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Antivirenprogramme

Die beste Antivirus-Software im Vergleich

Timm Hendrich
Platz Produkt Bewertung Preis
1 Bitdefender Antivirus Plus 4,55 29,99 €
2 Norton Security Standard 4,50 29,99 €
3 McAfee Antivirus Plus 4,15 29,97 €
4 Avira Antivirus Pro 4,10 34,95 €
5 Kaspersky Anti-Virus 4,00 29,95 €
6 Avast Pro Antivirus 3,98 49,99 €
7 Trend Micro Antivirus+ Security 3,83 19,95 €
8 G Data Antivirus 3,80 29,95 €
9 ESET NOD32 Antivirus 3,70 29,95 €
10 Panda Antivirus 3,65 24,49 €
11 BullGuard Antivirus 3,50 29,95 €
12 F-Secure Anti-Virus 3,30 19,95 €
13 Malwarebytes Premium 2,70 39,99 €

Sicherheit

Performance

Bedienung

Hilfe & Support

Zuverlässig vor Viren schützen

    Das Wichtigste in Kürze
  • Antivirenprogramme schützen private und besonders sensible Daten.
  • Die Schutzsoftware verhindert die Weiterverbreitung von Schädlingen.
  • Allgemeine Präventivmaßnahmen der Nutzer sind dennoch unerlässlich.
  • Antivirenprogramme sollten nicht zu Performance-Einbußen des Computers führen.
  • Jährlich entstehen Schäden in Milliardenhöhe durch Viren und Co.

Unsere Testsieger

Im Vergleich der unterschiedlichen Produkte ergibt sich folgendes Bild: Als bester Virenscanner küren wir im Test auch dieses Jahr Bitdefender Antivirus Plus, denn es liefert das stimmigste Gesamtpaket im Kampf gegen vielerlei Bedrohungen aus dem Netz. Das Schutzprogramm überzeugt vor allem durch zuverlässige Scan-Funktionen, welche auch die neusten Arten von Eindringlingen entdecken und beseitigen. Zahlreiche Zusatz-Tools – wie etwa eine Phishing-Abwehr und ein Passwort-Manager – bieten für das Computersystem die maximale Sicherheit auch im Online-Modus. Aufgrund der hohen Benutzerfreundlichkeit vergeben wir der Sicherheitssuite Norton Security den zweiten Platz in unserem Vergleich. Die Virensoftware punktet im Test durch ein klares und übersichtliches Bedienfeld, das sich perfekt auch für Computer-Neulinge und Alltagsnutzer eignet. Auf dem dritten Platz unseres Tests befindet sich das Schutzprogramm McAfee AntiVirus Plus. Trotz der nur teilweise befriedigenden Ergebnisse in punkto „Performance“ erweist sich die Virensoftware dank der eingebauten Firewall als ein solider Schutzschild gegen Schadware. Überdies bietet McAfee einen großzügigen Support, der Hilfesuchende bei Fragen und Problemen kompetent unterstützt.

1. Unverzichtbarer Schutz für jeden Computer

Praktisch jedes Computersystem ist mittlerweile an das Internet angeschlossen, weswegen Computer und sensible Datensätze ununterbrochen einem signifikanten Risiko ausgesetzt sind. Das World Wide Web stellt nach wie vor die größte Gefahrenquelle dar. Das Perfide an Malware ist allerdings dessen Willkür – sehr selten laufen die Attacken nach einem erkennbaren und vorhersehbaren Schema ab. Vielmehr ereignet sich die Ausbreitung nach dem Zufallsprinzip und verfolgt daher auch meist sehr unterschiedliche Ziele. Der klassische Virus ist dabei meist nur eine kleine Variation von Schadsoftware – in der Verborgenheit des Prozessmanagers können dabei ganz andere Codes ihr Unwesen treiben, um beispielsweise Kennwörter zu stehlen, Online-Banking-Daten auszuspionieren oder Erpressungen auszuführen.

Ohne Antivirensoftware lässt der Schaden garantiert nicht lange auf sich warten.

Der Schaden, der dabei verursacht wird, könnte weitreichender und vielfältiger kaum sein. Zum Schadenkatalog gehören unter anderem:

  • Verlust sensibler und existenziell wichtiger Daten
  • Funktionsunfähigkeit des Systems durch Überlastung
  • Zerstörung von Systemkomponenten
  • Ausfall des Netzwerks
  • Unmerklicher Anstieg des ausgehenden Datenvolumens, da ein Trojaner unaufhörlich Spam-Mail versendet oder Informationen sammelt
Anzahl neuer Viren 2016
Laut einer Analyse des deutschen Testlabors AV-Test wurden im Jahre 2016 mehr als 100 Millionen neue Schadprogramme entdeckt.

Globale Folgeschäden durch Malware

Laut einer Analyse des unabhängigen Testlabors AV-Test wurden während des letzten Jahres insgesamt circa 600 Millionen Arten von Malware im World Wide Web registriert, fast 150 Millionen mehr als im Jahre 2015. Bis zum April 2017 hat das amerikanische Institut bereits mehr als 20 Millionen neue Infektionen entdeckt. Einer Jahresanalyse des russischen Softwareunternehmens Kaspersky Lab für das Jahr 2016 zufolge fielen 31,9 Prozent der Computer von Internetnutzern mindestens einmal einer Schädlingsattacke aus dem World Wide Web zum Opfer.

Für jeden einzelnen PC-User gilt es darum, diese Eindringlinge zu bekämpfen, um die rasante und unkontrollierte Weiterverbreitung zu unterbinden. Andernfalls wären binnen weniger Tage zahllose Rechner befallen und finanzielle Schäden in mehrfacher Milliardenhöhe die Folge.

So zeichnet sich der Wurm Slammer für einen Schaden von 1,2 Milliarden US-Dollar verantwortlich. Aufgrund des wahllosen Befalls von IP-Adressen verbreitete sich der kleine Schädling binnen kürzester Zeit in weiten Teilen des Internets. Das potentielle Risiko von unbekannten E-Mails und deren Anhängen führt der Schädling MyDoom vor Augen. Dieser Wurm nistete sich per E-Mail und Internet bereits nach einem Tag in über 300.000 Systemen ein und verursachte einen Schaden von schätzungsweise 38 Milliarden US-Dollar. Hackerangriffe mit Milliarden erbeuteten Nutzerkonten (Yahoo) sind kein Bedrohungsszenario mehr, sondern die Realität.

Schadprogramme verursachen häufig auch einen finanziellen Schaden.

Dass diese Angriffe teilweise erst Jahre nach der Tat publik werden, ist umso besorgniserregender. Die potentielle Gefahr durch Schadware ist also keine von den Herstellern der Antivirus-Software dramatisierte Marketing-Strategie, sondern eine reale und allgegenwärtige Bedrohung.

Die schwersten Schäden entstehen zufällig

Tatsächlich liegen die umfangreichen Beschädigungen selten im Erwartungshorizont der Entwickler von Schadsoftware – diese resultieren vielmehr aus Fehlern im Quellcode. Im Vergleich zu legalen Programmen durchlaufen diese sehr selten eine ausgiebige Testphase innerhalb einer ausgereiften Testumgebung, um letzte Fehler auszumerzen. Häufig ist es dann die mangelhafte Kompatibilität, die zu schwerwiegenden Fehlern führt.

Ein Virenscanner sollte daher nicht nur vor Viren, Trojanern und Hackern schützen, sondern auch Spam, Phishing sowie Spyware effektiv bekämpfen. Die Gründe für den Erwerb einer Antivirensoftware liegen also überdeutlich auf der Hand.

Gründe für einen Virenscanner
  • schützt vor Vernichtung oder Diebstahl von wichtigen Daten
  • reinigt ein bereits befallenes System von Schadprogrammen
  • liefert essentiellen Schutz gegen digitale Angriffe
  • sorgt für eine sichere Online-Banking-Umgebung
  • schirmt den E-Mail-Verkehr gegen Phishing-Versuche ab
  • verhindert, dass Malware Netzwerk- und Internetressourcen belegt und unnötig verbraucht

Bereits ein harmloser Virus vermag einen finanziellen Schaden zu bewirken; sei es für die Kosten der nachträglichen Virenbekämpfung oder für die Ausfallzeit des Netzwerkes während der Entfernung.

Obwohl die aktuellen Betriebssysteme heute besser gegen Viren abgesichert sind als noch vor zehn Jahren, ist die Liste der Viren und Würmer, die täglich Computer infizieren, enorm lang. Es ist kein Geheimnis, dass die Zahl der Computerviren stetig zunimmt, ein Virenscanner ist in der heutigen Zeit also unumgänglich.

Antivirus Malware weltweit
Jedes Jahr registrieren Testlaboren immer neue gefährliche Programme, die im Computersystem Defekte anrichten können.

2. Sechs Gründe, die für ein Antivirus-Programm sprechen

Computer nehmen heute einen enormen Stellenwert im Leben der Menschen ein und begleiten viele nicht mehr nur im Arbeitsalltag, sondern auch in der Freizeit. Sie steuern zahlreiche (Arbeits-)Prozesse und erleichtern dadurch häufig auch die Organisation und die Koordination aller Belange des täglichen Lebens. Aus diesem Grund ist es umso erstaunlicher, wie fahrlässig ein Großteil der User noch immer mit dem Thema Malware umgeht. Während sich wohl kaum jemand freiwillig echten Viren und anderen Schädlingen aussetzen würde, scheinen die meisten Computer-Nutzer hingegen das Spiel mit dem Feuer zu bevorzugen. Deswegen sollte jeder über die unbedingte Notwendigkeit eines Antivirenschutzprogrammes oder einer Internet-Security-Software nachdenken.

Darum benötigen Sie eine Antivirensoftware!
schloss

Schutz der Privatsphäre

Mittlerweile speichert fast jeder Nutzer sensible und private Daten auf dem Computer, die nur in den seltensten Fällen für die breite Öffentlichkeit bestimmt sind. Hierzu zählen neben persönlichen Filmen und Bildern oft auch Dokumente und Passwörter. Verschaffen sich nun aber Viren Zutritt auf das System, kann nicht immer nachvollzogen werden, was genau mit den jeweiligen Datensätzen passiert. So besteht beispielsweise die Gefahr, dass private Videos und Fotos ins Internet gelangen, sich dort in Windeseile verbreiten und in die falschen Hände geraten. Nutzern, denen es egal ist, ob ihre privaten Bilder auch von Nachbarn und Kollegen gesehen werden können, stecken ihr Geld am besten in eine hochwertige Kamera-Ausstattung – alle anderen investieren lieber in ein gutes Antivirenprogramm.
UNNÖTIGER ZEIT- UND RESSOURCENAUFWAND

Unnötiger Zeit- und Ressourcenaufwand

In ähnlichem Fahrwasser bewegt sich auch der zweite Aspekt: Ist ein System erst einmal mit Viren infiziert, sind meist ein großer organisatorischer sowie zeitlicher Aufwand notwendig, um die gesamte Schadsoftware wieder zu entfernen. Häufig nisten sich Viren in systemrelevanten Dateien und Verzeichnissen ein, um sich von hier aus auf das restliche System auszubreiten. An dieser Stelle hilft oftmals nur noch ein Neuaufsetzen des Systems, was wiederum den Verlust aller Datensätze nach sich zieht und zudem sehr viel Zeit in Anspruch nimmt. Auch hier sind sie zum Schutz mit einer Antivirensoftware besser beraten.
KAMPF GEGEN KRIMINALITÄT

Kampf gegen Kriminalität

Hinter den meisten Hacker-Angriffen stecken oftmals monetäre Absichten. Durch Schutzgelderpressung, Datendiebstahl oder Kreditkartenbetrug versuchen Kriminelle, an das Geld unvorsichtiger User zu gelangen. Anstatt den Hackern durch Unvorsichtigkeit zu einem gesicherten Einkommen zu verhelfen, sollten Nutzer lieber Unternehmen unterstützen, die aktiv gegen solche Betrüger vorgehen. Wer daher ein Antivirusprogramm kauft, trägt auch dazu bei, dass Firmen mehr finanzielle Mittel haben, um gegen Verbrecher zu agieren.
SCHUTZ VON FAMILIE UND FREUNDEN

Schutz von Familie und Freunden

Wem Freunde und Familie am Herzen liegen, der kann ihnen dies auch in Form einer guten Antivirensoftware zeigen. Beim regen Informationsaustausch über Messenger und soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter und Co. wechseln häufig auch Fotos, Videos, Telefonnummern, Adressen oder gar Bankverbindungen den Besitzer. Sollte nun der eigene Computer kontaminiert sein, gefährden Nutzer nicht nur die eigenen Daten, sondern auch die von Freunden preisgegebenen Informationen. Schlimmer noch: Teilen Freunde Dateien per Download miteinander, können sich Computerwürmer problemlos auf neue Systeme ausbreiten.
EINSCHREITEN GEGEN MALWARE-VERBREITUNG

Einschreiten gegen Malware-Verbreitung

Haben sich Schädlinge erst einmal im Computer eingenistet, verbreiten sie sich meist rasant weiter. Durch das Verschicken von Links und Inhalten an Dritte laufen auch andere PCs Gefahr, welche nicht durch Antivirenprogramme geschützt sind, sich zu infizieren. Auf diese Weise fallen innerhalb kürzester Zeit viele Computer der Schadsoftware zum Opfer und der Wirkungskreis der Hacker weitet sich stetig aus. Eine Ausbreitung ist nur durch rechtzeitiges Erkennen und Behandeln der Viren zu verhindern.
NACHSPIEL MIT DER JUSTIZ

Nachspiel der Justiz

Bei der Infizierung des Computers mit Computerwürmern geschieht es nicht selten, dass Kriminelle diesen ohne das Wissen des Besitzers für ihre eigenen Machenschaften benutzen. Die Beweisführung gestaltet sich in einem solchen Fall oftmals sehr schwierig und vor allem langwierig. Da sich nicht alle Schritte detailliert nachvollziehen lassen, kann es nachträglich zu Ärger mit der Justiz kommen. Nutzer, die dieses Risiko vermeiden wollen, leiten lieber bereits im Voraus wirkungsvolle Gegenmaßnahmen ein.

3. Kostenlose versus kostenpflichtige Virenscanner

Wer auf der Suche nach einem neuen Antivirenprogramm ist, dem wird schnell auffallen, dass viele Hersteller häufig auch eine kostenlose Version ihrer Virenscanner anbieten. Hier stellt sich natürlich die Frage, weshalb man überhaupt Geld in ein Schutzprogramm investieren sollte, das auch als kostenfreies Virenschutz-Programm erhältlich ist. Naturgemäß kann eine solche Frage nie pauschal mit „ja“ oder „nein“ beantwortet werden – allerdings sollten Nutzer vor ihrer Entscheidung, ob sie zu einem kostenlosen Antivirenprogramm greifen, einige grundlegende Kriterien berücksichtigen:

Kostenlose Virenscanner liefern meist nur einen Basis-Schutz – vor allem im direkten Vergleich zum kostenpflichtigen Pendant des gleichen Herstellers bestehen häufig immense Unterschiede hinsichtlich der Erkennungsrate und der verfügbaren Zusatzfunktionen der Programme. Dementsprechend verfügt Freeware selten über Schutzmechanismen, die das Verhalten von noch unbekannten Trojanern analysieren können. Anstatt sowohl besonderes wie auch virentypisches Verhalten zu berücksichtigen, orientieren sich diese vielmehr an exakten, bereits bekannten Code-Sequenzen.

Ein weiterer entscheidender Punkt ist das Aktualisierungsverhalten. Während kostenpflichtige Programme mehrere Aktualisierungen täglich vornehmen, sind Freeware-Programme häufig auf Update-Intervalle im 24-Stunden-Zyklus beschränkt.

Die Effektivität eines Schutzprogrammes hängt allerdings nicht nur von der Engine oder den genutzten Suchmechanismen ab. Einen großen Stellenwert bei der kontinuierlichen Verbesserung des Programms nehmen auch die Endverbraucher selbst ein, da jene enormen Datenmengen liefern und die Programme in der realen Umgebung anwenden – nur hier lassen sich Zero-Day-Exploits tatsächlich identifizieren und bekämpfen.

Aus diesem Grund bieten viele Entwickler eine kostenlose Alternative ihrer Antivirenprogramme an. Sie forschen auf der Grundlage jener Informationen aktiv an Verbesserungen und aktualisieren täglich ihre Virendatenbanken. Kostenlose Antivirenprogramme und ihre Anwender sind sozusagen die Testpersonen um die Virenscanner weiter zu entwickeln.

Weiterhin müssen Nutzer von kostenlosen Virenprogrammen in der Regel damit leben, dass regelmäßig Werbeeinblendungen zum Kauf der Bezahlversion auffordern. Diese Werbeblöcke sind nicht nur störend, sondern beherbergen oft auch sogenannte Drive-by-Downloads, die ungewollte Programme wie etwa Toolbars installieren.

SchutzfunktionKostenlose AntivirensoftwareKostenpflichtige Antivirensoftware
Schutz vor bekannten Schädlingen
Guter Schutz vor unbekannten Schädlingen
Notfall-Bootmedium
Schutz in sozialen Netzwerken
Sicherheit bei Online-Transaktionen
Firewall Internetschutz
E-Mail-Werbefilter
Kinderschutz
WLAN-Schutz
Kostenlose Virenprogramme unterscheiden sich meist in ihrer Ausstattung von den kostenpflichtigen Anwendungen.

Kostenpflichtige Antivirus-Software bietet viele Vorzüge

In der Regel schneiden kostenlose Virenprogramme besser ab als die Windows-eigenen Schutzprogramme, doch im direkten Vergleich zu ihren kostenpflichtigen Pendants weisen sie dennoch viele Nachteile auf. Meist fehlen bei kostenloser Antivirensoftware nützliche Funktionen wie eine Firewall, ein zusätzlicher Browserschutz oder aber ein Spamfilter. Auch können regelmäßige Werbeeinblendungen die Nutzer schnell stören. Ein weiteres großes Manko von kostenlosen Antivirenprogrammen sind in jedem Falle die großen Update-Intervalle. Kostenlose Virenschutz-Programme bieten somit eher einen passiven Schutz, während kostenpflichtige Antivirus-Software aktiv für eine sichere Umgebung sorgt.

4. Zusätzliche Sicherheitsfeatures bei Antivirenprogrammen

Der einfache Virenscanner, den kostenlose Antivirus-Programme oder Internet Security Suites mitbringen, bietet längst keinen ausreichenden PC-Schutz mehr gegen Bedrohungen wie Datendiebstahl oder tückische Erpresser-Trojaner. Die Hersteller von Virenschutz-Software haben ihre Sicherheitsprogramme daher mit verschiedenen Zusatz-Features ausgestattet, die das PC-System beim Surfen im Internet umfassend absichern.

Von welchen zusätzlichen Sicherheitsfeatures die Nutzer eines Antivirenprogrammes profitieren, zeigen wir in dem folgenden Abschnitt.

Sicherheit bei Online-Banking und Online-Shopping

Bankgeschäfte oder Einkäufe einfach online zu erledigen, hat sich im Laufe der letzten Jahre immer stärker durchgesetzt. Die Übertragung von sensiblen Daten wie Kontoverbindungen, Kreditkartendaten, Passwörtern, Adressen, Klarnamen und Geburtsdaten birgt jedoch ein hohes Risiko. Hacker können die Daten abfangen und mit gefälschter Identität auf Kosten gutgläubiger Internetnutzer ihre eigenen Geschäfte abwickeln. Moderne Antivirus-Programme sorgen hier für mehr Sicherheit, indem sie den Zahlungsverkehr in einen geschützten Browser verlegen. In diesem Modus sind die Daten vor Hacker-Zugriffen gefeit. Zudem prüft eine gute Antivirensoftware die Sicherheit der Webseite und warnt vor gefälschten Zahlungswebseiten.

Firewall für Sicherheit im Netzwerk

Die Firewall verhindert, dass Hacker über das Netzwerk auf das persönliche PC-System zugreifen können. Das Sicherheitsmodul filtert den eingehenden und ausgehenden Datenverkehr zwischen PC und Internet. Vor allem in WLAN-Netzwerken bietet die Firewall eine unschätzbar wichtige Sicherheitshürde. Wer unterwegs mit dem Notebook auch öffentliche WLAN-Netze benutzen möchte, bleibt mit einer zuverlässigen Firewall für andere Surfer unsichtbar. Aus diesen Gründen gehört eine Firewall zwingend zu einem guten Virenscanner dazu.

Spam-Schutz

Der E-Mail-Posteingang ist ein klassisches Einfallstor für Viren, Trojaner und Phishing-Versuche. Eine zuverlässige Antivirensoftware prüft eingehende E-Mails auf verdächtige Hyperlinks und Anhänge. Außerdem filtert sie unerwünschte Mails heraus, sodass diese nie in die Inbox gelangen.

Phishing-Schutz

Viele aktuelle Antivirus-Programme können sich in Form eines Add-ons mit den gängigen Internet Browsern verbinden. Durch diese Verknüpfung überprüfen die Virenscanner die Suchergebnisse bei Google und Bing sowie angezeigte Links auf deren Sicherheit. Links mit Phishing- beziehungsweise Trojaner-Verdacht blockiert der digitale Sicherheitswächter sofort. Bei einigen Antivirenprogrammen erstreckt sich dieser Schutz auch auf soziale Netzwerke.

Ransomware-Schutz

Die sogenannten "Erpresser-Trojaner" sind eine neue Form von Malware, die 2016 recht häufig auf dem Radar der IT-Security-Experten auftauchte. Die Schadsoftware sperrt persönliche Ordner auf der Festplatte und droht, diese erst nach Zahlung eines Lösegeldes wieder freizugeben. Die bekannten Sicherheitspakete sind nun für diese Bedrohung gerüstet. Personen können Ordner festlegen, die durch die Antivirensoftware mit diesem besonderen Virenscanner überwacht und vor der unbefugten Verschlüsselung geschützt werden sollen.

Rettungsmodus

Viren und Rootkits, die sich im Bootsektor eingenistet haben, werden nicht entfernt, solange Windows läuft. Für diese Fälle können Personen bei guten Virenschutz-Programmen einen "Rettungsmodus" ausführen. Während der Rechner neustartet, entfernt der Virusscanner die übrigen Trojaner vom PC.

5. Antivirus-Software für verschiedene Betriebssysteme

Unter Windows gehört ein zuverlässiges Virenschutz-Programm zur unbedingt notwendigen Standard-Ausstattung des PCs. Alle Programme aus dem Antivirus-Software-Vergleich sind daher mit folgenden Windows-Versionen kompatibel:

  • Windows 7
  • Windows 8 und 8.1
  • Windows 10

Zum Teil werden sogar die veralteten Versionen Windows XP und Windows Vista von Antivirenprogrammen noch unterstützt. Da Microsoft den Support für diese Betriebssysteme eingestellt hat, sind Benutzer ohnehin gut damit beraten, auf eine aktuelle Version umzusteigen.

Wie sicher schützt der Windows Defender?

Seit Windows Vista hat Microsoft ein eigenes Antiviren-Tool, den Windows Defender, in sein Betriebssystem integriert. 2016 hat das unabhängige IT-Security-Testinstitut AV-Test diesen Virenscanner auf Windows 10 ausführlich auf dessen Sicherheitsleistungen geprüft. Das Programm lieferte zwar ein besseres Ergebnis als in den Jahren zuvor ab. In der Kategorie "Schutzwirkung" verdiente der Windows Defender jedoch nur 3,0 von 6 Punkten. Damit bleibt das Microsoft-Tool deutlich hinter den besten Windows Virenscannern zurück. Windows-Nutzer, die den PC wirklich zuverlässig gegen Malware sichern möchten, benötigen daher auf jeden Fall eine separate Sicherheitssoftware.

Brauche ich eine Antivirensoftware für Mac OS?

Apples Betriebssystem Mac OS gilt im Allgemeinen als wesentlich sicherer gegenüber Malware-Attacken als die Windows-Systeme. Zum einen arbeitet der Mac-eigene Selbstschutz mit Gatekeeper, Sandbox und Xprotect sehr effizient. Zum anderen sind die bekannten Cyber-Angriffe auf OS X zahlenmäßig bei Weitem nicht so hoch wie bei Windows. Da das Mac-System allerdings doch nicht gänzlich gesichert ist, bieten einige Hersteller von Sicherheitssoftware auch Antivirenprogramme für Mac an.

Lohnt sich ein Virenscanner für Linux?

Das Betriebssystem Linux ist für Hacker uninteressant und bietet kaum Angriffsfläche für Malware, da Programme und Skripte aus dem Netz auf dieser Plattform nicht automatisch starten können. Unsicherheitsfaktoren sind hier unerfahrene Anwender und deren Unachtsamkeit – hier kann keine Sicherheitssoftware Schäden verhindern. Ein Virenscanner oder eine Internet Security lohnt sich auf Linux nur dann, wenn Windows-Systeme geprüft werden müssen.

Virenschutz für mobile Geräte

Smartphone und Tablet sind in den letzten Jahren zu beliebten Alltagsbegleitern vieler Verbraucher geworden. Personen speichern immer mehr private Daten wie Adressen, Logins und Fotos auf den kleinen Computern. Mithilfe von Banking- oder Fin-Tech-Apps wickeln einige User sogar ihre Finanztransaktionen über das Smartphone ab. Da sich die meisten Verbraucher nur um Virusschutzprogramme für den PC kümmern, bilden die mobilen Endgeräte eine kaum beachtete Sicherheitslücke. Kein Wunder also, dass es Cyberkriminelle verstärkt auf Smartphone und Tablet abgesehen haben.

Die Hersteller von Antivirus-Programmen haben diese Entwicklung jedoch erkannt. Viele bieten inzwischen eine passende Antivirus-App an. Diese Anwendungen ermöglichen es jedem, die Kommunikation zu verschlüsseln, wichtige Daten sicher abzuspeichern und Apps vor der Installation zu überprüfen. Positiv fällt auf, dass die Erkennung von Schädlingen auf mobilen Geräten bei einem Durchschnittswert von 98,9 Prozent liegt. Ein Fehlalarm kommt damit so gut wie nicht vor. Zudem wirken sich die meisten im Hintergrund laufenden Virenscanner kaum auf die Leistung der Smartphones und Tablets aus.

Welche Betriebssysteme brauchen einen Antivirenschutz?

Das Google-Betriebssystem mit seinem offenen Quellcode macht Android-Smartphones besonders angreifbar. Außerdem hat Android mit etwa 70 bis 80 Prozent weltweit den größten Marktanteil im Vergleich zu iOS und Windows Phone. Dadurch wird dieses mobile Betriebssystem für Cyberkriminelle noch interessanter.

Tipp:

Einen Überblick über die Funktionen und Sicherheitsfeatures von Antivirus-Apps bietet unser Vergleich der besten Android-Virenscanner.

Ein weiteres Risiko besteht darin, dass Android-User ihre Apps nicht nur aus dem Google-Play-Store, sondern auch aus anderen Quellen beziehen können. Wer hier zu leichtsinnig ist, lädt sich womöglich Malware in Form von Apps auf sein Phone. Im Vergleich dazu ist iOS mit seiner geschlossenen Architektur und dem App Store von Apple etwas besser gegen Schadsoftware abgesichert. Eine Antivirus-Software benötigen iPhone-Nutzer nicht unbedingt. Auch Microsoft orientiert sich mit seinem Marketplace am sicheren App Store.

6.Welche Formen von Malware gibt es?

Der Begriff Malware (englisch für "Schadprogramme") umfasst sämtliche Bedrohungen, die als Virensoftware von außen in das PC-System eindringen können. Ein gutes Antivirenprogramm sollte eine zufrieden stellende Erkennungsrate für diese Schädlinge haben und in der Lage sein, diese zu eliminieren. Mit welchen Formen von Malware die Virenscanner aus unserem Vergleich fertig werden, zeigt die folgende Übersicht:

antivirus_software-viren_symbol

Viren

Computerviren, die sich in einem Computersystem "einnisten" und sich über Wechseldatenträger auf andere Systeme verbreiten, sind die bekanntesten Software-Schädlinge. Voraussetzung ist, dass der User die infizierte Datei öffnet oder den beschädigten Datenträger an ein PC-System anschließt. Experten unterscheiden Bootsektorenviren, Dateiviren, Makroviren und Scriptviren.
Würmer

Würmer

Im Gegensatz zu den Computerviren setzen Computerwürmer keine vorhergehende Handlung durch den User voraus. Sie greifen auf die Kontaktliste des E-Mail-Programmes zu und versenden selbstständig E-Mails. Spam-Mails und deren Anhänge, gesendete Hyperlinks oder infizierte Server sind daher große Gefahrenquellen für digitale Systeme.
Trojaner

Trojaner

Zu dieser Gruppe zählen all diejenigen Schadprogramme, welche die digitalen Aktivitäten des Users überwachen und ausspionieren. Trojaner verstecken sich innerhalb nützlicher Programme und können von dort unbemerkt Daten stehlen.
Ransomware

Ransomware

Diese Malware verschlüsselt bestimmte Dateien auf der Festplatte, meistens persönliche Daten und Dokumente. Vom User wird ein Lösegeld gefordert, ansonsten bleiben diese Dateien für ihn gesperrt. Im Falle eines Angriffes raten Experten betroffenen Usern, umgehend Anzeige zu erstatten und den Virenschutz-Hersteller zu informieren, denn wer die Geldforderung zahlt, spielt den Betrügern nur noch mehr Daten in die Hände.
Phishing

Phishing

Phishing ist eine Form von Datendiebstahl, der über gefälschte Webseiten oder Spam-E-Mails erfolgt. Cyberkriminelle versuchen dabei, an persönliche Daten wie Passwörter, Kontonummern oder TAN-Nummern zu gelangen. Gefälschte E-Mails, die im Namen von bekannten Einrichtungen wie Online-Banken oder Versanddienstleistern gesendet werden, bringen gutgläubige Personen dazu, auf einer gefälschten Webseite ihre Login-Daten einzugeben.
Rootkits

Rootkits

Die Aufgabe von Rootkits ist es, die Aktivitäten des eigentlichen Schadprogrammes auf dem Rechner zu verstecken. Rootkits können Daten aufzeichnen und stehlen, aber auch "Hintertüren" (Backdoors) öffnen. Cyber-Kriminelle haben dann einen leichteren Zugriff auf das infizierte System. Oft hilft nur eine komplette Neuinstallation des Systems, um das Schadprogramm gänzlich loszuwerden.

Der beste Schutz gegen die verschiedenen Arten von Malware ist eine Antivirus-Software oder eine Internet-Security-Software auf dem aktuellen Stand. Sie sorgt dafür, dass Sicherheitslücken geschlossen werden, und scannt beständig sämtliche Aktivitäten im System.

7. Wie funktioniert ein Antivirenprogramm?

Die Gründe für ein Antivirenprogramm sollten hinlänglich bekannt sein. Aber wie funktionieren derartige Programme überhaupt und welchen Schutz garantieren sie dem Nutzer tatsächlich?

Eine Antivirus-Software entspricht dem Immunsystem eines Computers, welches sämtliche Eindringlinge wie Viren, Würmer oder Trojanische Pferde frühzeitig erkennen und vernichten soll. In der Theorie ist diese Aufgabe somit denkbar einfach. Allerdings ist es angesichts der höchst anpassungsfähigen und infektiösen Programme keine Selbstverständlichkeit, dass dieser Schutz zu jedem Zeitpunkt zu einhundert Prozent effektiv besteht. Abhilfe schafft meist nur eine Kombination aus unterschiedlichen Erkennungsmethoden.

Die klassische Virenerkennung

Die signaturbasierte Erkennung (auch reaktive Erkennung genannt) sollte das Grundgerüst eines jeden Antivirenprogrammes bilden. Hierbei untersucht die Security-Software den Quellcode eines beliebigen Programmes auf Schadcode und gleicht diesen mit Signaturdatenbanken ab. Entdecken und identifizieren Spezialisten nun neuartige Bedrohungen, stellen die Hersteller von Antivirensoftwares umgehend entsprechende Signaturen zur Verfügung, welche einen wirkungsvollen Schutz gewährleisten. Allerdings führen ausbleibende Aktualisierungsvorgänge von Datenbanken zwangsläufig zur Ineffektivität des Programmes. Leider ist es der Registrierung von Virensignaturen nicht möglich, mit der rapiden Zunahme neuer Schadprogramme Schritt zu halten, weshalb auf sogenannte proaktive Technologienzurückgegriffen werden muss.

Die reaktiven Methoden

Da zahlreiche Computerwürmer zudem in der Lage sind, ihren Quellcode per Reproduktion zu verändern, können sie der reaktiven Abwehr durch das Sicherheitsnetz schlüpfen. Dank der proaktiven Technik sind Antivirenprogramme und Interne-Security-Suites imstande, selbst gegen unbekannte Infektionen das passende Gegenmittel zu finden. Vor allem folgende drei Instrumente der proaktiven Technologie haben sich bei Antivirenprogramme im Kampf gegen neuartige Malware behauptet:

Heuristische Analyse

Mit Hilfe der Heuristik sind Antivirenprogramme in der Lage, nach allgemeingültigen Merkmalen wie ungewöhnlichen Befehlen oder auffälligem Programmcode zu suchen, um neuartige Bedrohungen zügig zu identifizieren. Werden mehrere solcher Merkmale identifiziert, wird die Ausführung der Anwendung durch das Antivirenprogramm umgehend unterbunden. Prinzipiell gleicht die Heuristik der signaturbasierten Erkennung – allerdings führt die Verwendung von verdächtigen Merkmalen anstelle von bekannten Virensignaturen zu einer höheren Fehlerquote. Der Name dieser Methodik leitet sich von dem Forschungsgebiet der Heuristik ab. Ziel ist es, trotz geringer Informationslage, zu praktikablen Erkenntnissen zu kommen. Getreu des Prinzips „Trial and Error“ steht nicht die optimale Lösung im Vordergrund, sondern vielmehr die Einfachheit der Anwendung.

Sandbox-Technologie

Eine Sandbox simuliert einen Computer innerhalb eines Computers. In dieser abgeschotteten Umgebung testet die Virensoftware eine fragwürdige Anwendung. Dabei wird die fragliche Anwendung ausgeführt und auf ihr Verhalten hin analysiert. Da die Sandbox bei der Ausführung für eine Datei eine typische Verhaltensweise erwartet, schlägt das Antivirenprogramm bei einer minimalen Abweichung Alarm.

Verhaltensanalyse

Analog zur Sandbox und Heuristik erkennt und blockiert die Verhaltensanalyse Malware anhand von typischen Verhaltensweisen. In Abgrenzung zur Sandbox-Technologie findet jene Analyse allerdings auf dem echten Computer in Echtzeit statt. Sollten nun auffällig viele verdächtige Aktionen oder Verstöße festgestellt werden, schreitet das Programm umgehend ein. Hierin liegt auch die Abgrenzung zur Sandbox und heuritischen Methodik. Während jene vor der Ausführung einer Anwendung aktiv sind, greift die Verhaltensanalyse erst nach dem Programmstart ein. Hiermit lässt sich somit eine Infektion nicht vermeiden, sondern nur eindämmen und größerer Schaden durch das Antivirenprogramm verhindern.

8. Der Computer ist mit Malware infiziert! Was ist jetzt zu tun

Der Virenscanner schlägt Alarm und meldet einen Fund. Die meisten Antivirenprogramme bieten an, die betroffene Datei in den Quarantäne-Ordner zu verschieben, um sie so vom System zu trennen. Anschließend kann der Nutzer entscheiden, ob die Datei entfernt oder repariert werden soll. Falls die vorhandene Antivirensoftware den Schädling nicht findet oder in ihrer Funktion blockiert ist, können die folgenden Tipps helfen:

1. Die Schadsoftware über die Systemsteuerung entfernen

Im besten Fall lässt sich die Malware über die Systemsteuerung von Windows entfernen. Dafür ruft der Nutzer im Startmenü die Systemsteuerung auf. Hier sucht er den Menüpunkt "Programme" heraus. Dort findet er eine Liste mit allen installierten Anwendungen.

Massenspeichermedien sorgen häufig für die ein oder andere böse Überraschung.

Ist hier ein unbekanntes Programm aufgeführt, dass erst vor kurzem hinzugekommen ist, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es sich um die Malware handelt. Ein Klick auf den Button "Deinstallieren" sollte den Schädling entfernen. Anschließend sollte der Nutzer eine Antivirensoftware installieren und einen kompletten Systemscan durchführen.

2. Windows im abgesicherten Modus starten

Versteckt sich der Virus im Bootsektor, dann kann es helfen, den PC im abgesicherten Modus zu starten. Dazu tippt der User während des Startvorgangs auf die Taste F8 und wählt dann den entsprechenden Startmodus. Im diesem Modus lädt der Computer nur die nötigsten Befehle. Nach diesem Startvorgang kann der User den Virenscanner erneut aktivieren. Gegebenenfalls ist die Malware auch in diesem Modus über die Programmliste der Systemsteuerung entfernbar.

3. Ein zusätzliches Online-Antivirus-Tool nutzen

Mancher PC-Schädling ist so programmiert, dass er den vorhandenen Virenscanner z.B. unter Windows blockiert. In diesem Fall kann ein kostenloses Antiviren-Tool Abhilfe schaffen. Bekannte Hersteller wie Bitdefender, Kaspersky, Avira oder Malwarebytes stellen auf ihren Webseiten kostenlose Analyse-Tools für den Notfall zur Verfügung. Mit einem solchen Hilfsmittel können einige unerwünschte Programme identifiziert und wieder entfernt werden. Nach der Installation scannt das Antiviren-Tool den Computer nach Malware und löscht auf Wunsch die gefundenen Programme.

Bei sehr hartnäckiger Malware wird der PC-Nutzer nicht umhinkommen, Windows komplett neu zu installieren. Bei Unsicherheiten und Problemen sollten Anwender besser einen IT-Experten im Rat fragen, da er den Computer hundertprozentig von Viren und Würmern reinigen und das System neu aufsetzen kann.

9. So testen wir

Mittlerweile existieren Antivirenprogramme wie Sand am Meer. Nicht alle davon sind allerdings in der Lage, dem User einen wirklich zuverlässigen Schutz anzubieten. Bei dieser großen Auswahl bedeutet es für Anwender einen hohen Aufwand, sich umfassend über alle Produkte auf dem Markt und deren Vor- und Nachteile zu informieren. Um Computernutzer bei der Suche nach der passenden Antivirus-Software zu unterstützen, haben wir die vielversprechendsten Anbieter getestet und anhand unserer Ergebnisse miteinander verglichen. Ausgiebige Informationen über die Schutzwirkung der verschiedenen Antivirenprogramme erhalten Leser in den jeweiligen Produktberichten.

Auf die Qualität und die Effizienz einer Sicherheitssoftware haben diverse Aspekte maßgeblichen Einfluss. Ein gutes Schutzprogramm entdeckt und beseitigt schnellstmöglich auch neueste Bedrohungen, ohne dabei andere Computerfunktionen zu beeinträchtigen. Die Benutzeroberfläche sollte zudem übersichtlich und intuitiv gestaltet sein, damit das Navigieren in die verschiedenen Funktionsbereiche leichtfällt. Nicht zuletzt sollten Nutzer auf den angebotenen Support achten, der im Falle von Fragen und Problemen bestenfalls Hilfestellungen auf verschiedenen Wegen zur Verfügung stellt. Um die Produkte fair und objektiv zu bewerten, haben wir jedes Antivirenprogramm anhand von vier folgenden Kriterien untersucht:

Die derzeit besten und populärsten Antivirenprogramme durchlaufen in unserem Vergleich alle vier Bewertungskategorien. Der Mittelwert der einzelnen Testergebnisse wird schließlich zu einer Gesamtnote verrechnet, auf deren Grundlage sich unsere Rangliste ergibt. Wir versuchen, nicht nur die spezifischen Vor- und Nachteile der Antivirenprogramme vorzustellen, sondern auch potentielle Kunden bei ihrer individuellen Kaufentscheidung zu unterstützen. Nutzer auf der Suche nach dem ganz spezifisch am besten zu ihnen passenden Antivirenprogramm sollten einen Blick in die ausführlichen Testberichte sowie auf das detaillierte Datenblatt werfen.

Unser Testsystem

Um Messunterschiede bei der Performance auszuschließen, haben wir jede Virensoftware auf dem gleichen System getestet. Unser System besitzt folgende Spezifikationen:

  • Windows 10 Pro 64 Bit
  • Intel-Core i5-6500T 2,5 GHz Quad-Core
  • 8 GB RAM
  • 256 GB SSD-Festplatte

Sicherheit

Der Hauptzweck eines Antivirenprogrammes besteht darin, für die Sicherheit des Systems zu sorgen. In der ersten Rubrik bewerten wir deshalb, wie effizient und umfangreich der Schutzschild eines Programmes ausfällt. Das Kriterium nimmt zunächst das Scan-System unter die Lupe. Anhand der Testergebnisse bekannter Prüflabore wie AV-Test und AV-Comparatives dokumentieren wir in unseren Berichten die Zuverlässigkeit der verschiedenen Suchlauf-Tools. Wir sammeln Angaben dazu, wie die unabhängigen Institute die verschiedenen Virensoftwares evaluieren und welche Mankos ihre Tests aufführen. Für ein Scan-System ist nicht nur dessen Effizienz, sondern auch dessen Geschwindigkeit von großer Bedeutung. Darum führen wir auf unserem Test-PC mehrmals eine vollständige Überprüfung des Computersystems durch und messen dabei die durchschnittliche Zeit, die die Antivirensoftware für den Suchlauf benötigt. Die Spitzenergebnisse verzeichnen hier F-Secure Anti-Virus und Malwarebytes Premium, die eine SSD-Festplatte mit Datenvolumen von jeweils 40 und 100 Gigabyte in weniger als fünf Minuten untersuchen.

Unser Test geht ebenfalls der Frage nach, welche nützlichen Zusatzfeatures das Grund-Paket aufwerten. Bei unserer Beurteilung berücksichtigen wir zuerst, ob die Antivirus-Software einen gelungenen Phishing-Scanner zur Analyse von gefälschten E-Mails und Webseiten besitzt. Besonders gut ausgestattete Virenschutz-Programme – wie etwa Testsieger Bitdefender Antivirus Plus, Avira Antivirus Pro oder Norton Security – bringen unter anderem eine Firewall und ein Online-Banking-Tool mit, welche die Sicherheit bei Online-Transaktionen erhöhen. Wie diese Tools in der Praxis funktionieren und welche Vorteile sie mitbringen, erfahren Interessenten hier. Spezielle Tools für Computer-Experten sorgen in diesem Kriterium ebenfalls für Pluspunkte. Hierzu zählen unter anderem ein Daten-Shredder oder ein Daten-Eraser, die für eine endgültige, nicht umkehrbare Löschung überflüssiger oder vertraulicher Daten unerlässlich sind.

Performance

Selbst ein perfekter Virenschutz wird schnell zum Ärgernis, wenn er die Rechnerleistung übermäßig strapaziert und kaum Kapazitäten für andere Aufgaben frei lässt. Mit der Leistung der Antivirensoftware und dessen Auswirkungen auf das System beschäftigt sich das zweite Kriterium "Performance". Hier prüfen wir zunächst, ob die Sicherheitssoftware spürbare Verzögerungen im System verursacht, etwa eine Verringerung der Startgeschwindigkeit. Bei der Bewertung der Produkte berücksichtigen wir zudem die Belastung der Computerressourcen. So messen wir im Test, wie viel Prozent der CPU und wie viele Megabyte des Arbeitsspeichers bei einem System-Scan beansprucht werden. Sind die Programme zudem mit einem Echtzeitscan ausgestattet, informieren die Testberichte auch über die Ressourcenbeanspruchung bei einer gewöhnlichen Websuche. In diesem Punkt hebt sich ESET NOD32 Antivirus von der Konkurrenz ab. Mit einer Inanspruchnahme von circa 40 Prozent der CPU erweist sich dessen Scan-Tool als eines der ressourcenschonendsten in unserem Vergleich. Ein weiteres Testkriterium bildet die Antivirensoftware-Aktivierung: Hierbei bewerten wir die Einfachheit des gesamten Installationsprozesses, vom Download bis hin zur Einrichtung des Benutzerkontos. Um reibungslos auf dem Computer zu funktionieren, verlangen besonders gut ausgestattete Sicherheitssoftwares mitunter leistungsfähige PCs. Die Rubrik bietet deshalb alle Informationen zu den technischen Voraussetzungen der jeweiligen Antivirensoftware.

Bedienung

Der Kampf gegen Viren und Trojaner ist bei Weitem nicht der einzige Gradmesser für eine gelungene Antivirus-Software. Auch die Feature-Hierarchie sollte einfach und logisch aufgebaut sein, damit auch weniger erfahrene User das Programm intuitiv bedienen können. Im dritten Bewertungskriterium nehmen wir im Test das Bedienfeld der Antivirensoftware unter die Lupe und beurteilen dessen Design und Struktur. Besonders benutzerfreundliche Programme – wie beispielsweise F-Secure Anti-Virus oder Avast Pro Antivirus – ermöglichen über ihr übersichtliches Startmenü ein schnelles Navigieren in die verschiedenen Funktionsbereiche. Sind einzelne Funktionen nicht selbsterklärend, so ist es außerdem wünschenswert, dass sie mit einer kurzen Erläuterung versehen sind. Da natürlich auch Neueinsteiger das Programm nutzen möchten, sollte die Einarbeitungsphase möglichst kurz ausfallen. Zugleich ist es aber wichtig, dass erfahrene User ihren Schutzschild individuell an ihre Wünsche und Prioritäten anpassen können. Unser Augenmerk richtet sich nicht zuletzt auch auf die Art und die Häufigkeit der Systembenachrichtigungen. Nervige Werbeeinblendungen oder sonstige Pop-up-Windows haben in einem kostenpflichtigen Antivirenprogramm nichts verloren und führen zu einer Abwertung. Ein „Nicht-Stören“-Modus, der Benachrichtigungen unterbindet, sorgt hingegen für ungestörte Arbeits- oder Spielsessions auf dem Rechner.

Hilfe und Support

Sowohl Computer-Neulinge als auch Profis stoßen bei der Verwendung der Antivirensoftware mitunter auf Probleme, die sie nicht allein zu lösen vermögen, oder haben Fragen zu Features, deren Verwendung nicht recht klar werden will. Aus diesem Grund bieten die meisten Programme eine interne Schaltfläche mit einem Link zu einer Online-Anleitung oder einem FAQ-Bereich. In unserem Test bewerten wir nicht nur die Quantität, sondern auch die Qualität der dort enthaltenen Informationen. Eine besonders große Menge verständlicher Artikel bietet unter anderem die Antivirensoftware Norton Security, weniger Begeisterungsstürme löst in unserem Test hingegen die Unterstützung, die das Team von Panda Pro bietet, aus.
In dieser Kategorie bewerten wir außerdem die direkten Kontaktwege zum Support. Für eine zügige und zielgerichtete Lösung stellen einige Anbieter ein Expertenteam bereit, das per Hotline und Live-Chat erreichbar ist. Hinzu kommt oft eine E-Mail-Adresse, über welche Hilfssuchende Fragen zu ihrem Produkt stellen können. In unserem Test haben wir den Kundendienst der verschiedenen Softwarehersteller entweder per Telefon oder per E-Mail kontaktiert. Ob der Support auf unsere Anregungen mit einem hilfreichen Rat antwortete oder uns mit Standardantworten (oder gar Links zu den FAQ) abspeiste, erfahren Leser in den entsprechenden Testberichten.