E-Book-Reader

Die 7 besten E-Book-Reader im Vergleich

Allgemeine Merkmale
GrĂ¶ĂŸe Display
Maße
Gewicht
Farbe
Anzahl Graustufen
Display-Technologie
Leistung
Auflösung
Pixeldichte
Akkulaufzeit
Interner Speicher
Ausstattung
Beleuchtung
SpritzwassergeschĂŒtzt
Speicher erweiterbar
USB 2.0
Browser
WLAN-fÀhig
Bedienung
Touchscreen
Lesefunktion
Shop-VerknĂŒpfung
Bildschirm ohne Spiegeleffekt
SchriftgrĂ¶ĂŸe einstellbar
Schriftart einstellbar
UnterstĂŒtzte Formate
Vorteile
Nachteile

E-Book-Reader-Ratgeber: So wÀhlen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in KĂŒrze
  • E-Book-Reader ermöglichen es, eine platzsparende BĂŒchersammlung anzulegen.
  • Reader sind mit lange haltbaren Akkus und großzĂŒgigem Speicherplatz ausgestattet, um langfristig fĂŒr Lesespaß zu sorgen.
  • Die E-Ink-Technologie des Displays simuliert bedrucktes Papier.
  • Die drei grĂ¶ĂŸten Reader-Marken sind Kindle, Tolino und Pocketbook.

Die Alternative fĂŒr Leser

Wer gern liest, hat inzwischen die Möglichkeit, dass – wie fast alles andere – digital zu machen. Das Wort E-Book stammt aus dem Englischen und bedeutet „elektronisches Buch“. Ein E-Book-Reader, auch E-Reader genannt, ist ein spezielles LesegerĂ€t fĂŒr E-Books, das als moderne Alternative zu haptischen BĂŒchern gilt. E-Books sind nicht nur auf E-Book-Readern, sondern mithilfe einer E-Book-Software oder App auch auf Computern, Tablets und Smartphones lesbar. Ein wichtiger Vorteil von E-Readern sind allerdings die verwendeten E-Ink-Displays, die fĂŒr eine DarstellungsqualitĂ€t sorgen, die derjenigen von bedrucktem Papier sehr nahekommt.

Leicht und vielfĂ€ltig – Die Vorteile des E-Readers

Ein elementarer Vorteil von E-Book-Readern ist ihre FlexibilitĂ€t. Sie ermöglichen es, immer und ĂŒberall zu lesen. Leser können E-Books auf mehreren GerĂ€ten lesen, meist auf bis zu sechs verschiedenen. Der Lesefortschritt wird ĂŒblicherweise synchronisiert, sodass Sie ganz einfach auf dem Computer oder Handy weiterlesen können, wenn Sie Ihren Reader vergessen haben oder er aufgeladen wird. Die Reader lassen sich außerdem besser transportieren, da sie deutlich leichter sind als BĂŒcher. Sie liegen deshalb besser in der Hand und passen in die meisten Taschen. Zum Reisen sind sie ideal, da sie das GepĂ€ck nicht unnötig erschweren.

Preislich lohnt sich ein E-Reader ebenfalls, da er zwar in der Anschaffung teurer ist als ein gebundenes Buch, langfristig aber meist die gĂŒnstigere Möglichkeit des BĂŒchersammelns darstellt. E-Books kosten um bis zu 20 Prozent weniger als BĂŒcher aus Papier, manchmal ist die Ersparnis sogar noch grĂ¶ĂŸer. Viele E-Books werden außerdem kostenlos angeboten.

Klassiker der Weltliteratur kostenlos

E-Books, deren Autor bereits sehr lange tot ist, sind in der Regel kostenlos. Das liegt an Paragraf 64 des Urheberrechtgesetzes. Dieser besagt, dass das Urheberrecht verfĂ€llt, wenn der Urheber eines Werkes seit mindestens 70 Jahren nicht mehr lebt. Die Website Projekt Gutenberg stellt solche BĂŒcher in digitaler Form der Öffentlichkeit zur VerfĂŒgung. Inzwischen sind es mehr als 49.000 kostenlose Werke, 1.600 davon deutsche.

Wenn Ihnen ein Buch verloren geht oder es beschĂ€digt wird, mĂŒssen Sie es neu kaufen, was nicht nur Ă€rgerlich, sondern auch teuer ist. Mit einem E-Reader haben Sie diese Sorge nicht, da die BĂŒcher nicht zerknicken können. Wenn sie einmal gekauft wurden, können sie meist beliebig oft gedownloadet werden. Selbst wenn Sie das E-Book aus Versehen löschen oder Ihr Reader gestohlen wird, können Sie so jederzeit auf das Buch zugreifen. Das Downloaden eines E-Books geht schnell und ist in der Regel unkompliziert. Es erspart Ihnen den Weg in eine Buchhandlung oder das Warten auf die Post.

Der Speicher eines E-Book-Readers bietet Platz fĂŒr viele BĂŒcher. Folglich handelt es sich um ein Ă€ußerst platzsparendes GerĂ€t. Damit sind BĂŒcherregale und Stauraum fĂŒr BĂŒcher nicht lĂ€nger nötig. Sie mĂŒssen Ihre BĂŒcher auch nicht abwischen, da digitale BĂŒcher keinen Staub ansetzen. Praktisch ist die SpeicherkapazitĂ€t ferner unterwegs, denn Sie können jederzeit ein neues Buch aus einer umfangreichen Bibliothek auswĂ€hlen. Mit einer Sortierfunktion können Sie Ihre BĂŒcher genau so ordnen, wie Sie möchten: alphabetisch, nach Genre oder Erscheinungsdatum – die Möglichkeiten sind zahlreich.

Besonders komfortabel ist, dass sich die Schrift auf einem E-Reader beliebig vergrĂ¶ĂŸern oder verkleinern lĂ€sst. So können Menschen mit den unterschiedlichsten SehstĂ€rken den Reader nutzen, ohne eine Lesebrille dafĂŒr zu benötigen. Durch die Displaybeleuchtung, die inzwischen ein Großteil der GerĂ€te besitzt, können Sie die E-Books auch bei jeder Tages- und Nachtzeit lesen. Sie benötigen weder Tageslicht noch eine Lampe.

FĂŒr Leser von fremdsprachlichen BĂŒchern oder Sachtexten bietet ein E-Book-Reader verschiedene Funktionen, die das Lesen erleichtern. Bei Fremdwörtern können Sie sich direkt die Übersetzung anzeigen lassen oder nachschlagen. DafĂŒr ist kein zusĂ€tzliches Wörterbuch nötig, was den Prozess vereinfacht. Die Suchfunktion eines Readers ermöglicht es, bestimmte Seiten schnell und einfach zu finden. Viele Modelle bieten außerdem die Möglichkeit, Textstellen zu markieren oder Notizen hinzuzufĂŒgen. Das ist besonders bei Fachtexten praktisch.

Einige E-Reader halten sogar mehr als nur das Leseerlebnis bereit. So können Sie mit dem GerÀt auch Links öffnen, kleine Spiele spielen oder Audiodateien abspielen. Im Gegensatz zu Smartphones oder Tablets haben E-Book-Reader allerdings eine deutlich lÀngere Akkulaufzeit.

Inzwischen wird ein Großteil der neu erscheinenden BĂŒcher auch als E-Book herausgebracht. Einige BĂŒcher gibt es sogar nur in der digitalen Variante zu kaufen. Der E-Reader bietet eine platzsparende, zeitsparende, vielfĂ€ltige und flexible Möglichkeit, BĂŒcher zu lesen und zu sammeln. Wer auf die Haptik eines gedruckten Buches nicht verzichten will, kann sich den E-Reader auch als ErgĂ€nzung dazu anschaffen, zum Beispiel fĂŒr Reisen mit begrenztem GepĂ€ck.

Was sind die Unterschiede zwischen einem E-Reader und einem Tablet?

E-Book-Reader Ă€hneln Tablets in ihrem Aussehen, haben allerdings sonst wenig gemeinsam. Wo aber ist der Unterschied? Im Gegensatz zu Tablets benötigen E-Reader keine Hintergrundbeleuchtung. Dank der E-Ink-Technologie ist die Akkulaufzeit eines Readers deutlich lĂ€nger als diejenige eines Tablets. Die Displaytechnologie sorgt außerdem dafĂŒr, dass die Augen der Nutzer von E-Book-Readern nicht so sehr beansprucht werden. Das Display eines Tablets spiegelt stark, was bei einem E-Reader nicht der Fall ist. Dadurch können Nutzer ihn auch in der Sonne verwenden und alles einwandfrei erkennen. E-Reader sind außerdem oft handlicher, da sie meist leichter sind als Tablets. WĂ€hrend sich auf einem Tablet meist verschiedenste Apps installieren lassen, eignen sich E-Book-Reader ĂŒblicherweise wirklich nur zum Lesen von E-Books.

So finden Sie den richtigen E-Book-Reader

Da es inzwischen eine große Anzahl verschiedener E-Reader auf dem Markt gibt, sollten Sie wissen, worauf es beim Kauf ankommt. Wichtig sind besonders die technischen Aspekte wie die Akkulaufzeit, der Speicherplatz und das Display. Je nachdem, wie teuer der Reader sein darf, bietet er außerdem unterschiedlich viel Platz fĂŒr E-Books und unterschiedlichste Funktionen.

Dateiformat

Achten Sie beim Kauf eines E-Books unbedingt auf dessen Format, da nicht alle E-Reader jedes Format unterstĂŒtzen. Am geeignetsten ist das EPUB-Format, das von fast allen Readern wiedergegeben wird. Es ist ein offenes, nicht-proprietĂ€res, XML-basiertes Format, bei dem sich die Texte an die DisplaygrĂ¶ĂŸe des jeweiligen Readers anpassen. Nur bei Kindle-Modellen kommen Sie mit diesem Format nicht weiter, da Amazon stattdessen auf seine hauseigenen Formate AZW und MOBI setzt.

Die meisten Reader kommen auch mit einem PDF-Dokument zurecht, das jedoch feste Layoutvorgaben hat, weshalb die Texte sich nicht anpassen lassen. So können TextgrĂ¶ĂŸe, AbsĂ€tze und ZeilenabstĂ€nde nicht geĂ€ndert werden, was fĂŒr Romane eher hinderlich ist. FĂŒr illustrierte Werke wie KinderbĂŒcher, Comics und FachbĂŒcher ist es aber ein gĂ€ngiges und nötiges Format, da der Seitenaufbau damit erhalten bleibt.

Speicher

FĂŒr eine große BĂŒchersammlung benötigt Ihr Reader einen ausreichenden Speicher. Modelle mit vier Gigabyte Speicherplatz können bis zu 2.500 BĂŒcher beherbergen, was bereits eine ganze Menge ist. Es gibt auch Modelle mit 16 oder 32 Gigabyte, die fĂŒr eine grĂ¶ĂŸere BĂŒchersammlung gut geeignet sind. Sollte selbst das nicht ausreichen, können Sie ein Reader mit einem eingebauten LesegerĂ€t fĂŒr Speicherkarten wĂ€hlen. So kann der Speicherplatz sogar auf bis zu 256 Gigabyte erweitert werden. Wie viel Speicherplatz Sie benötigen, hĂ€ngt von Ihren Lese- und Sammelgewohnheiten ab. Wenn Sie viele der gelesenen E-Books wieder löschen, reichen Vier-Gigabyte-Speicher meist aus. Wollen Sie auf Ihrem GerĂ€t allerdings alle BĂŒcher behalten und HörbĂŒcher hören, ist ein GerĂ€t mit mehr Speicherplatz nötig. HörbĂŒcher benötigen deutlich mehr Speicherplatz als BĂŒcher.

KonnektivitÀt

Die meisten E-Reader funktionieren mit Internet, meist ĂŒber WLAN. Das ermöglicht den Kauf von E-Books direkt ĂŒber den E-Reader. Das umstĂ€ndliche Übertragen vom Laptop auf den Reader ist dadurch nicht nötig, aber weiterhin möglich. Voraussetzung ist jedoch ein WLAN-Router in den eigenen vier WĂ€nden. Einige Modelle bieten auch 3G oder 4G, also ein mobiles Netz, an. Damit ist das Herunterladen von E-Books unterwegs möglich, vorausgesetzt der Nutzer hat einen entsprechenden Mobilfunkvertrag oder eine zusĂ€tzliche SIM. Meist ist die Verbindung jedoch langsam, teuer und verbraucht viel Strom, weshalb empfohlen wird, sie zwischendurch auszuschalten. Manche Reader verfĂŒgen außerdem ĂŒber Bluetooth. Dadurch können Nutzer ihr GerĂ€t mit Kopfhörern verbinden und auf diese Weise immer sowie ĂŒberall HörbĂŒcher hören.

Display

Das Display ist eines der wichtigsten Aspekte des Readers. Seine GrĂ¶ĂŸe wird diagonal gemessen und betrĂ€gt je nach Modell zwischen 6 und 10 Zoll, was 15 bis 25 Zentimetern entspricht. Überlegen Sie sich, wie groß Ihr Reader sein soll. Bedenken Sie, dass ein zu kleiner Bildschirm auf Dauer unangenehm zum Lesen ist.

Die Bildschirmauflösung ist ebenfalls sehr wichtig, da sie bestimmt, wie scharf der Text angezeigt wird. Üblich sind 100 bis 300 Pixels per Inch, auch ppi abgekĂŒrzt. Je höher der Wert ist, desto schĂ€rfer wird der Text dargestellt. Zum Vergleich: Moderne Smartphones haben eine Auflösung von 300 bis 600 Bildpunkten pro Zoll, Drucker kommen auf 100 bis 300.

Die meisten E-Reader verwenden die sogenannte E-InkTechnologie. Erkunden Sie sich sicherheitshalber, ob Ihr Reader diese Technologie verwendet. Dadurch sparen Sie Strom, denn der Verbrauch ist durch die nicht vorhandene Hintergrundbeleuchtung geringer als bei LCD-Varianten.

Beleuchtung

Nutzer, die gern im Dunklen lesen, sollten unbedingt darauf achten, dass ihr E-Book-Reader beleuchtet ist. Das ist nicht bei allen Modellen der Fall, die hochpreisigen Reader sind aber in der Regel mit einer Hintergrundbeleuchtung ausgestattet. Sie stellt sich bei einigen GerĂ€ten automatisch auf die Umgebung ein. Reader ohne diese Funktion sollten verschiedene Einstellungsstufen fĂŒr die Helligkeit haben, damit sie ĂŒberall nutzbar sind. Die Farbtemperatur sollte ebenfalls einstellbar sein, einige GerĂ€te passen sie sogar automatisch an. So können die Blauanteile des Lichts gefiltert werden, die die Produktion des Schlafhormons Melatonin unterdrĂŒcken und so fĂŒr Schlafmangel sorgen können.

Schutz

Wenn Sie das GerĂ€t am Strand, in der Badewanne oder im Schwimmbad verwenden wollen, sollte es außerdem einen IP-zertifizierten Wasserschutz haben. Es gibt unterschiedliche Arten von Wasserschutz, am gĂ€ngigsten ist ein IPX7- oder IPX8. Damit hĂ€lt der Reader auch kurzzeitiges Eintauchen ins Wasser ohne Probleme aus. GĂŒnstige Modelle haben diese Zertifizierung in der Regel nicht.

Kosten

E-Reader gibt es in drei verschiedenen Preisklassen: in der gĂŒnstigen, der mittelpreisigen und der hochpreisigen Kategorie. Wie viel Sie fĂŒr Ihr Modell ausgeben sollten, hĂ€ngt von Ihrem Budget, der NutzungshĂ€ufigkeit und dem Umfang der gewĂŒnschten Funktionen ab.

Die gĂŒnstigsten Modelle kosten zwischen 60 und 100 Euro und sind fĂŒr Einsteiger geeignet, die zum ersten Mal einen E-Reader kaufen. Sie lassen sich sehr leicht bedienen und haben meist einen sechs Zoll großen Bildschirm. Reader fĂŒr Einsteiger verfĂŒgen meist jedoch nur ĂŒber sehr wenig Speicherplatz, der nicht immer erweitert werden kann. Die Bildschirmauflösung ist in der Regel recht gering und das Display meist unbeleuchtet. Wenn Sie also besonders viel lesen und dies auch im Dunkeln, sollten Sie zu einem etwas höherpreisigen GerĂ€t greifen. Beispiele fĂŒr Einsteiger-Modelle sind die Basisversion des Amazon Kindle, der Tolino Page 2 und der PocketBook Touch Lux 4.

Wenn Sie gewillt sind, 100 Euro oder mehr auszugeben, können Sie ein Mittelklasse-GerĂ€t wĂ€hlen. Diese Varianten verfĂŒgen ĂŒber mehr Funktionen als gĂŒnstigere Pendants und kosten zwischen 100 und 150 Euro. Die meisten mittelpreisigen E-Reader besitzen einen zertifizierten Wasserschutz und sind daher gut fĂŒr Nutzer geeignet, die am Meer, im Schwimmbad oder in der Badewanne lesen möchten. Eine Displaybeleuchtung gehört bei diesen Modellen zum Standard, ebenso wie ein integriertes Wörterbuch und eine Notizfunktion. Wer hĂ€ufig liest, nicht riesige Summen ausgeben, aber dennoch QualitĂ€t möchte, ist mit einem E-Book-Reader der Mittelklasse gut beraten. Der Amazon Kindle Paperwhite, der Pocketbook Touch HD 3 und der Tolino Shine 3 gehören in diese Kategorie.

Am teuersten sind PremiumgerĂ€te, sie kosten mindestens 160 Euro. Dank einer hohen Bildauflösung bieten sie den höchsten Lesekomfort. Außerdem warten sie mit zahlreichen Zusatzfunktionen auf, wie zum Beispiel einer Bildanzeige, kleinen Spielen und einer Audiofunktion. Wenn Sie einen E-Reader möchten, mit dem Sie nicht nur lesen, sondern auch HörbĂŒcher hören können, werden sie also etwas mehr Geld ausgeben mĂŒssen. DafĂŒr haben diese GerĂ€te einen Wasserschutz und die Displaybeleuchtung gehört zur Grundausstattung. Der Bildschirm dieser Modelle ist mindestens sieben Zoll groß. In die Premiumkategorie gehören der Amazon Kindle Oasis, der Pocketbook InkPad 3 Pro und der Tolino Epos 2.

Akku

Damit Sie lange lesen können, ohne dass Ihr E-Reader ausgeht, ist dessen Akku relevant. Der Akku muss meist drei oder vier Stunden laden, um vollstÀndig einsatzbereit zu sein. Insgesamt ist die Akkulaufzeit bei E-Readern allerdings sehr gut und gehört deshalb nicht zu den wichtigsten Kaufkriterien.

Bedienung

Besonders wenn Sie Einsteiger im Thema E-Reader sind, sollte die Bedienung Ihres GerĂ€tes so einfach wie möglich sein. Der Großteil der Reader funktioniert inzwischen mit Touchscreen, vereinzelt finden sich auch Modelle mit BlĂ€ttertasten, die jedoch oft etwas teurer sind. Die BlĂ€ttertasten sollten schnell und leicht reagieren. Besonders wenn mehrere Nutzer das GerĂ€t verwenden oder Ihre SehstĂ€rke eingeschrĂ€nkt ist, sollten Schriftart und GrĂ¶ĂŸe unkompliziert Ă€nderbar sein. Lesen Sie sich Reviews im Internet dazu durch und testen Sie, ob Ihr E-Reader leicht zu bedienen ist. Ist dies nicht der Fall, sollten Sie sich fĂŒr ein anderes Modell entscheiden.

Zusatzfunktionen

Je nachdem, wofĂŒr Sie Ihren E-Reader verwenden, gibt es unterschiedliche Funktionen, die relevant sind. FĂŒr Studenten, SchĂŒler und Leser, die gern Notizen machen, ist die Notizfunktion hilfreich. Sie ermöglicht es, Wörter zu unterstreichen und jederzeit zu jeder Stelle Notizen hinzuzufĂŒgen. Wenn Sie hĂ€ufig fremdsprachliche Texte oder Fachtexte lesen, sollten Sie unbedingt auf die Wörterbuchfunktion achten, die jedoch bei fast allen GerĂ€ten zum Standard gehört. Je nach Modell lĂ€sst sich entweder ein Wörterbuch öffnen oder das Wort direkt auf der Seite selbst ĂŒbersetzen beziehungsweise erlĂ€utern. Alle Hörbuch-Fans profitieren von einem etwas teureren Reader mit Audio-Funktion, der es ermöglicht, HörbĂŒcher oder Musik zu hören. Wenn Sie lieber Musik ĂŒber Ihr Handy oder ein anderes GerĂ€t hören, ist diese Funktion dagegen nicht notwendig.

Welches Zubehör gibt es fĂŒr E-Reader?

Wenn Sie einen E-Reader kaufen, sollten Sie das passende Zubehör dazu erwerben. Wichtig ist vor allem eine HĂŒlle, die den Reader vor Verschmutzung, Kratzern und BrĂŒchen schĂŒtzt. Achten Sie beim Kauf unbedingt darauf, dass sie fĂŒr Ihr Reader-Modell geeignet ist. KlapphĂŒllen empfehlen sich besonders, da sie sowohl RĂŒck- als auch Vorderseite des Readers schĂŒtzen und so den Bildschirm abdecken. Besitzt Ihr Reader keine eigene Beleuchtung, können Sie eine Leselampe hinzukaufen. Die Leselampe wird in der Regel direkt an den Reader geklemmt und sollte festsitzen, um nicht abzurutschen. Testen Sie, ob die Lampe Sie beim Lesen stört. Falls ja, sollten Sie lieber eine andere Lampe oder einen Reader mit interner Beleuchtung wĂ€hlen.

Die grĂ¶ĂŸten Reader-Marken

Inzwischen gibt es mehrere E-Reader-Marken, zwischen denen Sie wĂ€hlen können. Drei davon dominieren den Markt: Kindle, Tolino und PocketBook. Sie haben einiges gemeinsam, unterscheiden sich aber in ihrem System und Angebot. Nutzer können sich allerdings auch fĂŒr andere Marken wie zum Beispiel Sony, TrekStor, Samsung oder Kobo entscheiden.

Der Kindle

MarktfĂŒhrer ist Amazons Reader Kindle, der als erste große E-Reader-Marke bekannt wurde. Das erste Kindle-Modell kam 2007 auf den US-Markt und verfĂŒgte nur ĂŒber wenige Funktionen. Inzwischen ist der Kindle weltweit bekannt und beliebt. Amazon nutzt fĂŒr den Reader ein sogenanntes geschlossenes System, was bedeutet, dass Nutzer ihre E-Books nur von Amazon beziehen können. Da das Kundenkonto mit dem Reader verknĂŒpft ist und Nutzer direkt auf dem GerĂ€t den E-Book-Store von Amazon aufrufen können, ist der Kauf eines E-Books sehr einfach. Damit bindet Amazon die Kindle-Nutzer aber auch an die eigene Plattform. E-Books von anderen HĂ€ndlern können auf dem Kindle nur gelesenen werden, wenn sie keinen Kopierschutz haben. Zudem mĂŒssen sie umstĂ€ndlich am Computer in das MOBI-Format umgewandelt werden. DafĂŒr bietet der Versandriese eine sehr große Auswahl an E-Books, viele davon reduziert oder kostenlos. Mit dem Abonnement Kindle Unlimited können Nutzer außerdem fĂŒr 9,99 Euro im Monat verschiedene E-Books aus der Amazon-Bibliothek ausleihen. FĂŒr Amazon-Prime-Kunden ist ein Kindle praktisch, da sie mit Prime Reading kostenlos monatlich wechselnde E-Books leihen können.

Der Tolino

Der E-Reader Tolino ist seit 2013 auf dem Markt und wurde bis 2017 von der Deutschen Telekom hergestellt, seit 2017 ĂŒbernimmt das japanische Unternehmen Rakuten die Produktion. Im Unterschied zum Kindle nutzt der Tolino ein offenes System. Nutzer können ihre E-Books von allen BuchhĂ€ndlern und Vertriebsseiten beziehen, die das passende Format anbieten. Der Kopierschutz ist meist weniger streng als bei Amazon. Tolino hat Kooperationen mit mehreren großen Buchhandlungsketten wie Thalia, Hugendubel und Osiander. Das hat den Vorteil, dass das Benutzerkonto der Nutzer, die ihr GerĂ€t bei einer dieser Buchhandlungen kaufen, direkt mit der Buchhandlung verknĂŒpft ist und E-Book-KĂ€ufe dort einfach und schnell gehen.

Das Pendant zu Kindle Unlimited ist das Abonnement Tolino Select, bei dem Leser fĂŒr zehn Euro im Monat vier E-Books ausleihen können. Das Angebot ist allerdings kleiner als bei Kindle Unlimited. Da Tolino die Onleihe ermöglicht, können Nutzer, die bereits bei einer Bibliothek angemeldet sind, dort zahlreiche E-Books ausleihen. Wer keinen Bibliotheksausweis hat, kann die kommerzielle Plattform Skoobe zum Leihen nutzen, da diese ebenfalls mit Tolino kooperiert. Das Leihen mit einem Bibliotheksausweis ist zwar deutlich billiger als die Nutzung von Diensten wie Skoobe, allerdings mĂŒssen Leser auf die beliebteren BĂŒcher oft lange warten.

Der PocketBook

PocketBook ist weniger bekannt als die bereits vorgestellten Marken. Seit 2009 gibt es die Reader zu kaufen, die in Technik sowie Design mit Kindle und Tolino mithalten können. PocketBook verwendet ebenfalls ein offenes System, was Nutzern den E-Book-Kauf beim HÀndler ihrer Wahl zugÀnglich macht. Zwar gibt es weniger Kooperationen mit Buchhandlungen als bei Tolino, doch das Hilfe-System von PocketBook ist im Gegenzug besonders schnell und einfach. Der Anbieter ermöglicht ebenfalls Onleihe, was Nutzern mit Bibliotheksausweis zugutekommt.

NĂŒtzliche Tipps zur Handhabung

Wer einen E-Reader erworben hat, muss nun herausfinden, wie sich die E-Books auf den Reader ĂŒbertragen lassen. Je nach Modell ist das unterschiedlich kompliziert.

Wie E-Books geschĂŒtzt sind

E-Books haben meist einen Kopierschutz, auch Digital Rights Management (kurz DRM) genannt, der die unkontrollierte Weiterverbreitung der BĂŒcher verhindern soll. Unterschieden wird dabei in harten und weichen Kopierschutz.

BĂŒcher mit hartem Kopierschutz können nur gelesen werden, wenn sie fĂŒr das jeweilige GerĂ€t freigeschaltet werden. Sie werden verschlĂŒsselt, was nur mit einem dafĂŒr gemachten Programm aufhebbar ist. E-Books mit harten Kopierschutz sind außerdem nur auf einer begrenzten Anzahl von GerĂ€ten lesbar.

Eine weitere Art die Verbreitung eines E-Books zu verhindern, ist der weiche Kopierschutz. Im E-Book selbst sind Informationen enthalten, die RĂŒckschlĂŒsse auf den KĂ€ufer schließen lassen und so RĂŒckverfolgungen ermöglichen. Beim Lesen ist das Wasserzeichen allerdings nicht sichtbar. Viele E-Books haben einen Kopierschutz, inzwischen gibt es aber auch einige ohne. E-Books in der Onleihe haben immer einen harten Kopierschutz, da sich die RĂŒckgabefrist nur damit ĂŒberprĂŒfen und umsetzen lĂ€sst.

Wie transportiere ich die E-Books auf meinen E-Reader?

Wenn Sie ein E-Book erworben haben, stellt sich nun die Frage, wie Sie es auf Ihren E-Reader bekommen. Wenn Sie es ĂŒber den Reader oder den dort hinterlegten Partnershop gekauft haben, ist das E-Book direkt auf dem GerĂ€t und Sie können sofort mit dem Lesen beginnen. Wenn Sie es auf einem anderen GerĂ€t und in einem anderen Shop gekauft haben, ist der Einsatz eines Computers nötig. DafĂŒr mĂŒssen Sie das E-Book zunĂ€chst downloaden. Verbinden Sie dann den E-Reader mithilfe eines USB-Kabels mit Ihrem Computer. Als letzter Schritt lĂ€sst sich das Buch ganz einfach auf den Reader ziehen. E-Books mit hartem Kopierschutz mĂŒssen allerding durch ein Programm wie Adobe Digital Editions wandern, bevor sie bereit zum Transportieren sind.

Wie pflege ich meinen E-Reader?

E-Reader halten eine ganze Menge aus, werden aber trotzdem schnell schmutzig. Besonders lĂ€stig sind FingerabdrĂŒcke aus dem Display, die bei Modellen mit Touchbedienung kaum vermeidbar sind. FĂŒr den Bildschirm reicht ein feuchtes Tuch aus. Im zweiten Schritt wischen Sie die OberflĂ€che mit einem trockenen Tuch ab, bis keine FlĂŒssigkeit mehr vorhanden ist. FĂŒr gummierte FlĂ€chen, zum Beispiel bei der HĂŒlle des Readers, verwenden Sie am besten ebenfalls ein feuchtes Tuch. Kontaktstellen und Rillen können Sie gut mit WattestĂ€bchen reinigen.

WeiterfĂŒhrende Testberichte

Achtung: Hierbei handelt es sich um einen E-Book-Reader-Vergleich. Wir haben die vorgestellten Produkte keinem Test unterzogen.

Stiftung Warentest nahm 2020 insgesamt neun E-Book-Reader unter die Lupe, darunter drei GerĂ€te von Amazon, ein Kobo, zwei PocketBooks und drei Tolinos. GegenĂŒbergestellt wurden den Readern zwei Kindle-Leseapps fĂŒr Samsung-GerĂ€te und zwei Tolino-Apps, ebenfalls fĂŒr Samsung-Modelle. Die Tester ĂŒberprĂŒften die Apps in ihrer BildqualitĂ€t und Bedienung und die die Reader zusĂ€tzlich auf ihren Akku und ihre langfristige Haltbarkeit. Preislich waren die unterschiedlichsten GerĂ€te im Test vertreten, sie kosteten zwischen 90 und 298 Euro. Alle E-Reader schnitten mindestens mit dem Gesamturteil „gut“ ab, wĂ€hrend die Apps nur die Bewertung „befriedigend“ erhielten. Auf Tablets lĂ€sst sich durch die spiegelnden Bildschirme nur schlecht in der Sonne lesen, wĂ€hrend das mit allen Readern problemlos möglich ist. Testsieger wurde der Tolino Epos 2, der zu den PremiumgerĂ€ten gehört. Er besitzt ein großes Display, eine ausgezeichnete BildqualitĂ€t und eine hohe Anzahl nĂŒtzlicher Funktionen. Allerdings ist er mit 298 Euro auch das teuerste der getesteten GerĂ€te.

Auch CHIP testete 2020 verschiedene E-Reader zu Preisen zwischen 99 und 367 Euro. Die Tester prĂŒften die GerĂ€te in den Kategorien Geschwindigkeit, MobilitĂ€t, Display und Ausstattung. Auch hier erhielten alle Reader mindestens die Gesamtnote „gut“. Testsieger wurde der Amazon Kindle Oasis, der in den Kategorien Geschwindigkeit, Display und Ausstattung die Bewertung „sehr gut“ erhielt. Er ist wasserfest und besitzt einen Bildschirm mit hoher Auflösung und Farbtemperaturausgleich. Mit einem Kaufpreis von 224 Euro gehört er jedoch zu den PremiumgerĂ€ten.