Bildbearbeitungssoftware

Die besten Bildbearbeitungsprogramme im Vergleich

Jenny Gebel
Platz Produkt Bewertung Preis
1 PaintShop Pro 4,73 89,99 €
2 PhotoDirector 4,52 59,99 €
3 Photoshop Elements 4,52 98,77 €
4 Corel AfterShot Pro 4,52 89,99 €
5 Zoner Photo Studio 4,46 39,00 €
6 Photoline 4,27 59,00 €
7 Affinity Photo 3,58 54,99 €
8 ACDSee 3,35 65,99 €
9 DxO Optics Pro 3,30 199,00 €

Funktionen

Performance

Bedienung

Hilfe & Support

Bilder verwalten, kategorisieren, ordnen und nie den Überblick verlieren

    Das Wichtigste in Kürze
  • Bildbearbeitungsprogramme bieten die Möglichkeit, Bildoptimierungen vorzunehmen, Fotomontagen und Grafiken zu erstellen sowie große Bildbestände bequem zu verwalten.
  • Die digitale Nachbearbeitung von Fotografien inkludiert unter anderem Perspektiv-, Farb- und Tonwertkorrektur sowie Weißabgleich und Schärfeeinstellung.
  • Ein Bildbearbeitungsprogramm ändert den Farbwert und die Helligkeit der Pixel in einem Bild.
  • Bildbearbeitungssoftwares sind als klassische Kaufversion oder per Abonnement erhältlich.

Unsere Testsieger

Corel PaintShop Pro, unser Testsieger, ist ein hervorragendes Bildbearbeitungsprogramm, das die Ebenen-Technik unterstützt und die Möglichkeit bietet, Vektorgrafiken zu erstellen. Neben den zahlreichen Bearbeitungsfunktionen gehört auch Fotoverwaltung zum voluminösen Featurepaket. Für vergleichsweise wenig Geld erhalten Käufer eine Bildbearbeitungssoftware, die durchaus professionellen Anforderungen gerecht wird.

Auf dem zweiten Platz landet Photoshop Elements. Der kleine Bruder des großen Photoshop überzeugt durch eine vergleichsweise einfache Benutzerführung. Die relativ einfache Bedienbarkeit ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass die Entwickler einige Features weggelassen haben. Es bleiben jedoch immer noch genug Funktionen übrig, um Anwender mit mittlerem bis hin zu semiprofessionellem Fähigkeitsniveau zufrieden zu stellen.

Auch der drittplatzierte PhotoDirector von CyberLink hinterließ in unserem Test einen ausgezeichneten Eindruck. Die Software hat einen großen Funktionsumfang, der viele nützliche Zusatzfeatures inkludiert. Fortgeschrittene Fotografen dürfen sich über einen umfassenden RAW-Support freuen. Die Bedienung ist sehr einfach, sodass sich das preiswerte Programm auch für Einsteiger eignet.

1. Wofür benötigen Sie eine Bildbearbeitungssoftware?

Mit einer Bildbearbeitungssoftware modifizieren Nutzer ihre Fotos, meistens mit dem Ziel, sie ästhetisch aufzuwerten. Oft reichen wenige Klicks aus, um ein strahlend weißes Gewinnerlächeln auf ein Bewerbungsbild zu zaubern oder störende Haarsträhnen und kleine Fältchen auf einem Urlaubsschnappschuss zu entfernen.

Inzwischen sind die Kniffe der Profi-Bildbearbeitung auch beim Hobby-Fotografen angekommen. Vor allem bei digitalen Fotografien wird die Nachbearbeitung immer selbstverständlicher.

Praktisches Hilfsmittel, nicht nur für Profis

Mittlerweile gehört neben Kamera, Filter und Objektiv auch ein Bildbearbeitungsprogramm zur Grundausstattung eines Fotografen – egal, ob Amateur oder Profi. Der PC wird damit zu einer virtuellen Werkstätte, in welcher der Nutzer die ästhetischen Unebenheiten seiner Bilder schleift und glättet. Typische Funktionen einer Bildbearbeitungssoftware sind Belichtungsanpassung, die Korrektur von Perspektivverzerrungen wie stürzende Linien sowie die Entfernung störender Bildelemente.

Das Retuschieren bei Porträtaufnahmen wird ebenfalls gern mit Photoshop und Co. erledigt. Schließlich sollen die Augenringe nach einer langen Partynacht oder die Schweißflecken beim Joggen nicht zu sehen sein.

Auch toll: Alte Aufnahmen können wieder wie neu aussehen, nachdem Risse, Knicke und Flecken mit einer Bildbearbeitungssoftware entfernt wurden. Oft besteht auch die Möglichkeit, Schwarz-Weiß-Fotos nachzukolorieren.

Was eine Bildbearbeitungssoftware kann
  • Korrektur von kleinen Aufnahmefehlern
  • Objektentfernung bestimmen
  • Intelligente Skalierung ohne Verzerrung
  • Erstellung von Panoramabildern
  • Fotomontagen aus Fotos, Text- und Grafikelementen
  • Unterstützung vielfältiger Speichermedien
  • Ebenentechnik für non-destruktive Bildbearbeitung
  • Verwaltung von Bilddateien

Mit einer guten Bildbearbeitungssoftware können fortgeschrittene Nutzer mehrere Bilder zu einer professionellen Fotomontage zusammensetzen. Sie arbeiten dabei auf verschiedenen Ebenen.

Alle Anwendungen in unserem Test bringen Effekte mit, die eine vielschichtige Bildbearbeitung ermöglichen. Oft gehen mit ihnen Veränderungen weit über eine schlichte Optimierung hinaus.

Ein weiterer Bereich, in dem eine Bildbearbeitungssoftware zum Einsatz kommt, ist die Gestaltung von Grafiken. Anwender erstellen mit speziellen Tools, die einige Bildbearbeitungsprogramme enthalten, grafische Produkte wie Flyer, Logos, Icons oder Banner.

RAW-Bilder gelten bei Foto-Profis als Bilddateien, die den größten Bearbeitungsspielraum bieten. Sie sind in der digitalen Fotografie das, was bei analogen Fotos die Negative sind. Meistens liefern nur hochwertige Profikameras RAW-Dateien, im Consumer-Segment ist dieses Feature selten zu finden. Die „Rohbilder“ enthalten sämtliche Daten, die der Kamerasensor liefert – die Bildinformationen sind komplett vorhanden. Korrekturen rund um Helligkeit und Belichtung fügt der Fotograf selbst ein. 

Was ist eine RAW-Datei?

Die Abkkürzung "RAW" ist ein englisches Wortspiel, das auf das Adjektiv "raw" ("roh") anspielt. Bei einem Foto in diesem Format handelt es sich nämlich im wahrsten Sinne des Wortes um ein „rohes“ Bild: Eine RAW-Aufnahme entspricht exakt dem Bild, das der Sensor aufgezeichnet hat. RAW-Bilder sind also mit den Negativen aus der analogen Fotografie vergleichbar. Automatische Bildoptimierungen, wie zum Beispiel Weißabgleich oder Belichtungskorrektur, fehlen.

Bei den gängigen digitalen Bildformaten wie JPG, TIF oder PNG werden die Grundbearbeitung und Komprimierung automatisch vorgenommen, sodass die rohen Bilddaten nicht mehr vollständig vorhanden sind. Oft erfolgt diese Optimierung in der Kamera selbst.

Gute Bildbearbeitungsprogramme bieten auch die Möglichkeit, RAW-Formate zu importieren. Es gilt jedoch zu beachten, dass Rohbilder deutlich mehr Speicherplatz beanspruchen als andere Formate. Einige Grafikprogramme können daher eine solche Bilddatei nicht anzeigen.

Achtung: Die RAW-Formate unterscheiden sich je nach Kamerhersteller. Anwender sollten daher schon vor dem Kauf prüfen, ob das gewünschte Bildbearbeitungsprogramm die eigene Kamera unterstützt.

2. Die Möglichkeiten der Fotobearbeitung am PC

Fotos wurden schon immer retuschiert – früher von Hand, heute am Computer. Mit modernen Programmen für die Bildbearbeitung gibt es mehr Möglichkeiten denn je, Fotos dezent zu optimieren, bis zur Unkenntlichkeit zu verändern oder gar zu einer Montage zu hybridisieren. Der heutige Fotograf kann der eigenen Kreativität beim Bearbeiten von Fotos freien Lauf lassen. Allerdings muss er die für ihn richtige Software finden, was nicht immer einfach ist: Die Funktionspakete sind sehr unterschiedlich.

Bei einer schlichten Bildoptimierung passt der Nutzer Belichtung, Farben, Schärfe und Bildausschnitt an. Hierfür reicht ein einfaches Programm. Eine gute Fotobearbeitungssoftware ermöglicht es auch, Objekte präzise freizustellen sowie mehrere Motive zu einem neuen Bild zusammenzufügen. Mit Retuschier- und Korrekturwerkzeugen lassen sich störende Elemente schnell entfernen.

3. Kostenlose Bildbearbeitungssoftware: Kann Freeware überzeugen?

Bevor die Suche nach der richtigen Bildbearbeitungssoftware beginnt, stellt sich die Frage nach den Kosten. In welchem Preisbereich sollte sich das Programm bewegen? Lohnt es sich überhaupt, Geld in eine Bildbearbeitungssoftware zu investieren? Schließlich gibt es im Internet auch zahlreiche Gratis-Tools – manche davon recht umfangreich –, die vielleicht schon genügen.

Eine allgemeingültige Antwort auf die Kostenfrage gibt es nicht. Welches Bildbearbeitungsprogramm das Richtige ist, hängt nämlich davon ab, welchen Funktionsumfang sich der User wünscht. Viele Gelegenheitsnutzer möchten lediglich Grundwerte wie Helligkeit, Kontrast oder den Bildausschnitt anpassen sowie hier und da etwas retuschieren, während manch ein kreativer Geist umfangreiche Bildkompositionen, Fotomontagen, Buchcover oder Poster gestalten will.

Im Allgemeinen können Verbraucher davon ausgehen, dass kostenlose Bildbearbeitungsprogramme einen eher geringen Funktionsumfang haben. Daher sind sie eine Empfehlung für Anfänger, welche die ersten Schritte auf dem Gebiet der Bildbearbeitung wagen wollen. Gratis-Anwendungen bringen die wichtigsten Basis-Funktionen mit und sind leicht zu bedienen.

Die folgende Übersicht zeigt die typischen Unterschiede zwischen einem kostenlosen Fotoprogramm und einer Kaufversion. Wir haben zwei Anwendungen vom Softwarehersteller Magix zum Beispielvergleich herangezogen.

FunktionMagix Foto Designer 7 (Gratis)Magix Photo Premium (rund 100 Euro)
Schnelloptimierung (Kontrast, Farbe, Schärfe)
Anpassung des Bildformats (Drehen, Spiegeln, Zuschneiden)
Freistellwerkzeuge
Textwerkzeug
Rote-Augen-Korrektur
Restaurierung der Fotos
Entfernung von Objekten
Effekt- und Kunstfilter
Panorama-Montage
Perspektiv-Korrektur
Inhaltsbasiertes Füllen
Import von RAW-Dateien
Fotomanager
Intelligente Skalierung
Erstellung einer Diashow
Illustrationen & Grafiken erstellen
Unterstützung von Grafik-Tablets
Erweiterung durch Plug-Ins
Online-Katalog> 2.500 Design-Elemente
Bilderbibliothek> 760.000 Stockfotos und Illustrationen
Der Funktionsumfang einer Gratis-Software im Vergleich zur Premium-Version.

Für ein kostenloses Bildbearbeitungsprogramm besitzt der Foto Designer einen durchaus ansehnlichen Funktionsumfang. Dennoch bringt das Programm nur Grundfunktionen mit. Die Kaufversion bietet mit einem Dateimanager und den Grafikwerkzeugen einen deutlich höheren Nutzwert und Bedienkomfort. Der User hat eine wesentlich größere Auswahl an Vorlagen, Textelementen und Filtern.

Viel Lob verdienen die zahlreichen Grafik- und Zeichenwerkzeuge. Die professionelle Gestaltung von Raster- und Vektorgrafiken ist mit dieser kostenpflichtigen Bildbearbeitungssoftware ohne weiteres möglich. 

Mit Magix Photo Premium kann der User zudem eine Dia-Show zusammenstellen. Somit bietet das Bildbearbeitungsprogramm neben der Bildbearbeitung und der Dateiverwaltung auch Tools zur Präsentation der fertigen Bilder an. Wer also nicht nur hin und wieder ein Foto ausbessern möchte, sondern Fotomontagen und grafische Elemente gestalten sowie Bilder für Präsentationen vorbereiten will, ist mit der Kaufversion besser beraten.

GIMP – der kostenlose Photoshop-Konkurrent?

Kostenlose Programme verfügen in der Regel über einen geringen Funktionsumfang. Im Bereich Bildbearbeitungssoftware gibt es jedoch eine signifikante Ausnahme. Sie nennt sich GIMP.

Dieses pixelbasierte Grafikprogramm ist eine freie Bildbearbeitungssoftware. Sie unterstützt mehr als 30 Dateiformate und bietet eine große Auswahl an Filtern, Pinseln sowie Ebenen- und Maskierungsfunktionen. GIMP wurde ursprünglich für Linux-Distributionen programmiert. Nicht zuletzt die Verbreitung auf diesem Betriebssystem trug zur allgemeinen Bekanntheit dieses Programms bei. Inzwischen läuft es auch auf Windows und OS X.

GIMP Logo
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Die freie Bildbearbeitungssoftware GIMP ist weit verbreitet, aber nur wenige User können damit umgehen.

Wegen seines breiten Funktionsumfanges wird das freie Grafikprogramm gern mit Photoshop verglichen. Allerdings fällt die Bedienung von GIMP bei Weitem nicht so intuitiv aus wie bei dem Marktführer auf dem Gebiet Bildbearbeitung. Wer sich dafür entscheidet, sollte unbedingt eine längere Einarbeitungszeit einplanen. Mit etwas Geduld und Geschick ist eine professionelle Bildbearbeitung mit der Freeware jedoch durchaus möglich.

Online-Fotobearbeitung – eine Express-Version aus der Cloud

Der Umfang an Möglichkeiten der Bildbearbeitung, den diese cloudbasierten Fotoprogramme bieten, reicht selbstverständlich nicht an eine professionelle Bildbearbeitungssoftware heran. Doch durch vorgefertigte Filter und Effekte ist eine einfache Bildbearbeitung selbst für Einsteiger kinderleicht. Die Basics sind auf jeden Fall vorhanden. Zudem funktioniert die Online-Bildbearbeitung unabhängig vom Betriebssystem. Einzige Voraussetzung ist eine stabile Internetverbindung. Auf den meisten Plattformen gibt es Anbindungen an soziale Netzwerke und Foto-Plattformen. So kann der User seine erstellten Fotokunstwerke mit seiner Community, Freunden und Familie teilen.

PIXLR Logo
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PIXLR zählt zu den beliebtesten Tools für die Online-Bildbearbeitung.

Ein Nachteil ist jedoch, dass der Nutzer seine Fotos auf einen Server ins Internet laden muss, und sei es nur vorübergehend, was nicht jedem gefallen dürfte. Einige Anbieter schränken zudem die Dateigröße beim Bildupload ein oder begrenzen die Auswahl der Bildauflösung. Für eine Express-Bildoptimierung von Selfies und anderen Schnappschüssen, die der User auf Smartphone oder Tablet aufgenommen hat, reichen diese Programme jedoch vollkommen aus.

4. Fotos, Grafiken, Vektoren, RAW-Dateien – Verschiedene Arten der Bildbearbeitung

Bildbearbeitungssoftware gehört in das weite Feld der Multi-Media-Programme. Innerhalb der Produktkategorie kann man ebenfalls verschiedene Programmtypen unterscheiden. Wer sich näher mit den Anwendungen beschäftigt, stellt schnell fest, dass die Hersteller unterschiedliche Schwerpunkte setzen, was insbesondere mit der Zielgruppe zusammenhängt. Ein Hobbyfotograf hat andere Ansprüche an den Funktionsumfang einer Bildbearbeitungssoftware als ein Grafiker.

Für die Kaufentscheidung und die geplante Nutzung kann dies eine wesentliche Rolle spielen, weshalb wir die verschiedenen Programmtypen im Folgenden kurz vorstellen, auch wenn sich die Bereiche bei den meisten Bildbearbeitungsprogrammen stark vermischen.

Die klassische Bildbearbeitung am PC

Digitale Fotos zählen zu den Pixelgrafiken, die auch Rastergrafiken genannt werden. Grafikprogramme zur Bearbeitung von Fotos arbeiten daher in der Regel pixelorientiert. Ihre Kernfunktion ist es, das Pixelmuster eines Bildes zu verändern.

Zur Ausstattung dieser Programme gehören auf jeden Fall die Basics der Bildbearbeitung, also Reparatur- und Bildoptimierungswerkzeuge sowie Funktionen zur Anpassung von Bildgröße und Farbe. Die meisten Anwendungen bieten zudem noch einfache grafische Elemente wie Pfeile, Sprechblasen und Textfelder.

Das Ziel der Fotobearbeitung ist die Verbesserung des Bildes. Allerdings kommt es häufiger vor, dass sich die Qualität des Bildes durch die Anpassungen eher verschlechtert.

Ein Grund dafür kann der falsche Einsatz der Bildbearbeitungssoftware sein. Zwar sind in einem Computerprogramm normalerweise diverse Funktionen vorhanden, um Änderungen wieder rückgängig zu machen. Hat der User die bearbeitete Datei jedoch bereits gespeichert, wird es schwierig, das Bild wieder in den ursprünglichen Zustand zurück zu versetzen. Tonwertstufen, Farbwerte und andere Bildinformationen können durch die direkte Veränderung des Pixelmusters unwiederbringlich verloren gegangen sein.

Einstellungsebene
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Mithilfe der Ebenen ist eine non-destruktive Bildbearbeitung möglich. Trotz Änderungen bleiben die originalen Bildinformationen erhalten.

Für diese Situationen haben die Software-Hersteller einige Schutzmaßnahmen integriert. Bei Photoshop besteht die Möglichkeit mit Smartobjekten arbeiten. Der User kann einzelne Ebenen oder ganze Gruppen als Smartobjekt definieren. Alle Metadaten der jeweiligen Bilddateien oder Vektorgrafiken werden über das Smartobjekt abgespeichert, sodass die Bildinformationen in ihrer ursprünglichen Form erhalten bleiben. Das Ursprungsbild wird also trotz der Änderungen, die der User durchführt, nicht angetastet. Auf diese Weise ist eine non-destruktive Fotobearbeitung möglich.

Non-destruktiv bedeutet einfach, dass der Quellinhalt eines Bildes mit allen Eigenschaften erhalten bleibt und wiederhergestellt werden kann. Allerdings geht der Umgang mit Smartobjekten nicht ganz leicht von der Hand.

Eine andere Methode für die verlustfreie Bildbearbeitung sind die Einstellungsebenen, welche gewissermaßen als durchsichtige Folie über dem Bild liegen. In der Ebene stellt der User die gewünschten Korrekturen ein. Die Einstellungen werden in das Bild eingerechnet und in Echtzeit auf dem Bildschirm sichtbar. Bei Bedarf kann der User alle Werte wieder problemlos zurücksetzen und neue Bearbeitungen an dem Foto durchführen. Generell ist die Ebenentechnik eine sehr praktikable Methode der verlustfreien Bildbearbeitung. Andere Grafikprogramme haben diese Technik übernommen.

Um vorgenommene Bildänderungen wieder rückgängig zu machen, kann der User das Foto auch einfach in dem Dateiformat speichern, in welchem alle Veränderungsschritte aufgezeichnet werden. In Photoshop ist dies das PSD-Format. Die Entsprechung bei GIMP ist das XCF-Format. Allerdings haben diese Dateien in der Regel eine stattliche Größe, sodass mit längeren Ladezeiten zu rechnen ist.

Tipp:

Experten empfehlen, die Fotobearbeitung an einer Kopie durchzuführen. Mit dieser einfachen Methode sind die Originalbilder mit allen Bildinformationen gesichert und die Arbeit mit dem Bildbearbeitungsprogramm erfolgt bequem und ressourcenschonend.

RAW-Konverter – Bildbearbeitung mit Parametern

Profi-Fotografen bevorzugen das RAW-Format für ihre Bildbearbeitung, da dieses mehr Gestaltungsmöglichkeiten bietet. Mit einer gängigen Fotosoftware ist eine Veränderung von RAW-Dateien jedoch meist nicht ohne Verluste möglich, weil das Bildbearbeitungsprogramm die Anpassungen nicht in die Originaldatei zurückspeichern kann. Einige Fotoprogramme zeigen die RAW-Formate noch nicht einmal an.

In der digitalen Bildbearbeitung haben sich deshalb RAW-Konverter etabliert, die eine „Entwicklung“ der Bildnegative im RAW-Format und eine parametrische Fotobearbeitung ermöglichen. Das bedeutet, dass Änderungen wie Weißabgleich, Belichtungskorrekturen oder Perspektivenanpassungen in einer separaten Datei oder in einer Datenbank abgespeichert werden. Erst beim Konvertieren in ein anderes Bildformat oder beim Export werden diese Parameter auf die Original-Bilddatei angewandt.

Im Laufe der Zeit haben die Software-Hersteller die Konverter mit weiteren Extra-Funktionen für Retusche und Nachbearbeitung ausgestattet, sodass sie schon mit eigenständigen Bildbearbeitungsprogrammen vergleichbar sind. Die Bildbearbeitungssoftware Capture One Pro gilt unter Profis als einer der besten RAW-Konverter und macht damit Adobe Lightroom Konkurrenz.

Vektorgrafikprogramme in der Bildbearbeitung

Wer Fotos verschönern und professionelle Illustrationen erstellen will, benötigt eine Software mit überzeugenden Grafik-Werkzeugen. Natürlich sind Grafik- oder Zeichenprogramme auch separat erhältlich. Hier muss der Verbraucher abwägen, was für seine Zwecke besser geeinget ist. Erstellt er beispielsweise regelmäßig professionelle Logos oder gar 3D-Szenen und arbeitet er des Öfteren mit Vektorgrafiken? Dann lohnt sich meist ein eigenständiges Vektorgrafikprogramm. Für gelegentliche Illustrationen reicht dagegen eine Bildbearbeitungssoftware mit erweiterten Grafikfunktionen. Dabei sollte das Programm idealerweise mit Vektorgrafiken umgehen können.

Vektorgrafiken setzen sich aus geometrischen Formen beziehungsweise aus definierten Linien und Kurven zusammen, wobei Größe, Farbe und Form dieser Elemente durch Parameter wie Radius und Kantenlänge bestimmt werden. Sie lassen sich daher stufenlos und verlustfrei skalieren, ohne zu verpixeln, wenn das Bild vergrößert wird. Logos, Schaubilder oder Piktogramme werden daher bevorzugt als Vektorgrafiken gestaltet.

Netzsieger Vektorgrafik
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Das Netzsieger-Logo als Vektorgrafik (links) und als Rastergrafik (rechts).

Im Gegensatz dazu stehen die Rastergrafiken, zu denen auch digitale Fotos zählen. Sie setzen sich aus einzelnen Bildpunkten (Pixeln) zusammen. Jeder Pixel enthält einen bestimmten Farbwert. Erst in der gesamten Ansicht ergeben die bunten Pixel für den Betrachter ein Bild. Die Qualität des Bildes hängt von Größe und Anzahl der Pixel ab. Eine Rastergrafik besitzt eine sehr gute Qualität, wenn die Pixel sehr klein und in großer Anzahl vorhanden sind. Die Auflösung des Bildes ist dann hoch. Allerdings steigt mit zunehmender Pixeldichte auch der Speicherbedarf der Grafik.

Tipp:

Für Fotos, die gedruckt werden sollen, wird eine Auflösung von 300 Bildpunkten pro Inch (dpi) auf DIN A4 empfohlen.

Da sie zudem aus einer vordefinierten und somit fixen Pixelanzahl bestehen, erkennt man bei der Vergrößerung ganz klar den Treppen-Effekt, der durch die Bildpunkte entsteht.

Mit Bildbearbeitungsklassikern wie Photoshop oder Cyberlink PhotoDirector können Anwender, die Fotos bearbeiten und Grafiken erstellen möchten, nichts falsch machen. In der Creative Cloud von Adobe haben User zudem Zugriff auf Illustrator und das Layout-Programm InDesign.

Mit Zeichenprogrammen selbst am PC den Pinsel schwingen

Bei einem Bildbearbeitungsprogramm nimmt der Nutzer an einer Bildvorlage die gewünschten Veränderungen vor. Anders verhält es sich bei einer reinen Zeichensoftware, bei welcher der User in der Regel mit einem leeren Blatt beginnt oder ein vorhandenes Motiv kreativ umgestaltet. Dazu bietet ihm die Software neben zahlreichen Tools wie Pinseln, Stiften, Formen, Schnittwerkzeugen und einer große Farbpalette eine große Auswahl an Kunstfiltern, die verschiedene Maltechniken möglich machen. Dennoch setzen die meisten Programme sehr gute Zeichenkenntnisse voraus. Anders als bei klassischer Bildbearbeitungssoftware gibt es bei Zeichenprogrammen kaum automatisierte Prozesse.

Grafikerstellung
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Einige Bildbearbeitungsprogramme leisten gute Arbeit bei der Grafikerstellung.

Reine Zeichenprogramme findet man eher selten auf dem Markt. Dafür enthalten die meisten Bildbearbeitungsprogramme diverse Zeichentools. Für gelegentliche Zeichnungen am PC und für den Einstieg sind diese "abgespeckten Versionen" optimal. Profis werden mit Bildbearbeitungsprogrammen jedoch schnell an die Grenzen der Funktionalität stoßen, weshalb sich für sie der Blick in den Vergleich der besten Zeichenprogramme lohnt.

Bildverwaltungssoftware – Struktur und Übersicht im Bilderordner

Die übersichtliche Organisation und ein schnelles Wiederfinden von Bilddateien vereinfachen auch die Bildbearbeitung. Für die Anpassung der Bilder spielen diese Funktionen jedoch oft eine untergeordnete Rolle.

Bei kleinen Bildbeständen, die noch recht übersichtlich sind, reicht meistens schon der Dateimanager, der zum Betriebssystem gehört. Dieser bietet Grundfunktionen wie:

  • Ordner anlegen
  • Bilder kopieren
  • Dateien verschieben
  • Dateien umbenennen
  • Ordner und Dateien löschen

Wer große Bildarchive verwalten möchte, ist mit einer externen Software besser beraten. In vielen Bildbearbeitungsprogrammen ist daher ein Foto-Organizer integriert . Diese bieten oft einen deutlich höheren Bedienkomfort als beispielsweise der Windows-Explorer. Dazu gehören zum Beispiel eine übersichtliche Miniaturansicht, bei der der Anwender einzelne Bilder in Vergrößerung sehen kann, und das Zusammenfassen von Bildern in Alben.

Einige Verwaltungsprogramme haben die Funktion Bilddateien anhand von Motiven, Gesichtserkennung oder den GPS-Daten sortieren zu können. Durch dieses Tagging lassen sich alle Bilder mit einer bestimmten Person oder die Aufnahmen von einem bestimmten Ort schnell herausfiltern. Gerade bei großen Bildbeständen kann dies sehr nützlich sein.

Auch eine Suchfunktion ist ein hilfreiches Tool bei einem umfangreichen Fotobestand. Hier greifen einige Programme auf die Bild-Metadaten zurück, welche eine wesentliche Grundlage für die Organisation der Bilder schaffen. Ein gutes Fotoverwaltungsprogramm sollte die Metadaten daher übersichtlich und vor allem komplett anzeigen.

Einige Bildverwaltungsprogramme erlauben sogar eine Fotobearbeitung in kleinerem Stil. Dies gehört nicht zwingend zum Funktionsumfang dazu, aber es erhöht den Bedienkomfort. So kann der User ein Bild bei Bedarf gleich im Organizer drehen oder spiegeln und muss dafür nicht extra die Bildbearbeitung öffnen.

Zu den Klassikern im Bereich Bildverwaltung gehört die Software vom Hersteller ACD Systems. Unter die Top Ten im Vergleich der besten Bildbearbeitungsprogramme hat es ACDSee Pro geschafft. Spezielle Programme in diesem Bereich finden sie im Test der besten Bildverwaltungssoftware.

5. Was muss eine Bildbearbeitungssoftware können?

Moderne Bildbearbeitungsprogramme machen es den Usern relativ einfach, digitale Fotos zu optimieren. Selbst bei durchdachten Bildkompositionen gehört heute ein wenig Nachbearbeitung zum Foto-Standard dazu.

Egal ob es nur eine unscheinbare Bildverschönerung sein soll oder die Umwandlung des Motivs in ein Gemälde – jede überzeugende Bildbearbeitungssoftware sollte folgende Basis-Funktionen beherrschen.

Bildbearbeitungssoftware Funktionen
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Diese Basic-Funktionen sollte jede Bildbearbeitungssoftware mtibringen.

Die Verschönerung eines digitalen Bildes ist der grundlegende Zweck eines Bildbearbeitungsprogramms. So kann der Nutzer bei den meisten Programmen an Reglern für Kontrast, Helligkeit, Farbsättigung oder Bildschärfe drehen. Mit diesen einfachen Veränderungen kann ein Bild viel Ausdruck gewinnen.

Fortgeschrittene werden auch Gradationskurven nutzen, um Tonwerte, Helligkeiten und Kontraste anzupassen. Schärfe beziehungsweise Unschärfe lässt sich außerdem über Masken modifizieren.

Nach dem Import und der Fotobearbeitung muss meist auch die Größe des Bildes angepasst werden, sei es für die Veröffentlichung auf einer Webseite oder für den Druck. Dafür bieten die modernen Bildbearbeitungsprogramme mehr, als eine einfache Einstellung von Höhe und Breite. Mit der intelligenten Skalierung lässt sich das Bild strecken oder stauchen, ohne dass sich die Proportionen des Motivs verändern. Das Programm erkennt dabei Objekte im Vordergrund und skaliert nur den Hintergrund. In dem Video-Tutorial von Magix wird dieser Effekt anschaulich erklärt:

Nicht alle Bildbetrachter erkennen automatisch, ob ein Motiv richtig herum angezeigt wird. In anderen Fällen lässt sich mit einem anderen Bildausschnitt mehr Aussage aus dem Motiv herausholen. Ein Zuschneide-Werkzeug und Funktionen zum Drehen und Spiegeln des Bildes gehören zu jedem Fotoeditor dazu. Durch die Wahl eines anderen Bildausschnittes und eine leichte Drehung kann zudem eine schiefe Horizontlinie korrigiert werden. Selbst Bildverwaltungsprogramme oder Bildbetrachter bringen diese Basics der Bildoptimierung mit.

Besonders einsteigerfreundlich sind automatische Bildoptimierungen, bei denen ein Mausklick genügt, um Tonwert, Helligkeit und Kontrast anzupassen. Bei manchen Motiven ist dies eine nützliche Hilfe und erleichtert die Bearbeitung. Einige Fotobearbeitungsprogramme bieten darüber hinaus automatische Einstellungen für einzelne Bildkomponenten.

Retuschier-Werkzeuge

Wer möchte schon, dass man auf einem Porträt jeden Pickel und Mitesser sieht? Auch ein gelbliche Zähne rufen nach einer Bildoptimierung. Ein gutes Fotobearbeitungsprogramm bringt passende Funktionen für die Retusche von Porträtbildern mit, wozu verschiedene Korrekturpinsel zählen. Aber auch die Farbkorrektur über Graduationskurven bringt schnell gute Erfolge.

Rote Augen ein häufiger Aufnahmefehler. Moderne Kameras verhindern dies inzwischen durch eine spezielle Blitzfunktion. Wer aber alte Farbfotos auffrischen möchte, der wird die Rote-Augen-Korrektur oft vornehmen müssen. Fotobearbeitungsprogramme wie Adobe Photoshop bieten hierfür ein eigenes Rote-Augen-Werkzeug an, mit dem der User die roten Augen schnell per Mausklick entfernen kann. Steht kein fertiges Werkzeug zur Verfügung, kann der Anwender die Augen auf dem Bild markieren und mit dem entsprechenden Werkzeug die Farbsättigung in diesem Bereich reduzieren.

Auch Landschaftsaufnahmen gelingen nicht immer perfekt. Telegrafenleitungen, Lampen oder Papierkörbe sind oft Bildelemente, die die Idylle stören. Solche unerwünschnten Objekte können mit Stempel- und Kopierwerkzeugen unkompliziert aus dem Bild entfernt werden.

Kreativ-Tools & Filter

Die Ebenen-Technik hat sich in der Bildbearbeitung mittlerweile als Standard durchgesetzt, sodass der User diese Funktion bei den meisten Bildbearbeitungsprogrammen erwarten darf. Ebenen werden in diesem Zusammenhang meist mit durchsichtigen Folien oder Glasplatten verglichen, die auf einem Bild liegen. Auf den transparenten Folien können Texte, Grafiken oder andere Bild-Elemente arrangieren und unabhängig voneinander bearbeiten werden, aber auch für Collagen und Fotomontagen sind Ebenen ideal.

Obligatorisch ist darüber hinaus eine große Auswahl an Kunstfiltern, mit deren Hilfe der User seine Fotovorlage in ein Gemälde verwandeln kann. Eine hochwertige Fotobearbeitungssoftware überzeugt außerdem mit einem umfangreichen Werkzeugkasten zur Grafik- und Illustrationserstellung.

Texteditor

Ein Textwerkzeug darf selbstverständlich auch bei der Fotobearbeitung nicht fehlen. Auch kostenfreie Editing-Tools bringen eine Option zum Einfügen von Text mit, meist jedoch mit stark reduziertem Funktionsumfang. Ein solider Texteditor sollte eine umfangreiche Auswahl an Schriftarten bieten. Weiterhin sollten Schriftfarbe, Ausrichtung, Größe und Texteffekte einstellbar sein. Auch Funktionen zur Titel- und Kapitelerstellung für Dia-Shows zählen zur Foto-Text-Gestaltung dazu.

Fotoverwaltung

Ein schneller Zugriff auf die Mediendateien und eine übersichtliche Ordnerstruktur sind auch für die Bildbearbeitung wichtig, spätestens dann, wenn der Nutzer regelmäßig eine große Anzahl an Fotos bearbeiten möchte.

Bekannte Online-Cloud-Speicher und Online-Foto-Tools arbeiten schon mit Raffinessen wie einer automatischen Erkennung von Gesichtern und Personen. Die Softwarehersteller haben ihre Desktop-Anwendungen inzwischen ebenfalls mit modernen Datei-Management-Tools ausgestattet. Mithilfe der Gesichtserkennung kann der User alle Bilder zu einer Person aus einem großen Bildbestand zügig herausfiltern. Dazu markiert er das Gesicht auf einem Foto und fügt einen Namen hinzu. Danach zeigt das Programm weitere Bilder, auf denen diese Person zu sehen ist. Beim Fotoschnitt kann die Gesichtserkennung ebenfalls eine vorteilhafte Funktion sein.

Immer beliebter ist auch das Geotagging. Dabei werden dem Bild geografische Koordinaten (GPS-Daten) zugeordnet, die den Entstehungsort bezeichnen. Das funktioniert allerdings nur gut, wenn die bei der Aufnahme verwendete Kamera über einen GPS-Chip verfügt und die Koordinaten in den Metadaten des Bildes speichert. Das ist bei den meisten Handykameras der Fall, aber auch digitale Spiegelreflex- und Kompaktkameras sind zunehmend mit diesem Leistungsmerkmal ausgestattet.

Zum einen kann der Nutzer anhand der Koordinaten alle Bilder zu einem Ort herausfiltern. Zum anderen kann sich die Geotagging-Funktion bei einer Präsentation als nützlich erweisen. Die einzelnen Bilder lassen sich zum Beispiel in eine Landkarte von Google Maps integrieren. Dadurch ist es den Zuschauern möglich, den Weg einer Foto-Reise besser nachzuvollziehen.

Die Kategorisierung und Bewertung von Bildern helfen ebenfalls bei der Übersicht des Bestandes und bei der Organisation von Fotoprojekten.

Import von der Kamera

Für den einwandfreien Import der Bilddateien von der Kamera ist es ein Vorteil, wenn das Fotobearbeitungsprogramm viele RAW-Dateien unterstützt. Selbstverständlich sollte die Software auch das DNG-Format erkennen und darstellen können. Manche Bildbearbeitungsprogramme bringen einen Import-Assistenten für die Datenübertragung von der Speicherkarte mit. Für die Bildverwaltung ist es wichtig, dass das Bildbearbeitungsprogramm dabei auch alle Metadaten zu den Bilddateien erfasst. Auch eine Kaufentscheidung können Kundne besser treffen, wenn sie mit dem gewälten Bildbearbeitungsprogramm bereits vertraut sind.

6. Welches Bildbearbeitungsprogramm ist für mich die beste Wahl?

Bei der Entscheidung für die richtige Bildbearbeitungssoftware sollte sich der Verbraucher mit folgenden Fragen beschäftigen:

  • Welche Funktionsbereiche sind mir wichtig?
  • Eine solide Bildoptimierung oder sind erweiterte Funktionen erforderlich?
  • Welche Systemvoraussetzungen erfüllt meine Hardware?
  • Auf wie vielen Geräten oder Betriebssystemen soll die Bildbearbeitungssoftware laufen?
  • Wie viel darf das neue Bildbearbeitungsprogramm kosten?
  • Soll es eine eigenständige Kaufversion sein oder kommt auch ein Abonnement in Frage?

Ein wesentliches Kriterium für die Auswahl des passenden Programmes zur Bildbearbeitung ist das Erfahrungslevel des Nutzers.

Anfänger ohne Vorkenntnisse, die ganz neu und voller Begeisterung in das Thema Bildbearbeitung einsteigen möchte, sind auch mit den kostenfreien Testversionen gut beraten. Die meisten Softwarehersteller bieten eine 30-tägige Testphase an. In dieser Zeit kann der Nutzer erste Bilder optimieren und den Umgang mit dem Bildbearbeitungsprogramm erlernen.

Übung macht dem Meister – Bildbearbeitungssoftware für Anfänger und Fortgeschrittene

Wer die Grundlagen der Bildbearbeitung schon beherrscht und seine Kenntnisse vertiefen möchte, sollte zu einer hochwertigen Fotobearbeitungssoftware greifen. Das muss nicht zwangsläufig ein Produkt aus der Adobe-Familie sein. Photoshop ist zwar der Marktführer, richtet sich vom Funktionsumfang her doch eher an Profis. Natürlich können sich auch Anfänger, die schon erste Erfahrungen in Sachen Bildbearbeitung haben, daran versuchen. Allerdings ist der Lernaufwand dann recht groß und die Bemühungen enden nicht selten in Frust. Daher empfiehlt es sich, einen genaueren Blick auf das weitere Angebot zu werfen, das der Markt im Bereich Bildbearbeitungssoftware zu bieten hat. Andere Fotobearbeitungssoftware, die deutlich weniger kostet, bietet teilweise sehr ähnliche Funktionen wie der Platzhirsch von Adobe.

Programmempfehlungen für den Einstieg in die Bildbearbeitung
Cyberlink PhotoDirector 8 Box

PHOTODIRECTOR ULTRA

PhotoDirector Ultra von CyberLink bietet einen breiten Funktionsumfang, für die professionelle Fotobearbeitung. Vom Dateimanagement über die Unterstützung von RAW-Formaten bis hin zu zahlreichen Filtern und Gestaltungseffekten ist alles dabei. Mithilfe von präzisen Retuschierfunktionen kann der User Porträtbilder optimal nachbessern. Die Ebenenfunktionen von PhotoDirector Ultra machen eine nicht-destruktive Bildbearbeitung möglich, mit der auch Einsteiger schnell umgehen können.
Zum Produkttest
Corel Paintshop Pro X9 Boxshot

PAINTSHOP PRO

Corel PaintShop Pro gilt als große Konkurrenz für Photoshop Elements. Wenngleich PaintShop nur für den Windows-User erhältlich ist, so bietet das Bildbearbeitungsprogramm für 20 Euro eine ebenfalls respektable Anzahl an Bildbearbeitungsmöglichkeiten. Neben den klassischen Funktionen wie Zuschneiden, Vergrößern oder Drehen verfügt PaintShop auch über Verfremdungseffekte, die es dem künstlerisch arbeitenden Hobbyfotografen erleichtern, seine Fotos zu individualisieren.
Zum Produkttest
ACDSee Pro Boxshot

ACDSEE PRO

Für Nutzer, die großen Wert auf ein gutes Dateimanagement legen, ist das Bildbearbeitungsprogramm ACDSee Pro eine Empfehlung. Ursprünglich ein reines Organisierungs- und Sortierungstool hat sich ACDSee Pro inzwischen zu einem Fotobearbeitungsprogramm für Einsteiger entwickelt. Die Wurzeln sind bis heute klar erhalten geblieben und vereinen die Standardoptionen der einfachen Bildbearbeitung ideal mit einer angemessenen Organisierungshilfe. Auch hilfreiche Tools für Vignettierung, Sepia-Effekt oder der Blur-Effekt lassen sich einfach anwenden.
Zum Produkttest

Nutzer, die ihre Bildbearbeitungsprogramme nur für private Zwecke verwenden, finden in diesen Programmen überzeugende Alternativen zu Photoshop, denn das Preis-Leistungs-Verhältnis ist gerade für die gelegentliche Bildbearbeitung deutlich besser. Selbst die Photoshop-eigenen PSD-Dateien lassen sich im- beziehungsweise exportieren. Erst, wenn die Arbeit professioneller wird, der Dateiaustausch mit anderen Grafikern häufiger vorkommt oder an mehreren Workstations gearbeitet wird, ist Photoshop die bessere Wahl.

Photoshop – Bildbearbeitung auf Profi-Level

Wenn es um Software zur Bildbearbeitung und Grafikerstellung geht, dann denken die meisten Verbraucher als erstes an Adobe Photoshop. Schon lange wird der Marktführer als Standard-Programm für professionelle Fotobearbeitung gehandelt. Das Bildbearbeitungsprogramm hat die Welt der digitalen Retusche in einem solchen Ausmaß beeinflusst, dass „photoshoppen“ sich einen eigenen Platz im Wörterbuch gesichert hat.

Die Standard-Version von Photoshop erfüllt alle Ansprüche, die ein Profi-Fotograf an eine Bildbearbeitungssoftware stellen kann. Auch Grafik-Designer arbeiten kaum mit einem anderen Bildbearbeitungsprogramm. Durch sein großes Zielpublikum bietet Adobe Photoshop außerdem einen zusätzlichen Vorteil: Eine aktive Community liefert regelmäßig neue Tutorials und erklärt jede noch so versteckte Funktion des Bildbearbeitungsprogramms.

Preismodelle bei Adobe

Die nahezu unendlichen Möglichkeiten einer Bildbearbeitung mit absolutem Profi-Anspruch haben jedoch auch ihren Preis. Dieser erscheint durch das Abo-Modell, mit welchem Adobe seine Anwendungen zurzeit vertreibt, nicht sehr hoch. Doch auch beim günstigsten Tarif mit rund 12 Euro pro Monat entstehen jährliche Kosten von etwa 142 Euro. Preislich liegt Photoshop damit eindeutig im Premiumsegment. Der User erhält für diesen Preis ebenfalls Zugriff auf weitere Anwendungen in der Creative Cloud.

Die Creative Cloud ist eine Plattform von Adobe, die verschiedene Programme und Tools bereitstellt, welche User aus kreativen Medienbereichen benötigen. Dazu zählt Photoshop ebenso wie Adobe Lightroom, das Dateiverwaltung und Bildbearbeitung verbindet. Auch die Grafik- und Layoutprogramme InDesign und Illustrator gehören neben weiteren Tools zur Programmauswahl dazu.

Das bekannte Programm Photoshop ist nicht für jeden User die beste Wahl.

User, denen die Standard-Programmversion doch noch eine Nummer zu groß ist, sollten sich die abgespeckte und günstigere Version anschauen: Für rund 82 Euro bietet Adobe Photoshop Elements als Kaufprogramm eine breite Palette an Möglichkeiten für eine schnelle, unkomplizierte Bearbeitung. Die Organisation und Markierung der Fotos ist ebenso einfach zu handhaben wie die Farbkorrektur, die Kontrast- und Helligkeitseinstellung sowie die Entfernung roter Augen.

7. Digitale Fotobearbeitung – Die wichtigsten Schritte

Um es gleich vorweg zu nehmen: Auch die beste Bildbearbeitungssoftware und viele Editing-Skills können aus einem schlechten Foto oder einer unscharfen, verwackelten Aufnahme kein perfektes Foto machen. Schon beim Fotografieren müssen Bildkomposition, Licht und Bildschärfe stimmen. Mit dem Bildbearbeitungsprogramm kann der User einen besseren Bildausschnitt wählen sowie Dynamik und Kontraste schaffen.

Bildbearbeitung Basics
Vergrößern
Trevi-Brunnen (Rom): Bei der Originalaufnahme (links) wurde perspektivische Verzerrungen, Belichtung und Schärfe korrigiert (Bild rechts).

Ein bisschen Übung und ein Gefühl für Bildsprache braucht es für die Verschönerung eines Fotos. Dennoch sind die folgenden Arbeitsschritte Grundlagen, die auch Experten für die effektive Foto-Optimierung empfehlen, egal mit welcher Software gearbeitet wird:

Symbol Kopie ja, Orginal nein

EINE KOPIE DER BILDDATEI ERSTELLEN - NIEMALS MIT DER ORIGINALDATEI ARBEITEN

Die meisten Bildbearbeitungsprogramme bieten mit der Ebenen-Technik eine non-destruktive Bearbeitungsmethode, bei der das Originalbild erhalten bleibt. Dennoch empfehlen Experten, nicht das originale Bild zu verändern, sondern mit einer Kopie zu arbeiten. Auf diese Weise bleiben alle Bildinformationen unverändert erhalten. Falls der User später doch noch andere Tonwert- oder Farbkorrekturen verwenden möchte, kann er noch einmal auf das Original zurückgreifen.

PERSPEKTIVE KORRIGIEREN – BILDAUSSCHNITT WÄHLEN

Bedingt durch das Kameramotiv sind bei vielen Bildern die geraden Linien verzerrt. Besonders auffällig ist dies bei Architekturmotiven. Mithilfe von Werkzeugen zur Perspektivkorrektur können die stürzenden Linien und verzerrten Winkel wieder ausgerichtet werden. Leere Ränder, die dadurch entstehen, verschwinden, indem der User mit dem Zuschneide-Tool des Bildbearbeitungsporgramms den Bildausschnitt anpasst. Kippende Horizontlinien lassen sich durch eine leichte Drehung des Bildes anpassen.
Retuschieren Symbol

RETUSCHIEREN & REPARIEREN - STÖRENDE BILDELEMENTE ENTFERNEN

Stromleitungen, ungünstig positionierte Straßenlaternen oder Papierkörbe können das gewählte Motiv in seiner Wirkung massiv stören. Auch rote Augen, Risse oder Flecken in einer alten Aufnahme gelten als Schönheitsfehler und lenken vom eigentlichen Bild ab. Jetzt kommen die Retuschier-Werkzeuge des Bildbearbeitungsprogramms zum Einsatz. Mithilfe von Kopierstempel, Reparaturpinsel oder anderen Tools zum Ausbessern kann der User diese Makel schnell entfernen.

DIE TONWERTE OPTIMIEREN

Manche Fotos sind insgesamt zu hell oder zu dunkel oder wirken etwas trüb, wie mit einem grauen Schleier überzogen. Über die Tonwertkorrektur können User dies manuell korrigieren. Meist erhält man damit bessere Ergebnisse als über die Einstellung von Kontrast und Helligkeit. Für kleinere Verbesserungen genügen die Regler jedoch. Es muss nicht jedes Mal das Tonwertspektrum sein. Profis legen den Gamma-Wert fest oder nehmen eine Aufhellung einzelner Bildpartien vor. Ein Weißabgleich sorgt ebenfalls dafür, dass die Farben richtig dargestellt werden.

SÄTTIGUNG, FARBKORREKTUR, FARBSTICH – MEHR FARBE INS SPIEL BRINGEN

Die Farben können die besondere Wirkung eines Bildes ebenfalls entscheidend bestimmen. Über Gradationskurven oder die Anpassung der Farbtemperatur können User auch diese Bildelemente mithilfe der Fotosoftware nach Bedarf modifizieren. Profis empfehlen jedoch, vorsichtig mit dem Farbregler umzugehen. Zu grelle Farben wirken schnell künstlich. Viele Bildbearbeitungsprogramme machen es möglich, nur einzelne Farben einzustellen. So können beispielsweise nur die Rottöne verstärkt beziehungsweise reduziert werden. Manche Bilder wirken in Schwarz-Weiß viel ausdruckstärker. Auch die Veränderung hin zur monochromen Abbildung kann mithilfe einer Software und ihren diversen Reglern nachträglich und in unterschiedlicher Intensität hinzugefügt werden.

DIE BILDSCHÄRFE NACHSTELLEN

Am Ende der einfachen Bildbearbeitung steht die Korrektur der Schärfe. Erfahrene Fotografen weisen immer wieder darauf hin, dass ein unscharfes Foto trotz Bearbeitung ein unscharfes Foto bleibt. Bei der Schärfe-Regulierung geht es vielmehr darum, den Schärfeeindruck zu verstärken. Dazu kann der Anwender mithilfe der Software auch Elemente des Bildes als unscharf maskieren.

Profis arbeiten bei der Bildbearbeitung lieber mit RAW-Bildern, weil diese einen höheren Tonwertumfang aufweisen. Bilder in RAW öffnen sich nicht gleich in dem Bildbearbeitungsprogramm, sondern in einem Konverter, der in vielen Bildbearbeitungsprogrammen als Plug-in ergänzt werden kann. Damit kann der Nutzer ebenfalls die wichtigsten Korrekturen vornehmen wie etwa Weißabgleich, Helligkeit und Schärfe. Weitere Bildoptimierungen nimmt der User dann in seinem Fotobearbeitungsprogramm vor.

8. Bildbearbeitung für verschiedene Betriebssysteme

Bei der Kaufentscheidung für die richtige Bildbearbeitungssoftware sollten Verbraucher im Vorfeld überlegen, auf welchen Betriebssystemen die Software laufen soll. Allein das kann die Auswahl schon eingrenzen. Wenn in einem Haushalt Windows und macOS genutzt werden, lohnt sich selbstverständlich eine Software, die beide Systeme unterstützt.

Welches Bildbearbeitungsprogramm passt zu meinem Betriebssystem?

BetriebssystemWindowsOS XLinux
ProduktPhotoDirectorDxO Optics ProCorel After Shot Pro
VersionWindows 7 oder neuerOS X ab 10.10Fedora 19 oder Ubuntu 14.04
Arbeitsspeicher2 GB RAM6 GB RAM empfohlen2 GB RAM
EigenschaftenEbenen-Bearbeitung, Intelligente Objektentfernung, Gesichts- und Körperretusche, Support für alle gängigen RAW-FormateKorrekturen mit einem Klick, Kompatibel mit Retina-Displays, Automatische Rote-Augen-Korrektur, Bildsortierung nach verschiedenen KriterienFotokorrekturen, Retuschen, RAW-Bild-Bearbeitung, Fotoverwaltung
Empfohlene Bildbearbeitungsprogramme für verschiedene Betriebssysteme.

Linux-Distributionen sind auf den Rechnern in Privathaushalten nicht ganz so weit verbreitet wie Windows und Mac OS X. Zahlreiche Unternehmen haben ihre Arbeitsplatzrechner jedoch inzwischen auf das sichere, freie Betriebssystem umgestellt. Eine bekannte Anwendung für Linux ist die Bildbearbeitungssoftware GIMP. Diese kann sich der User kostenfrei aus dem Internet herunterladen und installieren. Die als Photoshop-Konkurrent gehandelte Software ist jedoch nicht ganz so intuitiv bedienbar wie andere Bildbearbeitungsprogramme.

Fotos werden heute ebenfalls mit Smartphone und Tablet gemacht. Und meist sind in den mobilen Geräten sehr gute Kameras verbaut. Deshalb lohnt es sich, auch nach Programmempfehlungen für die mobilen Betriebssysteme zu schauen. Oft bieten die Softwarehersteller eine passende App zu ihren Desktop-Programmen an.

Empfehlungen für mobile Betriebssysteme

Für alle mobilen Geräte die unter dem Android Betriebssystem laufen, sollte PhotoDirector aus dem Hause CyberLink die erste Wahl sein. Die App umfasst viele Möglichkeiten, die auch eine vollwertige Bildberarbeitungssoftware bietet. Das Programm läuft unter Android ab Version 4.1 und die Taktung des Prozessers sollte mindestens 1 GHz betragen, um ein flüssiges bearbeiten zu ermöglichen. Auch eine Version für Mobilgeräte mit iOs oder Windows-Betriebssystem steht zu Verfügung. Mit PhotoDirector ist es möglich überall und jederzeit ihre eben aufgenommenen Fotos zu bearbeiten, stilvoll anzupassen und sofort zu teilen. Zahlreiche Effekte und Farbanpassungen geben die Möglichkeit der Individualisierung von Bildern. Dabei überzeugt die App mit der durchaus intuitiven Bedienung.

Wer eine App für sein iPhone oder iPad sucht, sollte einen Blick auf Pixelmator werfen. Vorraussetzung für die Installation ist iOs in der Version 9.1 oder neuer sowie mindestens 133 MB freier Speicher. Wenn dies erfüllt ist, steht dem Bearbeiten nichts mehr im Wege. Pixelmator ist eine leistungsstarke Bildbearbeitungssoftware, die durch ihre große Auswahl an Werkzeugen und Effekten überzeugen kann. Zurückgegriffen kann während der Bearbeitung auf diverse Mal-, Farbkorrektur- und Retuschierwerkzeuge. Neben den Effekten sind vor allem die unterschiedlichen Ebenenstile ein schönes Extra, um Bilder zu bearbeiten. Nach dem Bearbeiten, welches Dank der einfachen Bedienung leicht von der Hand geht, werden die Bilder bei Belieben geteilt oder in der iCloud online gespeichert.

9. Wissenswertes

Wie sind die Daten unter den Bildbearbeitungsprogrammen kompatibel?

Die gängigen Bildformate wie JPG, TIF, GIF und PNG sind weltweite Standards, die im Web häufig verwendet werden. Die meisten Bildbearbeitungsprogramme sind deshalb mit diesen Dateien kompatibel. Auch das Windows-typische Bitmap (BMP) wird von den meisten Grafik-Anwendungen unterstützt.

Unterstützung von RAW-Dateien

In der digitalen Fotografie sind neben JPG und TIF vor allem die RAW-Dateien interessant. Ein allgemeines RAW-Dateiformat gibt es jedoch nicht, jeder Kamerahersteller hat dafür sein eigenes System entwickelt. Daher lohnt sich vor dem Kauf ein Blick auf die Produktwebseite. Dort sind in der Regel alle Kamera-Modelle aufgelistet, die die Software unterstützt. Für die Arbeit mit RAW-Dateien empfiehlt sich ohnehin ein RAW-Konverter, wobei hierfür oft ein Plug-In genügt.

Programmeigene Dateiformate

Bleibt noch die Frage nach der Kompatibilität der programmeigenen Grafikformate, in denen Bild- und Bearbeitungsinformationen abgespeichert werden. Bei Adobe Photoshop ist dies zum Beispiel das Format PSD (Photoshop Document). Photoshop ist sicherlich die am meisten genutzte Profi-Bildbearbeitungssoftware. Grafiker und Webdesigner arbeiten daher oft mit diesem Dateiformat und senden sich die PSD einer Bearbeitung per E-Mail zu. Aufgrund der Bekanntheit der Software können auch andere Fotobearbeitungsprogramme mit dem Format umgehen. Zum Öffnen und Ansehen eignen sich ebenfalls Programme wie ACDSee, PaintShop Pro oder Pixelmator. Auch der Bildbetrachter IrfanViewer zeigt eine PSD an. Allerdings kann nicht davon ausgegangen werden, dass die Anzeige 1:1 wiedergegeben wird. Auch die Bearbeitung ist mit den alternativen Programmen nur eingeschränkt möglich.

Kann ich ein Bildbearbeitungsprogramm auf mehreren PCs nutzen?

Beim Kauf einer eigenständigen Software erwirbt der User eine Nutzungslizenz. In der EULA (End User License Agreement, zu deutsch: Endbenutzer-Lizenzvertrag) werden die genauen Bestimmungen zur Nutzung des Programmes festgelegt.

Der Privatnutzer darf eine Software in der Regel auf bis zu drei Endgeräten installieren, zum Beispiel dem Desktop-PC, dem Laptop und dem Netbook. Allerdings sollte das Bildbearbeitungsprogramm dann jeweils auf nur einem Gerät in Gebrauch sein.

Etwas anders verhält es sich bei Abo-Versionen wie zum Beispiel Adobe Photoshop und den Programmen der Creative Cloud. Diese kann der User auf zwei Computern gleichzeitig verwenden. Für Unternehmen und Teams bieten die Softwarehersteller andere Lizenzgebühren an. Für mehr Informationen sollten Interessierte den Support des jeweiligen Herstellers kontaktieren.

Was kostet ein Bildbearbeitungsprogramm?

Die Preisspanne im Bereich Bildbearbeitungssoftware ist recht groß. Vom Gratis-Tool, kostenfreien Vollprogrammen über Einsteiger-Software bis hin zu kostenintensiven Profi-Programmen ist alles dabei.

Kaufen oder Abonnieren?

Hinzu kommen unterschiedliche Vertriebsmodelle. Einige Softwarehersteller bieten ihre Programme als klassische Kaufversionen an, bei der der Nutzer die vollständige Version eines Programms erwirbt, die er ohne zeitliche Begrenzung nutzen kann. Immer beliebter werden die Abo-Lizenzen. Hier zahlt der User eine monatliche Gebühr für die Nutzung des Programmes. Nach Ablauf des Abo-Vertrages hat der User keinen Zugriff mehr auf die Software. Das Programm gehört ihm nicht.

Welche Kosten der Verbraucher für ein neues Bildbearbeitungsprogramm veranschlagen muss, hängt natürlich auch davon ab, welchen Funktionsumfang die Software haben soll. Gute und einsteigerfreundliche Bildbearbeitungsprogramme gibt es für etwa 60 bis 80 Euro. Für eine Profi-Software wie Photoshop oder Capture One Pro muss mit Gesamtkosten gerechnet werden, die im dreistelligen Bereich liegen.

So testen wir

Um fair bewerten zu können, wurde für den Vergleich der besten Bildbearbeitungsprogramme ein Raster aus verschiedenen Bewertungskriterien zusammengestellt. Besonders großer Wert liegt dabei auf dem Funktionsumfang, der Leistung, dem Bedienkomfort sowie dem Kundenservice. In jedem Testabschnitt kann ein Bildbearbeitungsprogramm maximal 5,0 Punkte erzielen. Aus dem Durchschnittswert dieser Bewertungen ergibt sich eine Gesamtnote. Diese entscheidet über das Ranking. Die Gesamtpunktzahl ist damit eine gute Orientierungshilfe, um das optimale Leistungspaket zu ermitteln. Detaillierte Informationen zu den spezifischen Anwendungen liefern die einzelnen Testberichte sowie die Noten in der jeweiligen Kategorie.

Funktionen

In der Rubrik „Funktionen“ werden im Test die jeweiligen Möglichkeiten und Features des Bildbearbeitungsprogramms beurteilt. Dabei steht vor allem die Bildoptimierung im Vordergrund. Neben grundlegenden Funktionen wie Farbkorrektur, Weiß-Abgleich und Optimierung von Helligkeit und Kontrast, wird Wert auf 3D-Gestaltung, Perspektivenkorrektur oder Gesichtserkennung gelegt. Sowohl professionelle Grafiker, als auch etwas erfahrenere Nutzer wollen zudem auf Gradationskurven nicht verzichten. Weiterhin wird die Kantenglättung wird von vielen Benutzern gern verwendet, um die Bilder weicher wirken zu lassen.

Funktionen wie intelligente Skalierung oder der berühmte Zauberstab dürfen natürlich nicht fehlen, um die Arbeit so einfach, aber auch so sauber wie möglich zu gestalten. Beim Letzteren sollte jedoch darauf geachtet werden, wie gut die Software diese Funktion umsetzt - also das Objekt freistellt. Interessant sind auch Funktionen zur automatischen Gesichts- und Körperretusche. In manchen Programmen lässt sich beispielsweise die Größe der Augen per Schieberegler verstellen. Solche Funktionen sind mit dem Vergleichskriterium „Gesichts- und Körperretusche“ im Datenblatt gemeint. Auch kontexsensitives Löschen ist eine sehr spannende Komfortfunktion. Damit kann der Anwender Objekte vor einem halbwegs gleichförmigen Hintergrund entfernen. Das Programm füllt die entstehende Lücke automatisch mit Hintergrund auf. Im Idealfall sieht das Ergebnis aus, als wäre das Objekt (oder die Person) nie im Bild gewesen.

Performance

Eine gute Bildbearbeitungssoftware sollte verschiedene Betriebssysteme unterstützen. So werden viele Nutzer angesprochen. Außerdem hat der Anwender die Möglichkeiten, seine Bilder sowohl auf dem Windows-Rechner als auch auf dem Mac zu bearbeiten.

Zusätzlich sollte ein Bildbearbeitungsprogramm relativ wenig Speicherplatz benötigen und die Leistung des PCs nicht beeinträchtigen. Wichtig sind deshalb auch die Start- sowie Speichervorgänge. Eilige Fotografen können nicht mehrere Minuten darauf warten, bis eine Änderung gesichert wurde. Privatanwender und Einsteiger sollten außerdem auf weitere technischen Voraussetzungen wie Grafikspeicher und Prozessor achten, die das Programm erfordert. Schließlich verfügt nicht jeder Benutzer über die neueste Hardware. Ein optimales Programm zur Fotobearbeitung sollte also nicht zu viel vom Rechner abverlangen.

Bedienung

Im Test-Bereich „Bedienung“ geht es um die Usability der Software. Dabei geht es unter anderem um folgende Fragen: Ist die Programmoberfläche der Bildbearbeitungssoftware so gestaltet, dass auch ein Nutzer, der noch nie mit einem Bildbearbeitungsprogramm gearbeitet hat, sich relativ schnell zurechtfindet? Gibt es spezielle Einstellungsmöglichkeiten, wie den Anfänger-Modus, um den Neulingen den Einstieg zu erleichtern? Können Bilder bearbeitet und auf sozialen Netzwerken geteilt werden? Findet das Aktualisieren des Programms unproblematisch im Hintergrund statt? Ist eine Testversion des Bildbearbeitungsprogramms erhältlich, sodass vorher geprüft werden kann, ob sich der Kauf für ihn lohnt? In der Bewertung werden zudem Bedienelemente wie Ebenen oder Masken mit Pluspunkten honoriert.

Hilfe und Support

Die Leistungen des Kundenservices werden in diesem Testabschnitt beleuchtet. An wen kann sich bei Fragen oder Problemen gewendet werden? Ein seriöser Programmhersteller muss dem Kunden verschiedene und flexible Hilfsoptionen bieten. Unter „Hilfe und Support“ überprüfen wir, ob Experten telefonisch, per E-Mail oder via Chat erreichbar sind und ob der Nutzer auf FAQs oder auf Online-Foren zurückgreifen kann. Pluspunkte gibt es außerdem für hilfreiche Anleitungen und anschauliche Video-Tutorials, die vor allem Anfängern den Einstieg in das Bildbearbeitungsprogramm helfen können.