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Ladegeräte

Die besten Akku-Ladegeräte im Test und Vergleich

Lena Groeben
Platz Produkt Bewertung Preis
1 Ansmann Powerline 5 Pro 4,43 49,98 €
2 AccuPower IQ-328+ 4,15 43,48 €
3 Varta LCD Ultra Fast 3,80 41,24 €
4 BC-4000 Pro 3,79 29,90 €
5 HSC-401 3,70 24,95 €
6 Foxnovo Intelligent 3,55 38,99 €
7 Technoline BC 700 3,50 37,74 €
8 Ansmann Powerline 8 3,05 38,46 €
9 NiteCore i4 3,00 32,70 €

Ausstattung

Handhabung & Bedienkomfort

Ladefunktion

Sicherheitsfunktionen

Akkus schnell und effizient aufladen

    Das Wichtigste in Kürze
  • Aufladbare Akkus sind eine umweltfreundliche und sparsame Alternative zu Einwegbatterien.
  • Während einfache Ladegeräte zwar vergleichsweise günstig in ihrer Anschaffung sind, sorgen hochwertige intelligente Ladegeräte für eine längere Lebensdauer der Akkus.
  • Zu den wichtigsten Funktionen eines guten intelligenten Ladegeräts zählen die Erhaltungsladung sowie die Schnellade- und die Entladefunktion.
  • Für den Hausgebrauch eignen sich in der Regel Nickel-Metallhydrid-Akkus am besten.

Unsere Testsieger

Als ein sehr hochwertiges Ladegerät mit vielen praktischen Zusatzfunktionen und guter Bedienbarkeit erweist sich in unserem Test das Powerline 5 Pro von Ansmann. Das intelligente Ladegerät überzeugt unter anderem mit einer USB-Ladefunktion, anpassbarem Lade- und Entladestrom, einem gut ablesbaren LC-Display, einem Mehrfachschutz vor Überladung und einer Pflegefunktion zur Verlängerung der Akku-Lebensdauer.

Ebenso überzeugt das Ladegerät AccuPower IQ328+ mit einem großen Funktionsumfang und einem hohen Bedienkomfort. Dieses Gerät eignet sich besonders gut für Anwender, die neben den gängigen Nickel-Metallhydrid-auch die leistungsstarken Lithium-Ionen-Akkus aufladen möchten.

Für Personen, die ein einfach zu bedienendes Schnellladegerät für Micro-AAA- und Mignon-AA-Akkus im Komplettpaket mit einem Kfz-Adapter und den passenden Akkus suchen, lohnt sich außerdem ein Blick auf das Model Varta LCD Ultra Fast.

1. Wofür benötige ich ein Ladegerät?

In jedem Haushalt verwenden Verbraucher zahlreiche Geräte, die auf den Einsatz von Batterien angewiesen sind: Taschenlampe, Wecker, Küchenwaage, diverse Fernbedienungen, Digitalkameras, Uhren, elektrische Zahnbürste und Rauchmelder sind nur einige Beispiele. Viele Verbraucher verwenden dafür aufgrund des günstigen Preises Wegwerfbatterien, auch als Primärbatterien bezeichnet. Allerdings müssen diese regelmäßig gewechselt, erneuert und dementsprechend auch entsorgt werden.

Eine langlebige und umweltfreundliche Alternative zur gewöhnlichen Batterie stellen wiederaufladbare Akkumulatoren (Sekundärbatterien) dar. Ist deren Energie aufgebraucht, müssen Anwender sie nicht wie normale Batterien entsorgen, sondern können sie in einem passenden Ladegerät wiederaufladen. Ein großer Vorteil: Ein Akku schont nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel des Anwenders. Wie viel Geld durch den Einsatz von Akkumulatoren gegenüber der Verwendung von Batterien eingespart werden kann, zeigt die folgende Beispielrechnung.

Geldsparen mit Akkus – eine Beispielrechnung

Mit einem Viererpack Akkus können Verbraucher innerhalb von fünf Jahren etwa 550 Batterien eingespart werden. Angenommen, ein Viererpack Akkus kostet 10,00 Euro und eine normale Batterie 0,50 Euro:
0,50 € x 550 = 275 €
275 € - 10 € = 265 €

Bereits mit einem Viererpack sparen Verbraucher in fünf Jahren über 250 Euro!

Bei einem solchen Sparpotential lohnt es sich durchaus, einen Teil des gesparten Geldes in ein gutes Ladegerät zu investieren. Ein solches Ladegerät benötigen Haushalte, um ihre Akkus regelmäßig wiederaufzuladen. Die Energie, mit der sie die Zellen auffüllen, beziehen Akku-Ladegeräte in der Regel aus dem Stromnetz. Beim Aufladen sorgt das Gerät dafür, dass der Ladestrom entgegengesetzt der Richtung beim Entladen fließt, und kehrt so die im Akku ablaufenden chemischen Prozesse um. Der Begriff Ladestrom beschreibt den Aufladungsprozess von Akkus. Es bezeichnet also die Stromstärke, mit der geladen wird. Die Höhe des Ladestroms ist dabei vom Akkutyp abhängig.

2. Welche verschiedenen Arten von Ladegeräten gibt es?

Auf dem Markt finden sich verschiedene Typen von Ladegeräten, die sich in erster Linie hinsichtlich der verwendeten Technik unterscheiden. So unterteilen sich Akku-Ladegeräte zunächst grob in einfache und intelligente Ladegeräte. Weitere spezielle Typen sind Universal- und Schnellladegeräte.

Einfache Ladegeräte

Einfache Ladegeräte laden den eingelegten Akku ununterbrochen, bis der Anwender das Ladegerät abstellt oder vom Strom nimmt. Dabei werden alle aufzuladenden Akkumulatoren gleich behandelt - unabhängig von deren Leistungsdaten, ihrer Akkutechnik und ihrem aktuellen Ladezustand. Das bedeutet: Nutzer eines einfachen Ladegeräts müssen auf die erforderliche Ladezeit achten, um ihre Akkus weder zu früh zu entnehmen noch sie zu überladen. Viele Hersteller einfacher Ladegeräte verbauen eine einfache LED-Anzeige, die grün leuchtet, sobald die enthaltenen Akkus vollständig aufgeladen sind. Dies verhindert zumindest eine zu frühe Entnahme.

Bei einer zu frühen Entnahme ist der Akku meist schnell wieder leer und muss erneut an den Strom, während sich bei einer regelmäßigen Überladung die Anzahl maximaler Ladezyklen und dementsprechend die Lebensdauer deutlich verringert. Bei massiver Überladung bildet sich im Akku Gas, welches bei zu hohem Druck durch ein Sicherheitsventil entweicht. Einige einfache Ladegeräte sind zwar mit einem Timer ausgestattet, der dafür sorgt, dass sich das Gerät nach einer bestimmten Zeit abschaltet. Doch auch diese Ladegeräte behandeln jeden Akku gleich und berücksichtigen nicht den aktuellen Ladestand, sodass es trotzdem zu einer Überladung kommen kann.

einfaches Ladegeraet
Häufig verfügen einfache Ladegeräte über vier Steckplätze.
  • Günstiger Preis
  • Meist für mehrere Zellen-Größen verwendbar
  • Ladezeit muss genau beachtet werden
  • Gefahr der Überladung

Intelligente Ladegeräte

Im Gegensatz zu den einfachen Ladegeräten, die alle Zellen gleich behandeln und ununterbrochen laden, sind intelligente oder auch elektronische Ladegeräte in der Lage, mithilfe eines Prozessors den Ladevorgang zu überwachen und ihn so an den aktuellen Ladezustand des eingelegten Akkus anzupassen. Solche Geräte brechen den Ladevorgang selbstständig ab, sobald der Akku voll ist, und schalten in die Erhaltungsladung um, sodass der Akku sich nicht wieder entladen kann.

Hochwertige elektronische Ladegeräte sind zwar in der Anschaffung etwas teurer, verfügen dafür aber über nützliche Zusatzfunktionen, welche die Lebensdauer der Akkus deutlich verlängern können. Hierzu gehören beispielsweise spezielle Ladeprogramme, welche die Zellen regenerieren, das vollständige Entladen vor dem eigentlichen Ladevorgang oder die Einzelschachtüberwachung. Intelligente Ladegräte mit Einzelschachtüberwachung kontrollieren die Spannung und häufig auch die Temperatur jeder Akkuzelle individuell und passen den Ladevorgang an.

  • Prozessorgesteuert
  • Schutz vor Überladung
  • Komfortable Bedienung
  • Nützliche Zusatzfunktionen
  • Längere Lebensdauer der Akkus
  • Höherer Preis

Universalladegeräte

Universalladegeräte zeichnen sich dadurch aus, dass sie verschiedene Akkugrößen und meist auch -typen aufladen können. So eignen sie sich häufig sowohl für Nickel-Cadmium- als auch für Nickel-Metall-Hydrid-Akkus. Allerdings dürfen die verschiedenen Akku-Typen nicht zusammen geladen werden. Meist handelt es sich bei dieser Variante um ein einfaches Ladegerät. Das bedeutet: Sie sind zwar vergleichsweise günstig in der Anschaffung, bieten aber keinen Schutz vor Überladung sowie keine Extrafunktionen und behandeln alle Akkus gleich.

  • Günstiger Preis
  • Für mehrere Akkugrößen verwendbar
  • Meist für NiCd- und NiMH-Akkus geeignet
  • Ladezeit muss genau beachtet werden
  • Gefahr der Überladung
  • Verschiedene Akkus werden gleichbehandelt
  • Meist geringe Lebensdauer der Akkus

Schnellladegeräte

Besonders rasche Ladevorgänge versprechen sogenannte Schnellladegeräte, welche einen Akku meist in weniger als einer halben Stunde wieder voll aufladen. Wie intelligente Ladegeräte sind Schnellladegeräte in der Regel prozessorgesteuert. Das heißt: das Gerät überwacht und steuert den Ladevorgang, sodass der Akku vor einer Überladung geschützt ist. Zwar sind Ladegeräte mit solch kurzen Aufladezeiten sehr praktisch, allerdings sollten sich Nutzer auch eines Nachteils dieser Geräte bewusst sein: Um einen Akku so schnell aufladen zu können, sind sehr hohe Ladeströme erforderlich, welche bei regelmäßiger Anwendung die maximale Anzahl an Ladezyklen verringern. Ein Lithium-Ionen-Akku wird hingegen bei solch hohen Stromstärken sogar völlig zerstört. Daher sollten Nutzer von Schnellladegeräten unbedingt darauf achten, dass der verwendete Akku als schnellladefähig gekennzeichnet ist.

  • Prozessorgesteuert
  • Schutz vor Überladung
  • Besonders schnelles Laden
  • Höherer Preis
  • Geringere Anzahl an Ladezyklen
  • Auf schnellladefähige Akkus achten

3. Nützliche Funktionen von Akku-Ladegeräten

Intelligente Ladegeräte verfügen meist über viele praktische Zusatzfunktionen. Die gängigsten, die ein gutes Ladegerät auf jeden Fall enthalten sollte, stellen wir in der folgenden Übersicht vor.

Erhaltungsladung

Intelligente Ladegeräte schalten auf die Erhaltungsladung um, sobald der Akku vollständig geladen ist. Das heißt: Um eine Selbstentladung auszugleichen, wird der Akku mit so viel Energie versorgt, dass seine maximale Leistung erhalten bleibt, ohne dass er dabei überlädt.

Entladefunktion

Laden Verbraucher ihre Akkus häufiger wieder auf, bevor diese vollständig entladen sind, tritt vor allem bei Nickel-Cadmium-Akkus der sogenannte MEMORY-EFFEKT ein. Um diesen Effekt zu vermeiden, verfügen gute Ladegeräte über eine Entladungsfunktion, die den Akku erst vollständig leert bevor sie ihn wiederauflädt.

Schnellladefunktion

Durch Erhöhen der Stromstärke können bestimmte Geräte die Ladezeit erheblich verkürzen, sodass der Akku bereits nach weniger als einer halben Stunde wieder voll einsatzbereit ist. Verbraucher müssen dabei allerdings darauf achten, dass ihre Akkus auch schnellladefähig sind.

Batterieprüfer

Mit dieser Funktion überprüfen Verbraucher den Ladezustand. So erkennen sie schnell und einfach, ob der Akku noch einsetzbar sind oder bereits wiederaufgeladen werden müssen.

4. Zusätzliche Extras für besonders hohen Komfort

Neben den aufgezählten Funktionen verfügen einige hochwertige Ladegeräte noch über praktische Extras. Hierzu gehören beispielsweise die folgenden Features:

Ein 12-Volt-Adapter fürs Auto

Manche Ladegeräte enthalten im Lieferumfang einen 12-Volt-Adapter. Dieser wird auch als Kfz-Adapter bezeichnet und ermöglicht es, das Ladegerät am Zigarettenanzünder anzuschließen und Akkus während der Autofahrt mit der 12-Volt-Fahrzeugspannung zu laden.

Eine USB-Ladefunktion

Einige moderne Ladegeräte verfügen über einen USB-Anschluss oder USB-Adapter, mit dem handelsübliche USB-Geräte wie zum Beispiel das Smartphone, das Tablet, den MP3-Player, tragbare Spielekonsolen oder die Digitalkamera aufgeladen werden können.

Die richtige Pflege für eine besonders lange Akku-Lebensdauer

Eine Pflegefunktion, die bei besonders hochwertigen Ladegeräten zu finden ist, wird häufig auch als Revitalisierungs- oder Refreshing-Programm bezeichnet. Ein solches Programm dient dazu, die Akku-Lebensdauer zu verlängern und ihre Leistungsfähigkeit zu steigern. Hierzu prüft das Gerät die eingelegten Akkumulatoren in Form eines Schnelltests und startet bei Bedarf – etwa bei einem älteren oder bereits sehr häufig verwendeten Akku – das Pflegeprogramm, welches den Akku meist mehrmals vollständig auf- und wieder entlädt. Damit behebt das Gerät unter anderem Kapazitätseinbußen durch den Memory-Effekt, der auftritt, wenn Personen den Akku häufig aufladen, bevor diese vollständig leer sind.

Intelligentes Ladegerät
Hochwertige Ladegeräte bieten praktische Zusatzfunktionen wie die Akkupflege.

5. Die gängigen Akku-Typen im Überblick

Auch wenn die meisten Akkus sich äußerlich gleichen, unterscheiden sie sich hinsichtlich der Materialien ihrer Elektroden in verschiedene Typen. Dabei zählen die folgenden vier zu den gängigsten Akku-Typen:

  • Nickel-Cadmium-Akku (NiCd)
  • Nickel-Metallhydrid-Akku (NiMH)
  • Lithium-Ionen-Akku (Li-Ion)
  • Lithium-Polymer-Akku (LiPo)

Alle Akku-Typen haben ihre eigenen Vor- und Nachteile und eignen sich dementsprechend für unterschiedliche Anforderungen und Geräte. Der älteste Akku-Typ, der robuste und langlebige NiCd-Akku, ist aufgrund des giftigen Cadmiums seit dem Jahr 2007 europaweit verboten. Ausnahmen stellen bislang der Einsatz in Not- und Alarmsystemen, medizinischer Ausrüstung und schnurlosen Elektrowerkzeugen dar. Allerdings galten diese Ausnahmen nur noch bis Ende des Jahres 2016.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die wichtigsten Eigenschaften und Unterschiede der verschiedenen Akku-Typen.

Akku-ArtVerwendet seitLade-/EntladezyklenVorteileNachteileGut geeignet für
NiMh1990Bis zu tausendHohe Kapazität, Kaum Memory-Effekt, Geringe UmweltbelastungHitzeempfindlich, Hohe SelbstentladungHohe Stromflüsse, Modellbau, Elektronische Kleingeräte
Li-Ion1991Mehrere hundertHohe Kapazität, Kein Memory-Effekt, Geringe SelbstentladungHochpreisig, Spezielles Ladegerät nötig, Schnelle AlterungHandys, Kameras, Notebooks
LiPo1999Mehrere HundertHöchste Kapazität, Sehr leicht, Geringe SelbstentladungHochpreisig, Spezielles Ladegerät nötig, Schnelle AlterungHandys, Modellbau, Notebooks
Die gängigsten Akku-Typen und ihre wichtigsten Merkmale im Überblick.

Von den Akku-Typen eignet sich die Akkutechnik der NiMH-Akkus am besten für den Hausgebrauch, etwa zum Betrieb elektronischer Kleingeräte wie den Wecker, das schnurlose Telefon, den Rasierapparat oder die Digitalkamera. Zwar verfügen Lithium-Ionen-Akkus und Lithium-Polymer-Akkus über eine besonders hohe Kapazität und weisen eine geringe Selbstentladung auf. Allerdings benötigen diese ein spezielles Ladegerät, sind vergleichsweise hochpreisig und büßen aufgrund der schnellen Alterung durch Oxidation bereits nach zwei bis drei Jahren an Kapazität ein.

6. Verschiedene Akkugrößen und deren Bezeichnungen

Sowohl Batterien als auch Akkus sind in verschiedenen Größen erhältlich und eignen sich dementsprechend für unterschiedliche Verwendungszwecke. Bei der Suche nach der passenden Größe stoßen Kunden auf eine Vielzahl wenig aussagekräftiger Bezeichnungen. So gibt es aufgrund verschiedener Normierungsorganisationen für ein- und dieselben Akkupacks mehrere Kennungen. Eine gängige Größenbezeichnung für Primär- und Sekundärbatterien ist die ANSI-Norm (American National Standards Institute). Allerdings verliert diese immer mehr an Bedeutung und wird von der IEC-Norm (International Electronic Commission) abgelöst. Diese kennzeichnet nicht nur die Größe der Batterien, sondern schließt auch deren elektronische Eigenschaften und Sicherheitsstandards mit ein. So sind etwa wiederaufladbare Nickel-Metallhydrid-Akkus an dem „H“ in der IEC-Kennzeichnung zu erkennen. Die folgende Tabelle bietet einen Überblick über die gängigsten Größen, ihre Bezeichnungen, Eigenschaften sowie ihren Verwendungszeck und soll Verbrauchern die Suche nach dem passenden Akku erleichtern.

BezeichnungANSIIECNennspannungMaße (H x Ø)Verwendungszweck
MicroAAAHR031,2 Volt44 x 10mmKleine, tragbare Geräte
MignonAAHR61,2 Volt50 x 14mmKleinere, tragbare Geräte
BabyCHR141,2 Volt50 x 25mmGrößere, tragbare Geräte
MonoDHR201,25 Volt61 x 33mmGrößere, tragbare Geräte mit hohem Energiebedarf
9-V-Block1604D PP3HR228,4 Volt48 x 26 x 16mm (HxBxT)Geräte mit niedriger Stromaufnahme und hohem Spannungsbedarf
Die fünf gängigen Akku-Größen, ihre Bezeichnungen und Verwendungszwecke im Überblick.

Verbraucher sollten allerdings beachten, dass sich Akkus nicht für alle Geräte gleich gut eignen. Da sie eine geringere Nennspannung vorweisen als Batterien, lohnt sich die Verwendung nicht für Geräte mit hohem Spannungsniveau. Dazu zählen vor allem ältere Geräte wie zum Beispiel analoge Kameras oder Blutdruckmessgeräte. Einige Geräte funktionieren gar nicht mit Akku-Betrieb. Auch für Geräte, die mit einer Primärbatterie über ein Jahr oder länger laufen (wie etwa eine Fernbedienung), ist der Einsatz von Akkus aufgrund deren höherer Selbstentladung nicht unbedingt sinnvoll. Dagegen ist ein niedriges Spannungsniveau gepaart mit einer hohen Stromaufnahme eine gute Voraussetzung für den Einsatz von Akkus anstelle von Batterien (etwa bei tragbaren CD-Playern oder Controllern von Spielekonsolen).

7. Der richtige Umgang mit Akkus

Durch einen guten Umgang mit ihren Akkupacks verlängern Anwender deren Lebensdauer. Im folgenden Absatz zeigen wir deshalb einige Tipps zum richtigen Umgang.

Der passende Zeitpunkt zum Laden

Ein günstiger Zeitpunkt zum Laden ist möglichst direkt vor deren Gebrauch. Je länger sie lagern, umso höher fällt die Selbstentladung aus, sodass sie bei ihrem Einsatz teilweise wieder entladen sind.

Tipp:

Eine zu starke Entladung des Akkus führt vor allem bei Lithium-Akkus schnell zu Schäden. Dies verhindern Verbraucher, indem sie leere Akkus rechtzeitig wiederaufladen und sie bei langer Lagerung regelmäßig nachladen.

Nutzer der verbreiteten NiMH-Akkus sollten beachten, dass bei dieser Art von Akkus das Problem des Memory-Effekt besteht. Das bedeutet: Bei wiederholtem Aufladen von Akkupacks vor deren vollständiger Entladung kann es passieren, dass selbst bei vollständig aufgeladenem Akku nur noch so viel Energie zur Verfügung steht, wie bei den vorangehenden Ladevorgängen verbraucht wurde. Allerdings ist der Memory-Effekt für einen Akku weniger schädlich, als eine Tiefentladung. Außerdem sind hochwertige Ladegeräte dazu in der Lage, über eine Pflegefunktion den Memory-Effekt wieder zu beheben.

Die richtige Lagerung der Akkus

Der Ladestand, in dem ein Akku idealerweise gelagert werden, um eine möglichst lange Lebensdauer zu erzielen, hängt davon ab, aus welchem Material er besteht. Akkus mit einem Lithium-Anteil sollten Verbraucher am besten bei einem Stand zwischen 30 und 50 Prozent lagern. Für Akkus auf Nickel-Basis wie die für den Hausgebrauch sehr verbreiteten NiMH-Akkus empfiehlt sich eine Lagerung bei noch niedrigerem Stand – etwa zwischen 30 und 40 Prozent. Dabei müssen Anwender jedoch stets darauf achten, dass die vergleichsweise schnelle Selbstentladung nicht zu einer schädlichen Tiefentladung führt.

Grundsätzlich ist eine Lagerung bei hohen Temperaturen ungünstig. Vor allem Akkus mit Lithium-Anteil tragen hierbei schnell Schäden davon. Besser bewahren Anwender sie bei Raumtemperatur oder idealerweise bei kühleren Temperaturen etwa im Keller oder im Kühlschrank auf. Niedrige Temperaturen bringen nämlich den Vorteil mit sich, dass die Akkus sich dann langsamer selbstentladen.

Kuehl lagern
Eine kühle Lagerung wirkt sich besonders günstig auf die Lebensdauer von Akkus aus.

Das Entsorgen von Akkus

Auch wiederaufladbare Batterien haben keine endlose Lebensdauer und müssen irgendwann entsorgt werden. Ebenso wie eine Batterie dürfen Verbraucher einen Akku niemals im Hausmüll entsorgen. Eine Entsorgung im Hausmüll belastet nicht nur die Umwelt, sondern hat zudem zur Folge, dass wertvolle Ressourcen verlorengehen, die bei einer ordnungsgemäßen Entsorgung durch Recycling wiedergewonnen würden. Deshalb stellen Einzelhändler Sammelbehälter zur Rücknahme funktionsuntüchtiger Akkus bereit.

Achtung:

Sowohl Einwegbatterien als auch Akkus dürfen nicht über den Hausmüll entsorgt werden! Sie können hochgiftige Stoffe wie Cadmium, Quecksilber und Blei enthalten, die bei Entsorgung über den Hausmüll sowohl Menschen als auch Umwelt belasten. Eine umweltfreundliche Entsorgungsmöglichkeit findet sich auf Sammelstellen wie Wertstoffhöfen sowie in den Läden, die Batterien verkaufen.

8. So testen wir

Um die Suche nach dem richtigen Ladegerät zu vereinfachen und eine Orientierungshilfe bei der Kaufentscheidung zu bieten, wurden im Akku-Ladegeräte-Test die beliebtesten und besten Geräte bewertet. Alle neun Geräte prüften wir vor Ort auf Grundlage vierer Bewertungskriterien auf Herz und Nieren. Dabei kann jedes Gerät zwischen 0.00 und 5.00 Punkten im jeweiligen Bewertungskriterien erreichen. Aus dem Durchschnitt der gesammelten Punkte errechnet sich die Gesamtnote, aus welcher sich wiederum die Platzierung des jeweiligen Produkts im Vergleich ergibt.

Ausstattung

Alle Ladegeraete im Test
Alle neun Ladegeräte traten im Praxistest vor Ort gegeneinander an.

Im ersten Bewertungspunkt beleuchten wir die Ausstattung der verschiedenen Ladegeräte. Grundsätzlich gilt hierbei: je mehr, desto besser. So punkten Ladegeräte, die möglichst viele Ladeplätze bieten und mit besonders vielen Akku-Typen und -Größen kompatibel sind. Es finden sich durchaus große Unterschiede zwischen den verschiedenen Testgeräten: Während zum Beispiel das Varta LCD Ultra Fast ausschließlich Nickel-Metallhydrid-Akkus in zwei Größen (AA und AAA) auflädt, passen in das NiteCore NEW i4 neben Nickel-Metallhydrid- und Nickel-Cadmium-Zellen in vier Größen noch IMR-, Lithium-Ionen- und Lithium-Eisenphosphat-Akkus in 33 Größen. Pluspunkte erhalten Geräte, die dank passender Schnittstelle in der Lage sind, auch gängige USB-Geräte wie Smartphones oder Tablets aufzuladen. Darüber hinaus bewerten wir den Funktions- sowie den Lieferumfang. Während sich einfache Ladegeräte auf die Ladefunktion beschränken, bieten umfangreich ausgestattete Multifunktionsladegeräte wie das Powerline Pro 5 von Ansmann zusätzlich eine Entladefunktion zur Vorbeugung des Memory-Effekts bei Nickel-Cadmium-Akkus, ein Pflegeprogramm zum Auffrischen älterer, leistungsschwacher Akkus und einen Kapazitätstest. Hinsichtlich des Lieferumfangs beeindruckt in unserem Test das Schnellladegerät von Varta: Neben dem Ladegerät, dem obligatorischen Netzteil und der Bedienungsanleitung legt der Hersteller seinem Produkt noch einen praktischen Kfz-Adapter für den Betrieb im Fahrzeug sowie vier einsatzbereite AA-Akkus bei.

Handhabung & Bedienkomfort

Ein weiteres wichtiges Kriterium für ein gutes Ladegerät stellen dessen Handhabung und Bedienkomfort dar. Hierbei sehen wir uns zunächst an, welchen optischen und haptischen Eindruck die verschiedenen Geräte machen. Hochwertig und stabil wirkende Modelle, die nicht klappern, verdienen sich Pluspunkte. Sehr komfortabel sind intelligente Ladegeräte, die per Mikroprozessorsteuerung den Ladevorgang überwachen und vor Überladung schützen. Akku-Ladegeräte mit Einzelschachtüberwachung prüfen die Zellspannung und häufig auch die individuelle Zellen-Temperatur. So ist es möglich, Akkus mit unterschiedlichem Ladestand zeitgleich optimal zu laden.

Vorteilhaft ist außerdem ein gut lesbares LC-Display, das im Idealfall über eine optionale Beleuchtung verfügt und dem Anwender möglichst viele Informationen zum aktuellen Ladevorgang liefert, ohne dabei unübersichtlich zu werden. Wichtig sind uns außerdem eine einfache, möglichst selbsterklärende Bedienung und verständliche Tasten. Dazu zählen auch ein unkompliziertes, komfortables Einlegen und Entnehmen der Akkus. Hilfreich sind dabei verschiebbare Kontakte, wie sie unter anderem das AccuPower IQ328+ mitbringt. Im Sinne der Verbraucherfreundlichkeit fließt darüber hinaus die beiliegende Bedienungsanleitung mit in die Bewertung ein. Im Idealfall ist diese deutschsprachig, verständlich und gut lesbar. Sie erklärt alles Wissenswerte und enthält anschauliche Abbildungen. Zu einer komfortablen Bedienung trägt außerdem ein nicht zu kurzes Stromkabel bei. Vor allem Vielreisende profitieren von einem Ladegerät, dass sich für eine weltweite Nutzung eignet. Praktisch ist es außerdem, wenn das Gerät über den Zigarettenanzünder im Fahrzeug zu betreiben ist.

Ladefunktion

Das Herzstück eines Ladegeräts stellt selbstverständlich die Ladefunktion dar, die wir jeweils einem Praxistest unterziehen. Dabei laden wir mit jedem Gerät einmal alle gängigen, kompatiblen Nickel-Metallhydrid-Akkus auf (AAA, AA, C, D, E). Wir stellen dabei, falls möglich, den höchsten Ladestrom ein. Nickel-Cadmium-Akkus berücksichtigen wir nicht, da deren Verkauf aufgrund des giftigen Cadmiums mittlerweile verboten ist. Sonstige Akku-Arten sind nur mit wenigen Geräten in unserem Test kompatibel, weshalb wir sie für eine bessere Vergleichbarkeit unberücksichtigt lassen. Falls das Gerät über eine Entladefunktion verfügt, unterziehen wir diese ebenfalls einem Praxistest. Für einen direkten Vergleich laden wir außerdem zeitgleich mit allen Geräten einmal je einen AAA-Akku und einmal je einen AA-Akku auf. Wir nutzen die Standardeinstellungen jedes Geräts und vermerken, welches am Ende am schnellsten arbeitet (entscheidend ist die Höhe des Ladestroms in der Standardeinstellung). Darüber hinaus unterscheiden sich einige Geräte auch in der Abschaltspannung und der geladenen Kapazität. Die detaillierten Ergebnisse zeigen die folgenden beiden Tabellen:

PlatzierungLadegerätZeitLadestromAbschaltspannungGeladene Kapazität
1.Varta LCD Ultra Fast0:17 h3.000 mA1.45 V897 mAh
2.ELV HSC 4010:55 hk. A.k. A.k. A.
3.Foxnovo Intelligent1:33 h500 mA1.48 Vk. A.
4.Ansmann Powerline 81:43 h500 mAk. A.k. A.
5.Ansmann Powerline 5 Pro1:52 h600 mA1.45 V911 mAh
6.AccuPower IQ328+1:55 h500 mA1.51 V867 mAh
7.NiteCore i4 (New 2016)3:03 hk. A.k. A.k. A.
8.Kraftmax BC-4000 Pro3:48 h200 mA1.48 V760 mAh
9.Technoline BC 7004:16 h200 mA1.47 V821 mAh
Die Geräte im Praxistest: Aufladen eines AAA-Akkus.
PlatzierungLadegerätZeitLadestromSpannungGeladene Kapazität
1.Varta LCD Ultra Fast0:25 h8.000 mA1.45 V2247 mAh
2.ELV HSC 4012:16 hk. A.k. A.k. A.
3.Ansmann Powerline 5 Pro3:33 h600 mA1.42 V2020 mAh
4.Ansmann Powerline 84:10 h500 mAk. A.k. A.
5.Foxnovo Intelligent4:35 h500 mA1.48 V
6.AccuPower IQ328+4:44 h500 mA1.49 V2.132 mAh
7.NiteCore i4 (New 2016)5:35 hk. A.k. A.k. A.
8.Kraftmax BC-4000 Pro9:56 h200 mA1.48 V1.986 mAh
9.Technoline BC 70010:45 h200 mA1.45 V2.070 mAh
Die Geräte im Praxistest: Aufladen eines AA-Akkus.

Zusätzlich punkten die Ladegeräte in diesem Kriterium mit möglichst vielen Einstellungsoptionen des Ladestroms, sodass sowohl ein sehr schnelles Aufladen mit hohem Ladestrom (beispielsweise mit 1.000 Milliampere) als auch ein schonender Ladevorgang mit niedriger Stromstärke (beispielsweise mit 200 Milliampere) möglich sind.

Sicherheitsfunktionen

Zum Schutz der Akkus verfügen Ladegeräte in der Regel über diverse Sicherheitsfunktionen. Einfache Ladegeräte schützen die Energiezellen häufig durch einen simplen Timer, der dafür sorgt, dass sich das Gerät nach einer bestimmten Zeit selbst abschaltet. Intelligente Ladegeräte sind üblicherweise noch deutlich sicherer und verfügen über einen integrierten Überladungsschutz. Hochwertige Geräte erkennen sogar, ob ein Akku defekt ist oder falsch eingelegt wurde („Verpolungsschutz“). Zusätzlich verfügen bestimmte Modelle über eine Temperaturüberwachung und schalten sich selbstständig ab, wenn der Akku zu heiß wird. In diesem Bewertungskriterium punkten Ladegeräte mit möglichst vielen Funktionen, die ihrer Sicherheit dienen. Im Praxistest sehen wir uns außerdem an, wie genau die einzelnen Geräte auf einen falschherum eingesetzten Akku und eine nicht wiederaufladbare Alkaline-Batterie reagieren. Ein positives Ergebnis: Alle Geräte in unserem Test erkennen sowohl die Alkaline-Batterie als auch den umgedrehten Akku. Zusätzliche Punkte sammeln Geräte hier mit Antirutsch-Füßen für einen sicheren Stand und einer effektiven und gleichzeitig möglichst geräuschlosen Lüftung. In dieser Hinsicht überzeugen besonders die beiden Geräte von Ansmann. Das umfangreichere Powerline 5 Pro bietet außerdem den sichersten Stand im Test.