ActionDirector

Jenny Gebel
Pro
  • Anfängerfreundlich
  • Einfache Erstellung von Action-Effekten
  • Audio-Entrauschung
  • Ultra-HD-4K-Support
  • Produktion von Videos mit hoher Bildrate
  • Objektivkorrektur für Action-Cams
  • 360-Grad-Videobearbeitung
Kontra
  • Keine Timeline-Ansicht
  • Geringer Funktionsumfang
  • Keine Version für Linux oder Mac OS
Fazit ActionDirector ist eine Einsteiger-Videobearbeitungssoftware, die sich besonders an Actionfilmer richtet. Der Funktionsumfang konzentriert sich auf die Bearbeitung und Korrektur von Action-Cam-Aufnahmen. Aufgrund der leichten Bedienung und der geringen Hardware-Ansprüche ist die Software eine Empfehlung für den Einsatz unterwegs auf dem Notebook.
ActionDirector Zum Anbieter

ActionDirector Test

Funktionen

2,85 Pkt

Mit ActionDirector spricht CyberLink insbesondere die Anwender von Action-Cams an. Der Funktionsumfang ist entsprechend auf diese Zielgruppe zugeschnitten.

Was bietet ActionDirector?

Zur Ausstattung gehören selbstverständlich Action-Effekte wie Zeitraffer, Zeitlupe, Stop-Motion, Wiederholung, Schwenk und Zoom. Mit diesen optischen Mitteln betont der User die Geschwindigkeit und den „Kick“ der Sportsequenz. Weiterhin kann der User Standbilder aus dem Filmmaterial erstellen und sofort in das Video einfügen.

Die Korrekturfunktionen unterstützen die schnelle Nachbearbeitung von Action-Cam-Aufnahmen. Aufgrund des Weitwinkelobjektives kommt es bei diesen Kameras schnell zu Verzerrungen. Die Linsenkorrektur von ActionDirector gleicht diesen Effekt wieder aus. Durch die Auswahl an Kameraherstellern und Objektivmodellen ist es für den User und insbesondere für den Einsteiger leicht, die richtige Einstellung zu finden.

Selbstverständlich gehört auch ein Videostabilisator zur Ausstattung. In unserem Test lieferte dieser auch überzeugende Ergebnisse ab.

ActionDirector im Test
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Mit wenigen Klicks baut der User einen Zeitlupen-Effekt in das Sportvideo ein.

Farbanpassungen eines Clips nimmt der Benutzer mit einem Klick vor. Standardmäßig bietet das Programm dafür 23 Farbvoreinstellungen. Der User wählt eine Vorlage aus und sieht im Vorschaumonitor sofort die Farbänderung. Weitere Vorlagen findet der User zum Download in der DirectorZone von CyberLink. Erweiterte Bildkorrekturen wie Belichtung, Kontrast, Helligkeit, Sättigung und Farbton sind ebenfalls möglich.

Die Farbvoreinstellungen vereinfachen die Farbanpassungen bei der Nachbearbeitung.
ActionDirector Ton verbessern
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Der Ton lässt sich in ActionDirector 3 einfach per Schieberegler verbessern.

Nicht zuletzt wartet ActionDirector mit einer verbesserten Tonkorrektur auf, mit deren Hilfe der Benutzer störende Hintergrundgeräusche entfernt, den Pegel von Hintergrundmusik und Videoton schnell aufeinander abstimmt.

Bereit für moderne Videoaufnahmetechniken

Genau wie der aktuelle PowerDirector 16 enthält auch die neue Version von ActionDirector eine moderne 360-Grad-Videobearbeitung. Damit ist es auch möglich, 360-Grad-Videomaterial in einen 2D-Film umzuwandeln. Mithilfe des Blickrichtungsdesigners wählt der Anwender die gewünschte Perspektive für den Clip aus. Eine Spielerei ist der Modus „Kugelpanorama“, bei dem eine 360-Grad-Bildansicht als kleiner Planet dargestellt wird.

ActionDirector enthält in der Standardinstallation 87 Effekte und Filter, 23 Titelvorlagen und 97 Übergänge. Im Vergleich zu anderen Videobearbeitungsprogrammen ist diese Auswahl relativ klein. Ambitionierte und fortgeschrittene Actionfilmer werden da schnell die Grenzen der Bearbeitungsmöglichkeiten erreichen. Für Einsteiger ist der Umfang dagegen empfehlenswert.

ActionDirector Blickrichtungs-Designer im Test
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Mit dem Blickrichtungs-Designer gestaltet der User aus einem 360-Grad-Video eine 2D-Ansicht.

Bedienung

4,70 Pkt

Einsteigerfreundlich ist der ActionDirector ab der Installation. Nach dem Download und dem Setup-Start gibt der User den Aktivierungscode ein und das Programm ist bereit. Fehlermeldungen oder andere Probleme traten beim Testen nicht auf.

Der Schnittplatz besteht aus den klassischen Elementen:

  • Medienbibliothek mit Effektauswahl
  • Vorschaumonitor
  • Toolbar
  • Storyboard

Schnitt- und Korrekturwerkzeuge ruft der User über die Toolbar auf. Der Vorschaumonitor lässt sich in der Größe anpassen und bei Bedarf auf einen zweiten Bildschirm verschieben.

ActionDirector Benutzeroberfläche im Test
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ActionDirector 3 versammelt alle wichtigen Funktionen übersichtlich auf einer Benutzeroberfläche.

ActionDirector im Usability-Test

ActionDirector versammelt alle Funktionen zur Videonachbearbeitung auf einer Benutzeroberfläche. Unterschiedliche Arbeitsräume oder verschachtelte Menüs gibt es nicht.

Durch einfache Drag-and-Drop-Bedienung arrangiert der User die gewünschten Clips im Storyboard. Eine Timeline-Ansicht ist nicht vorhanden. Daher muss der User darauf verzichten, das Videomaterial auf mehreren Video- oder Audiospuren anzuordnen.

Auf der Produktwebseite verspricht CyberLink, dass auch Beginner gut mit dem Programm arbeiten können. Unser Test bestätigt die Anfängerfreundlichkeit von ActionDirector. Ein neuer User findet die Funktionen schnell und lernt die Bedienung intuitiv. Arbeitsschritte wie Bildoptimierung und Titelerstellung erledigt der User in drei bis fünf Klicks. Auch Zeitlupe oder Zeitraffer lassen sich mit den Werkzeugen schnell erstellen und in den Film einbauen. In anderen Videoschnittprogrammen erfordern diese Arbeitsschritte deutlich mehr Aufwand.

ActionDirector Grundfunktionen zur Bildoptimierung
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Grundfunktionen zur Bildoptimierung bringt das Programm ebenfalls mit.

Der Workflow wird außerdem durch die breite Kompatibilität mit Aufnahmeformaten verbessert. ActionDirector arbeitet direkt mit dem Videomaterial, wie es von der Kamera kommt. Dateiumwandlungen in ein anderes Format sind nicht erforderlich.

Für die Express-Videoproduktion erwies sich der Themen-Designer mit seinen Schnittvorlagen als äußerst praktisch. Der User wählt Vorlagen für Intro, Mitte und Ende des Videos aus und bestückt diese per Drag-and-Drop mit Videos und Bildern. Optional greift die Anwendung selbst auf den Bestand der Medienbibliothek zurück und stellt eine ansprechende Präsentation zusammen.

Dateimanagement mit ActionDirector

Das Dateimanagement von ActionDirector umfasst im Vergleich zu anderen Videobearbeitungsprogrammen nur Grundfunktionen. In der Medienbibliothek sind Videodateien, 360-Grad-Medien sowie im Projekt verwendete Dateien markiert. Darüber hinaus kann der Anwender die Dateien drehen, den Titel ändern und sich die Eigenschaften anzeigen lassen. Eine Gesichtserkennung ist jedoch nicht vorhanden. Auch einen Ordner kann der User in der Medienbibliothek nicht anlegen. Der Import von ganzen Ordnern ist dagegen problemlos möglich.

Performance

4,30 Pkt

ActionDirector ist eine Software für das Windows-Betriebssystem. Das Programm funktioniert mit Windows 10, ist aber bis hin zu Windows 7 abwärtskompatibel.

Laut Herstellerangaben genügt der Anwendung ein Arbeitsspeicher von mindestens zwei Gigabyte. Damit stellt das Programm keine hohen Ansprüche an die Hardware.

Bei der Einschätzung der Performance einer Multimedia-Software spielt auch die Computerausstattung eine Rolle. Wir haben ActionDirector auf folgender Konfiguration getestet:

  • Windows 10 Pro
  • 8 Gigabyte RAM
  • Intel-HD-530-Grafikeinheit
  • SSD-Festplatte (265 Gigabyte)

Nähere Details zu den Komponenten des Testrechners sind im Text auf der Vergleichsseite aufgeführt.

ActionDirector im Performance-Test

Ein paar Schwächen zeigte ActionDirector in unserem Test. So fror das Programm bei der Arbeit mit dem Themen-Designer einige Male ein. Auch der fertige Film war zu Beginn leider fehlerhaft. Diese Fehler ließen sich jedoch auf die Grafikleistung des PCs zurückführen. Ein neuer Versuch der Datenumrechnung in eine geringere Auflösung war erfolgreich. Der Arbeitsspeicher war dabei im Durchschnitt um 50 Prozent ausgelastet.

Für mobile Geräte ist die Android-App ActionDirector bei Google Play erhältlich. Die App selbst ist kostenfrei, bietet aber In-App-Käufe an. Eine Programmversion für andere Betriebssysteme ist nicht verfügbar.

Hilfe & Support

4,60 Pkt

Actionfilmer, die aus ihrem Videomaterial noch mehr herausholen möchten, finden im Lernportal von CyberLink und auf YouTube mehrere Videotutorials zu ActionDirector. Diese beschäftigen sich vor allem mit der Gestaltung von Sportvideos und der Bearbeitung von 360-Grad-Videomaterial.

Online-Hilfen von CyberLink

Ergänzend dazu stellt der Hersteller im Support-Bereich ein Benutzerhandbuch zum Download und eine Wissensdatenbank (FAQ) bereit. CyberLink betreibt außerdem ein deutschsprachiges Forum, in dem sich User zu sämtlichen Programmen des Herstellers austauschen können. Support-Mitarbeiter sind dort nicht aktiv. Zu ActionDirector ist zwar (noch) kein Bereich vorhanden, trotzdem kann sich ein Besuch lohnen, um von erfahrenen Anwendern nützliche Tipps zur Videobearbeitung allgemein zu erhalten.

Hilfe bei technischen Problemen

ActionDirector Support
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CyberLink betreibt einen YouTube-Kanal mit zahlreichen Tutorials und Webinaren zum Thema Videobearbeitung.

Bei Fragen zum Kauf, zur Installation oder bei technischen Problemen helfen die Support-Mitarbeiter auch am Telefon weiter. Eine Hotline zum Ortstarif ist werktags von 10 bis 20 Uhr geschaltet. Registrierte Kunden haben außerdem im Mitgliederbereich die Möglichkeit, Support-Tickets zu erstellen. Nur ein Live-Chat ist leider nicht vorhanden.

Insgesamt ist der Service von CyberLink sehr nutzerfreundlich. Die Kunden finden zahlreiche Hilfen und Anregungen, um ihre Fähigkeiten im digitalen Videoschnitt zu verbessern.

Zusammenfassung

4,11 Pkt

ActionDirector richtet sich vor allem an Einsteiger und User, die aus den Aufnahmen einer Action-Cam schnell ein temporeiches Video produzieren wollen. Auch die 360-Grad-Videobearbeitung ist mit dem Programm möglich.

Einfache Bedienelemente und Vorlagen, die der User mit Videoclips und Fotos bestücken kann, führen schnell zum ersten Erfolg im Videoschnitt. Wer jedoch von den Vorlagen weg und hin zu einem eigenen Videostil möchte, muss etwas Zeit investieren. Denn auch bei dem einfach gehaltenen ActionDirector sind Fingerspitzengefühl und Geduld gefragt, wenn Farbgestaltung, Effekte, Schnittfrequenz und Audio perfekt aufeinander abgestimmt sein sollen. Eine Reihe von Lernvideos im Support-Bereich des Herstellers unterstützt den Benutzer bei diesem Vorhaben.

Ambitionierte User werden schnell an die Grenzen des Programms stoßen. Sie finden im PowerDirector von CyberLink mehr Entfaltungs- und Gestaltungsmöglichkeiten für das neue Hobby und Gestaltungsmöglichkeiten für die Videos.