55-Zoll-Fernseher

Die 7 besten 55-Zoll-Fernseher im Test & Vergleich

Bild & Ton
HD-Standard
Auflösung
Bildschirmtyp
Typ Tuner
Smart-TV
Ausstattung
WLAN-fÀhig
LAN
Bluetooth-fÀhig
CI+-Slot
Anzahl USB-AnschlĂŒsse
Anzahl HDMI-AnschlĂŒsse
Energiemerkmale
Energieeffizienzklasse
Leistungsaufnahme Standby
Vorteile

55-Zoll-Fernseher-Ratgeber: So wÀhlen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in KĂŒrze
  • Ein hochwertiger 55-Zoll-Fernseher eignet sich perfekt fĂŒr Serien- und Filmfans, die sich das Kinoerlebnis nach Hause holen möchten.
  • Aufgrund der vergleichsweise großen Bilddiagonale von etwa 1,4 Metern ist eine hohe Auflösung Pflicht, damit das Bild scharf ist.
  • Auch wenn es im linearen Fernsehprogramm bis jetzt nur wenige Sendungen in entsprechender QualitĂ€t gibt, sollte der Fernseher eine Auflösung in Full-HD (1080p) beziehungsweise Ultra-HD/4K (2160p) unterstĂŒtzen, um zukunftssicher zu sein.
  • Der empfohlene Sitzabstand betrĂ€gt das Zweieinhalbfache der Bildschirmdiagonale. Bei 55 Zoll sind das ungefĂ€hr 3,5 Meter.
  • Je mehr Anschlussmöglichkeiten fĂŒr externe GerĂ€te wie Spielekonsolen, Festplattenrecorder, Set-Top-Boxen, Digitalkameras oder Smartphones vorhanden sind, desto besser.

Die richtige BildschirmgrĂ¶ĂŸe finden

FĂŒr die Deutschen ist fernsehen, sowohl in linearer Form als auch ĂŒber Mediatheken und Streaming-Anbieter, immer noch eine der beliebtesten Freizeitgestaltungen. Das liegt mit Sicherheit unter anderem auch an der massiven Verbreitung dieser Technologie. Rund 98 Prozent der deutschen Haushalte verfĂŒgen 2017 laut statistischem Bundesamt ĂŒber mindestens ein FernsehgerĂ€t. Damit zĂ€hlt das Fernsehen hierzulande nach wie vor zu den Leitmedien. Nach sehr aktuellen Zahlen verbringen die Deutschen insgesamt rund 190 Minuten am Tag vor dem Fernseher (Stand: Oktober 2018). Diese Zeit möchten viele mit einem guten und technischen aktuellen GerĂ€t genießen.

WĂ€hrend der Konsum bei den ĂŒber 30-JĂ€hrigen weiter ansteigt und unter den ĂŒber 60-JĂ€hrigen neue Rekordwerte erreicht, sehen die Deutschen unter 30 Jahren immer weniger fern. Sie schalten den Fernseher nicht nur seltener ein und verbringen weniger Zeit vor ihm, sondern nutzen neben dem linearen Fernsehprogramm immer öfter zeitversetzt Inhalte aus Mediatheken und Streaming-Diensten. Jedoch kehren auch viele der jungen Nutzer zwischen 18 und 24 Jahren, die bereits einmal ein Abo bei einem Streaming-Anbieter hatten, wieder zum linearen Fernsehen zurĂŒck. Das ist hauptsĂ€chlich der Bequemlichkeit geschuldet: WĂ€hrend sie sich bei Portalen wie Netflix oder Amazon Prime Video fĂŒr einen Film oder eine Serie entscheiden mĂŒssen, können sie sich beim linearen Fernsehangebot einfach berieseln lassen.

Wahl des richtigen GerÀtes

Damit das Fernsehen richtig Spaß macht, braucht es ein hochwertiges GerĂ€t mit vielen nĂŒtzlichen Features. Vor der Kaufentscheidung fĂŒr ein bestimmtes TV-Modell sollten sich Interessierte daher genĂŒgend Zeit fĂŒr die Auswahl lassen. Neben technischen Aspekten ist vor allem die GrĂ¶ĂŸe des GerĂ€tes ein entscheidendes Kriterium. Die richtige Wahl hĂ€ngt vor allem davon ab, wie viel Platz der Nutzer im eigenen Haus hat. Dabei sind gewisse Parameter zu beachten.

Bei der Wahl der Bildschirmdiagonale spielt die GrĂ¶ĂŸe des Raumes, in den der elektronische Mitbewohner einziehen soll, eine wesentliche Rolle. Denn den Sitzabstand des ungefĂ€hr Zweieinhalbfachen der Bildschirmdiagonale sollte der Nutzer einhalten. Ein unter- oder ĂŒberdimensioniertes GerĂ€t kann den Komfort stark einschrĂ€nken.

Der Sitzabstand ist auch fĂŒr die BildqualitĂ€t wichtig: Sitzt der Nutzer zu nah, werden die einzelnen Pixel sichtbar und das Bild erscheint grobkörnig. Ist der Abstand hingegen zu groß, kann der Nutzer kleine Bilddetails nicht erkennen und muss zudem seine Augen stets anstrengen.

Die bevorzugte DisplaygrĂ¶ĂŸe hat sich ĂŒber die Jahre einem Wandel unterzogen. Waren lange Zeit 32 Zoll Fernseher der Verkaufsschlager, werden nun immer grĂ¶ĂŸere Modelle nachgefragt. Einerseits werden immer mehr Sendungen im HD-Format ĂŒbertragen, sodass sich ein grĂ¶ĂŸeres TV-GerĂ€t lohnt. Gleichzeitig sinken die Produktionskosten, wodurch auch vergleichsweise große Modelle wie ein 55-Zoll-Fernseher fĂŒr eine breitere Masse erschwinglich werden. Mit einem derartigen GerĂ€t holen sich Filmliebhaber das perfekte Kinoerlebnis nach Hause. Auch Spielefans werden nicht enttĂ€uscht sein, können sie doch ihre Konsole hier anschließen und sich auf einige Stunden spannender Abenteuer bei atemberaubender Grafik freuen.

Warum ein neues FernsehgerÀt?

Egal ob ein Einsteigermodell fĂŒr kleines Geld oder ein High-End-GerĂ€t: Was bei der Auswahl zĂ€hlt, sind stets die QualitĂ€t, der Preis und der Funktionsumfang. Die GrĂŒnde dafĂŒr, dass sich Konsumenten fĂŒr einen neuen Fernseher entscheiden, können hingegen deutlich vielfĂ€ltiger sein.

  • Defektes AltgerĂ€t: Ist der alte Fernseher ein wenig „altersschwach“, ist es möglicherweise an der Zeit, sich ein neues GerĂ€t zu kaufen.
  • GerĂ€t zu klein: Inzwischen sind GerĂ€te mit großen Bildschirmdiagonalen auch fĂŒr die breite Masse erschwinglich geworden. Speziell vor sportlichen Großereignissen, wie einer Fußball- Weltmeisterschaft oder den Olympischen Spielen, steigt die Nachfrage nach grĂ¶ĂŸeren NeugerĂ€ten deutlich an.
  • Schlechtes Bild: Vor fĂŒnf bis zehn Jahren wurden viele Modelle mit HD-ready-Auflösung (1.280 x 720 Pixel) verkauft. Ältere Röhrenfernseher mit PAL-Technik haben sogar nur eine Auflösung von 768 mal 576 Pixeln. Inzwischen sind hohe Auflösungen im Full-HD- beziehungsweise Ultra-HD/4K-Format bei neuen Fernsehern Standard.
  • Fehlende Funktionen: Nutzer Ă€lterer GerĂ€te vermissen vielleicht Smart-TV-Features wie eine Mediathek zum zeitversetzten Abrufen von Inhalten sowie TV-Apps.

Verbaute Bildtechnologien entscheiden ĂŒber Fernsehbild

Vergleichen Kunden die breite Palette an verfĂŒgbaren 55-Zoll-Fernseher auf dem Markt, werden sie mit vielen verschiedenen Begriffen konfrontiert, die sehr Ă€hnlich klingen und verwirrend sein können. Hersteller werben mit Technikbegriffen wie Plasma, LCD, LED, OLED und QLED. Wir erklĂ€ren was sie bedeuten.

FrĂŒher Branchenprimus, heute weitgehend ersetzt: Plasma-TVs

Plasma-Fernseher waren einst das Nonplusultra in der Unterhaltungsbranche. FĂŒr den Betrieb ist keine Hintergrundbeleuchtung nötig. Stattdessen sind zwei Glasplatten verbaut, zwischen denen sich ein spezielles Gasgemisch befindet, das von selbst leuchtet. Je höher die Stromzufuhr ausfĂ€llt, desto stĂ€rker leuchten die einzelnen Pixel. Nachteile dieser GerĂ€te sind starke Spiegelungen durch die Glasfront sowie vergleichsweise hohe Betriebskosten. Deshalb hat sich inzwischen die neuere LCD-Technologie durchgesetzt. Diese GerĂ€te können nun in puncto Bildwechsel-Geschwindigkeit und KontraststĂ€rke mindestens mithalten.

LCD-Fernseher mit Edge-LED vs. LCD-Fernseher mit Direct-LED

Modelle mit LCD-Technologie (Liquid-Crystal-Display) haben einen FlĂŒssigkristallbildschirm. Moderne LCD-Fernseher werden mit LEDs beleuchtet. Vorteile des neuen Systems sind unter anderem ein geringerer Stromverbrauch und weniger giftige Bestandteile (die alten CCFL-Leuchtstoffröhren enthalten Quecksilber). Bei diesen LCD-Modellen, die umgangssprachlich auch „LED-Fernseher“ genannt werden, wird wiederum zwischen zwei Bauformen unterschieden:

GerĂ€te mit Edge-LED: UltradĂŒnne Bauweise möglich

GerĂ€te mit Edge-LED-Technik verfĂŒgen ausschließlich am Ă€ußeren Rand ĂŒber LED-LĂ€mpchen. Das Licht wird mittels winziger Spiegel gleichmĂ€ĂŸig ĂŒber die komplette Displaybreite verteilt. Zu den Vorteilen zĂ€hlen die Möglichkeit einer sehr flachen Bauweise und der vergleichsweise geringe Stromverbrauch. Außerdem sind sie im Vergleich zu Direct-LED-Modellen auch etwas gĂŒstiger.

Direct LED (auch Full LED genannt): LED gleichmĂ€ĂŸig ĂŒber den gesamten Bildschirm verteilt

Bei der Direct-LED-Technik sind die LEDs gleichmĂ€ĂŸig ĂŒber den gesamten Bildschirm verteilt. Jede dieser LEDs wird dabei separat angesteuert und gedimmt. Dabei kann zusĂ€tzlich die sogenannte Local-Dimming-Technologie zum Einsatz kommen. Dabei handelt es sich um eine spezielle Hintergrundbeleuchtung: Einzelne kleine LED-Gruppen leuchten dabei stĂ€rker oder schwĂ€cher, um einen grĂ¶ĂŸeren Kontrast zwischen hellen und dunklen Bildpunkten zu erreichen. Das hat entscheidende Vorteile: Hierdurch wird ein sehr großes KontrastverhĂ€ltnis erreicht, das vorher nur mit Plasma-GerĂ€ten möglich war. Ein kleiner Nachteil besteht darin, dass eine derart flache Bauweise, wie sie bei der Edge-LED-Technik möglich ist, nicht erreicht werden kann. Insgesamt liegen die Modelle preislich etwa ĂŒber den Edge-LED-Varianten, punkten aber durch das vergleichsweise höhere KontrastverhĂ€ltnis.

Die großen sĂŒdkoreanischen Hersteller duellieren sich: OLED (LG) vs. QLED (Samsung)

Die zwei sĂŒdkoreanischen Multi-Konzerne treten das Duell um die meistverkauften Fernseher mit jeweils eigenen Lösungen an. Bei OLED und QLED handelt sich um Weiterentwicklungen der LCD-Technologie, fĂŒr vergleichsweise noch brillantere Farben sorgen. Die Hersteller gehen dabei mit jeweils eigenen Technologien ins Rennen.

Samsung zieht mit QLED-Technik in die Schlacht

Das Q in QLED steht laut dem Hersteller fĂŒr Quantum Dots. Es handelt sich dabei um spezielle Nanokristalle, die Licht absorbieren und wieder abgeben. Zuschauer genießen so aus allen Blickwinkeln satte Farben, hervorragende Kontraste und ein intensives Schwarz. Die QLED-Technologie stellt dabei das gesamte Farbvolumen ohne Verluste oder Ungenauigkeiten dar. Ein großer Vorteil: Auf QLED-GerĂ€ten kommt es zu keinen Einbrenneffekten bei langandauernder Darstellung desselben Bildes. Ein Vorteil fĂŒr AusstellungsgerĂ€te oder Gamer, bei denen beispielsweise hĂ€ufig eine Levelkarte am unteren Bildschirmrand dargestellt wird. Auch bei dieser Technik ist mit 100.000 Betriebsstunden eine sehr große Lebensdauer garantiert. Im Gegensatz zur OLED- stellt die QLED-Technologie streng genommen keine Neu-, sondern lediglich eine Weiterentwicklung der klassischen LCD-Technologie dar.    

LG: Organic LED leuchten von selbst

Die Organische-LED-Technologie wurde von LG entwickelt. FernsehgerĂ€te mit OLED-Panels bestehen aus Millionen kleiner organischer Leuchtdioden, die beim Anlegen einer elektrischen Spannung von selbst leuchten. Deshalb benötigt diese Technik im Gegensatz zu herkömmlichen LCD-Fernsehern keine Hintergrundbeleuchtung. Bei dieser Technologie fungieren die OLEDs damit gleichzeitig Bildgeber und Lichtquelle, wohingegen normale LEDs ausschließlich zur Hintergrundbeleuchtung dienen. Ein klarer Vorteil der OLED-Technologie liegt darin, dass auch tiefes Schwarz darstellbar ist. Die Farben wirken hingegen krĂ€ftig und brillant. Nachteil: Im Vergleich zu klassischen LCD-Modellen sind die OLED-Modelle teurer in der Anschaffung. Die bei vielen Ă€lteren Modellen vergleichsweise geringere Lebensdauer von „nur“ 36.000 Stunden wurde durch technische Neuerungen verbessert. LG gibt die Lebensdauer der neueren Modelle inzwischen mit 100.000 Stunden an. Das entsprĂ€che einem 10-stĂŒndigen Dauerbetrieb ĂŒber 30 Jahre.

Zwischenfazit: OLED & QLED

In den meisten Punkten liefern sich OLED und QLED ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Nutzer, die sich fĂŒr eine dieser beiden Technologien entscheiden, sind auf jeden Fall gut fĂŒr die Zukunft gerĂŒstet: Es handelt sich dabei im Gegensatz zur LCD-Technik immer um UHD-(Ultra-HD-)GerĂ€te. Diese Formate verfĂŒgen ĂŒber viermal so viele Bildpunkte wie Full-HD und bieten somit ein besonders scharfes Bild. Filmliebhaber werden mit GerĂ€ten beider Techniken sehr zufriedenstellende Ergebnisse erzielen. Allerdings sind preissensiblen Kunden die QLED-Modelle zu empfehlen. Diese sind in der Anschaffung derzeit noch minimal preisgĂŒnstiger. Sehr anspruchsvollen Interessenten sind hingegen die OLED-Modelle anzuraten. In puncto Schwarzwert, der mit sehr hohen Kontrastwerten und brillanten Farben besticht, setzen sich diese Modelle vor die QLED-Varianten. Auch bei der Reaktionszeit und beim Thema Effizienz schlagen sie die QLED-Technik. DafĂŒr mĂŒssen Nutzer jedoch auch ein paar Euro mehr ausgeben.

Curved-TVs vor dem Aus: Nur Samsung hÀlt noch an diesen Modellen fest

2014 betraten sogenannte Curved-TVs den Markt. Es handelt sich dabei um Flachbildfernseher mit einem leicht nach innen gewölbten Bildschirm.  Diese GerĂ€te wurden zunĂ€chst umjubelt, weil sie sich mit ihrem innovativen Design von der GerĂ€temasse abhoben. Da jedoch die gewölbte Bildschirmform die BildqualitĂ€t nicht aufwertet, ergeben sich aus der Bauweise keine echten Vorteile. Die Grundidee ist: Sitzt ein Zuschauer mittig und im richtigen Abstand vor dem GerĂ€t, soll er Farben und Kontraste intensiver wahrnehmen. Laut Angabe der Hersteller sei der Blickwinkel fĂŒr den Nutzer angenehmer als bei herkömmlichen, nicht-gebogenen Flatscreens, da bei Letzteren die BildrĂ€nder im Blickfeld sind. Die gekrĂŒmmten GerĂ€te versprechen ein grĂ¶ĂŸeres Sichtfeld.

Laut eines Berichtes der Stiftung Warentest stellt sich der gewĂŒnschte Effekt jedoch erst ab einer Bildschirmdiagonale von 65 Zoll ein. Zudem ist der Effekt lediglich fĂŒr genau mittig sitzende Zuschauer wahrnehmbar. Andere Blickwinkel eigen sich praktisch nicht. Auch mĂŒssen alle Zuschauer einen vergleichsweise geringen Sitzabstand wĂ€hlen. Das ist fĂŒr Familien oder grĂ¶ĂŸere Gruppen, etwa bei einem Fußballspiel, oft problematisch. Ein weiteres Problem sind Lichtspiegelungen durch natĂŒrliche Sonneneinstrahlung oder das kĂŒnstliche Licht einer Lampe. 

Sind klassische Flachbild-TVs vorzuziehen?

Immer mehr Hersteller konzentrieren sich aus den genannten GrĂŒnden wieder zunehmend auf der Entwicklung herkömmlicher Flatscreens. Nachdem sich zuletzt auch die großen Hersteller Sony und LG von dem Curved-Design verabschiedet haben, hĂ€lt nur noch Samsung daran fest.

Auflösung: mindestens Full HD

Die Auflösung eines Fernsehers entscheidet darĂŒber, mit wie vielen Pixeln ein Bild auf dem Fernseher maximal dargestellt wird. Je grĂ¶ĂŸer die Bildschirmdiagonale eines Fernsehers ist, desto höher sollte dessen Auflösung sein. Ist die Auflösung zu gering, erscheint das Bild grobkörnig und unscharf.

Pixel

Die Zusammensetzung eines Fernsehbildes kann man mit einem gedruckten Bild vergleichen: Ein Bild setzt sich aus vielen verschiedenen Bildpunkten (Pixeln) zusammen. Je mehr dieser Bildpunkte vorhanden sind, desto detaillierter beziehungsweise schĂ€rfer wird das Bild. Wie viele der Punkte fĂŒr den objektiven Eindruck eines scharfen Bildes nötig sind, hĂ€ngt stark von der GrĂ¶ĂŸe der FlĂ€che ab, auf der das Bild angezeigt wird. Bei Fernsehern vergleicht man jedoch nicht die GrĂ¶ĂŸe der FlĂ€che, sondern die Bildschirmdiagonale in Zoll. Je kleiner die Diagonale ist, desto mehr Pixel tummeln sich auf geringerer FlĂ€che. Umgekehrt heißt das, dass geringe Auflösungen auf großen Monitoren grobkörnig, „pixelig“ wirken können. Deshalb ist eine Auflösung unter 1.920 mal 1.080 Pixeln (Full-HD) fĂŒr Moelle mit 55 Zoll indiskutabel.

Ultra HD bietet gegenĂŒber Full HD vierfachen Pixelwert.

Die Full-HD-Auflösung gehört inzwischen zum GerĂ€testandard. Entscheiden sich KĂ€ufer fĂŒr ein aktuelles Modell aus der 55-Zoll-Reihe, ist die Wahrscheinlichkeit, dass das GerĂ€t bereits ĂŒber eine höhere Auflösung als Full-HD verfĂŒgt, groß.

Bei UHD (Ultra HD) handelt es sich exakt um die vierfache Auflösung vom Full HD. Die Bildpunkte der Breite und Höhe werden jeweils verdoppelt. Auf diese Weise ergibt sich die Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixeln. Bisher sind nur wenige Inhalte in UHD-Auflösung verfĂŒgbar, etwa einzelne Serien der Online-Mediatheken Netflix und einzelne Top-Bundesliga-Spiele bei Sky.

Und was ist dann die 4K-Auflösung?

Bei der 4K-Auflösung ist es etwas komplizierter: Der Sammelbegriff 4K beschreibt keine genaue, standardisierte Auflösung, sondern alle Auflösungen, die etwa bei 4.000 x 2.000 Bildpunkten liegen. UHD zĂ€hlt somit zu den 4k-Auflösungen. Im Kino ist hingegen in den meisten FĂ€llen die Auflösung 4.096 x 2.160 Pixeln Standard – etwas höher also als UHD und noch immer als 4K bezeichnet.

Den Rahmen sprengen: 8K-Auflösung

8K löst viermal so hoch wie 4K und sechzehnfach höher als Full-HD auf. 8K-GerÀte sind in der Anschaffung noch sehr teuer und das Format ist so gut wie noch gar nicht verbreitet. Es handelt sich also um ein Nischenprodukt.

Bildwiederholungsrate

Doch die Auflösung ist nur die „halbe Miete“. Kein Nutzer hat Freude an einem GerĂ€t, das Bilder nicht flĂŒssig darstellt. Um auf der sicheren Seite zu sein, achten Interessenten auf die Bildwiederholrate des GerĂ€tes. Unter der Bildwiederholrate oder der Bildwiederholfrequenz wird die Anzahl der Einzelbilder verstanden, die der Monitor pro Sekunde abbildet. Die Angabe erfolgt in den Einheiten Hertz (Hz) oder frames per second (fps). Ist die Bildrate zu gering, so ergibt sich kein flĂŒssiges Bild. Der Zuschauer hat dann das GefĂŒhl, das Bild ruckelt. Diesen Effekt kennen Filmliebhaber aus Ă€lteren Aufnahmen, bei denen mit wenigen Einzelbildern pro Sekunde gefilmt wurde. Aktuelle Kinofilme werden mit 24 oder 48 Einzelbildern pro Sekunde gedreht.

Wie viele Einzelbilder werden fĂŒr ein flĂŒssiges Bild benötigt?

24 Einzelbilder pro Sekunde reichen fĂŒr das menschliche Auge in der Regel aus, um als flĂŒssig wahrgenommen zu werden.

Höhere Hertz-Angaben kommen oftmals durch kĂŒnstliche Berechnungen zwischen den Einzelbildern zustande. Im normalen Fernsehprogramm spielen die hohen Bildwiederholungsraten in der Regel keine Rolle, interessant sind diese erst bei schnellen Sport- oder VideospielĂŒbertragungen sowie bei neuen Spielekonsolen, die hochauflösende Grafiken an das TV-GerĂ€t senden. Andernfalls nimmt der Nutzer einen hart geschossenen Spielball schlimmstenfalls als langgezogenen Strich wahr. Die Bildwiederholrate reicht in den Fall nicht aus, um die Bewegung des Balles flĂŒssig wiederzugeben. Durch die angesprochenen Berechnungen kommen oft Fantasiewerte von 400 oder gar 800 Hertz zustande, ohne dass die Hersteller erklĂ€ren wĂŒrden, wie diese zustande kommen.

HDR: brillantes Bild fĂŒr noch mehr Fernsehspaß

High Dynamic Range (HDR) ist eine Technologie, die Helligkeitsunterschiede kontrastreich wiedergibt. HDR-Bilder werden im deutschen Sprachraum auch als Hochkontrastbild bezeichnet. Dabei wird ein tieferes Schwarz und ein strahlenderes Weiß erreicht, ohne dass das Bild dabei unnatĂŒrlich wirkt. Im Gegenteil: Sie erschienen sogar realistischer. Im Gegensatz zu anderen Kontrasttechniken funktioniert das aber nur, wenn der Fernseher die entsprechenden Signale empfĂ€ngt. Sie mĂŒssen in der Videospur bereits vorhanden sein und werden nicht nachtrĂ€glich berechnet. HDR trĂ€gt auf diese Weise bereits bei der Full-HD-Auflösung deutlich zur Bildverbesserung bei und ist damit absolut empfehlenswert. Teilweise ist die VideoqualitĂ€t besser als bei UHD-Auflösung ohne HDR. GerĂ€te, die HDR unterstĂŒtzen, kommen aber erst seit 2017 allmĂ€hlich auf den Markt.

DisplaygrĂ¶ĂŸe ist fĂŒr HDR-Wirkung nicht ausschlaggebend

Im Gegensatz zur UHD-Technik spielt die GrĂ¶ĂŸe des Bildschirmes bei der Wiedergabe von HDR-Signalen nur eine untergeordnete Rolle, da das menschliche Auge die Kontrastunterschiede auch bei kleinen Bildschirmdiagonalen deutlich wahrnehmen kann.

Technische Voraussetzungen fĂŒr HDR

Um die HDR-Wirkung zu erzielen, sind diverse technische Voraussetzungen nötig:

  • Videoquelle muss HDR-Signale beinhalten (Blu-ray-Disc und -Player mit HDR-Logo, Streaming bestimmter Filme und Serien, beispielsweise per Netflix oder Sky).
  • Schnittstelle am Fernseher muss HDMI 2.0a unterstĂŒtzen.
  • HDMI-Verbindungskabel muss den Standard 2.0a unterstĂŒtzen.

Verschiedene HDR-Formate

HDR10 ist ein verbreitetes Format, das Industrieriesen wie Samsung, LG und Sony verwenden. Der Streaming-Anbieter Netflix nutzt es ebenfalls. Im Vergleich zu „normalem“ HD-Fernsehen mit 16 Millionen darstellbaren Farben bietet HDR10 mit rund einer Milliarde an darstellbaren Farben deutlich mehr Detailtiefe. Das Dolby-Vision-Format geht noch um einiges weiter: Hier sind bis zu 68 Milliarden Farben möglich. Bisher ist diese Technik lediglich auf einigen wenigen Fernsehmodellen einsetzbar. Gleiches gilt fĂŒr die bisher verfĂŒgbaren Inhalte.

KonnektivitĂ€t: Technologien entscheiden ĂŒber Einsatzmöglichkeiten

Ein Fernseher leistet heute weitaus mehr als die reine Darstellung des (linearen) Fernsehbildes. Viele Funktionen gehen weit darĂŒber hinaus. Wir zeigen die wichtigsten Technologien im Folgenden auf.

Smart-TV: Ist diese Funktion nicht vorhanden, ist das ein hĂ€ufiger Grund fĂŒr Neuanschaffung

Ein Smart-TV, seltener auch Hybrid-TV genannt, ist ein Fernseher, der von Computern bekannte Zusatz-Feature, vor allem die InternetfĂ€higkeit, mitbringt. Mit einem solchen GerĂ€t erhĂ€lt der Nutzer zusĂ€tzliche Sender- und Programminfos. Sofern ihr TV-GerĂ€t die Smart-TV-FunktionalitĂ€t unterstĂŒtzt, haben User ĂŒber die rote Taste auf ihrer Fernbedienung auch Zugang zu HbbTV, einem Standard, der Anwendern die Möglichkeit gibt, interaktive Applikationen zu nutzen. Aber auch multimediale Apps, etwa von YouTube, installieren Anwender hier und genießen die vom PC bekannten Funktionen mittels Fernbedienung bequem vom Sofa aus. Die Anzahl der verfĂŒgbaren Apps richtet sich dabei nach dem Betriebssystem, mit dem der Fernseher arbeitet.

Dazu gehören die folgenden Möglichkeiten.

  • Video-on-Demand: verpasste Sendungen spĂ€ter ĂŒber die Sendermediatheken anschauen
  • Elektronischer ProgrammfĂŒhrer: Informationen zu den zurzeit laufenden und kommenden Fernseh- und Radiosendungen anzeigen lassen
  • Digitaler Teletext: in Deutschland auch Videotext genannt, bietet Informationen aus aller Welt
  • Interaktives Fernsehen: Aktive Teilnahme ĂŒber einen RĂŒckkanal, etwa bei Umfragen oder Quizshows

Tuner entscheiden ĂŒber den Empfangsweg: je mehr, desto besser

Bei der Auswahl des Fernsehers sollten Kaufinteressierte auf jeden Fall auf die verbauten Tuner Acht geben. Je mehr Tuner vorhanden sind, desto mehr Übertragungswege fĂŒr das Fernsehsignal sind möglich. Ein Triple Tuner mit den folgenden Merkmalen gehört heute schon eher zum Standard:

  • DVB-T2 (neueste Generation des Antennenfernsehens)
  • DVB-S (Satellitenfernsehen)
  • DVB-C (Kabelfernsehen)

Die AbkĂŒrzung DVB steht fĂŒr „Digital Video Broadcasting“. Es handelt sich also um eine digitale SignalĂŒbertragung. Der alte, analoge Verbreitungsweg wurde nach und nach abgeschaltet. Der Vorteil einer Vielzahl von Tunern liegt auf der Hand: Nutzer können alle drei aufgefĂŒhrten Verbreitungswege nutzen, ohne dass dafĂŒr ein zusĂ€tzliches EmpfangsgerĂ€t, eine sogenannte Set-Top-Box, nötig ist. Das ist vor allem bei einem Umzug praktisch, etwa wenn in der neuen Wohnung das zuvor genutzte Satellitensignal nicht mehr verfĂŒgbar ist. UnterstĂŒtzt ein FernsehgerĂ€t alle drei aufgezĂ€hlten Empfangsarten, spricht man von einem Triple-Tuner.

Quattro-Tuner: Internetfernsehen kommt hinzu

Nach wie vor gibt es nur wenige TV-GerĂ€te, die Fernsehen ĂŒber das Internet empfangen können. Panasonic bietet als einziger Hersteller solche Fernseher an. Mit dieser Empfangsmöglichkeit können Nutzer ein Abo bei einem IPTV-Anbieter buchen und ĂŒber das Internet fernsehen. Eine Antenne, ein Kabelanschluss oder eine SatellitenschĂŒssel sind dann nicht mehr notwendig. Besitzt der Fernseher einen solchen IPTV-Tuner nicht, ist fĂŒr den Empfang ĂŒber das Internet eine externe Set-Top-Box notwendig.

Twin-Tuner: Nicht vom Namen tÀuschen lassen

Als wenn es nicht schon genug Begriffe gebe. Ein GerĂ€t mit Triple-Tuner beherrscht drei, ein Quattro-Tuner sogar vier Empfangswege – dann beherrscht ein Twin-Tuner derer nur zwei? Falsch gedacht. Denn die Bezeichnung Twin-Tuner beschreibt vielmehr, dass zwei Tuner fĂŒr mindestens eine Empfangsart vorhanden sind. Das bedeutet, dass Nutzer die Möglichkeit haben, einen Film anzusehen und gleichzeitig ein anderes Programm aufzuzeichnen. Die Bezeichnung Twin-Tuner gibt dem Nutzer also keinerlei Aufschluss darĂŒber, welche Empfangsarten das GerĂ€t beherrscht. Es kann einen oder mehrere Empfangswege bieten. Vorhandene Tuner sind dann aber immer doppelt verbaut.

Dual-Tuner: nicht mehr so verbreitet

GerĂ€te, die den Empfang nur auf zwei unterschiedlichen Wegen ermöglichen, verfĂŒgen lediglich ĂŒber einen Dual-Tuner. Die meisten Top-Modelle haben inzwischen Triple-Tuner.

3D-Technik: Einst hoch gelobt, hat die Kundennachfrage die Erwartungen nicht erfĂŒllt

Keiner der großen Hersteller wollte den 3D-Trend versĂ€umen und so brachten nach und nach viele Anbieter 3D-TV-Modelle auf den Markt. Der 3D-Effekt ist jedoch nur bei TV-Inhalten möglich, die mit speziellen 3D-Kameras gedreht wurden. Ihren zwischenzeitlichen Durchbruch feierten die GerĂ€te zu der Zeit, als Hollywood-Kassenschlager wie Avatar auf 3D-Bu-ray-Disc herauskamen. Auch, dass nach und nach mehr Titel bei den Video-on-Demand-Anbietern wie Netflix oder Amazon Prime Video verfĂŒgbar waren, trug zum zeitlich begrenzten Erfolg bei.

Doch der Trend setzte sich nicht durch: Nach und nach verabschiedeten sich die großen Fernsehhersteller aus der Entwicklung. Im Jahr 2017 hatte nur noch Panasonic 3D-GerĂ€te im Portfolio. Auch, was 3D-Filme angeht, ist die Auswahl sehr begrenzt. Die meisten der verfĂŒgbaren Titel stammt aus den Jahren 2010 bis 2014. Die großen Streaming-Portale haben die 3D-Technik inzwischen komplett aus ihrem Portfolio gestrichen.

AnschlĂŒsse: je mehr, desto besser

Je nach Art und Anzahl der AnschlĂŒsse bietet das GerĂ€t etwa die Möglichkeit, eine Pay-TV-Box, einen Blue-ray-Player oder eine Spielkonsole anzuschließen. WĂ€hrend ein Antennenanschluss immer zum Standard-Repertoire gehört, hat der alte SCART-VideoĂŒbertragungsstandard an Bedeutung verloren. Im Folgenden stellen wir die wichtigsten Schnittstellen vor.

55-Zoll-Fernseher Bluetooth
Bluetooth: drahtloser Allrounder

Via Bluetooth verbinden Nutzer viele Lautsprecher-Modelle, aber auch geeignete Kopfhörer ohne lĂ€stige Kabel mit dem TV-GerĂ€t. Sollte das GerĂ€t die 3D-Technik beherrschen, wird per Bluetooth eine Verbindung zu den aktiven Shutter-Brillen hergestellt, die fĂŒr den Genuss der rĂ€umlichen Effekte notwendig sind.

HDMI
HMDI: bringt Audio und Video externer GerÀte auf den Fernseher

Der HDMI-Anschluss (High Definition Multimedia Interface) ist seit mehr als zehn Jahren der Standard fĂŒr digitale Bild- und TonĂŒbertragung. Im Gegensatz zu analoger Übertragung ist nun auch fĂŒr ein 5.1-Soundsystem nur noch das HDMI-Kabel statt vieler Einzelkabel notwendig. Zudem ist der HDMI-Standard Voraussetzung dafĂŒr, kopiergeschĂŒtzte Inhalte ĂŒberhaupt anzeigen zu können. Somit hat die HMDI-Technologie den alten, analogen SCART-Standard abgelöst. Bei den HDMI-AnschlĂŒssen gilt: je mehr, desto besser. Die GerĂ€te, die per HMDI-Kabel an den Fernseher angeschlossen werden, hĂ€ufen sich. Dazu gehören zum Beispiel Spielekonsolen, DVD- und Blu-ray-Player, PC, Laptop und Tablet.

SCART
SCART: alter Standard, der zunehmend durch HDMI verdrÀngt wird

Die analoge SCART-Schnittstelle ist ein Standard fĂŒr die Übertragung analoger Audio- und Videosignale. Dieser Anschluss wurde inzwischen weitgehend durch die digitale Übertragung per HDMI-Schnittstelle ersetzt. Nutzer, die aber EndgerĂ€te wie einen VHS-Rekorder, Ă€ltere DVD-Player oder Spielekonsolen anschließen und dabei weitgehend auf Adapter verzichten möchten, sollten beim Kauf darauf achten, dass ein SCART-Anschluss vorhanden ist.

USB
USB-Anschluss: Ersetzt den Diaprojektor und ermöglicht Aufnahmen

Der USB-Standard ist seit deutlich lĂ€ngerer Zeit etabliert als die HMDI-Technik. Er ermöglicht eine einfache DateiĂŒbertragung durch einen genormten Anschluss. Wer einen Fernseher mit einem USB-Anschluss hat, benötigt keinen Diaprojektor. Es besteht nĂ€mlich die Möglichkeit, Bilder – beispielsweise die Fotos vom letzten Urlaub – ĂŒber einen USB-Stick oder eine externe Festplatte auf dem Fernsehbildschirm zu prĂ€sentieren. Zudem geht ein USB-Anschluss in den meisten FĂ€llen mit der Option einher, Sendungen aufzuzeichnen. Dieses System ist eine praktische Alternative fĂŒr einen Video- beziehungsweise Festplattenrecorder.

CI
CI+-KompatibilitĂ€t: Pay-TV-Signale entschlĂŒsseln

Common Interface (CI) ist eine Schnittstelle, die bei Fernsehern und Receivern die EntschlĂŒsselung von Signalen des Bezahlfernsehens ermöglicht. Über den CI+-Standard schrĂ€nken die Fernsehstationen die jeweiligen Nutzungsoptionen gemĂ€ĂŸ den Nutzungsrechten ein. So sind beispielsweise Restriktionen hinsichtlich der Timeshift-Funktion (Vorspulen- oder ZurĂŒckspulen) oder bei Aufnahmen möglich. Um ein verschlĂŒsseltes Fernsehprogramm zu empfangen, benötigen Kunden einen Fernseher mit CI+-Slot, ein passendes CI+-Modul und eine sogenannte Smartcard. WĂ€hrend es sich bei dem Modul um eine einmalige Anschaffung handelt, muss die Smartcard nach Ablauf der GĂŒltigkeitsdauer (meist ein Jahr) entweder ersetzt oder nach dem Prepaid-Modell aufgeladen werden.

Audiosignale: Inzwischen gibt es verschiedene AnschlĂŒsse

FĂŒr die Übertragung der Audiosignale existieren bei modernen Fernsehmodellen mehrere AnschlĂŒsse.

3,5mm Klinke
Analog per 3,5-Millimeter-Klinke: Klassiker fĂŒr Kopfhörer

Der genormte Klinkenanschluss ist der Klassiker unter den Audio-AnschlĂŒssen. Über ihn schließen Benutzer Kopfhörer oder kleinere Audio-Systeme an den Fernseher an. Daneben verfĂŒgen die meisten Fernseher auch ĂŒber die rot-weißen Cinch-AnschlĂŒsse.

TOSLINK
Digital: Verlustfreie Audio-Übertragung fĂŒr Soundsysteme

Der digitale TOSLINK-Anschluss erlaubt im Gegensatz zum analogen System die verlustfreie Übertragung der Audio-Signale. DafĂŒr benötigt der Nutzer ein entsprechendes Kabel, das in der Anschaffung preislich ĂŒber der analogen Variante liegt. Über den TOSLINK-Anschluss genießt er mit Soundbars oder 5.1-Soundystemen einen perfekten Klang.

Internetverbindung: kabelgebunden oder kabellos

Moderne Fernseher lassen sich mit dem Internet verbinden. Nutzer entsprechender GerÀte haben Zugriff auf viele neue Funktionen, etwa HbbTV, sowie verschiedene Apps. Beim Anschluss bestehen verschiedene Möglichkeiten:

LAN-Kabel
Per Kabel: Wenn der Anschluss es zulÀsst, die bessere Wahl

Steht der Router in der NĂ€he des Fernsehers, so ist es ratsam, die GerĂ€te per LAN-Kabel direkt zu verbinden. In der Regel sind VerbindungsabbrĂŒche bei direktem Anschluss seltener. Außerdem ist ĂŒber Kabel oftmals eine höhere Verbindungsgeschwindigkeit möglich, die unerwĂŒnschtes Buffern verhindert.

WLAN
Drahtlos: GrĂ¶ĂŸere FlexibilitĂ€t

Ist der Router zu weit entfernt oder kommt eine Kabelverbindung aus sonstigen GrĂŒnden nicht infrage, besteht bei den allermeisten Modellen auch die Möglichkeit, den Fernseher per WLAN mit dem Router zu verbinden.

Energieverbrauch: Weniger ist gut fĂŒr die Umwelt und das Portemonnaie

Bei der Anschaffung eines Fernsehers sollten Nutzer sich auch ĂŒber die Folgekosten durch den Betrieb im Klaren sein Modelle mit einer kleineren Bildschirmdiagonale verursachen in der Regel weniger Stromkosten als ein grĂ¶ĂŸeres Modell, etwa eines mit 55 Zoll Diagonale. Um den Verbrauch besser vergleichen zu können, mĂŒssen in der EU verkaufte GerĂ€te unter anderem folgende Angaben auf einem standardisierten Energielabel ausweisen:

  • Einordnung in eine der sieben Energieeffizienzklassen
  • Vorhandensein eines Netzschalters (moderne GerĂ€te verbrauchen im Standby unter ein Watt, sodass das Ausschalten in der Regel nicht mehr notwendig ist)
  • Leistungsaufnahme in Watt
  • Jahresenergieverbrauch basierend auf 4-Stunden-Betrieb pro Tag an 365 Tagen im Jahr

Der Energieverbrauch hĂ€ngt entscheidend von der Displayhelligkeit ab. Die meisten der verkauften GerĂ€te fallen unter die Energieeffizienzklassen A oder A+. Das gilt beispielsweise fĂŒr GerĂ€te mit der Edge-LED-Technik. Full-LED-GerĂ€te fallen hingegen oftmals in die Energieeffizienzklasse B, da alle ĂŒber den gesamten Bildschirm LEDs selbst leuchten und mit Strom versorgt werden mĂŒssen. Auch GerĂ€te mit OLED- oder QLED-Technologie können in den Bereich des erhöhten Stromverbrauchs fallen. FĂŒr die Ermittlung der Folgekosten empfiehlt sich daher der Vergleich der Energiebedarfe. Mithilfe von Rechentools im Internet errechnen Nutzer unter Einbeziehung ihres individuellen Strompreises die zu erwartenden Kosten.

Und die Preisspanne kann durchaus hoch sein. Ein 55-Zoll-Modell mit 64 Watt Leistungsaufnahme schlĂ€gt mit ungefĂ€hr 25 Euro Stromkosten im Jahr zu Buche. Verbraucht das GerĂ€t stattdessen 236 Watt, sind jĂ€hrliche Stromkosten von 100 Euro zu erwarten. Es lohnt sich fĂŒr Nutzer also, einen Blick auf die Leistungsaufnahme der GerĂ€te zu werfen. Ein entsprechendes Rechenprogramm, das Aufschluss ĂŒber tĂ€glich, wöchentlich, monatlich und jĂ€hrlich zu erwartenden Stromkosten gibt, finden Sie hier.

Nach dem Kauf: ideale Position in der Wohnung und Pflegetipps

Beim Aufstellort haben die KĂ€ufer die Qual der Wahl: Soll der elektronische Mitbewohner auf einem Sideboard, einer Schrankwand oder einem StĂ€nder aufgestellt oder mit einer entsprechenden Universalhalterung fest an der Wand montiert werden? Achtung: Die Montageart hat einen spĂŒrbaren Einfluss auf die Soundeigenschaften. Das gilt vor allem, wenn der Nutzer auf externe Lautsprecher, Soundbars oder Soundbases verzichtet.

Warum empfehlen sich bei Flachbildschirmen externe Lautsprecher?

Flachbildfernseher verfĂŒgen aufgrund ihrer Bauweise ĂŒber einen Ă€ußerst kleinen Resonanzkörper. Dadurch kann der Ton vergleichsweise flach klingen. Wichtig ist auch die Montageposition, also der Abstand zwischen der Wand oder einer anderen schallreflektierenden FlĂ€che und den Lautsprechern. Nutzer sollten das GerĂ€t möglichst nah an der Wand montieren beziehungsweise mit möglichst geringem Abstand zur Wand stellen, um SchallĂŒberlagerungen zu vermeiden. Ist dies nicht möglich, gilt das Gegenteil: möglichst weit weg von der Wand oder der schallreflektierenden FlĂ€che, mindestens aber einen Meter. Die unerwĂŒnschten Effekte können Nutzer durch Schallabsorber abmildern. Diese sind in den verschiedensten Formen und Farben erhĂ€ltlich und werden hinter dem TV-GerĂ€t montiert

In welcher Entfernung sollten Nutzer vor dem GerÀt sitzen?

Der richtige Sitzabstand ist abhĂ€ngig von der Auflösung der Monitor. Da bei SD-Auflösung weniger Bildpunkte auf dem Fernseher dargestellt werden, kann es bei einem zu geringen Abstand vorkommen, dass Nutzer einzelne Pixel wahrnehmen. Das empfinden Viele als unangenehm. Der Sitzabstand ist dementsprechend zu vergrĂ¶ĂŸern. Bei SD-Auflösung gilt die Faustregel: Bildschirmdiagnoale multipliziert mit dem Faktor 3. Bei einem Fernseher mit Full-HD-Auflösung können Nutzer mit der Couch deutlich nĂ€her an das GerĂ€t heranrĂŒcken: Das 2,1-fache der Bildschirmdiagonale ist empfehlenswert. Und Besitzer eines 4K-GerĂ€tes können bei entsprchenden Sendungen noch weiter nach vorne ziehen: auf etwa das Anderthalbfache der Bildschirmdiagonale.

Zollangaben in Zentimeter umrechnen

1 Zoll entspricht 2,54 Zentimetern.

Die Bildschirmdiagonale eines 55-Zoll-Fernsehers betrÀgt dementsprechend 139,7 Zentimeter.

Optimaler Sitzabstand bei SD-Auflösung: 3-facher Wert in Zentimetern: 419,1 cm.

Optimaler Sitzabstand bei Full-HD-Auflösung: 2,1-facher Wert in Zentimetern: 293,37 cm.

Optimaler Sitzabstand bei 4K-Auflösung: 1,5-facher Wert in Zentimetern: 209,55 cm.

NatĂŒrlich werden die wenigsten Nutzer das Sofa verrĂŒcken wollen, um die Fernsehbilder verschiedener Auflösungen in unterschiedlichen SitzabstĂ€nden anzusehen. Als Faustregel kann dann auch ein Abstand des Zweieinhalbfachen der Bildschirmdiagonale fĂŒr alle Auflösungen angewandt werden. Bei einem 55-Zoll-Modell betrĂ€gt der Abstand dann etwa 3,5 Metern.   

Wie den dreckigen Fernseher richtig reinigen?

Wie bekommen Nutzer den Staub vom TV-GerĂ€t? Schließlich sind nicht alle Methoden fĂŒr die empfindlichen GerĂ€te geeignet. ZunĂ€chst ist es wichtig, den Fernseher abzuschalten und ausreichend abkĂŒhlen zu lassen. FĂŒr die schnelle Reinigung zwischendurch eignen sich Staub- sowie BrillenputztĂŒcher. In jedem Fall sollten Anwender darauf achten, dass die TĂŒcher explizit fĂŒr die Verwendung an LCD-Fernsehern zugelassen sind.

Verschiedene Reinigungsarten

FĂŒr Nassreinigungen sollten Nutzer frische TĂŒcher verwenden. Je weicher diese sind, desto besser, denn so vermeiden Anwender Kratzer. Die Verwendung von zwei verschiedenen TĂŒchern ist hier ratsam: Eines, das leicht feucht sein darf, und eines zum Abtrocknen. FĂŒr beide Arbeitsschritte eignen sich MikrofasertĂŒcher ausgezeichnet. Auch ein Druckluft-Spray kann helfen, Staub und Schmutz zu entfernen. Bei den LĂŒftungsschlitzen und den Lautsprechern mĂŒssen Nutzer vorsichtig sein. Das gilt auch fĂŒr die Wahl von Reinigungsmitteln: Ätzende Mittel können die OberflĂ€che des Bildschirmes angreifen, Kratzspuren hinterlassen SĂ€urehaltige Mittel sind ein absolutes Tabu. Einen milden Fensterreiniger können Nutzer hingegen problemlos verwenden, wenn sie sparsam damit umgehen. Bei Unsicherheiten hilft oftmals ein Blick auf die Gebrauchsanweisung des Putzmittels.

Gibt es weiterfĂŒhrende Tests zu 55-Zoll-Fernsehern?

Wichtig: Hierbei handelt es sich lediglich um einen Vergleich von 55-Zoll-Fernsehern. Wir haben die vorgestellten Produkte aus GrĂŒnden der VerfĂŒg- und Machbarkeit nicht vollumfĂ€nglich selbst getestet.

Leser, die weitergehendes Interesse an Tests in der Produktkategorie 55-Zoll-Fernseher haben, werden bei verschiedenen Testinstituten sowie in Elektronikfachzeitschriften und deren Online-Angeboten fĂŒndig.

Das Flaggschiff in Testfragen, die renommierte Stiftung Warentest, hat selbst noch keinen Test der TV-GerĂ€te mit dieser Bildschirmdiagonale durchgefĂŒhrt. Verbraucher können aber auf einen riesigen Fundus an Testergebnissen zu Fernsehern aller GrĂ¶ĂŸen zugreifen und die Suche ĂŒber verschiedene Filter auf die gewĂŒnschten Modelle eingrenzen.

Auch Chip.de hat eine Reihe von empfehlenswerten 55-Zoll-Fernsehern getestet und bewertet. Die Leser erhalten Informationen zu verschiedenen technischen Merkmalen wie Auflösung, Tunern oder InternetkonnektivitÀt. Der Anbieter gibt an, dass sÀmtliche prÀsentierten Modelle einen Test im hauseigenen Testlabor durchlaufen haben.

Auch die Zeitschrift Computer Bild wartet mit einem eigenen Test auf. Auf ihrer Internetseite prÀsentiert sie einen Test vom Dezember 2018, bei dem verschiedene Modelle auf ihre Vor- und Nachteile hin untersucht wurden.


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