Sandfilter

Die 7 besten Sandfilter im Vergleich

Material Gehäuse
Farbe
Maximale Umwälzleistung
Empfohlene Poolgröße
Volumen Tank
Integrierte Pumpe
Länge Kabel
T√úV-gepr√ľft
Vorteile
Nachteile

Sandfilter-Ratgeber: So wählen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in K√ľrze
  • Sandfilter reinigen Poolwasser mittels Umw√§lzung.
  • Die drei Hauptkomponenten sind ein Mehrwegeventil, eine Schwimmbadpumpe und ein Filterkessel.
  • Das Wasser wird durch einen mit Sand gef√ľllten Filter gepresst. Schmutzpartikel werden so aus dem Wasser gesiebt.
  • In Pool werden Sandfilter zwischen dem Absauger und der Einlassd√ľse installiert.
  • Geringe F√∂rdermengen und gro√üe Beckenvolumen erh√∂hen die Laufzeit.

Wof√ľr werden Filteranlagen eingesetzt?

Filteranlagen, manchmal auch als Pool-Filteranlagen bezeichnet, erm√∂glichen einen reibungslosen Badebetrieb. Sie w√§lzen das Badewasser um und pressen es durch einen Filter. So sorgen sie daf√ľr, dass es¬†stets sauber¬†bleibt. Im Filter werden eingetragene Fremdstoffe wie Insekten, Laub, Staub und Hautr√ľckst√§nde zur√ľckgehalten, sodass sauberes, klares Wasser in den Pool zur√ľckgef√ľhrt wird, die Voraussetzung f√ľr ein gesundheitlich unbedenkliches Badevergn√ľgen.

Was sind die Unterschiede zwischen Kartuschen- und Sandfiltern?

Wenn Sie einen Swimmingpool aufstellen, stellt sich auch die Frage, welche Art von Filteranlage Sie benötigen, um das Wasser sauber und hygienisch unbedenklich zu erhalten. Zwar sind bei vielen Pools bereits Filteranlagen im Lieferumfang enthalten, diese sind aber oft nicht ausreichend wirksam und entfernen nur grobe Verunreinigungen wie Grashalme oder Blätter. Grundsätzlich ist zwischen Kartuschen- und Sandfiltern zu unterscheiden. Die Wahl zwischen den beiden Varianten hängt hauptsächlich von der Größe des Pools sowie vom Aufstellort ab.

Kartuschenfilter

Verschmutzungen werden mittels eines Kartuschenfilters schnell und effizient aus dem Wasser entfernt. Sei es im Innen- oder Au√üenbereich: Sie eignen sich im Speziellen f√ľr Schwimmbecken, in die¬†keine allzu gro√üen Schmutzpartikel hineingelangen, die ein schnelles Reinigen oder Wechseln der Filterkartusche notwendig machen w√ľrden. Kartuschenfilter sind g√ľnstig in der Anschaffung: G√ľnstige Modelle sind bereits ab 40 Euro erh√§ltlich.

Nachteilig ist, dass die Papierkartusche, die der Pumpe vorgeschaltet ist, regelm√§√üig ausgetauscht werden muss, sobald diese voll ist, was Folgekosten verursacht und den¬†regelm√§√üigen Betrieb teuer¬†macht. Ersatzfilter schlagen mit durchschnittlich 5 bis 10 Euro zu Buche, wobei einige Modelle auch teurer ausfallen k√∂nnen. Zwar ist es in einigen F√§llen m√∂glich, die Kartuschenfilter durch leichtes Abspritzen mit dem Gartenschlauch zu reinigen, allerdings bringt die Reinigung nicht immer den gew√ľnschten Erfolg, da Verschmutzungen im Filterpapier verbleiben. Zudem kann er besch√§digt werden, sodass Sie ihn in diesem Fall direkt ersetzen m√ľssen.

Kartuschenfilter eignen sich ideal f√ľr zur¬†Wasserreinhaltung in kleinen Aufstellpools¬†oder in einem Planschbecken. Denn: Kartuschen-Poolfilter sind generell weniger leistungsf√§hig als Modelle, die mit einem Sandfilter arbeiten. Das Umw√§lzen des gesamten Beckeninhalts dauert somit l√§nger. Ist die Anlage zu klein dimensioniert, muss das muss sehr lange laufen, was hohe Stromkosten verursacht. Die andere M√∂glichkeit ist, dass es die Anlage schlichtweg nicht schafft, die komplette Wassermenge schnell genug zu reinigen, weshalb das Wasser schmutzig aussieht und ein Baden darin unattraktiv erscheint.

Achten Sie stets auf die Durchflussmengen in den Herstellerangaben. Diese geben Auskunft dar√ľber, wie viel Wasser in der Stunde gereinigt werden kann. Pauschal kann man daher nicht sagen, welche Poolgr√∂√üe sich maximal mit einem Kartuschenfilter reinigen l√§sst. F√ľr kleine Pools gen√ľgt ein Modell mit Kartuschenfilter. Viele Hersteller empfehlen den Einsatz ihrer Modelle mit einer F√ľllmenge¬†zwischen 5.000 und 8.000 Litern. Bei Pools mit gr√∂√üeren Wassermengen lohnt sich auf jeden Fall die Investition in einen Sandfilter. Sind viele grobe Schmutzpartikel enthalten, etwa durch den Eintrag von Insekten, verstopfen die Papierfilter schnell. Dann ist ebenfalls die Wahl eines Sandfilters die bessere Alternative.

Vorteile
  • G√ľnstiger Anschaffungspreis
  • Ideal f√ľr kleine Pools im Innenbereich
Nachteile
  • Schnell verstopft durch gro√üe Schmutzpartikel
  • Hohe Folgekosten durch Wechselkartuschen
  • F√ľr gro√üe Wassermengen ungeeignet
  • Leistungsschw√§cher als Sandfilter
  • Kein Einsatz von Flockungsmittel m√∂glich

Sandfilter

Bei Sandfiltern ersetzt ein Filterkessel, der mit speziellem Sand gef√ľllt wird, die Filterkartusche aus Papier. Der Sand sollte eine K√∂rnung von etwa 0,5 bis 0,8 Millimetern aufweisen. Dieser Wert h√§ngt vom spezifischen Sandfilter-Modell, der Wassermenge und dem Verschmutzungsgrad des Wassers ab. Das Wasser wird mittels einer Wasserpumpe mit hohem Druck durch den Filterkessel und somit durch den Sand gepresst. Bei dieser Reinigung werden Schwebeteilchen aus dem Wasser herausgefiltert: Sie¬†bleiben im Sand h√§ngen; anschlie√üend wird das Wasser wieder in den Pool geleitet.

Der Quarzsand l√§sst sich durch R√ľcksp√ľlen reinigen und anschlie√üend wiederverwenden. Nachteilig ist, dass das Befreien des Filtersandes von Schmutz und Schwebepartikeln l√§nger dauert als das einfache Tauschen einer Filterkartusche. Bei diesem Vorgang wird der¬†Schmutz in den Abfluss¬†‚Äěr√ľckgesp√ľlt‚Äú, um die hohe Filterleistung des Sandes beizubehalten. Dieser Vorgang nimmt einige Minuten in Anspruch und sollte ‚Äď je nach Verschmutzungsgrad ‚Äď etwa einmal die Woche vorgenommen werden. Regelm√§√üig eingeplant stellt diese Wartung aber kein √ľberbordend gro√ües Problem dar.

Ein Sandfilter kostet meist √ľber 100 Euro und somit mehr als ein Kartuschenfilter. Der h√∂here Anschaffungspreis amortisiert sich bei regelm√§√üiger Nutzung jedoch recht schnell: Da keine Filterkartuschen nachgekauft werden m√ľssen, verringern sich die Folgekosten. Der Filtersand muss nur etwa alle zwei bis drei Jahre ersetzt werden, wenn das R√ľcksp√ľlen nicht mehr zu der gew√ľnschten Reinigungsleistung f√ľhrt. Zudem fallen die Kosten f√ľr die Neubeschaffung von 25 Liter Filtersand mit 8 bis 25 Euro nicht sonderlich hoch aus. Langfristig gesehen ist der¬†Einsatz einer Sandfilteranlage also kosteng√ľnstiger.

Aufgrund der hohen Reinigungsleistung eignen sich Sandfilteranlagen vor allem f√ľr¬†Pools mit gro√üen Wassermengen, beispielsweise Stahlwandpools. Auch bei Au√üenpools mit einem hohen Schmutzeintrag sind Sandfilteranlagen im Vorteil, etwa, wenn die Umgebung sandig ist oder besonders viele Insekten eingetragen werden.

Sandfilteranlagen werden oft als¬†Ersatz f√ľr eine bestehende Kartuschenfilteranlage¬†gekauft, wenn die NutzerInnen mit der Reinigungsleistung des Wechselfilters unzufrieden sind: Sandfilteranlagen bieten eine Filterkraft, die mit einer Kartuschenanlage nicht zu erreichen w√§re. Je gr√∂√üer der Pool ausf√§llt, desto sinnvoller ist der Einsatz eines Sandfilters.

Vorteile
  • Ideal f√ľr Pools mit gro√üen Wassermengen
  • Leistungsf√§higer und effizienter als Kartuschenfilter
  • Wechsel des Filtermediums seltener n√∂tig
  • Geringere Folgekosten
  • Oft Betrieb mit Filterglas oder -balls m√∂glich
  • Flockungsmittel einsetzbar
Nachteile
  • Teurer
  • H√∂herer Reinigungsaufwand

Kriterien bei der Modellwahl

Bei der Wahl einer passenden Sandfilteranlage spielen Kaufkriterien wie die Filterleistung, der Stromverbrauch und die Schlauchanschl√ľsse eine Rolle. Ein¬†YouTube-Video des Pool- und Poolzubeh√∂r-Shops¬†Poolpanda¬†erkl√§rt wichtige Zusammenh√§nge einzelner Kaufkriterien und gibt allgemeine Tipps zum Betrieb einer Filteranlage.

Fördermenge

Die Fördermenge einer Sandfilteranlage steht immer in Beziehung zu einer Zeiteinheit. Sie wird in Kubikmetern pro Stunde (m³/h) beziehungsweise Litern pro Stunde (l/h) angegeben. Ein Kubikmeter entspricht 1.000 Litern. Hat ein Filter beispielsweise eine Leistung von sechs Kubikmetern, können pro Stunde 6.000 Liter umgewälzt und gefiltert werden.

Ist die F√∂rdermenge zu gering, muss die Pumpe dauerhaft laufen, was einen hohen Stromverbrauch nach sich zieht. Schlimmstenfalls garantiert nicht einmal ein konstanter Filterbetrieb eine ausreichend gute Wasserqualit√§t. Ist die Sandfilteranlage √ľberdimensioniert, hat das zwar keine negativen Auswirkungen auf die Wasserqualit√§t, allerdings fallen auch hier die Stromkosten h√∂her aus, als sie m√ľssten. Achten Sie bei der Kaufentscheidung daher immer auf die¬†Filterleistung pro Stunde¬†und die maximale Wassermenge.

Zudem ist zwischen zwei Werten zu unterscheiden:

  • auf der einen Seite die rechnerisch maximal m√∂gliche F√∂rderleistung ohne Filtermaterial und F√∂rderh√∂he (brutto)
  • auf der anderen Seite die tats√§chlich erreichbare F√∂rderleistung mit Filtermaterial und angenommener F√∂rderh√∂he (netto)

Achten Sie bei der Kaufentscheidung auf Werbeangaben, die die Nettoleistung verwenden, um im Vergleich besser dazustehen.

Die RedakteurInnen des Poolzubeh√∂r-Shops¬†Poolpanda¬†erkl√§ren in einem¬†YouTube-Video, dass die Pumpe pro Stunde mindestens ein F√ľnftel des Wasserinhalts umw√§lzen sollte. Fasst Ihr Pool eine Wassermenge von 20.000 Litern, sollte die Filteranlage dementsprechend mindestens 4.000 Liter netto in der Stunde f√∂rdern k√∂nnen. Leistungsf√§higere Pumpen im 4:1-, 3:1- oder 2:1-Verh√§ltnis sind m√∂glich. Jedoch verbrauchen diese im Dauerbetrieb mehr Strom und sind potenziell auch in der Anschaffung teurer.

Leistungsaufnahme

Die Leistung ‚Äď angegeben in Watt ‚Äď gibt Aufschluss √ľber die Strommenge, die w√§hrend des Dauerbetriebes verbraucht wird. F√§llt Ihre Wahl beispielsweise auf ein sparsames Modell mit einer Leistung von 300 Watt, stehen bei einer Stunde im Dauerbetrieb 0,3 Kilowattstunden (kWh) zus√§tzlich auf dem Stromz√§hler.

F√ľr einen gro√üen Pool sollte die Wahl aber auch nicht auf ein zu schwaches Modell fallen. Andernfalls m√ľssen Sie die¬†Pumpe l√§nger laufen lassen, bis die gesamte Wassermenge einmal gefiltert wurde. Das macht ein Einsparpotenzial geringerer Leistungsaufnahme wiederum zunichte. Eine geringe Leistungsaufnahme bedeutet dabei aber noch lange keine geschm√§lerte Leistungsbilanz. Achten Sie daher genau auf die F√∂rdermenge.

Kesselgröße

Die Kesselgr√∂√üe ist ein entscheidender Faktor f√ľr die Leistungsf√§higkeit der Filteranlage. Markt√ľblich sind Durchmesser von 25 bis 40 Zentimetern. Das Filtermaterial ‚Äď in der Regel Quarzsand ‚Äď muss separat erworben werden. N√∂tig sind je nach Kesselvolumen zwischen 10 und 25 Kilogramm Sand, die empfohlene K√∂rnung unterschiedet sich von Modell zu Modell. Meist liegt die Spanne zwischen 0,5 und 1,2 Millimetern.

Förderhöhe

Die F√∂rderh√∂he, manchmal auch als Wassers√§ule bezeichnet, ist ein Ma√ü daf√ľr, welchen Gegendruck die Pumpe √ľberwinden kann. Dieser kann durch H√∂henunterschiede, die zu √ľberbr√ľckende Wegstrecke und den Widerstand der Schlauchleitungen variieren. Je h√∂her der Gegendruck ist, desto geringer ist die Umw√§lzleistung. Je h√∂her der angegebene Wert ist, desto l√§ngere Wegstrecken und gr√∂√üere H√∂henunterschiede kann der Sandfilter bew√§ltigen, ohne dabei an Umw√§lzleistung einzub√ľ√üen. Die Herstellerangeben beziehen sich in der Regel auf die gefilterte Wassermenge in Kubikmetern pro Stunde bei einer Wassers√§ule von sechs oder acht Metern.

Nicht selbstansaugend oder selbstansaugend?

Wenn Sie vor der Wahl zwischen einem nicht selbstansaugenden und einem selbstansaugenden Modell stehen, gibt es einen preislichen und einen technischen Unterschied. Die Modelle, die Wasser nicht selbst ansaugen k√∂nnen, sind preisg√ľnstiger und baulich kompakter. Bei ihnen l√§uft das Wasser allein durch die Schwerkraft in den Filter und wird mithilfe der Pumpe wieder in das Wasser eingeleitet. Das funktioniert nur, wenn die Filteranlage neben dem Pool steht, das Wasser seitlich abflie√üt und auch wieder eingeleitet wird. Werden die Schl√§uche f√ľr den Wasserzulauf und -ablauf allerdings √ľber den Beckenrand gef√ľhrt oder befindet sich die Pumpe oberhalb des Wasserlevels, wird eine selbstansaugende Pumpenanlage ben√∂tigt. Andernfalls ist die Sog- und Druckwirkung zu gering, um das Wasser umw√§lzen zu k√∂nnen.

Ventil

√úber das Ventil regulieren Sie die verschiedenen Funktionen der Filteranlage. Je nach Anzahl der Funktionen spricht man von Vier- bis Sieben-Wege-Ventilen. Die klassischen vier Einstellungen sind

  • Filtern,
  • Nachsp√ľlen (zur Schwebstoffentfernung),
  • R√ľcksp√ľlen (zur Filterreinigung) und
  • Winterfest (Ventile ge√∂ffnet, um Dichtungen zu entlasten).

Manche Modelle weisen zudem Programmfunktionen wie

  • Geschlossen,
  • Zirkulieren (ohne filtern) und
  • Entleeren auf.

Manometer

√úber die Anzeige des Manometers k√∂nnen Sie sehen, ob die Pumpe einwandfrei arbeitet: Liegt der angezeigte Druck deutlich √ľber dem Normalstand, ist der Filter, in diesem Fall der Kessel, vermutlich durch gro√üe Ansammlungen von Schmutz blockiert. Sp√§testens jetzt wird es Zeit f√ľr die Reinigung durch R√ľcksp√ľlen.

Schlauchanschl√ľsse

Am g√§ngigsten sind Anschl√ľsse f√ľr Schl√§uche mit einem Durchmesser von 32 oder 38 Millimetern. Viele Filter-Modelle verf√ľgen √ľber beide Anschlussgr√∂√üen. Es ist √§rgerlich, wenn die Pumpe nicht zum Schlauch passt. Das Problem l√§sst sich aber in den allermeisten F√§llen ohne gr√∂√üeren Aufwand durch einen Adapter beheben.

Anschlussm√∂glichkeit f√ľr Skimmer und Bodensauger

Skimmer werden eingesetzt, um den an der Wasseroberfl√§che treibenden Schmutz zu beseitigen. Sie gibt es als Einbau- und Oberfl√§chen-Variante. Erstere √§hnelt den Abl√§ufen in Frei- und Hallenb√§dern am Beckenrand und ist beispielsweise in gemauerten Swimmingpools √ľblich. Letztere wird am Beckenrand befestigt und schwimmt dem Namen nach an der Wasseroberfl√§che. Beide machen sich die Saugwirkung der Pumpe zunutze. An der Oberfl√§che schwimmende Fremdk√∂rper wie Bl√§tter werden automatisch eingesogen. Diese Eintr√§ge k√∂nnen Sie durch die Entnahme des Sammelkorbs einfach entsorgen.

Bodensauger √§hneln von Prinzip einem Staubsauger: Die D√ľse wird am Poolboden positioniert, der Schlauch mittels eines Adapters mit dem Skimmer verbunden. Dadurch entsteht ein Unterdruck, der¬†Fremdk√∂rper am Beckenboden einsaugt. Der Schmutzf√§nger des Skimmers ist ebenfalls nach einiger Zeit zu leeren.

Anschlussm√∂glichkeit f√ľr UV-Filter

Einige Modelle erm√∂glichen das Einbinden eines UV-Filters. Zur Reinigung wird das Wasser mit UV-C-Licht bestrahlt und auf diese Weise keimfrei gemacht. Durch die hohe Energie kann UV-Strahlung¬†Bakterien,¬†Viren und viele Sporen¬†unsch√§dlich machen. Hierdurch l√§sst sich die Zugabe von Chlor oder Aktivsauerstoff deutlich reduzieren oder wird zeitweise √ľberfl√ľssig.

Lautstärke

Betreiben Sie eine Sandfilteranlage im Garten, kann das Thema Lautst√§rke schnell eine tragende Rolle einnehmen, schlie√ülich wollen Sie keinen √Ąrger mit dem Nachbarn riskieren. Das gilt vor allem zu Ruhezeiten wie in der Mittagspause, nach 22 Uhr oder am Sonntag. Als Faustformel k√∂nnte man sagen: Je mehr Watt-Leistung das Ger√§t mitbringt, desto lauter ist es. Zwar gibt es im Profibereich auch leistungsstarke Anlagen, die ger√§uscharm sind, allerdings sind diese f√ľr Privatnutzer meist unerschwinglich. Die Lautst√§rkeunterschiede sind beachtlich: So k√∂nnen Anlagen zwischen 40 und 75 Dezibel laut sein.

Gibt es Alternativen zum Filtermedium Sand?

Eine Alternative zu Filtersand ist Filterglas. Es wird aus den Produktionsresten der Glasindustrie hergestellt und ist damit umweltfreundlich. Ein Vorteil gegen√ľber Filtersand ist, dass sich auf der Oberfl√§che des Glases nicht so schnell ein Biofilm absetzt. Das erm√∂glicht gegen√ľber dem Filtersand eine¬†l√§ngere Nutzungsdauer des Filtermediums Glas, bevor es getauscht werden muss. Zum ist durch die rauen Oberfl√§chen die Effizienz h√∂her. Der einzige Nachteil besteht in dem h√∂heren Anschaffungspreis. Wenn man aber bedenkt, dass Filterglas nur alle drei Jahre oder seltener getauscht werden muss, f√§llt dieser Faktor nicht allzu hoch ins Gewicht.

Einige Modelle lassen sich zudem mit sogenannten Filterb√§llen ‚Äď auch Filterballs genannt ‚Äď betreiben. Diese bestehen aus Polyethylen (PE),¬†nehmen sehr viel Schmutz auf, haben eine hohe Filterleistung und ersetzen den Filtersand. Ist der S√§ttigungsgrad erreicht, lassen sie sich zumeist in der Waschmaschine reinigen. Zudem sind sie nach dem Ende ihrer Lebensdauer recyclingf√§hig. Beachten Sie die unbedingt die Gebrauchsanweisung der Sandfilteranlage, der Sie entnehmen, ob der Einsatz von Filterballs mit Ihrer Filteranlage m√∂glich ist. Generell ist beim Einsatz von Filterballs kein Flockmitteleinsatz m√∂glich, da dies das Filtermedium verstopfen w√ľrde. Au√üerdem funktioniert das R√ľcksp√ľlen nicht, sodass der Kessel von Hand gereinigt werden muss.

Muss ich Poolwasser zusätzlich chemisch reinigen?

Zus√§tzlich zur Schmutzreinigung mithilfe eines Sandfilters empfiehlt es sich, das Wasser von Zeit zu Zeit chemisch zu reinigen. Die g√§ngigste Methode ist die Zugabe von Chlortabletten. Sie sind¬†g√ľnstig und wirken lange. Alternativ kommen chlorfreie Produkte auf der Basis von Wasserstoffperoxid ‚Äď auch unter dem Namen Aktivsauerstoff bekannt ‚Äď infrage. Dabei handelt es sich um die umweltfreundlichere Variante, die aber mit mehr Arbeit verbunden ist: Das chlorfreie Mittel wirkt nicht so umfassend und muss entsprechend h√§ufiger angewandt werden.

Welche Rolle spielt der pH-Wert des Wassers im Pool?

Der pH-Wert gibt an, ob das im Pool befindliche Wasser zu sauer oder zu alkalisch ist. Neutral ist ein pH-Wert 7. Bewegt der sich der pH-Wert des Wassers zwischen 6,8 und 7,4, m√ľssen Sie nichts unternehmen. Ergibt die Messung einen Wert unterhalb dieses Bereichs, ist das Wasser zu sauer und kann metallische Bestandteile des Pools, etwa eine Leiter, besch√§digen. pH-Messwerte √ľber 7,4 zeugen von zu alkalischem Wasser, das zu Haut- und Augenreizungen f√ľhren kann. Je st√§rker die Messung vom Idealwert abweicht, desto gr√∂√üer ist der jeweilige Effekt. Auch Wasserpflegeprodukte und Chemikalien entfalten ihre ideale Wirkung meist in diesem Bereich. Achten Sie auf die Gebrauchsanweisung. Eine komfortable M√∂glichkeit, den pH-Wert zu bestimmen, bieten¬†pH-Messger√§te¬†sowie¬†Pooltester.

Wozu kann bei Sandfiltern Flockmittel eingesetzt werden?

Grobe Partikel bleiben beim Filtervorgang im Sand stecken. Sehr kleine Partikel, die kleiner sind als die Sandkörner, können im Normalbetrieb nicht gefiltert werden und landen wieder im Pool. Das stellt in der Regel keinen Funktionalitätsverlust dar. Besteht der Wunsch, die Filtergenauigkeit noch weiter zu erhöhen, kann dem Filtersand Flockmittel zugesetzt werden. Der Vorteil besteht darin, dass sehr kleine Partikel, etwa Staub, fortan zusammenklumpen, im steckenbleiben und ebenso wie der grobe Schmutzeintrag herausgefiltert werden können. Ergebnis ist ein noch klareres Badewasser.

Wie lange sollte eine Sandfilteranlage pro Tag laufen?

Pauschal l√§sst sich diese Frage nicht beantworten. Vielmehr kommt es auf die Poolgr√∂√üe und die Nutzungsh√§ufigkeit an. Als Faustregel gilt, dass eine Poolpumpe mit Sandfilter¬†acht Stunden am Tag¬†laufen sollte. W√§hrend dieser Zeitspanne muss das Wasser zweimal komplett durch den Filter geflossen sein, damit er eine optimale Reinigungswirkung entfalten kann. Es empfiehlt sich zudem, die Pumpe nicht acht Stunden am St√ľck laufen zu lassen, sondern die Betriebszeit auf zwei bis drei Bl√∂cke am Tag aufzuteilen. Achten Sie daher darauf, dass die F√∂rderleistung zur Wassermenge passt.

Weiterf√ľhrende Testberichte

Achtung: Hierbei handelt es sich um einen Vergleich. Wir haben die Sandfilter nicht selbst getestet.

KaufinteressentInnen, die auf der Suche nach einem speziellen Sandfilter-Modell sind, schauen nicht selten zuerst bei der Website der renommierten¬†Stiftung Warentest¬†vorbei. Doch leider haben sich die TesterInnen bislang noch nicht mit dieser Art Wasserpumpe befasst. Auch beim¬†ETM Testmagazin¬†sowie der Zeitschrift¬†Haus & Garten Test¬†wurden wir nicht f√ľndig.

Im Jahr 2020 ver√∂ffentlichten die AutorInnen der¬†Stiftung Warentest¬†jedoch einen¬†informativen Kurzratgeber, der VerbraucherInnen die Kaufentscheidung erleichtern soll. Darin erl√§utern sie, dass die bei den Badepools mitgelieferten kleinen Umw√§lzpumpen das Wasser oftmals nicht gen√ľgend reinigten und nur groben Schmutz wie Grashalme herausfilterten. Folgen seien eine Tr√ľbung durch Algenwachstum sowie ein Ansteigen der Bakterienkonzentration. In diesen F√§llen ist ein Komplettaustausch des Wassers erforderlich.

Die AutorInnen empfehlen stattdessen den Einsatz einer Sandfilteranlage mit Pumpe und weisen darauf hin, dass der Filter etwa einmal in der Woche gereinigt werden muss. Dabei handelt es sich um das sogenannte R√ľcksp√ľlen, bei dem der gefilterte Schmutz von Sand getrennt und in die Kanalisation ‚Äěr√ľckgesp√ľlt‚Äú wird. Nun kann der Sand wieder zur Wasserfilterung zum Einsatz kommen.


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