LOADING

VPN-Software

Test und Vergleich
Bitdefender Banner

Sicherheit

Performance

Bedienung

Hilfe & Support

Die beste VPN-Software im Test

Welche Vorteile bietet VPN-Software?

vpn_software-anonymität
Beim Surfen im Internet hinterlassen Nutzer automatisch Spuren.

Echte Anonymität im Internet ist durch zahlreiche Überwachungsskandale zu einem großen Thema geworden. Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass viele Benutzer ihre IP-Adresse, mit der sie sich bei jedem Seitenaufruf unverwechselbar identifizieren, gerne schützen möchten. Anonymisierungs-Dienstleister bieten für diesen Zweck VPN-Clients an, die eine verschlüsselte Verbindung zu einem Remote-Server aufbauen. Erst von diesem aus erfolgt der Zugriff auf die gewünschten Internetseiten – diese sehen dann nur die Anfrage des Servers, User bleiben unerkannt.

Da sich die Server in der Regel in anderen Ländern befinden, erhalten Nutzer nun auch eine neue verschlüsselte IP-Adresse. In der Folge ist seine wahre Identität nur äußerst schwierig in Erfahrung zu bringen. Da Anwender das Land, aus dem ein Seitenaufruf erfolgt, mit dem ausgewählten Server beliebig aussuchen, können sie sich auch in bestimmten Ländern gesperrte Inhalte anschauen.

Besonders beliebt sind dabei vor allem Videoplattformen wie YouTube oder Vimeo, auf denen nicht jeder Inhalt frei verfügbar ist. In Deutschland überwacht die GEMA (Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte) Urheberrechte und die Entrichtung einer Nutzungsgebühr ihrer Mitglieder. Besteht der Verdacht, ein Urheber erhält nicht das ihm zustehende Entgelt, kann die GEMA ein Video in Deutschland seit 2009 sperren lassen.

Wofür wird ein VPN-Service benötigt?

drei Bauklötze mit den Buchstaben V, P und N bedruckt vor einer tastatur
Mit VPN-Software ist anonymes Surfen im Internet möglich.

VPN (Virtual Private Network) macht ein anonymes Surfen im Internet möglich und schützt so die Privatsphäre. Die eigene IP-Adresse wird dabei vom Anbieter durch eine beliebige andere ausgetauscht. Ein weiterer Vorteil ist der Schutz beim Surfen in öffentlichen WiFi-Netzen. Für Hacker ist es ein Kinderspiel, in diesen freien Netzen persönliche Daten sowie E-Mails oder sogar Kontodaten auszuspionieren, insbesondere von Nutzern, die das offene WLAN in Cafés, Zügen oder im Fernbus ganz unbefangen nutzen.

In VP-Netzwerken ist der Datenverkehr dagegen verschlüsselt. Unbefugte erhalten somit keinen Zugriff auf sensible Daten der anderen Surfer.

Sicherheit

Die meisten User nutzen einen VPN-Client als Ergänzung zu dem Schutz, den ein Antivirus-Programm bietet. Durch die Verschlüsselung der IP-Adresse können dann auch ohne Bedenken öffentlich zugängliche Hotspots verwendet werden. In der Regel werden für die Codierung OpenVPN, PPTP oder L2TP genutzt. Die sicherste Methode für eine gute Datenverschlüsselung ist das OpenVPN. Die Daten werden hierbei über eine TLS-Verbindung geleitet und mit Hilfe der SSL-Bibliotheken verschlüsselt.

Das Point-To-Point-Tunneling-Protocol (PPTP) verrichtet seine Dienste ebenfalls zuverlässig, dennoch wurden in der Vergangenheit immer wieder Sicherheitslücken aufgedeckt. User, welche die Wahl haben, sollten sich vorrangig für OpenVPN-Varianten entscheiden. Allerdings bietet sich für die Absicherung von mobilen Endgeräten eher das PPTP Verfahren an. Ein weiteres gängiges Protokoll ist das L2TP, welches die Vorteile von PPTP und L2F vereint.

Die Verschlüsselung geschieht dann über einen beliebigen Schlüssel (etwa AES oder Triple DES). Auch in Sachen Logfiles unterscheiden sich die VPN-Produkte. Die Speicherung der Verbindungsdaten sind oft an länderspezifische Regelungen gebunden, so dass es Produkte gibt, welche gar keine Daten der User speichern, aber auch andere, die eine Vielzahl archivieren. Die Anonymität der User unterscheidet sich demnach stark von Programm zu Programm.

In Bezug auf die Nutzer heißt das: Je weniger Logfiles das VPN-Programm speichert, desto anonymer bewegen sich User im Netz. Um die Sicherheitsleistung der einzelnen Programme zu vergleichen, überprüft die Netzsieger-Redaktion die Verschlüsselung, das genutzte Protokoll und das Anlegen von Logfiles.

Performance

Tastatur
Mit VPN sind alle Verbindungen sicher verschlüsselt.

Der Bereich Performance untersucht den Einfluss des Programms auf die Leistung des Computers. Im Speziellen vergleicht die Netzsieger-Redaktion die Anzahl der genutzten Server, die Kompatibilität und der Einfluss der Programme auf die Geschwindigkeit des Computers miteinander. Auch das Preis-Leistungs-Verhältnis wird im Test berücksichtigt und fällt unter diesen Bewertungspunkt.

Die Anbieter der VPN-Programme stellen in den meisten Fällen unbegrenztes Datenvolumen und eine unbegrenzte Anzahl an Switches zwischen den Servern zur Verfügung. Somit hängt die Surf-Geschwindigkeit vor allem von der Bandbreite der eigenen Internetverbindung, der Entfernung des Rechners zum Server und der Server-Auslastung ab. Eine maximale Geschwindigkeit gibt es folglich nicht. Dafür aber Möglichkeiten, um die Verbindungsqualität hoch zu halten.

Die Preismodelle der einzelnen Anbieter variieren stark. Häufig werden die Programme in Abonnements angeboten, die sich auf einen, sechs oder zwölf Monate erstrecken. Neben diesen Angeboten gibt es häufig auch eine Freeware-Variante, die zwar meist nicht den vollen Funktionsumfang mitbringt, trotzdem einen grundlegenden Schutz bietet. Auffällig ist, dass nahezu alle Hersteller eine Geld-zurück-Garantie geben.

Bedienung

Bei der Usability geht es hauptsächlich darum, wie benutzerfreundlich das Produkt ist. Design und die intuitive Handhabung des Programms bilden die wichtigsten Punkte. Andere Aspekte sind die Funktionsweise des Programms, die Gliederung der Benutzeroberfläche oder die Notwendigkeit eines Nutzerprofils.

Je einfacher eine Software aufgebaut ist, desto mehr Freude haben vor allem unerfahrene User an ihr. Wenn es zusätzlich noch Einstellungsmöglichkeiten für fortgeschrittene Nutzer gibt, punktet das Programm auf ganzer Linie.

Hilfe und Support

Service ist ein elementarer Bestandteil einer Software. Kunden sollten sich bei Problemen von Anbieter beraten lassen können. Teilweise reichen die angegebenen FAQs bereits aus. Anbieter, die neben der Online-Hilfe auch direkte Kontaktmöglichkeiten bieten, punkten im Netzsieger-Vergleichstest jedoch besser. Immerhin dürfen zahlende Kunden etwas mehr erwarten, als eine Liste mit den häufigsten Fragen und Antworten. Ein persönlicher Support per E-Mail oder via Telefon wäre hierfür wünschenswert. Sehr gut ist auch ein Live-Chat für die zeitnahe Beantwortung von Fragen.

Das Fazit der Redaktion

Die Auswahl des richtigen VPN-Diensts benötigt ein wenig Zeit. User sollten sich im Klaren darüber sein, welche Funktionen das Programm mitbringen muss, um den persönlichen Ansprüchen gerecht zu werden. Mögliche Kriterien könnten dabei sein: Anzahl der weltweit verteilten Server, Down- und Upload-Geschwindigkeit, Funktionsumfang sowie Usability der Software, Anzahl der IP-Adressen, Zugang zu blockierten Webseiten und der Preis für das Abonnement. Weitere Fragen, die sich der User vorab stellen kann, sind:

  • Existiert der Kundendienst in der eigenen Sprache?
  • Welche Logfiles werden gespeichert?
  • Ist Filesharing erlaubt?
  • Gibt es eine unbegrenzte Anzahl an Switches?
  • Welche Verschlüsselungs-Protokolle werden genutzt?
  • Wie viele Verbindungen können gleichzeitig bestehen?
  • Gibt es eine Freeware-Variante?

Neben diesen Kriterien gibt es natürlich noch eine Reihe weiterer individueller Faktoren, welche den User dazu bringen, sich für eine VPN-Software zu entscheiden. Der Netzsieger-Vergleich soll bei der Entscheidungsfindung helfen.