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Geeigneten Schutz gegen berufliche Risiken finden

    Das Wichtigste in Kürze
  • Die Police richtet sich vor allem an Unternehmen, Selbstständige sowie Freiberufler und greift ein, wenn ein Dritter Schadensansprüche stellt. Zudem schützt sie die Versicherungsnehmer auch bei Gerichtsverhandlungen.
  • Im Ausland behält die Betriebshaftpflichtversicherung bei nur sehr wenigen Anbietern ihre Wirksamkeit.
  • Der Versicherungsnehmer kann die Kosten für die Betriebshaftpflichtversicherung von den Steuern absetzen.
  • Die Deckungssumme beträgt im Allgemeinen zwei Millionen Euro bei Personenschäden, eine Million Euro bei Sachschäden und circa 100.000 Euro bei Vermögensschäden.
  • Versicherungsnehmer sollten beachten, dass die Betriebshaftpflichtversicherung keine Eigenschäden übernimmt.

Was ist eine Betriebshaftpflichtversicherung?

Jedes Unternehmen sollte im Idealfall über eine Betriebshaftpflichtversicherung verfügen, da diese im Schadensfall vor finanziellen Ersatzforderungen schützt. Nach vollständiger Prüfung des Schadenfalls greift die Versicherung ein und zahlt die verlangten Leistungen an den Geschädigten aus.

Eine Betriebshaftpflichtversicherung ist in der Regel für jedes Unternehmen, jeden Handwerksbetrieb und sogar für Freiberufler beziehungsweise Selbstständige von Vorteil. Ohne diese Versicherung können Zahlungen an Dritte schnell den finanziellen Ruin für das Unternehmen bedeuten. Kommt es zum Beispiel bei Bauarbeiten zu einem Personenschaden, muss der Verursacher die Kosten tragen. Stationäre Behandlungen, Reha bis hin zu Berufsunfähigkeitsrente sind hier mögliche Kosten.

  • Der Versicherungsnehmer
  • Der Stellvertreter des Versicherungsnehmers
  • Die Ehepartner sowie Familienangehörige, die auch im Unternehmen tätig sind
  • Alle Personen, die das Unternehmen mit beaufsichtigen
  • Unternehmensangehörige in Ausübung ihrer Tätigkeit
  • Alle Fahrzeuge des Unternehmens

Leistungen einer Betriebshaftpflichtversicherung

Die Betriebshaftpflichtversicherung tritt in Kraft, wenn ein Dritter Schadensansprüche an ein Unternehmen, einen Selbstständigen sowie Freiberufler stellt. Zuallererst wird geprüft, ob die Ansprüche überhaupt rechtens sind. Im Falle eines Gerichtsverfahrens übernimmt die Versicherung sogar sämtliche Kosten, um den Schadensfall klären zu können. Sollte sich hierbei herausstellen, dass die Forderungen des vermeintlich geschädigten Dritten nichtig sind, erhält dieser auch keine Ansprüche auf Leistungen. Bei Schadensersatzantritt wiederum zahlt die Versicherung diese an den Geschädigten aus. Hierbei gelten die vereinbarten Deckungssummen als Höchstgrenze, wenn die Summe jedoch höher ausfallen sollte, muss der Verursacher die restlichen Kosten selbst tragen. Die Deckungssummen beträgt im Allgemeinen zwei Millionen Euro für Personenschäden, eine Million Eurofür Sachschäden und circa 100.000 Euro für Vermögensschäden.

Die versicherten Schäden

Durch eine Betriebshaftpflichtversicherung sind sowohl der Unternehmer als auch seine Mitarbeiter bei der Ausführung ihrer beruflichen Tätigkeit abgesichert. Alle Personen-, Sach- und Vermögensschäden, die durch sie entstehen, werden durch die Versicherung übernommen. Jedoch gibt es auch Schäden, die von der Betriebshaftpflichtversicherung nicht abgedeckt werden. Darunter zählen unter anderem folgende Fälle:

  • Schäden, die Sie selbst erleiden
  • Schäden, die vorsätzlich herbeigeführt werden
  • Allmählichkeitsschäden
  • Schäden durch Nichteinhaltung von Fristen sowie Terminen
  • Strafen und Bußgelder

Worauf sollten Kunden bei der Betriebshaftpflichtversicherung achten?

Die Beitragsberechnung

Der Beitrag zur Betriebshaftpflichtversicherung setzt sich aus vielen Faktoren zusammen. So richtet er sich zum Beispiel nach der Mitarbeiteranzahl und dem Aufkommen der Jahreslöhne eines jeweiligen Unternehmens. Der Kunde sollte beachten, dass das Schadensrisiko steigt, je mehr Mitarbeiter er beschäftigt. Zudem werden die Mitarbeiter in Voll-, Teilzeit und Aushilfen unterteilt sowie in Angestellte im Büro und der Produktion. Eine Beitragserhöhung kommt außerdem zustande, wenn angestellte Arbeitnehmer außerhalb des Arbeitsplatzes tätig sind.

Betriebshaftpflichtversicherungen Rechner
Betriebshaftpflichtversicherungen Rechner
Auch Einsparungen von Versicherungsbeträgen sind möglich.
Auch Einsparungen von Versicherungsbeträgen sind möglich.

Bei landwirtschaftlichen Betrieben wird auch die Größe der Anbauflächen mit in die Berechnungen genommen. Bei sehr großen Firmen wird der Beitrag auch nach dem Jahresumsatz berechnet.

Bei der Festlegung der Deckungssumme sollte der Versicherungsnehmer keinen allzu geringen Betrag wählen, da dieser im Ernstfall hohe Schadenersatzleistungen nicht abdecken könnte. Viele Versicherungen bieten ihren Kunden eine Selbstbeteiligung an, um den jährlichen Beitrag zur Betriebshaftpflicht zu reduzieren. Es ist jedoch zu beachten, dass im Schadensfall der Kunde die Kosten bis zur vereinbarten Selbstbeteiligung für den Schadenersatz selbst tragen muss. Ist die finanzielle Grenze erreicht, begleicht die Versicherung die übrige Leistungszahlung.

Bei der Kostenberechnung der Betriebshaftpflichtversicherung
sind folgende Faktoren ausschlaggebend:
  • Anzahl der Mitarbeiter
  • Bruttoumsatz des Vorjahres
  • Bausumme (im Bauwesen)
  • Bruttojahresmietwert (sollte ein Grundstück mitversichert sein)

Der Versicherungsbeginn

Nach Abschluss des Vertrags der Betriebshaftpflichtversicherung besteht vorerst ein formeller Schutz, welcher dann durch die erste Beitragszahlung aktiv wird. Der Beginn der Deckung ist hingegen nicht so einfach zu bestimmen. Hier gibt es drei verschiedene Bezeichnungsformen:

Der formelle Versicherungsbeginn

Der erste Schritt des Versicherungsnehmers ist der der Informationssuche. Wenn er sich ausreichend über die Vertragsbedingungen und -konditionen erkundigt hat, erfolgt üblicherweise – soweit ein Online-Vertragsabschluss nicht gegeben ist – der Gang in eine Versicherungsfiliale. Sollte er hier den vorgelegten Vertrag annehmen, wird von einem formellen Versicherungsbeginn gesprochen.

Der materielle Versicherungsbeginn

Der materielle Versicherungsbeginn beschreibt den Zeitpunkt ab dem die Versicherung den Versicherungsnehmer absichert. Ab hier gelten dann alle Konditionen, die in der Police aufgezählt wurden. Der Kunde ist von dem Moment an rundum geschützt.

Der technische Versicherungsbeginn

Der technische Beginn stellt den Tag dar, ab dem der Kunde zum ersten Mal Beiträge zahlen muss. In der Regel stimmt der materielle mit dem technischen Versicherungsbeginn überein.

Risiken im Vertrag angeben

Alle Risiken, die durch eine Betriebshaftpflichtversicherung abgedeckt sind, wurden vorab im Vertrag beim Versicherungsgeber festgeschrieben. Am wichtigsten ist die finanzielle Abdeckung von Personen-, Sach- und Vermögensschäden. Darunter sind alle Schäden zu verstehen, die durch Personal, Betriebsmittel oder auch innerhalb von Gebäuden und Grundstücken des Unternehmens entstehen. Auch das Arbeitsumfeld spielt bei der Versicherung eine gewisse Rolle. So ist das Gefahrenrisiko bei handwerklichen Berufen deutlich höher als zum Beispiel im Handel. Zudem sollten sich der Versicherungsnehmer darüber informieren, ob die Betriebshaftpflichtversicherung auch eine Haus-, Grund- und Bauherrenhaftpflichtversicherung beinhaltet.

Betriebshaftpflichtversicherungen Glasschaden
Betriebshaftpflichtversicherungen Glasschaden
Ohne Versicherung kann eine zerbrochene Glasscheibe teuer werden.
Ohne Versicherung kann eine zerbrochene Glasscheibe teuer werden.

Ist dies nicht der Fall, könnte er über den Abschluss einer zusätzlichen Police nachdenken, denn dadurch wäre ihm ein vollständiger Schutz gegeben.

Der Vertragsabschluss

Vor dem Vertragsabschluss sollte der Versicherungsnehmer alle Risiken, die eintreffen könnten, in Betracht ziehen, um so anschließend eine möglichst passende Versicherung zu finden. Leistungen, von denen der Kunde selber weiß, dass er diese nie in Anspruch nehmen wird, brauchen selbstverständlich auch nicht versichert werden. Betriebe und Selbstständige achten in der Regel darauf, die Ausgaben auf ein Minimum zu beschränken. Deswegen sollte eine angemessen hohe Deckungssumme gewählt werden. Ist diese zu gering angesetzt, dann reicht die Versicherungsleistung im Schadensfall nicht aus. Die Folge ist, dass der Verursacher zusätzlich unnötig mehr bezahlen muss. Doch auch eine Überversicherung mit einer sehr hohen Deckungssumme bringt für den Kunden nur eins: zu hohe Beiträge für Leistungen, die er nie beanspruchen wird. Sinnvoll ist diese Versicherung nicht.

Vor dem Vertragsabschluss die Angebote vergleichen

Auf dem Versicherungsmarkt gibt es eine große Anzahl von Angeboten für Betriebshaftpflichtversicherungen. Aus diesem Grund lohnt es sich, die einzelnen Anbieter miteinander zu vergleichen. Hierbei sollten Kunden die nachfolgenden Fragen beachten:

  • Was bieten die Versicherungen für Konditionen an?
  • Welche Risiken sind durch die Police abgedeckt?
  • Welche Unterschiede gibt es bei den Beitragshöhe?
  • Wie hoch ist die maximale Deckungssumme?
  • Wie lange ist der abgeschlossene Vertrag gültig? Wie sind die Kündigung Bedingungen?
  • Zwischen welchen Beträgen kann der Kunde bei der Selbstbeteiligung wählen?

Die Deckungssumme

Die Höhe der Deckungssumme ist bei der Betriebshaftpflichtversicherung im Falle eines Schadens sehr wichtig, da Personen- und Sachschäden häufig hohe Kosten verursachen und die Existenz des Unternehmens gefährden können. Die Deckungssumme sollte immer individuell an jedes einzelne Unternehmen angepasst werden. Hierbei ist auf die Branche, die Firmengröße, die Mitarbeiteranzahl sowie die zu versichernden Produktionsteile zu achten.

Die zu erwartenden Kosten

Viele Versicherungen bieten in der Regel ihren Kunden einen jährlichen Beitrag von knapp 500 bis ungefähr 1.500 Euro an. Diese Betriebshaftpflichtversicherungen enthalten dann meist bereits einen umfangreichen Schutz. Die Kostenbeiträge variieren zudem nach der Wahl der möglichen Zusatzleistungen und der zu versicherten Schäden sowie nach der Höhe der Selbstbeteiligung. Fällt die Selbstbeteiligung entsprechend hoch aus, reduziert sich der Beitrag sogar noch, jedoch sollten sich Kunden vorher genauestens informieren, ob sie diese in Anspruch nehmen möchten.

Häufig können Kunden die Betriebshaftpflichtversicherungen auch mit anderen Haftpflichtversicherungen kombinieren. So sollte beispielsweise ein Handwerker, der mit chemischen Mitteln arbeitet, die wiederum ins Grundwasser gelangen können, eine Umwelthaftpflichtversicherung abschließen, um perfekt abgesichert zu sein.

Falsche Angaben bringen nichts

Die Versicherungsanbieter verlassen sich darauf, dass die Kunden bei den Angaben im Antrag absolut ehrlich sind, denn auf diesen Informationen erstellen die Versicherungen dann die mögliche Risikohöhe. Bei falschen Angaben ist die dann gegebene Risikosituation einen ganz andere und passt nicht zum Unternehmen beziehungsweise zu dem Selbstständigen oder dem Freiberufler. Bei einem äußerst schweren Täuschungsdelikten wird die Zahlung verweigert und es könnte sogar zu einer Anzeige kommen. Versicherungsnehmer sollten also darauf achten, dass alle Informationen korrekt sind. Wenn der Kunde einen bestimmten Sachverhalt nicht versteht, sollte er das Beratungsangebot der Versicherung in Anspruch nehmen und nachfragen – das beugt spätere Ungereimtheiten vor.

In der Steuererklärung angeben

Die Betriebshaftpflichtversicherung kann von den Steuern abgesetzt werden, da es sich um eine Betriebsausgabe handelt. Der Unternehmer investiert schließlich Geld, um seinen Mitarbeitern und seinem Betrieb einen optimalen Schutz zu gewähren.

Rechtsschutz vorhanden

Die Berufshaftpflichtversicherung übernimmt häufig auch ungerechtfertigte Schadensersatzansprüche. Neben der Versicherung von Fahrlässigkeit beinhaltet sie meist auch einen passiven Rechtsschutz und greift, sobald unberechtigte Schadensersatzansprüche an den Kunden gestellt werden. Im Ernstfall übernimmt sie somit etwa sämtliche Kosten für einen Rechtsverteidiger.

Mögliche Bausteine bei einer Betriebshaftpflichtversicherung

Vermögensschadenhaftpflichtversicherung

Diese Versicherung ist vor allem wichtig für Selbstständige aus dem Dienstleistungsbereich, die aus beruflichen Gründen mit fremden Vermögen arbeiten wie beispielsweise Steuerberater. Versichert sind hier dann echte Vermögensschäden. Die Vermögensschadenhaftpflichtversicherung regelt zudem begründete Haftpflichtansprüche und wehrt nichtige Haftpflichtansprüche ab. Die Police ist besonders für Berufsfelder mit vermögensbezogenen Sorgfaltspflichten wie Rechtsanwälte oder Wirtschaftsprüfer eine gute zusätzliche Alternative neben der Betriebshaftpflichtversicherung.

Betriebshaftpflichtversicherungen Geld
Betriebshaftpflichtversicherungen Geld
Vermögensschäden werden spät bemerkt.
Vermögensschäden werden spät bemerkt.

Bei der Vermögensschadenhaftpflichtversicherung wird auch kein Schadensfall untersucht, sondern das sogenannte Verstoß-Prinzip. Diese begriffliche Unterscheidung resultiert daraus, dass Vermögensschäden nicht sofort sichtbar sind. Die negativen Ausmaße werden erst viel später für den Unternehmer deutlich. Deswegen ist der Versicherungsfall nicht der Beginn des Vermögensschadens, sondern der Verstoß – das berufliche Versehen – der später dann Haftpflichtansprüche nach sich ziehen kann.

Produkthaftpflichtversicherung

Ein Deckungsschutz für die Haftpflicht des Herstellers, Zulieferers, Händlers bei Schäden, die durch fehlerhafte Produkte verursacht werden, wie zum Beispiel eine unzureichende Gebrauchsanweisung, ist äußerst wichtig, da diese sonst alle entstehenden Kosten selber begleichen müssten. Es empfiehlt sich hier eine Produkthaftpflichtversicherung in die Betriebshaftpflichtversicherung zu integrieren. Mit der Produkthaftpflichtversicherung werden Lücken der Betriebshaftpflichtversicherung zur Risikoabdeckung geschlossen – darunter zählen beispielsweise Schäden durch Insekten, die mögliche Holzprodukte zerstören könnten. Deswegen ist diese Police besonders für Hersteller beziehungsweise Händler von Roh- oder Zwischenprodukten empfehlenswert. Keinen Versicherungsschutz erhalten die Unternehmen hingegen für Schäden am eigenen Produkt oder für eine Nachlieferung eines mangelfreien Produktes.

Umwelthaftpflichtversicherung

Anlässlich der Einführung des Umwelthaftungsgesetzes wurde vom damaligen HUK-Verband die Umwelthaftpflichtversicherung entwickelt. Diese Versicherung deckt Schäden ab, die durch Umwelteinwirkungen wie Abgase entstanden sind. Vor allem in der Landwirtschaft ist aufgrund von Arbeitsgeräten wie Traktoren die Abgasdichte sehr hoch. Landwirte sollten durch eine Umwelthaftpflichtversicherung in der Betriebshaftpflichtversicherung mögliche Kostenerstattungen unterbinden. Die Umwelthaftpflichtversicherung gliedert sich zudem in zwei Varianten:

Betriebshaftpflichtversicherungen Auspuff
Betriebshaftpflichtversicherungen Auspuff
Auch Abgase können Schäden verursachen
Auch Abgase können Schäden verursachen
  • In der Umwelthaftpflicht-Basisversicherung sind Schäden durch Umwelteinwirkungen wie Wasserbehandlungs- oder Filteranlagen beziehungsweise von Tätigkeiten, die an solchen Anlagen ausgehen, versichert.
  • In der Umwelthaftpflicht-Regress-Versicherung wird das so genannte Regressrisiko abgedeckt werden. Darunter sind Schäden zu verstehen, die durch Umwelteinwirkungen entstehen, die wiederum aus der Herstellung, Lagerung, Lieferung, Planung oder Montage resultieren.

Laut dem deutschen Umweltgesetz werden Schäden als Umweltschäden definiert, die durch Umwelteinwirkungen wie beispielsweise Stoffe, Druck oder Geräusche verursacht werden und sich im Wasser, Boden sowie in der Luft ausgebreitet könnten. In der Umwelthaftpflichtversicherung sind jedoch auch einige Schäden nicht mitversichert. Darunter zählen zum Beispiel vorsätzliche Verstöße gegen Schutzgesetze oder Schäden aus dem nachträglichen Erwerb von Grundstücken mit schon kontaminierten Böden.

Transporthaftpflichtversicherung

Die transportierten Produkte können bei der Fahrt oder bei der Einlagerung beschädigt werden oder verloren gehen. Damit der Händler diesbezüglich nicht auf den Schadensersatzkosten sitzen bleibt, sollte er eine Transporthaftpflichtversicherung in seine Betriebshaftpflichtversicherung integrieren. Die Police eignet sich vor allem für Frachtführer, Logistikunternehmen, Paketdienste sowie Speditionsunternehmen und weitere Betriebe. Diese Zielgruppe üben einen entgeltlichen Transport aus und müssen sich daher speziell absichern. Betriebe, die in diesen Branchen arbeiten und zudem Fahrzeuge einsetzen mit einem Gesamtgewicht von über 3,5 Tonnen, müssen die Transporthaftpflichtversicherung sogar im Rahmen der gesetzlich vorgesehenen Haftungsdeckung vorweisen. Der Versicherungsnehmer sollte stets darauf achten, dass nicht alle Güter bereits im Grundschutz von der Transporthaftpflichtversicherung enthalten sind. Einige Anbieter schließen einen Versicherungsschutz für den Transport von Tabak, hochwertigen Elektronikgeräten oder lebenden Tieren aus. Nichtsdestotrotz können diese über Zusatzbausteine ebenfalls in die Transporthaftpflichtversicherung mitversichert werden. Hierzu sollte sich der Kunde jedoch noch einmal genauer bei seiner Versicherung informieren.

Wie muss man bei einer Kündigung vorgehen?

Sollte der Fall eintreten, dass ein Unternehmen schließt, so ist es von Vorteil zu wissen, wie die bestehende Betriebshaftpflichtversicherung zu kündigen ist. Die Versicherungsdauer ist bei vielen Anbietern unbegrenzt, jedoch können auch feste Vertragslaufzeiten angegeben sein.

Grundsätzlich ist die Betriebshaftpflichtversicherung jederzeit kündbar, wenn keine feste Mindestvertragslaufzeit vereinbart wurde. Nichtsdestotrotz sollten Kunden bei einer vorzeitigen Kündigung ein paar Dinge beachten. So sollte der Kunde seinen Anbieter über die vorgeschriebene Versicherungszeit und die Deckungssumme informieren, denn jede Versicherung hat andere Vertragsbedingungen.

Betriebshaftpflichtversicherungen Kündigung
Betriebshaftpflichtversicherungen Kündigung
Informieren Sie sich vor der Kündigung des Versicherungsvertrages.
Informieren Sie sich vor der Kündigung des Versicherungsvertrages.

Eine Kostenerstattung erhält der Kunde nach seiner Kündigung nicht. Im Gegenteil – bei einer vorzeitigen Kündigung entsteht für den Versicherungsgeber ein Kostendefizit, da die eigentliche Versicherungszeit nicht erreicht wurde. Schließlich kommt die volle Summe der Betriebshaftpflichtversicherung erst zustande, wenn der Kunde die gesamte Versicherungszeit vollständig ausnutzt. Hier kann es dann passieren, dass der Versicherungsanbieter auf die Zahlung der ausstehenden Beiträge und die Erfüllung des Vertrages besteht.

Besonders risikoreiche Berufsgruppen

Die Prüfung des bestehenden Risikos bei einem Abschluss einer Betriebshaftpflichtversicherung ist ein unumgänglicher Faktor, da sich hierauf das Level des Versicherungsschutzes und die zu zahlenden Beitragskosten beziehen. Der Versicherungsgeber muss alle möglichen Risiken kennen, da ansonsten kein guter Versicherungsschutz gewährleistet werden kann, denn die Betriebshaftpflichtversicherung wird individuell an jedes Unternehmen, an jeden Selbstständigen sowie Freiberufler angepasst. Sollte ein erhöhtes Risiko bestehen, so muss der Kunde auch mit teureren Beiträgen rechnen. Die Deckungssumme steigt dadurch aber nicht. Beim Abschluss einer Betriebshaftpflichtversicherung prüft die Versicherung zunächst das bestehende Risiko. Hierbei muss der Kunde absolut wahrheitsgemäße Angaben zu seiner unternehmerischen Tätigkeit und dessen Umfang machen und darf hier keineswegs falsche Aussagen treffen – dies ist vor allem bei Selbstständigen und Freiberuflern notwendig. Für kleinere Betriebe ohne eigene Ware ist eine Betriebshaftpflichtversicherung dafür hingegen sehr günstig. In einigen Fällen – bei einem zu hohen finanziellen Risiko – kann es auch passieren, dass dem Kunden ein Abschluss verwehrt wird. Bei Unternehmen spielt auch die Größe der Firme eine Rolle und in welchem betrieblichen Gewerbe es tätig ist. Je nach Betrieb gibt es hier bei der Betriebshaftpflichtversicherung einige individuelle Unterschiede wie beispielsweise bei der Absicherung der Mitarbeiter oder der Maschinen, mit denen vor Ort gearbeitet wird.

Im Allgemeinen gibt es drei Berufsgruppen, für die ein Abschluss einer Betriebshaftpflichtversicherung von besonderer Wichtigkeit wäre: Handwerks- und Handelsbetriebe sowie Freiberufler beziehungsweise Selbstständige.

  1. Handwerksbetriebe
  2. Handelsbetriebe
  3. Freiberufler und Selbstständige

Die Wahl des richtigen Tarifes – ein Beispiel

Beispiel: Die ARAG-Betriebshaftpflichtversicherung

Kunden der ARAG können sich bis drei Millionen Euro sowohl gegen Personen- als auch gegen Sachschäden absichern. Die Deckungssumme lässt sich individuell auch auf bis zu fünf Millionen Euro erhöhen. Außerdem prüft der Versicherungsgeber im Schadensfall, ob die Ansprüche gerechtfertigt sind, und wehrt nichtige Ansprüche für den Kunden ab.

Auch gerichtliche Kosten werden – wenn nötig – von der ARAG übernommen. Zudem enthält die Betriebshaftpflichtversicherung unter anderem eine Umwelthaftpflicht-Basisdeckung sowie eine Haftung wegen Diskriminierung. Diese Leistungen müssen von Kunden also nicht zusätzlich versichert werden.

Betriebshaftpflichtversicherungen Arag Logo
Betriebshaftpflichtversicherungen Arag Logo
Die ARAG Betriebshaftpflicht-Versicherung.
Die ARAG Betriebshaftpflicht-Versicherung.

Branchenspezifische Leistungen

Der Versicherungsgeber bietet folgenden Branchen eine Betriebshaftversicherung an:

  • Baunebengewerbe
  • Handel und Handwerk
  • Büro und freie Berufe
  • Gaststätten und Beherbergung
  • Land- und Forstwirtschaft

Die Leistungen, die die ARAG den Kunden unterbreitet, sind branchenspezifisch und variieren von Beruf zu Beruf.

Beispiele für eine Kostenbeitragsberechnung

Die nachfolgende Tabelle enthält Beispielrechnungen für mögliche Beitragskosten. Hierzu wurden drei Arbeiter aus verschiedene Berufsgruppen gewählt. Die Summen wurden ohne eine Kostenselbstbeteiligung berechnet. Jedoch können Kunden bei der ARAG zwischen einen Selbstbehalt von 150, 250, 500 oder 1.000 Euro wählen.

ARAG BetriebshaftpflichtFotograf (freiberuflich)Altenpfleger (selbstständig)Maler (angestellt im Betrieb)
Jährlicher Beitrag1.609,05 Euro1.125,98 Euro446,24 Euro
Monatlicher Beitrag144,81 Euro101,33 Euro40,16 Euro
Wagnismenge25.000 Euro*25.000 Euro*25.000 Euro**
Versicherungssumme3 Millionen Euro3 Millionen Euro3 Millionen Euro
* pro Person / ** x 1.000 Euro Jahreslohnsumme