Diebstahlschutz Fahrradpass

Dieb klaut Rad

Viele Fahrradfahrer, die in Großstädten leben, kennen das Problem zu gut: Am Bahnhof, vor der Arbeitsstelle, während einer kurzen Abstellphase oder gar aus dem eigenen Keller wird binnen weniger Minuten das Fahrradschloss geknackt und der geliebte Drahtesel gestohlen. In solchen Fällen bleibt dem bestohlenen Besitzer meistens nichts anderes übrig, als ein neues Fahrrad zu besorgen, denn die Beute wird leider nur sehr selten wieder aufgefunden. Laut der polizeilichen Kriminalstatik von 2016 erhält der Besitzer nur in zehn Prozent der Fälle das gestohlene Eigentum zurück.

Die Fahrradpass-App hilft der Polizei

Ein technologisch modernes System soll heute aber der deutschen Polizei dabei helfen, diese allarmierende Zahl herabzusetzen. Bei dem sogenannten Fahrradpass handelt es sich um eine Applikation für Smartphones, welche die Behörde bei der Suche nach einem entwendeten Fahrrad unterstützt. Über diese App speichert der Besitzer die wichtigsten Merkmale seines Fahrrades: Hersteller, Modell, diverse Angaben zum Radtyp und – falls das Fahrrad bei der Polizei registriert ist – die entsprechende Codiernummer. Auf diese Weise hat der Fahrradfahrer jederzeit leichten Zugang zu den Daten für die Identifizierung des geklauten Besitztums und kann sie komfortabel verwalten. Direkt von der Fahrradpass-App können alle Daten sowohl gedruckt oder im PDF-Format an die Polizei oder an die Versicherung weitergeleitet werden.

Vor allem Radfahrer, die sich oft mit ihrem Fahrrad in anfälligen Stadtgebieten aufhalten, empfiehlt die Polizei deshalb, den neuen Fahrradpass auf das Handy herunterzuladen. Die Anwendung ist sowohl auf Android-Geräten als auch auf iPhones installierbar und ihre Nutzung für den User komplett kostenlos.

Weitere Möglichkeiten, das Rad zusätzlich zu schützen

Fahrradschlösser - Fahrradpass
Ein Fahrradpass vereint sämtliche Informationen und stellt eine nützliche Hilfe dar.

Der neue Fahrradpass der Polizei stellt jedoch nicht die einzige Applikation für Smartphones dar, die den Schutz des Fahrrades verbessern. Mittlerweile steht den Fahrradbesitzern eine umfangreiche Auswahl an Anwendungen gegen Diebstahl zur Verfügung:

  • Viele Apps sind mit einem Navigationssystem ausgestattet. Der GPS-Tracker ist in der Lage, das verschwundene Fahrrad in Echtzeit zu orten.
  • Einige Programme arbeiten mit einem Sensor zusammen, der am Fahrradrahmen befestigt wird. Im Falle eines Diebstahlversuchs benachrichtigt das Gerät den Nutzer umgehend via SMS.
  • Über manche Anwendungen kann der Nutzer sein Fahrrad bei einer Online-Community registrieren. Beim Verlust unterstützen die Community-Mitglieder den Bestohlenen bei der Suche nach seinem Fahrrad.

Anwendungen, die einen effektiven Schutz gegen Aufbruchsversuche gewährleisten, können mit einem einmaligen Preis zwischen 130 und 150 Euro zu Buche schlagen. Ohne Zweifel lohnenswert ist eine solche Investition jedoch für alle Nutzer, die sich mit ihrem Fahrrad in Stadtgebieten mit einer hohen Diebstahlrate aufhalten.