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Videobearbeitungssoftware

Die besten Videobearbeitungsprogramme im Vergleich

Funktionen

Bedienung

Performance

Hilfe & Support

Videos schneiden wie ein Profi

Das Wichtigste in Kürze:
  • Erst durch die Nachproduktion mit Videoschnitt und digitaler Bearbeitung entsteht aus dem Videomaterial der eigentliche Film.
  • Videoschnitt, Bild- und Tonoptimierung, Effekte und Übergänge gehören zu den Basics einer Editing-Software.
  • Eine Videobearbeitungssoftware im Abo-Modell kann für Unternehmen vorteilhaft sein.
  • Für die Arbeit mit Videos in 4K-Auflösung sind mindestens vier Gigabyte Arbeitsspeicher erforderlich.
  • Durch Proxy-Schnitt und GPU-Beschleunigung ist die Videobearbeitung auch auf Rechnern mit durchschnittlicher Leistung problemlos möglich.

1. Wozu brauche ich ein Videobearbeitungsprogramm?

Der Erfolg einer Videoplattform wie YouTube beweist es: Die Produktion von kurzen Videos ist für viele Menschen ein spannendes Hobby und sogar ein Nebenverdienst geworden.

Ein kleines Urlaubsvideo hat oft einen höheren Unterhaltungswert als eine Dia-Show mit Standbildern. Auch bei Familienereignissen wie beim Schuleingang des Enkels oder beim runden Geburtstag der Lieblingstante ist meist einer der Gäste dabei, der das Ganze mit der Videokamera dokumentiert. Mancher Sportler nimmt gerne eine GoPro Action Cam mit zum Sport, um seine Jumps und Stunts aufzuzeichnen.

Vloggerin vor Kamera
Eine digitale Spiegelreflexkamera ist für Videoaufnahmen ebenfalls geeignet.

Die selbst erstellten Videofilme können Anwender auch mit anderen teilen. Auf der Videoplattform YouTube richten sich User einen eigenen Kanal ein, um dort ihre Videobeiträge online zu veröffentlichen. Auch im Social-Media-Bereich gehören kurze Videobeiträge oder Vlogs (Video-Blogs) zu den gängigen Content-Arten, die ein Online-Content-Manager "draufhaben" muss. Eigene Filme und Videos zu schneiden und zu bearbeiten, bringen online viele Vorteile.

Professionelle Video-Nachbearbeitung für den PC

Dank der digitalen Technik ist das Equipment für die Aufzeichnung von bewegten Bildern erschwinglich geworden. Außerdem ist es deutlich handlicher als noch vor etwa 20 Jahren. Schließlich sind aktuelle Smartphones und Tablets standardmäßig mit guten bis sehr guten Kameras ausgestattet. Digitale Fotokameras besitzen in der Regel ebenfalls einen Videomodus. Auch die Flash-Speicherkarten sind relativ klein und kommen dennoch mit Full-HD-Videoaufnahmen zurecht. Hochpreisige und schwere Technik ist für den Videodreh also nicht mehr erforderlich.

Doch erst die detaillierte Nachbearbeitung macht aus dem aufgenommenen Rohmaterial einen vorzeigbaren Videoclip. Mithilfe einer Videobearbeitungssoftware schneidet der Hobby-Filmer in der Post-Produktion die jeweiligen Szenen für den Clip zusammen, gleicht die Farbgebung und Lautstärke an und fügt Übergänge, visuelle oder akustische Effekte sowie Musik ein.

Vorteile von Videobearbeitungsprogrammen
  • Schneiden des Video-Rohmaterials
  • Kürzen von Szenen sowie Einfügen von Musik und Text
  • Angleichung von Farben und Lautstärke
  • Nachvertonung und Einsprechen von Kommentaren
  • Verwaltung der Mediendateien
  • Videos in DVD-Qualität schneiden und erstellen
  • Eigene Videofilme auf DVD brennen

Unsere Redaktion vergleicht die besten Programme für die digitale Videobearbeitung und beleuchtet dabei insbesondere den Funktionsumfang sowie den Bedienkomfort der einzelnen Tools.

2. Was muss eine Videobearbeitungssoftware können?

Als Multimedia-Software muss ein Videobearbeitungsprogramm mehr können, als mit digitalem Filmmaterial umzugehen.

Potentielles Ausgangsmaterial für die Videobearbeitung

  1. VideotakesVideotakes
  2. Digitale BilderDigitale Bilder
  3. GrafikenGrafiken
  4. TexteTexte
  5. AudioAudioaufnahmen
  6. MusikMusik

Die Bearbeitung eines Videos umfasst zwei Arbeitsprozesse der Film-Nachproduktion:

  1. Den Videoschnitt, in dem die gelungenen Szenen aus dem vorhandenen Filmmaterial ausgewählt und in der gewünschten Reihenfolge zusammengesetzt werden. Misslungene oder unnötige Zwischenaufnahmen werden herausgeschnitten.
  2. Bei der anschließenden Bearbeitung des Videos (engl. "Compositing") fügt der Nutzer visuelle Elemente wie Übergänge, Grafiken, Zoom, Text oder andere Effekte ein.

Der Funktionsumfang eines Videobearbeitungsprogrammes deckt beide Bereiche der Postproduktion ab. Hinzu kommen in der Regel weitere Features für die Optimierung des Klangs und der Lautstärke. Mit einem hochwertigen Programm kann der Nutzer zudem Textelemente wie Titel beziehungsweise Menüs mit Kapitelanwahl erstellen.

Die wichtigsten Funktionen einer Videobearbeitungssoftware

Der Umfang an Tools und Features unterscheidet sich sehr stark zwischen den einzelnen Programmen. Zu den wesentlichen Funktionen und Features eines Videobearbeitungsprogrammes zählen folgende Elemente:

  • Bildgenauer Schnitt:
    In der Timeline wird die Videosequenz in einzelne Bilder aufgeteilt. Mithilfe von Start- und Endmarkierungen kann der User genau bestimmen, welche Teile er wegschneiden möchte und welche im Clip zu sehen sind. In manchen Programmen ist es möglich, einen Clip zu teilen, so dass aus einer großen Videodatei mehrere einzelne Clips werden.
  • Szenenübergänge:
    In den meisten Programmen steht dem User eine Auswahl an Vorlagen zur Verfügung, um ansprechende und professionelle Übergänge zwischen den Szenen zu gestalten. Dazu gehören beliebte Übergänge wie die Kreuzblende, aber auch animierte Templates mit Balken, Kreisformen oder Spiralen.
  • Bildoptimierung:
    Ähnlich wie bei einer Bildbearbeitungssoftware stehen dem Nutzer bei vielen Programmen diverse Bildoptimierungsfeatures zur Verfügung. Neben der Farbkorrektur lassen sich damit auch der Kontrast beziehungsweise die Helligkeit einer Szene anpassen.
  • Vorlagen für Titel, Menüs und Kapitel:
    Mit einer Titelseite oder einem Menü zum Anwählen einzelner Kapitel wirkt ein selbstproduzierter Videoclip sofort noch professioneller. Daher gehört eine ausreichende Auswahl an Vorlagen für die Gestaltung eines Intros beziehungsweise eines Outros zur Grundausstattung einer empfehlenswerten Videobearbeitungssoftware dazu.
  • Tools zur Audiobearbeitung:
    Auch der Ton ist ein wichtiges Stilmittel für die Bearbeitung des Videos. Tools zur Audio-Optimierung zählen deshalb ebenfalls zu den Basics einer soliden Software für das Video-Editing. Sie erlauben unterschiedliche Gestaltungsmöglichkeiten des Klanges. Zum einen kann der Nutzer den aufgenommenen Ton optimieren oder ausblenden. Zum anderen kann er die Stimmung der Szene mit Ton- oder Geräuscheffekten verändern. Unter die Tonbearbeitung fallen außerdem die Lautstärkeanpassung und das Einsprechen von Kommentaren.

3. Vorzüge einer kostenpflichtigen Videoschnittsoftware

Wer sich im Internet nach Produktempfehlungen zur Videobearbeitung umschaut, findet recht viele Anwendungen, die kostenfrei erhältlich sind. Was auf den ersten Blick wie ein „guter Fang“ erscheint, kann sich bei näherem Hinsehen beziehungsweise bei längerer Nutzung als nachteilig erweisen. So stoßen auch Anfänger schnell an die Grenzen eines kostenfreien Video-Editors, denn viel mehr als die Aneinanderreihung von ein paar Bildern und Sequenzen ist mit vielen Gratis-Tools nicht möglich.
Ein Programm wie Lightworks Free bietet hingegen einen ordentlichen Funktionsumfang was die Videobearbeitung betrifft. Allerdings stehen nur wenige Dateiformate für den Export der Video-Datei zur Auswahl.

Die folgende Übersicht zeigt den unterschiedlichen Funktionsumfang eines kostenlosen Programmes und einer Kaufversion:

Funktionen & Features Freeware Kaufprogramm
Videoschnitt
Effektfilter & Übergangseffekte
Bildoptimierung
Audiobearbeitung
Format-Konvertierung
Intuitive Bedienung
Support aller Import- und Export-Dateiformate
Unbegrenzte Filmlänge
Uneingeschränkte Auflösung
Zeitlich unbegrenzte Nutzung
Werbung / Adware
Vergleich des Funktionsumfangs von kostenloser Software und Kaufprogrammen.

Kostenlose Video-Editoren sind ideal für User, die erst mit der Materie vertraut werden und die Videobearbeitung lernen möchten.
Wenn aus der Videobearbeitung jedoch ein ernstzunehmendes Hobby oder sogar ein Nebenverdienst wird, dann sind Anwender mit einem gekauften Programm auf jeden Fall besser beraten. Der größere Funktionsumfang lässt eine professionelle Nacharbeit von Schnitt, Effekten, Filtern und Ton zu.
In der Regel braucht der User eine längere Einarbeitungszeit, bis er alle Features kennt und die Möglichkeiten des Programms optimal ausschöpfen kann. Die Softwarehersteller unterstützen ihre zahlenden Kunden bei der Einarbeitung mit einer Reihe von Video-Tutorials und kompetentem Support.

Außerdem bieten sie neuen Kunden eine 30-tägige Testphase an. In dieser Zeit kann der User den Video-Editor in vollem Umfang ausprobieren. Erst danach ist ein verbindlicher Kauf nötig. Wer ein neues Videobearbeitungsprogramm sucht, sollte diese Test-Möglichkeit unbedingt nutzen.

4. Wie finde ich das beste Videobearbeitungsprogramm?

In dem vielfältigen Produktangebot zur Bearbeitung von Videos ist von kostenlosen Tools bis hin zu Profi-Filmschnittprogrammen aus dem obersten Preissegment alles dabei. Eine High-End-Version ist jedoch nicht zwangsläufig für jeden Anwender die beste Wahl. Der enorme Funktionsumfang kann sich gerade für Einsteiger als ein Hindernis erweisen, wenn es darum geht, den Umgang mit der Software zu erlernen.

Das Erfahrungs-Level ist wichtig für die Kaufentscheidung

Ein wesentlicher Punkt bei der Kaufentscheidung sind daher die Erfahrungswerte und die Fähigkeiten, die der Nutzer mitbringt. Schließlich gibt es für Anfänger und erfahrene Anwender auch in einem moderaten Preissegment empfehlenswerte Videobearbeitungsprogramme.

Level Anfänger Einsteiger mit Vorkenntnissen Fortgeschrittener
Erfahrungen/Kenntnisse
  • Hat noch kein Video geschnitten und bearbeitet
  • Hat bereits ein oder zwei Videos erstellt
  • Hat Spaß an dieser Tätigkeit, aber es gibt noch Entwicklungspotential
  • Beschäftigt sich schon seit einiger Zeit mit Videobearbeitung
  • Hat mehrere Videos bearbeitet und dabei schon kleine Meisterwerke erstellt
Empfehlung Ein kostenfreies Tool oder Testversionen Ein Einsteiger-Programm aus dem unteren Preissegment Ein Programm mit Profi-Extras
Produkt-Tipp Cyberlink PowerDirector Ultra (Testversion) Magix Video Deluxe Adobe Premiere Pro
Cyberlink PowerDirector Boxcover Magix Video Deluxe Boxcover Adobe Premiere Pro Boxcover
Ziel Ausprobieren, ob der User mit Videobearbeitung zurechtkommt Der Funktionsumfang ist größer als bei einer Gratis-Software. Perfekt, um sich in Sachen Videobearbeitung weiterzuentwickeln. Weiterentwicklung hin zum Profi-Level
Überblick über Ansprüche von Nutzergruppen.

Welche Video-Editoren eignen sich für Mac?

In der Kreativbranche galt das Betriebssystem Mac OS lange als die bessere Wahl für die Bearbeitung von Mediendateien. Inzwischen sind die Leistungsunterschiede zwischen PC und Mac nicht mehr ganz so groß. Dennoch laufen einige Prozesse, wie zum Beispiel die Videokonvertierung, mitunter schneller als auf dem Pendant von Microsoft.

Mac-User können auf den integrierten Video-Editor iMovie zurückgreifen. Das Videoschnittprogramm ist auf jedem Mac-Gerät bereits vorinstalliert oder als App erhältlich. iMovie bietet die Grundfunktionen und macht auch eine Bearbeitung von 4K-Videomaterial möglich. Allerdings ist es etwas sperrig in der Bedienung.

Den Profi-Ansprüchen wird Final Cut Pro gerecht. Mit der magnetischen Timeline und dem Multicam-Schnitt bietet es einen hohen Bedienkomfort.

Darüber hinaus können Mac-User auch die Videoprogramme von Adobe benutzen. Sowohl Premiere Pro als auch Premiere Elements läuft auf Windows und auf Mac.

PowerDirector oder Magix Video Deluxe sind dagegen nur für das Windows-Betriebssystem programmiert. Eine separate Version für Mac bieten die Hersteller ebenfalls nicht an. Hier bleibt Mac-Usern nur der Weg über eine Virtualisierungssoftware wie Parallels Desktop.

Die besten Video-Apps

Viele Verbraucher nutzen das Tablet oder das Smartphone für Aufgaben, die früher der Desktop-Rechner oder der Laptop durchgeführt hat. Die Mini-Computer sind in der Regel mit einer sehr guten Kamera ausgestattet. Und wenn das Videomaterial mit einem mobilen Endgerät aufgenommen wurde, liegt es nahe, auch den Videoschnitt und die Nachbearbeitung darauf zu erledigen. Danach kann der Clip sofort in die sozialen Netzwerke hochgeladen werden. Die bekannten App-Portale führen daher einige empfehlenswerte Anwendungen für Android beziehungsweise iOS im Sortiment.

Das preisgekrönte Videoprogramm PowerDirector von CyberLink ist beispielsweise ebenfalls als Android-Version erhältlich. Für iPhone und iPad steht das bereits erwähnte iMovie als App zur Verfügung. Beliebt ist auch die App von Pinnacle Studio für iOS.

5. Kaufen oder mieten?

Die zunehmende Beliebtheit von Cloud-Computing hat auch den Software-Markt stark beeinflusst. Verbraucher, die auf der Suche nach einem neuen Videobearbeitungsprogramm sind, werden schnell feststellen, dass einige Softwarelösungen im Abo-Modell angeboten werden, während andere Programme wiederum nur als Kaufversion erhältlich sind. Welche Vor- und Nachteile die Vertriebsmodelle für den Nutzer haben, zeigen wir hier auf.

Programme mit Kauflizenz

Bei eigenständiger Software kauft der Verbraucher das Programm und erhält dafür die Vollversion und eine Nutzungslizenz. Die Videobearbeitungssoftware wird in der Regel lokal auf dem Rechner installiert. Damit stehen dem User sämtliche Funktionen uneingeschränkt zur Verfügung. Einige Hersteller bieten ihren zahlenden Kunden weitere Services, wie zum Beispiel ein Jahr lang automatische Updates, eine direkte Telefondurchwahl zum Kundenservice oder Zusatzfeatures, die online abrufbar sind.

Kaufversionen
  • Grundsätzlich zeitlich unbegrenzt nutzbar
  • Keine Folgekosten
  • Einmalige hohe Anschaffungskosten für den Erwerb der Nutzungslizenz
  • Der Anbieter kann die automatischen Updates einstellen, wenn es eine neuere Programmversion gibt.

Mietmodelle mit Abo-Lizenz

Immer mehr Hersteller bieten ihre Programme in einem Abo-Modell an. Der Verbraucher zahlt eine monatliche Gebühr für die Subscription-Lizenz. Er erhält die Software als Download und kann sie wie gewohnt auf seinem Rechner installieren.

Adobe bietet Programme wie Premiere Pro mittlerweile ausschließlich als Mietmodell an. Inzwischen hat der Softwarehersteller die Upgrades für die Kaufversionen seiner Programme aus der Creative Cloud gänzlich eingestellt.

Abo-Modelle
  • Für Unternehmen: Keine hohen Anschaffungskosten
  • Für Unternehmen: Flexible Anpassung der Ausgaben für die Software im Bedarfsfall
  • Der User arbeitet immer mit der aktuellsten Software-Version.
  • Manche Software-Hersteller bieten zahlenden Usern weitere Extras wie zum Beispiel Webspeicherplatz.
  • Das Programm gehört dem Nutzer am Ende der Laufzeit nicht.
  • Nach Ablauf des Vertrages oder des Abos hat der Nutzer keinen Zugriff mehr auf Funktionen und gespeicherte Projekte.
  • User müssen gegebenenfalls Laufzeit und Kündigungsfrist beachten.

In der Anfangszeit wurden die Abo-Modelle von vielen Käufern abgelehnt und mit Skepsis betrachtet. Inzwischen kennen User diese Vertragsform von anderen Online-Services wie Netflix oder Spotify. Viele schätzen die flexible Vertragsgestaltung. Trotzdem lohnt sich ein Abo-Modell vor allem dann, wenn der Nutzer den Zugriff nach Ablauf des Vertragszeitraumes nicht mehr benötigt.

Die Systemanforderungen für den Videoschnitt

Ein professionelles Videobearbeitungsprogramm eröffnet dem Anwender zwar zahlreiche Funktionen und Möglichkeiten, stellt dabei aber einige Ansprüche an die Hardware eines Computers.

Faustregel:
Je hochauflösender das Videomaterial ist, desto mehr Rechenleistung ist erforderlich, damit die Arbeit mit dem Video-Editor Spaß macht.

Digitale Spiegelreflexkameras (DSLR) oder Smartphones nehmen etwa im komprimierten Full-HD auf. Professionelle Kameras zeichnen sogar in 6K RAW auf. Wer mit derartig großen Datenmengen arbeitet, braucht deutlich mehr Rechenpower, um das Filmmaterial anschließend noch anständig zu bearbeiten.

Video-Editing
Wer Videos in hochauflösenden Formaten bearbeiten möchte, benötigt einen Rechner mit ausreichend Arbeitsspeicher und einer guten Grafikkarte.

Videobearbeitungsprogramme arbeiten mit einer Beschleunigung der Graphics Processing Unit (GPU). Für einige Rechenvorgänge greift die Software auf den Grafikspeicher zu. Dadurch wird der Hauptprozessor entlastet. Programmschnittstellen, die Grafikberechnungen durch die GPU ermöglichen, sind CUDA, OpenCL und DirectCompute.

Um schnell und vor allem live schneiden zu können, ist eine entsprechende Grafikkarte mit ausreichend Speicherplatz erforderlich.
Beim Full-HD-Schnitt empfiehlt sich ein Minimum von 512 Megabyte VRAM (Video Random Access Memory), um auch bei größeren Projekten einen flüssigen Schnitt zu gewährleisten. Auch der Arbeitsspeicher des Computers sollte angemessen groß sein, da sonst das Multitasking stark eingeschränkt wird und der Zugriff auf die Programmoberfläche ins Stocken gerät – zwischen vier und acht Gigabyte Arbeitsspeicher sollten es in jedem Falle sein.

Welche Rolle spielt der Prozessor?

Die Prozessorleistung ist aufgrund der GPU-Beschleunigung dagegen eher unerheblich. Durch eine höhere Taktfrequenz mögen zwar einige Prozesse schneller laufen, jedoch kommt die Taktrate beim Videoschnitt erst dann zum Tragen, wenn das Videomaterial aus der Software exportiert wird. Wer bei diesem Arbeitsschritt nicht warten kann oder unter Zeitdruck steht, sollte auf mehr Prozessorleistung vertrauen.

Festplatte und Speicherplatz
Festplattenarten
Mechanische Festplatte

Die klassische Festplatte besteht aus einzelnen Bauteilen wie Magnetscheiben, Spindel, Elektromotor sowie Lese-/Schreibköpfen. Wegen dieser Bauweise gelten solche Datenspeicher als recht störanfällig. Allerdings bieten sie sehr viel Speicherplatz und dies für einen günstigen Preis.

SSD

SSD steht für „Solid State Drive“ oder „Solid State Disk“. Übersetzt bedeutet dies etwa „Festkörper-Datenträger“. Die Speicher bestehen aus Flashspeicher-Chips. Damit arbeiten SSD-Speicher lautlos und energiesparend. Ein weiterer Vorteil: Der Zugriff auf die Daten erfolgt deutlich schneller. Allerdings sind diese Speicher etwas teurer in der Anschaffung.

Anders als der Prozessor wird die Festplatte beim Schneiden sehr stark beansprucht. Auch sollte stets viel freier Speicherplatz zur Verfügung stehen. Das Speichermedium, auf dem die Schnittsoftware liegt, kann durchaus eine SSD sein. Zwar stellt eine mechanische Festplatte keine große Hürde dar, doch ist der Unterschied beim Laden der Software hier deutlich zu spüren.

Videodateien sollten grundsätzlich nicht auf der internen Festplatte liegen, sondern stets auf externe Speichermedien ausgelagert werden. In einem solchen Fall ist mechanischer Speicher dem sogenannten Flash-Speicher immer überlegen, da mechanische Medien über mehr Volumen verfügen und das ständige Überschreiben von Datensätzen weniger problematisch ist.

Das Display

Hohe Farbqualität und genormte Kontrastwerte helfen dabei, die Qualität des Videomaterials richtig zu beurteilen und die Farben anzupassen. Natürlich sollte das Display auch entsprechend groß sein. Wer ein Notebook verwendet, kann über ein externes Display nachdenken. Dieses sorgt für ausreichend Arbeitsfläche auf dem virtuellen Schreibtisch und vereinfacht das Arbeiten enorm.

Hardwareanforderungen für 4K-Videobearbeitung

Die 4K-Technologie ist stetig auf dem Vormarsch. Camcorder und Kameras, die in einer 4K-Auflösung (Ultra HD 3840 x 2160 Pixel) aufnehmen, rutschen in den bezahlbaren Bereich. Damit wird es auch für die User einer Videobearbeitungssoftware wichtig zu wissen, welche Computertechnik vorhanden sein muss, um mit diesen Datenmengen umzugehen und reibungslos zu arbeiten. Die folgende Übersicht fasst zusammen, welche Voraussetzungen die Software-Hersteller für die Bearbeitung von 4K-Videos empfehlen. Die genauen Anforderungen unterscheiden sich allerdings von Programm zu Programm. Nutzer sollten daher vor dem Kauf auf jeden Fall die Systemvoraussetzungen auf der Produktseite der Wunschsoftware studieren.

Hardware Leistungsanforderung für 4K-Bearbeitung
Prozessor Mindestens ein Vierkernprozessor mit 2,8 Gigahertz oder besser
Arbeitsspeicher Ab 8 Gigabyte
Grafikkarte Dedizierte Grafikkarte mit mindestens 512 Megabyte VRAM oder besser Unterstützung von GPU-Beschleunigung über OpenCL, CUDA oder DirectX11
Festplattentyp SSD-Festplatte
Technische Anforderungen für die 4K-Videobearbeitung
Ressourcenschonende Funktionen eines Video-Editors

Beim Proxy-Schnitt wird das Videomaterial mit einer hohen Auflösung für die Bearbeitung in ein komprimierteres Format umgerechnet. Der Nutzer arbeitet bei der Videobearbeitung am PC mit einer Vorschau-Version des Filmmaterials, die eine geringere Auflösung besitzt. Dank dieser Technik ist auch auf PCs mit durchschnittlicher Rechenleistung eine störungsfreie Videobearbeitung möglich.

Vom Rendern (engl. "Übertragung") sprechen Experten, wenn die Videoeffekte, die der User in der Timeline definiert hat, auf das eigentliche Videomaterial umgerechnet werden. In diesem Prozess werden alle Informationen aus den verschiedenen Timeline-Ebenen wie Textinhalte, Audiokommentare, Überblendungen und die geschnittenen Sequenzen umgewandelt und in ein zweidimensionales Videoformat gebracht. Die Smart Rendering-Technologie optimiert diesen Arbeitsschritt. So werden ausschließlich diejenigen Abschnitte neu berechnet, an denen der User Veränderungen vorgenommen hat. Unveränderte Bereiche werden dagegen verlustfrei in die Zieldatei kopiert. Auf diese Weise verkürzt sich die Rechenzeit erheblich.

6. Videobearbeitung - Schritt für Schritt erklärt

Ein gut ausgestattetes Videobearbeitungs-Tool allein ist noch kein Garant für ein tolles Video, welches auf YouTube den Klick-Rekord sprengt. Der Nutzer muss ein bisschen Freizeit in die Erstellung investieren. Ein Quäntchen Fantasie und Vorstellungsvermögen sind ebenfalls gute Zutaten für die Gestaltung eines eigenen Videos.

Die Grundschritte der Videobearbeitung
Laptop mit Mediastreams Schritt 1: Das Material sichten und die Medien importieren
Alles beginnt mit der Sichtung des Materials, welches für das Video verwendet werden soll. Neben den Filmaufnahmen können auch Bilder oder Musik dazugehören. Wichtig ist dabei, dass alle Medien in ein Datei-Format gebracht werden, welches die genutzte Software unterstützt. Bei Bildern ist es zudem wichtig, dass sie in einer geeigneten Auflösung vorliegen.
Schließlich muss der Anwender alle Medien auf den Computer übertragen und in das Projekt importieren.
Kreatives Chaos Schritt 2: Planung der Story
Eine Vorstellung von der Story des Videoclips hat der Hobby-Filmer idealerweise bereits vor dem Dreh. Schließlich müssen alle erforderlichen Kameraeinstellungen abgedreht werden. Nun, da das fertige Filmmaterial vorhanden ist, kommt der Plan wieder zum Einsatz. Oft hilft es, die Story des Videos in kleine Sinnabschnitte zu gliedern.
Mann bei Videoschnitt Schritt 3: Der Videoschnitt
Nach dieser Vorbereitung geht es nun an den Rohschnitt des Videos. Unnötige Szenen oder misslungene Abschnitte werden entfernt. Die vorhandenen Sequenzen kann der Anwender nun auf die gewünschte Länge bringen, aber auch kopieren oder neu anordnen. In diesem Schritt fügt der Hobby-Regisseur auch Fotos, Grafiken, Texte sowie Musik an den gewünschten Stellen im Clip ein.
Zoom-Effekt Schritt 4: Die Bearbeitung des Videos
Nachdem die grobe Struktur des Videoclips steht, geht es mit der Feinarbeit weiter. Hier erfolgt die eigentliche Videobearbeitung. In diesem Arbeitsschritt korrigiert oder optimiert der User die Bilder und Szenen. Dazu gehören Anpassungen der Farbe, Helligkeit und Kontrast ebenso wie Veränderungen der Bildschärfe. Auch visuelle Effekte wie Zooms, Kameraschwenks über Standbilder sowie Übergänge und Blenden baut der Nutzer jetzt in seinen Clip ein. Textelemente für Titel oder Abspann kann der Anwender ebenfalls für sein Video gestalten.
Tonspur bearbeiten Schritt 5: Die Tonbearbeitung
Die Bilder und Texte stehen soweit – jetzt dreht sich alles um den Sound. Der Anwender fügt besondere Soundeffekte ein und passt die Lautstärke und den Klang der einzelnen Sequenzen an. Gerade bei separat eingesprochenen Audiokommentaren, die als Voice-Over in die jeweilige Szene eingespielt werden, ist diese Lautstärkenanpassung wichtig.
Hinweis: Videos wirken stimmiger, wenn der Schnitt zum Takt der Hintergrundmusik passt. Einige Videobearbeitungsprogramme ermöglichen es, die Musik an die Länge der Szenen anzupassen. Die Musik wird dabei entsprechend verlangsamt beziehungsweise beschleunigt, ohne dass dies hörbar ist.
Play Button Schritt 6: Das Exportieren des fertigen Films
Beim Exportieren geht es darum, den Film in einem Format zu speichern, welches auf anderen Geräten oder in Videoportalen abspielbar ist. Dabei sollte die Datei nicht übermäßig groß sein. Dennoch sollte die Bildqualität erhalten bleiben. Beim Exportieren kann der User oft weitere Parameter einstellen, wie zum Beispiel Auflösung, Bildrate, das Seitenverhältnis sowie die Größe der Datenmenge, die übertragen werden kann. Je nach Umfang können der Exportierprozess und das Umrechnen (Rendern) einige Zeit dauern.
Diese Arbeitsschritte sind ein steter Begleiter bei der Videobearbeitung.

Ein Meister der Videobearbeitung ist der YouTuber Chon-Dat vom Kanal ChiliChopstickz. Im folgenden Videoclip sieht man einige optische Raffinessen, die bei der Videonachbearbeitung möglich sind. Es lohnt sich, bis zum Ende dranzubleiben:

7. Wie ist ein Videobearbeitungsprogramm aufgebaut? – Die typische Benutzeroberfläche

Die Benutzeroberfläche einer Multimedia-Software ist gewissermaßen der Arbeitsplatz für User. Die Mediendateien, die Bearbeitungstools und eine Clip-Vorschau müssen darauf übersichtlich angeordnet sein. Die folgenden Elemente gehören in der Regel zu jedem Videobearbeitungsprogramm dazu.

Der Importer und der Medienpool

Jede Videoschnittsoftware bringt einen Medien-Importer sowie einen Mediapool mit. In diesem Bereich organisieren Nutzer alle Videodateien, Bilder und Audiodateien, die sie für Videoprojekte benötigen. In vielen Programmen lassen sich die Elemente bequem per Drag and Drop in das Storyboard oder die Timeline ziehen. Auch organisieren Videobegeisterte Effekte im Mediapool und integrieren diese ins Videoprojekt.

Der Vorschaumonitor

Der Vorschaumonitor ist ein zentrales Element der Bedienoberfläche. Anwender können sich in diesem Screen den bisherigen Schnitt ansehen und prüfen, ob alle relevanten Szenen vorhanden sind und ob die eingesetzten Effekte die gewünschte Wirkung erzielen.

Magix Video Deluxe Screenshot
Die Benutzeroberfläche von Magix Video Deluxe mit Vorschaumonitor (links), Mediathek (rechts) und Timeline (unten).

Die Timeline

Im unteren Bereich der Bedienoberfläche werden die Videosequenzen geschnitten und die Medienelemente arrangiert. Hier kann der Benutzer den Schnittmodus Timeline (deutsch „Zeitstrahl“) auswählen. Dieser Zeitachsen-Modus wird fortgeschrittenen Usern empfohlen, weil darin die Elemente zur Videobearbeitung sehr detailliert aufgeführt werden. Audiospuren, Videosequenzen oder Text werden auf mehreren, untereinander angeordneten Spuren (Zeilen) angezeigt. Anwender haben die Möglichkeit, einzelne Spuren isoliert abzuspielen oder stumm zu schalten. Selbstverständlich ist es auch möglich, zwei Videoclips zu mischen.

Das Storyboard

Das Storyboard ist ein alternativer Schnittmodus. Oft wird dieser als einsteigerfreundliche Variante angesehen, da die Videosequenzen mit den wichtigsten Elementen in nur einer Zeile aufgereiht werden. Nutzer können die Sequenzen mit Übergängen oder Blenden verbinden.

8. Die gängigsten digitalen Videoformate

Mit der Digitalisierung in der Filmbranche und der Technikentwicklung entstanden zahlreiche neue Videoformate. Jeder Anbieter entwickelte sein eigenes Format und versuchte, sich damit auf dem Markt durchzusetzen.

Container und Codecs

Dateiformate für Videos sind eigentlich Container, welche die Bild-, Text- und Audioinformationen enthalten. Auch Metadaten sowie Menü-Strukturen können in dem Container-Format gespeichert sein. Mithilfe von Videocodecs werden vor allem die digitalen Bild- und Tondaten komprimiert, so dass die Datei weniger Speicherplatz benötigt.

Die Wahl des richtigen Videoformats ist entscheidend für die Qualität des erstellten Filmes.
Damit sich Einsteiger auf dem Gebiet der Videobearbeitung in diesem Dschungel an Dateiendungen schnell zurechtfinden, stellen wir hier die gängigsten Formate kurz vor.

  Name Endung Besonderheiten
WMV WMV (Windows Media Video) *.wmv Ein Videoformat für Windows: Hohe Kompression mit guter Qualität, weshalb kleine Dateien dennoch gute Auflösung präsentieren.
MPEG-Standard MPEG 1 und 2 (Moving Pictures Experts Group) *.mpg
*.mpeg
*.vob
Ein Videoformat mit standardisiertem Komprimierungsverfahren: vergleichsweise kleine Bilder bei guter Bildqualität.
MPEG 4 MPEG 4 (Moving Pictures Experts Group) *.mp4
*.m4v
*.f4v
Moderner MPEG-Standard, welcher Audio- und Videodateien noch stärker und ohne erkennbaren Qualitätsverlust komprimiert. Höhere Anforderungen an Rechenleistung, da stark komprimierte Dateien erst wieder "entpackt" werden müssen.
AVI AVI (Audio Video Interleaved) *.avi Videoformat aus dem Hause Microsoft.
Vorteile: weite Verbreitung, von nahezu jedem Gerät unterstützt.
Nachteil: sehr hoher Speicherbedarf.
MOV MOV (Movie) *.mov Basiert auf Quicktime-Standard von Apple, aber mit MPEG IV zu vergleichen. Findet in semiprofessionellen und professionellen Bereichen Verwendung
FLV FLV (Flash Video) *.flv
*.swf
*3gp
Von Adobe Systems entwickeltes Containerformat, das vor allem für Internetübertragungen von Videoinhalten genutzt wird. Benötigt den Adobe Flash Player
Real Media RM (Real Media) *.rm Sammelbezeichnung für Dateiformate von RealNetworks. Komprimierte Filme sind zwar verlustbehaftet, doch die Qualität ist immer noch vergleichsweise gut
Die verschiedenen digitalen Videoformate im Überblick.

Videocodecs bestehen aus einem Algorithmenpaar, welches die Kodierung (Komprimierung) und Dekodierung (Entpacken) eines digitalen Videos möglich macht. Relativ bekannt sind die beiden MPEG 4-Codecs DivX und Xvid. Letzterer ist die Open-Source-Version von DivX. Mit beiden Codecs lassen sich Videodateien sehr stark komprimieren, ohne dass ein großer Qualitätsverlust eintritt.

Welches Videoformat ist das beste?

Der User muss entscheiden, was wichtig ist: beste Bild- und Soundqualität oder optimierter Speicherplatz. Top-Qualität auf beiden Gebieten ist in der Regel schlecht zu vereinbaren. Wenn das Video durch ein scharfes Bild in HD und einen vollen Klang wirken soll, muss die Datei auch entsprechend groß sein.

Für einen Film in DVD-Qualität empfiehlt sich das Format MPEG2, denn dieses erzeugt eine sehr gute Bild- und Tonqualität. Soll der Videoclip auf einem Apple-Gerät abgespielt werden, dann wählt der User am besten ein MP4-Format. Für ein Video, das in eine Webseite eingebunden werden soll, ist das Format FLV die bessere Wahl. Dieses lässt sich recht unkompliziert in einen HTML5-Code einbinden.
Ein ultimatives, bestes Videoformat gibt es damit nicht. Es kommt bei der Wahl des passenden Dateiformats darauf an, auf welchem Gerät oder auf welcher Plattform der Videoclip laufen soll.

9. Zusatzfunktionen

Fortgeschrittene User, die sich mit Filmschnitt und Videobearbeitung aus den Einsteigerprogrammen bereits gut auskennen, interessieren sich eher für die Möglichkeiten, die eine Premium-Version zu bieten hat. Zu diesen Extras zählen unter anderem folgende Funktionen:

Mann beim Kitesurfen
Videobearbeitungssoftware aus dem Premiumbereich bietet viele Effekte zur Gestaltung von Action-Movies.
  • Multicam-Editing: Mit dieser Funktion kann der User die Aufnahmen von mehreren Kameras gleichzeitig schneiden und bearbeiten. Einige Programme ermöglichen zudem die Synchronisation der Bewegung.
  • Action-Cam-Support: Die Software unterstützt das typische MP4-Format von Action-Cams. Außerdem stehen dem User zahlreiche Effekte zur Verfügung, wie Jumpcuts, Zeitraffer, GPS-Daten-Einblendung.
  • Screencapture: Wer Video-Tutorials zu Software oder Let’s Plays erstellen möchte, benötigt diese Aufzeichnungsfunktion. Dabei werden alle Bildschirminhalte aufgenommen. Bei Bedarf kann der User auch in den Bildschirm hineinzoomen und nur einzelne Bereiche aufnehmen.
  • Hintergrund verändern: Mithilfe der Bildfreistell-Methode Chroma Keying wird eine Person oder ein Gegenstand im Nachhinein vor einen anderen Bildhintergrund gesetzt, zum Beispiel vor eine Landschaftsaufnahme oder eine Computergrafik. Weitaus bekannter ist diese Technik unter den Bezeichnungen Green-Screen oder Blue-Screen-Technik, da sich Blau beziehungsweise Grün als Schlüsselfarben in der Filmproduktion etabliert haben. In der modernen, digitalen Videobearbeitung kann auch jede andere Farbe als Schlüsselfarbe ausgewählt werden.
  • Nested Sequences / Verbundene Sequenzen: Die Verschachtelung von Sequenzen (engl. nested = verschachtelt) ist eine Funktion, die in professionellen Programmen wie Adobe Premiere Pro oder Final Cut Pro vorhanden ist. Der Nutzer kann dabei eine Sequenz, die aus mehreren Schnitten besteht, in einen anderen Film einfügen. Dabei erscheint die Sequenz als einzelner Clip auf der Timeline; die einzelnen Schnitte und Bilder sind nicht mehr zu sehen. Verschachtelte Sequenzen können die Rechenzeit verkürzen. Zudem kann der Anwender den Sequenz-Clip an verschiedenen Stellen innerhalb des Films einfügen.
  • 360 Grad Editing: Die Software ist kompatibel mit den 360-Grad-Formaten. Beim Bearbeiten kann der User den Blickwinkel beziehungsweise die Blickrichtung anpassen.

10. So vergleichen wir

Für den systematischen Vergleich der besten Videoschnittprogramme legen wir im Test verschiedene Bewertungskriterien zu Grunde. Die Schwerpunkte liegen dabei auf dem Funktionsumfang, dem Bedienkomfort, auf den technischen Voraussetzungen für die reibungslose Arbeit am PC sowie auf dem Kundenservice, den der Softwarehersteller bietet.
Welche Fragen in den einzelnen Abschnitten unseren Leitfaden für den Vergleichstest bilden, erklären wir hier:

Funktionen

Ein wichtiges Kriterium bei der Entscheidung für eine Videobearbeitungssoftware ist natürlich der Funktionsumfang. Die Software sollte selbstverständlich alle Grundfunktionen für einen einfachen Videoschnitt sowie für die Bild- und Tonoptimierung bieten. Darüber hinaus interessieren wir uns beim Vergleich auch für Extra-Funktionen, die die Nutzung komfortabler machen. Wie umfangreich ist die Auswahl an Übergängen und anderen Gestaltungsvorlagen? Kann der Nutzer auch Aufnahmen in HD problemlos bearbeiten? Für Einsteigerprogramme gelten dabei noch einmal andere Maßstäbe als für Profi-Software.

Wer einen eigenen Film kreiert, möchte diesen meist auch mit Freunden, Bekannten, der Familie oder der Community teilen. Daher ist es für den Funktionsumfang ebenfalls interessant, ob die Software einen Upload in die sozialen Netzwerke oder Videoportale anbietet. Auch das Brennen des Videomaterials auf externe Speichermedien wie DVDs oder Blu-Ray-Discs steht hier im Fokus der Betrachtung. Anhand dieser Kriterien vergleichen wir die Angebote und schätzt die Qualität sowie das Preis-Leistungsverhältnis ein.

Bedienung

Die Vielfalt an Features und Tools ist nur die eine Seite der Medaille – ein ebenso großer Stellenwert kommt der Bedienung sowie der Programmführung eines Produktes zu. Wir werfen daher einen kritischen Blick auf die Nutzerfreundlichkeit einer Software. Ist das Videobearbeitungsprogramm auch für Einsteiger übersichtlich und gut zu bedienen? Oder sind ausschließlich professionelle Anwender in der Lage, vorzeigbare Resultate zu erzielen? Versorgen sinnvolle Einblendungen den Anwender mit hilfreichen Informationen zu den einzelnen Bestandteilen des Produktes? Existiert eine Verwaltungsfunktion, um die einzelnen Videoclips, Bilder, Text- und Musikdateien übersichtlich und geordnet abzuspeichern? Werden Video- und Audio-Tracks automatisch synchronisiert? Diese Fragen werden in dieser Bewertungskategorie jedes Programm geklärt.

Leistung

Bei der Videobearbeitung und beim Export des Videoclips müssen Software und PC meist sehr große Datenmengen verarbeiten. Dies beansprucht die Prozessorleistung enorm. Dennoch sollte eine angemessene Arbeitsgeschwindigkeit gewährleistet sein. Weiterhin interessiert, ob in das Programm systemschonende Features integriert sind, welche ein reibungsloses Arbeiten ermöglichen und die Gefahr von Systemabstürzen vermeiden. In diesem technikbetonten Testabschnitt ist darüber hinaus die Kompatibilität mit verschiedenen Media-Formaten von besonderer Relevanz. Darüber hinaus interessiert es die Redakteure, ob die Multimedia-Software auf nur einem oder auf mehreren Betriebssystemen lauffähig ist.

Hilfe und Support

Nicht zuletzt ist auch die professionelle Hilfe bei Problemen ein wesentlicher Kritikpunkt in der Bewertung. Gerade bei komplizierten Programmen brauchen Nutzer Unterstützung, um den Einstieg zu finden. Daher sehen wir uns an, welche Support-Dienstleistungen die Hersteller zur Verfügung stellen. Tutorials und FAQ sind dabei ebenso gern gesehen wie ein deutschsprachiges Kunden-Center, welches per E-Mail, Telefon oder Live-Chat kontaktiert werden kann. Viele Fragen lassen sich ebenfalls mit der Hilfe einer aktiven und freundlichen Community aus der Welt schaffen.

badgeFazit der Redaktion

Anhand dieser vier Prüfkriterien werden die unterschiedlichen Videobearbeitungsprogramme untersucht und miteinander verglichen. Aus den jeweiligen Einzelwertungen ergibt sich schließlich eine Gesamtnote für jedes Produkt. Der Vergleich der besten Videobearbeitungssoftware soll Verbrauchern dabei helfen, das richtige Programm zu finden und somit die Kaufentscheidung zu erleichtern.

Der Vergleich macht deutlich, dass die meisten aktuellen Programm-Versionen die neuesten Technik-Standards wie 4K oder Touchscreen-Bedienung unterstützen. Für die Arbeit mit Videomaterial in hoher Qualität empfehlen die Software-Anbieter jedoch einen höheren Arbeitsspeicher. Bei aktuellen Desktop-Rechnern sollte dies kein Problem darstellen, da diese Computer normalerweise 8 bis 16 Gigabyte RAM Arbeitsspeicher mitbringen. Höchstens Benutzer, die am Laptop Filme bearbeiten möchten, sollten über ein Gerät neueren Datums verfügen oder den Arbeitsspeicher gegebenenfalls aufrüsten, um 4K-Videos einwandfrei zu schneiden.

Die Gestaltungsmöglichkeiten einer Editing-Software sind in der Regel derartig vielfältig, dass kaum ein Nutzer ohne Einarbeitungszeit in die Anwendung starten kann. Fast alle Anbieter zeigen in anschaulichen Video-Tutorials, wie man die Gestaltungselemente optimal einsetzt. Daher lohnt sich für den Käufer auch der Blick auf das Support-Angebot des Software-Herstellers.
Der Software-Vergleich zeigt, dass eine anwenderfreundliche Videobearbeitungssoftware mit großzügigem Funktionsumfang nicht unbedingt teuer sein muss. Ambitionierte Einsteiger finden auch im mittleren Preissegment solide Programme, die sich durch eine hohe Bedienerfreundlichkeit auszeichnen. Am meisten überzeugte hier der Testsieger PowerDirector von CyberLink. Bei diesem Programm stimmten der Funktionsumfang sowie die Benutzerfreundlichkeit. Adobe Premiere Pro richtet sich dagegen eher an fortgeschrittene Nutzer. Die teure Software ist eine Empfehlung für Nutzer, die den Video-Editor sowie andere Anwendungen aus der Creative Cloud häufig brauchen. Auch Magix Video Deluxe schneidet im Test mit sehr gutem Ergebnis ab. Vor allem die ressourcenschonende Arbeitsweise kombiniert mit hoher Funktionalität bringen diesem Video-Editor viele Punkte ein.