Kaspersky Internet Security

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BEWERTUNG
9.6 / 10
AB
39,95 €
Christopher Hanek
Aktualisiert: 17/10/2019
Pro
  • Exzellenter Antivirus und zuverlässige Firewall
  • Umfangreiches Feature-Paket inklusive Onlinebanking-, Ransomware- und Kinderschutz
  • Äußerst ressourcenschonende, intelligente Performance
  • Durchdachte Bedienung
Kontra
  • Keine Premiumversionen von Kaspersky Password Manager und Safe Kids
FAZIT

Kaspersky bietet mit der Internet Security 2020 ein absolut zuverlässiges Sicherheitspaket, das mit einer Vielzahl großartiger Funktionen und kinderleichter Bedienung punktet.

Kaspersky Internet Security logo
Gesamt
Ausstattung
Sicherheit
Performance
Bedienung
Dokumentation und Support

Kaspersky Internet Security Test

Ausstattung9,1

Die Internet-Security-Suite von Kaspersky ist ein umfangreich ausgestattetes Sicherheitspaket. Die Internet-Security enthält fast alles, was von einer Softwarelösung für die Computersicherheit erwartet werden kann. Die Vollversionen des Passwortmanagers und des Kaspersky Kinderschutzes Safe Kids vermissen wir jedoch. Diese sind Total Security vorbehalten, dem größten Sicherheitspaket von Kaspersky. Das Total-Security-Paket kostet statt 39,95 Euro 49,95 Euro pro Jahr. Für den Mehrpreis erhält der Kunde nicht nur einen uneingeschränkt nutzbaren Passwort-Manager, sondern auch eine Dateiverschlüsselung und einen erweiterten Kinderschutz, der auch auf Smartphones und Tablets funktioniert.

Unsichtbar und sicher im Internet unterwegs

Kaspersky Internet Security enthält einige Zusatz-Tools, welche die Sicherheit im Internet deutlich erhöhen. Das wichtigste ist Secure Connection. Hierbei handelt es sich um einen VPN-Client, der die Verbindung ins Internet über einen sicheren Server umleitet und so den eigenen Standort verbirgt. Damit werden Nutzer im Netz quasi unsichtbar und erschweren somit etwa Kriminellen den direkten Zugriff auf ihren Rechner.

Der Datenverkehr über Secure Connection ist auf 200 Megabyte am Tag limitiert. Ein Monats-Abo mit unbegrenztem Datenvolumen schlägt mit 4,95 Euro zu Buche. Wer den Dienst gleich ein ganzes Jahr lang nutzen möchte, bezahlt 29,95 Euro.

Die Secure Connection ist standardmäßig in der Internet-Security nicht aktiv, der Anwender muss sie manuell zuschalten. Wer das nur tut, wenn er sie wirklich benötigt, kommt in vielen Fällen mit den 200 Megabyte aus, die täglich zur Verfügung stehen. Nutzern, die mit einem VPN blockierte Inhalte von Streamingdiensten wie Netflix und Amazon Prime zugänglich machen möchten, wird das Datenvolumen jedoch nicht reichen: Eine Stunde Netflix pro Tag verbraucht bei niedriger Auflösung 310 Megabyte; in HD-Qualität sogar mehrere Gigabyte. Auch Amazon Prime verbraucht je nach Auflösung des Videos zwischen 280 und 470 Megabyte.

Die clevere Firewall erkennt vertrauenswürdige Programme

Die Experten in den Kaspersky Labs prüfen und zertifizieren ständig Unmengen an Software und versorgen die Firewall laufend mit den aktualisierten Daten vertrauenswürdiger Programme. Mehr als 700 Millionen Einträge zu Computerspielen, Arbeitsprogrammen, Anwendungen und Betriebssystemen haben die Techniker so bereits in die Datenbank aufgenommen und mit den entsprechenden Zugriffsberechtigungen versehen.

Vertrauenswürdige Programme können ohne weitere Nachfragen – im Rahmen ihres zugewiesenen Vertrauenslevels – auf das System und das Netzwerk zugreifen. Wenn der Modus für vertrauenswürdige Programme aktiviert ist, lässt sich ausschließlich solche Software starten, die in der Kaspersky-Datenbank als vertrauenswürdig gekennzeichnet ist.

Frei konfigurierbare Zugriffsrechte

Selbstverständlich kann der Nutzer der Kaspersky Internet Security die Firewall-Regeln auch selbst festlegen – die Konfigurationsmaske dafür ist sogar bemerkenswert übersichtlich gestaltet. So stattet er Anwendungen wahlweise mit weitreichenden oder eingeschränkten Zugriffsrechten aus. Für jedes Programm sind damit bestimmte Aktionen erlaubt oder eben verboten.

In den allermeisten Fällen meldet sich die Firewall jedoch gar nicht, sondern regelt Zugriffsrechte selbstständig und arbeitet unbemerkt, zuverlässig und intelligent im Hintergrund. Die Firewall startet sehr früh im Boot-Vorgang des PCs, sogar noch bevor die Security-Suite selbst hochfährt. So bleibt der Rechner auch während des Systemstarts nicht ungeschützt. Erfreulicherweise bootete unser PC im Test dennoch nicht langsamer.

Sicherer Zahlungsverkehr

Je beliebter Online-Banking wird, desto beliebter wird auch Phishing, also Versuche, Nutzern mit gefälschten Websites Konto- und Zugangsdaten zu entlocken. Stehlen Hacker etwa PIN, TAN oder auch PayPal-Passwörter, haben sie schlimmstenfalls ungehinderten Zugriff auf das Geld und die privaten Kontodaten ihrer Opfer. Unter Sicherer Zahlungsverkehr  versammelt Kaspersky eine Reihe von Schutzmechanismen, die diese Form von Datendiebstahl abwehren. Der Nutzer hat die Möglichkeit, eine Website im geschützten Modus zu öffnen. Nutzt er dieses Feature, merkt sich Kaspersky seine Wahl und öffnet die Seite beim nächsten Besuch direkt im geschützten Browser. Er basiert auf einer sogenannten Sandbox und ist vom Rest des Betriebssystems isoliert.

Wenn alle Selbsttests erfolgreich waren, umgibt ein grün leuchtender Rahmen das sichere Browser-Fenster. Sensible Daten, Kreditkarten-Informationen und nicht zuletzt das Geld der Nutzer sind so umfassend vor den gierigen Zugriffen digitaler Trickbetrüger geschützt. Wenn Kaspersky hingegen einzelne Sicherheitsfunktionen nicht aktivieren kann, ist der Rahmen orange und die Software macht den Nutzer mit einer Warnung auf mögliche Risiken aufmerksam. Das passiert beispielsweise, wenn der sichere Browser den Screenshot-Schutz nicht aktivieren kann. In unserem Test erkannte Kaspersky die meisten Online-Banking-Websites und auch PayPal automatisch und bot an, in den sicheren Modus zu wechseln.

Umfangreiche Kinderschutz-Funktion

Auch in puncto Kinderschutz liefert Kaspersky ein umfangreiches Paket, das es Eltern ermöglicht, das Internet-Verhalten ihres Nachwuchses zu regeln und zu überwachen. Beim ersten Aufruf der Kindersicherung gibt der Anwender ein Passwort ein, damit die Einstellungen vor unbefugten Änderungen geschützt sind.

Die Kindersicherung blockiert auf Wunsch selbstständig Webseiten mit Inhalten, die für Kinder untauglich sind. Die vordefinierten, sperrbaren Themen umfassen mehr als ein Dutzend Kategorien. Darüber hinaus können Eltern bestimmte Software für Ihre Kinder sperren, beispielsweise Spiele, die keine geeignete Altersfreigabe aufweisen und explizite Gewalt und Drogenkonsum darstellen.

Um zu verhindern, dass Kinder sensible Daten im Internet preisgeben, stellt Kaspersky den Kunden eine Liste zum Schutz persönlicher Daten zur Verfügung. Tragen Eltern hier etwa ihre Telefonnummer oder Wohnadresse ein, verhindert die Security-Suite, dass Kinder sie in sozialen Netzwerken mitteilen.

Eltern können außerdem die Nutzungszeiten des Computers mit einem Wochenplan detailliert festlegen und die tägliche Nutzungsdauer für das Kind deckeln. Darüber hinaus wacht Kaspersky auf Wunsch darüber, dass das Kind beim Benutzen des Computers festgelegte Pausen einhält, indem das Programm beispielsweise stündlich eine fünfzehnminütige Zugriffssperre einsetzt. Wenn das Kind den Computer nutzen möchte, obwohl es verboten ist, wird es automatisch wieder abgemeldet. Soll nur die Internetnutzung, nicht aber die Verwendung des PCs selbst beschränkt werden, bietet die Internet-Security-Suite auch dafür detaillierte Optionen.

Was der Security-Suite allerdings fehlt, ist eine Remote-Control-Funktion, welche die Überwachung von anderen Geräten aus ermöglicht. Zudem können Eltern nur den Internetzugang auf einem festgelegten PC beschränken, nicht aber auf anderen Geräten wie Tablets oder Smartphones.

Schluss mit Spionage über Webcams

Auch über die Webcam verschaffen sich Hacker gern Zugang zur Privatsphäre ungeschützter User. Wer sich zum Selbstschutz keinen unschönen Klebestreifen auf die Kameralinse kleben möchte, erhält mit Kaspersky Internet Security eine Softwarelösung zum Abschirmen der Webcam.

Wann immer ein Programm auf die Webcam zugreiften möchte, informiert die Suite den Nutzer darüber und gibt ihm die Möglichkeit, die ungewollte Verwendung der Webcam zu verhindern. Vertrauenswürdigen Programmen kann der Anwender den Zugriff explizit gestatten.

Zwei-Wege-Schutz vor Keyloggern

Keylogger sind Programme, die heimlich die Tastenanschläge eines Nutzers aufzeichnen. Auf diese Weise spionieren Hacker vor allem Passwörter und persönliche Daten von PC-Nutzern aus. Dieser Bedrohung tritt Kaspersky mit einem dualen Ansatz entgegen. Zum einen macht eine integrierte virtuelle Tastatur eventuelle Spionageprogramme „blind“ für die tatsächlichen Tastenanschläge, zum anderen schirmt die Suite die physische Tastatur vor unbefugten Zugriffen ab.

Sicherheit10,0

Unabhängige Testlabore bescheinigen den Produkten von Kaspersky bereits seit Jahren eine nahezu perfekte Erkennungsrate für Viren und andere Malware. Im aktuellen Vergleich der Experten von AV-TEST (August 2019) erhielt Kaspersky Internet Security im Bereich „Sicherheit“ die volle Punktzahl (6/6). Auch in den Bereichen „Geschwindigkeit“ und „Benutzbarkeit“ gibt AV-TEST der Sicherheitssoftware aus Russland die Bestnote.

Doppelter Schutz gegen Malware

Das Herzstück jeder Sicherheits-Software bildet ihr Antivirus-Programm. Bei Kaspersky ist das der „klassische“ Virenscanner. Er ist mit dem des separat erhältlichen Kaspersky Anti-Virus identisch und erkennt Schadsoftware mithilfe einer Virendatenbank, die ständig durch Online-Updates erweitert und aktualisiert wird.

Zusätzlich verwendet Kaspersky auch proaktive Technologien. Auch Malware, die sich in fremden Programmkomponenten versteckt, wird so erkannt und unschädlich gemacht.

Wirkt unbekannte Software durch ihr Verhalten verdächtig, ein Schadprogramm zu sein, wird sie direkt geblockt. Dieser hybride Verbund beider Schutzmethoden ermöglicht ein noch schnelleres Reagieren auf neue Bedrohungen aus dem Netz.

Zudem schützen sich alle Kaspersky-Anwender dank der Cloud Protection quasi gegenseitig vor unbekannter Malware: Entdeckt das Antiviren-Programm auf einem PC nämlich neue Schadsoftware, die bisher nicht in der Datenbank erfasst ist, übersendet das Cloud-Modul die neuen Informationen an die zentrale Datenbank von Kaspersky.

Hier analysieren und verarbeiten die Techniker die Daten der Viren und stellen sie über die Cloud-Vernetzung allen Kaspersky-Kunden zur Verfügung. Auf diese Weise passt sich der Virenschutz dynamisch den jeweiligen Bedrohungen an – das gilt auch für den Spam-Filter sowie den Phishing-Schutz.

Performance10,0

Idealerweise sollten Nutzer im Alltag gar nicht bemerken, dass überhaupt ein Virenschutz im Hintergrund läuft. Kaspersky Internet Security beanspruchte im Test erfreulicherweise nur wenige Systemressourcen und bewirkt zwar messbare, aber kaum spürbare Verzögerungen in den Arbeitsprozessen.

In puncto Boot-Geschwindigkeit des PCs bewirkt Kaspersky nicht einmal messbare Verlangsamungen – das System ist nach der Installation der Suite genauso schnell einsatzbereit wie davor. Das Verschieben größerer Dateimengen kann sich um einige Prozentpunkte verlangsamen, allerdings noch immer weit unter der subjektiv wahrnehmbaren Grenze. Das Kopieren eines Dateipakets auf einen USB-Stick ging ohne Kaspersky drei Sekunden schneller vonstatten.

Bedienung10,0

Auch für Laien kinderleicht zu bedienen

Trotz der Komplexität und der langen Feature-Liste gelingt es dem Anbieter, die Benutzeroberfläche erfreulich einfach und aufgeräumt zu gestalten. Unmittelbar nach der Installation des Programms sind bereits alle essenziellen Komponenten automatisch aktiviert, was insbesondere unerfahrenen PC-Nutzern sehr entgegenkommt.

Optimale Ressourcenverwaltung

Die Security-Suite verfügt über einige Optionen, um die Ressourcen des Computers optimal zu nutzen. Anwender können einstellen, dass geplante Aufgaben wie der Scan der Festplatte auf Viren automatisch in Leerlaufphasen starten oder im Akkubetrieb nicht starten. Außerdem gibt es die Option, die Untersuchung – also den Virenscan – aufzuschieben, wenn der Prozessor und die Festplatte zu stark ausgelastet sind.

Remote Control über „Mein Kaspersky“

Wie mittlerweile bei vielen anderen Anbietern von Security-Suites auch gibt es mit Mein Kaspersky eine zentrale Online-Plattform, auf der Kunden ihre erworbenen Produkte sowie ihre Geräte verwalten. Hier können sie alle eigenen Kaspersky-Installationen auf deren Sicherheit und Funktionalität hin überprüfen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, auf der Mein-Kaspersky-Seite bestimmte Programmkomponenten zu- beziehungsweise abzuschalten.

Dokumentation und Support9,0

Bei Kaspersky Internet Security ist die Dokumentation an vielen Stellen eng in das Programm eingebunden. Am linken, unteren Fensterrand der Internet-Security gibt es einen Button, um Support-Informationen aufzurufen. Dieser Button ist überall im Programm verfügbar. Das Fenster, das beim Anklicken aufklappt, zeigt Links zu einem FAQ, zu Empfehlungen für die Programmeinstellungen, zum Benutzerforum und zu Tools, die wichtige Informationen für den technischen Support sammeln. Darüber hinaus gibt es einen Button für die kontextsensitive Hilfe. Er führt von jeder Stelle des Programms zur passenden Seite in der Online-Hilfe.

Oft sind uns im Test zusätzlich Buttons mit der Beschriftung „Wie funktioniert das?“ aufgefallen. Diese führen zu kleinen Slideshows, die die aktuelle Funktion der Internet-Security erklären. So gelingt es Kaspersky, seinen Kunden die abstrakte Funktionsweise eines Internet-Security-Programmes zu vermitteln.

Erreichbarkeit des Supports

Finden Nutzer auf ihre Fragen keine zufriedenstellenden Antworten, wenden sie sich per Online-Formular, Telefon oder Live-Chat an das Team des technischen Supports. Die Kontaktaufnahme setzt eine Registrierung mit einem persönlichen Kaspersky-Account voraus. Der Kunde muss also Benutzername und Passwort seines vorher registrierten Accounts bereithalten. Telefonischer Support und Chat stehen deutschen Kunden werktags von 9:00 bis 17:00 Uhr zur Verfügung.

Zusammenfassung9,6

Die Security-Suite des russischen Herstellers Kaspersky ist vollgepackt mit einer Vielzahl nützlicher und mächtiger Features. Das Herzstück der Suite, der Kaspersky Anti-Virus, gehört zu den effizientesten Antivirus-Softwares, die Kunden derzeit auf dem Markt erwerben können. Die Firewall arbeitet dank intelligenter Signaturauswertung selbstständig und zuverlässig, ohne den Nutzer durch ständige Erlaubnisanfragen zu stören.

Auch die Tools für das Online-Banking und den Kinderschutz fallen umfangreich aus und garantieren dem Kunden völlige Kontrolle und Sicherheit. Obendrein punktet die Suite im Test mit ressourcenschonender Performance, leichter Bedienung und einer ansprechenden Aufmachung.