Satelliten-Internet

Die besten Satelliten-Internet-Anbieter im Vergleich

Thomas Güth
Platz Produkt Bewertung Preis
1 Filiago 4,62 19,00 €
2 SkyDSL 4,60 19,00 €
3 StarDSL 4,50
4 Eusanet 4,45
5 orbitcom 4,38 24,90 €
6 getinternet 4,37 35,00 €

Angebot

Vertragsgestaltung

Hilfe und Support

Schnelles Internet via Satellit

    Das Wichtigste in Kürze
  • Bei unzureichender DSL-Verfügbarkeit stellt Satelliten-Internet eine gute Alternative dar.
  • Satelliten-Internet ist praktisch überall verfügbar und unterliegt keinen Restriktionen durch eine unzureichende Infrastruktur wie Kabelinternet, DSL oder LTE.
  • Tarife für Satelliten-Breitband werden zwar zunehmend billiger, bleiben aber teurer als DSL.
  • Während die Bandbreite mit terrestrischem DSL vergleichbar ist, leidet die Latenz unter der Satelliten-Verbindung.

1. Für wen lohnt sich Satelliten-Internet?

Der Zugang zum Internet ist in den letzten Jahren essentieller Bestandteil unseres Alltagslebens geworden. Im Haushalt integriert sich die digitale Welt in die unterschiedlichsten Anwendungsbereiche. Ob beim Einkaufen von Büchern, Kleidung oder Möbeln, beim Ansehen von Filmen und Serien oder bei der Kommunikation via Mail, Chat oder sozialen Netzwerken, bietet das Internet bietet schnellen Zugang zu unzähligen Möglichkeiten.

Ungleichgewicht in der Netzverfügbarkeit

Damit jegliche Anwendungen auch reibungslos funktionieren, benötigen Verbraucher aufgrund des steigenden Datenhungers der diversen Applikationen einen Internetzugang, der eine ausreichende Bandbreite bereitstellt. Während Menschen in Ballungsgebieten mit Telefon-, Kabel- und Glasfaserleitungen versorgt werden, mangelt es in vielen ländlichen Gebieten in Deutschland an einer leistungsstarken Infrastruktur. Da in diesen ohnehin untervorsorgten Regionen meist auch der Mobilfunk eingeschränkt ist, bietet sich hier Internet über Satellit an. Der Nutzer muss sich dafür lediglich im Ausstrahlungsbereich eines Satelliten befinden beziehungsweise sich darin bewegen.

Satelliten-Internet Breitbandatlas
Vergrößern
Der Breitbandatlas des BMVI informiert über den Stand der Verfügbarkeit von High-Speed-Internet.

Um zu erfahren, ob ein schneller Breitbandinternetzugang verfügbar ist, nutzen Verbraucher einfach die Verfügbarkeitsprüfung beim Provider ihrer Wahl. Die meisten Internet-Dienstleister bieten auf ihrer Homepage einen Verfügbarkeitsrechner. Nach der Eingabe der jeweiligen Adresse zeigt das Tool dem Kunden umgehend, ob das gewünschte Internet-Paket in seinem Haushalt aktiviert werden kann. Über den Ausbau von leitungsgebundenen und mobilen Breitbandanschlüssen können sich Interessenten außerdem bei dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur informieren. Auf ihrer Webseite stellt die Behörde einen Breitbandatlas zur Verfügung, der den aktuellen Stand der Verfügbarkeit von High-Speed-Internet in den verschiedenen Bundesländern zeigt.

Essentiell für Unternehmen und Selbstständige

Während schnelles Internet für Privatpersonen in der Regel eine Annehmlichkeit darstellt, kann es in der heutigen Zeit für Betriebe und Selbstständige überlebenswichtig sein. Firmen präsentieren sich und ihre Dienstleistungen im World Wide Web. Die Informationen müssen dabei stets aktuell gehalten werden. Darüber hinaus wird über E-Mails Kundenkontakt gehalten. Auch die meisten Telefongespräche laufen inzwischen aufgrund der Umstellung auf die Voice-over-IP-Technik über das Internet. Ebenso werden hier Aufträge erteilt oder Bestellungen in Webshops abgegeben.

Berufsgruppen mit großem Datenhunger

Vor allem Grafiker, Architekten und Beschäftigte aus dem Foto- und Videobereich sind auf extrem schnelle Datenübertragungen angewiesen. Ansonsten können Download von Kundenaufträgen und vor allem der Upload fertiggestellter Projekte Stunden dauern. Das kann sich kein Unternehmen auf Dauer leisten. Auch das Pendeln in einen Nachbarort oder die nächstgelegene Stadt ist keine langfristige Lösung.

Internet per Satellit kann hier Abhilfe schaffen

Da bis heute vor allem in ländlichen Gebieten kein flächendeckender Ausbau von DSL-Hochgeschwindigkeitsnetzen oder LTE-Mobilfunkmasten zu konstatieren ist, kommt für diese Areale die Internetanbindung über Satellit infrage. Zwar ist diese Möglichkeit generell noch etwas teurer, kann allerdings die schnelle Online-Erreichbarkeit sicherstellen und damit zum Unternehmenserfolg erheblich beitragen. In den meisten Fällen empfiehlt sich der Abschluss eines Flatrate-Vertrages, bei dem nach Möglichkeit die Surfgeschwindigkeit erst spät oder gar nicht gedrosselt wird.

Satelliten-Internet als Backup nutzen

Der Abschluss eines Satelliten-Internet-Anschlusses eignet sich auch als Backup-Lösung für Unternehmen, die dauerhaft erreichbar sein müssen. Kunden, die einen Webshop betreiben, verlieren bereits bei kurzen Ausfallzeiten („Downtimes“) der Webseiten eine vergleichsweise große Menge an Geld. Ein redundantes System über Satelliten schützt etwa vor Störungen bei den Übertragungswegen Telefonleitung und Kabelnetz. Denkbar sind Ausfälle etwa durch Tiefbauarbeiten, bei denen etwa ein Bagger die Leitung durchtrennt, Stromausfälle oder Hackerangriffe. Ein zweiter Übertragungsweg erhöht zumindest die Chance, erreichbar zu bleiben. Ein Leitungsschaden durch Bauarbeiten ist hingegen ganz auszuschließen.

2. Unterschiede zu DSL und LTE

Zugang zum Internet erhalten Haushalte mittlerweile über eine Vielzahl von Kanälen, die von noch mehr Providern bereitgestellt werden. Dabei den Überblick zu behalten, ist folglich nicht immer ganz einfach. In diesem Abschitt sammeln wir grundlegende Inofrmationen zu den verschiedenen Optionen, die heute dem Kunden zur Verfügung stehen. 

Leitungsgebundenes Internet – DSL und Kabel

Der Klassiker und für die meisten Verbraucher gleichzeitig der gewöhnlichste Anschluss ans Internet erfolgt über die Telefon- oder Kabelleitung. Neben dem Internetzugang erhalten Kunden beim gleichen Provider Angebote für Festnetztelefonie und teilweise auch für spezielle TV-Pakete. In Regionen, in denen noch kein Glasfaser-Rückgrat (Backbone) installiert ist, lohnt sich der Abschluss eines solchen Vertrages jedoch kaum. Ein Anschluss ist zwar auch dort über die bestehenden Leitungen möglich, allerdings nimmt die Geschwindigkeit der Datenübertragung mit der Entfernung zum Hauptverteiler dramatisch ab.

  • Schnellste Verbindungen möglich
  • Kostengünstigste Tarife
  • Unbegrenztes Datenvolumen
  • Nicht in allen Regionen verfügbar
  • Kabel- oder Telefonanschluss vorausgesetzt

Mobiles Internet – Long Term Evolution

Durch die Entwicklungen im Bereich des Mobilfunks surfen Verbraucher mit dem richtigen Gerät und in der richtigen Region überall im Highspeed-Internet. In gut ausgebauten Gegenden sind mit LTE Geschwindigkeiten von bis zu 300 MBit pro Sekunde im Down- und 50 MBit pro Sekunde im Upload verfügbar, was DSL übertrifft. Mit einem Surfstick nutzen Verbraucher den Zugang zudem an PC oder Laptop. Gute Nachrichten also für alle, bei denen es kein schnelles Internet über DSL oder Kabel gibt? Wohl kaum, denn die Regionen, die unter fehlenden Breitbandanschlüssen leiden, dürften in der Regel auch nur spärlich mit Mobilfunksendemasten ausgestattet sein. Größter Nachteil bei LTE sind die Begrenzung des monatlichen Volumens und der vergleichsweise hohe Preis. Für ausdauernde TV-Serienmarathons lohnt sich ein solcher Internetzugang nicht. Er richtet sich an Personen, die einfach nur Surfen und Mails schreiben möchten.

  • Internet immer und überall
  • Schnelle Verbindungen möglich
  • Teuerste Verbindungsart
  • Begrenztes monatliches Datenvolumen
  • Nicht überall im vollen Umfang verfügbar

Satelliten-Internet als gute Alternative

Eine wirkliche Alternative für einen richtigen DSL- oder Kabelanschluss ist LTE also nicht. Denn nach dem Verbrauch des vertraglich vereinbarten Volumens (das liegt je nach Preis zwischen einem und zehn Gigabyte) surfen Kunden nur noch mit einer sehr langsamen Geschwindigkeit von ungefähr 16 kbit pro Sekunde, was den Anschluss praktisch unbrauchbar macht. Eine bessere Alternative stellt also das Satelliten-Internet dar. Ein Anbieter mit Flatrate-Tarifen ist etwa EUSANET. Hier wird laut AGB nur bestimmter Datenverkehr wie P2P oder Videostreaming in Spitzenlast-Zeiten gedrosselt, um allen Nutzern den Internetzugang zu ermöglichen. Ein Anbieter mit Flatrate-Tarifen ist etwa EUSANET. Hier wird laut AGB nur bestimmter Datenverkehr wie P2P oder Videostreaming in Spitzenlast-Zeiten gedrosselt, um allen Nutzern den Internetzugang zu ermöglichen. Die Vor- und Nachteile vom Internet über Satellit im Überblick:

  • Mit Satellitenschüssel praktisch überall verfügbar
  • Schnelle Down- und Uploadzeiten
  • Häufig keine echten Flatrates, nur „Fair-Use-Policy“
  • Hohe Latenzen

3. Wie funktioniert Satelliten-Internet?

Für die Verbreitung von Daten über das Internet via Satellit nutzen die Betreiber die bestehende Infrastruktur von Satelliten im Orbit, mit denen etwa auch Fernsehsignale übertragen werden. In Europa konkurrieren drei verschiedene Betreiber: Eutelsat mit TooWayAstra mit Astra Connect und Avanti mit HYLAS. Die Anschlüsse werden von Vertriebspartnern der beiden Unternehmen angeboten, die sich in den Konditionen voneinander unterscheiden und die im Satelliten-Internet-Test verglichen und bewertet wurden.

So funktioniert die Datenübertragung

Im Prinzip funktioniert der Empfang von Signalen aus dem Internet genauso wie der von Fernsehsignalen. Die Daten werden von einem Webserver, der zum Beispiel eine Webseite hostet, an den Satelliten gesendet, der sie an die Anlage des Empfängers weiterleitet. Ein Modem verarbeitet die Daten, von dort gelangen sie direkt zum Endgerät, etwa den PC, Fernseher oder das Tablet. Das Senden von Daten funktioniert in umgekehrter Richtung ebenso.

Übertragung Satelliten-Internet
Vergrößern
So funktioniert die Übertragung vom Internet über Satellit vom Server zum Endnutzer.

So schnell ist Satelliten-Internet

Bei Satelliten-Internet erhalten Kunden einen Breitbandinternetzugang. Im Download sind Geschwindigkeiten von 16 bis 20 Mbit pro Sekunde möglich, was günstigen DSL-Tarifen gleichkommt. Beim Upload müssen sich Kunden jedoch einschränken. Ähnlich wie bei alten und teilweise auch noch aktuellen Kabelverbindungen sind diese mit 1 bis 2 Mbit pro Sekunde langsam und nicht mit DSL-Anbindungen vergleichbar. Auch bei der Latenz, also der Dauer der Signalübertragung, bleibt die Verbindung via Satellit hinter den leitungsgebundenen Anschlüssen zurück.

Geschwindigkeitsangaben
Kilo, Mega und Giga
  • kBit (Kilobit) = 1000 Bit
  • MBit (Megabit) = 1000 kBit
  • GBit (Gigabit) = 1000 MBit

Das hängt mit den physikalischen Gegebenheiten zusammen: Bei der Satellitenübertragung müssen die Daten weite Strecken bis zu 70.000 Kilometer aus dem All zurücklegen, um einen entsprechenden Server „anzupingen“. Damit ist das Internet per Satellit für das Spielen von Online-Games oder zur Videotelefonie ungeeignet. Denn die lange Dauer der Signalübertragung sorgt für einen Delay – also eine Verzögerung – die eine dafür erforderliche Reaktion verhindert.

Was ist der Ping?

Ping ist ein Diagnose-Werkzeug, um die Verbindung zwischen zwei Rechnern zu überprüfen. Der Sender schickt dabei Datenpakete an einen Empfänger, die – im Idealfall – wieder zurückgesandt werden. Dadurch wird erstens ermittelt, ob eine Verbindung besteht, und zweitens, wie lange die Datenübertragung hin und wieder zurück dauert. Dieser in Millisekunden (ms) ausgedrückte Wert wird umgangssprachlich auch Ping genannt, bezeichnet genauer aber die Latenz.

Das steckt hinter der „Fair-Use-Policy“

Wer genau hinschaut, entdeckt in den Angaben vieler Anbieter von Satelliten-Internet, dass der Datenverbrauch nach einer sogenannten „Fair-Use-Policy“ funktioniert. In der Praxis verbirgt sich dahinter eine Drosselung der Bandbreite, die bei einem zu hohen Verbrauch greift. Provider mit einer solchen Politik gewähren die maximale Geschwindigkeit abhängig vom Datenverbrauch des einzelnen Nutzers. Ist dieser zu Stoßzeiten zu hoch, drosselt der Anbieter die Bandbreite automatisch. Dahinter steckt das Bestreben des Anbieters, die zur Verfügung stehenden Ressourcen möglichst gerecht auf alle Nutzer zu verteilen. Die Bandbreite über die Satelliten-Verbindung ist nämlich begrenzt. Belasten nun wenige Nutzer die Verbindung massiv, leiden die Geschwindigkeiten aller anderen Nutzer. Um dies auszugleichen, nutzt der Anbieter also die „Fair-Use-Policy“. Wer gerne unbegrenzt Filme und Serien sieht oder auch mal eine Software beziehungsweise ein Spiel herunterlädt, sollte einen Tarif ohne Volumenbegrenzung wählen. Die gibt es auch bei den Anbietern von Satelliten-Internet.

Ausnahmen vom Datenvolumen – Die Freezone

Anbieter, die Tarife mit begrenztem Datenvolumen führen, bieten Nutzern oft eine „Freezone“ an, eine auf die Nachtzeit verlegte Zeitspanne, in welcher der Datenverbrauch nicht auf ihr monatliches Volumen angerechnet wird. Sofern ein Anbieter eine solche im Vertragstext inkludiert, gilt diese in den meisten Fällen zwischen 0:00 und 6:00 Uhr.

Einschränkungen bei mobiler Verwendung

Theoretisch ist sogar der mobile Einsatz der Satelliten-Internet-Technik möglich. Denkbar ist etwa eine Nutzung im Auto, Wohnwagen oder Boot, etwa auf Geschäftsreisen oder im Urlaub. Dies ist aber eher utopisch, denn um die technisch mobil handhaben zu können, muss es sich um kompakte, leichte Hardware handeln. Zudem muss die Satellitenschüssel nach jedem Standortwechsel manuell in die Ausstrahlungsrichtung des Satelliten feinjustiert werden.

Daher eignet sich diese Technik im mobilen Einsatz eher für professionelle Anwender wie Hilfsorganisationen, Polizei, Feuerwehr oder das Militär.

Alternativen für Hobby und Urlaub

Urlaubsreisende, die unterwegs nicht auf Fernsehen und Internet verzichten möchten. Für diese Nutzergruppe bietet sich eine Camping-Sat-Anlage an, die bereits ab 30 Euro im Handel erhältluch ist. Für die mobile Internet-Datenübertragung nutzen diese Anwender am besten das LTE-Mobilfunknetz. Hierfür sind entsprechende Prepaid-SIM-Karten oder Varianten mit einer großen Datenvolumenfreigrenze erhältlich.

4. Benötigte Hardware

Während Kunden für den kabelgebundenen Internetempfang lediglich einen Router benötigen, brauchen sie für Satelliten-DSL – wie es auch fälschlicherweise genannt wird – zusätzlich einen Empfänger und einen Sender in Form einer Satelliten-Schüssel. Wer sich jetzt freut, weil er ohnehin für den Fernsehempfang eine solche installiert hat, muss unter Umständen trotzdem in eine neue Anlage investieren. Denn für einen reibungslosen Ablauf beim Empfangen und Senden von Daten muss nicht nur eine 2-Wege-Sendeanlage vorhanden sein, die Schüssel muss auch über einen Mindestdurchmesser verfügen. Wie groß dieser sein sollte, hängt in erster Linie vom Satellitenbetreiber ab, aber auch von der Wetterlage. Wer schon einmal TV-Signale über eine Satellitenschüssel empfangen hat, dürfte wissen, dass die Empfangsqualität bei schlechtem Wetter leidet. Eine größere Schüssel kann hier gegensteuern.

1-Weg- und 2-Wege-Satellitenanlage
Die 2-Wege-Satellitenanlage ist heute der Standard.

Dabei wird sowohl der Up- als auch der Downstream über die Anlage gesendet. Bei alten 1-Wege-Anlagen werden über die Satellitenschüssel nur Daten empfangen. Das Senden von Daten findet über die Telefonleitung statt. Bei diesen alten Geräten ist das Versenden von Daten sehr langsam und wirkt sich daher allgemein negativ auf die Surfgeschwindigkeit aus.

Die Anlage einrichten

Neben einem Stromanschluss ist für den Empfang von Internet via Satellit die Ausrichtung der Sende- und Empfangsanlage wichtig. Je nach Satellit muss die Antenne in eine bestimmte Himmelsrichtung ausgerichtet sein. Zudem spielt die Neigung der Schüssel eine Rolle. Nutzer müssen auch darauf achten, dass keine Objekte die „Blickrichtung“ der Anlage behindern. Störende Faktoren sind etwa Bäume, Häuser oder Berge. Über die Ausrichtung der Anlage bestimmen die anzusteuernde Orbitalstation sowie der genaue Standort des Empfängers. Verbraucher sollten daher vorab genau hinsehen, ob sie von ihrer Position die jeweils notwendige Himmelsrichtung störungsfrei mit einer Satellitenanlage anpeilen können. Diverse kostenlose Internetseiten wie Dishpointer zeigen den einzustellenden Azimut (horizontale Ausrichtung der Antenne) und Elevationswinkel (vertikale Ausrichtung der Antenne) auf Basis des gewünschten Satelliten und des eigenen Standortes an. Die korrekte Ausrichtung der Satellitenschüssel erfordert Geduld und Sachkenntnis. Wer sich nicht selbst an die Installation herantraut und die eigenen Nerven schonen will, nutzt am besten den Installationsservice des Anbieters.

5. Hinweise zum Satelliten-Internet

Verbraucher, die sich für einen Internetanschluss via Satellit interessieren, sollten vor der Wahl eines Anbieters ihren etwaigen Bedarf ermitteln. So bieten einige Dienstleister beispielsweise mehr Serviceleistungen über eine Satellitenanlage an. Zudem ist der Abschluss eines solchen Vertrages eventuell mit Zusatzkosten verbunden.

Double Play auch über Satellit

Ein Internetanschluss in Kombination mit einem Telefonanschluss ist für viele Verbraucher längst Normalität. In der Vermarktung sprechen die Anbieter hier oftmals von dem Modell Double Play. Auch bei Anbietern von Satelliten-Internet können Kunden diese Option zu verschiedenen Tarifkonditionen hinzubuchen. Dabei bieten sie sowohl Tarife an, in denen die Gespräche nach Verbrauch – also pro Minute – abgerechnet werden, als auch solche, die gegen die Zahlung einer Grundgebühr Gesprächs-Flatrates ins deutsche oder europäische Festnetz beziehungsweise das deutsche oder europäische Mobilfunknetz beinhalten. Unser Test ergab, dass alle sechs aufgeführten Satelliten-Internet-Provider die Möglichkeit anbieten, eine Telefon-Option zu dem Internet-Tarif zuzubuchen. Der Dienstleister nutzt für den Telefonanschluss über Satellit das sogenannte Voice-over-IP (VoIP). Im Gegensatz zum klassischen Festnetzanschluss werden Telefonate dabei nicht über die Telefonleitung, sondern über das Computernetzwerk geleitet.

Bei vielen Anbietern sogar Triple Play möglich

Die Kombination aus Internet, Telefon- und Fernsehanschluss aus einer Hand verkauft sich im Marketing-Sprech der Dienstleister als Triple Play. Die Vorteile sind dabei eindeutig: Ein weiterer Vertrag für einen Telefonanschluss oder für den Kabelempfang ist nicht notwendig. Das spart Stress beim Verwalten von Verträgen – und bares Geld durch den Wegfall von Grundgebühren.

Auch bei Anbietern von Satelliten-Internet haben Kunden bei allen sechs im Test aufgeführten Anbietern die Möglichkeit, einen solchen Triple-Play-Tarif zu erhalten und somit aus einer Hand versorgt zu werden. Dafür ist nur der einmalige Kauf und die Installation entsprechender Zusatzhardware nötig. Auf Seiten der Satellitenschüssel ist dies etwa ein Zusatzgerät namens „Multifeedleiste“, das den gleichzeitigen Empfang von Fernseh- und Internetsignalen ermöglicht. Auch muss ein passender Signalumsetzer, genannt „LNB“ vor der Parabolschüssel installiert werden.

Ferner müssen Kunden auf Seiten des Fernsehers prüfen, ob ein Receiver für die Entschlüsselung der digitalen Satellitensignale verbaut ist. Ist das nicht der Fall, muss eine externe Set-Top-Box dazugekauft werden. Auch Zubehör wie Koaxial- oder HDMI-Kabel zur Verbindung der Geräte erhalten sie entweder direkt bei den Anbietern oder im Elektronikhandel.

Zwischenfazit: Potentielle Zusatzkosten beachten

Verbraucher sollten bei der Auswahl eines Anbieters nicht nur auf die monatlichen Kosten für die Bereitstellung des Service achten. Da die Satellitenanlage nicht nur für den Empfang, sondern auch das Senden von Daten genutzt wird, verwenden die Anbieter dafür spezielle Schüsseln. Deren Anschaffungspreis ist nicht günstig. Deswegen beinhalten viele Tarife der Anbieter die Option, die Satellitenanlage zu mieten und nicht zum Vollpreis zu kaufen. Hinzu kommen zudem oftmals Kosten in Form einer Einrichtungsgebühr und für den Versand der sperrigen Anlage. Eventuell kommen Kunden auch nicht mit deren Montage zurecht und müssen den kostenpflichtigen Service des Anbieters in Anspruch nehmen.

 

So testen wir

Für den Satelliten-Internet-Test wurde das gesamte Angebot der unterschiedlichen Provider untereinander verglichen. Dazu gehören neben dem Tarif-Angebot die Vertragsgestaltung sowie die Aufstellung des Dienstleisters im Bereich der Hilfe und des Kundensupports. Getestet wurde aus Verbrauchersicht, alle Satelliten-Internet-Angebote dabei im Detail betrachtet, um das Für und Wider argumentieren zu können. In jeder dieser Kategorien werden zwischen 0,00 und 5,00 Punkten vergeben. Der Durchschnitt der drei Noten ergibt das Gesamtergebnis und entscheidet über die Platzierung des Satelliten-Internet-Providers im Ranking. Damit sind sowohl die Endnote als auch der Platz ein Indikator für das beste Gesamtergebnis; detailliertere Informationen entnehmen Verbraucher dem Datenblatt, das die Leistungsmerkmale aller Anbieter gegenüberstellt, sowie den einzelnen Testberichten, die genau auf das Produktangebot eingehen.

Angebot

Im Satelliten-Internet-Vergleich wurde das gesamte Angebot der einzelnen Anbieter betrachtet. Die Bewertung erfolgt in dieser Kategorie auf Grundlage der Tarifvielfalt, eventuellen Zusatzleistungen sowie Einschränkungen wie der „Fair-Use-Policy“ (FUP). Verbraucherfreundlich ist für uns hierbei eine möglichst große Auswahl an unterschiedlichen Tarifen sowie der Verzicht auf eine FUP, zumindest in hochpreisigen Tarifen.

Vertragsgestaltung

Ähnlich wie bei Internet-Tarifen für DSL, Kabel oder LTE ist auch der Vergleich von tatsächlichen Kosten beim Satelliten-Internet mühsam. Das liegt nicht nur an den vielen Tarifen der unterschiedlichen Provider, sondern auch an Zusatzkosten für die Hardware. Ebenso von Bedeutung ist in dieser Bewertungskategorie die Vertragslaufzeit der Tarife.

Hilfe & Support

Bei jeglicher Art von Problemen – angefangen von kleinen Verständnisfragen bis hin zu technischen Störungen – sollten Provider nicht nur über eine angemessene Zahl aktiver Kommunikationskanäle verfügen, sondern für ihre Kunden vor allem stets schnell erreichbar sein. Deswegen bewerten und vergleichen wir die Dienstleister auch anhand ihres Angebots rund um den Kundensupport. Auf die Reaktionen der Anbieter auf Stör- und Einzelfälle konnte im Satelliten-Internet-Test aus naheliegenden Gründen dabei natürlich nicht eingegangen werden.

Das Fazit der Redaktion

Satelliten-Internet versorgt all jene mit der digitalen Welt in DSL-Geschwindigkeit, die über Telefon- oder Kabelleitung keine Möglichkeit dazu haben. Darüber hinaus ist der Einsatz nicht nur auf das eigene Heim im Dorf oder in der Stadt begrenzt, sondern eignet sich auch für Hütten abseits großer Ballungsgebiete und sogar für den Einsatz am Wohnmobil. Für alle anderen eignet sich ein solcher Anschluss allerdings nicht, da sowohl die monatlichen Kosten als auch jene für die Bereitstellung vergleichsweise hoch sind. Zudem sind die Kapazitäten der Satelliten begrenzt, was während Stoßzeiten zur Drosselung einzelner Anschlüsse führen kann.

Auf dem ersten Platz befindet sich mit Filiago der Anbieter, der im Vergleich die schnellstmöglichen Verbindungen bereithält. Privatkunden finden bei Filiago zudem ein breites Angebot an Tarifen, das vielen Interessen entgegenkommt.

Das aus unserer Sicht zweitbeste Angebot erhalten Verbraucher bei skyDSL. Auf eine aktive "Fair-Use-Policy" verzichtet der Dienstleister. Zudem ist die Tarifgestaltung bei skyDSL äußerst übersichtlich und bietet gleichzeitig Angebote für unterschiedliche Anforderungen.

Die günstigste Miete einer Sat-Anlage erhalten Verbraucher bei unserem Drittplatzierten StarDSL. Das Angebot des Satelliten-Internet-Dienstes eignet sich aufgrund günstiger Hardware- und Bereitstellungskosten bestens für Gelegenheitsnutzer. Sowohl Up- als auch Downloadraten bewegen sich bei StarDSL im guten mittleren Bereich.