Netbook

Die 7 besten Netbooks im Vergleich

Formfaktor
Betriebssystem
Prozessor
Prozessortakt
Arbeitsspeicher
Speichertyp
SpeicherkapazitÀt
Auflösung Bildschirm
GrĂ¶ĂŸe Bildschirm
Typ Grafikkarte
WLAN-fÀhig
Bluetooth-fÀhig
Typ Card-Reader
Webcam
Akkulaufzeit
Farbe
Maße
Gewicht
Vorteile

Netbook-Ratgeber: So wÀhlen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in KĂŒrze
  • Netbooks sind leichte, kompakte und handliche Notebooks, die sich perfekt fĂŒr unterwegs eignen.
  • Da die praktischen Mini-Laptops ganz auf MobilitĂ€t ausgelegt sind, verzichten sie auf eine ĂŒppige Ausstattung und viel Rechenpower.
  • Sie sind perfekt fĂŒr jeden, der sich ein platzsparendes GerĂ€t wĂŒnscht, auf dem er kleinere Aufgaben wie das Verfassen von Notizen erledigt oder zwischendurch im Internet surft.
  • FĂŒr Gaming und rechenintensive Programme wie Bildbearbeitungssoftwares sind Netbooks nicht geeignet.

Netbooks: leicht, kompakt und gĂŒnstig

Netbooks sind kompakt, sie sind leicht und mittlerweile verfĂŒgen sie ĂŒber deutlich mehr LeistungsstĂ€rke als zu ihren Anfangszeiten. Netbooks sind die idealen Begleiter fĂŒr jeden, der sich ein kleines, bequem zu transportierendes und gĂŒnstiges Notebook wĂŒnscht. Diese Leichtgewichtler sind voll und ganz auf MobilitĂ€t ausgelegt. Auf ihnen erledigt der Nutzer vor allem kleinere Aufgaben, wie das Verfassen kurzer Texte, oder surft gelegentlich im Internet.

Die Netbooks sind zurĂŒck

2007 brachte ASUS mit dem Eee-PC das erste Netbook auf den Markt. UrsprĂŒnglich war das schlichte und niedrigpreisige GerĂ€t vornehmlich fĂŒr SchwellenlĂ€nder gedacht. Insbesondere Kindern und Heranwachsenden aus armen VerhĂ€ltnissen sollte es die Möglichkeit geben, den Umgang mit Computern zu lernen. Schnell stellte sich jedoch heraus, dass dieses praktische und gĂŒnstige Mini-GerĂ€t auch fĂŒr den westlichen Markt interessant ist.

Die AbkĂŒrzung „Eee“ steht ĂŒbrigens fĂŒr „Easy to learn, Easy to work, Easy to play“, was auf Deutsch etwa so viel bedeutet wie „leicht lernen, leicht arbeiten, leicht spielen“. Das ist auch bis heute das Motto der Netbooks: angenehme Leichtigkeit.

Zwischen 2008 und 2012 erlebte das Netbook seine BlĂŒtezeit. Danach setzten sich zunehmend die Tablets auf dem Markt durch – eine Entwicklung, die 2010 mit der Veröffentlichung des Apple iPad begann. Die Netbooks verloren nach und nach immer mehr an Boden, und zwischenzeitlich war diese Notebook-Gattung vom Aussterben bedroht. Retten konnte sie sich durch neuere Technik, die fĂŒr mehr Power unter dem GehĂ€use sorgte. Inzwischen sind die praktischen Mini-Notebooks wieder prĂ€senter in den ElektronikgeschĂ€ften und Online-Shops – auch wenn ihre Hersteller sie oft nicht mehr unter der Bezeichnung „Netbook“ vermarkten.

FĂŒr wen empfiehlt sich ein Netbook?

Netbooks empfehlen sich fĂŒr jeden, der sein Notebook viel mit sich trĂ€gt und es leicht und kompakt mag. Sie passen bequem in den Rucksack, in die Reisetasche und selbst in eher kleine Damenhandtaschen. Man kann sie also problemlos ĂŒberallhin mitnehmen. Besonders beliebt sind Netbooks beispielsweise bei Studenten, Freelancern und Vielreisenden. Auf dem praktischen Mini-GerĂ€t können Sie etwa Notizen in einer Uni-Vorlesung verfassen, einen Film wĂ€hrend eines Fluges oder einer Bahnfahrt schauen oder zwischendurch in einem CafĂ© die E-Mails checken. Zwar ist eine Netbook-Tastatur nicht fĂŒr das Verfassen einer ausufernden Diplomarbeit geeignet, aber eine etwas lĂ€ngere E-Mail können Sie problemlos darauf schreiben.

Netbooks empfehlen sich auch fĂŒr Menschen, die sich ein gĂŒnstiges EinsteigergerĂ€t wĂŒnschen. Die preisgĂŒnstigsten Modelle sind im Versandhandel schon fĂŒr weniger als 150 Euro zu haben. Die Preisspanne ist jedoch breit: Manche High-End-Modelle kosten zwischen 500 und 600 Euro.

Damit die Netbooks möglichst klein und leicht sind, verzichten die Hersteller auf allzu viel Hardware. Da die Systemressourcen entsprechend begrenzt sind, eignen sich die GerĂ€te nicht fĂŒr rechenintensive Software wie etwa Bildbearbeitungsprogramme oder fĂŒrs Gaming. Der Nutzer sollte zudem nicht mehrere Programme im Hintergrund laufen lassen oder eine große Anzahl an Browsertabs öffnen, denn auch das belastet ein solches Leichtgewicht zu stark. Wer sich daran nicht stört, freut sich ĂŒber ein handliches GerĂ€t, das alles Nötige – etwa Office-Programme und WLAN-Modul – an Bord hat und sich sehr bequem tragen lĂ€sst. 

Die Vor- und Nachteile von Netbooks auf einen Blick:

Vorteile
  • Leicht, kompakt und handlich
  • Perfekt fĂŒr unterwegs
  • Ideale Begleiter fĂŒr Studenten, Freelancer und Vielreisende
  • Gute EinsteigergerĂ€te
Nachteile
  • Bescheidene Rechenleistung
  • Eignen sich nicht fĂŒr ressourcenhungrige Programme oder Gaming
  • Wenig Ausstattung

So finden Sie das richtige Netbook

Netbooks sind sich recht Ă€hnlich. Weder bezĂŒglich der GrĂ¶ĂŸe und des Gewichts noch hinsichtlich der Ausstattung und der Performance bestehen allzu große Unterschiede, denn es handelt sich um eine spezielle Notebook-Klasse mit einem schmalen – wenn auch nirgendwo festgeschriebenen – Definitionsrahmen. Trotzdem ist es nicht immer einfach, genau das richtige Netbook fĂŒr die eigenen BedĂŒrfnisse zu finden. Schließlich machen auch kleinere Unterschiede viel aus, und die Auswahl an Netbooks auf dem Markt ist groß. Wir fĂŒhren Sie durch alle wichtigen Kaufkriterien und zeigen Ihnen, worauf sie bei Ihrer Suche achten sollten.

GrĂ¶ĂŸe und Gewicht

Netbooks haben Displaydiagonalen, die von 7 bis 12,5 Zoll reichen. Die besonders kleinen Modelle sind jedoch eher rar; die meisten GerĂ€te haben Diagonalen von 10 Zoll oder mehr. Sie wiegen durchschnittlich 1,2 Kilogramm, wobei viele GerĂ€te sogar weniger als ein Kilogramm auf die Waage bringen. Mehr als 1,5 Kilogramm sollten es nicht sein, denn sonst liegt das Netbook schwer in der Tasche und ist nicht allzu komfortabel zu transportieren – es kann somit seine grĂ¶ĂŸte StĂ€rke nicht ausspielen.

Welche Auflösung sollte das Netbook haben?

Die Displays von Netbooks sind in der Regel nicht hochauflösend. Die meisten Netbooks sind HD-ready-GerĂ€te, haben also eine Auflösung von 1280 x 720 Pixeln. In manchen FĂ€llen sind es auch 1280 x 800 oder 1366 x 768 Bildpunkte. Full-HD ist in dieser GerĂ€teklasse eher selten. Da die Bilddiagonalen von Netbooks klein sind, ist das aber kein Problem. Bei DisplaygrĂ¶ĂŸen von 12,5 Zoll oder geringer reicht HD-ready voll und ganz aus, damit das Bild scharf ist. Mehr Bildpunkte wĂŒrden nur grĂ¶ĂŸere Mengen an Energie verspeisen, ohne dabei die BildqualitĂ€t spĂŒrbar zu verbessern. Je höher die Auflösung ist, desto mehr Rechenleistung ist nĂ€mlich erforderlich.

TN- oder IPS-Display?

Zwei Display-Arten dominieren den Markt: TN- und IPS-Bildschirme. Bei TN-Displays stellen die Pixel lĂ€ngliche FlĂŒssigkristalle dar, die durch LEDs aus dem Hintergrund beleuchtet werden. SchwĂ€rze erzeugen die Pixel, indem sie das Licht blockieren. Ein tiefes Schwarz können sie jedoch nicht erzeugen, da immer ein bisschen von dem Hintergrundlicht durchscheint. Insgesamt sind die TN-Bildschirme hinsichtlich der Farb- und Kontrastdarstellung den IPS-Displays unterlegen. Zudem hat die TN-Technologie einen weiteren Nachteil: Die BlickwinkelabhĂ€ngigkeit ist hoch. Das bedeutet, dass der Nutzer die Bildschirminhalte bereits aus einem leicht seitlichen Blickwinkel nur noch schlecht oder gar nicht erkennt.

TN hat aber nicht nur Nachteile. Mit dieser Technologie ist das Display reaktionsschneller, was etwa beim Gaming wichtig ist. Spielt der Nutzer beispielsweise ein Shooter-Game, kann jede Millisekunde ĂŒber Leben und Tod in der Spielwelt entscheiden, daher empfiehlt sich ein Bildschirm mit möglichst kurzer Reaktionszeit. Zu bedenken ist jedoch, dass sich Netbooks nicht fĂŒrs Gaming eignen, daher ist der Schnelligkeitsvorteil in dieser GerĂ€teklasse wenig relevant. Auf der Pro-Seite ist allerdings auch zu nennen, dass TN-Displays die gĂŒnstigere Technologie darstellen und daher das GerĂ€t nicht so verteuern wie ihre IPS-Pendants.

IPS-Bildschirme verwenden ebenfalls FlĂŒssigkristalle, allerdings sind diese anders angeordnet und blockieren das Hintergrundlicht nicht nur, sondern absorbieren es. Dadurch sind sie in der Lage, ein Schwarz zu erzeugen, das deutlich satter ist als bei der TN-Variante. GrundsĂ€tzlich stellen IPS-Displays Farben und Kontraste besser dar. Zudem punkten sie mit ihrer BlickwinkelunabhĂ€ngigkeit. In ihrem Fall sind die Bildinhalte auch aus einem seitlichen Blickwinkel gut erkennbar, was etwa dann von Vorteil ist, wenn zwei oder mehrere Personen vor dem Bildschirm sitzen.

IPS-Displays empfehlen sich fĂŒr jeden, der einen besonderen Wert auf natĂŒrliche Farbdarstellung legt. Sie haben aber den Nachteil, dass sie den Anschaffungspreis in die Höhe treiben und mehr Strom fressen.

Wie lang sollte die Akkulaufzeit eines Netbooks sein?

Die Akkulaufzeit gehört zu den großen StĂ€rken der Netbooks. Sie betrĂ€gt bei manchen Modellen ĂŒber zehn Stunden, was die GerĂ€te zu idealen Begleitern fĂŒr unterwegs macht. Eine hohe Akkulaufzeit bringt jedoch nicht nur Vorteile mit sich. VerfĂŒgt der Akku ĂŒber eine große KapazitĂ€t, nimmt er mehr Platz unter dem GehĂ€use weg. Da Netbooks klein und kompakt sind, kann dies ein signifikanter Nachteil sein. Der Platz unter dem GehĂ€use ist knapp bemessen, und ein Akku mit sehr hoher KapazitĂ€t kann spĂŒrbare EinschrĂ€nkungen bezĂŒglich anderer Komponenten bedeuten. Interessenten mĂŒssen hier abwĂ€gen. FĂŒr manch einen empfiehlt sich eher ein Netbook, das mehr mit Leistung als mit Akkulaufzeit punktet. Anderen kann es hingegen wichtiger sein, dass das GerĂ€t sehr lange durchhĂ€lt, etwa wenn man viel unterwegs beziehungsweise auf Reisen ist.

Was ist bei der Rechenleistung eines Netbooks zu beachten?

Hinsichtlich der Rechenleistung gilt fĂŒr Netbooks das Gleiche wie auch fĂŒr andere Notebooks: Zu den SchlĂŒsselfaktoren zĂ€hlen die CPU, der Arbeitsspeicher, die Art des Dauerspeichers und der Grafikprozessor. Eine allzu hohe LeistungsstĂ€rke dĂŒrfen Interessenten nicht erwarten, denn Netbooks sind mehr auf MobilitĂ€t als auf Leistung ausgelegt.

Arbeitsspeicher

Die meisten Netbooks haben einen Arbeitsspeicher von 2 oder 4 Gigabyte. Wer gern mehrere Browsertabs öffnet oder verschiedene Programme im Hintergrund laufen lÀsst, ist mit 4 Gigabyte besser beraten. Wird der Nutzer hingegen nur hin und wieder seine E-Mails checken, gelegentlich Online-News lesen oder einen Text verfassen, reichen 2 Gigabyte aus. Weniger als das sollten es jedoch nicht sein. Vereinzelt gibt es auch Modelle, die 8 Gigabyte RAM mitbringen.

CPU

Der Prozessor erledigt die Rechenarbeit. Je mehr Kerne er hat und je höher seine Taktfrequenz ist, desto besser. Wichtig ist dabei auch die Generation des Prozessors: Neuere Modelle sind natĂŒrlich potenter als Ă€ltere. Oft ist ein moderner Prozessor einem betagteren Modell auch dann ĂŒberlegen, wenn er weniger Kerne hat.

FrĂŒher kamen die meisten Netbooks mit Intel-Atom-Prozessoren, die sehr stromsparend und speziell fĂŒr kleine und preisgĂŒnstige GerĂ€te konzipiert sind. Diese besondere CPU-Reihe, die Intel 2008 eingefĂŒhrt hat, wurde inzwischen stark verbessert. Sie kann jedoch nicht mit Prozessoren mithalten, die typisch sind fĂŒr grĂ¶ĂŸere Notebooks.

Moderne High-End-Netbooks verfĂŒgen zum Teil ĂŒber leistungsstarke Prozessoren, die auch in normalen Notebooks eingebaut werden, wie etwa den Intel Core i7-7500U. Er hat zwei Kerne, die mit 2,7 bis 3,5 Gigahertz takten. Solche Prozessoren lohnen sich jedoch nur bei grĂ¶ĂŸeren Netbooks, also beispielsweise bei 12,5-Zollern. Kleinere GerĂ€te kommen auch gut mit einem etwas weniger starken Prozessor aus, beispielsweise mit einem Modell der Core-i3-Reihe.

HDD, SSD oder eMMC

Der Solid-State-Drive, kurz SSD, ist die modernste Technologie. SSDs sind schneller, leiser und kompakter als klassische Festplatten, auch HDDs (Hard-Disk-Drive) genannt. Letztere bieten dafĂŒr mehr Speicherplatz fĂŒr weniger Geld. Wer vor allem Wert auf Schnelligkeit und geringe BetriebslautstĂ€rke legt, ist mit einem SSD-Netbook besser beraten. Möchten Sie hingegen einen etwas gerĂ€umigeren Massenspeicher fĂŒr wenig Geld haben, sollten Sie zu einem HDD greifen. Zu bedenken ist hierbei, dass Netbooks weniger als zentraler Speicherort von Videos, Fotos und Textdokumenten als vielmehr als mobiler Begleiter fĂŒr unterwegs dienen. Viel SpeicherkapazitĂ€t muss ein Netbook also nicht unbedingt haben. Wichtiger sind der Komfort und das NutzungsgefĂŒhl.

Manche Netbooks haben SSD-HDD-Hybride und kombinieren dadurch die Vorteile beider Technologien. Diese mittelpreisigen Hybridmodelle nennen sich SSHD. Sie bieten recht viel Speicherplatz und beschleunigen zugleich oft verwendete Programme. Eine Ideallösung sind die Hybride jedoch nicht, vielmehr stellen sie einen Kompromiss dar. Eine reine SSD ist schneller, gerÀuschÀrmer und nimmt weniger Platz weg.

Eine Alternative zu SSD und HDD stellt die sogenannte eMMC (Embedded Multi Media Card) dar. Sie ist sehr kompakt, lĂ€sst sich kostengĂŒnstig herstellen und Ă€hnelt SD-Karten. Die eMMC wird als interner Speicher in kleinen Notebooks sowie in Tablets und Smartphones eingebaut und kann zwischen 16 und 256 Gigabyte Speicherplatz bieten. Wie SSDs punkten auch eMMCs mit niedrigen Zugriffszeiten, allerdings ist die Embedded Multi Media Card hinsichtlich der DatenĂŒbertragungsrate dem Solid-State-Drive klar unterlegen. DafĂŒr sind eMMC-Speicher deutlich gĂŒnstiger.

Wer sein Netbook lediglich als ZusatzgerĂ€t fĂŒr gelegentliches Surfen im Internet oder schnelle E-Mail-Checks nutzt und seine Daten auf einem normalen Notebook oder einem Desktop-PC speichert, braucht nur wenig Speicherplatz. In einem solchen Fall reichen womöglich auch 32 Gigabyte. Zu beachten ist jedoch, dass allein Windows 10 mindestens die HĂ€lfte davon einnimmt: In seiner 32-Bit-Version belegt das Betriebssystem rund 16 Gigabyte, in seiner 64-Bit-Variante sind es 20 Gigabyte. Ein Beispiel fĂŒr ein solides und kostengĂŒnstiges Netbook mit geringer SpeicherkapazitĂ€t stellt das Lenovo IdeaPad 130S  dar, das unter anderem mit einer 32- und einer 64-Gigagbyte-eMMC erhĂ€ltlich ist. Soll das Mini-Notebook auch Filme und Musik beherbergen, können es gern 256 oder gar 500 Gigabyte sein. 

Tipp: Entfernen Sie vorinstallierte Programme, die Sie nicht benötigen. In der Regel verfĂŒgen Notebooks ab Werk ĂŒber verschiedene Zusatzsoftwares, die nur wenig oder gar keinen Nutzen haben. Sie bremsen den Laptop unnötig aus und werden daher oft als Bloatware bezeichnet. Zu ihnen zĂ€hlen etwa Programme, die Werbung einblenden, sowie eher unnĂŒtze Sicherheits-Tools wie zum Beispiel das ProShield von Acer. Da bei Netbooks die Systemressourcen ohnehin knapp bemessen sind, empfiehlt sich eine solche Bereinigung in ihrem Fall besonders.

Grafikprozessor

Netbooks haben keine dedizierten Grafikkarten. Sie verfĂŒgen nur ĂŒber integrierte Grafikprozessoren, auch Onboard-Grafikkarten genannt, und eignen sich somit nicht fĂŒr moderne Games. Im Gegensatz zum dedizierten Grafikchip, der einen eigenen Arbeitsspeicher hat, muss sich der integrierte Grafikprozessor den Arbeitsspeicher des Computers mit anderen Programmen teilen. Aus diesem Grund lĂ€dt er Grafiken deutlich langsamer. FĂŒr Ă€ltere Spiele, die wenig Rechenleistung erfordern, können Sie eventuell auch ein Netbook verwenden. WĂŒnschen Sie sich jedoch ein richtiges zockertaugliches GerĂ€t, mĂŒssen Sie zu einem Gaming-Laptop greifen.

Welche Schnittstellen sollten an Bord sein?

Ein Netbook bietet natĂŒrlich weniger Schnittstellen als ein normales Notebook. Schließlich hat komfortabler Minimalismus Vorrang gegenĂŒber ĂŒppiger Ausstattung in dieser GerĂ€teklasse. Netbooks haben zwischen einem und drei USB-AnschlĂŒssen – mindestens einer davon sollte ein USB-3.0-Port sein –, einige sind zusĂ€tzlich mit einer Thunderbolt-Schnittstelle ausgestattet. Außerdem sollte ein Kopfhörer-Eingang an Bord sein, und idealerweise verfĂŒgt das GerĂ€t auch ĂŒber eine HDMI-Buchse. HDMI-AnschlĂŒsse sind zwar in dieser Notebook-Klasse nach wie vor selten, doch in letzter Zeit nimmt ein neuer Trend Fahrt auf: Immer mehr moderne Netbooks kommen mit einer HDMI- oder Mini-HDMI-Buchse. Eine VGA-Schnittstelle gibt es hingegen unter den neueren GerĂ€ten in diesem Segment so gut wie nie.

Eine Webcam gehört standardmĂ€ĂŸig zur Ausstattung, was etwa Videotelefonate via Skype möglich macht. Die meisten Modelle bringen auch einen SD-Karten-Slot mit. Ein WLAN-Modul ist immer dabei, ein LAN-Anschluss fehlt jedoch in aller Regel. Das passt zum Konzept der Netbooks, die eher dazu gedacht sind, dass man sie unterwegs und nicht stationĂ€r nutzt. Ein optisches Laufwerk haben die schlanken und gĂŒnstigen Netbooks nicht. Dieses wĂŒrde viel Platz wegnehmen und den Preis nach oben treiben. Zudem sind optische Laufwerke in Zeiten von Streaming und Cloud-Diensten fĂŒr viele Nutzer ohnehin wenig wichtig.

Vergleich mit anderen Notebook-Klassen

Was unterscheidet Netbooks von klassischen Notebooks, Tablets, Ultrabooks und Chromebooks? Welche Vor- und Nachteile haben sie gegenĂŒber diesen GerĂ€te-Kategorien? Ein Direktvergleich gibt Aufschluss.

Welche Vorteile hat ein Netbook gegenĂŒber einem klassischen Notebook?

Klassische Notebooks sind Netbooks hinsichtlich der Ausstattung, des Speicherplatzes und der LeistungsstĂ€rke natĂŒrlich klar ĂŒberlegen. Der Nachteil eines normalen Laptops ist aber, dass er vergleichsweise sperrig und schwer ist. Ein Netbook kann einen klassischen Laptop nicht ersetzen, aber es kann ihn perfekt ergĂ€nzen. Das grĂ¶ĂŸere GerĂ€t nutzen Sie vornehmlich zu Hause, speichern den Großteil ihrer Fotos, Videos und Textdokumente darauf und verwenden gegebenenfalls rechenintensive Programme. Das kleinere tragen sie mit sich und erledigen damit kleinere Aufgaben oder surfen zwischendurch im Internet. Was die Akkulaufzeit betrifft, haben Netbooks eindeutig die Oberhand. Sie betrĂ€gt selten weniger als sieben Stunden, wobei manche Modelle locker zehn Stunden oder lĂ€nger durchhalten. GegenĂŒber klassischen Notebooks haben Netbooks zudem den Vorteil, dass sie deutlich weniger kosten.

Netbooks versus Tablets

Tablets sind noch mehr auf MobilitĂ€t ausgelegt als Netbooks. Doch Tablets haben in ihrer klassischen Variante ein Manko: Sie eignen sich kaum dafĂŒr, Texte zu tippen. Ihr virtuelles Keyboard ist vor allem dazu gedacht, dass man Suchbegriffe in Google oder YouTube eingibt oder Zugangsdaten fĂŒr Accounts eintippt. Auch fĂŒr das Schreiben sehr kurzer E-Mail-Nachrichten oder Social-Media-Posts ist es gerade noch geeignet – fĂŒr mehr taugt es jedoch nicht. Nur mit einer externen Tastatur kann der Nutzer bequem lĂ€ngere Texte verfassen. Er muss also gegebenenfalls zu einem Tablet mit Tastatur, auch als Convertible Notebook oder 2-in-1-Notebook bezeichnet, greifen. Diese GerĂ€te verfĂŒgen ĂŒber eine abnehmbare physische Tastatur, die Sie fĂŒr das Tippen lĂ€ngerer Texte verwenden.

Aber auch wenn das Tablet kein Convertible-GerÀt ist, besteht die Möglichkeit, ein physisches Keyboard zu nutzen. Sie können nÀmlich jede beliebige Bluetooth-Tastatur mit Ihrem Tablet verbinden. Der Nachteil dieser Variante ist jedoch, dass die Tastatur separat mit Energie versorgt wird. Der Nutzer muss also den Akku des EingabegerÀts immer wieder aufladen beziehungsweise seine Batterien wechseln.

Zu beachten ist auch, dass auf Android, das klassische Betriebssystem fĂŒr Tablets, Desktop-Programme nicht installierbar sind. Falls Sie etwa die Windows-Version von Word nutzen möchten – dieses bietet mehr Features –, brauchen Sie ein Notebook oder ein Tablet-GerĂ€t mit Windows.

Je nach Definition können bestimmte Tablets mit Tastatur auch als Netbooks bezeichnet werden – eine klare Abgrenzung zwischen den beiden GerĂ€teklassen gibt es nicht. Typische Netbook-Merkmale haben etwa die Convertible-GerĂ€te der Aspire-Switch-Reihe von Acer.

Netbooks versus Ultrabooks

Netbooks und Ultrabooks haben einiges gemeinsam. Beide GerĂ€tearten sind klein, leicht und auf MobilitĂ€t ausgelegt. Sowohl Netbooks als auch Ultrabooks sind hervorragende Begleiter fĂŒr unterwegs. Ultrabooks sind jedoch etwas grĂ¶ĂŸer und bieten eine höhere Rechenleistung. Netbooks lassen sich dafĂŒr noch ein StĂŒck bequemer transportieren.

FrĂŒher waren Ultrabooks eine streng definierte Edelnotebook-Kategorie. Die GerĂ€te dieser Klasse mussten etwa höchstens 1,4 Kilogramm wiegen und durften bei einer Bildschirmdiagonale bis 14 Zoll nicht mehr als 18 Millimeter dick sein – ab 14 Zoll waren 21 Millimeter erlaubt. Die Startzeit war auf maximal sieben Sekunden begrenzt, und der Bildschirm musste ein Full-HD-Touchscreen sein. Seit 2014 haben die Hersteller jedoch nicht mehr die Pflicht, sich an diese Vorgaben zu halten, um ein kleines Notebook als Ultrabook zu vermarkten. Die Bezeichnung „Ultrabook“ steht jedoch weiterhin fĂŒr leistungsstarke High-End-Laptops mit transportfreundlichen Maßen. Klassischerweise haben diese GerĂ€te Displaydiagonalen von 13,3 oder 14 Zoll, es gibt jedoch klare Abweichungen davon.

Netbooks stellen ebenfalls keine Notebook-Kategorie mit festen Vorgaben dar, und da inzwischen auch die High-End-Vertreter dieser Klasse eine ordentliche Leistung mitbringen, verschwimmen zum Teil die Grenzen zu den Ultrabooks. Ob es sich etwa bei einem dĂŒnnen 12-Zoll-GerĂ€t mit potentem Prozessor, viel Arbeitsspeicher und SSD um ein leistungsstarkes Netbook oder um ein Ultrabook handelt, liegt im Ermessen der Hersteller beziehungsweise des Kunden.

Zu bedenken ist, dass auch Ultrabooks nicht so konzipiert sind, dass sie einen normalen Laptop vollwertig ersetzen können. Sie sind ebenfalls eher ZusatzgerĂ€te, die sich gut fĂŒr die Nutzung unterwegs eignen. FĂŒr Kaufinteressierte stellt sich also meist die Frage, welche GerĂ€teart die bessere ErgĂ€nzung zum normalen Laptop oder Desktop-Computer darstellt. Dies hĂ€ngt von den konkreten Verwendungszwecken ab. Wer auch unterwegs ressourcenhungrige Programme nutzt oder hin und wieder einmal Dutzende Browsertabs öffnet, ist mit einem Ultrabook besser beraten. Soll das GerĂ€t hingegen nur dazu dienen, gelegentlich eine E-Mail zu schreiben oder zwischendurch Online-News zu lesen, hat die höhere MobilitĂ€t Vorfahrt – dann ist ein Netbook die richtige Wahl.

Chromebooks und Netbooks

Chromebooks verfĂŒgen ĂŒber das Google-Betriebssystem Chrome OS und sind voll und ganz auf die vielfĂ€ltigen Google-Dienste zugeschnitten. Die meisten Anwendungsprogramme laufen ĂŒber den Google-Browser. Fotos, Videos und Textdokumente sowie Programmeinstellungen speichert der Nutzer in aller Regel nicht lokal, sondern in der Google-Cloud. Zum einen sind dadurch die Daten sicher vor Verlust, zum anderen ist das GerĂ€t bequem austauschbar: Auf dem neuen Chromebook muss sich der Nutzer lediglich ĂŒber sein Google-Account anmelden, und alle zuvor gespeicherten Daten und Einstellungen sind abrufbar beziehungsweise werden synchronisiert.

Viel Speicherplatz und Rechenpower bringen Chromebooks nicht mit, was aber auch nicht nötig ist fĂŒr die Nutzung der Google-Applikationen. Chrome-Modelle sind daher typischerweise leicht und haben transportfreundliche Maße. Da Netbooks keinen festen Definitionsrahmen haben, kann ein Chromebook – je nach Maßen und Gewicht – theoretisch auch als ein Netbook angesehen werden.

FĂŒhrende Hersteller

Als die Netbooks noch vor wenigen Jahren vom Aussterben bedroht waren, gab es zeitweise prominente Hersteller wie Acer und Asus, die diese Mini-Laptops gar nicht mehr in ihrem Sortiment fĂŒhrten. Stattdessen boten sie etwa Tablets oder Ultrabooks an. Inzwischen sind die Netbooks wieder im Kommen, und erneut haben alle fĂŒhrenden Notebook-Hersteller sie in ihrem Angebot. Dazu zĂ€hlen beispielsweise:

  • Lenovo
  • Acer
  • Asus
  • Samsung
  • Medion
  • HP

Warum finde ich keine Netbooks von Samsung in den FachgeschÀften?

Wer sich in MediaMarkt, Saturn oder einem anderen FachgeschĂ€ft nach einem Netbook von Samsung umschaut, sucht vergeblich. 2014 hatten Samsung sowie auch Sony beschlossen, ihre Notebooks vom europĂ€ischen Markt zurĂŒckzuziehen. Mittlerweile ist Sony mit seinem Ableger Vaio wieder prĂ€sent, Samsung bleibt jedoch dem europĂ€ischen Notebook-Markt weiterhin fern. Ein Netbook von Samsung kann man nur ĂŒber den Versandhandel erwerben.

WeiterfĂŒhrende Testberichte

Achtung: Hierbei handelt es sich um einen Netbook-Vergleich. Wir haben die vorgestellten Produkte keinem Test unterzogen.

In der Testdatenbank der Stiftung Warentest gibt es derzeit 86 Notebooks verschiedener Klassen. Testreihen, die sich auf Netbooks beschrĂ€nken, hat die Stiftung allerdings nicht durchgefĂŒhrt. Unter den Testrubriken „Convertibles“, „Tablets mit Tastatur“ und „Ultrabooks“ finden sich jedoch zahlreiche Testkandidaten, die bequem in den elastischen Definitionsrahmen der Netbooks passen. Dazu zĂ€hlt beispielsweise der derzeitige TabellenfĂŒhrer der seit Dezember 2017 getesteten Tablets mit Tastatur: das Apple iPad Pro 12,9 WiFi + Cellular. Dieses High-End-GerĂ€t, das einen mittleren Online-Preis von 1.350 Euro hat, erhielt das Testurteil „Gut“ (1,9). In den Testkategorien „Funktionen“ und „Display“ konnte es mit „Sehr gut“ abschneiden, lediglich in puncto „Vielseitigkeit“ schwĂ€chelte es ein wenig („Befriedigend“).

ErwĂ€hnenswert ist auch ein im Juni 2018 veröffentlichter Netbook-Test von CHIP. Dieser Vergleichstest beschrĂ€nkt sich auf Modelle, die eine Displaydiagonale von 11,6 Zoll haben und bis 500 Euro kosten. Testsieger ist das Acer Spin 1 mit einer Wertung von 83 von 100 Punkten. Die Testexperten loben vor allem das Display und die Ergonomie. Sie stellen zudem fest, dass das GerĂ€t mit seinem Gewicht von 1,2 Kilogramm, seiner Dicke von 1,5 Zentimetern und seiner Akkulaufzeit von etwa neuneinhalb Stunden bei Textverarbeitung ein idealer Begleiter fĂŒr unterwegs ist.