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Rollladenmotoren

Die besten Rohrmotoren im Vergleich

Technische Daten

Leistung

Ausstattung

Bedienbarkeit

Rollläden mit leisen und leistungsstarken Motoren

Das Wichtigste in Kürze:
  • Rollläden schützen vor neugierigen Blicken, Licht, Schall sowie Einbrüchen und bieten eine sehr gute Wärmeisolierung.
  • Besonders bei schweren oder sehr vielen Rollläden im Haushalt erleichtern Rollladenmotoren Verbrauchern das Leben.
  • Grundsätzlich lassen sich zwei Arten von Motoren unterscheiden: Rohrmotoren und elektrische Gurtwickler.
  • Bei Neubauten gestaltet sich der nachträgliche Einbau eines Rohrmotors teilweise schwierig, sodass Verbraucher hier mit einem elektronischen Gurtwickler besser beraten sind.
  • Für besonderen Komfort sorgen Extras wie die Bedienung per Funk, eine Zeitschaltuhr oder ein Sonnensensor zur automatischen Steuerung der Rollläden.

1. Welche Vorzüge bieten Rollladen mit Motoren?

Ein Rollladen ist die modernere und effektivere Alternative zur Gardine, die heute vielmehr als Schmuckelement dient. Rollläden werden in der Regel außen am Fenster angebracht und bieten neben dem Schutz vor neugierigen Blicken und der Verdunkelung eine äußerst gute Wärmeisolierung und einen Schallschutz. Darüber hinaus erhöhen sie den Schutz vor Einbrüchen und verhindern bei hoher Sonneneinstrahlung ein zu starkes Aufheizen des Raumes.

Rollladen per Hand
Mit einem Rollladenmotor gehört das mühsame Öffnen und Schließen des Rollladens per Hand bald der Vergangenheit an.

Eine sehr gute Lösung für Verbraucher, die ihre Rollläden nicht per Hand bedienen möchten oder können, sind Rollladenmotoren. Diese bieten sich besonders für Haushalte mit vielen Fenstern und dementsprechend vielen Rollläden an. Darüber hinaus gibt es Rollläden, die zu schwer sind, um sie per Hand auf- und abzurollen. Hier ist ein Rollladenmotor nahezu unverzichtbar. Ein weiterer Vorteil eines solchen Motors ist, dass das Öffnen und Schließen des Rollladens damit in der Regel wesentlich leiser vonstattengeht als per Hand. Welche verschiedenen Motorenarten es gibt, worauf Verbraucher beim Kauf unbedingt achten sollten und welches Zubehör für noch mehr Komfort sorgt, erläutert unsere Redaktion im Folgenden.

2. Welche verschiedenen Motorenarten gibt es?

Grundsätzlich lassen sich zwei verschiedene Typen von Rollladenmotoren unterscheiden: der Rohrmotor, welcher sich nochmals in zwei Antriebsarten unterteilen lässt, und der elektrische Gurtwickler. Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile.
Welche Motorenart mehr den eigenen Bedürfnissen entspricht, muss jeder Verbraucher für sich entscheiden.

Rohrmotoren – mechanisch oder elektronisch

Die Rollladenwelle …
… ist der Teil des Rollladens, der den Rollladenbehang trägt und auf den sich der Rollladenbehang aufwickelt.

Die Rohrmotoren unterteilen sich je nach ihrer Einstellungsweise der Endpunkte nochmals in zwei Gruppen: elektronisch geregelte Motoren und mechanische Motoren. Während die Einstellung der Endpunkte bei elektronisch geregelten Rohrmotoren meist automatisch vonstattengeht, stellen Nutzer von mechanischen Rohrmotoren die Endpunkte mittels zweier Schrauben am Getriebekopf des Motors ein.

Beide Arten von Rohrmotoren werden in der Rollladenwelle angebracht und drehen diese dann, indem sie sich um sich selbst drehen. Dabei wird der Rollladenpanzer, auch Rollladenbehang genannt, um die Welle gewickelt. Dadurch wird kein Gurtzug mehr benötigt, was auch einen optischen Vorteil darstellt. Darüber hinaus müssen Rohrmotoren, da sie direkt an der Welle sitzen, weniger Hebelkräfte überwinden. Dieser Aspekt reduziert ihren Verschleiß und macht sie über die gesamte Betriebsdauer gesehen effektiver als Gurtwickler.

Rollladen-Schema
Der Aufbau eines herkömmlichen Rollladens im Überblick.

Um einen Rohrmotor nachzurüsten, ist es notwendig, den Rollladenkasten zu öffnen. Üblicherweise ist dies in Altbauwohnungen sehr einfach, während es in Neubauwohnungen teilweise nicht möglich ist, den Rollladenkasten zu öffnen, ohne die Wand einzureißen. In diesem Falle gestaltet sich der nachträgliche Einbau eines elektrischen Gurtwicklers üblicherweise einfacher.

  • effektiver
  • weniger Verschleiß
  • bessere Optik
  • in Neubauten häufig nur unter aufwendigen Öffnungsarbeiten einbaubar

Elektrische Gurtwickler

Der elektrische Gurtwickler wird direkt an der Wand befestigt und übernimmt die Aufgabe, den Gurt des Rollladens aufzurollen und ihn so nach oben zu ziehen. Neben einem Elektromotor zum Antreiben der Gurtrolle verfügt der elektrische Gurtwickler über eine Steuerungsautomatik, über welche die Verbraucher unter anderem die Endpunkte einstellen. Im Vergleich zu Rohrmotoren sind Gurtwickler noch einfacher zu montieren. Zudem sind sie vor allem universell einsetzbar, also sowohl in Alt- als auch in Neubauten.

  • universell einsetzbar
  • einfacher Einbau
  • Steuerungsautomatik inklusive
  • häufig schnellerer Verschleiß
  • Gurt weiterhin nötig

3. Welcher Motor passt zu welchem Rollladen?

Damit der gewählte Motor auch zum Rollladen passt, müssen Verbraucher beim Kauf einige Punkte beachten. Je nach Gewicht der Rollläden benötigen sie einen Motor mit entsprechend hoher maximaler Zugkraft. Einige Anbieter geben zudem eine maximale Fläche an, die der Motor ziehen kann. Diese hängt natürlich vom Gewicht des Materials des jeweiligen Rollladens ab:

  • Kunststoff: etwa 4,5 Kilogramm pro Quadratmeter
  • Aluminium: etwa 5,5 Kilogramm pro Quadratmeter
  • Holz: etwa 11,0 Kilogramm pro Quadratmeter

Hierbei ist zu beachten, dass es sich bei den Gewichtsangaben lediglich um Richtwerte handelt und die tatsächlichen Werte leicht abweichen können.

Die folgende Übersicht zeigt, wie Verbraucher in wenigen Schritten das Gewicht ihres Rollladens berechnen, um so den Motor mit der richtigen Zugkraft zu finden.

  1. Messen der lichten Höhe und Breite des Fensters (des freien Raumes zwischen den Wänden), zur Höhe 1,50 cm addieren:
    B: Breite H: Höhe + 1,50 cm
  2. Um die Fläche des Rollladens zu erhalten, die Höhe mit der Breite multiplizieren:
    B (m) x H (m) = Fläche (m²)
  3. Die berechnete Fläche mit dem Gewicht multiplizieren, welches der Rollladen pro Quadratmeter wiegt:
    Fläche (m²) x Gewicht (kg/m²) = Gesamtgewicht (kg)
  4. Abschließend Gesamtgewicht mit dem Faktor 1,1 für den Reibungsverlust multiplizieren:
    Gesamtgewicht (kg) x 1,1 = benötigte Zugkraft des Motors

Liegt das errechnete Gesamtgewicht des Rollladens sehr nah an der maximalen Zugkraft eines Motors, ist es ratsam, einen Motor mit einer höheren Zugkraft zu wählen. Darüber hinaus eignen sich einige Motoren nur für trockene Räume, während andere sowohl innen als auch außen eingesetzt werden können.

Je nach Art des Rollladenmotors müssen Verbraucher beim Kauf zusätzlich noch weitere Punkte beachten, welche die folgende Tabelle zeigt.

Rohrmotor

Das ist bei der Rollladenwelle zu beachten

Damit sich überhaupt ein Motor einbauen lässt, muss es sich um eine Stahlwelle handeln. Sehr häufig handelt es sich dabei um achtkantige Stahlwellen, es gibt aber auch Sechskant- und Rundwellen. Zudem müssen die Schlüsselweite des Rohrmotors und der Durchmesser der Welle zusammenpassen. Zu den Standard-Durchmessern zählen 40 und 60 Millimeter.
Elektrischer Gurtwickler

Das ist bei der Gurtband-Breite zu beachten

Bei Gurtbandwicklern muss die Breite des vorhandenen Gurtbandes zum gewählten Gerät passen. Eine häufige Gurtband-Breite sind 23 Millimeter. Einige Gurtbandwickler eignen sich zusätzlich auch für schmale Gurte mit etwa 15 Zentimetern Breite.

4. Welches Zubehör bringt zusätzlichen Komfort?

Zu einem Rollladenmotor gibt es noch weiteres Zubehör, das dem Verbraucher das Öffnen und Schließen seiner Rollläden noch einfacher macht. Für besonderen Komfort sorgen unter anderem eine Zeitschaltuhr, ein Sonnensensor und die Bedienung per Funk. Wie genau dem Verbraucher so das Leben erleichtert wird, erklärt die folgende Übersicht.

Praktisches Zubehör
Zeitschaltuhr
Sonnensensor
Bedienung per Funk
Beschreibung / Features Tagesprogramm: Fährt den Rollladen jeden Tag der Woche zur eingestellten Zeit (von Tag zu Tag variabel). Lässt sich an die Zeitschaltuhr anschließen. Benötigt einen Funkempfänger im Rollladengehäuse.
Wochenprogramm: Fährt den Rollladen jeden Wochentag zur selben Zeit auf und ab. Steuert das Öffnen und Schließen des Rollladens entsprechend der aktuellen Helligkeit. Bequeme Steuerung mit einer Handsenderbedienung.
Zufallsgenerator: Verändert automatisch die Öffnungs- und Schließzeiten des Rollladens.   Ermöglicht die Ansteuerung und Zentralbedienung mehrerer Rollladenmotoren.
Die Vorteile und Funktionen von Zeitschaltuhr, Sonnensensor und Bedienung per Funk im Überblick.

5. So vergleichen wir

Um Verbrauchern einen besseren Überblick über das riesige Angebot an unterschiedlichen Rollladenmotoren zu ermöglichen, hat unsere Redaktion vier wichtige Bewertungskriterien zusammengestellt. Hinsichtlich dieser haben wir die Produkte in unserem Vergleich genau geprüft, miteinander verglichen und am Ende bewertet.

Technische Daten

Unter dem ersten Bewertungskriterium werfen wir einen Blick auf die wichtigsten technischen Daten der verschiedenen Rollladenmotoren. Hierzu zählt unter anderem, um welche Motorenart es sich handelt – einen Rohrmotor oder einen elektrischen Gurtwickler.
Vor allem beim nachträglichen Einbau eines Rohrmotors sind der Rohrdurchmesser und die Schlüsselweite entscheidend, damit der Motor auch in die Rollladenwelle passt. Bei einem Gurtwickler hingegen müssen Käufer auf die passende Gurtband-Breite achten. Darüber hinaus unterscheiden sich die Rollladenmotoren häufig durch die Länge des im Lieferumfang enthaltenen Zuleitungskabels. Die Zuleitungskabel der Motoren in unserem Vergleich sind zwischen 1,9 und 3,0 Meter lang. Für die Käufer ist es außerdem wichtig zu wissen, für welchen Einsatzbereich sich der jeweilige Motor eignet – ausschließlich für trockene Räume oder sowohl für innen als auch für außen. Zudem prüfen wir, ob die Motoren mit einem TÜV-Zertifikat ausgezeichnet sind.

Leistung

Neben den technischen Daten eines Rollladenmotors ist seine Leistung ein entscheidendes Kaufkriterium. Hierunter fällt etwa die Nennleistung des Motors, welche in Watt angegeben wird und anzeigt, wieviel Energie der Motor maximal abgeben kann. Die Höhe des Drehmoments, das in Nanometern angeben wird, bestimmt zusammen mit der Drehzahl (Umdrehungen pro Minute) die übertragene Leistung. Je höher die Nennleistung des Motors ausfällt, umso höher ist in der Regel auch seine maximale Zugkraft. Diese beschreibt, wie viele Kilogramm an Gewicht der Motor nach oben ziehen kann beziehungsweise wie schwer der am Motor befestigte Rollladen maximal sein darf. Darüber hinaus betrachten wir unter diesem Kriterium die Versorgungsspannung und die maximale Einschaltdauer des Geräts. Letztere liegt bei den Rohrmotoren in der Regel bei vier Minuten, während sie bei Gurtwicklern auch etwas länger sein kann.

Ausstattung

Wie komfortabel ein Rollladenmotor tatsächlich ist, verrät in erster Linie seine Ausstattung. In jedem Fall sollte der Motor einen Überlastungsschutz beinhalten, der ihn vor Überhitzung schützt. Für zusätzliche Sicherheit sorgen eine integrierte Hindernis- oder Blockierungserkennung, welche den Motor beispielsweise bei festgefrorenem Rollladen automatisch stoppt. Einige Motoren verhindern außerdem das Hochschieben des Rollladenpanzers und bieten so zusätzlichen Schutz vor Einbrüchen. Für einen besonders hohen Komfort sorgt eine Zeitschaltuhr, die den Rollladen-Betrieb automatisiert. Zu den Grundfunktionen einer solchen Steuerung gehört meist ein Tagesprogramm, das den Rollladen jeden Tag der Woche zur jeweils eingestellten Zeit auf- und abfahren lässt. In der Regel verfügen moderne Zeitschaltuhren darüber hinaus über eine Zufallsfunktion, die zum Schutz vor Einbrüchen bei längerer Abwesenheit der Bewohner die Öffnungs- und Schließzeiten der Rollläden zufällig verändert. Äußerst komfortabel ist zudem ein integrierter oder auch nachträglich anschließbarer Sonnensensor, welcher das Öffnen und Schließen des Rollladens nach der momentanen Sonneneinstrahlung reguliert. Einige Rollladenmotoren werden in einem praktischen Set angeboten, das neben einer Zeitschaltuhr beispielsweise auch einen Adapterersatz beinhaltet.

Bedienbarkeit

Unter unserem vierten Bewertungskriterium prüfen wir schließlich die Bedienbarkeit der verschiedenen Motoren. Hier punkten Rollladenmotoren, die sich möglichst einfach montieren lassen, sodass auch unerfahrene Verbraucher den Einbau ohne Probleme bewerkstelligen. Hierbei ist eine ausführliche und verständliche Montageanleitung in deutscher Sprache hilfreich. Zudem schauen wir uns an, wie die Einstellung der Endpunkte bei den verschiedenen Modellen funktioniert. Käufer eines elektronischen Rohrmotors müssen hierbei normalerweise keine Einstellung vornehmen, da diese Art von Motoren sich beim Erreichen eines bestimmten Drucks automatisch abschalten. Besitzer eines mechanischen Rohrmotors stellen die Endpunkte manuell an zwei Schrauben auf dem Getriebekopf des Motors ein. Bei elektrischen Gurtwicklern lassen sich die Endpunkte durch das Drücken verschiedener Tasten einstellen. Der genaue Ablauf variiert von Modell zu Modell und ist der jeweiligen Bedienungsanleitung zu entnehmen. Darüber hinaus ist es von Vorteil, wenn der Motor möglichst leise und die Herstellergarantie besonders lang sind.

badgeFazit der Redaktion

Zeitschaltuhren
Die Motoren-Sets in unserem Vergleich sorgen mit einer im Lieferumfang enthaltenen Zeitschaltuhr für besonderen Komfort.

Alle vier Kriterien fließen am Ende in die Gesamtnote des jeweiligen Produkts ein und ergeben dessen Platzierung in unserem Rollladenmotoren-Vergleich. Da jedem Verbraucher andere Aspekte wichtig sind, ist unser Testsieger nicht automatisch das beste Modell für jeden Interessenten. Unser Vergleich dient lediglich als Orientierungshilfe und soll die Entscheidung für den passenden Rollladenmotor durch Übersichtlichkeit der Vergleichspunkte vereinfachen.
Die Motorensets von Nobily und 3T-Motors punkten in unserem Vergleich mit ihrer umfangreichen Ausstattung, dem dadurch gebotenen Komfort und ihrem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis. Ebenso überzeugt hat der Jarolift Funk Rollladenmotor, der zudem einen integrierten Funkempfänger und eine besonders lange Herstellergarantie von sieben Jahren bietet.