Wagenheber

Die 7 besten Wagenheber im Vergleich

Produktdetails
Gewicht
Belastbarkeit maximal
Hubhöhe maximal
Griff
Vorteile

Wagenheber-Ratgeber: So wÀhlen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in KĂŒrze
  • Mit einem Wagenheber können Sie Ihr Auto seitlich anheben, um den Reifen zu wechseln oder kleinere Reparaturen durchzufĂŒhren.
  • Die Tragkraft und die Hubhöhe des GerĂ€ts mĂŒssen den Anforderungen Ihres Wagens entsprechen.
  • Ein Scherenwagenheber ist die gĂŒnstigste Variante und erfordert viel Kraft; Rangier- und Stempelwagenheber sind teurer, arbeiten dafĂŒr aber hydraulisch.
  • Das Fahrzeug sollte nicht ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum auf dem Wagenheber stehen, da dieser langsam absackt; ein Unterstellblock und Bremskeile bieten zusĂ€tzlichen Halt.
  • Autofahrer sind nicht verpflichtet, einen Wagenheber in ihrem Fahrzeug mitzufĂŒhren.

Hoch die RĂ€der

Wenn im Winter der erste Schnee fĂ€llt und die Straßen bedeckt, dann ist es an der Zeit, die sommerliche Bereifung des Autos in der Garage zu parken und die Winterreifen hervorzuholen. So ein Reifenwechsel ist mit einem Wagenheber schnell erledigt. Auch der pannengeplagte Autofahrer wird fĂŒr einen Wagenheber im Kofferraum dankbar sein: Auto hoch, Reifen „drauf“ und weiterfahren. In einigen Fahrzeugen befindet sich serienmĂ€ĂŸig ein Wagenheber im Kofferraum. Doch dabei handelt es sich eher um einfach konstruierte Notlösungsmodelle. FĂŒr Vielfahrer und Hobbymechaniker empfiehlt sich ein hochwertigeres GerĂ€t, das auch nach mehrmaligem Gebrauch einen sicheren Halt bietet.

Wer sich fĂŒr den Kauf eines Wagenhebers entscheidet, hat die Wahl zwischen vier verschiedenen Modelltypen: Ballon-, Scheren-, Rangier- und Stempelwagenhebern. Im Gegensatz zu dem Wagenheber, der eventuell Ihrem Auto beiliegt, sind nicht alle Produkte von Drittherstellern mit Ihrem Wagenheber kompatibel. Doch wenn Sie sich an den Maßen Ihres Autos orientieren, finden Sie schnell den richtigen Wagenheber.

Das sollten Sie beim Kauf eines Wagenhebers beachten

Beim Kauf eines Wagenhebers sollten Sie beachten, dass es Modelle in diversen GrĂ¶ĂŸen und LeistungsstĂ€rken gibt. Vor allem mĂŒssen Sie wissen, welche Art von Auto Sie fahren. FĂŒr einen einfachen Kleinwagen reicht meist ein simpler Wagenheber, wĂ€hrend SUVs und tiefergelegte Sportwagen anders aufgebaut sind, weshalb Sie auch einen anderen Wagenheber brauchen. DarĂŒber hinaus sollten Sie sich bewusst sein, wann und wie oft Sie das GerĂ€t nutzen möchten: fĂŒr den gelegentlichen Einsatz bei Pannen, das halbjĂ€hrige Wechseln von Saisonreifen oder doch fĂŒr die heimische Hobbywerkstatt. Wagenheber unterscheiden sich in Aufbau und Bedienung sowie Tragkraft und Hubhöhe.

Tragkraft

Tragkraft

Die Tragkraft ist neben der Hubhöhe das entscheidende Kriterium bei einem Wagenheber. Dieser Wert sagt aus, wie viel Gewicht das GerĂ€t maximal heben kann, und wird in Tonnen angegeben. In den meisten FĂ€llen sind ein bis zwei Tonnen fĂŒr einen Klein- bis Mittelklassewagen ausreichend. Transporter- und GelĂ€ndewagen-EigentĂŒmer sollten zu einem Wagenheber mit einer Tragkraft von 20 bis 30 Tonnen greifen.

Hubhöhe

Hubhöhe

Die Hubhöhe gibt an, wie hoch ein Wagenheber das Fahrzeug heben kann, und bezeichnet somit die maximale Höhe des GerĂ€ts selbst. Wagenheber arbeiten stufenlos. Die Hubhöhe können Sie dank einer Sperrklinke auf den Millimeter genau festlegen. Wenn Sie einen Kleinwagen besitzen, ist eine Hubhöhe von 30 bis 35 Zentimetern ausreichend. FĂŒr das Anheben grĂ¶ĂŸerer Fahrzeuge sollten Sie einen Wagenheber mit einer Hubhöhe von mindestens 40 Zentimetern wĂ€hlen.

Unterfahrhöhe

Unterfahrhöhe

Hierbei handelt es sich um die rangierbare Höhe des Wagenhebers im untersten Zustand. Die Höhe wird vom Boden bis zum höchsten Punkt, dem Auflageteller, gemessen. Extra flache Rangier- und Scherenwagenheber sind lediglich rund 10 Zentimeter hoch. Solche Modelle sind vor allem fĂŒr tiefergelegte Autos und Sportwagen empfehlenswert. Stempelwagenheber weisen mit etwa 20 Zentimetern eine höhere Unterfahrhöhe auf und eignen sich fĂŒr GelĂ€nde- oder Nutzfahrzeuge.

Mechanik

Mechanik

Viele Wagenheber-Modelle arbeiten hydraulisch: Mittels einer Hubstange befördern Sie den Auflagearm oder Zylinder nach oben. Bei Scherenwagenhebern mĂŒssen Sie eigene Kraft aufwenden. Durch das Drehen der Kurbel bewegen Sie ein Gewinde, ĂŒber das Sie die Höhe des Wagenhebers verĂ€ndern. Pneumatisch angetriebene Wagenheber arbeiten unterstĂŒtzend mit Druckluft. Diese Modelle erfordern weniger Kraftaufwand und kommen vor allem im professionellen Bereich zum Einsatz.

PrĂŒfsiegel

PrĂŒfsiegel

Achten Sie beim Kauf eines Wagenhebers auf Siegel oder Zertifikate von technischen PrĂŒforganisationen – so zum Beispiel das Siegel „GeprĂŒfte Sicherheit“ (GS-Zeichen), das die Einhaltung der gesetzlichen Sicherheitsstandards bestĂ€tigt. Die CE-Kennzeichnung ist kein QualitĂ€tssiegel, sondern eine Versicherung des Herstellers, dass das Produkt den Anforderungen entspricht. DarĂŒber hinaus sollten Sie auch auf Auszeichnungen von PrĂŒforganisationen wie dem TÜV (Technischer Überwachungsverein) oder der GTÜ (Gesellschaft fĂŒr Technische Überwachung mbH) achten.

Ausstattung

Ausstattung

Wagenheber sollten grundsĂ€tzlich mit einem Sicherheitsventil ausgestattet sein, das vor Überlastung schĂŒtzt. So können Sie das Ventil mit einer Handbewegung öffnen und den Wagenheber absenken. Die LĂ€nge der Hubstange variiert je nach Modell; je lĂ€nger die Stange ist, desto leichter fĂ€llt Ihnen die Hebelbewegung. Auf dem Auflageteller können Sie verschiedene Auflagen anbringen. Diese sind meist aus rutschfestem Gummi und genoppt, geriffelt oder anderweitig strukturiert. Lenkrollen, welche die Positionierung des Wagenhebers unter dem Auto vereinfachen, sind nur an Rangierwagenhebern angebracht.

Das Heber-Quartett

Die vier verschiedenen Wagenheber-Typen sind in diversen Preisklassen erhÀltlich und bringen verschiedene Vor- sowie Nachteile mit sich. Zur Auswahl stehen Ballon-, Scheren-, Rangier- und Stempelwagenheber.

Ballonwagenheber

Ballonwagenheber sind sehr simple Modelle, die zwischen 50 und 150 Euro kosten. Die teureren Varianten sind vor allem fĂŒr schwere Autos gedacht. Das GerĂ€t umfasst einen Sack aus reißfestem Kunststoff, an dem ein Schlauch befestigt ist. Die Funktionsweise ist unkompliziert: Legen Sie den Ballon unter Ihr Auto und stecken Sie den Schlauch auf das Ende des Auspuffs. Starten Sie anschließend den Motor. Die Abgase werden durch den Schlauch in den Ballon gepumpt, der dadurch an Volumen gewinnt und das Fahrzeug anhebt. Ballonwagenheber dĂŒrfen nur auf Auspuffanlagen mit einem Rohr Verwendung finden. Anlagen mit zwei Rohren könnten Schaden nehmen.

Diese Wagenheber-Modelle eignen sich besonders gut als Pannenhelfer, da sie sehr leicht und gut zu verstauen sind. Das Anheben erfordert zudem keine Kraft und kann auch auf unebenem Boden erfolgen, da sich der Ballon dem Untergrund anpasst. Sie sollten jedoch Unterstellblöcke zu Hilfe nehmen, weil das Auto auf dem eher wackeligen Ballon nicht sonderlich stabil steht. Haben Sie wĂ€hrend des Reifenwechsels ein Auge auf den Wagenheber und kontrollieren Sie vorab, ob die Bestandteile keine SchĂ€den aufweisen. Die NĂ€hte des Ballons dĂŒrfen nicht reißen und der Schlauch muss sicher auf dem Auspuff sitzen. Ihr Fahrzeug darf außerdem nicht mehr als drei Tonnen wiegen, da der Ballon andernfalls reißen könnte. FĂŒr weiterfĂŒhrende Arbeiten oder sonstige Kontrollen unter dem Auto ist der Wagenheber aufgrund der InstabilitĂ€t und der entsprechenden Sicherheitsrisiken nicht geeignet.

Tragkraft: Bis zu 3 Tonnen

Hubhöhe: 0 bis 600 Millimeter

Vorteile
  • Schnell einsetzbar
  • Kein Kraftaufwand
  • Leicht und platzsparend
Nachteile
  • Nimmt schnell Schaden
  • Schlauch löst sich leicht vom Auspuff
  • Nicht fĂŒr den regelmĂ€ĂŸigen Einsatz geeignet

Scherenwagenheber

Scherenwagenheber sind die gĂŒnstigsten und einfachsten Modelltypen. Die sehr leichten und kompakten GerĂ€te sind bereits fĂŒr 10 bis 20 Euro erhĂ€ltlich. Teurere AusfĂŒhrungen kosten rund 70 bis 80 Euro. Da sie schnell einsetzbar sind, eignen sie sich besonders gut als Pannenhelfer.

Die Wagenheber sind in Form einer Raute konstruiert, die mit einer Seite beziehungsweise Ecke am Boden aufliegt. Ein Gewinde hĂ€lt die Konstruktion zusammen. Durch die horizontale Achse, die lĂ€ngere der beiden, fĂŒhrt eine Gewindestange, an die eine Kurbel angebracht ist. Sobald Sie die Kurbel drehen, wird die Stange in Bewegung versetzt und die Gelenke des GerĂ€ts zusammengezogen. Der Wagenheber funktioniert nach dem Kniehebelprinzip und kommt ohne hydraulische UnterstĂŒtzung aus. Das ist auch der große Nachteil von Scherenwagenhebern: Das Kurbeln erfordert viel Kraft und wird mit der Zeit anstrengend. Motorisierte Varianten sind dagegen besonders bequem in der Handhabung. Sie mĂŒssen das GerĂ€t lediglich an eine externe Stromquelle anschließen, beispielweise an den ZigarettenanzĂŒnder Ihres Wagens. Der Motor ĂŒbernimmt daraufhin das Kurbeln fĂŒr Sie.

Dank der Rautenform, die sich sehr flach zusammenkurbeln lĂ€sst, ist die Unterfahrhöhe von Scherenwagenhebern sehr gering; sie passen sogar bei geringer Bodenfreiheit unter Ihr Auto. Jedoch ist auch die Hubhöhe nur begrenzt; die Modelle sind maximal bis zu einer Höhe von 30 Zentimetern einsetzbar. Ihre Tragkraft ist mit zwei Tonnen vergleichsweise gering und nur fĂŒr Klein- sowie Mittelklassewagen geeignet, weshalb diese GerĂ€te vorrangig im Privatbereich zum Einsatz kommen. Scherenwagenheber sind zudem fĂŒr lĂ€nger andauernde EinsĂ€tze konstruiert, da die Bauart verhindert, dass das Fahrzeug absackt.

Der Storz-Wagenheber ist eine Abwandlung des Scherenwagenhebers und befindet sich in vielen Autos serienmĂ€ĂŸig im Kofferraum. Er besteht nur aus einer Achse, die ebenfalls mit einer Kurbel ausgefahren wird. Somit ist er zwar platzsparender als die rautenförmige Variante, allerdings nicht so stabil.

Tragkraft: Bis zu 1,5 Tonnen (elektrische Modelle bis zu 2 Tonnen)

Hubhöhe: 100 bis 350 Millimeter

Vorteile
  • Äußerst kompakt und leicht
  • Schnell einsetzbar
  • Sehr flach
  • Preiswert
  • Stabile Ablage
Nachteile
  • Hoher Kraftaufwand vonnöten
  • Wenig Tragkraft
  • Geringe Hubhöhe

Rangierwagenheber

Rangierwagenheber sind bereits fĂŒr 20 Euro erhĂ€ltlich. Professionelle GerĂ€te, die fĂŒr gut ausgestattete WerkstĂ€tten konzipiert sind, kosten zwischen 100 und 300 Euro. Die GerĂ€te arbeiten hydraulisch: Über den Hebelarm wird eine Pumpe in Gang gesetzt, die den Arm des Wagenhebers hochstemmt. Wenn Sie das Fahrzeug wieder herablassen möchte, mĂŒssen Sie lediglich das Ventil öffnen, indem Sie die Hebestange drehen oder umstecken.

Der grĂ¶ĂŸte Vorteil von Rangierwagenhebern ist deren ManövrierfĂ€higkeit. Unter dem GerĂ€t befinden sich vier Rollen, von denen sich meist zwei um die Achse drehen können; die anderen sind fest verbaut. Die Rollen vereinfachen nicht nur die Feinjustierung, sondern erleichtern auch den Transport, da die Wagenheber zwischen 15 und 30 Kilogramm wiegen. Dank des hohen Gewichts und der stabilen Bauweise stehen die GerĂ€te sehr sicher unter dem Auto und neigen nicht dazu, umzukippen.

Rangierwagenheber sind in der Ausgangsposition Ă€ußerst flach und somit auch fĂŒr tieferliegende Fahrzeuge geeignet. Zwar fĂ€llt die Tragkraft vergleichsweise gering aus, jedoch ist die Hubhöhe sehr hoch. Wenn Sie ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum an Ihrem Auto arbeiten, sollten Sie gelegentlich nachjustieren, da die Hubhöhe dazu tendiert, stetig abzunehmen. Das Fahrzeug sinkt folglich mit der Zeit ab, weshalb Sie auf Unterstellböcke zurĂŒckgreifen sollten. Rangierwagenheber sind alles in allem sehr komfortabel zu handhaben und lassen sich krĂ€ftesparend nutzen. Aufgrund des hohen Gewichts eignen sie sich vorrangig fĂŒr den stationĂ€ren Einsatz in der heimischen Garage.

Tragkraft: 2 bis 4 Tonnen

Hubhöhe: 100 bis 800 Millimeter

Vorteile
  • Kraftsparend
  • Gute Manövrierbarkeit
  • Beachtliche Hubhöhe
  • Sicherer Stand
Nachteile
  • Vorwiegend stationĂ€rer Einsatz
  • Nimmt viel Platz ein
  • Mit der Zeit abnehmende Hubhöhe

Stempelwagenheber

Stempelwagenheber sind die leistungsstĂ€rksten Modelle und funktionieren entweder hydraulisch oder pneumatisch. Über einen Hebel erzeugen Sie Druck im Inneren, durch den ein Kolben aus dem Zylinder nach oben gedrĂŒckt wird. Der emporragende Kolben hebt wiederum das Fahrzeug an. Pneumatische GerĂ€te arbeiten zusĂ€tzlich mit Druckluft, wodurch die Kraft, die Sie zum Hebeln aufbringen mĂŒssen, reduziert wird. Die zylinderförmigen Stempelwagenheber sind darĂŒber hinaus sehr kompakt gebaut, sodass Sie diese problemlos im Kofferraum verstauen können. Aufgrund ihrer Bauart haben die GerĂ€te nur eine kleine Stand- und AuflageflĂ€che, was die StabilitĂ€t beeinflusst. Sie sollten diese Wagenheber folglich nicht fĂŒr lĂ€ngere Arbeiten unter dem Auto nutzen. Zur Stabilisierung empfiehlt es sich, ein Holzbrett zwischen Boden und Heber zu klemmen.

Stempelwagenheber sind sehr massiv und entsprechend schwer. Sie können mindestens zwei Tonnen hochheben; die qualitativ hochwertigsten Modelle stemmen sogar zwischen 20 und 30 Tonnen. Mit einem Spindelgewinde lĂ€sst sich die Hubhöhe erweitern. Die Zwei-Tonnen-Heber sind bereits fĂŒr 20 Euro zu erwerben und vollkommen ausreichend, um einen Personenkraftwagen anzuheben. Pneumatische Wagenheber, die vor allem in professionellen WerkstĂ€tten und im Nutzfahrzeugbereich zu finden sind, kosten weit ĂŒber 100 Euro. Aufgrund ihrer hohen Tragkraft finden sie auch im Privatbereich Verwendung, beispielsweise fĂŒr Wohnmobile oder SUVs. Seien Sie sich bewusst, dass Stempelwagenheber nicht unter jedes Auto passen. Somit sollten vor allem PKW-Nutzer zunĂ€chst einen Blick auf die Höhe des Hebers werfen.

Tragkraft: 2 bis 30 Tonnen

Hubhöhe: 150 bis 500 Millimeter

Vorteile
  • Hohe Tragkraft
  • BetrĂ€chtliche Hubhöhe
  • Sehr kompakt
Nachteile
  • Große Unterfahrhöhe
  • Kleine AuflageflĂ€che

Die korrekte Nutzung eines Wagenhebers

Achten Sie stets darauf, dass Sie den Wagenheber richtig ansetzen und er sicher steht, bevor Sie das Auto anheben. Andernfalls nehmen sowohl das GerĂ€t als auch das Fahrzeug leicht Schaden. Das Auto und der Wagenheber sollten auf einer ebenen FlĂ€che stehen. Ziehen Sie nun die Handbremse an und legen Sie den ersten Gang ein. Wenn Sie ein Auto mit Automatikschaltung besitzen, bringen Sie es in P-Stellung. Die „Park“-Position verhindert ein Wegrollen des Wagens. Legen Sie vorsichtshalber dennoch Bremskeile unter die Reifen, falls der Boden wider Erwarten uneben sein sollte. Ein Holzbrett unter dem Wagenheber verhindert, dass dieser auf weichem Boden einsinkt. Wenn der Wagenheber umkippt oder die Hubhöhe nachgibt, bietet ein Unterstellblock unter dem Auto zusĂ€tzlich Halt. Unterstellblöcke sind meist drei- oder vierfĂŒĂŸig und Ă€hneln einem Kamerastativ. Die maximale Unterstellhöhe betrĂ€gt rund 400 Millimeter und die Tragkraft liegt bei mehreren Tonnen.

Üblicherweise haben Autos einen verstĂ€rkten Falz am Unterboden, also einen Absatz oder eine Kante, zwischen Vorder- und Hinterrad. Positionieren Sie dort den Wagenheber; verwenden Sie das GerĂ€t nicht an der Heck- oder Frontseite. Mit einem Auflagenteller aus Gummi schonen Sie den Lack und die Karosserie. Im Optimalfall passt die Mulde der Wagenheberauflage formgenau in den Falz des Wagens.

FĂŒr eine sichere Weiterfahrt

Wenn Sie sich fĂŒr den richtigen Wagenheber entschieden haben, gibt es abseits der korrekten Nutzung nur Weniges zu beachten: Wagenheber eignen sich nur bedingt fĂŒr Arbeiten unter dem Auto und gehören nicht zur Pflichtausstattung.

Eignen sich Wagenheber fĂŒr Arbeiten unter dem Auto?

Wagenheber eignen sich fĂŒr Reifenwechsel und gegebenenfalls kurze Kontrollen an den RĂ€dern sowie an der unteren Karosserie. FĂŒr lĂ€ngere Arbeiten unter Ihrem Wagen sollten Sie jedoch keinen Wagenheber nutzen, da dieser nicht genug Sicherheit bietet. Eine sichere Alternative sind Auffahrrampen. Das Auto steht auf einer Rampe und hat einen sicheren sowie festen Stand, wenn Sie die RĂ€der zusĂ€tzlich mit Bremskeilen sichern. Einzig fĂŒr einen Reifenwechsel sind Auffahrrampen nicht einsetzbar, da sich die RĂ€der nicht frei in der Luft befinden. Solche Rampen sind fĂŒr den stationĂ€ren Einsatz in der heimischen Garage gedacht.

Gehören Wagenheber zur Pflichtausstattung eines Autos?

Anders als Warndreieck, Warnweste und Verbandskasten gehört ein Wagenheber nicht zu den GegenstĂ€nden, die Sie im Auto mit sich fĂŒhren mĂŒssen. Manche Hersteller legen ihren Fahrzeugen serienmĂ€ĂŸig einen Wagenheber bei; meist dann, wenn auch ein Ersatzreifen vorhanden ist. Neuere Wagen besitzen stattdessen oft ein Reifenpannenset: In diesem ist ein spezieller Schaum enthalten, den Sie in den defekten Reifen pumpen. Der Schaum dehnt sich aus und ermöglicht Ihnen die Weiterfahrt zur nĂ€chsten Werkstatt. Ein beschĂ€digter Reifen ist auf jeden Fall zu wechseln.

WeiterfĂŒhrende Testberichte

Achtung: Hierbei handelt es sich um einen Vergleich. Wir haben die Wagenheber nicht selbst getestet.

Das Online-Magazin auto-motor-sport.de testete 2018 insgesamt zehn Wagenheber. Dabei handelte es sich um Rangierwagenheber zu Preisen zwischen 23 und 230 Euro sowie einer Tragkraft von zwei bis drei Tonnen. Im Praxistest ließen die Redakteure eine Traglast von 1,6 Tonnen ĂŒber drei Stunden auf den TestgerĂ€ten aufliegen. Alle zehn Modelle bestanden diesen Test. Große Unterschiede gibt es zwischen den Hubtellern und der GrĂ¶ĂŸe der TestgerĂ€te. Die HubtellergrĂ¶ĂŸen variieren sehr; manche Modelle besitzen keine Gummiauflage, dafĂŒr aber scharfe Kanten. Das grĂ¶ĂŸte GerĂ€t im Test ist rund 75 Zentimeter lang und wiegt knapp 40 Kilogramm. Der kleinste Wagenheber ist hingegen lediglich 47 Zentimeter groß und wiegt circa 10 Kilogramm.

Der Baco BH 12000 ist der Testsieger mit der Testnote 1,5. Das professionelle GerĂ€t ist dank eines geschlossenen Griffs leicht zu bedienen und zu rangieren. Die geringe Unterfahrhöhe von 75 Millimetern ist besonders fĂŒr tieferliegende Autos praktisch. Fahrzeuge können auf eine Höhe von bis zu 500 Millimeter gehoben werden; die Karosserie nimmt dank einer gummierten Auflage keinen Schaden. Der Baco-Wagenheber stemmt bis zu zwei Tonnen und ist mit rund 230 Euro das teuerste Modell im Test.

Der Unitec 10008 ist der Preis-Leistungs-Sieger des Tests. Der Wagenheber erhielt zwar die Testnote 3,5, kostet jedoch nur knapp 23 Euro. Das GerĂ€t ist sehr einfach verarbeitet und besitzt einen nicht gummierten, scharfkantigen Auflageteller. Zwar ist die Unterfahrhöhe mit rund 130 Millimetern nicht sonderlich hoch, aber dafĂŒr ĂŒbertrifft die Hubhöhe von etwa 340 Millimetern die Herstellerangabe. Das Unitec-Modell ist sehr kompakt und leicht, weshalb es gut zu handhaben ist. Ein Tragegriff erleichtert den Transport.

Das Internet-Portal selbst.de veröffentlichte 2020 einen Artikel zum Thema „Reifen wechseln“. Auch wenn es sich hierbei nicht um einen Test handelt, betonen die Redakteure, dass es wichtig sei, einen Wagenheber stets korrekt anzusetzen. FĂŒr jeden Wagenheber gebe es eine spezielle Stelle am Auto, da dieser andernfalls abrutschen könne. Eventuell werde gar die Karosserie des Fahrzeugs beschĂ€digt.