Action-Cams

Die 7 besten Action-Cams im Vergleich

Produktinformation
Hersteller
Maße
Gewicht
Auflösung
Konnektivität
MicroUSB
USB Typ C
USB 2.0
MicroHDMI
Bluetooth-fähig
WLAN-fähig
MicroSD
Display
Displaygröße
Touchscreen
Sonstiges
Akkulaufzeit
Wasserdicht
Sprachsteuerung

Action-Cam-Ratgeber: So wählen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in K√ľrze
  • Action-Cams sind robuste Videokameras, die gegen Schl√§ge, Wasser und Staub gesch√ľtzt sind.
  • Die Aufnahmequalit√§t liegt mit herk√∂mmlichen Camcordern und aktuellen Smartphones gleichauf.
  • Sowohl die digitale als auch die optische Bildstabilisierung stellen bewegungsintensive Szenen ruhig.
  • Die meisten Action-Cams nutzen Festbrennweiten, die einen gro√üen Bildausschnitt zeigen. Ein Zoom ist meist nur digital m√∂glich.
  • Als Zubeh√∂r stehen Halterungen f√ľr Helme, Kopfb√§nder oder sonstige Vorrichtungen zur Anbringung am K√∂rper oder an Sportger√§ten zur Verf√ľgung.

Robust und einfach: Die Vorteile von Action-Cams

Mit wenigen beweglichen Bauteilen, speziellen Schutzh√ľllen gegen Wasser und Staub sowie einer einfachen Bedienung sind Action-Cams ideale Begleiter bei Ausfl√ľgen oder im Urlaub. Im Grunde handelt es sich bei Action-Camcordern lediglich um robuste, m√∂glichst simpel gehaltene Videokameras. Auch hier nimmt ein Bildsensor das Geschehen vor dem Objektiv auf und speichert es in Form von Videomaterial auf einer Speicherkarte.

Da die Hersteller aber beispielsweise auf einen Autofokus, Zoom-Objektive und weitere empfindliche Bauteile verzichten, haben Action-Cams eine sehr hohe Haltbarkeit. Noch dazu ist bei der Aufnahme weniger Aufmerksamkeit erforderlich: Ist sie einmal gestartet, filmen die Cams auf Helmen, Motorradlenkern oder in der Hand von selbst und nehmen dank Weitwinkelobjektiven ein großes Sichtfeld auf.

Ausstattung und Funktionen

Die Eingeschränktheit von Action-Cams impliziert auch, dass Verbraucher die Kaufentscheidung auf ihre eigenen Anforderungen abstimmen sollten. Während beispielsweise eine gute Bildstabilisierung fast immer sinnvoll ist, braucht nicht jeder Anwender Videomaterial in 4K-Auflösung. Unterwassertauglichkeit und ein eingebauter GPS-Empfänger sind ebenfalls nur in bestimmten Fällen notwendig.

Qualität der Aufnahmen

Die Aufnahmequalität einer Action-Cam wird maßgeblich von der Auflösung des verbauten Bildsensors und der maximalen Bildrate bestimmt. Nutzer sollten das spätere Wiedergabegerät mit in die Kaufentscheidung einbeziehen. Wer zu Hause einen 4K-Fernseher oder einen entsprechenden Monitor nutzt, kann von einer 4K-fähigen Action-Cam besonders gut Gebrauch machen. Ist dies nicht der Fall, reicht eine Auflösung in Full HD oftmals aus.

Auch bei der Nachbearbeitung bieten Aufnahmen in 4K mehr M√∂glichkeiten. So ist ein verlustfreies Zurechtschneiden m√∂glich, wenn das finale Video in Full-HD-Qualit√§t ausgegeben wird. Die Bearbeitung von 4K-Videos setzt allerdings einen sehr leistungsstarken Computer voraus. Ist auch dieser im Haushalt nicht vorhanden, ist der Aufpreis f√ľr eine 4K-Kamera nur mit Blick auf die Zukunft sinnvoll.

Geht mit 4K immer eine gute Bildqualität einher?

Die Kennzeichnung 4K beschreibt lediglich die Aufl√∂sung des sp√§teren Videos. Im 16:9-Format weist jedes Bild, aus dem das Video besteht, 3.840 x 2.160 Pixeln auf. Dar√ľber hinaus sagt die Kennzeichnung 4K √ľber die Bildqualit√§t nichts aus. Neben der Aufl√∂sung ist vor allem die Anzahl an Bildern wichtig, die eine Kamera pro Sekunde aufnimmt. Videos sehen auch dann nicht ansprechend aus, wenn dunkle Bereiche ein starkes Rauschen aufweisen, die Videobilder einen geringen Dynamikumfang haben oder die Sch√§rfe aufgrund eines minderwertigen Objektivs nicht ausreichend ist.

Bildraten von 60, 120 oder mehr Bildern pro Sekunde bei maximaler Aufl√∂sung sind bei Action-Cams sinnvoll. Zum einen wirken Videos mit einer hohen Bildrate fl√ľssiger, zum anderen lassen sich die Aufnahmen im Nachhinein ohne Ruckler verlangsamen. Als Zusatzfunktion bieten viele Action-Cams Slow-Motion-Modi an. Hierbei nimmt die Kamera Videos mit besonders hoher Bildrate auf und erstellt automatisch Videos, die um ein Vielfaches verlangsamt sind. Das geht h√§ufig auf Kosten der Videoaufl√∂sung. Sind Zeitlupenaufnahmen eine gew√ľnschte Funktion, sollten Nutzer unbedingt auf die Unterst√ľtzung von Full-HD-Aufnahmen im Zeitlupen-Modus achten.

Um im Urlaub die Szenerie festzuhalten, ist zudem ein Zeitraffer-Modus interessant. Bei diesem nimmt die Cam nur alle paar Sekunden oder Minuten ein Bild auf und strafft einen langen Zeitraum in einem kurzen Clip zusammen. Das eignet sich vor allem, um Zugfahrten oder Sonnenuntergänge festzuhalten.

Bei nahezu jeder Aufnahmeart ist eine gute Bildstabilisierung wichtig. Diese gleicht Ruckler und Bewegungen entweder optisch oder digital aus. Zwar ist die optische Bildstabilisierung qualitativ hochwertiger und benötigt keinen Zuschnitt des Kamerabildes, die meisten Action-Cams vertrauen jedoch auf die digitale Variante. Die Qualität der Bildstabilisierung unterscheidet sich je nach Modell und Hersteller. Hier ist es sehr sinnvoll, sich auf Videoplattformen wie YouTube oder Vimeo nach Praxisbeispielen umzuschauen.

Neben seiner Hauptaufgabe als Videokamera besitzt fast jeder Action-Camcorder einen Fotomodus, der allerdings eher zu vernachlässigen ist. Hier rechnen die meisten Modelle lediglich die Einzelbilder eines Videos hoch, um Fotos mit vielen Megapixeln anzubieten. Wer eine Action-Cam primär zur Aufnahme von Fotos kaufen möchte, sollte eher zu einer robusten Digitalkamera oder einer Unterwasserkamera greifen.

Brennweite und Autofokus

Neben der Videoqualit√§t habe vor allem Bildausschnitt, Fokus und Brennweite einen starken Einfluss auf das sp√§tere Video. Hier sind Nutzern von Action-Cams sehr deutliche Grenzen gesetzt, denn in den meisten Modellen kommen Objektive mit fester Brennweite zum Einsatz. Den f√ľr Action-Cams typischen Bildstil erreichen Hersteller mit dem Einsatz von Weitwinkel- oder Fish-Eye-Objektiven. Das ist aus zweierlei Gr√ľnden sinnvoll:

Zum einen nehmen Action-Cams so einen gr√∂√üeren Bildausschnitt auf, wodurch die zielgenaue Ausrichtung der Kamera auf das Geschehen einfacher ist. Zum anderen sind Ruckler und Bewegungen im Weitwinkelbereich weniger stark sichtbar, sodass die Bilder zusammen mit einer Bildstabilisierung sehr ruhig erscheinen. In einigen Sonderf√§llen verf√ľgen Action-Cams sogar √ľber zwei Objektive, um Aufnahmen in 360 Grad aufzunehmen. Per Smartphone-App lassen sich diese Aufnahmen mit VR-Brillen betrachten oder Nutzer k√∂nnen den Bildausschnitt im Nachhinein bei der Ausgabe eines herk√∂mmlichen Videos anpassen.

√úber das Scharfstellen von Motiven, das bei Camcordern und Digitalkameras per Autofokus gelingt, m√ľssen sich Verbraucher bei Action-Cams keine Gedanken machen. Die meisten Modelle besitzen Fixfokus-Objektive. Diese sind so eingestellt, dass der Gro√üteil des Bildes auf der Aufnahme scharf erscheint. Scharfe Aufnahmen im Nahbereich oder gar Makroaufnahmen sind damit jedoch nicht m√∂glich.

Robustheit

Action-Cams setzen sich von herk√∂mmlichen Modellen vor allem durch ihre Robustheit ab. Sie sind sowohl gegen St√∂√üe und St√ľrze als auch gegen Wasser und Staub gesch√ľtzt. Gleichzeitig lassen sich viele Modelle bei sehr hohen sowie sehr niedrigen Temperaturen betreiben. Diese Widerstandsf√§higkeit liegt nur zum Teil an der simplen Konstruktion der Videokameras.

Eignen sich Action-Cams als Unterwasserkameras?

Die meisten im Handel erh√§ltlichen Action-Cams sind wasserfest. Das bedeutet allerdings nicht unbedingt, dass sie auch dauerhaft und vor allem tief untertauchen k√∂nnen. F√ľr den Einsatz beim Tauchen m√ľssen Unterwasserkameras einem hohen Wasserdruck standhalten k√∂nnen ‚Äď doch hierf√ľr sind nicht alle Modelle geeignet. Hersteller geben bei den Kameras oder bei entsprechenden Wasserschutzh√ľllen an, f√ľr welche Wassertiefen das jeweilige Produkt geeignet ist.

Prim√§r ergibt sich die hohe Robustheit durch Schutzh√ľllen, in denen Action-Cams passgenau Platz finden. Hersteller bieten diese f√ľr diverse Modelle an oder liefern Schutzh√ľllen gleich beim Kauf einer Kamera mit. Wie robust eine Action-Cam mit oder ohne Schutzh√ľlle ist, gibt die IP-Schutzart an. Hier geben Hersteller zwei Zahlen an: Die erste steht f√ľr die Staubfestigkeit, die zweite f√ľr die Wasserdichtigkeit.

ZifferErste Ziffer: Schutz gegenZweite Zwiffer: Schutz gegen
1 Fremdkörper mit Durchmesser von 50 mm Tropfwasser
2 Fremdk√∂rper mit Durchmesser von 12,5 mm Fallendes Tropfwasser, wenn Ger√§t 15¬į geneigt ist
3 Fremdk√∂rper mit Durchmesser von 2,5 mm Fallendes Spr√ľhwasser, wenn Ger√§t 60 % geneigt ist
4 Fremdkörper mit Durchmesser von 1 mm Allseitiges Spritzwasser
5 Staub in schädlicher Menge Strahlwasser aus beliebigem Winkel
6 Staub Starkes Strahlwasser
7 - Zeitweiliges Untertauchen
8 - Dauerhaftes Untertauchen

Die Bedeutung hinter den IP-Ziffern

Handhabung

Aufnahmen zu starten, die Belichtung zu korrigieren oder zwischen Foto- und Videomodus umzuschalten, sollte bei einer Action-Cam unkompliziert gelingen. H√§ufig stellen Verbraucher die Kameras mit Handschuhen oder in stressigen Situationen ein. Aus diesem Grund verzichten viele Hersteller auf den Einsatz von ber√ľhrungsempfindlichen Bildschirmen. Oft kommen die Kameras sogar ganz ohne ein Display aus.

Zur Einsicht des Kamerabildes m√ľssen Nutzer entsprechende Action-Cams mit einem Smartphone verbinden. Dieses steuert √ľber WLAN oder Bluetooth alle Einstellungen der Kameras und gew√§hrt eine Vorschau des sp√§teren Videos. Durch die Fernbedienung kann die Kamera anschlie√üend in einer Halterung oder auf dem Helm bleiben. Die gleiche Aufnahme √ľbernehmen auch externe Bildschirme, die Hersteller als Zusatz zu ihren Kameras anbieten. Bei einigen wenigen Modellen sind im Lieferumfang Armb√§nder zur Fernbedienung enthalten.

Zur Bedienung an der Kamera stehen meist nur rudiment√§re Kn√∂pfe zur Aufnahme, zum Stoppen einer Aufnahme und zu Einstellungen wie dem Videomodus oder der Videoqualit√§t zur Verf√ľgung. Bei Modellen mit Bildschirm gibt es zus√§tzliche Navigationstasten, welche die einfache Navigation durch das Men√ľ erm√∂glichen. Alternativ sind Action-Cams mit Sprachsteuerung erh√§ltlich. Hier k√∂nnen Verbraucher die Aufnahme √ľber einen gesprochenen Befehl stoppen und starten.

Ohne die andauernde WLAN-Verbindung zu einem Smartphone steigt die Akkulaufzeit jedes Action-Camcorders. Da in Action-Cams ohnehin nur kleine Akkus zum Einsatz kommen und die Aufnahme von Videos viel Strom verbraucht, liegt die maximale Aufnahmezeit oft nur bei knapp einer Stunde. Einige teurere Modelle halten hingegen 1,5 bis 2 Stunden durch. Tester geben die Akkulaufzeiten in der Regel im Rahmen ihrer Action-Cam-Tests an. Diese Angaben sind zuverlässiger als die Angaben der Hersteller, da diese meist auf Laborergebnissen beruhen. Der Kauf eines Wechselakkus ist allerdings bei jedem Modell ratsam.

Eine weitere sinnvolle Funktion f√ľr Action-Cams ist ein integrierter GPS-Empf√§nger oder die M√∂glichkeit, das GPS-Modul eines Smartphones f√ľr die Aufzeichnung von Standortdaten zu nutzen. Auch dieser wirkt sich negativ auf die Akkulaufzeit aus. Nutzer k√∂nnen aufgenommene Videos aus dem Urlaub beispielsweise einfach bestimmten Orten zuweisen. Die M√∂glichkeit, die Action-Cam nach einem Verlust √ľber den GPS-Empf√§nger zu finden, besteht jedoch nicht. Hierf√ľr m√ľsste die Kamera auch einen integrierten Mobilfunkempf√§nger bieten und mit dem Internet verbunden sein.

Größe und Gewicht

Hinsichtlich der Größe und des Gewichts hat sich bei Action-Cams mit der Zeit ein gewisses Standardmaß etabliert. Die meisten Action-Camcorder sind rechteckig und kleiner als herkömmliche Videokameras. Zusammen mit einem geringen Gewicht von unter 300 Gramm fallen kompakte Modelle in Rucksäcken beziehungsweise bei der Nutzung kaum auf.

Es gibt aber auch einige besonders kleine und besonders gro√üe Modelle. Die kleinste Action-Cam wiegt nur rund 20 Gramm und ist nicht viel gr√∂√üer als eine Fingerspitze. Gro√üe Action-Cams erinnern hingegen schon fast an Camcorder, die zus√§tzlich zu einem stabileren Geh√§use gegen Wasser und Staub gesch√ľtzt sind.

Preis

Deutlich gr√∂√üere Unterschiede gibt es beim Preis. Grundlegend sollten K√§ufer einer Action-Cam immer die Kosten einer Speicherkarte und den Kauf zus√§tzlichen Zubeh√∂rs einplanen. Auch die Investition in eine Software f√ľr Videoschnitt oder in einen zweiten Akku kann sich auf Dauer lohnen.

Als Speicherkarten setzen viele Hersteller auf Micro-SD-Karten. Welches Kartenformat die Kamera nutzt, steht meist auf der Packung oder in der Produktbeschreibung. W√§hrend es gro√üe Speicherkarten mit viel Speicherplatz schon recht g√ľnstig gibt, zahlen Verbraucher f√ľr ausreichend schnellen Speicher deutlich mehr Geld. Der Aufpreis zu einer schnellen Micro-SD-Karte ist bei einigen Action-Cams allerdings eine Voraussetzung, um die bestm√∂gliche Videoqualit√§t zu nutzen. Ist dies der Fall, geben es Hersteller ebenfalls in der Produktbeschreibung an.

Die Preise der eigentlichen Action-Cam beginnen bereits bei weniger als 100 Euro. In dieser Preiskategorie m√ľssen K√§ufer √ľblicherweise auf Videoqualit√§t in 4K und einen gro√üen Funktionsumfang verzichten. Action-Cams mit 4K-Funktionen gibt es zum Teil schon ab 150 Euro. Hier m√ľssen Endverbraucher allerdings achtsam sein, da viele Kameras solch eine hohe Aufl√∂sungen nur durch Interpolation erreichen: Die Kamera rechnet die geringe Aufl√∂sung des Sensors digital hoch, um Aufnahmen in 4K zu erzeugen. Die Bildqualit√§t √ľberzeugt bei diesem Verfahren in der Regel nicht. Echtes oder natives 4K ist in jedem Fall empfehlenswert.

Inklusive Zubeh√∂r und Speicherkarten k√∂nnen die Gesamtkosten einer Action-Cam zwischen weniger als 100 und mehr als 1.000 Euro liegen. Da die Bandbreite an Modellen sehr gro√ü ist, empfiehlt es sich, vor dem Kauf das eigene Nutzerverhalten zu ber√ľcksichtigen.

Käufergruppen

Die eigenen Anforderungen lassen sich nat√ľrlich am besten einsch√§tzen, wenn Sie schon einmal eine Action-Cam in Gebrauch hatten. Falls Sie noch nicht beurteilen k√∂nnen, welche Eigenschaften wichtig sind, lohnt sich eine Orientierung an verschiedenen K√§ufergruppen.

Anfänger

Als Anf√§nger, der bislang noch nicht viele Ber√ľhrungspunkte mit der Aufnahme von Videos hatte, bietet sich der Kauf eines g√ľnstigen Modells an. Auch wenn die Videoqualit√§t mit Full HD und wenigen Bildern pro Sekunde eher gering ist, zum Ausprobieren eignen sich g√ľnstige Action-Cams allemal. In der Regel sind diese schon robust genug, um beim n√§chsten Tagestrip ohne Sorgen im Rucksack zu landen.

Der Funktionsumfang ist im Vergleich zu Profi-Modellen deutlich eingeschr√§nkt, wodurch die Men√ľs und die Handhabung ohne Vorkenntnisse ein wenig verst√§ndlicher sind. Nach den ersten Aufnahmen wird die geringere Videoqualit√§t zudem erneut zum Vorteil. Die aufgenommenen Videos sind deutlich kleiner und lassen sich so einfacher am PC, Tablet oder Smartphone zu einem Video zusammenschneiden. F√ľr das erste Ausprobieren gibt es im Handel bereits viele Modelle, die weniger als 100 Euro kosten.

Eignet sich eine Action-Cam auch f√ľr herk√∂mmliche Videoaufnahmen?

Obwohl Action-Camcorder f√ľr einen actionreichen Einsatz konzipiert sind, eignen sie sich in gewissem Ma√üe auch f√ľr ruhige Aufnahmen. Allerdings sind Videografen durch Eigenschaften wie die Festbrennweite oder den fehlenden optischen Sucher eingeschr√§nkt. Gerade f√ľr Portr√§taufnahmen oder das Heranholen weit entfernter Motive sind Action-Cams unbrauchbar. Professionelle Videografen nutzen Action-Cams jedoch gern als Zusatzkameras, die einen √úberblick √ľber ein Geschehen oder ein Szenario schaffen. Da die Kameras bei aktiver Aufgabe nicht viel Beachtung ben√∂tigen, k√∂nnen sie gut im Hintergrund laufen.

Fortgeschrittene

Wer mit seiner ersten Action-Cam zufrieden war und die Qualität seiner Aufnahmen verbessern möchte, sollte direkt etwas mehr Geld in die Hand nehmen. Gerade bei der Nachbearbeitung ergeben sich durch Funktionen wie Aufnahmen in 4K und höheren Bildraten neue Möglichkeiten. So können Nutzer den Bildausschnitt beim Videoschnitt verlustfrei verkleinern, wenn sie 4K-Aufnahmen nur in Full HD ausgeben.

Dazu ist beim Erstellen von Videos in 30 Bildern pro Sekunde ein ruckelfreies Verlangsamen m√∂glich, wenn das Rohmaterial in 60 oder 120 Bildern pro Sekunde erfolgt ist. Da bei teureren Action-Cams auch hochwertige Objektive und bessere Bildsensoren zum Einsatz kommen, bieten sie einen Zugewinn an Sch√§rfe und Dynamikumfang. Gleichzeitig sorgen schnellere Prozessoren f√ľr eine bessere Bildstabilisierung und qualitativ hochwertigere Mikrofone f√ľr bessere Audioaufnahmen.

Da Action-Cams sehr robust sind und somit eine lange Lebensdauer haben können, sollte das gewählte Modell einen austauschbaren Akku besitzen, der sich bei nutzungsbedingtem Verschleiß preiswert und einfach wechseln lässt.

Sportler

Wer beim Sport seine Touren oder Bewegungen aufzeichnen m√∂chte, sollte zu einer Action-Cam mit einfacher Handhabung greifen. Ein gew√ľnschter Effekt ist es, die Videokamera w√§hrend des Sports zu vergessen und sich auf die Bewegung und die Ausf√ľhrung zu konzentrieren. Eine Action-Cam mit LED-Lampe, die bei aktiver Aufnahme leuchtet, eignet sich daher sehr gut.

Das Modell eines Herstellers zu w√§hlen, der viel Zubeh√∂r wie Halterungen oder Stative anbietet, ist ebenfalls empfehlenswert. Die gro√üe Auswahl geht in der Regel mit einem gro√üen Gebrauchtmarkt einher. Passendes Zubeh√∂r f√ľr die diversen GoPro-Modelle gibt es beispielsweise ebenfalls von Fremdherstellern. Hiervon abgesehen k√∂nnen sich Sportler an den Empfehlungen f√ľr Anf√§nger und Fortgeschrittene orientieren.

Schnäppchenjäger

Der Griff zu Action-Cams etablierter Marken lohnt sich auch dann, wenn Sie beim Kauf nach dem bestm√∂glichen Preis-Leistungs-Verh√§ltnis suchen. Wieder erwartet K√§ufer ein gro√üer Gebrauchtmarkt an Zubeh√∂r sowie g√ľnstigeren Produkten anderer Marken. Es empfiehlt sich, im Rahmen von Rabattaktionen nach √§lteren Modellen Ausschau zu halten.

Anwendungstipps

Bei der Nutzung einer Action-Cam ist es ratsam, die Einstellungen im Voraus an die Umgebungen und das gew√ľnschte Video anzupassen. Beispielsweise kann sich eine aktive Bildstabilisation negativ auf die Bildqualit√§t auswirken, wenn die Kamera auf einem Stativ fixiert ist. In diesem Fall versucht die Kamera Verwacklungen auszugleichen, auch wenn das Bild stillsteht.

Die Auswirkungen der verschiedenen Einstellungen lassen sich am besten durch Ausprobieren herausfinden. Zur Kontrolle sollten Nutzer die Videodateien anschließend immer auf einem großen Bildschirm betrachten. Feine Details oder Unschärfen sind auf dem kleinen Bildschirm einer Action-Cam kaum zu erkennen. Das Smartphone hingegen zeigt die Vorschau nicht immer in voller Auflösung an, das Video ist daher ebenfalls kaum mit dem Endergebnis zu vergleichen.

Wie gelingen Videoschnitt und Nachbearbeitung?

Nach der Aufnahme eines Videos sollte die Datei nicht einfach auf einer Festplatte landen. Durch zahlreiche kostenfreie Programme und Videobearbeitungs-Apps sind Videoschnitt und die Nachbearbeitung von Videomaterial l√§ngst nicht mehr nur Profis vorbehalten. Grundlegend werden beim Videoschnitt einzelne Videoclips zusammengef√ľgt oder ein langes Video in einzelne Szenen unterteilt. Gerade das gelingt √ľber einen Touchscreen am Handy oder Tablet besonders intuitiv. Mit mehr Erfahrung bieten Programme zudem M√∂glichkeiten, st√∂rende Elemente aus Videos zu retuschieren oder eigene Animationen in das Video zu bringen.

Falls das Ergebnis am Ende nicht zufriedenstellend ist, m√ľssen Sie die Kamera jedoch nicht direkt umtauschen. Bei der Nachbearbeitung mit einem Videoschnittprogramm gibt es neben dem Videoschnitt auch Korrekturm√∂glichkeiten f√ľr Helligkeit, Sch√§rfe oder Farben. Beim Zusammenschneiden von Videos ist zudem Kreativit√§t gefragt, denn ein herk√∂mmlicher √úbergang ist bei actionreichen Szenen schnell langweilig.

Hier k√∂nnen Sie von der Robustheit Ihrer Kamera Gebrauch machen. Werfen Sie die Kamera f√ľr einen spannenden √úbergang zur n√§chsten Szene in die Luft und erfolgt der Schnitt genau am h√∂chsten Punkt des Wurfes, entsteht ein spannender √úbergang. Kreative Ideen ohne gro√üe Angst vor Sch√§den ausprobieren zu k√∂nnen, ist eine der gr√∂√üten St√§rken der Action-Cams.

Weiterf√ľhrende Testberichte

Achtung: Hierbei handelt es sich um einen Action-Cam-Vergleich. Wir haben die vorgestellten Produkte keinem Test unterzogen.

In Action-Cam-Vergleichen liegen die Produkte des Hersteller GoPro h√§ufig vorn. Das liegt vor allem an ihrer einfachen Bedienung, ihrer hohen Videoqualit√§t und ihrer sehr guten Bildstabilisierung. Computer BILD z√§hlt in ihrer Top 10 der besten Action-Cams gleich f√ľnf Modelle des Herstellers auf. Die GoPro Hero7 Black belegt mit einer Endnote von 1,9 den ersten Platz. Das Nachfolgemodell GoPro Hero 8 Black liegt aufgrund einer k√ľrzeren Akkulaufzeit knapp dahinter.

Ebenfalls als empfehlenswert bewertete das Magazin die DJI Osmo Action. Die Kamera eignet sich aufgrund ihres vorderseitigen Bildschirms besonders f√ľr Selfie-Videoaufnahmen. Auf einen GPS-Empf√§nger m√ľssen Nutzer allerdings verzichten, wodurch die Kamera mit der Note 2,0 knapp hinter den GoPro-Modellen liegt. Preislich liegt sie mit dem Testsieger GoPro Hero 7 Black gleichauf.

Zu den weiteren Modellen in der Bestenliste des Computermagazins gehören die Sony FD-X3000R, die GoXtreme Black Hawk+ 4K und die Garmin Virb 360, die im Vergleichstest das beste Modell mit 360-Grad-Objektiv ist.

Eine leicht abweichende Meinung √§u√üert das Magazin CHIP in seinem aktuellen Action-Cam-Test. Hier liegt die Insta360 One R in der 1-Zoll-Version auf dem zweiten und in der Version mit 360-Grad-Objektiv auf dem f√ľnften Platz. Die Videokamera bietet Nutzern die M√∂glichkeit, Bauteile durch ein modulares Stecksystem auszutauschen. Zum Austausch sind im Lieferumfang ein Weitwinkelobjektiv und ein 360-Grad-Objektiv enthalten. Eher nachteilig sind laut CHIP jedoch der integrierte Bildstabilisator sowie die kurze Akkulaufzeit.

Modelle von Herstellern wie Apeman, YI, Rollei, Lamax oder Cooau finden sich ebenfalls in den Bestenlisten beider Magazine. Die Kameras eignen sich besonders, wenn Verbraucher mit den Testsiegern unzufrieden sind oder besonders g√ľnstige Modelle suchen. Die mit der Note 2,4 bewertete Apeman Trawo kostet beispielsweise weniger 100 Euro, das Modell 510 der Marke Rollei sogar weniger als 50 Euro. Computer BILD bewertete die Kamera mit der Note 2,9 und bem√§ngelt vor allem die unzureichende Videoqualit√§t. F√ľr die K√§ufergruppe der Anf√§nger ist dieses Modell dennoch interessant.