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Backup-Software

Die besten Datensicherungsprogramme im Vergleich

Kai Sulkowski
Platz Produkt Bewertung Preis
1 Ashampoo Backup 4,74 39,99 €
2 Acronis True Image 4,69 49,99 €
3 NovaBackup 4,59 49,94 €
4 Paragon Backup & Recovery 4,58 29,95 €
5 AOMEI Backupper 4,56 44,02 €
6 O&O DiskImage 4,53 49,90 €
7 Macrium Reflect 4,42 62,95 €
8 EaseUS Todo Backup 4,41 79,36 €
9 Nero BackItUp 4,26 29,00 €
10 Iperius Backup 4,03 29,00 €

Funktionen

Performance

Bedienung

Hilfe & Support

Schnell und einfach Daten sichern

    Das Wichtigste in Kürze
  • Wer auf regelmäßige Backups verzichtet, riskiert das Abhandenkommen sämtlicher gespeicherter Dateien ohne Aussicht auf Wiederherstellung.
  • Backup-Software ermöglicht die zielgenaue und regelmäßige Datensicherung unter Zuhilfenahme verschiedener Strategien.
  • Neben der vollständigen Sicherung sollten auch die differenzielle und inkrementelle Datensicherung zum Standardrepertoire zählen.
  • Das Speichermedium und die Sicherungsstrategie hängen von der Menge und dem Filetyp der Daten ab.

In Funktion, Usability und Performance unterscheiden sich die getesteten Backup-Programme zum Teil sehr stark. Lediglich beim Support bestehen die größten Unterschiede darin, ob die Erläuterungen in der Wissensdatenbank, im Forum und im FAQ-Bereich auf Deutsch oder Englisch vorhanden sind. Besonders überzeugt haben im Backup-Vergleich die Datensicherungsprogramme Ashampoo Backup Pro 11Acronis True Image und NovaBACKUP. Ashampoo Backup Pro 11 stellt die kompletteste Backup-Lösung zur Verfügung und überzeugt in unserem Test vor allem hinsichtlich der Bedienbarkeit und des Funktionsumfangs. Acronis True Image punktet vor allem durch viele Zusatzfunktionen und eine gute Usability. NovaBACKUP gelingt letzteres weniger ansprechend, dafür glänzt der Konkurrent in Sachen Performance. Paragon Backup & Recovery zeigt Spitzenwerte in der Benutzerfreundlichkeit, bietet allerdings weniger Funktionsumfang als die im Backup-Test besser platzierten Ashampoo Backup Pro 11Acronis True Image und NovaBACKUP.

1. Trügerische Sicherheit und deren Folgen

Ob Urlaubsfotos, Kalendereinträge oder wichtige Schul-, Uni- und Arbeitsunterlagen – mittlerweile speichern wir fast alles in digitaler Form auf der Festplatte unseres heimischen Rechners ab, in der Hoffnung, dass es dort sicher lagert und jederzeit verfügbar ist. Schließlich vergilben digitale Bilder nicht, und ordentlich archivierte Daten sind schneller durchsucht als die Zettelflut in überfüllten Ordnern.

Nutzer wähnen ihre Dateien, Dokumente und digitalen Schätze auf der Festplatte in einer trügerischen Sicherheit. Tatsächlich bedroht aber eine ganze Heerschar an Faktoren den Lebenszyklus der Festplatte. Neben der unvermeidbaren Altersschwäche existieren unzählige weitere häufige Ursachen für einen plötzlichen Defekt der Festplatte. Wer folgende Vorsichtsmaßnahmen beherzt, kann das Ausfallrisiko seiner Festplatte drastisch minimieren. Mögliche Ausfallursachen sind:

Wasserschäden

Feuchtigkeit und Elektronik vertragen sich nicht. Auch bei der Säuberung eines Computers sollten Anwender daher auf wasserbasierte Reinigungsmittel verzichten. Vor allem für die Reinigung des Innenraums eines Rechners empfiehlt es sich auf Mikrofasertücher zurückzugreifen. Gerade für die Innenraumreinigung sollte man aber optimaler Weise die Dienstleistung eines Spezialisten in Anspruch nehmen.

Kälteschaden

Wer seinen PC oder Laptop beispielsweise über Nacht großer Kälte aussetzt, sollte vor der Benutzung sicherstellen, dass sich dieser wieder der Raumtemperatur angenähert hat. Andernfalls droht ein Kurzschluss.

Hitzeschaden

Ähnliche Vorsichtsmaßnahmen gelten auch für überhitzte Gerätschaften. Bei zu warmen Temperaturen droht die Gefahr, dass sich der Schreib- und Lesekopf der Festplatte ausdehnt und einen Head-Crash verursacht.

Head-Crash

Natürlich ist auch ein mechanischer Defekt der Festplatte eine häufige Ursache für den Verlust wichtiger Dateien. Bei einem Head-Crash berührt der Schreib- und Lesekopf die Magnetscheibe einer Festplatte und reibt dadurch deren Oberfläche ab. Der falsche Einbau, Verschleißerscheinungen, Hitzeeinwirkung, starke Erschütterungen oder gar ein Sturz begünstigen diesen Prozess.

Staub

Ist der Rechner über längere Zeiträume einer zu staubigen Umgebung ausgesetzt, können über die Lüftungsschlitze und das Belüftungssystem von Computer und Server Staub- und Schmutzpartikel ins Innere gelangen und sich so beispielsweise an Lüfter, Kühler, Festplatte, Grafikkarte, Netzteil, Mainboard und an den Laufwerken ansammeln. Dadurch wird die Wärmeableitung extrem eingeschränkt, sodass keine ausreichende Kühlung mehr erfolgt. Dies kann im schlimmsten Falle zum Hitzetod der Festplatte führen. Auf diese Weise können bereits kleinste Sand- und Staubpartikel verheerende Folgen auslösen.

Magnetismus

Für gewöhnlich findet die Speicherung von Daten auf Festplatten unter Zuhilfenahme von Magnetismus statt. Ein externer Magnet kann diesen beeinträchtigen und sogar zu bleibenden Schäden führen.

Blitzschlag

Bei Gewittern und vor allem Blitzeinschlägen kann es durchaus zu Spannungsspitzen in der Stromversorgung kommen, welche die Festplatte beschädigen. Selbstverständlich kann auch ein plötzlicher Stromausfall eine Festplatte beschädigen und zum Datenverlust führen.

Externe Medien

Selbst bei dem Sicherungsvorgang auf einem externen Medium kann der unverhoffte Datenverlust eintreten. Werden beispielsweise der USB-Stick oder die externe Festplatte nicht sachgemäß vom System getrennt, besteht die Gefahr, dass der Vorgang der Speicherung nicht vollständig abschließt und Daten dadurch zerstört und unbrauchbar werden.

Der leere Akku

Häufig ist der Datenverlust bei Laptops einem leeren Akku zuzuschreiben. Wer also bevorzugt mobil und ohne ständige Stromzufuhr arbeitet, sollte darauf achten, regelmäßig Dateien zwischenzuspeichern, da sämtliche Fortschritte ansonsten der Vergangenheit angehören können.

Wer diese Verhaltens- und Vorsorgehinweise beachtet, wird das Risiko eines unverhofften Datenverlusts zwar minimieren, aber niemals vollkommen ausschließen können. Neben den soeben erläuterten Faktoren haben Wissenschaftler diese Gründe für den unerwarteten Datenverlust ermittelt:

Software-Diagramm
Häufige Gründe für das Abhandenkommen von Daten.

Die Folgen von Datenverlust

Der Verlust von Dateien ist nicht nur ärgerlich, sondern auch ein sehr kostspieliges Unterfangen. Vor allem Unternehmen kann die Einbuße von arbeitsrelevanten Dateien teuer zu stehen kommen – im Einzelfall schnellen die Kosten für das Wiederherstellen dieser Daten rasant in die Höhe. Produktionszyklen und Arbeitsschritte geraten ins Stocken oder relevante Dateien und Informationen fehlen einfach.

Im Gegensatz zur restlichen Hardware eines Computers gestaltet sich der Umgang mit einer defekten Festplatte weitaus komplizierter. Es geht auch im Regelfall weniger um die Festplatte als solche als vielmehr um die darauf befindlichen Dateien. Sind die Dateien erstmal über den digitalen Jordan spaziert, hilft meist nur ein professioneller Datenretter, der die verloren gegangenen Daten wiederherstellt.

Vorsicht vor Schein-Angeboten

Oftmals locken unseriöse Datenretter mit fantastischen Niedrigpreisen. Bereits ab weniger als 200 Euro sollen Dateien und Dokumente der defekten Festplatte wiederhergestellt werden. Ein prüfender Blick in das Kleingedruckte verrät jedoch nicht selten, dass die vorherige Prüfung oder die Einsendung der Festplatte pauschal mit einem hohen Betrag verrechnet wird.

Die Kosten einer professionellen Datenrettung

Die Schadenssumme setzt sich beileibe nicht nur aus dem ideellen Wert der entsprechenden Dateien und den meist damit einhergehenden Produktivitätseinbußen zusammen. Vor allem der Preis für ein professionelles Datenrettungsunternehmen sowie deren Arbeits- und Zeitaufwand treiben die Kosten enorm in die Höhe. Selbstverständlich muss auch der Ursache für den Datenverlust auf den Grund gegangen werden.

Die Summen für ein professionelles Rettungsteam setzen sich meist aus diesen Faktoren zusammen:

  • Kapazität der Festplatte
  • Ursache für den Datenverlust
  • Die zu rettende Datenmenge
  • Private oder betriebliche Daten
  • Eventuell benötigte Ersatzteile
  • Notwendigkeit eines Reinraumes
  • Geschulte Mitarbeiter für die Datenrettung

Auf dieser Grundlage lassen sich die durchschnittlichen Kosten für eine professionelle Datenrettung abschätzen. Sie belaufen sich pauschal auf ungefähr 1.000 Euro. Zuzüglich des Arbeitszeitaufwands und der Produktivitätseinbußen ergibt sich ein Richtwert von circa 1.500 Euro.

Wer dagegen eine regelmäßige Datensicherung der Festplatte mit Hilfe einer Backup-Software durchführt, kann sich den Weg zu einem externen Datenretter sparen. Nutzer, die vorsorgen und ihre Laufwerke sowie Dateien regelmäßig sichern, verkürzen nicht nur die Ausfallzeit, sondern senken auch die Kosten drastisch – im Durschnitt liegen sie hier nur noch bei 550 Euro.

Unsere Infografik verdeutlicht die realistischen Kosten für eine Wiederherstellung der Dateien und führt die Gefahren einer Abzocke vor Augen.

Vorteile einer Backup-Software

✔ Auswahl verschiedener Methoden des Backups
✔ Erstellung eines individuellen Backup-Plans
✔ Automatische Datensicherungen in festgelegten Intervallen
✔ Teil-Backups, Sicherung einzelner Files und zielgenaue Planung des Backups
✔ Erstellung bootfähiger Backups
✔ Unterstützung vielfältiger Speichermedien
✔ Passwortschutz für die Backup-Files
✔ Wiederherstellung der Daten auch auf abweichender Hardware

2. Verschiedene Arten von Backups

Der englische Begriff „Backup“ beschreibt den Vorgang der Datensicherung in der digitalen Welt. In diesem Kontext legen der Anwender oder eine Backup-Software bestimmte Datensätze auf einem externen Rettungsmedium ab, um im Falle eines Datenverlusts diese wiederherstellen zu können. Der externe Speicherort kann dabei ein optisches oder ein physisches Medium sein.

Mittlerweile gibt es verschiedene Typologien von digitaler Datensicherung. Während das simple Backup das zusätzliche Speichern von beliebigen Datensätzen beschreibt, ermöglicht ein sogenanntes Image-Backup die Wiederherstellung eines kompletten Systems. Hierbei kann jedoch ausschließlich das gesamte System gespeichert werden, niemals nur einzelne Verzeichnisse. Sollte nun der PC nicht mehr zu starten sein, haben Nutzer mit einem Image-Backup auf einer externen Festplatte die Rettung für den Notfall selbst in der Hand.

Je nach Datenmenge, Häufigkeit des Sicherungsvorganges und verfügbarer Zeit bieten sich unterschiedliche Arten der Datensicherung an. Generell sollte eine qualitativ gute Backup-Software über diese drei Arten verfügen:

Volldatensicherung

Beim Fullbackup handelt es sich um die einfachste und effektivste Art der Datensicherung. Sämtliche Informationen, ob nun ein komplettes Laufwerk, eine bestimmte Partition oder spezielle Verzeichnisse und Formate, werden von der Backup-Software auf einem externen Medium gesichert.

Diese Variante ist einfacher erstellt als die differentielle oder inkrementelle Datensicherung, weist dafür jedoch einen wesentlich höheren Speicherbedarf und Zeitaufwand auf.

Volldatensicherung
Schaubild zur Volldatensicherung.

Differenzielle Datensicherung

Die Grundlage einer differenziellen Datensicherung ist ebenfalls die Volldatenspeicherung. Anstatt nun beim Anlegen einer neuen Datensicherung immer auch eine neue Volldatenspeicherung anzufertigen, liegt der Clou einer differenziellen Datensicherung darin, dass das Backup-Programm die Basis stetig um die neuen oder veränderten Dateien ergänzt. Nach der ersten Hauptsicherung finden dementsprechend nur noch Teilsicherungen statt, welche die Veränderungen erfassen.

Da neben der Ursprungsversion einer Datei auch deren Aktualisierungen abgespeichert werden, lassen sich Verläufe problemlos rekapitulieren. Dieser Vorgang nimmt zwar einerseits sehr viel Speicherplatz in Beschlag, benötigt andererseits aber weitaus weniger Zeit. Informationen, die nach der ersten Vollsicherung nur eine einzige Veränderung erfahren haben, werden allerdings bei dieser differenziellen Datensicherung immer wieder erfasst und abgespeichert.

Differentielle Sicherung
Schaubild zur differenziellen Datensicherung.

Inkrementelle Datensicherung

Auch die inkrementelle Datensicherung basiert auf einer Volldatenspeicherung. Im Gegensatz zur differenziellen Methode erfasst diese Variante nicht die Gesamtheit aller kürzlich veränderten Dokumente, sondern lediglich die tatsächlichen Veränderungen in der Datei selbst. Pro Backup wird also wesentlich weniger Speicher benötigt.

Bei einer Wiederherstellung der Festplatte benötigen Anwender jedoch nicht nur die Vollsicherung, sondern sämtliche Inkremente. Ähnlich einem Puzzle müssen User also alle Einzelteile zunächst zusammensuchen. Folgende Vorgehensweisen lassen sich zudem unterscheiden:

Forward Deltas
Die Vollsicherung dient als Fundament und wird auch nicht mehr verändert. Die neuen Teil-Backups bauen hierauf auf.
Reverse Deltas
Hier verändert sich die Vollsicherung bei jedem Backup. Verändert sich beispielsweise eine Datei gegenüber des letzen Backups, wird die vorherige Dateiversion als Inkrement gespeichert, während die derzeit aktuelle Version in die Vollsicherung eingefügt wird. Somit steht dem User immer die neueste Version zur Verfügung – ältere Versionen können hier nur über die alten Backups wiederhergestellt werden.
Inkrementelle Datensicherung
Schaubild zur inkrementellen Datensicherung.

3. Wo speichern die Programme die Dateien?

Im Regelfall ist ein zusätzliches Speichermedium für eine Datensicherung unerlässlich. Ob es sich hierbei um ein optisches oder ein physisches Medium handelt, bleibt dem Nutzer überlassen. Mittlerweile gewähren zahlreiche Backup-Software-Anbieter auch Zugang zu einem Cloud-Speicher, auf den jederzeit und von überall zugegriffen werden darf.

Die optischen Speichermedien: CD, DVD und Blu-ray

Unter den optischen Massenmedien werden all diejenigen subsumiert, deren Lese- und Schreibvorgang durch optische Abtastung – beispielsweise per Laser – erfolgt. Hierzu zählen vorrangig die CD-ROM, die DVD und die Blu-ray-Disc.

Allgemein stellen optische Speicherarten eine hervorragende Option dar, um für die Rettung im Notfall vorzusorgen. Vor allem bei Windows-PCs kann ein bootfähiges Backup auf einem optischen Rettungsmedium wahre Wunder bewirken und ein beschädigtes System wiederherstellen.

Allerdings ist ein Brenner und eine Brennprogramm notwendig, da die Medien ansonsten nicht beschrieben werden können. Außerdem verfügen optische Speichermedien nur über einen begrenzten Speicherplatz und eine geringe Halbwertszeit. Im Gegensatz zu einer externen Festplatte sollten Personen ihre Backups regelmäßig auf neue Datenträger brennen.

Verfügbarer Speicherplatz auf optischen Speichermedien

CD-ROM :     etwa 800 Megabyte
DVD:            maximal 5 Gigabyte
Blu-ray-Disc: etwa 25 Gigabyte

Die tragbaren Speichermedien: USB-Sticks und externe Festplatten

Zusammen mit den traditionellen "Silberscheiben" erweisen sich die tragbaren Speichermedien ebenfalls als ein sehr beliebtes Backup-System. Der USB-Stick stellt die kleinste und handlichste Form dieser portablen Speichereinheiten dar. Vor allem Backups für kleine Partitionen, einzelnen Files oder Nutzerdaten bieten sich hiermit hervorragend an. Selbst für Vollsicherungen verfügen einige der kleinen Gefährten inzwischen über genügend Platz.

Das Flaggschiff unter den Speichermedien ist die externe Festplatte. Hiermit lassen sich Vollspeicherungen sowie differenzielle und inkrementelle Backups verwirklichen. Mittlerweile liegt die Kapazität von Festplatten auch bei mehreren Terabyte, weshalb Nutzer nur in Ausnahmesituationen mit dem Platz haushalten müssen. Bereits für wenig Geld erhalten Kunden viel Speichervolumen. Auch der Anschluss einer externen Festplatte an einen Router ist denkbar, allerdings nimmt eine Datenübertragung hier mehr Zeit in Anspruch und erfordert eine dauerhafte Netzwerkanbindung.

Wer sich allerdings eine externe Festplatte für seine Datensicherungen zulegt, sollte diese ausschließlich für die Zwecke der Datensicherung verwenden. Wer zusätzlich noch Dateien mit Freunden und Bekannten austauschen möchte, muss hierfür aus Sicherheitsgründen in eine zweite Festplatte investieren.

Die Cloud

Immer beliebter wird die Möglichkeit, Dateien in der Cloud abzulegen – beliebte Anbieter lauten hier etwa Google Drive oder die Dropbox. Grundvoraussetzung für diese Möglichkeit ist allerdings eine dauerhafte Internetverbindung, da nur so die erfolgreiche Datenübertragung gewährleistet wird. Cloud-Lösungen bieten Sicherheit, ohne dass der Nutzer weitere Geräte oder Datenträger benötigt. Die Anbieter von Cloud-Diensten gewähren den Nutzern oft kostenlose Online-Speicher. Diese besitzen meist nur begrenzte Speicherkapazitäten, für eine Erhöhung fallen Zusatzkosten an.

Clouds stellen insgesamt eine sehr einfache und komfortable Möglichkeit der Datensicherung dar. Auf der anderen Seite müssen User mit einer geringeren Datensicherheit leben, da diese bei analogen Medien deutlich höher ausfällt. Daher ist eine Verschlüsselung des Backups hier dringlichst zu empfehlen.

Cloud-Speicher
Cloud-Lösungen finden immer größeren Anklang zum Ablegen von Backups.

4. Tipps und Tricks für das optimale Backup

Das regelmäßige Anlegen von Backups ist ein löblicher Vorsatz, allerdings leider auch nur die halbe Miete. Schnell wird die manuelle Datensicherung vergessen, oder Abstände zwischen den einzelnen Backups sind zu groß, sodass wichtige Informationen fehlen. Folgende Tipps verhelfen zu einem sicheren Backup:

Verpflichtung zur Datensicherung

Die Pflicht zur Datensicherung in Betrieben ergibt sich unter anderem aus den gesetzlichen Vorschriften über eine ordnungsgemäße, nachvollziehbare, revisionssichere Buchführung. Von der kurzzeitigen Aufbewahrung unterscheidet sich die längerfristige Datenarchivierung, die anderen Gesetzmäßigkeiten unterliegt. Die Grundsätze zur Archivierung und Nachprüfbarkeit digitaler Datenbestände sind in Deutschland seit Januar 2002 für Unternehmen verbindlich in den Grundsätzen zum Datenzugriff und zur Prüfbarkeit digitaler Unterlagen zusammengefasst.

Eine Automatik gegen menschliche Vergesslichkeit

Die Sicherungs-Automatik einer Backup-Software übernimmt das Speichern neuer oder veränderter Dateien. Hierzu müssen Nutzer lediglich festlegen, welche Ordner stets auf dem aktuellen Stand gehalten werden sollen und dafür Sorge tragen, dass das entsprechende Backup-Medium angeschlossen ist. Den Rest übernimmt die automatische Datensicherung der Backup-Software.

Viel hilft viel

Der Zweck eines Datenbackups ist es, vor den Folgen einer defekten Festplatte, dem unbeabsichtigten Löschen und Überschreiben von Dateien oder dem Diebstahl zu schützen. Je kürzer die Zeitspanne, die zwischen den Speichervorgängen liegt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass aktuelle Versionen der Dateien wiederhergestellt werden können.

Doppelt hält besser

Beim Anlegen eines Backups empfiehlt es sich, wichtige Dateien auf drei unterschiedlichen Speichermedien abzulegen. So ist selbst im Notfall immer eine der abgelegten und somit gesichterten Versionen wiederherstellbar.

Vorsicht ist besser als Nachsicht

Selbst beim Anlegen eines Backups können sich Fehler einschleichen. Daher lohnt es sich, nach Abschluss der Datensicherung dieses auf seine Integrität zu überprüfen.

Auf den Ton achten!

Sollte die Festplatte plötzlich hörbar quietschen, knacken, schleifen oder summen, kommt es auf wenige Sekunden an. Zwar erfolgt hierauf nicht immer zwingend ein Datenverlust, Vorsicht ist dennoch geboten. Daher Daten besser sichern!

5. Windows-Backup-Software und andere Freeware

Mittlerweile verfügt das Windows-Betriebssystem von Microsoft über eine vorinstallierte Backup-Software, wodurch sich selbstverständlich schnell die Frage stellt, warum Verbraucher überhaupt in eine Datensicherungssoftware eines Drittanbieters investieren sollten. Vor allem Laien dürften sich über diese bereits inkludierte Lösung freuen, da sie äußerst benutzerfreundlich und unkompliziert gestaltet ist. Allerdings hat diese Konzeptionierung auch ihren Preis, da mit der vorinstallierten Windows-Backup-Software ausschließlich Vollsicherungen möglich sind. Wer also über eine externe Festplatte verfügt und lediglich eine Vollsicherung durchführen möchte, könnte getrost auf eine zusätzliche Backup-Software von einem Drittanbieter verzichten.

Andererseits sollten sich User darüber im Klaren sein, dass die Windows-Backup-Funktion weder die differenzielle Datensicherung noch die inkrementelle Datensicherung unterstützt. User müssen daher stets eigenständig an die Sicherung denken und jedes Mal die nötige Zeit und vor allem die relevante Speicherkapazität aufbringen, um eine vollständige Datensicherung der Festplatte durchzuführen. Wer also gerne die Wahl zwischen unterschiedlichen Backup-Arten und Sicherungsstrategien hat, sollte sich gegen die Windows-Software und für eine zusätzliche Backup-Software eines Drittanbieters entscheiden.

Erschwerend kommt hinzu: Microsoft wird im Zuge seines Windows 10 Fall Creators Update im Herbst unter anderem die System Image Backup (SIB)-Funktion vollständig streichen. Microsoft empfiehlt den Nutzern daher, sich nach Alternativen anderer Hersteller umzusehen.

Beim Windows-Konkurrenten Mac OS X können Nutzer auf die Backup-Software Time Machine zurückgreifen, welche Dateien sichert und im Notfall auch wiederherstellt. Allerdings müssen sich Anwender bei dieser Software abermals mit dem Vollbackup zufriedengeben. Wird dagegen ein spezielles Sicherungskonzept gewünscht, müssen sich Endverbraucher mit der Anschaffung einer kostenpflichtigen Drittsoftware auseinandersetzen.

Auch andere Anbieter bieten kostenlose Backup-Software an. Analog zu der vorinstallierten Windows-Backup-Software müssen Nutzer bei Backup-Freeware grundsätzlich auf einige zentrale Kernfeatures verzichten:

  • Meist ist eine Verknüpfung mit einer Cloud-Lösung nicht möglich.
  • Oft sind nur Vollsicherungen möglich.
  • Nicht alle Speichermedien und Dateiformate werden unterstützt.
  • Support und Hilfemöglichkeiten sind wenig umfangreich.

6. So testen wir

Unsere Bewertungspunkte sind stets gleich stark gewichtet, da jeder einzelne Verbraucher seinen Fokus bei der Auswahl eines Angebots auf jeweils andere Einzelaspekte legt. Auf diese Weise gewährleisten wir einen objektiven Vergleich. Das Resultat zeigt die beste Gesamtleistung. Verbraucher, die auf bestimmte Werte achten, etwa auf ein besonders funktionsreiches Backup-Programm, vergleichen die Produkte in der Übersicht am Anfang der Seite anhand der einzelnen Bewertungskategorie und ermitteln damit ihren persönlichen Testsieger.

Wir vergeben in jeder der vier Kategorien zwischen 0,00 und 5,00 Punkte. Die Ergebnisse der einzelnen Kategorien kommen durch einen Bewertungsbogen zustande, der sowohl qualitative als auch quantitative Kriterien berücksichtigt. Der Durchschnitt aller vier Punkte entscheidet über die Platzierung des jeweiligen Produkts in unserem Test der besten Backup-Softwares. Die folgenden Abschnitte erläutern, auf welche Kriterien wir innerhalb der einzelnen Kategorien achten.

Unser Testsystem

Um Messunterschiede bei der Performance auszuschließen, haben wir jede Backup-Software auf dem gleichen System getestet. Unser System besitzt folgende Spezifikationen:

  • Windows 10 Pro 64 Bit
  • Intel-Core i5-6500T 2,5 GHz Quad-Core
  • 8 GB RAM
  • SSD-Festplatte

Das Backup sichern wir auf einer HDD-Festplatte, die via USB 3.0 an den PC angeschlossen ist.

Funktionen

Die oberste Priorität nimmt natürlich das Sichern von Dateien ein, doch viele Backup-Programme können noch wesentlich mehr: Hier wurde im Backup-Software-Test besonderen Wert darauf gelegt, dass nicht nur ganze Festplatten, sondern auch einzelne Partitionen, Ordner und Dateien gezielt gesichert und ebenso wiederhergestellt werden können. Wichtig ist zudem das Erstellen eines bootfähigen Rettungs-Mediums, denn nur so kann der Nutzer im Falle eines Absturzes alle Dateien inklusive des Betriebssystems sicher wiederherstellen.

Im Idealfall haben die Anwender die Wahl zwischen einer vollständigen, differenziellen und inkrementellen Datensicherung. Mindestens ein Passwort-Schutz sollte für die nötige Sicherheit der erstellten Daten-Backups sorgen, eine Verschlüsselung des Backups wäre natürlich die bessere Lösung. Auch eine Komprimierungsfunktion sollte vorhanden sein, welche die Möglichkeit bietet, wertvollen Speicherplatz auf dem Speichermedium einzusparen. Ferner legen viele Nutzer neben einer lokalen Sicherung zunehmend Wert auf die Möglichkeit, Backups in der Cloud oder auf privatgenutzten NAS oder FTPs zu speichern.

Wir listen die wichtigsten Features aller Backup-Programme auf. Logischerweise erhalten Produkte, die mehr Funktionen enthalten als andere, auch mehr Punkte. Da jedoch Backup-Funktionen wichtiger sind als etwa sinnvolle, aber nicht unbedingt notwendige Zusatzfunktionen wie ein Bereinigungs-Tool, sind die einzelnen Features unterschiedlich stark gewichtet.

Performance

Diese Bewertungskategorie stellt unseren direkten Hands-On-Test dar. Wir vergleichen die Backup-Programme anhand ihrer Schreibgeschwindigkeit bei Backups und achten währenddessen darauf, wie stark dieser Prozess unser Testsystem belastet. Dabei arbeitet jedes Backup-Programm – sofern möglich – immer in der höchsten Kompressionsstufe, was uns zum nächsten Vergleich bringt. Wir möchten nämlich wissen, wie hoch jede Backup-Software unser Testsample maximal verdichten kann. Die Kompressionsrate gibt darüber Auskunft.

Bedienung

Backups sind lästig und kompliziert, so lautet ein oft vorgebrachtes Argument, um sich vor der Datensicherung zu drücken. Aus diesem Grund sollten vor allem Einsteiger eine intuitive Benutzeroberfläche vorfinden. Hierzu zählt beispielsweise die Möglichkeit, einen zuverlässigen Backup-Assistenten zu nutzen, der mit Rat und Tat zur Seite steht. Intuitivität, ein schlüssiger Aufbau der Menüs und Übersichtlichkeit sind das A und O in dieser Bewertungskategorie. Außerdem sammelt jede Backup-Software Pluspunkte, die über eine ansprechende Oberfläche verfügt. Im besten Fall steht eine kostenlose Testversion zur Verfügung, die unentschlossene User ausgiebig testen dürfen. Gleich drei Backup-Programme stechen dabei in unserem Test hervor: Ashampoo Backup Pro 11Acronis True Image und Paragon Backup & Recovery überzeugen durch eine ansprechende und einsteigerfreundliche Oberfläche, die stets durch zielführende Menüstrukturen glänzt.

Hilfe und Support

Ein nicht zu vernachlässigendes Kriterium bei der Entscheidung für oder gegen die passende Backup-Software stellt der Kundendienst dar. Ein Backup, egal ob von Festplatten, Partitionen, Ordern oder Dateien, sollte ein Kinderspiel sein, doch Fehler und Probleme sind ein leidlicher Begleiter des digitalen Lebens. Deshalb ist ein kompetenter und gut ausgebauter Support-Bereich für jedes Backup-Programm von Vorteil. Ein umfangreicher FAQ-Bereich, selbsterklärende Tutorials, übersichtliche Wissensdatenbanken oder Foren unterstützen den Anwender bei der Fehlersuche und erhalten daher im Backup-Vergleich Pluspunkte. Für technische Probleme sollte zudem die Möglichkeit bestehen, persönlichen Kontakt zu einem kompetenten Support-Team per E-Mail, Chat oder Telefon aufzunehmen. Im besten Fall sollte ein Anbieter sogar alle diese Möglichkeiten zur Kommunikation und Kontaktaufnahme anbieten.

Infografik zur Backup-Software

Computer, Smartphones & Co. sind Träger unzähliger Informationen. Nicht nur Erinnerungen in Form von Fotos oder Videos sind auf ihnen gespeichert, sondern auch sensible Dokumente wie Geschäftsunterlagen, Rechnungen oder gar Abschlussarbeiten befinden sich auf diesen Geräten. Die Vorstellung, diese wichtigen Dateien zu verlieren, sei es durch äußere Einflüsse wie das Verschütten eines Getränkes oder Hardware-Fehler, ist ein Albtraum.

Backup-Software-Infografik in voller Größe.