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Verschlüsselungssoftware

Die beste Verschlüsselungssoftware im Vergleich

Evgenija Zaharova

Sicherheit

Performance

Bedienung

Hilfe & Support

Daten sicher verschlüsseln

Das Wichtigste in Kürze
  • Mit einer Verschlüsselungssoftware können Daten und Dokumente digital verschlüsselt werden.
  • Dadurch werden Sicherheitslücken geschlossen und die Privatsphäre vor Hackern gewahrt.

1. Welche Vorteile bietet Verschlüsselungssoftware?

Private Daten sind auf dem Laufwerk des persönlichen Computers meist nicht so sicher, wie es sich Verbraucher wünschen würden. Nicht nur über einen direkten Zugriff auf den Rechner durchsuchen Unbefugte Dateien auf der Festplatte. Über den Internetzugang können sich Hacker und Geheimdienste Zutritt zu Dateien auf der Festplatte verschaffen, ohne dass der Besitzer der Daten dies bemerkt. Laufwerke mit sensiblen Daten wie persönlichen Fotos, Videos, Verträge und Manuskripte sollten deshalb nur durch Passworteingabe einsehbar sein – am leichtesten geht dies mit einer Verschlüsselungssoftware. Verschlüsselungssoftware macht gestohlene Daten nutzlos, solange der Dieb nicht das richtige Kennwort zu Dekodierung der Dateien weiß.

2. So funktioniert Verschlüsselungssoftware

Unter Verschlüsselung versteht der Fachmann den Prozess, bei dem eine Datei, die Informationen verschiedenster Art enthält, mithilfe eines Verschlüsselungsverfahrens in eine nicht oder nur schwer lesbare Zeichenfolge umgewandelt wird. Dank Entschlüsselungsmethoden kann diese Geheimschrift auch wieder in den Klartext gewandelt werden. Der Sinn und Zweck verschlüsselter Inhalte ist der Schutz vor ungewolltem Zugriff. Es gibt zwei gängige Methoden, die derzeit angewandt werden:

Internet Security
Hundertprozentige Sicherheit vor Fremdzugriff bietet Antiviren-Software nicht – sind die Daten allerdings verschlüsselt, sind sie für Unbefugte nutzlos.

Symmetrische Form der Verschlüsselung

Bei der symmetrischen Verschlüsselung, die auch als Secret-Key-Verschlüsselung bezeichnet wird, dient der gleiche Schlüssel sowohl für die Verschlüsselung, als auch für die Entschlüsselung der Dateien. Da die Performance bei dieser Verschlüsselungsart deutlich geschont wird, kommt sie beispielsweise beim Sichern großer Datenbanken und Laufwerken zum Einsatz. Bei privater Nutzung erfolgt die Kodierung meist händisch per Passworteingabe.

Asymmetrische Form der Verschlüsselung

Bei der sogenannten asymmetrischen Verschlüsselung wird ein zusammenhängendes Schlüsselpaar, das aus einem öffentlichen und einem privaten Schlüssel besteht, verwendet. Der öffentliche Schlüssel dient dabei zur Verschlüsselung, während der private Schlüssel zur Entschlüsselung genutzt wird. Diese Art der Verschlüsselung wird auch als Public-Key-Verschlüsselung bezeichnet und bietet sich besonders dann an, wenn die beiden Vorgänge von unterschiedlichen Personen durchgeführt werden, da keinerlei Informationen ausgetauscht werden müssen.

3. ​Die passende Software finden

Kostenlose Verschlüsselungssoftware finden stöbernde User im Internet schnell. Entsprechend groß ist aber auch das Risiko, auf Programme zu stoßen, die Schadsoftware enthalten. Die bekannteste kostenlose Software zur Verschlüsselung von Festplatten und Partitionen ist VeraCrypt, die als Nachfolger von TrueCrypt gilt. TrueCrypt galt immer als unsicher, da bis zuletzt niemand wusste, wer hinter dem Projekt steckt und TrueCrypt selbst in der letzten Version Sicherheitslücken enthielt.

Anspruchsvollere Verschlüsselungssoftware kosten in der Regel Geld, bieten jedoch auch mehr Sicherheit und vor allem mehr Funktionen. Die teuersten Verschlüsselungssoftware richten sich eher an Firmen und widmen sich dem komplexen Schutz von Laufwerken, Servern und Netzwerken. Als Alternative stellt Microsoft seinen Betriebssystemen die Festplattenverschlüsselung BitLocker zur Verfügung. Serverseitig ist BitLocker ab Windows Server 2008 enthalten. Bei Privatanwendern ist BitLocker in den Ultimate- und Enterprise-Versionen der Betriebssysteme Windows Vista und Windows 7, sowie den Pro- und Enterprise-Versionen von Windows 8, Windows 8.1 und Windows 10 enthalten.

Auch wenn Unternehmen – besonders diejenigen, die vertrauliche Informationen über Kunden führen – das beliebteste Angriffsziel für Datenklau abgeben, so sollten doch auch Administratoren eigener Internetseiten für eine ordentliche Verschlüsselung ihrer Daten sorgen, bevor ihre Homepage Opfer einer Hackerattacke wird. Auch Privatnutzer sollten das Thema Datenschutz und Verschlüsselung ernst nehmen und entsprechende Schutzmaßnahmen treffen, besonders dann, wenn der Verbraucher ab und zu auch von Zuhause aus arbeitet. Die Verschlüsselungssoftware, die für den häuslichen Gebrauch entwickelt wurden, sind denkbar einfach zu bedienen. Sobald die Software installiert ist, kann der Anwender Musik, Bilder, Videos oder Textdokumente mit nur einem einfachen Mausklick verschlüsseln. Damit sie das Dokument in der Folge wiederverwenden können, wandeln User es einfach durch die Eingabe eines Passworts in die Ausgangsform zurück.

Was geschieht mit den verschlüsselten Dateien?

Die kodierten Daten verhalten sich wie ganz normale Dateien und der Besitzer kann sie auf der Festplatte seines Rechners speichern. Ihre Auslagerung kann die Sicherheit erhöhen, wenn sie sich beispielsweise auf einer externen Festplatte ohne Internetzugang befinden. Einen weiteren Vorteil stellt ein Speicherplatz auf einem Server dar, wodurch das Gespeicherte von jedem Ort aus abrufbar ist. Durch die verschlüsselte Speicherung kann der User sicher sein, dass Unbefugte nicht auf die Daten zugreifen und Informationen ausspionieren können.

Die Möglichkeiten unterscheiden sich je nach Verschlüsselungssoftware enorm. Verschlüsselungsprogramme unterstützen entweder die Speicherung der verschlüsselten Dateien auf externer Hardware, wie USB-Sticks oder portablen Festplatten, oder es kommen Online-Lösungen zum Einsatz. Letztere nennen sich auch Cloud („Wolke“) und bieten dem Kunden Online-Speicherplatz für seine Daten an. Je nach vorhanden Konten oder Vorlieben stehen entweder die bekannten Cloud-Hoster Dropbox,Google Drive und Microsoft OneDrive zur Verfügung, manche Anbieter führen auch eigene Lösungen oder können Privat- und Firmen-Server einbinden.

4. So vergleichen Wir

Netzsieger unterstützt Verbraucher bei der Suche der nach der passenden Verschlüsselungssoftware. Für eine bessere Orientierung erfolgt die Bewertung der Verschlüsselungsprogramme anhand von vier Kriterien:

Funktionen

Eine von einem Schlossbügel durchbohrte Compact Disc
Verschlüsselungssoftware sichert Daten auf allen Medien, auch auf externen Festplatten und in der Cloud.

Im Bewertungs-Kriterium Funktionen geht es insbesondere um den sinnvollen Umfang an Anwendungen und Tools zur Verschlüsselung, die die Software mitbringt. Wir achten unter anderem darauf, ob Nutzer mit der Verschlüsselungssoftware eine Auswahl zwischen verschiedenen Verschlüsselungsmethoden und der Schlüssellänge haben. Mit dieser Modifikation lassen sich beispielsweise weniger sensible Daten weniger stark verschlüsseln. Dafür können sie jedoch schneller wieder abgerufen werden. Ist der Nutzer mit dem Verschlüsselungsprogramm außerdem so flexibel, dass er nicht nur ein Textpasswort, sondern auch ein Bildpasswort oder gar ein externes Gerät, wie sein iPhone, als Schlüssel verwenden kann, dann wird dies in der Bewertung der Verschlüsselungssoftware entsprechend honoriert.

Programme wie Steganos Safe, Folder Lock oder ArchiCrypt Live bieten zudem verschiedene Optionen, um Daten beziehungsweise den Safe-Ordner zu verstecken. Nur Nutzer wissen dann, wo sich diese Daten-Container befinden. In diesem Zusammenhang sind auch allgemeine Sicherheitsfunktionen für die Bewertung interessant. Weiterhin geht es in diesem Testabschnitt auch um den Hacker- oder Virenschutz der Verschlüsselungsprogramme. Anwendungen zum zuverlässigen Datenschutz nehmen wir daher ebenfalls unter die Lupe.

Leistung

Ist das Programm auch mit Apple-Geräten kompatibel? Wie stark wird das System während der Verschlüsselung belastet? Kann die Software auch als Portable Safe genutzt werden? Diese und andere Fragen beantworten wir im Abschnitt Leistung und listen zusätzlich die Systemvoraussetzungen der Verschlüsselungssoftware auf. Denn selbst bei optimaler Ausstattung an Funktionen ist eine Verschlüsselungssoftware nur dann ein nützliches Instrument, wenn das Programm einwandfrei auf dem Rechner läuft.

Bedienung

Viele Programme stehen Nutzern in deutscher Sprache zur Verfügung, bieten eine intuitive Programmoberfläche oder die Verbindung zu einer Cloud. Einige Verschlüsselungsprogramme kann der User auf mehreren Computern installieren, während sie bei anderen Anbietern nur eine Einzellizenz erwerben.

Hilfe & Support

Neben FAQs, Hilfefunktionen und Foren stellen die höchstbewerteten Anbieter im Verschlüsselungssoftware-Test auch direkten Kontakt zum Support-Team via E-Mail-, Telefon-, oder Live-Chat-Support zur Verfügung. Weitere hilfreiche Leistungen sind eine Schritt-für-Schritt-Anleitung oder Video-Tutorials um den Einstieg in das Verschlüsselungsprogramm zu meistern. Nicht jedes Programm offeriert jede Supportart; zudem gibt es Software-Hersteller, die leider keine deutschsprachige Unterstützung anbieten.

badgeFazit der Redaktion

Die Auswahl an Verschlüsselungssoftware wächst jedes Jahr. Das macht die Entscheidung nicht leichter, da es das eine richtige Programm nicht gibt. Ähnlich wie bei einer Versicherung kann auch bei Sicherheitssoftware übersichert werden. Nicht für jeden Anwender sind alle Funktionen sinnvoll, die teilweise den Preis einer Verschlüsselungssoftware stark erhöhen. Nutzer sollten individuell anhand der Produkttests entscheiden, welche der beschriebenen Features ein jeder Verschlüsselungssoftware benötigt werden. Im Test sind folgende Produkte vertreten: