hersteller neben dem Urvater Microsoft

Bei den Windows-Tablets ist die Anzahl an Herstellern Ă€hnlich groß wie bei Android-Modellen. Zu den klassischen Vertretern gehören die Modelle der Surface-Serie von Microsoft. Die Hybridmodelle Microsoft Surface Book und Surface Pro lassen sich per Andock-Tastatur in ein Notebook verwandeln. Das Surface Book punktet unter anderem mit einem Intel-Core-i7-Quad-Core-Prozessor; das Microsoft Surface Book 2 bietet sogar zwei Gigabyte Grafikspeicher und das Surface Book 3 trumpft mit seinem sogenannten ClearType-Full-HD-Plus-Display auf, das einen besonders hochauflösenden Bildschirm bereitstellt. Das Microsoft Surface Pro ist in erster Linie fĂŒr professionelle Nutzer gedacht, die kreatives Arbeiten auf dem GerĂ€t umsetzen möchten. FĂŒr den kleineren Geldbeutel gibt es das Microsoft Surface Go.

Neben Microsoft haben auch andere Hersteller wie HP, Lenovo, Dell, Acer, Toshiba, Asus, Fujitsu, Medion, Trekstor, Samsung und Huawei Windows-Tablets in ihr Angebot aufgenommen. Der Hersteller HP bietet beispielsweise ein sehr umfangreiches Angebot an HybridgerĂ€ten, vom gĂŒnstigen EinsteigergerĂ€t bis hin zu High-End-Convertibles. Eine Besonderheit im Portfolio von HP ist das Elitebook Revolve 810, dessen Bildschirm fest mit der Basiseinheit verbunden ist, sich aber um 180 Grad schwenken lĂ€sst, wodurch sich fĂŒnf verschiedene Nutzungsmodi ergeben. Lenovos Angebot an 2-in-1-Modellen besteht hauptsĂ€chlich aus Tablets mit 360-Grad-Scharnier. Die Serie Yoga ĂŒberzeugt mit besonders dĂŒnnen, aber auch sehr hochpreisigen Modellen. FĂŒr GeschĂ€ftskunden gibt es außerdem die Marke Thinkpad von Lenovo. Dell wirbt mit seiner Reihe Latitude, bei deren Andocktastatur KĂ€ufer zwischen einer „Slim“- und einer „Premium“-Version wĂ€hlen können. Die Marke Acer bietet sowohl Detachables als auch KombigerĂ€te mit 360-Grad-Scharnier. Aus dem Sortiment sticht vor allem das Aspire R 13 hervor, bei dem das Display nicht direkt mit der Basiseinheit verbunden, sondern seitlich an zwei ausklappbaren Halterungen befestigt ist. Auch Samsung hat neben seinen zahlreichen Android-Modellen ein Windows-Tablet im Angebot. Das Galaxy Book W620 ist aufgrund seines kompakten Designs ideal fĂŒr den mobilen Einsatz.

WeiterfĂŒhrende Tests

Achtung: Da es nicht möglich war, die Produkte selbst zu testen, handelt es sich hierbei um einen Vergleich von Windows-Tablets.

Im Jahr 2018 nahm die Stiftung Warentest, das wohl bekannteste Testinstitut Deutschlands, vier weitere Tablets unter die Lupe, sodass die Datenbank inzwischen 145 Tablets, vom gĂŒnstigen Einsteigermodell bis zum SpitzengerĂ€t fĂŒr ĂŒber 1.000 Euro, im Test zĂ€hlt. Bei 23 Testmodellen handelt es sich um Windows-Tablets, darunter Modelle von Acer, Asus, Dell, HP, Huawei, Lenovo, Medion, Microsoft, Odys, Samsung und Trekstor. Getestet wurden die GerĂ€te in den Testkategorien Funktionsumfang, Handhabung, DisplayqualitĂ€t und Akkulaufzeit. 15 GerĂ€te im Test konnten mit den Testurteil „Gut“ ĂŒberzeugen, acht GerĂ€te mit „Befriedigend“. Als Testsieger ging das Galaxy Tabpro S LTE von Samsung hervor.

Im Test des Testportals netzwelt, das insgesamt 14 Tablets geprĂŒft hat, konnte sich sogar ein Windows-Tablet vor Android- und iOS-Modellen durchsetzen. Das Acer Switch Alpha 12 bietet nicht nur ein gutes Preis-LeistungsverhĂ€ltnis, sondern verfĂŒgt obendrein ĂŒber eine FlĂŒssigkeitskĂŒhlung, die den herkömmlichen LĂŒfter ersetzt. Das Testmagazin CHIP testete ebenfalls zehn Tablets, fokussierte sich aber voll auf Windows. Hier ĂŒberzeugte das Porsche Design Book One, das Microsoft zusammen mit Porsche Design herausbrachte, im Test am meisten. Als erschwinglichere Alternative empfehlen die Tester das Samsung Galaxy Book 10.6 LTE.