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Ladegeräte

Die besten Akku-Ladegeräte im Vergleich

Ausstattung

Akku-Größen

Bedienkomfort

Sicherheitsfunktionen

Akkus schnell und effizient aufladen

Das Wichtigste in Kürze
  • Aufladbare Akkus sind eine umweltfreundliche und sparsame Alternative zu Einwegbatterien.
  • Während einfache Ladegeräte zwar vergleichsweise günstig in ihrer Anschaffung sind, sorgen hochwertige intelligente Ladegeräte für eine längere Lebensdauer der Akkus.
  • Zu den wichtigsten Funktionen eines guten intelligenten Ladegeräts zählen die Erhaltungsladung sowie die Schnellade- und die Entladefunktion.
  • Für den Hausgebrauch eignen sich in der Regel Nickel-Metallhydrid-Akkus am besten.

1. Wofür benötige ich ein Ladegerät?

In jedem Haushalt verwenden Verbraucher zahlreiche Geräte, die auf den Einsatz von Batterien angewiesen sind: Taschenlampe, Wecker, Küchenwaage, diverse Fernbedienungen, Digitalkameras, Uhren, elektrische Zahnbürste und Rauchmelder sind nur einige Beispiele. Viele Verbraucher verwenden dafür aufgrund des günstigen Preises Wegwerfbatterien, auch als Primärbatterien bezeichnet. Allerdings müssen diese regelmäßig gewechselt, erneuert und dementsprechend auch entsorgt werden.

Eine langlebige und umweltfreundliche Alternative zur gewöhnlichen Batterien stellen wiederaufladbare Akkumulatoren (Sekundärbatterien) dar. Ist deren Energie aufgebraucht, müssen Anwender sie nicht wie normale Batterien entsorgen, sondern können sie in einem passenden Ladegerät wiederaufladen. Ein großer Vorteil: Akkus schonen nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel des Anwenders. Wie viel Geld durch den Einsatz von Akkus gegenüber der Verwendung von Batterien eingespart werden kann, zeigt die folgende Beispielrechnung.

Geldsparen mit Akkus – eine Beispielrechnung
Mit einem Viererpack Akkus können Verbraucher innerhalb von fünf Jahren etwa 550 Batterien einsparen. Angenommen, ein Viererpack Akkus kostet 10,00 Euro und eine normale Batterie 0,50 Euro:

0,50 € x 550 = 275 €
275 € - 10 € = 265 €

Bereits mit einem Viererpack Akkus sparen Verbraucher in fünf Jahren über 250 Euro!

Bei einem solchen Sparpotential lohnt es sich durchaus, einen Teil des gesparten Geldes in ein gutes Ladegerät zu investieren. Ein solches Gerät benötigen Haushalte, um ihre Akkus regelmäßig wiederaufzuladen. Die Energie, mit der sie die Zellen auffüllen, beziehen Akku-Ladegeräte in der Regel aus dem Stromnetz. Beim Aufladen der Akkus sorgt das Gerät dafür, dass der Ladestrom entgegengesetzt der Richtung beim Entladen fließt, und kehrt so die im Akku ablaufenden chemischen Prozesse um. Der Begriff Ladestrom beschreibt den Aufladungsprozess von Akkus. Es bezeichnet also die Stromstärke, mit der geladen wird. Die Höhe des Ladestroms ist dabei vom Akkutyp abhängig.

2. Welche verschiedenen Arten von Ladegeräten gibt es?

Auf dem Markt finden sich verschiedene Typen von Ladegeräten, die sich in erster Linie hinsichtlich der verwendeten Technik unterscheiden. So unterteilen sich Akku-Ladegeräte zunächst grob in einfache und intelligente Ladegeräte. Weitere spezielle Typen sind Universal- und Schnellladegeräte.

Einfache Ladegeräte

einfaches Ladegeraet
Häufig verfügen einfache Ladegeräte über vier Steckplätze.

Einfache Ladegeräte laden den eingelegten Akku ununterbrochen, bis der Anwender das Gerät abstellt oder vom Strom nimmt. Dabei werden alle aufzuladenden Akkumulatoren gleich behandelt - unabhängig von deren Leistungsdaten, ihrer Akkutechnik und ihrem aktuellen Ladestand. Das bedeutet: Nutzer eines einfachen Ladegeräts müssen auf die erforderliche Ladezeit achten, um ihre Akkus weder zu früh zu entnehmen noch sie zu überladen. Viele einfachen Ladegeräte verfügen über eine LED-Anzeige, die grün leuchtet, sobald die enthaltenen Akkus vollständig aufgeladen sind, die zumindest eine zu frühe Entnahme verhindert.

Bei einer zu frühen Entnahme ist der Akku meist schnell wieder leer und muss erneut an den Strom, während sich bei einer regelmäßigen Überladung die Anzahl maximaler Ladezyklen und dementsprechend die Lebensdauer deutlich verringert. Bei massiver Überladung bildet sich im Akku Gas, welches bei zu hohem Druck durch ein Sicherheitsventil entweicht. Einige einfache Ladegeräte sind zwar mit einem Timer ausgestattet, der dafür sorgt, dass sich das Gerät nach einer bestimmten Zeit abschaltet. Auch sie behandeln jedoch jeden Akku gleich und berücksichtigen nicht den aktuellen Ladestand, sodass es trotzdem zu einer Überladung kommen kann.

  • Günstiger Preis
  • Meist für mehrere Zellen-Größen verwendbar
  • Ladezeit muss genau beachtet werden
  • Gefahr der Überladung

Intelligente Ladegeräte

Im Gegensatz zu den einfachen Ladegeräten, die alle Zellen gleich behandeln und ununterbrochen laden, sind intelligente oder auch elektronische Ladegeräte in der Lage, mithilfe eines Prozessors den Ladevorgang zu überwachen und ihn so an den aktuellen Ladezustand des eingelegten Akkus anzupassen. Solche Geräte brechen den Ladevorgang selbstständig ab, sobald der Akku voll ist, und schalten in die Erhaltungsladung um, sodass der Akku sich nicht wieder entladen kann.

Hochwertige elektronische Ladegeräte sind zwar in der Anschaffung etwas teurer, verfügen dafür aber über nützliche Zusatzfunktionen, welche die Lebensdauer der Akkus deutlich verlängern können. Hierzu gehören beispielsweise spezielle Ladeprogramme, welche die Zellen regenerieren, das vollständige Entladen vor dem eigentlichen Ladevorgang oder die Einzelschachtüberwachung. Intelligente Ladegräte mit Einzelschachtüberwachung kontrollieren die Spannung und häufig auch die Temperatur jeder Akkuzelle individuell.

  • Prozessorgesteuert
  • Schutz vor Überladung
  • Komfortable Bedienung
  • Nützliche Zusatzfunktionen
  • Längere Lebensdauer der Akkus
  • Höherer Preis

Universalladegeräte

Universalladegeräte zeichnen sich dadurch aus, dass sie verschiedene Akkugrößen und meist auch -typen aufladen können. So eignen sie sich häufig sowohl für Nickel-Cadmium- als auch für Nickel-Metall-Hydrid-Akkus. Allerdings dürfen die verschiedenen Akku-Typen nicht zusammen geladen werden. Meist handelt es sich bei dieser Variante um ein einfaches Ladegerät. Das bedeutet: Sie sind zwar vergleichsweise günstig in der Anschaffung, bieten aber keinen Schutz vor Überladung sowie keine Extrafunktionen und behandeln alle Akkus gleich.

  • Günstiger Preis
  • Für mehrere Akkugrößen verwendbar
  • Meist für NiCd- und NiMH-Akkus geeignet
  • Ladezeit muss genau beachtet werden
  • Gefahr der Überladung
  • Verschiedene Akkus werden gleichbehandelt
  • Meist geringe Lebensdauer der Akkus

Schnellladegeräte

Besonders rasche Ladevorgänge versprechen sogenannte Schnellladegeräte, welche einen Akku meist in weniger als einer halben Stunde wieder voll aufladen. Wie intelligente Ladegeräte sind Schnellladegeräte in der Regel prozessorgesteuert. Das heißt: das Gerät überwacht und steuert den Ladevorgang, sodass der Akku vor einer Überladung geschützt ist. Zwar sind Ladegeräte mit solch kurzen Aufladezeiten sehr praktisch, allerdings sollten sich Nutzer auch eines Nachteils dieser Geräte bewusst sein: Um einen Akku so schnell aufladen zu können, sind sehr hohe Ladeströme erforderlich, welche bei regelmäßiger Anwendung die maximale Anzahl an Ladezyklen verringern. Die Akkutechnik von Lithium-Ionen-Akkus werden bei solch hohen Stromstärken sogar völlig zerstört. Daher sollten Nutzer von Schnellladegeräten unbedingt darauf achten, dass der verwendete Akku als schnellladefähig gekennzeichnet ist.

  • Prozessorgesteuert
  • Schutz vor Überladung
  • Besonders schnelles Laden
  • Höherer Preis
  • Geringere Anzahl an Ladezyklen
  • Auf schnellladefähige Akkus achten

3. Nützliche Funktionen von Akku-Ladegeräten

Intelligente Ladegeräte verfügen meist über viele praktische Zusatzfunktionen. Die gängigsten, die ein gutes Ladegerät auf jeden Fall enthalten sollte, stellen wir in der folgenden Übersicht vor.

Erhaltungsladung

Erhaltungsladung

Intelligente Ladegeräte schalten auf die Erhaltungsladung um, sobald der Akku vollständig geladen ist. Das heißt: Um die Selbstentladung des Akkus auszugleichen, wird er mit so viel Energie versorgt, dass seine maximale Leistung erhalten bleibt, ohne dass er dabei überlädt.
Entladungsfunktion

Entladefunktion

Laden Verbraucher ihre Akkus häufiger wieder auf, bevor diese vollständig entladen sind, tritt vor allem bei Nickel-Cadmium-Akkus der sogenannte Memory-Effekt ein. Um diesen Effekt zu vermeiden, verfügen gute Ladegeräte über eine Entladungsfunktion, die den Akku erst vollständig leeren, bevor sie ihn wiederaufladen.
Schnellladefunktion

Schnellladefunktion

Durch Erhöhen der Stromstärke können bestimmte Geräte die Ladezeit erheblich verkürzen, sodass der Akku bereits nach weniger als einer halben Stunde wieder voll einsatzbereit ist. Verbraucher müssen dabei allerdings darauf achten, dass ihre Akkus auch schnellladefähig sind.
Batteriepruefer

Batterieprüfer

Mit dieser Funktion überprüfen Verbraucher den Ladezustand ihrer Akkus. So erkennen sie schnell und einfach, ob diese noch einsatzbar sind oder bereits wiederaufgeladen werden müssen.

4. Zusätzliche Extras für besonders hohen Komfort

Neben den aufgezählten Funktionen verfügen einige hochwertige Ladegeräte noch über praktische Extras. Hierzu gehören beispielsweise die folgenden Features:

Ein 12-Volt-Adapter fürs Auto

Manche Ladegeräte enthalten im Lieferumfang einen 12-Volt-Adapter. Dieser wird auch als Kfz-Adapter bezeichnet und ermöglicht es, das Ladegerät am Zigarettenanzünder anzuschließen und Akkus während der Autofahrt mit der 12-Volt-Fahrzeugspannung zu laden.

Eine USB-Ladefunktion

Einige moderne Ladegeräte verfügen über einen USB-Anschluss oder -Adapter, mit dem handelsübliche USB-Geräte wie zum Beispiel das Smartphone, das Tablet, den MP3-Player, tragbare Spielekonsolen oder die Digitalkamera aufgeladen werden können.

Die richtige Pflege für eine besonders lange Akku-Lebensdauer
Intelligentes Ladegerät
Hochwertige Ladegeräte bieten praktische Zusatzfunktionen wie die Akkupflege.

Eine Pflegefunktion, die bei besonders hochwertigen Ladegeräten zu finden ist, wird häufig auch als Revitalisierungs- oder Refreshing-Programm bezeichnet. Ein solches Programm dient dazu, die Akku-Lebensdauer zu verlängern und ihre Leistungsfähigkeit zu steigern. Hierzu prüft das Gerät die eingelegten Akkumulatoren in Form eines Schnelltests und startet bei Bedarf – etwa bei älteren oder bereits sehr häufig verwendeten Akkus – das Pflegeprogramm, welches die Akkus meist mehrmals vollständig auf- und wieder entlädt. Damit behebt das Gerät unter anderem Kapazitätseinbußen durch den Memory-Effekt, der auftritt, wenn Personen die Akkus häufig aufladen, bevor diese vollständig leer sind.

5. Die gängigen Akku-Typen im Überblick

Auch wenn die meisten Akkus sich äußerlich gleichen, unterscheiden sie sich hinsichtlich der Materialien ihrer Elektroden in verschiedene Typen. Dabei zählen die folgenden vier zu den gängigsten Akku-Typen:

  • Nickel-Cadmium-Akku (NiCd)
  • Nickel-Metallhydrid-Akku (NiMH)
  • Lithium-Ionen-Akku (Li-Ion)
  • Lithium-Polymer-Akku (LiPo)

Alle Akku-Typen haben ihre eigenen Vor- und Nachteile und eignen sich dementsprechend für unterschiedliche Anforderungen und Geräte. Der älteste Akku-Typ, der robuste und langlebige NiCd-Akku, ist aufgrund des giftigen Cadmiums seit dem Jahr 2007 europaweit verboten. Ausnahmen stellen bislang der Einsatz in Not- und Alarmsystemen, medizinischer Ausrüstung und schnurlosen Elektrowerkzeugen dar. Allerdings galten diese Ausnahmen nur noch bis Ende des Jahres 2016.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die wichtigsten Eigenschaften und Unterschiede der verschiedenen Akku-Typen.

Merkmal NiMH Li-Ion LiPo
Verwendet seit 1990 1991 1999
Lade- / Entladezyklen Bis zu tausend Mehrere hundert Mehrere hundert
Vorteile Hohe Kapazität Hohe Kapazität Höchste Kapazität
kaum Memory-Effekt kein Memory-Effekt sehr leicht
geringe Umweltbelastung geringe Selbstentladung geringe Selbstentladung
Nachteile Hitzeempfindlich Hochpreisig Hochpreisig
hohe Selbstentladung spezielles Ladegerät nötig spezielles Ladegerät nötig
  schnelle Alterung schnelle Alterung
Gut geeignet für Hohe Stromflüsse Handys Handys
Modellbau Kameras Modellbau
elektronische Kleingeräte Notebooks Notebooks
Die gängigsten Akku-Typen und ihre wichtigsten Merkmale im Überblick.

Von den Akku-Typen eignen sich die Akkutechnik der NiMH-Akkus am besten für den Hausgebrauch, etwa zum Betrieb elektronischer Kleingeräte wie den Wecker, das schnurlose Telefon, den Rasierapparat oder die Digitalkamera. Zwar verfügen Lithium-Ionen-Akkus und Lithium-Polymer-Akkus über eine besonders hohe Kapazität und weisen eine geringe Selbstentladung auf. Allerdings benötigen diese ein spezielles Ladegerät, sind vergleichsweise hochpreisig und büßen aufgrund der schnellen Alterung durch Oxidation bereits nach zwei bis drei Jahren an Kapazität ein.

6. Verschiedene Akkugrößen und deren Bezeichnungen

Sowohl Batterien als auch Akkus sind in verschiedenen Größen erhältlich und eignen sich dementsprechend für unterschiedliche Verwendungszwecke. Bei der Suche nach der passenden Größe stoßen Kunden auf eine Vielzahl wenig aussagekräftiger Bezeichnungen. So gibt es aufgrund verschiedener Normierungsorganisationen für ein- und dieselben Akkupacks mehrere Kennungen. Eine gängige Größenbezeichnung für Primär- und Sekundärbatterien ist die ANSI-Norm (American National Standards Institute). Allerdings verliert diese immer mehr an Bedeutung und wird von der IEC-Norm (International Electronic Commission) abgelöst. Diese kennzeichnet nicht nur die Größe der Batterien, sondern schließt auch deren elektronische Eigenschaften und Sicherheitsstandards mit ein. So sind etwa wiederaufladbare Nickel-Metallhydrid-Akkus an dem „H“ in der IEC-Kennzeichnung zu erkennen.

Die folgende Tabelle bietet einen Überblick über die gängigsten Größen, ihre Bezeichnungen, Eigenschaften sowie ihren Verwendungszeck und soll Verbrauchern die Suche nach dem passenden Akku erleichtern.

Bezeichnung ANSI IEC Nennspannung Maße (H x Ø) Verwendungszweck
Micro
Micro AAA
AAA HR03 1,2 Volt 44 x 10mm Kleine, tragbare Geräte
z.B.: MP3-Player, Fernbedienung
Mignon
Mignon AA
AA HR 6 1,2 Volt 50 x 14mm Kleinere, tragbare Geräte
z.B.: schnurloses Telefon, Fotoapparat, Taschenlampe
Baby
Baby C
C HR14 1,2 Volt 50 x 25mm Größere, tragbare Geräte
z.B.: tragbarer CD-Player, Radiorekorder
Mono
Mono D
D HR20 1,25 Volt 61 x 33mm Größere, tragbare Geräte mit hohem Energiebedarf
z.B.: große Taschenlampen, Spielzeuge
9-V-Block
9-V-Block
1604 D HR22 8,4 Volt 48 x 26 x 16mm (BxHxT) Geräte mit niedriger Stromaufnahme und hohem Spannungsbedarf
z.B.: Rauchmelder, Fernbedienungen für ferngesteuerte Fahrzeuge
Die vier gängigsten Akku-Typen und ihre wichtigsten Merkmale im Überblick.

Verbraucher sollten allerdings beachten, dass sich Akkus nicht für alle Geräte gleich gut eignen. Da sie eine geringere Nennspannung vorweisen als Batterien, lohnt sich die Verwendung nicht für Geräte mit hohem Spannungsniveau. Einige Geräte funktionieren gar nicht mit Akku-Betrieb. Auch für Geräte, die mit einer Primärbatterie über ein Jahr oder länger laufen, ist der Einsatz von Akkus aufgrund deren höherer Selbstentladung nicht unbedingt sinnvoll. Dagegen ist ein niedriges Spannungsniveau gepaart mit einer hohen Stromaufnahme eine gute Voraussetzung für den Einsatz von Akkus anstelle von Batterien.

7. Der richtige Umgang mit Akkus

Durch einen guten Umgang mit ihren Akkupacks verlängern Anwender deren Lebensdauer. Im folgenden Absatz zeigen wir deshalb einige Tipps zum richtigen Umgang.

Der passende Zeitpunkt zum Laden

Ein günstiger Zeitpunkt zum Laden ist möglichst direkt vor deren Gebrauch. Je länger sie lagern, umso höher fällt die Selbstentladung aus, sodass sie bei ihrem Einsatz teilweise wieder entladen sind.

Tipp: Eine zu starke Entladung des Akkus führt vor allem bei Lithium-Akkus schnell zu Schäden. Dies verhindern Verbraucher, indem sie leere Akkus rechtzeitig wiederaufladen und sie bei langer Lagerung regelmäßig nachladen.

Nutzer der verbreiteten NiMH-Akkus sollten beachten, dass bei dieser Art von Akkus das Problem des Memory-Effekts besteht. Das bedeutet: Bei wiederholtem Aufladen von Akkupacks vor deren vollständiger Entladung kann es passieren, dass selbst bei vollständig aufgeladenem Akku nur noch so viel Energie zur Verfügung steht, wie bei den vorangehenden Ladevorgängen verbraucht wurde. Allerdings ist der Memory-Effekt für einen Akku weniger schädlich, als eine Tiefentladung. Außerdem sind hochwertige Ladegeräte dazu in der Lage, über eine Pflegefunktion den Memory-Effekt wieder zu beheben.

Die richtige Lagerung der Akkus

Kuehl lagern
Eine kühle Lagerung wirkt sich besonders günstig auf die Lebensdauer von Akkus aus.

Der Ladestand, in dem ein Akku idealerweise gelagert werden, um eine möglichst lange Lebensdauer zu erzielen, hängt davon ab, aus welchem Material er besteht. Akkus mit einem Lithium-Anteil sollten Verbraucher am besten bei einem Stand zwischen 30 und 50 Prozent lagern. Für Akkus auf Nickel-Basis wie die für den Hausgebrauch sehr verbreiteten NiMH-Akkus empfiehlt sich eine Lagerung bei noch niedrigerem Stand – etwa zwischen 30 und 40 Prozent. Dabei müssen Anwender jedoch stets darauf achten, dass die vergleichsweise schnelle Selbstentladung nicht zu einer schädlichen Tiefentladung führt.

Grundsätzlich ist eine Lagerung bei hohen Temperaturen ungünstig. Vor allem Akkus mit Lithium-Anteil tragen hierbei schnell Schäden davon. Besser bewahren Anwender sie bei Raumtemperatur oder idealerweise bei kühleren Temperaturen etwa im Keller oder im Kühlschrank auf. Niedrige Temperaturen bringen nämlich den Vorteil mit sich, dass die Akkus sich dann langsamer selbstentladen.

Das Entsorgen von Akkus

Auch wiederaufladbare Batterien haben keine endlose Lebensdauer und müssen irgendwann entsorgt werden. Ebenso wie eine Batterie dürfen Verbraucher einen Akku niemals im Hausmüll entsorgen. Eine Entsorgung im Hausmüll belastet nicht nur die Umwelt, sondern hat zudem zur Folge, dass wertvolle Ressourcen verlorengehen, die bei einer ordnungsgemäßen Entsorgung durch Recycling wiedergewonnen würden. Deshalb stellen Einzelhändler Sammelbehälter zur Rücknahme funktionsuntüchtiger Akkus bereit.

Achtung: Sowohl Einwegbatterien als auch Akkus dürfen nicht über den Hausmüll entsorgt werden! Sie können hochgiftige Stoffe wie Cadmium, Quecksilber und Blei enthalten, die bei Entsorgung über den Hausmüll sowohl Menschen als auch Umwelt belasten. Eine umweltfreundliche Entsorgungsmöglichkeit findet sich auf Sammelstellen wie Wertstoffhöfen sowie in den Läden, die Batterien verkaufen.

8. So vergleichen wir

Um die Suche nach dem richtigen Ladegerät zu vereinfachen und eine Orientierungshilfe bei der Kaufentscheidung zu bieten, wurden im Akku-Ladegeräte Test die beliebtesten und besten Geräte bewertet. Grundlage des Vergleichs bilden vier Bewertungskriterien.

Ausstattung

Im ersten Bewertungspunkt wird die Ausstattung der verschiedenen Ladegeräte beleuchtet. Hierzu zählt unter anderem, um welchen Typ von Ladegerät es sich handelt –

  • um ein Universalladegerät zum Aufladen diverser Akkugrößen
  • um ein Ein-Typ-Ladegerät, das nur mit einem bestimmten Akku-Typ kompatibel ist
  • oder um ein Schnellladegerät.

Bei der Wahl eines Akku-Ladegeräts sind zudem die Anzahl der vorhandenen Ladeplätze sowie die Frage, ob Anwender verschiedene Akku-Typen zusammen laden können, entscheidend. Außerdem punkten Ladegeräte mit praktischen Funktionen wie einem Batterieprüfer, einer Entlade- oder einer Refresh-Funktion. Einige Hersteller legen ihren Ladegeräten darüber hinaus praktisches Zubehör wie etwa einen Kfz-Adapter bei, mit dem das Ladegerät an den Zigarettenanzünder im Auto angeschlossen werden kann.

Akku-Größen

Das zweite Bewertungskriterium im Ladegerät-Test thematisiert die verschiedenen Akku-Typen und -Größen, die mit dem jeweiligen Ladegerät aufgeladen werden können. Die meisten Ladegeräte eignen sich für NiMH-Akkus. Viele Modelle sind außerdem mit den etwas älteren Nickel-Cadmium-Akkus kompatibel. Spezielle Geräte ermöglichen sogar das Aufladen von Lithium-Ionen-Akkus. Zu den gängigsten Akku-Größen, die in ein typisches Ladegerät passen gehören Micro-AAA- und Mignon-AA-Akkus. Pluspunkte erzielen Ladegeräte im Vergleich, wenn sie darüber hinaus mit größeren Zellen (Baby-C und Mono-D) und 9-Volt-Blöcken kompatibel sind.

Bedienung

Ein weiteres wichtiges Kriterium für ein gutes Ladegerät stellt dessen Bedienkomfort dar. Sehr komfortabel sind intelligente Ladegeräte, die per Mikroprozessorsteuerung den Ladevorgang überwachen und vor Überladung schützen. Akku-Ladegeräte mit Einzelschachtüberwachung prüfen die Zellspannung und häufig auch die individuelle Zellen-Temperatur. So ist es möglich Akkus mit unterschiedlichem Ladestand zeitgleich optimal zu laden. Sehr anwenderfreundlich ist zudem eine LCD-Anzeige, die den aktuellen Ladestand anzeigt. Muss der leere Akku einmal besonders schnell wieder zur Verfügung stehen, verkürzt eine nützliche Schnellladefunktion die Wartezeit erheblich. Vor allem Vielreisende profitieren von einem Ladegerät, dass sich für eine weltweite Nutzung eignet. Äußerst praktisch ist es, wenn das Gerät über einen USB-Port verfügt. Damit laden Verbraucher mit ihrem Akku-Ladegerät neben aufladbaren Batterien auch handelsübliche USB-Geräte wie etwa Smartphones.

Sicherheitsfunktionen

Zum Schutz der Akkus verfügen Ladegeräte in der Regel über diverse Sicherheitsfunktionen. Einfache Ladegeräte schützen häufig durch einen einfachen Timer, der dafür sorgt, dass sich das Gerät nach einer bestimmten Zeit selbst abschaltet. Intelligente Ladegeräte sind üblicherweise noch deutlich sicherer und verfügen über einen integrierten Überladeschutz. Hochwertige Geräte erkennen sogar, ob ein Akku defekt ist oder falsch eingelegt wurde. Dies wird als Verpolungsschutz bezeichnet. Zusätzlich verfügen bestimmte Modelle über eine Temperaturüberwachung und schalten sich selbstständig ab, wenn der Akku zu heiß wird.

badgeFazit der Redaktion

Ladegereate
Das Powerline 5 Pro des Herstellers Ansmann überzeugt in unserem Test mit einem beeindruckenden Funktionsumfang.

Im Akku-Ladegeräte Test kann jedes Gerät zwischen 0.00 und 5.00 Punkten im jeweiligen Bewertungskriterien erreichen. Aus dem Durchschnitt der gesammelten Punkte errechnet sich die Gesamtnote, aus welcher sich wiederum die Platzierung des jeweiligen Produkts im Vergleich ergibt.

Ein sehr hochwertiges Ladegerät mit vielen praktischen Zusatzfunktionen und guter Bedienbarkeit ist Powerline 5 Pro von Ansmann. Das intelligente Ladegerät überzeugt im Test unter anderem mit einer USB-Ladefunktion, einem gut ablesbaren LC-Display, einem Mehrfachschutz vor Überladung und einer Pflegefunktion zur Verlängerung der Akku-Lebensdauer. Ein weiteres leistungsstarkes Ladegerät mit vielen Funktionen ist das Technoline BC 700, das vor allem mit seinem fairen Preis-Leistungs-Verhältnis punktet. Für Personen, die ein Schnellladegerät für Micro-AAA- und Mignon-AA-Akkus im Komplettpaket mit einem Kfz-Adapter und den passenden Akkus suchen, lohnt sich außerdem ein Blick auf das Model Varta LCD Ultra Fast.