LOADING

Antivirenprogramme

Test und Vergleich
Bitdefender Banner

Sicherheit

Performance

Bedienung

Hilfe & Support


bitdefender-banner

Die besten Antivirenprogramme 2016 im Test

Das Wichtigste in Kürze:
  • Antivirenprogramme schützen private und besonders sensible Daten.
  • Die Schutzsoftware verhindert die Weiterverbreitung von Schädlingen.
  • Allgemeine Präventivmaßnahmen der Nutzer sind dennoch unerlässlich.
  • Antivirenprogramme sollten nicht zu Performance-Einbußen des Computers führen.
  • Jährlich entstehen Schäden in Milliardenhöhe durch Viren und Co.

1. Antivirenprogramme - Der unverzichtbare Schutz für jeden Computer

Im digitalen Zeitalter zählt ein zuverlässiges Antivirenprogramm mittlerweile zur Grundausstattung eines jeden Computers. Die Hauptfunktion besteht vor allem darin, einem Rechner den nötigen Schutz gegen digitale Angriffe zu bieten, auf die Nutzer, vor allem beim Surfen im World Wide Web, zwangsläufig stoßen.

antivirus-tastatur
Wer möchte schon so vor seinem Computer sitzen?

Allerdings ist die Resonanz, welche derartige Softwares genießen, nicht selten auch von vielen Zweifeln über die tatsächliche Effektivität überschattet. Sind derartige Schutzprogramme wirklich die optimale Reaktion auf die digitale Bedrohung? Erhält der User mit einer Antivirensoftware ein vertrauenswürdiges Gegenmittel gegen die verschiedenen Schadprogramme oder funkt die Software beim Surfen ständig mit Warnungen und Update-Meldungen dazwischen?
Ihre Aktivität mit permanenten Scans und regelmäßigen Updates verursacht nicht selten auch Performance-Einbußen. Die Gefahren, die von Malware und Viren ausgehen, sind andererseits jedoch nicht zu unterschätzen. Auch wenn der Rechner im Extremfall ausgebremst wird, ist ein Antivirenprogramm in der Regel das Einzige, was zwischen dem PC und dem Datendiebstahl – oder gar einem völligen Datenverlust – steht.

  • Reinigt ein bereits befallenes System von Viren und Malware.
  • Liefert essentiellen Schutz gegen digitale Angriffe.
  • Sorgt für eine sichere Online-Banking-Umgebung.
  • Schirmt den E-Mail-Verkehr gegen Phishing-Versuche ab.
  • Warnhinweise und Statusmeldungen unterbrechen Arbeitsfluss.
  • Ständige Aktivität im Hintergrund kann Ressourcen übermäßig belasten.
  • Vermeintliche Fehlermeldungen können unnötig abschrecken.

Bezüglich ihrer Unverzichtbarkeit polarisieren die Antivirenprogramme somit die Diskussion zwischen den Usern wie kaum eine andere Software. Für die einen sind sie ein nötiger Bestandteil des heimischen Rechners, während besonders Systemadministratoren deren Zuverlässigkeit anzweifeln. Doch dabei gilt es abzuwägen: Selbstverständlich kann keine Antivirussoftware eine hundertprozentige Verteidigung gegen jeden Online-Angriff gewähren.

Antivirenprogramme – Ein unverzichtbarer Schutz gegen Malware und Viren

Analog zu echten Krankheiten trifft auch bei den digitalen Pendants die alte Regel zu: Vorsorge ist besser als Nachsorge. In diesem Sinne sind allgemeine Präventionsmaßnahmen unerlässlich.
Es empfiehlt sich zum Beispiel, behutsam zu navigieren und mit empfangenen Dateien vorsichtig umzugehen, vor allem, wenn diese aus einer unbekannten Quelle stammen. Aus diesem Grund achten viele User auf die Sicherheit, indem sie nur auf vermeintlich zuverlässigen Seiten surfen und keine fremden E-Mail-Anhänge öffnen. Doch selbst bedachte Internetsurfer können schnell in der Flut der digitalen Malware untergehen. Ist das System dann erst einmal infiziert, hat es auch die beste Antivirensoftware schwer.

Tipp: Ein funktionierendes Antivirenprogramm ist nur die halbe Miete – auch das jeweilige Nutzerverhalten hat entscheidenden Einfluss auf die Sicherheit von Computer und Daten.

2. Sechs Gründe, die für ein Antivirenprogramm sprechen

Der Computer nimmt heutzutage einen enormen Stellenwert im Leben der Menschen ein und begleitet viele nicht mehr nur im Arbeitsalltag, sondern auch in der Freizeit. Sie steuern zahlreiche (Arbeits-)Prozesse und erleichtern dadurch häufig auch die Organisation und die Koordination. Computer sind aus dem Alltag also kaum noch wegzudenken.

Aus diesem Grunde ist es umso erstaunlicher, wie fahrlässig häufig mit dem Thema Malware umgegangen wird. Während sich im „wahren Leben” kaum jemand freiwillig Viren und anderen Schädlingen aussetzt, scheinen die meisten Computer-Nutzer hingegen das Spiel mit dem Feuer zu bevorzugen. Den wenigsten Usern ist bewusst, welche Maßnahmen für einen wirklich rundum abgesicherten PC notwendig sind. Höchste Zeit, sich einmal genauer mit Antivirenprogrammen auseinanderzusetzen.

Die aufgeführten sechs Gründe stellen allesamt eindringliche Argumente für die Installation eines Antivirenprogrammes dar. Die Netzsieger-Redaktion fasst an dieser Stelle alle Aspekte nochmals in einem übersichtlichen Schaubild zusammen:

logo Heutzutage speichert fast jeder Nutzer sensible und private Daten auf dem Computer, die nur in den seltensten Fällen für die breite Öffentlichkeit bestimmt sind. Hierzu zählen neben persönlichen Filmen und Bildern oft auch Dokumente und Passwörter. 
Verschaffen sich nun aber Viren Zutritt auf das System, kann nicht immer nachvollzogen werden, was genau mit den jeweiligen Datensätzen passiert. So besteht beispielsweise die Gefahr, dass private Videos und Fotos ins Internet gelangen, sich dort in Windeseile verbreiten und in die falschen Hände geraten. 

Nutzern, denen es egal ist, ob ihre privaten Bilder auch von Nachbarn und Kollegen gesehen werden können, stecken ihr Geld am besten in eine hochwertige Kamera-Ausstattung – alle anderen investieren lieber in ein gutes Antivirenprogramm.
bilder In einem ähnlichen Fahrwasser bewegt sich auch der zweite Aspekt: Ist ein System erst einmal infiziert, sind meist ein großer organisatorischer und zeitlicher Aufwand notwendig, um die gesamte Schadsoftware wieder zu entfernen. 
Häufig nisten sich Viren in systemrelevanten Dateien und Verzeichnissen ein, um sich von hier aus auf das restliche System auszubreiten. An dieser Stelle hilft oftmals nur noch ein Neuaufsetzen des Systems, was wiederum den Verlust aller Datensätze nach sich zieht und zudem sehr viel Zeit in Anspruch nimmt.
 
texte Hinter den meisten Hack-Angriffen stecken oftmals monetäre Absichten. Das heißt, durch Schutzgelderpressung, Datendiebstahl oder Kreditkartenbetrug versuchen Kriminelle an das Geld unvorsichtiger User zu gelangen.

Anstatt den Hackern durch Unvorsichtigkeit zu einem gesicherten Einkommen zu verhelfen, sollten Nutzer lieber Unternehmen unterstützen, die aktiv gegen solche Betrüger vorgehen. Wer daher ein Antivirenprogramm kauft, trägt auch dazu bei, dass Firmen mehr finanzielle Mittel haben, um gegen Verbrecher zu agieren.
kontakt Wem Freunde und Familie am Herzen liegen, kann ihnen dies auch in Form eines guten Antivirenprogrammes beweisen.

Häufig findet ein reger Informationsaustausch über Messenger und soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter und Co statt. Fotos, Videos, Telefonnummern, Adressen oder gar Bankverbindungen wechseln leichtgläubig den Besitzer. Sollte nun der eigene Computer kontaminiert sein, gefährden Nutzer nicht nur die eigenen Daten, sondern auch die von Freunden preisgegebenen Informationen. Schlimmer noch: Teilen Freunde Dateien per Download miteinander, können sich Viren problemlos auf neue Systeme ausbreiten.
anfahrt Haben sich Viren erst einmal im Computer eingenistet, verbreiten sie sich meist rasant weiter. Durch das Verschicken von Links und Inhalten an Dritte laufen auch andere PCs Gefahr, sich zu infizieren. Auf diese Weise werden innerhalb kürzester Zeit viele Computer Opfer von Schadsoftware und der Wirkungskreis der Hacker weitet sich stetig aus.
über uns Durch die Infizierung des Computers mit Viren kann es durchaus vorkommen, dass Kriminelle diesen ohne das Wissen des Besitzers für ihre zwielichtigen Machenschaften ausnutzen. Die Beweisführung gestaltet sich in einem solchen Fall oftmals als sehr schwierig und vor allem langfristig. Da sich nicht alle Schritte detailliert nachvollziehen lassen, kann es nachträglich zu Ärger mit der Justiz kommen. Nutzer, die dieses Risiko vermeiden wollen, leiten lieber bereits im Voraus wirkungsvolle Gegenmaßnahmen ein.
Diverse gute Gründe sprechen für ein Antivirenprogramm.

3. Wie funktioniert ein Antivirenprogramm

Die Gründe für ein Antivirenprogramm sollten hinlänglich bekannt sein. Aber wie funktionieren derartige Programme überhaupt und welchen Schutz garantieren sie dem Nutzer tatsächlich?

Eine Antivirussoftware entspricht dem Immunsystem eines Computers, welches sämtliche Eindringlinge wie Computerviren, Würmer oder Trojanische Pferde frühzeitig erkennen und vernichten soll. In der Theorie ist diese Aufgabe somit denkbar einfach.
Allerdings ist es angesichts der höchst anpassungsfähigen und infektiösen Programmen keine Selbstverständlichkeit, dass dieser Schutz zu jedem Zeitpunkt zu einhundert Prozent effektiv besteht. Abhilfe schafft meist nur eine Kombination aus unterschiedlichen Erkennungsmethoden.

antivirus-hand
Antivirenprogramme müssen auf ein Potpourri unterschiedlicher Methoden vertrauen, um sämtliche Gefahren zu beseitigen.

Die signaturbasierte Erkennung (auch reaktive Erkennung genannt) sollte das Grundgerüst eines jeden Antivirenprogrammes bilden. Hierbei untersucht die Software den Quellcode eines beliebigen Programmes auf Schadcode und gleicht diesen mit Signaturdatenbanken ab. Entdecken und identifizieren Spezialisten nun neuartige Bedrohungen, stellen die Hersteller von Antivirensoftwares umgehend entsprechende Signaturen zur Verfügung, welche einen wirkungsvollen Schutz gewährleisten. Allerdings führen ausbleibende Aktualisierungsvorgänge von Datenbanken jedoch zwangsläufig zur Ineffektivität des Programmes.
Leider ist es der Registrierung von Virensignaturen nicht möglich, mit der rapiden Zunahme neuer Schadprogramme Schritt zu halten, weshalb auf sogenannte proaktive Technologien zurückgegriffen werden muss.

Da zahlreiche Viren zudem in der Lage sind, ihren Quellcode per Reproduktion zu verändern, können sie der reaktiven Abwehr durch das Sicherheitsnetz schlüpfen. Dank der proaktiven Technik sind Antivirenprogramme imstande, selbst gegen unbekannte Infektionen das passende Gegenmittel zu finden. Vor allem folgende drei Instrumente der proaktiven Technologie haben sich im Kampf gegen neuartige Malware behauptet:

Proaktive Technologie Beschreibung
Heuristik Mit Hilfe der Heuristik sind Antivirenprogramme in der Lage, nach allgemeingültigen Merkmalen wie ungewöhnlichen Befehlen oder auffälligem Programmcode zu suchen, um neuartige Bedrohungen zügig zu identifizieren.
Prinzipiell gleicht die Heuristik der signaturbasierten Erkennung – allerdings führt die Verwendung von verdächtigen Merkmalen anstelle von bekannten Virensignaturen zu einer höheren Fehlerquote.
Sandbox-Technologie Eine Sandbox simuliert einen Computer innerhalb eines Computers. In dieser abgeschotteten Umgebung wird eine fragliche Anwendung ausgeführt und auf ihr Verhalten hin analysiert. Da die Sandbox bei der Ausführung für eine Datei eine typische Verhaltensweise erwartet, schlägt das Antivirenprogramm bei einer minimalen Abweichung Alarm.
Verhaltensanalyse Analog zur Sandbox und Heuristik erkennt und blockiert die Verhaltensanalyse Malware anhand von typischen Verhaltensweisen. In Abgrenzung zur Sandbox-Technologie findet jene Analyse allerdings auf dem echten Computer in Echtzeit statt. Sollten nun auffällig viele verdächtige Aktionen oder Verstöße festgestellt werden, schreitet das Programm umgehend ein.
Vor allem auf diese drei proaktiven Technologien kommt es an.

4. Pseudo-Schutzprogramme - Eine unterschätzte Gefahr

Rein optisch unterscheiden sich Pseudo-Schutzprogramme kaum von echter Antivirus-Software. Sie sehen einem professionellen Virenschutz zum Verwechseln ähnlich, stellen in Wirklichkeit jedoch gefährliche Schadsoftware dar, die Viren einschleust und wichtige Dateien auf dem Computer löscht.  

antivirus-betrug
Kriminelle kopieren sogar seriöse Sicherheitsprogramme, um andere zu schädigen

IT-Experten schätzen, dass es im Internet mehr als 100 Programme gibt, die sich als Antiviren-Software tarnen. Der Schädling ist dabei in dem Tool selbst versteckt und breitet sich selbstständig aus.
Zusätzlich kursieren auch viele Pseudo-Schutzprogramme, die keinen direkten Schaden anrichten, jedoch nutzlose Bezahl-Versionen verkaufen möchten. Hierfür bieten sie zwar harmlose (aber eben auch völlig wertlose) Tools an und fordern im Anschluss User dazu auf, eine teure Variante zu erstehen. Oftmals scannen diese Programme „kostenlos” den Computer und finden dabei Viren, die sich angeblich auf dem PC befinden. In fast allen Fällen handelt es sich hierbei um bewusste Falschmeldungen. Wenn das Programm im Anschluss die Malware beseitigen soll, ist dies an den Kauf der kostenpflichtigen Variante der Anwendung gekoppelt. User zahlen also häufig viel Geld, um Viren beseitigen zu lassen, die es in der Regel gar nicht gibt.

Fast alle Pseudo-Schutzprogramme manipulieren allerdings das Windows-Betriebssystem oder bestimmte Programme. Auf diese Weise können sie besser vermeintliche Warnhinweise einschleusen und gleichzeitig das Betriebssystem zerstören. Zusätzlich schalten die Programme auch wichtige Sicherheitsvorkehrungen an dem PC aus, um weiteren Viren und anderen Schädlingen noch einfacher Zutritt zu verschaffen.

Bitdefender

5. Malware und Viren: Eine ständige Gefahr im World Wide Web

Computerexperten bezeichnen digitale Gefahren mit dem allgemeinen Sammelbegriff Malware (deutsch: bösartiges Programm). Noch verbreiteter ist allerdings der Terminus Virus, welcher die Vorgehensweise dieser Programme sehr anschaulich illustriert. Denn digitale Viren verhalten sich ein bisschen wie ihre biologischen Pendants:

Malware setzt die Ressourcen des Benutzers gegen ihn selbst ein, um unerwünschte und oft schädliche Funktionen im System auszuführen.

Entsprechend ihrer Verhaltensweise teilen Informatiker Malware in drei Hauptgruppen ein:

  • Computerviren:
    antivirus-warning
    Malware lässt sich entsprechend ihrer Funktionsweise einteilen.
    Derartige Schadprogramme verstecken sich in einer Datei und vermehren sich, sobald der User auf das infizierte Verzeichnis zugreift. Auch Spam-Mails, deren Anhänge oder infizierte Server stellen Gefahrenquellen für digitale Systeme dar.
  • Computerwürmer:
    Computerwürmer zeichnen sich durch ihr eigenständiges Verhalten aus. Im Gegensatz zu den Computerviren setzen diese Programme keine vorhergehende Handlung durch den User voraus. Würmer verbreiten sich vielmehr über ein Netzwerk und infizieren den Computer, sobald sie Sicherheitslücken in einem System aufspüren.
  • Trojaner und Spywares:
    Zu dieser Gruppe zählen all diejenigen Schadprogramme, welche die digitalen Aktivitäten des Users überwachen und ausspionieren.
    Trojaner – auch Trojanische Pferde genannt – verstecken sich beispielsweise innerhalb nützlicher Programme und können von dort unbemerkt wichtige Daten stehlen.

Weitere bekannte Malware-Gruppen sind beispielsweise Ransomware, welche den Zugriff auf wichtige Daten blockieren und anschließend Lösegeld zur Freigabe fordern, oder Keylogger, welche Tasteneingaben des Anwenders überwachen, um Passwörter und Bankinformationen zu ermitteln.

6. Die größten Gefahren – Wer hält die traurigsten Rekorde?

Obwohl die aktuellen Betriebssysteme heute besser abgesichert sind als noch vor zehn Jahren, ist die Liste der Viren und Würmer, die täglich Computer infizieren, enorm lang. Es ist kein Geheimnis, dass die Zahl der Computerviren stetig zunimmt.
Im vergangenen Jahr wurden laut der Jahresanalyse von Kaspersky rund 38 Prozent aller Computer weltweit mindestens einmal von einem Schädling befallen. Bei den meisten Angreifern handelt es sich um Computerviren, die sich selbst verbreiten und reproduzieren können. Schon allein aus diesem Grunde gilt es, diese Eindringlinge zu bekämpfen, um eine rasante Weiterverbreitung zu verhindern. Andernfalls wären binnen weniger Tage zahllose Rechner befallen und (finanzielle) Schäden in mehrfacher Millionenhöhe die Folge.

antivirus-email
E-Mails zählen zu den gängigsten Distributionswegen für Viren.

Kriminelle setzen mittlerweile vermehrt darauf, ihre Viren per E-Mail zu verschicken. Ein besonderes Gefahrenpotential besitzen dabei Würmer, da diese selbstständig wirken, sobald der Adressat die elektronische Post öffnet. Das Heimtückische an ihnen ist aber vor allem, dass sie das digitale Adressbuch des Geschädigten nach weiteren Kontakten durchsuchen und sich anschließend im Schneeballsystem an alle vorhandenen Adressen verschicken. Daher ist es ratsam, keine Anhänge von E-Mails zu öffnen, bei denen der Absender unbekannt ist. Solche Nachrichten sollten ungelesen bleiben und unverzüglich in den Papierkorb wandern.

Die Schäden, die durch Malware entstehen, können schnell mehrere Milliarden Euro betragen. Doch welche Angreifer haben in den vergangenen Jahren die größten Schäden angerichtet und wie konnten sie in die Systeme eindringen? Die Netzsieger-Redaktion hat die gefährlichsten Viren aufgespürt und erklärt den Schaden, den sie anrichteten.

Im Jahre 2003 verursachte der Wurm Slammer einen Schaden in einer Höhe von insgesamt 1,2 Milliarden Dollar. Da sich Würmer selbst ausstreuen und nicht auf vorhandene Codes angewiesen sind, ging die Verbreitung innerhalb kürzester Zeit vor sich. Da Slammer in knapp 30 Minuten etwa 75.000 Microsoft-Server infizieren konnte, waren weite Teile des Internets für mehrere Stunden außer Gefecht gesetzt. Aufgrund des wahllosen Befalls von IP-Adressen verbreitete sich der nur 376 Byte kleine Schädling nach dem Zufallsprinzip, bis er alle nicht abgesicherten Server aufgefunden hatte. Das Ursprungsland ist allerdings bis heute nicht bekannt.

antivirus-virus
Malware ist nicht einfach nur ärgerlich, sondern verursacht häufig auch einen finanziellen Schaden.

Bereits zwei Jahre zuvor richtete der Virus Code Red einen noch größeren finanziellen Schaden an. Der Eindringling nutzte hierfür eine Schwachstelle in Windows 2000 und Windows NT. Code Red nistete sich auf über einer Million PCs ein, indem er über IP-Adressen nach ungeschützten Windows-Computern suchte. Allerdings handelt es sich hierbei um einen vergleichsweise harmlosen Vertreter, da er bereits durch einen einfachen Neustart entfernt werden konnte. Nichtsdestotrotz beliefen sich die Kosten für Ausfälle und Schädlingsbekämpfung auf insgesamt 2,6 Milliarden Dollar.

Der Spitzenreiter der Viren, der einen der größten finanziellen Schäden in der Geschichte hinterließ, ist jedoch MyDoom, der erstmals im Januar 2004 registriert wurde. Er infizierte circa zwei Millionen Computer weltweit über die Verbreitung von E-Mails. Innerhalb eines Tages hatte der Wurm bereits über 300.000 Systeme befallen. Der durch MyDoom entstandene Schaden wird auf über 38 Milliarden Dollar geschätzt.

7. Virenschutz für mobile Geräte

Heutzutage sind nicht mehr nur Computer und Laptops von Malware bedroht. Viren und Würmer wollen mittlerweile auch an die Daten von Smartphone- und Tablet-Nutzern. Seit einigen Jahren sind die mobilen Endgeräte bereits auf dem Vormarsch, weshalb es nur eine Frage der Zeit war, bis Hacker auch diese als attraktives Ziel für Schadsoftware betrachteten.

Da der Fokus meist nur auf dem Schutz des PCs liegt, bietet das Smartphone die perfekte Angriffsfläche für Schädlinge. Zudem werden hier häufig private Daten wie beispielsweise Bilder und Videos gespeichert, was wiederum den Verlust besonders schmerzlich macht.

Betrügerische Homepages sind daher selbstverständlich auch für Handy- und Tablet-User ein großes Risiko. Generell unterscheiden sich die Strategien der Angreifer kaum von denen, die auch für ihre großen Verwandten, die Computer, herangezogen werden. Getarnt hinter vermeintlich seriösen Seiten wollen Hacker vorwiegend an Bankdaten, Passwörter und andere sensible Daten der Verbraucher gelangen.

antivirus-schloss
Mobile Endgeräte rücken immer mehr in den Fokus von Kriminellen.

IT-Experten haben jedoch aufgerüstet und zahlreiche Antivirenscanner für die mobilen Endgeräte entwickelt. Hierbei stehen dem Nutzer sowohl kostenfreie wie auch kostenpflichtige Apps zur Verfügung. Mit der Hilfe solcher Anwendungen können Nutzer beispielsweise ihre Kommunikation verschlüsseln oder Daten sicher aufbewahren. Während Applikationen wie eWallet oder mSecure beispielsweise Login- und Bankdaten verbergen, zerstört ein Programm wie Wickr sämtliche übermittelten Nachrichten. Zudem kann die Sicherheits-Software dazu beitragen, verlorene oder gestohlene Smartphones und Tablets wiederzufinden.

Besonders die Offenheit des Google-Betriebssystems macht Android verwundbar. Zusätzlich können User ihre Apps nicht nur aus dem Google-Store, sondern oft auch aus fragwürdigen Quellen beziehen, weshalb Schädlinge leicht auf die Geräte gelangen. Im Vergleich dazu ist Apples iOS relativ gut abgesichert, weshalb das Betriebssystem Angriffe meist effektiv abwehrt.

Positiv fällt auf, dass die Erkennung von Schädlingen auf mobilen Geräten bei einem Durchschnittswert von 98,9 Prozent liegt. Somit stellen Fehlalarme kein großes Problem dar. Zudem wirken sich die meisten im Hintergrund laufenden Virenscanner kaum auf die Leistung der Smartphones und Tablets aus.

Wussten Sie schon,...
… dass im Jahre 2015 nahezu jeder zweite Internetnutzer Deutschlands in die Fänge von Cyber-Kriminellen geraten ist. Dies ergab eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

Nichtsdestotrotz sollten sich Nutzer vor der Installation von Sicherheits-Apps genau über den Hersteller informieren. Denn ähnlich den Antivirenprogrammen für Computer finden sich auch hier nutzlose oder gar schädliche Apps. Teilweise wollen Hacker durch die vermeintlichen Sicherheitsprogramme nur Zutritt zu privaten Daten erlangen. Obwohl sowohl Android als auch Google Applikationen, die als gefährlich gemeldet werden, schnell entfernen, sollten User vorsichtig sein. Und vor allem gilt: Weniger ist mehr. Auch wenn genügend Speicherplatz vorhanden ist, hat es keinen Sinn, Sicherheits-Apps zu horten, da sich die Programme gegenseitig blockieren und ausschalten. Stattdessen sollten Nutzer lieber wenige vertrauenswürdige Apps installieren, bevor sie auf bloße Masse setzen.

8. Einrichtung eines Antivirenprogrammes – Das sollten Nutzer beachten

Damit ein Antivirenprogramm einwandfrei funktionieren und ungestört arbeiten kann, muss der Nutzer es zuvor ordnungsgemäß installieren und einrichten. Natürlich ist es auch in der Folge besonders wichtig, dass die Sicherheitssoftware ungehindert wirken kann, allerdings sollte der Nutzer zu keinem Zeitpunkt in seiner eigenen Arbeit eingeschränkt werden. 

Das alte Programm vor der Installation entfernen

Bevor ein neues Antivirenprogramm installiert wird, sollten Nutzer zunächst sicherstellen, dass das alte von der Festplatte gelöscht ist, da sich die beiden Softwares ansonsten gegenseitig für eine Bedrohung halten. Zusätzlich gilt es auch, alle alten Einträge des Programmes in der Registrierungsdatenbank zu beseitigen. Hierfür gibt es spezielle „Registry Cleaner”, die diese Aufgabe übernehmen.

Installiert der Nutzer zum allerersten Mal ein Antivirenprogramm, wird er häufig gefragt, ob die Software auf bestimmte Bereiche des Betriebssystems zugreifen darf. Verständlicherweise reagieren viele User an dieser Stelle erst einmal skeptisch. Dennoch ist es nötig, alle Aktionen zu gestatten, damit das Programm seiner Aufgabe vollständig nachgehen kann.
Viele Anbieter stellen zudem eine kostenfreie Version ihres Virenschutzes für einen begrenzten Zeitraum zur Verfügung. User sollten dies ausnutzen, um das Antivirenprogramm unverbindlich auszuprobieren.

Regelmäßige Updates sorgen für einen besseren Schutz

Da tagtäglich neue Malware-Kreationen das Internet bevölkern, sind regelmäßige Updates von Virendatenbanken unverzichtbar. Im Regelfall übernimmt eine automatische Update-Funktion diese essentielle Aufgabe, so dass Nutzer ihre Zeit anderen Aufgaben widmen können.

antivirus-schloss
Aufgrund der Flut an neuen Bedrohungen kommt es vor allem auf die Aktualität von Virendatenbanken an.

Praktisch ist jedoch, dass User die Häufigkeit solcher Updates frei wählen können. Wer oft auf „sensiblen” Seiten unterwegs ist und beispielsweise viele Filme schaut, sollte mindestens alle 24 Stunden ein Update beziehen. Wird der Computer hingegen eher selten verwendet und weiß der Nutzer, dass die Seiten vertrauenswürdig sind, kann er den Abstand selbstverständlich auch vergrößern.

Weiterhin ist eine regelmäßige Systemprüfung sinnvoll, da hierdurch bereits vorhandene Schädlinge entfernt werden können. Dank einer weiteren Automatik kann auch dies ohne größeren logistischen Aufwand geschehen.
Da eine derartige Systemprüfung jedoch auch viele Systemressourcen beansprucht, müssen Nutzer diesbezüglich Abstriche in Kauf nehmen. Allerdings besteht auch häufig die Möglichkeit, einen „niedrigen“ Suchvorgang auszuwählen, welcher zwar etwas länger dauert, dafür wesentlich ressourcenschonender ausfällt. Im Idealfall findet die Prüfung immer dann statt, wenn der Computer gerade nicht benötigt wird. 

Hier noch einmal die wesentlichen Fakten im Überblick:

Vorheriges Programm vollständig löschen

Kostenlose Test-Version nutzen

Konstante System-
prüfung einschalten

  • updates
  • zugriff
  • automatisch
  • testen
  • löschen
  • prüfen

Regelmäßige Updates der Software durchführen

Automatische Update-Funktion verwenden

Uneingeschränkter Zugriff auf das System

9. Fragen und Antworten zum Thema Antivirenschutz

Bei der Beschäftigung mit dem Themengebiet der Antivirenprogramme hat sich die Netzsieger-Redaktion mit weiteren Fragestellungen auseinandergesetzt, die Lesern hilfreiche Antworten und Tipps zum Umgang mit Schadsoftware bieten sollen.

1. Wo besteht die größte Gefahr, sich einen Virus oder Wurm einzufangen?

Über zwei Drittel aller Viren und Würmer lauern auf potentiell gefährlichen Webseiten, etwa solchen mit pornografischen Inhalten, oder auf Tauschbörsen. Dicht dahinter folgen Schädlinge, die sich über USB-Sticks oder lokale Netzwerke verbreiten.
Auch sogenannte Key-Generatoren (zu Deutsch: Schlüsselgeneratoren) dienen häufig der Verbreitung von Schadprogrammen. Hierbei handelt es sich um Anwendungen, die automatisch Freischaltcodes oder Seriennummern für kostenpflichtige Programme erstellen. Die große Beliebtheit und die weitere Verbreitung von Key-Generatoren spielen Hackern in die Hände, um ihre Viren und Würmer unter das Volk zu mischen. 

antivirus-usbsticks
Massenspeichermedien sorgen häufig für die ein oder andere böse Überraschung

2. Auf welche Art infizieren sich die meisten Computer mit einem Virus?

Bei vielen Viren handelt es sich um Schädlinge, die das Opfer zwar unbemerkt, aber dennoch selbstständig in das eigene System schleust. Häufig reichen ein falscher Klick oder ein unbedachter Download aus, um einen PC mit einem Virus oder einem Wurm zu infizieren.

Die Motivation für die Programmierer hat meist finanzielle Hintergründe, da es für Kriminelle weitaus günstiger ist, Schadsoftware per Social Engineering zu verbreiten, als hierfür zunächst eine Sicherheitslücke in einem System aufzuspüren.
Der Begriff Social Engineering, auch soziale Manipulation genannt, stammt ursprünglich aus dem Gebiet der angewandten Sozialwissenschaften, meint in diesem Zusammenhang jedoch das Eindringen in fremde Computersysteme, um vertrauliche Daten einsehen zu können. Mittlerweile hat sich hierfür auch die Bezeichnung Social Hacking etabliert.

Nichtsdestotrotz gibt es auch immer wieder Systemlücken wie beispielsweise bei Adobe Reader und Java, wodurch viele Schadprogramme ohne Verschulden des Nutzers und quasi nebenher, sprich, als Drive-by-Downloads auf die Festplatte gelangen. Durch das unbeabsichtigte Herunterladen von Dateien auf den Rechner werden die Sicherheitslücken eines Browsers ausgenutzt, damit sich Schadsoftware automatisch und häufig unbemerkt auf dem Computer installiert.

3. Welche Absichten verfolgen die Schädlinge?

Die meisten Schädlinge verfolgen das Ziel, an die persönlichen Daten der Nutzer zu gelangen – hierzu zählen neben privaten Videos und Bildern vor allem Passwörter, Login- und Bank-Daten.
Häufig werden infizierte Computer auch an ein sogenanntes Bot-Netz, also eine Gruppe von automatisierten Computerprogrammen, angeschlossen. Für gewöhnlich laufen diese Bots (zu Deutsch: Roboter) auf vernetzten Rechnern, deren Netzwerkanbindungen sowie lokale Ressourcen ihnen zur Verfügung stehen. Betreiber illegaler Bot-Netze installieren diese jedoch ohne das Wissen der Verbraucher auf PCs und nutzen sie für ihre Zwecke aus.

antivirus-hand
Meist liegen private und sensible Datensätze im Fokus von Cyberkriminellen.

4. Wie sollten Nutzer mit einem infizierten Computer umgehen?

Im Idealfall gibt ein installiertes Virenprogramm schrittweise Anleitungen, wie der User vorzugehen hat. Sollte ein solches Programm jedoch nicht vorhanden sein, ist es ratsam, den Computer auch von einer Antiviren-CD booten zu lassen. Hierbei werden der PC neugestartet und alle gespeicherten Daten noch einmal geladen.
Es besteht auch die Möglichkeit, Windows komplett neu zu installieren. Diese Option ist deshalb sinnvoll, weil viele Schädlinge meist nicht nur einen Virus auf dem PC installieren, sondern gleich mehrere Schadcodes verbreiten.
Bei Unsicherheiten und Problemen sollte aber definitiv ein IT-Experte zurate gezogen werden, da er den Computer hundertprozentig von Viren und Würmern reinigen und neu aufsetzen kann.

5. Deinstallation eines Pseudo-Antivirenprogrammes

Pseudo-Antivirenprogramme können sich Nutzer schnell beim vermeintlich harmlosen Surfen im Internet einfangen. Oftmals genügt ein falscher Klick und schon befindet sich ein solches Programm auf dem Rechner. Ist es erst einmal installiert, lässt es sich nur schwer entfernen. Die Netzsieger-Redaktion zeigt daher, wie User diese Art von Software wieder loswerden:

1. Systemsteuerung

Bestenfalls lässt sich das Programm bereits über die Systemsteuerung wieder entfernen. Leider sind nur die wenigsten Tools derartig einfach gestrickt und tauchen stattdessen oft gar nicht erst in der Software-Liste des PCs auf. In diesem Fall sollten Experten zurate gezogen oder die weiteren Ratschläge berücksichtigt werden.

2. Den PC mit einem echten Antivirenprogramm scannen

Gute Antivirenprogramme finden heute auch Spyware. Die Erkennungsrate ist jedoch nicht so hoch wie bei speziellen Anti-Spyware-Tools. Nichtsdestotrotz sollte der einfachste Weg nicht unversucht bleiben. Während das richtige Antivirenprogramm im Hintergrund läuft und nach Lösungen sucht, kann der Nutzer nach expliziter Anti-Spyware Ausschau halten.

Teilweise schalten Pseudo-Schutzprogramme allerdings die Original-Software aus, um leichtes Spiel zu haben. In diesem Fall sollten Nutzer nach spezieller Anti-Spyware suchen.

3. Anti-Spyware-Tools nutzen

Mit einem Anti-Spyware-Tool können die meisten Pseudo-Schutzprogramme problemlos wieder entfernt werden. Teilweise gibt es diese Software auch als kostenlosen Download. Nach der Installation scannt das Tool den Computer nach Malware und löscht die gefundenen Programme auf Wunsch.

Aber auch hier ist natürlich Vorsicht angesagt – Ein Pseudo-Anti-Spyware-Tool wäre kontraproduktiv.

Das folgende Video von Jonathan ITSecurity erklärt kurz und übersichtlich, wie sich ein Virus wieder entfernen lässt.

10. Antivirenprogramme - diese Begriffe müssen Sie kennen

Die Installation eines Antivirenprogrammes setzt häufig die Kenntnis wichtiger Fachbegriffe voraus. Oftmals stammen diese aus dem Englischen, doch auch wenn sie ins Deutsche übertragen werden, heißt das noch immer nicht, dass die Übersetzung alle Unklarheiten beseitigt.

Die Notwendigkeit eines Antivirenprogrammes dürfte wohl mittlerweile den meisten PC-Nutzern bewusst sein. Umso ärgerlicher wäre es, wenn das ganze Unterfangen letztendlich an dem mangelnden Verständnis zentraler Begriffe scheiterte. Um dem vorzubeugen, hat die Netzsieger-Redaktion ein fachspezifisches Lexikon erstellt, das alle zentralen Begriffe erläutert.

Adware

Software, die dem User zusätzlich zur eigentlichen Funktion Werbung zeigt beziehungsweise weitere Software installiert, die diese Aufgabe übernimmt.

Backdoor

Hacking-Technik, die es dem Nutzer ermöglicht, unter Umgehung der normalen Zugriffssicherung Zugang zum Computer zu bekommen.

Dialer

Die betrügerische Einwahlsoftware ändert wichtige Zugangsdaten des Users, sodass dieser sich über eine teure Telefonnummer ins Internet einwählen muss.

Falschmeldung

Informieren Nutzer über vermeintliche Sicherheitslücken. Sie empfehlen häufig die Installation augenscheinlicher Schutzprogramme, die wiederum nicht nur nutzlos, sondern auch sehr teuer sein können.

Firewall

Sicherungssystem, das ein Rechennetz oder einzelne Computer vor unerwünschten Netzwerkzugriffen schützt.

Hoax

Eine per E-Mail versandte Warnung vor einem imaginären Computervirus. Die Anhänge solcher E-Mails enthalten häufig Viren oder andere Schädlinge.

Malware

Schadprogramme, die entwickelt wurden, um unerwünschte beziehungsweise schädliche Funktionen auszuführen.

On-Acces

Der Echtzeit-Scanner sorgt dafür, dass der Computer nicht erst zur Virensuche aufgefordert werden muss, sondern dies selbstständig tut.

Quarantäneverzeichnis

Hier sollten sämtliche Dateien landen, die irreparabel sind. Im Quarantäneverzeichnis können sie keine weiteren Schäden anrichten.

Ransomware

Schadprogramme, welche den Zugriff auf wichtige Daten blockieren, indem sie diese verschlüsseln. Um eine solche Blockade zu umgehen, werden Besitzer häufig zu hohen Lösegeldzahlungen aufgefordert.

Signatur-Scan

Überprüfungsmethode, die Schädlinge anhand charakteristischer Zeichenketten erkennt.

Spyware

Diese Spähprogramme senden Daten eines Computernutzers – ohne dessen Wissen – an Dritte, um beispielsweise Werbeeinblendungen zu zeigen.

Trojaner

Ein Computerprogramm, das als nützliche Anwendung getarnt ist, im Hintergrund jedoch einer völlig anderen Bestimmung nachgeht.

Virus

Ein sich selbstverbreitendes Computerprogramm, das sich in andere Programme einschleust und sich dadurch reproduziert.

Wurm

Ein Schadprogramm, das sich selbst vervielfältigen kann, nachdem es einmal ausgeführt wurde. Im Gegensatz zu Viren verbreitet es sich, ohne fremde Dateien mit seinem Code zu infizieren.

11. So vergleichen wir

Wichtig!
Nutzer sollten besonders auf die Bedienbarkeit, Sicherheit, Performance und Qualität einer Antivirus-Software achten.

Mittlerweile existieren Antivirenprogramme wie Sand am Meer. Allerdings sind nicht alle davon in der Lage, dem User einen wirklich zuverlässigen Schutz anzubieten. Bei dieser großen Auswahl ist es für Anwender fast unmöglich, sich über alle Marktprodukte und deren Vor- und Nachteile zu informieren. Um die Computernutzer und Internetsurfer bei der Suche nach der passenden Software zu unterstützen, hat die Redaktion von Netzsieger daher die vielversprechendsten Anbieter ausgewählt und diese miteinander verglichen.

Die vier Bewertungskriterien

Die jeweiligen Testberichte geben Aufschluss darüber, ob die Anbieter den Schutz, den sie garantieren, tatsächlich auch liefern. Doch worin unterscheiden sich die einzelnen Vertreter ihrer Zunft überhaupt? Steigt mit dem Preis einer Anwendung auch gleichzeitig deren Effektivität? Worauf sollten Kunden vor dem Kauf besonders achten? Netzsieger stellt vier relevante Kriterien eines Antivirusprogrammes vor, die maßgeblichen Einfluss auf die Qualität und Bedienbarkeit der Software haben:

  • Unter der Bewertungseinheit „Sicherheit“ evaluieren wir die tatsächliche Wirksamkeit eines jeden Produktes und werten die verschiedenen Tools zum Schutz gegen Malware aus.
  • Im Zuge der Kategorie „Performance“ beschäftigen sich die Vergleichstests mit der gesamten Leistung der Programme und werten die Belastung der Systemressourcen durch die Software aus.
  • Der dritte Bewertungspunkt „Bedienung“ nimmt dagegen die verschiedenen Features in der Software-Architektur unter die Lupe und beurteilt die Bedienbarkeit der Anwendung.
  • Zuletzt haben wir mit der Kategorie „Hilfe & Support“ auch die Unterstützung des Anbieters bei Fragen und Anregungen berücksichtigt.
antivirus-schloss2
Antivirenprogramme sollen einen Sicherheitsriegel um das System errichten.

Der Bereich „Sicherheit“ ist selbstverständlich die Königskategorie. Der Zweck eines Antivirusprogrammes besteht hauptsächlich darin, für die Sicherheit des Systems zu sorgen. In dieser Rubrik zeigt die Redaktion auf, wie zuverlässig das jeweilige Programm vor Malware schützt.

Folgende Fragen sind an dieser Stelle ebenfalls von großem Interesse: Wie funktioniert die Erkennungstechnologie? Werden Funde stets sicher und rückstandslos entfernt? Agiert die Software selbstständig oder liegen die Entscheidungen letztendlich beim Nutzer? Auch wird der Frage nachgegangen, welche nützlichen Zusatzfeatures das Paket komplettieren. Viele gute Virenschutzprogramme bringen unter anderem einen Passwortmanager und eine Kindersicherung mit. Auch können spezielle Profi-Tools von zentraler Bedeutung sein. Hierzu zählen unter anderem ein Daten-Shredder oder ein Daten-Eraser, die für eine endgültige Löschung und Überschreibung von überflüssigen oder gar kompromittierenden Daten unerlässlich sind.

Da das Internet und dessen Möglichkeiten einen immer größer werdenden Stellenwert einnehmen, sollten Antivirenprogramme auch verschiedene Funktionen zum Schutz vor Identitätsdiebstahl (englisch „Phishing“) bereithalten. Ob die Software auch einen gelungenen Phishing-Scanner zur Analyse von gefälschten E-Mails und Webseiten besitzt, bewerten wir ebenfalls in dieser Kategorie. Nicht zuletzt sollte ein gutes Virenschutzprogramm auch sichere Online-Geldtransaktionen ermöglichen. Deshalb umfassen und beurteilen die Vergleichstests auch diejenigen Tools, welche das SafePay für Banküberweisungen und E-Shopping ermöglichen.

antivirus-usbstick2
Häufig verbreitet sich Malware auch über portable Speichermedien wie USB-Sticks.

Das Bewertungskriterium „Performance“ beschäftigt sich vorrangig mit den technischen Daten der jeweiligen Programme. Folgende Fragen sind daher von zentraler Bedeutung:
Wie sehr beanspruchen die Aktivitäten der Antivirussoftware die Ressourcen des Systems? Letztlich nützt ein bombenfester Schutz nichts, wenn dadurch die Rechnerleistung überstrapaziert wird und keinerlei Kapazitäten für weitere Aufgaben frei sind. Natürlich bewirbt jeder Entwickler die geringfügige Auslastung von Systemressourcen, aber entsprechen diese Angaben auch der Realität oder entpuppen sie sich als bloße Werbephrasen? Effektives, ungestörtes Arbeiten sollte auch während einer aktiven Systemüberwachung möglich sein.

Weiterhin nimmt sich diese Kategorie auch die jeweiligen Suchdurchläufe vor. Unterstützt das Antivirenprogramm ausschließlich manuelle Systemscans oder geht es selbstständig in Echtzeit auf die Jagd nach digitalen Plagegeistern? Viele digitale Bedrohungen verstecken sich außerdem auf elektronischen Datenträgern, wie beispielsweise CD-ROMS, Speicherkarten oder USB-Sticks. Aus diesem Grund ist hier auch der Umgang mit portablen Speichermedien von Interesse: Prüft die Antivirus-Software etwa USB-Sticks umgehend nach dem Verbinden automatisch oder bleiben solche Speichermedien ein unberechenbares Pulverfass?

antivirus-familie-laptop
Die Programmführung sollte einfach und logisch zu bedienen sein.

Der Kampf gegen Viren und Malware ist aber bei Weitem nicht der einzige Gradmesser für eine gelungene Antivirussoftware. Auch die Feature-Hierarchie sollte einfach und logisch aufgebaut sein, so dass eine intuitive Bedienung jederzeit möglich ist.

Sind einzelne Funktionen nicht selbsterklärend, so ist es wünschenswert, dass sie mit einer kurzen Erläuterung versehen sind. Da natürlich auch Neueinsteiger das Programm nutzen möchten, sollte eine notwendige Einarbeitungsphase möglichst kurz ausfallen. Nervige Werbeeinblendungen oder sonstige Pop-up-Fenster haben dagegen in einer kostenpflichtigen Anwendung nichts verloren und führen gegebenenfalls zu einer Abwertung – ein integrierter Kinderschutz oder gar ein spezieller Spielmodus führen andererseits zu wertvollen Pluspunkten. 

antivirus-support
Da sich Komplikationen nie vollends vermeiden lassen, ist ein kompetentes Serviceteam unabdingbar.

Sowohl für Profis als auch für Neueinsteiger ist es manchmal nicht leicht, ein Antivirusprogramm in allen seinen Funktionen perfekt zu beherrschen – Komplikationen lassen sich aus diesem Grunde leider nie vollständig vermeiden. Im Fall der Fälle sollte der Nutzer auf einen kompetenten und freundlichen Support-Service vertrauen können.

Für eine zügige und zielgerichtete Lösung ist vor allem ein sofortiger Direktkontakt zum Expertenteam des Herstellers per Hotline und Live-Chat notwendig. Aber auch ein Angebot zur Selbsthilfe in Form eines FAQ-Bereichs oder eine Auflistung von Tipps sollten auf der Herstellerwebseite zu finden sein. Bietet ein Forum den Nutzern der Software eine Plattform, sich auszutauschen und gegenseitige Hilfe zu gewähren? Bestenfalls stehen jegliche Dienstleistungen in deutscher Sprache zur Verfügung. Netzsieger zeigt, welche Anbieter ihre Kunden nicht im Stich lassen.

badgeDas Fazit der Redaktion

Die derzeit besten und populärsten Antivirenprogramme durchlaufen jede der vier Bewertungskategorien. Die ermittelten Einzelnoten werden schließlich zu einer Gesamtnote verrechnet, auf deren Grundlage sich eine Rangliste ergibt. Auf diese Weise hofft die Netzsieger-Redaktion, nicht nur die spezifischen Vor- und Nachteile der Antivirenprogramme vorzustellen, sondern auch potentielle Kunden bei ihrer individuellen Kaufentscheidung zu unterstützen. Für alle, die sich ein präzises Bild von den verschiedenen Antivirusprogrammen verschaffen wollen, empfiehlt es sich, einen Blick in die einzelnen Testberichte zu werfen.
Nach dem Vergleich der unterschiedlichen Antivirenprogramme ergibt sich folgendes Bild: Bitdefender Antivirus Plus liefert das stimmigste Gesamtpaket im Kampf gegen die tägliche Bedrohung aus dem Netz ab. Aber auch Norton Security Deluxe und Kaspersky Anti-Virus müessen sich keineswegs verstecken und machen aus jedem Rechner eine wahre „Trutzburg”, die auch den trickreichsten digitalen Angreifern standhält.