Webcam

Die 7 besten Webcams im Vergleich

Allgemeine Merkmale
Hersteller
Maße
Gewicht
Handbuch
Stromversorgung
Funktionsumfang
Auflösung Video
Auflösung Skype
Auflösung Foto
Full HD
Lichtanpassung
Mikrofon
RauschunterdrĂŒckung
Zoom-Funktion
Kippbar
Schwenkbar
Bewegungserkennung
Vorteile
Nachteile

Webcam-Ratgeber: So wÀhlen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in KĂŒrze
  • Es gibt speziell konzipierte Webcams fĂŒr Konferenzen, Business-Meetings oder Skype-Telefonate.
  • Klassische Webcams werden ĂŒber ein USB-Kabel angeschlossen, Netzwerkkameras verbinden sich via WLAN mit PC und Internet.
  • Zu den Entscheidungskriterien gehören neben der Bild- und VideoqualitĂ€t auch die Anschluss- und Montagemöglichkeiten der Webcam.
  • Ist die QualitĂ€t des integrierten Mikrofons ungenĂŒgend, besteht die Möglichkeit, ein externes Mikrofon anzubringen.
  • Um die QualitĂ€t der Videostreams zu optimieren, kommen Zusatzfeatures wie eine Schwenkfunktion, ein Autofokus oder auch das Facetracking zum Einsatz.

Webcams: FerngesprÀche von Angesicht zu Angesicht

Wer eine Fernbeziehung fĂŒhrt, sein Kind gerade ins Studium verabschiedet hat oder selbst viel im Ausland unterwegs ist, ist gegebenenfalls nicht mehr mit einem Telefonat zufriedengestellt, um mit den Liebsten in Kontakt zu bleiben. Mit einer Webcam können Freunde und Familien mit ihren GesprĂ€chspartnern rund um den Globus von Angesicht zu Angesicht chatten, sodass sie ihnen trotz der rĂ€umlichen Distanz ganz nah sind. Im Unterschied zu einer bloßen Kamera können die kompakten AufnahmegerĂ€te fĂŒr Notebooks und Desktop-PCs nicht nur Fotos und Videos aufnehmen, sondern auch Bilder in Echtzeit verfĂŒgbar machen. Mit einer Livecam teilen Nutzer ihre Aufnahmen weltweit mit ganzen Internet-Communitys. DafĂŒr werden sie meist ĂŒber einen USB-Anschluss oder bei neueren Modellen ĂŒber WLAN mit dem PC verbunden. Um auch den Ton ohne die Zuhilfenahme eines externen Mikrofons oder gar eines Headsets zu ĂŒbertragen, ist in der Regel bereits ein Mikrofon integriert.

Die Videotelefonie erfolgt in unserer zunehmend vernetzten Gesellschaft inzwischen ĂŒber die verschiedensten KanĂ€le, von Skype ĂŒber Facebook bis hin zu Snapchat. Auch Gamer, die ihre Let’s-Play-Videos auf YouTube oder Livestreams ĂŒber Plattformen wie „twicht.tv“ veröffentlichen wollen, sind inzwischen eine dominierende Zielgruppe fĂŒr Webcam-Hersteller geworden. Selbst als Überwachungskameras halten die digitalen Minikameras her. Webcams sind aber nicht nur fĂŒr das private VergnĂŒgen, sondern auch im geschĂ€ftlichen Umfeld einsetzbar – etwa um Videokonferenzen abhalten.

Hersteller und Preise fĂŒr Gelegenheitsnutzer und Dauer-Chatter

Skype und Co. sind fĂŒr viele Internetnutzer nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken. Momentan dominieren vor allem Logitech und Microsoft die Markenwelt der Webcams. Diese gibt es inzwischen fĂŒr jeden Geldbeutel – vom SchnĂ€ppchen bis zum High-End-GerĂ€t, wodurch sie weit verbreitet und beliebt sind. Da die Anschaffungskosten fĂŒr Modelle mit einem grĂ¶ĂŸeren Funktionsreichtum schnell in die Höhe gehen, sollten Verbraucher vor dem Kauf ĂŒberlegen, auf welche Features es ihnen ankommt. Preiswerte SD-Kameras sind beispielsweise bereits ab 15 Euro erhĂ€ltlich. Anspruchsvollere Video-Chatter mĂŒssen fĂŒr eine hochwertige Webcam mit HD-Ready- oder Full-HD-Auflösung dagegen mindestens 40 Euro ausgeben. ProfigerĂ€te in 4K-QualitĂ€t gehen sogar ab Preisen von 200 Euro ĂŒber die Ladentheke.

SchÀrfer, klangvoller, funktionsreicher: Der Mehrwert einer externen Webcam

Vielen Verbrauchern erscheint der Erwerb einer externen Webcam ĂŒberflĂŒssig, da in ihren Laptops (ebenso wie ihren mobilen GerĂ€ten) in der Regel bereits eine Kamera integriert ist. Diese befinden sich leicht versteckt oberhalb des Bildschirms. Warum lohnt sich also die zusĂ€tzliche Anschaffung einer Webcam? Zum einen weisen die eingebauten Minikameras von Haus aus keine ĂŒberragende QualitĂ€t auf. Externe Kameras besitzen dagegen hĂ€ufig schon in einer niedrigen Preisklasse eine weitaus bessere Auflösung. DarĂŒber hinaus ĂŒberzeugen sie mit einem weiteren Bildausschnitt und einer höheren BildschĂ€rfe. Zum anderen sind sie flexibel hinsichtlich ihres Setups, wohingegen die integrierte Kamera und das Smartphone beziehungsweise der Laptop eine unzertrennliche Einheit bilden.

Trotz all der VorzĂŒge dĂŒrfen jedoch auch die die negativen Seiten der sogenannten Cam-Chat-Kultur nicht missachtet werden. Eine optimale Übertragung funktioniert beispielsweise nur im Falle einer guten Netzverbindung; andernfalls sind Ruckelbilder und AbbrĂŒche die Folge. Außerdem ist es möglich, im Zuge eines Webcam-Hacks ausspioniert zu werden.

Vorteile
  • Bessere Bild-, Video und TonqualitĂ€t
  • Weiterer Bildausschnitt
  • Höhere BildschĂ€rfe
  • FlexibilitĂ€t hinsichtlich des Setups
Nachteile
  • Optimale Übertragung nur bei guter Netzverbindung
  • Gefahr eines Hacker-Angriffs

Von der Auflösung bis zur Montage: Die wichtigsten Kaufkriterien

Zwar stellt ein Anwender, der seine Webcam als Überwachungskamera nutzen möchte, andere Anforderungen an sein Ideal-Modell als etwa ein Unternehmen, das Videokonferenzen abhalten möchte, dennoch gibt es bestimmte Kriterien, die fĂŒr alle Verbraucher relevant sind. Damit sich Interessenten einen Überblick verschaffen können, worauf es beim Kauf einer Webcam ankommt, nennen und erlĂ€utern wir die wichtigsten Faktoren von der Bild- beziehungsweise Video- und TonqualitĂ€t ĂŒber die Anschlussmöglichkeiten bis zur Montage.

Die Auflösung von Bild und Video: Bandbreite, Lichteinfluss und Frames per second

Die Auflösung wird von den Herstellern hĂ€ufig als Lockmittel herangezogen, von dem sich Nutzer nicht blenden lassen sollten. Zwar ist sie fĂŒr die SchĂ€rfe und somit die QualitĂ€t eines Bildes ausschlaggebend, allerdings spielen zahlreiche weitere Faktoren mit hinein.

HD-Ready, Full-HD oder 4K?

Die gĂŒnstigsten Webcams auf dem Markt verfĂŒgen ĂŒber eine Auflösung von 640 x 480 Pixel. Da diese QualitĂ€t gerade noch gut genug ist, um verpixelte Bilder zu vermeiden, sollte sie keinesfalls unterschritten werden; noch besser wĂ€ren natĂŒrlich gestochen scharfe Aufnahmen.

Die Full-HD-Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln kommt mit ihrer besonders guten Bilddarstellung vor allem im beruflichen Bereich oder bei Gamern zum Einsatz. Alternativ können Verbraucher auf eine geringere Auflösung von 1.280 x 720 Bildpunkten, also HD-Ready, zurĂŒckgreifen. Eine möglichst hohe Auflösung ist insbesondere dann von Bedeutung fĂŒr die Kaufentscheidung, wenn die Webcam regelmĂ€ĂŸig beziehungsweise professionell zum Einsatz kommt. Bei Vollbildaufnahmen wĂ€hrend eines Videotelefonats ist Full-HD ebenfalls angenehmer fĂŒr den GesprĂ€chspartner, da das Bild schĂ€rfer ist, was eine realitĂ€tsnĂ€here Unterhaltung gewĂ€hrleistet. Denn: Je niedriger die Auflösung der verwendeten Kamera, desto körniger das Bild beim Chatpartner. Zwar gibt es auch Webcams mit einer 4K-Auflösung, die strenggenommen eigentlich die UHD-Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixeln meint, diese liegen aber eher im oberen Preissegment. Zudem setzen die höheren Auflösungen eine höhere DatenĂŒbertragung voraus.

Der Zusammenhang von Internetverbindung und Bildauflösung

Zwar gibt es viele verschiedene GrĂŒnde, warum der von der Cam ĂŒbermittelte Medienstream ruckelt, in den meisten FĂ€llen ist aber die Internetverbindung des Nutzers dafĂŒr verantwortlich. Die QualitĂ€t des Livestreams ist nĂ€mlich maßgeblich von der Geschwindigkeit der Internetleitung abhĂ€ngig. HierfĂŒr ist nicht etwa die Download-, sondern die Upload-Geschwindigkeit relevant. Die Datenrate wird in Kilobit pro Sekunde (kbit/s) beziehungsweise Megabit pro Sekunde (Mbit/s) angegeben.

Die benötigte Datenmenge des Streams hĂ€ngt auch von der eingestellten Auflösung ab. Hier gilt: Je höher die Auflösung, desto höher das transferierte Datenvolumen des laufenden Streams. Der Internetanschluss sollte also entsprechend große Datenmengen ĂŒbertragen können, um die Pixel auch in Bewegung mit einer guten BildqualitĂ€t und SchĂ€rfe darzustellen. Inhalte, in denen kaum Bewegungen auftreten, benötigen eine geringere Datenrate als etwa die Übertragung eines Fußballspiels oder einer BĂŒhnen-Show. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick, welche Datenrate in etwa fĂŒr welche VideoqualitĂ€t vonnöten ist:

Auflösung Datenrate Pixel
nHD 1.000 kbit/s 640 mal 360 Pixel
HD-Ready 2.000 bis 3.000 kbit/s 1.280 mal 720 Pixel
Full-HD 5.000 kbit/s 1.920 mal 1.080 Pixel
Je nach Auflösung ist eine andere Datenrate erforderlich.

Von Auflösungen, die ĂŒber Full-HD hinausgehen, ist grundsĂ€tzlich abzuraten. Falls der Upload des Streamers zu gering ist, kann er nicht in der QualitĂ€t streamen, die er sich wĂŒnscht. Das heißt, er hat beispielsweise eine Full-HD-Cam, kann aber aufgrund seiner Verbindung maximal in SD streamen. Ist die Internetgeschwindigkeit des EmpfĂ€ngers zu gering, sodass er den HD-Stream zwar empfĂ€ngt, seine Verbindung mit den Datenmengen jedoch nicht Schritt halten kann, unterbrechen Ladezeiten immer wieder den Stream, sodass dieser nicht mehr synchron lĂ€uft. WĂ€hrend fĂŒr eine Videotelefonie in SD 500 kbit/s empfehlenswert sind, werden fĂŒr die Videotelefonie in HD-Ready mindestens 1.500 kbit/s benötigt. FĂŒr einen Skype-Anruf in HD-QualitĂ€t werden beispielsweise 1.200 kbit/s vorausgesetzt. Die VerbindungskapazitĂ€t ist immer auch vom Standort und der Anzahl der EndgerĂ€te in der nĂ€heren Umgebung abhĂ€ngig. Eine Möglichkeit, die Geschwindigkeit der Internetverbindung zu messen, bietet ein Speedtest.

Die Webcam vorab online ausprobieren

Um die FunktionalitĂ€t der Webcam zunĂ€chst ohne GesprĂ€chspartner zu testen, gibt es verschiedene Internetseiten, die das Ausprobieren ermöglichen. In der Regel ist dabei nichts weiter nötig, als einen Button anzuklicken. Erscheint die Übertragung der Webcam auf dem Bildschirm, bedeutet das fĂŒr gewöhnlich, dass die Kamera funktioniert. Taucht kein Bild auf, erhalten Nutzer Informationen ĂŒber mögliche Ursachen. Neben dem Video lĂ€sst sich hĂ€ufig auch das Funktionieren des Mikrofons prĂŒfen.

Das Licht und dessen Einfluss auf die BildqualitÀt

Möchten Anwender auch die Schnappschussfunktion nutzen oder im Video-Chat Bilder aufnehmen, sollte neben der Videoauflösung auch die Fotoauflösung möglichst hoch sein. Je nach Modell betrĂ€gt diese zwischen 0,9 und 15 Megapixel; fĂŒr ein gutes Bild sind mindestens drei Megapixel Voraussetzung.

Auch die Ausleuchtung hat einen großen Einfluss auf die BildqualitĂ€t. GrundsĂ€tzlich ist die VideoqualitĂ€t nĂ€mlich immer von den LichtverhĂ€ltnissen am Einsatzort abhĂ€ngig. Zwar geben die ISO-Werte Aufschluss darĂŒber, wie lichtempfindlich die Kamera ist, diese sind jedoch nur selten im Datenblatt angegeben.

Im gleichen Zusammenhang ist neben dem Sensor, der das einfallende Licht durch die Linse aufnimmt und verarbeitet, auch das Objektiv ein nicht zu unterschĂ€tzender Aspekt, da es das Bild auf dem Sensor abbildet und somit fĂŒr die QualitĂ€t des ĂŒbertragenen Bildes, insbesondere fĂŒr die Belichtung und FarbintensitĂ€t, verantwortlich ist. Kann mehr Licht einfallen, kommt die Kamera besser mit ungĂŒnstigen LichtverhĂ€ltnissen zurecht. DarĂŒber hinaus sind deutliche Unterschiede zwischen einem gĂŒnstigeren Kunststoffobjektiv und einem hochwertigen Glasobjektiv zu erkennen, bei dem die Bilder schĂ€rfer und farbechter wirken. FĂŒr Gamer, die hĂ€ufig nur einen kleinen Ausschnitt in der Bildschirmecke in Beschlag nehmen, ist ein hochkarĂ€tiges Objektiv allerdings nicht relevant.

Die Auflösung in AbhÀngigkeit zur Bildfrequenz

Schließlich ist auch die Anzahl der Bilder, die eine Webcam in einer Sekunde aufnehmen kann, fĂŒr eine gute BildqualitĂ€t entscheidend. Es bringt nĂ€mlich nichts, wenn die Kamera eine optimale Auflösung liefert, aber das Bild hĂ€ngt nicht flĂŒssig lĂ€uft, weil die Bildfrequenz nicht hoch genug ist. Um ein flĂŒssiges Bild und nicht etwa abgehackte Einzelbilder zu ĂŒbermitteln, sollte die Webcam mindestens 24 Bilder pro Sekunde (24 fps, also „frames per second“) aufnehmen können. Die meisten Webcams bieten mindestens 30 fps. Bei einer Rate von 60 Bildern pro Sekunde erlauben Webcams sogar Zeitlupenaufnahmen ohne sichtbaren QualitĂ€tsverlust.

Die TonqualitÀt des integrierten Mikrofons

Abgesehen von der Foto- und VideoqualitĂ€t spielt auch die TonqualitĂ€t eine wichtige Rolle beim Kauf einer Webcam. Hierzu gibt es in der Regel allerdings kaum technische Detailangaben. Zwar nehmen die meisten Webcam-Mikrofone noch immer lediglich Mono-TonqualitĂ€t auf, hochwertige Modelle sind aber inzwischen auch in der Lage, Stereo-Sound aufzunehmen. Letztlich ist die Relevanz der TonqualitĂ€t fĂŒr jeden Anwender individuell davon abhĂ€ngig, wie intensiv das Mikro zum Einsatz kommt.

FĂŒr das Videotelefonieren im privaten Umfeld reicht das interne Mikrofon beispielsweise völlig aus. Wer die Webcam eher zur Überwachung der eigenen vier WĂ€nde nutzt, ist ebenfalls nicht unbedingt auf das Vorhandensein eines Mikrofons angewiesen. Eine Ausnahme bildet die Verwendung als Babyphone, bei der ein Mikrofon ratsam, dessen QualitĂ€t jedoch eher zweitrangig ist. Gamer sollten auf hochwertige, externe Mikrofone setzen, die eine weitaus bessere AufnahmequalitĂ€t bieten. FĂŒr klare und krĂ€ftige Stimmaufnahmen im professionellen Bereich, die bei Livestreams oder Konferenzen deutlich zu verstehen sind, lohnt sich die Investition in ein separates Mikrofon.

Das eingebaute Mikrofon leistet je nach Anwendungsgruppe ausreichend gute Dienste, sodass sich Nutzer nicht unbedingt ein zusĂ€tzliches GerĂ€t anschaffen mĂŒssen. Damit gesprochene Worte klar verstĂ€ndlich und ohne störende NebengerĂ€usche beim GegenĂŒber ankommen, sind die meisten Mikrofone mit einer digitalen RauschunterdrĂŒckung ausgestattet, welche die UmgebungsgerĂ€usche erkennt und von der Stimme abkapselt. Auf diese Weise tritt die Stimme des GesprĂ€chspartners deutlich in den Vordergrund.

Headsets: GesprÀche direkt aufs Ohr

Eine gĂŒnstige wie auch kompakte Alternative zum externen Mikrofon bieten Headsets. Die Soundausgabe-Boxen sitzen hier direkt und isoliert auf den Ohrmuscheln des Anwenders, sodass keine RĂŒckkopplung mit dem ankommenden Ton seines GesprĂ€chspartners und dem eigenen Mikrofon auftreten kann. Andernfalls kann es sein, dass der GesprĂ€chspartner im Chatfenster seine eigenen Worte wie ein Echo selbst noch einmal zu hören bekommt. Bei der Logitech QuickCam ist zum Beispiel neben der Webcam auch ein Headset im Lieferumfang enthalten.

USB als Standard: Anschluss und Software

Damit Verbraucher die Webcam nutzen können, mĂŒssen sie diese am Computer anschließen können. Generell ist also darauf zu achten, dass der PC ĂŒber ausreichend AnschlĂŒsse verfĂŒgt. Alle gĂ€ngigen Webcams werden zur Übertragung von Bild und Ton standardmĂ€ĂŸig ĂŒber ein USB-Kabel angeschlossen. GĂŒnstigere Modelle besitzen zusĂ€tzlich einen 3,5-Millimeter-Klinkenstecker zum Anschluss des Mikrofons. Ihren Strom beziehen die meisten Webcams ebenfalls ĂŒber den USB-Anschluss; nur selten besitzen sie ein eigenes Netzteil zum Einstecken in die Steckdose. Da beim Videotelefonieren außerdem vergleichsweise große Datenmengen ĂŒbertragen werden, ist die USB-Technologie schneller und stabiler als ihre kabellosen Alternativen Die drahtlosen Modelle tragen zwar nicht so sehr zu dem ĂŒblichen Kabelsalat bei, der sich ĂŒberall da findet, wo viele ElektrogerĂ€te beieinander stehen, dafĂŒr brauchen sie jedoch andere Stromquellen wie Batterien oder Ladestationen.

Neben den Anschlussmöglichkeiten ist auch die KompatibilitĂ€t mit dem Betriebssystem des PCs maßgebend fĂŒr die Kaufentscheidung. So gibt es beispielsweise GerĂ€te, die nicht mit einem Apple-Betriebssystemen kompatibel sind. Bei den meisten GerĂ€ten lĂ€uft die Installation des Treibers automatisch ab (via „Plug and Play“).

Die Montage: StandfĂŒĂŸe, Klemmen und Co.

Die Webcams benötigen eine Halterung, um sie am EndgerĂ€t, fĂŒr gewöhnlich am Bildschirmrand, befestigen zu können. HierfĂŒr gibt es verschiedene Möglichkeiten: In der Regel ist eine Universalhalterung bereits im Lieferumfang enthalten. Falls diese zu straff ist oder zu leicht verrutschen kann, ist es möglich, eine geeignetere Halterung nachzukaufen. Dabei kann es sich beispielsweise um einen Standfuß oder eine Klemme, die sich an jedem Rahmen anbringen lĂ€sst, handeln. WĂ€hrend ersterer deutlich mehr Platz benötigt, ist es bei Letzterem wichtig, dass sich der Blickwinkel stufenlos verstellen lĂ€sst, sodass die Kamera beispielsweise das Gesicht in einem möglichst vorteilhaften Winkel erfasst. Interessenten sollten ihren Laptop beziehungsweise PC im Idealfall vor der Anschaffung einer Halterung abmessen und ĂŒberprĂŒfen, ob er fĂŒr die jeweilige Montageart geeignet ist. Ein wichtiger Punkt ist natĂŒrlich auch die LĂ€nge des USB-Kabels, da diese maßgeblich den Aufstellungsort bestimmt.

An manchen Modellen ist ein Gewinde fĂŒr Kamerastative integriert. Da diese genormt sind, ist es in der Regel kein Problem, die Webcam anzubringen, um sie flexibel im Raum aufzustellen. Im Vergleich zur Befestigung am PC ist in diesem Fall allerdings mehr Platz nötig.

Besondere Features zur Optimierung der Streaming-QualitÀt

Manche Hersteller bieten mehr oder weniger sinnvolle Zusatzfeatures fĂŒr ihre Webcams an, die dabei helfen, Bilder und Videos in bestmöglicher QualitĂ€t anzufertigen. Doch welche weiteren Besonderheiten und speziellen Funktionen gibt es bei Webcams und welche sind fĂŒr verschiedene Anwendertypen nĂŒtzlich?

Erweiterter Aktionsradius dank motorisierter Schwenk-, Kipp- und Zoomfunktion

Das Aufnahmefenster von Webcams reicht von der knappen Abbildung des Gesichts bis hin zum Einfangen eines großen Platzes. Ein weit dimensionierter Bildbereich lohnt sich beispielsweise fĂŒr Sicherheitskameras, aber auch Konferenz-Webcams. Mit einem Zoom verkleinern die Kameras das Sichtfeld, sodass das Bild einen engeren Blickwinkel erhĂ€lt, oder die Linse zoomt an das gefilmte Objekt heran und vergrĂ¶ĂŸert es auf dem Bildschirm. Besonders praktisch sind Webcams mit automatischer Schwenk-, Kipp- und Zoomfunktion wie die Logitech PTZ Pro 2. FĂŒr gewöhnlich betrĂ€gt der mögliche Schwenkwinkel zwischen 140 und 260 Grad, die Kippfunktion zwischen 60 und 130 Grad; im Idealfall ist das GehĂ€use sogar um 360 Grad dreh- beziehungsweise schwenkbar.

Gesteigerte Sicherheit dank Gesichtserkennung

Einige Überwachungs-Webcams erkennen Gesichter und teilen Nutzern mit, wenn sie unbekannte Gesichter registrieren. Das System warnt Nutzer also direkt, wenn es einen Eindringling entdeckt, und schickt ihnen umgehend ein Foto oder ein Video zu. Mithilfe solcher Systeme kontrollieren Unternehmen beispielsweise den Zugang zu ihren RĂ€umlichkeiten. Eltern können wiederum direkt sehen, ob eines ihrer Kinder das Haus betritt oder verlĂ€sst, wĂ€hrend sie unterwegs sind. Üblicherweise nutzen Webcams die Gesichtserkennung aber vor allem, um Gesichter in einem Motiv zu erkennen, zu fokussieren und dessen Bewegungen zu folgen, wie es etwa die LifeCam Studio von Microsoft tut.

Stets im Fokus dank Facetracking

ZusĂ€tzlich zur Gesichtserkennung sind die meisten Modelle mittlerweile mit einer Facetracking-Funktion ausgestattet. Diese erfasst anhand der Erkennung von Hautfarbton, Form und Bewegung Gesichter und folgt ihnen mithilfe vertikaler und horizontaler Kameraschwenks oder auch mittels Heran- und Wegzoomens automatisch, sodass sie auch wĂ€hrend Bewegung stets im Fokus bleiben. Dank des motorisierten Arms mĂŒssen Nutzer nicht selbst Hand angelegen beziehungsweise eine Fernbedienung benutzen, um die Kamera ihrem Gesicht folgen zu lassen – die Kamera sorgt eigenstĂ€ndig dafĂŒr, dass das Gesicht stets in der Mitte des aufgenommenen Bildbereichs bleibt. Sollte das Feature nicht direkt bei der Lieferung dabei sein, lassen sich die Webcams in der Regel nachtrĂ€glich aufrĂŒsten. Die kostenlose Software ist per Download erhĂ€ltlich.

Mehr SchÀrfe dank Autofokus

Der Autofokus gewĂ€hrleistet das automatische Scharfstellen des Bildes, denn Nutzer von Webcams sitzen in den seltensten FĂ€llen völlig ruhig vor dem Objektiv, sondern bewegen sich etwa beim Gestikulieren. WĂ€hrend sich der sogenannte Single-Autofokus auf ein Objekt scharfstellt und an dieser Stelle selbst dann scharf bleibt, wenn sich das Objekt nach vorne oder hinten von dem fixierten Punkt wegbewegt, stellt sich der Continuous-Autofokus auf ein Objekt (in der Mitte) scharf, verfolgt es und justiert seinen Fokus nach, falls es sich bewegt. Letzterer ist aber nur dann notwendig, wenn die Webcam im professionellen Bereich zum Einsatz kommt. GĂŒnstigere Webcams verfĂŒgen in der Regel nicht ĂŒber einen Autofokus. Je mehr Bewegung vor der Linse herrscht, desto hochwertiger sollte die Fokussierung sein, damit das Bild scharf bleibt. FĂŒr regelmĂ€ĂŸige Webcam-Nutzer und Gamer lohnt sich die Investition in diese Zusatzeinstellung also eher als fĂŒr gelegentliche Videotelefonierer.

Verwackelungen ausgeschlossen dank Bildstabilisator

Ein Bildstabilisator sorgt selbst bei hohen Geschwindigkeiten oder extremen Bewegungen fĂŒr stabile und flĂŒssige, also unverwackelte, Videos. Damit die BildqualitĂ€t stets detailreich und scharf bleibt, messen eingebaute Bewegungssensoren die horizontalen und vertikalen ErschĂŒtterungen. Anschließend berechnet ein Prozessor, wie stark diese vom beweglichen Linsenelement im Objektiv kompensiert werden mĂŒssen, um ihnen entsprechend entgegenzuwirken.

Alles im Blick dank Weitwinkelobjektiv

Ein gewöhnliches Weitwinkelobjektiv umfasst eine Brennweite zwischen 24 und 25 Millimetern. Hier gilt: Je kleiner die Millimeterangabe der Brennweite, desto weiter der Winkel. Mit einer Weitwinkel-Webcam wie der Logitech C930e haben Nutzer etwa bei Videokonferenzen alle Personen im Raum im Blick. Außerdem vermitteln diese Objektive ein GefĂŒhl von Weite und Tiefe, sodass sie RĂ€ume grĂ¶ĂŸer erscheinen lassen. Nutzer, die dagegen im privaten Umfeld die Webcam nutzen, könnten auf das Weitwinkelobjektiv verzichten.

Optimale Belichtung dank automatischer Regulierung

Dank der automatischen Erkennung und Anpassung an die LichtverhĂ€ltnisse mĂŒssen sich Nutzer nicht mehr selbst um die Regulierung ihrer Kamera kĂŒmmern. Diese Technologie, bei Logitech beispielsweise als RightLight bezeichnet, verbessert die BildqualitĂ€t im Falle wechselnder LichtverhĂ€ltnisse beziehungsweise schlecht beleuchteter RĂ€ume, indem sie bei Bedarf die Bildfrequenz und die Belichtung anpasst.

Gut ausgeleuchtet dank regelbarer LEDs

Webcams wĂ€ren ohne zusĂ€tzliche Lichtquellen in der Dunkelheit weitestgehend unbrauchbar. Um ihre Umgebung direkt zu beleuchten, verfĂŒgen einige Modelle darum ĂŒber LEDs. WĂ€hrend manche Modelle leidglich mit einer einzigen Leuchtdiode ausgestattet sind, besitzen andere mehrere Lichter auf jeder Seite. Dadurch ist es nicht mehr zwingend notwendig, eine externe Lichtquelle einzuschalten, um Aufnahmen mit der Webcam zu machen. LEDs weisen einen geringen Stromverbrauch auf und sind vergleichsweise gĂŒnstig – zumal sich das Licht erst dann automatisch einschaltet, wenn der Raum nicht ausreichend beleuchtet ist. Die Lichtmenge lĂ€sst sich je nach Bedarf fĂŒr eine optimale Ausleuchtung (stufenlos) regulieren beziehungsweise dimmen. Neben der Anzahl der LEDs sollten Nutzer auch auf deren Farbe achten: Zwar ist kaltes Licht heller, warmweißes Licht ist jedoch schonender fĂŒr die Augen.

FĂŒr den privaten, beruflichen oder spielerischen Einsatz: Die Webcam-Arten im Überblick

Da Webcams vielseitig einsetzbar sind, lassen sie sich in verschiedene Kategorien einteilen. Entsprechend der Vielfalt ihrer Nutzungsmöglichkeiten unterscheiden sie sich auch hinsichtlich ihrer technischen Ausstattung. FĂŒr welche Einsatzzwecke eignet sich also welche Webcam?

Webcams fĂŒr die Videotelefonie

Die handelsĂŒblichen USB-Webcams fĂŒr Videotelefonate ĂŒber Skype und Co. lassen sich grob in vier Kategorien gliedern:

Einfache Webcams: FĂŒr die gelegentliche Anwendung
einfache Webcam

FĂŒr Einsteiger oder all diejenigen, die nur selten videochatten, genĂŒgt eine einfache StandardausfĂŒhrung. Eine gĂŒnstige Kamera mit einer geringen Auflösung bietet sich auch dann an, wenn die Internetverbindung vergleichsweise langsam ist. Die relativ gĂŒnstigen Standard-Webcams sind sparsam in ihrer Ausstattung. Mit einer ĂŒblichen Auflösung von 640 mal 480 Pixeln sind sie nicht fĂŒr hochwertige Aufnahmen konzipiert. Wer dennoch einen gewissen Wert auf eine ansprechende Optik und sauberen Klang legt, sollte darauf achten, dass sie zumindest ĂŒber eine automatische Belichtungsanpassung und eine RauschunterdrĂŒckung verfĂŒgen, um die LichtverhĂ€ltnisse zu optimieren und störende NebengerĂ€usche herauszufiltern.

HD-Webcams: FĂŒr die regelmĂ€ĂŸige Nutzung
HD Webcam

HD-Kameras erzeugen scharfe, detailreiche Bilder. Mit einer Auflösung von mindestens 1.280 mal 720 Pixeln werden sie auch höheren AnsprĂŒchen gerecht. HD-Ready-Kameras eignen sich nicht nur fĂŒr den geschĂ€ftlichen Bereich, sondern auch fĂŒr eine intensivere Nutzung in privaten Videotelefonaten, da das hochauflösende Format wesentlich mehr Details darstellt. Noch detailreichere Bilder liefert das Full-HD-Format mit einer Auflösung von 1.920 mal 1.080 Pixeln. DafĂŒr ist aber eine schnelle Internetverbindung unumgĂ€nglich. Da Full-HD-Webcams kostspieliger sind, sollten Verbraucher abwĂ€gen, ob sich diese Ausgabe im Hinblick auf ihr Nutzverhalten auszahlt. Der hĂ€ufig bereits in den Laptop-Minikameras genutzte HD-Ready-Standard reicht den meisten Nutzern zum Skypen nĂ€mlich aus. Um einen möglichst persönlichen Bezug zu den Let’s-Playern herzustellen, kommen hĂ€ufig sogenannte Facecams zum Einsatz, die vor allem den Oberkörper beziehungsweise das Gesicht des Streamers aufzeichnet.

Konferenzwebcams: FĂŒr den beruflichen Einsatz
Konferenz-Webcam

Gerade im geschĂ€ftlichen Bereich kommt es auf die Erzeugung eines seriösen, professionellen Eindrucks beim GegenĂŒber an. Um die eigene Person beziehungsweise PrĂ€sentation – beispielsweise fĂŒr eine Besprechung aus dem Home-Office – möglichst gut zu vermitteln, ist eine hochwertige Kamera mit Profi-Features nötig. Konferenz-Webcams sind mit ihrer hohen Auflösung beziehungsweise BildqualitĂ€t (mindestens HD-Standard), ihrer Freisprecheinrichtung und ihrer Weitwinkel- beziehungsweise Zoom-Funktion speziell fĂŒr den beruflichen Einsatz konzipiert. Mithilfe des flexiblen Schwenk-, Kipp- und Zoommechanismus‘ ist es möglich, einen weiten Radius zu erfassen oder den Bildausschnitt ĂŒber den Konferenztisch gleiten zu lassen. DarĂŒber hinaus sind Konferenzsysteme nicht selten ĂŒber Bluetooth oder NFC bedienbar sowie mit einem hochwertigen Mikrofon samt EchounterdrĂŒckung und GerĂ€uschisolierung sowie zahlreichen Zusatzfunktionen wie einem Autofokus oder einer automatischen Lichteinstellung ausgestattet.

Netzwerkkameras: Indoor- und Outdoor-Überwachung dank WLAN-Verbindung

Bei IP-Webcams, die an ein Netzwerk angeschlossen werden, unterscheidet man grundsĂ€tzlich zwischen AusfĂŒhrungen fĂŒr den Innen- und fĂŒr den Außenbereich.

IP- beziehungsweise WLAN-Webcams fĂŒr den Indoor-Bereich

Bei IP-Webcams, auch Netzwerkkameras, WLAN-Webcams oder Wifi-Kameras genannt, handelt es sich um kabellose Kameras, die sich mit einem Netzwerk verbinden können. Da diese mit dem (heimischen) Netzwerk verbunden sind, ist der dauerhafte Einsatz eines Computers nicht mehr notwendig. IP-Cams verfĂŒgen entweder ĂŒber einen Akku oder eine andere Stromversorgung. Da sie mit dem Netzwerk verbunden sind, können sich andere GerĂ€te, die im gleichen Netzwerk angemeldet sind, mit der Kamera verbinden und die Bilder einsehen. Aus der Ferne steuerbar eignen sie sich sogar als Überwachungskameras. Damit haben Nutzer stets einen Überblick darĂŒber, wer sich gerade in ihrem Haus oder auf ihrem GrundstĂŒck aufhĂ€lt. Hier bietet sich ebenfalls die Funktion als Baby-Cam an. FĂŒr Überwachungszwecke sind sie in der Regel motorisiert; außerdem verfĂŒgen sie ĂŒber eine Nachtsichtfunktion, ein Mikrofon und eine Bewegungserkennung. Alle IP-Webcams werden entweder ĂŒber WLAN oder ĂŒber ein Netzwerkkabel ans Internet angeschlossen. Über die Software können sich Nutzer außerdem E-Mail-Benachrichtigungen schicken lassen, wenn eine Person den von der Kamera ĂŒberwachten Bereich betritt. Eltern können diese Art Webcam auch als Baby-Cam einsetzen, um ihren Nachwuchs im Blick zu behalten.

Outdoor-Webcams fĂŒr die VideoĂŒberwachung im Außenbereich

Anders als IP-Webcams, die vor allem fĂŒr den Indoor-Einsatz konzipiert sind, dienen die wetterfesten Outdoor-IP-Webcams als Überwachungskameras fĂŒr den Außenbereich. Entsprechend sollten die Kameras eine Schutzgrad von mindestens IP66 aufweisen, der eine Staubdichtigkeit und einen Schutz gegen Strahlwasser mit hohem Druck garantiert. Beispielsweise erstellen sie die Bilder von SehenswĂŒrdigkeiten, die im Internet aufrufbar sind. Dank integriertem Mikrofon beziehungsweise Lautsprecher ĂŒbertragen sie auch Ton und via Infrarot-LEDs gewĂ€hrleisten sie sogar eine BildĂŒbertragung in der Dunkelheit. Unter UmstĂ€nden problematisch ist lediglich die Stromversorgung, da es im Freien gegebenenfalls an Steckdosen mangelt.

Wichtige Hinweise zur Verwendung von Webcams

Beim Einsatz ihrer Webcam sollten Nutzer den ein oder anderen Aspekt beachten, um optimale Ergebnisse zu erzielen, mit denen sowohl sie selbst als auch die EmpfÀnger ihrer Aufnahmen rundum zufrieden sein können. Worauf kommt es also bei der Verwendung an?

Die Webcam vor fremdem Zugriff schĂŒtzen

Da eine Webcam immer auch einen Einblick in die persönlichen LebensrĂ€ume der Nutzer gewĂ€hrt, ist es nicht ausgeschlossen, dass dieser ausgenutzt wird. So könnten sich Hacker aus der Ferne Zugriff auf die Webcam verschaffen und damit drohen, Bildmaterial zu veröffentlichen, um den Nutzer zu erpressen. NatĂŒrlich sind diese Angriffe illegal, tatsĂ€chlich werden sie aber nur selten geahndet, weil die wenigsten Nutzer ĂŒberhaupt erst bemerken, dass sie Opfer eines Hackerangriffs geworden sind. FĂŒr gewöhnlich erfolgt der Zugriff ĂŒber ein Programm oder eine App, die Nutzer unbewusst installieren. Besondere Vorsicht gilt bei WLAN- und Bluetooth-GerĂ€ten, da diese besonders anfĂ€llig fĂŒr Hacker sind. Ist das Netzwerk gut abgesichert, sinkt die Wahrscheinlichkeit eines Zugriffs. Doch welche Schutzmaßnahmen können Nutzer ergreifen, um sich vor dem Kapern ihrer Webcam zu bewahren?

  • GrundsĂ€tzlich keine Programme aus unbekannten oder gar zweifelhaften Quellen herunterladen.
  • Das Betriebssystem beziehungsweise den Treiber der Webcam mit regelmĂ€ĂŸigen Updates immer auf dem neuesten Stand halten.
  • Ein aktuelles Antivirenprogramm installieren.
  • Die Webcam mit einem Passwort absichern.
  • Die Webcam deinstallieren, wenn diese gerade nicht benötigt wird.
  • Einen Streifen blickdichtes Klebeband auf die Linse kleben, um diese zu verdecken.
  • Auf die Kontrollleuchte achten, die anzeigt, ob die Kamera gerade aktiv ist.

Generell ist es sicherer, eine externe Webcam zu benutzen, bei der Nutzer einfach den Stecker herausziehen, um sie abzukapseln. Hier bietet sich auch ein Modell mit einem separaten Ein/Aus-Knopf an, mit dem es jederzeit möglich ist, die Webcam auszuschalten. Eine Verschlusskappe beziehungsweise eine verschließbare Linse schĂŒtzt ebenfalls vor fremden Zugriffen.

Webcam-Aufnahmen im öffentlichen Raum

Bei der Nutzung einer Webcam gibt es nicht nur Sicherheitsaspekte, sondern auch rechtliche Grundlagen zu beachten. Sind Webcam-Aufnahmen ĂŒberhaupt in der Öffentlichkeit erlaubt? Immerhin mĂŒssen Nutzer Persönlichkeitsrechte beachten, wenn sie Personen aufnehmen. In Deutschland ist es beispielsweise nach §22 Kunsturhebergesetz (KUG) verboten, Aufnahmen von Personen ohne deren Einwilligung ins Netz zu stellen. Werden im öffentlichen Raum vor allem die Umgebung (Streams von öffentlichen PlĂ€tzen) oder das Wetter (Wetter-Cams), Personen hingegen lediglich als Beiwerk abgebildet, stellt die Nutzung laut §23 KUG kein Problem dar. Eine Installation der Kamera, die einzelne Personen in den Vordergrund rĂŒckt, etwa durch Facetracking oder einen Zoom, ist dagegen unzulĂ€ssig. Eine Ausnahme stellen private Überwachungskameras dar, die zum Teil auch den BĂŒrgersteig oder die Straße vor dem eigenen Haus aufnehmen. Hier ist es nach §6 Bundesdatenschutzgesetz lediglich notwendig, mit einem gut sichtbaren Schild darauf hinzuweisen, dass der Bereich videoĂŒberwacht wird. Erfasst die Webcam auch einen Teil des NachbargrundstĂŒckes, mĂŒssen die Nachbarn zusĂ€tzlich um Erlaubnis gefragt werden.

WeiterfĂŒhrende Testberichte

Wichtig: Hierbei handelt es sich um einen Webcam-Vergleich. Wir haben die vorgestellten Produkte keinem Test unterzogen.

AusfĂŒhrliche Webcam-Tests sind bislang kaum zu finden. Einen aufschlussreichen Test zum Thema Webcams fĂŒhrte allerdings die Stiftung Warentest durch. Auf ihrem Testportal unterzog das wohl bekannteste und renommierteste Testinstitut insgesamt zehn Webkameras einem umfassenden Test. Alle Kameras im Test verfĂŒgen ĂŒber die USB-Technologie. Getestet wurden die Modelle hinsichtlich ihres Preis-Leistungs-VerhĂ€ltnisses, ihrer BildqualitĂ€t, ihrer Inbetriebnahme, ihrer Handhabung der Software und ihrer Vielseitigkeit. Vier Testmodelle erhielten das TestprĂ€dikat „Gut“. Der Testsieger, ein Modell von Logitech, ĂŒberzeugte abgesehen von der Testkategorie „Inbetriebnahme“ in allen Bereichen mit der Testnote „Gut“. Die beiden nĂ€chstplatzierten Testkandidaten punkteten zwar besser in puncto Inbetriebnahme, erhielten im Hinblick auf ihre Vielseitigkeit jedoch lediglich das Testurteil „Mangelhaft“ beziehungsweise „Ausreichend“.