Mobiler WLAN-Router

Die 7 besten mobilen WLAN-Router im Vergleich

Allgemeine Merkmale
Maße
Farbe
Gewicht
Produkteigenschaften
Frequenzen
Status-LED
DatenĂŒbertragungsrate maximal
WLAN-Version
Anzahl LAN-AnschlĂŒsse
WPS
Anzahl USB 2.0-AnschlĂŒsse
Anzahl USB 3.0-AnschlĂŒsse
Firewall
Externe Antennen
Vorteile

Mobiler WLAN-Router-Ratgeber: So wÀhlen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in KĂŒrze
  • Mobile WLAN-Router sind kleine GerĂ€te, die ein privates WLAN-Netzwerk aufspannen. Sie versorgen mehrere GerĂ€te zugleich mit drahtlosem Internet.
  • HierfĂŒr ist eine SIM-Karte mit Datentarif erforderlich. Prepaid-Karten eignen sich fĂŒr gelegentliche Nutzung.
  • Die Geschwindigkeit der DatenĂŒbertragung hĂ€ngt vom verfĂŒgbaren Mobilfunkstandard im Tarif ab: LTE versorgt Nutzer mit schnellem Internet und ist dabei weitrĂ€umig verfĂŒgbar.
  • FĂŒr Familien oder Gruppen ist es entscheidend, dass sich viele GerĂ€te an das Netz anschließen lassen.
  • Bei langer Nutzung sollte die Akkulaufzeit hoch sein.

Immer und ĂŒberall im Netz

Der LTE-Netzausbau schreitet kontinuierlich voran und auch das 5G-Netz fasst in Deutschland langsam Fuß. Die Deutsche Telekom beispielsweise vermeldet, dass sie bereits mehr als 98 Prozent der Bevölkerung mit LTE versorgt. In vielen anderen LĂ€ndern ist der Ausbau noch weiter fortgeschritten. Zudem genießen Verbraucher in der gesamten EuropĂ€ischen Union Highspeed-Internet zu gĂŒnstigen Preisen: Seit 2017 zahlen sie keine Roaming-GebĂŒhren mehr.

FĂŒr Reisende im In- und Ausland sind dies hervorragende Voraussetzungen, um sich ein eigenes unabhĂ€ngiges WLAN einzurichten. Dann können sie mehrere GerĂ€te zugleich mit drahtlosem Internet versorgen und sind zum Surfen nicht mehr auf öffentliche Hotspots angewiesen. Ein schnelles und sicheres WLAN-Netzwerk fĂŒr unterwegs lĂ€sst sich leicht mit einem mobilen WLAN-Router einrichten.

Was ist ein mobiler WLAN-Router?

Ein mobiler WLAN-Router, manchmal auch Pocket-Wifi genannt, stellt Nutzern eine drahtlose Internetverbindung zur VerfĂŒgung. Das kleine GerĂ€t wird grĂ¶ĂŸtenteils per Akku oder Netzstecker betrieben und passt in jede Tasche. Einige Varianten lassen sich auch an den ZigarettenanzĂŒnder im Auto anschließen oder beinhalten ein Autoladekabel im Lieferumfang. Zum Aufspannen eines eigenen WLAN-Netzwerks benötigt der Router eine SIM-Karte mit Datentarif. Der Router wandelt die Netzwerkverbindung in ein WLAN-Signal um und schafft so ein privates Funkfeld, auf das mehrere Smartphones, Tablets oder PCs mit dem entsprechenden Passwort zugreifen können. Die Internetgeschwindigkeit ist dabei von dem Mobilfunknetz abhĂ€ngig, auf das der Router zugreift. FĂŒr die derzeit schnellste Verbindung sorgt das 4G- oder LTE-Netz, da der Nachfolger 5G aktuell noch nicht ausreichend aufgebaut ist.

Vorteile von mobilen WLAN-Routern

Mobile WLAN-Router spielen ihre StĂ€rken vor allem auf Reisen aus. Die GerĂ€te sorgen nicht nur wĂ€hrend dem Familienurlaub fĂŒr konstantes Internet, sondern auch wĂ€hrend GeschĂ€ftsreisen. Leistungsstarkes mobiles WLAN ermöglicht es Arbeitenden, ihre Aufgaben an anderen Orten im In- und Ausland problemlos zu verrichten. Bei Bedarf lassen sich oft mehr als zehn EndgerĂ€te mit einem Router verbinden, solange die Nutzer ĂŒber das Passwort verfĂŒgen.

Ebenfalls praktisch sind mobile WLAN-Router fĂŒr alle, die vor Kurzem umgezogen sind oder umziehen wollen: Bis das Heimnetzwerk eingerichtet ist, vergehen zum Teil einige Wochen. Mit einem mobilen WLAN-Router und einer Prepaid-SIM-Karte mit Datenflat lĂ€sst sich die Zeit ĂŒberbrĂŒcken. Er versorgt beispielsweise die Smartphones, Tablets und Notebooks aller Haushaltsmitglieder mit Highspeed-Internet.

Zwar verfĂŒgen Smartphones ebenfalls ĂŒber eine Hotspot-Funktion, aber diese verbraucht sehr viel Akku. FĂŒr alle, die lĂ€ngere Zeit unterwegs sind, bietet sich ein vom Smartphone unabhĂ€ngiger WLAN-Hotspot an.

Sind Surfsticks eine Alternative zu mobilen WLAN-Routern?

Wie mobile WLAN-Router sind auch Surfsticks kleine GerĂ€te, die eine Internetverbindung mit Hilfe einer SIM-Karte aufbauen. Anwender verbinden den Surfstick per USB-Anschluss mit einem EndgerĂ€t, das dann als einziges ĂŒber Internet verfĂŒgt. Mehrere EndgerĂ€te lassen sich nur verbinden, wenn Anwender den Stick als zusĂ€tzlichen WLAN-Hotspot einrichten. Aufgrund des Mehraufwands ist die Methode keine praktische Alternative zu mobilen WLAN-Routern. FĂŒr unterwegs ist ein Surfstick nur bedingt geeignet, da die Inbetriebnahme auf einen USB-Anschluss oder einen passenden Adapter angewiesen ist. Bei lĂ€ngeren Zugfahrten etwa lĂ€sst sich der Surfstick aber problemlos an das Notebook schließen. FĂŒr Einzelpersonen in einer neuen Wohnung ist der Surfstick ebenfalls eine geeignete Übergangslösung, bis beispielsweise DSL eingerichtet ist. Surfsticks sind eine Alternative fĂŒr einzelne Anwender und fĂŒr eine eher stationĂ€re Nutzung am Notebook oder PC.

Darauf ist beim Kauf zu achten

Ein passender mobiler WLAN-Router versorgt Anwender ĂŒberall mit Highspeed-Internet und ist dabei so klein, dass er in jede Tasche passt. Gleichzeitig muss er Platz fĂŒr alle nötigen AnschlĂŒsse haben und eine ausreichende Anzahl an GerĂ€ten parallel Zugang erlauben.

SIM-Karte und Tarife

Um den mobilen WLAN-Router in Betrieb zu nehmen, ist eine SIM-Karte mit Datentarif nötig. Bei den meisten Modellen lassen sich Tarife aller Anwender nutzen. Es ist aber möglich, dass der WLAN-Router eines bestimmten Netzwerkanbieters nur mit der SIM-Karte des Anbieters verwendbar ist.

Der Tarif kann in einen Vertrag eingebunden oder Prepaid sein. Bei einem festen Vertrag sind Nutzer an die Laufzeit gebunden und können den Tarif nicht spontan Ă€ndern oder kĂŒndigen. Jeden Monat bucht der Anbieter die Kosten vom Konto des Kunden ab. Wer den mobilen WLAN-Router nur selten nutzt, zahlt trotzdem den vollen Preis. HĂ€ufig betrĂ€gt die Mindestlaufzeit ein bis zwei Jahre, nur wenige Tarife sind nach einem Monat kĂŒndbar. Bei einem Prepaid-Tarif bucht der Anbieter den Betrag vom Guthaben ab. LĂ€dt der Nutzer das Guthaben nicht auf, entstehen keine zusĂ€tzlichen Kosten: Er hat damit die volle Kontrolle ĂŒber die Ausgaben. FĂŒr Geringnutzer oder begrenzte NutzungszeitrĂ€ume, etwa im Urlaub, eignen sich Prepaid-Tarife oder MonatsvertrĂ€ge am besten.

Die zweite Entscheidung betrifft das nötige Datenvolumen. Auch diese richtet sich nach dem Nutzerverhalten, zum einen nach der HÀufigkeit und zum anderen nach der Art der Nutzung. Videos und Streamingdienste etwa verbrauchen viel Datenvolumen: Wer eine Stunde lang in hoher QualitÀt auf Netflix streamt, verbraucht ein Gigabyte, wÀhrend eine Stunde YouTube-Videos mit einer Vertikalauflösung von 1.080 Pixeln schauen etwa 1,8 Gigabyte benötigt.

Demnach benötigen Vielnutzer, die viel Datenvolumen am StĂŒck verbrauchen, hiervon am meisten. Bereits Vielnutzern, die ihre GerĂ€te vorwiegend fĂŒr Nachrichten schreiben oder Surfen im Internet verwenden, empfiehlt sich ein Datenvolumen von fĂŒnf Gigabyte. Gelegentlichen Nutzern, die Videos schauen, genĂŒgen drei Gigabyte.

Mobilfunkstandard

Da der mobile WLAN-Router Mobilfunksignale fĂŒr das eigene Netz umwandelt, hĂ€ngt die Geschwindigkeit vom Mobilfunkstandard des gewĂ€hlten Tarifs ab. Der aktuell schnellste Mobilfunkstandard mit einer guten Netzabdeckung ist 4G oder LTE. Dieser Standard erlaubt eine DatenĂŒbertragung von bis 300 Megabit pro Sekunde. Zwar ist 5G in der Theorie bei weitem schneller, aber das Netzwerk ist in Deutschland nicht so weit ausgebaut, dass es seine volle Leistung erbringen kann. Ein 5G-fĂ€higes-Modem lĂ€sst sich daher nicht uneingeschrĂ€nkt empfehlen.

FĂŒr Vielnutzer mit hohen GeschwindigkeitsansprĂŒchen, die fĂŒr die Zukunft gerĂŒstet sein wollen, kann sich der Aufpreis fĂŒr 5G-Router und -Datentarif aber durchaus lohnen. Zudem ist die Abdeckung in einigen LĂ€ndern – vor allem asiatischen wie China oder SĂŒdkorea – weiter fortgeschritten, sodass Reisende an den Orten von 5G profitieren. FĂŒr die meisten Anwender genĂŒgt 4G allerdings vollkommen: Es sorgt fĂŒr Highspeed-Internet und verfĂŒgt ĂŒber eine gute Netzabdeckung, auch im europĂ€ischen und nicht-europĂ€ischen Ausland.

3G, auch UMTS, genannt, ist auf Dauer nicht empfehlenswert, da die drei großen deutschen Netzbetreiber Telekom, Vodafone und O2 diesen Mobilfunkstandard zwischen Juni 2021 und Anfang 2022 abschalten wollen. Das freiwerdende Frequenzspektrum dient dann dem LTE-Funknetz.

FĂŒr alle, die mit dem mobilen WLAN-Router vor allem außerhalb von Europa auf Reisen gehen möchten, empfiehlt es sich, auf die Frequenzen zu achten, die das GerĂ€t empfangen kann. Andernfalls kann der Router nicht auf das Mobilfunknetz zugreifen und eine Verbindung aufbauen. Die Frequenzbereiche oder -bĂ€nder, die fĂŒr die jeweiligen Mobilfunknetze zum Einsatz kommen unterscheiden sich von Land zu Land sowie von Anbieter zu Anbieter. Europa, Afrika und der Nahe Osten weisen einen Ă€hnlichen Aufbau auf. Die zweite Gruppe umfasst den amerikanischen Kontinent und die dritte Asien sowie den Pazifik.

Welche LTE-FrequenzbÀnder sind in Deutschland nötig?

Das wichtigste Mobilfunknetz in Deutschland, LTE, hat weltweit etwa 40 verschiedene FrequenzbĂ€nder: Zwar gibt es weltweit einheitliche LTE-Standards, aber die mobile DatenĂŒbertragung findet regional auf unterschiedlichen Frequenzen statt. Die wichtigsten BĂ€nder, die deutsche Mobilfunkanbieter nutzen, sind LTE Band 1 mit Frequenzen von 2.100, Band 3 mit 1.800, Band 7 mit 2.600, Band 8 mit 900, Band 20 mit 800 sowie Band 28 mit 700 Megahertz. Viele der in Deutschland verwendeten BĂ€nder werden auch in anderen LĂ€ndern genutzt, jedoch nicht alle. Das macht auch den Kauf von Importprodukten problematisch, da essenzielle BĂ€nder fehlen können: Bei Produkten fĂŒr den chinesischen Markt ist dies beispielsweise das LTE Band 20.

WLAN-Standard

Neben dem Mobilfunkstandard ist der verwendete WLAN-Standard bei der Übertragung vom Router zum EndgerĂ€t wichtig: Er definiert die maximale Übertragungsgeschwindigkeit sowie den möglichen Frequenzbereich. Wireless LAN, kurz WLAN basiert in der Regel auf den IEEE-802.11-Standards fĂŒr Funknetzwerke auf Ethernet-Basis. Diese existieren seit 1997 und haben sich seitdem kontinuierlich weiterentwickelt. Die Folgegenerationen verarbeiten mehr Daten, verbessern die Reichweite sowie die Sicherheit und sorgen fĂŒr eine bessere Zusammenarbeit von MarkengerĂ€ten untereinander. Um die Standards fĂŒr Normalverbraucher verstĂ€ndlicher zu machen, erhielten sie einfachere Bezeichnungen: Das originale IEEE-802.11 erhielt international den Namen Wi-Fi 1 und in Deutschland WLAN 1. Die nachfolgenden Generationen sind:

  • WLAN 2 / Wi-Fi 2: IEEE-802.11b
  • WLAN 3 / Wi-Fi 3: IEEE-802.11g
  • WLAN 4 / Wi-Fi 4: IEEE-802.11n
  • WLAN 5 / Wi-Fi 5: IEEE-802.11ac
  • WLAN 6 / Wi-Fi 6: IEEE-802.11ax

Bei mobilen WLAN-Routern stoßen Verbraucher in der Regel auf den n-, ac- oder ax-Standard sowie die beiden Frequenzen 2,4 und 5,0 Gigahertz, anstelle der entsprechenden „WLAN“-Bezeichnungen. Alle Standards sind abwĂ€rtskompatibel, sodass sie sich auch die neueren Versionen mit Ă€lteren EndgerĂ€ten nutzen lassen.

Die FrequenzbĂ€nder verfĂŒgen ĂŒber eine gewisse Anzahl an KanĂ€len, von denen sich die meisten ĂŒberlappen – beispielsweise 13 KanĂ€le im 2,4-Gigahertz-Frequenzbereich. Bei der WLAN-Funktechnik teilen sich alle Netzwerkteilnehmer die verfĂŒgbaren KanĂ€le. WĂ€hrend das 2,4- Gigahertz-Frequenzband eine grĂ¶ĂŸere Reichweite besitzt als das 5,0-Gigahertz-Frequenzband, ist Letzteres bei einer guten SignalstĂ€rke und -qualitĂ€t in der Regel schneller. Zudem sind die KanĂ€le nicht so ausgelastet wie beim 2,4-Gigahertz-Band.

Zwar ĂŒbertragen die neuesten Wi-Fi-Standards die Daten deutlich schneller, aber die angegebenen Maximalgeschwindigkeiten erreicht keine Version, unabhĂ€ngig von ihrem Alter: Die reale Übertragung hĂ€ngt von den Umgebungsbedingungen wie WĂ€nden und anderen Funknetzwerken, der Anzahl der Teilnehmer sowie der Entfernung ab und erreicht hĂ€ufig nur ein Bruchteil der möglichen Rate. Zugunsten einer hohen Geschwindigkeit sowie Sicherheit ist ein möglichst aktueller Standard wie IEEE-802.11ac oder ax ratsam.

Stromversorgung

Mobile WLAN-Router lassen sich wahlweise per Akku oder per Netzteil mit Strom versorgen. GerĂ€te mit Akku sind an unabhĂ€ngig von einer externen Stromquelle ĂŒberall einsetzbar. Solange der Akku nicht aufgebraucht ist, genießen Verbraucher beispielsweise an StrĂ€nden, in den Bergen sowie wĂ€hrend StĂ€dtetouren durchgehend drahtloses Internet. Wer den Router ĂŒber lange ZeitrĂ€ume verwenden möchte, achtet am besten auf die Akkulaufzeit.

Bei GerĂ€ten mit Netzteil sind Sie ortsgebunden. Die Modelle lohnen sich fĂŒr die Nutzung in GebĂ€uden oder, sofern ein passender Anschluss oder Adapter vorhanden ist, im Auto. Im eigenen Zuhause kann es etwa ein DSL-Festnetz ersetzen, in Ferienwohnungen oder Hotelzimmern sorgt es ebenso fĂŒr Netz.

Anzahl möglicher Verbindungen

Mobile WLAN-Router unterscheiden sich ebenso in der Anzahl der GerĂ€te, die sie mit drahtlosem Internet versorgen können. WĂ€hrend sich mit einigen Modellen weniger als zehn GerĂ€te verbinden lassen, erlauben andere Pocket-Wifis mehr als dreißig. Je mehr Leute parallel Zugang auf das Netzwerk haben sollen, desto mehr EndgerĂ€te muss der Router unterstĂŒtzen. FĂŒr Familien und kleine Gruppen sind mindestens zehn Verbindungspunkte ratsam.

Über welche AnschlĂŒsse verfĂŒgen mobile WLAN-Router?

Jeder mobiler WLAN-Router ist neben dem SIM-Karten-Slot mit einem Anschluss fĂŒr den Strom ausgestattet. Es ist ratsam, auf die GrĂ¶ĂŸe der SIM-Karte zu achten: Zwar ist es möglich, eine zu große SIM-Karte zuzuschneiden und fĂŒr eine zu kleine AusfĂŒhrung einen Adapter zu kaufen, aber es ist einfacher bereits die richtige GrĂ¶ĂŸe zu besitzen – hĂ€ufig eine MicroSIM-Karte. Zum Aufladen des Akkus steht in der Regel ein MicroUSB-Anschluss zur VerfĂŒgung. Alternativ besitzen die GerĂ€te einen Anschluss fĂŒr das Netzteil oder ein Autoladekabel. Mit einem LAN-Anschluss lĂ€sst sich das GerĂ€t auch direkt mit den GerĂ€ten koppeln, um so die Übertragungsgeschwindigkeit zu erhöhen. Einige Modelle besitzen einen Anschluss fĂŒr externe Antennen. Ein Slot fĂŒr Speicherkarten sowie ein USB-Anschluss sind bei vielen Modellen gĂ€ngig. Per USB-Kabel lĂ€sst sich etwa ein Drucker anschließen. Die Dateien, die sich auf dem Speichermedium befinden, sind fĂŒr alle EndgerĂ€te zugĂ€nglich.

Lieferumfang und Zubehör

Der Lieferumfang von mobilen WLAN-Routern ist hÀufig gering. WÀhrend ein Ladekabel oder ein Netzteil in der Regel erhalten sind, ergÀnzen nur wenige Hersteller den Router um Zubehör wie einen SIM-Kartenadapter oder AdapteraufsÀtze.

Ein SIM-Karten-Adapter ist aber ein praktisches Extra, da die NanoSIM-Karten moderner Smartphones nicht in die MicroSIM-Einsparung des Routers passen. FĂŒr alle, die ihren Router ĂŒber lange ZeitrĂ€ume nutzen oder den Akku wĂ€hrend des Reisens nur selten Aufladen können, eignet sich eine leistungsstarke Powerbank.

Um das WLAN-Signal des Routers zusĂ€tzlich zu verstĂ€rken, können Nutzer bei Bedarf einen akkubetriebenen WLAN-Repeater verwenden. Dieser nimmt das Funksignal des WLAN-Routers auf und sendet es erneut aus. Dadurch lassen sich die Reichweite steigern und SignalabbrĂŒche reduzieren. Alternativ können Verbraucher das Signal mithilfe einer Antenne verstĂ€rken, wenn das GerĂ€t ĂŒber einen entsprechenden Anschluss verfĂŒgt.

Die verschiedenen Netzwerke im Überblick

UrsprĂŒnglich funktionierte mobiles Telefonieren nur per analoger SprachĂŒbertragung. Erst der Nachfolger, 2G, ermöglichte eine mobile DatenĂŒbertragung. Die darauffolgenden Generationen sorgen fĂŒr schnellere und störungsfreie Übertragungsraten. Bezeichnungen wie 3G, 4G, 5G sowie UMTS und LTE beschreiben die jeweiligen Mobilfunkstandards. Wie sich die einzelnen Standards im Detail unterscheiden erfahren Sie im Folgenden.

2G: Der digitale Anfang

Der Mobilfunkstandard 2G bezeichnet das erste digitale Netz, welches neben dem Telefonieren auch das Übertragen von Daten ermöglichte. Es basiert auf dem GSM-Standard („Global System for Mobile Communications“), der 1992 eingefĂŒhrt wurde und der am weitesten verbreitete volldigitale Mobilfunkstandard ist. Das 2G-Netz eignet sich vorwiegend fĂŒr Telefonie und SMS, da die DatenĂŒbertragungsrate nur 9,6 Kilobyte pro Sekunde betrĂ€gt.

GPRS und EDGE: Eine effizientere Datenverarbeitung

Der GPRS-Standard („General Packet Radio Service) aus dem Jahr 2001, auch als 2.5G bekannt, ist eine Weiterentwicklung des ersten 2G-Netzes. Dieser Mobilfunk teilt die zu versendenden Informationen in mehrere Pakete und versendet diese; beim EmpfĂ€nger angekommen fĂŒgt er die kleinen PĂ€ckchen wieder zu einem Ganzen. Diese Vorgehensweise belastet das Netz nur wĂ€hrend des Versendens des Pakets, sodass Nutzer Datenvolumen sparen. Die Übertragung erreicht eine Geschwindigkeit von bis zu 54 Kilobyte pro Sekunde: Das Versenden eines zwei Megabyte großen Fotos dauert etwa fĂŒnf Minuten, sofern es nicht zu AbbrĂŒchen kommt.

Der EDGE-Standard („Enhanced Data Rates for GSM Evolution“) oder 2.75G stellt eine Verbesserung des paketorientierten GPRS-Dienstes dar. Aufgrund von effizienteren Verfahren sind die Übertragungsraten der Pakete stark gestiegen, auf bis zu 220 Kilobyte pro Sekunde. Diese Geschwindigkeit ermöglicht Anwendungen wie E-Mail oder Instant-Messenger.

D-Netz und E-Netz: Der Ursprung

UrsprĂŒnglich stellten die Telekom und der Vodafone-VorgĂ€nger D2 Mannesmann das GSM-Netz mit Frequenzen um 900 Megahertz zur VerfĂŒgung. Das ist das heutige D-Netz. Mitte der 1990er Jahre etablierte E-Plus das sogenannte E-Netz und verwendete hierfĂŒr einen 1.800-Megahertz-Frequenzbereich. Inzwischen beschreiben D-Netz und E-Netz nicht mehr die Frequenzen – alle Anbieter verwenden 900 und 1.800 Megahertz – sondern die Anbieter. Dabei gehört das E-Netz zu TelefĂłnica, dem Zusammenschluss aus E-Plus und O2.

3G: Der Durchbruch

Die dritte Generation des Mobilfunks ist das sogenannte UMTS-Netz, was fĂŒr „Universal Mobile Telecommunications System“ steht. Erst der 3G-Mobilfunkstandard erreicht die hohen Übertragungsraten, die mobiles Internet ermöglichen. Gemeinsam mit der Funkzugriffstechnik Wideband CDMA („Code Division Multiple Access“) lassen sich mehrere Datenströme gleichzeitig senden und empfangen, was Übertragungsraten von bis zu 384 Kilobyte pro Sekunde ermöglicht.

3.5G: Erweitertes UMTS

3.5G ist eine Weiterentwicklung des UMTS-Standards, aber noch kein eigenstĂ€ndiges Netz. Zu den Erweiterungen gehören HSPA und HSPA+ („High Speed Packet Access“), die sich aus je einem Up- und einem Downloadbeschleuniger zusammensetzen. Mit HSPA steigert sich die DatenĂŒbertragungsrate auf 7,2 Megabyte pro Sekunde, wĂ€hrend bei HSPA+ bis zu 42 Megabyte pro Sekunde erreichbar sind. Im Vergleich zum reinen UMTS-Standard schaffen die Erweiterungen eine deutlich schnellere Internetverbindung.

4G: Die Highspeed-Lösung

Der Mobilfunkstandard der vierten Generation nennt sich LTE („Long Term Evolution“). Aus technischer Sicht entspricht das ursprĂŒngliche LTE zwar einem 3.9G-Netz, aber als Marketing-Strategie erhielt diese Technik den Namen 4G. Die Übertragungsrate liegt bei 150 Megabyte pro Sekunde und die Zeitspanne, bis das Datenpaket ĂŒbertragbar ist, verringert sich um 20 bis 50 Millisekunden. Damit lassen sich auch Anwendungen wie Streams oder grĂ¶ĂŸere Downloads, die ein hohes Datenaufkommen haben, ausfĂŒhren.

Der eigentliche 4G-Standard

LTE-Advanced, auch als LTE-A oder LTE+ abgekĂŒrzt, ist eine Erweiterung des LTE-Standards und entspricht dem eigentlichen 4G-Netz. Die Übertragungsraten sind mit 300 bis 600 Megabyte pro Sekunde enorm gestiegen. Mit einem einfachen Software-Update lassen sich kompatible LTE-Basisstationen auf den erweiterten Standard aufrĂŒsten.

In Deutschland sorgt eine Technologie namens „Carrier Aggregation“ fĂŒr die hohen Übertragungsraten. Sie erlaubt das gleichzeitige Nutzen mehrerer FrequenzbĂ€nder: WĂ€hrend bei LTE-Advanced in der Regel zwei BĂ€nder zum Einsatz kommen, sind es bei LTE-Advanced Pro mindestens drei FrequenzbĂ€nder. LTE-Advanced Pro, auch 4.5G genannt, schafft auf diese Weise eine Geschwindigkeit von bis zu 600 Megabyte pro Sekunde und ist damit ein Zwischenschritt zur fĂŒnften Generation.

5G: Technologie der Zukunft

5G ist die neueste und schnellste Generation der Mobilfunknetze; Daten sollen sich der Theorie zufolge in Echtzeit ĂŒbertragen lassen. Dabei betragen die Latenzzeiten weniger als eine Millisekunde. Das ermöglicht auch privaten Nutzern, so Mobilfunkanbieter, Anwendungen wie Virtual-Reality (VR) und Augmented-Reality (AR) mit jedem 5G-fĂ€higen GerĂ€t zu nutzen.

WĂ€hrend das 5G-Netz in einigen LĂ€ndern wie China schon weit ausgebaut ist, steht es in Deutschland noch am Anfang. Beim Aufbau arbeiten Mobilfunkanbieter mit dem 5G-NR-Standard, auch 5G-NSA genannt. „NSA“ steht dabei fĂŒr Non-Stand-Alone und bedeutet, dass das 5G-Zugangsnetz zu einem vorhandenen LTE-Kernnetz hinzugeschaltet wird. Es funktioniert nicht unabhĂ€ngig.

Ein besonderes Merkmal des 5G-Netzes ist das sogenannte „Network-Slicing“, bei dem sich einzelne Netze auf jeweils eine Funktion spezialisieren. Im folgenden Video erklĂ€rt ein Abteilungsleiter der Vodafone Deutschland was diese Technik konkret bedeutet:

Allerdings können nur unabhĂ€ngige Netze auf die Slice-Funktion zurĂŒckgreifen, sodass deutsche Nutzer in absehbarer Zeit nicht von den Vorteilen profitieren können.

WeiterfĂŒhrende Testberichte

Achtung: Hierbei handelt es sich um einen Vergleich von mobilen WLAN-Routern. Wir haben die vorgestellten Produkte keinem Test unterzogen.

Die Stiftung Warentest nahm neun mobile LTE-WLAN-Router sowie die Hotspot-Funktion dreier Smartphones unter die Lupe. Die Redakteure testeten die Geschwindigkeit der DatenĂŒbertragung, die Handhabung, den Stromverbrauch sowie das Datensendeverhalten der App.

Testsieger unter den sechs AkkugerĂ€ten wurden der Huawei E5885 sowie der Netgear AirCard 790, beide mit dem Testurteil „gut“ (2,1). Bei den drei getesteten Routern mit Stromanschluss lieferte die GigaCube Flex von Vodafone mit der Testnote „gut“ (1,9) das beste Ergebnis.

Auch das Testcenter von CHIP prĂŒfte die Handhabung und Ausstattung von neun mobilen LTE-Routern. Ein besonderes Augenmerk legten die Tester darauf, welche Netzwerkstandards und SIM-Karten die TestgerĂ€te unterstĂŒtzen und ob Speichermöglichkeiten zur VerfĂŒgung stehen. Den Testern zufolge war keines der getesteten GerĂ€te unbrauchbar.

Der Testsieger Nighthawk M1 von Netgear ĂŒberzeugte mit einer einfachen Installation und Inbetriebnahme, einem starken Akku sowie einer umfangreichen Ausstattung. Neben einem USB-3.0-Kabel enthĂ€lt das GerĂ€t ein USB-Netzteil mit AdapteraufsĂ€tzen vom Typ-C fĂŒr Deutschland und vom Typ-G fĂŒr Großbritannien im Lieferumfang.

Aufgrund seiner einfachen Installation und Bedienung, gepaart mit einer guten Übertragungsrate sowie einem niedrigen Preis, krönten die Tester den DWR-932 vom Hersteller D-Link zum Preis-Leistungs-Sieger.

Im Test von COMPUTER BILD punktete ebenfalls ein mobiler WLAN-Router von Netgear: Die Aircard 810 verfĂŒgt nicht nur ĂŒber zahlreiche Features, sie ist auch das einzige GerĂ€t, das mit dem schnellen WLAN-n Standard arbeitet. Die Bedienung ist einfach, aber Nutzer mĂŒssen einen passenden Access Point selbst auswĂ€hlen. Dank seiner guten WLAN-Leistung und ausreichendem Funktionsumfang bei einem niedrigen Preis erhĂ€lt der TP-Link M7310 die Testnote „befriedigend“ (3,3) und den Titel Preis-Leistungs-Sieger.