Ventilator

Die 7 besten Ventilatoren im Vergleich

Allgemeine Merkmale
Typ
Hersteller
Maße
Gewicht
Farbe
Produkteigenschaften
Durchmesser Rotorblätter
Leistung
Kippbar
Anzahl Geschwindigkeitsstufen
Lautstärke maximal
Länge Kabel
Höhenverstellbar
Höhe minimal
Höhe maximal
Stromversorgung
Fernbedienung
Timer-Funktion
Geräuscharm
Handbuch
Vorteile

Ventilator-Ratgeber: So wählen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in K√ľrze
  • Indem Ventilatoren die Umgebungsluft verwirbeln, erzeugen sie einen K√ľhleffekt auf der Haut und sorgen f√ľr ein angenehmeres Raumklima.
  • Ventilatoren kosten nicht nur einen Bruchteil des Preises von Klimager√§ten, sondern sind auch besser f√ľr Mensch und Umwelt.
  • Neben den axial l√ľftenden Stand-, Boden-, Tisch- und Deckenventilatoren gibt es auch die tangential l√ľftenden Turmventilatoren sowie rotorlose Ventilatoren.
  • Die Effektivit√§t eines Ventilators ist ma√ügeblich von der Luftumw√§lzung und dem Rotordurchmesser abh√§ngig, die jeweils mit der Zimmergr√∂√üe korrelieren m√ľssen.
  • Kommen Ventilatoren im Schlafzimmer zum Einsatz, sind die Regulierbarkeit der Windst√§rke und Betriebslautst√§rke besonders wichtig.
  • Zus√§tzliche Features wie eine Oszillationsfunktion, eine Fernbedienung oder ein Timer erh√∂hen den Bedienkomfort.

Erfrischung auf Knopfdruck

Die Tage werden l√§nger, die Sonne gewinnt an Kraft und die Temperaturen steigen: Von Mai bis September ist die Hitze in vielen Privatwohnungen und B√ľror√§umen schier unertr√§glich. Temperaturen √ľber 30 Grad Celsius werden schnell zur Belastungsprobe. An sehr hei√üen Tagen scheint sich kein Lufthauch zu regen ‚Äď ein bedr√ľckendes Gef√ľhl. Ein l√§ngerer Aufenthalt in aufgeheizten R√§umen ohne K√ľhlung ist nicht einfach nur schwei√ütreibend, sondern eine Belastung f√ľr den Kreislauf. Die Folge: Konzentrationsschw√§che, Leistungsverlust und im schlimmsten Fall Hitzekollaps. Ein Ventilator verschafft hier Abhilfe. Bei sommerlichen Temperaturen bringt er frischen Wind in die Innenr√§ume, um die gef√ľhlte Temperatur zu reduzieren und die Hitzeperioden zumindest etwas angenehmer zu gestalten. Bereits nach kurzer Zeit ist eine angenehme Frische sp√ľrbar.

K√ľhlen Ventilatoren tats√§chlich den Raum?

Der Begriff Ventilator leitet sich vom lateinischen Wort ‚Äěventilare‚Äú ab, was frei √ľbersetzt ‚ÄěWind erzeugen‚Äú bedeutet ‚Äď und genau das ist seine Funktion. Zwar sorgt ein Ventilator f√ľr eine sp√ľrbare Abk√ľhlung, anders als eine Klimaanlage kann er die Raumtemperatur jedoch nicht reduzieren, sondern lediglich die vorhandene Luft in den Raum pusten und verwirbeln. Streng genommen steigt die Raumtemperatur durch den Einsatz eines Ventilators sogar minimal an, da alle elektrischen Ger√§te thermische Energie, sprich W√§rme, abgeben. Technisch gesehen handelt es sich bei einem Ventilator also um eine strombetriebene Str√∂mungsmaschine, die mit rotierenden Bl√§ttern, den sogenannten Fl√ľgeln, arbeitet. Die Rotorbl√§tter, auch als Laufrad oder Propeller bezeichnet, saugen die Luft auf ihrer R√ľckseite an und leiten sie frontal als starken Strom in den Raum weiter.

In diesem Luftstrom empfinden wir die Raumtemperatur als angenehmer. Das liegt vor allem daran, dass die erzeugte Luft auf den d√ľnnen Feuchtigkeitsfilm unserer Haut trifft, den der K√∂rper bei Hitze produziert. Verdunstet er, k√ľhlt er die Hautoberfl√§che ab, was einer Art Selbstk√ľhlungssystem gleichkommt. Je mehr Feuchtigkeit verdunstet, desto gr√∂√üer ist die K√ľhlwirkung. Der Luftstrom eines Ventilators kurbelt diese K√ľhlwirkung zus√§tzlich an, indem er die Luftmassen direkt √ľber unserer Haut laufend austauscht und damit f√ľr ein erfrischendes Gef√ľhl sorgt. Er macht sich also die Verdunstungsk√§lte des Schwei√ües auf der Haut zunutze.

Should I cool it or should I blow?

Anders als beispielsweise in den USA sind Klimaanlagen hierzulande eher selten anzutreffen. Vor allem in kleinen bis mittleren R√§umen sind Ventilatoren eine kosteng√ľnstige und gleichzeitig effiziente M√∂glichkeit, f√ľr Abk√ľhlung an hei√üen Tagen zu sorgen. Nicht nur ihre Anschaffungskosten sind geringer, auch die Folgekosten fallen geringer aus, da sie weniger Strom verbrauchen. L√§uft eine 1.000 Watt starke Klimaanlage beispielsweise acht Stunden t√§glich, kommen Verbraucher auf Kosten von 2,39 Euro, wohingegen die gleiche Betriebsdauer mit einem Ventilator nur knapp 12 Cent kosten w√ľrde.

Im Vergleich zu Klimager√§ten sorgen sie nicht nur im Sommer, sondern auch im Winter f√ľr ein angenehmes Raumklima. Ventilatoren sind also, anders als h√§ufig angenommen, keine rein saisonale Anschaffung; stattdessen handelt es sich um eine Bereicherung √ľber das gesamte Jahr hinweg. Die permanente Luftzirkulation beg√ľnstigt gerade im Sommer bei ge√∂ffnetem Fenster das L√ľften. Im Winter verteilen die Ger√§te die Heizungsw√§rme gleichm√§√üig in alle Winkel und helfen dabei, die Feuchtigkeit im Raum zu verringern. Dadurch verhindern Verbraucher nicht nur die Schimmelbildung in kalten, feuchten Ecken, sondern sparen obendrein Heizkosten. W√§hrend Klimaanlagen gemeinhin als Verursacher von Infekten wie Erk√§ltungen oder Problemen mit den Bronchien und Nebenh√∂hlen gelten, sind Ventilatoren gesundheitsschonender ‚Äď vorausgesetzt, Sie achten darauf, sich nicht direkt √ľber l√§ngere Zeit dem Luftstrom auszusetzen. Die meisten Modelle sind zudem leicht, platzsparend und mobil einsetzbar.

Wem eine Klimaanlage aus den genannten Gr√ľnden nicht zusagt, wer sie aus technischen Gr√ľnden nicht installieren kann oder sie sich nicht leisten kann oder m√∂chte, f√ľr den ist ein Ventilator ein durchaus willkommener Helfer in der Not. Doch Ventilator ist nicht gleich Ventilator: Gab es vor einigen Jahren lediglich die klassische Bauart mit gro√üem, rundem Propeller, so erobern heute zahlreiche neue Modelle den Markt. Die Ger√§te unterscheiden sich nicht nur hinsichtlich ihrer Bauweise, sondern auch in puncto Luftumw√§lzung, Lautst√§rke und Ausstattung. Damit Sie sich nicht in der Masse von Ventilatoren verlieren, helfen wir Ihnen dabei, ein Modell zu finden, das perfekt zu Ihren Anforderungen passt.

Vom Tisch bis zur Decke: Die Bauarten im √úberblick

√úberlegen Sie sich im Vorfeld genau, wo Sie Ihren neuen Ventilator platzieren m√∂chten, wie h√§ufig Sie ihn in Betrieb nehmen werden und welche Anforderungen Sie an das Ger√§t haben. Ventilatoren sind n√§mlich in verschiedenen Ausf√ľhrungen erh√§ltlich, die sich nicht nur optisch, sondern auch im Hinblick auf Ihre Effektivit√§t unterscheiden. Grob lassen sich die Luftverwirbler in drei Bauweisen aufteilen, die wesentlich in ihrer Bel√ľftungsart abweichen, n√§mlich

  • Axialventilatoren, darunter Standventilatoren, Boden- und Tischventilatoren, Deckenventilatoren sowie Mini- und USB-Ventilatoren,
  • Tangentialventilatoren, sprich Turmventilatoren, und
  • rotorlose Ventilatoren.

Jede Bauart hat ihre Vor- und Nachteile. W√§hrend sich ein Deckenventilator haupts√§chlich f√ľr gro√üe R√§ume eignet und ein Tischventilator klassischerweise am Arbeitsplatz zum Einsatz kommt, l√§sst sich ein Mini-Ventilator f√ľr unterwegs in der Handtasche verstauen. In erster Linie kommt es also auf die Raumgr√∂√üe und das Platzangebot des entsprechenden Raums an: Ein Tischventilator w√ľrde in einem Raum mit einer Fl√§che von 70 Quadratmetern wirkungslos bleiben. Hier ist also ein gr√∂√üeres und vor allem leistungsst√§rkeres Modell gefragt. H√§ufig fehlt jedoch der n√∂tige Platz, was wiederum den Deckenventilator als platzsparende Alternative interessant macht. Nachfolgend stellen wir die g√§ngigsten Modelle vor.

Axialventilatoren: Windkraft durch Propeller

Bei den Axialventilatoren handelt es sich um die gebr√§uchlichste Bauform. Die Drehbewegung der Rotorbl√§tter verl√§uft hierbei parallel (axial) zum erzeugten Luftstrom. In ihrer Funktionsweise √§hneln sie somit Flugzeug- und Schiffspropellern. Der entscheidende Vorteil der Axialbauweise liegt in ihren kompakten Ma√üen im Verh√§ltnis zur gef√∂rderten Luftmenge. Mit anderen Worten: Diese Modellart vermag ganz besonders viel Luft zu schaufeln. Dar√ľber hinaus sind sie in ihrer Ausrichtung flexibler, das hei√üt, sie sind f√ľr gew√∂hnlich vertikal und horizontal schwenkbar.

Standventilatoren: Die Klassiker

Standventilatoren sind mit ihrer einfachen Bauweise die Klassiker schlechthin. Sie setzen sich aus einem robusten Standfu√ü oder auch Standring, einer Teleskopstange, die eine individuelle H√∂heneinstellung gew√§hrleistet, und einem Rotorkopf zusammen, der aus Sicherheitsgr√ľnden mit einem Metallgitter versehen ist. F√ľr einen sicheren Stand sorgen rutschfeste F√ľ√üe, andernfalls droht Kippgefahr. Der Rotor ist senkrecht angeordnet und hat einen Durchmesser von etwa 40 bis 50 Zentimetern. Im Vergleich zu anderen Bauarten beanspruchen Standventilatoren eine gr√∂√üere Stellfl√§che. Ihre Gr√∂√üe haben sie jedoch dem leistungsstarken Motor zu verdanken, der f√ľr eine kontinuierliche Abk√ľhlung sorgt. Von allen Bauarten machen die Standventilatoren den meisten Wind um ihre Kraft, besitzen also die h√∂chste L√ľftungsleistung.

Vorsicht, Verletzungsgefahr!

Da sich die Rotorbl√§tter sehr schnell drehen, kann es eine durchaus schmerzhafte Erfahrung sein, wenn ein Finger dazwischenger√§t. Vor allem Haushalte mit Kindern sollten darauf achten, dass der Ventilator mit einem Schutzgitter versehen ist. Um die Fl√ľgel ¬†zu reinigen, sollte das Gitter jedoch auf jeden Fall abnehmbar sein.

In puncto Lautst√§rke d√ľrfen Verbraucher allerdings nicht allzu empfindlich sein. Mit den st√§rkeren Motoren geht ein Ger√§uschpegel von etwa 50 bis 60 Dezibel einher. F√ľr das Schlafzimmer sind Standventilatoren somit eher ungeeignet. Eine Ausnahme bildet der Quiet Set von Honeywell, der mit knapp 40 Dezibel ausgesprochen leise arbeitet. Gute Standventilatoren bieten au√üerdem einen verstellbaren Neigungswinkel und einen Oszillationsmodus, auch als Schwenkfunktion gel√§ufig, damit der Luftstrom das gesamte Zimmer erreicht.

Wer auf der Suche nach einem Ger√§t ist, das er √ľber l√§ngere Zeit in einem Raum nutzt, bei Bedarf aber auch bequem in ein anderes Zimmer verfrachten kann, der ist mit einem Standventilator gut beraten. Er l√§sst sich beliebig im Raum positionieren und ist dementsprechend flexibel einsetzbar. Da die Standger√§te einen weiten Bereich abdecken, eignen sie sich auch f√ľr gro√üe R√§ume. Insbesondere Gro√üraumb√ľros greifen jedoch eher auf die mobilen, platzsparenden Tischventilatoren zur√ľck.

Vorteile
  • Sehr leistungsstark
  • Gro√üe Reichweite
  • Individuelle H√∂heneinstellung
  • Verschiedene Ausrichtungsm√∂glichkeiten
  • Flexibel einsetzbar
  • Trotz ihrer Gr√∂√üe leichtgewichtig
Nachteile
  • Gro√üer Platzbedarf
  • Starke Ger√§uschentwicklung
  • Mitunter Kippgefahr
Bodenventilatoren: Bel√ľftung von unten herauf

Wie es der Name bereits vermuten l√§sst, werden Bodenventiltaren am Boden platziert, sodass sie die Luft nach oben pusten. Die Ger√§te machen sich das physikalische Gesetz zunutze, dass warme Luft aufsteigt, w√§hrend kalte Luft absinkt. Da sie die k√§ltere Bodenluft aufnehmen, vergr√∂√üert sich der K√ľhleffekt. Sie nutzen ebenfalls einen Rotor zur Erzeugung des Luftstroms, verzichten jedoch auf ein schwenkbares Standbein und damit auf eine horizontale Drehung. Hinsichtlich ihrer Flexibilit√§t m√ľssen Nutzer also gewisse Abstriche machen. Ihr seitliches Drehgelenk erm√∂glicht allerdings zumindest eine Einstellung nach oben, unten oder geradeaus.

Optisch √§hneln sie eher Tischventilatoren als Standventilatoren ‚Äď mit dem Unterschied, dass ihr stabiler Standfu√ü sie in die Lage versetzt, auf dem Fu√üboden stehen zu k√∂nnen. Auf dem Boden stehend ist die Gefahr minimiert, Unterlagen aufzuwirbeln, die sich auf dem Schreibtisch befinden. Die Kehrseite der Medaille: Auf dem Boden werden sie mitunter zur Stolperfalle.

Dank ihrer kompakten Ma√üe sind Bodenventilatoren vielseitig einsetzbar, sei es in der Wohnung, im B√ľro oder in der Werkstatt. Da sie sehr leicht sind, lassen sie sich einfach umpositionieren. Nichtsdestotrotz erzeugen sie einen starken Luftstrom, der selbst gr√∂√üere R√§ume auf angenehme Temperaturen ‚Äěherunterk√ľhlt‚Äú und die Luft gleichm√§√üig durchmischt. Wie beim Standventilator ist der starke Luftstrom aber auch hier mit einer gewissen Lautst√§rke ( bis zu 70 Dezibel) verbunden.

Vorteile
  • St√§rkerer K√ľhleffekt durch Bodenplatzierung
  • Leistungsstark trotz Kompaktheit
  • Flexibel einsetzbar
  • Kompakt und leichtgewichtig
Nachteile
  • Keine Schwenkfunktion
  • St√§rkere Ger√§uschentwicklung
  • Potenzielle Stolperfalle
Tischventilatoren: Ein k√ľhler Kopf am Arbeitsplatz

Die kompakten, leichtgewichtigen Tischventilatoren sind mobil einsetzbar und transportabel. Sie k√∂nnen √ľberall dort aufgestellt werden, wo gerade etwas Abk√ľhlung gebraucht wird ‚Äď vom B√ľrotisch bis zur Werkbank. Sie lassen sich platzsparend etwa auf dem Wohnzimmer-, K√ľchen- oder Schreibtisch platzieren und k√ľhlen so nach Bedarf auf Brust- oder Kopfh√∂he.

Die kleinen Geschwister der Standventilatoren bestehen aus einem kurzen Standfu√ü, einem Rotorkorb und mehreren kleinen Rotorbl√§ttern. F√ľr gew√∂hnlich lassen sich verschiedene Geschwindigkeitsstufen einstellen. Dar√ľber hinaus ist der Ventilatorkopf idealerweise zur Oszillation f√§hig. H√∂henverstellbar sind sie jedoch nicht.

Tischventilatoren bieten sich in erster Linie f√ľr eine punktuelle L√ľftung an. Bauartbedingt ist ihre L√ľftungsleistung vergleichsweise schwach. Ihre Reichweite ist also auf das n√§here Umfeld unmittelbar vor dem Ger√§t begrenzt. Sie sind die ideale Alternative zu Stand- und Bodenventilatoren, wenn Sie keinen Durchzug im gesamten Raum erzeugen, sondern lediglich an Ihrem Schreibtisch einen k√ľhlenden Luftstrom versp√ľren wollen, um Ihren B√ľroalltag an hei√üen Tagen ertr√§glicher zu gestalten. Da das Ger√§t jedoch besonders nah an einer Person steht, sollte die Windkraft ohnehin nicht zu stark sein. In B√ľror√§umen verhindert das nicht nur einen steifen Nacken beziehungsweise trockene Augen, sondern auch das Davonwehen der Dokumente auf den Tischen. Dar√ľber hinaus geht mit ihrer schw√§cheren Leistung ein niedriger Ger√§uschpegel von durchschnittlich 30 Dezibel einher.

Vorteile
  • Kompakt und leichtgewichtig
  • Platzsparend
  • Einstellbarer Neigungswinkel
  • Ger√§uscharm
Nachteile
  • Schwache Leistung
  • Begrenzte Reichweite
  • Nicht h√∂henverstellbar
Deckenventilatoren: F√ľr den sparsamen Dauereinsatz

W√§hrend Deckenventilatoren in tropischen Regionen und den USA weit verbreitet sind, findet man sie in Europa eher selten. Sie werden fest an der Zimmerdecke montiert und verwenden gro√üe Rotorbl√§tter, die um eine vertikale Achse rotieren und einen Luftstrom erzeugen, der in Richtung Boden f√ľhrt. Dank ihrer gro√üen Spannweite verbunden mit ihrer erh√∂hten Position sind sie bereits bei geringer Rotationsgeschwindigkeit √§u√üerst effektiv. Deckenventilatoren f√∂rdern die Luftzirkulation im Raum und helfen auf diese Weise dabei, stickige, √ľberhitzte Luft zu verwirbeln und abzuleiten. Indem sie die Luft gleichm√§√üig von oben herab im Raum verteilen, entsteht eine K√ľhlwirkung. Ihr Durchmesser von 70 bis 300 Zentimetern ist in Abh√§ngigkeit zur Zimmergr√∂√üe zu w√§hlen. Durch ihre Befestigung an der Decke nehmen sie zudem keinen Platz weg und sie stellen kein Hindernis im Wohnbereich dar. Allerdings m√ľssen Deckenventilatoren an Ort und Stelle bleiben, wohingegen sich andere Modelle schnell und einfach umplatzieren lassen. Noch dazu gestalten sich ihre Installation und ihre Reinigung aufwendiger als bei Standmodellen.

In gr√∂√üeren R√§umen sind Deckenventilatoren eine gute Alternative zu Standger√§ten, da ihre Luftumw√§lzleistung effektiver ist. Weniger Fl√ľgel bedeuten hier eine gr√∂√üere Luftumw√§lzung, da sie gr√∂√üere Luftmengen bewegen, ohne sich gegenseitig die W√§lzarbeit wegzunehmen. Allerdings arbeiten sie mit einer h√∂heren Fl√ľgelzahl leiser. Das h√§ngt damit zusammen, dass die Fl√ľgel immer im Windschatten des vorangehenden Fl√ľgels laufen und dadurch die Luft nicht so scharf schneiden. Je nach Betriebslautst√§rke ‚Äď in der Regel zwischen 40 und 50 Dezibel ‚Äď werden Deckenventilatoren h√§ufig f√ľr den Dauereinsatz in Schlafzimmern angebracht, da sie nicht das sonst √ľbliche Gef√ľhl von Zugluft erzeugen. Ein Schutzgitter ist nicht n√∂tig, da die Rotorbl√§tter an der Decke nicht zur Gefahr werden. Aus diesem Grund eignen sich Deckenventilatoren insbesondere in Haushalten mit Kindern oder Haustieren.

Die meisten Deckenventilatoren sind dazu in der Lage, die Luft nach unten oder oben zu bewegen (Vor- und R√ľcklauf), weshalb ihr Einsatz auch im Winter m√∂glich ist. In umgekehrter Funktion dr√ľcken sie die nach oben steigende warme Luft wieder nach unten und verteilen sie im Raum, wodurch Nutzer im Idealfall weniger heizen m√ľssen. H√§ufig werden Deckenventilatoren zudem als praktische Zwei-in-eins-L√∂sungen mit einer Lampenvorrichtung ausgestattet.

Vorteile
  • Optimale Luftzirkulation
  • Sehr leistungsf√§hig
  • Platzsparende Anbringung an der Decke
  • Heizkosten sparen dank R√ľcklauffunktion
  • Niedrige Betriebslautst√§rke
  • Keine Verletzungsgefahr
  • In Kombination mit Lampe erh√§ltlich
Nachteile
  • Ortsabh√§ngig
  • Hoher Installationsaufwand
  • Schwierige Reinigung

Tangentialventilatoren: Die schlanken T√ľrme

Bei den Tangentialventilatoren, auch Turm- oder S√§ulenventilatoren beziehungsweise Tower genannt, handelt es sich mittlerweile um die am zweith√§ufigsten gekaufte Ventilatorenvariante. Sie arbeiten nicht mit Rotoren, sondern saugen die Luft √ľber eine breite, lamellenbesetzte Trommel an der Hinterseite ein und geben sie an der Vorderseite gleichm√§√üig √ľber einen Schlitz wieder aus. Da sie die Luft √ľber die gesamte Ventilatorh√∂he verteilen, erzeugen Modelle dieser Bauart eine besonders hohe Luftumw√§lzung. Anders gesagt: Sie bewegen gro√üe Luftmengen. Tangentialger√§te sind grunds√§tzlich leistungsst√§rker als Axialger√§te. Ihre Reichweite ist jedoch gegen√ľber anderen Ventilatortypen eher begrenzt. In R√§umen, die gr√∂√üer als 20 Quadratmeter sind, kommt folglich auf der anderen Zimmerseite keine k√ľhle Luft an.

Die meisten Ger√§te verf√ľgen √ľber zahlreiche Einstellungsm√∂glichkeiten. Das Modell T-VL 5531 von AEG stellt beispielsweise drei Geschwindigkeitsstufen zur individuellen Anpassung bereit, von einer leichten Brise bis hin zu einem starkem Luftzug. Auf niedriger Stufe sind Turmventilatoren mit etwa 35 Dezibel im Betrieb sehr leise, weshalb sie auch in Schlafzimmern zum Einsatz kommen. Einige Modelle sind zudem mit einer Schwenkfunktion ausgestattet, sodass sie einen kompletten Raum mit einer k√ľhlen Brise versorgen k√∂nnen. Allerdings sind sie im Gegensatz zu Standventilatoren nicht h√∂henverstellbar.

Turmventilatoren zeichnen sich h√§ufig durch eine moderne, edle Optik aus. Dank ihrer schlanken S√§ulen-Bauweise (zwischen 50 und 120 Zentimeter) sind sie eine gute Alternative f√ľr R√§ume, in denen nicht viel Platz vorhanden ist. Sie f√ľgen sich beispielsweise perfekt in L√ľcken zwischen zwei M√∂belst√ľcken ein. Die gerade Bauform gew√§hrleistet zudem einen √§u√üerst sicheren Stand.

Vorteile
  • Besonders leistungsstark
  • Gro√üfl√§chiger Bel√ľftungsbereich
  • Platzsparendes Design
  • Zahlreiche Einstellungsm√∂glichkeiten
  • Kaum Betriebsger√§usche
  • Keine Verletzungsgefahr
Nachteile
  • Nicht h√∂henverstellbar
  • Geringe Reichweite

Rotorlose Ventilatoren: Fl√ľgellos, flexibel, fl√ľsterleise

Bei den neuen rotorlosen Ventilatoren √ľbernimmt ein im Fu√ü installierter Motor die Arbeit, die f√ľr gew√∂hnlich den Rotoren zukommt. Durch den Motor wird die Umgebungsluft angesaugt und √ľber den Ventilatorring geleitet. In diesem Ring wird die Luft in einer Art Luftkanal beschleunigt und √ľber eine √Ėffnung wieder in den Raum geblasen. Im Vergleich zu anderen Modellen bringen rotorlose Ventilatoren einige Vorteile mit sich: So sind Verletzungen durch Rotorbl√§tter beispielsweise ausgeschlossen. Ihre Schwenkfunktion deckt selbst gr√∂√üere R√§ume m√ľhelos ab. Und auch die stufenlose Regelung ist besonders angenehm.

Das erste rotorlose Modell, der Air Multiplier, wurde im Jahr 2010 von Dyson auf den Markt gebracht. Er besteht aus einem schmalen Standfu√ü und einem Ring. Im Standfu√ü ist ein Ventilator mit Rotorbl√§ttern verborgen. Dieser saugt die Luft an und gibt sie √ľber einen Schlitz, der sich durch das komplette runde Geh√§use zieht, wieder nach au√üen. Indem die Luft mit Druck durch den Ring gepresst wird, kommt ein gleichm√§√üiger, 15-fach st√§rkerer Luftschlauch heraus. Streng genommen besitzen rotorlose Ventilatoren also doch einen Rotor; dieser ist jedoch nicht zu sehen. Durch die komplette Ummantelung des Rotors und das kleine Luftgebl√§se sind sie deutlich leiser als andere Modelle. Diese Funktionalit√§t hat jedoch auch ihren Preis (300 bis 600 Euro).

Mini-Ventilatoren: die Erfrischung unterwegs

Mini-Ventilatoren lassen sich in zwei Kategorien einteilen: batteriebetriebene Handventilatoren und USB-Ventilatoren. Handventilatoren eignen sich perfekt f√ľr unterwegs, sei es im Zug, auf dem Camping-Platz oder bei der Shopping-Tour. USB-Ventilatoren werden dagegen an den PC beziehungsweise Laptop angeschlossen. Beide Ausf√ľhrungen sind so klein, dass sie in nahezu jede Tasche passen. H√§ufig sind sie mit Extras wie LEDs oder einem integrierten Zerst√§uber versehen. Die handlichen Ventilatoren sind zwar flexibel einsetzbar, ihr Luftstrom ist jedoch eher schwach, weshalb sie nur f√ľr die punktuelle K√ľhlung kleinerer Bereiche wie das Gesicht geeignet sind.

Worauf kommt es beim Kauf eines Ventilators an?

Von der sanften Brise bis zum kraftvollen Orkan: Dank ihrer Vielfalt bieten Ventilatoren zahlreiche Möglichkeiten, die Raumluft zu umzuwälzen. Die Leistung in Watt ist bei der Kaufentscheidung längst nicht alles. Von Bedeutung ist vielmehr ein optimales Zusammenspiel aus Anzahl und Durchmesser der Rotorblätter, Luftumwälzung und Motorleistung. Diese Faktoren wirken sich wiederum auf die Betriebslautstärke aus. Welche Kriterien es beim Kauf eines Ventilators zu beachten gibt, erörtern wir nachfolgend.

Wie viele Geschwindigkeitsstufen sollte ein Ventilator haben?

An manchen Tagen bevorzugen Sie einen sanften Luftzug, an anderen kann es Ihnen nicht windig genug sein? Besitzt der Ventilator mehrere Geschwindigkeitsstufen, ist die Luftstromst√§rke variierbar. Das hei√üt, Nutzer k√∂nnen je nach Bedarf den Luftzug st√§rker oder schw√§cher einstellen. Je mehr Stufen vorhanden sind, desto individueller l√§sst sich das Ger√§t an die eigenen Bed√ľrfnisse anpassen, um f√ľr das perfekte Ma√ü an Abk√ľhlung zu sorgen. W√§hrend die meisten handels√ľblichen Ger√§te zumindest drei Schaltstufen haben, bringen hochwertige Modelle bis zu 25 Schaltstufen mit. Die Anzahl der Stufen h√§ngt auch vom Ventilatortyp ab. So haben kleinere Ventilatoren grunds√§tzlich weniger Einstellungsm√∂glichkeiten als gro√üe Stand- oder Turmventilatoren. Einen wesentlichen Einfluss hat auch das Leistungsverm√∂gen: Je mehr Watt, desto mehr Stufen. Die Steuerung funktioniert entweder √ľber Kn√∂pfe beziehungsweise ein Drehrad am Ger√§t, ein Display oder eine Fernbedienung.

F√ľr den Einsatz im Schlafzimmer ist ein sogenannter ‚ÄěNight-Modus‚Äú oder auch ‚ÄěSleep-Modus‚Äú sinnvoll, in dem sich der Ventilator besonders langsam dreht, um die Betriebslautst√§rke zu reduzieren. Der sogenannte ‚ÄěBreeze-Modus‚Äú simuliert die sanfte Brise von nat√ľrlich wehendem Wind, indem die St√§rke des Luftstroms abwechselnd st√§rker und schw√§cher wird. AEG nennt diese Funktion bei seinem Modell VL 5668 S ‚ÄěNaturmodus‚Äú. Hier wechselt das Ger√§t automatisch zwischen den Geschwindigkeitsstufen langsam, mittel und schnell. Auf diese Weise imitiert es den nat√ľrlichen Wind.

Wie hoch sollte die Luftumwälzung sein?

Die Faktoren Leistung und Luftumw√§lzung werden h√§ufig miteinander verwechselt. Bei den meisten Ventilatoren bewegt sich die Leistung zwischen 15 und 75 Watt. Es gibt jedoch auch Ger√§te im Handel, die √ľber 2.000 Watt haben. Mini-Ventilatoren haben dagegen h√§ufig nur 2,5 Watt. Eine hohe Wattzahl bedeutet jedoch nicht zwingend eine hohe Luftumw√§lzung, weshalb Kaufinteressenten nicht ausschlie√ülich auf die blo√üe Leistung schauen sollten. Die Wirkkraft eines Ventilators ist vielmehr von der Luftumw√§lzung abh√§ngig: Je h√∂her diese ist, desto mehr Luft wird umgeschlagen. Der Wert der Luftumw√§lzung, auch als Luftstromvolumen gel√§ufig, gibt an, wie viele Kubikmeter Luft pro Stunde umgew√§lzt werden k√∂nnen. W√§hrend ein 20 Quadratmeter gro√üer Raum mit einer Deckenh√∂he von circa 2,5 Metern bereits mit einem Ventilator gut bedient ist, der 200 Kubikmeter pro Stunde umw√§lzt, sind f√ľr den B√ľroeinsatz Ger√§te mit einer Luftumw√§lzung von mindestens 1.200 Kubikmetern pro Stunde n√∂tig.

Kleine Ventilatoren haben eine Luftumw√§lzung von etwa 600 Kubikmetern pro Stunde. Hochwertige Ger√§te von Honeywell oder Dyson w√§lzen bis zu 2.000 Kubikmeter Luft pro Stunde um. Rowenta-Ventilatoren schaffen sogar 4.800 Kubikmeter pro Stunde und eignen sich somit ideal f√ľr besonders gro√üe R√§ume.

Die richtige Platzierung

Stellen Sie sicher, dass sich das Ger√§t auf einer ebenen Fl√§che befindet, damit es nicht umkippen kann. Steht der Ventilator mit seiner R√ľckseite an einem Fenster, kann er gegebenenfalls k√ľhlere Au√üenluft in den Raum f√ľhren und somit das L√ľften im Sommer erleichtern. Richten Sie den Ventilator idealerweise zur Zimmerdecke hin aus, denn auf diese Weise w√§lzt er die warme Luft wesentlich effizienter um. Sie sollten das Ger√§t jedoch keinesfalls so aufstellen, dass Sie sich dauerhaft im direkten Luftstrom befinden. Das kann nicht nur zu einer Unterk√ľhlung, sondern sogar zu einer Bindehautentz√ľndung f√ľhren.

Welcher Rotordurchmesser eignet sich f√ľr welche Raumgr√∂√üe?

Der Durchmesser der Rotoren muss auf die Gr√∂√üe des Raums abgestimmt sein, denn dieser entscheidet letztlich √ľber die Luftumw√§lzung. F√ľr eine Fl√§che von etwa 25 Quadratmetern ben√∂tigen Sie beispielsweise einen Ventilator mit einem Rotordurchmesser von mindestens 30 Zentimetern. Gr√∂√üere R√§ume sind dagegen mit einem Rotordurchmesser von mindestens 40 Zentimetern besser versorgt. F√ľr den punktuellen Einsatz, zum Beispiel am Schreibtisch, sind Sie mit einem Durchmesser von 12 Zentimetern bereits gut bedient. Bei Ventilatoren ohne Rotoren, etwa Turmventilatoren, erfolgt die Orientierung dagegen vorrangig anhand des Werts der erzielten Luftumw√§lzung.

Wie viele Fl√ľgel sollte der Ventilator haben?

Die Anzahl der Fl√ľgel hat einen entscheidenden Einfluss auf die Luftleistung beziehungsweise die Luftumw√§lzung des Ger√§ts. Je mehr Fl√ľgel der Ventilator hat, desto weniger Leistung ben√∂tigt er, um die gleiche Windmenge zu erzeugen. Die geringere Leistungsaufnahme f√ľhrt wiederum zu einem geringeren Energieverbrauch. Entscheidend ist letztendlich das Zusammenspiel aus Gr√∂√üe, Form und Ausrichtungswinkel. Gr√∂√üere, leicht gew√∂lbte und schr√§g an der Achse montierte Rotoren gew√§hrleisten die h√∂chste Effizienz.

Wie laut ist ein Ventilator?

Bei der Ger√§uschentwicklung handelt es sich um eines der wichtigsten Kaufkriterien, da sich das Ger√§t meist in unmittelbarer N√§he zum Nutzer befindet und √ľber einen l√§ngeren Zeitraum in Betrieb ist. Immerhin sollte ein Ventilator f√ľr frischen Wind Sorgen, ohne zu st√∂ren. Ein lauter Ventilator kann nicht nur den ruhigen Fernsehabend im Wohnzimmer, sondern auch die Konzentration im B√ľro negativ beeinflussen. Besonders relevant ist die Ger√§uschentwicklung bei einer Nutzung in Schlafzimmern, da ein hoher Ger√§uschpegel den Schlaf beeintr√§chtigen kann. Die Lautst√§rke eines Ventilators betr√§gt durchschnittlich zwischen 30 und 80 Dezibel. Zum Vergleich: 30 Dezibel sind in etwa mit einem Fl√ľstern, 65 Dezibel mit einem Gruppengespr√§ch und 80 Dezibel mit Verkehrsl√§rm gleichzusetzen. Ein Ger√§uschpegel von 30 bis 40 Dezibel sollte in der Regel jedoch selbst l√§rmempfindliche Menschen nicht belasten.

Entscheidend f√ľr den Ger√§uschpegel ist in erster Linie die gew√§hlte Geschwindigkeitsstufe, doch auch die Bauart hat einen nicht zu untersch√§tzenden Einfluss auf den L√§rm, den das Ger√§t erzeugt. Als besonders laut gelten Standventilatoren; deutlich leiser sind die schmaleren Turmventilatoren sowie die kompakteren Tischventilatoren. Grunds√§tzlich gilt: Je schneller die Rotorbl√§tter, desto lauter der Ventilator. Da sich die Geschwindigkeit jedoch in der Regel individuell regulieren l√§sst, ist auch die Betriebslautst√§rke anpassbar. Im Idealfall erzeugt der Ventilator wenig L√§rm und dennoch viel Wind.

Wie viel Energie verbraucht ein Ventilator?

Im Gegensatz zu Klimaanlagen, bei denen es sich um wahre ‚ÄěStromschlucker‚Äú handelt, ben√∂tigen Ventilatoren wenig Strom. Damit ist das L√ľften mit einem Ventilator die kosten- wie auch energiesparendere K√ľhlvariante. Der Stromverbrauch eines Ventilators h√§ngt vor allem von dessen Gr√∂√üe und Leistung ab: Je leistungsf√§higer das Ger√§t ist, desto mehr Energie ben√∂tigt es f√ľr den Betrieb. Im Durchschnitt liegt die Leistung eines Ventilators bei 50 Watt pro Stunde. F√ľr die Berechnung des Stromverbrauchs nutzen Sie folgende Formel: Wattzahl x 29,88 : 1.000. Bei dem Wert 29,88 handelt es sich um den aktuellen durchschnittlichen Strompreis in Cent pro Kilowattstunde (Stand: August 2019). In unserem Beispielfall lautet die Rechnung wie folgt: 50 x 29,88 : 1.000, was einen Preis von 1,49 Cent pro Kilowattstunde ergibt. F√ľr einen Betrieb von zehn Stunden zahlen Verbraucher folglich 14,9 Cent. Selbst im Dauerbetrieb w√ľrde ein Ventilator also keine exorbitante Stromrechnung verursachen.

Nat√ľrlich kommt es auch immer darauf an, auf welcher Stufe das Ger√§t l√§uft. F√ľr gew√∂hnlich entspricht der vom Hersteller angegebene Wert in Watt der H√∂chstleistung. Bedingt durch ihre Bauart und Leistung sind Tisch- und Turmventilatoren zudem grunds√§tzlich stromsparender als Boden- und Standventilatoren.

Was kostet ein guter Ventilator?

Je nach Modell unterscheiden sich die Kosten f√ľr einen Ventilator betr√§chtlich: W√§hrend ein Handventilator bereits ab zwei Euro erh√§ltlich ist, kostet ein hochwertiger Deckenventilator bis zu 500 Euro. Zwar gibt es immer wieder billige Ger√§te vom Discounter, diese sind jedoch nicht empfehlenswert, da es sich hierbei in der Regel um ziemliche Stromfresser handelt. Auf lange Sicht lohnt es sich also, ein paar Euro mehr in einen Ventilator zu investieren. Der Preis ist unter anderem abh√§ngig von der Leistung, aber auch von der Bauart:

  • Handventilator: circa 2 bis 5 Euro
  • USB-Ventilator: circa 5 bis 15 Euro
  • Tischventilator: circa 20 bis 100 Euro
  • Standventilator: circa 30 bis 100 Euro
  • Turmventilator: circa 60 bis 300 Euro
  • Deckenventilator: circa 80 bis 500 Euro

Dyson-Fans greifen grundsätzlich tiefer in die Tasche. Wer nicht auf Extras wie einen Timer oder eine Fernbedienung verzichten möchte, muss ebenfalls mit höheren Kosten rechnen.

Die Ausstattung f√ľr den perfekten Komfort

Welche Features der Ventilator mitbringen soll, h√§ngt von den individuellen Anspr√ľchen ab. W√§hrend manche nicht auf Extras wie eine Smart-Home-Anbindung verzichten wollen, ist diese Ausstattung f√ľr andere weniger relevant. Beachten Sie, dass zus√§tzliche Features zwar f√ľr ein Plus an Komfort sorgen, sich jedoch auch im Preis niederschlagen.

Welche Steuerungsmöglichkeiten gibt es?

Mit verschiedenen Steuerungsm√∂glichkeiten k√∂nnen Nutzer ihren Ventilator so programmieren, wie es f√ľr sie am komfortabelsten ist.

Fernbedienung
Fernbedienung

Eine Standventilator mit Fernbedienung ist zwar kein Muss, kann sich aber insbesondere in gro√üen R√§umen als durchaus praktisch erweisen. In erster Linie bietet er ein Mehr an Komfort. Nutzer m√ľssen nicht von der Couch aufstehen oder umst√§ndlich durch das B√ľro laufen. Bei Deckenventilatoren ist eine Steuerung via Fernbedienung essenziell. Je nach Ger√§t bietet eine Fernbedienung verschiedene Regulierungsoptionen, vom Ein- und Ausschalten bis zum Anpassen des Luftstroms. Die Fernbedienung sollte eine Reichweite von mindestens zehn Metern aufweisen. Wenn sie gerade nicht ben√∂tigt wird, l√§sst sie sich in der Regel in einem kleinen Fach direkt im Ventilator verstauen.

Timer
Timer

Ein Ventilator mit Timer kann so eingestellt werden, dass er nach einer bestimmten Zeit die Leistung reduziert oder sich komplett ausschaltet. Mit einer Zeitschaltuhr k√∂nnen Nutzer zudem voreinstellen, dass sich der Ventilator, kurz bevor sie aufstehen oder ins B√ľro gehen, einschaltet. Da Ventilatoren f√ľr den Dauerbetrieb ausgelegt sind, k√∂nnen sie prinzipiell Tag und Nacht durchlaufen. Es ist jedoch sinnvoll, f√ľr die Nacht einen Timer zu stellen, da die Temperaturen in der Nacht ohnehin abk√ľhlen und ein dauerhafter Luftzug Kopf- und Nackenschmerzen hervorrufen kann. Dadurch k√∂nnen Sie im Luftstrom des Ventilators einschlafen, nach einer voreingestellten Stundenzahl schaltet sich der Ventilator jedoch automatisch ab. Der Bonus: Sie sparen Stromkosten.

Zug- und Wandschalter
Zug- und Wandschalter

Deckenventilatoren mit Zugschalter haben ein geradezu antikes Flair. Sie werden direkt am Ventilator angebracht und manuell bedient. Das Einschalten, die Einstellung der Drehgeschwindigkeit und weitere Extras steuert der Nutzer √ľber den Zugschalter. F√ľr gew√∂hnlich sind drei Geschwindigkeitsstufen einstellbar. So setzt beispielsweise ein Zug den Motor in Gang, weitere Z√ľge steuern die Laufstufen. Falls eine Beleuchtung vorhanden ist, l√§sst sich in der Regel auch diese √ľber den Zugschalter ein- und ausschalten. Gegebenenfalls regulieren Nutzer ihren Deckenventilator aber auch mit einem Wandschalter. Zus√§tzlich ist h√§ufig ein Lichtschalter integriert. Beide Schalttechniken haben gegen√ľber Fernbedienungen einen nicht zu untersch√§tzenden Vorteil: Sie gehen nicht verloren.

Smart Home
Smart Home

Inzwischen gibt es immer mehr Modelle, die √ľber eine Einbindung ins WLAN aus der Ferne per App aktiviert beziehungsweise reguliert werden k√∂nnen. Mit Alexa oder Google Assistant ist sogar eine Sprachsteuerung m√∂glich. Ein Ventilator mit Smart-Home-Funktion reagiert beispielsweise mit einer Anpassung des Luftaustausches, wenn der Nutzer ein Fenster √∂ffnet. Moderne Ger√§te passen au√üerdem die Lichtfarbe an die jeweilige Tageszeit an. Eine Smart-Home-Anbindung erh√∂ht also nicht nur den Komfort, sondern kann auch die Energiekosten senken. Wer sich nicht von seinem alten Ventilator trennen m√∂chte, kann diesen in der Regel sogar nachr√ľsten, indem er eine WLAN-Steckdose als Zwischenstecker anbringt.

Welche Ausstattungsmerkmale haben Ventilatoren?

Neben der Luftverwirbelung haben Ventilatoren h√§ufig noch weitere Funktionen. Ausstattungsmerkmale wie eine Oszillationsfunktion oder ein R√ľcklauf bringen zahlreiche Vorteile mit sich.

Oszillationsfunktion
Oszillationsfunktion

Da eine Fixierung des Luftstroms auf den Anwender schnell Nacken- und R√ľckenbeschwerden hervorrufen kann, ist eine Schwenkfunktion, auch als Oszillation bezeichnet, bei Ventilatoren empfehlenswert. Dabei dreht sich das Ger√§t mechanisch von einer Seite zur anderen. Die Winkelweite der Oszillation betr√§gt je nach Modell 75 bis 180 Grad. Durch den vergr√∂√üerten Wirkungsbereich wird die Luft im gesamten Raum gleichm√§√üiger und effizienter verteilt. Bei Bedarf k√∂nnen Anwender die Oszillation meist deaktivieren. Eine Oszillationsfunktion ist grunds√§tzlich nur Ventilatoren mit Standbein vorbehalten. Auch Turmventilatoren k√∂nnen oszillieren, bei ihnen schwenkt jedoch nicht nur der Kopf, sondern der gesamte Korpus. In einer Zimmerecke aufgestellt verteilen sie die Luft am besten.

Vor- und R√ľcklauffunktion
Vor- und R√ľcklauffunktion

(Decken-)Ventilatoren sind nicht nur im Sommer eine n√ľtzliche Anschaffung: W√§hrend sie in den hei√üen Monaten k√ľhlen, w√§rmen sie im Winter ‚Äď vorausgesetzt, sie besitzen neben der g√§ngigen Vorlauffunktion eine R√ľcklauffunktion, mitunter auch als Links- und Rechtslauf sowie Sommer- und Winterbetrieb bezeichnet. Im Sommermodus wird der Luftstrom auf direktem Wege nach unten geleitet. Im Wintermodus ist die Drehrichtung umgekehrt, das hei√üt, der Luftstrom wird zur Decke geleitet. Das sorgt vor allem in R√§umen unter 2,80 Metern Deckenh√∂he daf√ľr, dass die nach oben steigende Heizungsluft mit der √ľbrigen Raumluft durchwirbelt wird. Auf diese Weise gew√§hrleisten die Ventilatoren einen Temperaturausgleich sowie eine Verbesserung der Raumluft.

Beleuchtung
Beleuchtung

Praktischerweise ersetzen Deckenventilatoren mit integrierter Lampe eine separate Raumbeleuchtung. Mit einem Kombiger√§t genie√üen Sie nicht nur eine frische Brise, sondern auch angenehmes Licht. Die Beleuchtung sorgt f√ľr ein wohnliches Ambiente im Raum. F√ľr die Nutzung im Arbeitszimmer empfiehlt sich ein helles Licht, bei der Nutzung im Wohn- oder Schlafbereich ist das Licht im Idealfall dimm- und √ľber eine Fernbedienung steuerbar. Alternativ ist auch ein Wandschalter mit Lichtfunktion eine praktikable Option. Achten Sie darauf, dass es sich bei den Gl√ľhbirnen um LEDs handelt, da diese eine l√§ngere Lebensdauer haben. Damit schonen sie nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt.

Spr√ľhnebel
Spr√ľhnebel

Eine frische Meeresbrise gef√§llig? Ventilatoren mit K√ľhlung nutzen ein integriertes Wassersystem, √ľber das sie feine Wassertropfen ‚Äď bis zu 300 Milliliter pro Stunde ‚Äď an ihre Umgebung verteilen. Da die Tr√∂pfchen mikroskopisch klein zerst√§ubt werden, entsteht keine N√§sse, sondern eine erh√∂hte Luftfeuchtigkeit. Der eigentliche Mehrwert liegt in ihrem K√ľhleffekt: Die Temperatur wirkt bis zu zehn Grad k√ľhler. Der zuschaltbare Spr√ľhnebel ist erfrischend und verbessert das Raumklima. Ein drei Liter gro√üer Wassertank reicht f√ľr bis zu zw√∂lf Stunden. Der Spr√ľhnebel bindet auch Hausstaub, was insbesondere f√ľr Allergiker interessant ist. Im Freien h√§lt er zudem Insekten fern. H√§ufig lassen sich sogar Aromastoffe hinzuf√ľgen.

Weitere sinnvolle Ausstattungsmerkmale eines Ventilators:

  • H√∂hen- und Neigungsverstellung: Die meisten Modelle, mit Ausnahme der fest installierten Deckenventilatoren, lassen eine H√∂henjustierung (zwischen 75 und 130 Zentimetern) und eine Neigungseinstellung zu, sodass das Ger√§t schr√§g nach oben oder unten bl√§st.
  • LED-Display: Ein hintergrundbeleuchtetes LED-Display, im Idealfall mit Innenraumtemperaturanzeige, und einer selbsterkl√§renden Symboldarstellung erleichtert die Bedienung.
  • Laufrollen: Mit vier Rollen l√§sst sich der Ventilator ohne gro√üen Aufwand in einen anderen Raum oder sogar auf die Terrasse verschieben, sodass er zur mobilen Windmaschine wird. H√§ufig sind die Rollen im Lieferumfang enthalten und optional montierbar.
  • Tragegriffe: Tragegriffe gew√§hrleisten einen unkomplizierten Transport. Anwender den Ventilator √ľberall dort aufstellen k√∂nnen, wo sie ihn gerade ben√∂tigen.

Weiterf√ľhrende Tests

Achtung: Hierbei handelt es sich um einen Vergleich von Ventilatoren, da es uns nicht möglich war, die Produkte selbst zu testen.

Zwar gibt es keinen Ventilatoren-Test von der Stiftung Warentest, das Testinstitut verweist auf seinem Test-Portal jedoch auf einen Test seiner Schweizer Kollegen: Das Konsumentenmagazin Saldo hat im Jahr 2016 zw√∂lf Ventilatoren getestet, darunter sieben Standventilatoren und f√ľnf Turmventilatoren. Die Tester pr√ľften in ihrem Test unter anderem das Windgef√ľhl auf der Haut, die Handhabung und die Sicherheit. Ihr Fazit: Ein Test-Ger√§t erf√ľllt seinen Zweck sehr gut, alle anderen zumindest gut. Grunds√§tzlich √ľberzeugten die Ventilatoren mit einer besseren Qualit√§t als im letzten Test aus dem Jahr 2007. Zum Sieger des Tests wurde eine Spezialkonstruktion des Herstellers Dyson gek√ľrt. Der AM08 ist mit circa 390 Euro jedoch das teuerste Modell im Test. Folgende Ventilatoren wurden mit dem Testurteil ‚ÄěGut‚Äú bewertetet: der Stadler Form Charly Stand C-060, der Satrap Windy B3, der Ayce Turmventilator 2015.11.03, der Intertronic Tower Fan und der Rowenta Classic Tower.

Auch das Testportal Haus und Garten f√ľhrte einen umfassenden Test durch, beschr√§nkte sich allerdings ebenfalls auf Standventilatoren. Im Jahr 2018 nahmen die Tester vier traditionelle Ventilatoren mit Axiall√ľfter sowie drei schlanke Turmmodelle in ihrem Test unter die Lupe. Getestet wurde in verschiedenen Kategorien, genauer gesagt: die erzielte Luftgeschwindigkeit und die dabei erzeugte Lautst√§rke, die Handhabung (also die Funktionalit√§t, G√§ngigkeit und Ergonomie sowie die Standfestigkeit, Krafteinwirkung und die Bedienungsanleitung), die Verarbeitung, die √Ėkologie, sprich, der Energieverbrauch, und die Sicherheit. Im Test befanden sich der Balmuda GreenFan EGF-1600, der Dyson AM07, der Klarstein Airflex 360¬į, der Koenic KTF 100, der Koenic KSF 400-M, der Rowenta Eole Infinite VU6670 und der Sichler NX-7302.

Das ETM Testmagazin nahm 2018 in einem Test ebenfalls elf Standventilatoren unter die Lupe. Folgende Ger√§te wurden in puncto Funktionalit√§t, Handhabung, Verbrauchswerte im Betrieb, Verarbeitung und Ausstattung getestet: der Dyson AM07 Turmventilator, der Klarstein Silent Storm Standventilator 10030978, der Solis Breeze 360¬į Typ 7582, der Fakir VL 45 GF, CasaFan Standventilator Greyhound SV45-8 SW FB, der Rowenta ESSENTIAL VU4110, der Koenic KSF 400-M, der Sichler Haushaltsger√§te Spr√ľhnebel-Standventilator VT-537.S, der Domo DO8132, der Syntrox Klima-Chef SVT-44W-W und der Mia Prodomus VLO 4018S.