Smartwatch

Die 7 besten Smartwatches im Test & Vergleich

Allgemeine Merkmale
Hersteller
AkkukapazitÀt
Akkulaufzeit
Stromversorgung
Produkteigenschaften
Touchscreen
SchrittzÀhler
Entfernungsmesser
Kalorienverbrauch
SchlafĂŒberwachung
Weckfunktion
GPS
Sensoren
Benachrichtigung ĂŒber Anrufe
Benachrichtigung ĂŒber Nachrichten
Anrufe tÀtigen
Nachrichten versenden
Material Armband
Material GehÀuse
Maße
Farbe
Gewicht
Vorteile

Smartwatch-Ratgeber: So wÀhlen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in KĂŒrze
  • Sei es zum Einkaufen, im Business-Meeting oder beim Joggen – Smartwatches sind praktische Alltagsbegleiter, die das Funktionsspektrum von Fitnesstrackern und Smartphones vereinen.
  • Die Wearables informieren via Bluetooth-Verbindung mit dem Smartphone ĂŒber eingehende Anrufe und SMS. Ist das Modell mit einem SIM-Kartenslot ausgestattet, kann der Nutzer gar direkt ĂŒber die Uhr telefonieren sowie SMS schreiben und empfangen.
  • Sie erstellen Schlafanalysen, zĂ€hlen die zurĂŒckgelegten Schritte und messen den Puls, um Verbraucher stets ĂŒber ihren Fitnessstand auf dem Laufenden zu halten.
  • Über die clevere Uhr können Nutzer auch Facebook-BeitrĂ€ge sowie aktuelle Wetterinformationen abrufen.

Smartwatches – Die Minicomputer am Handgelenk

Sei es am Morgen als Wecker, auf dem Weg ins BĂŒro als MP3-Player oder bei der abendlichen Sporteinheit als Pulsuhr: Die Smartwatches sind ĂŒberaus praktische GerĂ€te, die uns in vielen Situationen und Bereichen unseres Alltags gute Dienste erweisen. Als ideale ErgĂ€nzung zum Smartphone vereinen sie eine Vielzahl von Funktionen in einer einzigen Apparatur, die noch dazu an das Handgelenk passt. Es handelt sich um eine intelligente elektronische Armbanduhr, die ĂŒber eine drahtlose Schnittstelle mit dem Smartphone verbunden wird, um dessen Funktionsumfang zu erweitern. Optisch erinnern die sogenannten Wearables an handelsĂŒbliche Armbanduhren mit einem berĂŒhrungsempfindlichen Display, in ihrem Inneren sind sie jedoch mit einem Mikroprozessor, einem Betriebssystem, einem Speicher und einem Akku sowie einer Reihe von Sensoren ausgestattet.

Im Vergleich zur Armbanduhr zeigen Smartwatches also vielmehr also nur die aktuelle Uhrzeit: Sie informieren ĂŒber eingehende Anrufe, SMS sowie E-Mails und bringen viele nĂŒtzlich Fitness-Features mit. Nutzer erhalten mit einem Blick auf ihre Smartwatch Informationen aus dem Internet, etwa News-Ticker oder den aktuellen Wetterbericht, und werden mittels Vibration oder Signalton auf neue Mitteilungen hingewiesen. Zu den typischen Gesundheits- und Fitnessfunktionen zĂ€hlen unter anderem der Schlaftracker, SchrittzĂ€hler und Pulsmesser. In Kombination mit einer Navigations-App beziehungsweblockquoteise GPS-Funktion werden die smarten Uhren schließlich zu digitalen Wegweisern. Neben ihrem Mehrwert als Fitnesstracker bieten sie auch eine Vielzahl von Multimediafunktionen, sodass sie Sportfreunden ebenso wie Technikbegeisterten gerecht werden. Mit einem integrierten Telefonchip funktionieren sie sogar völlig unabhĂ€ngig, womit sie dem Smartphone in zunehmendem Maße Konkurrenz machen.

Der Smartwatch-Boom: Was steckt hinter dem Hype?

Bereits 1946 trug der Comic-Held und Polizeiinspektor Dick Tracy ein sogenanntes „2-Way Wrist Radio“ am Arm, das sich 18 Jahre spĂ€ter zum „2-Way Wrist TV“ weiterentwickelte. Im Jahr 1979 tauchte ein „Wrist Communicator“ zur Teleportation in Star Trek auf. Auch „K.I.T.T.“, das legendĂ€re Auto aus der 80er-Jahre-Kultserie Knight Rider, war mit seinem Besitzer ĂŒber eine Armgelenkuhr verbunden. Und in der Zeichentrickserie Die Simpsons trĂ€gt ein Charakter in der Zukunft ein verheißungsvolles Gadget am Handgelenk, mit dem man telefonieren und texten kann. War die Kommunikation ĂŒber eine Armbanduhr vor einigen Jahrzehnten noch Zukunftsmusik, so sind derartige Armbanduhren heutzutage lĂ€ngst nichts Ungewöhnliches mehr.

Die erste Smartwatch (die SPOT-Uhr von Microsoft) ist Anfang der 2000er Jahre auf der BildflĂ€che erschienen und sollte vor allem Informationen aus dem Internet, etwa den aktuellen Wetterbericht, sowie SMS und Anrufe anzeigen. Nach und nach gesellten sich Features wie Fitness-Sensoren und individualisierbare Bedienkonzepte dazu, welche die Smartwatch zum Fitness-Tracker und MP3-Player erweiterten. Mit dem steigenden Angebot kamen auch neue Designs hinzu: Neben dem klassischen eckigen Format gibt es nun auch Smartwatches in runder Form. Die Standards befinden sich weiterhin in einem stetigen Wandel und passen sich fortwĂ€hrend den AnsprĂŒchen moderner Verbraucher an. Inzwischen teilen sich etliche namhafte Hersteller den Smartwatch-Markt. Laut Statista hat der MarktfĂŒhrer Apple im zweiten Quartal 2017 weltweit 3,4 Millionen GerĂ€te verkauft. Erst weit darunter folgen Samsung mit 800.000 und Garmin mit 600.000 GerĂ€ten.

Bezahlbares Gadget oder hochpreisiger Luxusartikel?

Neben den bekannten Technikriesen wie Sony, Samsung, LG, Apple, Motorola, ASUS und Garmin bringen auch namhafte Uhrenhersteller, etwa Casio, Fossil, Breitling und Chronos, Smartwatches auf den Markt. Doch was kostet eine gute Smartwatch? WÀhrend Einsteigermodelle bereits ab 100 Euro zu haben sind, beispielsweise die LG G Watch, beginnen die Apple Watches erst bei 400 Euro. Um stets mit Softwareupdates und Systemverbesserungen versorgt zu sein, rentiert sich der Griff zu einem bekannten Hersteller. Von Modellen mit Preisen unter 50 Euro ist grundsÀtzlich abzuraten, da es sich hierbei in der Regel um billige Kopien hochpreisiger Modelle handelt. Bei Preisen zwischen 150 und 250 Euro lassen sich bereits adÀquate Uhren finden, wie etwa die Samsung Gear S3 Classic oder die Garmin vivoactive. Im preislichen Mittelfeld von 250 bis 400 Euro ist beispielsweise die beliebte LG Watch Urbane und im Premium-Segment ab 400 Euro entsprechend die Apple Watch Series 4 anzutreffen.

Smarte Uhren fĂŒr Freizeit, Sport und BĂŒro: Die Typen

Sei es als Tracker fĂŒr sportliche AktivitĂ€ten, als Begleiter im Arbeitsalltag oder schlicht und einfach als stilvolles Accessoire – je nach Vorliebe und Anwendungszweck eignet sich eine andere Smartwatch. Inzwischen haben sich drei Haupttypen herauskristallisiert:

Die Klassiker: Smartwatches fĂŒr Einsteiger und Stilbewusste

GĂŒnstige Smartwatches im Einsteigerbereich wie die LG G Watch sind lediglich mit Grundfunktionen wie einem Timer und einem Wecker ausgestattet. Sie lassen sich ĂŒber Bluetooth mit dem Smartphone koppeln, um Nutzer ĂŒber eingehende Benachrichtigungen wie E-Mails, Facebook-Neuigkeiten und Anrufe zu informieren. Ihr Vorteil: Dank des beschrĂ€nkten Funktionsumfangs hĂ€lt der Akku meist mehrere Wochen.

Hochpreisige Markenmodelle bringen nicht nur eine hervorragende technische Ausstattung mit, sondern begeistern auch mit hochwertigen Materialien und edlen Designs. Mit ihnen können Nutzer auch zu GeschĂ€ftsessen erscheinen oder in die Oper gehen. Das Touch-Display klassischer Smartwatches ist in der Regel etwas grĂ¶ĂŸer und hochauflösender als bei Fitness-Smartwatches – sehr zulasten der Akkulaufzeit: Sie mĂŒssen fast tĂ€glich an die Steckdose. Da es eine große Auswahl an digitalen ZifferblĂ€ttern sowie an austauschbaren ArmbĂ€ndern, die vom Silikonband bis zum Metallband reicht, gibt, ist das Design je nach Anlass und Geschmack anpassbar. Freunde der klassischen Analoguhr greifen zur sogenannten Hybrid-Smartwatch mit echten Zeigern, soliden ZiffernblĂ€ttern und den Features einer Smartwatch. Innerhalb des analogen Ziffernblattes befindet sich ein kleines Display.

Klassische Smartwatches sind fĂŒr jeden empfehlenswert, der einen praktischen Alltagsbegleiter und eine hochwertige Designeruhr in einem sucht. Zu den Vertretern dieser stilvollen Allrounder gehören unter anderem die Apple Watch, die Sony Smartwatch 3 und die Samsung Gear.

Die Sportlichen: Smartwatches fĂŒr aktive Menschen

Wer sportlich aktiv ist und nach einem digitalen Begleiter fĂŒr das Training sucht, der die AktivitĂ€ten trackt und Erfolge auswertet, benötigt eine Smartwatch mit speziellen Sportfunktionen. Dazu zĂ€hlt unter anderem ein integrierter GPS-Sensor, der den Standort bestimmt, die zurĂŒckgelegten Lauf- oder Fahrradrouten aufzeichnet und gleichzeitig als NavigationsgerĂ€t dient. Sportive Modelle verfĂŒgen hĂ€ufig ĂŒber ein wasserdichtes GehĂ€use, das je nach IP-Schutzklasse nicht nur der tĂ€glichen Dusche oder dem Regen standhĂ€lt, sondern auch in Wasser getaucht werden kann. Die meisten Smartwatches sind jedoch lediglich in der Schutzklasse IP67, was bedeutet, dass sie nicht unter Wasser gehalten werden sollten.

Smartwatch vs. Fitnessarmband

Viele Verbraucher stellen sich die Frage, ob sie zur hochpreisigen Smartwatch oder zum gĂŒnstigeren Fitnessarmband greifen sollen. Fitnesstracker bieten in der Regel nur wenige Funktionen wie einen SchrittzĂ€hler oder Pulsmesser. Smartwatches verfĂŒgen hingegen ĂŒber mehr Anwendungen, etwa Telefon- oder Multimediafunktionen.

Fitness-Smartwatches zĂ€hlen Schritte und Kalorien, zeigen die Laufgeschwindigkeit an, messen den Herzschlag und geben die Schlafzeit an. Die Aufzeichnungen motivieren den Nutzer, seine sportlichen AktivitĂ€ten zu intensivieren, oder aber sie warnen ihn vor zu viel Anstrengung. Fitnessfreunde können ĂŒber die Anbindung an eine Smartphone-App auch ein individuelles Training erstellen. Aufgrund der zahlreichen Features halten die Akkus zumeist nur wenige Tage.

Smartwatches mit Sport-Features eignen sich fĂŒr jeden, der regelmĂ€ĂŸig Fitness-Apps wie Runtastic benutzt, aber nicht auf die Mitnahme des Smartphones angewiesen sein möchte. FĂŒr die uneingeschrĂ€nkte Verwendung aller Dienste und Funktionen ist das MitfĂŒhren des Handys dennoch relevant, soweit die Uhr nicht ĂŒber eine eigene SIM-Karte verfĂŒgt. Ideal fĂŒr das Fitnesstraining sind die Sportmodelle von Apple oder Fitbit, aber auch die Gear Fit von Samsung und die Garmin Forerunner 235.

Die UnabhĂ€ngigen: Smartwatches fĂŒr das Rundum-sorglos-Paket

Es gibt Smartwatches mit und ohne SIM-Kartenslot. Ohne SIM-Karte ist eine Verbindung zum Smartphone nötig, die in der Regel per Bluetooth oder NFC hergestellt wird, damit der Nutzer auf Smartphone-Features zugreifen kann. Modelle mit integriertem SIM-Kartenslot ermöglichen es hingegen, Telefonate und Internetfunktionen unabhĂ€ngig vom Smartphone beziehungsweise WLAN zu nutzen. DafĂŒr benötigen sie allerdings einen Mobilfunkvertrag, in dem eine monatliche GebĂŒhr vereinbart ist, oder eine Multi-SIM-Option. SIM-Kartennutzer erhalten ein festes Datenvolumen sowie eine bestimmte Anzahl an Freiminuten oder Frei-SMS. Neben der Telefon- und Nachrichtenfunktion ist auch die Nutzung von sozialen Netzwerken, die Begutachtung der Fitnessdaten und das Streamen von Musik möglich. Eine weitere Option besteht darin, eine Prepaid-Karte zu kaufen und sie in die Smartwatch einzulegen und regelmĂ€ĂŸig aufzuladen.

Smartwatches mit SIM-Karte bieten sich beispielsweise fĂŒr Business-User an, die mit einem kurzen, unauffĂ€lligen Blick auf ihr Handgelenk auf dem neuesten Stand sein möchten und auch unterwegs ohne Smartphone im Internet surfen, sich navigieren lassen oder telefonieren wollen. Als Smartphone-Ersatz können diese Uhren jedoch nicht betrachtet werden: Ihre Bildschirme sind zu klein, um sie dauerhaft bequem bedienen zu können. Außerdem passt nur ein kleiner Akku in das GehĂ€use, der in der Regel gerade einmal fĂŒr einen Tag ausreicht. Beispiele fĂŒr Smartwatches zum eigenstĂ€ndigen Surfen und Telefonieren sind die Apple Watch Series 3 und die Huawei Watch 2.

Die Systemfrage: BenutzeroberflĂ€chen fĂŒr iOS, Android und Co.

Genau wie beim Smartphone stellt sich auch bei der Smartwatch vor der Anschaffung die Frage nach dem richtigen Betriebssystem beziehungsweise der KompatibilitĂ€t zu den verschiedenen Smartphone-Herstellern – denn nicht jede Uhr kann mit dem eigenen Mobiltelefon oder zumindest nur mit einem sehr eingeschrĂ€nkten Funktionsumfang gekoppelt werden. Die BenutzeroberflĂ€chen der Smartwatches basieren meist auf den Betriebssystemen der Smartphones. Manche Modelle besitzen allerdings eine speziell fĂŒr das GerĂ€t entwickelte Software. WĂ€hrend die Auswahl fĂŒr Apple- und vor allem Android-GerĂ€ten zufriedenstellend ist, fĂ€llt sie fĂŒr weniger gĂ€ngige Smartphone-Betriebssysteme wie Windows 10 Mobile oder Blackberry OS bescheiden aus.

Apple Watch OS
Apple Watch OS

Auf der Apple Watch lĂ€uft das eigens entwickelte Betriebssystem watchOS, das sich nur mit iPhones koppeln lĂ€sst. GerĂ€te ab dem iPhone 5 mit der Version iOS 8.2 sind grundsĂ€tzlich kompatibel. Mit Android-GerĂ€ten ist hingegen keine Verbindung möglich. Das Betriebssystem ĂŒberzeugt durch eine einfache, flĂŒssige Bedienung, die unter anderem durch den Sprachassistenten Siri erleichtert wird, sowie durch eine stetig wachsende App-Auswahl.

Wear OS
Wear OS

Android-User haben die grĂ¶ĂŸte Auswahl auf dem aktuellen Smartwatch-Markt. Das Betriebssystem Wear OS, vorher als Android Wear bekannt, arbeitet perfekt mit den Android-Smartphones ab Version 4.3 zusammen. Ob LG, Huawei oder Sony – es lĂ€uft grundsĂ€tzlich auf allen smarten Uhren. Selbst Apple-GerĂ€te sind willkommen, allerdings mit eingeschrĂ€nktem Funktionsumfang. Googles Betriebssystem gilt als ĂŒbersichtlich und intuitiv zu bedienen. Wie bei Apple ist auch hier eine intelligente Spracherkennung, nĂ€mlich Google Now, integriert. Außerdem sorgt der Hersteller fĂŒr regelmĂ€ĂŸige Updates und Fehlerkorrekturen.

Tizen
Tizen

Mit Tizen hat auch Samsung ein eigenes Smartwatch-Betriebssystem herausgebracht. Im Idealfall ist Android (ab 4.4) auf dem Smartphone installiert, jedoch funktioniert zumindest begrenzt auch die Verbindung zu einem iPhone. Das Betriebssystem ist insbesondere aufgrund seiner Übersichtlichkeit beliebt. Zwar gibt es noch nicht so viele Apps wie fĂŒr WatchOS oder Wear OS, die wichtigsten Anwendungen wurden jedoch portiert.

Pepples OS
Pepple OS

Pepples Watches zĂ€hlen zu den ersten Smartwatches. Ihr Pluspunkt: Sie lassen sich mit allen Smartphone-Betriebssystemen, selbst dem Windows Phone, verbinden. Zudem besitzen sie einen Ă€ußerst vielseitigen Funktionsumfang bei einer gleichzeitig ĂŒbersichtlichen Sortierung. Trotz weitreichender KompatibilitĂ€t besteht nur ein geringer Funktionsumfang. Die wichtigsten Apps sind jedoch weiterhin vorhanden.

Sportlich oder elegant? Optik und Handhabung bei Smartwatches

Im Idealfall ist eine Smartwatch nicht nur funktionell, sondern sieht auch gut aus. Wenn es um das Design geht, scheiden sich jedoch die Geister. Ob eckig oder rund, klein oder groß, Metall oder Leder – da es sich bei der Smartwatch um ein Statussymbol handelt, das man stets am Arm trĂ€gt, ist das Aussehen noch wichtiger als beim Smartphone. Je nach Geschmack bevorzugen manche Verbraucher eher eine sportliche Optik, wĂ€hrend andere auf einen edlen Stil setzen. Außerdem hat das Design immer auch eine Auswirkung auf die Handhabung.

Aluminium, Silikon und Co.: Das Material

Ein wichtiges Entscheidungskriterium vor dem Kauf ist das Material des GehÀuses sowie des Armbands. Damit die Uhr nicht so schnell das Zeitliche segnet, sollte das GehÀusematerial möglichst robust und gut verarbeitet sein. Das Armbandmaterial sollte so beschaffen sein, dass die Uhr perfekt am Handgelenk anliegt.

Robust, strapazierfÀhig und wasserdicht: Die GehÀuse-Materialien

Das verwendete Material hat Auswirkungen auf die Haptik und Robustheit der Smartwatches:

  • Aluminium: Das leichte und gleichzeitig Ă€ußerst strapazierfĂ€hige Material ist robust gegen StĂ¶ĂŸe und SchlĂ€ge.
  • Edelstahl: Das ebenfalls sehr widerstandsfĂ€hige Material hĂ€lt mechanischen Beanspruchungen problemlos stand, ist aber etwas schwerer.
  • Carbon: Das weniger widerstandsfĂ€hige, aber dennoch robuste Material ist mit der richtigen Pflege lange haltbar und obendrein besonders leicht.
  • Kunststoff: Das relativ weiche Material ist anfĂ€lliger fĂŒr Kratzer sowie Schrammen und wirkt darĂŒber hinaus weniger hochwertig.

Da Verbraucher ihre Smartwatch tĂ€glich am Arm tragen, gerĂ€t diese dauerhaft mit Beschmutzungen oder Feuchtigkeit in Kontakt. Deshalb kommt es neben der Art des Materials auch auf die Staub- und Wasserresistenz des GehĂ€uses an. Diese ist anhand des IP-Codes ersichtlich, der aus zwei Ziffern besteht: WĂ€hrend die erste den Staubschutz angibt (von 0 bis 6), bezieht sich die zweite auf die Wasserdichtigkeit (von 0 bis 8). Hier gilt: Je höher die Ziffern, desto besser ist die Protektion. Smartwatches mit dem Schutzfaktor IP68 bieten somit den höchstmöglichen Staub- und Wasserschutz. Zum Surfen, Schwimmen und Tauchen oder fĂŒr andere Outdoor-AktivitĂ€ten sollte die Uhr ĂŒber eine Wasserdichtigkeit der Stufe 8 verfĂŒgen. Angaben wie „spritzwassergeschĂŒtzt“ oder „wasserdicht“ sind dagegen weniger verlĂ€sslich.

BĂ€ndchen, wechsle dich: Die Armband-Materialien

Sei es Leder, Edelstahl oder Silikon – die Materialien der ArmbĂ€nder bestimmen unter anderem die StabilitĂ€t und das Erscheinungsbild:

  • Leder: Der Klassiker ist in verschiedenen Farbtönen erhĂ€ltlich und sorgt meist fĂŒr einen eleganten Look. Da es durch die lĂ€ngere Beanspruchung jedoch rissig sowie aufgrund der Feuchtigkeit spröde wird, bedarf es einer regelmĂ€ĂŸigen Pflege.
  • Edelstahl: ArmbĂ€nder aus Edelstahl wirken nicht nur stilvoll, sondern sind auch robust und strapazierfĂ€hig. Sie passen sich jedoch nicht so flexibel an das Handgelenk an und sind anfĂ€lliger fĂŒr Kratzer.
  • Silikon: Der besonders weiche und elastische Kunststoff kommt in diversen Farben daher. Silikon-ArmbĂ€nder können jedoch nicht mit der Robustheit von Metall mithalten und schmiegen sich zudem nicht optimal an das Handgelenk an.

Damit sich Nutzer wohlfĂŒhlen, sollte sich das Armband gut auf der Haut anfĂŒhlen und nicht kratzen. Einige Smartwatches, etwa die Apple Watch, bieten inzwischen die Möglichkeit, das Armband zu wechseln. Bei austauschbaren BĂ€ndern können Nutzer nach Lust und Laune Materialien und Farben variieren, etwa das Silikonband zum Sport und das Edelstahlband zum Ausgehen.

Smart durch Technik: Das Display

Als HerzstĂŒck der Smartwatch hat das Display einen entscheidenden Einfluss auf den Trage- und Bedienkomfort sowie auf die BildqualitĂ€t. Kriterien wie Form, GrĂ¶ĂŸe, Technologie und Auflösung sind zum einen fĂŒr die Optik der Uhr, zum anderen fĂŒr deren Bedienbarkeit verantwortlich.

Von zierlich bis pompös: Die GrĂ¶ĂŸe

Die GrĂ¶ĂŸe des Bildschirms wirkt sich zum einen auf die Sichtbarkeit der Anzeige und zum anderen auf die Optik sowie den Tragekomfort aus. Der Smartwatch-Bildschirm sollte groß genug sein, damit alle Informationen leicht ablesbar sind, aber auch nicht zu wuchtig, damit die Uhr am Handgelenk nicht fehl am Platz wirkt und sich bequem tragen lĂ€sst. Um ideal am Handgelenk anzuliegen, besitzen einige Uhren (vor allem aus dem Sportsektor) ein ergonomisch gewölbtes Display. Die meisten Smartwatches sind mit einem relativ großen Bildschirm ausgestattet, sodass Nutzer alle Informationen gut ablesen können. FĂŒr gewöhnlich besitzen die Displays eine Diagonale zwischen 1,2 und 1,8 Zoll, das heißt zwischen 3 und 4,57 Zentimeter. Zwar gibt es auch 2,5-Zoll-Displays, Personen mit schlanken Unterarmen sind damit aber nicht gut beraten. Die DisplaygrĂ¶ĂŸen entsprechen grob denen der analogen beziehungsweise digitalen Uhren.

LCD oder AMOLED? Die Technologie

Wie beim Smartphone kommen auch bei den Smartwatches verschiedene Display-Technologien zum Einsatz. Einige Pebble-Modelle verfĂŒgen noch ĂŒber ein sogenanntes E-Paper-Display, das nur mit einer bestimmten Bandbreite an Farben arbeitet. Modernere Uhren setzen dagegen auf LC- oder OLED- beziehungsweise AMOLED-Displays.

LCD
LCD

Liquid Crystal Displays leuchten nicht eigenstĂ€ndig, sondern filtern das Licht auf eine bestimmte Weise. Die dafĂŒr notwendige Hintergrundbeleuchtung sorgt zwar fĂŒr einen höheren Stromverbrauch als bei AMOLED-Displays, erreicht aber eine so hohe Helligkeit, dass sich die Bildschirme problemlos bei Sonneneinstrahlung ablesen lassen. Ihre gute Lesbarkeit haben sie auch der klar abgegrenzten Pixelstruktur zu verdanken. Diese sorgt nĂ€mlich dafĂŒr, dass die Bildpunkte nicht verschwimmen und schafft auf diese Weise eine besonders hohe BildschĂ€rfe.

(A)MOLED
AMOLED

OLED-Displays (Organic Light Emitting Diode) ĂŒberzeugen durch ihre brillante Farbdarstellung und gute Lesbarkeit. Ihre technische Weiterentwicklung ist auch unter der Bezeichnung AMOLED (Active-Matrix Organic Light Emitting Diode) gelĂ€ufig. Anders als LC-Displays leuchten die Dioden auf der aktiven Matrix selbststĂ€ndig in den Grundfarben Rot, GrĂŒn und Blau. AMOLED-Bildschirme zeichnen sich durch ihre krĂ€ftigen Farben, hohen Kontrast- und tiefen Schwarzwerte sowie eine gute BlickwinkelstabilitĂ€t aus. Da sie auf eine Hintergrundbeleuchtung verzichten, fĂ€llt der Stromverbrauch geringer aus als bei den LC-Displays, dafĂŒr sind sie aber auch weniger hell und nicht so langlebig. Insgesamt wirkt die Farbgebung jedoch freundlicher und moderner.

Scharf, schÀrfer, 300 ppi: Die Auflösung

Um alle Daten, seien es Fotos, Videos oder Texte, optimal darzustellen, ist eine hohe Display-Auflösung vonnöten. Diese gibt an, wie viele Pixel, also Bildpunkte, das Display anzeigen kann. Aufgrund der eher kleinen Bildschirme ist insbesondere die Pixeldichte relevant, die in Bildpunkten pro Zoll (ppi, also pixel per inch) angegeben wird. Bei gleicher Auflösung hat ein kleineres Display nĂ€mlich eine höhere Pixeldichte als ein grĂ¶ĂŸerer Bildschirm. Die meisten Smartwatches verfĂŒgen ĂŒber eine Pixeldichte zwischen 225 und 330 Bildpunkten pro Zoll, wobei letzterer Wert fĂŒr eine gestochen scharfe und besonders realistische Darstellung sorgt. FĂŒr eine ausreichende BildschĂ€rfe bedarf es einer Auflösung von mindestens 300 Pixeln pro Zoll. Bei einer geringeren Auflösung kommt es zur sogenannten Treppchenbildung beziehungsweise Gitteroptik, bei der man die einzelnen Pixel sehen kann. GrundsĂ€tzlich gilt: Je höher die Pixeldichte, desto höher ist die Auflösung. Eine hohe Auslösung hat jedoch auch einen höheren Stromverbrauch zur Folge.

Kommt Zeit, kommt Rad? Die Bedienelemente

Je nach Betriebssystem setzen die Hersteller auf eine andere Lösung hinsichtlich der Bedienelemente. Die meisten Modelle sind mit einem Touch-Display ausgestattet. Android setzt beim Wear OS beispielsweise vor allem auf Wischgesten. Ein Touchscreen ist jedoch nicht immer Standard: Zum Teil sind auch Knöpfe zur Navigation durch das MenĂŒ und fĂŒr die Funktionen angebracht. Andere Hersteller kombinieren einen Touchscreen mit verschiedenen Funktionstasten. Bei Apples WatchOS gibt es eine Krone, also ein Drehrad, wĂ€hrend die Samsung Gear S2 auf eine LĂŒnette setzt. FĂŒr gewöhnlich sind folgende Bedienelemente bei Smartwatches zu finden:

  • Touchscreen: Der berĂŒhrungsempfindliche Bildschirm gilt als das wichtigste Bedienelement. Vergleichbar mit den Smartphones steuern Nutzer die meisten Funktionen ĂŒber verschiedene Gesten, etwa Wischen, Tippen, Halten und Drehen.
  • Tasten: HĂ€ufig sind an den Seiten des GehĂ€uses als zusĂ€tzliche Bedienelemente separate Tasten angebracht. Dabei handelt es sich beispielsweise um einen Home-Button, der zum StartmenĂŒ fĂŒhrt.
  • LĂŒnette: Dieser Ring um das Ziffernblatt steuert verschiedene Funktionen. Durch das Drehen der LĂŒnette scrollen Nutzer etwa durch das MenĂŒ oder ĂŒberspringen Musiktitel.
  • Rad: Das seitlich angebrachte DrehrĂ€dchen, das an analoge Uhren erinnert, dient beispielsweise dem Hinein- und Herauszoomen beim Betrachten von Bildern oder Lesen von Texten sowie zum schnellen Scrollen durch das MenĂŒ.

Speicher, Akku und Co.: Die Ausstattung

Je umfangreicher die Ausstattung, desto mehr Möglichkeiten bietet die Smartwatch. Im Grunde handelt es sich um die reduzierte, aber dennoch vollwertige Hardware eines Smartphones samt Prozessor, Speicher und Akku sowie diversen Empfangstechniken. Worauf kommt es also beim Kauf an und welche Technik sollte in jedem Fall verbaut sein?

Der Prozessor
Prozessor

Der Prozessor sorgt dafĂŒr, dass die Smartwatch selbst komplexe Aufgaben problemlos und schnell erledigt. Da das Smartphone einen Großteil der Rechenaufgaben ausfĂŒhrt, spielt die Leistung allerdings nur eine untergeordnete Rolle. Ein Dual Core, also ein Zweikern-Prozessor, mit einer Taktfrequenz von 1,5 Gigahertz reicht in der Regel aus. Sowohl die Taktfrequenz als auch die Anzahl der Kerne haben Auswirkungen auf die Geschwindigkeit. WĂ€hrend die Taktfrequenz angibt, wie viele Rechenschritte der Prozessor pro Sekunde durchfĂŒhren kann, bestimmt die Kernzahl, wie hoch die maximale Auslastung ist.

Der Arbeitsspeicher
Arbeitsspeicher

Der Arbeitsspeicher enthĂ€lt alle Daten, die fĂŒr die momentan ausgefĂŒhrten Programme und Funktionen relevant sind. Je grĂ¶ĂŸer er ist, desto mehr Prozesse können gleichzeitig ausgefĂŒhrt werden. Üblicherweise liegt die GrĂ¶ĂŸe des Arbeitsspeichers zwischen 512 Megabyte und 1,5 Gigabyte, wobei ersterer Wert völlig ausreicht.

Der interne Speicher
interne Speicher

Von dem internen Speicher hĂ€ngt ab, welche Datenmengen, von Kontaktlisten ĂŒber Mails bis hin zu Musik, auf dem GerĂ€t Platz finden können. WĂ€hrend beim Arbeitsspeicher 512 Megabyte ausreichen (besser wĂ€re jedoch ein Gigabyte), sollte der interne Speicher zwischen vier und acht Gigabyte fassen können. Inzwischen gibt es sogar SpeicherkapazitĂ€ten von 16 Gigabyte, die selbst Smartphones Konkurrenz machen. Bei Smartwatches ist es aber in der Regel nicht möglich, den integrierten Speicher mit einer SD-Karte zu erweitern.

Der Akku
Akku

Smartwatches sind auf einen Akku angewiesen, den Nutzer regelmĂ€ĂŸig aufladen mĂŒssen. Da die Akkulaufzeit von der Nutzung sowie auch der Helligkeitseinstellung abhĂ€ngig ist, variiert diese im Schnitt zwischen 18 und 72 Stunden. Moderne Uhren halten bei normaler Verwendung bis zu einer Woche. Um gut durch den Alltag zu kommen, sollte sich eine Akkulaufzeit von 48 Stunden realisieren lassen. Angegeben ist die LadekapazitĂ€t in Milliamperestunden (mAh): Je höher die KapazitĂ€t, desto lĂ€nger ist die Akkulaufzeit. WĂ€hrend ein GerĂ€t mit 1.000 Milliampere mehrere Tage nutzbar ist, muss ein GerĂ€t mit 200 bis 300 Milliamperestunden mehrmals tĂ€glich geladen werden. Die meisten Smartwatches sind per USB-Kabel aufzuladen. Das ein oder andere Modell verfĂŒgt aber auch ĂŒber eine Induktionsfunktion, sprich eine Ladestation. Wichtig ist neben einer langen Akkulaufzeit zudem eine möglichst kurze Ladedauer von wenigen Stunden.

Die Sensorik
Sensorik

Um den Puls, die Schritte und den aktuellen Standort ermitteln zu können, sind Smartwatches mit zahlreichen Sensoren versehen. Die Genauigkeit der Sensorik ist insbesondere fĂŒr die Fitness- und Sportfunktionen relevant. Einige Modelle messen selbst die Temperatur und den Luftdruck fĂŒr die Berechnung der Höhe ĂŒber dem Meeresspiegel oder die Wettervorhersage. Gyroskope und Beschleunigungssensoren ermitteln die Lage und Bewegung der Uhr. So schaltet sich beispielsweise bei Bewegung das Display ein. Ein Umgebungslichtsensor passt zudem die Helligkeit des Displays an die LichtverhĂ€ltnisse an. Die QualitĂ€t der Sensoren wirkt sich auf die PrĂ€zision der Anzeige aus.

Der direkte Draht zum Smartphone: Verbindungsarten und Schnittstellen

Die meisten Smartwatches funktionieren nur in Verbindung mit einem Mobiltelefon. Über die Koppelung ist es möglich, Informationen, etwa die Daten der Fitness-Apps, an das Smartphone zu senden. FĂŒr die DatenĂŒbertragung sind bestimmte Schnittstellen nötig. In der Regel sind die Uhren mit Bluetooth ausgestattet; manche verfĂŒgen aber auch ĂŒber eine WLAN-Funktion. Folgende Schnittstellen sind gĂ€ngig:

  • Bluetooth: Mit Bluetooth lassen sich Daten innerhalb einer bestimmten Reichweite (ĂŒblicherweise zehn Meter) zwischen mobilen GerĂ€ten drahtlos ĂŒbertragen. Über eine Verbindung mit Bluetooth-Kopfhörern ist es zudem möglich, Musik zu hören.
  • WLAN: Eine WLAN-Schnittstelle erlaubt es, ohne Smartphone direkt von der Uhr auf das Internet zuzugreifen. Allerdings sind sie stets auf ein WLAN-Netzwerk angewiesen.
  • NFC: Die Nahfeldkommunikation, ebenfalls ein Funkstandard zur drahtlosen DatenĂŒbertragung, ist nur auf Distanzen im Zentimeterbereich ausgelegt und kommt insbesondere fĂŒr das mobile Bezahlen zum Einsatz.
  • SIM-Karte: Smartwatches mit SIM-Karte ermöglichen einen direkten und vom Smartphone unabhĂ€ngigen Zugriff auf Internet- und Telefoniefunktionen. Die Karte wird in den SIM-Kartenslot eingelegt und sorgt besonders unterwegs fĂŒr ein gewisses Maß an UnabhĂ€ngigkeit.
  • USB: Über einen USB-Anschluss lĂ€sst sich die Smartwatch mit dem PC oder Laptop verbinden sowie an einer Steckdose aufladen. Zumeist als Micro-USB-Buchse realisiert befindet sich der Eingang an der GehĂ€useseite.

Die wichtigsten Funktionen der digitalen Alleskönner

Vor dem Kauf einer Smartwatch ist es wichtig, genau zu testen, ob das Featurespektrum alle gewĂŒnschten Funktionen inkludiert. Doch mit welchen Funktionen sind die Wearables fĂŒr gewöhnlich ausgestattet?

Die Telefon-Funktionen

Mit einer Smartwatch lassen sich die Telefonfunktionen des Smartphones steuern. Nutzer können also Alarme programmieren, Anrufe annehmen oder selbst tÀtigen sowie Nachrichten einsehen und versenden.

Alarm-Funktionen
Alarm-Funktionen

Mithilfe einer Alarmfunktion werden Nutzer ĂŒber eingehende Anrufe und Benachrichtigungen informiert. Dabei handelt es sich entweder um ein akustisches Signal oder eine Vibration. Praktisch: Der Vibrationsalarm ist nur fĂŒr den TrĂ€ger bemerkbar, sodass seine Umgebung nichts davon mitbekommt. Das ist insbesondere in Meetings im Job oder beim Treffen von Freunden von Vorteil, wenn es als unangemessen gilt, stĂ€ndig auf das Handy zu blicken.

Anrufe
Anrufe

Alle Smartwatches bieten die Möglichkeit, Anrufe einzusehen, da diese auf dem Display angezeigt werden. Einige Uhren können eingehende Anrufe zudem annehmen. Damit umgehen Nutzer die Hektik, die sie ĂŒberkommt, wenn sie in ihrer Tasche nach dem klingelnden Handy suchen. Sind sie mit einer SIM-Karte versehen, können Nutzer sogar direkt am Handgelenk Telefonate mit Kontakten aus der Anrufliste fĂŒhren. DafĂŒr benötigen die Uhren allerdings einen integrierten Lautsprecher sowie ein Mikrophon. Eine bessere GesprĂ€chsqualitĂ€t ist mit dem Anschluss von Kopfhörern möglich.

Nachrichten
Nachrichten

Mit einer Smartwatch können auch SMS, E-Mails und Whatsapp-Nachriten empfangen werden. Je nach Modell wird nur der Beginn einer Nachricht oder der komplette Text angezeigt. Zum Teil ist es auch möglich, diese zu beantworten. Das funktioniert entweder ĂŒber das Malen der Buchstaben auf dem Display oder einen Sprachbefehl. Da sich das Schreiben von Nachrichten auf den kleinen Bildschirmen aber etwas umstĂ€ndlich gestaltet, gibt es hĂ€ufig voreingestellte Kurznachrichten oder Emojis.

Die Multimedia-Funktionen

Auch im Multimediabereich bieten Smartwatches einige interessante Funktionen. Mit ihnen sind die cleveren Uhren nicht nur spaßige Freizeitbegleiter, sondern dienen auch als praktisches Office-Gadget.

Musik-, Foto- und Videowiedergabe
Musik-, Foto- und Videowiedergabe

Mit einer Smartwatch lĂ€sst sich die Musikwiedergabe des Smartphones bequem am Handgelenk steuern. Sind keine Lautsprecher integriert, ist das Hören der Musik in Verbindung mit Bluetooth-Kopfhörern möglich. Die Songs lassen sich im MP3-Format auf der Uhr abspeichern. DarĂŒber hinaus ist das Abspielen von Streaming-Diensten wie Spotify oder Deezer möglich. Auch Fotos und Videos lassen sich auf dem Display im Vollbildmodus darstellen. Eine integrierte Kamera erlaubt sogar SchnappschĂŒsse und kurze Videos.

Navigation
Navigation

VerfĂŒgt die Smartwatch ĂŒber ein GPS-Modul, können sich Nutzer auf der Uhr die Navigation zum gewĂŒnschten Zielort anzeigen und per Vibration oder Sprachausgabe auf eine RichtungsĂ€nderung hinweisen lassen. Viele Modelle greifen dafĂŒr einfach auf die GPS-Funktion des gekoppelten Smartphones zurĂŒck. Die prĂ€zise GPS-Ordnung gibt den genauen Aufenthaltsort, die zurĂŒckgelegte Strecke und die Geschwindigkeit an. Nicht nur Sportler, sondern auch Verbraucher, die sich in einer unbekannten Gegend zurechtfinden wollen, profitieren von dieser Funktion.

Sprachsteuerung
Sprachsteuerung

Das praktische Feature ist insbesondere bei der Verwendung von Suchmaschinen hilfreich. Anstatt die Begriffe einzugeben, sprechen Anwender die Frage einfach in das Mikrofon, woraufhin die integrierte Spracherkennungssoftware diese in Text umwandelt. Ein Sprachassistent, der an Siri erinnert, erleichtert die Steuerung, da nun das aufwendige Eingeben nicht mehr nötig ist. Nutzer verknĂŒpfen dafĂŒr einfach spezifische Sprachbefehle mit den auszulösenden Aktionen wie das Rufen eines Taxis, das Erstellen einer Notiz oder das HinzufĂŒgen einer Einkaufsliste.

Die Fitness- und Gesundheitsfunktionen

Gesundheits- und Fitnessfunktionen wie KalorienzĂ€hler, SchrittzĂ€hler und Pulsmesser sind Ă€ußerst nĂŒtzlich beim Erstellen und Umsetzen von Fitness- und ErnĂ€hrungsplĂ€nen.

Pulsmesser
Pulsmesser

Die Pulsmessung gehört zu den wichtigsten Features im Fitnessbereich. Durch die Überwachung der Herzfrequenz ist es möglich, die Anstrengung beim Training in einem optimalen Bereich zu halten. Sportler erkennen dadurch ihre Belastungsgrenzen und vermeiden eventuell Überanstrengungen. Die Messung erfolgt ĂŒber einen kleinen Sensor an der Unterseite der Uhr, der direkt auf der Haut aufliegt. Zwar können die Smartwatches nicht mit einem professionellen Pulsgurt mithalten, sie liefern aber dennoch brauchbare Werte.

SchrittzÀhler
SchrittzÀhler

Um die zurĂŒckgelegten Schritte zu zĂ€hlen, greifen die smarten Uhren meistens nicht auf das GPS-Modul, sondern auf integrierte Bewegungssensoren, die auch als Pedometer bezeichnet werden, zurĂŒck. In Verbindung mit dem Smartphone lassen sich die Werte anschließend speichern und auswerten. Die gezĂ€hlten Schritte sind allerdings lediglich als NĂ€herungswerte zu betrachten.

Distanz- und Geschwindigkeitsmesser
Distanz- und Geschwindigkeitsmesser

Mithilfe eines integrierten GPS-Moduls messen die Smartwatches die zurĂŒckgelegte Distanz, doch auch diese Werte sind lediglich als AnnĂ€herung an die tatsĂ€chlich zurĂŒckgelegte Strecke zu betrachten. Indem der EmpfĂ€nger regelmĂ€ĂŸig in kurzen AbstĂ€nden die Position bestimmt, kann er zudem die Durchschnitts- oder Maximalgeschwindigkeit berechnen. Mit diesen Funktionen kann der Nutzer sich beispielsweise eine Wanderstrecke auswerten, ins Trainingstagebuch aufnehmen oder anschließend in einer Gruppe teilen, um sich zu vergleichen und gegenseitig zu motivieren.

Schlaftracker
Schlaftracker

Die meisten Modelle besitzen einen Schlaftracker, der die LĂ€nge und QualitĂ€t des Schlafes ĂŒberprĂŒft, indem Sensoren die Bewegungsmuster wĂ€hrend des Schlafes registrieren und gleichzeitig den Puls sowie die Atmung auswerten. Anwender erfahren so, wann und wie lange sie sich in einer bestimmten Schlafphase befanden. Aus den gewonnenen Daten fertigt die Smartwatch anschließend Statistiken an, die bei der Analyse von Schlafstörungen helfen.

Smarter Alarm
Smarter Alarm

ErgÀnzend zum Schlaftracker gibt es hÀufig einen smarten Alarm, auch Schlafphasenwecker genannt. Ist ein bestimmtes Intervall eingestellt, etwa zwischen 6.30 und 7.00 Uhr, geht der Alarm erst dann los, wenn in dieses Intervall eine Leichtschlafphase fÀllt. Das Wecken durch einen Vibrationsalarm erfolgt nicht nur besonders sanft, sondern verhindert obendrein das Wecken des Bettgenossen.

KalorienzÀhler
KalorienzÀhler

Smartwatches zĂ€hlen zum einen nĂ€herungsweise die verbrauchten Kalorien, etwa durch das Berechnen der zurĂŒckgelegten Strecke. Zum anderen können Nutzer alle Kalorien, die sie ĂŒber den Tag zu sich genommen haben, eingeben. Damit ist die Smartwatch eine nĂŒtzliche Hilfe beim Abnehmen und motiviert TrĂ€ger zum Erreichen ihres persönlichen Trainingsziels.

Smartwatch-Tests und Vergleiche

Anmerkung: Aus GrĂŒnden der VerfĂŒg- und Machbarkeit war es uns nicht möglich, die vorgestellten Smartwatches selbst zu testen. Es handelt sich hierbei lediglich um einen datenbasierten Vergleich.

Da es uns aus GrĂŒnden der VerfĂŒg- und Machbarkeit nicht möglich war, selbst Smartwatches zu testen, basiert unsere Bewertung auf den Testergebnissen von Produkttests anderer Testportale. Unsere Recherchen erstreckten sich vornehmlich auf renommierte Fachmagazine und Verbraucherorganisationen, die grĂŒndliche und vertrauenswĂŒrdige Tests durchfĂŒhren. Wir haben ProduktdatenblĂ€tter, Testberichte und Rezensionen zu verschiedenen Smartwatches ausgewertet und die Resultate in diesem Vergleich prĂ€sentiert.

Stiftung Warentest, die bekannteste und renommierteste Institution fĂŒr Produkttests, fĂŒhrte 2015 einen Smartwatch-Test durch. Zwölf Smartwatches wurden getestet. Die Tester kamen zu dem Ergebnis, dass die Zeit dieser Uhren wohl noch nicht gekommen ist: Die meisten Smartwatches schnitten nicht allzu gut ab. Keines der getesteten Produkte erhielt die Note „gut“.

Im Jahr 2017 ließ Stiftung Warentest einen weiteren Test von „Wearables“ folgen. Diese Testkategorie umfasste neben Smartwatches auch Fitness-ArmbĂ€nder und Laufuhren. Die Smartwatches stellten in diesem Test mit nur drei von 13 getesteten Produkten allerdings nur einen kleinen Teil dar. Dieser Test hatte ein deutlich positiveres Fazit: Zwölf der dreizehn getesteten Wearables schnitten im Funktionstest gut ab, lediglich die Datensicherheit bewertete die Testorganisation bei fast allen Modellen als problematisch.

Öko-Test hat bislang noch keinen Smartwatch-Test durchgefĂŒhrt. Dies wĂ€re allerdings wĂŒnschenswert, zeigte doch ein im Jahr 2011 von Öko-Test durchgefĂŒhrter Kinderuhren-Test, dass in vielen Modellen problematische Phthalat-Weichmacher enthalten sind. Ob dies auch bei Smartwatches der Fall ist, dĂŒrfte gesundheitsbewusste Verbraucher sicher interessieren.

Ein von connect.de im Jahr 2018 durchgefĂŒhrter Smartwatch-Test nahm sieben verschiedene Produkte sehr genau unter die Lupe. Das Fachmagazin Chip.de veröffentlichte ebenfalls jĂŒngst einen Smartwatch-Test, in dem es 16 verschiedene Produkte verschiedener Hersteller miteinander vergleicht und in ausfĂŒhrlichen Testberichten vorstellt.