Kreditkarten Vergleich

Die besten Kreditkarten im Vergleich

Niklas Gollan
Platz Produkt Bewertung
1 Postbank 4,01
2 comdirect 3,99
3 Santander 3,95
4 MercedesCard 3,90
5 Deutsche Bank 3,88
6 ADAC 3,84
7 Barclaycard 3,82
8 Targobank 3,82
9 Miles and More 3,71
10 DKB 3,66

Leistung & Angebot

Konditionen

Sicherheit

Hilfe & Support

Kreditkarten mit Top-Konditionen

    Das Wichtigste in Kürze
  • Eine Kreditkarte basiert auf dem Prinzip des Konsumkredites – geliehenes Geld jetzt ausgeben und später inklusive potentieller Zinsen zurückzahlen.
  • Viele Anbieter verlangen für ihre Dienste neben Zinsen auch Jahresgebühren.
  • Viele Kreditkarten ermöglichen die Abhebung von Bargeld von den üblichen Geldautomaten.

Unsere Vergleichssieger

Gesamtsieger unseres Kreditkartenvergleichs ist das Angebot der Postbank. Das Basisprodukt der Postbank-Kreditkarte überzeugte unter anderem dadurch, dass Kunden zwischen einer VISA- und Mastercard-Version auswählen können. Die Konditionen und Leistungen dabei sind gleich. Innerhalb des Euroraumes heben Kunden kostenlos Geld an Automaten mit VISA- beziehungsweise Mastercard-Symbol ab. Der Anbieter gewährt einen zinsfreien dreißigtätigen Kurzzeitkredit bis zur Abbuchung der Kreditsumme vom Referenzkonto. Im Falle des Kartenverlusts haftet der Kunde nicht für unbefugt getätigte Transaktionen. Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit der persönlichen Beratung, die durch das dichte Filialnetz gewährleistet ist. Der Anbieter verlangt 29 Euro Jahresgebühr.

Die folgenden Angebote, die knapp hinter dem Vergleichssieger gelandet sind, werden ohne jährliche Gebühr ausgegeben und können somit auch als Preis-Leistungs-Sieger angesehen werden.

Ein sehr guter zweiter Platz geht an die comdirect-Bank. Die comdirect VISA-Karte wird komplett ohne Jahresgebühr ausgegeben. Bargeldabhebungen sind weltweit kostenlos. Im Euroraum fallen des Weiteren keine Einsatzgebühren an. Der normale Kurzzeitkreditrahmen bis zur Abbuchung vom Girokonto beträgt 30 Tage. Alleinstellungsmerkmal des Anbieters ist der 3-Raten-Service: Bei ungeplanten Kosten wie der Neuanschaffung einer Waschmaschine vereinbaren Kunden gegen eine geringe Gebühr eine Rückzahlung in drei Monatsraten und zahlen keine Zinsen auf diesen Kurzzeitkredit.

Ein ebenfalls sehr überzeugender dritter Platzer geht an die Santander Consumer Bank. Die Santander 1plus-Karte kommt ebenfalls ohne Jahresgebühr aus. Sie ist die einzige Kreditkarte im Vergleich, mit der weltweit kostenlos Bargeld abgehoben und bargeldlos bezahlt werden kann. Auch hier beträgt das kostenlose Zahlungsziel 30 Tage. Neben Kontaktmöglichkeiten per E-Mail und Telefon-Hotline steht Kunden eine persönliche Beratung dank eines guten Filialnetzes zur Verfügung.

1. Was ist eine Kreditkarte?

Eine klassische Kreditkarte basiert auf dem Prinzip des Konsumentenkredites, das bedeutet, Kunden können über Geld verfügen, das sie zum Zeitpunkt der Beanspruchung gar nicht besitzen. Dieses muss anschließend, nach einer meist kostenfreien Zeitspanne, genannt Zahlungsziel, entweder als Ganzes oder in Raten zurückgezahlt werden. Vor allem letztere Form ist oft mit erheblichen Zinskosten verbunden. Daher überwiegt dieser Nachteil oftmals die Vorteile, die durch die Nutzung der Kreditkarte eigentlich entstehen sollten.

Diese Kredite können Kunden, die nicht solvent sind, in bestimmten Fällen helfen, unerwartete Zahlungslasten zu überbrücken, beispielsweise wenn eine teurere Reparatur an Waschmaschine oder Auto fällig wird.

Ebenso ist diese kleine Plastikkarte ein wichtiges Utensil auf Reisen. Einerseits ermöglicht sie im Gegensatz zu einer Debit-Karte („EC-Karte“) die Bargeldabhebung in Fremdwährung und auch außerhalb der Europäischen Union. Andererseits sind viele bargeldlose Zahlungen, etwa bei Autovermietungen oder in Hotels in den USA, ohne eine Kreditkarte nicht möglich.

Technischer Ablauf Kreditkartenzahlung
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Technischer Ablauf einer Kreditkartenzahlung.

Gegensatz zu einer EC-Karte, bei der eine Rechnung vom Girokonto sofort abgebucht wird und die Bank eventuell einen kleinen Dispositionskredit einräumt, basiert das Funktionsprinzip einer Kreditkarte meist auf einem Zahlungsaufschub von bis zu 30 Tagen. Die Höhe dieses Verfügbarkeitsrahmens hängt von mehreren Faktoren ab, unter anderem dem Monatseinkommen des Nutzers. Zwischen der Bezahlung der Ware und der Fälligkeit der Rechnung gewährt das ausgebende Institut also einen zinslosen Kredit mit sehr kurzer Laufzeit.

Bis zu dieser Summe kann der Kunde die Kreditkarte für seine Käufe verwenden. Jedes Mal, wenn er die Karte nutzt, übernimmt der Kreditkartenemittent an seiner Stelle die Zahlung des Betrages. Erst zum Monatsende löst der Kreditkarteinhaber die so akkumulierten Schulden ab, und zwar dann, wenn der Anbieter die aus den Umsätzen beanspruchte Summe vom Girokonto des Nutzers abbucht oder ihm eine Rechnung zukommen lässt. Dank eines solchen Zahlungssystems kann der Kunde seine Rechnungen begleichen, auch wenn der Dispositionskredit des Girokontos bereits aufgebraucht ist. Da der Kunde seinen Kredit bis zu einer bestimmten Summe flexibel gestalten kann, erweist sich die Kreditkarte somit als ein sehr anpassungsfähiges Zahlungsmittel für offene Beträge jeglicher Art.

Es empfiehlt sich allerdings, die Rechnungen, die mit der Kreditkarte beglichen wurden, immer im Blick zu behalten. Falls die vereinbarte Kreditsumme schon vor dem Monatsende verbraucht wurde, kann der Inhaber seine Karte bis zum nächsten Einzugstermin nicht mehr nutzen. Weiterhin ist zu beachten, dass einige Kreditkartenmodelle sehr hohe Überziehungszinsen verlangen. Insgesamt sollte das allgemeine Zinsniveau beachtet werden. Der Leitzins der US-Notenbank steigt seit kurzem wieder etwas an, das könnte mittelfristig auch die Kosten für diese Zahlungsmittel erhöhen.

Um diese Vorteile genießen zu können, ist eine positive Bonität Grundvoraussetzung. Der Kunde muss also anhand seines Einkommens nachweisen, dass er in der Lage ist, den beanspruchten Kredit und die damit verbundenen Zinsen zurückzuzahlen.

Prinzip Konsumentenkredit
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Eine Kreditkarte beruht, im Gegensatz zu einer EC-Karte, in den meisten Fällen auf dem Prinzip eines kostenfreien Kurzzeitkredites.

Es gibt heutzutage unzählige Banken, bei der der Kunde eine VISA- oder Mastercard anfordern kann. Nicht selten bieten die Institute schon bei der Eröffnung eines Girokontos diese Option an. Sowohl Banken als auch Kreditkarteninstitute fordern für ihre Kreditdienste eine gewisse Jahresgebühr. Bei der Entscheidung für eine Karte sollte ein Interessent deshalb nicht nur darauf achten, wie hoch die Zinsen sind, sondern auch, wie hoch die Jahresgebühren ausfallen.

Was eine Kreditkarte tatsächlich leisten kann und wie sie im Gegensatz zu anderen Zahlungsmitteln funktioniert, erklärt dieses YouTube-Video der Sparda-Bank.

2. Vorteile einer Kreditkarte

32 Prozent der Deutschen verfügen heute über eine Kreditkarte und bezahlen mit ihrem „Plastikgeld“ viele Käufe bargeldlos. Konsequenterweise ist auch die Akzeptanz entsprechend größer geworden. Immer mehr Geschäfte und Läden nehmen neben Bargeld auch das elektronische Geld als Zahlungsform an und statten sich mit Geräten aus, die Kreditkarten lesen. Die Gründe für die Nutzung sind aber noch zahlreicher, auch weil sich das klassische Anwendungsgebiet früherer Tage erweitert hat. Früher war eine solche Karte lediglich für die Urlaubsreise in das Ausland nahezu unerlässlich, da mit den Girokonto-Karten aus Deutschland im Ausland kein Geld abgehoben werden konnte. Heute benötigen aber nicht mehr nur Vielreisende dieses Zahlungsmittel.

Für wen lohnt sich eine Kreditkarte besonders?

In der Ära des Internets, in der immer mehr Geschäfte online erledigt werden, kann das elektronische Geld auch zu Hause viele Vorteile bringen. Denn durch die zunehmende Anzahl der Internet-Shops werden bargeldlose Transaktionen immer wichtiger. Neben Lastschrift und PayPal ermöglichen Online-Shops wie zum Beispiel Amazon oder eBay die Zahlung der Beträge auch mit einer Kreditkarte. Manche Fluggesellschaften und Reiseunternehmen bieten auf ihrer Homepage nicht selten sehr vorteilhaftere Konditionen und preiswertere Angebote, wenn der Kunde seine Reise mit einer Kreditkarte bezahlt.

Vor einigen Jahren noch als Statussymbol erachtet, ist die Kreditkarte längst zu einem gängigen Zahlungsmittel geworden. Die Vorteile des Zahlungsmittels sind vielfältig. In diesem Abschnitt haben wir einmal zusammengestellt, in welchen Fällen es sich am meisten lohnt, eine Rechnung mit der Kreditkarte zu begleichen:

Kreditkarte in Münzhaufen
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Kreditkarten sind praktische Alternativen zum Bargeld; manchmal ist ihr Einsatz auch unumgänglich.
Für bargeldlose Transaktionen

Im Gegensatz zu Debit- und EC-Karten, die hauptsächlich für die Abhebung von Bargeld vom eigenen Girokonto gedacht sind, nutzen Inhaber ihre Kreditkarte vor allem für bargeldlose Transaktionen. Egal ob im Restaurant oder im Supermarkt, die Zahlung einer Rechnung mit diesem Zahlungsmittel geht schnell und bequem vonstatten, und zwar ohne die Gefahr, dass Bargeld verloren geht oder gestohlen wird.

Für die Buchung von Reisen im Internet

Immer mehr Reisegesellschaften fordern auf ihrer Homepage die Bezahlung einer Reise per Kreditkarte. Besonders empfehlenswert ist die Buchung mit einer Co-Branding-Kreditkarte, wenn der Kreditkarteninhaber von einem Bonusprogramm einer Flug-, Zug- oder Automobilgesellschaft profitieren kann. In diesem Fall sammelt der Karteninhaber zum Beispiel Prämienpunkte und genießt vorteilhafte Konditionen. Bei manchen Kartenmodellen ist gar eine Reiserücktrittsversicherung enthalten. Reisen in die USA sind ohne Kreditkarte fast nicht möglich.

Im Ausland

Da Kreditkarten bargeldlose Transaktionen ermöglichen, ist ihr Einsatz im Ausland besonders bequem, vor allem, wenn vor Ort eine andere Währung gängig ist. Zur Nutzung der Karte verlangen die meisten Anbieter keine zusätzlichen Gebühren, sofern sich der Kunde im europäischen Ausland befindet. Für den Karteneinsatz in nicht-europäischen Ländern sollte der Karteninhaber allerdings mit einer nachträglichen Gebühr (je nach Höhe des Betrages) rechnen.

Weitere Vorteile

Die Suche nach dem nächstgelegenen Geldautomaten und das Herumtragen von Bargeld entfallen. Außerdem wird die Buchführung erleichtert: Durch die zumeist monatliche Abrechnung haben Nutzer eine sehr gut nachvollziehbare Übersicht ihrer Ausgaben. Diese Abrechnungen sind auch gute Nachweise für Käufe, sofern diese belegpflichtig sind.

Finanzielle Engpässe überbrücken Inhaber von Kreditkarten im besten Fall ohne zusätzliche Kosten: Wird die Schuld im Rahmen des Zahlungszieles voll zurückgezahlt, fallen keine Zinsen an.

Viele Unternehmen bewerben Kreditkarten mit niedrigen Einführungsgebühren beziehungsweise Jahreszinsen. In diesem Falle haben Nutzer die Möglichkeit, teure Altkredite umzuschulden und so bares Geld zu sparen.

Ein unschlagbarer Vorteil: Bei Kartenverlust oder Diebstahl haften Nutzer nach einer entsprechenden Sperrmeldung nicht mehr für die getätigten Umsätze, denn im Normalfall sollte die Karte von Händlern nach elektronischer Prüfung nicht mehr akzeptiert werden. Im Vergleich zum Bargeld ein unschätzbarer Vorteil.

Kreditkarte mit Schloss
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Bei Diebstahl oder Verlust der Karte ist es wichtig, dass die Sperrhotlines schnell erreicht werden können.
Nachteile

Neben vielen Vorteilen, die eine Kreditkarte bei der Nutzung bietet, existieren auch einige Nachteile. So ist es bei häufigem Einsatz möglich, die Kontrolle über die Ausgaben zu verlieren. Nutzer leben im schlimmsten Fall über ihre Verhältnisse. Die Jahresgebühren und die auflaufenden Schuld-Zinsen überwiegen dann die empfangene Leistung.

Einige Shops schlagen die Provisionen, die sie vom Umsatz an die Kreditkartenunternehmen abführen müssen, als Servicegebühr auf die zu zahlende Summe für den Endverbraucher auf. In diesen Fällen sollten Nutzer auf andere Bezahlungsmöglichkeiten wie Lastschrift oder Barzahlung zurückgreifen.

3. Kreditkartenanbieter

Unterschieden wird zwischen Kreditkartenanbietern und -emittenten. Die Anbieter sind die Kreditkartengesellschaften, die den eigentlichen Zahlungsverkehr abwickeln und dem Händler die Zahlung mit der Kreditkarte garantieren. In Deutschland teilen sich vier Anbieter den Markt, wobei die zwei erstgenannten 90 Prozent des Marktes unter sich ausmachen: MasterCard, VISA und American Express. Der frühere Pionier Diners Club verliert an Verbreitung und richtet sich an wohlhabende Geschäftsleute, die Vorteile am Flughafen und in Golf-Clubs suchen.

Mastercard und VISA verfügen in Europa und Nordamerika über sehr viele Akzeptanzstellen. Für Nutzer, die exotische Reiseziele besuchen, empfiehlt sich die Anschaffung beider Karten, da manchmal nur eine der beiden akzeptiert wird.

Als Emittenten bezeichnet man hingegen die Banken oder Sparkassen, die die Kreditkarten an ihre Kunden herausgeben; so zum Beispiel die Postbank, DKB oder Barclaycard.

AnbieterVISAMastercard
Akzeptanzstellen Deutschland515.000490.000
Akzeptanzstellen weltweit30–35 Millionen20 Millionen
Bargeldautomaten weltweit1 Million1,5 Millionen
Visa und Mastercard im Vergleich.

In Deutschland halten sich die Karten bezüglich der Akzeptanz einigermaßen die Waage: VISA-Karten nutzen Kunden an etwa 515.000 Akzeptanzstellen, die Mastercard-Version bei etwa 490.000 Händlern.

Weltweit wird die VISA-Karte verschiedenen Angaben zufolge an 30–35 Millionen Stellen akzeptiert, die Mastercard an etwa 20 Millionen. Bezüglich der Bargeldverfügung sind Mastercard-Kunden im Vorteil. Sie bekommen an rund 1,5 Millionen Geldautomaten weltweit Cash ausgezahlt, VISA-Kunden hingegen nur an etwa einer Million Geräten.

Leider veröffentlichen beide Unternehmen keine genauen Kennzahlen zu Akzeptanzstellen und Automatenmenge, daher können diese Zahlen je nach Quelle variieren.

4. Gebühren

Bei einer Kreditkarte, egal ob VISA- oder Mastercard, hängen die Kosten von verschiedenen Faktoren ab. Hier hat der Kunde eine sehr umfangreiche Auswahl: Viele Kreditkartenemittenten bieten vorteilhafte Konditionen für Studenten, während andere Anbieter die Gebühren zurückerstatten, wenn die Umsätze im Jahr eine gewisse Summe übersteigen. Neben der Höhe der Kosten für Jahresgebühr und eventuelle Bargeldabhebungen sollten Karteninhaber auch auf die Gesellschaft achten, welche den Kreditdienst gewährt: Die wirtschaftliche Solidität des Kreditinstitutes ist ein entscheidender Faktor bei der Suche nach der richtigen Kreditkarte.

Bei den anfallenden Gebühren kann es sich um offensichtliche und versteckte Kosten handeln. Im Folgenden geben wir eine Übersicht über potentielle Kontostandsminderer.

Kreditkarten - Kreditkaretengebuehren

Grundgebühren

Je nach Kartenart und möglichen Zusatzleistungen können unterschiedlich hohe Gebühren anfallen. Während Direktbanken meist komplett auf eine Jahresgebühr verzichten, erheben Filialbanken oder Emittenten, die erweiterte Services wie etwa eine Reiserücktrittsversicherung anbieten, oftmals Gebühren zwischen 30 und 60 Euro. Aber auch deutlich höhere Jahressätze sind möglich.
Kreditkarten - Kreditkaretengebuehren

Abhebegebühr

Eine Kreditkarte stellt neben der EC-Karte in der Regel die erste Alternative zur Verwendung von Bargeld dar. Doch nicht immer und überall ist die Bezahlung mit elektronischem Geld erlaubt. Der Kunde sollte deshalb auch prüfen, ob die Kreditkarte die Abhebung von Bargeld ermöglicht. Zu diesem Zweck bieten viele Kreditkartenherausgeber zu der Karte auch die Option, ein Girokonto bei ihrem Institut zu eröffnen. Nicht uninteressant ist deshalb die Höhe der potentiellen Gebühren, die der Anbieter für die Bargeldabhebung verlangt. Des Weiteren sollte der Nutzer auch darauf achten, dass der Anbieter genug nutzbare Geldautomaten in der Umgebung zur Verfügung stellt. Hier lohnt sich ein Blick in die Vertragsunterlagen. So ist das Abheben von Bargeld im In- und Ausland bei einigen Anbietern kostenlos, andere verlangen teils hohe Gebühren.
Kreditkarten - Kreditkaretengebuehren

Fremdwährungsgebühr

Diese Zusatzgebühr trifft Nutzer möglicherweise im Ausland, wenn die Landeswährung eine andere als der Euro ist. Auch hier hilft der Vergleich beim Geldsparen. Meist wird die Gebühr als Prozentsatz des Abhebebetrages berechnet.
Kreditkarten - Kreditkaretengebuehren

Kreditzinsen

Kreditzinsen fallen immer dann an, wenn das Geld der Bank in Raten zurückgezahlt werden soll. Da die Zinsen im Vergleich zu anderen Krediten teuer sind, sollten Kunden diese Möglichkeit nur in Ausnahmefällen nutzen. Besteht die Möglichkeit einer Ratenzahlung nicht, kann teilweise auf den Dispositionskredit des Girokontos zurückgegriffen werden.
Kreditkarten - Kreditkaretengebuehren

Zahlungsziel

Einige Anbieter gewähren sogar einen zinsfreien Kredit: Diesen Service kann eine Bank bieten, wenn die Beträge nicht täglich, sondern nur einmal im Monat oder sogar nur alle zwei Monate abgebucht werden. Dies ist etwa bei Charge-Karten der Fall.
Kreditkarten - Kreditkaretengebuehren

Andere Kosten

Andere Leistungen, wie eine Ersatz- oder Partnerkarte, können weitere Kosten verursachen. Aufpassen sollten Verbraucher vor allem beim Modus der Rückzahlung. Für gewöhnlich wird der Betrag automatisch von einem Referenzkonto eingezogen. Dafür sollte dieses ausreichend gedeckt sein, um Folgekosten zu vermeiden. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Schulden monatlich per Rechnung auszuweisen und manuell zu überweisen. Bleibt diese Beitragsbegleichung zum Stichtag aus, drohen hohe Strafgebühren.

5. Kreditkartenarten

Heutzutage bieten viele Kreditinstitute und Finanzdienstleister neben den Grundleistungen einer Kreditkarte auch verschiedene Zusatzoptionen und Extra-Services. So sind Versicherungen, Bonusprogramme, Partnerkarten oder persönliche Wunschmotive nur einige der unzähligen Zusatzleistungen. Im besten Fall sollte der Karteninhaber jedoch nur die Vorteile dazubuchen, die er wirklich nutzen möchte. Ob der Kunde aus unterschiedlichen Erweiterungsmöglichkeiten und Zusatzleistungen verschiedener Formate wählen kann, ist dabei vom jeweiligen Angebot abhängig. Oftmals werden diese Kartenarten unter besonderen Bezeichnungen wie zum Beispiel einer „Silber-Card“, einer „Gold-Card“, oder gar einer „Platin-Card“ herausgegeben.

Immer neue Produkte kommen auf den Markt, um sich den ändernden Bedürfnissen der Kunden anzupassen. Um den Lesern dabei zu helfen, sich in der Flut verfügbarer Angebote zu orientieren, fassen wir die verschiedenen Kartentypen hier in Kürze zusammen:

Klassische Kreditkarte

Bei einer „echten“ oder „klassischen“ Kreditkarte erhält der Kunde eine monatliche Abrechnung über sämtliche erworbene Waren und Dienstleistungen. Diese kann er sofort begleichen oder in Raten abbezahlen. Letztere Möglichkeit wird auch als „Revolvierender Kredit“ bezeichnet. Diese Form nehmen traditionell vor allem von Kunden im anglo-amerikanischen Raum wahr, sie ist aber ebenso in Deutschland verfügbar. Je nach Bank und Vertrag können Kunden monatlich etwa 2, 5, 10 oder 50 Prozent der offenen Summe zurückzahlen; sie sind dabei allerdings an keine fixe Rückzahlungsrate gebunden und können die Kreditsumme auch jederzeit durch Sondertilgungen begleichen. Unabhängig von der vollständigen Tilgung kann die Kreditkarte innerhalb des persönlichen Verfügungsrahmens neu belastet werden.

  • Teilzahlung möglich
  • Flexible Raten
  • Hohe Kosten durch meist sehr hohe Zinsgebühren
  • Zur Überbrückung von finanziellen Engpässen

Die in Deutschland vergleichsweise geringere Nutzung des „Revolvierenden Kredites“ lässt sich durch die Inanspruchnahmemöglichkeit des Dispositionskredites bei Girokonten erklären.

Darüber hinaus existieren noch einige andere Abrechnungsarten.

Chargekarte

Bei dieser Vertragsart erhält der Nutzer ebenfalls eine monatliche Rechnung, die sofort oder innerhalb einer Frist von bis zu 30 Tagen fällig ist. Zwischen der Bezahlung der Ware und der Fälligkeit der Rechnung gewährt das ausgebende Institut also einen zinslosen Kredit mit sehr kurzer Laufzeit.

  • Begleichung der Schuldsumme spätestens einmal im Monat
  • Keine Teilratenzahlung
Charge-and-credit-Verfahren

Dieses Verfahren stellt eine Mischung aus einer klassischen Kreditkarte und einer Chargekarte dar. Der Kreditkartenkunde entscheidet selbst, wie hoch sein Kartenlimit ausfällt. Das Institut gewährt einen Kreditrahmen zwischen 25 und 100 Prozent der Einzahlungssumme. Beispiel: Bei einer Einzahlung von 500 Euro und einem zusätzlichen Kredit über 25 Prozent verfügt der Nutzer über insgesamt 625 Euro, davon werden 125 Euro wie bei einer regulären Kreditkarte mit Zinsen berechnet. Dieses Prinzip kommt vor allem außerhalb des europäischen Raumes zur Anwendung, da hierfür weder eine Kredit- noch Bonitätsprüfung vonnöten sind.

  • Mischform
  • Kreditsumme kann durch Einzahlung von Guthaben auf das Kartenkonto erhöht werden
Debitkarte

Bei dieser Form des Kartenvertrags wird der Karteninhaber nach der Bezahlung sofort belastet, in der Regel über das Girokonto. Die in Deutschland gängigste Karte ist die girocard, die im Volksmund oftmals noch als „EC-Karte“ bezeichnet wird. International fungiert diese Karte als maestro-Karte (von Mastercard ausgegeben) oder V-PAY-Karte (von VISA ausgegeben). Diese Karten haben keine sogenannte Hochprägung und daher eigene Akzeptanzzeichen und eigene Akzeptanzstellen. Sie werden daher auch nicht als Kreditkarten im eigentlichen Sinne angesehen.

  • Sofortige Belastung
  • In Deutschland sehr verbreitet
  • Im Volksmund noch häufig als „EC-Karte“ bezeichnet
Daily-Chargekarte

Eine Daily-Chargekarte stellt eine Kombination aus einer Charge- und einer Debitkarte dar. Hierbei werden die fälligen Beträge direkt vom Kreditkartenkonto abgebucht. Ein Referenzkonto dient dabei als Guthabenkonto. Dieses Konto kann der Nutzer jederzeit mit Guthaben auffüllen, sodass kein Limit beim Karteneinsatz besteht. Solange Guthaben vorhanden ist, werden die Umsätze dem Kontoinhaber sofort belastet. Bei aufgebrauchtem Guthaben steht zusätzlich der Kreditrahmen zur Nutzung zur Verfügung. Nach der Monatsabrechnung werden alle ausstehenden Beträge sofort vom Referenzkonto, zumeist einem Girokonto, per Lastschrift eingezogen. Auf diese Weise entstehen im Gegensatz zum „Revolvierenden Kredit“ der Chargekarte keine Verzugszinsen.

  • Mischform aus Kreditkarte und girocard
  • Sofortige Abrechnung
  • Ist kein Guthaben auf Referenzkonto vorhanden, kann der Kreditrahmen genutzt werden

Prepaid-Kreditkarte

Als Alternative zu den klassischen Kreditkarten etablieren sich immer mehr Modelle auf Basis von vorbezahltem Guthaben. Prepaid-Kreditkarten werden meist ohne Bonitätsprüfung ausgegeben, da nur das zuvor aufgeladene Guthaben zur Verfügung steht. Sie sind häufig mit dem Zusatz „electronic use only“ versehen, nicht hochgeprägt und können daher nur an solchen Akzeptanzstellen eingesetzt werden, die online angebunden sind. Das soll ein Überziehen des Guthabens verhindern. Auch könnte etwa ein Unbefugter im Falle eines Diebstahls oder Verlusts das Konto nicht über den hinterlegten Betrag hinaus leerräumen. So haben auch nicht kreditwürdige Personen die Möglichkeit, eine Kreditkarte zu besitzen. Nachteil dieser Kartenform ist eine geringere Akzeptanz, weil für gewisse Anwendungen keine Kaution über den eingezahlten Betrag hinaus vormerkbar ist. So können Verbraucher eine Prepaid-Kreditkarte nur bei etwa einem Drittel der Autovermietungen einsetzen. Ausschließlich vorher aufgeladenes Guthaben ist für die Zahlung nutzbar.

  • Missbrauch über dieses Guthaben hinaus nicht möglich
  • Geringere Akzeptanz, beispielsweise in Hotels und bei Autovermietungen

Virtuelle Kreditkarte

Speziell bei Online-Geschäften kann der Internetnutzer heute die sogenannten virtuellen Kreditkarten verwenden: In diesem Fall erhält der Kunde vom Anbieter keine Plastikkarte mit Chip mehr, sondern nur die Bankdaten, welche bei einer Online-Transaktion erforderlich sind. Mit diesen kann er sein Online-Shopping schnell und sicher erledigen.

  • Ausgabe von Karten- und Prüfnummer meist per E-Mail
  • Ausschließlich diese Daten für das Bezahlen nötig, keine Kartenausgabe
  • Oftmals nur für einen Bezahlvorgang gültig

Co-Branding-Kreditkarten

Co-Branding-Kreditkarten sind das Produkt einer Kooperation zwischen einem Kreditkartenemittenten und einem Unternehmen. Als Erkennungszeichen tragen sie nicht nur das Logo des Kreditkartenherstellers, sondern auch das des Kooperationspartners. Der Vorteil dieser Kreditkarten liegt für den Nutzer in den zusätzlichen Leistungen, die das Partnerunternehmen dem Kreditkarteninhaber gewährt. Es handelt sich meist um Rabattangebote oder Prämien- und Treuepunkte, die der Kreditkarteninhaber bei dem Partnerunternehmer in Anspruch nehmen kann. So kann der Karteninhaber zum Beispiel jedes Mal Flugpunkte sammeln, wenn er die Co-Branding-Karte der entsprechenden Fluggesellschaft verwendet. Der Nachteil: So wie bei den Entertainment-Karten sind auch in diesem Fall hohe Gebühren fällig. Aus diesem Grund ist die Anforderung einer solchen Kreditkarte nur sinnvoll, wenn der Kunde von den Angeboten des Branding-Partners tatsächlich profitiert. Beispiele für solche Kartenformen sind die Angebote von ADAC oder Lufthansa.

  • Kooperation zwischen einer Bank und einem Drittunternehmen
  • Vorteile wie Rabatte, Meilenprogramm

Entertainment-Kreditkarten

Diese Kreditkarten sind speziell für die Aktivitäten in der Freizeit oder im Urlaub gedacht. Mit einer derartigen Karte kann der Inhaber zum Beispiel das Ticket eines Konzertes oder die Rechnung im Restaurant bargeldlos bezahlen und vorteilhafte Konditionen ergattern. Zudem besteht auch oft die Möglichkeit, an Gewinnspielen und Preisverlosungen teilzunehmen. Aufgrund ihrer internationalen Gültigkeit sind Entertainment-Kreditkarten außerdem auch bei Vielreisenden sehr beliebt. Auch im Ausland kann der Besitzer einer solchen Kreditkarte problemlos seine Rechnungen bargeldlos begleichen. Der größte Nachteil liegt in den hohen Kosten: Sie sind nicht selten mit überdurchschnittlich hohen Gebühren verbunden.

  • Spezielle Kreditkarten mit Freizeitangeboten
  • Nicht immer lohnenswert, da vergleichsweise teuer

Firmenkreditkarten

Im Gegensatz zu den in der Freizeit nutzbaren Entertainment-Kreditkarten finden die Firmenkarten ihre Anwendung vor allem im geschäftlichen Bereich. Ein Unternehmen gewährt normalerweise eine Firmenkreditkarte, damit ihre Mitarbeiter etwa eine Geschäftsreise schneller buchen können, ohne dass die damit verbundenen Kosten zuerst von ihnen übernommen und später von der Firma erstattet werden müssen. Der Vorteil einer Firmenkreditkarte besteht in der Bequemlichkeit des Zahlungssystems: Das Unternehmen nimmt die Betriebskosten sofort und ohne die Erstellung unzähliger Belege auf sich. Gewisse Schwierigkeiten können allerdings auch entstehen, wenn zum Beispiel einige Mitarbeiter gleichzeitig über eine Firmenkreditkarte verfügen. Falls mehrere Kreditkarten im Einsatz sind, ist es für das Unternehmen nicht immer leicht, die verschiedenen Kosten im Blick zu halten.

  • Vorteile für Arbeitnehmer, da die Abrechnung von Zahlungen für Tankfüllungen oder Flugbuchungen direkt über die Firma erfolgt

Heute ist die Kreditkarte eines der beliebtesten Zahlungsmittel für das Online-Shopping. Für unerfahrene Nutzer ist die Begleichung einer Rechnung mithilfe dieses Zahlungsmittels zunächst mit ungewohntem Aufwand verbunden. Meist erfragt der Online-Händler Daten wie die Kreditkartennummer oder den CVV-Kartenprüfwert. Damit Neukunden ihre Kreditkarte problemlos verwenden können, geben wir einen Überblick über deren wichtigste Daten und Merkmale.

Aufbau einer Kreditkarte
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Die einzelnen Elemente auf Vorder- und Rückseite einer Kreditkarte.
Kreditkartennummer

Die Kreditkartennummer befindet sich auf der Vorderseite und ist in der Regel 16 Stellen lang. Ihre Funktion besteht hauptsächlich darin, die Karte einer Bank und einem zugehörigen Konto zuzuordnen. Unter anderem enthält diese Zahl die Identifikationsnummer der Kreditkartengesellschaft und den BIC zur Identifikation der Bank bei Geldautomaten, für den Fall, dass der Kunde mit der Karte Bargeld abholt.

Inhabername

Auf der Vorderseite der Karte – direkt unter der Kreditkartennummer – befinden sich auch der Vor- und der Nachname des Inhabers. Der Name des Kartenbesitzers ist zusätzlich auch auf dem Magnetstreifen gespeichert.

Gültigkeitsdatum

Das Datum weist auf die Herausgabe und die Gültigkeitsdauer der Kreditkarte hin. In der Regel beträgt die Gültigkeitsdauer fünf Jahre. Ist diese Zeit abgelaufen, muss der Nutzer keine neue Kreditkarte beantragen, denn in diesem Fall senden die meisten Emittenten ihren Kunden automatisch per Post eine neue zu, ohne dass eine erneute Antragstellung nötig wäre.

Herausgebende Kreditkartengesellschaft

Ob es sich um eine VISA- oder eine Mastercard handelt, ist üblicherweise auf der Vorderseite zu erkennen. Neben dem Logoder herausgebenden Gesellschaft und des Kreditinstitutes findet sich aber oft ein Hinweis auf die Art der Kreditkarte. So gilt es beispielsweise zu unterscheiden, ob die Karte einen Gold- oder einen Premium-Service anbietet. Im Falle eines Co-Brandings ist in der Regel nicht nur das Logo des Anbieters, sondern auch des Partnerunternehmens vorhanden.

CVV-Kartenprüfwert

Der CVV-Kartenprüfwert befindet sich immer auf der Rückseite der Karte. CVV steht für „Card Validation Value“, besteht aus drei Ziffern und soll den unautorisierten Einsatz erschweren. Bei Online-Transaktionen ermöglicht der CVV-Kartenprüfwert auch die Authentifizierung des Karteninhabers.

Magnetstreifen

Wie der CCV-Kartenprüfwert befindet sich auch der Magnetstreifen auf der Rückseite der Karte. Seine Funktion besteht darin, das elektronische Auslesen und die Abrechnung des zu zahlenden Betrags vom Konto zu ermöglichen. Zu diesem Zweck speichert der Magnetstreifen verschiedene Informationen über den Inhaber. Um diese Daten zu dekodieren, benötigt der Händler einen Durchzugleser, ein spezielles Gerät, das über eine elektronische Nut verfügt. Wird der Magnetstreifen dort hindurchgezogen, überprüft das Gerät den Dispositionskredit des Inhabers und rechnet den angegebenen Betrag von der Kreditkarte ab.

PIN

Neben dem Kartenprüfwert besitzen viele Karten zusätzlich auch eine persönliche Geheimzahl – die sogenannte persönliche Identifikationsnummer (PIN) – die für eine bessere Sicherheit der Karte sorgt. Die PIN ist beispielsweise für Bargeldabhebungen am Automaten notwendig. In einigen Läden kann die Geheimnummer auch bei der Bezahlung genutzt werden. Wichtig zu beachten: Nicht jede Kreditkarte ist automatisch mit einer PIN ausgestattet. Bei einigen Modellen beantragen Nutzer diese bei Bedarf nachträglich bei den jeweiligen Emittenten.

7. Sicherheit

Gefahren bei der Benutzung lauern für den Karteninhaber beispielsweise bei einer Kartenfälschung oder einem Diebstahl sensibler Daten. Der Karteninhaber sollte deshalb bei seinen Käufen mit der VISA- oder Mastercard auch stets auf die Sicherheit achten.

Das finanzielle Risiko im Falle des Verlusts der Kreditkarte ist im Vergleich zum Verlust von Bargeld wesentlich geringer, da die Kreditkarte meist mit einem Anruf sofort gesperrt werden kann. Dennoch besteht auch weiterhin die Gefahr eines Betrugsfalls. Die deutsche Kriminalpolizei verzeichnet allein für das Jahr 2014 70.000 Betrugsfälle mittels bargeldloser Zahlungssysteme, fast 9.000 von diesen erfolgten durch die Fälschung oder den Diebstahl von Kreditkartendaten. Der Kreditkartenbetrug ist also eine reale Gefahr, die der Nutzer von „Plastikgeld“ ohnehin nicht unterschätzen sollte. Doch welche sind die häufigsten Betrugsmethoden und wie kann man sich am besten davor schützen?

3D-Secure-System

Viele Emittenten unterstützen das sogenannte 3D-Secure-System zur Abwehr gegen den Diebstahl von digitalen Kreditkartendaten: Nachdem sich der Kunde für diesen Service auf der Homepage des Anbieters angemeldet hat, erhält er ein Passwort, das zur Legitimierung bei Online-Transaktionen teilnehmender Händler erforderlich ist. Dieses System stellt eine effektive Sicherheitsstufe dar und sollte nach Möglichkeit aktiviert werden.

Fälschung von Kreditkarten

Anbieter geben neue VISA-Cards und Mastercards mit aufsteigenden Kreditkartennummern heraus. Betrüger können Karten fälschen, indem sie die Nummer erraten, die in dieser Reihenfolge als nächstes erzeugt wird. Manche Anbieter nutzen mittlerweile zur Erstellung dieser Nummern besonders komplexe Algorithmen, die einen höheren Schutz gegen Fälscher und Betrüger bieten.

Diebstahl der Daten durch manipulierte Kreditkartenlesegeräte

Nicht nur vor der Fälschung der Kreditkarte sollte sich der Kreditkartenbesitzer hüten. Auch hinter einem normalen bargeldlosen Einkauf kann sich eine ernste Bedrohung verstecken. Denn nicht jedes Lesegerät, das in Geschäften und Läden zur Benutzung kommt, wird legal betrieben. Durch manipulierte Geräte kann der Betrüger die Kartendaten speichern und zu seinem Nutzen wiederverwenden.

Diebstahl der Daten am Geldautomaten

Neben manipulierten Lesegeräten nutzen viele Betrüger auch Geldautomaten als Quelle für Kreditkartendaten. So gehört das „Skimming“ („Abschöpfen“) zu den am meisten verwendeten Techniken, mit denen Geheimdaten von arglosen Bürgern gestohlen werden: Der Täter installiert auf einem Geldautomaten eine falsche Frontplatte und späht so bei Bargeldabhebungen illegal die Kartendaten von EC- und Kreditkarten aus.

Eine Gefahr bei der Nutzung stellt das sogenannte Skimming dar.

Diebstahl der Daten durch Schadprogramme

Sensible Daten werden häufig auch online entwendet. Trojaner und Viren sind eine große Gefahr für alle, die ihre Kreditkarte für das Online-Shopping verwenden. Unter anderem erweist sich das so genannte „Phishing“ (Kofferwort aus „Passwort“ und „Fischen“) als ein sehr effektives System zur Kontoplünderung.

An dieser Stelle versteckt sich der Betrüger hinter der nahezu identischen Kopie einer zuverlässigen Internetseite – zum Beispiel der Seite eines Kreditinstitutes – und fordert zur Eingabe sensibler Daten wie Zugangs-ID und PIN auf.

Aufgrund solcher Gefahren sollte der Nutzer zuerst auf die Sicherheit seiner Käufe achten. Nachfolgend die wichtigsten Tipps zum Schutz der Kreditkarte vor Betrügen und Fälschungen:

Warnung mit Ausrufezeichen

Vorsichtiger Umgang mit der PIN

Wie EC-Karten sind auch Kreditkarten nicht selten mit einer Geheimnummer ausgerüstet. Wichtig: Nicht einmal das Kreditinstitut oder der Kreditkartenanbieter kennen die PIN, sondern nur der Karteneigentümer. Für die Sicherheit der Karte empfiehlt es sich, die PIN strikt geheim zu halten und nie zusammen mit der Kreditkarte aufzubewahren.
Warnung mit Ausrufezeichen

Regelmäßige Überprüfung der Abrechnungen

Mindestens einmal pro Monat sollte der Kunde seine Überweisungen überprüfen und dem Kreditinstitut potentiell verdächtige Transaktionen melden. Handelt es sich um einen Betrugsfall, zahlt der Anbieter den gestohlenen Betrag in der Regel zurück – wenn der Karteninhaber die Unregelmäßigkeiten rechtzeitig meldet.
Warnung mit Ausrufezeichen

Unseriöse Online-Händler vermeiden

Um die Wahrscheinlichkeit eines Virenangriffes im Internet zu verringern, sollte der Kreditkartenbesitzer dubiöse Webseiten meiden, auch wenn diese vorgeben, besonders preiswerte Angebote zu enthalten. Es ist außerdem äußerst empfehlenswert, die Existenz des Online-Unternehmens inklusive Impressum zu prüfen und die Geschäftsbedingungen genau zu lesen. Besonders aufmerksam sollte der Kunde dann sein, wenn das Online-Geschäft den Hauptsitz im Ausland hat. In diesem Fall haben die deutschen Behörden normalerweise wenige Handlungsmöglichkeiten. Zum Schutz der Kreditkartendaten gegen Online-Bedrohungen kann auch der Erwerb eines guten Antivirus- oder Internet-Security-Programmes sehr sinnvoll sein.
Warnung mit Ausrufezeichen

Sofort Kontakt mit der Polizei aufnehmen

Bemerkt der Karteninhaber unautorisierte Umsätze, sollte er unverzüglich die Polizei kontaktieren. Zur Prävention und zur Verhinderung des Kreditkartenbetrugs ist seit 2010 die kostenlose Sperrhotline 116 116 geschaltet. Nutzer, die ihre Kreditkarte verloren haben, können den Service kontaktieren und auch mehrere Karten unterschiedlicher Anbieter gleichzeitig sperren. Der Sperr-Service ist 24 Stunden am Tag aktiv und auch aus dem Ausland erreichbar.

8. So testen wir

Natürlich ist es gar nicht möglich, eine universelle Empfehlung für eine bestimmte Kreditkarte auszusprechen, da unterschiedliche Nutzer unterschiedliche Anforderungen an die Funktionspalette stellen. So lohnt sich für Vielreisende eine Kreditkarte mit entsprechenden Vorteilen wie Bonuspunkten bei Flug- und Zugreisen. Personen, die Urlaub gebucht haben, dann jedoch aus den unterschiedlichsten Gründen verhindert sind, profitieren mitunter von einer in der Kreditkarte enthaltenen Reiserücktrittsversicherung.

Daher möchten wir unentschlossenen Interessenten mit unserem Vergleich die Entscheidung erleichtern. Für die Auswertung wählten wir vier Prüfparameter aus, anhand derer wir die verschiedenen Produkte prüften und miteinander verglichen: „Funktionsumfang“, „Konditionen“, „Sicherheit“ und „Hilfe & Support“.

Pro Prüfparameter kann ein Produkt bestenfalls 5.00 Punkte erreichen. Dabei flossen die ersten zwei Kategorien mit je 35 Prozent sowie die zwei letzten mit jeweils 15 Prozent in die Bewertung ein. Das soll nicht bedeuten, dass „Sicherheit“ und „Hilfe und Support“ nicht wichtig wären. Allerdings nutzen Kunden die Karten hauptsächlich für Bargeldabhebungen und bargeldloses Zahlen. Daher erachten wir Kriterien wie Jahres-, Abhebe- und Einsatzgebühren für den Vergleich als wichtiger.

Kurze Zusammenfassungen am Ende des Testberichtes bringen die Quintessenz der vier Prüfkriterien auf den Punkt und führen relevante positive wie negative Aspekte auf.

Funktionsumfang

Unter dem Service der Anbieterbank wird in erster Linie der Umfang der Serviceleistungen im Zusammenhang mit der Kreditkarte verstanden. Eine gute Karte sollte für den Nutzer im Falle von kurzfristigen Liquiditätsengpässen als zusätzliche Sicherheit fungieren und die Lage des Nutzers nicht noch nachhaltig verschlimmern. Für gewöhnlich bieten gewisse Anbieter finanzielle Vergünstigungen an, wenn die Kreditkarte jährlich in einem gewissen Umfang zum Einsatz kommt. So entfallen oftmals die Jahresentgelte der VISA- oder Mastercards. Trotz dieser Bonusaktionen und des Wegfalls der Jahresgebühr sollte die Mindestnutzung jedoch kein vertraglich vereinbarter Zwang sein, da anderenfalls die finanzielle Flexibilität des Nutzers leidet. Es gibt Anbieter, bei denen die tägliche Verfügung auf einen gewissen Betrag limitiert wird, und es gibt Anbieter, bei denen diese Limitierung auf die ganze Woche verteilt ist. Dies sollte im Vorhinein auf jeden Fall mit dem Kundenberater abgeklärt werden.

Komplett ohne Jahresgebühr zu haben sind die Kreditkarten von Barclaycard, comdirect, DKB, Targobank und Hanseatic Bank. Mit 55 Euro Jahresgebühr ist die Miles-&-More-Kreditkarte der Lufthansa am teuersten.

Des Weiteren sollten Interessenten im Vergleich darauf achten, dass möglichst viele Stellen weltweit die jeweilige Kreditkarte als Zahlungsmittel akzeptieren. Weiterhin sollte jeder Nutzer einen genauen und prüfenden Blick in die vertraglichen Konditionen werfen, um sicherzustellen, dass der Zinssatz für die Nutzung den allgemein üblichen Konditionen des Marktes entspricht. Dies betrifft den Sollzins genauso wie eventuelle Guthaben-Zinsen. Bei der Nutzung im Ausland sollte die Bargeldabhebung möglich und im besten Falle kostenlos sein. Gerade bei einem Auslandsaufenthalt ist ein großer Verfügungsrahmen mitunter sehr wichtig, da unvorhergesehene Ausgaben anfallen können. Mit einer Kreditkarte des richtigen Anbieters wird der Nutzer jedoch diese unvorhergesehenen Ausgaben bedienen können, wobei stets zwischen der Tagesverfügung, der Wochenverfügung und dem Kreditrahmen unterschieden werden muss.

Über besonders niedrige Sollzinsen im Falle einer Teilratenzahlung dürfen sich Nutzer bei der Miles-&-More-Kreditkarte freuen, besonders happig fallen diese beim Angebot von Barclaycard und eurowings aus.

Sicherheit

Die Sperrmöglichkeiten der Kreditkarte sind ein elementar wichtiges Kriterium für den Inhaber. Im Falle eines Verlustes kann jeder, der die Karte findet, über sie verfügen und mitunter einen erheblichen finanziellen Schaden anrichten. Aus diesem Grund sollte die Sperrung der Kreditkarte telefonisch von jedem Punkt der Erde aus möglich sein. Sehr gute Anbieter unterhalten aus diesem Grund eine 24-Stunden-Hotline, sodass die Karte jederzeit ohne nennenswerten Zeitverlust inaktiv geschaltet werden kann. Ist die Kreditkarte gesperrt, so wird sie für den Finder nutzlos und der Besitzer ist in der Regel sofort vor finanziellen Schäden geschützt. Nicht selten gewährt der Anbieter auch eine gewisse Haftung bei Verlust und unbefugter Weiternutzung durch Dritte.

Auf eine Haftungsbeteiligung bei nicht selbstverschuldetem Missbrauch verzichten Barclaycard, Targobank, Deutsche Bank, Postbank, Sparda-Bank Berlin, die Berliner Sparkasse, ADAC und eurowings.

Rückzahlungsmöglichkeiten

Wie bereits erwähnt, ist das Kapital, das dem Nutzer mit der Kreditkarte zur Verfügung steht, als Kreditkapital anzusehen. Dieses Kreditkapital ist jedoch irgendwann einmal zurückzuzahlen. Die Art und der Umfang der Rückzahlung sollten daher im Vorhinein abgeklärt werden, da sie sich von Anbieter zu Anbieter unterscheiden. Es gibt Anbieter im Vergleich, die das Kreditkapital automatisiert mit der nächsten Kreditkartenrechnung im Folgemonat vom Konto des Kreditkartennutzers abbuchen. Im Gegensatz dazu existieren Anbieter, die eine Rückzahlungsmöglichkeit in monatlichen Raten anbieten. Bei dieser Form der Rückzahlung sollte der Nutzer jedoch unbedingt den Zinssatz im Auge behalten, da er aufgrund der Sollzinsen anderenfalls erheblich mehr an den Anbieter zurückbezahlt als er ursprünglich erhalten hat. Auch Rückzahlungsfristen sollten strengstens im Auge behalten werden, da sich andernfalls weitere Strafgebühren ansammeln können.

Positiv hervorzuheben sind folgende Angebote mit besonders großzügigen kostenlosen Kreditrahmen: Hanseatic Bank (drei Monate), eurowings und Barclaycard (jeweils 59 Tage) und MercedesCard (40 Tage). Der Anbieter comdirect bietet eine Drei-Raten-Zahlung gegen eine geringe Gebühr.

Hilfe & Support

Nicht zuletzt ist auch die Hilfsbereitschaft des Anbieters bei Fragen und Anregungen entscheidend. Unter anderem sollte der Karteninhaber die Kreditkartengesellschaft bei Fragen problemlos kontaktieren können – im besten Fall rund um die Uhr via Telefonhotline – zumindest aber per E-Mail.

In dieser Kategorie beurteilten wir außerdem den Support auf der Homepage der Anbieter, und zwar hinsichtlich der Frage, ob die verschiedenen Anbieter schon online einen überschaubaren Blick über die verschiedenen Leistungen ihrer Produkte geben und ob sie einen FAQ-Bereich anbieten. Ob der Kunde seine Kreditkarte bereits auf der Homepage durch ein Online-Formular anfordern kann oder ob die Beantragung ausschließlich per Post möglich ist, fließt ebenfalls in die Beurteilung mit ein.

Anbieter mit einem für im Test besonders gut befundenen Support sind die Deutsche Bank und die Berliner Sparkasse.