Wasserkocher

Die 7 besten Wasserkocher im Vergleich

Material
Fassungsvermögen
Leistung
Temperaturwahl
Kalkfilter
Überhitzungsschutz
Trockengehschutz
Abschaltautomatik
Technik
Kabelaufwicklung
Kabellos
Warmhaltefunktion
FĂŒllstandsanzeige
Thermostat
Handbuch
Farbe
Gewicht

Wasserkocher-Ratgeber: So wÀhlen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in KĂŒrze
  • Ein Wasserkocher bereitet schnell und effizient kochendes Wasser zu.
  • Die Geschwindigkeit, mit der ein Wasserkocher seinen Inhalt erhitzt, hĂ€ngt maßgeblich von seiner Leistungsaufnahme ab.
  • Wasserkocher sind nicht nur in verschiedenen Materialien, nĂ€mlich Kunststoff, Edelstahl und Glas, sondern auch in diversen Designs, vom schlichten Klassiker bis zur Retroausgabe, erhĂ€ltlich.
  • Manche Modelle besitzen einen Temperaturregler, mit dem sich die Wunschtemperatur auf Knopfdruck beziehungsweise ĂŒber einen Drehschalter einstellen lĂ€sst.
  • Sicherheit geht vor: Neben der automatischen Abschaltung sollten Wasserkocher auch ĂŒber einen thermoisolierten Griff und einen Überhitzungsschutz verfĂŒgen.

Abwarten und Tee trinken?

Sei es zum Wachwerden am Morgen oder zur Entspannung am Abend, auf unseren Lieblingstee, den Kaffee aus der French Press und das gelegentliche Fertiggericht möchten wir nicht verzichten. Vor gar nicht allzu langer Zeit erhitzte man das Wasser noch mit einem sogenannten Pfeifkessel. Die Bezeichnung geht auf dessen charakteristisches Pfeifen zurĂŒck, das ertönt, sobald das Wasser im Inneren den Siedepunkt erreicht hat. Heute ist es der Wasserkocher, der in vielen Haushalten als fester Bestand der KĂŒchenausstattung fĂŒr kochendes Wasser sorgt. Dabei könnte die Anwendung nicht einfacher sein: Deckel auf, Wasser rein, Schalter betĂ€tigen, und schon beginnt der Kochprozess. In kĂŒrzester Zeit ist das Wasser bereit zum AufbrĂŒhen von Tee, Aufgießen einer Instant-Suppe oder AuffĂŒllen einer WĂ€rmflasche.

Einer der beiden entscheidenden Vorteile eines Wasserkochers ist die Zeitersparnis, denn mit einem solchen GerĂ€t lĂ€sst sich die gewĂŒnschte Wassermenge deutlich schneller erhitzen als etwa auf einer Herdplatte. Doch der Wasserkocher ist nicht nur die schnellere, sondern auch die sparsamere Alternative. Da die Hitze direkt an das Wasser abgegeben wird, ist der minimal. Durchschnittlich sparen Nutzer gegenĂŒber einer Kochplatte – insbesondere eines Glaskeramik- oder Elektroherds – bis zu 50 Prozent Strom. Einzig der Induktionsherd kann mit einem Wasserkocher mithalten. DafĂŒr ist die Anschaffung eines Induktionsherds samt ferromagnetischen Kochtöpfen und Pfannen wesentlich kostspieliger als ein Wasserkocher, der bereits fĂŒr weniger als 20 Euro erhĂ€ltlich ist. Hinzu kommt, dass sich ein Wasserkocher automatisch abschaltet, sobald das Wasser kocht.

Aufbau und Funktionsweise

Ein Wasserkocher besteht grundsÀtzlich aus zwei Elementen: dem Sockel sowie dem BehÀlter samt Heizelement. Im Hinblick auf die Funktionsweise unterscheidet man Wasserkocher mit verdeckten und mit freiliegenden Heizelementen.

Der Sockel

Der Sockel besteht aus einer Bodenplatte sowie einem Kontaktfuß und ist fĂŒr die Stromversorgung zustĂ€ndig. Darin befindet sich das Stromkabel, das Nutzer mit der Steckdose verbinden. Da der Stromanschluss im Sockel befestigt ist und sich der WasserbehĂ€lter frei umhertragen lĂ€sst, werden die meisten Wasserkocher im allgemeinen Sprachgebrauch als kabellos bezeichnet. Die Bezeichnung ist jedoch nicht korrekt, da fĂŒr den Gebrauch natĂŒrlich ein Stromkabel erforderlich ist. Es ist lediglich möglich, die Kanne zum EinfĂŒllen und Ausgießen komplett vom Sockel zu nehmen.

Befindet sich der Sockel am Rand der Bodenplatte, lĂ€sst sich der WasserbehĂ€lter nur in einer Position aufsetzen. Ist er dagegen in der Mitte angebracht, spricht man von einem 360-Grad-Sockel oder auch von einer Pirouettenbasis. In diesem Fall ist das GefĂ€ĂŸ beliebig aus allen Richtungen platzierbar. Das bietet grĂ¶ĂŸtmögliche Bewegungsfreiheit und ist fĂŒr Rechts- wie auch LinkshĂ€nder gleichermaßen komfortabel.

Das Heizelement

Beim Heizelement, welches das Wasser zum Kochen bringt, unterscheidet man zwischen einer freilegenden und einer verdeckten Variante. Fungiert der Boden des Wasserkochers inzwischen selbst als eine Art Herdplatte, so diente frĂŒher noch eine Heizspirale, vergleichbar mit einem Tauchsieder, zum Erhitzen. Bei diesen Ă€lteren Modellen steht das Heizelement also in direktem Kontakt zum Wasser. Der Nachteil: Da die Heizspirale offenliegt, lagert sich schnell Kalk darauf ab, was einen aufwendigen Reinigungsprozess nach sich zieht. Zwischen die Windungen passt fĂŒr gewöhnlich nicht mehr als ein WattestĂ€bchen. Um das Wasser zu erhitzen, mĂŒssen die HeizstĂ€be stets mit Wasser bedeckt sein, weshalb eine MindestfĂŒllhöhe einzuhalten ist. Das macht das Kochen kleinerer Wassermengen unmöglich. DarĂŒber hinaus ist die Heizspiraltechnik ein nicht zu unterschĂ€tzender Stromfresser.

Der Tauchsieder

Der Tauchsieder Ă€hnelt auf den ersten Blick einem Stab, dessen Griff mit einem Kabel verbunden ist. Mithilfe des Rohrheizköpers, der sich am unteren Ende befindet, wird das Wasser erhitzt. Zwar lassen sich mit einem Tauchsieder beliebige Mengen Wasser in einem beliebigen GefĂ€ĂŸ schnell erhitzen, dafĂŒr mĂŒssen ihn Anwender jedoch stets in der Hand halten und manuell abschalten.

Neuere Modelle besitzen eine in den BehĂ€lterboden integrierte und somit verdeckte Heizquelle. In diesem Fall wird die Bodenplatte ĂŒber den Sockel mit Strom versorgt. Das heißt, sie erhitzt das Wasser vom Boden des BehĂ€lters aus. Der entscheidende Vorteil dieser Variante ist die Tatsache, dass das Heizelement selbst nicht verkalken kann. Der BehĂ€lter ist also wesentlicher einfacher zu reinigen. Zwar entstehen auch hier Kalkflecken, diese lassen sich jedoch mĂŒhelos entfernen. Außerdem weist eine Bodenplatte eine grĂ¶ĂŸere KontaktflĂ€che mit dem Wasser auf, wodurch das Wasser schneller erwĂ€rmt wird. Nachteilig ist lediglich die GerĂ€uschentwicklung, die Ă€hnlich wie bei einem brodelnden Kochtopf ein wenig lauter als bei ihrem Pendant mit freiliegendem Heizelement ist. Inzwischen gibt es aber auch GerĂ€te, die leiser sind, da der Kochprozess langsamer vonstattengeht.

Die verschiedenen Arten

Da die meisten modernen Wasserkocher ĂŒber ein verdecktes Heizelement verfĂŒgen, unterscheiden sie sich inzwischen vor allem in ihrem Design und den verwendeten Materialien. Der Sockel besteht entweder aus Kunststoff oder Metall. Das GefĂ€ĂŸ kann zusĂ€tzlich aus Glas oder einer Materialkombination gefertigt sein. Die Art des Materials macht in erster Linie optisch einen Unterschied, bringt aber auch verschiedene Eigenschaften mit sich.

Kunststoff-Wasserkocher: Gefahr durch Schadstoffe?

Am gĂŒnstigsten sind Wasserkocher aus Kunststoff. Sie sind Ă€ußerst robust, kommen in einer großen Farbpalette daher und punkten mit einem wĂ€rmeisolierenden GehĂ€use, das die Temperatur im Inneren hĂ€lt und von außen vergleichsweise kĂŒhl bleibt. Alles in allem ĂŒberwiegen jedoch die Nachteile. Beispielsweise leidet die Optik stĂ€rker durch Sonnenlicht oder auch Abnutzung als andere Varianten. DarĂŒber hinaus ist die Entsorgung des Materials alles andere als umweltfreundlich. Doch was Verbraucher am meisten beunruhigt, ist die Schadstoffbelastung. Schließlich können sich beim Kochen kleine Bestandteile aus der OberflĂ€che lösen. Zu diesen gesundheitsschĂ€dlichen Bestandteilen gehören beispielsweise PAK (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe), Phthalate (Weichmacher) und BPA (Bisphenol A). Insbesondere gĂŒnstiger Kunststoff beeinflusst nicht nur den Geschmack des Wassers, sondern auch die Gesundheit negativ. Es ist also wichtig, auf eine BPA-freie Verarbeitung zu achten.

Edelstahl-Wasserkocher: Wasser schnell und stillvoll erhitzen

Bei Edelstahl handelt es sich um einen idealen WĂ€rmeleiter. Diese Eigenschaft ist praktisch, um grĂ¶ĂŸere Mengen Wasser schnell zum Kochen zu bringen. Die Kehrseite der Medaille: GerĂ€te ohne doppelwandiges GehĂ€use beziehungsweise Hitzeisolierung – beides ist derzeit noch rar – können sehr heiß (bis zu 96 Grad Celsius) werden. Das ist nicht nur gefĂ€hrlich, was etwaige Brandverletzungen angeht, sondern verschwendet auch kostbare Energie ĂŒber die Außenwand, womit der Kocher schnell zum Energiefresser wird. Zumindest der Griff, fĂŒr gewöhnlich ein wĂ€rmeisolierter Cool-Touch-Griff, sollte so beschaffen sein, dass versehentliche BerĂŒhrungen mit der OberflĂ€che des BehĂ€lters ausgeschlossen sind.

Da er im Gegensatz zu Kunststoff keine Schadstoffe an das Wasser abgibt, gilt Edelstahl gemeinhin als hygienisch, gesundheitlich unbedenklich und geruchsneutral. DarĂŒber hinaus liefert das Material einen unverfĂ€lschten Wassergeschmack. Ein weiterer Vorteil: Selbst, wenn der Wasserkocher den ein oder anderen Stoß abbekommt, verzeiht er das fĂŒr gewöhnlich. Dadurch verlĂ€ngert sich die Lebensdauer gegenĂŒber Kunststoff-Modellen erheblich.

Es ist nicht alles Edelstahl, was glÀnzt

Achten Sie darauf, dass der BehÀlter auch im Inneren aus Edelstahl besteht, falls Sie keinen Kunststoff-Wasserkocher mit Edelstahlverkleidung möchten. Ob im Deckel oder Kalksieb, auf dem Markt ist kaum ein Modell zu finden, das komplett ohne Kunststoffbauteile auskommt.

Doch Edelstahl-Wasserkocher sind nicht nur sehr robust, sondern auch optisch eine Augenweide. Sei es Chrom oder Aluminium, hochglĂ€nzend oder matt, gebĂŒrstet oder lackiert, das hochwertige Material ist in vielen verschiedenen Designs erhĂ€ltlich und gehört zu den elegantesten Lösungen. Der Nachteil einer glĂ€nzenden OberflĂ€che: FingerabdrĂŒcke sind gut sichtbar. Weniger pflegebedĂŒrftig sind matte Modelle. Im Vergleich zu Wasserkochern mit Glaskorpus verhĂŒllen Edelstahlmodelle dafĂŒr die Sicht ins Innere. So bleiben etwaige Kalkablagerungen zumindest von außen stets im Verborgenen. Edelstahl ist außerdem besonders leicht zu reinigen.

Glas-Wasserkocher: Freie Sicht auf das Kochspektakel

Glas-Wasserkocher befinden sich aktuell hoch im Kurs. Der Vorteil dieser GerĂ€te: Nutzer können dem Wasser beim Brodeln zuschauen. DarĂŒber hinaus sind Wasserkocher aus Glas hĂ€ufig mit farbigen LEDs ausgestattet. Zuschauer bekommen also zusĂ€tzlich ein farbiges Lichtspektakel zu sehen. Das macht sie zweifelsfrei zum Highlight in der KĂŒche. Hinter dem Kauf eines Modells mit Glaskorpus stehen also meist optische BeweggrĂŒnde. Doch Glas-Wasserkocher ĂŒberzeugen nicht nur mit ihrem schlichten und dennoch stylischem, fast schon futuristischem Design, sondern gewĂ€hren Nutzern auch jederzeit einen Blick auf den Inhalt, sodass sie genau wissen, ob beziehungsweise wie viel Wasser sie nachfĂŒllen mĂŒssen.

Genau wie die Edelstahlvarianten geben auch Glas-Wasserkocher keine Schadstoffe, etwa Weichmacher, ins Wasser ab. Dadurch kommt es nicht zu einer GeschmacksverfĂ€lschung des Wassers, wie es bei Kunststoffmodellen mitunter der Fall ist. Dank der porenfreien Glasstruktur können sich Keime nicht so schnell festsetzen, wodurch das Wasserkochen hygienischer wird. Allerdings können glĂ€serne Wasserkocher außen ebenfalls sehr heiß werden.

Das transparente GehĂ€use mag vielleicht anfangs noch ein Hingucker sein, doch gerade Vielnutzern trĂŒbt es schnell den Spaß. Durch die Kalkablagerungen wird das Glas mit der Zeit milchig, was nicht mehr ansprechend aussieht. Glas-Wasserkocher sind also stĂ€ndig mit Entkalkern sauber zu halten, was sie wesentlich pflegeaufwendiger als andere Varianten macht. Außerdem ist das verwendete Spezialglas zwar so hitzebestĂ€ndig und stoßfest, dass es dem gewöhnlichen KĂŒchenalltag standhĂ€lt, bruchsicher ist es jedoch nicht. Einen Sturz wĂŒrde die Glaskanne also nur selten unbeschadet ĂŒberstehen.

Retro-Wasserkocher: Haushaltshelfer mit nostalgischem Charme

Bei Wasserkochern mit Retro- beziehungsweise Vintage-Design handelt es sich um praktische KĂŒchenhelfer und stilvolle Wohnaccessoires in einem. Die im Stile der 50er- und 60er-Jahre gehaltenen GerĂ€te bringen ein nostalgisches Flair in die KĂŒche. Sei es lackierter Edelstahl in knalligen Farben wie Rot, GrĂŒn und Blau oder etwas dezenter in Cremeweiß, diese Wasserkocher sind ein wahrer Blickfang auf der Arbeitsplatte. Die unterschiedlichen Looks reichen von einem schlichten, klassischen Gewand bis hin zu extravaganten, futuristischen Designs.

Klare Linien und ein geschwungener Griff aus Holz verleihen dem Wasserkocher ein zeitloses Äußeres, ein zylinderartiges GehĂ€use aus Chromargan einen futuristischen Look und ein BehĂ€lter in charakteristischer Kesselform einen nostalgischen Charme. Über die Aufmachung entscheidet letztlich nicht nur der persönliche Geschmack, sondern auch die Übereinstimmung mit der KĂŒcheneinrichtung. HĂ€ufig bieten Hersteller zudem weitere GerĂ€te, etwa Toaster oder Kaffeemaschinen, im gleichen Stil an, die Design-Puristen passend zum Wasserkocher erwerben können.

Auch funktional können Retro-Wasserkocher mit modernen Designs mithalten. Die schicken KĂŒchenhelfer sind in der Regel aus einem weitgehend stoß- und kratzfestem Edelstahl gefertigt, was sie ebenso stabil wie auch langlebig macht. Ihre abgerundeten Griffe sind zudem wĂ€rmeisoliert. VervollstĂ€ndigt wird der Vintage-Stil durch eine Thermometer-Anzeige, mit der Nutzer die Wassertemperatur immer im Blick haben.

Reisewasserkocher: Die praktischen Begleiter fĂŒr unterwegs

Wer hĂ€ufig auf Achse ist und auch unterwegs, etwa im Camping-Urlaub, nicht auf seine morgendliche Tasse Tee oder Kaffee beziehungsweise Instantgerichte verzichten möchte, ist mit einem Reisewasserkocher am besten beraten. Diese kompaktere, leichtere AusfĂŒhrung passt nicht nur in jedes GepĂ€ck, sondern ist auch fĂŒr kleine Haushalte oder BĂŒros eine Überlegung wert. Schließlich nehmen sie weder auf der KĂŒchenzeile noch im Schrank ĂŒbermĂ€ĂŸig viel Platz weg. Um Gewicht einzusparen, sind die GerĂ€te meist aus Kunststoff gefertigt.

Dank ihrer handlichen Maße bieten sie Nutzern eine Vielfalt an Einsatzgebieten. Die Kehrseite der Medaille: Mit ihnen lassen sich nur geringe Wassermengen zum Kochen bringen. Das Fassungsvermögen eines Mini-Wasserkochers betrĂ€gt in der Regel zwischen 0,5 und 1 Liter, was etwa fĂŒr ein bis zwei Tassen reicht. Mit dementsprechend niedrigen Wattzahlen arbeiten sie. Außerdem benötigen die meisten GerĂ€ten eine Steckdose. Das heißt, beim Zelten mĂŒssen Nutzer einen Stromanschluss in der NĂ€he haben. Eine Ausnahme bilden Auto-Wasserkocher: Speziell fĂŒr die Verwendung im Fahrzeug konzipiert, lassen sich diese Modelle an den ZigarettenanzĂŒnder anschließen.

Sonderformen: FĂŒr große Mengen, Kaffeegenießer und Teetrinker

Heißwasserspender sind eine Mischung aus Durchlauferhitzer und Wasserkocher. Die stationĂ€ren GerĂ€te erinnern an einen Kaffeevollautomaten, haben ein großes Volumen und befĂŒllen so meist mehrere Tassen. Dank Instant-Heizsystem geben sie auf Knopfdruck heißes Wasser aus. Der Heißwasserspender besitzt ein oder zwei AuslĂ€ufe und beherrscht unterschiedliche Programme sowie portionierte Wassermengen (in diversen TassengrĂ¶ĂŸen).

Speziell fĂŒr Kaffee-Connaisseurs lohnt sich die Anschaffung sogenannter Gooseneck-Wasserkocher. Die spezielle Ausgussform gewĂ€hrleistet eine kontrollierte, prĂ€zise Strömung des heißen Wassers. Dadurch können Nutzer besonders viel Geschmack extrahieren. Teetrinker sind zudem gut mit einem Modell beraten, das bereits ein integriertes Sieb erhĂ€lt. Damit können sie ihren Lieblingstee direkt im Kocher zubereiten.

Wasserkocher fĂŒr jeden Anspruch

Da grundsĂ€tzlich alle GerĂ€te energieeffizient arbeiten, ist fĂŒr viele Verbraucher die Optik ausschlaggebend. Wasserkocher unterscheiden sich jedoch nicht nur in ihrem Design, sondern auch in ihrer Ausstattung. Das Design sollte also an zweiter Stelle stehen. Schließlich wĂŒnschen sich die meisten hinter der schönen Verpackung auch eine gewisse Leistung. Doch welches Modell ist das richtige? Damit jeder fĂŒr sich das passende Produkt findet, erlĂ€utern wir nachfolgend die wichtigsten Kriterien beim Kauf eines Wasserkochers.

Ein heißes Rennen: EinflĂŒsse auf die Geschwindigkeit

Die Heizleistung moderner Wasserkocher liegt zwischen 600 und 3.000 Watt, wobei die meisten GerĂ€te eine Leistung im Bereich von 2.000 bis 2.400 Watt aufweisen. Wasserkocher mit einer geringeren Leistung verbrauchen zwar weniger Strom, benötigen dafĂŒr aber mehr Zeit zum Erhitzen.

Wasser kocht dann, wenn der Siedepunkt, in diesem Fall 99,97 Grad Celsius, erreicht ist. Doch wie lang dauert es, bis die gewĂŒnschte Temperatur erzielt ist? GrundsĂ€tzlich gilt: Je höher die Leistung, desto kĂŒrzer die Kochzeit. Die Wattzahl gibt also indirekt Auskunft ĂŒber die Schnelligkeit des Wasserkochers. Vor allem bei Modellen mit großer FĂŒllmenge sollte die Leistung entsprechend hoch sein. Die meisten Wasserkocher benötigen fĂŒr das Erhitzen eines Liters Wasser nicht mehr als vier Minuten. Über 2.200 Watt starke GerĂ€te bringen einen Liter Wasser in etwa drei Minuten zum Kochen. Sogenannte Blitzkocher brauchen fĂŒr diese Menge sogar unter drei Minuten.

Neben der Leistung ist auch die Wassermenge von Bedeutung. Eine kleine Menge Wasser fĂŒr eine Tasse Tee lĂ€sst sich schneller erhitzen als etwa ein komplett gefĂŒllter BehĂ€lter. Leistung und Volumen sollten im Idealfall also ĂŒbereinstimmen. WĂ€hrend fĂŒr einen XXL-Wasserkocher mit einem Fassungsvermögen von ĂŒber 1,7 Litern etwa 2.400 bis 3.000 Watt nötig sind, reichen fĂŒr Mini-Wasserkocher mit einem Volumen von unter einem Liter 1.500 bis 1.800 Watt völlig aus. FĂŒr die Schnelligkeit des Erhitzens spielt jedoch auch die Ausgangstemperatur des Wassers eine Rolle. So kocht 40 Grad warmes Wasser beispielsweise wesentlich schneller als Wasser mit einer Temperatur von nur 20 Grad Celsius. Schließlich kommt es auch auf die verwendeten Materialien an: Je besser das GehĂ€use isoliert ist, desto schneller kocht das Wasser.

Wasser marsch: Die passende FĂŒllmenge

Das Fassungsvermögen ist in AbhĂ€ngigkeit zur HaushaltsgrĂ¶ĂŸe beziehungsweise den ĂŒblichen Mengen im Haushalt zu wĂ€hlen. Üblicherweise liegt das FĂŒllvolumen eines Wasserkochers zwischen 1 und 2 Litern. Lediglich die kleinen Reise-Wasserkocher fassen weniger als 1 Liter. Die durchschnittliche FĂŒllmenge betrĂ€gt 1,7 Liter und bietet sich fĂŒr normale bis große Haushalte an. Wer lediglich ab und an eine Tasse Tee genießen möchte, ist mit einem kleinen GerĂ€t (0,5 bis 1 Liter) gut bedient. Wer jedoch regelmĂ€ĂŸig ganze Kannen fĂŒllen möchte, sollte ein grĂ¶ĂŸeres Modell (1 bis 2 Liter) in Betracht ziehen.

Kleiner Stromspartipp am Rande: Kochen Sie stets nur so viel Wasser auf, wie Sie tatsÀchlich benötigen, denn: Je weniger Wasser Sie im Kocher erwÀrmen, desto geringer ist auch der Energieverbrauch.

WofĂŒr brauche ich einen Kalkfilter im Wasserkocher?

Bei den meisten Wasserkochern wird ein herausnehmbarer Filter in Form eines Siebeinsatzes am Ausguss mitgeliefert. Er dient dazu, die abblĂ€tternden Kalkablagerungen, die in die Tasse geraten könnten, aufzuhalten. StandardmĂ€ĂŸig besteht dieser aus Kunststoff, seltener aus Edelstahl. Der Siebeinsatz sollte möglichst feinmaschig sein, um alle KalkrĂŒckstĂ€nde zurĂŒckzuhalten. Es reicht aus, den Kalkfilter regelmĂ€ĂŸig abzuwaschen.

Entscheidend fĂŒr die Kalkbildung: Der HĂ€rtegrad

Das Leitungswasser hat in Deutschland je nach Region einen unterschiedlichen HĂ€rtegrad, sprich Kalkgehalt. Bei einer WasserhĂ€rte ĂŒber 9 dH (Grad deutscher HĂ€rte) spricht man von hartem, unter 8 dH von weichem Wasser.

Welche Sicherheitsmechanismen sollte der Wasserkocher besitzen?

Die Verbindung aus heißem Wasser und Strom stellt grundsĂ€tzlich eine Gefahrenquelle dar. Moderne Wasserkocher sind mit verschiedenen Sicherheitsmechanismen ausgestattet, um die Gefahr eines Brandes zu verhindern und das GerĂ€t auch unbeaufsichtigt seine Arbeit verrichten lassen zu können. Zu diesen Schutzmaßnahmen zĂ€hlt unter anderem eine Abschaltautomatik und ein Überhitzungsschutz. Die automatische Abschaltung bewirkt eine Unterbrechung der Stromzufuhr, sobald das Wasser die gewĂŒnschte Temperatur erreicht hat. Anhand eines Klick-GerĂ€usches oder Signaltons wissen Nutzer, dass der Kochvorgang beendet ist. HierfĂŒr ist der Wasserkocher mit einem TemperaturfĂŒhler aus Bimetall ausgestattet. Er verhindert also einerseits, dass zu viel Wasser verdampft, und andererseits, dass unnötig Energie aufgebracht wird.

ZusĂ€tzliche Sicherheit bietet der Überhitzungs- beziehungsweise Trockengehschutz, mitunter auch als Dampf- oder Kochstoppautomatik gelĂ€ufig. Dieser Mechanismus verhindert im Falle eines Defekts, dass das Wasser immer weiter kocht. Das GerĂ€t schaltet sich bei einer zu geringen FĂŒllhöhe automatisch ab beziehungsweise lĂ€sst sich in diesem Zustand nicht mehr einschalten. WĂŒrde der Wasserkocher komplett leerkochen, ginge damit nĂ€mlich ein erhebliches Sicherheitsrisiko einher. Er wĂŒrde ĂŒberhitzen, was zu einem Kurzschluss fĂŒhren kann. Handelt es sich um ein Modell aus Kunststoff, könnte das Material schmelzen. Im schlimmsten Fall kommt es zu einem Brand.

Anhand bestimmter GĂŒtesiegel auf der Verpackung wie des GS- (GeprĂŒfte Sicherheit) oder TÜV-Siegels, die Sicherheit zertifizieren, erkennen Verbraucher auf den ersten Blick, dass der Wasserkocher ordnungsgemĂ€ĂŸ funktioniert. DarĂŒber hinaus sollten folgende Mindestanforderungen erfĂŒllt sein:

  • Das GerĂ€t muss einen festen Stand haben; es darf also nicht kippen. HierfĂŒr besitzt es in der Regel eine Abstellvorrichtung, auch als Versorgungsstation bekannt.
  • Anti-Rutsch-FĂŒĂŸe an der Versorgungsstation verhindern, dass der Wasserkocher von der KĂŒchenplatte rutscht.
  • Markierungen fĂŒr die minimal beziehungsweise maximal zulĂ€ssige FĂŒllmenge geben an, wie viel Wasser Verbraucher hinzufĂŒgen mĂŒssen.
  • Alle Bereiche, mit denen Nutzer in Kontakt kommen, mĂŒssen isoliert sein. Dazu gehören der Griff des Wasserkochers und im Idealfall der BehĂ€lter. Viele Hersteller verbauen deshalb einen sogenannten Cool-Touch-Griff, der sich wĂ€hrend des Kochvorgangs nicht erhitzt und auf diese Weise etwaige Verbrennungen unterbindet.
  • Ein Sicherheitsdeckel dient als Spritzschutz. Er sollte sich leicht und gleichmĂ€ĂŸig öffnen lassen, keinesfalls jedoch aufspringen, da in diesem Fall heißes Wasser spritzen wĂŒrde.
  • Dank Deckelverriegelung lĂ€sst sich der Wasserkocher nur auf Knopfdruck öffnen. Durch diese Sicherheitsverriegelung kann sich der Deckel beim Aufgießen des Wassers nicht selbst öffnen, was Verletzungen vorbeugt.
  • Anhand einer Kontrollleuchte beziehungsweise eines Signaltons erkennen Nutzer direkt, ob der Wasserkocher angeschaltet ist.
  • Mit der Switch-off-Funktion ist sichergestellt, dass sich der Wasserkocher automatisch ausschaltet, sobald der BehĂ€lter vom Sockel genommen wird.
  • Eine manuelle Abschaltmöglichkeit (in der Regel eine Ein- und Austaste) bietet Nutzern die Option den Kochvorgang vorzeitig abzubrechen.

Vorsicht, heißer Dampf: Achten Sie beim Öffnen des Deckels darauf, dass Ihre Hand oder Ihr Gesicht nicht mit dem Wasserdampf in Kontakt kommen. Nach dem Beenden des Kochvorgangs ist das Innere des BehĂ€lters nĂ€mlich sehr heiß – und ebenso der Dampf, der austritt. Warten Sie deshalb sicherheitshalber einige Sekunden, bevor Sie den Deckel öffnen.

Wunschtemperatur auf Knopfdruck: WofĂŒr brauche ich einen Temperaturregler?

WĂ€hrend einfache Wasserkocher lediglich einen Kippschalter aufweisen, der sich entweder in die Position „Ein“ oder „Aus“ bewegen lĂ€sst, sind höherpreisige Modelle mit diversen Temperatureinstellungen ausgestattet. Sie erhitzen sich also nicht nur bis zum Siedepunkt (etwa 100 Grad Celsius), sondern sind in gĂ€ngigen Temperaturstufen beziehungsweise ein Display zwischen 40 und 100 Grad Celsius einstellbar.

Die Wassertemperatur kann das Geschmacksergebnis maßgeblich beeinflussen. Das Zusatzfeature kommt vor allem passionierten Teetrinkern gelegen, denn nicht fĂŒr jeden Tee sollte das Wasser kochen. Es liefert ein prĂ€zises Ergebnis und spart nicht nur die Wartezeit, bis das Wasser auf die gewĂŒnschte Temperatur abgekĂŒhlt ist, sondern reduziert auch die Stromkosten. FĂŒr jeden, der nicht auf jedes Grad achtet, ist diese Funktion jedoch ĂŒberflĂŒssig, da sie den Preis unnötig in die Höhe treibt.

It’s tea time – die ideale BrĂŒhtemperatur

Je nach Teesorte benötigt das Wasser eine andere Temperatur, um die ideale IntensitÀt zu erreichen:

  • GrĂŒner Tee: 65–80 Grad Celsius
  • Weißer Tee: 80–85 Grad Celsius
  • Gelber Tee: 90 Grad Celsius
  • Schwarzer Tee: 96 Grad Celsius
  • Roter Tee: 96 Grad Celsius

Welche Ausstattungsmerkmale sind sinnvoll?

WĂ€hrend manche Zusatzfunktionen fĂŒr den Benutzerkomfort unverzichtbar sind, stellen sich andere lediglich als unnötige Spielereien heraus. Zu letzteren gehört unter anderem eine WLAN-Funktion, mit der sich Nutzer bei erreichter Wunschtemperatur via App auf das Tablet oder Smartphone benachrichtigen lassen können. Eine FĂŒllstandsanzeige, eine Warmhaltefunktion und eine LED-Beleuchtung sind dagegen sinnvoll.

FĂŒllstandsanzeige
Wasserkocher einfach - icon

Anhand einer Wasserstandsanzeige können Nutzer die FĂŒllmenge ablesen. Die Skala zeigt also an, wie viel Wasser bereits im Kocher ist, und ersetzt auf diese Weise den Messbecher. Damit die Skalierung gut ablesbar ist, sollte sie an der GehĂ€useseite angebracht sein. Eine Anzeige auf beiden Seiten gewĂ€hrleistet eine gleichermaßen einfache Sichtbarkeit fĂŒr Rechts- und LinkshĂ€nder. DarĂŒber hinaus sollte sie möglichst detailliert sein; die Schritte sollten also maximal 0,5 Liter betragen. Praktisch sind unter anderem auch Tassenangaben.

Warmhaltefunktion
Wasserkocher Warmhaltefunktion - icon

Ist der Wasserkocher mit einer WĂ€rmeplatte ausgestattet, bleibt das Wasser im Inneren ĂŒber eine lĂ€ngere Zeit warm. Das lohnt sich vor allem fĂŒr Teeliebhaber, die das Wasser nur einmal erwĂ€rmen und sich immer wieder eine neue Tasse Tee zubereiten möchten. Durch das BetĂ€tigen der Warmhaltetaste hĂ€lt das Wasser durch die im Boden der Wasserkanne integrierte Heizplatte seine aktuelle Temperatur ĂŒber einen Zeitraum von bis zu 30 Minuten. Dadurch ist es nicht nötig, das Wasser sofort weiterzuverarbeiten oder erneut zu erhitzen.

LED-Beleuchtung
Wasserkocher LED-Beleuchtung - icon

Eine in den Boden des BehĂ€lters integrierte LED-Beleuchtung findet sich vor allem in Glas-Wasserkochern. Diese wird wĂ€hrend des Kochvorgangs aktiviert. Dadurch ergeben sich Lichtspiele, die fĂŒr einen Eyecatcher in der KĂŒche sorgen. Manche Modelle leuchten je nach Temperatur entweder blau oder rot. Diese Farbcodierung ist nicht nur optisch sehr ansprechend, sondern dadurch können Nutzer schon von Weitem abschĂ€tzen, wie lange sie noch auf das Wasser warten mĂŒssen. DarĂŒber hinaus können sie selbst bei schlechten LichtverhĂ€ltnissen noch einen Blick in den BehĂ€lter werfen.

Eine Frage des Preises: Topmodelle von gĂŒnstig bis luxuriös

Wer einen Wasserkocher sucht, bekommt eine große Markenvielfalt geboten. Die gĂŒnstigsten GerĂ€te kosten nicht mehr als zehn Euro. Bei diesen SchnĂ€ppchen sollten Kaufinteressierte jedoch keine Wunder erwarten. Schließlich sparen die Hersteller an Material, GrĂ¶ĂŸe und Leistung. Mit einem höheren Anschaffungspreis steigt in der Regel die Leistung, aber auch das Fassungsvermögen sowie der Umfang der Zusatzausstattung.

Gute Wasserkocher mĂŒssen jedoch nicht zwangslĂ€ufig teuer sein. GerĂ€te ab 20 Euro bringen bereits alle Standardeigenschaften mit, die ein technisch ausgereifter Wasserkocher besitzen sollte. Mittelklasse-GerĂ€te fĂŒr 30 bis 50 Euro verfĂŒgen hĂ€ufig bereits ĂŒber eine 360-Grad-Basisstation sowie einen Temperaturregler. FĂŒr Edelstahl-Modelle mit zahlreichen Komfortfunktionen mĂŒssen Verbraucher bereits zwischen 50 und 100 Euro ausgeben. Besonders hochwertige Modelle mit einem unverwechselbaren Design liegen sogar im dreistelligen Bereich.

Wie hÀufig ist der Wasserkocher zu entkalken?

Moderne Wasserkocher mit verdecktem Heizelement sind nicht besonders pflegeintensiv. Bei der Reinigung des GerĂ€ts geht es in erster Linie um die Entkalkung. Schließlich sind KalkrĂŒckstĂ€nde der grĂ¶ĂŸte Feind des Wasserkochers. Sie beeintrĂ€chtigen die EffektivitĂ€t und können im schlimmsten Fall zu einem Defekt des GerĂ€ts fĂŒhren. Wenn Sie Ihren Wasserkocher regelmĂ€ĂŸig entkalken, verbrauchen Sie bis zu 30 Prozent weniger Energie. Ein mit Kalk bedeckter Kocher benötigt nĂ€mlich mehr Energie, um das Wasser zu erhitzen. Wie hĂ€ufig das Entkalken ansteht, ist jedoch abhĂ€ngig von der jeweiligen WasserhĂ€rte. SpĂ€testens dann, wenn der Kalk am Boden des Wasserkochers sichtbar ist, steht die nĂ€chste Reinigung an. FĂŒr gewöhnlich reicht es aus, das GerĂ€t einmal im Monat zu entkalken.

FĂŒr die Entkalkung ist ein handelsĂŒblicher Kalklöser auf Basis von ZitronensĂ€ure oder Essig die beste Lösung. Diesen gibt es als Pulver, Tabletten, Granulat oder in flĂŒssiger Form. Der Vorteil der Entkalkungstabletten ist, dass sie bereits vorportioniert sind. Anschließend sind sie – je nachdem, was in der Gebrauchsanweisung steht – in der Regel nur noch aufzukochen und nach dem Ende des Kochvorgangs nochmals mit klarem Wasser auszuspĂŒlen.

Doch auch das eine oder andere Hausmittel erfĂŒllt seinen Zweck. Wer es natĂŒrlich bevorzugt, kann beispielsweise zu einer halben Zitrone greifen. Diese reiben Nutzer einfach ĂŒber die verkalkte Stelle. Eine Alternative ist ein Gemisch aus ZitronensĂ€ure und Wasser, dass sie etwa drei bis vier Stunden einwirken lassen, ohne es aufzukochen.

Essig funktioniert als Hausmittel zwar am effektivsten, riecht jedoch Ă€ußerst unangenehm. Sollte Sie das nicht weiter stören, gehen Sie folgendermaßen vor:

  1. FĂŒllen Sie den BehĂ€lter mit Essig und Wasser im VerhĂ€ltnis 1:1, sodass der Boden komplett bedeckt ist.
  2. Lassen Sie dieses Gemisch etwa ein bis zwei Stunden einwirken.
  3. Bringen Sie das Wasser zum Kochen.
  4. Entleeren Sie das Gemisch und fĂŒllen Sie den BehĂ€lter mit Leitungswasser.
  5. Bringen Sie das Wasser erneut zum Kochen.
  6. Entleeren Sie das Wasser – nun ist der Wasserkocher wieder sauber und einsatzbereit.

Mit dem Wasserkocher kochen – ist das möglich?

Zwar weisen die meisten Hersteller darauf hin, dass sich die GerĂ€te nur zum Erhitzen von Wasser eignen, das hĂ€lt jedoch nicht jeden davon ab, den Wasserkocher auch zum Aufbereiten von Dosensuppen, Milch oder gar WĂŒrstchen zu verwenden – insbesondere dann, wenn der Herd kaputt ist. Mit ein bisschen Fantasie lĂ€sst sich der Wasserkocher in einen wahren Alleskönner verwandeln. Von Nudeln bis hin zu Eiern lĂ€sst sich vieles darin zubereiten. Das GefĂ€ĂŸ ist im Anschluss aber nur sehr schwierig zu reinigen. Zudem setzt sich – zumindest bei Kunststoffkochern – der Geschmack im GehĂ€use fest.

Folgende Rezeptideen gelingen nichtsdestoweniger auch im Wasserkocher:

  • Reisgerichte: FĂŒllen Sie den Wasserkocher mit Wasser und hĂ€ngen Sie die TĂŒte, also den Reis im Kochbeutel, von oben hinein. Die TĂŒte können Sie mit dem Deckel fixieren. Geben Sie etwas Salz dazu und starten Sie den Kochvorgang – wiederholen Sie das, bis die empfohlene Garzeit abgelaufen ist.
  • TĂŒtensuppe: Geben Sie die empfohlene Menge Wasser in den Kocher, schalten Sie das GerĂ€t an und rĂŒhren Sie das Pulver ein. Sobald die Suppe kocht, ist es wichtig, dauerhaft zu rĂŒhren.
  • Nudeln mit Tomatensoße: FĂŒllen Sie den Kocher mit gesalzenem Wasser und lassen Sie die Nudeln darin rund zehn Minuten kochen. Erhitzen Sie die Tomatensoße anschließend mit der RestwĂ€rme. Falls das nicht ausreichen sollte, schalten Sie den Wasserkocher erneut an, aber passen Sie auf, dass die Soße nicht anbrennt.

WeiterfĂŒhrende Testberichte

Achtung: Hierbei handelt es sich um einen Vergleich. Wir haben die Wasserkocher nicht selbst getestet.

Zuletzt testete die Stiftung Warentest im Dezember 2012 insgesamt 18 Wasserkocher mit einem FĂŒllvolumen von 1,1 bis 1,8 Litern und Preisen zwischen 18 und 104 Euro. Untersucht wurden die Wasserkocher in den Bereichen „Kochen und Warmhalten“, „Handhabung“, „Umwelt und Gesundheit“ sowie „Sicherheit". Das Testergebnis: Zwar hatte keines der GerĂ€te Probleme, Wasser zum Kochen zu bringen, die Handhabung gestaltete sich jedoch hĂ€ufig schwieriger als erwartet. Jedes zweite Testmodell ließ sich nur schwer bedienen. Verantwortlich dafĂŒr war unter anderem die Temperaturregelung. Alle fĂŒnf guten Kocher ohne diese Funktion waren vergleichsweise einfach in der Handhabung.

Testsieger unter den Wasserkochern mit Temperaturregelung wurde der Bosch Styline TWK8613 mit dem Testurteil „Gut“. Drei weitere TestgerĂ€te ergatterten das TestprĂ€dikat „Gut“: der Siemens sensor for senses TW86103, der Philips HD9385 und der AEG EWA7500. Ein Testprodukt wurde lediglich mit einem „Befriedigend“ bewertet. Bei den Modellen, die nur mit einer Kochfunktion ausgestattet sind, konnte der Kenwood kMix SJM 034 mit dem Testurteil „Gut“ den Testsieg erringen. Vier weitere TestgerĂ€te wurden fĂŒr „Gut“ befunden, nĂ€mlich der Russell Hobbs Deluxe 18495-56, der Cloer 4111, der Moulinex subito BY530530 und der Tefal KI210036. Außerdem erhielten sieben Testprodukte das Gesamturteil „Befriedigend“ und eines die Wertung „Ausreichend“.

Im Jahr 2016 nahm auch das Testinstitut ÖKO-TEST Wasserkocher mit einem FĂŒllvolumen von 1,5 bis 1,7 Liter unter die Lupe. 15 Wasserkocher aus Edelstahl, Glas und Kunststoff befanden sich im Test, daunter die folgenden Marken: AEG, Bosch, Braun, Clatronic, Kenwood, Kitchenaid, Klarstein, Krups, OK, Philips, Russel Hobbs, Severin, Siemens, Tefal und WMF. FĂŒnf Testmodelle verfĂŒgten ĂŒber einen Temperaturregler. Immerhin zwei TestgerĂ€te schnitten mit dem Testergebnis „Sehr gut“ ab. AbzĂŒge gab es vor allem dann, wenn das GehĂ€use zu heiß wurde.

Einen aktuelleren Test bietet CHIP. Die Tester ĂŒberprĂŒften insgesamt 35 Wasserkocher zwischen 10 und 80 Euro. Zum Testsieger mit dem Testurteil „Sehr gut“ (Testnote 1,5) wurde der WMF 1,6 l Lineo Shine Edition gekĂŒrt. Preis-Leistungs-Sieger wurde der Clatronic WK 3559 mit dem Testurteil „Gut“ (Testnote 2,2).