LOADING

Backup-Software

Die besten Datensicherungsprogramme im Vergleich

Funktionen

Performance

Bedienung

Hilfe & Support

Schnell und einfach Daten sichern

Das Wichtigste in Kürze:
  • Wer auf regelmäßige Backups verzichtet, riskiert das Abhandenkommen sämtlicher gespeicherter Dateien ohne Aussicht auf Wiederherstellung.
  • Datensicherungsprogramme ermöglichen die zielgenaue und regelmäßige Sicherung von Datensätzen unter Zuhilfenahme verschiedener Strategien.
  • Neben der Volldatensicherung sollten auch die differenzielle und inkrementelle Datenspeicherung zum Standardrepertoire zählen.
  • Das Speichermedium und die Sicherungs-Strategie hängen von der Datenmenge und dem Filetyp ab.

1. Trügerische Sicherheit und deren Folgen

Ob Urlaubsfotos, Kalendereinträge oder wichtige Schul-, Uni- und Arbeitsunterlagen – mittlerweile speichern wir fast alles in digitaler Form auf unserem heimischen Rechner, auf der Festplatte ab, in der Hoffnung, dass es dort sicher lagert und jederzeit verfügbar ist. Schließlich vergilben digitale Bilder nicht, und ordentlich archivierte Dateien sind schneller durchsucht als die Zettelflut in überfüllten Ordnern.

Nutzer wähnen ihre Dateien, Dokumente und digitalen Schätze in einer trügerischen Sicherheit. Eine ganze Heerschar an Faktoren bedroht den Lebenszyklus der Festplatte. Neben der unvermeidbaren Altersschwäche möchten wir weitere häufige Ursachen für einen plötzlichen Festplattendefekt auflisten. Wer folgende Vorsichtsmaßnahmen beherzt, kann das Ausfallrisiko seiner Festplatte drastisch minimieren.

Ursachen für einen Festplattendefekt
Wasserschäden Feuchtigkeit und Elektronik vertragen sich nicht. Auch bei der Säuberung eines Computers sollten Anwender daher auf wasserbasierte Reinigungsmittel verzichten. Vor allem für die Reinigung des Innenraums eines Rechners empfiehlt es sich, auf Mikrofasertücher zurückzugreifen.
Wasserschaden
Kälteschäden Wer seinen Computer oder Laptop beispielsweise über Nacht großer Kälte aussetzt, sollte vor der Benutzung sicherstellen, dass sich dieser wieder der Raumtemperatur angenähert hat. Andernfalls droht ein Kurzschluss.
Kälteschaden
Hitzeschäden Ähnliche Vorsichtsmaßnahmen gelten auch für überhitzte Gerätschaften. Bei zu warmen Temperaturen droht, dass sich der Schreib- und Lesekopf der Festplatte ausdehnt und einen Head-Crash verursacht.
Hitzeschaden
Head-Crash Natürlich ist auch ein mechanischer Defekt der Festplatte eine häufige Ursache für den Verlust wichtiger Dateien. Bei einem Head-Crash berührt der Schreib- und Lesekopf die Magnetscheibe einer Festplatte und reibt dadurch die Oberfläche ab. Der falsche Einbau, Verschließerscheinungen, starke Erschütterungen oder gar ein Sturz begünstigen diesen Prozess.
Head-Crash
Staub Eine zu staubige Umgebung kann die Lüfter eines Computers über lange Zeit verstopfen. Dies kann im schlimmsten Falle zum Hitzetod des Festplattenspeichers führen. Bereits kleinste Sand- und Staubpartikel können verheerende Folgen auslösen.
Staub
Magnetismus Für gewöhnlich findet der Festplattenspeicher mit der Zuhilfenahme von Magnetismus statt. Ein externer Magnet kann diesen beeinträchtigen und sogar zu bleibenden Schäden führen.
Magnetismus
Blitzeinschlag Bei Gewittern und vor allem Blitzeinschlägen kann es durchaus zu Spannungsspitzen in der Stromversorgung kommen, welche die Hardware eines Computers beschädigen. Selbstverständlich kann auch ein plötzlicher Stromausfall zum Verlust von Datensätzen führen.
Blitzeinschlag
Externe Medien Selbst bei dem Sicherungsvorgang auf einem externen Medium kann der unverhoffte Datenverlust eintreten. Werden beispielsweise der USB-Stick oder die externe Speicher nicht sachgemäß vom System getrennt, besteht die Gefahr, dass der Speichervorgang nicht vollständig abschließt und Daten dadurch zerstört und unbrauchbar werden.
Externe Medien
Der Leere Akku Häufig ist der Datenverlust bei Laptops einem leeren Akku zuzuschreiben. Wer also bevorzugt mobil und ohne ständige Stromzufuhr arbeitet, sollte darauf achten, regelmäßig Dateien zu speichern, da sämtliche Fortschritte ansonsten der Vergangenheit angehören.
Leerer Akku
Häufige Ursachen für den Verlust von Daten.

Wer diese Verhaltenshinweise befolgt, wird das Risiko eines unverhofften Datenverlusts zwar minimieren, aber niemals vollkommen ausschließen können. Außerdem haben Wissenschaftlicher diese Gründe für den unverhofften Datenverlust ermittelt:

Gründe für Datenverlust
Häufige Gründe für das Abhandenkommen von Daten.

Die Folgen von Datenverlust

Der Verlust von Dateien ist nicht nur ärgerlich, sondern auch ein sehr kostspieliges Unterfangen. Vor allem Unternehmen kann das Wegfallen von arbeitsrelevanten Unterlagen und Dokumenten teuer zu stehen kommen – im Einzelfall schnellen die damit verbundenen Kosten rasant in die Millionen. Produktionszyklen und Arbeitsschritte geraten ins Stocken oder relevante Dateien und Informationen fehlen einfach.

Im Gegensatz zur restlichen Hardware eines Computers gestaltet sich der Umgang mit einer defekten Festplatte weitaus komplizierter. Es geht auch im Regelfall weniger um die Festplatte als solche als vielmehr um die darauf befindlichen Datensätze. Sind die Dateien erstmal über den digitalen Jordan spaziert, hilft meist nur ein professioneller Datenretter, dessen Dienste keineswegs billig sind.

Vorsicht vor Schein-Angeboten
Oftmals locken unseriöse Datenretter mit phantastischen Niedrigpreisen. Bereits ab 200 Euro sollen Dateien und Dokumente der defekten Festplatte wieder zur Verfügung stehen. Ein prüfender Blick in das Kleingedruckte verrät jedoch, dass die Einsendung der Festplatte pauschal mit einem hohen Betrag verrechnet wird.

Die Kosten einer professionellen Datenrettung

Die Schadenssumme setzt sich beileibe nicht nur aus dem ideellen Wert der entsprechenden Datensätze und den meist damit einhergehenden Produktivitätseinbußen zusammen. Vor allem der Preis für ein professionelles Datenrettungsunternehmen sowie deren Arbeits- und Zeitaufwand treiben die Kosten enorm in die Höhe. Selbstverständlich muss auch der Ursache für den Vorfall auf den Grund gegangen werden.

Die Summen für ein professionelles Rettungsteam setzen sich meist aus diesen Faktoren zusammen:

  • Kapazität der Festplatte
  • Ursache für den Datenverlust
  • Die zu rettende Datenmenge
  • Private oder betriebliche Daten
  • Eventuell benötigte Ersatzteile
  • Notwendigkeit eines Reinraumes
  • Geschulte Mitarbeiter

Auf dieser Grundlage lassen sich die durchschnittlichen Kosten für eine professionelle Datenrettung abschätzen. Sie belaufen sich pauschal auf ungefähr 1.000 Euro. Zuzüglich des Arbeitszeitaufwands und der Produktivitätseinbußen ergibt sich ein Richtwert von circa 1.500 Euro.

Wer dagegen seine Dateien auf der heimischen Festplatte regelmäßig mit der Hilfe einer Backup-Software speichert, kann sich den Weg zu einem externen Datenretter sparen. Nutzer, die vorsorgen und ihre Dateien regelmäßig sichern, verkürzen nicht nur die Ausfallzeit, sondern senken auch die Kosten drastisch – im Durschnitt liegen sie hier nur noch bei 550 Euro.

Unsere Infografik verdeutlicht die realistischen Kosten für eine Datenrettung und führt die Gefahren einer Abzocke vor Augen.

Vorteile einer Backup-Software
  • Auswahl verschiedener Backup-Methoden
  • Erstellung eines individuellen Backup-Plans
  • automatische Datensicherungen in festgelegten Intervallen
  • Teil-Backups, Sicherung einzelner Files und zielgenaue Backup-Planung
  • Erstellung bootfähiger Backups
  • Unterstützung vielfältiger Speichermedien
  • Passwortschutz für die Backup-File
  • Wiederherstellung der Daten auch auf abweichender Hardware

2. Verschiedene Arten von Backups

Der englische Begriff „Backup“ beschreibt den Vorgang der Datensicherung in der digitalen Welt. In diesem Kontext legen der Anwender oder eine Software bestimmte Datensätze auf einem externen Rettungsmedium ab, um diese im Falle eines Verlusts wiederherstellen zu können. Der externe Speicherort kann dabei ein optisches oder ein physisches Medium sein.

Während das simple Backup das zusätzliche Speichern von beliebigen Datensätzen beschreibt, ermöglicht ein sogenanntes Image-Backup die Wiederherstellung eines kompletten Systems. Hierbei kann jedoch ausschließlich das gesamte System gespeichert werden, niemals nur einzelne Verzeichnisse. Sollte nun der Computer nicht mehr anspringen, haben Nutzer mit einem Image-Backup auf einem externen Speichermedium die Rettung für den Notfall in der Hand.

Je nach Datenmenge, Häufigkeit des Sicherungsvorganges und verfügbarer Zeit bieten sich unterschiedliche Datensicherungsarten an. Generell sollte eine vernünftige Backup-Software über diese drei Arten verfügen:

Volldatensicherung

Beim Fullbackup handelt es sich um die einfachste und effektivste Art der Datensicherung. Sämtliche Informationen, ob nun ein komplettes Laufwerk, eine bestimmte Partition oder spezielle Verzeichnisse und Formate, werden auf einem externen Medium gesichert.

Diese Variante ist einfacher erstellt als die differentielle oder inkrementelle Datensicherung, weist dafür jedoch einen wesentlich höheren Speicherbedarf und Zeitaufwand auf.

Volldatensicherung Schaubild
Schaubild zur Volldatensicherung.

Differenzielle Datensicherung

Die Grundlage einer differenziellen Datensicherung ist ebenfalls die Volldatenspeicherung. Anstatt nun beim Anlegen einer neuen Datensicherung immer auch eine neue Volldatenspeicherung anzufertigen, liegt der Clou einer differenziellen Datensicherung darin, dass die Basis stetig um die neuen oder veränderten Dateien ergänzt wird. Nach der ersten Hauptsicherung finden dementsprechend nur noch Teilsicherungen statt, welche die Veränderungen erfassen.

Da neben der Ursprungsversion einer Datei auch deren Aktualisierungen abgespeichert werden, lassen sich Verläufe problemlos rekapitulieren. Dieser Vorgang nimmt allerdings sehr viel Speicherplatz in Beschlag, benötigt andererseits weitaus weniger Zeit. Informationen, die nach der ersten Vollsicherung nur eine einzige Veränderung erfahren haben, werden allerdings bei dieser Variante immer wieder erfasst und abgespeichert.

Differenzielle Sicherung Schaubild
Schaubild zur differenziellen Sicherung.

Inkrementelle Datensicherung

Auch die inkrementelle Datensicherung basiert auf einer Volldatenspeicherung. Im Gegensatz zur differenziellen Methode erfasst diese Variante nicht die Gesamtheit aller kürzlich veränderten Dokumente, sondern lediglich die tatsächlichen Veränderungen in der Datei selbst. Pro Speichervorgang wird also wesentlich weniger Speicher benötigt.

Bei einer Wiederherstellung benötigen Nutzer jedoch nicht nur die Vollsicherung, sondern sämtliche Inkremente. Ähnlich einem Puzzle müssen User also alle Einzelteile zunächst zusammensuchen. Folgende Vorgehensweisen lassen sich zudem unterscheiden:

  • Forward Deltas
    Die Vollsicherung dient als Fundament und wird auch nicht mehr verändert. Die neuen Inkremente bauen hierauf auf.
  • Reverse Deltas
    Hier verändert sich die Vollsicherung bei jedem Backup – verändert sich beispielsweise eine Datei gegenüber der letzten Volldatensicherung, wird die vorherige Dateiversion als Inkrement gespeichert, während die derzeit aktuelle Version in die Vollsicherung eingefügt wird. Somit steht dem Nutzer immer die neueste Version zur Verfügung – ältere Versionen können hier nur über die Inkremente rekapituliert werden.
Inkrementelle Sicherung Schaubild
Schaubild zur inkrementellen Datensicherung.

3. Wo speichern die Programme die Dateien?

Im Regelfall ist ein zusätzliches Speichermedium für eine Sicherung unerlässlich. Ob es sich hierbei um ein optisches oder ein physisches Medium handelt, bleibt dem Nutzer überlassen. Mittlerweile gewähren zahlreiche Anbieter auch Zugang zu einem Cloud-Speicher, auf den jederzeit und von überall zugegriffen werden darf.

Die optischen Speichermedien: CD, DVD und Blu-ray

Unter die optischen Massenmedien werden all diejenigen subsumiert, deren Lese- und Schreibvorgang durch optische Abtastung – beispielsweise per Laser – erfolgt. Hierzu zählen vorrangig die CD-ROM, die DVD und die Blu-ray-Disc.

Allgemein stellen optische Speicherarten eine hervorragende Option dar, um für die Rettung im Notfall vorzusorgen. Vor allem bei Windows-PCs kann ein bootfähiges Backup auf einem optischen Rettungsmedium wahre Wunder bewirken und ein beschädigtes System wieder zum Laufen bringen.

Allerdings ist ein Brenner notwendig, da die Medien ansonsten nicht beschrieben werden können. Außerdem verfügen optische Speichermedien nur über einen begrenzten Speicherplatz und eine geringe Halbwertszeit. Im Gegensatz zu einer externen Festplatte sollten Nutzer ihre Backups regelmäßig auf neue Datenträger brennen.

  • CD-ROM : etwa 800 Megabyte
  • DVD: maximal 5 Gigabyte
  • Blu-ray-Disc: etwa 25 Gigabyte
Die tragbaren Speichermedien: USB-Sticks und externe Festplatten

Der USB-Stick stellt die kleinste und handlichste Form der portablen Speichereinheiten dar. Vor allem die Sicherung einzelner Files oder Nutzerdaten bietet sich hiermit hervorragend an. Für eine Vollsicherung verfügen die kleinen Gefährten allerdings in der Regel über zu wenig Platz.

Cloud Lösungen
Cloud-Lösungen finden immer größeren Anklang zum Ablegen von Backups.

Das Flaggschiff unter den Speichermedien ist die externe Festplatte. Hiermit lassen sich Vollspeicherungen sowie differenzielle und inkrementelle Backups verwirklichen. Mittlerweile liegt die Kapazität von Festplatten auch bei mehreren Terrabyte, weshalb User nur in Ausnahmesituationen mit dem Platz haushalten müssen. Bereits für wenig Geld erhalten Kunden viel Platz. Auch der Anschluss einer externen Festplatte an einen Router ist denkbar, allerdings nimmt eine Datenübertragung hier mehr Zeit in Anspruch und erfordert eine dauerhafte Netzwerkanbindung.

Wer sich allerdings eine externe Festplatte für seine Datensicherungen zulegt, sollte diese ausschließlich für die Zwecke der Datensicherung verwenden – wer zusätzlich noch Dateien mit Freunden und Bekannten austauschen möchte, muss hierfür in eine zweite Festplatte investieren.

Die Cloud

Immer beliebter wird die Möglichkeit, Dateien in der Cloud abzulegen – beliebte Anbieter lauten hier etwa Google Drive oder die Dropbox. Grundvoraussetzung für diese Möglichkeit ist allerdings eine dauerhafte Internetverbindung, da nur so die erfolgreiche Datenübertragung gewährleistet wird.

Auf der anderen Seite müssen Nutzer mit einer geringeren Datensicherheit leben, da diese bei analogen Medien deutlich höher ausfällt.

  Analoge Speichermedien/Festplatte Cloud
Vorteile
  • Auch große Datenmengen sind schnell gespeichert
  • Verhältnismäßig geringe Anschaffungskosten
  • Datensicherung und Zugriff von jedem Computer mit Internetzugang möglich
  • Mobile Sicherung möglich
  • Hohe Sicherheit vor Zerstörung oder Diebstahl der Dateien
Nachteile
  • Backup nur vor Ort zugänglich
  • Speicherort nicht vor Zerstörung oder Diebstahl geschützt
  • Übertragung großer Datenmenge nimmt verhältnismäßig viel Zeit in Anspruch
  • Meist nur geringer Speicherplatz verfügbar
  • Meist mit weiteren Kosten verbunden
  • selbst verschlüsselte Dateien nur auf dem Computer des Nutzers sicher
Anwendungsbereich Optimal für vollständige, differentielle oder inkrementelle Datensicherungen geeignet Ideal, um kleinere Datenmengen auch unterwegs zu sichern

Diese Backup-Strategien haben sich durchgesetzt

Nutzer, die eine regelmäßiges Sicherungdurchführen möchten, müssen sich nicht nur für die Art der Datensicherung entscheiden, sondern auch für den Turnus. Natürlich hängt diese Entscheidung von der zur Verfügung stehenden Hardware, den vorhandenen Kenntnissen sowie der Relevanz der zu sichernden Dateien ab. Folgende drei Prinzipien sind weitverbreitet:

  • First in, first out (FIFO):
    Hinter diesem Prinzip versteckt sich die einfachste Strategie. Sobald sich die Kapazität auf dem Rettungsmedium dem Ende nähert, wird automatisch die älteste Vollsicherung (die älteste inkrementelle oder differentielle Sicherung) gelöscht.
  • Großvater-Vater-Sohn:
    Dieser Vorgang beruht im Grunde auf einer Vollsicherung und ist auch als Generationenprinzip bekannt. Pro Werktag wird von der Software ein Sohn-Backup erstellt, am Ende der Woche ein Vater-Backup und gegen Ende des Monats schließlich das Großvater-Update.
  • Türme von Hanoi:
    Dieser Speicherablauf basiert auf dem gleichnamigen Knobelspiel und macht sich ein rekursives Muster zunutze. Jedes genutzte Speichermedium entspricht einer Scheibe der Türme, und bei jeder Bewegung der Scheibe wird ein Backup auf das entsprechende Medium gespielt. Dementsprechend wird das erste Medium jeden zweiten Tag benutzt, das zweite jeden vierten und das dritte jeden achten Tag. e.

4. Tipps und Tricks für das optimale Backup

Das regelmäßige Anlegen von Backups ist ein löblicher Vorsatz, allerdings leider auch nur die halbe Miete – schnell wird die manuelle Datensicherung vergessen, oder Abstände zwischen den einzelnen Backups sind zu groß, so dass wichtige Informationen fehlen. Folgende Tipps verhelfen zu einem sicheren Backup:

Verpflichtung zur Datensicherung
Die Pflicht zur Datensicherung in Betrieben ergibt sich unter anderem aus den gesetzlichen Vorschriften über eine ordnungsgemäße, nachvollziehbare, revisionssichere Buchführung. Von der kurzzeitigen Aufbewahrung unterscheidet sich die längerfristige Datenarchivierung, die anderen Gesetzmäßigkeiten unterliegt. Die Grundsätze zur Archivierung und Nachprüfbarkeit digitaler Datenbestände sind in Deutschland seit Januar 2002 für Unternehmen verbindlich in den Grundsätzen zum Datenzugriff und zur Prüfbarkeit digitaler Unterlagen zusammengefasst.
Eine Automatik gegen menschliche Vergesslichkeit

Eine Sicherungs-Automatik übernimmt das Speichern neuer oder veränderter Dateien. Hierzu müssen Nutzer lediglich festlegen, welche Ordner stets auf dem aktuellen Stand gehalten werden sollen, und dafür Sorge tragen, dass das entsprechende Backup-Medium angeschlossen ist – den Rest übernimmt die automatische Datensicherung.

Viel hilft viel

Der Zweck eines Datenbackups ist es, vor den Folgen eines Festplattendefekts, dem unbeabsichtigten Löschen und Überschreiben von Dateien oder dem Diebstahl zu schützen. Je kürzer die Zeitspanne zwischen den Speichervorgängen liegt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass aktuelle Versionen der Dateien verfügbar sind.

Doppelt hält besser

Beim Anlegen eines Backups empfiehlt es sich, wichtige Dateien auf drei unterschiedlichen Speichermedien abzulegen. So sollte selbst im Notfall immer eine Version herstellbar sein.

Vorsicht ist besser als Nachsicht

Selbst beim Anlegen eines Backups können sich Fehler einschleichen. Daher lohnt es sich, nach Abschluss der Datensicherung dieses auf seine Integrität zu überprüfen.

5. Windows-Backup-Software und andere Freeware

Auf den Ton achten!
Sollte die Festplatte plötzlich hörbar quietschen, knacken, schleifen oder summen, kommt es auf wenige Sekunden an. Zwar erfolgt nicht immer ein Datenverlust, Vorsicht ist dennoch geboten. Daher Festplatte besser sichern.

Mittlerweile verfügt das Windows-Betriebssystem von Microsoft über ein vorinstalliertes Backup-Tool, wodurch sich selbstverständlich schnell die Frage stellt, warum Verbraucher überhaupt in eine Datensicherungssoftware eines Drittanbieters investieren sollten. Vor allem Laien dürften sich über diese Lösung freuen, da sie äußerst benutzerfreundlich und unkompliziert gestaltet ist. Allerdings hat diese Konzeptionierung auch ihren Preis, da mit der vorinstallierten Windows-Backup-Lösung ausschließlich Vollsicherungen möglich sind. Wer also über ein externe Festplatte verfügt und lediglich eine Vollsicherung durchführen möchte, könnte getrost auf eine zusätzliche Software von einem Drittanbieter verzichten. Andererseits sollten sich User darüber im Klaren sein, dass die Windows-Backup-Funktion weder die differenzielle Datensicherung noch die inkrementelle Datensicherung unterstützt. User müssen daher stets eigenständig an die Sicherung denken und jedes Mal die nötige Zeit und vor allem die relevante Speicherkapazität aufbringen, um eine vollständige Datensicherung der Festplatte durchzuführen. Wer also gerne die Wahl zwischen unterschiedlichen Backup-Arten und Sicherungs-Strategien hat, sollte sich gegen die Windows-Lösung und für die Software eines Drittanbieters entscheiden.

Ein ähnliches Bild ergibt sich auch für den Windows-Konkurrenten Mac OS X. Hier können Nutzer auf die Backup-Lösung Time Machine zurückgreifen, welche Dateien sichert und im Notfall auch wiederherstellt. Allerdings müssen sich Anwender abermals mit dem Vollbackup zufriedengeben. Wird dagegen ein spezielles Sicherungs-Konzept gewünscht, müssen sich Endverbraucher mit der Anschaffung einer kostenpflichtigen Drittsoftware auseinandersetzen.

Auch andere Anbieter bieten Backup-Lösungen kostenlos an – analog zu der vorinstallierten Windows-Backup-Lösung müssten Nutzer auch bei der Backup-Freeware auf einige zentrale Kernfeatures verzichten:

  • Meist ist eine Verknüpfung mit einer Cloud-Lösung nicht möglich
  • Support ist wenig umfangreich
  • Nicht alle Speichermedien und Dateiformate werden unterstützt

6. So vergleichen wir

Das Angebot an Datensicherungs-Software ist riesig – wir haben den Markt sondiert und anhand unterschiedlicher Bewertungskategorien die beliebtesten Lösungen überprüft. Unser Backup-Software-Vergleich gibt darüber Auskunft, worauf bei den verschiedenen Anwendungen zu achten ist. Hierzu beleuchten wir jedes Angebot in fünf verschiedenen Bewertungskategorien, in denen die Kontrahenten maximal 5.00 Punkte erreichen können. Aus der Benotung der einzelnen Kategorien errechnen wir schließlich eine Gesamtnote für den entsprechenden Backup-Software-Test.

Ein jeder Bewertungspunkt ist gleich stark gewichtet, da jeder Käufer unterschiedliche Aspekte eines Datensicherungs-Programmes bevorzugt und auf diese Weise ein objektiver Vergleich möglich ist. So legt eine Nutzergruppe beispielsweise gesteigerten Wert auf eine Cloud-Speicher-Funktion, während andere wiederum von einer guten Backup-Software eine Bitlocker-Unterstützung oder aber sinnvolle Zusatzfunktionen wie eine Virenprüfung oder die Erstellung virtueller Image-Dateien erwarten. Leser, die einfach kurz und knapp die zentralen Infos aufbereitet haben möchten, finden am Ende eines jeden Testberichtes noch einmal den Gesamteindruck, etwaige Stolperfallen sowie die wichtigsten positiven und negativen Aspekte eines Produkts zusammengefasst.

Funktionen

Die oberste Priorität nimmt natürlich das Sichern von Dateien ein, doch viele Backup-Programme können noch wesentlich mehr: Unsere Redaktion legt in der Bewertung besonderen Wert darauf, dass nicht nur ganze Festplatten, sondern auch einzelne Ordner und Dateien gezielt gesichert und ebenso wiederhergestellt werden können. Wichtig ist zudem das Erstellen eines bootfähigen Rettungs-Mediums, denn nur so kann der Nutzer im Falle eines Absturzes alle Dateien inklusive des Betriebssystems sicher wiederherstellen.

Welche Sicherungs-Varianten bietet die Software überhaupt? Im Idealfall sollten die Anwender zwischen einer vollständigen, differenziellen und inkrementellen Datensicherung wählen können. Für die nötige Sicherheit der erstellten Datensicherungen sollte mindestens ein Passwort-Schutz sorgen – auch eine Komprimierungsfunktion sollte vorhanden sein, die die Möglichkeit bietet, wertvollen Speicherplatz auf dem Speichermedium einzusparen. Weiterhin sollte die Backup-Software neben einer lokalen physischen Sicherung auch über einen Cloud-Speicher verfügen, der jederzeit via Internet aufrufbar ist.

Performance

Diese Bewertungskategorie widmet sich vorrangig den technischen Eckdaten der jeweiligen Anwendungen. Systemvoraussetzungen wie der Arbeitsspeicher, die Prozessorleistung, benötigter Speicherplatz oder eine benötigte dauerhafte Internetverbindung bestimmen die Bewertung maßgeblich.

Außerdem interessiert uns, auf welchen Medien die Speicherung der Sicherungen erfolgen kann. Unterstützt die Anwendung neben externen Festplatten nur optische Medien wie CDs und DVDs, oder steht es Anwendern auch frei, ihre Dateien über einen FTP-Server im Netzwerk zu sichern oder einen Cloud-Speicher eines dritten Anbieters einzubinden?

Bedienung

Backups sind lästig und kompliziert, so lautet ein oft vorgebrachtes Argument, um sich vor der Datensicherung zu drücken. Aus diesem Grund sollten vor allem Einsteiger eine intuitive Benutzeroberfläche vorfinden. Hierzu zählt beispielsweise die Möglichkeit, einen zuverlässigen Backup-Assistenten zu nutzen, der mit Rat und Tat zur Seite steht. Außerdem sammelt eine jede Software Pluspunkte, die über eine ansprechende Oberfläche verfügt und den Nutzer mit E-Mail-Benachrichtigungen auf dem Laufenden hält. Auch die Sprachversion ist von großem Interesse – müssen Anwender über fundierte Englischkenntnisse verfügen oder können Backups auch in deutscher Sprache angelegt werden? Im besten Falle steht sogar eine kostenlose Testversion zur Verfügung, die unentschlossene User ausgiebig testen dürfen.

Hilfe und Support

Ein nicht zu vernachlässigendes Kriterium bei der Entscheidung für oder gegen das passende Backup-Programm spielt auch immer der Kundendienst. Die Sicherung von Dateien und Ordnern sollte ein Kinderspiel sein, doch Fehler und Probleme sind ein permanenter Begleiter des digitalen Lebens. Deshalb ist ein kompetenter und gut ausgebauter Support-Bereich für jede Software ein Muss. Ein umfangreicher FAQ-Bereich, selbsterklärende Tutorials, übersichtliche Wissensdatenbanken oder Foren unterstützen den Anwender bei der Fehlersuche.

Für technische Probleme sollte zudem die Möglichkeit bestehen, persönlichen Kontakt zu einem kompetenten Support-Team per E-Mail, Chat oder Telefon aufzunehmen. Im besten Fall sollte ein Anbieter sogar alle diese Möglichkeiten zur Kommunikation und Kontaktaufnahme anbieten. Stehen die geschulten Servicemitarbeiter rund um die Uhr zur Verfügung oder dürfen Fragen und Probleme ausschließlich während spezifischer Öffnungszeiten kommuniziert werden?

badgeFazit der Redaktion

Besonders überzeugt haben in unserem Vergleich die Datensicherungsprogramme Novabackup, Acronis True Image und Paragon Backup & Recovery. Hierbei bleibt allerdings zu beachten, dass jeder User andere Ansprüche an „die perfekte“ Backup-Software hat. Somit ist der offizielle Testsieger nicht automatisch für jeden Anwender das beste Programm. Vielmehr soll unser Vergleich eine Übersicht über die besten Backup-Programme auf dem Markt geben und eine Orientierungshilfe bei der Kaufentscheidung bieten. Welche Backup-Software nun die richtige ist, muss jeder Nutzer letzten Endes individuell für sich selbst entscheiden.