Dashcam

Die 7 besten Dashcams im Vergleich

Ausstattung
Hersteller
Stromversorgung
Weitwinkelobjektiv
LCD-Display
DisplaygrĂ¶ĂŸe
USB-Anschluss
HDMI-Anschluss
WLAN-fÀhig
Auflösung
Full-HD-Auflösung
G-Sensor
GPS
Mikrofon
Lautsprecher
SD-Karten-Slot
MicroSD-Karten-Slot
Aufzeichnungsformate
Befestigungsart
Akku inklusive
Kabellos
Handbuch
Gewicht
Maße

Dashcam-Ratgeber: So wÀhlen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in KĂŒrze
  • Eine Dashcam wird vorn am Fahrzeug befestigt, um den Straßenverkehr aufzuzeichnen.
  • Mit einer Dashcam können Fahrer UnfĂ€lle oder andere Verkehrswidrigkeiten auf Video festhalten.
  • Die Aufnahmen sind zwar vor Gericht gĂŒltig, allerdings ist nicht abschließend geklĂ€rt, inwiefern die sogenannten Aufzeichnungen in der Schleife (Loops) genehmigt sind.

Dashcams - Filmaufnahmen von der Windschutzscheibe

Wer unverschuldet in einen Unfall verwickelt wird, wĂŒnscht sich nicht selten, dass er die Szene aufgenommen hĂ€tte, um vor Gericht einen Beweis zu haben. Doch bis wir das Handy oder die Digitalkamera herausgekramt haben, ist der Unfall schon lĂ€ngst vorbei. HierfĂŒr wurden Dashcams entwickelt, die an der Windschutzscheibe oder am Armaturenbrett befestigt werden und ununterbrochen Aufzeichnungen machen.

Bei dem Wort Dashcam handelt es sich um ein sogenanntes Portemanteau-Wort, das aus den Wörtern „dash board“ (Englisch fĂŒr Armaturenbrett) und „camera“ (Englisch fĂŒr Kamera) zusammengefĂŒgt wurde.

Dashcams im Praxis-Test: Darum lohnt sich der Kauf

Wer kennt das nicht: Man fĂ€hrt gerade zum Überholen auf der linken Spur der Autobahn und schon ist er da, ein DrĂ€ngler, der von einem Moment auf den anderen auftaucht und fast an der Stoßstange klebt. Doch damit nicht genug: Man weiß nicht, wohin man ausweichen soll, denn fĂ€hrt man einfach weiter, ĂŒberholt der DrĂ€ngler plötzlich von rechts und schneidet einen ganz scharf. Es grenzt geradezu an ein Wunder, dass es nicht zu einem Unfall gekommen ist.

Das ist genau der Moment, in dem eine Dashcam sinnvoll wĂ€re. Im Gegensatz zu gewöhnlichen Kameras nehmen Dashcams – zumindest in ihrer ursprĂŒnglichen Variante – durchgehend auf. Das bedeutet, dass sie alles Mögliche, was auf der Straße so geschieht, auf Video festhĂ€lt. Meist handelt es sich bei den Aufnahmen um belanglose Szenen, sodass es möglich ist, die Dashcam einfach nebenbei laufen zu lassen und sich auf den Straßenverkehr zu konzentrieren. Dementsprechend ist die Dashcam im Prinzip nichts weiter als ein Inventar im Auto.

Allerdings kann eine Dashcam auch wertvolle Hinweise liefern, wenn es darum geht, einen Unfallhergang nachzuzeichnen. Das kann sowohl fĂŒr die Versicherung als auch fĂŒr das Gericht von Interesse sein. Wie so oft im Leben will es nĂ€mlich nachher nie jemand gewesen sein. Die Dashcam schafft hier Abhilfe: Schließlich liefern die Aufnahmen den entscheidenden Beweis. In der Regel sind Dashcams ĂŒbrigens mit einer Technologie versehen, die es ermöglicht, relevante Aufnahmen von irrelevanten zu unterscheiden. Das heißt: Wenn die Kamera einen Unfall registriert, werden die betreffenden Szenen automatisch gespeichert.

Von Russland nach Deutschland

In Russland sind Dashcams bereits seit Jahren gang und gĂ€be. Als Grund hierfĂŒr gilt die hohe KriminalitĂ€t auf den Straßen, wo UnfĂ€lle hĂ€ufig absichtlich provoziert werden, um Geld zu erpressen. DarĂŒber hinaus sollen die Kameras vor korrupten Polizisten schĂŒtzen. Dagegen wurden die kleinen Kameras in Deutschland erst durch einen interessanten Zufall bekannt: Als 2013 in Russland der Meteor von Tscheljabinsk von zahlreichen Dashcams gefilmt wurde, erlangten nicht nur die Aufnahmen selbst, sondern auch die Dashcams BerĂŒhmtheit.

Die rechtlichen Grundlagen

Die Rechtsvorschriften in Bezug auf Dashcams variieren von Land zu Land. In Russland sind Dashcams beispielsweise nicht nur vollkommen legal, sondern ihre Aufnahmen werden auch vor Gericht als Beweis anerkennt. Die Haftpflichtversicherungen befĂŒrworten Dashcams sogar explizit und locken mit vergĂŒnstigten VersicherungsbeitrĂ€gen. Auch in Großbritannien können Fahrer bei Versicherungen, in diesem Fall jedoch bei KFZ-Versicherungen, mit gĂŒnstigeren PrĂ€mien rechnen. Vor Gericht sind die Dashcams in Großbritannien ebenfalls zulĂ€ssig. Doch wĂ€hrend die Dashcam in Russland und Großbritannien bereits seit Jahren zum Inventar nahezu jeden Autos gehört, lassen einige LĂ€nder die Kameras aus den unterschiedlichsten GrĂŒnden nicht zu.

In Deutschland unterliegt die Dashcam insbesondere einer Diskussion um Aspekte des Datenschutzes. So erklĂ€ren einige DatenschĂŒtzer und Spezialisten aus diesem Bereich, dass die Dashcams unzulĂ€ssig sein sollten, weil die Aufnahmen einen Eingriff in die Persönlichkeitsrechte von Verkehrsteilnehmern darstellen wĂŒrden. Bereits vor Jahren hatten deutsche DatenschĂŒtzer daher eine Dashcam gefordert, die technisch so gestaltet sein sollte, dass sie keine durchgĂ€ngigen Aufnahmen macht. Stattdessen, so forderten die kritischen Stimmen, solle die Kamera ausschließlich dann aufzeichnen, wenn sie einen Unfall oder ein anderes Verkehrsdelikt registriere.

Trotz der warnenden Hinweise der DatenschĂŒtzer erklĂ€rte der Bundesgerichtshof (BGH) die Verwendung der Aufnahmen von Dashcams vor Gericht im Jahr 2018 fĂŒr zulĂ€ssig. Der BGH rĂ€umte zwar ein, dass die Kameras indirekt einen Eingriff in die PrivatsphĂ€re darstellten, da von Unfallbeteiligten jedoch ohnehin die Daten aufgenommen wĂŒrden, könne dieser Aspekt vernachlĂ€ssigt werden.

Die verschiedenen AusfĂŒhrungen

Dashcams gibt es nicht nur in der klassischen Variante, sondern auch mit G-Sensor sowie mit GPS und Fahrassistent. Welche Vor- und Nachteile die verschiedenen AusfĂŒhrungen mit sich bringen, erlĂ€utern wir nachfolgend.

Klassische Dashcams

Die klassische Version der Dashcam ist fĂŒr Autos jeglicher Art geeignet, bei denen sie einen Platz am Armaturenbrett oder an der Windschutzscheibe bekommt. Technisch gesehen zeichnen sich diese Modelle dadurch aus, dass sie – anders als die meisten anderen ĂŒblichen Aufnahmesysteme – ohne Unterbrechung Aufnahmen in einer Schleife, dem sogenannten Loop, speichern.

Sollte es einen Unfall gegeben haben, kann die entsprechende Aufnahme mit einem Schreibschutz versehen werden. Als Speichermedien dienen unter anderem SD-Memory-Karten und Micro-SD-Karten. Nach einer gewissen Zeit werden die Aufnahmen automatisch wieder gelöscht.

Vorteile
  • Dank durchgehender Aufnahme wird kein Unfall verpasst
Nachteile
  • Keine endgĂŒltig geklĂ€rte Rechtslage
  • Eingriff in die Persönlichkeitsrechte der Verkehrsteilnehmer

Dashcams mit G-Sensor

Moderne Dashcams sind mit einem Beschleunigungssensor, dem sogenannten G-Sensor oder auch Schwingungsaufnehmer, ausgestattet. Dieser wertet die Bewegungen des Fahrzeugs aus und meldet außergewöhnliche Ereignisse Straßenverkehr, etwa abrupte Beschleunigungen oder ErschĂŒtterungen. Eine Dashcam mit G-Sensor zeichnet also ausschließlich dann auf, wenn sich ein Unfall ereignet. Sobald die Dashcam einen Unfall oder andere UnregelmĂ€ĂŸigkeiten registriert, schaltet sich die Kamera automatisch ein, nimmt auf und speichert die Aufnahme. Das entsprechende Video wird mit einem Schreibschutz markiert. Auf diese Weise verhindern Nutzer, dass die Dashcam Aufnahmen von UnfĂ€llen sofort wieder löscht.

Allerdings melden einige Nutzer, dass ihnen im Test aufgefallen ist, dass der G-Sensor oft versehentlich ausgelöst wird und Fehlmeldungen an die Kamera weitergibt. Dieser Fehler tritt besonders dann auf, wenn die Dashcam falsch justiert ist. Aber auch Schlaglöcher und andere Unebenheiten auf der Straße oder eine ruckartige Fahrweise können der Auslöser sein.

Vorteile
  • Datenschutzkonform
  • Nimmt nur Ungewöhnliches auf
Nachteile
  • Mitunter unzuverlĂ€ssige Sensoren

Dashcam mit GPS und Fahrassistent

Bei einer Dashcam mit GPS und Fahrassistent handelt es sich um eine Kamera, die abgesehen von den Aufnahmen noch weitere Dienste bereitstellt. So soll der Fahrassistent, etwa in Form eines Abstandswarners oder Spurhalteassistenten, dabei helfen, UnfÀlle zu vermeiden.

Die meisten Dashcams sind heutzutage außerdem mit einem GPS ausgestattet. Der GPS-EmpfĂ€nger ist außerdem dabei behilflich, den Unfallhergang genauer zu analysieren. Hierbei helfen Informationen zu der exakten Position beziehungsweise der Geschwindigkeit der Fahrzeuge.

Vorteile
  • Hilfe bei der Unfallvermeidung
  • Genau Analyse der Position und Geschwindigkeit
Nachteile
  • Fahrassistent wird mitunter als störend empfunden

Darauf kommt es beim Kauf an

Vor der Anschaffung einer dieser praktischen Kameras fĂŒr den Straßenverkehr sind bestimmte Aspekte besonders zu beachten. Kaufinteressierte sollten sich also ĂŒber ihre persönlichen BedĂŒrfnisse im Klaren sein und entscheiden, welche Aspekte fĂŒr sie von besonderem Interesse sind.

  • Der Aufnahmemodus: Wie bereits erlĂ€utert sind die meisten Kameras mit einem Aufnahmemodus ausgestattet, der in Schleifen aufzeichnet. Die Dashcam nimmt also durchgehend auf. Der Vorteil ist, dass auf diese Weise keineswegs ein Unfall verpasst werden kann.
  • Der Bewegungsmelder: Ein Bewegungsmelders ist vor allem fĂŒr diejenigen von Interesse, die um die Sicherheit ihres Autos bangen, wenn dieses geparkt ist. Die Sensoren reagieren auf sĂ€mtliche Bewegungen außerhalb des Wagens. Daher zeichnen sie zuverlĂ€ssig auf, wenn sich jemand am Auto oder in der Umgebung zu schaffen macht.
  • Der Bildwinkel: Der Bildwinkel, oder auch Sichtwinkel genannt, gibt an, wie groß die FlĂ€che der Perspektive einer Dashcam ist. Ein Winkel von 120 bis 140 Grad gilt heutzutage als Mindeststandard. Allerdings befinden sich auch Dash-Cams mit Weitwinkel-Linse im Angebot, die bis zu 180 Grad versprechen.
  • Die Auflösung: Dieses Kaufkriterium ist ausschlaggebend dafĂŒr, dass das Geschehen auf den Aufnahmen ausreichend zu erkennen ist. So sollte selbstverstĂ€ndlich ersichtlich sein, wer am Steuer sitzt. Auch die Nummernschilder sollten im Idealfall ablesbar sein. Inzwischen handelt es sich bei den meisten Dashcams auf den Markt um Full-HD-Modelle mit einer Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln.
  • Die Bildrate: Die Bildrate sagt etwas darĂŒber aus, wie viele Bilder pro Sekunde von der Kamera verarbeitet werden. Im Vergleich der unterschiedlichen Modelle wird deutlich, dass die meisten Dashcams mindestens 30 Bilder pro Sekunde verarbeiten. Einigen Kameras sind sogar mit 60 Bilder pro Sekunde dabei.
  • Die Befestigung: Bei der Befestigung unterscheidet man zwischen zwei Methoden, nĂ€mlich zum einen die Befestigung mit einem Saugnapf und zum anderen die Fixierung mit einer Klebevorrichtung. Der Vorteil eines Saugnapfes liegt auf der Hand: Er ist flexibler und lĂ€sst sich jederzeit nachjustieren.

Tipps zur Installation

Folgende Tipps und Tricks helfen dabei, die Kabel nahezu unsichtbar zu machen:

  • Im Idealfall baumelt das Ladekabel nicht durch den Innenraum des Fahrzeugs, sondern fĂŒhrt versteckt zur Stromquelle.
  • Das Kabel sollte ĂŒber der Windschutzscheibe sowie unter der Verkleidung des Fahrzeugs verlegt werden.
  • Auf der Beifahrerseite ist das Kabel durch das Handschuhfach zu fĂŒhren.
  • Kabel-KlettbĂ€nder helfen bei der Vermeidung eines Kabelsalats.
  • Bei Bedarf können Nutzer auf VerlĂ€ngerungskabeln zurĂŒckgreifen.
  • Das andere Ende des Kabels stecken sie einfach in den ZigarettenanzĂŒnder.

Tests von Dashcams

Achtung: Da es uns nicht möglich war, die Produkte selbst zu testen, handelt es sich hierbei um einen Vergleich von Dashcams.

Dashcams wurden bereits von einigen namhaften Testportalen in einem Test unter die Lupe genommen. Da es sich bei einer Dashcam einerseits um ein technisches GerÀt handelt und andererseits um Autozubehör, finden sich einige Tests bei Computer Bild und Chip, aber auch auf den Testportalen ADAC sowie Auto, Motor und Sport.

Im Test von Computer Bild, bei dem sich insgesamt 21 Dashcams einem Vergleich stellen mussten, kamen die Tester zu dem Schluss, dass man etwas tiefer in die Tasche greifen muss. Bei dem im Juli 2019 durchgefĂŒhrten Dashcam-Test ĂŒberzeugte vor allem das Modell TrueCam A7s, das circa 160 Euro kostet. Die Test-Experten ernannten das Testmodell zum Testsieger, da es nicht nur etliche Zusatzfunktionen aufweist, sondern auch tagsĂŒber ebenso wie in der Nacht eine gute BildqualitĂ€t liefert. Auch fĂŒr den kleinen Geldbeutel hat das Testportal einen Tipp: FĂŒr unter 100 Euro halten die Tester die Yi DashCam fĂŒr zweckmĂ€ĂŸig.

Auch bei Chip mussten sich zehn Dashcams einem ausgiebigen Test unterziehen. Die Tester wĂ€hlten Kameras aus unterschiedlichen Preisklassen aus. Als Dashcam mit dem besten TestprĂ€dikat, insgesamt 93,7 Punkte, geht die Garmin Dash Cam 55 hervor. Die Tester betonten, dass sie die Kamera trotz des stolzen Preises von etwa 165 Euro auch als Preis-Leistungsempfehlung nahelegen möchten, da die Dashcam ĂŒber zahlreiche Besonderheiten in puncto Zubehör verfĂŒgt.

Im Jahr 2018 fĂŒhrte der ADAC in Kooperation mit der Computerzeitschrift c't einen Test durch, bei dem neun Dashcams gegeneinander antreten mussten. Die gĂŒnstigste Kamera kostete lediglich 17 Euro, die teuerste 300 Euro. Die Tester fĂŒhrten auch einen Crashtest durch, der zu dem erschreckenden Ergebnis fĂŒhrte, dass alle Dashcams, die zur Befestigung SaugnĂ€pfe nutzten, bei dem Crash nach oben wegklappten, sodass vom Unfallhergang nichts mehr zu sehen wĂ€re. Die beste Testnote ist demgemĂ€ĂŸ ein „Befriedigend“, das der ADAC ganze sieben Mal vergab. Die beiden Schlusslichter erhielten jeweils ein „Ausreichend“ als Testurteil.

Die Tester von Auto, Motor und Sport traten mit acht Herstellern in Kontakt und fragten bei ihnen jeweils nach dem besten Modell. Die fĂŒnf Hersteller, die termingerecht lieferten, stellten GerĂ€te zwischen 80 und 25 Euro zur VerfĂŒgung. FĂŒr die Tester von Auto, Motor und Sport war die C860 von Apeman klarer Testsieger, da das Modell die umfangreichste Ausstattung aufwies und fĂŒr gerade einmal 110 Euro sogar eine Front- und eine Heckkamera besitzt. Die Kamera von Blaupunkt ĂŒberzeugte die Tester insbesondere wegen ihres auffĂ€lligen Designs.