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Bildbearbeitungssoftware

Die besten Bildbearbeitungsprogramme im Vergleich

Jenny Gebel

Funktionen

Performance

Bedienung

Hilfe & Support

Bilder verwalten, kategorisieren, ordnen und nie den Überblick verlieren

Das Wichtigste in Kürze:
  • Die Nachbearbeitung eines Fotos mit Perspektiv-, Farb- und Tonwertkorrektur, Weißabgleich und Schärfeeinstellungen gehört zur digitalen Fotografie.
  • Bildbearbeitungsprogramme ermöglichen Bildoptimierungen, Fotomontagen, Grafikerstellungen und Verwaltung
  • Ein Bildbearbeitungsprogramm ändert den Farbwert und die Helligkeit der Pixel in einem Bild.
  • Bildbearbeitungsprogramme sind als klassische Kaufversion oder im Abonnement erhältlich.

1. Wofür benötigen Sie eine Bildbearbeitungssoftware?

Wer dem Fotografen über die Schulter schaut, ist oft erstaunt, wie dieser bei der Bildbearbeitung der Fotos am Computer trickst. Mit wenigen Klicks zaubert der Fotograf bei einem Bewerbungsfoto ein strahlend weißes Gewinnerlächeln. Oder er lässt störende Haarsträhnen und kleine Fältchen verschwinden.

Inzwischen sind die kleinen Kniffe der Profi-Bildbearbeitung auch beim Hobby-Fotografen angekommen. Vor allem in der digitalen Fotografie ist die Nachbearbeitung mithilfe einer Bildbearbeitungssoftware selbstverständlich.

Praktisches Hilfmittel – nicht nur für Profis

Ein Bildbearbeitungsprogramm gehört ebenso wie Kamera, Filter und Objektiv zur Grundausstattung eines Fotografen dazu, egal ob Amateur oder Profi. Der PC wird mittels einer Bildbearbeitungssoftware zu einem idealen Hilfsmittel, um kleinere Fehler von einem Foto im Nachhinein zu entfernen. Typische Funktionen von Bildbearbeitungssoftware sind Belichtungskorrektur, Nachbearbeitung von Perspektivverzerrungen wie "stürzende Linien" oder die Entfernung störender Bildelemente. Mit diesen Techniken der Bildbearbeitung kann jeder Nutzer seine Urlaubsfotos perfektionieren und auf DVD brennen.

Das Retuschieren bei Porträtaufnahmen wird ebenfalls gern mit Photoshop und Co. erledigt. Auch digitalisierte, alte Fotos können durch den Einsatz einer Bildbearbeitungssoftware wieder wie neu aussehen. Risse, Knicke und Flecken werden am Rechner entfernt. Oft bieten Bildbearbeitungsprogramme auch die Funktion alte Fotos nach zu kolorieren.

Vorteile einer Bildbearbeitungssoftware

  • Korrekturen von kleinen Aufnahmefehlern
  • Objektentfernung
  • Intelligente Skalierung ohne Verzerrung
  • Erstellung von Panoramabildern
  • Kreative Fotomontagen aus Fotos, Text- und Grafikelementen
  • Unterstützung vielfältiger Speichermedien
  • Ebenentechnik für non-destruktive Bildbearbeitung
  • Verwaltung von Bilddateien

Fortgeschrittene Nutzer setzen mit einer guten Bildbearbeitungssoftware mehrere Bilder zu einer professionellen Fotomontage zusammen. Dazu sollten sich User mit dem Prinzip der verschiedenen Ebenen auskennen. Außerdem bringen alle Anwendungen aus dem Vergleich der besten Bildbearbeitungsprogramme verschiedene Effektpaletten mit. Auch diese Gestaltungselemente dienen der umfassenden Bildbearbeitung, die über eine schlichte Optimierung hinausgeht. Dies führt zu einem weiteren Bereich, in dem eine BIldbearbeitungssoftware zu Einsatz kommt – die Gestaltung von Grafiken. User erstellen mit den verschiedenen Werkzeugen und Tools, die einige Programme enthalten, grafische Produkte wie Flyer, Logos, Icons oder Banner.

RAW-Bilder gelten bei Foto-Profis als Bilddateien, die den größten Bearbeitungsspielraum bieten. Die "Rohbilder" entsprechen der Ansicht, die der Kamerasensor liefert. Das bedeutet, dass die Bildinformationen verlustfrei enthalten sind. Korrekturen rund um Helligkeit und Belichtung fügt der Fotograf selbst ein. Bei den gängigen, digitalen Bildformaten wie JPG, TIF oder PNG wurde eine Bildbearbeitung sowie eine Komprimierung bereits vorgenommen, so dass die Bilddetails nicht mehr vollständig vorhanden sind. Oft erfolgt diese automatische Optimierung in der Kamera selbst. Ein gutes Bildbearbeitungsprogramm sollte auch Importiermöglichkeiten für das unbearbeitete RAW-Format anbieten. Hierbei ist zu beachten, dass Bilder in RAW deutlich mehr Speicherplatz benötigen. Einige Grafikprogramme scheitern deshalb an der Anzeige einer solchen Bilddatei.

2. Die Möglichkeiten der Fotobearbeitung am PC

Fotos wurden schon immer retuschiert. Früher von Hand, seit vielen Jahren nun schon am Computer. Mit modernen Programmen für die Bildbearbeitung hat man heute mehr Möglichkeiten denn je, Fotos zu verändern, zu optimieren oder miteinander zu montieren. Man kann der eigenen Kreativität beim Bearbeiten von Fotos also nahezu völlig freien Lauf lassen. Je intensiver sich der Nutzer mit den einzelnen Softwareprodukten auseinandersetzt, umso mehr Möglichkeiten zur Bildbearbeitung findet er.

Bei einer einfachen Bildoptimierung passt der Nutzer Belichtung, Farben, Schärfe und Bildausschnitt der Aufnahme an.

Eine gute Fotobearbeitungssoftware ermöglicht weiterhin das präzise Freistellen von Objekten sowie die Montage von mehreren Motiven zu einem neuen Bild. Mithilfe von verschiedenen Retuschier- und Korrekturwerkzeugen lassen sich störende Elemente schnell entfernen.

3. Kostenlose Bildbearbeitungssoftware – Kann Freeware überzeugen?

Sehr wichtig bei der Entscheidung für die beste Bildbearbeitungssoftware ist die Frage nach den Kosten: Wie viel Geld möchte ich für ein Programm zur Bildbearbeitung ausgeben? Lohnt es sich überhaupt, Geld in eine neue Bildbearbeitungssoftware zu investieren? Schließlich gibt es im Internet auch zahlreiche Gratis-Tools und sogar umfangreiche Fotobearbeitungsprogramme, die vielleicht schon genügen.

Eine allgemeingültige Antwort gibt es auf die Budgetfrage nicht. Welches Bildbearbeitungsprogramm das Beste ist, hängt unter anderem davon ab, welchen Funktionsumfang sich der Nutzer wünscht. Der eine möchte bei seinen Bildern hauptsächlich Grundwerte wie Helligkeit, Kontrast oder den Bildausschnitt anpassen und hier und da etwas retuschieren. Ein anderer ist ein kreativer Geist, der umfangreiche Bildkompositionen, Fotomontagen, Buchcover oder Poster gestalten will.

Allgemein können Verbraucher davon ausgehen, dass kostenfreie Programme einen geringen Funktionsumfang aufweisen. Daher sind sie eine Empfehlung für Anfänger ohne Vorkenntnisse, die die ersten Schritte auf dem Gebiet der Bildbearbeitung wagen wollen. Schließlich bieten die Anwendungen die wichtigsten Basis-Funktionen.

Die folgende Übersicht zeigt die Unterschiede im Funktionsumfang eines kostenlosen Fotoprogrammes und einer Kaufversion. Beide Anwendungen kommen vom Softwarehersteller Magix:

  Magix Foto Designer 7 (Gratis) Magix Photo Premium (rund 100 Euro)
Schnelloptimierung (Kontrast, Farbe, Schärfe)
Bildformat anpassen (Drehen, Spiegeln, Zuschneiden)
Freistellwerkzeuge
Textwerkzeug
Rote-Augen-Korrektur
Fotos restaurieren
Objekte entfernen
Effekt- und Kunstfilter
Panorama-Montage
Perspektiv-Korrektur
Inhaltsbasiertes Füllen
Import von RAW-Dateien
Fotomanager
Intelligente Skalierung
Diashow erstellen
Illustrationen & Grafiken erstellen
Unterstützung von Grafik-Tablets
Erweiterung durch Plug-Ins
Online-Katalog > 2.500 Design-Elemente
Bilderbibliothek > 760.000 Stockfotos und Illustrationen
Bildbearbeitung im Vergleich - Der unterschiedliche Funktionsumfang eines Gratisprogrammes und einer Bildbearbeitungssoftware für Einsteiger und Profis

Für ein kostenloses Programm hat der Foto Designer durchaus einen ansehnlichen Funktionsumfang. Im Vergleich sowie in der Nutzung stellt sich jedoch schnell heraus, dass das Programm nur die Grundfunktionen der Bildbearbeitung mitbringt. Die Kaufversion bietet mit einem Dateimanager und den Grafikwerkzeugen einen höheren Bedienkomfort und Nutzwert. Zudem hat der Nutzer eine deutlich größere Auswahl an Vorlagen, Textelementen und Filtern.

Mit Magix Photo Premium kann der User aus seinen Fotos zudem eine ansprechende Dia-Show zusammenstellen. Somit bietet das Programm neben der Dateiverwaltung und der Bildbearbeitung auch Tools zur Präsentation der fertigen Bilder an. Nicht zuletzt stehen dem User zahlreiche Grafik- und Zeichenwerkzeuge zur Verfügung. Die professionelle Gestaltung von Raster- und Vektorgrafiken ist mit der kostenpflichtigen Bildbearbeitungssoftware ohne weiteres möglich. Wer also nicht nur hin und wieder ein Foto ausbessern möchte, sondern Bilder für Präsentationen vorbereiten sowie Fotomontagen und grafische Elemente gestalten will, der ist mit der Kaufversion besser beraten.

GIMP – der kostenlose Photoshop-Konkurrent?

GIMP Logo
Die freie Bildbearbeitungssoftware GIMP ist weit verbreitet, aber nur wenige User können damit umgehen.

Dass kostenlose Programme einen geringen Funktionsumfang aufweisen, trifft in vielen Fällen zu. Im Bereich Bildbearbeitungssoftware gibt es jedoch eine Ausnahme namens GIMP.
Das pixelbasierte Grafikprogramm ist eine freie Bildbearbeitungssoftware. Es unterstützt mehr als 30 Dateiformate und bietet eine große Auswahl an Filtern, Pinseln sowie Ebenen- und Maskierungsfunktionen. GIMP wurde ursprünglich für Linux-Distributionen programmiert. Die Verbreitung auf diesem Betriebssystem trug ebenfalls zur allgemeinen Bekanntheit des Programms bei. Inzwischen läuft GIMP auch auf Windows und OS X. Wegen seines breiten Funktionsumfanges wird das freie Grafikprogramm gern mit Photoshop verglichen. Allerdings fällt die Bedienung von GIMP bei Weitem nicht so intuitiv aus wie bei dem Marktführer auf dem Gebiet Bildbearbeitung. Wer sich für das Programm entscheidet, sollte unbedingt eine längere Einarbeitungszeit einplanen. Mit etwas Geduld und Geschick ist eine professionelle Bildbearbeitung mit der Freeware jedoch durchaus möglich.

Online-Fotobearbeitung – eine Express-Version aus der Cloud

PIXLR Logo
PIXLR zählt zu den beliebtesten Tools für die Online-Bildbearbeitung.

Wer es eilig hat und seine Bilder schnell ein bisschen verbessern möchte, kann auch einen Blick auf den Ratgeber zu Online-Bildbearbeitungsprogramme werfen.

Der Umfang an Möglichkeiten der Bildbearbeitung, den diese cloudbasierten Fotoprogramme bieten, reicht selbstverständlich nicht an eine professionelle Bildbearbeitungssoftware heran. Doch durch vorgefertigte Filter und Effekte ist eine einfache Bildbearbeitung selbst für Einsteiger kinderleicht. Die Basics sind auf jeden Fall vorhanden. Zudem funktioniert die Online-Bildbearbeitung unabhängig vom Betriebssystem. Einzige Voraussetzung ist eine stabile Internetverbindung. Auf den meisten Plattformen gibt es Anbindungen an soziale Netzwerke und Foto-Plattformen. So kann der User seine erstellten Fotokunstwerke mit seiner Community, Freunden und Familie teilen.

Ein Nachteil ist jedoch, dass der Nutzer seine Fotos auf einen Server ins Internet laden muss, und sei es nur vorrübergehend. Dies dürfte nicht jedem gefallen. Einige Anbieter schränken zudem die Dateigröße beim Bildupload ein. Oder die Auswahl der Bildauflösung ist begrenzt.

Für eine Express-Bildoptimierung von Selfies und anderen Schnappschüssen, die der User auf Smartphone oder Tablet aufgenommen hat, reichen diese Programme jedoch vollkommen aus.

4. Fotos, Grafiken, Vektoren, RAW-Dateien - Verschiedene Arten der Bildbearbeitung

Bildbearbeitungssoftware gehört in das weite Feld der Multi-Media-Programme. Innerhalb der Produktkategorie kann man ebenfalls verschiedene Programmtypen unterscheiden. Wer sich näher mit den Anwendungen beschäftigt, stellt schnell fest, dass die Hersteller unterschiedliche Schwerpunkte setzen. Dies hängt auch mit der Zielgruppe zusammen. Ein Hobbyfotograf hat andere Ansprüche an den Funktionsumfang einer Bildbearbeitungssoftware als ein Grafiker.
Für die Kaufentscheidung und die geplante Nutzung kann dies eine wesentliche Rolle spielen, weshalb wir die verschiedenen Programmtypen im Folgenden kurz vorstellen, auch wenn sich die Bereiche bei den meisten Programmen stark vermischen.

Die klassische Bildbearbeitung am PC

Digitale Bilder zählen zu den Pixelgrafiken. Grafikprogramme zur Bearbeitung von Fotos arbeiten daher in der Regel pixelorientiert. Ihre Kernfunktion ist es, das Pixelmuster eines Bildes zu verändern.

Zur Ausstattung dieser Programme gehören auf jeden Fall die Basics der Bildbearbeitung, also Reparatur- und Bildoptimierungswerkzeuge sowie Funktionen zur Anpassung von Bildgröße und Farbe. Die meisten Anwendungen bieten zudem noch einfache grafische Elemente wie Pfeile, Sprechblasen und Textfelder.

Einstellungsebene
Mithilfe der Ebenen ist eine non-destruktive Bildbearbeitung möglich. Trotz Änderungen bleiben die originalen Bildinformationen erhalten.

Das Ziel der Bearbeitung ist die Verbesserung des Bildes. Allerdings kommt es häufiger vor, dass sich die Qualität des Bildes durch die Anpassungen eher verschlechtert.
Ein Grund dafür kann der falsche Einsatz der Bildbearbeitungssoftware sein. Zwar sind in einem Computerprogramm normalerweise diverse Funktionen vorhanden, um Änderungen wieder rückgängig zu machen. Hat der User die bearbeitete Datei jedoch bereits gespeichert, wird es schwierig, das Bild wieder in den ursprünglichen Zustand zurück zu versetzen. Tonwertstufen, Farbwerte und andere Bildinformationen können durch die direkte Veränderung des Pixelmusters unwiederbringlich verloren gegangen sein.

Für diese Situationen haben die Software-Hersteller einige Schutzmaßnahmen integriert. Bei Photoshop besteht die Möglichkeit mit Smartobjekten arbeiten. Der User kann einzelne Ebenen oder ganze Gruppen als Smartobjekt definieren. Alle Metadaten der jeweiligen Bilddateien oder Vektorgrafiken werden über das Smartobjekt abgespeichert, so dass die Bildinformationen in ihrer ursprünglichen Form erhalten bleiben. Das Ursprungsbild wird also trotz der Änderungen, die der User durchführt, nicht angetastet. Auf diese Weise ist eine non-destruktive Bearbeitung möglich.
Non-destruktiv bedeutet einfach, dass der Quellinhalt eines Bildes mit allen Eigenschaften erhalten bleibt und wiederhergestellt werden kann. Allerdings geht der Umgang mit Smartobjekten nicht ganz leicht von der Hand.

Tipp: Experten empfehlen, die Bearbeitung an einer Kopie durchzuführen. Mit dieser einfachen Methode sind die Originalbilder mit allen Bildinformationen gesichert und die Arbeit mit dem Bildbearbeitungsprogramm erfolgt bequem und ressourcenschonend.

Eine andere Methode für die verlustfreie Bildbearbeitung sind die Einstellungsebenen. Diese liegen gewissermaßen als durchsichtige Folie über dem Bild. In der Ebene stellt der User die gewünschten Korrekturen ein. Die Einstellungen werden in das Bild hineingerechnet und in Echtzeit auf dem Bildschirm sichtbar. Bei Bedarf kann der User alle Werte wieder problemlos zurücksetzen und neue Bearbeitungen an dem Foto durchführen.
Generell ist die Ebenentechnik eine ideale Methode der verlustfreien Bildbearbeitung. Andere Grafikprogramme haben diese Technik ebenfalls übernommen.

Um vorgenommene Bildänderungen wieder rückgängig zu machen, kann der User das Foto auch einfach in dem Dateiformat speichern, in welchem alle Veränderungsschritte aufgezeichnet werden. In Photoshop ist dies das PSD-Format. Die Entsprechung bei GIMP ist das XCF-Format. Allerdings haben diese Dateien in der Regel eine stattliche Größe, so dass mit längeren Ladezeiten zu rechnen ist.

RAW-Konverter – Bildbearbeitung mit Parametern

Profi-Fotografen bevorzugen das RAW-Format für ihre Bildbearbeitungssoftwareitung, da dieses mehr Gestaltungsmöglichkeiten bietet. Mit einer gängigen Fotosoftware ist eine Veränderung von RAW-Dateien jedoch meist nicht ohne Verluste möglich, weil das Programm die Anpassungen nicht in die Originaldatei zurückspeichern kann. Einige Fotoprogramme zeigen die RAW-Formate noch nicht einmal an.

In der digitalen Bildbearbeitung haben sich deshalb RAW-Konverter etabliert, die eine "Entwicklung" der Bildnegative im RAW-Format und eine parametrische Bearbeitung ermöglichen. Das bedeutet, dass Änderungen wie Weißabgleich, Belichtungskorrekturen oder Perspektivenanpassungen in einer separaten Datei oder in einer Datenbank abgespeichert werden. Erst beim Konvertieren in ein anderes Bildformat oder beim Export werden diese Parameter auf die Original-Bilddatei angewandt.

Im Laufe der Zeit haben die Software-Hersteller die Konverter mit weiteren Extra-Funktionen für Retusche und Nachbearbeitung ausgestattet, so dass sie schon mit eigenständigen Bildbearbeitungsprogrammen vergleichbar sind.
Die Bildbearbeitungssoftware Capture One Pro gilt unter Profis als einer der besten RAW-Konverter und macht damit Adobe Lightroom Konkurrenz.

Vektorgrafikprogramme in der Bildbearbeitung

Netzsieger Vektorgrafik
Das Netzsieger-Logo als Vektorgrafik (links) und als Rastergrafik (rechts). Beim Skalieren passt sich die Vektorgrafik an. Die Rastergrafik verpixelt stark.

Wer Fotos verschönern und professionelle Illustrationen erstellen will, benötigt eine Software mit überzeugenden Grafik-Werkzeugen. Natürlich sind Grafik- oder Zeichenprogramme auch separat erhältlich. Hier muss der Verbraucher abwägen, was für seine Zwecke besser geeinget ist. Erstellt er beispielsweise regelmäßig professionelle Logos oder gar 3D-Szenen und arbeitet er des Öfteren mit Vektorgrafiken? Dann lohnt sich meist ein eigenständiges Vektorgrafikprogramm. Für gelegentliche Illustrationen reicht dagegen eine Bildbearbeitungssoftware mit erweiterten Grafikfunktionen. Dabei sollte das Programm idealerweise mit Vektorgrafiken umgehen können.

Vektorgrafiken setzen sich aus geometrischen Formen beziehungsweise aus definierten Linien und Kurven zusammen. Größe, Farbe und Form dieser Elemente werden durch Parameter wie Radius und Kantenlänge bestimmt. Sie lassen sich daher stufenlos und verlustfrei skalieren. Das bedeutet, sie verpixeln nicht, wenn das Bild vergrößert wird. Logos, Schaubilder oder Piktogramme werden daher bevorzugt als Vektorgrafiken gestaltet.

Im Gegensatz dazu stehen die Rastergrafiken, zu denen auch digitale Bilder zählen. Sie setzen sich aus einzelnen Bildpunkten (Pixeln) zusammen. Jeder Pixel enthält einen bestimmten Farbwert. Erst in der gesamten Ansicht ergeben die bunten Pixel für den Betrachter ein Bild. Die Qualität des Bildes hängt von Größe und Anzahl der Pixel ab. Eine Rastergrafik besitzt eine sehr gute Qualität, wenn die Pixel sehr klein und in großer Anzahl vorhanden sind (hohe Auflösung). Allerdings steigt dann auch der Speicherbedarf der Grafik.

Tipp:
Für Bilder, die gedruckt werden sollen, wird eine Auflösung von 300 Bildpunkten pro Inch (dpi) auf DIN A4 empfohlen.

Da sie zudem aus einer vordefinierten und somit fixen Pixelanzahl bestehen, erkennt man bei der Skalierung ganz klar den Treppen-Effekt, der durch die vergrößerten Bildpunkte entsteht.

Mit Bildbearbeitungsklassikern wie Photoshop oder Cyberlink PhotoDirector können Anwender, die Fotos bearbeiten und Grafiken erstellen möchten, nichts falsch machen. In der Creative Cloud von Adobe haben User zudem Zugriff auf Illustrator und das Layout-Programm InDesign.

Mit Zeichenprogrammen selbst am PC den Pinsel schwingen

Grafikerstellung
Einige Bildbearbeitungsprogramme leisten gute Arbeit bei der Grafikerstellung.

Bei einem Bildbearbeitungsprogramm nimmt der Nutzer an einer Bildvorlage die gewünschten Veränderungen vor. Anders ist es bei einer reinen Zeichensoftware. Hier fängt der User in der Regel bei einem leeren Blatt an. Oder er gestaltet ein vorhandenes Motiv kreativ um. Dazu bietet ihm die Software zahlreiche Tools wie Pinsel, Stifte, Formen, Schnittwerkzeuge und eine große Farbpalette. Hinzu kommt meist eine große Auswahl an Kunstfiltern, die verschiedene Maltechniken möglich machen. Dennoch setzen die meisten Programme sehr gute Zeichenkenntnisse voraus. Anders als bei klassischer Bildbearbeitungssoftware gibt es bei Zeichenprogrammen kaum automatisierte Prozesse.

Reine Zeichenprogramme findet man eher selten auf dem Markt. Dafür enthalten die meisten Bildbearbeitungsprogramme diverse Zeichentools. Für gelegentliche Zeichnungen am PC und für den Einstieg sind diese "abgespeckten Versionen" optimal. Dazu zählt unter anderem die CorelDRAW Graphics Suite, die es auch im Vergleich der besten Bildbearbeitungsprogramme in das Top-Ten-Ranking geschafft hat. Profis werden jedoch schnell an die Grenzen der Funktionalität stoßen. Für sie lohnt sich der Blick in den Vergleich der besten Zeichenprogramme.

Bildverwaltungssoftware – Struktur und Übersicht im Bilderordner

Die übersichtliche Organisation und ein schnelles Wiederfinden von Bilddateien vereinfachen auch die Bildbearbeitung. Für die Anpassung der Bilder spielen diese Funktionen jedoch oft eine untergeordnete Rolle.

Bei kleinen Bildbeständen, die noch recht übersichtlich sind, reicht meistens schon der Explorer, der zum Betriebssystem gehört. Dieser bietet Grundfunktionen wie:

  • Ordner anlegen
  • Bilder kopieren
  • Dateien verschieben
  • Dateien umbenennen
  • Ordner und Dateien löschen

Wer große Bildarchive verwalten möchte, ist mit einer externen Software besser beraten. In vielen Bildbearbeitungsprogrammen ist daher ein Foto-Organizer integriert . Diese bieten oft einen deutlich höheren Bedienkomfort als der PC-Standard-Explorer. Dazu gehören zum Beispiel eine übersichtliche Miniaturansicht, bei der der Anwender einzelne Bilder in Vergrößerung sehen kann, und das Zusammenfassen von Bildern in Alben.

Einige Verwaltungsprogramme haben die Funktion Bilddateien anhand von Motiven, Gesichtserkennung oder den GPS-Daten sortieren zu können. Durch dieses "Tagging" lassen sich alle Bilder mit einer bestimmten Person oder die Aufnahmen von einem bestimmten Ort schnell herausfiltern. Gerade bei großen Bildbeständen kann dies sehr nützlich sein.

Auch eine Suchfunktion ist ein hilfreiches Tool bei einem umfangreichen Fotobestand. Hier greifen einige Programme auf die Bild-Metadaten zurück. Diese Informationen bilden eine wesentliche Grundlage für die Organisation der Bilder. Ein gutes Fotoverwaltungsprogramm sollte die Metadaten daher übersichtlich und vor allem komplett anzeigen.

Einige Bildverwaltungsprogramme erlauben sogar eine Fotobearbeitung in kleinerem Stil. Dies gehört nicht zwingend zum Funktionsumfang dazu, aber es erhöht den Bedienkomfort. So kann der User ein Bild bei Bedarf gleich im Organizer drehen oder spiegeln und muss dafür nicht extra die Bildbearbeitung öffnen.

Zu den Klassikern im Bereich Bildverwaltung gehört die Software vom Hersteller ACD Systems. Unter die Top Ten im Vergleich der besten Bildbearbeitungsprogramme hat es ACDSee Pro geschafft. Spezielle Programme in diesem Bereich finden sie im Test der besten Bildverwaltungssoftware

5. Was muss eine Bildbearbeitungssoftware können?

Moderne Bildbearbeitungsprogramme machen es den Usern recht leicht, die digitalen Fotos zu optimieren. Selbst bei durchdachten Bildkompositionen gehört heute ein wenig Nachbearbeitung zum Foto-Standard dazu.

Egal ob es nur eine unscheinbare Bildverschönerung sein soll oder die Umwandlung des Motivs in ein Gemälde – jede überzeugende Bildbearbeitungssoftware sollte folgende Basis-Funktionen beherrschen.

bildbearbeitung

Tools zur Bildoptimierung

Die Verschönerung eines digitalen Bildes ist gewissermaßen der "grundlegende Zweck" eines Bildbearbeitungsprogramms. So kann der Nutzer bei den meisten Programmen an Reglern für Kontrast, Helligkeit, Farbsättigung oder Bildschärfe drehen. Mit diesen einfachen Veränderungen kann ein Bild viel Ausdruck gewinnen.

Fortgeschrittene werden auch Gradationskurven nutzen, um Tonwerte, Helligkeiten und Kontraste anzupassen. Schärfe beziehungsweise Unschärfe lässt sich außerdem über Masken modifizieren.

Nach dem Import und der Bearbeitung muss meist auch die Größe des Bildes angepasst werden, sei es für die Veröffentlichung auf einer Webseite oder für den Druck. Dafür bieten die modernen Bildbearbeitungsprogramme mehr, als eine einfache Einstellung von Höhe und Breite. Mit der intelligenten Skalierung lässt sich das Bild strecken oder stauchen, ohne dass sich die Proportionen des Motivs verändern. Das Programm erkennt dabei Objekte im Vordergrund und skaliert nur den Hintergrund. In dem Video-Tutorial von Magix wird dieser Effekt anschaulich erklärt:

Nicht alle Bildbetrachter erkennen automatisch, ob ein Motiv richtig herum angezeigt wird. In anderen Fällen lässt sich mit einem anderen Bildausschnitt mehr Aussage aus dem Motiv herausholen. Ein Zuschneide-Werkzeug und Funktionen zum Drehen und Spiegeln des Bildes gehören zu jedem Fotoeditor dazu. Durch die Wahl eines anderen Bildausschnittes und eine leichte Drehung kann zudem eine schiefe Horizontlinie korrigiert werden. Selbst Bildverwaltungsprogramme oder Bildbetrachter bringen diese Basics zur Bildoptimierung mit.

Besonders einsteigerfreundlich sind automatische Bildoptimierungen. Hier genügt ein Mausklick um Tonwert, Helligkeit und Kontrast anzupassen. Bei manchen Motiven ist dies eine nützliche Hilfe und erleichtert die Bearbeitung. Einige Fotobearbeitungsprogramme bieten darüber hinaus automatische Einstellungen für einzelne Bildkomponenten.

Retuschier-Werkzeuge

Wer möchte schon, dass man auf einem Porträt jeden Pickel und Mitesser sieht? Auch ein gelblicher Zahnschmelz "schreit" nach einer Bildoptimierung. Ein gutes Fotobearbeitungsprogramm bringt passende Funktionen für die Retusche von Porträtbildern mit. Dazu zählen verschiedene Korrekturpinsel. Aber auch die Farbkorrektur über Graduationskurven bringt schnell optimale Erfolge.

Rote Augen bei Personen sind ebenfalls ein häufiger Aufnahmefehler. Moderne Kameras verhindern dies inzwischen durch eine separate Blitzfunktion. Wer aber alte Farbfotos wiederauffrischen möchte, der wird die Rote-Augen-Korrektur oft vornehmen müssen. Fotobearbeitungsprogramme wie Adobe Photoshop bieten hierfür ein eigenes Rote-Augen-Werkzeug an, mit dem der User die roten Augen schnell per Mausklick entfernen kann. Steht kein fertiges Werkzeug zur Verfügung, kann der Anwender die Augen auf dem Bild markieren und diese mit dem entsprechenden Werkzeug "entsättigen".

Landschaftsaufnahmen gelingen ebenfalls nicht immer perfekt. Bildelemente, die die Idylle stören, wie Telegrafenleitungen, Lampen oder Papierkörbe, können mithilfe von Stempel- und Kopierwerkzeugen ganz unkompliziert aus dem Bild entfernt werden.

Kreativ-Tools & Filter

Die Ebenen-Technik hat sich in der Bildbearbeitung mittlerweile als Standard durchgesetzt, so dass der User diese Funktion bei den meisten Programmen erwarten darf. Ebenen werden in diesem Zusammenhang meist mit durchsichtigen Folien oder Glasplatten verglichen, die auf einem Bild liegen. Auf den transparenten Folien können Texte, Grafiken oder andere Bild-Elemente arrangieren und unabhängig voneinander bearbeiten werden. Auch für Collagen und Fotomontagen sind die Ebenen ideal.

Obligatorisch ist darüber hinaus eine große Auswahl an Kunstfiltern, mit deren Hilfe der User seine Fotovorlage in ein Gemälde verwandeln kann. Eine hochwertige Fotobearbeitungssoftware überzeugt außerdem mit einem umfangreichen Werkzeugkasten zur Grafik- und Illustrationserstellung.

Texteditor

Ein Textwerkzeug darf selbstverständlich auch bei der Fotobearbeitung nicht fehlen. Schließlich bringen kostenfreie Editing-Tools die Option "Text einfügen" ebenfalls mit, meist jedoch mit stark reduziertem Funktionsumfang. Ein solider Texteditor sollte eine umfangreiche Auswahl an Fonts bieten. Weiterhin sollten Schriftfarbe, Ausrichtung, Größe und Texteffekte einstellbar sein. Auch Funktionen zur Titel- und Kapitelerstellung für Dia-Shows zählen zur Foto-Text-Gestaltung dazu.

Fotoverwaltung

Ein schneller Zugriff auf die Mediendateien und eine übersichtliche Ordnerstruktur sind auch für die Bildbearbeitung wichtig, spätestens dann, wenn der Nutzer regelmäßig eine große Anzahl an Fotos bearbeiten möchte.

Bekannte Online-Cloud-Speicher und Online-Foto-Tools arbeiten schon mit einigen "Raffinessen" wie einer automatischen Erkennung von Gesichtern und Personen. Die Softwarehersteller haben ihre Desktop-Anwendungen inzwischen ebenfalls mit modernen Datei-Management-Tools ausgestattet. Mithilfe der Gesichtserkennung kann der User alle Bilder zu einer Person aus einem großen Bildbestand zügig herausfiltern. Dazu markiert er das Gesicht auf einem Foto und fügt einen Namen hinzu. Danach zeigt das Programm weitere Bilder, auf denen diese Person zu sehen ist. Beim Fotoschnitt kann die Gesichtserkennung ebenfalls eine vorteilhafte Funktion sein.

Immer beliebter ist auch das Geotagging. Dabei werden dem Bild geografische Koordinaten (GPS-Daten) zugeordnet, die den Entstehungsort bezeichnen. Zum einen kann der Nutzer anhand dieser Daten alle Bilder zu einem Ort herausfiltern. Zum anderen kann sich die Geotagging-Funktion bei einer Präsentation als nützlich erweisen. Die einzelnen Bilder lassen sich zum Beispiel in eine Landkarte von Google Maps integrieren. Dadurch ist es den Zuschauern möglich, den Weg einer Foto-Reise besser nachzuvollziehen.

Die Kategorisierung und Bewertung von Bildern helfen ebenfalls bei der Übersicht des Bestandes und bei der Organisation von Fotoprojekten.

Import von der Kamera

Für den einwandfreien Import der Bilddateien von der Kamera ist es ein Vorteil, wenn das Fotobearbeitungsprogramm viele RAW-Dateien unterstützt. Selbstverständlich sollte die Software auch das DNG-Format erkennen und darstellen können. Manche Programme bringen einen Import-Assistenten für die Datenübertragung von der Speicherkarte mit. Für die Bildverwaltung ist es wichtig, dass das Programm dabei auch alle Metadaten zu den Bilddateien erfasst.

6. Welches Bildbearbeitungsprogramm ist für mich die beste Wahl?

Bei der Entscheidung für die richtige Bildbearbeitungssoftware sollte sich der Verbraucher mit folgenden Fragen beschäftigen:

  • Welche Funktionsbereiche sind mir wichtig?
  • Eine solide Bildoptimierung oder sind erweiterte Funktionen erforderlich?
  • Welche Systemvoraussetzungen erfüllt meine Hardware?
  • Auf wie vielen Geräten oder Betriebssystemen soll die Bildbearbeitungssoftware laufen?
  • Wie viel darf das neue Programm kosten?
  • Soll es eine eigenständige Kaufversion sein oder kommt auch ein Abonnement in Frage?

Ein wesentliches Kriterium für die Auswahl des passenden Programmes zur Bildbearbeitung ist das Erfahrungslevel des Nutzers.

Anfänger ohne Vorkenntnisse, die ganz neu und voller Begeisterung in das Thema Bildbearbeitung einsteigen möchte, sind auch mit den kostenfreien Testversionen gut beraten. Die meisten Softwarehersteller bieten eine 30-tägige Testphase an. In dieser Zeit kann der Nutzer erste Bilder optimieren und den Umgang mit dem Bildbearbeitungsprogramm erlernen.

Übung macht dem Meister – Bildbearbeitungssoftware für Anfänger und Fortgeschrittene

Wer die Grundlagen der Bildbearbeitung schon beherrscht und seine Kenntnisse vertiefen möchte, sollte zu einer hochwertigen Fotobearbeitungssoftware greifen. Das muss nicht zwangsläufig ein Produkt aus der Adobe-Familie sein. Photoshop ist zwar der Marktführer, richtet sich vom Funktionsumfang her doch eher an Profis. Natürlich können sich auch Anfänger, die schon erste Erfahrungen in Sachen Bildbearbeitung haben, daran versuchen. Allerdings ist der Lernaufwand dann recht groß und die Bemühungen enden nicht selten in Frust. Daher empfiehlt es sich, einen genaueren Blick auf das weitere Angebot zu werfen, das der Markt im Bereich Bildbearbeitungssoftware zu bieten hat. Andere Fotobearbeitungssoftware, die deutlich weniger kostet, bietet teilweise sehr ähnliche Funktionen wie der "Platzhirsch" von Adobe.

Programmempfehlungen für den Einstieg in die Bildbearbeitung
Cyberlink

Photodirector Ultra

PhotoDirector Ultra von CyberLink bietet einen breiten Funktionsumfang, für die professionelle Fotobearbeitung. Vom Dateimanagement über die Unterstützung von RAW-Formaten bis hin zu zahlreichen Filtern und Gestaltungseffekten ist alles dabei. Mithilfe von präzisen Retuschierfunktionen kann der User Porträtbilder optimal nachbessern. Die Ebenenfunktionen von PhotoDirector Ultra machen eine nicht-destruktive Bildbearbeitung möglich, mit der auch Einsteiger schnell umgehen können. Zum Produkttest
Paintshop Pro

PaintShop Pro

Corel PaintShop Pro gilt als große Konkurrenz für Photoshop Elements. Wenngleich PaintShop nur für den Windows-User erhältlich ist, so bietet das Programm für 20 Euro eine ebenfalls respektable Anzahl an Bildbearbeitungsmöglichkeiten. Neben den klassischen Funktionen wie Zuschneiden, Vergrößern oder Drehen verfügt PaintShop auch über Verfremdungseffekte, die es dem künstlerisch arbeitenden Hobbyfotografen erleichtern, seine Fotos zu individualisieren. Zum Produkttest
ACDSee Pro

ACDSee Pro

Für Nutzer, die großen Wert auf ein gutes Dateimanagement legen, ist das Programm ACDSee Pro eine Empfehlung. Ursprünglich ein reines Organisierungs- und Sortierungstool hat sich ACDSee Pro inzwischen zu einem Fotobearbeitungsprogramm für Einsteiger entwickelt. Die Wurzeln sind bis heute klar erhalten geblieben und vereinen die Standardoptionen der einfachen Bildbearbeitung ideal mit einer angemessenen Organisierungshilfe. Auch hilfreiche Tools für Vignettierung, Sepia-Effekt oder der Blur-Effekt lassen sich einfach anwenden. Zum Produkttest

Nutzer, die ihre Bildbearbeitungsprogramme nur für private Zwecke verwenden, finden in diesen Programmen überzeugende Alternativen zu Photoshop, denn das Preis-Leistungs-Verhältnis ist gerade für die gelegentliche Bildbearbeitung deutlich besser. Selbst die Photoshop-eigenen PSD-Dateien lassen sich im- beziehungsweise exportieren. Erst, wenn die Arbeit professioneller wird, der Dateiaustausch mit anderen Grafikern häufiger vorkommt oder an mehreren Workstations gearbeitet wird, ist Photoshop eine bessere Empfehlung.

Photoshop - Bildbearbeitung auf Profi-Level

Wenn es um Software zur Bildbearbeitung und Grafikerstellung geht, dann denken die meisten Verbraucher als erstes an Adobe Photoshop. Schon lange wird der Marktführer als Standard-Programm für professionelle Fotobearbeitung gehandelt. Das Programm hat die Welt der digitalen Retusche in einem solchen Ausmaß beeinflusst, dass "Photoshoppen" sich einen eigenen Platz im Wörterbuch gesichert hat.

Die Standard-Version von Photoshop erfüllt alle Ansprüche, die ein Profi-Fotograf an eine Bildbearbeitungssoftware stellen kann. Auch Grafik-Designer arbeiten kaum mit einem anderen Programm. Durch sein großes Zielpublikum bietet Adobe Photoshop außerdem einen zusätzlichen Vorteil: Eine aktive Community liefert regelmäßig neue Tutorials und erklärt jede noch so versteckte Funktion des Programms.

Preismodelle bei Adobe

Die "unendlichen Möglichkeiten" einer Bildbearbeitung mit absolutem Profi-Anspruch hat jedoch auch ihren Preis. Dieser erscheint durch das Abo-Modell, mit welchem Adobe seine Anwendungen zurzeit vertreibt, nicht sehr hoch. Doch auch beim günstigsten Tarif mit rund 12 Euro pro Monat entstehen jährliche Kosten von etwa 142 Euro. Preislich liegt Photoshop damit eindeutig im Premiumsegment. Der User erhält für diesen Preis ebenfalls Zugriff auf weitere Anwendungen in der Creative Cloud.

Photoshop
Das bekannte Programm Photoshop ist nicht für jeden User die beste Wahl.

Die Creative Cloud ist eine Plattform von Adobe, die verschiedene Programme und Tools bereitstellt, welche User aus kreativen Medienbereichen benötigen. Dazu zählt Photoshop ebenso wie Adobe Lightroom, das Dateiverwaltung und Bildbearbeitung verbindet. Auch die Grafik- und Layoutprogramme InDesign und Illustrator gehören neben weiteren Tools zur Programmauswahl dazu.

User, denen die Standard-Programmversion doch noch "eine Nummer zu groß" ist, sollten sich die abgespeckte und günstigere Version anschauen: Für rund 82 Euro bietet Adobe Photoshop Elements als Kaufprogramm eine breite Palette an Möglichkeiten für eine schnelle, unkomplizierte Bearbeitung. Die Organisation und Markierung der Fotos ist ebenso einfach zu handhaben wie die Farbkorrektur, die Kontrast- und Helligkeitseinstellung sowie die Entfernung roter Augen.

7. Digitale Fotobearbeitung – Die wichtigsten Schritte

Um es gleich vorweg zu nehmen: Auch die beste Bildbearbeitungssoftware und viele Editing-Skills können aus einem schlechten Foto oder einer unscharfen, verwackelten Aufnahme kein perfektes Foto machen. Schon beim Fotografieren müssen Bildkomposition, Licht und Bildschärfe stimmen. Mit dem Bildbearbeitungsprogramm kann der User einen besseren Bildausschnitt wählen sowie Dynamik und Kontraste schaffen.

Bildbearbeitung Basics
Trevi-Brunnen (Rom): Bei der Originalaufnahme (links) wurde perspektivische Verzerrungen, Belichtung und Schärfe korrigiert (Bild rechts).

Ein bisschen Übung und ein Gefühl für Bildsprache braucht es, für die Verschönerung eines Fotos. Dennoch sind die folgenden Arbeitsschritte die Grundlagen, die auch Experten für die effektive Foto-Optimierung empfehlen, egal mit welcher Software gearbeitet wird:

Bilddatei kopieren

Eine Kopie der Bilddatei erstellen - Niemals mit der Originaldatei arbeiten

Die meisten Bildbearbeitungsprogramme bieten mit der Ebenen-Technik eine non-destruktive Bearbeitungsmethode, bei der das Originalbild erhalten bleibt. Dennoch empfehlen Experten, nicht das originale Bild zu verändern, sondern mit einer Kopie zu arbeiten. Auf diese Weise bleiben alle Bildinformationen unverändert erhalten. Falls der User später doch noch andere Tonwert- oder Farbkorrekturen verwenden möchte, kann er noch einmal auf das Original zurückgreifen.
Bildausschnitt wählen

Perspektive korrigieren – Bildausschnitt wählen

Bedingt durch das Kameramotiv sind bei vielen Bildern die geraden Linien verzerrt. Besonders auffällig ist dies bei Architekturmotiven. Mithilfe von Werkzeugen zur Perspektivkorrektur können die "stürzenden Linien" und rechte Winkel wieder ausgerichtet werden. Leere Ränder, die dadurch entstehen, verschwinden, indem der User mit dem Zuschneide-Tool des Bildbearbeitungsporgramms den Bildausschnitt anpasst. Kippende Horizontlinien lassen sich durch eine leichte Drehung des Bildes anpassen.
Retuschieren & Reparieren

Retuschieren & Reparieren - Störende Bildelemente entfernen

Stromleitungen, ungünstig positionierte Straßenlaternen oder Papierkörbe können das gewählte Motiv in seiner Wirkung massiv stören. Auch rote Augen, Risse oder Flecken in einer alten Aufnahme sind "Schönheitsfehler" und lenken vom eigentlichen Bild ab. Jetzt kommen die Retuschier-Werkzeuge des Bildbearbeitungsprogramms zum Einsatz. Mithilfe von Kopierstempel, Reparaturpinsel oder anderen Tools zum Ausbessern kann der User diese Makel schnell entfernen.
Tonwerte

Die Tonwerte optimieren

Manche Fotos sind insgesamt zu hell oder zu dunkel oder wirken etwas trüb, wie mit einem grauen Schleier überzogen. Über die Tonwertkorrektur können User dies manuell korrigieren. Meist erhält man damit bessere Ergebnisse als über die Einstellung von Kontrast und Helligkeit. Für kleinere Verbesserungen genügen die Regler jedoch. Es muss nicht jedes Mal das Tonwertspektrum sein. Profis legen den Gamma-Wert fest oder nehmen eine Aufhellung einzelner Bildpartien vor. Ein Weißabgleich sorgt ebenfalls dafür, dass die Farben richtig dargestellt werden.
Sättigung Farbkorrektur und Farbstich

Sättigung, Farbkorrektur & Farbstich – mehr "Farbe ins Spiel" bringen

Die Farben können die besondere Wirkung eines Bildes ebenfalls entscheidend bestimmen. Über Gradationskurven oder die Anpassung der Farbtemperatur können User auch diese Bildelemente mithilfe der Fotosoftware nach Bedarf modifizieren. Profis empfehlen jedoch, vorsichtig mit dem Farbregler umzugehen. Zu grelle Farben wirken schnell künstlich. Viele Bildbearbeitungsprogramme machen es möglich, nur einzelne Farben einzustellen. So können beispielsweise nur die Rottöne verstärkt beziehungsweise reduziert werden. Manche Bilder wirken in Schwarz-Weiß viel ausdruckstärker. Auch die Veränderung hin zur monochromen Abbildung kann mithilfe einer Software und ihren diversen Reglern nachträglich und in unterschiedlicher Intensität hinzugefügt werden.
Bildschärfe

Die Bildschärfe nachstellen

Am Ende der einfachen Bildbearbeitung steht die Korrektur der Schärfe. Erfahrene Fotografen weisen immer wieder darauf hin, dass ein unscharfes Foto trotz Bearbeitung ein unscharfes Foto bleibt. Bei der Schärfe-Regulierung geht es vielmehr darum, den Schärfeeindruck zu verstärken. Dazu kann der Anwender mithilfe der Software auch Elemente des Bildes als unscharf maskieren.

Profis arbeiten bei der Bildbearbeitung lieber mit RAW-Bildern, weil diese einen höheren Tonwertumfang aufweisen. Bilder in RAW öffnen sich nicht gleich in dem Bildbearbeitungsprogramm, sondern in einem Konverter, der in vielen Programmen als Plug-in ergänzt werden kann. Damit kann der Nutzer ebenfalls die wichtigsten Korrekturen vornehmen wie etwa Weißabgleich, Helligkeit und Schärfe. Weitere Bildoptimierungen nimmt der User dann in seinem Fotobearbeitungsprogramm vor.

8. Bildbearbeitung für verschiedene Betriebssysteme

Bei der Kaufentscheidung für die richtige Bildbearbeitungssoftware sollten Verbraucher im Vorfeld überlegen, auf welchen Betriebssystemen die Software laufen soll. Allein das kann die Auswahl schon eingrenzen. Wenn in einem Haushalt Windows und Mac OS genutzt werden, lohnt sich selbstverständlich eine Software, die beide Systeme unterstützt.

Wer sich für Windows-kompatible Programme interessiert, sollte nun, da auf den meisten Rechnern Windows 10 läuft, ebenfalls genauer hinsehen. Nicht jede Bildbearbeitungssoftware, die auf dem Markt zum günstigen Preis erhältlich ist, funktioniert auf der aktuellen Windows-Version.

Welches Programm passt zu meinem Betriebssystem?

Betriebssystem Windows OS X Linux
Produkt PhotoDirector DxO Optics Pro Corel After Shot Pro
Produktbild Cyberlink Boxshot DxO Optics Pro Boxshot Cyberlink Boxshot
Version Windows 7 oder neuer Für OS X ab 10.10 Fedora 19 oder Ubuntu 14.04
Arbeitsspeicher 2 GB RAM 6 GB RAM empfohlen 2 GB RAM
Eigenschaften Ebenen-Bearbeitung Korrekturen mit einem Klick Fotokorrekturen
Intelligente Objektentfernung Kompatibel mit Retina-Displays Retuschen
Gesichts- und Körperretusche Automatische Rote-Augen-Korrektur RAW-Bild-Bearbeitung
Support für alle gängigen RAW-Formate Bildsortierung nach verschiedenen Kriterien Fotoverwaltung
Empfohlene Bildbearbeitungsprogramme für verschiedene Betriebssysteme.

Linux-Distributionen sind auf den Rechnern in Privathaushalten nicht ganz so weit verbreitet wie Windows und Mac OS X. Zahlreiche Unternehmen haben ihre Arbeitsplatzrechner jedoch inzwischen auf das sichere Betriebssystem umgestellt. Eine bekannte Anwendung für Linux ist die Bildbearbeitungssoftware GIMP. Diese kann sich der User kostenfrei aus dem Internet herunterladen und installieren. Die als Photoshop-Konkurrent gehandelte Software ist jedoch nicht ganz so intuitiv bedienbar wie andere Programme.

Fotos werden heute ebenfalls mit Smartphone und Tablet gemacht. Und meist sind in den mobilen Geräten sehr gute Kameras verbaut. Deshalb lohnt es sich, auch nach Programmempfehlungen für die mobilen Betriebssysteme zu schauen. Oft bieten die Softwarehersteller eine passende App zu ihren Desktop-Programmen an.

Empfehlungen für mobile Betriebssysteme

Für alle mobilen Geräte die unter dem Android Betriebssystem laufen, sollte PhotoDirector aus dem Hause CyberLink die erste Wahl sein. Die App umfasst viele Möglichkeiten, die auch eine vollwertige Bildberarbeitungssoftware bietet. Das Programm läuft unter Android ab Version 4.1 und die Taktung des Prozessers sollte mindestens 1 GHz betragen, um ein flüssiges bearbeiten zu ermöglichen. Auch eine Version für Mobilgeräte mit iOs oder Windows Betriebssystem steht zu Verfügung. Mit PhotoDirector ist es möglich überall und jederzeit ihre eben aufgenommenen Fotos zu bearbeiten, Stilvoll anzupassen und sofort zu teilen. Zahlreiche Effekte und Farbanpassungen geben die Möglichkeit der Individualisierung von Bildern. Dabei überzeugt die App mit der durchaus intuitiven Bedienung.

Wer eine App für sein iPhone oder iPad sucht, sollte einen Blick auf Pixelmator werfen. Vorraussetzung für die Installation ist iOs in der Version 9.1 oder neuer sowie mindestens 133 MB freier Speicher. Wenn dies erfüllt ist, steht dem Bearbeiten nichts mehr im Wege. Pixelmator ist eine leistungsstarke Bildbearbeitungssoftware, die durch ihre große Auswahl an Werkzeugen und Effekten überzeugen kann. Zurückgegriffen kann während der Bearbeitung auf diverse Mal-, Farbkorrektur- und Retuschierwerkzeuge. Neben den Effekten sind vorallem die unterschiedlichen Ebenenstile eine schönes Extra um Bilder zu bearbeiten. Nach dem Bearbeiten, welches Dank der einfachen Bedienung leicht von der Hand geht, werden die Bilder bei Belieben geteilt oder mit Hilfe von iCloud online gespeichert.

9. Wissenswertes

Wie sind die Daten unter den Programmen kompatibel?

Die gängigen Bildformate wie JPG, TIF, GIF und PNG sind weltweite Standards, die im Web häufig verwendet werden. Die meisten Bildbearbeitungsprogramme sind deshalb mit diesen Dateien kompatibel. Auch das Windows-typische Bitmap (BMP) wird von den meisten Grafik-Anwendungen unterstützt.

Unterstützung von RAW-Dateien

In der digitalen Fotografie sind neben JPG und TIF vor allem die RAW-Dateien interessant. Ein allgemeines RAW-Dateiformat gibt es jedoch nicht, jeder Kamerahersteller hat dafür sein eigenes System entwickelt. Daher lohnt sich vor dem Kauf ein Blick auf die Produktwebseite. Dort sind in der Regel alle Kamera-Modelle aufgelistet, die die Software unterstützt. Für die Arbeit mit RAW-Dateien empfiehlt sich ohnehin ein RAW-Konverter. Oft genügt hierfür ein Plug-In.

Programmeigene Dateiformate

Bleibt noch die Frage nach der Kompatibilität der programmeigenen Grafikformate, in denen Bild- und Bearbeitungsinformationen abgespeichert werden. Bei Adobe Photoshop ist dies zum Beispiel das Format PSD (Photoshop Document). Photoshop ist sicherlich die am meisten genutzte Profi-Bildbearbeitungssoftware. Grafiker und Webdesigner arbeiten daher oft mit diesem Dateiformat und senden sich die PSD einer Bearbeitung per E-Mail zu. Aufgrund der Bekanntheit der Software können auch andere Fotobearbeitungsprogramme mit dem Format umgehen. Zum Öffnen und Ansehen eignen sich auch Programme wie ACDSee, PaintShop Pro oder Pixelmator. Auch der Bildbetrachter IrfanViewer zeigt eine PSD an. Allerdings kann nicht davon ausgegangen werden, dass die Anzeige 1:1 wiedergegeben wird. Auch die Bearbeitung ist mit den alternativen Programmen nur eingeschränkt möglich.

Kann ich ein Programm auf mehreren PCs nutzen?

Beim Kauf einer eigenständigen Software erwirbt der User eine Nutzungslizenz. In der EULA (End User License Agreement,zu deutsch: Endbenutzer-Lizenzvertrag) werden die genauen Bestimmungen zur Nutzung des Programmes festgelegt.

Der Privatnutzer darf eine Software in der Regel auf bis zu drei Endgeräten installieren, zum Beispiel dem Desktop-PC, dem Laptop und dem Netbook. Allerdings sollte das Programm dann jeweils auf nur einem Gerät in Gebrauch sein.

Etwas anders verhält es sich bei Abo-Versionen wie zum Beispiel Adobe Photoshop und den Programmen der Creative Cloud. Diese kann der User auf zwei Computern gleichzeitig verwenden. Für Unternehmen und Teams bieten die Softwarehersteller andere Lizenzgebühren an. Für mehr Informationen sollten Interessierte den Support des jeweiligen Herstellers kontaktieren.

Was kostet ein Bildbearbeitungsprogramm?

Die Preisspanne im Bereich Bildbearbeitungssoftware ist recht groß. Vom Gratis-Tool, kostenfreien Vollprogrammen über Einsteiger-Software bis hin zu kostenintensiven Profi-Programmen ist alles dabei.

Kaufen oder Abonnieren?

Hinzu kommen unterschiedliche Vertriebsmodelle. Einige Softwarehersteller bieten ihre Programme als klassische Kaufversionen an, bei der der Nutzer die vollständige Version eines Programms erwirbt, die er ohne zeitliche Begrenzung nutzen kann. Immer beliebter werden die Abo-Lizenzen. Hier zahlt der User eine monatliche Gebühr für die Nutzung des Programmes. Nach Ablauf des Abo-Vertrages hat der User keinen Zugriff mehr auf die Software. Das Programm gehört ihm nicht.

Die Profi-Bildbearbeitungssoftware Capture One Pro ist in beiden Modellen erhältlich. Die folgende Übersicht zeigt die Kosten sowie die Vor- und Nachteile der Vertriebsversion auf:

Vertriebsmodell Eigenständige Kaufversion Abonnement (Subscription-Lizenz)
Kosten 279 Euro 12 Euro / Monat (bei einem Jahresabo)
Auswahloptionen Einzellizenz (max. 3 Geräte) Einzellizenz (max. 2 Geräte) mit einer Laufzeit von 3 oder 12 Monaten
Mehrfachlizenz für 5 bis 50 Geräte Mehrfachlizenz für 5 bis 50 Geräte mit einer Laufzeit von 12 Monaten
Vorteile Zeitlich unbeschränkte Nutzung Günstige monatliche Gebühr
Keine weiteren Kosten Immer die aktuelle Version
Mit einer Lizenz auf drei Geräten nutzbar Kostenkontrolle bei neuen Lizenzen
Nachteile Hohe Anschaffungskosten Kein Zugriff mehr nach Vertragsablauf
Keine Updates sobald die Version veraltet ist Kündigungsfrist und Vertragslaufzeit
Empfohlen für Nutzer die keinen Abo-Vertrag möchten nach Ende kein Zugriff benötigen
die auf drei Endgeräte zugreifen mit geringerem Budget
Vergleich zwischen Kaufprogramm und Abo-Version einer Bildbearbeitungssoftware.

Welche Kosten der Verbraucher für ein neues Bildbearbeitungsprogramm veranschlagen muss, hängt natürlich auch davon ab, welchen Funktionsumfang die Software haben soll. Gute und einsteigerfreundliche Bildbearbeitungsprogramme gibt es für etwa 60 bis 80 Euro. Für eine Profi-Software wie Photoshop oder Capture One Pro muss mit Gesamtkosten gerechnet werden, die im dreistelligen Bereich liegen.

10. So vergleichen wir die Bildbearbeitungsprogramme

Um fair bewerten zu können, wurde für den Vergleich der besten Bildbearbeitungsprogramme ein Raster aus verschiedenen Bewertungskriterien zusammengestellt. Besonders großer Wert liegt dabei auf dem Funktionsumfang, der Leistung, dem Bedienkomfort sowie dem Kundenservice. In jedem Testabschnitt kann ein Programm maximal 5.0 Punkte erzielen. Aus dem Durchschnittswert dieser Bewertungen ergibt sich für jede Bildbearbeitungssoftware eine Gesamtnote. Diese entscheidet über das Ranking. Die Gesamtpunktzahl ist damit eine gute Orientierungshilfe, um das optimale Leistungspaket zu ermitteln. Detaillierte Informationen zu den einzelnen Anwendungen liefern die einzelnen Testberichte sowie die Noten in der jeweiligen Kategorie.

Funktionen

Unter der Rubrik "Funktionen" werden im Test die jeweiligen Möglichkeiten und Features des Bildbearbeitungsprogramms beurteilt. Dabei steht vor allem die Bildoptimierung im Vordergrund. Neben grundlegenden Funktionen wie Farbkorrektur, Weiß-Abgleich und Optimierung von Helligkeit und Kontrast, wird Wert auf 3D-Gestaltung, Perspektivenkorrektur oder Gesichtserkennung gelegt. Sowohl professionelle Grafiker, als auch etwas erfahrenere Nutzer wollen zudem auf Gradationskurven nicht verzichten. Auch die Kantenglättung wird von vielen Benutzern gern verwendet, um die Bilder weicher wirken zu lassen.

Funktionen wie intelligente Skalierung oder der berühmte Zauberstab dürfen natürlich nicht fehlen, um die Arbeit so einfach, aber auch so sauber wie möglich zu gestalten. Beim Letzteren sollte jedoch darauf geachtet werden, wie gut die Software diese Funktion umsetzt - also das Objekt freistellt.

Leistung

Eine gute Bildbearbeitungssoftware sollte verschiedene Betriebssysteme unterstützen. So werden viele Nutzer angesprochen. Außerdem hat der Anwender die Möglichkeiten, seine Bilder sowohl auf dem Windows-Rechner als auch auf dem Mac zu bearbeiten.

Zusätzlich sollte das Programm relativ wenig Speicherplatz benötigen und die Leistung des PCs nicht beeinträchtigen. Wichtig sind deshalb auch die Start- sowie Speichervorgänge. Eilige Fotografen können nicht mehrere Minuten darauf warten, bis eine Änderung gesichert wurde. Privatanwender und Einsteiger sollten außerdem auf weitere technischen Voraussetzungen wie Grafikspeicher und Prozessor achten, die das Programm erfordert. Schließlich verfügt nicht jeder Benutzer über die neueste Hardware. Ein optimales Programm zur Fotobearbeitung sollte also nicht zu viel vom Rechner abverlangen.

Bedienung

Im Test-Bereich "Bedienung" geht es um die Usability der Software. Dabei geht es unter anderem um folgende Fragen: Ist die Programmoberfläche der Bildbearbeitungssoftware so gestaltet, dass auch ein Nutzer, der noch nie mit einem Bildbearbeitungsprogramm gearbeitet hat, sich relativ schnell zurechtfindet? Gibt es spezielle Einstellungsmöglichkeiten, wie den Anfänger-Modus, um den Neulingen den Einstieg zu erleichtern? Können Bilder bearbeitet und auf sozialen Netzwerken geteilt werden? Findet das Aktualisieren des Programms unproblematisch im Hintergrund statt? Ist eine Testversion des Programms erhältlich, so dass vorher geprüft werden kann, ob sich der Kauf für ihn lohnt? In der Bewertung werden zudem Bedienelemente wie Ebenen oder Masken mit Pluspunkten honoriert.

Hilfe

Die Leistungen des Kundenservice werden in diesem Testabschnitt beleuchtet. An wen kann sich bei Fragen oder Problemen gewendet werden? Ein seriöser Programmhersteller muss dem Kunden verschiedene und flexible Hilfsoptionen bieten. Unter "Hilfe und Support" überprüfen wir, ob Experten telefonisch, per E-Mail oder via Chat erreichbar sind und ob der Nutzer auf FAQs oder auf Online-Foren zurückgreifen kann. Pluspunkte gibt es außerdem für hilfreiche Anleitungen und anschauliche Video-Tutorials, die vorallem Anfängern den Einstieg in das Bildbearbeitungsprogramm helfen können.

badgeFazit der Redaktion

Im Vergleich der besten Bildbearbeitungsprogramme konnte PhotoDirector von CyberLink am meisten überzeugen. Die Software bietet einen großen Funktionsumfang, der auch viele nützliche Zusatzfeatures umfasst. Fortgeschrittene Fotografen dürfen sich über den umfassende RAW-Support freuen. In der Bedienung erweist sich das Fotoprogramm als sehr einsteigerfreundlich. Auch vom Preis her ist die Software eine gute Empfehlung für Anfänger. Selbstverständlich ist auch der Klassiker Adobe Photoshop im Vergleichstest ganz vorn mit dabei. Die Bildbearbeitungssoftware ist bekannt für ihre professionellen Tools und einen hohen Bedienkomfort. Aufgrund des großen Funktionsumfangs ist Photoshop dennoch eher für Fortgeschrittene und Profi-Nutzer geeignet. Hinzu kommt der stolze Preis des Programmes. Die Anschaffung lohnt sich am besten für User, die ein solches Fotobearbeitungsprogramm häufig nutzen und vor allem die Funktionsmöglichkeiten ausschöpfen. Corel PaintShop Pro liefert im Vergleich ebenfalls eine sehr gute Leistung ab. So unterstützt die Software die Ebenen-Technik und ermöglicht die Erstellung von Vektorgrafiken. Ergänzt wird die Funktionalität durch eine clevere Fotoverwaltung.