Android-Tablet

Die 7 besten Android-Tablets im Test & Vergleich

Leistung
Prozessor
Prozessortakt
Anzahl Prozessorkerne
Interner Speicher
Arbeitsspeicher
Speichererweiterung
Akkulaufzeit
AkkukapazitÀt
Betriebssystem
Ausstattung
Auflösung Frontkamera
Auflösung Kamera
GPS
MicroUSB
USB-Typ
MicroSD
Kopfhörer-Anschluss
Display
Typ Display
GrĂ¶ĂŸe Bildschirm
Auflösung
KonnektivitÀt
WLAN-Version
Bluetooth-Version
Mobiles Internet
Allgemeine Merkmale
Gewicht
Farbe
Maße
Zubehör
Ladeadapter
Datenkabel
Handbuch
Vorteile

Android-Tablet-Ratgeber: So wÀhlen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in KĂŒrze
  • Das offene Betriebssystem Android erlaubt Nutzern ebenso wie Herstellern eine weitreichende Individualisierung der BenutzeroberflĂ€che.
  • Ob fĂŒr gelegentliche Surfer, Einsteiger oder High-End-Verbraucher – Android-Tablets sind in allen Preisklassen zu finden und weit verbreitet.
  • Je nach Nutzergruppe und Verwendungszweck gibt es 7- bis 9- oder 10- bis 13-Zoll-Tablets sowie auf Multimedia-Fans-, Office-Anwender, Gamer und Kinder spezialisierte Modelle.
  • Im Hinblick auf die Hardware spielen Kriterien wie die Display-Technologie, die Prozessorleistung und die Akkulaufzeit eine große Rolle.
  • Zu den wichtigsten Ausstattungsmerkmalen gehören neben verschiedenen AnschlĂŒssen auch Lautsprecher, eine Kamera samt Mikrofon und ein Sperrmechanismus.

Android-Tablets - Die kompakten Unterhaltenszentren

Sei es zum Lesen im Park, zum Surfen auf der Couch oder zum Anschauen von Serien in Bus und Bahn – der Tausendsassa Tablet findet in den unterschiedlichsten Bereichen Verwendung. Die kleinen GerĂ€te ermöglichen fast alle Funktionen, die auch ein Laptop oder Desktop-PC bereithalten, allerdings in einem kompakteren Format und binnen weniger Sekunden einsatzbereit. Dank der zahlreichen Apps sind die Einsatzmöglichkeiten eines Tablets nahezu unbegrenzt. Die Leistung neuer Modelle genĂŒgt lĂ€ngst fĂŒr weit mehr als das bloße Nachschlagen von Informationen im Internet und wird selbst den Hardware-Anforderungen von Gamern gerecht. Multimediale Features wie das Streaming, Social-Media-Apps und eine integrierte Kamera sorgen fĂŒr viele Entertainment-Möglichkeiten. Neben dieser Funktionsvielfalt spricht auch die komfortable Bedienung ĂŒber einen Touchscreen fĂŒr die kleinen Multitalente. Ist das MitfĂŒhren eines Laptops in manchen Situationen zu umstĂ€ndlich, so erweist sich ein handliches, leichtgewichtiges Tablet als optimaler Begleiter.

Kompakt und funktionsreich waren die Minicomputer aber nicht immer:

In kĂŒrzester Zeit sind weitere Hersteller mitgezogen. Auch das von Google entwickelte Betriebssystem Android ließ nicht lange auf sich warten und setzte alles daran, mit der Konkurrenz gleichzuziehen.

Nach einer Statista-Auswertung des Jahrs 2018 betragen in Deutschland die Anteile der fĂŒhrenden Betriebssysteme am Absatz 62,0 Prozent; Apples Betriebssystem iOS verzeichnet hingegen lediglich 23,4 Prozent und Microsofts Windows 14,6 Prozent. Diese ungleichmĂ€ĂŸige Verteilung hĂ€ngt vor allem damit zusammen, dass Android im Niedrigpreissegment auf fast jedem GerĂ€t installiert ist. Wer ein gutes Tablet möchte, muss jedoch nicht zwangsweise zum teuren iPad greifen. Auch unter Android-Tablets gibt es eine breite Auswahl an qualitativ hochwertigen GerĂ€ten, die nicht gleich Mondpreise dafĂŒr aufruft, wie die Konkurrenz aus dem Hause Apple es gern mal tut.

Masse statt Klasse? Eine Frage des Preises

Android-Tablets sind in zahlreichen Varianten und nahezu allen Preisklassen zu finden, zu den beliebtesten gehören die Samsung Galaxy Tab-Reihe sowie die MediaPad-Tablets des Herstellers Huawei. Zur Orientierung fĂŒr Kaufinteressenten in der Vielfalt der Android-Tablets stellen wir vier Segmente vor, in die sich Tablets verschiedener QualitĂ€tsstufen einordnen lassen können:

Tablets unter 100 Euro: FĂŒr die gelegentlichen Surfer

Zwar gibt es sehr gĂŒnstige Tablets bereits ab 40 Euro, diese SchnĂ€ppchen sind jedoch in der Regel fast unbrauchbar langsam und mit einer niedrigen Displayauflösung versehen. Von GerĂ€ten zu derartigen Dumpingpreisen sollten sich Nutzer also tunlichst fernhalten. Nutzbarer werden Tablets erst, wenn sie sich der 100-Euro-Grenze nĂ€hern. Bei Tablets in dieser Preisregion sind fĂŒr gewöhnlich weniger leistungsfĂ€hige Dual- oder Quad-Core-Prozessoren verbaut, ihr Arbeitsspeicher belĂ€uft sich auf ein bis zwei Gigabyte, sodass die Datenverarbeitung viel Zeit in Anspruch nimmt, und der interne Speicherplatz betrĂ€gt hĂ€ufig eher beschrĂ€nkte 16 Gigabyte. Auch die Akkulaufzeit lĂ€sst aufgrund der weniger leistungsfĂ€higen Technik mit einer Dauer von drei bis fĂŒnf Stunden eher zu wĂŒnschen ĂŒbrig. Eine grĂ¶ĂŸtenteils nachlĂ€ssige Verarbeitung verbunden mit einer Software, die kaum Updates verspricht, bedeutet ĂŒblicherweise eine vergleichsweise kurze Lebensdauer.

Tablets unter 100 Euro lohnen sich fĂŒr Anwender, die zu Hause gelegentlich im Internet surfen und sich auf Standard-Apps wie das E-Mail-Konto oder den Browser beschrĂ€nken. Das Anschauen von Fotos und Videos ist durchaus möglich, wenn die Nutzer keine HD-QualitĂ€t erwarten.

Tablets unter 200 Euro: FĂŒr die Mittelklasse

Die Ausstattung von Tablets im Preisbereich zwischen 100 und 200 Euro ist vielfĂ€ltiger und auch hochwertiger, das Display schĂ€rfer (mindestens 1.280 mal 800 Pixel können Verbraucher erwarten), die Verarbeitung robuster. Sie sind fĂŒr gewöhnlich mit zwei bis vier Gigabyte RAM versehen. In der Regel sparen die Hersteller in diesem Preisbereich an der Akkulaufzeit, die mit drei bis acht Stunden kurz ausfĂ€llt, wĂ€hrend andere GerĂ€te wiederum eine geringere Displayleuchtkraft aufweisen.

Tablets unter 200 Euro lohnen sich fĂŒr alle Einsteiger, die ihr GerĂ€t vor allem zu Hause zum Surfen nutzen, da der Verzicht auf lange Akkulaufzeiten und 3G- beziehungsweise LTE-Module in den eigenen vier WĂ€nden dank des verfĂŒgbaren WLANs kaum ins Gewicht fallen. Wer gern Fotos und Filme auf dem Tablet anschaut, sollte zwar keine allzu hohen AnsprĂŒche an die BildqualitĂ€t haben, kann aber zumindest auf BlickwinkelunabhĂ€ngigkeit, satte Farben und hohe Kontrastwerte zĂ€hlen. FĂŒr Verbraucher, die viele Apps, Filme und Fotos speichern möchten, sind GerĂ€te in dieser Preisklasse jedoch nur geeignet, wenn sie sich mit einer SD-Karte aufrĂŒsten lassen. Bekannte Vertreter dieser Preisklasse sind das Samsung Galaxy Tab A T580N oder das Lenovo Tab4.

BildqualitÀt aus jedem Blickwinkel

Je nach Blickwinkel kann es auf dem Tablet-Display zu FarbverfĂ€lschungen kommen, die das Seherlebnis beeintrĂ€chtigen. Handelt es sich um ein blickwinkelunabhĂ€ngiges Tablet, mĂŒssen Nutzer nicht dauerhaft in derselben Position verbleiben, um die BildqualitĂ€t aufrechtzuerhalten.

Tablets unter 500 Euro: FĂŒr die High-End-Verbraucher

Die Auswahl an Tablets in der Mittelklasse, zwischen 200 und 500 Euro, ist vergleichsweise dĂŒnn. GerĂ€te in dieser Preiskategorie sollten mindestens mit einer Full-HD-Auflösung) sowie einem Arbeitsspeicher von wenigstens vier Gigabyte ausgestattet sein. Mit einem internen Speicher von wenigstens 32 Gigabyte stoßen Nutzer, die viele Fotos, Videos und Apps auf dem GerĂ€t abspeichern wollen, selbst ohne die AufrĂŒstung per SD-Karte nicht allzu schnell in ihre Grenzen. Zu der gehobeneren Ausstattung gehören außerdem fĂŒr gewöhnlich vier Lautsprecher, die einen ordentlichen Klang erzeugen, und ein Smartpen, ein Digitalstift, der handschriftliche Texte und Grafiken auf das Tablet ĂŒbertrĂ€gt.

Diese Tablets in MarkenqualitĂ€t im mittleren Preissegment sind fĂŒr all diejenigen interessant, die viel Zeit damit verbringen, Filme und Serien zu schauen. Dank leistungsstarker Prozessoren kommen selbst Gamer auf ihre Kosten. In dieser Preisklasse liegen beispielsweise das Huawei MediaPad M5, das Lenovo Tab P10 sowie das Samsung Galaxy Tab A590.

Tablets ab 500 Euro: FĂŒr die Profis

Tablets der Oberklasse halten den neusten Stand der Technik bereit: schnelle Prozessoren mit leistungsfÀhigen Grafikeinheiten, hochauflösende Displays mit Ultra-HD- und AMOLED-Technologie (2.560 mal 1.440 Pixel) und schnelle Datenempfangs-Standards, die unterwegs ruckelfreies Streamen ermöglichen. Die AkkukapazitÀt dieser GerÀte betrÀgt bis zu 15 Stunden. Der interne Speicher sollte mindestens 64, besser noch mehrere hundert Gigabyte betragen.

Tablets dieser gehobenen Preiskategorie lohnen sich fĂŒr Verbraucher, die einen mobileren Ersatz fĂŒr ihren Laptop suchen. Wegen des hochwertigen Displays und des differenzierten Surround-Sounds eignen sie sich gut fĂŒr Multimedia-Anwendungen. Profi-Features wie eine StiftunterstĂŒtzung samt Handballenerkennung fĂŒr Notizen und Skizzen sowie ein Iris-Scanner zusĂ€tzlich zur Gesichtserkennung bieten optimalen Schutz fĂŒr private Daten.

Tablet-Typen nach Einsatzgebiet

Unterschiedlichste Hard- und Software-Kombinationen von Android-Tablets erfĂŒllen vielerlei AnsprĂŒche und Einsatzzwecke. Wir unterscheiden zur Orientierung folgende Typen:

  • Multimedia-Tablets: Multimedia-Tablets sind speziell fĂŒr die Wiedergabe und das Speichern von Unterhaltungsmedien ausgerĂŒstet. Zu ihren Aufgaben gehören unter anderem das Aufbereiten von Texten und E-Books, das Abspielen von Musik sowie das Streamen von Videos und Filmen.
  • Business-Tablets: Wer auf die Microsoft-Office-Programme wie Microsoft Word, PowerPoint und Excel nicht verzichten möchte, muss nicht zwangsweise zum Windows-Tablet greifen. Auch Android-Anbieter haben auf den BĂŒroalltag ausgerichtete Business-Tablets im Sortiment.
  • Gaming-Tablets: Hardwareseitig auf die Nutzung mobiler Spiele-Apps und Online-Games optimiert sorgen Gaming-Tablets mit optimalen Bild-, Klang- und Bedienungs-Features fĂŒr ein rundes Spielerlebnis.
  • Kinder-Tablets: Bei Kinder-Tablets handelt es sich um griffigere Varianten des klassischen Tablets. Die BetriebsoberflĂ€che samt Browser ist so gestaltet, dass Eltern diese einfach und individuell kontrollieren können. GerĂ€tesperren verhindern unbeabsichtigte Online-KĂ€ufe, schĂŒtzen vor nicht-altersgerechten Inhalten und ĂŒbermĂ€ĂŸiger Nutzungsdauer.

Das Betriebssystem Android: flexibel, offen und breit aufgestellt

Wer sich ein Tablet kaufen möchte, muss sich zunĂ€chst mit der Frage beschĂ€ftigen: Apple, Google oder Microsoft? Da diese drei Anbieter den Markt dominieren, fĂŒhrt an ihnen kein Weg vorbei. Ausschlaggebend fĂŒr die Wahl des passenden Betriebssystems sind unter anderem die Bedienung beziehungsweise MenĂŒfĂŒhrung des Systems, die Synchronisation mit anderen GerĂ€ten und die App-Auswahl.

Was bedeutet eigentlich OS?

Tablet-, Smartphone- und Computer- Anbieter versehen ihre Produktnamen hĂ€ufig mit dem Zusatz „OS“ (Android OS, iOS). Das KĂŒrzel steht fĂŒr das englische Wort „Operating System“ und bedeutet im Deutschen nichts anderes als Betriebssystem.

Die VorzĂŒge des Android-Betriebssystems

Da Apple fĂŒr die meisten Verbraucher zu teuer und der Marktanteil von Microsoft gering ist, fĂ€llt die Entscheidung in vielen FĂ€llen schnell auf Android – und damit indirekt auf den Entwickler Google.

Flexibel und individualisierbar

Im Gegensatz zu Apples iOS ist Android nicht an seinen Urheber gebunden, sondern offen fĂŒr die verschiedensten Hersteller. Das bedeutet, dass jeder Tablet-Anbieter das Betriebssystem auf seinen GerĂ€ten einsetzen und sogar modifizieren kann. Folglich können selbst gĂŒnstige Tablets mit dem Betriebssystem ausgestattet werden, was das System bei Herstellern und Verbrauchern gleichermaßen beliebt macht. Da es Nutzern die Möglichkeit bietet, die OberflĂ€che zu individualisieren, können sie ihren GerĂ€ten einen eigenen Akzent verpassen. Bei Android testen Nutzer beispielsweise selbst, ob sie die Apps vom Homescreen verbannen oder ob sie anstelle der Apps lieber Widgets die Funktionen auf dem Hauptbildschirm ausfĂŒhren lassen, was das Handling vereinfacht. Selbst die Schriftarten, App-Symbole und Anzeigeelemente sind verĂ€nderbar. Dahingegen sieht die iOS-BenutzerflĂ€che – abgesehen von der Anordnung der Apps und Ordner sowie der Wahl des Hintergrundbildes – auf jedem GerĂ€t identisch aus.

Auch den Herstellern bietet das Android-Betriebssystem viel gestalterischen Freiraum, sodass sie jeweils mit leicht abgewandelten Interfaces aufwarten. Die Widgets und Apps unterscheiden sich zwar im Detail, dennoch bleibt die Grundstruktur stets erhalten, sodass ein Umstieg zu einem anderen Anbieter mĂŒhelos gelingt.

Google-Integration ganz ohne Zwang

Das umfangreiche App-Angebot im Google Play Store reicht vom Unterhaltungsbereich ĂŒber den Gesundheits- und Fitnesssektor bis hin zu bĂŒrorelevanten Anwendungen und umfasst obendrein zahlreiche BĂŒcher, Spiele und Videos. Allerdings unterliegt der Play Store keinen so strengen Kontrollen wie etwa Apples App Store, sodass sich Nutzer beim Herunterladen böswilliger oder fehlerhaft entwickelter Programme Schadsoftware einfangen können. Zu den von Google selbst entwickelten Programmen und Diensten gehören unter anderem der Cloud-Speicher Google Drive, der Browser Google Chrome sowie der Google Calendar und das E-Mail-Programm Google Mail. Anders als bei Apple-Tablets, die auf den Apple App Store beschrĂ€nkt sind, lassen sich Anwendungen auf Android-GerĂ€ten neben dem Google Play Store aus jeder beliebigen Quelle installieren.

Ein Manko des offenen Betriebssystems ist jedoch die unterschiedliche Verbreitung der Android- Versionen: So nutzt lediglich ein kleiner Anteil der GerĂ€te die neueste Version. Schuld daran ist vor allem die Vielzahl an Herstellern, die eine Weiterleitung der neuesten Updates an ihre Nutzer versĂ€umen. DarĂŒber hinaus benötigen sie hĂ€ufig lange Zeit dafĂŒr, die Updates des unverĂ€nderten Google-Betriebssystems fĂŒr ihre eigenen Weiterentwicklungen anzupassen, oder sie nehmen die Updates teils bewusst wegen des Entwicklungsaufwandes gar nicht erst vor.

Da Android-Tablet-Hersteller selbst entscheiden, ob sie ein Update auf die aktuelle Version anbieten, erhalten KĂ€ufer unter UmstĂ€nden ein GerĂ€t, auf dem ein veraltetes Betriebssystem installiert ist. Unternehmen sind eher daran interessiert, neue Modelle zu verkaufen, anstatt Ă€ltere GerĂ€te mit einer neuen Software zu versorgen. Zwar laufen die Tablets auch mit Ă€lteren Versionen, da fĂŒr manche Apps aber keine Updates mehr angeboten werden, funktionieren sie eventuell nicht mehr einwandfrei. Außerdem sorgt ein Update auch immer dafĂŒr, dass SicherheitslĂŒcken geschlossen werden. FĂŒr gewöhnlich informiert das GerĂ€t seinen Nutzer automatisch darĂŒber, sobald eine Aktualisierung des Betriebssystems ansteht.

Vorteile
  • Flexibles und offenes System
  • Individualisierbare BenutzeroberflĂ€che
  • Umfassender App-Store
  • Große Hersteller- und Modellauswahl
  • Leicht mit anderen GerĂ€ten zu verbinden
  • Auswahl aus großer Preisspanne
Nachteile
  • Updates nicht fĂŒr jedes GerĂ€t möglich
  • Play Store unterliegt keinen strengen Kontrollen

Apple, Windows und Amazon – Die Konkurrenz

Neben dem weit verbreiteten Betriebssystem Android stehen Kaufinteressenten die Betriebssysteme Apple iOS, Microsoft Windows sowie das Android-Derivat FireOS von Amazon zur Wahl. Dank seiner jeweiligen FÀhigkeiten besitzt jedes System andere StÀrken und SchwÀchen.

iOS: FĂŒr die Performer

WĂ€hrend Androids Bedienelemente mit unzĂ€hligen Optionen ausgestattet sind, gilt iOS aufgrund seiner reduzierten Aufmachung als sehr anwenderfreundlich. Die BenutzeroberflĂ€che ist intuitiv gestaltet und optimal auf die Hardware abgestimmt, da Soft- und Hardware vom selben Hersteller stammen. Auch das Medienangebot ist sehr umfangreich und unterstĂŒtzt unter anderem Streaming-Anbieter wie Netflix und Spotify. Doch Apples Ökosystem ist in sich geschlossen, also exklusiv fĂŒr GerĂ€te des Herstellers gedacht. Apps lassen sich folglich ausschließlich ĂŒber den betriebseigenen Store und nicht wie bei Android aus jeder beliebigen Quelle erwerben. Das iPad ist vor allem als Premiumprodukt konzipiert.

Windows: FĂŒr die Business-Nutzer

Der große Vorteil von Windows ist, dass der Entwickler ein einziges Betriebssystem auf all seinen GerĂ€ten einsetzt, egal ob PC, Laptop, Tablet oder Smartphone. Aufgrund dieser umfassenden Crossplay-Funktion haben Anwender ihre Office-Anwendungen, Dokumente, KommunikationskanĂ€le und Games auf jedem verbundenen GerĂ€t parat. Allerdings erkennen Windows-Tablets Eingaben mit dem Finger oder dem Touch-Pen schlechter und auch die MenĂŒs sind im Tablet-Modus umstĂ€ndlicher gestaltet. Das Betriebssystem benötigt einen großen Arbeitsspeicher von mindestens zwei Gigabyte, um flĂŒssig zu laufen – ein Nachteil auf Einsteiger-Tablets. Das App-Angebot des Microsoft Stores ist zudem vergleichsweise klein.

Fire OS: FĂŒr die Streamer

Von Google entwickelt, von Amazon modifiziert: Das Betriebssystem Fire OS besitzt eine einfach gestaltete BenutzeroberflĂ€che und ist ideal fĂŒr die Nutzung von Multimedia-Anwendungen – insbesondere von Amazon-Streaming-Angeboten. Aufgrund der Bindung an den Amazon-Shop ist die individuelle Modifikation des OS Ă€hnlich eingeschrĂ€nkt wie bei iOS-GerĂ€ten. Im Vergleich zum Google Play Store und Apple App Store ist die Auswahl an Apps zudem sehr begrenzt.

Kaufberatung - Die richtige Hardware fĂŒr jeden Anspruch

Zwar ist mit der Wahl des Betriebssystems bereits eine der wichtigsten Kaufentscheidungen getroffen, neben der Software sind es jedoch vor allem die Hardware-Komponenten, die darĂŒber entscheiden, ob ein Nutzer sein Tablet optimal fĂŒr seine Zwecke nutzen kann. Je nach Zweck ist eine andere Ausstattung geeignet: von der DisplaygrĂ¶ĂŸe ĂŒber den Prozessor bis hin zum Speicherplatz. Kommt das GerĂ€t hĂ€ufiger auf Reisen zum Einsatz, benötigt es eine möglichst lange Akkulaufzeit. Wer sein Tablet hingegen nur zum Surfen oder Lesen benutzt, braucht keine hohe Rechenleistung.

Das Display

Android-Tablets lassen sich hinsichtlich ihrer GrĂ¶ĂŸe in zwei Klassen aufteilen: 7- bis 9-Zoll- und 10- bis 13-Zoll-Tablets. Die Wahl ist abhĂ€ngig von den eigenen BedĂŒrfnissen:

7- bis 9-Zoll-Tablets
sieben bis neun Zoll - icon

Tablets mit sieben oder acht Zoll (17,8 bis 20,3 Zentimeter Diagonale) eignen sich fĂŒr den mobilen Einsatz, etwa fĂŒr Pendler, da sie bei dieser GrĂ¶ĂŸe und einem Gewicht zwischen 250 und 400 Gramm besonders handlich sind. Auch fĂŒr das gelegentliche Surfen im Web oder das Lesen von E-Books sind sie ideal. Modelle mit neun Zoll Bildschirmdiagonale bieten den Mittelweg zwischen Handlichkeit und DisplaygrĂ¶ĂŸe.

10- bis 13-Zoll-Tablets
zehn bis dreizehn Zoll - icon

Mit der GrĂ¶ĂŸe eines DIN-A-5-Blattes vergleichbar bieten 10-Zoll-Tablets mehr Platz fĂŒr die Darstellung von Webseiten, Videos oder Schreibdokumenten. Wer mit Grafikprogrammen arbeiten oder Spielfilme anschauen möchte, ist mit einer Diagonale von 25,65 Zentimetern (zehn Zoll) und einem Gewicht zwischen 400 und 650 Gramm gut bedient. Sollte das GerĂ€t eher selten unterwegs zum Einsatz kommen, bietet sich auch eine BildschirmgrĂ¶ĂŸe von 11 oder 12 Zoll an.

Der Touchscreen

Bei einem Tablet-Display unterscheidet man zwischen einem kapazitiven und einem resistiven Touchscreen. Erstere reagieren selbst auf leichte BerĂŒhrungen, letztere auf Druckgesten. Kapazitive Touchscreens sind nicht nur widerstandsfĂ€higer, sondern auch genauer zu bedienen. DafĂŒr lassen sich resistive Displays selbst mit Handschuhen oder Stiften steuern.

Die Technologie

Eigenschaften wie SchĂ€rfe, Kontrast und Blickwinkelweite hĂ€ngen von der verwendeten Display-Technologie ab. Ein Großteil der Modelle benutzt die LCD-Technik, die auf FlĂŒssigkristallen basiert. Je nach elektrischer Spannung verĂ€ndern diese Kristalle die Lichtbrechung, sodass die Farbfilter nur das Licht einer bestimmten WellenlĂ€nge durchlassen. Mit einer besonders hohen Lebensdauer von etwa 40.000 Stunden hĂ€lt die Technologie bei einer tĂ€glichen Nutzung von acht Stunden bis zu 13 Jahre. Zwar verbrauchen LC-Displays viel Strom, dafĂŒr sind sie aufgrund der bestĂ€ndigen Hintergrundbeleuchtung sehr hell. Aufgrund ihrer selbststĂ€ndig leuchtenden Elemente benötigen Tablets mit der OLED-Technologie keine Hintergrundbeleuchtung beziehungsweise Farbfilter. Die Displays zeichnen sich durch satte Farben, hohe Kontrastwerte, eine gute BlickwinkelstabilitĂ€t und einen niedrigen Stromverbrauch aus, besitzen aber eine kĂŒrzere Lebensdauer und eine geringere Helligkeit. Sogenannte AMOLED-Bildschirme eignen sich insbesondere fĂŒr Videofans, da hier die Farbtiefe und der Kontrast besonders hoch sind.

Der Kontrast

Damit Anwender auch bei Sonneneinstrahlung noch alles auf dem Bildschirm erkennen, benötigt das Display hohe Kontrastwerte. Die dafĂŒr relevante LichtstĂ€rke wird in Candela (cd) angegeben. Die meisten Modelle weisen Werte zwischen 200 und 400 Candela auf; der empfohlene Mindestwert liegt bei 300 Candela. Bestenfalls lĂ€sst sich die Helligkeit variieren, sodass sie bei Tageslicht heller und in der Nacht dunkler eingestellt werden kann, damit die Augen nicht ermĂŒden. ZusĂ€tzlich verfĂŒgen einige Tablets ĂŒber eine sogenannte Nachtlichtfunktion. Dieser Filter reduziert die blauen Anteile im emittierten Licht, um die Augen zu schonen.

Die Auflösung

Die Auflösung entscheidet darĂŒber, wie scharf das Bild empfunden wird. GrundsĂ€tzlich unterscheidet man vier verschiedene HD-Standards:

  • HD-ready: Der am niedrigsten auflösende HD-Standard liegt bei 720 mal 1.024 Pixeln.
  • Full-HD: Die Full-High-Definition-Auflösung betrĂ€gt 1.920 mal 1.080 Pixel.
  • QHD: Auch als 2K oder WQHD bezeichnet, besitzt diese Auflösung 2.560 mal 1.440 Pixel.
  • UHD: Auch bei Tablets ist eine Auflösung in UHDTV mit 3.840 mal 2.160 Pixeln zu finden.

FĂŒr gewöhnlich reicht eine Full-HD-Auflösung bei einem Tablet mit StandardgrĂ¶ĂŸe von bis zu zehn Zoll völlig aus, damit die Inhalte weder verpixelt noch verwaschen wirken. DarĂŒber hinaus sind auf kleinen GerĂ€ten wie Smartphones oder Tablets die Unterschiede zwischen Full-HD, QHD und UHD kaum wahrnehmbar. GĂŒnstigere Modelle arbeiten allerdings mit niedrigeren, weniger augenfreundlichen Auflösungen. GrundsĂ€tzlich gilt: Je höher die Auflösung, desto schĂ€rfer und detaillierter ist das Bild – und umso mehr Spaß machen das Lesen, Surfen und Streamen. AbhĂ€ngig von der BildschirmgrĂ¶ĂŸe nehmen wir die gleiche Auflösung als unterschiedlich scharf wahr; ein 8-Zoll-Display mit Full-HD-Auflösung wirkt schĂ€rfer als ein 12-Zoll-Display mit Full-HD-Auflösung, weil zwar beide Displays die gleiche Anzahl an Pixeln aufweisen, sich diese aber beim 8-Zoll-Display auf einer kleineren FlĂ€che tummeln, wodurch sie feiner wirken. Auf dem grĂ¶ĂŸeren Display ist naturgemĂ€ĂŸ mehr „Raum“ zwischen den Pixeln, wodurch das Bild gröber wirkt. Es kommt also auf die Pixeldichte, die „dots per inch“, an: Je mehr Bildschirmpunkte auf einer FlĂ€che zu finden sind, desto schĂ€rfer wirkt die Auflösung. Das menschliche Auge erkennt ab 250 Pixeln pro Zoll keine LĂŒcken mehr zwischen den einzelnen Punkten. GerĂ€te mit Auflösungen ĂŒber diesem Wert bieten also das beste Bild.

Die inneren Werte

Die meisten Tablets sind mit einem stabilen AluminiumgehĂ€use, das mit einem Glas-Finish ĂŒberzogen ist, ausgestattet, das zwar FingerabdrĂŒcke anzieht, aber eine angenehme Haptik bietet. Doch es kommt nicht nur auf das Äußere an. Auch die inneren Werte sind entscheidend:

Der Prozessor

Als Recheneinheit und HerzstĂŒck des Tablets bestimmt der Prozessor („Central Processing Unit“, CPU) die Geschwindigkeit, mit der das GerĂ€t arbeitet. Wie leistungsfĂ€hig das Android-Tablet sein sollte, damit es bei der Nutzung nicht ruckelt, hĂ€ngt vom jeweiligen Verwendungszweck ab. FĂŒr gelegentliches Surfen oder das Abrufen von E-Mails ist kein leistungsstarker Prozessor nötig – fĂŒr die Foto- und Videobearbeitung oder grafisch aufwendige Spiele allerdings schon. Tablets mit mindestens vier Rechenkernen werden solchen höheren AnsprĂŒchen gerecht.

Die Taktfrequenz wird in Hertz angegeben. Je höher der Prozessor getaktet ist, desto schneller arbeitet er. Aktuelle Prozessoren liegen in einem Frequenzbereich zwischen zwei und fĂŒnf Gigahertz.

Die Kerne

Je mehr Kerne der Prozessor hat, desto schneller arbeitet das Tablet. Gleichzeitig beeinflusst die Kernzahl aber auch den Energieverbrauch. Sogenannte Quad-Cores, also Prozessoren mit vier Kernen, sind bei Android-Tablets inzwischen Standard. WĂ€hrend hochpreisige Modelle sogar acht Kerne (Octa-Core) besitzen und besonders effizient arbeiten, beschrĂ€nken sich gĂŒnstige GerĂ€te auf Dual-Core-Chips mit zwei Kernen. Neben der Kernzahl beschreibt vor allem die Taktfrequenz, die Geschwindigkeit des Tablet-Prozessors, denn diese gibt an, wie viele Arbeitsschritte der Rechner pro Sekunde ausfĂŒhrt. Bei Tablets liegt die Taktfrequenz zwischen 0,8 und 2,5 Gigahertz, sollte aber mindestens ein Gigahertz aufweisen, um flĂŒssig arbeiten zu können.

Achtung, geringe Hertz-Zahlen tÀuschen!

Als Verbraucher darf man sich nicht von vermeintlich geringen Hertz-Zahlen in der Produktbeschreibung tĂ€uschen lassen. Die Prozessorleistung war frĂŒher, als Computer nur einen Rechenkern hatten, ganz leicht ablesbar: Je höher der Hertz-Wert, desto besser die Leistung. Mittlerweile haben Prozessoren jedoch zwei, vier oder acht Kerne, die alle simultan arbeiten. Ein Prozessor, der mit 2,4 Gigahertz arbeitet, aber nur zwei Rechenkerne verwendet, arbeitet also langsamer als ein Prozessor mit „nur“ 1,8 Gigahertz, dafĂŒr aber vier Rechenkernen.

Der Arbeitsspeicher

Ein weiterer SchlĂŒsselfaktor fĂŒr die Leistung des Android-Tablets ist dessen Arbeitsspeicher, auch als RAM (Random Access Memory) bekannt. Der Arbeitsspeicher lĂ€dt und speichert Dateien beziehungsweise Informationen, die zum AusfĂŒhren eines Programms relevant sind, zwischen; er arbeitet schneller als die Festplatte. Es handelt sich hierbei nicht um einen dauerhaften Speicher: Mit dem Ausschalten des GerĂ€tes werden auch die Informationen im Arbeitsspeicher gelöscht. Je anspruchsvoller die Anwendungen sind und je mehr Prozesse gleichzeitig ausgefĂŒhrt werden, desto grĂ¶ĂŸer sollte der Arbeitsspeicher sein. Die SpeicherkapazitĂ€t liegt in der Regel zwischen einem und acht Gigabyte.

WĂ€hrend fĂŒr das gelegentliche Surfen ein bis zwei Gigabyte ausreichen, benötigen Nutzer, die Videos bearbeiten, mindestens acht Gigabyte. Damit beispielsweise Business-Tablets den Anforderungen im BĂŒroalltag gewachsen sind, verfĂŒgen sie ĂŒber einen großen Arbeitsspeicher von mindestens vier Gigabyte.

Der interne Speicher

Der interne Speicher eines Android-Tablets fasst in der Regel 16, 32, 64 oder 128 Gigabyte. Wer sein Tablet fĂŒr mehr als nur das gelegentliche Checken der Mails nutzt, sollte zu Varianten mit mindestens 64 Gigabyte greifen. Je grĂ¶ĂŸere der interne Speicher ist, desto mehr Platz steht fĂŒr Apps, E-Books und Videos bereit. Da die vorinstallierten Apps beziehungsweise das Betriebssystem aber immer schon einen Teil des Speicherplatzes beanspruchen, ist der letztlich tatsĂ€chlich verfĂŒgbare Speicher kleiner als auf dem Produktdatenblatt angegeben. Auf ein Gigabyte passen beispielsweise ein Film in SD-QualitĂ€t oder 250 Musikdateien oder bis zu 500 Fotos. Besonders Hobbyfilmer und Multimedia-Fans sollten also darauf achten, dass der Speicher ihres Android-Tablets erweiterbar ist. HĂ€ufig ist eine AufrĂŒstung mit einer zusĂ€tzlichen Speicherkarte möglich; dafĂŒr ist jedoch ein Slot fĂŒr SD-, miniSD- oder microSD-Karten notwendig. Wer also das Geld fĂŒr einen großen internen Speicher einsparen möchte, greift auf ein Tablet mit erweiterbarem Speicher zurĂŒck, da Speicherkarten gĂŒnstig zu erwerben und obendrein flexibel einsetzbar sind.

Die Akkulaufzeit

Damit das Tablet seinen grĂ¶ĂŸten Vorteil, die MobilitĂ€t, ausspielen kann, ist ein ausdauernder Akku nötig. In der Regel Ă€hneln die Laufzeiten denjenigen der Smartphones. Beim Streamen lĂ€uft der Akku etwa sieben bis zehn Stunden. Im besten Fall hĂ€lt er neun bis elf Stunden im Dauereinsatz durch, sodass er fĂŒr einen kompletten Arbeitstag ausreicht und beispielsweise in Business-Tablets Verwendung finden kann. Kommt das Android-Tablet nur gelegentlich zum Einsatz, muss er sogar mehrere Tage nicht aufgeladen werden.

Gelegenheitsnutzer, die mit dem heimischen WLAN verbunden sind, haben also kaum Probleme mit der Akkulaufzeit, da der Internetzugang per WLAN in der Regel weniger Strom benötigt. Wer das Android-Tablet hingegen eher unterwegs nutzt und viele Serien oder Filme streamt, sollte zu einem Modell mit einer hohen AkkukapazitÀt greifen. Zu beachten ist auch, dass leistungsstarke Prozessoren und hochauflösende Displays mehr Strom verbrauchen.

Die KonnektivitÀt

Zur Standardausstattung eines jeden Tablets gehört ein WLAN-Modul fĂŒr den Internetzugang. Allerdings verfĂŒgen noch nicht alle Modelle ĂŒber den IEEE02.11ac-Standard, also die schnellste Übertragungsrate (bis zu 1.3 Gigabyte pro Sekunde auf einem FĂŒnf-Gigahertz-Frequenz-Band), sondern eher den b/g/n-Standard, der fĂŒr das gelegentliche Websurfen ausreicht:

  • b: ein 2,4-Gigahertz-Band mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von bis zu 11 Megabyte pro Sekunde
  • g: in 2,4-Gigahertz Frequenz-Band mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von bis zu 54 Megabyte pro Sekunde
  • n: ein 2,4- und 5-Gigahertz -Band mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von bis zu 600 Megabyte pro Sekunde

Da inzwischen viele BĂŒros, UniversitĂ€ten und CafĂ©s sowie öffentliche PlĂ€tze ihren Kunden kostenloses WLAN zur VerfĂŒgung stellen, reicht ein WLAN-Modul in der Regel aus.

Wer viel unterwegs ist, sollte zusĂ€tzlich auf ein UMTS- oder HSPA-Modul beziehungsweise eine LTE- oder 3G-UnterstĂŒtzung achten, um den mobilen Internetzugang außerhalb eines WLAN-Hotspots nutzen zu können. Diese Ausstattung ist jedoch eher den hochpreisigen GerĂ€ten vorbehalten. HierfĂŒr ist zudem eine SIM-Karte im GerĂ€t nötig. Außerdem entstehen bei der Nutzung Folgekosten, da Nutzer einen Vertrag mit einem Mobildaten-Provider abschließen und monatliche GebĂŒhren fĂŒr ihre Tarif zahlen mĂŒssen.

Ein Bluetooth-Modul richtet eine Verbindung aus kurzer Distanz ohne ein zusĂ€tzliches Funknetzwerk ein, sei es zum Kopfhörer, Drucker oder einem Smartphone. Bei Tablets ist vor allem die Kopplung mit einer Tastatur sinnvoll. Mit einem GPS-Modul wiederum empfĂ€ngt ein Nutzer Daten zur Ermittlung des Standortes beziehungsweise zur Navigation. Wenige GerĂ€te bieten zudem die NFC-Technologie an: Mit der sogenannten Nahfeldkommunikation ist eine Verbindung nur aus unmittelbarer NĂ€he, aber kein unerwĂŒnschtes Eingreifen aus der Ferne möglich. Sie erlaubt unter anderem das kontaktlose Bezahlen.

Von den AnschlĂŒssen bis zur Kamera - Ausstattung und Extras

Je nach individueller Nutzung ist eine andere Ausstattung sinnvoll. Zum wichtigsten Equipment gehört aber Folgendes:

Die AnschlĂŒsse
Anschluesse - icon

Mithilfe verschiedener AnschlĂŒsse lĂ€sst sich das Tablet mit anderen GerĂ€ten oder Zubehör verbinden. Je mehr AnschlĂŒsse vorhanden sind, desto vielseitiger nutzbar ist das GerĂ€t. Allerdings fĂ€llt das Tablet auch entsprechend dicker aus. Die meisten Android-Tablets verfĂŒgen ĂŒber einen 3,5-Millimeter-Klinkenschluss fĂŒr Kopfhörer oder Lautsprecher, einen Micro-SD-Slot fĂŒr die Erweiterung des Speicherplatzes und einen Micro-USB-Eingang fĂŒr die Verbindung mit dem PC beziehungsweise dem LadegerĂ€t. Einige wenige Modelle besitzen obendrein einen Micro-HDMI-Ausgang oder Mini-Displayport fĂŒr die digitale Bild- und TonĂŒbertragung, an den Nutzer ihren Fernseher einen Beamer oder eine externe Festplatte anschließen können.

Die Lautsprecher
Lautsprecher - icon

Tablets bieten aufgrund ihrer sehr flachen Bauweise den integrierten Lautsprechern kaum Platz, sodass die wenigsten einen voluminösen Klang erzeugen. Es kommt ein wenig darauf an, wo die Boxen angebracht sind. Sind sie auf der RĂŒckseite platziert, dĂ€mpfen HĂŒllen eventuell den Sound. Wurden sie seitlich verbaut, kommt es leichter dazu, dass Nutzer sie mit einem Finger verdecken, wodurch der Ton nicht mehr durchdringen kann.

Die Kamera
Kamera - icon

FĂŒr gewöhnlich sind Tablets mit einer Kamera ausgestattet, allerdings sparen viele Hersteller an qualitativ hochwertigen Linsen und verwenden eher gĂŒnstiges Plastik anstatt Glas. Vor allem in gĂŒnstigen Modellen ist hĂ€ufig nur eine Kamera an der Frontseite zu finden, deren Auflösung beispielsweise fĂŒr Skype-GesprĂ€che ausreicht. FĂŒr qualitativ hochwertige Fotos sollte jedoch zusĂ€tzlich eine Kamera auf der RĂŒckseite verbaut sein; sie ist bei den meisten Modellen die Hauptkamera und verfĂŒgt ĂŒber eine höhere Auflösung und zusĂ€tzliche Foto-Features wie einen Kamerablitz.

Das Mikrofon
Mikrofon - icon

Damit Anwender Tonsignale ĂŒbertragen und beispielsweise Skype-GesprĂ€che beziehungsweise Videoanrufe durchfĂŒhren können, muss ein Mikrofon im GerĂ€t integriert sein. FĂŒr Tonaufnahmen ist zusĂ€tzlich eine App nötig.

Der Fingerabdrucksensor
Fingerabrdrucksensor - icon

Ein Fingerabdrucksensor, auch unter der englischen Bezeichnung Fingerprint-Reader gelĂ€ufig, ermöglicht Nutzern, ihr Tablet per Fingerabdruck zu entsperren und damit die Sicherheit zu erhöhen. HĂ€ufig wird zusĂ€tzlich zum Fingerabdruck eine PIN abgefragt. Noch einen Schritt weiter geht die biometrische Gesichtserkennung beziehungsweise der Iris-Scan, die eine EntschlĂŒsselung ohne die Bedienung mit den HĂ€nden ermöglichen.

Apps und weitere Extras: Der Funktionsumfang

Auf Tablets ist jedes Programm, jede Funktion und jede Anwendung eine eigene App. Sie erfĂŒllen einfachste Dienste wie die Zeitanzeige oder fĂŒhren umfangreiche Programme wie einen Virenschutz aus. Zum Teil handelt es sich bei ihnen um native Apps, die nur auf einem einzigen System funktionieren, zum Teil sind sie plattformĂŒbergreifend konzipiert und funktionieren beispielsweise auch auf Windows-PCs. Zwar ist ein Teil bereits vorinstalliert, auf andere Apps mĂŒssen Nutzer jedoch aus dem Google Play Store zurĂŒckgreifen. Zu den Standard-Apps gehören folgende:

  • E-Mail-Programm
  • Internetbrowser
  • Kalender
  • MP3-Funktion
  • Office-Programme
  • Spiele
  • Video-Chat
  • Wecker

Weitere nĂŒtzliche Extras sind unter anderem

  • ein Infrarot-Sender, mit dem sich das Tablet beispielsweise als Fernbedienung nutzen lĂ€sst,
  • ein eingebautes UKW-Radio,
  • eine Sprachsteuerung ĂŒber Alexa, die einen Hands-Free-Modus, also eine Assistenz ohne die BetĂ€tigung von Tasten, ermöglicht.

SchutzhĂŒlle, Kopfhörer und Co.: Das Zubehör

Ein LadegerĂ€t ist beim Kauf eines Tablets bereits inbegriffen. Anderes Zubehör, das wir im Folgenden vorstellen, ist zwar in der Regel nicht im Lieferumfang enthalten, kann sich aber als nĂŒtzlich erweisen:

  • Tastatur: Wer auf dem GerĂ€t viel schreibt, sollte sich eine Funktastatur besorgen. Eine Alternative sind die sogenannten Convertibles. Die Hybride aus einem Notebook und einem Tablet sind mit einer abnehmbaren Tastatur versehen.
  • Kopfhörer: Im Gegensatz zum Smartphone sind Kopfhörer bei Tablets meist nicht im Lieferumfang enthalten. Mit ihnen genießen Anwender Musik und Videos ungestört von AußengerĂ€uschen. Auch aus RĂŒcksicht vor den Mitmenschen, etwa in Bus und Bahn, empfiehlt es sich oft, Medien lieber ĂŒber Kopfhörer abzuspielen.
  • Eingabestift: Ein Smartpen ermöglicht handschriftliche Notizen und Zeichnungen. Solche Smart-Pens lassen sich wie normale Kugelschreiber verwenden, das Tablet dient dabei quasi als das Schreibblatt fĂŒr Notizen und Zeichnungen. Statt also, wie frĂŒher, in einem Meeting gemachte handschriftliche Notizen im Nachhinein aufwendig noch einmal abtippen zu mĂŒssen, um sie zu digitalisieren, wandeln Smart-Pen-Apps die Handschrift auf dem Tablet direkt in digitale Dokumente um. Außerdem verfĂŒgen die Pens ĂŒber einen Knopf, der verschiedene praktische Funktionen auslöst; so zeichnet das Tablet etwa auf Knopfdruck Screenshots auf.
  • SchutzhĂŒlle: Eine HĂŒlle oder Tasche bietet Schutz vor FingerabdrĂŒcken, Schmutz und BeschĂ€digungen. Manche HĂŒllen aktivieren das Tablet auch direkt, sobald man sie aufklappt, wodurch man sich das „Wecken“ des GerĂ€ts erspart und es direkt einsatzfĂ€hig ist
  • Displayschutzfolie: Eine Folie schĂŒtzt den Bildschirm vor Kratzern und dem alltĂ€glichen Verschleiß.
  • Halterung: FĂŒr eine sichere Bedienung als NavigationsgerĂ€t wĂ€hrend der Autofahrt lĂ€sst sich am Armaturenbrett eine Halterung anbringen.

Pflege- und Reinigungstipps fĂŒr eine klare Sicht

Nicht nur FingerabdrĂŒcke, Schmutz und Staub, sondern auch Bakterien sammeln sich schnell auf dem GerĂ€t. Da Tablet-Nutzer bis zu 2.000 Mal tĂ€glich auf das Display tippen und zwischendurch immer wieder Bushaltestangen oder ToilettentĂŒren anfassen, gelangen unbewusst die unterschiedlichsten Keime auf den Bildschirm sowie anschließend auf die HĂ€nde und das Gesicht. Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, das Tablet regelmĂ€ĂŸig zu reinigen.

Um beim Putzen Kratzer auf der Tablet-OberflĂ€che zu vermeiden, bietet sich fĂŒr die Reinigung ein Mikrofasertuch an, da die weiche, feine OberflĂ€chenstruktur FingerabdrĂŒcke streifenfrei entfernt, sodass das Display klar und schlierenfrei ist. PapiertĂŒcher erscheinen zwar auf den ersten Blick weich, die darin enthaltenen Holzfasern fĂŒhren jedoch zu kleinen Kratzen auf der BildschirmoberflĂ€che. Die SĂ€uberung erfolgt am besten in langsamen, kreisenden Bewegungen sowie ohne viel Druck. Bei gröberen Verschmutzungen befeuchten Nutzer das Tuch. Chemische Reiniger sollten aber auf keinen Fall zum Einsatz kommen, um SchĂ€den auf dem empfindlichen Touchscreen zu vermeiden. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, greift zu einem speziellen Reiniger fĂŒr Tablets, die weder Seife noch Lauge enthalten.

FĂŒr die Reinigung der AnschlĂŒsse und Buchsen eignen sich Zahnstocher oder WattestĂ€bchen. Mit derlei Werkzeugen sollten Verbraucher jedoch vorsichtig umgehen und sich langsam heran testen, damit sie die Hardware nicht beschĂ€digen. Vor allem ist zu beachten, dass das GerĂ€t vorher ausgeschaltet wird und die Kontakte nicht mehr feucht sind, sobald es wieder eingeschaltet wird. Um Bakterien und Keime zu entfernen, empfehlen sich außerdem antibakterielle FeuchttĂŒcher oder Hygienesprays ohne Alkohol, die fĂŒr MobilgerĂ€te entwickelt wurden.

WeiterfĂŒhrende Testberichte

Achtung: Hierbei handelt es sich um einen Vergleich. Wir haben die Android-Tablets nicht selbst getestet.

Android-Tablets sind ein dankbares Testprodukt. Eine nahezu unĂŒberschaubar große Menge an Modellen ist verfĂŒgbar, und sie haben viele technische Eigenschaften, die Tester messen und miteinander vergleichen können. Zudem machen Tablets mehr Spaß als beispielsweise Staubsauger.

Auch die Stiftung Warentest, die „Grand old Dame“ unter den Produkttest-Medien, hat sich mit der gewohnten deutschen GrĂŒndlichkeit des Themas angenommen. Das Testfeld ist beeindruckend: Ganze 145 Tablets hat die Stiftung getestet. Nur 108 davon werden allerdings mit dem Betriebssystem Android betrieben. Der Rest besteht großenteils aus iPads, die mit Apples eigenem Betriebssystem iOS laufen. Die Stiftung Warentest erweitert die Testkategorie kontinuierlich um neue Produkte; die Tests der einzelnen Produkte erfolgten nicht alle gleichzeitig.

Die aktuell bestbewerteten GerÀte im Tablet-Test der Stiftung Warentest sind zwei iPads, die jeweils die Testnote 1,7 erhielten. Das bestbewertete Android-GerÀt ist das Galaxy Tab S4 LTE. Ihm gab die Stiftung Warentest die Note 1,8, der Abstand zu den iPads ist also nur minimal. Gute Noten erhielten auch Tablet-PCs der Hersteller Lenovo und Huawei.

Generell schnitten teurere GerĂ€te bei diesem Test deutlich besser ab als gĂŒnstige. WĂ€hrend die bestplatzierten Tablets mehr als 1.000 Euro kosten, landeten auf den hinteren PlĂ€tzen fast ausschließlich GerĂ€te, die um die 100 Euro kosten. Die Liste mit den Testergebnissen kann nach Preisklassen gefiltert werden.

Im Unterschied zur Stiftung Warentest beschrĂ€nkt sich der Test der Computer Bild auf Android-Tablets. Tablet-PCs mit anderen Betriebssystemen wie die iPads von Apple finden keine BerĂŒcksichtigung. Testsieger ist auch hier das Galaxy S4 von Samsung. Dieses Spitzenmodell hat allerdings einen hohen Preis: Rund 550 Euro wandern dafĂŒr ĂŒber den Ladentisch. FĂŒr preisbewusste Konsumenten dĂŒrfte daher der Zweitplatzierte spannend sein. Das Huawei Media Pad M5 8 wird von Computer Bild nur minimal schlechter bewertet als der Testsieger, ist aber mit einem Preis von rund 300 Euro deutlich erschwinglicher.

Insgesamt hat die Zeitschrift 32 verschiedene Android-Tablets getestet, darunter auch viele, fĂŒr die Konsumenten nicht ihre Urlaubskasse plĂŒndern mĂŒssen. Die GerĂ€te am unteren Ende der Preisskala erwiesen sich im Test allerdings nicht unbedingt als SchnĂ€ppchen. Der Test zeigt: Ihre Leistung kann nicht mit der von höherpreisigen GerĂ€ten mithalten. So landet beispielsweise das Amazon Fire HD 8, das rund 70 Euro kostet, auch nur auf dem 29. Platz. Schlusslicht ist das Amazon Fire 7, fĂŒr das Kunden mit rund 45 Euro weniger als ein Zehntel des Kaufpreises eines Samsung Galaxy S4 bezahlen.