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Backup-Software

Die besten Datensicherungsprogramme im Vergleich

Florian Matheis
Platz Produkt Bewertung Preis
1 NovaBackup 4,85 49,95 €
2 Acronis True Image 4,84 49,99 €
3 Paragon Backup & Recovery 4,79 29,95 €
4 Iperius Backup 4,79 29,00 €
5 BackUp Maker 4,58 25,00 €
6 EaseUS Todo Backup 4,43 27,00 €
7 Macrium Reflect 4,09 62,95 €
8 Carbon Copy Cloner 4,08 36,00 €
9 Langmeier Backup 4,00 49,90 €
10 MOBackup 3,55 15,00 €

Funktionen

Performance

Bedienung

Hilfe & Support

Schnell und einfach Daten sichern

    Das Wichtigste in Kürze
  • Wer auf regelmäßige Backups verzichtet, riskiert das Abhandenkommen sämtlicher gespeicherter Dateien ohne Aussicht auf Wiederherstellung.
  • Backup-Software ermöglicht die zielgenaue und regelmäßige Datensicherung unter Zuhilfenahme verschiedener Strategien.
  • Neben der Volldatensicherung sollten auch die differenzielle und inkrementelle Datensicherung zum Standardrepertoire zählen.
  • Das Speichermedium und die Sicherungsstrategie hängen von der Menge und dem Filetyp der Daten ab.

1. Trügerische Sicherheit und deren Folgen

Ob Urlaubsfotos, Kalendereinträge oder wichtige Schul-, Uni- und Arbeitsunterlagen – mittlerweile speichern wir fast alles in digitaler Form auf unserem heimischen Rechner, auf der Festplatte ab, in der Hoffnung, dass es dort sicher lagert und jederzeit verfügbar ist. Schließlich vergilben digitale Bilder nicht, und ordentlich archivierte Daten sind schneller durchsucht als die Zettelflut in überfüllten Ordnern.

Nutzer wähnen ihre Dateien, Dokumente und digitalen Schätze auf der Festplatte in einer trügerischen Sicherheit. Eine ganze Heerschar an Faktoren bedroht den Lebenszyklus der Festplatte. Neben der unvermeidbaren Altersschwäche existieren unzählige weitere häufige Ursachen für einen plötzlichen Defekt der Festplatte. Wer folgende Vorsichtsmaßnahmen beherzt, kann das Ausfallrisiko seiner Festplatte drastisch minimieren. Mögliche Ausfallursachen sind:

Wasserschäden

Feuchtigkeit und Elektronik vertragen sich nicht. Auch bei der Säuberung eines Computers sollten Anwender daher auf wasserbasierte Reinigungsmittel verzichten. Vor allem für die Reinigung des Innenraums eines Rechners empfiehlt es sich, auf Mikrofasertücher zurückzugreifen.

Kälteschaden

Wer seinen PC oder Laptop beispielsweise über Nacht großer Kälte aussetzt, sollte vor der Benutzung sicherstellen, dass sich dieser wieder der Raumtemperatur angenähert hat. Andernfalls droht ein Kurzschluss.

Hitzeschaden

Ähnliche Vorsichtsmaßnahmen gelten auch für überhitzte Gerätschaften. Bei zu warmen Temperaturen droht, dass sich der Schreib- und Lesekopf der Festplatte ausdehnt und einen Head-Crash verursacht.

Head-Crash

Natürlich ist auch ein mechanischer Defekt der Festplatte eine häufige Ursache für den Verlust wichtiger Dateien. Bei einem Head-Crash berührt der Schreib- und Lesekopf die Magnetscheibe einer Festplatte und reibt dadurch die Oberfläche ab. Der falsche Einbau, Verschleißerscheinungen, starke Erschütterungen oder gar ein Sturz begünstigen diesen Prozess.

Staub

Eine zu staubige Umgebung kann die Lüfter eines Computers über lange Zeit verstopfen. Dies kann im schlimmsten Falle zum Hitzetod der Festplatte führen. Bereits kleinste Sand- und Staubpartikel können verheerende Folgen auslösen.

Magnetismus

Für gewöhnlich findet die Speicherung von Daten auf Festplatten mit der Zuhilfenahme von Magnetismus statt. Ein externer Magnet kann diesen beeinträchtigen und sogar zu bleibenden Schäden führen.

Blitzschlag

Bei Gewittern und vor allem Blitzeinschlägen kann es durchaus zu Spannungsspitzen in der Stromversorgung kommen, welche die Festplatte beschädigen. Selbstverständlich kann auch ein plötzlicher Stromausfall eine Festplatte beschädigen und zum Datenverlust führen.

Externe Medien

Selbst bei dem Sicherungsvorgang auf einem externen Medium kann der unverhoffte Datenverlust eintreten. Werden beispielsweise der USB-Stick oder die externe Festplatte nicht sachgemäß vom System getrennt, besteht die Gefahr, dass der Speichervorgang nicht vollständig abschließt und Daten dadurch zerstört und unbrauchbar werden.

Der leere Akku

Häufig ist der Datenverlust bei Laptops einem leeren Akku zuzuschreiben. Wer also bevorzugt mobil und ohne ständige Stromzufuhr arbeitet, sollte darauf achten, regelmäßig Dateien zu speichern, da sämtliche Fortschritte ansonsten der Vergangenheit angehören können.

Wer diese Verhaltenshinweise beachtet, wird das Risiko eines unverhofften Datenverlusts zwar minimieren, aber niemals vollkommen ausschließen können. Außerdem haben Wissenschaftler diese Gründe für den unverhofften Datenverlust ermittelt:

Software-Diagramm
Software-Diagramm
Häufige Gründe für das Abhandenkommen von Daten.
Häufige Gründe für das Abhandenkommen von Daten.

Die Folgen von Datenverlust

Der Verlust von Dateien ist nicht nur ärgerlich, sondern auch ein sehr kostspieliges Unterfangen. Vor allem Unternehmen kann das Wegfallen von arbeitsrelevanten Dateien teuer zu stehen kommen – im Einzelfall schnellen die Kosten für das Wiederherstellen dieser Daten rasant in die Höhe. Produktionszyklen und Arbeitsschritte geraten ins Stocken oder relevante Dateien und Informationen fehlen einfach.

Im Gegensatz zur restlichen Hardware eines Computers gestaltet sich der Umgang mit einer defekten Festplatte weitaus komplizierter. Es geht auch im Regelfall weniger um die Festplatte als solche als vielmehr um die darauf befindlichen Dateien. Sind die Dateien erstmal über den digitalen Jordan spaziert, hilft meist nur ein professioneller Datenretter, der die verloren gegangenen Daten wiederherstellt.

Vorsicht vor Schein-Angeboten

Oftmals locken unseriöse Datenretter mit fantastischen Niedrigpreisen. Bereits ab 200 Euro sollen Dateien und Dokumente der defekten Festplatte wiederhergestellt werden. Ein prüfender Blick in das Kleingedruckte verrät jedoch, dass die Einsendung der Festplatte pauschal mit einem hohen Betrag verrechnet wird.

Die Kosten einer professionellen Datenrettung

Die Schadenssumme setzt sich beileibe nicht nur aus dem ideellen Wert der entsprechenden Dateien und den meist damit einhergehenden Produktivitätseinbußen zusammen. Vor allem der Preis für ein professionelles Datenrettungsunternehmen sowie deren Arbeits- und Zeitaufwand treiben die Kosten enorm in die Höhe. Selbstverständlich muss auch der Ursache für den Datenverlust auf den Grund gegangen werden.

Die Summen für ein professionelles Rettungsteam setzen sich meist aus diesen Faktoren zusammen:

  • Kapazität der Festplatte
  • Ursache für den Datenverlust
  • Die zu rettende Datenmenge
  • Private oder betriebliche Daten
  • Eventuell benötigte Ersatzteile
  • Notwendigkeit eines Reinraumes
  • Geschulte Mitarbeiter für die Datenrettung

Auf dieser Grundlage lassen sich die durchschnittlichen Kosten für eine professionelle Datenrettung abschätzen. Sie belaufen sich pauschal auf ungefähr 1.000 Euro. Zuzüglich des Arbeitszeitaufwands und der Produktivitätseinbußen ergibt sich ein Richtwert von circa 1.500 Euro.

Wer dagegen eine regelmäßige Datensicherung der Festplatte mit Hilfe einer Backup-Software durchführt, kann sich den Weg zu einem externen Datenretter sparen. Nutzer, die vorsorgen und ihre Dateien regelmäßig sichern, verkürzen nicht nur die Ausfallzeit, sondern senken auch die Kosten drastisch – im Durschnitt liegen sie hier nur noch bei 550 Euro.

Unsere Infografik verdeutlicht die realistischen Kosten für eine Wiederherstellung der Dateien und führt die Gefahren einer Abzocke vor Augen.

Vorteile einer Backup-Software

✔ Auswahl verschiedener Methoden des Backups
✔ Erstellung eines individuellen Backup-Plans
✔ Automatische Datensicherungen in festgelegten Intervallen
✔ Teil-Backups, Sicherung einzelner Files und zielgenaue Planung des Backups
✔ Erstellung bootfähiger Backups
✔ Unterstützung vielfältiger Speichermedien
✔ Passwortschutz für die Backup-Files
✔ Wiederherstellung der Daten auch auf abweichender Hardware

2. Verschiedene Arten von Backups

Der englische Begriff „Backup“ beschreibt den Vorgang der Datensicherung in der digitalen Welt. In diesem Kontext legen der Anwender oder eine Software bestimmte Datensätze auf einem externen Rettungsmedium ab, um im Falle eines Datenverlusts diese wiederherstellen zu können. Der externe Speicherort kann dabei ein optisches oder ein physisches Medium sein.

Mittlerweile gibt es verschiedene Typologien von digitaler Datensicherung. Während das simple Backup das zusätzliche Speichern von beliebigen Datensätzen beschreibt, ermöglicht ein sogenanntes Image-Backup die Wiederherstellung eines kompletten Systems. Hierbei kann jedoch ausschließlich das gesamte System gespeichert werden, niemals nur einzelne Verzeichnisse. Sollte nun der PC nicht mehr anspringen, haben Nutzer mit einem Image-Backup auf einer externen Festplatte die Rettung für den Notfall in der Hand.

Je nach Datenmenge, Häufigkeit des Sicherungsvorganges und verfügbarer Zeit bieten sich unterschiedliche Arten der Datensicherung an. Generell sollte eine vernünftige Backup-Software über diese drei Arten verfügen:

Volldatensicherung

Beim Fullbackup handelt es sich um die einfachste und effektivste Art der Datensicherung. Sämtliche Informationen, ob nun ein komplettes Laufwerk, eine bestimmte Partition oder spezielle Verzeichnisse und Formate, werden von der Software auf einem externen Medium gesichert.

Diese Variante ist einfacher erstellt als die differentielle oder inkrementelle Datensicherung, weist dafür jedoch einen wesentlich höheren Speicherbedarf und Zeitaufwand auf.

Volldatensicherung
Volldatensicherung
Schaubild zur Volldatensicherung.
Schaubild zur Volldatensicherung.

Differenzielle Datensicherung

Die Grundlage einer differenziellen Datensicherung ist ebenfalls die Volldatenspeicherung. Anstatt nun beim Anlegen einer neuen Datensicherung immer auch eine neue Volldatenspeicherung anzufertigen, liegt der Clou einer differenziellen Datensicherung darin, dass das Backup-Programm die Basis stetig um die neuen oder veränderten Dateien ergänzt. Nach der ersten Hauptsicherung finden dementsprechend nur noch Teilsicherungen statt, welche die Veränderungen erfassen.

Da neben der Ursprungsversion einer Datei auch deren Aktualisierungen abgespeichert werden, lassen sich Verläufe problemlos rekapitulieren. Dieser Vorgang nimmt allerdings sehr viel Speicherplatz in Beschlag, benötigt andererseits aber weitaus weniger Zeit. Informationen, die nach der ersten Vollsicherung nur eine einzige Veränderung erfahren haben, werden allerdings bei dieser Variante immer wieder erfasst und abgespeichert.

Differentielle Sicherung
Differentielle Sicherung
Schaubild zur differenziellen Datensicherung.
Schaubild zur differenziellen Datensicherung.

Inkrementelle Datensicherung

Auch die inkrementelle Datensicherung basiert auf einer Volldatenspeicherung. Im Gegensatz zur differenziellen Methode erfasst diese Variante nicht die Gesamtheit aller kürzlich veränderten Dokumente, sondern lediglich die tatsächlichen Veränderungen in der Datei selbst. Pro Speichervorgang wird also wesentlich weniger Speicher benötigt.

Bei einer Wiederherstellung der Festplatte benötigen Anwender jedoch nicht nur die Vollsicherung, sondern sämtliche Inkremente. Ähnlich einem Puzzle müssen User also alle Einzelteile zunächst zusammensuchen. Folgende Vorgehensweisen lassen sich zudem unterscheiden:

Forward Deltas
Die Vollsicherung dient als Fundament und wird auch nicht mehr verändert. Die neuen Inkremente bauen hierauf auf.
Reverse Deltas
Hier verändert sich die Vollsicherung bei jedem Backup – verändert sich beispielsweise eine Datei gegenüber der letzten Volldatensicherung, wird die vorherige Dateiversion als Inkrement gespeichert, während die derzeit aktuelle Version in die Vollsicherung eingefügt wird. Somit steht dem User immer die neueste Version zur Verfügung – ältere Versionen können hier nur über die Inkremente wiederhergestellt werden.
Inkrementelle Datensicherung
Inkrementelle Datensicherung
Schaubild zur inkrementellen Datensicherung.
Schaubild zur inkrementellen Datensicherung.

3. Wo speichern die Programme die Dateien?

Im Regelfall ist ein zusätzliches Speichermedium für eine Datensicherung unerlässlich. Ob es sich hierbei um ein optisches oder ein physisches Medium handelt, bleibt dem Nutzer überlassen. Mittlerweile gewähren zahlreiche Software-Anbieter auch Zugang zu einem Cloud-Speicher, auf den jederzeit und von überall zugegriffen werden darf.

Die optischen Speichermedien: CD, DVD und Blu-ray

Unter den optischen Massenmedien werden all diejenigen subsumiert, deren Lese- und Schreibvorgang durch optische Abtastung – beispielsweise per Laser – erfolgt. Hierzu zählen vorrangig die CD-ROM, die DVD und die Blu-ray-Disc.

Allgemein stellen optische Speicherarten eine hervorragende Option dar, um für die Rettung im Notfall vorzusorgen. Vor allem bei Windows-PCs kann ein bootfähiges Backup auf einem optischen Rettungsmedium wahre Wunder bewirken und ein beschädigtes System wiederherstellen.

Allerdings ist ein Brenner und eine Brenn-Software notwendig, da die Medien ansonsten nicht beschrieben werden können. Außerdem verfügen optische Speichermedien nur über einen begrenzten Speicherplatz und eine geringe Halbwertszeit. Im Gegensatz zu einer externen Festplatte sollten Personen ihre Backups regelmäßig auf neue Datenträger brennen.

CD-ROM :     etwa 800 Megabyte
DVD:            maximal 5 Gigabyte
Blu-ray-Disc: etwa 25 Gigabyte

Die tragbaren Speichermedien: USB-Sticks und externe Festplatten

Zusammen mit den traditionellen "Silberscheiben" erweisen sich die tragbaren Speichermedien ebenfalls als ein sehr beliebtes Backup-System. Der USB-Stick stellt die kleinste und handlichste Form dieser portablen Speichereinheiten dar. Vor allem Backups für einzelne Files oder Nutzerdaten bieten sich hiermit hervorragend an. Selbst für Vollsicherungen verfügen einige der kleinen Gefährten inzwischen über genügend Platz.

Das Flaggschiff unter den Speichermedien ist die externe Festplatte. Hiermit lassen sich Vollspeicherungen sowie differenzielle und inkrementelle Backups verwirklichen. Mittlerweile liegt die Kapazität von Festplatten auch bei mehreren Terrabyte, weshalb User nur in Ausnahmesituationen mit dem Platz haushalten müssen. Bereits für wenig Geld erhalten Kunden viel Platz. Auch der Anschluss einer externen Festplatte an einen Router ist denkbar, allerdings nimmt eine Datenübertragung hier mehr Zeit in Anspruch und erfordert eine dauerhafte Netzwerkanbindung.

Cloud-Speicher
Cloud-Speicher
Cloud-Lösungen finden immer größeren Anklang zum Ablegen von Backups.
Cloud-Lösungen finden immer größeren Anklang zum Ablegen von Backups.

Wer sich allerdings eine externe Festplatte für seine Datensicherungen zulegt, sollte diese ausschließlich für die Zwecke der Datensicherung verwenden – wer zusätzlich noch Dateien mit Freunden und Bekannten austauschen möchte, muss hierfür aus Sicherheitsgründen in eine zweite Festplatte investieren.

Die Cloud

Immer beliebter wird die Möglichkeit, Dateien in der Cloud abzulegen – beliebte Anbieter lauten hier etwa Google Drive oder die Dropbox. Grundvoraussetzung für diese Möglichkeit ist allerdings eine dauerhafte Internetverbindung, da nur so die erfolgreiche Datenübertragung gewährleistet wird. Cloud-Lösungen bieten Sicherheit, ohne dass der Nutzer weitere Geräte oder Datenträger benötigt. Die Anbieter von Cloud-Diensten gewähren den Nutzern oft kostenlose Online-Speicher. Diese besitzen meist nur begrenzte Speicherkapazitäten, für eine Erhöhung fallen Zusatzkosten an.

Clouds stellen insgesamt eine sehr einfache und komfortable Möglichkeit der Datensicherung dar. Auf der anderen Seite müssen User mit einer geringeren Datensicherheit leben, da diese bei analogen Medien deutlich höher ausfällt.

4. Tipps und Tricks für das optimale Backup

Das regelmäßige Anlegen von Backups ist ein löblicher Vorsatz, allerdings leider auch nur die halbe Miete – schnell wird die manuelle Datensicherung vergessen, oder Abstände zwischen den einzelnen Backups sind zu groß, so dass wichtige Informationen fehlen. Folgende Tipps verhelfen zu einem sicheren Backup:

Verpflichtung zur Datensicherung

Die Pflicht zur Datensicherung in Betrieben ergibt sich unter anderem aus den gesetzlichen Vorschriften über eine ordnungsgemäße, nachvollziehbare, revisionssichere Buchführung. Von der kurzzeitigen Aufbewahrung unterscheidet sich die längerfristige Datenarchivierung, die anderen Gesetzmäßigkeiten unterliegt. Die Grundsätze zur Archivierung und Nachprüfbarkeit digitaler Datenbestände sind in Deutschland seit Januar 2002 für Unternehmen verbindlich in den Grundsätzen zum Datenzugriff und zur Prüfbarkeit digitaler Unterlagen zusammengefasst.

Eine Automatik gegen menschliche Vergesslichkeit

Die Sicherungs-Automatik einer Backup-Software übernimmt das Speichern neuer oder veränderter Dateien. Hierzu müssen Nutzer lediglich festlegen, welche Ordner stets auf dem aktuellen Stand gehalten werden sollen, und dafür Sorge tragen, dass das entsprechende Backup-Medium angeschlossen ist – den Rest übernimmt die automatische Datensicherung der Software.

Viel hilft viel

Der Zweck eines Datenbackups ist es, vor den Folgen einer defekten Festplatte, dem unbeabsichtigten Löschen und Überschreiben von Dateien oder dem Diebstahl zu schützen. Je kürzer die Zeitspanne zwischen den Speichervorgängen liegt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass aktuelle Versionen der Dateien wiederhergestellt werden können.

Doppelt hält besser

Beim Anlegen eines Backups empfiehlt es sich, wichtige Dateien auf drei unterschiedlichen Speichermedien abzulegen. So sollte selbst im Notfall immer eine Version wiederherstellbar sein.

Vorsicht ist besser als Nachsicht

Selbst beim Anlegen eines Backups können sich Fehler einschleichen. Daher lohnt es sich, nach Abschluss der Datensicherung dieses auf seine Integrität zu überprüfen.

Auf den Ton achten!

Sollte die Festplatte plötzlich hörbar quietschen, knacken, schleifen oder summen, kommt es auf wenige Sekunden an. Zwar erfolgt nicht immer ein Datenverlust, Vorsicht ist dennoch geboten. Daher Daten besser sichern.

5. Windows-Backup-Software und andere Freeware

Mittlerweile verfügt das Windows-Betriebssystem von Microsoft über eine vorinstallierte Backup-Software, wodurch sich selbstverständlich schnell die Frage stellt, warum Verbraucher überhaupt in eine Datensicherungssoftware eines Drittanbieters investieren sollten. Vor allem Laien dürften sich über diese Lösung freuen, da sie äußerst benutzerfreundlich und unkompliziert gestaltet ist. Allerdings hat diese Konzeptionierung auch ihren Preis, da mit der vorinstallierten Windows-Backup-Software ausschließlich Vollsicherungen möglich sind. Wer also über eine externe Festplatte verfügt und lediglich eine Vollsicherung durchführen möchte, könnte getrost auf eine zusätzliche Software von einem Drittanbieter verzichten.

Andererseits sollten sich User darüber im Klaren sein, dass die Windows-Backup-Funktion weder die differenzielle Datensicherung noch die inkrementelle Datensicherung unterstützt. User müssen daher stets eigenständig an die Sicherung denken und jedes Mal die nötige Zeit und vor allem die relevante Speicherkapazität aufbringen, um eine vollständige Datensicherung der Festplatte durchzuführen. Wer also gerne die Wahl zwischen unterschiedlichen Backup-Arten und Sicherungsstrategien hat, sollte sich gegen die Windows-Software und für die Software eines Drittanbieters entscheiden.

Ein ähnliches Bild ergibt sich auch für den Windows-Konkurrenten Mac OS X. Hier können Nutzer auf die Backup-Software Time Machine zurückgreifen, welche Dateien sichert und im Notfall auch wiederherstellt. Allerdings müssen sich Anwender bei dieser Software abermals mit dem Vollbackup zufriedengeben. Wird dagegen ein spezielles Sicherungskonzept gewünscht, müssen sich Endverbraucher mit der Anschaffung einer kostenpflichtigen Drittsoftware auseinandersetzen.

Auch andere Anbieter bieten kostenlose Backup-Software an – analog zu der vorinstallierten Windows-Backup-Software müssen Nutzer bei Backup-Freeware grundsätzlich auf einige zentrale Kernfeatures verzichten:

  • Meist ist eine Verknüpfung mit einer Cloud-Lösung nicht möglich
  • Oft nur Vollsicherungen möglich
  • Nicht alle Speichermedien und Dateiformate werden unterstützt
  • Support und Hilfemöglichkeiten sind wenig umfangreich

6. So vergleichen wir

Das Angebot an Backup-Software ist riesig – deswegen wurde eine Auswahl getroffen und anhand unterschiedlicher Bewertungskategorien die beliebtesten Backup-Lösungen überprüft. Der Backup-Software-Vergleich gibt darüber Auskunft, worauf bei den verschiedenen Anwendungen zu achten ist. Hierzu wird jedes Angebot in fünf verschiedenen Bewertungskategorien beleuchtet, in denen die Kontrahenten maximal 5.00 Punkte pro Test erreichen können. Aus der Benotung der einzelnen Kategorien wird schließlich eine Gesamtnote für den entsprechenden Backup-Software-Test berechnet.

Ein jeder Bewertungspunkt ist gleich stark gewichtet, da jeder Käufer unterschiedliche Aspekte eines Datensicherungsprogrammes bevorzugt und auf diese Weise ein objektiver Vergleich möglich ist. So legt eine Nutzergruppe beispielsweise gesteigerten Wert auf eine Cloud-Speicher-Funktion, während andere wiederum von einer guten Backup-Software eine Bitlocker-Unterstützung oder aber sinnvolle Zusatzfunktionen wie eine Virenprüfung oder die Erstellung virtueller Image-Dateien erwarten. Leser, die einfach kurz und knapp die zentralen Infos aufbereitet haben möchten, damit Sie Produkte schneller vergleichen können, finden am Ende eines jeden Testberichtes noch einmal den Gesamteindruck, etwaige Stolperfallen sowie die wichtigsten positiven und negativen Aspekte eines Produkts zusammengefasst.

Funktionen

Die oberste Priorität nimmt natürlich das Sichern von Dateien ein, doch viele Backup-Programme können noch wesentlich mehr: Hier wurde im Backup-Software-Test besonderen Wert darauf gelegt, dass nicht nur ganze Festplatten, sondern auch einzelne Ordner und Dateien gezielt gesichert und ebenso wiederhergestellt werden können. Wichtig ist zudem das Erstellen eines bootfähigen Rettungs-Mediums, denn nur so kann der Nutzer im Falle eines Absturzes alle Dateien inklusive des Betriebssystems sicher wiederherstellen.

Welche Sicherungs-Varianten bietet die Backup-Software überhaupt? Im Idealfall sollten die Anwender zwischen einer vollständigen, differenziellen und inkrementellen Datensicherung wählen können. Für die nötige Sicherheit der erstellten Datensicherungen sollte mindestens ein Passwort-Schutz sorgen – auch eine Komprimierungsfunktion sollte vorhanden sein, die die Möglichkeit bietet, wertvollen Speicherplatz auf dem Speichermedium einzusparen. Weiterhin sollte die Backup-Software neben einer lokalen physischen Sicherung auch über einen Cloud-Speicher verfügen, der jederzeit via Internet aufrufbar ist.

Performance

Diese Bewertungskategorie vergleicht vorrangig die technischen Eckdaten der jeweiligen Anwendungen. Systemvoraussetzungen wie der Arbeitsspeicher, die Prozessorleistung, benötigter Speicherplatz oder eine benötigte dauerhafte Internetverbindung bestimmen die Bewertung im Test maßgeblich.

Außerdem ist von Interesse, auf welchem Speichermedium das Backup erfolgen kann. Unterstützt die Anwendung neben externen Festplatten nur optische Medien wie CDs und DVDs, oder steht es Anwendern auch frei, ihre Dateien über einen FTP-Server im Netzwerk zu sichern oder einen Cloud-Speicher eines dritten Anbieters einzubinden?

Bedienung

Backups sind lästig und kompliziert, so lautet ein oft vorgebrachtes Argument, um sich vor der Datensicherung zu drücken. Aus diesem Grund sollten vor allem Einsteiger eine intuitive Benutzeroberfläche vorfinden. Hierzu zählt beispielsweise die Möglichkeit, einen zuverlässigen Backup-Assistenten zu nutzen, der mit Rat und Tat zur Seite steht. Außerdem sammelt eine jede Software Pluspunkte, die über eine ansprechende Oberfläche verfügt und den Nutzer mit E-Mail-Benachrichtigungen auf dem Laufenden hält. Auch die Sprachversion ist von großem Interesse – müssen Anwender über fundierte Englischkenntnisse verfügen oder können Backups auch in deutscher Sprache angelegt werden? Im besten Falle steht sogar eine kostenlose Testversion zur Verfügung, die unentschlossene User ausgiebig testen dürfen.

Hilfe und Support

Ein nicht zu vernachlässigendes Kriterium bei der Entscheidung für oder gegen die passende Backup-Software spielt auch immer der Kundendienst. Das Backup von Dateien und Ordnern sollte ein Kinderspiel sein, doch Fehler und Probleme sind ein permanenter Begleiter des digitalen Lebens. Deshalb ist ein kompetenter und gut ausgebauter Support-Bereich für jedes Programm ein Muss. Ein umfangreicher FAQ-Bereich, selbsterklärende Tutorials, übersichtliche Wissensdatenbanken oder Foren unterstützen den Anwender bei der Fehlersuche und erhalten daher im Backup-Vergleich Pluspunkte. Für technische Probleme sollte zudem die Möglichkeit bestehen, persönlichen Kontakt zu einem kompetenten Support-Team per E-Mail, Chat oder Telefon aufzunehmen. Im besten Fall sollte ein Anbieter sogar alle diese Möglichkeiten zur Kommunikation und Kontaktaufnahme anbieten. Stehen die geschulten Servicemitarbeiter rund um die Uhr zur Verfügung oder dürfen Fragen und Probleme ausschließlich während spezifischer Öffnungszeiten kommuniziert werden?

Das Fazit der Redaktion

Besonders überzeugt haben im Backup-Vergleich die Datensicherungsprogramme Novabackup, Acronis True Image und Paragon Backup & Recovery. Novabackup stellt dabei die kompletteste Backup-Lösung zur Verfügung. Acronis punktet vor allem durch sehr schnelle Backups und viele Zusatzfunktionen. Neben Acronis überzeugt auch Paragon im Data-Recovery-Vergleich als praktischer Allrounder.

Hierbei bleibt allerdings zu beachten, dass jeder User andere Ansprüche an „die perfekte“ Backup-Software hat. Somit ist der offizielle Testsieger nicht automatisch für jeden User das beste Programm. Vielmehr soll der Backup-Software-Vergleich eine Übersicht über die besten Backup-Programme auf dem Markt geben und eine Orientierungshilfe bei der Kaufentscheidung bieten. Welche Backup-Software nun die richtige ist, muss jeder Nutzer letzten Endes individuell für sich selbst entscheiden.