Bridgekamera

Die 7 besten Bridgekameras im Test & Vergleich

BildqualitÀt
Auflösung
Maximaler ISO-Wert
Optische Bildstabilisation
StÀrke Optischer Zoom
KonnektivitÀt
Bluetooth-fÀhig
WLAN-fÀhig
Display
GrĂ¶ĂŸe Display
Touchscreen
Display neigbar
Sonstiges
Maße
Gewicht
Vorteile

Bridgekamera-Ratgeber: So wÀhlen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in KĂŒrze
  • Bridgekameras sehen einer Spiegelreflexkamera Ă€hnlich, verfĂŒgen aber wie eine Kompaktkamera ĂŒber ein festverbautes Zoomobjektiv.
  • Bridgekamera-Modelle unterscheiden sich vor allem in der GrĂ¶ĂŸe des Sensors, der Brennweite und der Auflösung.
  • FĂŒr Videoenthusiasten sind eine UHD- oder 4K-Auflösung, ein schwenkbares Display sowie eine 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse fĂŒr ein Mikrofon empfehlenswert.
  • Moderne Bridgekameras lassen sich mit Smartphones, Druckern, Computern und Tablets zur einfachen Weiterverarbeitung und Speicherung der Fotos verbinden.

Bridgekameras – Kompromisslösung oder echte Alternative

Bridgekameras schlagen eine BrĂŒcke zwischen Spiegelreflexkameras, auch als DSLRs (Digital Single Lens Reflex) bezeichnet, die vor allem von Profifotografen verwendet werden, und Kompaktmodellen fĂŒr Amateuranwender. Daher werden Bridgekameras auch als „Prosumerkameras“ bezeichnet.

Auf den ersten Blick unterscheiden sich Bridgekameras mit dem typischen großen Objektiv und dem praktischen Griff kaum von Spiegelreflexkameras. Der wichtigste Unterschied besteht darin, dass das Objektiv bei Bridgekameras fest verbaut ist – so wie bei herkömmlichen Kompaktkameras –, wĂ€hrend Benutzer von Spiegelreflexkameras fĂŒr jedes Fotoprojekt das optimale Objektiv anbringen können. Um den Nachteil des fest verbauten Objektivs zu kompensieren, verbauen Hersteller in Bridgekameras meistens Objektive mit großem Zoombereich, die alles vom Weitwinkel bis zum starken Tele abdecken. Damit sind Nutzer von Bridgekameras auch ohne Objektivwechsel fĂŒr die meisten Aufnahmesituationen gerĂŒstet.

Welche Vorteile bieten Bridgekameras?

Neben dem bereits erwĂ€hnten großen Brennweitenbereich des Objektivs ist ein Vorteil von Bridgekameras, dass Objektiv und Body perfekt aufeinander abgestimmt sind. Der Sensor ist besser vor Schmutz und Staub geschĂŒtzt, da die Teile fest miteinander verbunden sind. Die meisten Modelle bieten zudem eine optische Bildstabilisierung, einen elektronischen Sucher sowie ein Display, das bei einigen GerĂ€ten sogar klapp- beziehungsweise schwenkbar und damit vielseitig einsetzbar ist. Ein großer Vorteil von Bridgekameras im Vergleich zu Spiegelreflexkameras ist das geringere Gewicht, das sich vor allem auf Reisen und AusflĂŒgen bemerkbar macht. Auch Bridgekameras verfĂŒgen ĂŒber voreingestellte Aufnahmemodi, die es vor allem Hobbyfotografen erleichtern, in bestimmten Momenten tolle Bilder zu machen. Meistens lassen sich Blende, Verschlusszeit und ISO auch manuell anpassen, sodass auch Profis und fortgeschrittene Amateure mit diesen GerĂ€ten auf ihre Kosten kommen.

WofĂŒr steht die Brennweite?

Die Brennweite beschreibt die Entfernung der Linse zum Sensor. Objektive mit großen Brennweiten bilden auch weit entfernte Motive groß ab. Solche Objektive werden Teleobjektive genannt. Die kleinen Brennweiten von Weitwinkelobjektiven sorgen hingegen fĂŒr einen breiteren Bildausschnitt; Sie bekommen damit mehr von der Umgebung auf das Bild. Die meisten Bridgekameras haben Zoomobjektive, bei denen Sie die Brennweite verstellen können. Bei Kameras mit einer Festbrennweite ist dies nicht möglich.

FĂŒr wen lohnt sich eine Bridgekamera?

Bridgekameras spielen ihre StĂ€rken vor allem fĂŒr Nutzer aus, die viel unterwegs sind, da sie oft deutlich leichter sind als Spiegelreflexkameras. Als Alltagskamera fĂŒr Reisen und StĂ€dtetrips, fĂŒr gelegentliche Videoaufnahmen oder fĂŒr den einfachen Hobbygebrauch ist eine Bridgekamera ideal. Mit ihren leistungsstarken Zoomobjektiven und der Möglichkeit zur manuellen Einstellung der Aufnahmeparameter lassen sich alle ĂŒblichen Motive problemlos ablichten. Wer zu einem gĂŒnstigen Preis viel Zoom haben möchte und keine kiloschwere FotoausrĂŒstung mit sich herumtragen will, sollte zu einer Bridgekamera greifen. Wer jedoch hohe AnsprĂŒche an die Fotografie stellt, fĂŒr jede Aufnahmesituation das perfekte Objektiv verwenden möchte und sich auch nicht scheut, viele Hunderte oder Tausende von Euros in eine Objektivsammlung zu investieren, sollte eher zu einer DSLR greifen.

Welche Nachteile haben Bridgekameras?

Wer die Brennweite Ă€ndern möchte, ist auf Zoomen angewiesen, wodurch sich die BildqualitĂ€t verringern kann. Gerade im starken Weitwinkelbereich und bei extremen Tele-Brennweiten sind Zoomobjektive Festbrennweiten unterlegen. Viele Bridgekameras haben zudem einen relativ kleinen Bildsensor, der bei den hohen ISO-Werten mehr Bildrauschen produziert als die viel grĂ¶ĂŸeren Sensoren von Spiegelreflexkameras. Da auch die maximale Blendeöffnung meist kleiner ist als bei lichtstarken Objektiven von Spiegelreflexkameras, sind Bridgekameras fĂŒr Nacht- und Innenaufnahmen nicht ideal. Auch der Sucher ist fĂŒr manche Nutzer ein Negativpunkt: Wer es gewohnt ist, mit einem optischen Sucher zu arbeiten, muss sich bei einer Bridgekamera an den elektronischen Sucher gewöhnen. Dieser verbraucht zudem viel Strom, was vor allem bei Reisen zum Problem werden kann.

Vorteile
  • Große Brennweite des Zoomobjektivs
  • Sensor ist vor Staub und Schmutz geschĂŒtzt
  • Optische Bildstabilisierung
  • Fotografieren ĂŒber Display möglich
  • Geringes Gewicht
  • Voreinstellungen ideal fĂŒr Einsteiger
Nachteile
  • Keine Festbrennweiten und extreme Weitwinkel
  • EingeschrĂ€nkte Einstellmöglichkeiten
  • Autofokussystem oft langsam
  • EingeschrĂ€nkte SensorgrĂ¶ĂŸe und Blendenöffnung

Die wichtigsten Unterschiede zu Kompakt- und DSLR-Kameras

DSLR- oder Spiegelreflexkameras zeichnen sich durch ein großes GehĂ€use aus, das einer ganzen Reihe von Schaltern und Knöpfen fĂŒr zahlreiche Einstellungen den nötigen Platz gibt. Zudem haben sie neben dem ebenfalls großen Zoomobjektiv einen Griff, mit dem der Nutzer die Kamera sehr sicher und fest in der Hand hat. Die GerĂ€te bieten des Weiteren noch ausreichend Platz fĂŒr ein Display auf der RĂŒckseite. Dieses zeigt nicht nur die geschossenen Fotos an, sondern dient auch als Alternative zum Sucher zum Anvisieren des Motivs genutzt. Besonders praktisch ist es, wenn sich das Display drehen und neigen lĂ€sst: So können Sie das Motiv auch erkennen, wenn Sie die Kamera beispielsweise ĂŒber dem Kopf oder in BodennĂ€he halten.

Kompaktkameras hingegen sind vergleichsweise leicht und klein. Sie verfĂŒgen ĂŒber ein fest verbautes Zoomobjektiv und eine vollautomatische Steuerung. Sie besitzen keinen Sucher und verfĂŒgen ebenso wie DSLR-Kameras ĂŒber ein Display auf der RĂŒckseite. Durch die eingeschrĂ€nkten Funktionen und die kompakte Bauweise sind die GerĂ€te vergleichsweise kostengĂŒnstig, können aber in der Video- und BildqualitĂ€t nicht mit Bridge- und Spiegelreflexkameras mithalten.

Die Bridgekamera vereint die VorzĂŒge dieser beiden Kameratypen, ohne dabei allzu viele Kompromisse einzugehen. Das Zoomobjektiv ist fest verbaut wie bei einer Kompaktkamera, meistens ist der Zoombereich allerdings grĂ¶ĂŸer. Gleichzeitig bietet eine Bridgekamera umfangreiche manuelle Einstellmöglichkeiten, die denen einer Spiegelreflexkamera nahekommen. Preislich liegt die Bridgekamera in etwa zwischen Kompakt- und Spiegelreflexkameras. Allerdings können sehr hochwertige Modelle einen Ă€hnlich hohen Preis wie Spiegelreflexkameras haben.

In puncto BildqualitĂ€t und Einstellungsmöglichkeiten sind Bridgekameras einfachen Kompaktkameras ĂŒberlegen. Aufgrund des fest verbauten Objektivs und der kleinen Sensoren mĂŒssen Nutzer jedoch EinschrĂ€nkungen hinnehmen, unter anderem bei schlechten LichtverhĂ€ltnissen. Diese Bauweise hat allerdings auch Vorteile: Zum einen sind GehĂ€use und Objektiv optimal aufeinander abgestimmt, zum anderen können weder Schmutz noch Staub in das Innere eindringen und den Bildsensor verunreinigen oder beschĂ€digen.

Worauf Sie beim Kauf einer Bridgekamera achten sollten?

Wichtig sind vor allem die technischen Merkmale, die Auswirkungen auf die BildqualitĂ€t und die Bandbreite der Einstellungsmöglichkeiten haben. Aber auch die Handhabung, die sich eher nach dem persönlichen Geschmack und den Bedingungen bei der beabsichtigten Verwendung richtet, ist nicht zu vernachlĂ€ssigen. Wer sich beispielsweise eine Bridgekamera vor allem fĂŒr Urlaubsfotos zulegt, braucht ein GerĂ€t, das nicht zu groß und zu schwer ist. Außerdem ist es empfehlenswert, nach einem Modell mit einem großen Zoombereich Ausschau zu halten, um sowohl Natur- als auch Stadtaufnahmen in hoher QualitĂ€t machen zu können. Wem eine solide VideoqualitĂ€t wichtig ist, der sollte auf die Videoauflösung sowie auf die VerfĂŒgbarkeit eines 3,5-Millimeter-Klinkenanschlusses fĂŒr ein externes Mikrofon achten.

Auflösung

Vor allem fĂŒr Nutzer, die ihre Fotos auch ausdrucken – beispielsweise fĂŒr ein Fotobuch oder zum AufhĂ€ngen als Poster –, spielt eine hohe Auflösung eine große Rolle. Hochwertige Bridgekameras bieten eine Auflösung von etwa 12 bis 20 Megapixel.

Wer nicht nur Bilder schießen, sondern auch Videos in guter QualitĂ€t aufnehmen möchte, der sollte darauf achten, dass die Bridgekamera HD-Videos mit einer Auflösung von mindestens 1.280 x 720 Pixeln aufnehmen kann. Mittlerweile gibt es sogar Modelle, die eine Videoauflösung im 4K-Format bieten.

Wie viele Megapixel brauche ich wirklich?

Wer seine Fotos in Formaten von bis 30 x 30 Zentimetern ausdrucken möchte, dem genĂŒgen 12 Megapixel. Wer allerdings Bilder in grĂ¶ĂŸeren Formaten drucken möchte, der sollte ein Modell mit einer Auflösung von mindestens 16 Megapixeln wĂ€hlen, da ansonsten UnschĂ€rfen und vereinzelte Pixel auf dem Druck zu erkennen sind.

ISO-Bereich

Der ISO-Bereich beschreibt die AnpassungsfÀhigkeit der Kamera an die Umgebungsbeleuchtung und liegt bei guten Modellen zwischen 100 und 6.400. Mit einer hohen ISO-Zahl können Sie auch bei relativer Dunkelheit noch fotografieren. Je höher der ISO-Wert eingestellt ist, desto empfindlicher reagiert der Sensor der Bridgekamera auf einfallendes Licht. Damit einher geht aber auch ein stÀrkeres Bildrauschen. Hochwertige moderne Sensoren bekommen dieses allerdings meist gut in den Griff. Wenn klare Bilder bei wenig Licht ein Kaufkriterium sind, lohnt es sich, Geld in eine etwas teurere Bridgekamera zu investieren.

Blende

FĂŒr Fotografien bei Nacht und schlechten LichtverhĂ€ltnissen ist zudem die Blende wichtig. Die Blende ist eine verstellbare Öffnung im Objektiv, die den Lichteinlass regelt. Je weiter die Blende geöffnet ist, umso mehr Licht fĂ€ngt das Objektiv ein. Bei einer dunkleren Umgebung muss der Fotograf beziehungsweise die Kameraautomatik die Blende dementsprechend grĂ¶ĂŸer einstellen. Die GrĂ¶ĂŸe der Blendenöffnung wird als VerhĂ€ltnis ihres Durchmessers zur Brennweite angegeben. Ein sehr guter Wert fĂŒr ein lichtstarkes Objektiv ist eine maximale Blende (man spricht von der Offenblende) von 1:1,4, auch als f/1,4 angegeben. Ein VerhĂ€ltnis von 1:2,8 (f/2,8) ist ebenfalls noch gut. Ein Objektiv mit einer Offenblende von 1:3,6 (f/3,6) ist hingegen nur mĂ€ĂŸig lichtstark. Ein grĂ¶ĂŸerer Blendenwert bedeutet also eine kleinere Blendenöffnung und damit weniger Licht.

Neben der Belichtung beeinflusst die Blende die SchĂ€rfentiefe des Bildes. Sie bestimmt den Bereich, der scharf dargestellt wird. Mit einer weiter geöffneten Blende nimmt die SchĂ€rfentiefe im Bild ab; der unscharf dargestellte Bereich wird grĂ¶ĂŸer.

LCD-Screen und Sucher

Durch das LC-Display auf der RĂŒckseite der Bridgekameras lĂ€sst sich das jeweilige Motiv anvisieren. Je nach Lichteinfall kann das allerdings schwierig werden, da das Licht eventuell auf dem Display spiegelt. Die meisten Modelle besitzen deshalb zusĂ€tzlich einen Sucher zur manuellen ÜberprĂŒfung und Anvisierung des Motivs. Hierbei wird zwischen optischen und elektronischen Suchern unterschieden. Beim optischen Sucher blicken Sie durch das GerĂ€t hindurch und sehen das reale Motiv vor sich; es wird allein der gewĂ€hlte Bildausschnitt anvisiert. Der elektronische Sucher bildet hingegen ein virtuelles Bild des Motivs auf einem in der Bridgekamera integrierten Display ab. Hierbei werden zudem gewisse Einstellungen wie die FarbsĂ€ttigung oder die Belichtungszeit berĂŒcksichtigt, sodass Sie bereits vor dem Schießen des Fotos sehen, wie es aussehen wird und Ihre Einstellungen bei Bedarf anpassen können.

AnschlĂŒsse und Wifi

Es gibt mehrere Wege, wie die geschossenen Bilder von der Bridgekamera an einen Fernseher, einen Laptop, ein Smartphone oder einen Drucker ĂŒbermittelt werden können. Die gĂ€ngigsten Anschlussmöglichkeiten sind HDMI und USB – viele Modelle haben außerdem einen 3,5-Millimeter-Klinkenanschluss fĂŒr ein Mikrofon. Dieser empfiehlt sich fĂŒr eine bessere AudioqualitĂ€t bei Aufnahmen, da das interne Mikrofon qualitativ meist nicht mit einem externen mithalten kann. Einige Bridgekameras sind darĂŒber hinaus WLAN-fĂ€hig, sodass Sie die Bilder in einem gemeinsamen Netzwerk kabellos an verschiedene EndgerĂ€te senden können.

Dank der zusĂ€tzlichen Wifi-UnterstĂŒtzung können Sie die Bridgekamera auch ĂŒber eine entsprechende App auf dem Smartphone oder Tablet steuern. Wenn beide GerĂ€te, Bridgekamera sowie mobiles EndgerĂ€t, im gleichen Netzwerk gekoppelt sind, können Sie die geschossenen Aufnahmen direkt auf dem Smartphone einsehen und beispielsweise in der Cloud abspeichern. Besonders praktisch ist das auch fĂŒr Nutzer, die ihre Aufnahmen direkt in Adobe Photoshop oder anderen Bildbearbeitungsprogrammen optimieren möchten.

Objektiv und Zoom

Da das Objektiv bei Bridgekameras nicht austauschbar ist, sollten Sie beim Kauf darauf achten, dass das Modell ĂŒber den passenden Zoomfaktor verfĂŒgt. Dieser Faktor beschreibt das VerhĂ€ltnis der lĂ€ngsten zu der kĂŒrzesten Brennweite des verbauten Zoomobjektivs. Der Zoomfaktor von Bridgekameras bewegt sich zwischen 10 und 80. Ein Zoomfaktor von 50 bis 60 ist ein guter Mittelwert. Der Wert bezeichnet den optischen Zoom des GerĂ€ts, es kann also eine 10- bis 80-fache VergrĂ¶ĂŸerung des jeweiligen Motivs erreicht werden. Beachten Sie allerdings, dass sich ein hoher Zoomfaktor negativ auf die LichtstĂ€rke auswirken und den Autofokus der Kamera verlangsamen kann.

Welche Werte fĂŒr Weitwinkel- und Teleobjektiv?

FĂŒr tolle Ergebnisse bei den meisten Bildmotiven empfiehlt sich fĂŒr Hobbyfotografen ein Modell, dessen Objektiv als Superteleobjektiv einen Wert von etwa 600 Millimetern und als Weitwinkelobjektiv einen Wert von rund 25 Millimetern besitzt.

Gewicht

Zwar sind Bridgekameras in den meisten FĂ€llen schwerer als Kompaktkameras, mit etwa 600 bis 800 Gramm sind sie dennoch leicht genug, um sie mĂŒhelos den Tag ĂŒber zu transportieren. Im Gegensatz dazu können Spiegelreflexkameras im Gesamtpaket mit mehreren Objektiven und weiterem Zubehör schnell sehr schwer werden und bis zu vier Kilogramm Gewicht mitbringen.

Sehr leichte Bridgekameras wie die Canon Powershot SX540 HS wiegen gerade einmal 450 bis 500 Gramm. Generell lĂ€sst sich sagen, dass hochwertigere GerĂ€te durch ihre grĂ¶ĂŸeren und damit auch schwereren Zoomobjektive etwas mehr auf die Waage bringen. Aber auch Modelle um die 1.000 Gramm wie die Panasonic Lumix FZ2000, die Panasonic Lumix FZ1000 II oder die Sony Cyber-shot RX10 III sind noch immer sehr gut geeignet fĂŒr Reisen und AusflĂŒge.

Display

Die DisplaygrĂ¶ĂŸe liegt im Schnitt bei etwa drei Zoll und bietet damit genĂŒgend BildflĂ€che, um das Motiv gut zu erkennen. In den meisten FĂ€llen lassen sich die geschossenen Bilder auch heranzoomen, sodass Sie jedes Detail betrachten können. Einige Modelle besitzen einen Touchscreen, andere lassen sich ausschließlich ĂŒber Knöpfe bedienen – hier spielt vor allem der persönliche Geschmack eine entscheidende Rolle. Neben der Bedienung und der GrĂ¶ĂŸe ist fĂŒr viele aber auch die FlexibilitĂ€t im Einsatz wichtig. FĂŒr Natur- aber auch Videoaufnahmen kann ein schwenk- und neigbares Display sehr hilfreich sein.

Bildstabilisator

Ein Bildstabilisator ist eine sehr hilfreiche Funktion, die eine unruhige Hand beim Fotografieren und Videodrehen automatisch ausgleicht und so selbst bei starken Zooms fĂŒr ein scharfes Bild sorgt. Ein Stativ ersetzt der Bildstabilisator zwar nicht, dennoch profitiert die BildqualitĂ€t enorm von dieser Funktion und sollte daher nicht fehlen. Bei vielen Bridgekameras ist der Bildstabilisator im Objektiv verbaut. Einige Modelle verfĂŒgen ĂŒber einen Dual-IS-Modus. Sie haben zusĂ€tzliche Elemente zur Bewegungskorrektur im GehĂ€use verbaut.

Serienbilder

Serienbilder sind eine gute Möglichkeit, mehrere Aufnahmen von einer bewegten Szene zu machen und im Nachhinein ein möglichst gelungenes Foto aus dieser Bilderserie auszuwĂ€hlen. Ohne diese zusĂ€tzliche Funktion mĂŒssten Sie auf gut GlĂŒck fotografiert werden, beispielsweise wenn Sie ein vorbeifahrendes Fahrzeug fotografieren möchten. Die Wahrscheinlichkeit, dass das geschossene Bild die Erwartungen erfĂŒllt, ist eher gering sind. Mit der Serienbildfunktion schießen Kameras in sehr kurzen AbstĂ€nden etwa fĂŒnf bis zehn Bilder; dies erhöht die Chance auf eine gute Aufnahme. Auf diese Weise können Sie eine Szene auch in ihrer Bewegung darstellen, wenn die Sie Bilder nebeneinanderlegen oder hintereinander anzeigen.

Panorama-Modi

Eine spannende Funktion fĂŒr Naturfotografen ist die Panoramafunktion: Hierbei werden viele Aufnahmen zu einem einzigen großen Panoramabild zusammengefĂŒgt. Damit können Sie sehr breite Motive festhalten und somit ein besonders stimmungsvolles Szenario, etwa bei Naturaufnahmen, einfangen. Mit der Panoramafunktion nehmen Sie Bilder in einem Winkel von bis zu 360 Grad auf.

Worauf muss ich beim Umgang mit meiner Bridgekamera achten?

Bridgekameras sind empfindliche GerĂ€te, mit denen Nutzer sorgsam umgehen sollten. Vor allem auf StĂŒrze sowie grobe Ă€ußere EinflĂŒsse reagieren sie sehr empfindlich. Ein Trageriemen ist daher vor allem fĂŒr AusflĂŒge sehr empfehlenswert. Außerdem sollten Sie Bridgekameras vor Wasser und Schmutz schĂŒtzen – zwar sind sie durch das festverbaute Objektiv weniger anfĂ€llig dafĂŒr, dass Verunreinigungen ins Innere des GerĂ€ts gelangen, dennoch sind sie meist nicht wasserresistent. Auch bei der Reinigung ist Vorsicht geboten: SpĂŒlmittel ist absolut tabu. GrundsĂ€tzlich sollten Sie ein spezielles Reinigungsset nutzen. In diesem sind meist FlĂŒssigreiniger, ReinigungsstĂ€bchen, Blasebalg, Pinsel und Mikrofasertuch enthalten. Nutzen Sie nach Möglichkeit ausschließlich originale und auf jeden Fall nur intakte Akkus. Um keine Aufnahmen löschen zu mĂŒssen, sollten Sie zudem den Speicher des GerĂ€ts im Auge behalten und gegebenenfalls die Speicherkarte austauschen.

WeiterfĂŒhrende Testberichte

Achtung: Hierbei handelt es sich um einen Bridgekamera-Vergleich. Wir haben die vorgestellten Produkte keinem Test unterzogen.

Im Test des Technikportals CHIP ĂŒberzeugte die Panasonic Lumix DC-FZ 1000 II mit einer Gesamtwertung von 1,1 (sehr gut). Besonders die hohe BildqualitĂ€t, die durch den fĂŒr Bridgekameras sehr großen Sensor erreicht wird, sowie die Auflösung von 20 Megapixeln der Panasonic Lumix stellten die Tester positiv heraus. ZusĂ€tzlich bietet der Testsieger von Panasonic einen Ultra-HD-Video-Modus sowie ein Touch-Display fĂŒr eine intuitive Bedienung. Etwa 500 Euro gĂŒnstiger ist die Panasonic DC-FZ300. FĂŒr gerade einmal 370 Euro konnte der Preis-Leistungs-Sieger des Tests mit einer Gesamtwertung von 1,7 (gut) ĂŒberzeugen. Besonders hervorgehoben haben die Tester die umfangreiche Ausstattung, die Geschwindigkeit und den schwenkbaren Touchscreen der Panasonic-Kamera. Außerdem ist dieses Modell staub- sowie spritzwassergeschĂŒtzt und damit ideal fĂŒr Reisen. Mit einer umfangreichen Ausstattung, einer sehr schneller Reaktionszeit und einer hochwertigen BildqualitĂ€t ĂŒberzeugte die Sony Cyber-shot DSC-RX10 IV die Tester – allerdings ist das Sony-Modell mit einem Preis von etwa 1.600 Euro auch das teuerste im Test.

Das Verbraucherportal Stiftung Warentest testete bereits zahlreiche Kameras, darunter aktuell ĂŒber 60 Bridgekameras. Die Tester bewerteten die Bridgekamera Cyber-shot DSC-RX10 IV von Sony mit der Note „gut“ (1,7), die beiden TestgerĂ€te aus dem Hause Nikon, die Nikon Coolpix P950 (2,5) und die Nikon Coolpix P1000 (2,4), ebenso wie das Modell von Sony. Auch die Panasonic Lumix DC-FZ82 befanden die Tester fĂŒr gut (2,3).

Das Fachportal Fotomagazin testete ebenfalls Bridgekameras; die Tester kamen zu Àhnlichen Ergebnissen wie CHIP und Stiftung Warentest. Auf dem ersten Platz des Tests platzierten die Tester drei verschiedene Modelle mit einer jeweiligen Gesamtwertung von 89 Prozent: die Panasonic Lumix DMC-FZ2000, die Sony Cyber-shot DSC-RX10 IV sowie die Lumix DMC-FZ1000 II ebenfalls von Panasonic.


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