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Kaspersky Internet Security

4.91 / 5
Pro: 
Exzellenter Antivirus und zuverlässige Firewall. Umfangreiches Feature-Paket inklusive Onlinebanking-, Ransomware- und Kinderschutz. Äußerst ressourcenschonende, intelligente Performance. Sehr einfache Bedienung.
Kontra: 
Leicht unübersichtliche Homepage und Support-Seite.
Fazit: 
Kaspersky bietet mit der Internet Security-Suite 2017 ein absolut zuverlässiges Sicherheitspaket, das mit einer Vielzahl großartiger Funktionen und kinderleichter Bedienung punktet.

Kaspersky Internet Security Test

Datenblatt
Sicherheit: 

Neue Funktion 2017

Die größte Neuerung verpasst Kaspersky seiner Internet Security mit der Funktion Secure Connection. Hierbei handelt es sich um einen VPN-Client, der die Verbindung ins Internet umleitet und damit den eigenen Standort verschleiert. Damit werden Nutzer etwa für Kriminelle im Netz unsichtbar und erschweren somit den direkten Zugriff auf ihren Rechner. Allerdings ist der Datenverkerkehr für Nutzer mit Secure Connection auf 200 MB im Monat limitiert. Kunden, die die Funktion darüber hinaus unbegrenzt nutzen möchten, müssen diese kostenpflichtig freischalten.

Spitzenleistungen in der Virenerkennung

Der Virenscanner bildet das Herzstück jeder Internet Security.

Unabhängige Testlabore bescheinigen den Produkten des russischen Security Software-Entwicklers Kaspersky bereits seit Jahren eine nahezu perfekte Erkennungsrate für Viren und andere Malware. Die einzige andere Internet Security-Suite, die auf ähnlich hohem Niveau arbeitet und dabei gleichzeitig ein so umfangreiches Feature-Paket schnürt, ist die des Konkurrenten Bitdefender.

Doppelter Schutz gegen Malware

Das Herzstück einer jeden Sicherheits-Software bildet sein Antivirus-Programm. Bei Kaspersky ist das der Internet Security-Suite 2017 identisch mit dem des separaten Kaspersky Antivirus 2017. Dieser „klassische“ Virenscanner erkennt Schadsoftware mithilfe einer Virendatenbank, welche ständig durch Online-Updates erweitert und aktualisiert wird.

Zusätzlich verwendet Kaspersky auch proaktive Technologien. Das heuristische Verfahren identifiziert Malware anhand deren allgemeiner Merkmale, sprich, ihrer typischen Verhaltensweisen in Anwendungen und Systemaktivitäten. Auch Malware, die sich in fremden Programmkomponenten versteckt, wird so erkannt und unschädlich gemacht.

Macht sich unbekannte Software durch ihr Verhalten verdächtig, ein Schadprogramm zu sein, wird sie direkt geblockt und unschädlich gemacht. Dieser hybride Verbund beider Schutzmethoden ermöglicht noch schnelleres Reagieren auf neue Bedrohungen aus dem Netz.

Zudem schützen sich alle Kaspersky-Anwender dank der Cloud Protection quasi gegenseitig vor unbekannter Malware: Entdeckt das Antiviren-Programm nämlich neue Schadsoftware auf dem PC, die bisher nicht in der Datenbank erfasst ist, übersendet das Cloud-Modul die neuen Informationen an die zentrale Datenbank von Kaspersky. Hier analysieren und verarbeiten die Techniker die Daten der Malware und stellen sie über die Cloud-Vernetzung allen Kaspersky-Kunden zur Verfügung. Auf diese Weise passt sich der Virenschutz sehr dynamisch den jeweiligen Bedrohungen an – worin auch der Spam-Filter sowie der Phishing-Schutz einbegriffen sind.

Alles im Griff mit dem System Watcher

Kasperskys Firewall arbeitet zuverlässig und unauffällig.

Ein System Watcher genanntes Tool überwacht zudem kritische Systemprozesse und verhindert Änderungen an Netzwerk und Systemkonfigurationen. Insbesondere die Einstellungen in den beliebtesten Webbrowsern FirefoxInternet Explorer (beziehungsweise Edge) und Chrome sind durch den System Watcher geschützt. Selbst durch Malware bereits vorgenommene Änderungen macht das Programm sehr effektiv rückgängig.

Auch Manipulationsversuche an der Internet Security-Suite selbst blockt das Programm rigoros ab. Mutwillige Versuche, die Schutzprozesse zu unterbrechen, scheitern von Beginn an, da die Suite keine signifikanten Einstellungen in der Windows-Registrierungsdatenbank als Angriffsfläche bietet.

Clevere Firewall

Kasperskys integrierte Firewall arbeitet äußerst zuverlässig, clever und benutzerfreundlich. Sie überprüft die digitalen Signaturen, über welche die allermeisten Programme und Anwendungen verfügen. Durch diese Signaturen ist es Anti-Malware-Programmen wie Kaspersky Internet Security 2017 möglich, ungefährliche Programme automatisch von bösartigen Eindringlingen zu unterscheiden.

Auf diese Weise wird einerseits der Nutzer nicht ständig durch Erlaubnisanfragen gestört, und andererseits der Arbeitsspeicher des PCs nicht unnötig durch permanente Prüfprozesse belastet, wodurch schlimmstenfalls Arbeitsprogramme oder Spiele ins Stottern geraten. Auch die Gefahr, dass unerfahrene User gefährlichen Programmen versehentlich den Zugriff auf das System oder das Internet gestatten, wird so minimiert.

Ohne Signatur kommt keiner rein

Die Suite verwaltet die Internetzugriffe aller installierten Programme.

Allerdings besitzt bei Weitem nicht jedes Programm eine solche digitale Signatur, zudem ist nicht immer eindeutig, welche genauen Auswirkungen eine Software letzten Endes im System haben wird. Aus diesem Grund prüfen und zertifizieren die Spezialisten der Kaspersky Labs selbstständig Unmengen an Software und „füttern“ die Firewall permanent mit den aktualisierten Daten vertrauenswürdiger Programme. Mehr als 700 Millionen Einträge zu Spiel-Softwares, Arbeitsprogrammen, Anwendungen und Betriebssystemen haben die Techniker so bereits in die Datenbank aufgenommen und mit den entsprechenden Zugriffsberechtigungen versehen.

Vertrauenswürdige Programme können ohne weitere Nachfragen – im jeweiligen Rahmen ihres zugewiesenen Vertrauenslevels – auf das System zugreifen, verdächtige Anwendungen hingegen können nicht einmal starten, sondern werden direkt in die Quarantäne verschoben, wo sie keinen Schaden anrichten.

Frei konfigurierbare Zugriffsrechte

Der Nutzer kann die Firewall-Einstellungen auch manuell verändern.

Selbstverständlich kann der Nutzer die Firewall-Regeln auch in der 2017er-Version frei und detailliert selbst bestimmen. So können die Nutzer ausgewählte Anwendungen wahlweise mit weitreichenden oder sehr eingeschränkten Zugriffsrechten ausstatten – für jedes Programm sind damit bestimmte Aktionen erlaubt oder eben verboten, während der Nutzer zusätzlich festlegt, welche Programme wann eine explizite Erlaubnisanfrage stellen sollen.

In den allermeisten Fällen meldet sich die Firewall jedoch gar nicht beim Anwender, regelt Zugriffsrechte selbstständig und arbeitet unbemerkt, zuverlässig und intelligent im Hintergrund. Neu ist in der 2017er-Version allerdings, dass die Firewall nun sehr früh im Boot-Vorgang des PCs startet, sogar noch bevor die Security Suite selbst überhaupt hochfährt.

Keine Chance für Ransomware

Kaspersky nimmt sich in der Internet Security 2017 zudem einer immer weiter verbreiteten digitalen Bedrohung an – den KryptoLocker-Programmen beziehungsweise der sogenannten Ransomware. Diese Art Malware dringt in die Systeme von PC-Nutzern ein, verschlüsselt deren private Daten wie etwa Bilder oder Dokumente und gibt sie erst nach einer „Lösegeldzahlung“ durch den Besitzer wieder frei.

Antivirenprogramme können die Malware zwar vom Rechner entfernen, die Daten selbst bleiben dann allerdings weiterhin verschlüsselt. Hier bietet die Internet Security-Suite den Rundum-Schutz: Sie löscht nicht nur das Virus, sondern erstellt auch Backups aller Dateien, auf die die Schadprogramme zugreifen könnten, sodass die Nutzer diese nach einem KryptoLocker-Angriff wiederherstellen können – selbst, wenn das System bereits von der Ransomware befallen ist.

Einer der bekanntesten Verschlüsselungstrojaner, der in letzter Zeit auf dem Kaspersky-Radar auftauchte, ist Locky. Mittlerweile sind 60 Modifikationen dieser Schadsoftware bekannt. Auch User in Deutschland und Frankreich mussten bereits die Bekanntschaft mit Locky machen. Der Erpresser-Trojaner versteckt sich in gefälschten Rechnungen, die der User per E-Mail erhält.

Alle Einstellungen sind über den Hauptbildschirm der Suite erreichbar.

Malware darf im Sandkasten spielen

Eine weitere Sicherheitsschicht stellt Kasperskys SafeRun-Modus dar. Verdächtige Programme führt die Security-Suite auf einer vom restlichen System völlig entkoppelten Ebene – der Sandbox – aus, sodass die fragliche Software nur hypothetischen, aber keinen echten Zugriff auf das System hat. Vor allem bislang unbekannte potenzielle Malware lässt Kaspersky sich so in einem virtuellen Raum austoben, um dessen genaue Absichten zu erkennen.

Dabei beobachtet die SafeRun-Funktion, welche Prozesse und Änderungen die Software im System vornehmen würde, und zeichnet die Resultate für die spätere Analyse auf. Malware, die versucht, das Betriebssystem zu verändern oder Eingaben mit der Tastatur zu verfolgen, hat so keine Chance.

Sicherer Zahlungsverkehr

Gesetze
Kaspersky schafft die Sicherheitsbedenken beim Online-Banking ab.

Je beliebter das Onlinebanking wird, desto beliebter werden Phishing-Softwares, welche die Konto- und Zugangsdaten der Bankkunden ausspionieren. Stehlen Hacker etwa PINs, TANs oder auch PayPal-Passwörter, haben sie schlimmstenfalls ungehinderten Zugriff auf das Geld und die privaten Kontodaten ihrer Opfer. Unter der Sicherer Zahlungsverkehr betitelten Funktion versammelt Kaspersky eine Reihe von Schutzmechanismen, die Spionage-Programme abwehren.

So überprüft der Onlinebanking-Schutz, ob der Nutzer tatsächlich zu der echten Website der Bank beziehungsweise des Shoppingportals geleitet wird, und stellt sicher, dass die aufgerufene Seite über ein SSL-Zertifikat verfügt. Schätzt das Programm eine Seite als zu unsicher ein, warnt es den Nutzer vor dem Besuch. Bevor der Kunde dann online seine geheimen Passwörter oder TANs eingibt, prüft Kaspersky zudem, ob sich auf dem Windows-Betriebssystem ausnutzbare Sicherheitslücken befinden.

Zudem hat er die Möglichkeit, die fragliche Seite in einem geschützten Modus zu öffnen. Nutzt der Kunde dieses Feature, merkt sich Kaspersky diese Option standardmäßig und leitet den Anwender beim nächsten Besuch direkt über den geschützten Browser ans Ziel. Darüber hinaus kann der Nutzer mit der Sicherer-Zahlungsverkehr-Funktion eigenhändig einzelne Websites auf deren Sicherheitsstandards hin überprüfen; bewertet Kaspersky die Seite als ungenügend gesichert, empfiehlt sie die Verwendung des geschützten Browsers für zukünftige Besuche.

Surft der Nutzer mit dem geschützten Browser, zeigt die Suite dies mithilfe eines dezent grün leuchtenden Rahmens an. Sensible Daten, Kreditkarten-Informationen und nicht zuletzt das Geld der Nutzer sind so umfassend vor den gierigen Zugriffen digitaler Trickbetrüger geschützt.

Hocheffizienter Spam-Filter

Die allermeisten E-Mail-Provider bieten bereits Filterfunktionen für Spam-Mails an, weshalb die Anti-Spam-Komponente in Kasperskys Internet Security-Suite standardmäßig deaktiviert ist. Schaltet der Nutzer sie hinzu, markiert sie Spam-Mails als eindeutig oder wahrscheinlich im Postfach. Microsoft Outlook-Nutzer können die Funktion direkt in ihr E-Mail-Programm integrieren, wodurch der Spam-Schutz eigehenden Werbemüll geradewegs in einen separaten Spam-Ordner verbannt. Nutzer anderer Mail-Programme können Regeln für empfangene Nachrichten festlegen, um Spam schon beim Eingang auszusieben.

Die Anti-Spam-Funktion hält sich dabei angenehm im Hintergrund. Was die User hauptsächlich von ihr zu sehen bekommen, ist eine Slide-Leiste, über die sie die Sensibilität des Filters feinjustieren können. Darüber hinaus erlaubt Kaspersky sehr detaillierte Anpassungen des Anti-Spam-Schutzes über ein gesondertes „Erweiterte Einstellungen“-Menü, allerdings erfüllen die voreingestellten Konfigurationen die Nutzer-Bedürfnisse nach Ungestörtheit im Mail-Verkehr bereits äußerst zuverlässig.

Der Spam-Filter sortiert in den allermeisten Fällen akkurat den Werbemüll aus, wichtige und erwünschte Nachrichten hingegen bleiben immer unbehelligt – nur einem kleinen Prozentsatz digitaler Ruhestörer gelingt es, bis ins Postfach der zulässigen Nachrichten vorzudringen.

Umfangreiche Kinderschutz-Funktion

Der Kinderschutz ist bei Kaspersky hervorragend: Mit einem Häkchen können Eltern bestimmte Inhalte zuverlässig sperren.

Auch in puncto Kinderschutz liefert Kaspersky seinen Kunden ein enorm umfangreiches Gesamtpaket, das es Eltern ermöglicht, die Internet-Besuche des Nachwuches zu überwachen. Die Parental Control-Funktion blockiert auf Wunsch selbstständig Webseiten mit Inhalten, die Kaspersky als für Kinder untauglich einstuft. Die vordefinierten, sperrbaren Themen umfassen mehr als ein Dutzend Kategorien, angefangen bei pornografischen Inhalten über Gewalt darstellende oder verherrlichende Seiten bis hin zu Internetauftritten, die sich mit dem Thema Drogen befassen.

Darüber hinaus können Eltern den Zugang zu bestimmten Spielen verbieten, wenn diese etwa keine geeignete Altersfreigabe aufweisen oder Inhalte wie explizite Gewalt und Drogenkonsum darstellen. Auch Onlineshops und Auktionen werden dem Kind auf diese Weise nicht angezeigt.

Um zu verhindern, dass Kinder allzu persönliche Daten im Internet preisgeben, stellt Kaspersky den Kunden eine Restriktions-Liste zur Verfügung. Tragen Eltern hier etwa ihre Telefonnummer oder Wohnadresse ein, verhindert die Security-Suite, dass Kinder diese Informationen in sozialen Netzwerken mitteilen können.

Eltern können außerdem die generelle Verwendung des Computers ausführlich mithilfe eines Wochenplans bestimmen und die tägliche Nutzungsdauer für das Kind deckeln. Darüber hinaus wacht Kaspersky auf Wunsch darüber, dass das Kind beim Benutzen des Computers festgelegte Pausen einhält, indem das Programm beispielsweise stündlich eine fünfzehnminütige Zugriffssperre einsetzt. Soll nur die Internetnutzung, nicht aber die Verwendung des PCs selbst beschränkt werden, bietet die Internet Security-Suite den Kunden auch dafür detaillierte Optionen.

Völlige Überwachung des Nachwuchses

Das Internet bietet auch für die Kleinsten kindgerechte Inhalte. Ein guter Kinderschutz verhindert, dass sie beim Stöbern auf weniger geeignete Webseiten gelangen.

Wie auch der Konkurrent Bitdefender geht Kaspersky beim Kinderschutz noch einen großen Schritt weiter und ermöglicht Eltern die Überwachung aller modernen Lebensbereiche ihres Nachwuchses. Das Programm reglementiert nämlich auch die Aktivitäten des Kindes in sozialen Netzwerken wie Facebook und Instant Messaging-Systemen wie ICQ.

Eltern können unerwünschte Kontakte sperren oder die Kontaktaufnahme auf eine vordefinierte Liste zugelassener Personen beschränken. Zusätzlich überwachen Eltern aber auch die Gespräche mit zugelassenen Freunden, indem sie etwa eine Liste von Key Words erstellen – wird eines dieser Worte während des Chats von einem Gesprächspartner verwendet, zeichnet Kaspersky die Kommunikation auf und stellt sie den Eltern zur Verfügung.

Somit spioniert Kaspersky auf sehr umfängliche Weise das Nutzungsverhalten der Kinder aus; den Eltern teilt die Suite auf Wunsch in allen Details mit, was das Kind am Computer macht, welche Webseiten es besucht, welche Anwendungen es benutzt und welche Kommunikation es mit anderen pflegt. Von einer allgemeinen Übersicht bis hin zu präzisen Einzelheiten verfügen Eltern so über die volle Kontrolle ihres Nachwuchses.

Welche der umfangreichen Funktionen sie in welchem Maße nutzen, müssen Käufer letztendlich selbst entscheiden. Was der Security-Suite allerdings fehlt, ist eine Remote Control-Funktion, welche die Überwachung von verschiedenen Geräten aus ermöglicht. Zudem können Anwender nur den Zugang zu einem festgelegten PC, nicht aber zu anderen, etwa mobilen Geräten beschränken

Kaspersky beseitigt Schwachstellen im System

Die Plattitüde, dass jede Kette nur so stark wie ihr schwächstes Glied sei, erfährt durch Computerviren ganz neue Aktualität. Malware-Programme suchen nämlich ständig auf kreativen Wegen Zugang zu den PC-Systemen der Nutzer, wobei ihnen bereits die unscheinbarsten Sicherheitslücken genügen. Kaspersky Internet Security 2017 sichert die Rechner der Käufer auf allen Wegen ab und verhindert dank des Automatischen Exploit-Schutzes eine Infiltration des PCs etwa über veraltete Software.

Kaspersky prüft Funktionalität und Aktualität installierter Programm-Komponenten, die digitalen Bedrohungen eine potenzielle Angriffsfläche bieten, warnt den Nutzer bei fehlenden Updates und schließt so alle Sicherheitslücken. Zweifelhafte Anwendungen blockiert die Suite gegebenenfalls komplett.

Zwei-Wege-Schutz vor Keyloggern

Aus Angst vor Spionage überkleben viele Laptop-Nutzer die integrierte Webcam-Linse. Mit Kaspersky Internet Security 201 ist das nicht mehr notwendig.

Keylogger-Programme sind in der Lage, Tastenanschläge eines Nutzers auf dessen Tastatur aufzuzeichnen und dem Eindringling, der die Malware lanciert, mitzuteilen. Auf diese Weise spionieren Hacker vor allem Passwörter und persönliche Daten von PC-Nutzern aus. Dieser Bedrohung tritt Kaspersky mit einem dualen Ansatz entgegen.

Zum einen macht eine integrierte virtuelle Tastatur eventuelle Spionageprogramme „blind“ für die tatsächlichen Tastenanschläge, zum anderen schirmt die Suite die physische Tastatur vor fremden Zugriffen ab. Den Keylogging-Programmen werden so gleich zwei Riegel vorgeschoben.

Schluss mit Spionage über Webcams

Auch über die (vor allem in vielen Notebook-Bildschirmen fest installierte) Webcam verschaffen sich Hacker gern Zugang zur Privatsphäre ungeschützter User. Auf diesem Wege spionieren Kriminelle beispielsweise Wertgegenstände oder die Sicherheitsstandards in den Wohnungen der Gerätebesitzer aus. Wer sich zum Selbstschutz keinen unschönen Post-it auf die Kameralinse kleben möchte, erhält bei Kaspersky genau die richtige Sicherheitssoftware zum Abschirmen der Webcam.

Wann immer eine Software auf die Webcam zugreift, informiert die Suite den Nutzer darüber und blockt unerlaubte Manipulationen gegebenenfalls ab. Vertrauenswürdigen Programmen wie Skype kann der Anwender den Zugriff jedoch explizit gestatten. Die Liste der mit Kaspersky-Programmen kompatiblen Webcams finden Nutzer auf der offiziellen Homepage des Herstellers.

Geräte, die nicht auf dieser Liste versammelt sind, können dennoch kompatibel mit der Webcam-Schutz-Funktion sein, allerdings garantiert Kaspersky das in diesen Fällen nicht.

4.90 von 5,00 Punkten

Performance: 

So gut wie keine Systembelastung

Aus Angst vor einer Verlangsamung des Rechners sollte niemand auf einen guten Virenschutz verzichten. Mit Kaspersky ist dies aber auch nicht nötig: Verzögerungen sind mess- aber nie spürbar.

Eine der wichtigsten Grundvoraussetzungen für jede Security-Suite ist deren Performance. Verlangsamt sie die anderen Programme oder macht sie das Hochfahren des PCs zur Geduldsprobe, wird der Käufer selbst perfekte Virenschutzergebnisse nur zähneknirschend zur Kenntnis nehmen.

Idealerweise sollten Nutzer im Alltag gar nicht bemerken, dass überhaupt ein zusätzlicher Virenschutz im Hintergrund mitläuft. Die Kaspersky Internet Security Suite 2017 lässt die Systemressourcen erfreulicherweise fast vollständig unbehelligt und bewirkt zwar messbare, aber so gut wie kaum spürbare Verzögerungen in den Arbeitsprozessen.

In puncto Boot-Geschwindigkeit des PCs bewirkt Kaspersky noch nicht einmal messbare Verlangsamungen – das System ist nach der Installation der Suite noch genauso schnell einsatzbereit wie vorher. Das Verschieben größerer Dateimengen kann durchaus um einige Prozentpunkte messbarer Zeit verlangsamt werden, allerdings noch immer weit unter einer irgendwie auffälligen oder wahrnehmbaren Grenze.

Bei aktiviertem Spam-Schutz verzögert sich das Herunterladen von Nachrichten um einen marginalen Prozentsatz, und das auch nur im theoretischen Fall des Downloads von tausenden E-Mails auf einmal – in der Praxis hat Kaspersky auch hier keinen Effekt auf laufende Programme. Insgesamt ist Kaspersky während des Arbeitens am PC genau so präsent, wie eine Security-Suite es sein sollte – gar nicht.

Software-/Systemvoraussetzungen

20 Jahre Erfahrung hat das Moskauer Software-Unternehmen im Bereich der Viren-Bekämpfung.

Die geringe Systembelastung durch die Security-Suite spiegelt sich auch in deren Systemvoraussetzungen wider. Gerade einmal 800 Megabyte Speicherplatz beansprucht Kaspersky auf der Festplatte. Das Alter eines Betriebssystem ändert nichts an den Systemvoraussetzungen: Die Internet Suite von Kaspersky stellt an jedes System die selben Anforderungen.

Die nachfolgende Tabelle listet die detaillierten Systemvoraussetzungen für unterschiedliche PC-Konfigurationen auf:

Betriebssystem  Windows XP
 Windows Vista
 Windows 7
 Winodws 8/8.1
 Windows 10
Festplattenspeicher 800 MB
Prozessorleistung 1 GHz
Arbeitsspeicher 32 Bit: 1 GB
64 Bit: 2 GB

Weitere Systemvoraussetzungen:

  • CD / DVD-ROM-Laufwerk (für die Installation von einer Installations-CD)
  • Internetverbindung (für die Programmaktivierung und für das Update der Datenbanken und Programm-Module)
  • Microsoft Internet Explorer 8.0 oder höher – für das Portal My Kaspersky wird die Verwendung von Microsoft Internet Explorer 9.0 oder höher empfohlen.
  • Microsoft Windows Installer 3.0 oder höher
  • Microsoft.NET Framework 4 oder höher
  • Der Schutz vor unberechtigtem Zugriff auf die Webcam ist nur für kompatible Webcam-Modelle verfügbar.

Unterstützte Webbrowser:

  • Microsoft Internet Explorer Version 8.0 und höher (unter Ausnahme von Microsoft Internet Explorer 10 und 11 im neuen Windows-Design)
  • Mozilla Firefox Versionen 31.x und höher
  • Google Chrome Versionen 36.x und höher

4.90 von 5,00 Punkten

Bedienung: 

Auch für Anfänger kinderleicht zu bedienen

Baby mit Notebook
Wer nicht die vielen manuellen Einstellungen nutzen möchte, kann auch kinderleicht auf den Automatik-Modus vertrauen.

Nicht nur wegen ihrer hervorragenden Malware-Erkennungsraten, sondern auch aufgrund ihrer einfachen Handhabung gehören die Security-Suites von Kaspersky zu den  beliebtesten Sicherheitslösungen der Welt. Trotz der immensen Komplexität und der ellenlangen Feature-Liste gelingt es dem Anbieter, die Benutzeroberfläche erfreulich einfach und aufgeräumt zu gestalten. Unmittelbar nach der Installation des Programms sind bereits alle relevanten Konfigurationen automatisch aktiviert, was insbesondere unerfahrenen PC-Nutzern sehr entgegenkommt.

Aufgeräumtes Interface und schnelle Navigation

Computer ist geschützt
Die Farbgebung zeigt sofort an, wenn es zu Problemen kommt.

Die Benutzeroberfläche wurde erneut behutsam angepasst. Die vier großen, quadratischen Funktions-Buttons ScanUpdateSafeMoney und Kinderschutz bilden nun eine rahmenlose horizontale Reihe, wodurch der Startbildschirm noch etwas schlanker wirkt. Das übergroße grüne Banner im oberen Bereich zeigt den Sicherheitsstatus des Computers an. Ändert es die Farbe zu Geld oder gar Rot, bestehen kleinere beziehungsweise ernsthaftere Sicherheitsprobleme auf dem System. Ein weiterer Link-Button führt in einem solchen Fall direkt zur Problemlösung, sodass der Nutzer sich nicht einmal selbst um die Behebung der Sicherheitslücke sorgen muss. Ein Klick auf den Zusätzliche Tools-Button öffnet ein weiteres Menü, das etwa Echtzeit-Daten anzeigt oder den Link zu den Sicherheitsreports enthält. Außerdem nehmen Anwender hier ihre Privatsphäre-Einstellungen vor, um beispielsweise Webseiten daran zu hindern, das persönliche Nutzerverhalten zu speichern (um anschließend personalisierte Werbung anzeigen zu können).

  • Achtung: Standardmäßig ist diese Funktion abgeschaltet, sodass sie Tracking-Aktivitäten lediglich registriert und aufzeichnet. Möchte der Nutzer jegliches Tracking unterbinden, muss er die Funktion selbstständig aktivieren.

Optimale Ressourcenverwaltung

Gaming-Profil
Die Internet Security bietet mehrere Betriebs-Modi, je nachdem, ob der Akkus des Laptops geschont werden soll oder ob der Anwender von Popups ungestört spielen möchte.

Mit den Leistungseinstellungen von Kaspersky sind Nutzer in der Lage, Zeiten und Programme festzulegen, zudenen das Antivirus-Programm nicht arbeiten soll. Das ist sowohl für das Arbeiten als auch das Spielen am PC sinnvoll. Zudem passt sich Kaspersky dank eines zuschaltbaren Energiespar-Modus den verfügbaren Ressourcen an. Funktionen mit höherem Ressourcenverbrauch wie etwa Untersuchungs- und Update-Aufgaben können vor allem Notebook-Akkus in ungünstigen Momenten zusätzlich belasten. Aktiviert der Nutzer den Energiespar-Modus, schiebt Kaspersky solche Aufgaben auf, bis der Laptop wieder im Netzbetrieb läuft. Außerdem erkennt die Security-Suite automatisch, wenn die Festplatte oder der Prozessor durch anspruchsvolle Programme stark belastet sind und schiebt untergeordnete Sicherheitsaufgaben dementsprechend auf.

Remote Control über „Mein Kaspersky“

Tastatur
Die Online-Plattform My Kaspersky bietet die Option, per Fernzugriff Einstellungen der lokalen Sicherheits-Software vorzunehmen.

Wie mittlerweile viele andere Anbieter von Security-Suites auch gibt es mit Mein Kaspersky eine zentrale Online-Plattform, auf der Kunden ihre erworbenen Produkte sowie ihre Geräte verwalten können. Hier können beispielsweise alle Kaspersky-Installationen auf deren Sicherheit und Funktionalität hin überprüft werden. Zudem können einige Funktionen wie etwa der Komplett-Scan, der Schnell-Scan oder Updates nun per Fernzugriff gesteuert werden. Darüber hinaus können Anwender auf der Mein Kaspersky-Seite bestimmte Programmkomponenten zu- beziehungsweise abschalten. Außerdem neu: Läuft die aktuelle Lizenz für Kaspersky Internet Security-Suite 2017 aus, wechselt das Programm in einen eingeschränkten Funktionsmodus, bis der Käufer die Nutzungslizenz verlängert. 

4.95 von 5,00 Punkten

Hilfe & Support: 

Lena ist keine große Hilfe

Vom Chat-Bot Lena sollten Nutzer nur die nötigsten Informationen über Preise und Features erwarten. Für Hilfe eignen sich die anderen Support-Kanäle des Herstellers besser.

Bei Fragen rund um die Produkte oder Services von Kaspersky finden Kunden und Interessenten auf der offiziellen Homepage eine virtuelle Helferin namens Lena. Besonders anregende Zwiegespräche sollte jedoch kein Nutzer von dem Computer-Hilfsprogramm erwarten. Komplexere Fragen ignoriert die Dame bisweilen, sodass sie statt passender Antworten meist Links zu verschiedenen Themen, die nicht unbedingt etwas mit der Nutzeranfrage zu tun haben müssen, liefert.

Immerhin hilft das Programm durchaus dabei, einen Überblick über die unterschiedlichen Suites, deren Features und Preise zu vermitteln.

Der Support-Bereich: unübersichtlich, aber nützlich

Deutlich nützlicher ist da die eigentliche Support-Seite der Kaspersky Labs. Untergliedert in Themenschwerpunkte wie „Wissensdatenbank“, „Virenbekämpfung“ oder „Gemeinschaft“ führt der Bereich in aktuelle Fragestellungen wie die Windows 10-Kompatibilität, kostenlose Tools zum Entfernen neuer Malware-Arten oder auch Tipps zum Selbstschutz ein.

Die Navigation auf den Unterseiten ist dabei nicht immer ganz übersichtlich gestaltet, doch insbesondere die Auflistung der kostenlosen Tools (samt Beschreibungen ihrer Einsatzmöglichkeiten) verdient ein Sonderlob. Zudem finden Kunden auf der Startseite des Support-Bereichs den Link in das Forum, wo Kaspersky-Nutzer sich über eventuelle Probleme bei der Verwendung der Sicherheits-Software austauschen.

Der Bereich zur Selbstinformation ist auf der Kaspersky-Homepage hervorragend organisiert.

Der Blog informiert in vielen interessanten und ansprechend gestalteten News über verschiedene neue Entwicklungen auf dem Gebiet der Sicherheits-Software und ist einen regelmäßigen Besuch wert.

Ungenügende Sprechzeiten

Finden Nutzer auf ihre Fragen keine zufriedenstellenden Antworten, wenden sie sich per Telefon oder Live-Chat an das Team des technischen Supports. Die Kontaktaufnahme setzt zwingend eine Registrierung mit einem persönlichen Kaspersky-Account voraus.

Der telefonische Support steht den deutschen Kunden allerdings nur werktags von 9:00 bis 17:00 Uhr zur Verfügung; immerhin ist der Chat – ebenfalls nur werktags – bis 21:00 Uhr erreichbar. Insgesamt dürften die Möglichkeiten direkten Kontakts gerade für Vollzeitbeschäftigte noch etwas ausgeweitet werden.

Kaspersky Kunden-Support
Telefon Montag bis Freitag 9:00 – 17:00 Uhr
Live-Chat Montag bis Freitag 9:00 – 21:00 Uhr
Forum Registrierung/Log-in erforderlich

4.89 von 5,00 Punkten

Zusammenfassung: 
Auch 2017 zählt die Internet Security zu den besten Sicherheitsprogrammen.

Die Security-Suite des russischen Herstellers Kaspersky ist auch in der 2017er-Ausgabe vollgepackt mit einer Vielzahl nützlicher und mächtiger Features. Das Herzstück der Suite, der Antivirus, gehört zu den effizientesten Sicherheits-Softwares, die Kunden derzeit auf dem Markt erwerben können – selbst neueste Malware hat gegen die Kombination aus klassischem Virenscanner und Cloud Protection kaum eine Chance. Die Firewall arbeitet dank intelligenter Signaturauswertung sehr selbstständig und zuverlässig, ohne den Nutzer durch ständige Erlaubnisanfragen zu stören.

Auch die Tools für das Onlinebanking und den Kinderschutz fallen enorm umfangreich aus und garantieren völlige Kontrolle und Sicherheit für die Kunden. Obendrein punktet die Suite mit ressourcenschonender Performance, kinderleichter Bedienung und einer sehr ansprechenden Aufmachung.

Allein den Kundensupport dürften die Kaspersky Labs gern noch etwas ausbauen. Davon abgesehen lässt das Allround-Sicherheitspaket jedoch keine Wünsche offen und lässt den schärfsten Konkurrenten Bitdefender im Netzsieger-Vergleichstest um eine Nasenlänge hinter sich – auch wegen des günstigeren Preises.

Verbesserte un neue Funktionen in Kaspersky Internet Security 2017

  • Neue Funktion: Kaspersky Secure Connection
  • Neue Funktion: Entfernen von Programmen
  • Lernkomponenten für die Funktionen
  • Anti-Banner verbessert
  • Schutz vor Datensammeln wurde verbessert
  • Sicherer Zahlungsverkehr wurde verbessert
  • Mail-Anti-Virus wurde verbessert
  • Veränderte grafische Oberfläche

 

Produktdetails

Name
Anbieter
Herstellerseite http://www.kaspersky.com
UVP 39,95€ 
Gratisnutzung / Testversion

Sprachen Deutsch + 5
 

Funktionen

  • Schutz des PCs vor modernen Internetbedrohungen

  • Zusätzlicher Schutz beim Online-Banking und -Shopping

  • Schutz von der Privatsphäre und von persönlichen Daten

  • Schutz von Kindern vor Onlinebedrohungen

  • Kombiniert hervorragende Sicherheit und optimierte Leistung

 

Systemanforderungen

Windows kompatibel ja
Mac kompatibel nein
Unterstützte Postfächer Outlook, Thunderbird, Lotus
POP3 ja
IMAP ja
MAPI ja