Rauchmelder

Die 7 besten Rauchmelder im Vergleich

Produkteigenschaften
Hersteller
Typ
Detektion Gasart
LautstÀrke maximal
Stromversorgung
Batterielaufzeit
Batterien inklusive
EN 14604-zertifiziert
Kontrolllampe
Montagezubehör
Maße
Gewicht
Farbe
Material GehÀuse
Display

Rauchmelder-Ratgeber: So wÀhlen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in KĂŒrze
  • Rauchmelder sorgen fĂŒr rechtzeitige Alarmierung im Brandfall.
  • In allen BundeslĂ€ndern ist ihr Einbau bei Neubauten verpflichtend.
  • Auch fĂŒr Altbauten gilt bald flĂ€chendeckend Rauchwarnmelder-Pflicht.
  • Nur korrekt eingebaut Rauchwarnmelder funktionieren verlĂ€sslich.
  • Der Rauchmelder-Einbau ist Vermietersache.
  • Die DIN 14606 gewĂ€hrleistet, dass nur Rauchmelder in den Handel kommen, die ihre Aufgabe grundsĂ€tzlich erfĂŒllen.
  • Hochwertige Q-Rauchmelder haben weniger Fehlalarme und minimieren das Risiko von Anwenderfehlern.

GefÀhrliche WohnungsbrÀnde

Nur ungefĂ€hr drei Minuten bleiben zur Flucht, wenn in der Wohnung ein Brand ausbricht. Das entspricht in etwa der Spieldauer eines typischen Pop-Songs. Die Bewohner haben also nicht viel Zeit, um sich in Sicherheit zu bringen. Ist das Feuer erst einmal in vollem Gang, entstehen im Raum schnell Bedingungen, die fĂŒr Menschen absolut tödlich sind. Die Rauchgase entwickeln Temperaturen von bis zu 500 Grad und setzen damit nicht nur EinrichtungsgegenstĂ€nde wie von Geisterhand in Brand, sondern fĂŒgen auch Personen schwerste Verbrennungen zu, selbst wenn sie nicht mit den Flammen in BerĂŒhrung kommen.

Die meisten Menschen kommen bei BrĂ€nden allerdings durch den Rauch ums Leben, der sie vergiftet und ihnen die Luft zum Atmen nimmt. Sie ersticken. Bereits 100 Gramm PU-Schaum (Polyurethan-Schaum) können eine Dreizimmerwohnung völlig verqualmen, wenn sie in Brand geraten. Das Material wird hĂ€ufig fĂŒr Polstermöbel und Matratzen verwendet.

Wenn es brennt, zÀhlt jede Sekunde

Bemerken die Bewohner eines Hauses einen Brand rechtzeitig, haben sie eine gute Chance, sich in Sicherheit zu bringen. Oft kann er sogar frĂŒh gelöscht werden. Doch entsteht ein Brand nachts, wĂ€hrend die meisten Hausbewohner schlafen, kann er sich ungebremst zum Vollbrand entwickeln. Es ist also nicht verwunderlich, dass die meisten Brandopfer nachts sterben Oft ersticken Menschen im Schlaf an den Rauchgasen. Falls sie doch noch aufwachen, sind Fluchtwege oft schon durch Rauch und Flammen abgeschnitten.

Rauchmelder, die auch Rauchwarnmelder genannt werden, verschaffen Menschen im Brandfall einen entscheidenden Vorsprung. Ihr lautes Alarmsignal weckt Schlafende, bevor der Rauch lebensbedrohlich dicht wird. So haben sie eine Chance, dem Feuer zu entkommen. Aber auch tagsĂŒber werden Menschen oft erst durch die Rauchmelder auf einen Brand aufmerksam. Wenn sich der Brand noch im Anfangsstadium befindet und nur einen einzelnen Gegenstand erfasst hat, gelingt es vielleicht sogar, ihn mit einem geeigneten Feuerlöscher oder einer Löschdecke zu bekĂ€mpfen, bevor er schlimmere SchĂ€den anrichtet.

Gefahrenquellen in deutschen Haushalten

Heute sind offene Flammen selten. Selbst Kerzen werden immer hĂ€ufig durch elektrische LED-Kerzen ersetzt. Trotzdem sind WohnungsbrĂ€nde eine ernstzunehmende Gefahr. Ausgelöst werde sie hĂ€ufig durch defekte ElektrogerĂ€te. 343 Menschen starben laut Statistischem Bundesamt im Jahr 2015 in Deutschland durch Rauch und Feuer. Die Nicht hinzugezĂ€hlt werden die unzĂ€hligen Brandopfer, die zwar ĂŒberlebt haben, aber den Rest ihres Lebens unter den Folgen leiden mĂŒssen. Schwere Verbrennungen sind nicht nur akut lebensbedrohlich, sondern hinterlassen auch deutlich sichtbare Narben. Die Betroffenen fĂŒhlen sich hĂ€ufig entstellt und haben mit haben mit einem mangelnden Selbstbewusstsein oder gar Depressionen zu kĂ€mpfen.

Die Zahl der Todesopfer durch BrĂ€nde steigt in neuerster Zeit wieder. Der Grund dafĂŒr laut Experten: Möbel, Kleidung, Haushaltswaren – wir besitzen immer mehr GegenstĂ€nde, die aus leicht brennbaren Kunststoffen gefertigt wurden. EinrichtungsstĂŒcke wie Schaumstoffmatratzen oder VorhĂ€nge aus Kunstfasern sind im wahrsten Sinne des Wortes brandgefĂ€hrlich. Wenn sie Feuer fangen, stehen sie in kĂŒrzester Zeit lichterloh in Flammen. Eine weitere Ursache fĂŒr die steigende Brandgefahr könnte Billigelektronik aus dem Ausland sein, die mit Hilfe des Online-Versandhandels den deutschen Markt ĂŒberschwemmt. Diese GerĂ€te genĂŒgen oft nicht den deutschen Sicherheitsanforderungen.

Der perfekte Rauchmelder

FĂŒr den Laien sehen alle Rauchmelder sehr Ă€hnlich aus, die Preisspanne ist dennoch groß. Doch wie erkennt der KĂ€ufer einen guten, zuverlĂ€ssigen Rauchmelder? Muss es wirklich das per Smartphone-App steuerbare GerĂ€t fĂŒr mehr als einhundert Euro sein oder reicht auch ein Billigexemplar vom WĂŒhltisch des Baumarkts, das nicht einmal einen Zehner kostet?

Die DIN-Norm fĂŒr Rauchmelder

Die gute Nachricht fĂŒr Konsumenten ist, dass in Deutschland streng geregelt ist, welche Kriterien ein Rauchmelder erfĂŒllen muss. Jedes hierzulande verkaufte GerĂ€t muss der Norm DIN 14604 entsprechen. Sie legt ein PrĂŒfverfahren fest, das sicherstellt, dass Rauchmelder im Notfall auch wirklich ihre Funktion erfĂŒllen. Konsumenten können also unbesorgt zu gĂŒnstigen Exemplaren greifen. Teurere GerĂ€te zeichnen sich vor allem durch eine hochwertige Verarbeitung, ein hĂŒbscheres Erscheinungsbild, weniger Fehlalarme und eine komfortablere Bedienung aus, sie sind aber nicht unbedingt sicherer.

Dass ein Rauchmelder die DIN 14604 erfĂŒllt, erkennt der Konsument an der Kennzeichnung. Normkonforme Rauchmelder sind dauerhaft mit folgenden Angaben beschriftet:

  • CE-Kennzeichnung
  • “DIN EN 14604”
  • Nummer des KonformitĂ€tszertifikats
  • Name und Adresse des Herstellers beziehungsweise Importeurs
  • Fertigungsdatum oder Fertigungsnummer
  • Empfohlenes Austauschdatum
  • ErklĂ€rung des Batterietauschs und der FunktionsprĂŒfung

Nur ein fachgerecht angebrachter und gewarteter Rauchmelder alarmiert zuverlĂ€ssig. Mit guten GrĂŒnden ist somit die fachgerechte Montage und Wartung von Rauchwarnmeldern genormt. Die gĂŒltige Norm dafĂŒr ist die DIN 14676. Die DIN 14676 ist bindend. Wenn sie nicht eingehalten wird, gilt die Rauchmelderpflicht nicht als erfĂŒllt. Ihr Geltungsbereich erstreckt sich jedoch nur auf WohnrĂ€ume und RĂ€ume mit wohnungsĂ€hnlicher Nutzung. Sie gilt nicht fĂŒr RĂ€ume mit gewerblicher Nutzung oder RĂ€ume mit vorgeschriebener Brandmeldeanlage. Dort kommen strenger Auflagen zu tragen. Üblicherweise sind Warnanlagen vorgeschrieben, die automatisch die Feuerwehr alarmieren. Was genau die DIN 14676 vorschreibt, steht im Abschnitt „Montage und Wartung“.

Hochwertige Q-Rauchmelder

Besonders hochwertige Rauchmelder sind mit dem Q-Logo gekennzeichnet. Es besteht aus dem Großbuchstaben Q und einem Flammensymbol in seinem Inneren. Das Q wird vom Lobbyverein Forum BrandrauchprĂ€vention e.V. fĂŒr GerĂ€te vergeben, die die besonders strengen Anforderungen des Vereins erfĂŒllen. Damit ein Rauchmelder das QualitĂ€tszeichen tragen darf, muss er alle Merkmale aufweisen, die die DIN 14604 vorschreibt und sich darĂŒber hinaus durch folgende Eigenschaften auszeichnen:

  • Eine fest verbaute Batterie mit einer Haltbarkeit von mindestens 10 Jahren
  • Durch Tests nachgewiesene Lebensdauer von mindestens 10 Jahren und permanente Betriebsbereitschaft in dieser Zeit
  • Schutz gegen das Eindringen von Fremdkörpern in die Messkammer
  • Hohe Resistenz gegen Feuchtigkeit, Temperaturwechsel, elektromagnetische Strahlung und Korrosion
  • Verbesserte Elektronik
  • Hohe mechanische StabilitĂ€t von GehĂ€use und Komponenten

In der Summe sorgen all diese Merkmale fĂŒr eine besonders hohe Benutzerfreundlichkeit: Sobald Q-Rauchmelder installiert sind, verursachen sie mit Ausnahme der jĂ€hrlichen FunktionsprĂŒfung keinerlei Aufwand mehr. Weder ist es nötig, sie bei lĂ€stigen Fehlalarmen zu deaktivieren, noch muss die Batterie ausgetauscht werden. Q-Rauchmelder sind die richtige Wahl fĂŒr alle, die möglichst wenig MĂŒhe mit ihren Rauchmeldern haben wollen. Wer auf der Suche nach hochwertigen Rauchmeldern ist, sollte auf dieses QualitĂ€tszeichen achten.

Stromversorgung

Bei der Stromversorgung von Rauchmelder gibt es drei Varianten: Rauchmelder, die mit 230-Volt-Netzstrom betrieben werden, Rauchmelder mit wechselbarer Batterie und Rauchmelder mit eingebauter Batterie.

Rauchmelder, die an das Stromnetz angeschlossen werden, sind deutlich aufwĂ€ndiger zu montieren als batteriebetriebene Modelle. Batteriebetriebene Rauchmelder können auch Laien ohne Schwierigkeiten montieren, die Montage von 230-Volt-Rauchmeldern sollte hingegen nur vom Fachmann durchgefĂŒhrt werden. Aus diesem Grund kommen sie meist nur in Gewerbeimmobilien zum Einsatz. In Privathaushalten sind sie die absolute Ausnahme. Ein Vorteil dieser GerĂ€te war frĂŒher, dass ihre Backup-Batterie seltener ausgetauscht werden musste als die Batterie herkömmlicher Rauchmelder. Da mittlerweile viele stromnetzunabhĂ€ngige Rauchmelder mit eingebauter Langzeitbatterie verfĂŒgbar sind, hat sich dieser Vorteil relativiert.

Auch Rauchmelder mit wechselbarer Batterie sind nicht mehr wirklich empfehlenswert. Bei ihnen besteht die Gefahr, dass sich die Batterie unbemerkt entleert. Da jeder Rauchmelder nach zehn Jahren ohnehin ausgetauscht werden muss – die ZuverlĂ€ssigkeit der Sensoren lĂ€sst aufgrund von Alterungsprozessen nach – empfiehlt es sich, gleich zu einem Rauchmelder mit eingebauter Batterie zu greifen. Die verwendeten Langzeitbatterien halten genauso lang wie das GerĂ€t selbst. Rauchmelder mit eingebauten Batterien sind einfach montierbar, wartungsarm und zuverlĂ€ssig. Sie sind strombetriebenen Modellen vorzuziehen.

Laute Alarmsirenen

Das Alarmsignal von Rauchmeldern ist laut, und das soll so sein. Schließlich geht es darum, bei einem Brand alle Menschen im Gefahrenbereich möglichst schnell auf die Bedrohung aufmerksam zu machen. Als Richtwert gilt daher, dass ein Rauchmelder aus drei Metern Abstand eine LautstĂ€rke von mindestens 85 Dezibel erreichen sollte. Das entspricht etwa dem Schalldruck, der durch einen Automotor oder einen DieselrasenmĂ€her entsteht. Besonders laute Exemplare erreichen sogar rund 100 Dezibel, eine LautstĂ€rke, die etwa in Diskotheken in unmittelbarer NĂ€he der Lautsprecher herrscht. Die LautstĂ€rke von Rauchmeldern ist ĂŒblicherweise auf der Verpackung aufgedruckt. Findet der Kunde keine Angaben dazu, sollte er besser auf ein anderes Modell ausweichen.

Wie teuer sind Rauchmelder?

An sich sind die Kosten fĂŒr Rauchmelder sehr ĂŒberschaubar. Gute GerĂ€te sind bereits ab 20 Euro zu haben. Nach Angaben des Mieterbunds ist fĂŒr die BestĂŒckung einer Dreizimmerwohnung mit Rauchmeldern mit 50 bis 100 Euro zu rechnen. Das gilt jedenfalls dann, wenn Montage und Wartung selbst vorgenommen werden, also im Regelfall fĂŒr Eigenheime und Eigentumswohnungen.

In Mietwohnungen sieht die Sache etwas komplizierter aus. Sie mit Rauchmeldern auszustatten ist Sache des Vermieters. Dieser beauftragt in der Regel eine spezialisierte Firma damit, und zwar nicht immer den gĂŒnstigsten Anbieter. Nimmt ein Fachmann die Installation der GerĂ€te vor, steigen die Kosten im Vergleich zur Selbstmontage oft auf das Doppelte bis Dreifache. Auch durch die jĂ€hrliche Kontrolle und Wartung entstehen Kosten. HĂ€ufig mieten Immobilienfirmen die Rauchmelder von den Servicebetrieben, wodurch jĂ€hrliche Mietkosten entstehen, die in der Summe, ĂŒber die gesamte Lebensdauer des Rauchmelders gerechnet, seinen Kaufpreis deutlich ĂŒbersteigen.

Das Vermieter bei Rauchmeldern nicht immer besonders sparsam sind, könnte Mietern eigentlich egal sein. Allerdings wĂ€lzen WohnungseigentĂŒmer die Kosten oft auf den Mieter ab. Sie legen die Anschaffungskosten als Modernisierungsmaßnahme auf die Jahresmiete um und lassen die laufenden Kosten in die Betriebskosten miteinfließen.

DĂŒrfen Vermieter das? Bei der Wartung ist die Rechtslage eindeutig. Dass sie zu den Betriebskosten gerechnet werden darf, hat der Bundesgerichtshof (BGH) mehrfach bestĂ€tigt. Auch die Umlage der Anschaffungskosten auf die Miete ist relativ unumstritten. Strittig ist allerdings, ob die Mietkosten fĂŒr Rauchmeldern zu den Betriebskosten gezĂ€hlt werden dĂŒrfen. Hier urteilen die Gerichte unterschiedlich. Im Großen und Ganzen ist jedoch davon auszugehen, dass die Installation von Rauchmeldern zwar Pflicht des Vermieters ist, die Kosten aber ĂŒblicherweise dem Mieter angelastet werden.

Einfache Anbringung

Zwei Befestigungsvarianten stehen bei Rauchmeldern zur Auswahl: Schrauben oder Klebepads. Üblicherweise wird ein Rauchmelder entweder mit dem einem oder dem anderen Befestigungszubehör ausgeliefert. Da die Haltekraft auf das GerĂ€t abgestimmt ist, ist es immer die sicherste Variante, das beiliegende Montagezubehör zu verwenden.

Klebepads sind am einfachsten zu handhaben. Mit ihnen gelingt die Montage ganz ohne Werkzeug, außerdem mĂŒssen keine Löcher in die Decke gebohrt werden – somit besteht keine Gefahr, versehentlich eine Stromleitung anzubohren. Je nach Beschaffenheit der Decke kann es jedoch vorkommen, dass die Klebepads nicht sicher halten und der Rauchmelder herunterfĂ€llt. VerlĂ€sslicher ist die Befestigung mit Schrauben. Ein Heimwerker mit etwas Erfahrung im Umgang mit der Bohrmaschine dĂŒrfte keine Schwierigkeiten damit haben, einen Rauchmelder an der Zimmerdecke zu verschrauben. Er sollte dabei eine Schutzbrille tragen, da beim Bohren ĂŒber Kopf ansonsten ausgeworfener Staub in die Augen rieselt.

Der Handel bietet Magnetbefestigungssets als Zubehör fĂŒr Rauchmelder an, die sich bei den Kunden großer Beliebtheit erfreuen. Das Geld dafĂŒr ist jedoch meistens besser in einen hochwertigeren Rauchmelder investiert, denn die Magnethalter sind weder nennenswert einfacher in der Handhabung noch sicherer.

Montage und Wartung

Nicht nur fĂŒr die Rauchmelder selbst gibt es in Deutschland eine Norm, sondern auch fĂŒr ihre Montage und Wartung. Die DIN 14676 enthĂ€lt eine ganze Reihe von Bestimmungen:

  • Nur Rauchwarnmelder, die der DIN 14604 entsprechen, dĂŒrfen montiert werden.
  • Alle SchlafrĂ€ume, Kinderzimmer und Flure mĂŒssen mit Rauchwarnmeldern ausgestattet werden.
  • Bei mehrgeschossigen RĂ€umen, die nach oben hin offen sind, muss auf oberster Ebene ein Rauchwarnmelder installiert werden.
  • DarĂŒber hinaus ist es empfehlenswert, alle RĂ€ume außer KĂŒche und Bad mit einem Rauchwarnmelder auszustatten sowie auf jeder Ebene eines der GerĂ€te zu montieren.
  • Pflicht zur Montage von Rauchwarnmeldern in KĂŒchen besteht nur, wenn Fehlalarme auszuschließen sind.
  • Sowohl der Einbau von Einzelmeldern als auch der von ĂŒber Funk vernetzen GerĂ€ten ist zulĂ€ssig.
  • Rauchwarnmelder sind kein Ersatz fĂŒr eine geforderte Brandmeldeanlage und dĂŒrfen auch nicht auf eine solche aufgeschaltet werden.
  • Wenn Rauchwarnmelder mit 230-Volt-Strom aus dem Stromnetz betrieben werden, benötigen sie zusĂ€tzlich eine Notstromversorgung (Batterie).
  • FĂŒr RĂ€ume bis zu einer GrĂ¶ĂŸe von 60 Quadratmetern ist ein Rauchwarnmelder erforderlich. Ist der Raum grĂ¶ĂŸer, mĂŒssen zwei Exemplare installiert werden.
  • Rauchwarnmelder mĂŒssen in der Mitte der Decke installiert werden. Der zulĂ€ssige Mindestabstand zu WĂ€nden und EinrichtungsgegenstĂ€nden betrĂ€gt 50 Zentimeter.
  • Sollen Personen außerhalb des ĂŒberwachten Raumes alarmiert werden, sind Funkrauchmelder empfohlen. Diese GerĂ€te lassen sich miteinander vernetzen, der Alarm wird an alle Melder im Netzwerk weitergeleitet.

DarĂŒber hinaus enthĂ€lt die Norm Regeln fĂŒr die Instandhaltung und Wartung von Rauchmeldern: Bei Arbeiten, bei denen Staub und Dampf entstehen, mĂŒssen Rauchwarnmelder abgedeckt werden. Der jĂ€hrliche FunktionstĂŒchtigkeits-Test umfasst sowohl eine SichtprĂŒfung auf SchĂ€den und Verunreinigungen als auch einen Test der Alarmfunktion mit der PrĂŒftaste. Die Batterie muss ausgetauscht werden, wenn sie nicht mehr genĂŒgend Strom liefert. VerfĂŒgt ein Rauchmelder ĂŒber keine austauschbare Batterie, ist er zu ersetzen, sobald es zu einer Batteriestörung kommt.

Wer sich an diese Regeln hÀlt, kann bei der Anbringung und der Wartung von Rauchmeldern nicht viel falsch machen. Bei bestimmten rÀumlichen Gegebenheiten reichen sie aber nicht aus. Wenn das Zimmer zum Beispiel keinen quadratischen Grundriss hat oder die Decke nicht eben ist, stellt sich die Frage: Wohin mit dem Rauchmelder?

Spezialfall 1: DachschrÀge

An der höchsten Stelle von RĂ€umen mit schrĂ€ger Decke bilden sich oft Polster aus warmer Luft, an denen der Rauch im Brandfall vorbeizieht. Rauchmelder, die dort montiert wĂ€ren, wĂŒrden nicht verlĂ€sslich alarmieren. Darum gilt die Regel: Bei einer DachschrĂ€ge muss der Rauchmelder in der Horizontalen mindestens 90 Zentimeter und in der Vertikalen 30 bis 50 Zentimeter vom höchsten Punkt entfernt angebracht werden. Das gilt jedoch nur, wenn der Neigungswinkel der Decke mehr als 20 Grad betrĂ€gt. Ist die DaschschrĂ€ge weniger stark geneigt, gelten fĂŒr die Montage des Rauchmelders dieselben Regeln wie bei einer ebenen Decke.

Spezialfall 2: RĂ€ume mit L-Form

Bei einem L-förmigen Raum wird der Rauchmelder immer auf der Gehrungslinie (der gedachten Verbindungslinie zwischen Innenkante und Außenkante im Knick der L-Form) der beiden Raumabschnitte montiert. Handelt es sich allerdings um einen sehr großen Raum mit L-Form (grĂ¶ĂŸer als 60 Quadratmeter), wird jeder Raumabschnitt behandelt wie ein eigener Raum und benötigt somit einen eigenen Rauchmelder.

Spezialfall 3: Kleine RĂ€ume

In kleinen RÀumen, beispielsweise in Fluren, ist es oft nicht möglich, den vorgeschrieben Mindestabstand zur Wand (50 Zentimeter) einzuhalten. Wenn das der Fall ist, muss der Rauchmelder mittig an der Decke montiert werden.

Spezialfall 4: UnterzĂŒge beziehungsweise Deckenbalken

Deckenbalken (in der Fachsprache: UnterzĂŒge) haben keinen Einfluss auf die Anbringung von Rauchmeldern, wenn ihre Höhe weniger als 20 Zentimeter betrĂ€gt. Auch wenn die einzelnen Deckenfelder kleiner als 36 Quadratmeter sind, haben sie keine Auswirkung. Die Rauchmelder können dann entweder auf den Deckenfeldern oder auf den Balken montiert werden.

Wenn jedoch die Höhe der Balken mehr als 20 Zentimeter und die FlĂ€che mindestens eines Deckenfeldes mehr als 36 Quadratmeter betrĂ€gt, muss in jedem Deckenfeld ein Rauchmelder platziert werden. Das ist fĂŒr Bewohner großflĂ€chiger Lofts relevant; in den meisten anderen Mietwohnungen sind so große RĂ€ume jedoch kaum anzutreffen.

Spezialfall 5: Lange Flure

FĂŒr lange Flure, die schmĂ€ler als drei Meter sind, gelten besondere Vorschriften. Dort muss der erste Rauchmelder mit einem Abstand von 7,5 Metern zur Stirnwand angebracht werden und jeder weitere in 15 Meter Distanz zum vorherigen. FĂŒr Flure, die breiter als drei Meter sind, gelten dieselbe Regeln wie fĂŒr alle anderen RĂ€ume. Auch diese Regelung betrifft private WohnrĂ€ume nur selten.

Wie Rauchmelder funktionieren

Heute sind optische Rauchmelder der Standard in WohnrÀumen. Sie arbeiten nach dem Streulichtverfahren. Im Rauchmelder befindet sich eine Lichtquelle, meistens eine LED (Leuchtdiode), und ein optischer Sensor. Der Melder ist so konstruiert, dass unter normalen Bedingungen das Licht der LED nicht auf den Sensor fÀllt. Bei Rauchentwicklung lenken jedoch die in der Luft schwebenden Partikel den Lichtstrahl um, er fÀllt auf den Sensor und der Rauchmelder lÀsst den Alarm schrillen.

Ein optischer Rauchmelder kann konstruktionsbedingt nicht zwischen Rauch und anderen feinen Teilchen unterscheiden, darum wird er auch durch Dampf und Staub ausgelöst. Aufgrund der hĂ€ufigen Fehlalarme sollten Rauchmelder in KĂŒchen und Badezimmern nicht eingesetzt werden. Um auch diese RĂ€ume zu schĂŒtzen, sollten Verbraucher Melder verwenden, die mit anderen Sensoren bestĂŒckt sind.

CO-Melder

Der Sensor eines CO-Melders besteht aus einem Material, dessen elektrische LeitfĂ€higkeit sich Ă€ndert, wenn es mit Kohlenmonoxid (CO) in Kontakt kommt. Dieses Gas entsteht bei der unvollstĂ€ndigen Verbrennung von kohlenstoffhaltigen Substanzen. Wenn es ĂŒber die Atmung aufgenommen wird, reagiert es mit dem Sauerstoff im Blut zu CO2 (Kohlendioxid). Dadurch wird dem Blut Sauerstoff entzogen, was schnell zum Ersticken fĂŒhrt. Eine Vergiftung mit dem farb- und geruchslosen Gas fĂŒhrt zu Desorientierung und Benommenheit. Wenn Menschen im Schlaf gefĂ€hrlichen Kohlenmonoxidkonzentrationen ausgesetzt sind, beispielsweise durch einen Schwelbrand im Mauerwerk, ersticken sie oft, ohne vorher aufzuwachen.

Oft werden Kohlenmonoxidmelder auch als Rauchgasmelder bezeichnet. Da sie nicht auf Dampf oder Staub reagieren, sind sie als Alternative zu Rauchmeldern fĂŒr RĂ€ume wie KĂŒche und Badezimmer geeignet. Wer eine Gastherme oder einen Kaminofen betreibt, sollte unbedingt zusĂ€tzlich zu den Rauchmeldern in der NĂ€he der VerfeuerungsstĂ€tte einen CO-Melder installieren. Bei Defekten oder Fehlbedienungen dieser GerĂ€te kann es nĂ€mlich zu einem lebensgefĂ€hrlichen Anstieg der Kohlenmonoxidkonzentration in der Raumluft kommen, der ohne Melder nur schwer bemerkbar ist.

WĂ€rmemelder

Umgangssprachlich werden WĂ€rmemelder auch Hitzemelder genannt. Sich sprechen entweder auf die Überschreitung einer bestimmten Temperatur (etwa 60 Grad Celsius) oder auf einen plötzlichen Temperaturanstieg an. Sie funktionieren mit einem elektronischen TemperaturfĂŒhler, der dem eines digitalen Thermometers Ă€hnelt, und einer Steuerelektronik.

WĂ€rmemelder sind deutlich gĂŒnstiger als Rauchmelder oder CO-Melder. Da sie auch deutlich trĂ€ger reagieren, werden sie im Bereich Personenschutz nur selten eingesetzt. Wache Personen können den Brand selbst deutlich frĂŒher erkennen als ein WĂ€rmemelder, schlafende Menschen könnten hingegen ersticken, bevor der WĂ€rmemelder Alarm schlĂ€gt Das Hautanwendungsfeld von WĂ€rmemeldern ist der Sachschutz, sie dienen beispielsweise der Steuerung von Sprinkleranlagen.

Ionisationsrauchmelder

Sogenannte Ionisationsrauchmelder können auch Rauchpartikeln erkennen, die fĂŒr optische Rauchmelder unsichtbar sind, allerdings verwenden sie dazu eine schwach radioaktiv strahlende Substanz. Aufgrund der RadioaktivitĂ€t gelten fĂŒr ihren Einsatz strenge Auflagen. Unter anderem muss nach einem Brand der gesamte Brandschutt teuer als SondermĂŒll entsorgt werden, falls es nicht gelingt, alle Ionisationsmelder zu finden und zu bergen. Die Entwicklung moderner optischer Rauchmelder, die ihnen nahezu ebenbĂŒrtig sind, macht die Verwendung von Ionisationsrauchmeldern in den meisten FĂ€llen ĂŒberflĂŒssig.

Ein Rauchmelder ist kein Feuermelder

HĂ€ufig werden Rauchmelder auch als Feuermelder oder Brandmelder bezeichnet. Ganz korrekt ist das jedoch nicht, denn im Unterschied zu Rauchmeldern alarmieren Feuermelder nicht nur die Menschen vor Ort, sondern auch die Feuerwehr. Das kann manuell geschehen wie bei den kleinen, roten KĂ€stchen, bei denen eine Glasscheibe eingeschlagen werden muss, um den Knopf fĂŒr den Feuerwehrnotruf zu betĂ€tigen. Im gewerblichen Bereich kommen aber auch oft Brandmeldeanlagen zum Einsatz. Bei diesen sind Rauchmelder mit Feuermeldern kombiniert – wenn der Rauchmelder Gefahr erkennt, alarmiert er sowohl die Menschen vor Ort als auch die Feuerwehr.

„Brandmelder“ ist hingegen der Oberbegriff fĂŒr alle GerĂ€te und Systeme, die der Alarmierung im Brandfall dienen. Dazu zĂ€hlen etwa Rauchmelder, Feuermelder und Kohlenmonoxid-Melder.

Rauchmelder mit speziellen Funktionen

Neben einfachen Rauchmeldern, deren Funktion sich meistens darauf beschrĂ€nkt, ab einer gewissen Konzentration von Partikeln in der Luft Alarm zu schlagen, sind auch Modell mit Zusatzfunktionen verfĂŒgbar. Diese GerĂ€te sind sicherer, zuverlĂ€ssiger, auf spezielle Anforderungen abgestimmt oder einfach nur besonders benutzerfreundlich.

Funkrauchmelder

Eine Funkfunktion ermöglicht es, mehrere Rauchmelder zu einer Gruppe zusammenzuschließen. Sobald einer der Melder Rauch erkennt, schlagen alle Melder in der Gruppe Alarm. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn grĂ¶ĂŸere Wohneinheiten gesichert werden sollen.

Besonders Eltern von kleinen Kindern sollten die Anschaffung von Funkrauchmeldern in Betracht ziehen. Kinder verhalten sich in einer bedrohlichen Situation wie einem Brand nicht rational und sind daher auf die Hilfe von Erwachsenen angewiesen. Mit einem Funkrauchmelder bekommen Eltern einen Brand im Kinderzimmer immer sofort mit und können ihren Kleinen zu Hilfe eilen.

Dual-Rauchmelder

Nicht alle BrÀnde erzeugen so viel Rauch, dass ein Rauchmelder darauf reagiert. GerÀt beispielsweise Benzin in Brand, raucht es so gut wie gar nicht. Ein Dual-Rauchmelder kombiniert einen optischen Sensor mit einem WÀrmesensor und schlÀgt dadurch auch bei solchen BrÀnden Alarm. Dual-Rauchmelder zeichnen sich auch durch eine niedrige Fehlalarmquote aus. Sie reagieren nÀmlich nur, wenn die Temperatur des Rauches hoch genug ist. Zigarettenrauch oder Kochdampf lösen den Alarm nicht aus. Bei manchen Modellen ist es möglich, den Temperatursensor beziehungsweise den optischen Sensor auszuschalten. Somit lassen sie sich auch als reinen optischen Rauchmelder oder als einen reinen WÀrmemelder verwenden.

Smarthome-Rauchmelder

Smarthome-Rauchmelder sind sozusagen die nĂ€chste Evolutionsstufe von Funkrauchmeldern. Sie sind nicht nur untereinander vernetzt, sondern können auch ĂŒber einen Smarthome-Server gesteuert werden. So profitieren Anwender von den Interaktionen mit anderen GerĂ€ten, die mit dem Smarthome-System verbunden sind.

Smarthome-fĂ€hige Rauchmelder sind beispielsweise dazu in der Lage, dem Anwender im Alarmfall eine Nachricht auf sein Handy zu schicken. Manche Smarthome-Rauchmelder erlauben auch die Mitbenutzung ihrer Alarmsirene durch externe Systeme, beispielsweise durch einen Einbruchsschutz. Steuerungs-Apps ermöglichen es, auch aus der Ferne genau nachzuvollziehen, in welchem Raum ein Rauchalarm ausgelöst wurde. Üblich ist auch, dass der Ladezustand der Batterie mit Fernwartungs-Software ausgelesen wird.

Rauchmelder fĂŒr Gehörlose

Wie werden eigentlich gehörlose Menschen auf die Warnsignale eines Rauchmelders aufmerksam? FĂŒr sie werden Lichtsignalgeber hergestellt. Die hellen Lichtblitze, die diese Warnvorrichtungen aussenden, sind selbst mit geschlossenen Augen noch wahrnehmbar. Üblicherweise ist das Lichtwarnsystem nicht fest in den Rauchmelder eingebaut. Stattdessen handelt es sich um externe Apparate, die sich per Funk mit dem Sensor verbinden. ErgĂ€nzt werden sie oft von Vibrationselementen, die unter das Kopfkissen gelegt werden.

Viele bekannte Hersteller, zum Beispiel Ei Electronics, haben mittlerweile Rauchmeldesysteme fĂŒr Gehörlose in ihr Sortiment aufgenommen. Vermieter sind allerdings nicht verpflichtet, fĂŒr gehörlose Mieter diese speziellen Rauchmelder einzubauen. Mieter mĂŒssen Anschaffung und Installation der GerĂ€te dennoch nicht selbst bezahlen, da die Krankenkassen die Kosten ĂŒbernehmen.

Rauchmelderpflicht fĂŒr WohnrĂ€ume

Mittlerweile herrscht in Deutschland flĂ€chendeckend Rauchmelderpflicht. Dennoch sind viele Wohnungen nicht mit Rauchmeldern ausgestattet. Wie kommt das? Die Rauchmelderpflicht ist LĂ€ndersache, und die einzelnen BundeslĂ€nder haben dafĂŒr unterschiedliche Fristen festgelegt. WĂ€hrend beispielsweise in Rheinland-Pfalz schon seit 2003 alle neu errichteten Wohnungen mit einem Rauchmelder ausgestattet sein mĂŒssen und seit 2012 auch Bestandbauten, sind in Berlin Rauchmelder fĂŒr Neubauten erst seit 2017 verpflichtend. Zur UmrĂŒstung ihrer Bestandbauten haben EigentĂŒmer dort sogar noch bis Dezember 2020 Zeit.

BundeslandPflicht fĂŒr Neubauten seitPflicht fĂŒr Bestansbauten ab
Baden-WĂŒrttemberg 2013 01.01.2015
Bayern 2013 01.01.2018
Berlin 2017 31.12.2020
Brandenburg 2016 31.12.2020
Bremen 2009 01.01.2016
Hamburg 2005 01.01.2011
Hessen 2005 01.01.2015
Mecklenburg-Vorpommern 2006 01.01.2010
Niedersachsen 2012 01.01.2016
Nordrhein-Westfalen 2013 01.01.2017
Rheinland-Pfalz 2003 12.07.2012
Saarland 2004 31.12.2016
Sachsen 2016 Keine Regelung
Sachsen-Anhalt 2009 01.01.2016
Schleswig-Holstein 2004 01.01.2011
ThĂŒringen 2008 01.01.2019
In den deutschen BundeslĂ€ndern gelten unterschiedliche Fristen fĂŒr die Rauchmelderpflicht.

Ob wirklich alle Wohnungen mit Rauchmeldern ausgestattet sein werden, wenn auch in den letzten BundeslĂ€ndern die Frist zur UmrĂŒstung abgelaufen ist, ist allerdings fraglich. Denn aktuell gibt es niemanden, der die Rauchmelderpflicht kontrolliert. Vermietern und WohnungseigentĂŒmern, die keine Rauchmelder einbauen lassen, haben daher kaum Konsequenzen zu befĂŒrchten. Daher spricht sich der Deutsche Feuerwehrverband fĂŒr verpflichtende ÜberprĂŒfungen durch offizielle Stellen aus.

Unbeliebt wegen Fehlalarmen

Viele Vermieter sind sich einfach nicht darĂŒber im Klaren, dass sie Rauchmelder installieren mĂŒssten. Fehlende Rauchmelder sind fĂŒr sie nur dann ein Problem, wenn Mieter sie darauf hinweisen – das tun aber die wenigsten Mieter, denn Rauchmelder sind allgemein eher unbeliebt. Sie machen vor allem durch Fehlalarme auf sich aufmerksam. Wer grundlose, ohrenbetĂ€ubende und nervtötende Alarmsignale vermeiden will, sollte beim Rauchmelder nicht sparen, denn vor allem gĂŒnstige Produkte neigen dazu. Hochwertige Rauchmelder sind zuverlĂ€ssiger und gehen meistens nur im Ernstfall an.

Die Rauchmelderpflicht im deutschsprachigen Raum

Nicht nur in Deutschland existiert eine Rauchmelderpflicht, auch in Österreich gibt es vergleichbare Regelungen. Nur die Schweiz kommt als einziges Land der DACH-Region ohne aus – dort schreiben allenfalls Versicherungen den Einbau von Rauchmeldern vor. Geregelt wird die Rauchmelderpflicht in Österreich mit der OiB-Richtlinie 2. Im Unterschied zu Deutschland mĂŒssen Rauchmelder nicht nur in SchlafrĂ€umen, Kinderzimmern und im Flur angebracht werden, sondern in allen AufenthaltsrĂ€umen. Das schließt auch Wohn- und Arbeitszimmer mit ein. Eine Ausnahme ist die KĂŒche, da es dort durch die DĂ€mpfe beim Kochen zu vermehrten Fehlalarmen kommen kann.

Wie auch in Deutschland ist die Umsetzung der Rauchmelderpflicht in Österreich LĂ€ndersache, und jedes Bundesland hat andere Fristen. Die Verpflichtung zum Einbau von Rauchmeldern besteht allerdings nur bei Neu- und Umbauten, Bestandsbauten mĂŒssen nicht umgerĂŒstet werden. Nur in KĂ€rnten ist das anders. Dort gilt seit 2013 auch eine Rauchmelderpflicht fĂŒr Bestandsbauten.

BundeslandRauchmelderpflich
Burgenland 08.01.2013
KĂ€rnten 01.10.2012
Niederösterreich 01.02.2015
Oberösterreich 01.07.2013
Salzburg 01.07.2016
Steiermark 01.05.2013
Tirol 01.09.2013
Vorarlberg 01.01.2013
Wien 01.01.2013
Seit wann gilt die Rauchmelderpflicht in den einzelnen österreichischen BundeslÀndern?

WeiterfĂŒhrende Testberichte

Achtung: Hierbei handelt es sich um einen Vergleich. Wir haben die Rauchmelder nicht selbst getestet.

Die Stiftung Warentest hat in ihrem Test 37 verschiedene Modelle unter die Lupe genommen. Insgesamt fĂ€llt ihr Urteil positiv aus. Nur zwei der Testkandidaten wurden fĂŒr ungenĂŒgend befunden. Rauchmelder, die das Testurteil „gut“ erhielten, sind bereits fĂŒr knapp 20 Euro erhĂ€ltlich. FĂŒr ein „sehr gut“ hat es allerdings bei keinem der Modelle gereicht. Testsieger sind gleichermaßen mit der Note 2,2 vier GerĂ€te der Hersteller Abus, Brennstuhl, Busch-Jaeger und Ei Electronics. Weiter hinten rangieren Marken wie Hekatron, Unitec, Pyrexx und weitere.

Der Rauchmelder-Test des ETM-Testmagazins stammt aus dem Jahr 2016. Interessierte können den Testbericht kostenlos als PDF-Datei beziehen. Getestet wurden 11 verschiedene Produkte der Marken Blaupunkt, FireAngel, GEV, Hager, Indexa, JOB, Jung, Kidde und Smartwares. Beweisen mussten sich die GerĂ€te in den Testkategorien Ausstattung, Handhabung, FunktionalitĂ€t und LautstĂ€rke. Im Test stellte das Magazin fest, dass alle Produkte im Notfall verlĂ€sslich Alarm schlagen – die Normung der GerĂ€te gewĂ€hrleistet offenbar, dass hierzulande keine untauglichen Rauchmelder verkauft werden, und erfĂŒllt damit ihren Zweck. Die Redakteure schreiben, dass selbst der langsamste Rauchmelder noch schnell und effektiv reagiert. Testsieger ist das Modell FRWM 100 WW von Jung, an dem ETM abgesehen vom hohen Preis nichts auszusetzen hat.

Das Öko-Test-Magazin hat sich im Ratgeber „Bauen und Wohnen“ mit dem Thema Rauchmelder befasst. Erscheinungsjahr des Ratgebers, der immer noch digital bezogen werden kann, ist das Jahr 2014. Die Testergebnisse sind also nicht ganz so aktuell wie die der Stiftung Warentest aus dem Januar 2019.