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Die besten Virenscanner 2016 im Test

Das Wichtigste in Kürze:
  • Antivirenprogramme schützen private und besonders sensible Daten.
  • Die Schutzsoftware verhindert die Weiterverbreitung von Schädlingen.
  • Allgemeine Präventivmaßnahmen der Nutzer sind dennoch unerlässlich.
  • Antivirenprogramme sollten nicht zu Performance-Einbußen des Computers führen.
  • Jährlich entstehen Schäden in Milliardenhöhe durch Viren und Co.

Im global vernetzten Zeitalter zählt ein zuverlässiges Antivirenprogramm mittlerweile zur Grundausstattung eines jeden Computers. Die elementare Wichtigkeit einer solchen Schutz-Software ergibt sich schon alleine daraus, dass digitale Gefahren schlicht überall lauern – ob nun in E-Mail-Anhängen oder versteckt in kostenlosen Downloads – selbst auf seriösen Internetseiten sind Nutzer nicht mehr vor der unsichtbaren Bedrohung gefeit.

1. Unverzichtbarer Schutz für jeden Computer

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Computer sind unentwegt Malware-Angriffen ausgesetzt. Ohne Schutz lässt der Schaden garantiert nicht lange auf sich warten.

Praktisch jedes Computersystem ist mittlerweile an das Internet angeschlossen, weswegen Computer und sensible Datensätze ununterbrochen einem signifikanten Risiko ausgesetzt sind. Das World Wide Web stellt nach wie vor die größte Gefahrenquelle dar.
Das Perfide an Malware ist allerdings dessen Willkür – sehr selten laufen die Attacken nach einem erkennbaren und vorhersehbaren Schema ab. Vielmehr erfolgt die Ausbreitung nach dem Zufallsprinzip und verfolgt daher auch meist sehr unterschiedliche Ziele. Der klassische Virus ist dabei meist nur eine kleine Variation von Schadsoftware – in der Verborgenheit des Prozessmanagers können dabei ganz andere Codes ihr Unwesen treiben, um beispielsweise Kennwörter zu stehlen, Online-Banking-Daten auszuspionieren oder Erpressungen auszuführen.

Der Schaden, der dabei verursacht wird, könnte weitreichender und vielfältiger kaum sein. Zum Schadenkatalog gehören unter anderem:

  • Verlust sensibler und existenziell wichtiger Daten
  • Funktionsunfähigkeit des Systems durch Überlastung oder Zerstörung von Systemkomponenten
  • Unmerklicher Anstieg des ausgehenden Datenvolumens, da ein Trojaner unaufhörlich Spam-Mail versendet oder Informationen sammelt
  • Ausfall des Netzwerks
Virusattacken in Prozent
Nahezu jeder dritte Computer musste sich 2015 mit Malware herumschlagen.

Globale Folgeschäden durch Malware

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Malware ist nicht einfach nur ärgerlich, sondern verursacht häufig auch einen finanziellen Schaden.

Laut einer Jahresanalyse des russischen Softwareunternehmens Kaspersky Lab für das Jahr 2015 fielen 34,2 Prozent der Computer von Internetnutzern mindestens einmal einer Schädlingsattacke aus dem World Wide Web zum Opfer. Für jeden einzelnen PC-User gilt es darum, diese Eindringlinge zu bekämpfen, um die rasante und unkontrollierte Weiterverbreitung zu unterbinden. Andernfalls wären binnen weniger Tage zahllose Rechner befallen und finanzielle Schäden in mehrfacher Milliardenhöhe die Folge. So zeichnet sich der Wurm Slammer für einen Schaden von 1,2 Milliarden US-Dollar verantwortlich. Aufgrund des wahllosen Befalls von IP-Adressen verbreitete sich der kleine Schädling binnen kürzester Zeit in weiten Teilen des Internets. Das potentielle Risiko von unbekannten E-Mails und deren Anhängen führt der Schädling MyDoom vor Augen. Dieser Wurm nistete sich per E-Mail bereits nach einem Tag in über 300.000 Systemen ein und verursachte einen Schaden von schätzungsweise 38 Milliarden US-Dollar. Die potentielle Gefahr durch Malware ist also keine von den Herstellern der Antivirus-Software dramatisierte Marketing-Strategie, sondern eine reale und allgegenwärtige Bedrohung.

Die schwersten Schäden entstehen zufällig

Tatsächlich liegen die umfangreichen Beschädigungen selten im Erwartungshorizont der Entwickler von Schadsoftware – diese resultieren vielmehr aus Fehlern im Quellcode. Im Vergleich zu legalen Programmen durchlaufen diese sehr selten eine ausgiebige Testphase innerhalb einer ausgereiften Testumgebung, um letzte Fehler auszumerzen. Häufig ist es dann die mangelhafte Kompatibilität, die zu schwerwiegenden Fehlern führt.

Ein Virenscanner sollte daher nicht nur vor Viren, Trojanern und Hackern schützen, sondern auch Spam, Phishing sowie Spyware effektiv bekämpfen. Die Gründe für den Erwerb einer Antivirensoftware liegen also überdeutlich auf der Hand, denn sie

  • schützt vor Vernichtung oder Diebstahl von wichtigen Daten,
  • reinigt ein bereits befallenes System von Viren und Malware,
  • liefert essentiellen Schutz gegen digitale Angriffe,
  • sorgt für eine sichere Online-Banking-Umgebung,
  • schirmt den E-Mail-Verkehr gegen Phishing-Versuche ab,
  • verhindert, dass Malware Netzwerk- und Internetressourcen belegt und unnötig verbraucht.

Bereits ein harmloser Virus vermag einen finanziellen Schaden zu bewirken; sei es für die Kosten der nachträglichen Virenbekämpfung oder für die Ausfallzeit des Netzwerkes während der Entfernung.

Obwohl die aktuellen Betriebssysteme heute besser abgesichert sind als noch vor zehn Jahren, ist die Liste der Viren und Würmer, die täglich Computer infizieren, enorm lang. Es ist kein Geheimnis, dass die Zahl der Computerviren stetig zunimmt.

2. SECHS GRÜNDE, DIE FÜR EIN ANTIVIRENPROGRAMM SPRECHEN

Der Computer nimmt heute einen enormen Stellenwert im Leben der Menschen ein und begleitet viele nicht mehr nur im Arbeitsalltag, sondern auch in der Freizeit. Sie steuern zahlreiche (Arbeits-)Prozesse und erleichtern dadurch häufig auch die Organisation und die Koordination aller Belange des täglichen Lebens. Aus diesem Grunde ist es umso erstaunlicher, wie fahrlässig ein Großteil der User noch immer mit dem Thema Malware umgeht. Während sich wohl kaum jemand freiwillig echten Viren und anderen Schädlingen aussetzen würde, scheinen die meisten Computer-Nutzer hingegen das Spiel mit dem Feuer zu bevorzugen.
Folgendes Schaubild sollte jedoch die unbedingte Notwendigkeit eines Antivirenschutzprogrammes verdeutlichen:

Darum benötigen Sie eine Antivirensoftware!
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Schutz der Privatsphäre
Mittlerweile speichert fast jeder Nutzer sensible und private Daten auf dem Computer, die nur in den seltensten Fällen für die breite Öffentlichkeit bestimmt sind. Hierzu zählen neben persönlichen Filmen und Bildern oft auch Dokumente und Passwörter.
Verschaffen sich nun aber Viren Zutritt auf das System, kann nicht immer nachvollzogen werden, was genau mit den jeweiligen Datensätzen passiert. So besteht beispielsweise die Gefahr, dass private Videos und Fotos ins Internet gelangen, sich dort in Windeseile verbreiten und in die falschen Hände geraten.

Nutzern, denen es egal ist, ob ihre privaten Bilder auch von Nachbarn und Kollegen gesehen werden können, stecken ihr Geld am besten in eine hochwertige Kamera-Ausstattung – alle anderen investieren lieber in ein gutes Virusschutzprogramm.
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Unnötiger Zeit- und Ressourcenaufwand
In ähnlichem Fahrwasser bewegt sich auch der zweite Aspekt: Ist ein System erst einmal infiziert, sind meist ein großer organisatorischer sowie zeitlicher Aufwand notwendig, um die gesamte Schadsoftware wieder zu entfernen. Häufig nisten sich Viren in systemrelevanten Dateien und Verzeichnissen ein, um sich von hier aus auf das restliche System auszubreiten. An dieser Stelle hilft oftmals nur noch ein Neuaufsetzen des Systems, was wiederum den Verlust aller Datensätze nach sich zieht und zudem sehr viel Zeit in Anspruch nimmt.
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Kampf gegen Kriminalität
Hinter den meisten Hacker-Angriffen stecken oftmals monetäre Absichten. Durch Schutzgelderpressung, Datendiebstahl oder Kreditkartenbetrug versuchen Kriminelle, an das Geld unvorsichtiger User zu gelangen.

Anstatt den Hackern durch Unvorsichtigkeit zu einem gesicherten Einkommen zu verhelfen, sollten Nutzer lieber Unternehmen unterstützen, die aktiv gegen solche Betrüger vorgehen. Wer daher ein Antivirusprogramm kauft, trägt auch dazu bei, dass Firmen mehr finanzielle Mittel haben, um gegen Verbrecher zu agieren.
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Schutz von Familie und Freunden
Wem Freunde und Familie am Herzen liegen, der kann ihnen dies auch in Form eines guten Antivirenprogrammes zeigen.
Beim regen Informationsaustausch über Messenger und soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter und Co wechseln häufig auch Fotos, Videos, Telefonnummern, Adressen oder gar Bankverbindungen den Besitzer. Sollte nun der eigene Computer kontaminiert sein, gefährden Nutzer nicht nur die eigenen Daten, sondern auch die von Freunden preisgegebenen Informationen. Schlimmer noch: Teilen Freunde Dateien per Download miteinander, können sich Viren problemlos auf neue Systeme ausbreiten.
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Einschreiten gegen Malware-Verbreitung
Haben sich Viren erst einmal im Computer eingenistet, verbreiten sie sich meist rasant weiter. Durch das Verschicken von Links und Inhalten an Dritte laufen auch andere PCs Gefahr, sich zu infizieren. Auf diese Weise fallen innerhalb kürzester Zeit viele Computer der Schadsoftware zum Opfre und der Wirkungskreis der Hacker weitet sich stetig aus.
über uns
Nachspiel mit der Justiz
Bei der Infizierung des Computers mit Viren geschieht es nicht selten, dass Kriminelle diesen ohne das Wissen des Besitzers für ihre eigenen Machenschaften benutzen. Die Beweisführung gestaltet sich in einem solchen Fall oftmals sehr schwierig und vor allem langwierig. Da sich nicht alle Schritte detailliert nachvollziehen lassen, kann es nachträglich zu Ärger mit der Justiz kommen. Nutzer, die dieses Risiko vermeiden wollen, leiten lieber bereits im Voraus wirkungsvolle Gegenmaßnahmen ein.
Diverse gute Gründe sprechen für ein Antivirenprogramm.

3. Kostenlose versus kostenpflichtige Virenscanner

Wer auf der Suche nach einem neuen Virenschutzprogramm ist, dem wird schnell auffallen, dass viele Hersteller häufig auch ein kostenloses Version ihrer Software anbieten. Hier stellt sich natürlich die Frage, weshalb man überhaupt Geld in ein Schutzprogramm investieren sollte, das auch kostenfrei erhältlich ist. Naturgemäß kann eine solche Frage nie pauschal mit „ja“ oder „nein“ beantwortet werden – allerdings sollten Nutzer vor ihrer Entscheidung einige grundlegenden Kriterien berücksichtigen:

Kostenlose Virenscanner liefern meist nur einen Basis-Schutz – vor allem im direkten Vergleich zur kostenpflichtigen Version des gleichen Herstellers bestehen häufig immense Unterschiede hinsichtlich der Erkennungsrate und der verfügbaren Zusatzfunktionen. Dementsprechend verfügt Freeware selten über Schutzmechanismen, die das Verhalten von noch unbekannter Malware analysieren können. Anstatt sowohl besonderes wie auch virentypisches Verhalten zu berücksichtigen, orientieren sich diese vielmehr an exakten, bereits bekannten Code-Sequenzen.

Ein weiterer entscheidender Punkt ist das Aktualisierungsverhalten. Während kostenpflichtige Programme mehrere Aktualisierungen täglich vornehmen, sind Freeware-Lösungen häufig auf Update-Intervalle im 24-Stunden-Zyklus beschränkt.

Die Effektivität eines Schutzprogrammes hängt allerdings nicht nur von der Engine oder den genutzten Suchmechanismen ab. Einen großen Stellenwert bei der kontinuierlichen Verbesserung des Programms nehmen auch die Endverbraucher selbst ein, da jene enorme Datenmengen liefern und die Programme in der realen Umgebung anwenden – nur hier lassen sich Zero-Day-Exploits tatsächlich identifizieren und bekämpfen.
Aus diesem Grund bieten viele Entwickler eine kostenlose Antivirenprogramme an. Sie forschen auf der Grundlage jener Informationen aktiv an Verbesserungen und aktualisieren täglich ihre Virendatenbanken.

Weiterhin müssen Nutzer von kostenlosen Virenprogrammen in der Regel damit leben, dass regelmäßig Werbeeinblendungen zum Kauf der Bezahlversion auffordern. Diese Werbeblöcke sind nicht nur störend, sondern beherbergen oft auch sogenannte Drive-by-Downloads, die ungewollte Programme wie etwa Toolbars installieren.

Schutzfunktion Kostenloses Programm Kostenpflichtiges Programm
Schutz vor bekannten Schädlingen    
Guter Schutz vor unbekannten Schädlingen    
Notfall-Bootmedium    
Schutz in sozialen Netzwerken    
Sicherheit bei Online-Transaktionen    
Firewall Internetschutz    
E-Mail Werbefilter    
Kinderschutz    
WLAN-Schutz    
Kostenlose Virenprogramme unterscheiden sich meist in ihrer Ausstattung von den kostenpflichtigen Anwendungen.

Kostenpflichtige Antivirus-Software bietet viele Vorzüge

In der Regel schneiden kostenlose Virenprogramme besser ab als die Windows-eigenen Schutzprogramme, doch im direkten Vergleich zu ihren kostenpflichtigen Pendants weisen sie dennoch viele Nachteile auf. Meist fehlen nützliche Funktionen wie eine Firewall, ein zusätzlicher Browserschutz oder aber ein Spamfilter. Auch können regelmäßige Werbeeinblendungen die Nutzer schnell stören. Ein weiteres großes Manko sind in jedem Falle die großen Update-Intervalle. Kostenlose Programme bieten somit eher einen passiven Schutz, während kostenpflichtige Antivirus-Software aktiv für eine sichere Umgebung sorgt.

4. Zusätzliche Sicherheitsfeatures bei Antivirenprogrammen

Der einfache Virenscanner, den kostenlose Antivirusprogramme mitbringen, bietet längst keinen ausreichenden PC-Schutz mehr gegen Bedrohungen wie Datendiebstahl oder tückische Erpresser-Trojaner. Die Hersteller von Virenschutzsoftware haben ihre Sicherheitsprogramme daher mit verschiedenen Zusatz-Features ausgestattet, die das PC-System beim Surfen im Internet umfassend absichern.

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Ein gutes Antivirenprogramm bietet neben dem Virenscanner weitere Zusatz-Schutzfunktionen gegen die vielfältigen Bedrohungen aus dem Netz.

Von welchen zusätzlichen Sicherheitsfeatures die Nutzer profitieren, zeigen wir in dem folgenden Abschnitt.

Sicherheit bei Online-Banking und Online-Shopping

Bankgeschäfte oder Einkäufe einfach online zu erledigen, hat sich im Laufe der letzten Jahre immer stärker durchgesetzt. Die Übertragung von sensiblen Daten wie Kontoverbindungen, Kreditkartendaten, Passwörtern, Adressen, Klarnamen und Geburtsdaten birgt jedoch ein hohes Risiko. Hacker können die Daten abfangen und mit gefälschter Identität auf Kosten gutgläubiger Internetnutzer ihre eigenen Geschäfte abwickeln. Moderne Antivirusprogramme sorgen hier für mehr Sicherheit, indem sie den Zahlungsverkehr in einen geschützten Browser verlegen. In diesem Modus sind die Daten vor Hacker-Zugriffen gefeit. Zudem prüft ein gutes Antivirenprogramm die Sicherheit der Webseite und warnt vor gefälschten Zahlungswebseiten.

    • Norton Security Standard

      19,99
      • unbegrenzter Virenschutz
      • keine Performanceeinbußen
      • sicherer Identitätsschutz
      • Onlinebankingschutz
      • kein Kinderschutz
      • 1 Gerät geschützt
    • Kaspersky
      Anti-Virus

      29,95
      • unbegrenzter Virenschutz
      • keine Performanceeinbußen
      • kein Identitätsschutz
      • kein Onlinebankingschutz
      • kein Kinderschutz
      • 1 Gerät geschützt

Firewall für Sicherheit im Netzwerk

Die Firewall verhindert, dass Hacker über das Netzwerk auf das PC-System des Nutzers zugreifen können. Das Sicherheitsmodul filtert den eingehenden und ausgehenden Datenverkehr zwischen PC und Internet. Vor allem in WLAN-Netzwerken bietet die Firewall eine unschätzbar wichtige Sicherheitshürde. Wer unterwegs mit dem Notebook auch öffentliche WLAN-Netze benutzen möchte, bleibt mit einer zuverlässigen Firewall für andere Surfer unsichtbar.

Spam-Schutz

Der E-Mail-Posteingang ist ein klassisches Einfallstor für Viren, Trojaner und Phishing-Versuche. Eine zuverlässige Antivirensoftware prüft eingehende E-Mails auf verdächtige Hyperlinks und Anhänge. Außerdem filtert sie unerwünschte Mails heraus, so dass diese nie in die Inbox gelangen.

Phishing-Schutz

Viele aktuelle Antivirusprogramme können sich in Form eines Add-ons mit den gängigen Internet Browsern verbinden. Durch diese Verknüpfung überprüft die Virenschutzsoftware die Suchergebnisse bei Google und Bing sowie angezeigte Links auf deren Sicherheit. Links mit Phishing- beziehungsweise Malware-Verdacht blockiert der digitale Sicherheitswächter sofort. Bei einigen Sicherheitspaketen erstreckt sich dieser Schutz auch auf soziale Netzwerke.

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Kriminelle kopieren sogar seriöse Sicherheitsprogramme, um andere zu schädigen.

Kindersicherung und Jugendschutz

Das Internet hält für Kinder unzählige Angebote zum Lernen und Spielen bereit. Doch nicht alle Webseiten sind für Kinder unbedenklich nutzbar. Ein Kinderschutzmodus verhindert, dass die neugierigen Sprößlinge auf ein blinkendes Banner klicken, Programme herunterladen oder nicht-jugendfreie Inhalte aufrufen. Dank einer Filterung nach dem Blacklist/Whitelist-Prinzip können Eltern über dieses Sicherheitstool gezielt kindgerechte Webinhalte auswählen. Einige Antivirenprogramme mit Kinderschutz haben zudem ein wachsames Auge auf die Kommunikation in sozialen Netzwerken und Chats. Falls das Kind in Abwesenheit der Eltern im Chat persönliche Daten herausgibt, schreitet der digitale Wächter ein.

Ransomware-Schutz

Die sogenannten "Erpresser-Trojaner" sind eine neue Form von Malware, die 2015 recht häufig auf dem Radar der IT-Security-Experten auftauchte. Die Schadsoftware sperrt persönliche Ordner auf der Festplatte und droht, diese erst nach Zahlung eines Lösegeldes wieder freizugeben. Die bekannten Sicherheitspakete sind nun für diese Bedrohung gerüstet. Nutzer können Ordner festlegen, die mit diesem besonderen Virenschutz überwacht und vor der unbefugten Verschlüsselung geschützt werden sollen.

Rettungsmodus

Viren und Rootkits, die sich im Bootsektor eingenistet haben, werden nicht entfernt, solange Windows läuft. Für diese Fälle können Nutzer bei guten Virenschutzprogrammen einen "Rettungsmodus" ausführen. Während der Rechner neustartet, entfernt der Virusscanner die übrige Malware vom PC.

5. Antivirussoftware für verschiedene Betriebssysteme

Unter Windows gehört ein zuverlässiges Virenschutzprogramm zur unbedingt notwendigen Standard-Ausstattung des PCs. Alle Programme aus dem Antivirussoftware-Vergleich sind daher mit folgenden Windows-Versionen kompatibel:

Wussten Sie schon, ...
… dass 2015 nahezu jeder zweite Internetnutzer in Deutschland in die Fänge von Cyber-Kriminellen geraten ist?
Dies ergab eine Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.
  • Windows 7
  • Windows 8 und 8.1
  • Windows 10

Zum Teil werden sogar die veralteten Versionen Windows XP und Windows Vista noch unterstützt. Da Microsoft den Support für diese Betriebssysteme demnächst einstellen wird (für Vista endet der Support im April 2017) oder dies bereits getan hat (XP wird seit April 2014 nicht mehr mit Sicherheitsupdates versorgt), sind Benutzer ohnehin gut beraten, auf eine aktuelle Version umzusteigen.

Wie sicher schützt der Windows Defender?

Seit Vista hat Microsoft ein eigenes Antiviren-Tool, den Windows Defender, in sein Betriebssystem integriert. 2015 hat das unabhängige IT-Security-Testinstitut AV-Test diesen Virenschutz auf Windows 8.1. ausführlich auf dessen Sicherheitsleistungen geprüft. Das Programm lieferte zwar ein besseres Ergebnis als in den Jahren zuvor ab. In der Kategorie "Schutzwirkung" verdiente der Windows Defender jedoch nur 0,5 von 6 Punkten. Damit bleibt das Microsoft-Tool deutlich hinter den besten Virenscannern zurück. Windows-Nutzer, die den PC wirklich zuverlässig gegen Malware sichern möchten, benötigen daher auf jeden Fall eine separate Sicherheitssoftware.

Brauche ich eine Antivirensoftware für Mac OS?

Apples Betriebssystem Mac OS gilt im Allgemeinen als wesentlich sicherer gegenüber Malware-Attacken als die Windows-Systeme. Zum einen arbeitet der Mac-eigene Selbstschutz mit Gatekeeper, Sandbox und Xprotect sehr effizient. Zum anderen sind die bekannten Cyber-Angriffe auf OS X zahlenmäßig bei Weitem nicht so hoch wie bei Windows. Da das Mac-System allerdings doch nicht gänzlich gesichert ist, bieten einige Hersteller von Sicherheitssoftware auch Antivirenprogramme für Mac an.

Tipp
Mehr über Virenschutzprogramme für Mac lesen Sie in unserem Vergleich der besten Mac-Virenscanner.

Ob sich ein externer Virusschutz für Mac lohnt, hängt auch vom Surfverhalten des Nutzers ab. Bei rein privater Nutzung dürfte der integrierte Schutz zuallermeist ausreichen. Personen, die ihren Mac in einem Firmennetzwerk verwenden, wird empfohlen, einen Mac-Virenschutz zu aktivieren. In einem Netzwerk ist das Risiko, dass Schadsoftware auf das System gelangt, höher. Der Mac kann so schnell zu einer "Malware-Schleuder" für alle anderen verbundenen Systeme werden. Zudem dürfen Kundendaten oder Unternehmenszahlen nicht in falsche Hände gelangen. Eine zusätzliche Schutzsoftware erhöht die Sicherheit signifikant.

Lohnt sich ein Virenscanner für Linux?

Das Betriebssystem Linux ist für Hacker uninteressant und bietet kaum Angriffsfläche für Malware, da Programme und Skripte aus dem Netz auf dieser Plattform nicht automatisch starten können. Unsicherheitsfaktoren sind hier unerfahrene Anwender und deren Unachtsamkeit – hier kann keine Sicherheitssoftware Schäden verhindern. Ein Virenscanner lohnt sich auf Linux nur dann, wenn Windows-Systeme geprüft werden müssen.

Virenschutz für mobile Geräte

Smartphone und Tablet sind in den letzten Jahren zu beliebten Alltagsbegleitern vieler Verbraucher geworden. Nutzer speichern immer mehr private Daten wie Adressen, Logins und Fotos auf den kleinen Computern. Mithilfe von Banking- oder Fintech-Apps wickeln einige User sogar ihre Finanztransaktionen über das Smartphone ab. Da sich die meisten Verbraucher nur um Virusschutzprogramme für den PC kümmern, bilden die mobilen Endgeräte eine kaum beachtete Sicherheitslücke. Kein Wunder also, dass es Cyberkriminelle verstärkt auf Smartphone und Co abgesehen haben.

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Mobile Endgeräte rücken immer mehr in den Fokus von Kriminellen.

Die Hersteller von Antivirusprogrammen haben diese Entwicklung jedoch erkannt. Viele bieten inzwischen eine passende Antivirus-App an. Diese Anwendungen ermöglichen es dem Nutzer, ihre Kommunikation zu verschlüsseln, wichtige Daten sicher abzuspeichern und Apps vor der Installation zu überprüfen. Positiv fällt auf, dass die Erkennung von Schädlingen auf mobilen Geräten bei einem Durchschnittswert von 98,9 Prozent liegt. Ein Fehlalarm kommt damit so gut wie nicht vor. Zudem wirken sich die meisten im Hintergrund laufenden Virenscanner kaum auf die Leistung der Smartphones und Tablets aus.

Welche Betriebssysteme brauchen einen Antivirenschutz?

Das Google-Betriebssystem mit seinem offenen Quellcode macht Android-Smartphones besonders angreifbar. Außerdem hat Android mit etwa 70 bis 80 Prozent weltweit den größten Marktanteil im Vergleich zu iOS und Windows Phone. Dadurch wird dieses mobile Betriebssystem für Cyberkriminelle noch interessanter.

Tipp
Einen Überblick über die Funktionen und Sicherheitsfeatures von Antivirus-Apps bietet unser Vergleich der besten Android-Virenscanner.

Ein weiteres Risiko besteht darin, dass Android-User ihre Apps nicht nur aus dem Google-Play-Store, sondern auch aus anderen Quellen beziehen können. Wer hier zu leichtsinnig ist, lädt sich womöglich Malware in Form von Apps auf sein Phone. Im Vergleich dazu sind iOS mit seiner geschlossenen Architektur und der App Store von Apple gut gegen Schadsoftware abgesichert. Eine Antivirussoftware benötigen iPhone-Nutzer nicht unbedingt. Auch Microsoft orientiert sich mit seinem Marketplace am sicheren App Store.

Wer sein Smartphone beziehungsweise das Tablet geschäftlich nutzt, sollte jedoch über ein Virenschutzprogramm nachdenken. Nach Angaben der Internet-Security-Experten von Kaspersky sind Unternehmen deutlich häufiger von Hacker-Angriffen bedroht als private Nutzer.

6. Welche Formen von Malware gibt es?

Der Begriff Malware (englisch für "Schadprogramme") umfasst sämtliche Bedrohungen, die als Software von außen in das PC-System eindringen können. Ein gutes Antivirenprogramm sollte jeden dieser Schädlinge erkennen und eliminieren. Mit welchen Formen von Malware die Virenscanner aus unserem Vergleich fertig werden, zeigt die folgende Übersicht:

Die gängigsten Malware-Formen
Virenvirus Die Computerviren sind die bekanntesten Software-Schädlinge. Die Programme "nisten" sich in einem Computersystem ein, können sich selbst vervielfältigen und verbreiten sich über Wechseldatenträger auf andere Systeme. Ihre Funktionsweise brachten dieser Form von Malware die Bezeichnung Virus ein. Voraussetzung ist, dass der User die infizierte Datei öffnet oder den beschädigten Datenträger an ein PC-System anschließt.
Experten unterscheiden Bootsektorenviren, Dateiviren, Makroviren und Scriptviren.
Würmerwürmer Computerwürmer sind Schadprogramme, die sich durch ihr eigenständiges Verhalten auszeichnen. Auch sie können sich reproduzieren. Im Gegensatz zu den Computerviren setzen sie keine vorhergehende Handlung durch den User voraus und infizieren andere Dateien nicht mit ihrem Schadcode. So können sie auf die Kontaktliste des E-Mail-Programmes zugreifen und selbstständig E-Mails versenden. Spam-Mails und deren Anhänge, gesendete Hyperlinks oder infizierte Server sind daher große Gefahrenquellen für digitale Systeme.
Würmer verbreiten sich ebenfalls über ein Netzwerk oder einen Wechseldatenträger. Sie infizieren den Computer, sobald sie Sicherheitslücken in einem System aufspüren.
Trojaner und Spywaretrojaner Zu dieser Gruppe zählen all diejenigen Schadprogramme, welche die digitalen Aktivitäten des Users überwachen und ausspionieren. Trojaner – auch Trojanische Pferde genannt – verstecken sich beispielsweise innerhalb nützlicher Programme und können von dort unbemerkt Daten stehlen. Selbst verbreiten können sich diese Schädlinge nicht. Die Tarnung als nützliche Software macht die Installation jedoch attraktiv. Auf diesem Wege findet die Malware den Zugang zum PC-System.
Ransomwareransomware Relativ neu sind die sogenannten "Erpressungs-Trojaner". Diese Malware verschlüsselt bestimmte Dateien auf der Festplatte. Meist handelt es sich dabei um persönliche Daten und Dokumente. Vom User wird ein Lösegeld gefordert, ansonsten bleiben diese Dateien für ihn gesperrt. Experten raten betroffenen Usern, umgehend Anzeige zu erstatten und den Virenschutz-Hersteller zu informieren. Wer die Geldforderung zahlt, spielt den Betrügern nur noch mehr Daten in die Hände. Ransomware kann über E-Mail-Anhänge, Sicherheitslücken im Internet-Browser oder über Cloud-Speicher wie Dropbox auf den Rechner gelangen. Bitdefender oder Kapsersky haben die aktuellen Versionen ihrer Antivirussoftware mit einem Ransomware-Schutz ausgestattet.
Phishingphishing Phishing ist eine Form von Datendiebstahl, der über gefälschte Webseiten oder Spam-E-Mails erfolgt. Cyberkriminelle versuchen dabei, an persönliche Daten wie Passwörter, Kontonummern oder TAN-Nummern zu gelangen. Gefälschte E-Mails, die im Namen von bekannten Einrichtungen wie Online-Banken oder Versanddienstleistern gesendet werden, bringen gutgläubige Nutzer dazu, auf einer gefälschten Webseite ihre Login-Daten einzugeben. Gute Antivirusprogramme überprüfen eingehende E-Mails auf verdächtige Hyperlinks. Weiterhin scannt der Virenschutz alle URLs, die beim Surfen im Internet auftauchen. Verdächtige Websites sollte die Antivirussoftware umgehend blockieren.
Rootkitsrootkits Die Aufgabe von Rootkits ist es, die Aktivitäten des eigentlichen Schadprogrammes auf dem Rechner zu verstecken. Alle Anmeldevorgänge und aktivierte Prozesse werden so abgeschirmt, dass der Virenscanner keinen Verdacht schöpft. Wenn das Virenschutzprogramm doch Malware auf dem System entdeckt, kann der Nutzer davon ausgehen, dass sich auch irgendwo ein Rootkit versteckt. Rootkits können Daten aufzeichnen und stehlen, aber auch "Hintertüren" (Backdoors) öffnen. Cyber-Kriminelle haben dann einen leichteren Zugriff auf das infizierte System. Oft hilft nur eine komplette Neuinstallation des Systems, um das Schadprogramm gänzlich loszuwerden.
Übersicht der wichtigsten Malware-Bedrohungen.

Der beste Schutz gegen die verschiedenen Arten von Malware ist eine Antivirussoftware auf dem aktuellen Stand. Sie sorgt dafür, dass Sicherheitslücken geschlossen werden, und scannt beständig sämtliche Aktivitäten im System.

7. Wie Funktioniert ein Antivirenprogramm?

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Antivirenprogramme müssen auf ein Potpourri unterschiedlicher Methoden vertrauen, um sämtliche Gefahren zu beseitigen.

Die Gründe für ein Antivirenprogramm sollten hinlänglich bekannt sein. Aber wie funktionieren derartige Programme überhaupt und welchen Schutz garantieren sie dem Nutzer tatsächlich?
Eine Antivirussoftware entspricht dem Immunsystem eines Computers, welches sämtliche Eindringlinge wie Computerviren, Würmer oder Trojanische Pferde frühzeitig erkennen und vernichten soll. In der Theorie ist diese Aufgabe somit denkbar einfach. Allerdings ist es angesichts der höchst anpassungsfähigen und infektiösen Programmen keine Selbstverständlichkeit, dass dieser Schutz zu jedem Zeitpunkt zu einhundert Prozent effektiv besteht. Abhilfe schafft meist nur eine Kombination aus unterschiedlichen Erkennungsmethoden.

Die klassische Virenerkennung

Die signaturbasierte Erkennung (auch reaktive Erkennung genannt) sollte das Grundgerüst eines jeden Antivirenprogrammes bilden. Hierbei untersucht die Software den Quellcode eines beliebigen Programmes auf Schadcode und gleicht diesen mit Signaturdatenbanken ab. Entdecken und identifizieren Spezialisten nun neuartige Bedrohungen, stellen die Hersteller von Antivirensoftwares umgehend entsprechende Signaturen zur Verfügung, welche einen wirkungsvollen Schutz gewährleisten. Allerdings führen ausbleibende Aktualisierungsvorgänge von Datenbanken jedoch zwangsläufig zur Ineffektivität des Programmes.
Leider ist es der Registrierung von Virensignaturen nicht möglich, mit der rapiden Zunahme neuer Schadprogramme Schritt zu halten, weshalb auf sogenannte proaktive Technologienzurückgegriffen werden muss.

Die reaktiven Methoden

Da zahlreiche Viren zudem in der Lage sind, ihren Quellcode per Reproduktion zu verändern, können sie der reaktiven Abwehr durch das Sicherheitsnetz schlüpfen. Dank der proaktiven Technik sind Antivirenprogramme imstande, selbst gegen unbekannte Infektionen das passende Gegenmittel zu finden. Vor allem folgende drei Instrumente der proaktiven Technologie haben sich im Kampf gegen neuartige Malware behauptet:

Proaktive Technologie Beschreibung
Heuristische Analyse Mit Hilfe der Heuristik sind Antivirenprogramme in der Lage, nach allgemeingültigen Merkmalen wie ungewöhnlichen Befehlen oder auffälligem Programmcode zu suchen, um neuartige Bedrohungen zügig zu identifizieren. Werden mehrere solcher Merkmale identifiziert, wird die Ausführung der Anwendung umgehend unterbunden.
Prinzipiell gleicht die Heuristik der signaturbasierten Erkennung – allerdings führt die Verwendung von verdächtigen Merkmalen anstelle von bekannten Virensignaturen zu einer höheren Fehlerquote.
Der Name dieser Methodik leitet sich von dem Forschungsgebiet der Heuristik ab. Ziel ist es, trotz geringer Informationslage, zu praktikablen Erkenntnissen zu kommen. Getreu des Prinzips „Trial and Error“ steht nicht die optimale Lösung im Vordergrund, sondern vielmehr die Einfachheit der Anwendung.
Sandbox-Technologie Eine Sandbox simuliert einen Computer innerhalb eines Computers. In dieser abgeschotteten Umgebung wird eine fragliche Anwendung ausgeführt und auf ihr Verhalten hin analysiert.
Da die Sandbox bei der Ausführung für eine Datei eine typische Verhaltensweise erwartet, schlägt das Antivirenprogramm bei einer minimalen Abweichung Alarm.
Verhaltensanalyse Analog zur Sandbox und Heuristik erkennt und blockiert die Verhaltensanalyse Malware anhand von typischen Verhaltensweisen. In Abgrenzung zur Sandbox-Technologie findet jene Analyse allerdings auf dem echten Computer in Echtzeit statt. Sollten nun auffällig viele verdächtige Aktionen oder Verstöße festgestellt werden, schreitet das Programm umgehend ein. Hierin liegt auch die Abgrenzung zur Sandbox und heuritischen Methodik. Während jene vor der Ausführung einer Anwendung aktiv sind, greift die Verhaltensanalyse erst nach dem Programmstart ein. Hiermit lässt sich somit eine Infektion nicht vermeiden, sondern nur eindämmen und größerer Schaden verhindern.
Vor allem auf diese drei proaktiven Technologien kommt es an.

8. Wie kann ich meinen Computer zusätzlich schützen?

Das Bedürfnis nach Sicherheit ist ein menschliches Grundbefinden, das sich mittlerweile auch auf Computer und digitalisierte Daten ausgeweitet hat. Allerdings wird ein Antivirenprogramm niemals in der Lage sein, dauerhaft hundertprozentige Sicherheit zu garantieren. Dafür arbeiten tagtäglich zu viele Kräfte daran, diesen Schutzwall niederzureißen. Cyberkriminelle sind unaufhörlich auf der Suche nach Sicherheitslücken, weswegen Tag für Tag neue, unbekannte Virenangriffe auf die Computersysteme einprasseln. Analog zu den biologischen Krankheitserregern gilt auch bei den digitalen Pendants die Regel: Vorsorge ist besser als Nachsorge. Wer zusätzlich zu einem Virenscanner einige Verhaltensregeln beachtet, steigert die Sicherheit von Computer und Daten enorm:


  • Schutzprogramm
    Eine Grundvoraussetzung ist natürlich ein guter und stets aktueller Virenschutz. Dieser schützt vor Angreifern, Spionagetools, Ransomware sowie Phishing-Software.
    Eine integrierte Firewall überwacht und überprüft zusätzlich ein- und ausgehende Verbindungen.

  • Windows-Version
    Die Microsoft-Richtlinien geben vor, dass die Betriebssysteme für einen Zeitraum von mindestens zehn Jahren kostenlos und automatisch sicherheitsrelevante Aktualisierungen erhalten. Nach Ablauf dieser Frist steht somit ein Betriebssystemwechsel an.
    Dementsprechend sollten folgende Versionen der Betriebssysteme aus dem Hause Microsoft baldmöglichst deinstalliert werden, da sie keine sichere Oberfläche mehr gewährleisten: Windows 3.X, Windows 9.X, Windows ME, Windows 2000 sowie Windows XP.

  • Sicheres Surfen
    Vor dem Surfen im World Wide Web sollten Nutzer sicherstellen, dass alle relevanten Aktualisierungen installiert sind. Auch sollten User Web-Adressen stets manuell eingeben, statt etwa einfach einem Link in einer Mail zu folgen, da diese manipulierbar sind und beispielsweise zu Phishing-Versuchen führen.
    Niemand sollte Finanztransaktionen von einem öffentlich zugänglichen Computer ausführen.
    Internet-Browsern erlaubt man am besten so wenig wie möglich und nur so viel wie nötig – nur wirklich relevante Add-ons installieren!

  • Rechner absichern
    Auf ihrem Betriebssystem können User ein Gastkonto mit eingeschränkten Rechten einrichten, um die Gefahr von ungewollten Drive-by-Downloads und -Installationen zu reduzieren.

  • Gratis-Software
    Auf die Installation von Gratis-Software aus dem Internet ist so oft wie möglich zu verzichten, da die Gefahr, dass diese Malware im Schlepptau hat, groß ist.

  • Notfall-Bootmedium
    In regelmäßigen Abständen sollten Nutzer den Computer über ein sauberes Notfall-Bootmedium starten, um Rootkits und Viren aufzuspüren

  • E-Mails und Anhänge
    E-Mails und Anhängen von unbekannten Adressaten muss jeder Surfer im Web immer kritisch gegenüberstehen.
    Allzu verlockende und reißerische Nachrichten ignorieren – hier lauern meist nur Viren, Würmer oder Trojaner.

  • Mehr ist nicht besser
    Nutzer sollten niemals zwei Virenscanner parallel installieren, da sonst die Gefahr besteht, dass sich die beiden Programme gegenseitig blockieren.

  • Netzwerke
    WLAN-Netzwerke müssen über eine WPA- oder WPA2-Verschlüsselung verfügen; nur Hardware mit einer dem WLAN-Router bekannten MAC-Adresse dürfen Zugriff darauf erhalten.

  • Backups
    Es empfiehlt sich, regelmäßig Sicherungskopien von wichtigen Daten oder dem gesamten System auf einem externen Speichermedium anzulegen, um eine rasche Wiederherstellung nach einem Angriff zu garantieren.
Tipp
Ein funktionierendes Antivirenprogramm ist nur die halbe Miete – auch das jeweilige Nutzerverhalten hat entscheidenden Einfluss auf die Sicherheit von Computer und Daten.

9. Fragen und Antworten zum Thema Virenschutz

Wo besteht die größte Gefahr, sich einen Virus oder Wurm auf den Rechner zu holen?

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Massenspeichermedien sorgen häufig für die ein oder andere böse Überraschung.

Über zwei Drittel aller Viren und Würmer lauern auf potentiell gefährlichen Webseiten, etwa solchen mit pornografischen Inhalten, oder auf Tauschbörsen. Dicht dahinter folgen Schädlinge, die sich über USB-Sticks oder lokale Netzwerke verbreiten.
Auch sogenannte Key-Generatoren (zu Deutsch: Schlüsselgeneratoren) dienen häufig der Verbreitung von Schadprogrammen. Hierbei handelt es sich um Anwendungen, die automatisch Freischaltcodes oder Seriennummern für kostenpflichtige Programme erstellen. Die große Beliebtheit und die weitere Verbreitung von Key-Generatoren spielen Hackern in die Hände, um ihre Viren und Würmer unter das Volk zu bringen.
Externe Festplatten sorgen ebenfalls häufig für die ein oder andere böse Überraschung.

Wie gelangt die Malware in das System?

Bei vielen Viren handelt es sich um Schädlinge, die der PC-Benutzer zwar unbemerkt, aber dennoch selbstständig in das Computersystem schleust. Häufig reichen ein falscher Klick oder ein unbedachter Download aus, um den PC mit einem Virus oder einem Wurm zu infizieren.
Die Motivation für die Programmierer hat meist finanzielle Hintergründe, da es für Kriminelle weitaus günstiger ist, Schadsoftware per Social Engineering zu verbreiten, als hierfür zunächst eine Sicherheitslücke in einem System aufzuspüren. Der Begriff Social Engineering, auch soziale Manipulation genannt, stammt ursprünglich aus dem Gebiet der angewandten Sozialwissenschaften. Im IT-Bereich meint er jedoch das Eindringen in fremde Computersysteme, um vertrauliche Daten einsehen zu können. Mittlerweile hat sich hierfür auch die Bezeichnung Social Hacking etabliert.
Nichtsdestotrotz sind es auch die Sicherheitslücken wie beispielsweise bei Adobe Reader und Java, wodurch viele Schadprogramme ohne Verschulden des Nutzers gewissermaßen nebenher als "Drive-by-Downloads" auf die Festplatte gelangen. Durch das unbeabsichtigte Herunterladen von Dateien auf den Rechner werden die Sicherheitslücken eines Browsers ausgenutzt, damit sich Schadsoftware automatisch und häufig unbemerkt auf dem Computer installiert.

Auf welche Daten und Dokumente haben es Cyberkriminelle besonders abgesehen?

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Meist liegen private und sensible Datensätze im Fokus von Cyberkriminellen.

Die meisten PC-Schädlinge verfolgen das Ziel, an die persönlichen Daten der Nutzer zu gelangen – hierzu zählen neben privaten Videos und Bildern vor allem Passwörter, Login- und Bank-Daten.
Häufig werden infizierte Computer auch an ein sogenanntes Bot-Netz, also eine Gruppe von automatisierten Computerprogrammen, angeschlossen. Für gewöhnlich laufen diese Bots (zu Deutsch: Roboter) auf vernetzten Rechnern, deren Netzwerkanbindungen sowie lokale Ressourcen ihnen zur Verfügung stehen. Betreiber illegaler Bot-Netze installieren diese jedoch ohne das Wissen der Verbraucher auf PCs und nutzen sie für ihre Zwecke aus.

Der Computer ist mit Malware infiziert! Was ist jetzt zu tun?

Der Virenscanner schlägt Alarm und meldet einen Fund. Die meisten Antivirenprogramme bieten an, die betroffene Datei in den Quarantäne-Ordner zu verschieben, um sie so vom System zu trennen. Anschließend kann der Nutzer entscheiden, ob die Datei entfernt oder repariert werden soll.
Falls die vorhandene Antivirensoftware den Schädling nicht findet oder in ihrer Funktion blockiert ist, können die folgenden Tipps helfen:

1. Die Schadsoftware über die Systemsteuerung entfernen

Im besten Fall lässt sich die Malware über die Systemsteuerung von Windows entfernen. Dafür ruft der Nutzer im Startmenü die Systemsteuerung auf. Hier sucht er den Menüpunkt "Programme" heraus. Dort findet er eine Liste mit allen installierten Anwendungen. Ist hier ein unbekanntes Programm aufgeführt, dass erst vor kurzem hinzugekommen ist, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es sich um die Malware handelt. Ein Klick auf den Button "Deinstallieren" sollte den Schädling entfernen. Anschließend sollte der Nutzer eine Antivirensoftware installieren und einen kompletten Systemscan durchführen.

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Aufgrund der Flut an neuen Bedrohungen kommt es vor allem auf die Aktualität von Virendatenbanken an.
2. Windows im abgesicherten Modus starten

Versteckt sich der Virus im Bootsektor, dann kann es helfen, den PC im abgesicherten Modus zu starten. Dazu tippt der User während des Startvorgangs auf die Taste F8 und wählt dann den entsprechenden Startmodus. Im diesem Modus lädt der Computer nur die nötigsten Befehle. Nach diesem Startvorgang kann der User den Virenscanner erneut aktivieren. Gegebenenfalls ist die Malware auch in diesem Modus über die Programmliste der Systemsteuerung entfernbar.

3. Ein zusätzliches Online-Antivirus-Tool nutzen

Mancher PC-Schädling ist so programmiert, dass er den vorhandenen Virenschutz blockiert. In diesem Fall kann ein kostenloses Tool Abhilfe schaffen. Bekannte Hersteller wie Bitdefender, Kaspersky oder Malwarebytes stellen auf ihren Webseiten kostenlose Analyse-Tools für den Notfall zur Verfügung. Mit einem solchen Hilfsmittel können einige unerwünschte Programme identifiziert und wieder entfernt werden. Nach der Installation scannt das Tool den Computer nach Malware und löscht auf Wunsch die gefundenen Programme.

Bei sehr hartnäckiger Malware wird der PC-Nutzer nicht umhinkommen, Windows komplett neu zu installieren.
Bei Unsicherheiten und Problemen sollten Anwender besser einen IT-Experten im Rat fragen, da er den Computer hundertprozentig von Viren und Würmern reinigen und das System neu aufsetzen kann.

10. So vergleichen wir

Wichtig!
Nutzer sollten besonders auf die Bedienbarkeit, Sicherheit, Performance und Qualität einer Antivirus-Software achten.

Mittlerweile existieren Antivirenprogramme wie Sand am Meer. Allerdings sind nicht alle davon in der Lage, dem User einen wirklich zuverlässigen Schutz anzubieten. Bei dieser großen Auswahl ist es für Anwender fast unmöglich, sich über alle Marktprodukte und deren Vor- und Nachteile zu informieren. Um die Computernutzer und Internetsurfer bei der Suche nach der passenden Software zu unterstützen, haben wir daher die vielversprechendsten Anbieter ausgewählt und diese miteinander verglichen.

Die vier Bewertungskriterien

Die jeweiligen Testberichte geben Aufschluss darüber, ob die Anbieter den Schutz, den sie garantieren, tatsächlich auch liefern. Doch worin unterscheiden sich die einzelnen Vertreter ihrer Zunft überhaupt? Steigt mit dem Preis einer Anwendung auch gleichzeitig deren Effektivität? Worauf sollten Kunden vor dem Kauf besonders achten? Netzsieger stellt vier relevante Kriterien eines Antivirusprogrammes vor, die maßgeblichen Einfluss auf die Qualität und Bedienbarkeit der Software haben:

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Antivirenprogramme sollen einen Sicherheitsriegel um das System errichten.

Der Bereich "Sicherheit" ist selbstverständlich die Königskategorie. Der Zweck eines Antivirusprogrammes besteht hauptsächlich darin, für die Sicherheit des Systems zu sorgen. In dieser Rubrik zeigt die Redaktion auf, wie zuverlässig das jeweilige Programm vor Malware schützt.

Folgende Fragen sind an dieser Stelle ebenfalls von großem Interesse: Wie funktioniert die Erkennungstechnologie? Werden Funde stets sicher und rückstandslos entfernt? Agiert die Software selbstständig oder liegen die Entscheidungen letztendlich beim Nutzer? Auch wird der Frage nachgegangen, welche nützlichen Zusatzfeatures das Paket komplettieren. Viele gute Virenschutzprogramme bringen unter anderem einen Passwortmanager und eine Kindersicherung mit. Auch können spezielle Profi-Tools von zentraler Bedeutung sein. Hierzu zählen unter anderem ein Daten-Shredder oder ein Daten-Eraser, die für eine endgültige Löschung und überschreibung von überflüssigen oder gar kompromittierenden Daten unerlässlich sind.

Da das Internet und dessen Möglichkeiten einen immer größer werdenden Stellenwert einnehmen, sollten Antivirenprogramme auch verschiedene Funktionen zum Schutz vor Identitätsdiebstahl (englisch "Phishing") bereithalten. Ob die Software auch einen gelungenen Phishing-Scanner zur Analyse von gefälschten E-Mails und Webseiten besitzt, bewerten wir ebenfalls in dieser Kategorie. Nicht zuletzt sollte ein gutes Virenschutzprogramm auch sichere Online-Geldtransaktionen ermöglichen. Deshalb umfassen und beurteilen die Vergleichstests auch diejenigen Tools, welche das SafePay für Banküberweisungen und E-Shopping ermöglichen.

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Häufig verbreitet sich Malware auch über portable Speichermedien wie USB-Sticks.

Das Bewertungskriterium "Performance" beschäftigt sich vorrangig mit den technischen Daten der jeweiligen Programme. Folgende Fragen sind daher von zentraler Bedeutung:
Wie sehr beanspruchen die Aktivitäten der Antivirussoftware die Ressourcen des Systems? Letztlich nützt ein bombenfester Schutz nichts, wenn dadurch die Rechnerleistung überstrapaziert wird und keinerlei Kapazitäten für weitere Aufgaben frei sind. Natürlich bewirbt jeder Entwickler die geringfügige Auslastung von Systemressourcen, aber entsprechen diese Angaben auch der Realität oder entpuppen sie sich als bloße Werbephrasen? Effektives, ungestörtes Arbeiten sollte auch während einer aktiven Systemüberwachung möglich sein.

Weiterhin nimmt sich diese Kategorie auch die jeweiligen Suchdurchläufe vor. Unterstützt das Antivirenprogramm ausschließlich manuelle Systemscans oder geht es selbstständig in Echtzeit auf die Jagd nach digitalen Plagegeistern? Viele digitale Bedrohungen verstecken sich außerdem auf elektronischen Datenträgern, wie beispielsweise CD-ROMS, Speicherkarten oder USB-Sticks. Aus diesem Grund ist hier auch der Umgang mit portablen Speichermedien von Interesse: Prüft die Antivirus-Software etwa USB-Sticks umgehend nach dem Verbinden automatisch oder bleiben solche Speichermedien ein unberechenbares Pulverfass?

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Die Programmführung sollte einfach und logisch zu bedienen sein.

Der Kampf gegen Viren und Malware ist aber bei Weitem nicht der einzige Gradmesser für eine gelungene Antivirussoftware. Auch die Feature-Hierarchie sollte einfach und logisch aufgebaut sein, so dass eine intuitive Bedienung jederzeit möglich ist.

Sind einzelne Funktionen nicht selbsterklärend, so ist es wünschenswert, dass sie mit einer kurzen Erläuterung versehen sind. Da natürlich auch Neueinsteiger das Programm nutzen möchten, sollte eine notwendige Einarbeitungsphase möglichst kurz ausfallen. Nervige Werbeeinblendungen oder sonstige Pop-up-Fenster haben dagegen in einer kostenpflichtigen Anwendung nichts verloren und führen gegebenenfalls zu einer Abwertung – ein integrierter Kinderschutz oder gar ein spezieller Spielmodus führen andererseits zu wertvollen Pluspunkten. 

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Da sich Komplikationen nie vollends vermeiden lassen, ist ein kompetentes Serviceteam unabdingbar.

Sowohl für Profis als auch für Neueinsteiger ist es manchmal nicht leicht, ein Antivirusprogramm in allen seinen Funktionen perfekt zu beherrschen – Komplikationen lassen sich aus diesem Grunde leider nie vollständig vermeiden. Im Fall der Fälle sollte der Nutzer auf einen kompetenten und freundlichen Support-Service vertrauen können.

Für eine zügige und zielgerichtete Lösung ist vor allem ein sofortiger Direktkontakt zum Expertenteam des Herstellers per Hotline und Live-Chat notwendig. Aber auch ein Angebot zur Selbsthilfe in Form eines FAQ-Bereichs oder eine Auflistung von Tipps sollten auf der Herstellerwebseite zu finden sein. Bietet ein Forum den Nutzern der Software eine Plattform, sich auszutauschen und gegenseitige Hilfe zu gewähren? Bestenfalls stehen jegliche Dienstleistungen in deutscher Sprache zur Verfügung. Netzsieger zeigt, welche Anbieter ihre Kunden nicht im Stich lassen.

badgeDas Fazit der Redaktion

Die derzeit besten und populärsten Antivirenprogramme durchlaufen jede der vier Bewertungskategorien. Die ermittelten Einzelnoten werden schließlich zu einer Gesamtnote verrechnet, auf deren Grundlage sich eine Rangliste ergibt. Auf diese Weise hofft die Netzsieger-Redaktion, nicht nur die spezifischen Vor- und Nachteile der Antivirenprogramme vorzustellen, sondern auch potentielle Kunden bei ihrer individuellen Kaufentscheidung zu unterstützen. Nutzer, die selbstständig der Frage nachgehen wollen, welches Antivirenprogramm zu ihnen passt, sollten einen Blick in in unsere Antivirus-Tests werfen.
Nach dem Vergleich der unterschiedlichen Antivirenprogramme ergibt sich folgendes Bild: Als bestes Antivirus küren wir Bitdefender Antivirus Plus. Dieser Virenscanner liefert das stimmigste Gesamtpaket im Kampf gegen die tägliche Bedrohung aus dem Netz ab. Aber auch Norton Security Deluxe und Kaspersky Anti-Virus müessen sich keineswegs verstecken und machen aus jedem Rechner eine wahre "Trutzburg”, die auch den trickreichsten digitalen Angreifern standhält.

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