Laserdrucker

Die 7 besten Laserdrucker im Test & Vergleich

Funktionen
Farbdruckfunktion
Druckgeschwindigkeit S/W
Druckgeschwindigkeit Farbe
Maximale Druckauflösung
Beidseitiger Druck
Fotodruck
Randlosdruck
Scanfunktion
Kopierfunktion
Faxfunktion
Typ Display
KapazitÀt
Maximales Papierformat
Automatischer Dokumenteinzug
Maximale PapierkapazitÀt
Anzahl PapierfÀcher
Anzahl Patronen/Toner
Wi-Fi-fÀhig
AirPrint-fÀhig
Steuerung per App
Cloud-Print
Energieverbrauch Betrieb
Herstellergarantie
Gewicht
Maße
Vorteile

Laserdrucker-Ratgeber: So wÀhlen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in KĂŒrze
  • Sei es fĂŒr private oder berufliche Zwecke: Laserdrucker erzielen die besten Druckergebnisse. Sie punkten mit hoher FarbqualitĂ€t, Schnelligkeit und niedrigen Druckkosten.
  • Die praktischen Alltagshelfer gibt es als Schwarz-Weiß, Farb- und Multifunktionsdrucker, mit der Nutzer nicht nur drucken, sondern auch kopieren, scannen und faxen.
  • Zu den wichtigsten Kaufkriterien gehören neben der Druckauflösung und der Druckgeschwindigkeit auch die KonnektivitĂ€t, der Stromverbrauch und der Funktionsumfang.
  • Zu den sinnvollen Extras fĂŒr Vieldrucker gehören zudem der Duplexdruck oder auch der Dokumenteneinzug, die beide den Druckvorgang beschleunigen.

Laserdrucker fĂŒr den BĂŒro- und Heimgebrauch

Er gehört in jedem BĂŒro, jeder Bibliothek sowie jeder Behörde zur Grundausstattung und hĂ€ndigt auch in privaten Haushalten regelmĂ€ĂŸig das Bewerbungsschreiben, die Projektdokumentation oder die Einladungskarte aus: der Drucker. Kommt er im geschĂ€ftlichen Bereich beinahe tĂ€glich zum Einsatz, staubt er im Heimgebrauch jedoch hĂ€ufig ein. Zu den verbreitetsten Druckerarten zĂ€hlen die Tintenstrahldrucker. Diese haben jedoch im Vergleich zu Laserdruckern einige kleine Nachteile. So neigt beispielsweise die von ihnen verwendete Tinte dazu, nach einer Weile einzutrocknen, worunter die DruckqualitĂ€t leidet. Inzwischen hat sich auf dem Markt allerdings ein weiterer Typus etabliert: Der Laserdrucker gilt als besonders sparsam und prĂ€zise, ist bisher aber vor allem in Unternehmen zu finden. Diese Zielgruppenorientierung wollen Hersteller mit der Entwicklung neuer, kompakterer Modelle, die auch fĂŒr den privaten Bereich interessant sind, Ă€ndern.

Wer hat die Nase vorn?

Der bekannteste Hersteller von Laserdruckern ist Hewlett-Packard (HP). WÀhrend HP mit seinen LaserJet-GerÀten auf eine hohe VerarbeitungsqualitÀt setzt, punkten die japanischen Hersteller Canon, Epson und Kyocera mit ressourcenschonenden und umweltfreundlichen Drucktechniken. Das amerikanische Unternehmen Dell zeichnet sich dagegen mit niedrigen Preisen aus . Weitere bekannte Hersteller sind Samsung, Brother und Epson.

Die GerĂ€te fĂŒr den privaten Bereich sind nicht nur deutlich kleiner und leichter, sondern auch wesentlich gĂŒnstiger geworden. Einsteigermodelle fĂŒr das gelegentliche Drucken eines Versandetiketts oder Formulars gibt es bereits ab einem Preis von 60 Euro. Wer jedoch hĂ€ufiger beziehungsweise grĂ¶ĂŸere Mengen druckt, sollte zu einem besser ausgestatteten Modell mit einer höheren Druckgeschwindigkeit und gegebenenfalls einem WLAN-Modul greifen. FĂŒr einen hochwertigen Schwarz-Weiß-Laserdrucker zahlen Verbraucher mindestens 80 Euro, wohingegen ein Standard-Farblaserdrucker zwischen 100 und 150 Euro, ein Farblaserdrucker mit Duplexeinheit zwischen 130 und 200 Euro sowie ein MultifunktionsgerĂ€t zwischen 200 und 300 Euro kostet.

So funktionieren Laserdrucker

Bei einem Drucker handelt es sich um ein GerÀt, das Daten, beispielsweise Texte, auf ein TrÀgermedium, in der Regel Papier, ausgibt. Die im Mittelpunkt befindliche Bildtrommel besteht aus einer speziellen Beschichtung, die sich negativ aufladen lÀsst. Sie dient dazu, den Toner, also die Farbe, auf das Papier zu bringen. Der namensgebende Laser wird so auf die Bildtrommel gelenkt, dass er genau die Stellen trifft, die mit Farbe versehen werden.

Die Funktionsweise eines Laserdruckers basiert auf dem Prinzip der Elektrofotografie:

  1. Nach dem Starten des Druckvorgangs erhÀlt der Drucker alle wichtigen Druckinformationen. Im Gegensatz zu Tintenstrahldruckern drucken Laserdrucker die Seiten nicht zeilenweise aus, sondern speichern diese erst einmal komplett ab, bevor sie mit dem Druck beginnen.
  2. Die Ladewalze lĂ€dt die Bildtrommel negativ auf. WĂ€hrend diese rotiert, trifft der Laser auf deren OberflĂ€che und neutralisiert bestimmte Stellen. Die Strahlen belichten nur die Bereiche auf der Trommel, die auf dem Ausdruck schwarz erscheinen sollen; die positiv geladenen Stellen bleiben hingegen weiß.
  3. Die ĂŒbrigen negativen Bereiche, an denen die positiv geladenen Tonpartikel haften, ergeben den Inhalt des Papiers.
  4. Damit der Toner auf dem Papier haftet, wird dieser bei einer Temperatur von 200 Grad Celsius eingebrannt. Beim Druck lĂ€uft das Papier schließlich in einem Zug durch.

Laserdrucker vs. Tintenstrahldrucker

Wer sich fĂŒr einen Drucker interessiert, muss sich zunĂ€chst fĂŒr einen Grundtyp entscheiden: Tinte oder Laser? Da beide Systeme ihre Vor- und Nachteile haben, sollte jeder Verbraucher vor einer Neuanschaffung vergleichen, welche persönlichen Anforderungen er an den Drucker stellt. Sogenannte Hochleistungstintenstrahldrucker können zwar zumindest mit den klassischen Laserdruckern mithalten, aufgrund ihres hohen Anschaffungspreises sind sie jedoch vor allem fĂŒr den professionellen Einsatz geeignet. Hinsichtlich des Fotodrucks sind Tintenstrahldrucker ihrer Konkurrenz noch immer ĂŒberlegen. Geht es jedoch darum, wirtschaftlich, schnell und sauber Texte auszudrucken, lohnt sich der Griff zu den Laserdruckern.

Vorteile
  • Optimale QualitĂ€t im Textdruck
  • Hohe Druckgeschwindigkeiten
  • Toner und Papiervorrat sehr bestĂ€ndig
  • Niedrige Druckkosten
  • Feuchtigkeits- und UV-resistente Ausdrucke
  • Kein Eintrocknen des Toners möglich
Nachteile
  • MĂ€ĂŸige Eignung fĂŒr den Fotodruck
  • Hoher Anschaffungspreis
  • Mitunter schwer und sperrig
  • Feinstaubbelastung beim Druck

Textdruck vs. Fotodruck

Zwar besitzen Farblaserdrucker genau wie Tintenstrahlstrahler Kartuschen in Schwarz, Cyan, Magenta und Gelb, womit sie Grafiken in guter QualitĂ€t ausdrucken können. Möchten Nutzer jedoch Fotos im Großformat ausdrucken, schaffen es selbst hochwertige Laserdrucker aufgrund ihres eingeschrĂ€nkten Farbumfangs sowie ihrer geringeren Farbbrillanz nicht, die Bilder ohne Rasterung zu erstellen. Beim Fotodruck liefern Tintenstrahldrucker bessere Ergebnisse.

Einer der grĂ¶ĂŸten Vorteile von Laserdruckern liegt in ihren qualitativ hochwertigen Textausdrucken. Im Vergleich zu TintenstrahlgerĂ€ten werden die Buchstaben sauberer und mit einer höheren KantenschĂ€rfe gedruckt. Durch die deutlicher ausgeprĂ€gten RĂ€nder der einzelnen Buchstaben erhöht sich der Lesefluss. Auch das Schwarz erscheint satter.

Die Sprinter unter den Druckern: Geschwindigkeit und Papiervorrat

Da Laserprinter nicht wie Tintenstrahldrucker jede Zeile einzeln drucken, erzielen sie deutlich höhere Druckgeschwindigkeiten. Das bedeutet, dass sie mehr Seiten pro Minute bedrucken können. Mit einer Geschwindigkeit von bis zu einer Seite pro Sekunde eignen sie sich vor allem fĂŒr Unternehmen oder private Vieldrucker. Gewöhnliche Tintenstrahldrucker schaffen dagegen höchstens 20 Seiten pro Minute.

WĂ€hrend Tintenstrahldrucker mit einem Papiereinzug von 50 bis 100 Blatt eher fĂŒr den privaten Bereich konzipiert sind, eignen sich Laserdrucker mit grĂ¶ĂŸer dimensionierten PapiereinzĂŒgen, die bis zu 500 Blatt aufnehmen können, auch fĂŒrs BĂŒro. Dank der großen Kassetten ist es nur selten erforderlich, das Papier nachzufĂŒllen. Dadurch kommt es zu weniger Druckunterbrechnungen, die den Arbeitsfluss stören.

Der Geldfaktor: Vorsicht, Folgekosten

Tintenstrahldrucker locken insbesondere mit ihrem gĂŒnstigen Anschaffungspreis von zum Teil unter 50 Euro. Langfristig zahlen Verbraucher fĂŒr die Tintenpatronen jedoch mehr als fĂŒr das GerĂ€t selbst. Pro gedruckte Seite werden zwischen 0,50 und 1,00 Euro fĂ€llig. Besonders fĂŒr Vieldrucker werden TintenstrahlgerĂ€te also zum teuren VergnĂŒgen. Dahingegen sind Laserdrucker in ihrer Anschaffung zwar etwas teurer, die Druckkosten fallen jedoch wesentlich geringer aus. Eine Schwarz-Weiß-Seite kostet zwischen 0,01 und 0,05 Euro, eine Farbseite zwischen 0,10 und 0,25 Euro, womit selbst Anwender, die nur wenig drucken, besser bedient sind. Obendrein verbrauchen die GerĂ€te im Sparmodus, mit dem Nutzer den Verbrauch an Tonerpulver und somit auch Druckkosten effektiv senken, kaum Energie. Tonerkartuschen sind zwar teurer als Tinte, mit einer FĂŒllung lassen sich jedoch mehrere Hundert Farbseiten beziehungsweise mehrere Tausend Schwarz-Weiß-Seiten drucken.

Resistent, langlebig und nahezu wartungsfrei

Da bei Laserdruckern nicht etwa Tinte verwendet wird, sondern Toner zum Einsatz kommen, mĂŒssen Nutzer nicht das Eintrocknen der Farbe befĂŒrchten. Dieser Umstand ist insbesondere dann von Vorteil, wenn Verbraucher lĂ€ngere Zeit nicht drucken. Die Tinte in Tintenstrahldruckern trocknet nĂ€mlich nach wenigen Wochen ein, wĂ€hrend Laserdrucker auch nach einer langen Ruhezeit von mehreren Monaten noch einwandfrei funktionieren.

Ein weiterer Pluspunkt des Toners: Er sorgt dafĂŒr, dass die Ausdrucke gegenĂŒber Feuchtigkeit und UV-Strahlen resistenter sind. Das heißt, das Pulver verblasst durch die Einwirkung des Sonnenlichts oder durch Alterung nicht, sodass die Ausdrucke selbst nach Jahren noch gut lesbar sind. Anders als bei den Tintenstrahldruckern sind die Dokumente der Laserdrucker zudem resistent gegen Feuchtigkeit, also wisch- und schmierfest.

Besteht ein Gesundheitsrisiko?

Seit Jahren stehen Laserdrucker im Verruf, gesundheitsschĂ€dlich zu sein. Das ist darauf zurĂŒckzufĂŒhren, dass Farblaserprinter mit einem feinen Pulver, dem Toner, arbeiten, das unter anderem giftige Schwermetalle enthĂ€lt. Die Emissionen, die in die Luft gelangen, sind jedoch erst dann schĂ€dlich, wenn Nutzer sie einatmen. Toner stellen also keine echte Gefahr fĂŒr die Gesundheit dar, solange Verbraucher nicht die Tonerkartuschen öffnen. Letztlich macht die Menge das Gift: Experten weisen darauf hin, dass die schĂ€dlichen Partikel in verschwindend geringen Mengen vorhanden sind, da der allergrĂ¶ĂŸte Teil von ihnen durch das Erhitzen im Druckprozess verdampft. Sie können dementsprechend der Gesundheit nicht mehr Schaden zufĂŒgen als der Straßenverkehr, wenn man an einer vielbefahrenen Straße wohnt.

Mögliche Risiken minimieren

Um die Emissionsbelastung so gering wie möglich zu halten, gibt es einige Tipps fĂŒr den Umgang mit einem Laserdrucker beziehungsweise Toner:

  • Stellen Sie den Drucker weit weg von Ihrem Arbeitsplatz beziehungsweise in einen separaten Raum.
  • LĂŒften Sie regelmĂ€ĂŸig, um den Tonerstaub zu zerstĂ€uben und unschĂ€dlich zu machen.
  • Bringen Sie einen Filter an der LĂŒftung des Druckers an, der den Feinstaubausstoß minimiert.
  • WĂ€hlen Sie einen Drucker mit dem Blauen Engel, denn ein solcher stĂ¶ĂŸt weniger Feinstaub aus.

Die Kaufkriterien: Von den technischen Details bis zu den Funktionen

Um aus der Vielzahl von Laserdruckern auf dem Markt ein leistungsstarkes, qualitativ hochwertiges Modell auszuwÀhlen, ist es wichtig, darauf zu achten, welche Ausstattungsmerkmale das GerÀt besitzt. Auf folgende Kriterien kommt es beim Kauf an:

Punkt fĂŒr Punkt zur besten Auflösung

Das vermutlich wichtigste Kriterium beim Kauf eines Laserdruckers ist dessen DruckqualitĂ€t, denn nur mit einer hohen Auflösung sind saubere Ausdrucke und gestochen scharfe Abbildungen möglich. Gemessen in Dots per inch (dpi) gibt der Wert an, wie viele Punkte pro Zoll (2,54 Zentimeter) untergebracht werden können. Damit bestimmt die Auflösung, wie detailscharf das Druckbild sein kann. Mit einer höheren Druckauflösung ist die Schrift schĂ€rfer und damit der Text lesbarer. FĂŒr ein hochwertiges Schriftbild sind mindestens 600 x 600 Dots per inch, sprich 600 Bildpunkte pro Zoll horizontal und vertikal, nötig. Einige moderne GerĂ€te sind aber bereits mit Auflösungen von 1.200 x 1.200 Dots per inch ausgestattet, mit denen selbst detaillierte Grafiken kein Problem darstellen. Je höher die dpi-Zahl, desto besser ist die Farbdeckung und damit das Druckergebnis.

Entscheidend fĂŒr die Performance: Der Arbeitsspeicher

Ob die Übertragung des Auftrags vom GerĂ€t zum Drucker am StĂŒck bewĂ€ltigt wird, hĂ€ngt nicht nur von der GrĂ¶ĂŸe der Datei, sondern auch von der KapazitĂ€t des Arbeitsspeichers, auch RAM (Random Access Memory) genannt, ab. Falls die Datei grĂ¶ĂŸer als das Fassungsvermögen ist, wird der Druckauftrag nur nach und nach bearbeitet, was die Zeit erheblich verlĂ€ngert. Um die Texte und Grafiken schnell auf das Papier zu bringen, benötigen Laserdrucker also einen ausreichend großen Arbeitsspeicher. Da Laserdrucker immer komplette Seiten ausgeben, muss so viel Arbeitsspeicher vorhanden sein, dass sich die Daten einer ganzen Seite zwischenspeichern lassen. Hier gilt: Je grĂ¶ĂŸer der Arbeitsspeicher, desto mehr Dokumente können zwischengespeichert werden.

Bei einer Druckauflösung von 600 Dots per inch ist gerade einmal ein Megabyte RAM erforderlich. Bei mehrseitigen Farbdokumenten stoßen die Arbeitsspeicher von manchen Ă€lteren Modellen jedoch an ihre Grenzen. Heutzutage verfĂŒgen die meisten Laserdrucker aber ĂŒber mindestens 16 Megabyte Arbeitsspeicher, was fĂŒr die meisten Zwecke ausreicht. Wer hĂ€ufiger Grafiken ausdruckt, sollte zu einem Modell mit mindestens 64 Megabyte RAM greifen. Farblaserdrucker, die in ein Netzwerk eingebunden sind, benötigen sogar mindestens 512 Megabyte Arbeitsspeicher, um störungsfrei zu funktionieren. Einige Modelle bieten auch die Möglichkeit, den Arbeitsspeicher nachtrĂ€glich aufzurĂŒsten.

Geschwindigkeit: Auf die Technik kommt es an

Die Druckgeschwindigkeit gibt Aufschluss darĂŒber, wie viele Seiten ein Drucker innerhalb einer bestimmten Zeitspanne, fĂŒr gewöhnlich eine Minute, drucken kann. Vor allem wenn es darum geht, große Dokumentenstapel oder aufwendige Grafiken auszudrucken, ist die Druckgeschwindigkeit ein entscheidendes Kriterium. Ein langsamer Drucker kann den Arbeitsablauf erheblich verzögern. Davon abgesehen ist der Geschwindigkeitsfaktor eher fĂŒr den gewerblichen Einsatz und weniger fĂŒr Privatanwender relevant.

Die Untergrenze fĂŒr einen Schwarz-Weiß-Druck betrĂ€gt 16 Seiten, die Maximalgeschwindigkeiten bis zu 60 Seiten pro Minute. Bei Farblaserdruckern schaffen die besten Modelle immerhin bis zu 25 Seiten pro Minute. Da es beim Farbdruck jedoch eher auf die QualitĂ€t ankommt, ist die Geschwindigkeit vor allem fĂŒr Textdrucke von Bedeutung. Auch der Geschwindigkeitsunterschied zwischen Simplex- (einseitig) und Duplexdruck (beidseitig) kann fĂŒr manche Unternehmen wichtig sein.

Die AufwÀrmphase

Ebenfalls entscheidend fĂŒr die Druckzeit ist die AufwĂ€rmphase. Nach dem Versand des Druckauftrags mĂŒssen sich Laserdrucker nĂ€mlich zunĂ€chst auf 200 Grad Celsius aufheizen, wofĂŒr sie zwischen 17 und 32 Sekunden benötigen. Viele GerĂ€te schalten nach einer gewissen Zeit in den Standby-Modus, sodass sie sich, um erneut zu drucken, erst wieder aufwĂ€rmen mĂŒssen. Deshalb ist es empfehlenswert, den Drucker in den Energiesparmodus zu versetzen, der nicht nur einen Bruchteil der Energie verbraucht, sondern ohne AufwĂ€rmphase weiterdrucken kann.

WLAN, Kabel und Co.: Die KonnektivitÀt

Die Art der Verbindung bestimmt nicht nur die Geschwindigkeit der DatenĂŒbertragung, sondern hat auch Auswirkungen auf die FlexibilitĂ€t bei der Wahl des Aufstellortes sowie die Zugriffsberechtigung der Anwender. Zwar gibt es heutzutage weit mehr Möglichkeiten, als den Drucker lokal beziehungsweise ĂŒber ein Netzwerk anzuschließen, USB ist jedoch nach wie vor der Standard beim Anschluss von Druckern. Das liegt vor allem daran, dass die Kabelverbindung besonders unkompliziert ist. Allerdings ist die Wahl des Aufstellortes von der LĂ€nge des Kabels abhĂ€ngig.

Mobiler Druck via AirPrint

Eine Besonderheit ist die sogenannte AirPrint-Funktion, die Ă€hnlich wie ein WLAN-Modul funktioniert, allerdings fĂŒr Apple-GerĂ€te konzipiert ist. Die Software-Schnittstelle ermöglicht einen direkten Versand von DruckauftrĂ€gen ĂŒber kompatible GerĂ€te. AirPrint-fĂ€hige GerĂ€te werden von iPhone, Mac und Co. automatisch gefunden und verbunden.

Die klassische Netzwerkverbindung mit einem Router, der sogenannte LAN-Anschluss, erfolgt ebenfalls ĂŒber ein Kabel. Über diese Verbindung ist es möglich, von allen GerĂ€ten, die mit dem Netzwerk verbunden sind, auf den Drucker zuzugreifen. Zwar ist diese Variante weniger störungsanfĂ€llig und sogar schneller als WLAN, sie bringt jedoch genau wie die USB-Verbindung EinschrĂ€nkungen bei der Wahl des Aufstellortes mit sich. Eine WLAN-Verbindung, die allen Teilnehmern eines Netzwerks Zugriff auf den Drucker genehmigt, erfolgt dagegen nicht mit Kabel, sondern via Funk. Damit sind Nutzer wesentlich flexibler und können selbst vom Smartphone aus DruckauftrĂ€ge versenden.

AbhÀngig vom Betriebsmodus: Der Stromverbrauch

Zwar rĂŒckt der Stromverbrauch in Anbetracht der Kosten fĂŒr Papier und Toner meist in den Hintergrund, insbesondere im gewerblichen Bereich sollte er jedoch berĂŒcksichtigt werden. Die einzelnen AblĂ€ufe bis zum fertigen Druckergebnis, von der Ladung der Bildtrommel ĂŒber den Betrieb des Lasers bis zum Vorgang der Fixierung, sind nĂ€mlich zum Teil sehr energieintensiv. Bereits beim Einschalten erreichen einige GerĂ€te eine Stromaufnahme von bis zu 1.000 Watt, im Druckbetrieb sind es zwischen 300 und 500 Watt.

Nach Abschluss des Druckvorgangs wechselt der Laserprinter in den Bereitschafts- (zwischen 2 und 70 Watt) beziehungsweise Standby-Modus (zwischen 0,5 und 10 Watt), auch als Ruhe- oder Sleep-Modus bezeichnet, in dem er auf Betriebstemperatur gehalten wird und damit einsatzbereit bleibt. In diesem Betriebsmodus ist der Verbrauch um ein Vielfaches geringer.

Die Papierformate: Vom Briefumschlag bis zum A3-Poster

Die meisten Laserprinter sind auf das Bedrucken von DIN-A4-BlĂ€ttern ausgerichtet, einige Modelle eignen sich aber auch fĂŒr das A3-Format. ZusĂ€tzlich sind hĂ€ufig Vorrichtungen angebracht, die das Bedrucken von Spezialformaten wie BriefumschlĂ€ge ermöglichen. Laserdrucker mit MultifunktionseinzĂŒgen sind jedoch hochpreisiger, weshalb sich eine Anschaffung nur fĂŒr Verbraucher lohnt, die regelmĂ€ĂŸig in Sonderformaten drucken.

Auch die Art des Einzugs ist entscheidend: Die meisten GerĂ€te verfĂŒgen ĂŒber eine Papierkassette, die große Mengen fasst und damit einen langen Betrieb ohne NachfĂŒllen ermöglicht. GrĂ¶ĂŸere Laserdrucker, die vor allem in BĂŒros zum Einsatz kommen, bieten sogar Platz fĂŒr mehrere Kassetten, die separat angesteuert werden können. Kleinere Modelle arbeiten hingegen teilweise mit einem hinteren, offenen Einzug, der nur geringe Papiermengen fasst.

Welches Papier eignet sich fĂŒr Laserdrucker?

FĂŒr einen Laserprinter ist kein spezielles Papier nötig. Der Nutzer kann zwischen allen handelsĂŒblichen Papierarten wĂ€hlen, die sich hinsichtlich ihrer Umweltfreundlichkeit, ihrer Haltbarkeit, ihres Gewichts und ihres Weißgrads unterscheiden. Die Wahl richtet sich vor allem nach den eigenen BedĂŒrfnissen: WĂ€hrend fĂŒr das Ausdrucken von Rezepten fĂŒr den Heimgebrauch ein weniger hochwertiges Papier ausreicht, sollten die Bewerbungsunterlagen in besserer QualitĂ€t vorliegen. Folgende Papierarten werden unterschieden:

  • Herkömmliches Kopierpapier
  • Umweltfreundliches, recyceltes Altpapier
  • Hochwertiges, gestrichenes Laserdruckerpapier

Tintendruck- und Fotopapier sind hingegen nicht fĂŒr Laserdrucker geeignet.

Gewöhnliches Kopierpapier besitzt ein Gewicht von 80 Gramm, hochwertiges GeschĂ€ftspapier wiegt dagegen 100 Gramm pro Quadratmeter. GrundsĂ€tzlich gilt: Je grĂ¶ĂŸer die StĂ€rke, desto schwerer das Papier. Da der Einsatz von höheren PapierstĂ€rken mitunter die GerĂ€te beschĂ€digen kann, sollten Nutzer vorher in der Bedienungsanleitung nachlesen, welches Papier fĂŒr das jeweilige Modell empfohlen ist.

Praktische Zusatzfunktionen

Neben den obligatorischen Ausstattungsmerkmalen punkten manche Modelle mit zusÀtzlichen Funktionen, die den Bedienkomfort erhöhen:

  • Dokumenteneinzug: Über eine spezielle Vorrichtung auf der Oberseite der Scanner-Abdeckung, den sogenannten Feeder, können mehrere Dokumente eingelegt und automatisch nach Start der gewĂŒnschten Anwendung, eingezogen und gescannt werden, wodurch sich der Arbeitsaufwand minimiert.
  • Scan-Funktion: Diese Funktion ermöglicht die Digitalisierung von Dokumenten durch Auflegen auf eine GlasflĂ€che, die sich oberhalb des Printers befindet. Anschließend können Nutzer das Dokument ausdrucken (sprich kopieren), abspeichern oder direkt versenden.
  • Fax-Funktion: Das Faxen von Dokumenten von einem faxfĂ€higen GerĂ€t an ein anderes erfolgt ĂŒber das Telefonnetz.
  • Duplexdruck: Mit einer papier- und zeitsparenden Duplex-Funktion können Nutzer beidseitig, also die Vorder- und RĂŒckseite, bedrucken. Nachdem der Druck auf einer Seite beendet ist, wird das Blatt automatisch vom Drucker eingezogen, gedreht und auf der zweiten Seite bedruckt.
  • Randlos-Druck: Da sich nicht alle Medien dafĂŒr eignen, den Seitenrand zu bedrucken, bieten manche Laserdrucker die Funktion eines randlosen Drucks an.

Schwarz-Weiß, Farbe oder multifunktionell: Die Varianten

Laserdrucker sind nicht nur als Schwarz-Weiß- und Farb-Variante, sondern auch als MultifunktionsgerĂ€te erhĂ€ltlich, die sowohl drucken und scannen als auch faxen können. Die Wahl des passenden Typs hĂ€ngt vor allem von individuellen Anforderungen ab.

Schwarz-Weiß-Laserdrucker: Die Klassiker fĂŒrs BĂŒro

Schwarz-Weiß-Drucker

Laserdrucker, die nur in Schwarz-Weiß beziehungsweise in Graustufen drucken, sind auch als Monochrom-Laserdrucker gelĂ€ufig. Sie besitzen nur einen Toner, der schwarze Farbe enthĂ€lt, womit sie auf eine farbige Darstellung verzichten. Mono-Laserdrucker sind somit vorwiegend fĂŒr Textdrucke geeignet. Im Hinblick auf DruckqualitĂ€t, Geschwindigkeit und Betriebskosten bleiben die Schwarz-Weiß-Laserprinter jedoch ungeschlagen, weshalb sie sich vor allem fĂŒr Verbraucher eignen, die große Mengen drucken mĂŒssen.

Farblaserdrucker: Die Alltagshelden fĂŒr hohe AnsprĂŒche

Farbdrucker

Wer hĂ€ufig Grafiken, PrĂ€sentationen oder Diagramme ausdruckt, ist mit einem Farblaserdrucker besser bedient. WĂ€hrend bei Schwarz-Weiß-Laserprintern nur ein einziger Toner verwendet wird, arbeiten Farblaserdrucker mit vier Tonern, nĂ€mlich Schwarz, Cyan, Magenta und Gelb. Da sie jedes Bild rastern (jeder Farbpunkt besteht aus mehreren nebeneinanderliegenden PĂŒnktchen) eignen sich die GerĂ€te jedoch nur bedingt fĂŒr Fotodrucke. Zwar sind die Anschaffungskosten inzwischen gesunken, fĂŒr die Ersatztoner greifen Kunden jedoch weiterhin tief in die Tasche (ein Satz kostet zwischen 100 und 500 Euro).

Multifunktions-Laserdrucker: Die platzsparenden Alleskönner

Multifunktionsdrucker

Multifunktionsdrucker oder auch All-In-One-Laserdrucker lassen im Alltag keine WĂŒnsche offen. Die praktischen Alleskönner gibt es als 3-in-1- und 4-in-1-Varianten. WĂ€hrend Erstere nicht nur drucken, sondern auch kopieren und scannen können, kommt bei Letzteren die Möglichkeit zum Faxen hinzu. Da sie mehrere GerĂ€te in einem vereinen, sind Multifunktionsdrucker eine platzsparende und gĂŒnstige Alternative zum Kauf mehrerer EinzelgerĂ€te. Vor allem BĂŒros profitieren von den MultifunktionsgerĂ€ten, da die verschiedenen Funktionen hier beinahe tĂ€glich zum Einsatz kommen.

Reinigung und Wartung eines Laserdruckers

Da bei einem Laserdrucker der trockene, pulverförmige Toner nicht verkleben oder eintrocknen kann, fragen sich viele Verbraucher, ob sie ihr GerĂ€t ĂŒberhaupt reinigen mĂŒssen. Eine regelmĂ€ĂŸige Wartung wie bei Tintenstrahldruckern ist tatsĂ€chlich nicht notwendig. Allerdings sammelt sich im Inneren – etwa durch die Tonerklappe oder die PapiereinschubfĂ€cher – mit der Zeit Staub an, sodass es zum Papierstau oder zu Flecken auf den Ausdrucken kommen kann. In gewissen AbstĂ€nden ist also auch beim Laserdrucker eine Reinigung erforderlich, um die DruckqualitĂ€t aufrechtzuerhalten.

Vor der Reinigung ist es wichtig, den Stecker zu ziehen, um einen Kontakt mit elektrischer Spannung zu vermeiden. Da Laserdrucker mit wesentlich höheren Temperaturen arbeiten als Tintenstrahldrucker, benötigen sie eine gewisse Zeit zum AbkĂŒhlen, damit Nutzer sie ohne Verbrennungsgefahr anfassen können. Nach einer Wartezeit von etwa 15 Minuten entnehmen Nutzer die Druckkassette, die PapierfĂ€cher und die Aufnahmerolle.

FĂŒr die problemlos erreichbaren Stellen reicht ein sauberes, trockenes Microfasertuch aus, fĂŒr die Ecken und Kanten empfiehlt sich dagegen die Zuhilfenahme von WattestĂ€bchen. Nur fĂŒr die hartnĂ€ckigen Verschmutzungen ist es empfehlenswert, das Tuch leicht zu befeuchten und ein wenig Reinigungsmittel zu verwenden. Zur Reinigung der Aufnahmerolle eignet sich ebenfalls ein feuchtes Tuch. Nach der SĂ€uberung ist es wichtig, dass die Rolle komplett trocken ist, bevor sie wieder zum Einsatz kommt. FĂŒr die Reinigung der empfindlichen Druckköpfe, Entwicklereinheit und Belichtungseinheit gilt besondere Vorsicht. Um Streifen oder weitere QualitĂ€tseinbuße auf dem Ausdruck zu verhindern, mĂŒssen schließlich auch die Heizwalze und die Bildtrommel bestenfalls mit einer Pinzette vorsichtig von etwaigen Verschmutzungen wie grĂ¶ĂŸeren Tonerresten befreit werden. Kleinere Reste werden schließlich mit einem in Reinigungsalkohol getrĂ€nkten WattestĂ€bchen entfernt, um die Trommeleinheit nicht zu zerkratzen.

Nach der erfolgreichen Reinigung setzen Verbraucher die einzelnen Bauteile wieder in das GerĂ€t ein. Falls sie ein feuchtes Tuch benutzt haben, sollten sie aber ein paar Minuten abwarten, bevor sie den Drucker wieder einschalten. Abschließend starten sie einen Test-Ausdruck und schließen die Reinigung des Laserdruckers ab.

Laserdrucker-Tests und Vergleiche

Anmerkung: Aus GrĂŒnden der VerfĂŒg- und Machbarkeit war es uns nicht möglich, die vorgestellten Laserdrucker selbst zu testen. Es handelt sich hierbei lediglich um einen datenbasierten Vergleich.

Da es unserer Redaktion aus GrĂŒnden der VerfĂŒg- und Machbarkeit nicht möglich war, selbst die besten Laserdrucker zu testen, basieren unsere Bewertung und das daraus resultierende Ranking auf den Ergebnissen von Produkttests anderer Testportale. Unsere Produktrecherchen erstreckten sich auf namhafte Fachmagazine und Verbraucherorganisationen, die vertrauenswĂŒrdige Tests durchfĂŒhren. Unsere Redaktion hat ProduktdatenblĂ€tter, Testberichte und Kundenrezensionen zu verschiedenen Laserdruckern ausgewertet und die Resultate in diesem Vergleich zusammengefasst.

Stiftung Warentest, die bekannteste und renommierteste Institution fĂŒr Produkttests, hat bislang noch keinen Vergleichstest von Laserdruckern durchgefĂŒhrt. Seit 2013 (zuletzt aktualisiert 2018) bietet die Testinstitution ihren Lesern einen Drucker-Test, der Tintenstrahldrucker, Laserdrucker und Multifunktionsdrucker umfasst. 169 Drucker hat die Stiftung bereits getestet. Neu auf den Markt gekommene Drucker testet die Stiftung Warentest jĂ€hrlich nach, sodass der Drucker-Test stets aktuell bleibt.

Übrigens: Beim Laserdrucker stellen Toner den bedeutendsten Faktor bezĂŒglich der Folgekosten dar. Stiftung Warentest hat bereits im Jahr 2012 einen Toner-Test fĂŒr Laserdrucker durchgefĂŒhrt, mit dem Ergebnis, dass gĂŒnstige Alternativprodukte nicht die QualitĂ€t herstellereigener Toner erreichen. Da dieser Test allerdings schon einige Jahre zurĂŒckliegt, wĂ€re eine Neuauflage sehr wĂŒnschenswert.

Öko-Test hat bisher noch keinen Drucker-Test veröffentlicht, weder fĂŒr Laserdrucker noch fĂŒr Tintenstrahl- oder Multifunktionsdrucker. Da sich gerade bei Laserdruckern die Thematik des Feinstaubausstoßes hartnĂ€ckig in den Schlagzeilen hĂ€lt, wĂ€re dies ein Test-Thema, dem sich Öko-Test widmen könnte.

AusfĂŒhrliche Tests von ausgesuchten Laserdrucker-Modellen veröffentlicht in losen ZeitabstĂ€nden Chip.de. Mittlerweile ist ein interessantes Archiv in diesem Bereich entstanden: Die aufrufbaren Laserdrucker-Tests reichen bis ins ferne Jahr 2000 zurĂŒck. COMPUTER BILD wirbt zwar mit „den besten Laserdruckern“ und „Laserdrucken im Test“, bietet allerdings keinen selbst durchgefĂŒhrten Test in dieser Produktkategorie.