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Browsergames

Die besten Browserspiele im Vergleich

Marcel Nakoinz

 

Platz Produkt Bewertung
1 Forge of Empires 4,96
2 Goodgame Empire 4,85
3 Die Siedler Online 4,84
4 Elvenar 4,83
5 Farmerama 4,81
6 Anno Online 4,73
7 Grepolis 4,60
8 Die Stämme 4,39
9 OGame 4,28
10 Ikariam 4,08
11 Cultures Online 3,99
12 Howrse 3,15

Anmeldung & Einstieg

Konzept & Gameplay

Technische Daten

Community & Support

Kostenlos im Browser spielen

    Das Wichtigste in Kürze
  • Browsergames sind direkt im Web spielbar. Es ist kein Download nötig.
  • Die Onlinegames laufen problemlos in allen gängigen Browsern.
  • Browserspiele bedienen alle Genres und Spielarten.
  • Zu den beliebtesten Genres gehören Fußballmanager, Simulatiosspiele, Aufbauspiele und Strategiespiele.

1. Was sind Browsergames?

Bereits in den 1970er und 1980er Jahren begann die Geschichte der Onlinespiele mit textbasierten Adventures, die vor allem auf bekannten Brett- und Rollenspielen basierten. Jedoch beschränkten sich Onlinegames in den Anfangsstunden noch auf den Informationsaustausch via elektronischer Briefe – ganz im Stile von Fernschach. Eine permanente Internetverbindung war damals noch Zukunftsmusik, auch die Interaktion mit anderen Mitspielern hielt sich dementsprechend sehr in Grenzen.

Im Zuge des stetigen Ausbaus und der Weiterentwicklung des Internets hat sich die Welt der Onlinegames enorm gewandelt – in der Folge sind Browsergames, Client-Games, Flash-Games sowie viele weitere Bezeichnungen aus dem klassischen Onlinespiel hervorgegangen. Ein Fakt eint aber sämtliche Varianten: Sie alle verbinden Menschen zu Mitspielern, die sich für gemeinsames Freizeitvergnügen begeistern. Hunderttausenden Spielern steht es heutzutage frei, gemeinsam im Internet einem Browsergame zu frönen, in direkte Konkurrenz zueinander zu treten oder sich einfach nur an den Grafiken, Themen und technischen Möglichkeiten zu erfreuen. Aber was genau ist ein Browserspiel, und gibt es hier spezifische Unterschiede?

textbasiertes Adventure
Die Geschichte der Online-Spiele begann mit textbasierten Adventures.

Browsergames sofort online spielen

Browsergames bilden eine Unterkategorie der Onlinegames. Noch in den 2000er Jahren waren Browsergames aufgrund der limitierten technischen Möglichkeiten als amüsante Minispiele verpönt – mittlerweile präsentieren sich die Spiele mit

  • vielseitigen Themen,
  • großem Spielumfang und
  • signifikant gesteigertem Aufwand.

Grundsätzlich fallen all diejenigen Spiele unter die Bezeichnung Browsergame, die nicht zwingend einen Download erfordern und kaum Speicherplatz auf der Festplatte eines Computers einnehmen, sondern vielmehr mithilfe eines Internet-Browser sowie zusätzlichen Plug-Ins abgespielt werden können. Meist basieren die Spiele auf der etwas älteren Flash-Technologie oder auf moderneren Entwicklungen wie Ajax, jQury oder PHP. Im Regelfall ist das Browsergame also in eine Website implementiert und kann dort kostenfrei konsumiert werden. Abgesehen von einer Registrierung oder Anmeldung erwarten den Spieler keine zusätzlichen Kosten oder Hindernisse.

Da Browsergames, vor allem aber deren Entwickler und Publisher dennoch auf Einnahmen angewiesen sind, um etwa den Betrieb der Spiele aufrechtzuerhalten, generieren Werbeeinblendungen, kostenpflichtige Premium-Inhalte, werbefreie Accounts oder verschiedene Boni die nötigen Gelder zur weiteren Entwicklung.

Vorteile von Browsergames

  • Kostenlos
  • Schnelle Anmeldung
  • Abwechslungsreiche, große Auswahl

Client-Games – nicht ohne einen Download

Eine Subkategorie der Browsergames stellen die sogenannten Client-Games dar, welche zur Ausführung das Herunterladen eines "Clients" aus dem World Wide Web voraussetzen.

Erst nach erfolgreicher Installation der Client-Anwendung sowie anschließender Anmeldung kann der Nutzer auf den Spiel-Server zugreifen. Die Verwendung des Games sowie die Interaktion mit anderen Spielern ist dennoch ausschließlich über eine dauerhafte Internetverbindung gewährleistet.

In Abgrenzung zu traditionellen Computerspielen müssen die Client-Spiele keinesfalls gekauft werden, sondern stehen kostenfrei und unbegrenzt zur Verfügung. Entsprechend der Browsergames generieren auch diese Spiele ihre Einnahmen über Werbeeinblendungen sowie Premium-Inhalte, welche die Oberfläche personalisieren oder den Spielfortschritt beschleunigen. Ein essenzieller Unterschied zwischen Client-Games und Browsergames liegt also vorrangig im Download der Client-Anwendung.

Geld
Ob nun Browserspiel oder Client-Games, beide Varianten beinhalten Premium-Inhalte.

Unterschiede zwischen Browsergames und Client-Games

Abgesehen vom Download-Aspekt existieren auch noch weitere Unterschiede, die sich vor allem auf die Spielpräsentation auswirken.

Client-Games haben ihre klaren Vorzüge in der technischen Ausarbeitung und Umsetzung, aber auch die Browsergames werden dank ihrer unkomplizierten Aufmachung und umfangreichen Kompatibilität mit reichlich Beliebtheit verwöhnt. Letztendlich ist es aber immer der Geschmack des individuellen Spielers, der den jeweiligen Unterschied macht.

UnterscheidungBrowsergamesClient-Games
Spielumgebungdirekt im Web spielbarClientanwendung muss herunter geladen werden
SpeicherungSpieldaten immer auf Server gespeichertSpieldaten auf Computer des Anwenders
GrafikGrafik häufig weniger ausgereiftGrafik fällt oftmals besser aus
Preismeist kostenfreihäufig Gebühren oder Abos
Communityhohe Anzahl an Spielergeringe Anzahl an Spieler
Diese Eigenschaften unterscheiden Browsergames von Client-Games.

2. So funktionieren Browsergames

Ein allgemeingültiges Charakteristikum für viele browserbasierte Spiele ist die Interaktion von tausenden Spielern in einer einzigartigen virtuellen Umgebung. Dabei macht es bei Browsergames jedoch kaum einen Unterschied, ob der unerbittliche Konkurrenzkampf um den Aufbau und die Verteidigung eines Königreiches herrscht, die Eroberung der unendlichen Weiten des Weltalls ansteht oder als Online-Landwirt der virtuelle Boden bestellt werden muss. Man trifft stets auf gleichgesinnte Mitspieler aus aller Welt, egal ob sich diese in unmittelbarer Nähe oder tausende von Kilometern entfernt befinden.

Einloggen und ganz einfach loslegen

In der Regel benötigen Browsergames, wie es der Name bereits treffend beschreibt, einzig einen Webbrowser sowie eine permanente Verbindung zum Internet – zwei Ressourcen, die sich in der Bundesrepublik Deutschland mittlerweile einer großen Verbreitung erfreuen.

Der unschlagbare Mehrwert von Browsergames liegt vor allem darin begründet, dass derartige Spiele nicht erst gekauft, heruntergeladen, installiert und eingerichtet werden müssen, sondern ohne Umschweife startklar sind. Spieler öffnen lediglich ihren Internet-Browser, loggen sich auf der Webseite von Browserspiel-Herstellern wie Upjers an und können direkt mit dem Spielen der Browsergames beginnen. Oftmals genügt eine Registrierung beim Hersteller oder Betreiber, um mehrere Games vollkommen kostenfrei konsumieren zu können. Durch dieses Modell finden die Games bei Spielern regen Zuspruch, zumal Nutzer dadurch die ganze Bandbreite zur Verfügung stehender Browsergames einfach kostenlos ausprobieren können.

Laptop
Browsergames sind äußerst anwenderfreundlich.

Browsergames und die neuen Fachbegriffe

In der Games-Welt hat sich mittlerweile ein eigener Sprachgebrauch unter den Spielern etabliert. Besonderer Beliebtheit erfreuen sich vor allem die sogenannten Free-to-Play-Spiele, die auf den zwingenden Einsatz von Geldern seitens des Spielenden verzichtet. Trotzdem steht es dem Anwender jederzeit frei, optionale Inhalte wie kostenpflichtige Items oder Aktionen zu erwerben. Ein großer Anteil aller Browsergames zählt zu den MMOGs, Massive-Multiplayer-Online-Games, die gleich tausende von Spielern in einer einzigen Spielumgebung vereinen.

Free-to-Play

Dieses englische Kunstwort für "kostenlos spielen" beschreibt ein Geschäftsmodell der Computerspielbranche.

Faire Umsetzung
  • Sämtliche Grundfunktionen des Browsergames sind generell kostenlos und stehen jedem Spieler offen. Die erfolgreiche Bewältigung des Browsergames ist somit auch ohne den Einsatz von realem Geld möglich.
Restriktive Umsetzung
  • Diese Spiele sind ebenfalls ohne echtes Gelds spielbar, nehmen aber unverhältnismäßig viel Zeit in Anspruch, sind schwerer zu bewältigen oder weisen sogar Nachteile im Wettkampf auf.
  • In extremen Fällen sind essentielle Gegenstände im Browsergame ausschließlich gegen Geld verfügbar.
  • Wird "pay-to-win" genannt.

Eine Grundvoraussetzung für jedes Online-Spiel ist die Existenz eines Servers des Browserspiel-Anbieters. Hierbei handelt es sich um den Speicherort der virtuellen Umgebung – ein Server ist somit nichts anderes als ein Computer mit entsprechender Speicher- und Leistungskapazität auf den alle Spieler zugreifen. User müssen somit nur noch über ihr Benutzerkonto, also ihren Account, eine Verbindung zu dem Server aufbauen, und können daraufhin sämtliche Dienste nutzen sowie ihren Spielstand speichern. Da die Informationen auf den Servern der Betreiber lagern, läuft die Spielwelt auch dann weiter, wenn man selbst nicht online ist – selbst nach längerer Abwesenheit kann das Spielgeschehen unproblematisch an gleicher Stelle wieder aufgenommen werden.

Browserspiel-Anbieter beziehungsweise -Betreiber sind somit für den Support und den ordnungsgemäßen Ablauf des Spiels zuständig. Die sogenannten Publisher sind jedoch nicht zwangsläufig auch die Entwickler des Browsergames.

Mittlerweile ist ein Internet-Browser nur noch eine von vielen Voraussetzungen für die Darstellung des Browsergames – häufig müssen entsprechende Plug-Ins installiert sein. Diese kleinen Zusatzprogramme sind meist der Flash Player aus dem Hause Adobe oder der Unity3D Web Player von Unity Technologies.

3. Welche Browser funktionieren mit welchen Browsergames?

Browsergames verschiedenster Portale und Hersteller werden einfach über den Internet-Browser gespielt und müssen nicht auf dem Computer installiert werden. Das macht diese Spiele zu einer beliebten Alternative zu teuren Computerspielen. Die Voraussetzungen an die Computer-Hardware sind sehr gering, und über einen Internet-Browser verfügt in der Regel jedes internetfähige Betriebssystem. In Kombination mit einer schnellen Breitband- oder Kabelverbindung lassen sich auch aufwändigere Browserspiele ohne Unterbrechungen spielen.

Der Browser spielt die wichtigste Rolle

Es existieren verschiedene Internet-Browser, die auf dem eigenen Computer installiert werden können. Der Internet Explorer zählt zwar zu den bekanntesten Browsern, wird aber nur bedingt von der breiten Masse verwendet. Die beiden Konkurrenten Chrome von Google und Firefox von Mozilla sind wesentlich beliebter und kommen auf viel mehr Computern zum Einsatz. Insbesondere in Bezug auf die Browserspiele sind die beiden beliebteren Browser ebenfalls die bessere Lösung als der Internet Explorer. Beide Programme sind schnell und lassen sich von den Spielern individuell konfigurieren.

Browserspiele benötigen nicht nur eine Internetverbindung und einen Browser. Auch die technischen Voraussetzungen müssen stimmen. Ist dies nicht der Fall, gibt es Probleme bei der Darstellung und dem Spielfluss der Browsergames. Die meisten Internetspiele benötigen bestimmte Plug-Ins. Im Detail handelt es sich um Erweiterungen, die der Nutzer im Browser installieren muss. Je nach Browser-Version geschieht dies auf unterschiedliche Art und Weise.

Die Onlinegames sind für verschiedene Versionen geeignet

Generell sollten alle Browserspiele in jeder Art von Webbrowser funktionieren. Dies ist aber nur der Fall, wenn die dafür notwendigen Plug-Ins installiert sind. Wird der Browser nicht von Zeit zu Zeit regelmäßig aktualisiert, können die veralteten Versionen erhebliche Probleme verursachen. Aus diesem Grund sollte der Internet-Browser stets auf dem aktuellen Stand gehalten werden. Werden bei dem Aktualisierungsvorgang nicht auch noch die Plug-Ins beziehungsweise Erweiterungen gepatcht, sollte dies dringend manuell vorgenommen werden. Dies ist generell bei jedem Browser möglich. Aus diesem Grund ist das korrekte Ausführen eines Browsergames nicht unbedingt an einen speziellen Internet-Browser gekoppelt.

Der Browser ist egal

Browsergames funktionieren weitestgehend unabhängig vom genutzten Internet-Browser. So können sie über Chrome, Firefox, Internet Explorer, Safari, oder Opera gespielt werden.

Diese Erweiterungen müssen aktuell sein

Vollkommen unabhängig von dem jeweiligen Webbrowser müssen die Plug-Ins stets aktuell und aktiviert sein. Bei den meisten Browsergames gehören das Flash- und das ActiveX-Plug-In zu den nötigen Voraussetzungen. Stürzt das Browserspiel ständig ab oder wird das Spiel gar nicht erst geladen, dann sollte der Spieler zuerst nach diesen beiden Erweiterungen sehen. In jedem Internet-Browser gelangt man über das Menü in die Einstellungen. Darin befindet sich meist ein Extra-Menü für Erweiterungen und Plug-Ins. Bereits auf den ersten Blick ist ersichtlich, ob die Plug-Ins aktiviert sind und in der aktuellen Version vorhanden sind. Ist dies nicht der Fall, dann kann die Erweiterungen über einen einfachen Klick aktiviert werden. Ist ein Plug-In zu alt, dann sollte der Nutzer dieses so schnell wie möglich auf den neusten Stand bringen. Eine manuelle Aktualisierung dauert nur wenige Minuten. Nach einem Neustart des Browsers wird das Browsergame in den meisten Fällen schon wieder ohne Probleme laufen.

Jeder gängige Browser ist zum Spielen geeignet

Gespielt werden können die verschiedenen Browsergames im Internet Explorer, in Mozilla Firefox und auch in Google Chrome. Selbst unbekanntere Browser sind für die Onlinegames geeignet. Der Nutzer muss nur darauf achten, dass die Software sich stets auf dem aktuellen Stand befindet. Das Gleiche gilt auch für alle installierten Erweiterungen. Sind diese nicht aktuell, dann gibt es nicht nur Probleme beim Spielen. Veraltete Plug-Ins sind unsicher und stellen ein großes Risiko dar. Durch diese Schwachstellen gelangen verschiedenen Schädlinge einfacher in den Browser und können auch das Betriebssystem und die persönlichen Daten angreifen. Grundsätzlich sollte jeder Computer der über eine Internetverbindung verfügt mit einer Antivirus-Software geschützt sein.

4. Historie von Browsergames

Das Konsumieren digitaler Spiele stellt im Alltag vieler Menschen mittlerweile eine gängige und anerkannte Freizeitbeschäftigung dar. Das World Wide Web bietet Spaß und Zugang zu allerhand Browsergames und Client-Games. Jene rangieren aufgrund ihrer Gradlinigkeit und der Möglichkeit des kostenlosen Spielens nicht ohne Grund an erster Stelle der Beliebtheitsskala unter den Spielern. Doch wann setzte dieser Trend ein, und welche unterschiedlichen Entwicklungsstufen lassen sich ausmachen?

Die Anfänge der Browserspiels

Im Jahre 2015 feierte das Phänomen Browsergames bereits seinen zwanzigsten Geburtstag – 1995 wurde das Spiel SOL in Hamburg entwickelt, welches mittlerweile als legitimer Vorläufer der modernen Browsergames angesehen wird.

Die Science-Fiction-Wirtschaftssimulation, die sowohl mit englischer als auch mit deutscher Sprachausgabe aufgelegt wurde, bot für die damalige Zeit eine persistente und grafisch ansprechende Spielwelt. Erstmals bot sich den Spielern zudem die Möglichkeit, über einen Webbrowser sowie eine Internetverbindung gemeinsam zu spielen. Das Spielkonzept von SOL bot im Prinzip bereits alles auf, was auch die Browsergames heutiger Zeit ausmacht.

Die Meinungen über den tatsächlichen "Ur-Vater" der Online-Spiele gehen allerdings weit auseinander – ein ernstzunehmender Anwärter auf diesen Titel ist das englischsprachige Planetarion, welches im Jahre 2000 von der Projektgruppe Fifth Season AS in Oslo ins Leben gerufen wurde und in der Folge mehr als 175.000 Spieler in seinen Bann zog.

Bezahlmodelle sorgen für Abwanderung und Weiterentwicklung

Nachdem sich die Entwickler von Planetarion für die Einführung von kostenpflichtigen Accounts entschieden hatten, kristallisierte sich rasch heraus, dass vielen Spielern der kostenfreie Konsum wichtiger ist als das Spiel als solches. Viele Spieler kehrten Planetarion daraufhin den Rücken zu und wanderten zu dem Konkurrenten Galaxywars ab, welches zwischenzeitlich über 100.000 aktive Spieler verzeichnen konnte.

Da den ersten Browsergames meistens ein professionelles Management fehlte, produzierten vor allem ehemalige Spieler viele Projekte auf eigene Faust. Nichtsdestotrotz entstanden zwischen 2001 und 2003 Publikumslieblinge wie OGame und X-Wars. Natürlich beschränkten sich Browsergames keinesfalls ausschließlich auf den Weltraum-Kontext, sondern bedienten auch weitere Genres wie Schwertkriege oder den Fußballmanager Comunio.

In der Folge entwickelten sich das Management sowie die technischen Aspekte der Browsergames stetig weiter. Das Jahr 2003 stellt den Startschuss für zahlreiche neue Browsergames dar, welche wiederum zu einer starken Diversifizierung des deutschen Marktes führten.

Im Wandel der Zeit

In den ersten Tagen der Browserspiel-Ära dominierten hauptsächlich Online-Rollenspiele das Angebot. Sie basierten vorwiegend auf Texten oder Tabellen. Doch Simulationsspiele, Aufbauspiele und Strategiespiele ließen nicht lange auf sich warten und erfreuten sich schon bald großer Beliebtheit und Publikumsnachfrage. Da sich zunächst Hobbyprogrammierer für die Entwicklung von Browserspielen verantwortlich zeigten, verzichteten die Spiele zwangsläufig auf großartige Grafiken und Animationen, die einen erheblich höheren technischen Aufwand bedeutet hätten. Auch limitierten geringe Übertragungsgeschwindigkeiten der Internetverbindungen lange den Fortschritt – erst die Breitbandverbindungen und Internet-Flatrates der Jahrtausendwende motivierten immer mehr Entwickler dazu, Browsergames auch hauptberuflich zu entwickeln und zu vermarkten.

Verbesserte Techniken ebnen den Weg in die Zukunft

Das Zweigespann Fortschritt und Entwicklung macht natürlich auch vor den Browsergames nicht Halt – allen voran begünstigten Plug-Ins für Internet-Browser immer komplexere Browsergames mit zusätzlichen medialen Inhalten. Einen weiteren Entwicklungssprung stellten die sozialen Netzwerke und deren Integration in die Welt der Browserspiele dar.

Heutzutage unterstützen Facebook, Google+ und Co. aufwändige Browsergames und machen den Nutzern mit unterschiedlichen Varianten eine Registrierung in ihrem Portal schmackhaft.

Computer
Dank ausgereifter Techniken kennt die Entwicklung von Browsergames kein Ende.

Auch die Verbreitung und Dominanz von mobilen Endgeräten fördert sogenannte Cross-Platform-Spiele, welche sowohl auf einem Tablet, einem Desktop-PC oder dem Smartphone bedient werden können. Aktuell ist durch die Nutzung von Flash, Java, HTML5 sowie Ajax die Erschließung weiterer Browsergame-Genres zu beobachten – beispielsweise Echtzeit-Strategiespiele, Action-Spiele oder Rennspiele in aufwändiger Optik.

Die Kehrseite der Medaille ist allerdings, dass der Browserspiel-Markt zunehmend professioneller und kommerzieller erschlossen wird. Einerseits kommt dies der gebotenen Vielfalt und der Qualität der Spiele zugute, andererseits nehmen dadurch unschöne Werbeeinblendungen und die Etablierung unterschiedlicher Bezahlmodelle in Browsergames vermehrt zu. Der Beliebtheit und der Entwicklung der Browsergames tut dies anscheinend jedoch keinen Abbruch.

Beliebtheit und Ausblick

In der Beliebtheitsskala genießen Browsergames nach wie vor eine Sonderstellung bei den Spielern. Vor allem der Aspekt der kostenlosen Nutzung spielt den Browsergames in die Karten. Hierdurch wird häufig auch eine hohe Anzahl aktiver Spieler gewährleistet, sodass mehrere tausend Angehörige eines Spiels längst keine Seltenheit mehr sind.

Der Kampf um die Beliebtheit

Die Beliebtheit der Browsergames wird so schnell kein Ende finden. Das Angebot an Browsergames wächst unaufhörlich und deckt dabei auch noch immer mehr Geschmäcker und Zielgruppen ab.

Ein großer Vorzug liegt klar auf der Hand: Spieler müssen sich weder eine teure Konsole noch eine kostspielige Software zulegen, um in den Unterhaltungsgenuss zu kommen. Ein Internetanschluss ist der Schlüssel zum digitalen Spielevergnügen, um sich immer und überall in den Account einloggen zu können. Auf diese Weise lässt sich ein wenig Zeit überbrücken, eine kleine Pause einlegen oder der Feierabend genießen – egal ob zu Hause, in der Mittagspause oder im öffentlichen Nahverkehr.

Browsergames sind auch für all jene attraktiv, die sich selbst nur als Gelegenheitsspieler bezeichnen und nicht viel Geld in das Hobby investieren möchten, denn der Zugang zu den allermeisten Online-Spielen ist gänzlich kostenlos. Das ist ein großer Vorteil im Vergleich zu anderen Spielen: Interessierte Nutzer können jederzeit in die Spiele hineinschnuppern und sie testen; wenn sie ihnen nicht gefallen, wechseln sie unkompliziert zu einem anderen Spiel.

Neue Zielgruppen

Der Gamebranche ist es mit den Browsergames in jedem Falle gelungen, viele neue Zielgruppen zu erschließen. Es sind nicht mehr nur Kinder und vereinzelte Erwachsene, die dem digitalen Hobby frönen. Seit dem Zeitalter von Smartphones und Tablets ist es nur allzu leicht, eine kurze Browsergame-Spielrunde zwischendurch einzulegen. Daher ist ein enormer Anstieg unter Eltern, Großeltern und vor allem Frauen zu beobachten, die vermehrt in den Bann der Browsergames gezogen werden und beispielsweise in der Bahn oder während einer Werbepause eine schnelle Runde spielen.

Generation
Für jede Altersgruppe findet sich das passende Spiel.
Ausblick auf die Zukunft der Online-Games

Ganz gleich, ob Browsergames oder Client-Games – die Entwicklung in der Welt der Online-Games schreitet schnell voran. Innovationen lassen sich freilich nur schwer vorhersagen, zumal sie aufgrund der zunehmenden Beliebtheit und Verbreitung von immer mehr sozialen, wirtschaftlichen oder ästhetischen Faktoren bedingt werden.

Derzeit ist der Zuspruch von Client-Games und Browserspielen ungebrochen, sofern es sich um kostenlose Games handelt. Die traditionell kostenpflichtigen Konsolenspiele drohen ein wenig ins Hintertreffen zu geraten, werden aber wohl kaum vollständig von den kostenfreien Online-Games verdrängt werden. Schließlich hängt die zukünftige Entwicklung der Spiele auch immer von den Geschmäckern und Vorlieben der Spielergemeinde ab. Trotz aller Differenzen und Fragezeichen werden daher Online-Games, seien es Browsergames oder Client-Games, immer ihre Anhängerschaft unter den Spielern finden.

Natürlich liegen Beliebtheit sowie Langzeitmotivation eines Browsergames auch in der Hand der Entwickler. Erweiterungen, Überarbeitungen und Verbesserungen sorgen für anhaltenden Spielspaß – so auch bei Forge of Empires. In diesem Video wird uns die Zukunft des Browsergames vorgeführt.

Forge of Empires - Introducing The Future Era

5. Browsergame: Zeitvertreib oder Kostenfalle mit Suchtpotential?

Die Gründe für die Beliebtheit von Browserspielen sind enorm breitgefächert. Immer wieder gibt es Berichte von Spielern, die sehr viel Zeit vor dem Computer verbringen und Unmengen an Geld in die Internetspiele investieren. Für die breite Masse sind Browsergames aber schlicht ein abwechslungsreicher Zeitvertreib und eine nette Ablenkung im Alltag.

Browsergames bieten Zeitvertreib und Ablenkung

Ganz egal ob Action, Strategie, Simulation oder Rollenspiel, zu jedem Genre finden sich unzählige Onlinespiele. Im Gegensatz zu einem normalen Computerspiel kosten diese in der Regel kein Geld und können selbst mit älterer Hardware gespielt werden. Dank der großen Auswahl findet sich für die verschiedensten Altersgruppen der passende Free-to-Play-Titel, welcher gänzlich kostenfrei angespielt werden kann.

Gewinner werden zur Kasse gebeten

Browsergames werden natürlich auch unter der Prämisse entwickelt, Gelder zu generieren – trotz eingeblendeter Werbung ist die Verwendung nicht immer kostenfrei. Der Begriff Pay 2 Win beschreibt ein Spielkonzept, das im Grundspiel kostenlos verfügbar ist, zahlenden Spielern aber bedeutende Vorteile gegenüber den Mitspielern verschafft. Solche Titel lassen sich solange umsonst spielen, bis das Spielprinzip verstanden wurde und sich dauerhafter Spaß einstellt. Je nach Genre werden vermehrt Extras wie zusätzliche Zeit, ein Extra-Leben oder speziell bei Aufbauspielen verkürzte Bauzeit oder besondere Gebäude angeboten. Dienen diese Investitionen anfangs nur dazu, das Spiel interessanter und einfacher zu gestalten, wird es im weiteren Spielverlauf immer schwieriger, einen Kauf zu vermeiden, da das Weiterkommen stark verzögert und erschwert wird. Um somit weiter Spaß am Browsergame zu haben und mit den Mitspielern mitzuhalten, muss investiert werden. Hier kann allerdings kaum von einer Falle gesprochen werden, denn die Kosten sind nicht versteckt und entstehen nicht unbemerkt.

Intransparente Kosten durch teure Hotlines

In der Kritik steht vor allem das Vorgehen der Publisher: Die Spielehersteller nutzen den Ehrgeiz der Spieler geschickt aus, um entsprechende Zahlungen zu erhalten. Würde das Spiel in einer Vollversion vor dem ersten Ausprobieren gekauft, wäre die Bereitschaft zum Zahlen womöglich geringer. Hier wird bewusst versucht, eine Art Suchtwirkung zu erzeugen. Andererseits fallen die Ausgaben in der Praxis eher gering aus. In den USA zeigte eine statistische Erhebung kürzlich, dass die meisten Gamer nicht mehr als fünf US-Dollar jährlich für die Nutzung eines Spiels ausgeben – der Kauf eines vergleichbaren Games wäre in jedem Fall höher anzusetzen. Woher dann also die Kritik? Nicht jeder Anbieter nimmt es mit der Preistransparenz so genau. Wenn für eine Spielwährung gezahlt werden muss oder im Browsergame ein Item mit Echtgeld finanziert wird, mögen die Zusammenhänge transparent erscheinen. Sofern aber im Spiel per sogenannter Premium-SMS gezahlt wird oder teure Hotlines angerufen werden müssen, ist es mit der Fairness vorbei. Vor allem Kinder und Jugendliche werden schnell Opfer dieser Praktiken und sehen sich mit hohen Kosten konfrontiert, die vorher nicht absehbar waren – und erst auf der Handyrechnung auftauchen.

In anderen Fällen ist es aber durchaus so, dass insbesondere die geringen Einzelbeträge verschleiern, dass sehr wohl eine Menge Geld für Browsergames ausgeben wird. Der durchschnittliche Gamer von Die Siedler Online investiert 125 Euro jährlich – mehr als das Doppelte dessen, was alle Vollversionen der Spieleserie beim Kauf mit unbeschränkter Nutzung kosten würden. Bei diesen Zahlen verwundert es auch kaum, dass die traditionellen Videogame-Publisher ganz eindeutig einen Trend zum "Free-to-Play" ansteuern. Auch die immer stärkere Verbreitung von Browsergames lässt sich zumindest teilweise auf das gestiegene Angebot zurückführen.

Ein pauschales Urteil lässt sich also nicht fällen. Obwohl es sich bei Browsergames zweifelsohne um ein gewinnbringendes Geschäftsmodell handelt, beeinflusst natürlich das Nutzerverhalten die Kosten. Während Gamer bei einigen Spielen sehr preiswert davonkommen, fallen die Kosten bei anderen Games tatsächlich sehr hoch aus – hier wird der Spieltrieb durch die Publisher zu kommerziellen Zwecken besonders ausgenutzt.

Onlinespiele werden zu Suchtpotenzial

Immer wieder berichten Medien von erschreckenden Einzelschicksalen, in denen das Browsergames – aber auch gewöhnliche Computer- oder Konsolenspiele – mehr als ein normaler Zeitvertreib sind. Das anfängliche Hobby nimmt immer mehr Raum im Tagesablauf ein und verdrängt im schlimmsten Falle andere Aktivitäten vollständig. Nicht selten leiden die Schulnoten, das Sozialleben oder die Leistungen im Beruf unter diesem Suchtverhalten.

Weiterhin können sich Spieler in Browsergames gegen reales Geld zusätzliche Inhalte kaufen, manchmal rein kosmetischer Natur wie neue Rüstungen, Waffen oder Reittiere. Doch mithilfe sogenannter Boosts lassen sich darüber hinaus Erfahrungspunkte schneller sammeln oder relevante Ressourcen effektiver abbauen. Für gewöhnlich geben User hier überhaupt keinen oder nur wenige Euro pro Monat aus – aber bei Gamern, die der Spielsucht erliegen, kann dies zu einem Extrem ausarten.

Das individuelle Verhalten der Spieler ist entscheidend

In der Regel handelt es sich um Einzelfälle mit einer je individuellen kausalen Hintergrundgeschichte.

Die meisten Nutzer konsumieren Browserspiele in Maßen und vernachlässigen weder den Beruf, die Schule oder ihre Freunde. Für die breite Masse sind die Browsergames eine willkommene Abwechslung für den Alltag und ein ganz normales Hobby. Die individuelle Spieler-Persönlichkeit ist somit für das Suchtpotenzial entscheidend, nicht das Browsergame – dennoch sollte dieses Gefahrenpotential niemals unterschätzt werden.

Kostenfalle
Generell sind Browsergames als ungefährlich einzustufen - doch in Einzelfällen kann die Sucht auch enorme finanzielle Auswirkungen haben.

6. So vergleichen wir

Welches Spiel ist das Richtige? Welches der aktuellen Spiele macht am meisten Spaß und glänzt mit langanhaltender Dauermotivation? Welches Spielkonzept liegt dem Browsergame zugrunde und wodurch hebt sich dieses Game von den unzähligen Konkurrenten ab?

Um dem interessierten Spieler einen aussagekräftigen Überblick zu verschaffen, vergleicht die Redaktion hier die derzeit beliebtesten Top-Spiele. Dies erfolgt anhand der Bewertungskategorien Spielkonzept, Gameplay, Technische Umsetzung und Community. Pro Bewertungseinheit können maximal 5,00 Punkte erreicht werden. Sämtliche Benotungen werden gleich stark gewichtet, um dem Endverbraucher einen möglichst übersichtlichen und allumfassenden Browsergame-Vergleich zu ermöglichen. Am Ende eines jeden Testberichtes fasst ein kurzes Fazit die Quintessenz der vier Prüfpunkte zusammen und hebt die wichtigsten positiven und negativen Aspekte eines jeden Browsergames hervor.

Spielkonzept

Die wichtigste Frage soll gleich zu Beginn beantwortet werden: Worum geht es in dem jeweiligen Spiel überhaupt? Was ihre Genre-Zugehörigkeit betrifft, sind Browsergames inzwischen breit aufgestellt. Die Welten, in welche der Spieler eintauchen kann, reichen vom mittelalterlich angehauchten Fantasy-Spektakel bis hin zum futuristischen Weltraumabenteuer, vom opulenten Rollenspiel bis zum Sport Manager. Unter der Rubrik Spielkonzept erfahren Leser, was vom jeweiligen Spiel erwartet werden kann und inwiefern sich ähnliche Games voneinander unterscheiden. Wer also auf der Browsergame-Suche nach einem ganz bestimmten Setting ist, kann bereits hier eine erste Vorauswahl treffen.

Gameplay

In der Bewertungskategorie Gameplay stellt sich jedes Browserspiel auf den virtuellen Prüfstand und es zeigt sich, was das Game zu bieten hat. Sind das Konzept und die Aufmachung leicht verständlich? Hilft ein Tutorial dem Anfänger, sich zügig in der unbekannten Spieleumgebung des Browsergames zurechtzufinden, oder ist das Browsergame unnötig kompliziert, sodass Anfänger Gefahr laufen, allzu schnell das Handtuch zu werfen? Kann das Game direkt in den ersten Augenblicken überzeugen? Kommt alles eher schleppend in Fahrt und entfaltet seine vollkommene Pracht erst nach einigen Spielstunden? Läuft das Spiel in Echtzeit ab oder handelt es sich um ein rundenbasiertes Browsergame-System? Diese und andere Fragen sind an dieser Stelle relevant und werden eingehend überprüft.

Technische Umsetzung

Hier zeigt sich, wie die Games grafisch gestaltet sind und ob für optimalen Spielspaß gesorgt wird. Selbstverständlich wird auch der Sound unter die Lupe genommen. Außerdem ist folgende Frage wichtig: Laufen die Games einwandfrei oder muss der Spieler sich während des Spielens mit ständigen Rucklern und Wartezeiten herumplagen? Zudem ist es heute von entscheidender Bedeutung, wie gut die Umsetzung des Browsergames auf verschiedenen Geräten gelungen ist. Auf einem Smartphone oder einem Tablet sollte das Spiel nicht deutlich schlechter laufen und aussehen als zu Hause auf dem Rechner. Sind irgendwelche Systemvoraussetzungen für das Browsergame bekannt, müssen vor dem Spielen bestimmte Plug-Ins installiert oder gar ein spezieller Client heruntergeladen werden?

Community

Ein ganz entscheidender Aspekt beim Zocken von Browsergames ist außerdem auch die Community, die hinter dem Spiel steht. Anders als etwa bei vielen Konsolenspielen gibt es bei Onlinespielen die Möglichkeit, durch ein paar Klicks mit tausenden Mitspielern auf der ganzen Welt in Kontakt zu treten und Freundschaften zu schließen. Netzsieger sieht sich an, wie das Spiel das Untereinander regelt, wie rege der Austausch der Spieler untereinander ist und ob es für das Browsergame überhaupt eine aktive Community gibt oder ob der User am Ende entgegen der Erwartung doch relativ einsam vor sich hin spielt. Wie ist es um die Hilfsbereitschaft bestellt? Finden sich in einem Browsergame-Forum sinnvolle Beiträge oder darf man sogar auf die kompetenten Dienste eines technischen Kundendienstes vertrauen?

Fazit

Aus der Bewertung der einzelnen Rubriken ergibt sich für jedes Browsergame im Test eine Gesamtnote. Anhand des Browsergame-Vergleichs können sich Spielinteressierte einen Überblick sowie erste Eindrücke verschaffen. Egal ob unerfahren oder auf der Suche nach neuen spannenden Titeln: Im Browsergame-Test findet jeder ein passendes Browsergame.