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Adobe Premiere Pro CC

4,85 / 5
Pro: 
Komfortable und zeitsparende Bedienungstools sowie leistungsstarke Performance, weit verbreitet.
Kontra: 
Stolzer Preis.
Fazit: 
Premiere Pro CC ist eins der besten Videobearbeitungsprogramme auf dem Markt und damit eine klare Empfehlung für Profis und Einsteiger, die schnell und professionell arbeiten wollen.

Adobe Premiere Pro CC Test

Funktionen: 

Mediendatenimport, präzises Szenenschneiden, Farbkorrektur, Effekte und Übergänge einfügen, 4K-Support, übersichtliche Dateiverwaltung, flexible Medienausgabe: Eine gute Videoschnittsoftware muss viele verschiedene Ansprüche und Funktionen erfüllen.

Das Team von Adobe hat jahrelange Erfahrung in der Entwicklung von Videobearbeitungssoftware. Daher wissen die Entwickler, dass jedes Projekt auf seine Art anders ist und somit andere Anforderungen an die Software stellt.

Professioneller Funktionsumfang

Von der Ausstattung her lässt das Programm selbst bei Profis im Bereich Videobearbeitung keine Wünsche offen. Sollte der Benutzer dennoch eine Funktion oder einen Effekt vermissen, dann lässt sich das Feature meist ganz unkompliziert durch ein Plug-in ergänzen.

Ansonsten stehen alle Grund- und Extra-Funktionen zur Nachbearbeitung von Filmmaterial zur Verfügung, wie zum Beispiel:

  • Automatische Audio- und Videosynchronisation
  • Multikamera-Bearbeitung
  • Zahlreiche Audio- und Videoeffekte sowie Überblendungsvarianten
  • Primäre und sekundäre Farbkorrektur
  • Titel- und Menüerstellung für DVDs und Blu-rays
  • Einfügen von Untertiteln
  • Chroma Keying (Green Screen)
  • Verschachtelte Sequenzen (Filmobjekte)
  • Videostabilisierung

Praktische und zeitsparende Funktionen

Adobe Premiere Pro CC Maskenfunktion Screenshot
Mit Adobe Premiere Pro CC lassen sich Bilder bis zum kleinsten Detail optimieren.

Sehr praktisch ist die neue Maskenfunktion von Premiere Pro. Mit Hilfe des Polyglon-Werkzeuges wird ein Bereich in einem Frame ausgewählt. Nach der Auswahl und der Nachbearbeitung dieses Bereiches kann der Nutzer die Bewegung des ausgewählten Objektes weiterverfolgen. Aus dieser Verfolgung ergeben sich eine Reihe Keyframes, welche sich in Adobe After Effects noch spezieller editieren lassen. Diese Masken- und Verfolgungsfunktion steht für jeden visuellen Effekt von Premiere Pro zur Verfügung.

In der neusten Version enthält das Programm auch verbesserte Tools zur Farboptimierung. Mit der Funktion "Lumetri-Farbe" kann der User einzelne Bilder isolieren und gewisse Parameter - wie zum Beispiel die Farbsättigung und die Farbtemperatur - an seine Wünsche anpassen. Zeitsparend ist auch die Masterclip-Funktion, bei der alle Einstellungen und Änderungen automatisch auf alle Bereiche der jeweiligen Sequenz übertragen werden.

Sicherung in der Cloud

Premiere Pro speichert automatisch alle Einstellungen und Daten der Filmprojekte in der Adobe Creative Cloud, in welcher dem Nutzer 20 Gigabyte an kostenlosem Speicher zur Verfügung stehen. 

Dies ist eine Zusatzfunktion, die das Bearbeiten eines Projekts in einem Team oder einer Einzelperson an unterschiedlichen Orten und Geräten ermöglicht. Selbstverständlich werden Dateien auch weiterhin lokal gespeichert.

Wichtige Updates in der Version 2015

Mit dem Dienst Adobe Stock stehen dem Nutzer 50 Millionen lizenzfreie Grafiken, Fotos und Videos zur Verfügung. Diese Bilder sind gebührenfrei nutzbar und können zudem bequem über die Software gesucht und verwaltet werden. Wird die Grafik in den Creative Cloud Libraries gespeichert, dann steht sie auch in anderen CC-Anwendungen und auch in Adobe-Apps zur Verfügung.

Generell werden die Adobe-Apps und die Desktop-Anwendungen immer besser aufeinander abgestimmt. Die kostenlose App Premiere Clip, die für iOS- und Android-Geräte verfügbar ist, ermöglicht es dem Nutzer etwa auch unterwegs auf dem Smartphone hochwertige Videos zu erstellen.

Zur Optimierung von Farbe und Licht wurden Tools integriert, die auf SpeedGrade CC und Lightroom CC basieren. Weitere Funktionen wurden neu oder intuitiver gestaltet, wie etwa verschiedene Schnittmöglichkeiten, ein Untertitel-Tool, oder eine automatische Erkennung von leeren Frames ohne Bild oder Ton. Farbkorrekturen sind mithilfe des Lumetri-Farbe Panels kinderleicht mit Schiebereglern durchzuführen.

Mit der Funktion Morph-Schnitt lassen sich beim Bearbeiten von Interviews irritierende Positionsänderungen von Personen nachträglich korrigieren, sodass nahtlose Übergänge entsehen. Mehr Rücksicht wird nun auf Benutzer von Hybridgeräten genommen, für welche die Unterstützung von Touch-Displays verbessert wurde.

5.00 von 5,00 Punkten

Bedienung: 
Bedienung
Die Benutzeroberfläche von Adobe Premiere Pro CC ist übersichtlich und flexibel.

Im Bereich Usability überzeugt Adobe souverän mit einer intuitiven Bedienung und einer übersichtlichen, flexiblen Benutzeroberfläche. Dank Quell- und Schnittmonitor hat der Nutzer Originalszenen und den bearbeiteten Rohschnitt immer im Blick. Wer bereits mit Adobe-Software gearbeitet hat, dürfte schnell mit der Bedienung des Programms vertraut sein: Ähnlich wie bei Photoshop kann der Nutzer Effekte und Filter per Drag-and-Drop in die gewünschte Szene ziehen. Farben lassen sich präzise durch den Farbkreis bestimmen.

Ansonsten findet er auch bei Premiere Pro die Adobe-typischen Schieberegler und die Doppelklick-Bedienung.

Präzises Szenenschneiden durch JKL-Trimmen

Adobe setzt zudem auf zeitsparende Bedienelemente. Premiere Pro nutzt unter anderem Shortcuts für die Steuerung. Mit den Keyboard-Tasten J, K und L ist es dem User möglich sich auf der Zeitachse entlang durch die Sequenz zu bewegen, den Clip zu sehen und gleichzeitig an den richtigen Stellen die Schnittpunkte zu platzieren.

Bessere Bedienung durch Touch- und Fingergesten

In die neueste Version hat Adobe eine einfache Steuerung per Fingergeste implementiert. So erfolgt das Scrubbing eines Clips einfach per Touch-Steuerung. Ebenso einfach wird ein Clip im Schnittfenster eingefügt. Indem der Nutzer zwei Finger auseinanderzieht, kann er nun in Premiere Pro CC das Schnittfenster beziehungsweise das Video vergrößern oder verkleinern.

Die Bedienung auf Geräten wie Windows Surface, Windows-Tablets und dem Trackpad von Apple wird damit noch leichter. 

4.85 von 5,00 Punkten

Performance: 

Ein großes Plus von Premiere Pro CC ist seine Kompatibilität. Das Programm funktioniert mit Windows ebenso wie mit dem Betriebssystem von Apple. Dank der 64-Bit-Unterstützung wird der Arbeitsspeicher besser ausgenutzt, und die Videobearbeitungssoftware arbeitet ruckelfrei und ohne Abstürze.

Grafikkartenbeschleunigung

Auch eine bessere Nutzung der Grafikkarte macht das Arbeiten mit Premiere Pro CC flüssiger. Die Mercury Playback Engine sorgt bei modernen Grafikkarten für schnellen Workflow. Darüber hinaus wurden nun auch Grafikkarten-Optionen wie CUDA und OpenCL besser integriert.

Mit dieser zusätzlichen Rechenleistung durch den Grafikprozessor sind aufwendige Videoschnitte oder Farbkorrekturen komfortabler zu bearbeiten. Aus diesem Grund kann der Anwender Effekte und Korrekturen setzen, noch während der Clip gespielt wird. Die veränderten Einstellungen sind in Echtzeit im Videoclip zu sehen. In der folgenden Tabelle listet die Redaktion die Systemanforderungen für Premiere Pro CC auf. Nähere Informationen zu den Grafikkarten für GPU-Beschleunigung findet man auf der Produktwebseite.

Die Systemanforderungen für Premiere Pro CC
Systemanforderungen
  Windows Mac
Betriebssystem Windows 7 (SP1)​
Windows 8,10 (jeweils 64-Bit)
Ab OS X 10.9
Prozessor Intel Core2 oder ADM Phenom II mit 64-Bit-Support Intel Mehrkernprozessor mit 64-Bit-Support
Arbeitsspeicher 4 Gigabyte RAM 
Empfohlener Arbeitsspeicher 8 Gigabyte RAM
Freier Festplattenspeicher 4 Gigabyte
Zusätzlicher freier Festplattenspeicher 10 Gigabyte
Monitor Bildauflösung von 1280 x 800
Grafik Empfohlen ist eine Adobe-zertifizierte GPU-Karte für die Grafikkatenbeschleunigung
Sound Soundkarte, die kompatibel mit ASIO-Protokoll oder Windows-Treiber ist
Internetverbindung Erforderlich für Softwareaktivierung, Validierung der Abos und für die Nutzung der Onlinedienste

Unterstützte Formate

Premiere Pro CC ist mit enorm vielen Formaten und Kameras kompatibel. Das Sony-Format XAVC wird ebenso unterstützt wie das Panasonic AVC-Intra 200. Selbstverständlich ist auch die Bearbeitung von neuen, bandlosen Formaten möglich.

Dazu zählen die bekannten SD- und HD-Formate wie HDV, DV und HD. Schließlich ist auch Austausch von Daten mit Final Cut Pro und Avid möglich.

Die Creative Cloud ermöglicht zudem eine effiziente Integration mit anderen Adobe-Programmen wie Photoshop, Story oder After Effects.

4.85 von 5,00 Punkten

Hilfe & Support: 
Adobe Support Screenshot
Der Support-Dienst von Adobe überzeugt.

Die Online-Hilfe für Premiere Pro ist exzellent: Der Nutzer findet zahlreiche Videotutorials, Erste-Schritte-Anleitungen und ein umfassendes Online-Handbuch.

Ergänzt wird dieses Lernangebot noch durch FAQ und eine Community mit vielen Foren, unter denen sich auch deutschsprachige Diskussionsthemen befinden. Wem dies nicht weiterhilft, der kann den Support von Adobe direkt kontaktieren. Hier sind jedoch eine Adobe-ID und ein Login erforderlich. Für Abonnenten der Creative Cloud steht ein Premium-Support zur Verfügung, wahlweise per Telefon, Chat oder eben im Forum. Support per E-Mail stellt Adobe leider nicht zur Verfügung.

4.50 von 5,00 Punkten

Zusammenfassung: 

Adobe Premiere Pro CC gehört zu den besten Videobearbeitungsprogrammen, die es auf dem Markt gibt. Es überzeugt mit seiner breiten, flexiblen Ausstattung ebenso wie mit seinem Bedienungskomfort und einer flüssigen Performance. Damit stellt das Programm Profis und semi-professionelle Anwender zufrieden. Im Hobby-Bereich, etwa zum Editieren von Urlaubsvideos ist der Funktions- und Detailumfang jedoch zu kostspielig.

Wer als Anfänger noch etwas Respekt vor dem Funktionsumfang hat, der kann zu Beginn auch zu den Premiere Elements greifen, der „kleinen Schwester“ von Premiere Pro.

Das Miet-Modell der Creative Cloud (CC)

Etwas gewöhnungsbedürftig ist jedoch das Abo-Modell von Adobe. Mit den neuen Creative Cloud-Versionen seiner Programme setzt Adobe auf eine neue Vermarktungsstrategie. Der Kunde kauft die Software nicht mehr, sondern mietet sie für einen bestimmten Zeitraum. Dazu bietet Adobe mehrere Tarife mit unterschiedlichen Kündigungsbedingungen, Laufzeiten und Funktionsumfängen an.

So kann der User Premiere Pro CC als Einzelprodukt nutzen oder im Paket mit anderer Adobe Software wie Photoshop, Illustrator, InDesign, DreamWeaver und After Effects. Mehr Informationen sind auf der Produktwebseite zu finden. 

Die Mietvariante von Premiere Pro installiert der Nutzer wie gewohnt auf dem Desktop. Sie ist auch offline verfügbar. Eine Internetverbindung ist für die Aktivierung der Software, zur Überprüfung der Lizenz und zur Nutzung der Online-Dienste erforderlich. Sollte der Nutzer nach Abschluss eines Abos feststellen, dass die Software doch nicht das Richtige für ihn ist, kann er von dem 14-tägigen Rückgaberecht gebrauch machen, das Adobe seinen Kunden einräumt. Eine cloud-unabhängige Vollversion zum Kauf und ohne Abonnement gibt es jedoch nicht mehr. Hier können Anwender nur auf die ältere Version Premiere Pro CS 6 zurückgreifen.

Hinweis: Der oben angegebene Preis bezieht sich auf die monatlichen Mietkosten für die Anwendung bei Abschluss eines Jahresabonnements von Premiere Pro CC als Einzelprodukt.