NAS-Server

Die 7 besten NAS-Server im Vergleich

Allgemeine Merkmale
Material
Maße
Farbe
Gewicht
Produkteigenschaften
Leistung
DLNA-zertifiziert
Anzahl LAN-AnschlĂŒsse
Anzahl USB 2.0-AnschlĂŒsse
Anzahl USB 3.0-AnschlĂŒsse
Arbeitsspeicher
Prozessortakt
Festplatte inklusive
SpeicherkapazitÀt
Vorteile

NAS-Server-Ratgeber: So wÀhlen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in KĂŒrze
  • Ein NAS-Server kann als Backup-Lösung oder als Medienzentrale fĂŒr den Download von Dateien oder das Streamen von Musik und Videos verwendet werden.
  • Eine Verwendung als Backup-Lösung oder Datenzentrale macht NAS-Server auch fĂŒr Privatpersonen und kleinere Unternehmen interessant.
  • Eher auf Gegensatz abstellen: Im Gegensatz zu Cloud-Diensten behalten Nutzer eines NAS-Servers immer die Oberhand, wenn es um Datenschutz und Sicherheitsfragen geht.
  • Er spielt seine StĂ€rken besonders dann aus, wenn große Datenmenge auf mehreren GerĂ€ten abrufbar sein sollen.
  • Viele Modelle können fĂŒr den jeweiligen Verwendungszweck speziell angepasst oder zu einem spĂ€teren Zeitpunkt nachgerĂŒstet werden.

NAS-Server – was ist das?

Ein NAS-Speicher, kurz NAS (Network Attached Storage, englisch fĂŒr netzgebundener Speicher), auch Netzwerkspeicher, Netzlaufwerk oder Netzspeicher genannt, ist ein einfach zu verwaltender Dateiserver. Mit einem NAS gewinnt der Nutzer Speicherplatz in einem Computernetz, und das ohne hohen Aufwand. Inzwischen hat sich auch der Begriff Private Cloud etabliert.

Vielleicht hatten Sie auch schon einmal dieses Problem: Sie möchten neue Dateien auf der Festplatte des Desktop-Computers oder Laptops ablegen, doch Windows meldet: „Wenig Speicherplatz - Es steht kein Speicherplatz auf dem lokalen DatentrĂ€ger (C:) zur VerfĂŒgung.“ In einem solchen Fall arbeitet der PC entweder stark verlangsamt oder kann Programme gar nicht mehr ordnungsgemĂ€ĂŸ ausfĂŒhren. Noch schneller tritt dieses Problem bei Smartphones auf. Gerade Modelle der Einsteiger- und Mittelklasse verfĂŒgen meist nur ĂŒber einen vergleichsweise kleinen internen Speicherchip. Kommen nun neue Apps, Musik und Fotos zusammen, wird es hier schnell eng. Nicht bei jedem Modell kann der Speicherplatz durch eine microSD-Speicherkarte erweitert werden und zudem lassen sich nicht alle daten ohne weiteres auf dieses externe Speichermedium verschieben.

Ein weiterer Nachteil bei normaler Mediennutzung ist die Verteilung der Daten. Ein Beispiel: Die erste Arbeitsdatei wird am Desktop-PC erstellt, spĂ€ter erfolgt ein Brainstorming am Laptop, Notizen werden ins Smartphone getippt und die PrĂ€sentation erfolgt auf dem Tablet – hier mĂŒssen Nutzer stets bedenken, die aktuelle Datei von GerĂ€t zu GerĂ€t zu schicken und immer mit dieser Version zu arbeiten – bereits die Vorstellung nervt! Einfacher funktioniert es bei Verwendung eines NAS-Servers. Hier greifen die Anwender immer zentral auf die auf dem Netzwerkspeicher befindliche Datei zurĂŒck, Änderungen werden auf allen GerĂ€ten sichtbar.

Ein weiteres Problem: Die Musik- und Fotosammlung vieler Nutzer wĂ€chst stetig. Die meisten möchten auch unterwegs nicht auf ihre Lieblingshits verzichten, und viele wĂŒnschen sich zudem, stets Zugriff auf ihr gesamtes Fotoarchiv zu haben, um etwa auf einer Party die Bilder aus dem letzten Urlaub zeigen zu können. Dabei kommen oftmals betrĂ€chtliche Datenmengen zusammen. So ergeben sich schnell 100 Gigabyte aus langjĂ€hrig gesammelten SchnappschĂŒssen. Um die Fotos ĂŒberall verfĂŒgbar zu haben und gleichzeitig gegen Datenverlust zu schĂŒtzen, speichern einige User die Daten deshalb auf all ihren GerĂ€ten ab: Computer, Tablet, Smartphone. So werden aus 100 Gigabyte schnell 300 Gigabyte Speicherplatzverbrauch. Auch, dass Bilder inzwischen mit mehreren verschiedenen GerĂ€ten aufgenommen werden, stellt kein Problem dar: Alle Fotos lassen sich zentral auf dem NAS-Server ablegen.

Ein NAS-Server kann hier die Lösung sein. Mit ihm werden die Daten zentral gespeichert. Empfehlenswert ist eine redundante Speicherung, also eine Kopie des Inhalts auf einer zweiten Festplatte des GerĂ€tes, um die Gefahr von Datenverlust zu minimieren. Die Daten können dann von sĂ€mtlichen EndgerĂ€ten abgerufen oder gestreamt werden. Sind die Fotos, Videos und Musikdateien zentral auf dem NAS-Server gespeichert, mĂŒssen sie nicht mehr auf den einzelnen EndgerĂ€ten befindlich sein. Dementsprechend gewinnt man Speicherplatz.

Je nach Konfiguration sind die Daten ĂŒber das Internet weltweit abrufbar. Nutzer kĂŒmmern sich hier persönlich um die Sicherheit und mĂŒssen sich nicht auf die Sicherheitsmaßnahmen eines öffentlichen Cloud-Anbieters verlassen.

Wie funktioniert ein NAS-Server?

ZunĂ€chst unterscheidet sich ein solcher Datenserver nicht grundlegend von einem Computer, in dem eine oder mehrere Festplatten verbaut sind. NAS-Server sind per LAN-Kabel mit einem Router im Netzwerk verbunden. Auf diese Weise können sĂ€mtliche EndgerĂ€te, die in dem Netzwerk angemeldet sind, Daten von dem Netzwerkspeicher herunterladen (etwa Textdokumente oder Bilder) beziehungsweise Videos oder Musik streamen. Andersherum können die EndgerĂ€te auch Daten an den NAS senden, um Dateien dort abzuspeichern. Smartphones und Tablets, die ĂŒber keinen Netzwerkanschluss fĂŒr kabelgebundene LAN-Verbindungen verfĂŒgen, sind auf einen WLAN-Router angewiesen, der die Daten drahtlos per Funk sendet. 

Optionale Anbindung an das World Wide Web

Ein NAS-Server lĂ€sst sich auch so konfigurieren, dass Nutzer unabhĂ€ngig vom Standort weltweit auf ihre gespeicherten Daten zugreifen oder neue Dateien auf den Netzwerkspeicher ablegen können. Möglich wird dies, wenn der NAS am Router angeschlossen und so konfiguriert wird, dass ein Zugriff ĂŒber das World Wide Web möglich ist. Das bringt viele Möglichkeiten, aber auch Gefahren mit sich. Der Schutz vor Hackern muss in diesem Fall stark sein – es empfiehlt sich eine gute Antivirensoftware sowie eine zuverlĂ€ssige Firewall.

FĂŒr wen eignet sich ein NAS-Server?

Der Begriff NAS-Server klingt erstmal sehr technisch, und schreckt sicherlich nicht Wenige zurĂŒck. Doch die GerĂ€te lohnen sich mitnichten nur fĂŒr Unternehmen. Da einfache Modelle gĂŒnstig in der Anschaffung sind und die Installation bei vielen GerĂ€ten vergleichsweise einfach von der Hand geht, eignen sich die Netzwerkspeicher sehr gut fĂŒr Privatanwender. Aber auch kleine und mittelstĂ€ndische Unternehmen, die sogenannten KMUs, sowie SOHOs, also Small-Offices oder Home-Offices profitieren von einem solchen Netzspeicher. Wir gehen im Folgenden auf die Vorteile eines NAS-Servers ein.

FĂŒr Backup-Zwecke

Ein NAS-Server eignet sich wunderbar dafĂŒr, Backups von den Betriebssystemen oder der auf einem GerĂ€t gespeicherten Dateien auf ihm abzulegen. Die regelmĂ€ĂŸige Sicherung ist dank Backup-Softwares sehr einfach. Backup-Programme erstellen beispielsweise in regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden ein Abbild des gesamten Systems oder Sichern nur Dateien, die verĂ€ndert wurden oder neu hinzugekommen sind (inkrementell, differentiell oder vollstĂ€ndig). FĂŒr Privatanwender sind sie besonders geeignet, um Dateien mit einem immateriellen Bezugswert – etwa Familienfotos, sicher abzuspeichern. Der grĂ¶ĂŸte Vorteil gegenĂŒber einer einfachen externen Festplatte besteht darin, die Daten automatisiert redundant speichern zu können.

Auch fĂŒr die Kleinunternehmen ist ein solches GerĂ€t sinnvoll: E sichert die Daten der Computer an den MitarbeiterarbeitsplĂ€tzen. Ist der NAS-Server mit dem Internet verbunden, können die jeweils aktuellen ArbeitsstĂ€nde aller Mitarbeiter im Außendienst gesichert werden – unabhĂ€ngig von dem GerĂ€tetyp und dem verwendeten Betriebssystem. Die Sicherung funktioniert weltweit und ĂŒberall dort, wo ein entsprechend schnelles Internetsignal verfĂŒgbar ist.

Als Medienserver

Sie können den Netzwerkspeicher auch als Medienserver nutzen. In diesem Fall können Sie etwa Musik oder Videos auf mit dem Netzwerk verbundenen GerĂ€ten streamen. Das können beispielsweise Computer oder Smartphones, aber auch Fernseher mit NetzwerkfunktionalitĂ€t sein. Je nach Einrichtung funktioniert das auf lokal mit dem NAS-Server verbundenen GerĂ€ten, aber auch aus der Ferne ĂŒber das Internet. Dabei ist eine schnelle Internetverbindung sowohl an der Sende- als auch an der Empfangsseite Voraussetzung.

Und es gibt noch einen weiteren, sehr großen Vorteil: Viele GerĂ€te wie Ă€ltere Smart-TVs haben mit einigen gĂ€ngigen Dateiformaten Probleme und können gegebenenfalls die Videos nicht per Stream wiedergeben. Einige NAS sind in der Lage, Dateien in ein kompatibles Format umzuwandeln, bevor die Daten an das AbspielgerĂ€t geschickt werden. Die komplette Transcodierung geschieht dabei ohne spĂŒrbaren Zeitverlust. FĂŒr einen Haushalt, in dem mehrere Personen wohnen – etwa eine Familie –, kann ein NAS besonders praktisch sein, denn mit ihm ist es möglich, zentral gespeicherte Videos, Fotos und Musikdateien auf beliebig vielen EndgerĂ€ten abzurufen. Auf Daten, die auf externen Festplatten gespeichert sind, kann hingegen nur ein GerĂ€t zugreifen. Dieses muss mit einem USB-Kabel verbunden sein.

Als selbstbetriebene Cloud

Einen NAS-Server als eigene Cloud im Wohnzimmer zu betreiben, unterscheidet sich nicht grundlegend vom Betrieb als Netzwerk-Medienserver. Der große Unterschied liegt darin, dass Sie die Daten auf dem Netzlaufwerk zusĂ€tzlich weltweit ĂŒber das Internet abrufen können – vorausgesetzt, Sie haben das GerĂ€t mit den Netzlaufwerk-Zugangsdaten konfiguriert. Der große Vorteil: Sie haben von ĂŒberall aus Zugriff auf ihre Daten, und sind nicht auf kommerzielle Cloud-Anbieter wie Dropbox oder Google Drive angewiesen. Cloud-Provider betreiben ihr Angebot oft vom Ausland aus und sind damit nicht an die deutschen Datenschutzbestimmungen gebunden – grĂ¶ĂŸtmögliche Sicherheit fĂŒr Ihre Daten ist damit nicht gegeben.

Profi-Funktionen: E-Mail und VPN

FĂŒr erfahrenere Nutzer mit gewissem technischen VerstĂ€ndnis ergeben sich noch deutlich mehr Möglichkeiten: Sie können in ihren NAS beispielsweise einen eigenen Mailserver integrieren. Damit sind sie unabhĂ€ngig von den großen E-Mail-Anbietern und mĂŒssen sich keine Sorgen um den Datenschutz machen. Der Schriftverkehr ist dann nicht auf irgendwelchen auslĂ€ndischen Servern, sondern lediglich auf dem eigenen GerĂ€t gespeichert. Das Versenden oder Empfangen von E-Mails funktioniert allerdings nur, wenn der Netzspeicher in Betrieb ist.

Eine weitere Nutzungsmöglichkeit ist die eines VPN-Servers. Dabei werden alle Seiten, die Sie mit ihren EndgerĂ€ten aufrufen, zunĂ€chst ĂŒber ihren NAS-Server geleitet. FĂŒr die Internetseite ist dann der Netzwerkspeicher als aufrufendes GerĂ€t sichtbar, nicht das verwendete Smartphone oder Tablet. Das stellt einen Vorteil in puncto Sicherheit und Datenschutz dar. Zudem lassen sich Geo-Blockaden auf diese Weise umgehen. Folgendes Beispiel: Sie sind im Ausland und möchten Inhalte aufrufen, die nur fĂŒr deutsche Nutzer empfangbar sind, beispielsweise die Sportschau. Ohne die VPN-Funktion bekommen Sie eine Fehlermeldung angezeigt. Leiten Sie die Verbindung ĂŒber Ihren heimischen NAS-Server um, werden Sie als deutscher Nutzer identifiziert und dem Sportgenuss steht nichts mehr im Weg.

Das Einpflegen von Kontaktdaten und Terminen ist ebenfalls ein sehr praktisches Feature, das Anwender ĂŒber einen solchen Medienserver umsetzen können. Dann sind alle Adresse, Telefonnummer und Verabredungen dank Internetverbindung stets aktuell und immer dabei. Zudem ist es möglich, das Filmmaterial einer IP-Überwachungskamera auf dem NAS zu speichern. Besonders praktisch ist dabei eine Loop-Funktion: : sodass der Nutzer sie nicht regelmĂ€ĂŸig selbst löschen muss.

Auf regelmĂ€ĂŸige Sicherheitsupdates achten

Sie sollten genau darauf achten, dass ihr Netzwerkspeicher regelmĂ€ĂŸig mit den neuesten Sicherheitsupdates versorgt wird. Ansonsten kann es anfĂ€llig fĂŒr Hacker und Viren werden. Bei Modellen der Hersteller Synology und Western Digital ist eine automatische Installation von Updates voreingestellt. Sobald diese erscheinen, aktualisiert sich das System selbststĂ€ndig. Bei anderen Herstellern mĂŒssen Sie möglicherweise regelmĂ€ĂŸig die Hersteller-Homepages auf Updates prĂŒfen.

Netzwerkspeicher-Arten

Bei der Wahl eines-NAS-Servers haben Sie zwei Möglichkeiten. Entweder Sie entscheiden sich fĂŒr ein Komplettsystem, das bereits die gewĂŒnschte Festplattenanzahl enthĂ€lt, ĂŒber ein Betriebssystem verfĂŒgt und nach dem Plug-and-play-Prinzip sofort einsatzbereit ist, oder Sie wĂ€hlen ein LeergehĂ€use, in das spĂ€ter Festplatten beliebiger GrĂ¶ĂŸe eingesetzt werden. Wir legen die Vor- und Nachteile der zwei Varianten im Folgenden dar.

Komplettsystem: fĂŒr Einsteiger geeignet und sofort einsatzbereit

Ein Komplettsystem eignet sich fĂŒr all diejenigen Nutzer, die nicht so viel Erfahrung im Zusammenbau von Computerteilen mitbringen, keine Zeit verlieren möchten oder in puncto Individualisierbarkeit keine großen AnsprĂŒche stellen. Leider ist es aber so, dass Komplettsysteme nicht mit den Anforderungen der Nutzer mitwachsen können: ein NachrĂŒsten ist bei diesen Modellen nur bedingt möglich. Zudem verschweigen nicht wenige Hersteller, welche Festplatten-Modelle in ihren GerĂ€ten werkeln. Bekannt ist manchmal lediglich die Festplatten-GrĂ¶ĂŸe.

Vorteile
  • Keinerlei Vorwissen notwendig
  • Sofort einsatzbereit
  • KompatibilitĂ€t zwischen den einzelnen Bauteilen sichergestellt
Nachteile
  • System ist nicht umfassend individualisierbar
  • Manchmal sind nicht alle Spezifikationen einsehbar
  • Gesamtpreis oftmals höher als bei selbst zusammengestellten Systemen

LeergehĂ€use zum AufrĂŒsten: viel Raum fĂŒr individuelle WĂŒnsche

Beim LeergehĂ€use gibt es deutlich mehr Spielraum fĂŒr individuelle Anpassungen. DafĂŒr ist sowohl fĂŒr die Auswahl der Festplatte oder der Festplatten als auch fĂŒr die Montage und fĂŒr die Installation eines entsprechenden Betriebssystems ein gewisses Vorwissen notwendig. DafĂŒr besteht die Möglichkeit, die KapazitĂ€t der Festplatten selbst zu wĂ€hlen. Stromverbrauch und LautstĂ€rke der einzelnen Bauteile können auch wichtige Kriterien sein. Auf dem Markt gibt es spezielle, fĂŒr NAS-Systeme optimierte Harddisks mit einer KapazitĂ€t von teilweise mehr als zehn Terabyte. Viele GehĂ€use verfĂŒgen ĂŒber sogenannte Hot-Swap-Slots, die ein einfaches Einbauen und Wechseln der Festplatten ermöglichten. Es handelt sich um Einbaurahmen, die von Benutzern einfach aus dem GehĂ€use herausgezogen werden. An diesen wird dann die Festplatte montiert und der Rahmen wieder zurĂŒck in das GehĂ€use geschoben. Danach mĂŒssen Sie gegebenenfalls noch ein Betriebssystem installieren, damit die Festplatten erkannt werden und mit der restlichen Elektronik im Netzwerk kommunizieren kann. Anschließend mĂŒssen Sie nur noch die Festplatten einsetzen.

Sollten Sie wegen der technischen Begriffe und der Montage Skepsis hegen, können Sie sich die Einzelteile auch in einem Computerladen aussuchen und dort vor Ort montieren und aufsetzen lassen.

Vorteile
  • KĂ€ufer können die Komponenten individuell zusammenstellen
  • Komponenten bei Einzelkauf potenziell gĂŒnstiger
  • System kann bei steigenden Anforderungen mitwachen
Nachteile
  • Vorwissen notwendig
  • Zusammenbau nötig
  • In einigen FĂ€llen mĂŒssen Anwender zunĂ€chst ein Betriebssystem installieren

Exkurs: Computer als NAS benutzen

Es besteht noch eine weitere Möglichkeit, Daten im Heimnetzwerk zu teilen oder ĂŒber das Internet weltweit verfĂŒgbar zu machen: die Nutzung des eigenen Computers. GrundsĂ€tzlich können Sie jeden Computer als NAS verwenden. Es existieren kostenlose Softwares wie beispielsweise FreeNAS, das auf einer Minimalversion des Betriebssystems FreeBSD aufbaut. Mit ihnen können Sie ihren Computer so einrichten, dass sie im Heimnetz und ĂŒber das Internet jederzeit Zugriff auf die darauf abgespeicherten Daten haben. So erĂŒbrigt die Anschaffung eines NAS-Servers. Allerdings erfĂŒllen NAS-Server diese Aufgabe besser. Sie haben in der Regel einen deutlich geringeren Stromverbrauch, was bei einem fĂŒr ein NAS typischen 24-Stunden-Betrieb deutlich spĂŒrbar ist, und sind fĂŒr gewöhnlich deutlich leiser. Zudem sind sie deutlich platzsparender, können also an jedem Ort mit Internetanschluss betrieben werden.

Kaufkriterien

Neben der Frage, ob es ein Komplettsystem oder fĂŒr eine individuelle Zusammenstellung sein sollte, gibt es einige weitere Punkte, die bei der Kaufentscheidung eine Rolle spielen. Das System kompakt sein, Platz fĂŒr die Inhalte aller Nutzer haben und die Daten möglichst schnell finden und wiedergeben.

Anzahl der Festplatten-SchÀchte

Anzahl der Festplatten-EinschĂŒbe

Die Anzahl der FestplatteneinschĂŒbe, auch Bays genannt, bestimmt die Anzahl der Festplatten, die das System maximal aufnehmen kann. Privatnutzer kommen in einigen FĂ€llen mit einem Einschub aus. Um fĂŒr die Zukunft vorbereitet zu sein, empfiehlt sich aber auch fĂŒr sie die Anschaffung eines Modells mit zwei EinschĂŒben. Mit einem solchen NAS-Server rĂŒsten Sie bei Speicherplatzproblemen unkompliziert eine zweite Festplatte nach und sichern gegebenenfalls ihre Daten durch ein RAID-System zusĂ€tzlich ab.. Im professionellen Bereich sind auch NAS mit deutlich mehr EinschĂŒben verbreitet. FĂŒr spezielle RAID-Systeme oder sehr große Datenmengen empfehlen sich GehĂ€use mit vier oder mehr Bays.

RAID-Systeme fĂŒr höhere Datensicherheit oder Geschwindigkeit

Ein RAID (redundant array of independent disks, deutsch: redundante Anordnung unabhĂ€ngiger Festplatten) bĂŒndelt mehrere Festplatten zu einem logischen Laufwerk. Vereinfacht gesagt, können Sie damit zwei verschiedene Dinge erreichen: eine schnellere DatenĂŒbertragung im Verbund mehrerer Festplatten (RAID 0) oder eine Spiegelung der Daten auf der zweiten Festplatte (RAID 1). Eine Lösung, die beide Eigenschaften kombiniert, ist RAID 5. Eine weitere Möglichkeit: Jede Festplatte kann stattdessen theoretisch auch einzeln verwendet werden (JBOD-Modus, just a bunch of disks, deutsch: nur eine Ansammlung von Festplatten). Dann unterscheidet sich das NAS aber nicht mehr von einer großen Netzwerkfestplatte. Daher wird dieses System vergleichsweise selten verwendet.

RAID 0: Geschwindigkeitsvorteil durch die BĂŒndelung mehrerer Festplatten
RAID 0

Das RAID-0-System beschleunigt die Lese- und SchreibvorgĂ€nge. Dies geschieht dadurch, dass die beteiligten Festplatten in zusammenhĂ€ngende Blöcke gleicher GrĂ¶ĂŸe aufgeteilt werden. Diese Blöcke werden im Reißverschlussverfahren (Striping) zu einer großen Festplatte angeordnet. Dadurch kann das System schneller auf die einzelnen Daten zugreifen. Großer Nachteil: FĂ€llt eine Festplatte durch einen Defekt vollstĂ€ndig aus, sind sĂ€mtliche Daten verloren. Ein RAID-0-System sollte also nur dort zum Einsatz kommen, wo die Datensicherung keine ĂŒbergeordnete Rolle spielt. Streng genommen ist RAID 0 kein redundantes System, da Dateien lediglich einfach vorliegen.

RAID 1: Hohe Datensicherheit durch Spiegelung sÀmtlicher Dateien
RAID 1

Das RAID-1-System speichert sĂ€mtliche Dateien dauerhaft auf allen im Verbund befindlichen Festplatten ab. Die Dateien werden gespiegelt, es gibt also zu jedem Zeitpunkt mindestens zwei identische Versionen. Man spricht hier von einem redundanten System. Bei den meisten NAS-Modellen ist dies die Standardeinstellung. Nutzer verzichten hier zwar auf die Geschwindigkeitsvorteile der RAID-0-Systeme, dafĂŒr können auch bei einem vollstĂ€ndigen Defekt einer Festplatte die Kopien von der anderen Platte ausgelesen werden. Die defekte Festplatte kann der Nutzer einfach ersetzen. RAID-1 kommt also dort zum Einsatz, wo die Sicherheit der Daten ĂŒber der Performance steht.

RAID 5: Kombination aus Performance und Datensicherheit
RAID 5

Das RAID-5-System erfreut sich bei Privatanwendern und kleinen Unternehmen, die Performance und Datensicherheit kombinieren möchten, großer Beliebtheit. Obwohl es die Vorteile der beiden anderen Systeme vereint, kostet es vergleichsweise wenig. Es handelt sich hierbei quasi um eine Art RAID-0-System mit Datensicherung. Möchten Sie zum Beispiel ein Computer-Spiel im High-End-Bereich spielen, werden Sie die Geschwindigkeitsvorteile zu schĂ€tzen wissen. Gleichzeitig sind Ihre wichtigen Daten sicher vor Verlust.

Wie funktioniert das?

Nehmen wir an, das System verfĂŒgt ĂŒber vier Festplatten. In diesem Fall sind genau drei der vier Festplatten fĂŒr die Speicherung nutzbar. Das System, in diesem Fall der RAID-Controller, ein Hardwarechip, teilt jede Datei zwischen diesen drei Festplatten in gleichen Teilen auf. Auf die vierte Festplatte wird die sogenannte ParitĂ€tsinformation geschrieben, eine Datei, die dem System verrĂ€t, auf welcher Festplatte sich jeweils welcher Teil der Datei befindet. Damit bei einem Ausfall der vierten Festplatte nicht die Informationen, wo sich die Dateisegmente befinden, verloren gehen, variiert das System beim Beschreiben der Festplatten. Die drei Dateiteile und die dazugehörige ParitĂ€tsinformation werden zwischen den einzelnen DatentrĂ€gern verteilt, jeder Teil wird nach dem Zufallsprinzip auf jeweils einer der vier Platten abgelegt. Bei einem Defekt eines DatentrĂ€gers werden die darauf verlorenen Daten ĂŒber den RAID-Controller und dessen Firmware wiederhergestellt. Das dauert zwar seine Zeit, teils ĂŒber einen Tag, jedoch sind am Ende alle Dateien vorhanden. Die defekte Festplatte muss getauscht werden. Ein RAID-5-Verbund funktioniert mit mindestens drei, aber auch mit deutlich mehr als vier Festplatten. Die recht komplizierte Funktionsweise wird in folgendem YouTube-Video noch einmal verstĂ€ndlich dargelegt.

Speicherplatz: Wie groß er ausfallen sollte

Speicherplatz Festplatte

Festplatten herkömmlicher Desktop-Computer oder Laptops sind fĂŒr den dauerhaften Einsatz als NAS-System ungeeignet. Vor allem Anzahl gleichzeitiger Zugriffe und maximaler SchreibvorgĂ€nge sprechen dagegen. Greifen Sie also zu NAS-Festplatten. Bei der Kaufentscheidung sollten Sie einen gewissen Puffer zusĂ€tzlich zu Ihrem Speicherplatzbedarf einplanen. Zum einen vermeiden sie so, dass gegebenenfalls schon nach kurzer Nutzungszeit der Speicherplatz aufgebraucht ist. Zum anderen sind die Preisunterschiede bei doppelt so hohem Speicherplatz oft nicht sehr hoch. Eine Festplatte mit vier Terabyte Speicher muss nicht zwangslĂ€ufig doppelt so teuer sein wie ein Modell mit zwei Terabyte KapazitĂ€t.

Prozessor und Arbeitsspeicher: nicht so entscheidend wie beim PC

Prozessor und Arbeitsspeicher

Auch ein NAS benötigt fĂŒr den Betrieb einen Prozessor und einen Arbeitsspeicher. Diese mĂŒssen nicht ganz so leistungsfĂ€hig sein, wie in einem High-End-PC, da die benötigte Rechenleistung im NAS-Betrieb deutlich unter den Gaming-Anwendungen zurĂŒckbleibt. Wer NAS-Server als Medien-Server verwenden möchte + Auflösung an EndgerĂ€t anpassen lassen will, braucht vermutlich mehr Leistung. RAM-Chips mit einer GesamtspeichergrĂ¶ĂŸe von ein bis zwei Gigabyte sind in der Regel fĂŒr alle Anwendungen vollkommen ausreichend. Je stĂ€rker der Netzwerkspeicher durch simultane Zugriffe und die Übertragung großer Dateien – etwa beim Streaming von HD-Videos – beansprucht wird, desto stĂ€rker sollte der Prozessor und desto grĂ¶ĂŸer sollte der Arbeitsspeicher sein.

AnschlĂŒsse: Anzahl der Schnittstellen ist wichtig

AnschlĂŒsse

Grundvoraussetzung fĂŒr die KonnektivitĂ€t ist mindestens ein Gigabit-Ethernet-(LAN-)Anschluss. Ist ein zweiter derartiger Anschluss vorhanden, können mehrere NAS miteinander verbunden werden. Ein WLAN-Anschluss ist bei manchen GerĂ€ten optional verfĂŒgbar. Da die GerĂ€te aber in den meisten FĂ€llen ohnehin mit einem WLAN-Router verbunden sind, entfĂ€llt die Notwendigkeit einer solchen Schnittstelle. In vielen FĂ€llen, beispielsweise in Firmennetzen, ist diese FunktionalitĂ€t auch nicht erwĂŒnscht. Ein oder mehrere USB-AnschlĂŒsse sorgen dafĂŒr, dass USB-Sticks und externe Festplatten angeschlossen werden können. Zukunftssicher sind Modelle mit einer schnellen USB-3.0-Schnittstelle, erkennbar an der blauen Farbe.

Betriebssystem: fĂŒr die meisten Anwendungen eignet sich Linux

Betriebssystem

Die meisten fertig gelieferten NAS-Speicher laufen mit speziellen Linux-Distributionen. Das ist einerseits praktisch, weil sie geringere Systemanforderungen haben als etwa Windows-Betriebssysteme. Zudem sind Viren fĂŒr Linux-Distributionen weniger verbreitet. Kaufen Sie einen „fertigen“ NAS-Speicher, brauchen Sie sich um die Installation keine Gedanken zu machen. Ein Einrichtungsassistent fĂŒhrt durch die ersten Schritte. Sollten Sie sich die Komponenten selbst zusammenstellen, können Sie beispielsweise das kostenlose NAS-Betriebssystem OpenMedia Vault 4 verwenden. FĂŒr die Installation sind jedoch gewisse Vorkenntnisse nötig.

App-Support: bequeme Alternative zur Bedienung ĂŒber den Browser

App-Support

Einige „fertige“ NAS haben Apps fĂŒr verschiedene Betriebssysteme in den jeweiligen App-Stores. Über sie nehmen Sie komfortabel Einstellungen am Netzspeicher vor – beispielsweise via Computer oder Smartphone –, ohne dafĂŒr den Browser öffnen und die Adresse des Speichers eingeben zu mĂŒssen.

Stromverbrauch: wichtig bei Rund-um-die-Uhr-Betrieb

Stromverbrauch

Das Thema Stromverbrauch wird fĂŒr Sie spĂ€testens dann wichtig, wenn Sie ihren NAS-Speicher 24 Stunden am Tag betreiben. Da die einzelnen Komponenten aber nicht so leistungsstark sein mĂŒssen wie bei einem Computer, verbrauchen die NAS-Speicher insgesamt weniger Strom. Viele Modelle lassen sich so konfigurieren, dass sie nach wenigen Minuten der Nichtnutzung in den Standby-Modus schalten. Fordert ein GerĂ€t eine Datei an, ist ĂŒber den Wake-on-LAN-Modus sichergestellt, dass sie wieder „aufwachen“.

BetriebsgerÀusch und Temperatur: gerade im Dauerbetrieb wichtige Faktoren

BetriebsgerÀusche und Temperatur

Ein weiterer Faktor, der beim Kauf berĂŒcksichtigt werden sollte, ist das BetriebsgerĂ€usch. Festplatten und LĂŒfter sollten keine zu lauten GerĂ€usche verursachen, da die GerĂ€te ansonsten schnell nervig werden. Das gilt vor allem, wenn sie in dem Raum betrieben werden, in dem Sie schlafen. Auch die Betriebs-LEDs können störend sein, daher lassen sie sich bei einigen Modellen deaktivieren. DarĂŒber hinaus sollten Sie auf die Temperatur im Inneren des Netzspeichers achten und gegebenenfalls weitere GehĂ€uselĂŒfter einbauen. Wird es im Inneren zu heiß, wird das System langsamer, oder es schaltet sich komplett ab. Große Hitze hat einen negativen Einfluss auf die Lebenszeit der verbauten Festplatten.

Wie wird ein NAS eingerichtet?

Ist ein NAS-Server mit dem Netzwerk verbunden, gilt es, die Ersteinrichtung vorzunehmen. Da die allermeisten NAS-Server nicht ĂŒber ein eigenes Display und ein Bedienpanel verfĂŒgen, erfolgt die Einrichtung ĂŒber externe GerĂ€te wie Computer, Laptops, Tablets oder Smartphones, die mit dem Netzwerk verbunden sind. Klassischerweise erfolgt der Zugriff ĂŒber einen beliebigen Webbrowser. Dazu mĂŒssen Sie eine bestimmte URL oder die IP-Adresse des Servers eingeben. Anschließend gelangen Sie in das KonfigurationsmenĂŒ des GerĂ€ts. Inzwischen bieten viele NAS-Hersteller aber auch eigene Apps fĂŒr Windows-, Linux-, Android- oder Mac-Betriebssysteme an, sodass der Umweg ĂŒber den Browser entfĂ€llt und die Bedienung direkt aus der App heraus vorgenommen werden kann. Es empfiehlt sich in jedem Fall, das KonfigurationsmenĂŒ mit einem sicheren Passwort zu versehen.

Wie erstelle ich ein sicheres Passwort?

Ein sicheres Passwort besteht aus mindestens acht, besser noch mehr Zeichen und enthĂ€lt im Idealfall Klein- und Großbuchstaben sowie Sonderzeichen. Sehr unsicher sind Passwörter, die in einem Wörterbuch vorkommen. Solche Passcodes können innerhalb von Minuten, wenn nicht Sekunden geknackt werden. Bauen Sie sich lieber eine EselbrĂŒcke und Verwenden Sie Passwörter wie „g?K3&gh=&$aH“. Falls Sie es sich aufschreiben – was nicht zu empfehlen ist –, sollten Sie es auf keinen Fall in der NĂ€he des Computers aufbewahren.. Die Verwendung eines Passwort-Managers kann helfen, den Überblick zu behalten, denn Sie sollten nach Möglichkeit niemals das gleiche Passwort fĂŒr unterschiedliche Dienste verwenden. Eine VerschlĂŒsselung der Daten bietet zusĂ€tzlichen Schutz.

Herstellerauswahl

Auf dem Markt finden Sie eine Reihe von Herstellern, die NAS-Fertigsysteme oder LeergehÀuse mit Bays zum Einschieben von Festplatten anbieten. Wir stellen die beliebtesten Hersteller vor.

Synology

Der taiwanesische Hersteller Synology ist einer der MarktfĂŒhrer im NAS-Segment und bietet mit seiner DiskStation-Serie eine ganze Reihe von Netzwerkspeicher-Lösungen an. Zudem entwickelte er ein Linux-basiertes Betriebssystem mit dem Namen DiskStation Manager (DSM), das auf den GerĂ€ten der Reihen DiskStation und RackStation genutzt werden kann. Die NutzerbedienflĂ€che ist dabei webbasiert. Die Stiftung Warentest kĂŒrte in einem Test aus dem Jahr 2019 zwei GerĂ€te des Herstellers zum Testsieger. Positiv bewertet wurde unter anderem der sehr niedrige Stromverbrauch. Festplatten sind nicht im enthalten.

Qnap

Der Anbieter Qnap hat seinen Hauptsitz ebenfalls in Taiwan. Auch er bietet NAS-Modelle ohne Festplatten an. Der Funktionsumfang ist im Vergleich zur Konkurrenz grĂ¶ĂŸer, und die Vielzahl von Apps fĂŒr verschiedene Funktionen kann auf Einsteiger abschreckend wirken. Der Stromvergleich ist höher als bei den Synology-Modellen.

Asustor

Asustor ist eine Marke des taiwanesischen Chipherstellers ASUS. Dabei handelt es sich um ein Kunstwort aus der Marke ASUS und dem englischen Wort fĂŒr Speicher „Storage“. Die Produkte von Asustor richten sich an folgende Zielgruppen: Privatnutzer, Privatnutzer und kleine Unternehmen, Privatnutzer und Firmen-Arbeitsgruppen sowie kleine und mittlere Unternehmen.

Buffalo

Buffalo ist ein Hersteller von NAS-Systemen aus den Niederlanden. Er bietet Speichersysteme mit einem bis zwölf EinschĂŒben. Es gibt Modelle fĂŒr Backups von Privatanwendern und solche fĂŒr den professionellen Einsatz in grĂ¶ĂŸeren Unternehmen in seinem Portfolio.

Western Digital

Der US-amerikanische Hersteller Western Digital baut Speicherlösungen aller Art, unter anderem auch NAS-Server. Die meisten Modelle haben im Auslieferungszustand keine Festplatten. Der Hersteller hat aber fĂŒr seine Netzwerkspeicher mit ein bis vier Bays hauseigene, speziell auf Langlebigkeit ausgerichtete NAS-Festplatten im Angebot. Mit ihnen ist eine perfekte KompatibilitĂ€t sichergestellt. Die Stiftung Warentest lobt das geschlossene System, das komplett auf den Einsatz als private Cloud ausgerichtet ist, wodurch Nutzer nicht von einem zu großen Funktionsumfang ĂŒberfordert werden. BemĂ€ngelt werden hingegen die als kritisch einzustufenden Datenschutzbestimmungen.

Seagate

Seagate ist ebenfalls ein Unternehmen aus den Vereinigten Staaten, das verschiedenste Datenspeicher-Lösungen vertreibt. Mit den Serien Exos und Nytro bietet es auch verschiedene NAS-Modelle. Dazu passende Festplatten mit bis zu 16 Terabyte Speicher sind ebenfalls im Sortiment.

ZyXEL

ZyXEL ist ein taiwanesisches global tĂ€tiges Unternehmen aus dem Bereich Internet- und Netzwerklösungen. Es stellt unter anderem NAS-Server her, fĂŒr die Sie Festplatten in 2,5- oder 3,5-Zoll-AusfĂŒhrungen von Drittanbietern hinzukaufen mĂŒssen. Der Anbieter bietet auf seiner Internetseite eine Liste mit kompatiblen Modellen mit unterschiedlichen SpeicherplatzgrĂ¶ĂŸen.

WeiterfĂŒhrende Tests

Achtung: Hierbei handelt es sich um einen reinen NAS-Server-Vergleich. Wir haben die vorgestellten Produkte keinem Test unterzogen.

Neben der Stiftung Warentest haben auch verschiedene Testportale den Netzspeichern auf den Zahn gefĂŒhlt. So hat beispielsweise die Zeitschrift PC WELT im MĂ€rz 2019 einen NAS-Test veröffentlicht. In diesem wurden Modelle verschiedener Hersteller miteinander verglichen. Der Test berĂŒcksichtigt die gesamte verbauten Hardware, nicht nur die Festplatten. Zudem wurden die GerĂ€te in puncto Geschwindigkeit getestet. Testsieger wurde die Synology DiskStation DS218+.

Der Test der Computer BILD aus dem Jahr 2017 geht nochmal auf die VorzĂŒge von NAS-Festplatten ein: Sie haben eine deutlich höhere Lebensdauer als Desktop-Festplatten. Des Weiteren beleuchten die Autoren die Unterschiede bei der Übertragungsgeschwindigkeit und der Ausstattung. Testergebnis: Wer mehr möchte, muss auch mehr zahlen. Preis-Leistungs-Sieger ist das Modell WD MyCloud EX2 Ultra von Western Digital, ein All-inklusive-Modell mit inkludierten Festplatten. Ein klein wenig besser, aber auch teurer ist der Testsieger Synology DS216j.

CHIP wartet mit einem sehr aktuellen Test aus dem Juni 2019 auf. Bei den Komplettpaketen fĂŒhrt wie bei der Computer BILD die WD MyCloud EX2 Ultra von Western Digital das Testfeld an. Sind Sie auf der Suche nach einem gĂŒnstigen LeergehĂ€use mit einer durchschnittlichen Leistung, so empfiehlt der Test das Modell Zyxel NAS326. Es ist fĂŒr knapp 100 Euro zu haben. Fehlen nur noch passende Festplatten.