Kinderkamera

Die 7 besten Kinderkameras im Vergleich

Maße
Gewicht
Material
Farbe
Altersempfehlung
Schnittstelle
Auflösung
Stromversorgung
Batterien inklusive
Speichermedien
Betriebssystem
Selbstauslöser
Mikrofon-Anschluss
Lautsprecher
LCD
Touchscreen
USB-Kabel
Handbuch
Vorteile

Kinderkamera-Ratgeber: So wählen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in Kürze
  • Kinderkameras können sinnvoll sein, um Kinder schon im Grund- oder Vorschulalter spielerisch ans Hobby Fotografieren heranzuführen.
  • Unterschiedliche Modelle sind für verschiedene Altersgruppen geeignet – manche sind mehr Spielzeug als Kamera, andere bieten schon professionelle Funktionen.
  • Kinderkameras verfügen in der Regel nur über grundlegende Einstellungsmöglichkeiten und produzieren meist keine hohe Bildqualität. Dafür sind sie leicht und handlich.
  • Viele Modelle können auch als MP3-Player und für kleine Spiele genutzt werden.

Sind Kinderkameras sinnvoll?

Wenn Kinder das Interesse und den Spaß an der Fotografie entdecken, möchten sie sicherlich mit einer eigenen Kamera knipsen. Zum Einstieg in die Welt der Fotografie gibt es spezielle Kinderkameras. Diese zeichnen sich nicht nur durch ein kompaktes Format und ein oft witziges, farbenfrohes Design aus, sondern auch durch eine robuste Bauweise und Funktionen, die auf Kinderinteressen ausgerichtet sind. So können Sie den kleinen FotografInnen eine altersgemäße Kamera besorgen und überfordern sie nicht mit einem empfindlichen, kompliziert zu bedienenden und noch dazu hochpreisigen professionellen Modell.

Merkmale von Kinderkameras

Für Kinderkameras gelten andere Regeln als für normale Digitalkameras. Sie sollten vor allem leicht zu bedienen sein und gut in der Hand liegen. Besonders die Jüngsten unter den Fotointeressierten werden die Kamera wahrscheinlich eher als Spielzeug ansehen, daher sind komplexe Funktionen und viele Einstellungsmöglichkeiten nicht notwendig. Wie auch herkömmliche Digitalkameras sind Kinderkameras zumeist mit einem vergleichsweise kleinen eingebauten Speicher ausgestattet. Dieser kann jedoch durch wechselbare Speichermedien wie SD- und microSD-Karten erweitert werden. Per USB-Kabel wird die Kamera mit einem PC oder Laptop verbunden, damit Sie die Fotos übertragen und auf einem größeren Bildschirm betrachten können.

Handliches Format

Maße

Während die Kinder mit ihren kleinen Händen den Fotoapparat halten, müssen sie gleichzeitig problemlos an die wichtigsten Knöpfe – vor allem den Auslöser – herankommen können. Beachten Sie die Herstellerangaben und das empfohlene Alter. Es gibt Kinderkameras, die nicht einmal zehn Zentimeter breit sind und sich so an besonders kleine NutzerInnen richten. Geben Sie dem Nachwuchs ruhig Hilfestellung und zeigen Sie ihm, wie man eine Kamera richtig hält und bedient.

Grundlegende Funktionen

Funktionen

Einfaches Knipsen in ansprechender Qualität und danach die Fotos auf dem Display anschauen – viel mehr braucht es für die ersten Schritte in der Fotografie gar nicht. Einige grundlegende Einstellungen, die viele Kinderkameras auf dem Markt bieten, sind für den frühen Umgang mit Fotos jedoch sehr praktisch. Dazu gehören beispielsweise ein automatischer Blitz, damit Bilder auch bei schlechten Lichtverhältnissen gelingen, und eine Videofunktion. Eine Selfie-Kamera sowie spielerisch anmutende Filter und witzige Rahmen sorgen für Abwechslung.

Gehäuseschutz

Gehäuseschutz

Wenn die kleine Kamera beim Spielen und Toben immer dabei ist, sollte sie robust sein und zumindest Stürze aus geringer Höhe sowie Stöße aushalten. Manche Modelle sind bereits mit Bumpern aus Gummi oder Silikon an den Ecken und Kanten ausgestattet, andere können sie in eine Schutzhülle aus rutsch- und stoßfestem Material packen. Achten Sie zudem darauf, dass sich eine Schlaufe an der Kamera befestigen lässt, damit Ihr Kind das Gerät um den Hals oder das Handgelenk tragen kann.

Reduzierte Bildqualität

Bildqualität

Der Spaß am Fotografieren soll für die Kinder im Vordergrund stehen. Dabei müssen keine qualitativ hochwertigen Kunstwerke entstehen. Während im Profibereich Digitalkameras ebenso wie Smartphone-Kameras mit immer höheren Megapixel-Werten beeindrucken, ist bei Kinderkameras auch eine niedrigere Auflösung ausreichend. Einige Modelle können Fotos mit bis zu zwölf Megapixeln schießen, die meisten Kinderkameras liegen jedoch im mittleren einstelligen Bereich. Übertragen Sie die Fotos auf den PC, um Sie auf einem größeren Bildschirm anzuschauen, können sich dort Qualitätsunterschiede bemerkbar machen.

Geringes Gewicht

Gewicht

Neben den Maßen der Kamera ist auch das Gewicht entscheidend. Wenn das Kind etwa den halben Tag mit der Kamera um den Hals auf einem Ausflug ist oder im Garten spielt, sollte es durch das Gewicht des Geräts nicht belastet werden. Die kleinsten Modelle sind in der Regel auch die leichtesten, mitunter nur um die 30 Gramm schwer. Größere Kameras, die für Kinder im Grundschulalter empfohlen werden, wiegen dagegen etwa 200 bis 300 Gramm.

Weitere Funktionen

Manche Kinderkameras haben ein Touch-Display, über das sie intuitiv bedient werden können. Achten Sie darauf, dass das Display nicht zu klein ist, denn das würde das Menü sehr unübersichtlich und schwer bedienbar machen. Alternativ können Sie auf Kameras mit Tastenbedienung zurückgreifen.

Besonders die Kinderkameras für die Jüngsten sind häufig mit einigen zusätzlichen Funktionen versehen, die in herkömmlichen Kameras nicht zu finden sind. Dazu gehören zum Beispiel kleine Puzzle- und Geschicklichkeitsspiele oder die Möglichkeit, Musik auf dem Gerät abzuspielen.

Manche Geräte sind nicht nur stoßfest, sondern auch wasserdicht, sofern sie nicht allzu tief untertauchen. Für Schnappschüsse am Strand oder im Gartenpool eignen sie sich hervorragend. Sie müssen sich also keine Sorgen machen, wenn solche Kinderkameras ins Wasser fallen.

Welche Kamera für welches Alter?

Im Kleinkindalter macht der Nachwuchs rasend schnell Fortschritte. Manche Kinder entwickeln sich schneller als andere, daher ist es bei Kinderkameras oft schwierig, eine Altersempfehlung auszusprechen. Sehen Sie Altersangaben der Hersteller eher als einen Richtwert und schätzen Sie selbst ein, was Sie Ihrem Kind zutrauen. Zu viele Einstellungsmöglichkeiten oder wenig intuitive Bedienung können kleine Kinder schnell überfordern. Größere sind dagegen vielleicht gelangweilt, wenn die Bildqualität nicht stimmt und das Gerät mehr Spielzeug als Kamera ist.

Fortschritte der NachwuchsfotografInnen

Haben Sie ein Auge darauf, ob Ihr Nachwuchs Fortschritte macht und weiterhin Interesse am Fotografieren hat. Während er in frühen Jahren die Kamera nur spielerisch in den Alltag integriert, möchte er später vielleicht sein Augenmerk mehr auf dieses Hobby legen. Vermeiden Sie, dass die Ansprüche des Kindes an den technischen Möglichkeiten der Kamera scheitern. Ein witziges Design und Spielereien sollten daher früher oder später einer besseren Bildqualität und einer professionelleren Kamera weichen. Spätestens dann, wenn der Nachwuchs die Bilder aufbewahren oder eigene Fotoalben anlegen möchte, wäre es ärgerlich, wenn dieser Enthusiasmus durch grobpixelige, verschwommene und schlecht belichtete Bilder getrübt wird. Ab einem gewissen Alter und ernsthaftem Interesse sollten Sie Ihrem Kind eine richtige Kamera gönnen.

Besondere Varianten

Bei den meisten Kinderkameras handelt es sich um schlichte Digitalkameras mit reduzierten Funktionen und Einstellungsmöglichkeiten. Es gibt aber auch Modelle, die mit speziellen Funktionen und Designs aus der Masse hervorstechen. Beispielsweise können Kinder mit der Sofortbildkamera von Uleway per Thermodrucktechnik ihre Fotos in Schwarz-Weiß ausdrucken. Ein Modell der Kidizoom-Reihe von Vtech wird gleich mit Stativ und grünem Tuch geliefert, das als Greenscreen genutzt werden kann. So können kleine Künstler auf dem Foto unterschiedliche Hintergründe einfügen. Die Spielzeugkamera von Vatenick hingegen kommt im Look eines kleinen Camcorders. Damit können die Kids nicht nur Fotos machen, sondern auch Filme drehen.

Zubehör

Je nachdem, was die kleinen Kameras können, gibt es entsprechendes Zubehör, auf das Sie Ihr Augenmerk legen können. Unerlässlich sind Speicherkarten, die nicht immer im Lieferumfang enthalten sind. SD- und microSD-Karten gibt es jedoch für kleines Geld und sie bieten in der Regel mehr als genug Speicherkapazität für alle Fotoabenteuer. Zur Übertragung auf den PC lassen sich die Kameras meist per USB-Kabel verbinden. Wenn das nicht der Fall ist, benötigen Sie ein Lesegerät für die Speicherkarten.

Für genügend Energie sorgen

Nicht alle Modelle von Kinderkameras verfügen über einen integrierten Akku. Üblich ist auch ein Betrieb mit vier AA-Batterien beziehungsweise -Akkus. Empfehlenswert ist, dass Sie sich in diesem Fall zwei oder drei Sätze Akkus samt Ladegerät zulegen, damit die Kamera stets einsatzbereit ist.

Für manche Kinderkameras gibt es vom gleichen Hersteller speziell für das Modell passende Taschen, damit Ihr Kind das Gerät sicher transportieren kann. Das ist praktisch bei Ausflügen in die Natur oder auf längeren Reisen.

Weiteführende Testberichte

Achtung: Hierbei handelt es sich um einen Vergleich.Wir haben die Kinderkameras nicht selbst getestet.

Einen Test von Kameras, die speziell für Kinder konzipiert wurden, gibt es von der Stiftung Warentest oder anderen unabhängigen Vergleichsportalen nicht. Allerdings können Sie auf die Datenbank aller von der Stiftung Warentest unter die Lupe genommenen Kameras zurückgreifen. Das Portal hat unter der Berücksichtigung einiger Filter eine Auflistung von kompakten Kameras erstellt, die aufgrund ihrer Merkmale für Kinder, etwa im frühen Teenageralter, geeignet sind. Zu den Merkmalen zählen unter anderem eine einfache Bedienung, ein geringes Gewicht und ein Neupreis von weniger als 300 Euro.

Unter diesen Kameras hat die Lumix TMC-DZ81 von Panasonic mit einer Bewertung von 2,3 und der Note „Gut“ das beste ErgebnisSie hat einen Zoom mit 30-facher Vergrößerung und schießt Bilder mit einer Qualität von 18 Megapixeln. Noch dazu ist sie einfach zu handhaben und mit weniger als 300 Gramm Gewicht auch sehr leicht. Die Kamera ist mit einem Touchscreen ausgestattet und überträgt Bilder sowie Videos kabellos per WLAN. Mit einem Neupreis von rund 300 Euro ist sie für eine etwas ältere Digitalkamera, die bereits im Sommer 2016 auf den Markt kam, jedoch nicht ganz günstig.

Mit einer Bewertung von 2,6 beziehungsweise 2,7 landeten die Canon-Modelle Ixus 285 HS und Ixus 190 auf den folgenden Plätzen. Die kleinen Kameras wiegen jeweils nur rund 140 Gramm und fungieren als sehr passable Einsteigermodelle für junge NachwuchsfotografInnen. Geschossene Fotos haben eine gute Qualität. Dank ihrer großen Lichtstärke kommt es auch bei spärlicher Beleuchtung nur selten zu verwackelten Aufnahmen. Außerdem haben die Canon-Kameras einen zwölf- beziehungsweise zehnfachen Zoom, Bilder werden mit bis zu 20 Megapixeln eingefangen. Bei Fotos mit Blitzlicht müssen qualitative Abstriche gemacht werden, zudem wurde die Videofunktion der Ixus 190 nur mit „Ausreichend“ benotet. Ein Sucher, ob optisch oder elektronisch, ist bei keinem der beiden Modelle vorhanden.


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