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Verschlüsselungssoftware

Test und Vergleich

Sicherheit

Performance

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Hilfe & Support

Die beste Verschlüsselungssoftware 2016 im Test

Private Daten sind auf dem persönlichen Computer nicht so sicher, wie es sich Verbraucher wünschen würden. Der direkte Zugriff auf den Rechner stellt nicht den einzigen Weg dar, die Festplatte zu durchsuchen. Über den Internetzugang können Hacker und Geheimdienste sich Zutritt verschaffen, ohne das der Besitzer der Daten etwas davon mitkriegt. Sensible Daten wie persönliche Fotos, Videos, Verträge und Manuskripte sollten deshalb nur durch Passworteingabe einsehbar sein - am leichtesten geht dies mit einer Verschlüsselungssoftware. Diese macht gestohlene Daten nutzlos, solange der Anwender nicht das richtige Kennwort weiß.

So funktioniert Verschlüsselungssoftware

Unter Verschlüsselung versteht der Fachmann den Prozess, bei dem eine Datei, die Informationen verschiedenster Art enthalten kann, mithilfe eines Verschlüsselungsverfahrens in eine nicht oder nur schwer lesbare Zeichenfolge umgewandelt wird. Dank Entschlüsselungsmethoden kann diese Geheimschrift auch wieder in den Klartext gewandelt werden. Der Sinn und Zweck verschlüsselter Inhalte ist der Schutz vor ungewolltem Zugriff. Es gibt zwei Prozeduren, die derzeit angewandt werden:

Internet Security
Hundertprozentige Sicherheit vor Fremdzugriff bietet Antiviren-Software nicht - sind die Daten allerdings verschlüsselt, sind sie für Unbefugte nutzlos.

Symmetrische Form der Verschlüsselung

Bei der symmetrischen Verschlüsselung, die auch als Secret-Key-Verschlüsselung bezeichnet wird, dient der gleiche Schlüssel sowohl für die Ver-, als auch für die Entschlüsselung. Da die Performance bei dieser Verschlüsselungsart deutlich geschont wird, kommt sie beispielsweise beim Sichern großer Datenbanken zum Einsatz. Bei privater Nutzung erfolgt die Kodierung meist händisch per Passworteingabe.

Asymmetrische Form der Verschlüsselung

Bei der sogenannten asymmetrischen Verschlüsselung wird ein zusammenhängendes Schlüsselpaar, das aus einem öffentlichen und einem privaten Schlüssel besteht, verwendet. Der öffentliche Schlüssel dient dabei zur Verschlüsselung, während der private Schlüssel zur Entschlüsselung genutzt wird. Diese Art der Verschlüsselung wird auch als Public-Key-Verschlüsselung bezeichnet und bietet sich besonders dann an, wenn die beiden Vorgänge von unterschiedlichen Personen durchgeführt werden, da keinerlei Informationen ausgetauscht werden müssen.

​Die passende Software finden

Kostenlose Angebote findet der stöbernde User im Internet schnell. Entsprechend groß ist aber auch das Risiko, auf Programme zu stoßen, die Schadsoftware enthalten. Anspruchsvollere Anwendungen kosten in der Regel Geld, bieten jedoch auch mehr Sicherheit und vor allem mehr Funktionen. Die teuersten Programme richten sich eher an Firmen und widmen sich dem komplexen Schutz von Servern und Netzwerken.

Auch wenn Unternehmen – besonders diejenigen, die vertrauliche Informationen über Kunden führen – das beliebteste Angriffsziel für Datenklau abgeben, so sollten doch auch Administratoren eigener Internetseiten für eine ordentliche Verschlüsselung sorgen, bevor ihre Homepage Opfer einer Hackerattacke wird. Auch im privaten Haushalt sollte Datenschutz ein ernstzunehmendes Thema sein, besonders dann, wenn ab und zu auch von Zuhause aus gearbeitet wird. Die Anwendungen, die für den häuslichen Gebrauch entwickelt wurden, sind denkbar einfach zu bedienen. Sobald sie installiert sind, kann der Anwender Musik, Bilder, Videos oder Textdokumente mit nur einem einfachen Mausklick verschlüsseln. Damit das Dokument in der Folge wiederverwendet werden kann, muss der User es einfach durch die Eingabe eines Passworts in die Ausgangsform zurückwandeln.

Was geschieht mit den verschlüsselten Dateien?

Die kodierten Daten verhalten sich wie ganz normale Dateien und der Besitzer kann sie auf der Festplatte seines Rechners speichern. Ihre Auslagerung kann die Sicherheit erhöhen, wenn sie sich beispielsweise auf einer externen Festplatte ohne Internetzugang befinden. Einen weiteren Vorteil stellt ein Speicherplatz auf einem Server dar, wodurch das Gespeicherte von jedem Ort aus abrufbar ist.

Die Möglichkeiten unterscheiden sich je nach Verschlüsselungssoftware. Diese unterstützt entweder externe Hardware, wie einen USB-Stick oder eine portable Festplatte, oder es kommen Online-Lösungen zum Einsatz. Letztere nennen sich auch Cloud („Wolke“) und bieten dem Kunden Online-Speicherplatz für seine Daten an. Je nach vorhanden Konten oder Vorlieben stehen entweder die bekannten Cloud-Hoster DropboxGoogle Drive und Microsoft OneDrive zur Verfügung, manche Anbieter führen auch eigene Lösungen oder können Privat- und Firmen-Server einbinden.

Netzsieger unterstützt bei der Suche der nach der passenden Verschlüsselungssoftware. Für eine bessere Orientierung erfolgt die Bewertung anhand von vier Kriterien:

Funktionen

Eine von einem Schlossbügel durchbohrte Compact Disc
Verschlüsselungssoftware sichert Daten auf allen Medien, auch auf externen und in der Cloud.

Im Bewertungs-Kriterium Funktionen geht es insbesondere um den sinnvollen Umfang der Software. Netzsieger achtet unter anderem darauf, ob der Nutzer eine Auswahl zwischen verschiedenen Verschlüsselungsmethoden und der Schlüssellänge hat, um weniger sensible Daten beispielsweise etwas schwächer zu schützen, dafür jedoch schneller aufrufen zu können. Ist der Nutzer außerdem so flexibel, dass er nicht nur ein Text-, sondern auch ein Bildpasswort oder gar ein externes Gerät, wie sein iPhone, als Schlüssel verwenden kann.

Programme wie Steganos Safe, Folder Lock oder ArchiCrypt Live bieten zudem verschiedene Optionen, um Daten beziehungsweise den Safe-Ordner zu verstecken. Nur der Nutzer weiß dann, wo sich diese Daten-Container befinden, In diesem Zusammenhang sind auch allgemeine Sicherheitsfunktionen für die Bewertung interessant. Wie sieht es aus mit Hacker- oder Virenschutz? Auch Anwendungen zum zuverlässigen Datenschutz nimmt unsere Redaktion unter die Lupe.

Leistung

Ist das Programm auch mit Apple-Geräten kompatibel? Wie stark wird das System während der Verschlüsselung belastet? Kann die Software auch als Portable Safe genutzt werden? Diese und andere Fragen beantworten wir im Bewertungs-Kriterium Leistung und listen auch die Systemvoraussetzungen auf. Denn selbst bei optimaler Ausstattung an Funktionen ist eine Verschlüsselungssoftware nur dann ein nützliches Instrument, wenn das Programm einwandfrei auf dem Rechner läuft. 

Bedienung

Viele Programme stehen dem Nutzer in deutscher Sprache zur Verfügung, bieten eine intuitive Programmoberfläche oder die Verbindung zu einer Cloud. Einige Softwares lassen sich auf mehreren Computern installieren, während der User bei anderen Anbietern nur eine Einzellizenz erwirbt.

Hilfe & Support

Neben FAQs, Hilfefunktionen und Foren bieten die höchstbewerteten Anbieter auch direkten Kontakt zum Support-Team via E-Mail-, Telefon-, oder Live-Chat-Support anbieten. Weitere hilfreiche Leistungen sind eine Schritt-für-Schritt-Anleitung oder Video-Tutorials. Nicht jedes Programm bietet jede Supportart; zudem gibt es Hersteller, die keine deutschsprachige Unterstützung anbieten.

Fazit der Redaktion

Die Auswahl an Verschlüsselungssoftware wächst jedes Jahr. Das macht die Entscheidung für das richtige Programm nicht leichter. Ähnlich wie bei einer Versicherung kann auch bei Sicherheitssoftware übersichert werden. Nicht für jeden Anwender sind alle Funktionen sinnvoll, die teilweise den Preis stark erhöhen. Jeder Nutzer sollte daher darauf achten, ob er die beschriebenen Features persönlich braucht oder eben nicht.