Grafiktablett

Die 7 besten Grafiktabletts im Vergleich

Betriebssystem
Allgemeine Merkmale
Gewicht
Maße
Ausstattung
MicroUSB
USB-Typ
MicroSD
Kopfhörer-Anschluss
Neigungswinkel
Anzahl Druckempfindlichkeitsstufen
Display Grafiktablett
Display
Auflösung
Zubehör
Ladeadapter
Datenkabel
Handbuch
Vorteile
Nachteile

Grafiktablett-Ratgeber: So wÀhlen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in KĂŒrze
  • Grafiktabletts ermöglichen digitales Zeichnen und Designen wie mit Papier und Stift. Bis auf wenige Ausnahmen ist eine Verbindung mit dem PC oder Smartphone erforderlich.
  • Bei einem Stifttablett zeichnen Sie auf einer schwarzen FlĂ€che, der aktiven FlĂ€che, und sehen die Ergebnisse nur am angeschlossen PC oder Smartphone.
  • Bei einem Grafiktablett mit Display ist das Bild auf der ZeichenflĂ€che abgebildet.
  • Ist die aktive FlĂ€che so groß wie der Bildschirm, ĂŒbertrĂ€gt das Grafiktablett die gezeichnete Linie eins-zu-eins auf die verwendete Software.
  • EMR-Stifte sind im Gegensatz zu Stiften mit Batterie oder wiederaufladbarem Akku durchgehend einsetzbar.

Multitalent fĂŒr Kreative und Macher

Das Anfertigen von Skizzen und Zeichnungen ist in vielen Brachen von Bedeutung: Design, Film und Architektur sind nur einige Beispiele. Da heutzutage viele Arbeits- und Kommunikationsprozesse online stattfinden, sind auch digitale Bilder und Skizzen erforderlich. FĂŒr Zeichner gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder sie zeichnen auf Papier und digitalisieren das Ergebnis oder sie arbeiten von Beginn an digital. Das digitale Zeichnen mit der Maus ist jedoch nicht nur mĂŒhsam, sondern bei detaillierten Bildern sogar nahezu unmöglich. Eine praktische Alternative sind Grafiktabletts. Mit ihnen lĂ€sst es sich genauso gut zeichnen wie mit Papier und Stift.

Sie eignen sich nicht nur zum kĂŒnstlerischen oder technischen Zeichnen und Erstellen von Grafiken, sondern auch zur Bildbearbeitung, fĂŒr 3D-Design oder Illustrationen. DarĂŒber hinaus lassen sie sich im digitalen Schulunterricht, Online-Studium sowie in nicht-kreativen Berufsfeldern nutzen. Dabei können verschiedene Lern- und Kommunikationssoftwares, Softwares zum Schreiben und fĂŒr PrĂ€sentationen zum Einsatz kommen.

Die Funktionsweise von Grafiktabletts

Grafiktabletts, auch als Digitalizer oder Zeichentabletts bekannt, Ă€hneln zwar optisch einem Android-Tablet, lassen sich aber bis auf wenige hochpreisige Ausnahmen nur in Verbindung mit einem PC oder Smartphone nutzen. Sie bestehen vorwiegend aus einer ZeichenflĂ€che – der aktiven FlĂ€che – und mehreren Bedienelementen sowie einem mitgelieferten Stift. Der Anschluss erfolgt meist entweder per USB oder Bluetooth. Zeichnen Sie mit dem Stift, auch Stylus genannt, ĂŒbertrĂ€gt das GerĂ€t die Bewegungen an die Grafiksoftware des Computers.

Zu diesem Zweck verfĂŒgt der Stylus ĂŒber eine Spule, die ein elektromagnetisches Feld erzeugt. Das ermöglicht dem Grafiktablett, die Eingaben mittels sogenannter Leiterschleifen zu ermitteln und die Position des Stiftes zu erkennen. DarĂŒber hinaus registriert es die DruckintensitĂ€t und leitet diese an das EndgerĂ€t weiter, sodass die Linien im Grafikprogramm unterschiedlich stark erscheinen. Das erlaubt es Anwendern, prĂ€zise und detailgetreu zu arbeiten.

In der höheren Preisklasse ist die aktive FlÀche vieler Graphiktabletts nicht nur ein schwarzer Untergrund, sondern ein Touchscreen-Display. Der Bildschirm stellt die Graphiksoftware am PC dar und ermöglicht somit ein direktes Arbeiten am Werk. Bei Tabletts ohne Display ist der Blick auf den Computer-Bildschirm nötig. Es fehlt der visuelle Bezug zwischen der ZeichenoberflÀche und dem Bild.

So lÀsst sich das ideale Grafiktablett ermitteln

Grafiktabletts sind in vielen Bereichen einsetzbar, aber nicht jedes Tablett eignet sich gleichermaßen fĂŒr jede Anwendung. Architekten, die große technische Zeichnungen erstellen oder Grafikdesigner, die anspruchsvolle Bilder erschaffen, haben andere Anforderungen als Arbeitnehmer, die im Homeoffice etwa mit Kollegen an einem Projekt arbeiten, oder Studenten, die sich wĂ€hrend der Online-Veranstaltung Notizen machen und Schaubilder anfertigen.

Mit oder ohne Display 

Grafiktabletts mit Display, auch Stift-Displays genannt, zeigen das Werk im Grafikprogramm und auf der ZeichenflĂ€che zugleich an. Da sie dem Zeichnen mit Papier und Stift am nĂ€chsten kommen, ist ihre Handhabung am intuitivsten und komfortabelsten. Allerdings kostet diese Variante mehr als einfache GerĂ€te ohne Display: WĂ€hrend es bereits gute Stift-Tablets fĂŒr weniger als 100 Euro gibt, zahlen Sie fĂŒr Stift-Displays mindestens das Doppelte. Bei beiden Varianten ist der Preis zudem von der GrĂ¶ĂŸe der ArbeitsflĂ€che abhĂ€ngig.

Bei Graphikern, Zeichnern oder in anderen kreativen Berufsfeldern spielen PrĂ€zision und Genauigkeit eine große Rolle. FĂŒr bestmögliche Ergebnisse ist ein großes Modell mit Display daher von Vorteil. Im Freizeitbereich oder als Arbeitserleichterung im Homeoffice hingegen genĂŒgt meist ein Grafiktablett ohne Display. HobbykĂŒnstler, die sich mit digitalem Zeichnen vertraut machen möchten, können zuerst ein einfaches Modell kaufen und im Nachhinein auf ein GerĂ€t mit Display umsteigen.

GesamtgrĂ¶ĂŸe und ArbeitsflĂ€che

Grafiktabletts gibt es in verschiedenen GrĂ¶ĂŸenordnungen: von Modellen, die kaum grĂ¶ĂŸer sind als ein Smartphone, bis hin zu solchen, die so groß sind wie Monitore. Die Maße des Tablets nehmen keinen Einfluss auf die Zeichnung, da die aktive FlĂ€che genau der ZeichenflĂ€che des Grafikprogramms entspricht. Daher findet auch die Übertragung der gezeichneten Linien eins-zu-eins statt. Bei der Wahl der richtigen GrĂ¶ĂŸe sind daher der Komfort und das Einsatzgebiet wichtiger.

Kleine Grafiktabletts lassen sich leicht transportieren und unterwegs einsetzen. Sie eignen sich besonders gut fĂŒr kleine Skizzen und Notizen. DarĂŒber hinaus erlauben sie es, Dokumente handschriftlich zu signieren, ohne sie ausdrucken und unterschrieben wieder einscannen zu mĂŒssen. PrĂ€zises Arbeiten ist allerdings schwieriger mit einem kleinen Modell, da minimale Bewegungen grĂ¶ĂŸer auf dem Grafikprogramm ĂŒbertragen werden.

FĂŒr detaillierte Grafiken und Zeichnungen ist ein grĂ¶ĂŸeres Modell praktischer. Die Unterschiede sind gut mit handelsĂŒblichen PapiergrĂ¶ĂŸen vergleichbar: Die ArbeitsflĂ€che kleiner Grafiktabletts ist ungefĂ€hr so groß wie ein DIN-A6- oder DIN-A5-Blatt. GrĂ¶ĂŸere AusfĂŒhrungen lassen sich etwa bei DIN A4 und DIN A3 einsortieren. Papiermaße dienen aber nur als grobe Orientierung, in der Praxis befinden sich Tabletts oft zwischen zwei GrĂ¶ĂŸen. Das H610Pro-Grafiktablett von Huion hat beispielsweise eine GesamtflĂ€che von 35,23 x 24,00 Zentimetern und eine aktive FlĂ€che von 25,40 x 15,90 Zentimetern. Damit ist der Arbeitsbereich etwas geringer als ein DIN4-Blatt. Das Beispiel illustriert auch den Unterschied zwischen Gesamt- und ArbeitsflĂ€che von Grafiktabletts.

FĂŒr hochgradig prĂ€zise und detaillierte Arbeiten, etwa professionelle technische Zeichnungen, kann das Graphiktablett nicht groß genug sein. Am einfachsten lĂ€sst es sich mit einem Modell arbeiten, das so groß ist wie der Bildschirm, da die Bewegung auf der ZeichenflĂ€che genau der Zeichnung entspricht.

FormatIn ZentimeterIn Zoll
DIN A3 29,7 x 42,0 11,7 x 16,5
DIN A4 21,0 x 29,7 8,3 x 11,7
DIN A5 14,8 x 21,0 5,8 x 8,3
DIN A6 10,5 x 14,8 4,1 x 5,8
Papierformate in Zentimeter und Zoll.

Die Auflösung der aktiven FlÀche

Ein wichtiges Merkmal von Zeichentabletts ist die Auflösung der aktiven FlĂ€che. Je höher diese ist, desto feiner lassen sich die Stiftbewegungen ĂŒbertragen und Details herausarbeiten. Die Angabe erfolgt vorwiegend in „lpi“ (lines per inches) oder dpi (dots per inches). lpi beschreibt, wie viele Linien pro Zoll auf der ZeichenflĂ€che sind. Die Einheit dpi gibt die Bildpunkte pro Zoll an. WĂ€hrend die Einheit lpi bei Stift-Tabletts zum Einsatz kommt, erscheint dpi vorwiegend in der Produktbeschreibung von Stift-Displays.

Ein Wert von 5.080 lpi ist fĂŒr viele Anwendungsbereiche geeignet. Zwar gibt es Grafiktabletts, deren Bildschirme sogar in 4K auflösen, aber sie gehören zu Oberklasse und kosten teils mehr als 3.000 Euro – etwa das Cintiq Pro 32 von Wacom. Dieser Wert ist nur im professionellen Bereich sinnvoll, wenn sehr feine Details erforderlich sind.

Die Druckempfindlichkeit

Bei der Druckempfindlichkeit handelt es sich um ein Feature, mit dem das Grafiktablett den Druck erkennt, den Zeichner mit dem Stylus auf die aktive FlĂ€che ausĂŒben. Je nachdem, wie stark sie auf die OberflĂ€che pressen, erscheinen die Linien leichter oder tiefer im Bild. Die meisten modernen Tablets verfĂŒgen ĂŒber diese Funktion. Dabei stehen mehrere Druckempfindlichkeitsstufen zur Auswahl: 1.024, 2.048, 4.096 und 8.192 Stufen.

Inzwischen haben sehr viele EinsteigergerĂ€te bereits mindestens 2.048 Empfindlichkeitsstufen. Das genĂŒgt fĂŒr Skizzen und einfache grafische Arbeiten sowie fĂŒr E-Learning und Homeoffice-Zwecke. FĂŒr anspruchsvolle Kunstwerke sowie Designarbeiten sind 8.192 Druckempfindlichkeitsstufen zu empfehlen.

Was es beim Stift zu beachten gibt

Der Stift eines Grafiktabletts ist das Medium zwischen Ihnen und Ihrem Grafiktablett. Deshalb soll er hinsichtlich der Handhabung einem herkömmlichen Stift möglichst nahe kommen. Bei PremiumgerĂ€ten gelingt das zwar am besten, aber bereits Stift-Tablets unter hundert Euro liefern gute Stifte. DarĂŒber hinaus verfĂŒgen viele Stifte ĂŒber Tasten, die etwa das Wechseln zwischen Pinselarten erlauben oder das Radiergummi aktvieren.

Zugunsten eines analogen ZeichengefĂŒhls ist ein Modell mit integrierter Neigungswinkelfunktion von Vorteil. Das erlaubt Anwendern, den Stift in einem gewissen Winkelbereich zur ZeichenflĂ€che zu halten. Der Sensor im Stift erkennt bei vielen Modellen einen Winkel von 20 oder 60 Grad und passt die Übertragung auf den Bildschirm dementsprechend an. Kommt etwa eine Federspitze zum Einsatz, sorgt der Neigungswinkel fĂŒr Linien, die einem realen FĂŒllfederhalter Ă€hneln. FĂŒr Einsteiger ist die Neigungswinkelfunktion von Vorteil, weil der Umgang mit dem Stift natĂŒrlicher und dadurch komfortabler ist.

Die Antriebsart des Stiftes

Zur Inbetriebnahme sind die Stifte mit einer von drei Technologien ausgestattet: Der Antrieb ist mit Batterie, wiederaufladbarem Akku oder der sogenannten elektromagnetischen Resonanz („EMR“) gewĂ€hrleistet.

Batteriebetriebene Stifte sind oft die dickste AusfĂŒhrung, da sie Platz fĂŒr die Batterie benötigen. FĂŒr diejenigen mit kleinen und zierlichen HĂ€nden, liegt diese Variante mitunter nicht gut in der Hand. Es empfiehlt sich beim Zeichnen Ersatzbatterien bereitzuhalten, falls die Batterie wĂ€hrend der Arbeit leer wird.

Wiederaufladbare Stifte sind mit einem Lithium-Ionen-Akku ausgestattet. Sie sind schlanker als AusfĂŒhrungen mit Batterie und liegen daher meist besser in der Hand. Das Aufladen erfolgt mit dem mitgelieferten USB-Kabel und dauert etwa zwei bis drei Stunden. Modelle mit Batterie oder Akku haben das Problem, dass sie mitten im Arbeitsprozess ausfallen können. Das ist besonders Ă€rgerlich, wenn Sie die Arbeit in dem Moment nicht unterbrechen sollten, etwa weil Sie mit Ihrem Team an einem Projekt arbeiten, eine PrĂ€sentation halten oder an einer Online-Lernveranstaltung teilnehmen.

Mit EMR-Stiften tritt das Problem nicht auf, da externen Energiequellen wie Akku oder Netzstrom nicht zum Einsatz kommen. Stattdessen ĂŒbertrĂ€gt eine elektromagnetische Frequenz die Energie des Tabletts direkt und drahtlos auf den Stift. Da sie ununterbrochenes Arbeiten erlauben, sind EMR-Stifte die beliebtesten Modelle.

Bedienelemente

Ein Großteil der Zeichentabletts verfĂŒgt ĂŒber mehrere programmierbare Steuerelemente auf der OberflĂ€che. Auf diesen sogenannten Hotkeys lassen sich Befehle vom MenĂŒ des Zeichenprogramms legen, etwa Stiftwechsel. Des Weiteren sind einige Modelle mit einem Rollenrad, auch „Touch Ring“ genannt, ausgestattet, das sich ebenfalls konfigurieren lĂ€sst. Mit den Steuerelementen ist es zum Beispiel möglich, die Ausrichtung und den Zoom des Bildes zu steuern.

Einsteiger in das digitale Zeichnen sind mit den verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten mitunter ĂŒberfordert, weshalb die grĂ¶ĂŸtmögliche Anzahl an Bedienelementen nicht nötig ist. Haben sie sich allerdings mit dem Arbeitsprozess vertraut gemacht, ist die Nutzung von Steuerelementen nicht abwegig. Daher empfiehlt sich schon fĂŒr AnfĂ€nger ein GerĂ€t mit mindestens vier Hotkeys.

KompatibilitÀt

Ein weiterer Faktor bei der Wahl des passendes Zeichentabletts ist die KompatibilitĂ€t mit dem Betriebssystem des Computers sowie mit der bevorzugten Software. Die meisten Grafiktabletts sind mit Windows- und Mac-GerĂ€ten kompatibel. Viele Modelle lassen sich auch mit Android-GerĂ€ten verbinden. FĂŒr Linux-Nutzer ist die Auswahl kompatibler Zeichentabletts geringer.

Nicht nur die Eignung fĂŒr das Betriebssystem ist von Bedeutung, sondern auch die Software, mit der Sie arbeiten wollen. WĂ€hrend die Zeichentabletts mehrheitlich mit Photoshop kompatibel sind, erlauben beispielsweise nicht alle Hersteller GIMP. Zwar bieten Hersteller eine eigene Arbeitssoftware an, aber wer beim gewohnten Zeichenprogramm bleiben möchte, sollte sicherstellen, dass das GerĂ€t dieses auch unterstĂŒtzt. Hersteller geben hĂ€ufig an, fĂŒr welche Programme ein bestimmtes Grafiktablett geeignet ist.

Heutzutage lassen sich viele Grafiktabletts nicht nur mit KĂŒnstler- und Designertools nutzen, sondern auch mit diversen Programmen, die ebenso abseits von kreativen TĂ€tigkeiten im Schul- und Berufsleben durchaus praktisch sind.

Bei digitalem Schulunterricht kommt in der Regel mindestens eine Lernsoftware oder -plattform zum Einsatz. Ist die verwendete Software mit dem Grafiktablett kompatibel, lĂ€sst es sich optimal zum Lernen nutzen. Wacom-Produkte unterstĂŒtzen beispielsweise digitale LernrĂ€ume wie Kami oder PearDeck.  XP-Pen-Produkte eignen sich etwa fĂŒr den Lernraum WizIQ und fĂŒr Whiteboards wie Idroo und Scribblar.

Praktische Software-Tools, mit denen sich Grafiktabletts auch ins berufliche Leben integrieren lassen, sind Kommunikationsprogramme wie Zoom und Ding-Talk sowie die gÀngigen Microsoft-Office-Anwendungen Word, PowerPoint und OneNote.

Anschlussmöglichkeiten

Bis auf wenige Ausnahmen arbeiten Grafiktabletts nur in Verbindung mit einem Computer oder Smartphone. Da die unabhĂ€ngig funktionierenden Stift-Computer mehr als tausend Euro kosten, sind sie in erster Linie fĂŒr den professionellen Gebrauch sinnvoll. Die bezahlbaren Stifttabletts und Stiftdisplays lassen sich entweder per Kabel oder Bluetooth verbinden. Je nach kabelbetriebenem Modell ist ein microUSB- oder USB-C-Anschluss vorhanden.

Kabel oder Akku?

Tabletts mit Kabel punkten zum einen mit einer gleichbleibenden SignalstĂ€rke und erlauben zum anderen auch bei langen Sitzungen durchgĂ€ngig zu arbeiten. Bei Akkumodellen mĂŒssen Anwender die Arbeit zwischenzeitlich unterbrechen, um den Akku aufzuladen. Im Gegenzug stört das Kabel beim Zeichnen nicht, was vor allem unterwegs ein großer Vorteil ist.

Achten Sie auf die Akkulaufzeit des Zeichentabletts. Mit einer Leistung von 2.500 Milliamperestunden zum Beispiel lĂ€sst sich mit dem Inspiroy Q11K von Huion bis zu 40 Stunden arbeiten, bevor das Aufladen nötig ist. Ist das GerĂ€t tĂ€glich ĂŒber lĂ€ngere ZeitrĂ€ume im Einsatz, ist mindestens eine solche Akkulaufzeit sinnvoll. FĂŒr die gelegentliche Anwendung genĂŒgt auch die HĂ€lfte.

Praktisches Zubehör

Der Lieferumfang eines Grafiktabletts beinhaltet zum Teil nĂŒtzliches Zubehör, das den Umgang mit dem Zeichentablett signifikant erleichtert. Dazu gehören unter anderem diverse Stiftspitzen. In den beiliegenden Sets sind hĂ€ufig fĂŒnf oder zehn Standardstiftspitzen enthalten. DarĂŒber hinaus bieten einige Hersteller besondere Stiftspitzen an: Bei Wacom etwa gibt es AusfĂŒhrungen mit Federung, die das Zeichnen mit einem FĂŒllfederhalter imitieren.

Der Handschuh entspricht nicht dem herkömmlichen KleidungsstĂŒck, das alle Finger bedeckt. Stattdessen sind nur der Ringfinger und der Kleine Finger bedeckt. Als Material kommt etwa Soft Lycra oder Nylon zum Einsatz, das mit einer Anti-Fouling-Beschichtung versehen ist. Diese Schicht verhindert, dass der Teil der Hand, der beim Zeichen mit dem Tablett in BerĂŒhrung kommt, Flecken auf der FlĂ€che hinterlĂ€sst.

Ein StĂ€nder, mit dem sich das Grafiktablett in mehreren Höhenwinkeln einstellen lĂ€sst, ist mitunter ebenfalls von Vorteil. Anwender können die Position des Grafiktabletts nach eigenem Bedarf anpassen und so ergonomischer arbeiten. Eine Tasche fĂŒr das GerĂ€t ist ebenfalls praktisch.

WeiterfĂŒhrende Testberichte

Achtung: Hierbei handelt es sich um einen Vergleich. Wir haben die Grafiktabletts nicht selbst getestet.

Trotz der umfassenden Anwendungsmöglichkeiten im kreativen, beruflichen und schulischen Bereich mangelt es an umfangreichen PrĂŒfungen und Vergleichen renommierter Test- und Verbrauchermagazine. Weder die Stiftung Warentest noch ÖKO-TEST nahmen Grafiktabletts unter die Lupe.

DafĂŒr fĂŒhrten mehrere technikaffine Magazine wie hifitest.de, PC-Magazin, Calumet Photographic sowie Hardware-Inside Einzeltests durch. Zwar lassen sich nicht mehrere Produkte miteinander vergleichen und Testsieger sowie Preis-Leistungs-Sieger ermitteln, aber die Einzeltests helfen, wenn Sie ein bestimmtes Produkt in ErwĂ€gung ziehen.

Bereits im Jahr 2012 prĂŒften die Redakteure vom PC-Magazin das Stift-Display Wacom Cintiq 24HD und waren von der VerarbeitungsqualitĂ€t, dem Bildschirm und den Zeicheneigenschaften begeistert. Auch der Blickwinkel sowie die hellen und satten Farben ĂŒberzeugten die Tester. Allerdings war das GerĂ€t mit einem Gewicht von 30 Kilogramm recht schwer.

Anstelle dieses Modells bietet Wacom inzwischen das Cintiq Pro 24 an, das beispielsweise das Magazin Digital Production einem Test unterzog. Dem Tester zufolge erfolgt die Bedienung unmittelbar und intuitiv. Das GerĂ€t eignet sich fĂŒr alle Einsatzgebiete, bei denen Anwender Punkte und Linien gefĂŒhlvoll zeichnen möchten.

Hardware-Inside ĂŒberprĂŒfte mit dem Grafiktablett Artisol D13  eine Alternative zu Wacoms Cintiq-Modellen. Die Redakteure werteten das GerĂ€t als gutes Zeichenwerkzeug und krönten es daher im Vergleich zu Wacoms Reihe als Preis-Leistungs-Sieger. Der Nachfolger des Artisol-Stift-Displays ist das D13S.