Kompaktkamera

Die 7 besten Kompaktkameras im Test & Vergleich

BildqualitÀt
Auflösung
Blende
Lichtempfindlichkeit
Optische Bildstabilisation
StÀrke Optischer Zoom
Gesichtserkennung
Panorama-Modus
HDR-fÀhig
KonnektivitÀt
NFC
Bluetooth-fÀhig
WLAN-fÀhig
HDMI-Anschluss
Display
GrĂ¶ĂŸe Display
Touchscreen
Display neigbar
Sonstiges
Blitz
Maße
Gewicht
Vorteile

Kompaktkamera-Ratgeber: So wÀhlen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in KĂŒrze
  • Kompaktkameras sind Kameras mit fest verbauten Objektiven.
  • Sie vereinen Handlichkeit und BildqualitĂ€t.
  • Smartphones können nur mit sehr einfachen Kompakten mithalten.
  • Der Trend geht zu hochwertigen Kompaktkameras.
  • Edelkompaktkameras sind eine kleinere, leichtere Alternative zu Spiegelreflexkameras.
  • FĂŒr Genres wie Reise- und Street-Fotografie sind Kompaktkameras ideal.

Kompaktkameras: Besser denn je

Mit Kompaktkameras schießen Menschen ohne viel fotografisches Know-How Erinnerungsfotos, besagt das Klischee. In dieser Funktion werden die kleinen Fotoapperate jedoch zunehmend von Smartphones verdrĂ€ngt. Also wurde in den vergangenen Jahren eifrig der Tod der Kompaktkamera vorhergesagt. Der ist allerdings bis jetzt nicht eingetreten. Im Gegenteil, die Kompakten sind lebendig wie noch nie. Um sich von Smartphone-Kameras abzugrenzen, statten die Hersteller ihre Kompakten mit immer mehr technischen Raffinessen aus. So werden sie fĂŒr ambitionierte Freizeitfotografen und sogar fĂŒr Profis auf der Suche nach einer gut mitnehmbaren Kamera interessant. Statt ihrem Ende erleben wir momentan die Renaissance der Kompaktkamera.

Der Begriff Kompaktkameras umfasst ein breites Spektrum unterschiedlicher GerĂ€te. Es reicht von gĂŒnstigen Zoom-Kameras fĂŒr Einsteiger mit Preisen im zwei- oder niedrigen dreistelligen Bereich ĂŒber gar nicht so kompakte Bridgekameras, die beinahe aussehen wie Spiegelreflexkameras und ihnen auch in der Handhabung Ă€hneln, bis hin zu Edelkompaktkameras im schicken Retro-Look, die mehrere Tausend Euro kosten können. Gemeinsam ist ihnen allen, dass das Objektiv fest verbaut ist und nicht gewechselt werden kann. Auch der Blitz ist ĂŒblicherweise in das KameragehĂ€use integriert. Kompaktkameras sind darauf ausgelegt, ohne Zubehör in möglichst vielen Situationen gute Fotos zu machen.

Was Kompaktkameras den Großen voraushaben

„Die beste Kamera ist die, die man dabeihat“, ist eine verbreitete Redewendung unter Fotografen. Das spricht fĂŒr Kompaktkameras, denn durch ihr geringes Gewicht und ihre geringen Abmessungen lassen sie sich ĂŒberallhin mitnehmen. Zudem sind sie vergleichsweise erschwinglich. Selbst eine sehr gute Kompaktkamera kostet meistens weniger als eine Spiegelreflexkamera mit ein oder zwei passablen Objektiven. Dazu kommt, dass die Kompaktkamera kaum zum Erwerb von kostspieligem Zubehör verleitet, schließlich ist in ihrem kompakten GehĂ€use schon alles Nötige eingebaut. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Bildsensor nicht gereinigt werden muss, da ihn das permanent geschlossene GehĂ€use sehr gut gegen Staub schĂŒtzt.

SelbstverstĂ€ndlich haben Kompaktkameras auch Nachteile. Der wichtigste und Augenscheinlichste ist, dass sich ihr Objektiv nicht wechseln lĂ€sst. Der Bildsensor von Kompaktkameras ist relativ klein, was bei dunklen Motiven schnell zu deutlichem Bildrauschen fĂŒhrt. Der kleine Sensor hat zudem den Nachteil, dass er kaum Bokeh (unscharfen Hintergrund) erzeugt. Ein weiterer Nachteil von Kompaktkameras ist, dass sie in der Regel weder einen Zubehörschuh zum Anschluss von BlitzgerĂ€ten noch einen Sucher besitzen.

Vorteile
  • Klein, leicht und handlich
  • Selten Staub auf dem Bildsensor
  • Einfache Bedienung
  • Relativ gĂŒnstig
  • Kommt ohne Zubehör aus
  • Eingebauter Blitz
Nachteile
  • Objektiv nicht wechselbar
  • Deutliches Bildrauschen bei hohen ISO-Werten
  • Selten mit Zubehörschuh
  • Meistens ohne Sucher

Wer nutzt Kompaktkameras?

Kompaktkameras sind die richtigen GerĂ€te fĂŒr alle Fotografen, die eine gut transportable Kamera suchen und Wert auf BildqualitĂ€t legen. Sie sind nĂ€mlich deutlich kleiner als Spiegelreflex- und Systemkameras, bieten aber gleichzeitig mehr fotografische Möglichkeiten und eine bessere BildqualitĂ€t als Smartphone-Kameras. FĂŒr diese Nutzergruppen eignen sich Kompaktkameras ganz besonders:

Alltags- und Urlaubsfotografen - Sie legen Wert auf BildqualitÀt

Das Knipsen von Erinnerungsfotos, um schöne und bedeutende Augenblicke festzuhalten, ist das angestammte Metier der Kompaktkamera. Es ist vor allem dieser Anwendungsbereich, in dem ihr das Smartphone langsam den Rang ablÀuft. Aber haben besondere Momente nicht auch eine besondere BildqualitÀt verdient?

Trotz gewaltiger Fortschritte sind der BildqualitÀt von Smartphone-Kameras durch die sehr kleinen Objektive und Sensoren Grenzen gesetzt. Kompaktkameras bieten hingegen mechanische Zoomobjektive, die Hereinzoomen ohne QualitÀtsverluste ermöglichen. Viele Modelle sind zudem deutlich lichtstÀrker als Smartphone-Kameras. Sie machen also auch in einer schummrigen Umgebung noch gute Aufnahmen.

Fotografie-Einsteiger - Sie sollten ihre Kamera immer dabeihaben

Fotografie-AnfĂ€nger, die sich zum ersten Mal ernsthaft mit dem Thema beschĂ€ftigen, trĂ€umen oft von einer digitalen Spiegelreflexkamera. NatĂŒrlich, wer ernsthaft in die Fotografie einsteigen will, möchte eine professionelle FotoausrĂŒstung. Dabei vergessen enthusiastische AnfĂ€nger oft, dass nicht die Kamera das Bild macht, sondern der Fotograf. Ein guter Fotograf mit einer schlechten Kamera macht bessere Fotos als ein schlechter Fotograf mit einer guten Kamera.

Wie wird aus einem AnfĂ€nger ein guter Fotograf? Durch sehr viel Übung. Und wer das Fotografieren ĂŒben will, muss seine Kamera dabeihaben. Spiegelreflexkameras sind allerdings groß, schwer und teuer. Das sind Eigenschaften, die dazu verfĂŒhren, sie zuhause zu lassen. Eine mittelpreisige Kompaktkamera hingegen lĂ€sst sich problemlos ĂŒberall hin mitnehmen und ist damit ideal, um jede Menge Fotoerfahrung zu sammeln.

Profis und ambitionierte Hobbyfotografen - Sie brauchen eine transportable Zweitkamera

Wer sich ernsthaft mit Fotografie beschĂ€ftigt, nennt meistens mindestens eine gute Spiegelreflexkamera und ein ganzes Arsenal an Zubehör sein Eigen. Ohne dieses wĂŒrde er am liebsten nicht aus dem Haus gehen, denn was wĂ€re schlimmer, als durch Zufall auf ein großartiges Motiv zu stoßen und dann keine Kamera dabei zu haben? Die Spiegelreflex und das dazugehörige Equipment bringen aber einiges an Gewicht auf die Waage. Auf Dauer kann es ganz schön anstrengend sein, sie mit sich herumzuschleppen. Zudem ist es lĂ€stig, stĂ€ndig darauf achten zu mĂŒssen, dass die teure FotoausrĂŒstung nicht abhandenkommt oder beschĂ€digt wird. Es gibt unzĂ€hlige AnlĂ€sse, bei denen es einfach nicht praktikabel ist, den Fotorucksack oder die Fototasche mitzufĂŒhren. FĂŒr solche AnlĂ€sse besitzen viele Fotografen eine Kompaktkamera als ZweitgerĂ€t.

Street-Fotografen - Sie wollen fotografieren, ohne aufzufallen

Es gibt ein ganzes fotografisches Genre, das ohne Kompaktkameras nur schwer denkbar wĂ€re: die Street-Fotografie. Das dokumentarische Fotografieren von Straßenszenen verlangt nach unauffĂ€lligen Kameras. Das spricht eigentlich fĂŒr Smartphones. Ideale Kameras fĂŒr die Straßenfotografie sind allerdings auch lichtstark und reaktionsschnell, was ĂŒblicherweise auf Smartphone-Kameras nicht zutrifft. Ambitionierte Straßenfotografen greifen daher gerne zu Edelkompaktkameras. Diese Oberklasse der Kompaktkameras hat zwar meistens kein Zoomobjektiv, dafĂŒr aber einen großen Sensor, hervorragende optische Eigenschaften und ein hochwertiges, robustes GehĂ€use.

Auch Reisefotografen profitieren von Kompaktkameras. Nicht nur, weil sie ebenfalls gerne Straßenszenen ablichten, sondern auch, weil sie weniger Platz im GepĂ€ck brauchen und auf langen Wanderungen und StreifzĂŒgen weniger mĂŒhsam zu tragen sind.

Unterschiedliche Arten von Kompaktkameras

Es gibt eine breite Palette verschiedener GerĂ€tetypen, welche die Bauform einer Kompaktkamera haben. Schließlich fallen alle Kameras, bei denen das Objektiv fix mit dem GehĂ€use verbunden ist, in diese Kategorie. Wer sich eine Kompaktkamera zulegen möchte, hat also die Qual der Wahl. Welches Modell das richtige ist, hĂ€ngt hauptsĂ€chlich vom vorgesehenen Einsatzzweck ab, aber auch vom Budget. Preislich ist das Spektrum groß: Von einfachen Freizeit-Apparaten fĂŒr weniger als 100 Euro bis hin zu ProfigerĂ€ten, die mehrere Tausend Euro kosten, ist alles dabei. Bei der Suchen nach der richtigen Kompaktkamera hilft es, sich im ersten Schritt auf einen bestimmten GerĂ€tetyp festzulegen.

Automatik-Kameras

Auf Englisch werden einfache Automatik-Kameras auch „Point-and-Shoot“ genannt. Draufhalten und AbdrĂŒcken, darum geht es bei diesen Kameras also. Es sind einfache Schnappschusskameras, mit denen der Anwender fotografiert, ohne sich mit technischen Details auseinandersetzen zu mĂŒssen. Damit das funktioniert, steuern diese Kameras die Aufnahme vollautomatisch. Der Anwender muss weder scharfstellen noch sich um Belichtungszeit und Blende kĂŒmmern. Üblicherweise verfĂŒgen sie ĂŒber Motivprogramme, beispielsweise fĂŒr Nachtaufnahmen, Portraits und Landschaftsbilder.

Automatik-Kameras sind ab etwa hundert Euro verfĂŒgbar. Vorteile gegenĂŒber Smartphone-Kameras sind das optische Zoomobjektiv und die LichtstĂ€rke mancher Modelle, die auch bei schlechten LichtverhĂ€ltnissen gute Fotos schießen.

Reisezoom-Kameras

Wer die Vorteile einer gewöhnlichen Automatik-Kompaktkamera zu schĂ€tzen weiß, aber noch mehr Zoom möchte, greift zur Reisezoom-Kamera. Das ist im Prinzip eine Automatik-Kamera mit besonders großem Zoombereich. Ab etwa einem 10fachen Zoom wird von einer Reisezoom-Kamera gesprochen, Spitzenmodellen sind sogar mit optischem 30fach-Zoom ausgestattet. Durch den großen Zoombereich sind sie besonders vielseitig. Sie sind sozusagen komplette FotoausrĂŒstungen im Kompaktformat.

Preislich und qualitativ decken die Hersteller in diesem Segment eine große Bandbreite ab. Die gĂŒnstigsten GerĂ€te sind ab etwa 150 Euro zu haben, Spitzenmodelle kosten rund 700 Euro, haben dann aber auch Extras wie einen optischen Sucher und einen großen 1-Zoll-Sensor.

Bridge-Kameras

Eine BrĂŒcke (englisch „Bridge“) zwischen Spiegelreflexkameras und Kompaktkameras stellen Bridge-Kameras dar. Wie bei Kompaktkameras ist das Objektiv fest verbaut und lĂ€sst sich nicht wechseln. Bei Aussehen, GrĂ¶ĂŸe und Ausstattung Ă€hneln sie eher Spiegelreflexkameras, sind allerdings ein wenig kleiner und leichter. FĂŒr einen relativ gĂŒnstigen Preis bieten sie viele Vorteile von Spiegelreflexkameras: Durch ihre GrĂ¶ĂŸe und ihr Gewicht liegen sie besser in der Hand als kleine Kompakte, viele haben einen Sucher, und zusĂ€tzlich zu einem aufklappbaren Blitz sind die meisten mit einem Blitzschuh zum Anschluss eines externen BlitzgerĂ€ts ausgestattet. Außerdem verfĂŒgen sie ĂŒber deutlich mehr manuelle Einstellmöglichkeiten als Automatik-Kameras.

Was Bridge-Kameras anderen Kompaktkameras voraushaben, ist ihr riesiger Zoombereich. Oft werden sie daher auch Superzoom-Kameras genannt –  eine Bezeichnung, die sie sich mit Reisezoom-Kameras mit besonders großem Zoombereich teilen. 30facher Zoom ist bei Bridge-Kameras eher das unterste Limit, auch 60facher Zoom ist keine Seltenheit. Damit sind Bridge-Kameras die erste Wahl fĂŒr alle, die viel Zoom fĂŒr wenig Geld wollen. Preislich sind sie nĂ€mlich vergleichsweise moderat. Viele Modelle kosten um die 300 Euro, gĂŒnstige GerĂ€te sind bereits ab 200 Euro zu haben und bei 600 Euro ist fast schon das Ende der Fahnenstange erreicht. Nur wenige Premium-Modelle kosten deutlich mehr.

Outdoor-Kameras

Gute Motive warten nicht immer in Umgebungen, die dem Innenleben von Kameras besonders zutrĂ€glich sind. Vor allem Wasser, Staub und StĂ¶ĂŸe schaden der empfindlichen Optik und Elektronik. Wer Fotos beim Rafting, Fallschirmspringen oder auch nur am Sandstrand machen will, hat zwei Möglichkeiten: Entweder er packt die Kamera in eine SchutzhĂŒlle, oder er legt sich eine zusĂ€tzliche Outdoor-Kamera zu. Die letztere Variante ist meistens deutlich weniger umstĂ€ndlich und sicherer, denn Kameras fĂŒr den Außeneinsatz wurden von Grund auf robust konzipiert.

Staub- und Spritzwasserschutz ist fĂŒr diese Kameras selbstverstĂ€ndlich. Fotos bei strömendem Regen oder in der WĂŒste stellen fĂŒr sie also keine Herausforderung dar. Auch gegen StĂŒrze aus ĂŒblicher Bedienhöhe sind sie gut geschĂŒtzt. Besonders robuste Modelle sind sogar bei einer Eintauchtiefe von bis zu mehreren Metern Eintauchtiefe wasserdicht.

Eine EinschrĂ€nkung bei Outdoor-Kameras ist, dass das Zoomobjektiv nicht besonders leistungsfĂ€hig ist. Bei fĂŒnffacher VergrĂ¶ĂŸerung ist meistens Schluss. Die Lamellen ĂŒblicher Zooms sind nĂ€mlich ein Einfallstor fĂŒr Feuchtigkeit und Schmutz. Daher setzen die Hersteller bei Outdoor-Kameras auf eine spezielle Konstruktion, die ohne bewegliche Ă€ußere Teile auskommt. Die gesamte Zoom-Mechanik muss in einem starren GehĂ€use untergebracht werden, und dort ist der Platz und somit auch die Reichweite des Zooms beschrĂ€nkt.

Kreativ-Kameras

Kreativ-Kameras sind klein, meistens schwarz und fĂŒr nicht weniger als 400 Euro zu haben. Es sind die Kameras der Wahl fĂŒr anspruchsvolle Fotografen, die unterwegs gerne eine praktische Kompaktkamera nutzen. Statt mit großen Zooms und Megapixeln zu klotzen, konzentrieren sich Kreativ-Kameras auf die QualitĂ€ten, die fĂŒr die BildqualitĂ€t wirklich eine Rolle spielen. Sie haben hochwertige Objektive mit hoher LichtstĂ€rke und grĂ¶ĂŸere Bildsensoren als Automatik-Kameras. Die Möglichkeit einer vollstĂ€ndig manuellen Steuerung ist bei diesen Kameras selbstverstĂ€ndlich, alternativ kann der Anwender allerdings auch diverse Automatik-Programme verwenden.

Edel-Kompaktkameras

Die Grenzen zwischen Kreativ-Kameras und Edel-Kompaktkameras verlaufen fließend. Edel-Kompaktkameras haben Ă€hnliche QualitĂ€ten wie Kreativkameras, sind aber in der Regel noch ein deutliches StĂŒckchen teurer und hochwertiger. WĂ€hrend gute Kreativ-Kameras fĂŒr deutlich unter 1.000 Euro zu haben sind, können fĂŒr eine Edel-Kompaktkamera auch mehrere Tausend Euro ĂŒber den Ladentisch wandern. Abgesehen vom Preis ist das Hauptunterscheidungskriterium der noch grĂ¶ĂŸere Sensor. Viele Edelkompaktkameras verwenden APS-C- oder sogar Vollformat-Sensoren. HĂ€ufig haben sie auch kein Zoom-Objektiv, sondern eine Festbrennweite.

Was ist ein Vollformat-Sensor?

Vollformat-Sensoren bei Digitalkameras haben die Abmessungen von Kleinbild-Negativen in der analogen Fotografie: 24 Millimeter mal 36 Millimeter. FĂŒr einen digitalen Bildsensor ist das groß, die meisten Sensoren sind deutlich kleiner. Vollformat-Sensoren ermöglichen besonders detailscharfe Bilder und werden nur in sehr hochwertigen Kompaktkameras verbaut.

Die besten von ihnen erreichen eine BildqualitÀt, die sich mit der von Profi-Spiegelreflexkameras messen kann. Ein weiteres Unterscheidungskriterium ist das GehÀuse: WÀhrend Kreativ-Kameras meistens ein schlichtes, einfarbiges KunststoffgehÀuse haben, kleiden sich Edelkompakte hÀufig in ein GehÀuse im Retro-Look aus Metall mit Leder- oder Gummiapplikationen.

Wissenswertes fĂŒr den Kompaktkamera-Kauf

Beim Kauf einer Kompaktkamera werden Interessierte mit einer Menge technischer Details konfrontiert. Was bedeuten die Zahlen auf dem Objektiv? Sind Zoom und Megapixel wirklich so wichtig? Welche Rolle spielt die SensorgrĂ¶ĂŸe? Mit ein wenig Grundlagenwissen ĂŒber Kameratechnik wirken all diese Angaben gar nicht mehr so verwirrend, und Kunden können einen qualifizierte Kaufentscheidung treffen.

GrĂ¶ĂŸe der Kamera

Wie der Name bereits vermuten lĂ€sst, sind Kompaktkameras relativ klein. Innerhalb der GerĂ€tekategorie gibt es allerdings deutliche GrĂ¶ĂŸenunterschiede. Eine winzige und flache Automatik-Kamera hat ganz andere Dimensionen als eine vergleichsweise wuchtige Bridge-Kamera. Auch das Gewicht unterscheidet sich erheblich: WĂ€hrend beispielsweise die Kreativkamera Canon PowerShot G9 X nur rund 200 Gramm auf die Waage bringt, wiegt eine Bride-Kamera wie die Panasonic Lumix DMC-FZ72EG-K mehr als ein halbes Kilogramm.

Der Vorteil kleiner Kameras ist klar: Sie sind sehr gut transprotierbar. Durch ihre geringe GrĂ¶ĂŸe passen sie selbst in die kleinste Tasche und sind leicht genug, um auch bei lĂ€ngeren Fußwanderungen nicht zur Last zu fallen. Viele Fotografen mögen es allerdings nicht, wenn ihre Kamera zu klein und leicht ist, denn dadurch lĂ€sst sie sich beim freihĂ€ndigen Fotografieren schlecht stabil halten. Auch winzige Schalter und Bedienelemente stoßen selten auf Begeisterung. Vor allem fĂŒr Menschen mit großen HĂ€nden sind sie schwierig zu nutzen. Beim Kauf gilt es also, eine AbwĂ€gung zu treffen: Soll die Kamera besonders klein sein, damit sie ohne Probleme beispielsweise in die Jackentasche passt, oder spielt es eine grĂ¶ĂŸere Rolle, dass sie gut in der Hand liegt und dass sich die Bedienung griffig anfĂŒhlt?

Bildsensor

Die GrĂ¶ĂŸe des Bildsensors ist vielleicht das wichtigste Entscheidungskriterium beim Kauf einer Kamera. Die SensorgrĂ¶ĂŸe ist nĂ€mlich maßgeblich fĂŒr die BildqualitĂ€t. Er ist das digitale GegenstĂŒck zum Film in analogen Fotoapparaten. GrundsĂ€tzlich gilt: Je grĂ¶ĂŸer der Sensor, desto besser die BildqualitĂ€t. Ein grĂ¶ĂŸerer Sensor fĂ€ngt nĂ€mlich mehr Licht ein. Das ermöglicht auch bei schlecht ausgeleuchteten Motiven hochwertige Aufnahmen ohne Blitz. Kleine Sensoren hingegen produzieren in solchen Aufnahmesituationen Bildrauschen, da sie zur Kompensation den ISO-Wert erhöhen.

Kleine Sensoren haben aber auch ihre Vorteile. Sie ermöglichen eine kompaktere Bauform der Kamera und sind billig herzustellen. Zudem ist es möglich, eine Kamera mit einem kleinen Sensor relativ gĂŒnstig mit einem sehr zoomstarken Objektiv auszurĂŒsten. Je kleiner der Sensor ist, desto kĂŒrzer ist nĂ€mlich die Brennweite, die fĂŒr eine bestimmte VergrĂ¶ĂŸerungsstufe benötigt wird.

Was sagt der ISO-Wert aus?

Der ISO-Wert bezeichnet die Lichtempfindlichkeit eines Films oder eines Belichtungssensors. In der analogen Fotografie ist er vom eingelegten Film abhĂ€ngig, bei Digitalkameras wird er durch elektrische VerstĂ€rkung des Bildsignals erhöht. Je höher der ISO-Wert ist, desto weniger Licht ist nötig und desto kĂŒrzere Belichtungszeiten sind möglich. Höhere ISO-Werte fĂŒhren aber auch zu mehr Bildrauschen, sowohl in der digitalen als auch in der analogen Fotografie.

Viele Smartphones verwenden winzige Sensoren im 1/3-Zoll-Format. Dadurch wird es möglich, die miniaturisierte Kameraoptik im dĂŒnnen GehĂ€use des GerĂ€ts unterzubringen. GĂŒnstige Kompaktkameras setzen meistens auf etwas grĂ¶ĂŸere 1/2,3-Zoll-Sensoren, in der untersten Preisklasse werden allerdings auch Bildsensoren in Smartphone-GrĂ¶ĂŸe verwendet.

In der mittleren Preisklasse kommen bei Kompaktkameras hĂ€ufig 1-Zoll-Sensoren zum Einsatz. Diese Sensoren sind 12,7 Millimeter breit und 9,5 Millimeter hoch. Damit sind sie allerdings immer noch deutlich kleiner als die Four-Thirds- und APS-C-Sensoren, die bei High-End-Kompaktkameras verwendet werden. Sie haben Abmessungen von 17,3 x 13,0 (Four-Thirds) beziehungsweise 22,2 x 14,8 Millimetern (APS-C). Große Vollformat-Sensoren, deren Abmessungen sich von den Dimensionen des analogen Kleinbildfilms ableiten (2,4 mal 3,6 Zentimeter), sind bei Kompaktkameras selten. Sie sind meist in Profi-Spiegelreflexkameras zu finden.

Auflösung

Die Auflösung, angegeben in Megapixel, spielt im Marketing von Kompaktkameras und auch in den Köpfen vieler Konsumenten nach wie vor eine wichtige Rolle. WĂ€hrend sie in den Anfangszeiten der Digitalfotografie tatsĂ€chlich ein limitierender Faktor war, reicht die Auflösung moderner Digitalkameras ĂŒblicherweise immer aus. Ob eine Kamera Bilder mit 12 oder 20 Megapixel aufnimmt, spielt in der Praxis nur dann eine Rolle, falls geplant ist, das Foto in PlakatgrĂ¶ĂŸe zu drucken. Viel wichtiger fĂŒr die BildqualitĂ€t sind ein guter Sensor und eine hochwertige Optik.

Zoombereich

Genauso wie die Auflösung ist auch der Zoomfaktor ein wichtiger Marketingfaktor bei Kompaktkameras. Die Hersteller werben gerne mit beeindruckenden Zahlen. 20- und sogar 60-fache Zooms sind heute keine Seltenheit mehr und auch fĂŒr kleines Geld zu haben.

Große Zoombereiche haben allerdings deutliche Nachteile. Je grĂ¶ĂŸer das Zoom, desto schlechter ist normalerweise die LichtstĂ€rke einer Kamera. Das muss sie durch Erhöhung der ISO-Zahl und VerlĂ€ngerung der Belichtungszeit kompensieren, so dass es hĂ€ufiger zu verwackelten und verrauschten Bildern kommt.

Hochwertige Kreativ-Kameras und Edelkompakte haben meistens Festbrennweiten oder eher moderate Zooms mit zwei- bis maximal sechsfacher VergrĂ¶ĂŸerung. Ihre KĂ€ufergruppe legt hohen Wert auf die BildqualitĂ€t und weiß, dass extreme Zoomfaktoren nur selten nötig sind, beispielsweise bei der Fotografie von Wildtieren oder um bei Event-Fotografie das Geschehen auf der BĂŒhne groß ins Bild zu setzen. In den meisten anderen Aufnahmesituationen kann der Fotograf einfach nĂ€her an das Motiv gehen, wenn er es grĂ¶ĂŸer im Bild haben möchte.

Kamerahersteller werben gerne mit dem digitalen Zoom ihrer Fotoapparate. Er vergrĂ¶ĂŸert die Motive mittels eines Algorithmus, was allerdings zu sehr unscharfen und verpixelten Fotos fĂŒhrt, Ă€hnlich wie das Heranzoomen in einer Bildbearbeitungssoftware. Das digitale Zoom fĂ€ngt nĂ€mlich im Unterschied zum optischen Zoom nicht mehr Details ein, sondern stellt lediglich die vorhandenen Details grĂ¶ĂŸer dar. FĂŒr den Kamerakauf ist daher nur das optische Zoom relevant – den Effekt eines digitalen Zooms kann jeder Fotograf einfach im Nachhinein mit Bildbearbeitungssoftware erzeugen.

TiefenschÀrfe

In der Fotografie erscheinen nur Objekte scharf, die einen bestimmten Abstand zum Objektiv der Kamera haben. Wenn Objekte in einem großen Bereich scharf erscheinen, hat das Foto viel TiefenschĂ€rfe, wenn sie nur in einem kleinen Bereich scharf erscheinen, hat es wenig TiefenschĂ€rfe.

Drei Faktoren beeinflussen die TiefenschĂ€rfe: Die GrĂ¶ĂŸe der Blende, die Brennweite des Objektivs und das Format des Sensors. Je weiter die Blende geöffnet wird, je grĂ¶ĂŸer die Brennweite ist und je grĂ¶ĂŸer der Sensor, desto kleiner ist der TiefenschĂ€rfebereich. Smarthone-Kameras beispielweise haben sehr kurze Brennweiten und sehr kleine Sensoren, also sehr viel TiefenschĂ€rfe. Sie stellen ab einer Entfernung von wenigen Zentimetern zum Objektiv alles scharf dar.

Autofokus

FĂŒr Fotografen ist es sehr Ă€rgerlich, wenn ein ansonsten gelungenes Bild einfach nicht scharf genug ist. Dieser Bildfehler fĂ€llt meistens erst zuhause bei der Betrachtung am Computerbildschirm auf. Dann gibt es natĂŒrlich keine Möglichkeit mehr, die Aufnahme zu wiederholen. Dabei ist es heute dank des Autofokus (AF), ĂŒber den so gut wie alle modernen Kameras verfĂŒgen, einfacher denn je, scharfe Bilder zu schießen. FrĂŒher war das nicht so. Da mussten Fotografen manuell einen Ring am Objektiv drehen, bis der gewĂŒnschte Bildbereich im Sucher scharf war. FĂŒr „schnelle“ Genres wie die Sport-, Straßen- und Wildtierfotografie waren dafĂŒr ein geĂŒbter Blick und eine flinke Hand nötig.

Moderne Kompaktkameras verfĂŒgen so gut wie immer ĂŒber einen Autofokus. Dieser ĂŒbernimmt die Fokussierung fĂŒr den Fotografen. Der Autofokus ist zwar eine unschĂ€tzbare Hilfe, kann aber nicht garantieren, dass immer alle Bilder scharf werden. Zum einen braucht ein Autofokus-System eine gewisse Zeit zum Scharfstellen. Wenn der Fotograf ihm diese Zeit nicht gibt und den Auslöseknopf zu schnell ganz durchdrĂŒckt (die meisten Kameras stellen bei halbdurchgedrĂŒckten Autofokus scharf), dann wird das Bild unscharf. Ein anderer hĂ€ufiger Fehler ist, dass die Kamera zwar scharfstellt, aber nicht auf das Objekt, das der Fotograf gerne scharf hĂ€tte. Im Allgemeinen reagiert der Autofokus hochwertiger Kameras rascher als der von gĂŒnstigeren Modellen.

Üblicherweise haben Kameras vier verschiedene Fokus-Einstellungen:

  • MF: Manueller Fokus. Diese Einstellung fehlt bei Kompaktkameras meistens, da diese GerĂ€te ĂŒber keinen Ring am Objektiv zum manuellen Einstellen des Fokus verfĂŒgen.
  • S: Stabiler Autofokus. Die Kamera fokussiert auf ein bestimmtes Objekt und behĂ€lt die Fokuseinstellung bei.
  • C: Kontinuierlicher Autofokus. Der Autofokus folgt dem anvisierten Objekt, das auch dann scharf bleibt, wenn es sich der Kamera nĂ€hert oder sich von ihr entfernt.
  • A: Automatischer Autofokus. Die Steuerelektronik der Kamera entscheidet autonom, ob der Fokus dem anvisierten Objekt folgt oder nicht.

Sucher

In der analogen Fotografie kamen Kameras nicht ohne einen Sucher aus. Bei digitalen Kompaktkameras ĂŒbernimmt hingegen das Display an der RĂŒckseite des GehĂ€uses seine Aufgabe. Auf einen zusĂ€tzlichen optischen oder elektronischen Sucher verzichten viele Hersteller, um den Preis ihrer Produkte niedrig zu halten und Platz im GehĂ€use zu sparen. Oberklasse-Modelle sind hingegen oft damit ausgestattet, denn ein Sucher hat Vorteile: Er ist auch bei sehr hellem Sonnenlicht gut ablesbar, außerdem blendet der Blick durch den Sucher die Umgebung des ausgewĂ€hlten Bildausschnitts aus, was die Bildkomposition vereinfacht.

Bildstabilisator

Besonders bei hohen Brennweiten, also im Fall von Kompaktkameras bei Zoomobjektiven mit starker VergrĂ¶ĂŸerung, und bei schlechten LichtverhĂ€ltnissen besteht die Gefahr, ein Foto zu verwackeln. Dagegen hilft ein Bildstabilisator, der heute selbst bei Mittelklassekameras ĂŒblich ist.

KĂ€ufer sollten darauf achten, dass es sich wirklich um einen optischen beziehungsweise mechanischen Bildstabilisator handelt, der einer unruhigen Kamerahaltung durch Bewegung der Linse beziehungsweise des Sensors entgegenwirkt. Gerne werben Hersteller nĂ€mlich mit einem Bildstabilisator, der sich bei nĂ€herer Betrachtung als „elektronischer Bildstabilisator“ herausstellt, und das ist genaugenommen gar kein Bildstabilisator. Die Marketingfloskel bedeutet nĂ€mlich meistens nichts anders, als dass die Software der Kamera den ISO-Wert erhöht, um die Belichtungszeit und damit die Gefahr des Verwackelns zu reduzieren. Dadurch erhöht sich allerdings auch das Bildrauschen.

Objektiv

Das Objektiv ist der optische Bauteil einer Kamera. Es besteht aus mehreren hintereinanderliegenden Linsen, die das Bild auf den Film oder den Sensor projizieren. Zudem enthÀlt das Objektiv eine Blende. Anhand der Brennweite, die den Blickwinkel bestimmt, werden Objektive in Normal-, Tele- und Weitwinkelobjektive eingeteilt. Ein Zoomobjektiv ermöglicht die VerÀnderung der Brennweite und kann somit alle drei Blickwinkelbereiche abdecken.

Objektive sind ĂŒblicherweise mit den wichtigsten Kennzahlen beschriftet. Das sind die Werte fĂŒr die Brennweite und fĂŒr die Blendenzahl. Wenn ein Objektiv beispielsweise mit „8.8-36.8mm 1:1.8-2.8“ beschriftet ist, handelt es sich um ein Zoom-Objektiv mit einer Brennweite von 8,8 bis 38,8 Millimetern, bei dem die Blende je nach Zoomstufe auf einen minimalen Wert zwischen 1,8 und 2,8 gestellt werden kann.

Blende

Die Blende ist ein mechanischer Verschluss im Objektiv, der durch das DrĂŒcken des Auslösers geöffnet wird. Die Blende lĂ€sst sich unterschiedlich weit öffnen, sodass sie eine optimale Belichtung erreichen kann. Welche Blende eingestellt ist, zeigt die Blendenzahl. Ihr Wert zeigt, wie viel Licht durch das Objektiv fĂ€llt, nicht den Durchmesser der Blendenöffnung, daher sind die Blendenzahlen unterschiedlicher Objektive gut miteinander vergleichbar.

LichtstÀrke

Die LichtstĂ€rke des Objektivs bestimmt, wie viel Licht auf den Sensor fĂ€llt. Ein Objektiv mit niedriger LichtstĂ€rke ist nur im hellen Sonnenlicht oder fĂŒr Fotos mit Blitz beziehungsweise mit sehr langer Belichtungszeit zu gebrauchten, ein lichtstarkes Objektiv macht hingegen auch in InnenrĂ€umen und mit spĂ€rlicher kĂŒnstlicher Beleuchtung gute Fotos. Entscheidend fĂŒr die LichtstĂ€rke sind die Brennweite und die Blendeöffnung eines Objektivs. Je kĂŒrzer es ist und je weiter die Blende geöffnet werden kann, desto lichtstĂ€rker ist es.

In der Fotografie wird die LichtstĂ€rke in normierter Form als Bruchzahl angegeben. Der entsprechende Wert bezieht sich auf die grĂ¶ĂŸte einstellbare Blende.. Ein Objektiv mit einer maximalen Blende von 1:1,8 ist beispielsweise deutlich lichtstĂ€rker als eines mit einer kleineren maximalen Blende von 1:3,2. Oft wird nur der Nenner des Bruchs angegeben, was bei Fotografie-AnfĂ€nger leicht zu Verwirrung fĂŒhren kann. Die kleineren Blendenzahlen bedeuten dann nĂ€mlich grĂ¶ĂŸere Blendenöffnungen beziehungsweise lichtstĂ€rkere Objektive.

Belichtungszeit

Die Belichtungszeit bestimmt, wie lange das Licht auf den Sensor fĂ€llt. Sie ist neben der Blende und der Sensorempfindlichkeit einer der drei Faktoren, die darĂŒber bestimmen, ob ein Bild korrekt belichtet ist. Die Belichtungszeit betrĂ€gt normalerweise nur Sekundenbruchteile, beispielsweise  oder  Sekunde. Ist sie zu hoch, erscheinen bewegliche Motive unscharf und bei Fotografieren ohne Stativ besteht die Gefahr, dass der Fotograf das Bild verwackelt.

Extras und weitere Ausstattungsmerkmale

Eine Kamera besteht nicht nur aus dem optischen System ihres Objektivs und den Halbleitern ihrer Elektronik. FĂŒr ihre Benutzerfreundlichkeit und Alltagstauglichkeit sind weitere Merkmale und Zusatzfunktionen wichtig. Sie bestimmen maßgeblich mit, ob es VergnĂŒgen bereitet, mit der Kamera zu fotografieren.

Display

Wichtige Kriterien fĂŒr die QualitĂ€t eines Kompaktkamera-Displays sind vor allem die Auflösung und die Helligkeit. Dass das Display möglichst hochauflösend sein sollte, um die Megapixel-Bilder der Kamera adĂ€quat wiederzugeben, versteht sich von selbst.

Die Helligkeit des Displays ist bei vielen Kameras ein Knackpunkt: Helle Displays brauchen nÀmlich viel Strom und verringern dadurch die Batterielaufzeit. Ist das Display aber zu dunkel, ist es bei hellem Umgebungslicht, also bei einer aus fotografischer Perspektive guten Lichtsituation, nur schwer ablesbar. Die Hersteller befinden sich in einem Dilemma. Einen Ausweg versprechen neuere Display-Technologien, die einen Teil des Umgebungslichts reflektieren.

Ein sehr willkommenes Ausstattungsmerkmal ist ein schwenk- oder drehbares Display. Das kommt dem Fotografen immer dann zugute, wenn er seine Fotos nicht auf Augenhöhe aufnimmt. Mit einem bewegliche Kamerabildschirm kann ein Fotograf zum Beispiel Makroaufnahmen von Blumen auf einer Wiese machen, ohne sich auf den Boden zu legen. Auch Konzertbesucher, die ihre Kamera fĂŒr Fotos der KĂŒnstler ĂŒber den Kopf halten, wissen ein schwenkbares Display zu schĂ€tzen.

Batterien und Akkus

Heute verwenden nur noch wenige Kompaktkameras Standard-Batterien der Typen Mignon (AA) oder Micro (AAA). Stattdessen verwenden die Hersteller Akkus in Spezialbauformen, die nur mit dem jeweiligen GerĂ€t kompatibel sind. Diese sind sehr kompakt und ermöglichen so kleinere Kameras. Der Nachteil ist allerdings, dass Ersatz manchmal nur schwer zu bekommen und in der Regel relativ teuer ist. Abgesehen vom gĂŒnstigen Preis haben Standardbatterien den Vorteil, dass der Anwender auch Einwegbatterien verwenden kann. Das ist nĂŒtzlich, wenn ĂŒber lĂ€ngere Zeit keine Steckdose erreichbar ist, beispielsweise bei ausgedehnten Bergwanderungen.

WLAN

Ein eingebauter WLAN-Chip zĂ€hlt mittlerweile zur Standard-Ausstattung aller Kompaktkameras, die nicht zur gĂŒnstigsten Preisklasse gehören. Er bietet zwei Vorteile: Zum eine lassen sich damit Bilder drahtlos an einen Computer oder an ein Tablet ĂŒbertragen. Manche GerĂ€te posten die Fotos sogar direkt in Social Networks wie Facebook oder Instagram. Zum anderen lassen sich aktuelle Digitalkameras auch oft mit einer Smartphone-App ĂŒber WLAN steuern. Die Steuerungsmöglichkeiten fallen je nach Modell sehr unterschiedliche aus. Bei manchen Kameras fungiet das Smartphone nur als Auslöser, bei anderen ist es damit sogar möglich, die Belichtungseinstellungen vorzunehmen und das Objektiv fernzusteuern.

NFC

Ähnlich wie WLAN ist NFC (Near Field Communication) ein Standard zur kabellosen DatenĂŒbertragung. Vielen Konsumenten ist die Technik vom bargeldlosen Bezahlen bekannt. Sie sorgt dafĂŒr, dass Bank- und Kreditkarten nicht mehr in das Bezahlungsterminal gesteckt werden mĂŒssen, da es ausreicht, sie einfach nur kurz darĂŒber zu ziehen.

NFC gilt als besonders sicher, da die Reichweite nur wenige Zentimeter betrÀgt. Damit eignet sich diese Art der Funkverbindung gut, um beispielsweise Bilder von einer Kamera an ein direkt danebenliegendes Smartphone oder Tablet zu senden.

GPS

Ein Vorteil von Smartphones gegenĂŒber Digitalkameras war lange, dass sie Bilder automatisch mit einem GPS-Tag versehen. Die genaue geographische LĂ€nge und Breite, an der das Bild aufgenommen wurde, wird in den Metadaten des Bildes gespeichert. Dadurch kann der Benutzer Fotos, die er an einem bestimmten Ort aufgenommen hat, sehr leicht wiederfinden. Auf diese Funktion mĂŒssen Kompaktkamera-Nutzer jedoch nicht mehr verzichten, da viele aktuelle Modelle sie ebenfalls bieten.

Zubehör macht die FotoausrĂŒstung komplett

Fotografen wird eine gewisse Technik- und Zubehörverliebtheit nachgesagt. Das mag stimmen, denn mit dem Kauf einer Kamera allein ist es Thema „FotoausrĂŒstung“ selten abgehakt. Diverse ZusatzausrĂŒstung erhöht den Spaß am Fotografieren und ist manchmal sogar notwendig. Ohne eine Speicherkarte beispielsweise – sozusagen der Film der digitalen Ära – taugt eine Kamera nicht viel. Ganz so viel Zubehör wie fĂŒr Spiegelreflexkameras gibt es fĂŒr Kompaktkameras zwar nicht, schließlich lĂ€sst sich das Objektiv nicht wechseln, und auch der Anschluss eines eigenstĂ€ndigen BlitzgerĂ€ts ist normalerweise nicht vorgesehen, dennoch sind auch fĂŒr die Kompaktklasse sinnvolle und spannende Zusatzprodukte erhĂ€ltlich.

Speicherkarten

Eine SD-Karte zum Speichern der Fotos ist fĂŒr jede Kompaktkamera notwendig. Zwei sind besser. Damit hat der Fotograf ein Backup, falls die Speicherkarte beschĂ€digt wird oder abhandenkommt.

Das wichtigste Kriterium fĂŒr Speicherkarten ist der Speicherplatz. Hier gilt natĂŒrlich: Je mehr, desto besser. Die meisten Fotografen entscheiden sich fĂŒr einen Kompromiss zwischen Preis und KapazitĂ€t. Die SD-Karte sollte mindestens Platz fĂŒr 1.000 Fotos haben. Beim Speichern im JPEG-Format benötigt ein hochauflösendes Bild etwa zehn und im RAW-Format etwas 25 Megabyte. Somit ist eine 16-Gigabyte-Speicherkate fĂŒr JPEG eine gute Wahl, fĂŒr RAW dĂŒrfen es gerne 32 Gigabyte sein. Karten mit weniger als 16 Gigabyte Speicherplatz zu kaufen, ist nicht ratsam, da Speicherkarten mit 8 Gigabyte nur unwesentlich weniger als 16-Gigabyte-Karten kosten.

WĂ€hrend die Lesegeschwindigkeit bei Speicherkarten fĂŒr Digitalkameras relativ irrelevant ist, spielt die Schreibgeschwindigkeit eine große Rolle. Sie ist ausschlaggebend dafĂŒr, wie schnell die Kamera aufgenommene Fotos abspeichert. Besonders Anwender, die mit ihrer Kamera filmen, sollten darauf achten. FĂŒr Full-HD-Videos muss die Schreibgeschwindigkeit mindestens 10 Megabyte pro Sekunde betragen.

Im Unterschied zur höheren Lesegeschwindigkeit geben die Hersteller sie die weniger beeindruckend wirkende Schreibgeschwindigkeit nur als Geschwindigkeitsklasse an. Mittlerweile existieren drei unterschiedliche Klassifizierungssysteme: Die ursprĂŒngliche Geschwindigkeitsklasse, die UHS-Klasse und die Video-Klasse. Die Tabelle gibt Aufschluss darĂŒber, welche Schreibgeschwindigkeit sich hinter der jeweiligen Kennzeichnung verbirgt.

Schreibgeschwindigkeit Geschwindigkeitsklasse UHS-Klasse Video-Klasse
90 MB/sec - - V90
60 MB/sec - 3 V60
10MB/sec 10 1 V30
6 MB/sec 6 - V10
4 MB/sec 4 - V6
2 MB/sec 2 - -
Kennzeichnung der Schreibgeschwindigkeit von SD-Karten

Speicherkarten, die eine höhere Schreibgeschwindigkeit als 10 Megabyte pro Sekunde haben, werden von den traditionellen Geschwindigkeitsklassen nicht mehr erfasst. Sie sind daran erkenntlich, dass entweder eine UHS-Geschwindigkeitsklasse (Zahl in einem „U“) oder eine Video-Geschwindigkeitsklasse (Zahl hinter einem „V“) aufgedruckt ist.

Es lohnt sich nicht, eine Speicherkarte zu kaufen, die schneller ist, als die Geschwindigkeit, mit der die Kamera die Daten verarbeiten kann. Anwender finden die maximale Speichergeschwindigkeit der eigenen Kamera einfach mit einer kurzen Internetrecherche heraus.

Tasche

FĂŒr Kompaktkameras ist eine Tasche nicht zwingend notwendig. Die meisten von ihnen sind klein genug, um auch in einer Jacken- oder sogar in einer Hosentasche Platz zu finden. Trotzdem wollen die meisten Fotografen nicht auf eine Kameratasche verzichten. Sie schĂŒtzt den Fotoapparat besser als jede Kleidungstasche und hat meistens Stauraum fĂŒr kleine ZubehörgegenstĂ€nde wie eine zweite Speicherkarte, einen Ersatzakku und ein Ladekabel. Üblich sind fĂŒr Kompaktkameras sogenannte Kompakttaschen, die nur eine Spur grĂ¶ĂŸer als die Kamera selbst sind, entweder in der AusfĂŒhrung als Hard- oder Softcase.

UnterwassergehÀuse

Die Preisunterschiede bei UnterwassergehĂ€usen sind groß, ebenso die QualitĂ€tsunterschiede. WĂ€hrend gĂŒnstige Beutel mit Preisen unter 100 Euro gerade einmal wasserdicht genug sind, um die Kamera in Schnorcheltiefe zu verwenden, sind die stabilen UnterwassergehĂ€usen von höherpreisigen Modellen auf Tauchtiefen bis zu 40 Metern ausgelegt. Solche GehĂ€use sind ab etwa 300 Euro zu haben. Soll es noch tiefer gehen, kann das GehĂ€use schnell mehr als die Kamera selbst kosten. Bis zu 1.500 Euro kosten Unterwasser-KameragehĂ€use, mit denen technische Taucher auf bis zu 60 Meter unter der OberflĂ€che vordringen.

(Mini-)stativ

Ein Stativ ist in manchen Aufnahmesituationen auch bei Kompaktkameras notwendig, um ein Verwackeln des Bildes zu verhindern. Besonders bei Nachtaufnahmen ohne Blitz und beim Fotografieren im Telebereich wird es daher gerne verwendet. Stative gelten eher als Zubehör fĂŒr das „ernsthafte“ Fotografieren mit einer Spiegelreflexkamera, aber sie erweitern auch die fotografischen Möglichkeiten von Kompaktkameras.

FĂŒr gelegentliche Langzeitbelichtungen oder Fotos mit maximal ausgefahrenem Zoom muss es nicht gleich ein großes Stativ sein. Ministative, die wenig Gewicht haben und Platz im ReisegepĂ€ck sparen, reichen in vielen FĂ€llen völlig aus. Da eine Kompaktkamera deutlich weniger wiegt als eine Spiegelreflexkamera mit Objektiv, muss das Stativ nicht auf hohe Traglasten ausgelegt sein. Vergleichsweise gĂŒnstige Modelle reichen normalerweise aus.

Stative sind in der Regel entweder aus Holz, Aluminium oder Karbon. Jedes dieser drei Materialien hat Vor- und Nachteile. Holzstative sind aufgrund ihres relativ hohen Gewichts sehr stabil und schwingungsarm. Beim Transport ist das Gewicht aber ein Nachteil, daher werden sie heute kaum noch hergestellt. Aluminiumstative sind ein guter Standard. Sie sind robust und haben ein gutes Preis-Leistungs-VerhÀltnis. Karbonstative lohnen sich nur, wenn es wirklich auf jedes Gramm ankommt. Sie bringen etwa 20 bis 30 Prozent weniger Gewicht auf die Waage, kosten jedoch deutlich mehr als vergleichbare Modelle aus Aluminium.

Drucker

Heute werden zwar Fotos öfter in den sozialen Netzwerken geteilt als ausgedruckt, dennoch hat das Foto auf Papier immer noch einen ganz besonderen Reiz. PapierabzĂŒge von digitalen Fotos können zwar im Labor bestellt werden, schneller und praktischer ist es allerdings, die Bilder selbst zu drucken. DafĂŒr eignen sich viele handelsĂŒbliche Tintenstrahldrucker, die auch Dokumente ausdrucken. Die FotoqualitĂ€t ist bei vielen dieser GerĂ€te jedoch nicht besonders ĂŒberzeugend. Es lohnt sich also, vor der Anschaffung verschiedene Testberichte ĂŒber die in Frage kommenden GerĂ€te zu lesen.

Spezielle Fotodrucker liefern meistens bessere Ergebnisse. Sie sind jedoch nicht fĂŒr den Druck von Textdokumenten ausgelegt. Kleine, batteriebetriebene Modell können leicht mitgenommen werden und machen die digitale Kompaktkamera fast zur Sofortbildkamera. Neben dem Tintenstrahl-Verfahren kommt bei Fotodruckern auch das Thermo-Sublimations-Verfahren zum Einsatz. Die BildqualitĂ€t ist bei beiden Ă€hnlich, Ausdrucke von Thermo-Sublimationsdruckern sind allerdings alterungsbestĂ€ndiger.

Völlig ungeeignet fĂŒr den Fotodruck sind Laserdrucker. Weder Farbtreue noch Detailwiedergabe oder die OberflĂ€chenqualitĂ€t des verwendeten Papiers reichen fĂŒr zufriedenstellende Fotodrucke aus. Sie eignen sich nur dann als Alternative, wenn ein Bild gĂŒnstig in großen Mengen gedruckt werden soll und die QualitĂ€t zweitrangig ist.

WeiterfĂŒhrende Testberichte

Wichtig: Da wir aus GrĂŒnden der Mach- und VerfĂŒgbarkeit die vorgestellten Produkte nicht testen konnten, handelt es sich hierbei um einen Vergleich von Kompaktkameras.

In der Testdatenbank des wohl bekanntesten Testinstituts Deutschlands, der Stiftung Warentest, befinden sich seit 2012 insgesamt 550 Kameras, 228 davon sind Kompaktkameras. Als Testkriterien wurden die BildqualitĂ€t (unter Zuhilfenahme der automatischen Einstellungen), die VideoqualitĂ€t, die QualitĂ€t von Sucher und Monitor sowie die Handhabung herangezogen. Insgesamt erhielten 85 Testkandidaten das Testurteil „Gut“, 109 Kameras die Testnote „Befriedigend“ und 34 Testmodelle das TestprĂ€dikat „Ausreichend“. Testsieger wurden gleich drei Modelle: ein Modell der Marke Canon sowie zwei Kameras der Marke Panasonic. Um immer auf dem neusten Stand zu bleiben, passt das Testinstitut seine Tests und Bewertungen regelmĂ€ĂŸig an neue technische Entwicklungen im Bereich der Kameras an.

Im Jahr 2016 nahm das Testinstitut Neuheiten im Bereich der Kompaktkameras unter die Lupe. Insgesamt prĂŒften die Tester 22 Kompaktkameras, die zwischen November 2015 und Juni 2016 auf den Markt gekommen waren. Neun Kameras erhielten das TestprĂ€dikat „Gut“, zehn Testkandidaten das Testurteil „Befriedigend“ und drei Modelle die Testnote „Ausreichend“. Testsieger wurde eine Kompaktkamera von Sony, die in zwei Testkategorien sogar mit einem „Sehr gut“ bestand. Mit Ausnahme der zahlreichen Testberichte der Stiftung Warentest finden sich bislang kaum Kompaktkamera-Tests.