Aufbauspiele

Die besten Aufbauspiele 2018 im Vergleich

Lena Groeben
Platz Produkt Bewertung
1 Forge of Empires 4,02
2 Elvenar 3,76
3 Farmerama 3,61
4 Die Stämme 3,35
5 Goodgame Empire 3,21
6 OGame 3,06
7 Wurzelimperium 2,87

Spielkonzept

Motivation & Wartezeiten

Anmeldung & Einstieg

Technische Voraussetzungen & Performace

Online-Aufbauspiele am PC spielen

    Das Wichtigste in Kürze
  • Aufbauspiele sind eine Unterkategorie der Browsergames, in der sich verschiedene Genres wie Stadtspiele oder Wirtschaftssimulationen finden.
  • Sie sind schnell und unkompliziert spielbar.
  • Grundsätzlich sind Aufbauspiele kostenlos. Die Anbieter locken jedoch mit kostenpflichtigen Rohstoffen oder anderen Mitteln, mit denen Spieler lange Wartezeiten verkürzen.

Unsere Testsieger

Im Gesamtergebnis überzeugten Forge of Empires, Elvenar und Farmerama am meisten in unserem Test. Forge of Empires beeindruckt mit seiner aufwendigen, detailreichen Grafik, die für ein Browsergame herausragend ist. Zudem gelingt es dem Spiel hervorragend, die Einfachheit eines Browsergames mit Spieltiefe zu verbinden. Spannende Kämpfe, die strategisches Geschick erfordern, eine Reise durch alle Epochen, abwechslungsreiche Quests und eine aktive Community halten die Langzeitmotivation hoch. Damit hat sich Innogames den Testsieg absolut verdient.

Ähnlich gut gefällt uns Elvenar, das ebenfalls aus der Feder von Innogames stammt und viel Ähnlichkeit zum großen Bruder Forge of Empires aufweist. Besonders hervorzuheben sind hier das fantasievolle Elfenreich-Setting und die Rollenspielaspekte in den Kämpfen. Dafür wird die Community weniger eingebunden als in Forge of Empires.

Farmerama kann nicht ganz so überzeugen wie die beiden genannten Konkurrenten. Die Spieloberfläche fällt unübersichtlicher aus und die Langzeitmotivation wird durch langwierige Quests etwas gedämpft. Dennoch macht das bunte Farmspiel sehr viel Spaß, eignet sich gut für zwischendurch und wartet immer wieder mit neuen Spielinhalten auf.

1. Was ist ein Aufbauspiel?

Aufbauspiele zählen zur Kategorie der Browsergames. Unter den weiten Begriff Browsergames oder Browserspiele fallen prinzipiell alle Spiele, die als Benutzerschnittstelle auf einen Webbrowser zurückgreifen. Das heißt: Nutzer spielen das Spiel einfach über einen Browser, ohne es downloaden zu müssen. Weitere Software benötigen sie nicht. Lediglich ein Nutzer-Account ist erforderlich.

Browsergames vs. Online-Spiele

Online-Spiele werden über das Internet gespielt. In der Regel ist dafür der Download einer Software erforderlich. Dies ist beim Browsergame, dass ausschließlich über den Internet-Browser bedient wird, nicht der Fall.

Aufbauspiele: Viel Macht und große Verantwortung

Browsergames existieren in diversen Varianten. Die Vielfalt reicht von Minispielen für zwischendurch bis hin zu umfangreichen Rollenspielen. Eine große Unterkategorie der Browserspiele bilden die sogenannten Aufbauspiele. Hierunter fallen, einfach ausgedrückt, alle Browserspiele, in denen der Nutzer etwas aufbaut. Der Spieler ist hier sozusagen Herrscher und Schöpfer. Er erschafft sich seine eigene Welt, gibt vor, was passiert, und hat alles unter Kontrolle. Mit der großen Macht erhält er natürlich auch eine große Verantwortung. So gilt es, stets neue Aufgaben zu erfüllen, damit die Welt wächst und gedeiht und ihre Bewohner zufrieden und glücklich sind.

Aufbau und Fortschritt

Ein Merkmal von Aufbauspielen ist also – wie es bereits der Name erahnen lässt – der Aufbau:

Der Spieler startet üblicherweise auf einer recht leeren Fläche, auf der er beispielsweise eine Stadt, einen Zoo oder eine Farm aufbaut. Der Reiz dieser Spiele besteht darin, dass der Spieler viel strategisches Geschick bei der Planung und Umsetzung des Aufbaus beweisen muss. Eine Armee aufstellen, neue Gebäude errichten, Tiere züchten, Pflanzen säen – all das erfordert einen smarten Umgang mit den vorhandenen Ressourcen.

Aufbauspiel - Forge of Empires
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In einer grünen Landschaft die eigene Traumstadt errichten – ein typisches Aufbauspiel.

Der Spieler kann sich dabei an eine vorgegebene Reihenfolge von Aufgaben, sogenannten Quests, halten oder sich bestimmte Bereiche, die ihn besonders interessieren, herauspicken und sich darauf spezialisieren – ganz wie es seinem Charakter entspricht. Denn wie schon Platon feststellte: „Beim Spiel kann man einen Menschen in einer Stunde besser kennenlernen als im Gespräch in einem Jahr.“

2. Wodurch zeichnen sich Aufbauspiele aus?

Der Hauptgrund für die Beliebtheit von Browsergames im Allgemeinen und Aufbauspielen im Besonderen ist, dass Nutzer damit einfach losspielen können, ohne vorher eine Software downloaden und installieren zu müssen. Alles, was sie dafür benötigen, sind ein Webbrowser, eine stabile Internetverbindung und ein Nutzerprofil. Letzteres ist in der Regel schnell und unkompliziert angelegt.

Ein selbstgewählter Nutzername, ein Passwort und die E-Mail-Adresse reichen im Normalfall aus. Manchmal ist nicht einmal eine E-Mail-Adresse notwendig. Im erstellten Account werden die Nutzerdaten und der Spielefortschritt gespeichert.

Browsergames Zutaten
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Für ein Browsergame benötigen Nutzer nur drei Dinge, um loszuspielen.

Damit haben Aufbauspiele auch den Vorzug, dass sie von überall aus spielbar sind, sei es über den heimischen PC, in der U-Bahn auf dem Smartphone oder im Urlaub mit dem Tablet.

Freundliches Miteinander oder Krieg – alles ist möglich

Häufig kann der Spieler außerdem seine Strategie frei wählen und zum Beispiel mit anderen Nutzern zusammenarbeiten oder gegen sie kämpfen. In vielen Stadt- oder Farmspielen haben Spieler die Möglichkeit, sich gegenseitig mit Rohstoffen oder Pflanzen auszuhelfen. Sie können das Feld des Nachbars gießen, seine Hühner füttern oder sein Rathaus polieren. Wem das aber zu harmonisch ist, der hat die Möglichkeit, seine Mitspieler zu bestehlen oder gar gegen sie in den Krieg zu ziehen.

Eine weitere positive Eigenschaft der Online-Aufbauspiele ist, dass sie in der Regel kostenlos spielbar sind. Schnell und unkompliziert losspielen und kein Geld bezahlen – was will man mehr?

Die Vorteile von Aufbauspielen im Überblick
  • Kein Download und keine Installation notwendig
  • User benötigen lediglich einen Webbrowser, eine Internetverbindung und einen Account
  • Meistens kostenlos (wie die meisten Browsergames)
  • Nutzer können zusammenarbeiten oder gegeneinander spielen

3. Welche Genres bedienen Browser-Aufbauspiele?

Das Angebot an Aufbauspielen ist groß. Eine Einteilung in unterschiedliche Genres ist eher schwierig. Da die Deutschen aber bekanntermaßen Ordnungsliebhaber sind, haben wir uns dennoch an einer Unterteilung der Aufbauspiele in vier Arten versucht. Hierbei ist zu beachten, dass die Aufteilung durchaus subjektiv ist und dass sich nicht immer klare Grenzen ausmachen lassen. Es ist uns bewusst, dass manche Spiele nicht nur in eine, sondern in mehrere Kategorien gleichzeitig passen. Ob und inwieweit die folgende Unterteilung tatsächlich sinnvoll ist, kann jeder Leser für sich selbst entscheiden.

Stadtspiele – Die eigene City aufbauen und managen

Sehr viele Aufbauspiele lassen sich in diese Kategorie einordnen. Der Spieler startet häufig als Bürgermeister einer unbedeutenden Kleinstadt, die er voranbringen muss. So baut er die ersten Wohnhäuser, damit die Einwohneranzahl wächst. Mit der Zahl der Bewohner wächst der Bedarf an Produktionsstätten und so weiter. Nach und nach wächst und füllt sich die Stadt, bis Erweiterungen notwendig werden und der Spieler entweder neue Gebiete hinzukaufen oder im Krieg erobern muss. Dabei sollte er natürlich stets die Stimmung seiner Bewohner im Blick behalten, sonst kann es schnell zu Aufständen kommen. Sind die Bürger unzufrieden, kann es passieren, dass sie die Arbeit niederlegen oder gar auswandern.

Zum Job des Bürgermeisters gehören häufig auch Aufgaben wie das Haushalten mit Geld und das Erheben von Steuern. Hier heißt es, eine gute Strategie zu finden, damit alle zufrieden sind. Die Stadt benötigt Geld zum Ausbau, bei zu hohen Steuern werden aber die Stadtbewohner unzufrieden und drohen abzuwandern.

Forge of Empire
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Ein beliebtes Stadtspiel: Forge of Empires.

Auch eine gut ausgebaute, funktionierende Infrastruktur gehört meistens zu den Merkmalen einer Stadt, in der Menschen gerne leben und die neue Mitbürger anzieht. In vielen Strategiespielen ist es notwendig, alle Gebäude durch Wege und Straßen miteinander zu verbinden und diese später auszubauen, wenn die Einwohnerzahl steigt. Ebenso liegen die Versorgung der Bewohner, die Wirtschaft und die Industrie in der Hand des Spielers. Er baut zum Beispiel Produktionsstätten, welche die Stadt mit Lebensmitteln, Werkzeugen und Luxusgütern versorgen. Kurz gesagt: Der Spieler entscheidet mit seiner Strategie die Zukunft der Stadt. Er ist als Stadtoberhaupt dafür verantwortlich, dass alles rund läuft und seine Stadt wachsen und gedeihen kann. Ein beliebter Vertreter dieser Gattung ist das Spiel Forge of Empires.

Lebenssimulationen – Lebe Deinen Traum

Ein weiteres Genre der Aufbauspiele sind die Lebenssimulationen. Wie der Name bereits verrät, geht es hier um alles, was irgendwie mit dem Leben zu hat. Zu den bekanntesten Vertretern dieser Kategorie gehören beispielsweise die Computerspielreihe Die Sims und das virtuelle Küken Tamagotchi. Hier geht es um das Gründen und Pflegen einer Familie. Der Spieler wählt die Charaktere aus und leitet gewissermaßen ihr Leben. Er baut oder kauft ihnen ein Haus, richtet es ein und kümmert sich um die Bedürfnisse der Personen. Dazu gehört unter anderem, dass die Charaktere stets genug essen, sich um ihre Körperhygiene kümmern, einen Job und ein soziales Leben haben.

Ein Beispiel für eine Lebenssimulation, die im Browser spielbar ist, ist Lady Popular. Hier wählt der Spieler unter anderem in der Modearena das Outfit seiner Lady und liefert sich in puncto Aussehen Duelle mit anderen Mädchen. Er besucht das Shopping-Center, den Beauty-Salon und macht mit seiner Lady die Nacht zum Tag. Modebewusste Mädchen, die ihrer Lady einen einzigartigen Stil verpassen und das perfekte Outfit kreieren, können hier punkten – und vor allem Spaß haben.

Browsergame Lady Popular
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In Lady Popular erstellen Spieler sich eine Lady, mit der sie die Modewelt erobern.

Lebenssimulationen zeichnen sich zusammengefasst dadurch aus, dass der Gamer entweder einen Charakter spielt oder das Verhalten von Spielfiguren direkt oder indirekt steuert. Er begleitet eine oder mehrere Spielfiguren durch einen Großteil ihrer Entwicklung und lebt mit ihnen ihr Leben. Dabei geht es nicht vorrangig um das Geldverdienen, sondern das leibliche und seelische Wohl der Charaktere steht im Vordergrund. Erfolgreich ist der Spieler, dessen Spielfigur glücklich ist. Hier finden sich durchaus Überschneidungen zum Spielgenre Rollenspiel.

Neben Lebenssimulationen, die sich um den Mikro-Kosmos eines Charakters drehen, gibt es auch Browserspiele, in denen es um den Makro-Kosmos geht. Hier kümmert sich der Spieler nicht um das Wohl einer einzelnen Person, sondern um das der Gemeinschaft. Dabei kann es sich natürlich auch um eine ganze Stadt handeln, sodass dies gleichzeitig unter den Stadt- und Strategiespielen einzuordnen wäre.

Wirtschaftssimulationen – Einmal Boss sein

In Wirtschaftssimulationen errichten Spieler ein eigenes Handelsimperium. Hier geht es vordergründig darum, möglichst hohe materielle Gewinne zu erzielen. Häufig startet der Spieler mit einem kleinen Geschäft, das er im Laufe des Spiels immer weiter ausbaut. Da müssen dann neue Mitarbeiter eingestellt, die Produktion erhöht und die Ladenfläche vergrößert werden. Als Boss hält der Spieler alle Fäden in der Hand und achtet stets darauf, dass genügend Rohstoffe vorhanden sind, die Mitarbeiter ihre Jobs ordnungsgemäß verrichten und die Kasse klingelt.

Das „Geschäft“, das der Spieler führt, kann ganz unterschiedlich aussehen. Mal ist es ein klassischer Lebensmittelladen, mal eine große Fabrik, ein Freizeitpark oder ein Bauernhof. Dementsprechend unterscheiden sich die Komplexität und der Fokus von Spiel zu Spiel.

Natürlich spielt auch beim Auf- und Ausbau einer Stadt die Wirtschaft eine mal mehr mal weniger große Rolle, sodass Strategiespiele gleichzeitig auch eine Wirtschaftssimulation sein können.

Farmerama
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In Farmerama bewirtschaften Spieler ihren eigenen Bauernhof.

Als bekannte Unterkategorie lassen sich hier die Farmspiele nennen. Ein Beispiel für sie ist Farmerama: In dem klassischen Farmspiel ist der Gamer Besitzer eines Bauernhofs. Er startet mit ein paar Feldern, die er bestellen muss. Nach und nach kommt er an immer mehr Pflanzen und Tiere, womit natürlich auch seine Verantwortung wächst. Die Pflanzen wollen ausgesät, bewässert, gedüngt und schließlich geerntet werden. Die Tiere benötigen Futter, einen sauberen Stall und Wasser. Wer seinen Bauernhof vergrößern und damit erfolgreich sein will, hat also ordentlich was zu tun.

Klick-Management – Schnelle Erfolge erzielen

Eine weitere Unterkategorie der Aufbauspiele ist die der Klick- oder auch Zeitmanagement-Games. Sie zeichnet sich insbesondere durch festgelegte Zeitlimits aus. Damit gehen schnelle Erfolgserlebnisse einher. Viele dieser Spiele sind allerdings weniger Aufbau- als vielmehr Minispiele. In der Regel haben Nutzer in solchen Games feste Aufgaben innerhalb einer bestimmten Zeit zu erfüllen. Sie eignen sich gut als kurzweilige Ablenkung für zwischendurch.

Viele Klick-Management-Spiele haben ihr Setting in einem Restaurant oder Café, wo der Gamer typische Arbeitsabläufe nachspielt. So muss er zum Beispiel Burger-Bestellungen abarbeiten und die Burger-Brötchen in der richtigen Reihenfolge belegen.

Ähnlich, nur süßer, geht es bei Molly & Cleo - CupCake-Time zu. Der Spieler backt und garniert unter Anleitung der Bäckerin Molly bunte Cupcakes nach einem echten Rezept. Dazu gehört das Anrühren von Teig, das Füllen der Formen, das Backen im Ofen und das Verzieren mit Toppings und Frostings. Entspannend: Im Gegensatz zu einigen anderen Klick-Management-Spielen bleibt der Zeitdruck hier außen vor. Der Spieler kann sich beliebig viel Zeit für die Zubereitung seiner Cupcakes nehmen.

Klickspiel CupCake Time
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In Molly & Cleo - CupCake-Time dreht sich alles um die bunten Leckereien.

4. Die Vielfalt der Aufbauspiele

Wer sich bislang wenig oder gar nicht mit Online-Aufbauspielen beschäftigt hat, fragt sich vielleicht: Was baue ich denn überhaupt auf? Eine allgemeine Antwort gibt es nicht. Auch hier ist die Vielfalt groß. Die vier verbreitetsten Themenwelten von Aufbauspielen stellen wir in der folgenden Übersicht kurz vor.

Farmerama

Eine Farm

In Aufbauspielen wie Farmerama bewirtschaftet der Spieler seinen eigenen Bauernhof und baut diesen nach und nach aus. Mehr Felder, mehr Pflanzen, mehr Tiere, mehr Geld. Wer schon immer seine eigene Farm besitzen wollte, kann hier seinen Traum ausleben.
MyFreeZoo

Ein Zoo

Eine beliebte Themenwelt von Aufbauspielen ist auch der Zoo. Eine klassische Simulation aus dieser Kategorie ist My Free Zoo. Hier ist der Spieler ein Tierpark-Direktor, der versucht, mit vielen Tieren und anderen Attraktionen möglichst viele Besucher in seinen Zoo zu locken.
Forge of Empire

Ein Dorf oder eine Stadt

In vielen Aufbauspielen dreht sich alles um das Wachstum eines Dorfes oder einer Stadt. Ein Beispiel hierfür ist Forge of Empires. Der Spieler fängt mit wenigen Gebäuden an, baut immer mehr hinzu, produziert mehr Güter und lockt Bewohner an.
OGame

Der Weltraum

Auch der Weltraum bleibt uns in Aufbauspielen nicht verschlossen. Ein gutes Beispiel für ein Space-Aufbau-Game ist das textbasierte Spiel OGame. Bei diesem Klassiker baut der Spieler Raumschiffe und Raketen oder mächtige Kriegsschiffe, um den Weltraum zu erforschen und seinen eigenen Planeten weiterzuentwickeln.

Und wie funktioniert es?

Hinsichtlich ihrer Funktionsweise sind sich die meisten Aufbauspiele sehr ähnlich. Der Spieler startet mit einer kleinen Grundausstattung, die er nach und nach erweitert. Durch den Bau von Produktionsstätten kann er mehr Rohstoffe erwirtschaften. Durch den Verkauf von Rohstoffen oder das Einsammeln von Steuern vermehrt sich sein Geld, das er wiederum für die Entwicklung neuer Technologien oder den Erwerb neuer Gebäude, Rohstoffe oder Pflanzen einsetzt. Zusätzlich zu Goldmünzen gibt es in der Regel noch eine Ingame-Währung wie Rubine oder Diamanten, die der Spieler zum Teil als Belohnung für Erfolge bekommt oder für Echtgeld kauft. Damit kann er vor allem Wartezeiten verkürzen und so seinen Fortschritt beschleunigen, aber manchmal auch spezielle Gebäude oder Gegenstände erwerben, die es für normale Münzen nicht gibt beziehungsweise für die sein Spielgeld gerade nicht ausreicht.

5. Was kosten Aufbauspiele?

Die meisten Browsergames basieren auf dem Free-to-play-Prinzip. Das bedeutet: Mindestens die grundlegenden Spielinhalte stehen dem Nutzer zur Verfügung, ohne dass er dafür bezahlen muss. Da der Anbieter natürlich trotzdem irgendwie Geld verdienen will, gibt es in fast jedem Browsergame zahlungspflichtige Zusatzinhalte. Das kann zum Beispiel eine Premium-Mitgliedschaft sein, die dem Spieler Vorteile wie den Zutritt in neue Welten verschafft. Der Nutzer kauft hier also kein komplettes Spiel, sondern nach Bedarf beziehungsweise Wunsch spezielle Premium-Inhalte. Es handelt sich also um sogenannte Mikrotransaktionen, die Publisher mittlerweile nicht mehr vornehmlich in Browsergames, sondern auch vermehrt bei Video- und PC-Spielen einsetzen.

Nicht allen Spielen gelingt eine gute Free-to-Play-Balance. Immer wieder beklagen sich Spieler über unfaire Vorteile von Bezahlspielern. Andererseits müssen die Kaufinhalte ja auch einen Mehrwert bieten, damit die Entwickler mit dem Spiel Geld verdienen, Support leisten und das Game weiterentwickeln können. Es ist also nicht ganz einfach, hier das Gleichgewicht zu halten.

Ingame-Währung: Diamanten, Rubine und Tulpgulden

Auch die bereits erwähnte Ingame-Währung zählt zu solchen zahlungspflichtigen Zusatzinhalten. Diese ist häufig in Paketen zu erwerben und ermöglicht es dem Spieler unter anderem, schnellere Fortschritte zu erzielen. In Forge of Empires sind das beispielsweise Diamanten, in Farmerama Tulpgulden, und in Goodgame Empire sind es Rubine. Die einzelnen Währungen der Spiele in unserem Test und wie viel Geld Nutzer dafür bezahlen müssen, zeigen die folgenden Bilder.

So testen wir

Um Nutzern, die auf der Suche nach einem neuen spannenden Aufbauspiel sind oder diese Welt gerade für sich entdecken, eine kleine Orientierungshilfe zur Hand zu geben, haben wir sieben der beliebtesten Online-Strategiespiele unter die Lupe genommen. Auf diese Weise möchten wir unseren Lesern dabei helfen, für sich einzuschätzen, welches Aufbauspiel auf jeden Fall einen Blick wert ist und ihnen besonders viel Spaß machen könnte.

Grundsätzlich sei hier zu beachten, dass gerade bei der Bewertung von Spielen auch der subjektive Eindruck eine Rolle spielt. Und die Geschmäcker sind nun einmal verschieden. So kann es selbstverständlich vorkommen, dass ein Spiel, das bei unserer Redaktion wahre Begeisterungsstürme auslöst, bei dem ein oder anderen Leser gar nicht gut ankommt und umgekehrt. Daher kann und soll unser Test lediglich als Orientierungshilfe bei der Suche nach dem neuen Lieblingsspiel dienen.

Die besten Browsergames im Test
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Diese sieben Browsergames haben wir auf Herz und Nieren geprüft.

Wie wir im Test vorgingen und worauf wir bei der Bewertung besonders viel Wert legten, erläutern wir unter diesem Abschnitt. Als Grundlage unseres Tests dienten die vier Bewertungskategorien „Spielkonzept“, „Motivation & Wartezeiten“, „Anmeldung & Einstieg“ sowie „Technische Voraussetzungen & Performance“. In jeder von ihnen konnte jedes Aufbauspiel jeweils zwischen 0.00 und 5.00 Punkten sammeln, die dann mit unterschiedlicher Gewichtung (siehe rechts) in die Gesamtnote einflossen.

Browsergames Gewichtung
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Die Gewichtung der vier Bewertungskategorien.

Spielkonzept

Unsere erste Bewertungskategorie soll den Lesern einen groben Überblick darüber geben, worum es in dem jeweiligen Spiel geht. Hierzu zählen etwa der Schauplatz und das Zeitalter. Wir gehen kurz auf die Grafik, den Detailreichtum und Sound ein sowie darauf, welchen Eindruck diese drei Komponenten im Test auf uns machten. Darüber hinaus fassen wir die Besonderheiten der einzelnen Aufbauspiele zusammen und geben eine Einschätzung ab, für welche Art von Spieler sich das jeweilige Simulation besonders gut eignet. Beispielsweise lassen sich Farmerama und Wurzelimperium unserer Erfahrung nach ganz gut mal zwischendurch – etwa für ein paar Minuten im Büro – spielen, während Forge of Empires den Spieler etwas länger in seinen Bann zieht. Da es uns beim Spielkonzept eher um einen ersten Eindruck als um eine Wertung ging, flossen in dieser Bewertungskategorie lediglich die Grafik mit ihrem Detailreichtum und der subjektive Spielspaß zu jeweils fünf Prozent in die Gesamtbewertung mit ein.

Motivation & Wartezeiten

In unserem Hauptkriterium, das die Hälfte der Gesamtwertung ausmacht, geht es vor allem um die Langzeitmotivation. Wir sehen uns also an, welche Komponenten des Spiels dafür sorgen, dass der Spieler möglichst lange am Ball bleibt und sein Reich, seinen Garten oder seine Farm weiter aufbaut. Je höher die Langzeitmotivation einer Simulation, umso besser. Demotivierend wirken sehr lange Wartezeiten, etwa auf die Fertigstellung von Gebäuden, sowie sehr einfache, sehr schwere oder eintönige Quests. Wichtig ist hier außerdem die Free-to-Play-Balance: Wie sehr wird der Spieler dazu „gedrängt“ Echtgeld zu investieren und wie gut ist das Game kostenlos spielbar? Um eine faire Vergleichsbasis zu schaffen, haben wir für jedes Aufbauspiel im Test jeweils Ingame-Währung im Wert von 9,99 Euro gekauft.

Anmeldung & Einstieg

Nach einem ersten Eindruck von den sieben Aufbauspielen geht es in der dritten Bewertungskategorie darum, wie einfach oder umständlich die Registrierung ist und wie gut der Spieler in das Spiel – zum Beispiel durch ein Tutorial – eingeführt wird. Hier gilt der Grundsatz „Je einfacher, desto besser“. So punktet zum Beispiel Goodgame Empires damit, dass der Anwender keine E-Mail-Adresse, sondern nur Passwort und Nutzername angeben muss. Ein gutes Tutorial zeigt dem Spieler alles, was er wissen muss, ohne sich zu lange hinzuziehen. Sehr gut gelöst hat dies auch Forge of Empires, während die Einführung in OGame unverhältnismäßig lang dauert.

Außerdem punkten die Aufbauspiele in diesem Bewertungskriterium mit vielen Hilfsmöglichkeiten und einer intuitiven Bedienung.

Technische Voraussetzungen & Performance

Hier sehen wir uns an, welche Systemvoraussetzungen für das jeweilige Spiel gelten. Hier können wir vorwegnehmen, dass alle sieben Spiele aktuell (Februar 2018) noch den veralteten Flash-Player erfordern, der vor allem für Sicherheitslücken bekannt ist. Bis zum Jahr 2020 will Adobe das Programm deshalb vom Markt nehmen – bis dahin sollten sich die Browsergame-Entwickler also eine Alternative einfallen lassen.

Unser Testsystem

Um Messunterschiede bei der Performance auszuschließen, haben wir jedes Browsergame auf dem gleichen System getestet. Unser System besitzt folgende Spezifikationen:

  • Windows 10 Pro 64 Bit
  • Intel-Core i5-6500T 2,5 GHz Quad-Core
  • 8 GB RAM
  • SSD-Festplatte

Darüber hinaus testeten und bewerteten wir hier die Performance der Programme. Dazu maßen wir mithilfe des Task-Managers in den drei beliebten Internet-Browsern Google Chrome, Mozilla Firefox und Opera die CPU- und GPU-Auslastungen der einzelnen Spiele. Hier punktet das Spiel, das am ressourcenschonendsten läuft.

Abzüge erhielten Aufbauspiele, bei denen während des Spielens gehäuft Probleme wie etwa lange Ladezeiten oder ein stehenbleibendes Bild auftraten. Darüber hinaus erfahren Leser hier, für welche Browsergames eine App für mobile Betriebssysteme verfügbar ist.