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Brennprogramme

Die beste Brennsoftware im Vergleich

Jenny Gebel
Platz Produkt Bewertung Preis
1 Ashampoo Burning Studio 4,91 49,99 €
2 Nero Platinum 4,84 62,49 €
3 Cyberlink Power2Go 4,80 49,99 €
4 Nero Burning ROM 4,78 29,95 €
5 Alcohol 120% 4,69 24,99 €
6 BurnAware 4,45 19,06 €
7 Dragon Burn 4,34 30,63 €
8 Wondershare DVD Creator 4,33 29,99 €

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Funktionen

Performance

Bedienung

Support

DVDs, Blu-rays und CDs einfach brennen

Das Wichtigste in Kürze
  • Optische Speichermedien wie CDs und DVDs haben eine enorm hohe Lebensdauer und sind damit perfekt geeignet für eine langfristige Datensicherung.
  • Professionelle Brennprogramme enthalten neben den Brennfunktionen auch Multimedia-Tools und Verschlüsselungsfunktionen.
  • Die Umgehung des Kopierschutzes eines Mediums ist generell illegal, maximal eine Sicherungskopie von Software und Spielen ist gesetzlich gestattet.

1. Was ist ein Brennprogramm?

Eine Brennsoftware ist ein Computerprogramm zum Beschreiben von optischen Speichermedien wie zum Beispiel CDs, DVDs oder Blu-ray-Discs. Der Prozess, bei dem Daten auf den Rohling geschrieben werden, wird allgemein als "Brennen" bezeichnet. Neben dem richtigen Brennprogramm ist für diese Art der Datensicherung auch geeignete Hardware wie ein CD-/DVD-Brenner beziehungsweise ein Blu-ray-Brenner erforderlich. Die meisten Brennprogramme gibt es für die Betriebssysteme Windows, Mac und Linux.

Aufgrund von Cloud-Speicher-Lösungen und externen Festplatten, die Speicherkapazitäten von mehreren Terrabyte bieten, geriet das klassische Brennprogramm für CDs und DVDs unter den PC-Nutzern etwas aus der Mode. Auch die nötige Hardware ist heute nicht mehr selbstverständlich. So gibt es aktuell zahlreiche Notebooks und Ultrabooks auf dem Markt, deren großer Pluspunkt die Mobilität ist. Ein optisches Laufwerk besitzen diese Leichtgewichte unter den Laptops oft nicht mehr. In diesem Fall ist ein externer Brenner notwendig.

Wozu benötige ich ein Brennprogramm?

Speichermedien
Moderne Brennprogramme ermöglichen nicht nur Backups auf CD und DVD, sondern auch auf USB-Sticks und SD-Karten.

Die modernen Datensicherungsmethoden mögen verbreitet und bequem sein. Doch auch auf Festplatte oder in der Cloud sind Daten wie Urlaubsfotos, Musikdateien, Filme, eigene Videos oder wichtige Textdokumente nicht unbedingt für immer gesichert. Eine Festplatte, die man hegt und pflegt, kann eines Tages ebenfalls defekt sein und vom Rechner nicht mehr erkannt werden. Was gäbe man nun für eine weitere vorhandene Sicherung auf einem runden Silberling?

Auch das Aufkommen von Erpresser-Software, die persönliche Daten auf der Festplatte verschlüsselt, machen Backups mittels Brennprogramm auf CD wieder attraktiv. Auf diesem Medium lässt sich der Zugriff nicht so leicht außer Gefecht setzen.

Die physischen Speichermedien gelten nach wie vor als empfehlenswerte Sicherheitskopie.

Ein professionelles Brennprogramm eignet sich für folgende Einsatzzwecke:

  • 1:1-Kopien von CDs, DVDs oder Blu-rays erstellen
  • Dateien, Medieninhalte und PC-Spiele auf CD, DVD oder Blu-ray sichern
  • Audio-Dateien aus einer Anwendung extrahieren (rippen), umwandeln und auf eine Disk brennen
  • Startfähige Rettungs-CDs erstellen
  • Daten mittels Backup-CD sichern
  • Eine Image-Disc von einer Festplatte oder einem anderen Datenträger erstellen
  • Cover, Booklet oder animierte Video-Menüs gestalten

2. Worauf muss ich beim Kauf eines Brennprogramms achten?

Bei der Kaufentscheidung für ein Brennprogramm muss der Verbraucher im Wesentlichen drei Fragen für sich beantworten:

  • Was muss das Brennprogramm unbedingt können?
  • Welche technischen Voraussetzungen in puncto Betriebssystem, Speicher und Brenner sind für den Brennvorgang erforderlich?
  • Wie viel ist mir diese Ausstattung wert?

Die Grundfunktionen eines Brennprogramms

Die Ausstattung mit Features und Tools kann sich zwischen den einzelnen Brennprogrammen stark unterscheiden. Folgende Funktionen sollte jedoch jedes Brennprogramm unbedingt mitbringen:

Einfache Datenspeicherung

Die Sicherung von Daten ist selbstverständlich die Kernkompetenz eines Brennprogramms. So sollte das Programm alle ausgewählten Dateien – egal, ob Office-Dokument, Medien- oder Programmdatei – sicher und fehlerfrei auf das Zielmedium brennen. Die Software sollte dabei eine zuverlässige Sicherung der Daten von der Festplatte ebenso möglich machen wie eine 1:1-Kopie von CD, DVD oder Blu-ray.

CD-Ripping

Die meisten User möchten Musik brennen. Dafür sollte das Brennprogramm das Ripping beherrschen. Diese Funktion extrahiert Audio-Dateien aus einer Musik-CD und wandelt diese in ein digitales Format um, zum Beispiel MP3 oder AAC. Hier sollte der User ein Format sowie die Qualität der Ausgabe festlegen können.

Video-CDs und DVDs erstellen
Was ist eine Image- oder ISO-Datei?
Der Begriff bezeichnet ein Speicherabbild (engl. "image") eines Datenträgers. In diesem Format können die Inhalte eines Arbeitsspeichers, einer Festplatte oder einer Disc in einer Datei gespeichert werden. Eine Image-Datei enthält neben den jeweiligen Dateien auch Metadaten des Datenträgers. Alle Einstellungen, Berechtigungen und ähnliches werden in der Kopie festgeschrieben. Meist werden diese als .iso gespeichert.

Viele möchten eine persönliche Auswahl an Videoclips als Datei speichern und die Scheibe in einem geeigneten Gerät abspielen. Hierfür sollte das Brennprogramm die entsprechenden Codecs und Videoformate erkennen und in ein gewünschtes neues Zielformat umwandeln können. Viele Anwendungen aus dem Vergleich der besten Brennprogramme bieten dem User zusätzlich ein Medien-Tool, mit dessen Hilfe er Titelbilder oder Kapitelmenüs für die Video-Scheibe zusammenstellen kann.

Backups und Speicherabbilder erstellen

Brennprogramme sind für viele Anwender ein hilfreiches Tool, wenn es darum geht, für mehr Sicherheit bei der PC-Nutzung zu sorgen. Die Erstellung von Sicherheitsmedien sollte daher ebenfalls zur Ausstattung eines zuverlässigen Brennprogramms gehören. Dazu zählen Boot-CDs, Recovery-CDs sowie das Brennen von Speicherabbildern (Image-Dateien).

3. Moderne Brennprogramme können mehr

Die Datenspeicherung auf CD und DVD ist aufgrund der Langlebigkeit der optischen Speichermedien am ehesten für selbst gestaltete, multimediale Anwendungen oder für eine Langzeitarchivierung interessant. Das reine Backup bei der täglichen PC-Nutzung erfolgt heute auf anderen Speichermedien. Disc-Rohlinge sind dafür mittlerweile ungebräuchlich. Deshalb muss ein Brennprogramm mehr können, als einfach nur Dateien auf CD, DVD oder Blu-ray zu brennen. Die Software-Entwickler statten ihre Produkte aus diesem Grund mit einigen Extras aus.

Multimedia-Suites für professionelle Dia-Shows

Cover Design
Vorlagen für das Cover-Design helfen bei der Gestaltung der CD.

Viele User erstellen gern eigene Video-CDs oder digitale Foto-Alben und Dia-Shows. Hersteller wie Ashampoo kennen diese Nutzerwünsche und haben deshalb viele Media-Tools in ihr Brennprogramm integriert. Dem Anwender stehen dabei verschiedene Themes für Diashows, eine große Auswahl an Bildübergängen sowie Vorlagen für die Gestaltung von Titeln und animierten Menüs zur Verfügung. User können Texte, Musik und aufgenommene Kommentare zur Fotoshow oder zum Videoclip hinzufügen. Schließlich gehören in der Regel ein Cover-Design-Programm, ein Audio- und Videoeditor und die Unterstützung der LightScribe-Technik zu einem Brennprogramm der Premium-Klasse dazu.

Brennprogramme verschlüsseln persönliche Daten

Datenschutz und Verschlüsselung sind Themen, die in letzter Zeit im Zusammenhang mit Datensicherung immer wichtiger geworden sind. Moderne Brennprogramme bietet daher als Extra die Option, die Dateien verschlüsselt auf den Rohling zu brennen. Die Codierung der Daten erfolgt über einen Passwortschutz oder eine hochsichere 256-Bit-Verschlüsselung.

Einige Brennprogramme ermöglichen auch ein Backup der Daten von mobilen Geräten.

Erkennen & Konvertieren aller Formate

Techniken wie Blu-ray, Ultra-HD-Fernsehen und die 4K-Fotografie mit ihrer hochauflösenden Bildqualität haben neue Dateiformate hervorgebracht. Professionelle Brennprogramme wie Nero kann auch mit High-Quality-Formaten und Codecs umgehen und wandelt diese Dateien sicher in jedes beliebige Dateiformat um. Dieser Komfort betrifft auch den Audio-Bereich. Mithilfe des Brennprogrammes können Anwender die Dateien von Audio-CDs per Klick auf ein angeschlossenes mobiles Endgerät oder einen USB-Stick übertragen, ohne dass es Verluste in der Soundqualität gibt.

4. Welche Arten von Rohlingen gibt es?

Zum Brennvorgang gehört neben dem optimalen Brennprogramm auch eine geeignete Hardware, wie ein Brenner und bespielbare DVDs bzw. CDs. Wer sich in Elektronik-Shops umsieht, stellt schnell fest, dass es verschiedene Speichermedien für den Brenner gibt.

Compact Disc Recordable (CD-R)

CD-Rs, oder CD-ROMs sind Rohlinge, die nur einmal beschrieben werden können. Die darauf gebrannten Dateien können im Nachhinein nicht mehr verändert oder gelöscht werden. Dazu benötigt der User einen herkömmlichen CD-Brenner. Die Kapazität von CD-Rs liegt standardmäßig bei etwa 700 Megabyte. Für eine Audio-CD entspricht das einer Wiedergabezeit von etwa 80 Minuten. Die CD-ROM ist meist sehr günstig und oft in einer Spindel von 100 Stück erhältlich.

Compact Disk ReWritable (CD-RW)

Die Abkürzung RW steht für den englischen Ausdruck "Rewritable", was so viel wie "wiederbeschreibbar" bedeutet. Die Hersteller versprechen, dass ein Datenträger bis zu 100.000 Mal neu im Brennprogramm überspielt werden kann. Ein weiterer Vorteil gegenüber der CD-R ist die Möglichkeit, gebrannte Dateien zu aktualisieren oder weitere Dateien zu ergänzen. Für die Nutzung ist ein Brenn-Laufwerk mit Wiederbeschreibungsfunktion erforderlich. Ein solches ist bei allen neueren PC-und Laptop-Modellen vorhanden. Auch DVD-Brenner sind zum Beschreiben einer CD-RW geeignet.

Digital Video/Versatile Disc Recordable (DVD±R)

Die einmal beschreibbaren DVDs bieten deutlich mehr Speicherplatz als die beschreibbaren CDs. Aufgrund von Interessenkonflikten zwischen Herstellern und Unterhaltungsindustrie entwickelten sich zwei gängige Formate: die DVD-R (Standard-Format) und die neuere DVD+R.

Die Discs bieten standardmäßig 4,7 Gigabyte Speicherplatz. Das entspricht etwa 120 Minuten Film oder Musik. Darüber hinaus sind auch Dual- beziehungsweise Double-Layer-Versionen dieser Rohlinge erhältlich, die die doppelte Speicherkapazität bieten.

Durch den Wettbewerb haben sich anfängliche Preisunterschiede und technische Eigenschaften dieser Formate heute weitgehend angeglichen. Höchstens ältere DVD-Brenner beziehungsweise DVD-Player unterscheiden noch zwischen den Minus-R und Plus-R-Formaten.

Digital Video/Versatile Disc Rewriteable (DVD±RW)

Ähnlich wie bei den einmal beschreibbaren DVDs finden Verbraucher auch bei den wiederbeschreibbaren DVDs zahlreiche Formate, deren Unterschiede geringer sind, als es oft aussieht. Sie können selbstverständlich alle mehrfach im Brennprogramm beschrieben werden. Damit sind diese Speichermedien für Nutzer ideal, die größere Datenmengen sichern und bei Bedarf ergänzen möchten. Ein professionelles Brennprogramm unterstützt zudem die sichere Löschung von Datenträgern dieser Art.

Beschreibbare Blu-ray Discs (BD-R / -RE)

Im Allgemeinen gilt die Blu-ray-Disc (BD) als Nachfolgerin der DVD. Der Markenname "Blu-ray" (englisch für "blauer Strahl") geht auf den violetten Laser zurück. Diese neue Lasertechnik ermöglicht eine Erweiterung der Speicherkapazität der Silberscheibe. Auch zu diesem Medium entwickelten die Hersteller zwei Formate, die sich zum Datenbrennen eignen: die einmal beschreibbare BD-R sowie die wiederbeschreibbare BD-RE. Das Kürzel "RE" steht für "Recordable Erasable". Eine Blu-ray-Disc bietet mindestens 25 Gigabyte Speicherplatz und lässt sich bis zu 1.000 Mal wiederbeschreiben.

Die folgende Übersicht zeigt noch einmal die wichtigsten Merkmale der beschreibbaren optischen Medien und gibt Empfehlungen zum Einsatzzweck:

Disc-Typ CD DVD Blu-ray
Einmal beschreibbar CD-R DVD±R BD-R
Wiederbeschreibbar CD-RW DVD±RW BD-RE
Standard-Kapazität (Single Layer) 700 MB 4,7 GB 25 GB
Brenner CD-Brenner, DVD-Brenner, Blu-ray-Brenner DVD-Brenner, Blu-ray-Brenner Blu-ray-Brenner
Empfohlen für Daten, Dokumente, Musik, Bilder Filme, große Datenmengen, Spiele, Audio-Daten, Image-Daten Daten, Dokumente, hochauflösende Filme, Spiele, Image-Dateien
Lebensdauer 5 bis 30 Jahre Etwa 20 bis 30 Jahre Etwa 50 Jahre
Übersicht über gängige optische Datenträger für Brennprogramme.

5. Welche Brennmethoden gibt es?

Die Gründe, warum User Daten auf optische Speichermedien brennen, sind vielfältig. Dementsprechend gibt es mehrere Methoden, um Daten auf CD, DVD oder BD zu bannen.

Disk-At-Once (DAO)

Die gesamte Disc wird komplett während eines Brennvorganges gebrannt. Diese Methode empfiehlt sich, wenn Personen eine direkte Kopie eines Datenträgers erstellen möchte.

Track-At-Once (TAO)

Bei diesem Brennverfahren schreibt der Brenner einzelne Tracks auf die CD. Dazwischen lässt er eine kurze Pause. Was bei Musiktracks nicht auffällt, wirkt bei Hörbüchern störend. Der Vorteil dieses Verfahrens ist, dass der Nutzer auch eine CD-R zunächst teilweise mit Daten füllen und später weitere ergänzen kann.

Session-At-Once (SAO)

Ähnlich wie bei der Disk-At-Once-Methode werden die Daten in einem Vorgang, beziehungsweise in einer "Sitzung" (englisch "Session") auf das Speichermedium gebrannt. Allerdings muss dieser Brennvorgang am Ende nicht zwingend finalisiert werden. Der User kann dann in nachfolgenden Sessions weitere Datenpakete auf den Rohling brennen. Durch diese "Multi-Session"-Methode kann der User Audiotracks und computerlesbare Dateien zusammen auf einem Rohling unterbringen. Für Bonus-Material auf Musik-CDs ist dieses Verfahren daher perfekt.

Packet-Writing

Bei diesem Brennverfahren werden die Daten in kleinen Paketen auf das Speichermedium gebrannt. Ein Brennprogramm ist dafür nicht nötig. Stattdessen zieht der User die Daten per Drag-and-Drop in den Laufwerksordner des Brenners. Damit funktioniert der Brenner ähnlich wie eine Festplatte. Diese Speichermethode ist jedoch nur für kleine Datenmengen geeignet.

6. Was leisten kostenlose Brennprogramme?

Brennprogramme sind auch als Freeware im Internet zu finden. Ein bekannter Vertreter für Windows PC's ist exemplarisch CDBurnerXP, aber auch für die Betriebssysteme Mac und Linux gibt es Software for free. Diese Tools bieten die Grundausstattung, die der User von einer Brennsoftware erwartet. Allerdings sollten Nutzer bei der Installation dieser Gratis-Angebote wachsam sein. Wer hier zu schnell auf den "Installieren"-Button klickt, holt sich möglicherweise ein Paket mit unerwünschten Tools auf den Rechner. Andere Brennprogramme erlauben keine Auswahl eines Dateiformates.

  • Keine Kosten
  • Grundfunktionen eines Brennprogrammes
  • Geringer Funktionsumfang
  • Eingeschränkte Einstelloptionen
  • Nicht alle Rohling-Arten werden unterstützt
  • Werbeeinblendungen im Brennprogramm
  • Installation mit unerwünschten Programmen

Menschen, die relativ selten eine CD oder DVD brennen und keine Extras wie Media-Tools benötigen, könnten mit den Basics, die ein kostenloses Brennprogramm bietet, durchaus zufrieden sein. Für eine langfristige Anwendung ist Freeware jedoch nicht empfehlenswert. User, die zudem häufig Foto-CDs, Video-Discs oder Film-DVDs brennen, werden eher den Funktionsumfang und den Bedienkomfort eines Kaufprogramms zu schätzen wissen.

7. Wissenswertes über Brennprogramme

Ein gutes Brennprogramm, die richtigen unbespielten Discs und ein Brenn-Laufwerk sind die notwendigen Komponenten für diese Art der Datenspeicherung. Allerdings macht diese Ausstattung nicht nur die Sicherung privater Daten und Dokumente möglich. Der Nutzer kann auch gekaufte Medien kopieren. Fragen rund um den Brennvorgang und die rechtlichen Bestimmungen zum Brennen von Medien beantwortet der folgende Abschnitt.

Wie funktioniert ein CD/DVD-Brenner?

Ein CD- beziehungsweise DVD-Brenner ist eine wesentliche Hardware-Voraussetzung für das Brennen von Discs mithilfe einers Brennprogramms. Der Schreibvorgang erfolgt in dem Laufwerk über einen Laserstrahl. Die Abbildung unten veranschaulicht den Brennprozess.

Funktionsweise Brenner
Der Strahl brennt Vertiefungen (Lands) in die Aluminiumschicht der CD- oder DVD.

Der Rohling besteht aus drei Schichten, die sandwichartig übereinanderliegen (siehe Abbildung oben):

  • Schutzlack
  • Aluminiumschicht
  • Trägerschicht

Bei einer Disc, die bereits mit Daten versehen wurde, befinden sich Vertiefungen (Lands) und Erhebungen (Pits) im Aluminium. Ein leerer Datenträger weist hingegen eine Alu-Schicht auf, die ausschließlich aus "Pits" besteht. Während des Brennvorganges trifft ein starker Strahl auf die Schicht, so dass sie schmilzt. Dadurch entsteht eine Vertiefung in der Schicht.

Der Übergang zwischen "Land" und "Pit" ist für das Auslesen der Datei mittels Laserstrahl wichtig. Er wird vom Leser als "1" erkannt. Der Rest der Oberfläche wird als "0" registriert. Die Datenspeicherung auf optischen Medien erfolgt demnach über einen binären Code.

Was ist Überbrennen?

Jede leere Disc besitzt eine ausgewiesene Speicherkapazität für Daten oder Audio-Dateien. Der Fachbegriff "Überbrennen" beschreibt einen Vorgang, bei dem der User den Datenträger über diese Maximalgrenze hinaus noch zum Speichern ausnutzen kann. Bei Musik-CDs können damit einige Minuten hinzugewonnen werden. So nimmt der Rohling dann nicht nur 80 Minuten Musik auf, sondern 90 Minuten.

Ist es legal, den Kopierschutz zu umgehen?

Ein professionelles Brennprogramm, diverse Rohlinge und ein optisches Laufwerk mit Brennfunktion laden zum direkten Kopieren von CDs, DVDs und Blu-rays ein. Doch Musik und Filme sind urheberrechtlich geschützte Werke. Aus diesem Grund schützen die Hersteller die Discs mit einer Kopiersperre vor einer 1:1-Kopie.

Der Nutzer hat zwar das Recht, sich für die private Nutzung eine Sicherungskopie der gekauften Medien zu erstellen. Dies gilt jedoch nicht mehr, wenn dafür ein wirksamer Kopierschutz umgangen wird.

Laut Gesetz gilt der Grundsatz: Das Umgehen eines Kopierschutzes ist verboten.

Sicherheitskopie & Raubkopie– was ist was?

Laut Paragraph 53 des Urhebergesetzes (UrhG) hat der Verbraucher in einigen Fällen die Erlaubnis, sich für die private Nutzung eine Kopie von einem urheberrechtlich geschützten Werk anzufertigen. Wie die rechtlichen Bestimmungen in Bezug auf die einzelnen Discs und Medien aussehen, zeigt die folgende Übersicht.

Medium Richtlinien
Musik-CDs Privatkopien sind erlaubt zum Beispiel als Exemplar für das Autoradio oder für Verwandte und Freunde.
Die Anzahl ist nicht eingeschränkt, empfohlen werden jedoch maximal 7 Kopien.
Eine Ausnahme bilden CDs mit Kopierschutz, denn dieser darf nicht umgangen werden.
Film-DVDs Eine Vervielfältigung als Privatkopie ist nur bei Discs ohne Kopiersperre erlaubt.
Software & Spiele Die Erstellung einer (!) Kopie für den Privatgebrauch ist erlaubt.
Eine Weitergabe dieser Sicherung ist nicht gestattet.
Kurzübersicht über Bestimmungen zur Anfertigung von Kopien.

Musik- oder Film-CDs darf man also durchaus in geringer Stückzahl kopieren und an Familie und Freunde verschenken. Dies gilt jedoch nicht für Personen, die eher flüchtige Bekannte oder auch Arbeitskollegen sind. In diesen Fällen wird aus der Kopie zum Privatgebrauch schnell eine illegale Raubkopie.

Bei Spielen und Software darf sich der Nutzer immer maximal eine Sicherheitskopie anfertigen. Dieses Recht gilt auch dann, wenn der Datenträger mit einem Kopierschutz versehen ist. Bei der Weitergabe dieser Scheibe an Freunde oder Verwandte wird aus dieser privaten Kopie aus gesetzlicher Sicht ebenfalls eine Raubkopie.

8. So vergleichen wir

Wer sich auf dem Markt nach einem neuen Brennprogramm umsieht, kommt nicht umhin, die unterschiedlichen Produkte zu vergleichen. Um Verbraucher bei diesem Entscheidungsprozess zu unterstützen, stellt Netzsieger im Vergleich der besten Brennprogramme die beliebtesten Anwendungen mit ihren Vor- und Nachteilen vor. Die Grundlage für die Bewertung bilden vier Testkriterien, die im folgenden Abschnitt näher vorgestellt werden.

Funktionen

Der erste Testabschnitt thematisiert den Funktionsumfang eines Brennprogramms. Die Grundfunktionen Importieren, Kopieren, Brennen und Sichern sollte jedes Brennprogramm beherrschen. Aktuelle Anwendungen zum Brennen von Rohlingen sollten zudem Medien-Discs für Musik, Film, Fotos und Dateien gleichermaßen erstellen. Weitere Funktionen, die im Test Pluspunkte bringen, sind die Erstellung von Speicherabbildern und Backup-Discs sowie das Disk-Spanning. Schließlich werden auch Extra-Funktionen der Brennprogramme in der Bewertung honoriert.

Performance

Die Kompatibilität spielt ebenfalls eine Rolle für die Bewertung und auch für die Kaufentscheidung. Schließlich soll das neue Brennprogramm in die vorhandene Systemkonfiguration passen und keine Ressourcenbremse sein. Dieser Abschnitt untersucht die Betriebssysteme, für die die Brennsoftware programmiert ist. Außerdem werden die Ressourcenansprüche der Brennprogramme ausgewertet. Dazu zählen die Speicherplatzanforderungen und die Voraussetzungen der Sound- oder Grafikkartentechnik.

Bedienung

Ein großer Funktionsumfang wird dem Verbraucher kaum etwas nützen, wenn die Bedienung sperrig und die Benutzeroberfläche des Brennprogrammes unübersichtlich ist. Dieser Teil des Testes beleuchtet daher den Bedienkomfort, den das Brennprogramm bietet. Dies beginnt bei einer übersichtlichen Menüstruktur und einer selbsterklärenden Navigation durch die vielseitigen Funktionsbereiche der Brennsoftware. Vorteilshaft sind Assistenten, die den User Schritt für Schritt durch den Gestaltungsprozess von Sicherungskopien, Diashows oder Musik-CDs leiten. Auch einfache Importier-Elemente wie das beliebte Drag-and-Drop werden in der Bewertung mit Punkten belohnt.

Schließlich sollte die Software in einer deutschen Version erhältlich sein.

Support

Auch bei einem bedienerfreundlichen Brennprogramm können Fragen oder Unklarheiten aufwerfen. Daher wird im Test auch die Supportleistung untersucht, die die Hersteller ihren zahlenden Kunden bietet. So sollten die Softwarehersteller mindestens Online-Hilfen im Form von FAQ-Listen oder Tutorials anbieten. Persönliche Service-Beratung sollte über die gängigen Kontaktkanäle E-Mail, Telefon oder Live-Chat erfolgen können. Auch ein Web-Kontaktformular kann bei einem Brennprogramm hilfreich sein, wenn der Nutzer beim Ausfüllen Screenshots von möglichen Fehlermeldungen anhängen kann. Gern gesehen sind in diesem Test außerdem ein User-Forum oder eine Community sowie die Aktivität und Kommunikation mit Kunden in sozialen Netzwerken.

badgeFazit der Redaktion

Ein Brennprogramm kann sich in jedem einzelnen Testabschnitt zwischen 0,0 und 5,0 Punkten verdienen. Die abschließende Gesamtbewertung für jedes Produkt ergibt sich aus dem Durchschnitt dieser Teilnoten. Für das Ranking im Vergleich der besten Brennprogramme ist diese Gesamtnote wichtig.

Die hohen Ansprüche von PC-Nutzern weiß das Brennprogramm Burning Studio 18 von Ashampoo zu erfüllen. Die Brennsoftware für CD, DVD, Blu-ray und M-Disc bringt eine umfangreiche Medien-Suite mit. Besonders punktet Burning Studio mit seinem Tool für die Playlists von Autoradios. Eine verschlüsselte Datenspeicherung gehört ebenfalls zum Funktionsumfang dazu. Nicht zuletzt überzeugt das hochwertige Brennprogramm im Vergleich mit seinem hohen Bedienkomfort und der übersichtlichen Menüstruktur.

Mit vielen Extra-Funktionen kann auch Nero Platinum als ausgereiftes Brennprogramm punkten. Der Brenn-Profi funktioniert in diesem Komplett-Paket gleichfalls als Mediaplayer.

Auch Cyberlink Power2Go ist ein empfehlenswertes Brennprogramm, welches den PC-Usern viele Vorteile liefert. So ist die 4K-Video-Support ein gutes Kaufargument. Im Bereich Support überzeugt CyberLink mit einem Top-Service.

Diese Produkte & Marken sind sehr beliebt:

  • Nero
  • CDBurnerXP
  • Burnaware
  • ImgBurn