CyberLink PowerDirector

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BEWERTUNG
9,20 / 10
AB
69,99 €
Jenny Gebel
Aktualisiert: 22/07/2019
Pro
  • Breiter Funktionsumfang
  • Einsteigerfreundliche Bedienung
  • 1-Klick-Farbkorrektur
  • H.265-/HEVC-Support
  • Video-Collagen-Assistent
  • 360-Grad-Bearbeitung
Kontra
  • Keine Version für MacOS X oder Linux
FAZIT

PowerDirector Ultra richtet sich an Nutzer, die besonders anwenderfreundliche Videobearbeitungssoftware suchen, mit der viele Einstellungen per einfachem Mausklick möglich sind, und dabei auf Profiwerkzeuge zur Videonachproduktion nicht verzichten möchten.

CyberLink PowerDirector logo
Gesamt
Funktionen
Bedienung
Performance
Hilfe & Support

CyberLink PowerDirector Test

Funktionen9,1

PowerDirector von CyberLink gehört zweifellos zu den besten Videobearbeitungsprogrammen auf dem Markt, wie die positiven Testbewertungen von Fachmagazinen wie Videoaktiv oder PC go beweisen. Im Herbst 2019 erschien das Programm bereits in der 18. Version.

Nutzer haben die Wahl aus drei Programmausgaben: Ultra, Ultimate und PowerDirector 365. Mit letzterer Option steht den Anwendern neben der Software mit fester Lizenz nun zum ersten Mal auch ein Abo-Modell zur Verfügung. Damit richtet sich CyberLink vor allem an fortgeschrittene Videoersteller, die sofort mit den neuesten und innovativsten Werkzeugen und Plugins arbeiten möchten. Diese Tools und Updates stehen in PowerDirector 365 unmittelbar bereit.

Neuerungen in PowerDirector 18

CyberLink veröffentlicht jeden Monat kleine Updates für PowerDirector. Mal sind das neue Vorlagenpakete oder Soundeffekte, mal kommt eine Funktion dazu oder wird verbessert. Jedes Jahr im September stellt CyberLink darüber hinaus ein großes Update mit Versionssprung vor, das ein ganzes Bündel von Neuerungen umfasst. Zu den interessantesten im Herbst 2019 gehören:

  • 4K Video Editing Preview: Schon während des Bearbeitens zeigt PowerDirector 18 die Videos in 4D-Qualität. Damit bekommt der Benutzer einen unmittelbaren Eindruck davon, wie das Endergebnis aussehen wird.
  • Audio Scrubbing: Der Anwender kann den Abspielknopf über sein Videoprojekt ziehen und hört dabei eine Tonvorschau – das macht das Finden der richtigen Stelle deutlich einfacher.
  • 1:1-Seitenverhältnis für Videos: 16:9 macht sich zwar gut auf der Kinoleinwand oder dem heimischen Flachbildfernseher, der typische Privatnutzer will aber gar nicht der nächste Stanley Kubrick sein. Er präsentiert seine Videos eher auf Social-Media-Kanälen, und dort erfreut sich ein ganz anders Seitenverhältnis großer Beliebtheit, nämlich 1:1, also quadratisch wie ein Polaroid-Foto. PowerDirector 18 unterstützt auch dieses Bildformat.
  • Form-Designer: Auch diese neue Funktion zielt auf Inhalte für die sozialen Medien ab. Sie ermöglicht es nämlich, Videos mit vollkonfigurierten Vektorgrafiken anzureichern, beispielsweise mit Texteinblendungen, Steuerelementen oder Hinweispfeilen.

Das sind jedoch nur die Highlights – PowerDirector 18 wartet noch mit einer Vielzahl weiterer Neuerungen und Verbesserungen auf. Unter anderem wurde die Leistung durch effizientere Nutzung von CPU (Hauptprozessor) und GPU (Grafikprozessor) gesteigert, die Funktion des Mal-Designers verbessert und die Handhabung von Medienbibliothek und Zeitachse umgestaltet.

Was kann CyberLink PowerDirector?

Bei PowerDirector Ultra handelt es sich um die einfachste Version der Programm-Reihe. Sie bietet dem Nutzer dennoch eine umfangreiche Funktionspalette mit einigen Extras.

Neu in der PowerDirector-Toolbox sind die verschachtelte Videobearbeitung und eine Pre-Cut-Option. Beide Bearbeitungsfunktionen vereinfachen den Videoschnitt. So kann der User nicht nur ein bereits erstelltes Videoprojekt in die Timeline eines neuen Videos einfügen. Er kann es an dieser Stelle auch ändern. Auf diese Weise kann der Nutzer beispielsweise eine Intro-Sequenz erstellen und diesen Teil in mehreren Videoprojekten verwenden.

Mit dem Videovorschnitt lässt sich eine längere Sequenz in Szenen zerlegen, optional auch automatisch, und in der Bibliothek abspeichern. Für die Arbeit im Videoprojekt stehen dem Nutzer dann die gesamte Sequenz sowie die einzelnen Szenen zur Auswahl.

Weitere Neuerungen sind der integrierte Audio-Editor und die Bildschirmaufnahme mit Webcam als Bild-in-Bild-Element.

Funktionen für einfaches Arbeiten und optimale Ergebnisse

Selbstverständlich beherrscht das Programm die Grundfunktionen wie Schnitt, Nachvertonung, Bildoptimierung und Titelerstellung. Auf bis zu 100 Video- und Audiospuren kann der User die Videos, Bilder, Texte, Musik und Effekte arrangieren.

Weiterhin dürfen sich Benutzer über die vielfältige Auswahl an Effekten, Übergängen und Titeln freuen. Insgesamt umfasst die „Effekte-Bibliothek“ mehr als 200 Elemente, unter anderem von namhaften Drittanbietern wie proDAD, NewBlue und BorisFX (nur PowerDirector Ultimate und PowerDirector365). Die Funktion Audio-Ducking mischt automatisch die Hintergrundmusik und Sprachaufnahmen (Dialoge, Redebeiträge im Video) optimal ab.

Die Videobearbeitung von vertikalen Formaten (9:16) unterstützt PowerDirector bereits seit einigen Jahren. Die Software kann das vertikale Format importieren, bearbeiten und vor allem auch wieder exportieren. Für User, die gern Smartphone-Videos auf YouTube oder Facebook hochladen, ist dies perfekt. HD- und moderne, hochauflösende 4K-Formate stellen für das CyberLink-Programm ebenfalls kein Problem dar.

Erweiterungen: AI-Plugins & Cloudspeicher

Ein Extra der besonderen Art sind die AI-Style-Plugins, mit deren Hilfe User ein Video in ein bewegtes Kunstgemälde verwandeln können. Die Inspiration zu dieser Anwendung lieferte der Film Loving Vincent, der komplett aus Gemälden im Stil Vincent van Goghs zusammengestellt wurde.

Das AI-Plugin analysiert das Videomaterial und gestaltet die einzelnen Bilder unter Berücksichtigung von Farbtonauswahl und Pinselstrichen, die für den jeweiligen Künstler charakteristisch sind. Das Ergebnis ist ein Videoclip, der wie handgemalt aussieht.

Die AI-Style-Engine benötigt mindestens PowerDirector 16 oder eine neuere Programmversion.

Aktuell sind vier Pakete des Plugins erhältlich. Eins dreht sich um die Werke von Vincent van Gogh, das zweite konzentriert sich auf traditionelle chinesische Malerei und schließlich gibt es zwei Ausgaben zu impressionistischen Künstlern.

Bedienung9,8

Die Installation des Programms verlief im Test zügig und ohne Fehlermeldungen. Eine Registrierung wird angeboten, kann jedoch übersprungen werden. Zwingend notwendig ist jedoch die einmalige Aktivierung der Software beim ersten Start.

Insgesamt sollten auch Nutzer, die wenig Erfahrung mit Computern haben, sicher durch den Installationsprozess kommen.

Zum Start wählt der User einen der folgenden Arbeitsmodi:

  • Zeitachsen-Modus
  • Storyboard-Modus
  • Diashow-Gestalter
  • Automatischer Modus
  • 360-Grad-Editor

Hinter dem Automatischen Modus verbirgt sich ein Videoschnittassistent. Der User stellt hier die gewünschten Mediendateien zusammen und wählt einen Stil sowie Hintergrundmusik aus. Das Programm analysiert den Content der ausgewählten Mediendateien und montiert die besten Sequenzen und Bilder zu einem Videoclip. Das Feintuning oder weitere Nacharbeiten nimmt der Nutzer in den anderen Editoren vor.

Im Test stand der Zeitachsen-Modus im Vordergrund, denn hier zeigt sich am besten, was die Software kann und welche Einstellungen der User festlegt.

Wie bedienerfreundlich ist PowerDirector?

Der Videoschnittplatz des CyberLink-Programmes hat sich im Vergleich zur vorangegangenen Version nicht verändert. Die typischen Elemente wie Vorschaumonitor, Mediapool und Timeline lassen sich beliebig anordnen oder vergrößern. Über ein Icon-Menü auf der linken Seite ruft der User die Medienbibliothek und verschiedenen Bearbeitungsbereiche auf, beispielsweise Effekte, Bild-in-Bild-Objekte, Titel-Vorlagen, Übergänge, den Audiomixer, die Sprachaufnahme sowie Editoren für Kapitel und Untertitel.

Praktisch sind außerdem die grafischen Vorschauansichten der Effektvorlagen. Dadurch muss sich der Anwender nicht durch eine Liste von Effektnamen durcharbeiten. Klickt er auf eine Grafik in der Bibliothek, dann erhält er auf dem Vorschaumonitor eine große Detailansicht an einem Bildbeispiel. Den gewünschten Übergang oder Videoeffekt zieht der User anschließend einfach per Drag-and-Drop aus der Bibliothek in die Timeline.

Beim Videostabilisator kann der User auch einen geteilten Vorschau-Screen anwählen. Auf diese Weise sieht er Originalaufnahme und die Stabilisierung im Vergleich. Die Option zur nachträglichen Justierung der Videokorrektur erscheint jeweils neben dem Vorschaumonitor.

Den Überblick behalten – Das Dateimanagement

Das Programm markiert Clips, die bereits im Videoprojekt verwendet werden, in der Medienbibliothek mit grünen Häkchen. Dadurch behält der User den Überblick über das Material. Auch das Einfügen weiterer Clips in eine bereits bestehende Reihe ist sehr nutzerfreundlich gestaltet. Ein Steuermenü stellt folgende Optionen zur Auswahl:

  • Überschreiben
  • Einfügen
  • Einsetzen und alle Clips verschieben
  • Überblenden.

Funktionen wie das Color-Matching, der Video-Collagen-Editor und die Express-Video-Erstellung vereinfachen zeitaufwendige Bearbeitungsprozesse.

Insgesamt kommen Einsteiger relativ schnell und intuitiv mit dem Videobearbeitungsprogramm von CyberLink zurecht. Es braucht meist nicht mehr als ein oder zwei Klicks, um eine Funktion aufzurufen. Der Funktionsumfang und auch die detaillierten manuellen Einstellmöglichkeiten werden aber auch fortgeschrittene Anwender zufriedenstellen.

Performance8,6

PowerDirector nutzt die Rendering-Engine TrueVelocity 8 mit ihrer schnellen Rechenleistung. Auch die Grafikkarten-Beschleunigung und der 64-Bit-Support tragen zu der exzellenten Performance des Programms bei.

Ob ein Multimedia-Programm flüssig läuft, hängt auch von der Hardware ab. Das Videobearbeitungsprogramm von CyberLink ist für Windows-Systeme entwickelt. Es funktioniert ab Microsoft Windows 7 sowie auf den neueren Versionen bis Windows 10. Für eine optimale Performance empfiehlt CyberLink jeweils ein 64-Bit-System.

Eine Programmversion für MacOS oder Linux gehört leider nicht zum Portfolio von CyberLink.

Weitere Voraussetzungen für die Bearbeitung von Ultra-High-Definition-Videos, 3D-Projekten und 360-Grad-Videos finden sich in der Tabelle im Datenblatt.

Ergänzend zu dem PC-Programm für Windows bietet CyberLink die PowerDirector-App für Windows Mobile (ab Windows 8.1) und Android (ab Android 4.3) an.

Der Testrechner

Wir haben CyberLink PowerDirector auf einem PC mit Windows 10 Pro installiert. Die Konfiguration umfasste außerdem folgende Komponenten:

HardwareVersion
Prozessort (CPU) Intel Core i5-6500T 2,5GHz (Quad-Core)
Arbeitsspeicher (RAM) 8 Gigabyte
Grafikkarte Intel HD 530 Grafik
Festplatte 256 GB (SSD)
Die Konfiguration des Testcomputers.

Im Praxistest lief PowerDirector stabil und ruckelfrei. Unser effektreicher Test-Clip hat eine Gesamtlänge von 117 Sekunden. Das Programm rechnete ihn innerhalb von 2:14 Minuten in ein MP4-Format um. Die CPU wurde dabei zu rund 90 Prozent beansprucht. Der Arbeitsspeicher war mit etwa 1.200 Megabyte relativ gering ausgelastet. Die GPU war zu 8 Prozent am Dateiexport beteiligt. Damit erweist sich PowerDirector Ultra als recht flottes Programm.

Formatkompatibilität

PowerDirector unterstützt alle neuen, hochauflösenden Videoformate wie AVCHD, XAVC-S, HEVC (H.265), HDR10 und WebM (VP9).

Praktisch und für Einsteiger hilfreich ist das neue Best-Match-Profile. Dieses Feature schlägt bei der Produktion des Videos automatisch Videodateiformate vor, die optimal zum Quellmaterial passen.

Hilfe & Support9,2

Eine wesentliche Neuerung sind die Point-of-Use-Tutorials. Aus dem Programm heraus ruft der User das Tutorial-Video auf, das zu der Funktion passt.

Ansonsten bleibt CyberLink auch beim Support seiner nutzerfreundlichen Linie treu: der unternehmenseigene YouTube-Kanal ist mit einer Vielzahl an Video-Tutorials zu sämtlichen CyberLink-Programmen bestückt. Der User kann sich in freien Webinaren, Tutorials und „How-to“-Videos über Funktionen und Gestaltungstechniken weiterbilden.

Zur Selbsthilfe empfiehlt sich außerdem der Blick in den Support-Bereich auf der Hersteller-Webseite. Nutzer können dort eine Reihe von FAQs und die Benutzerhandbücher zu den Programmen durchforsten. Zum Austausch mit anderen PowerDirector-Nutzern ist die aktive CyberLink-Community der richtige Anlaufpunkt.

Wer auf der Suche nach neuen Templates oder Express-Vorlagen ist, wird in der CyberLink DirectorZone fündig.

Hapert es dann doch einmal bei der Installation oder bei der Benutzung des Programms, können Fragen über den Mitgliederbereich online gestellt werden. Zwischen 10 und 20 Uhr betreut werktags ein Team vom technischen Support auch die Anfragen an der Telefonhotline. Vor allem bei Installations- oder Hardwareproblemen helfen die Mitarbeiter gern weiter.

Zusammenfassung9,2

PowerDirector Ultra von CyberLink verbindet kreative Editing-Werkzeuge für Fortgeschrittene mit einfacher Bedienung. Zahlreiche Assistenten, automatische Einstellungen und Tutorials erleichtern die Einarbeitung.

Für ein Einsteiger-Programm ist die Auswahl an Effekten und Übergängen sehr umfangreich, so dass der Nutzer auch komplexe Video-Projekte erstellen kann. Fortgeschrittene Anwender sollten sich die höheren PowerDirector-Versionen näher ansehen, die mehr Effekt-Plug-ins und Editor-Komponenten enthalten.

Dass PowerDirector eine moderne Videoschnittsoftware ist, zeigen die Kompatibilität mit aktuellen Dateiformaten und die Option zur 360-Grad-Bearbeitung kombiniert mit einer leistungsstarken Videostabilisierung. Darüber hinaus überzeugt PowerDirector im Test mit einer Top-Performance auf dem PC.

CyberLink gibt den regulären Preis für PowerDirector Ultra mit 99,99 Euro an. Für diesen Preis erhält der Käufer ein zuverlässiges Videobearbeitungsprogramm mit sehr guter Ausstattung und leicht zu erlernender Bedienung, das sich für ambitionierte Hobby-Videocutter eignet.

Für Nutzer, die großen Wert auf die neuesten Tools und Updates legen, ist das neue Abo-Modell für PowerDirector eine Empfehlung. Die unterschiedlichen Laufzeiten bieten mehr Flexibilität. Außerdem haben Abo-Nutzer Zugriff auf Premium-Plugins.