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Kaspersky Internet Security

Andreas Kiener
Pro
  • Exzellenter Antivirus und zuverlässige Firewall
  • Umfangreiches Feature-Paket inklusive Onlinebanking-, Ransomware- und Kinderschutz
  • Äußerst ressourcenschonende, intelligente Performance
  • Sehr durchdachte Bedienung
Kontra
  • Support nur zu Bürozeiten erreichbar
  • Kein Passwortmanager
Fazit Kaspersky bietet mit der Internet Security 2018 ein absolut zuverlässiges Sicherheitspaket, das mit einer Vielzahl großartiger Funktionen und kinderleichter Bedienung punktet.
Kaspersky Internet Security Zum Download

Kaspersky Internet Security Test

Ausstattung

4,50 Pkt

Die Internet-Security-Suite von Kaspersky ist ein sehr umfangreich ausgestattetes Sicherheitspaket. Die Internet-Security enthält fast alles, was von einer Softwarelösung für die Computersicherheit erwartet wird. Einzig einen Passwortmanager vermissten wir. Dieser ist Total Security vorbehalten, dem größten Sicherheitspaket von Kaspersky. Das Total-Security-Paket kostet 49,95 Euro pro Jahr statt 39,95 Euro. Für den Mehrpreis erhält der Kunde nicht nur einen Passwort-Manager, sondern auch eine Dateiverschlüsselung und einen erweiterten Kinderschutz, der auch auf Smartphones und Tablets funktioniert.

Neuerungen in Kaspersky Internet Security 2018
Jedes Jahr im Herbst veröffentlichen die Security-Software-Hersteller neue Versionen - mit mehr oder weniger großen Änderungen. Bei Kaspersky fallen die Neuerungen dieses Jahr eher gering aus, aber auch ohne große Innovationen bleibt die Internet Security Suite dieses Herstellers eine der besten am Markt.
  • Benachrichtigungen beim Besuch von Websites, die schädliche Software enthalten oder solche, die von Kriminellen missbraucht werden kann, um dem Anwender zu schaden.
  • Der Virenschutz ist nun auch während des Computer-Neustarts aktiv.
  • Anwender können nun eine Liste mit Domains erstellen, die von der Überwachung durch die Internet-Security ausgenommen sind.
  • Diverse Verbesserungen, unter anderem bei der Produktaktivierung, bei der Diagnose von Installationsproblemen und Geschwindigkeitsverbesserungen.

Unsichtbar und sicher im Internet unterwegs

Kaspersky Internet Security enthält einige Zusatz-Tools, welche die Sicherheit im Internet deutlich erhöhen. Das wichtigste ist die Funktion Secure Connection. Hierbei handelt es sich um einen VPN-Client, der die Verbindung ins Internet umleitet und so den eigenen Standort verbirgt. Damit werden Nutzer etwa für Kriminelle im Netz unsichtbar und erschweren somit den direkten Zugriff auf ihren Rechner.

Der Datenverkehr über Secure Connection ist auf 200 Megabyte am Tag limitiert. Ein Monats-Abo mit unbegrenztem Datenvolumen schlägt sich mit 4,95 Euro zu Buche. Wer den Dienst gleich ein ganzes Jahr lang nutzen möchte, bezahlt 29,95 Euro. Die Kosten dafür sind also nicht allzu hoch. Dennoch können viele Kunden darauf verzichten. Die Secure Connection ist standardmäßig in der Internet-Security nicht aktiv und muss vom Anwender manuell zugeschaltet werden. Wer das nur tut, wenn er sie wirklich benötigt, kommt in vielen Fällen mit den 200 Megabyte aus, die sowieso täglich zur Verfügung stehen.

Alles im Griff mit dem Software-Manager

Ein Software-Manager genanntes Tool überwacht kritische Systemprozesse und verhindert Änderungen an Netzwerk und Systemkonfigurationen. Auch die Einstellungen in den beliebtesten Webbrowsern Mozilla Firefox, Internet Explorer, Microsoft Edge und Google Chrome werden dadurch geschützt. Selbst Änderungen, die Malware bereits vorgenommen hat, macht die Internet-Security wieder rückgängig. Auch Manipulationsversuche an der Internet-Security-Suite selbst blockt das Kaspersky rigoros ab.

Die clevere Firewall erkennt vertrauenswürdige Programme

Die Experten in den Kaspersky Labs prüfen und zertifizieren ständig Unmengen an Software und versorgen die Firewall laufend mit den aktualisierten Daten vertrauenswürdiger Programme. Mehr als 700 Millionen Einträge zu Computerspielen, Arbeitsprogrammen, Anwendungen und Betriebssystemen haben die Techniker so bereits in die Datenbank aufgenommen und mit den entsprechenden Zugriffsberechtigungen versehen.

Vertrauenswürdige Programme können ohne weitere Nachfragen – im Rahmen ihres zugewiesenen Vertrauenslevels – auf das System und das Netzwerk zugreifen. Wenn der Modus für vertrauenswürdige Programme aktiviert ist, lässt sich ausschließlich solche Software starten, die in der Kaspersky-Datenbank als vertrauenswürdig gekennzeichnet sind.

Der Nutzer kann die Firewall-Einstellungen auch manuell verändern.
Der Nutzer kann die Firewall-Einstellungen auch manuell verändern.
Frei konfigurierbare Zugriffsrechte

Selbstverständlich kann der Nutzer der Kaspersky Internet Security die Firewall-Regeln auch selbst festlegen – die Konfigurationsmaske dafür ist sogar bemerkenswert übersichtlich gestaltet. So stattet er ausgewählte Anwendungen wahlweise mit weitreichenden oder sehr eingeschränkten Zugriffsrechten aus. Für jedes Programm sind damit bestimmte Aktionen erlaubt oder eben verboten.

In den allermeisten Fällen meldet sich die Firewall jedoch gar nicht, sondern regelt Zugriffsrechte selbstständig und arbeitet unbemerkt, zuverlässig und intelligent im Hintergrund. Die Firewall startet sehr früh im Boot-Vorgang des PCs, sogar noch bevor die Security Suite selbst hochfährt. So bleibt der Rechner auch während des Systemstarts nicht ungeschützt. Erfreulicherweise bootete unser PC im Test dennoch nicht spürbar langsamer.

Sicherer Zahlungsverkehr

Je beliebter Online-Banking wird, desto beliebter wird auch Phishing, also Versuche, Nutzern mit gefälschten Websites Konto- und Zugangsdaten zu entlocken. Stehlen Hacker etwa PINs, TANs oder auch PayPal-Passwörter, haben sie schlimmstenfalls ungehinderten Zugriff auf das Geld und die privaten Kontodaten ihrer Opfer. Unter der Sicherer Zahlungsverkehr betitelten Funktion versammelt Kaspersky eine Reihe von Schutzmechanismen, die diese Form von Datendiebstahl abwehren.

Der Nutzer hat die Möglichkeit, eine Website im geschützten Modus zu öffnen. Nutzt er dieses Feature, merkt sich Kaspersky seine Wahl und öffnet die Seite beim nächsten Besuch direkt im geschützten Browser. Dieser läuft in einer Sandbox und ist vom Rest des Betriebssystems isoliert. Wenn alle Selbsttests erfolgreich waren, umgibt ein grünleuchtender Rahmen das sichere Browser-Fenster. Sensible Daten, Kreditkarten-Informationen und nicht zuletzt das Geld der Nutzer sind so umfassend vor den gierigen Zugriffen digitaler Trickbetrüger geschützt. Wenn Kaspersky hingegen einzelne Sicherheitsfunktionen nicht aktivieren kann, ist der Rahmen orange und die Software macht den Nutzer mit einer Warnung auf mögliche Risiken aufmerksam. Das passiert beispielsweise, wenn der sichere Browser den Screenshot-Schutz nicht aktivieren kann, was unter anderem bei bestimmten BIOS-Einstellungen der Fall ist.

In unserem Test erkannte Kaspersky die meisten Online-Banking-Websites und auch PayPal automatisch und bot dem Nutzer an, in den sicheren Modus zu wechseln. Bei Onlinehändlern wie Amazon und eBay sowie bei der Bitcoin-Börse Kraken und einer kleineren Direktbank klappt es allerdings nicht – was nicht weiter schlimm ist, denn der Nutzer kann jederzeit selbst einstellen, welche Websites im sicheren Modus geöffnet werden.

Hocheffizienter Spam-Filter

Die allermeisten E-Mail-Provider bieten bereits Filterfunktionen für Spam-Mails an, darum ist die Anti-Spam-Komponente in Kasperskys Internet-Security-Suite standardmäßig deaktiviert. Das erfährt der Nutzer allerdings nur, wenn er in den Einstellungen nachsieht. Schaltet er die Funktion ein, was im Test einfach und unkompliziert war, markiert sie Spam-Mails als eindeutig oder wahrscheinlich im Postfach. Der Spam-Filter ist mit Microsoft Outlook und Outlook Express kompatibel. Nutzer anderer E-Mail-Programme haben nichts davon. Das ist schade. Andere Hersteller verbauen in ihren Internet-Security-Suites durchaus Spam-Filter, die sich direkt in das E-Mail-Protokoll einklinken und daher mit beinahe allen E-Mail-Clients kompatibel sind.

Die Anti-Spam-Funktion hält sich dabei angenehm im Hintergrund. Was die User hauptsächlich von ihr zu sehen bekommen, ist ein Slider, mit dem sie die Sensibilität des Filters justieren können. Drei Sicherheitsstufen sind möglich:

  • hoch,
  • empfohlen
  • und niedrig.

Darüber hinaus erlaubt Kaspersky detaillierte Anpassungen des Anti-Spam-Schutzes im Menü „Erweiterte Einstellungen“. Hier ist es beispielsweise möglich, einzelne Absender oder in der E-Mail enthaltene Phrasen manuell der Filterliste des Spamschutzes hinzuzufügen.

Umfangreiche Kinderschutz-Funktion

Auch in puncto Kinderschutz liefert Kaspersky ein umfangreiches Gesamtpaket, das es Eltern ermöglicht, das Internet-Verhalten ihres Nachwuchses zu regeln und zu überwachen. Dafür stehen ihnen mehr Funktionen zur Verfügung als bei den meisten vergleichbaren Internet-Security-Suites der Mitbewerber.

Beim ersten Aufruf der Kindersicherung muss der Anwender ein Passwort eingeben, damit die Einstellungen vor unbefugten Änderungen geschützt sind. Die Kindersicherung blockiert auf Wunsch selbstständig Webseiten mit Inhalten, die für Kinder untauglich sind. Die vordefinierten, sperrbaren Themen umfassen mehr als ein Dutzend Kategorien, angefangen bei pornografischen Inhalten über Gewalt darstellende oder verherrlichende Seiten bis hin zu Internetauftritten, die sich mit dem Thema Drogen befassen. Mit einer White-List können Seiten als Ausnahmen hinzugefügt werden, die gezielte Sperrung einzelner Seiten ist jedoch nicht möglich.

Darüber hinaus können Eltern bestimmte Software für Ihre Kinder sperren, beispielsweise Spiele, die keine geeignete Altersfreigabe aufweisen und Inhalte wie explizite Gewalt und Drogenkonsum darstellen.

Um zu verhindern, dass Kinder sensible Daten im Internet preisgeben, stellt Kaspersky den Kunden eine Liste persönlicher Daten zur Verfügung. Tragen Eltern hier Daten wie ihre Telefonnummer oder Wohnadresse ein, verhindert die Security-Suite, dass Kinder diese Dateien in sozialen Netzwerken mitteilen.

Eltern können außerdem die Nutzungszeiten des Computers mit einem Wochenplan detailliert festlegen und die tägliche Nutzungsdauer für das Kind deckeln. Darüber hinaus wacht Kaspersky auf Wunsch darüber, dass das Kind beim Benutzen des Computers festgelegte Pausen einhält, indem das Programm beispielsweise stündlich eine fünfzehnminütige Zugriffssperre einsetzt. Wenn das Kind den Computer nutzen möchte, obwohl es verboten ist, wird es automatisch wieder abgemeldet. Soll nur die Internetnutzung, nicht aber die Verwendung des PCs selbst beschränkt werden, bietet die Internet-Security-Suite den Kunden auch dafür detaillierte Optionen.

Völlige Überwachung des Nachwuchses

Wie auch der Konkurrent Bitdefender geht Kaspersky beim Kinderschutz noch einen Schritt weiter und ermöglicht Eltern die vollständige Überwachung aller Online-Aktivitäten ihres Nachwuchses. Das Programm reglementiert und beobachtet nämlich auch die Aktivitäten des Kindes in sozialen Netzwerken wie Facebook und Instant Messaging-Systemen wie ICQ.

Eltern können unerwünschte Kontakte sperren oder die Kontaktaufnahme auf eine vordefinierte Liste zugelassener Personen beschränken. Zusätzlich überwachen sie auch die Gespräche mit zugelassenen Freunden, indem sie eine Liste von Schlüsselwörtern erstellen – wird eines dieser Wörter im Chat von einem Gesprächspartner verwendet, zeichnet Kaspersky die Kommunikation auf und stellt sie den Eltern zur Verfügung.

Kaspersky erstellt sehr ausführliche Protokolle des Nutzungsverhaltens von Kindern. Die Antivirus-Software teilt Eltern auf Wunsch genau mit, was das Kind am Computer macht, welche Webseiten es besucht, welche Anwendungen es benutzt und welche Kommunikation es mit anderen pflegt. Von einer allgemeinen Übersicht bis hin zu präzisen Einzelheiten können Eltern genau nachvollziehen, wie ihr Kind seine Zeit im Internet verbringt. Die Protokollierung der Online-Aktivitäten ist auch nicht deaktivierbar, Eltern können sich höchstens dafür entscheiden, diese Funktion nicht zu nutzen.

Was der Security-Suite allerdings fehlt, ist eine Remote Control-Funktion, welche die Überwachung von anderen Geräten aus ermöglicht. Zudem können Eltern nur den Internetzugang auf einem festgelegten PC beschränken, nicht aber auf anderen Geräte wie Tablets oder Smartphones.

Kaspersky beseitigt Schwachstellen im System

Die Plattitüde, dass jede Kette nur so stark wie ihr schwächstes Glied sei, gilt auch im Bereich der Computersicherheit. Denn egal wie sicher der Rest des Systems ist, im Zweifelsfall bietet bereits eine Sicherheitslücke genug Angriffsfläche für Hacker, Viren und Malware.

Um bekannte Sicherheitslücken zu vermeiden, ist es wichtig, seine Software stets aktuell zu halten. Kaspersky prüft mit der Funktion Update für Programme die Aktualität installierter Programme, warnt den Nutzer bei fehlenden Updates und schließt so alle bekannten Sicherheitslücken. Zweifelhafte Anwendungen blockiert die Suite gegebenenfalls komplett.

Schluss mit Spionage über Webcams

Auch über die Webcam verschaffen sich Hacker gern Zugang zur Privatsphäre ungeschützter User. Wer sich zum Selbstschutz keinen unschönen Klebestreifen auf die Kameralinse kleben möchte, erhält mit Kaspersky Internet Security eine Softwarelösung zum Abschirmen der Webcam.

Wann immer ein Programm auf die Webcam zugreiften möchte, informiert die Suite den Nutzer darüber – dieser hat somit die Möglichkeit, die ungewollte Verwendung der Webcam zu verhindern. Vertrauenswürdigen Programmen wie beispielsweise Skype kann der Anwender den Zugriff explizit gestatten.

Viele Laptop-Nutzer überkleben sicherheitshalber die integrierte Webcam-Linse. Mit Kaspersky Internet Security 2017 ist das nicht mehr notwendig.
Dank der Kaspersky Internet Security ist ein überkleben der Webcam-Linse aus Sicherheitsgründen überflüssig.

Zwei-Wege-Schutz vor Keyloggern

Keylogger sind Programme, die heimlich die Tastenanschläge eines Nutzers aufzeichnen. Auf diese Weise spionieren Hacker vor allem Passwörter und persönliche Daten von PC-Nutzern aus. Dieser Bedrohung tritt Kaspersky mit einem dualen Ansatz entgegen. Zum einen macht eine integrierte virtuelle Tastatur eventuelle Spionageprogramme „blind“ für die tatsächlichen Tastenanschläge, zum anderen schirmt die Suite die physische Tastatur vor unbefugten Zugriffen ab.

Sicherheit

5,00 Pkt

Unabhängige Testlabore bescheinigen den Produkten von Kaspersky bereits seit Jahren eine nahezu perfekte Erkennungsrate für Viren und andere Malware. Die einzige andere Internet-Security-Suite, die auf ähnlich hohem Niveau arbeitet und dabei gleichzeitig ein so umfangreiches Feature-Paket schnürt, ist die des Konkurrenten Bitdefender. Im aktuellen Vergleich der Experten von AV Test erhielt Kaspersky Internet Security im Bereich Sicherheit die volle Punkteanzahl von sechs Punkten. Nebenbei bemerkt: Auch in den Bereichen „Geschwindigkeit“ und „Benutzbarkeit“ gibt AV Test der Sicherheitssoftware aus Russland die Bestnote.

Doppelter Schutz gegen Malware

Das Herzstück jeder Sicherheits-Software bildet ihr Antivirus-Programm. Bei Kaspersky ist das der Internet Security 2018 identisch mit dem des separaten Kaspersky Anti-Virus 2018. Dieser „klassische“ Virenscanner erkennt Schadsoftware mithilfe einer Virendatenbank, die ständig durch Online-Updates erweitert und aktualisiert wird.

Zusätzlich verwendet Kaspersky auch proaktive Technologien. Das heuristische Verfahren identifiziert Malware anhand deren allgemeiner Merkmale, sprich, ihrer typischen Verhaltensweisen in Anwendungen und Systemaktivitäten. Auch Malware, die sich in fremden Programmkomponenten versteckt, wird so erkannt und unschädlich gemacht.

Macht sich unbekannte Software durch ihr Verhalten verdächtig, ein Schadprogramm zu sein, wird sie direkt geblockt. Dieser hybride Verbund beider Schutzmethoden ermöglicht ein noch schnelleres Reagieren auf neue Bedrohungen aus dem Netz.

Zudem schützen sich alle Kaspersky-Anwender dank der Cloud Protection quasi gegenseitig vor unbekannter Malware: Entdeckt das Antiviren-Programm nämlich neue Schadsoftware auf dem PC, die bisher nicht in der Datenbank erfasst ist, übersendet das Cloud-Modul die neuen Informationen an die zentrale Datenbank von Kaspersky. Hier analysieren und verarbeiten die Techniker die Daten der Viren und stellen sie über die Cloud-Vernetzung allen Kaspersky-Kunden zur Verfügung. Auf diese Weise passt sich der Virenschutz sehr dynamisch den jeweiligen Bedrohungen an – das gilt auch für den Spam-Filter sowie den Phishing-Schutz.

Performance

5,00 Pkt

Eines der wichtigsten Leistungsmerkmale jeder Security-Suite ist ihre Performance. Verlangsamt sie andere Programme oder macht sie das Hochfahren des PCs zur Geduldsprobe, wird der Käufer selbst perfekte Ergebnisse beim Schutz vor Viren nur zähneknirschend zur Kenntnis nehmen.

Idealerweise sollten Nutzer im Alltag gar nicht bemerken, dass überhaupt ein Virenschutz im Hintergrund läuft. Kaspersky Internet Security 2018 beanspruchte im Test erfreulicherweise nur wenige Systemressourcen und bewirkt zwar messbare, aber kaum spürbare Verzögerungen in den Arbeitsprozessen.

In puncto Boot-Geschwindigkeit des PCs bewirkt Kaspersky nicht einmal messbare Verlangsamungen – das System ist nach der Installation der Suite genauso schnell einsatzbereit wie davor. Das Verschieben größerer Dateimengen kann sich um einige Prozentpunkte verlangsamen, allerdings noch immer weit unter der subjektiv wahrnehmbaren Grenze. Das Kopieren unserer Dateien imTest auf den USB-Stick verlief ohne Kaspersky drei Sekunden schneller als mit. Statt 30 Sekunden dauerte es mit installiertem und aktiviertem Virenschutz 33 Sekunden.

Bei aktiviertem Spam-Schutz verzögert sich das Herunterladen von Nachrichten um einen marginalen Prozentsatz, und das auch nur im theoretischen Fall des Downloads von tausenden E-Mails auf einmal. Insgesamt ist Kaspersky während des Arbeitens am PC genau so präsent, wie eine Security-Suite es sein sollte: gar nicht.

Bedienung

5,00 Pkt

Auch für Anfänger kinderleicht zu bedienen

Nicht nur wegen ihrer hervorragenden Malware-Erkennungsraten, sondern auch aufgrund ihrer einfachen Handhabung gehören die Security-Suites von Kaspersky sowie Kaspersky Anti-Virus zu den beliebtesten Sicherheitslösungen der Welt. Trotz der immensen Komplexität und der ellenlangen Feature-Liste gelingt es dem Anbieter, die Benutzeroberfläche erfreulich einfach und aufgeräumt zu gestalten. Unmittelbar nach der Installation des Programms sind bereits alle relevanten Komponenten automatisch aktiviert, was insbesondere unerfahrenen PC-Nutzern sehr entgegenkommt.

Einzig den Spam-Schutz müssen Anwender selbst aktivieren – sofern sie ihn benötigen. In der Praxis wird Spam meistens schon vom Provider gefiltert, ein zusätzlicher Spam-Filter am Rechner ist daher nicht nötig. Abgesehen davon verwenden die meisten User heutzutage keine E-Mail-Clients mehr, sondern lesen ihre E-Mails direkt im Browser, wo die Spam-Filter normaler Internet-Security-Suites nicht funktionieren. Daher ergibt es durchaus Sinn, dass der Spam-Filter extra eingeschaltet werden muss.

Aufgeräumtes Interface und schnelle Navigation

Was uns im Test besonders gut gefallen hat: Die klare Benennung der Programmfunktionen. Statt kryptischer Begriffe tragen die einzelnen Features sprechende Namen, die verraten was ihr Zweck ist. Auf dem Startbildschirm sind sechs rechteckige Buttons angeordnet, der Gesamteindruck ist schlank und aufgeräumt: Untersuchung (das ist die Scan-Funktion), Datenbanken-Update, Sicherer Zahlungsverkehr, Schutz der Privatsphäre, Kindersicherung und Schutz für alle Geräte.

Achtung

Standardmäßig ist diese Funktion abgeschaltet, sodass sie Trackingaktivitäten lediglich registriert und aufzeichnet. Möchte der Nutzer Tracking verhindern, muss er die Funktion selbstständig aktivieren.

Optimale Ressourcenverwaltung

Die Security-Suite verfügt über einige Optionen, um die Ressourcen des Computers optimal zu nutzen. Anwender können einstellen, dass geplante Aufgaben, wie den Scan der Festpaltte auf Viren, automatisch in Leerlaufphasen gestartet werden oder dass sie im Akkubetrieb nicht starten. Außerdem gibt es die Option, die Untersuchung – also den Virenscan – aufzuschieben, wenn der Prozessor und die Festplatten zu stark ausgelastet sind.

Remote Control über „Mein Kaspersky“

Wie mittlerweile bei viele anderen Anbieter von Security-Suites auch gibt es mit Mein Kaspersky eine zentrale Online-Plattform, auf der Kunden ihre erworbenen Produkte sowie ihre Geräte verwalten. Hier können alle eigenen Kaspersky-Installationen auf deren Sicherheit und Funktionalität hin überprüft werden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, auf der Mein Kaspersky-Seite bestimmte Programmkomponenten zu- beziehungsweise abzuschalten.

Ein übergroßes, grünes Banner im oberen Bereich zeigt den Sicherheitsstatus des Computers an. Ändert es die Farbe zu Gelb oder gar Rot, gibt es kleinere beziehungsweise ernsthaftere Sicherheitsprobleme.

Ein weiterer Link führt in einem solchen Fall direkt zur Problemlösung. Ein Klick auf den Button Zusätzliche Tools öffnet ein weiteres Menü, das etwa Echtzeitdaten anzeigt oder einen Link zu den Sicherheitsreports enthält. Außerdem nehmen Anwender hier ihre Privatsphäre-Einstellungen vor, um beispielsweise Webseiten daran zu hindern, das persönliche Nutzerverhalten zu speichern.

Die Farbgebung zeigt sofort an, wenn es zu Problemen kommt. Hier ist das Banner oben grün, also ist alles gut.
Die Farbgebung zeigt sofort an, wenn es zu Problemen kommt. Hier ist das Banner oben grün, also ist alles gut.

Dokumentation und Support

4,50 Pkt

Bei Kaspersky Internet Security ist die Dokumentation an vielen Stellen eng in das Programm eingebunden. Am linken, unteren Fensterrand der Internet-Security gibt es gleich neben der Schaltfläche für die Einstellungen einen Button um Support-Informationen aufzurufen. Dieser Button ist überall im Programm verfügbar. Das Fenster, das beim Anklicken aufklappt, zeigt neben dem Registrierungsschlüssel und der exakten Version von Programm und Betriebssystem auch Links zu verschiedenen Support Dokumenten, nämlich zu einem FAQ, zu Empfehlungen für die Programmeinstellungen, zum Benutzerforum (allerdings zum englischsprachigen, nicht zum deutschen Unterforum), und zu Tools, die wichtige Informationen für den technischen Support sammeln. Darüber hinaus gibt es direkt neben den Schaltflächen zum Minimieren und Schließen des Fensters einen Button für die kontextsensitive Hilfe. Er führt von jeder Stelle des Programms zur passenden Seite in der Online-Hilfe.

Oft sind uns im Test zusätzlich Buttons mit der Beschriftung „Wie funktioniert das?“ aufgefallen. Diese führen zu einer kleinen Slideshow, die die aktuelle Funktion der Internet-Security erklärt. So gelingt es Kaspersky auf vorbildliche Weise, seinen Kunden die naturgemäß sehr abstrakte Funktionsweise eines Internet-Security-Programmes zu vermitteln.

Der User ist also immer nur einen Mausklick von Erklärungen und weiterführenden Informationen entfernt. Viele Funktionen werden bereits im Programm mit einem kurzen Satz erläutert.

Tracking, wie funktioniert das? Kaspersky erklärt es mit einer kleinen Slideshow.

Die klaren, verständlichen Beschriftungen der Schaltflächen lassen erahnen, dass das Unternehmen großen Aufwand betrieben hat, um die Benutzerführung der Internet-Security möglichst einfach und selbsterklärend zu gestalten. Manchmal weicht Kaspersky allerdings von etablierten Begriffen ab, was anfangs zu leichter Irritation führt. So ist beispielsweise nirgendwo ein „Virenscan“ zu finden, stattdessen gibt es die „Untersuchung“. Diese Benennung ist nachvollziehbar, denn das deutsche Wort „Untersuchung“ beschreibt die Funktion besser als das Fremdwort „Scan“. Allerdings könnte das Abweichen von der Konvention – Jeder erwartet in einer Sicherheitssoftware einfach einen „Scan“ – auch Verwirrung stiften.

Umfangreiche Online-Dokumentation

Der Support-Bereich auf der Homepage von Kaspersky ist sehr umfangreich. Hier führt der Forumslink auch direkt zum deutschsprachigen Forum. Es gibt also eines, offenbar wurde nur bei der Lokalisation der Internet-Security-Software vergessen, den Forumslink direkt im Programm zu ändern. Der Bereich ist anhand der verschiedenen Produkte des Unternehmens gegliedert, so fanden wir im Test der Internet-Security-Suite schnell die Informationen, die für uns relevant sind. Eine weitere Navigationshilfe ist der Chatbot Anna. Bei Fragen antwortet Anna meistens mit Links zu Unterseiten der Kaspersky-Homepage.

Wenn Anna nicht mehr weiterweiß, verweist sie an den Support.
Wenn Anna nicht mehr weiterweiß, verweist sie an den Support.

Erreichbarkeit des Supports nicht optimal

Finden Nutzer auf ihre Fragen keine zufriedenstellenden Antworten, wenden sie sich per Online-Formular, Telefon oder Live-Chat an das Team des technischen Supports. Die Kontaktaufnahme setzt eine Registrierung mit einem persönlichen Kaspersky-Account voraus. Der Kunde muss also Benutzername und Passwort seines vorher registrierten Accounts breithalten. Telefonischer Support und Live-Chat stehen deutschen Kunden allerdings nur werktags von 9:00 bis 17:00 Uhr zur Verfügung; andere Hersteller von Sicherheitssoftware sind oft deutlich länger erreichbar, viele besetzen ihren Support sogar rund um die Uhr.

Zusammenfassung

4,80 Pkt

Die Security-Suite des russischen Herstellers Kaspersky ist auch in der 2018er-Ausgabe vollgepackt mit einer Vielzahl nützlicher und mächtiger Features. Das Herzstück der Suite, der Kaspersky Anti-Virus, gehört zu den effizientesten Antivirus-Software, die Kunden derzeit auf dem Markt erwerben können – selbst neueste Malware hat gegen die Kombination aus klassischem Virenscanner und Cloud Protection kaum eine Chance. Die Firewall arbeitet dank intelligenter Signaturauswertung sehr selbstständig und zuverlässig, ohne den Nutzer durch ständige Erlaubnisanfragen zu stören.

Auch die Tools für das Online-Banking und den Kinderschutz fallen enorm umfangreich aus und garantieren dem Kunden völlige Kontrolle und Sicherheit. Obendrein punktet die Suite im Test mit ressourcenschonender Performance, kinderleichter Bedienung und einer sehr ansprechenden Aufmachung.

Allein die Uhrzeiten für den Kundensupport dürften die Kaspersky Labs gern noch etwas ausbauen. Davon abgesehen lässt das Allround-Sicherheitspaket jedoch keine Wünsche offen und den schärfsten Konkurrenten Bitdefender im Vergleichstest um eine Nasenlänge hinter sich – auch aufgrund des günstigeren Preises.

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