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Cyberlink PowerDirector

Jenny Gebel
Pro
  • Stop-Motion-Funktion
  • 360-Grad-Bearbeitung
  • Unterstützung von vertikalen Formaten (Smartphone-Aufnahmen)
  • Übersichtliche Benutzeroberfläche
  • H.265/HEVC-Support
  • PowerDirector-App
  • Videoschnittassistent
Kontra
  • Keine Version für MacOS X oder Linux
  • Testversion mit eingeschränkter Funktionalität
Fazit PowerDirector richtet sich an Nutzer, die besonders anwenderfreundliche Einsteiger-Software suchen, aber auch Profiwerkzeuge zur Videonachproduktion verwenden möchten.
Cyberlink PowerDirector Zum Download

Cyberlink PowerDirector Test

Funktionen

4,55 Pkt

Die Software PowerDirector von CyberLink gehört zweifellos zu den besten Videobearbeitungsprogrammen auf dem Markt, wie die positiven Testbewertungen von Fachmagazinen wie Videoaktiv oder PC go beweisen.

In unserem Software-Check kam die Testversion des Videobearbeitungsprogramms PowerDirector Ultra 15 zum Einsatz. Um es vorwegzunehmen: Der Funktionsumfang ist bei dieser Version im Vergleich zur Vollversion deutlich eingeschränkt. Die auf der Produktseite angepriesene 4K-Unterstützung ist dort zum Beispiel nicht vorhanden. Da wir in unserem Test jedoch mehr Wert auf Bedienerfreundlichkeit legen, erfüllte auch die kostenfreie Programmversion ihren Zweck. Außerdem entspricht dies eher dem Weg, den auch "Otto Normalverbraucher" bei der Kaufentscheidung nimmt.

Unser Fokus beim Software-Test

In unserem Test untersuchen wir, wie schnell sich ein Einsteiger mit den grundlegenden Funktionen der Software zurechtfindet. Dazu spielen wir die wichtigsten Arbeitsschritte der Videobearbeitung durch: vom Dateiupload über den Schnitt und die Nachbearbeitung bis hin zum Export eines kurzen Testfilms. Auch das Lernangebot, welches der Anbieter zur Verfügung stellt, spielt für unsere Bewertung des Videobearbeitungsprogrammes eine Rolle.

Was kann PowerDirector 15 Ultra?

Auch wenn es sich bei PowerDirector Ultra um die Einsteiger-Version handelt, erhält der Nutzer damit eine umfangreiche Funktionspalette, die einige Extras enthält. Selbstverständlich beherrscht die Software die Basics wie Schnitt, Nachvertonung, Bildoptimierung und Titelerstellung. Auf bis zu 200 Video- und Audiospuren kann der Benutzer die Videos, Bilder, Texte, Musik und Effekte arrangieren. Weiterhin lässt die Software PowerDirector viel Raum für eigene Kreationen.

Powerdirector Screenshot Übergänge
Während der Bearbeitung werden die Effekte und Übergänge als animierte Vorschau angezeigt.

Mithilfe von Titel-, Masken- oder Übergangs-Designern gestaltet der User seine eigenen optischen Effekte mit ganz persönlichen Bildern. HD- und moderne, hochauflösende 4K-Formate stellen für die CyberLink-Software ebenfalls keine Herausforderungen dar.

Zu den weiteren Funktionen gehören unter anderem:

  • Chroma-Key- beziehungsweise Blue- oder Greenscreen-Unterstützung
  • Multicam-Bearbeitung für maximal vier Kameraeinstellungen
  • 360-Grad-Videobearbeitung
  • Stop-Motion-Aufnahmen
  • Bewegungsverfolgung
  • Schwenk- und Zoom-Effekte
  • Bildschirmaufnahme

Neu ist der Modus zur Bearbeitung von vertikalen Formaten (9:16). Mit PowerDirector kann der User diese Videoclips bearbeiten, ohne dass an den Rändern hässliche, dicke schwarze Balken entstehen. Verwackelte Aufnahmen gehören bei kleinen Handkameras, Smartphones und Action-Cams leider zu den unliebsamen Nebeneffekten. Mit PowerDirector Ultra 15 erhält der Benutzer eine verbesserte Bildstabilisierung, um unerwünschte Kamerabewegungen auszugleichen. Mehr als 200 Effekte, Übergänge und Titelvorlagen stehen dem User zur Verfügung. In unserem Test erwies sich diese Auswahl als recht nützlich für die Umsetzung von kreativen Videoprojekten.

Powerdirector Benutzeroberfläche
Mit PowerDirector lassen sich auch vertikale Aufnahmen, wie sie das Smartphone produziert, optimal und ohne schwarze Ränder bearbeiten.

Die Extras

CyberLink legt noch für ein Jahr 25 Gigabyte Speicherplatz in der CyberLink-Cloud mit ins Paket. Der Online-Speicher ist dann eine Hilfe, wenn der User auch die PowerDirector-App nutzen möchte. Diese ist für Android und Windows Mobile erhältlich und erlaubt die Videobearbeitung auf Smartphone oder Tablet. Alle Funktionen der Desktop-Version sind zwar nicht in der mobilen Anwendung zu finden, eine gut funktionierende Drag-and-Drop- und Touchscreen-Bedienung ermöglicht dennoch auch ohne PC die Videobearbeitung von Projekten.

Bedienung

4,90 Pkt

Die Installation des Programms verlief im Test zügig und ohne Fehlermeldungen oder Dialogfenster, die nach speziellen Konfigurationswerten fragen. Lediglich eine Registrierung ist erforderlich. Auch Nutzer, die wenig Erfahrung mit Computern haben, sollten sicher durch den Prozess kommen.

Wer die Testversion installiert hat, muss beim Start-Dialogfenster etwas aufpassen, worauf er klickt, denn dort befinden sich die verführerischen "Kauf-Buttons" in strategisch günstiger Position.

Die Software CyberLink PowerDirector 15 Ultra umfasst folgende Arbeitsmodi:

  • Editor für alle Funktionen
  • Einfacher Editor
  • 360-Grad-Editor
  • Express-Projekt
  • Themen-Designer
  • Diashow-Gestalter

360-Editor und Diashow-Gestalter sind selbsterklärend. Im Themen-Designer kann der User seine kreativen Ideen bei der Titelerstellung umsetzen.

Powerdirector Startfenster
Das Startfenster zeigt die verschiedenen Anwendungsoptionen für die Videobearbeitung von PowerDirector.

Hinter dem Einfachen Editor verbirgt sich ein automatischer Videoschnittassistent. Dieser Magic Movie Assistent übernimmt die meiste Arbeit. Der User stellt nur die gewünschten Mediendateien zusammen und wählt einen Stil sowie Hintergrundmusik aus. Das Programm analysiert  daher den Content der ausgewählten Mediendateien und montiert die besten Sequenzen und Bilder zu einem Videoclip. Das Feintuning oder weitere Nacharbeiten nimmt der Nutzer in den anderen Editoren vor. Im Express-Projekt sind komplette Videovorlagen abgelegt. Der Nutzer sucht sich ein Template aus und ersetzt die Platzhalter mit seinen eigenen Videoclips, Bildern und Grafiken.

Powerdirector Magic Movie Assistent
Der Videoschnittassistent ist ein nützliches Tool, wenn die Videoerstellung schnell gehen soll.
PowerDirector Themendesigner Easy Modus
Im Themen-Designer kann der User eigene Titel-Vorlagen gestalten.

Im Test stand der Editor für alle Funktion im Vordergrund, denn hier zeigt sich, was die Software wirklich kann.

Wie bedienerfreundlich ist PowerDirector 15?

Der Videoschnittplatz des CyberLink-Programmes wirkt modern, anspruchsvoll und nicht verspielt. Die typischen Tools wie Vorschaumonitor, Mediapool und Timeline sind selbstverständlich vorhanden. Über das Menü auf der linken Seite ruft der Benutzer die verschiedenen Bearbeitungstools auf, wie zum Beispiel Effekte, Bild-im-Bild-Designer, Titel-Vorlagen, Übergänge, Audiomixer, Sprachaufnahme sowie Kapitel- und Untertitel-Designer.

Das HD-Vorschaufenster lässt sich abtrennen und auf einen zweiten Monitor verschieben. Individuelle Shortcuts kann sich der Nutzer ebenfalls einrichten.

Die Bildoptimierung erfolgt über die Magic Tools. Diese machen automatische Korrekturen ebenso möglich wie präzise manuelle Verbesserungen. Alle relevanten Faktoren wie Helligkeit und Kontrast, Farbkorrekturen sowie Stabilisierung findet der Anwender hier auf einen Blick.

Viele Arbeitsschritte gelingen per Drag-and-Drop. So können Übergänge und Effekte ganz einfach in die Timeline gezogen werden. Einstellungen zu Effekten, Bildoptimierung oder Ein- und Ausblenden kann ein Anfänger ebenfalls vornehmen, ohne dass ein Blick ins Handbuch nötig wäre. Hilfreich sind außerdem die verschiedenen Assistenten-Tools wie Magic Fix, welches das Videomaterial analysiert und Optimierungsvorschläge anbietet. Insgesamt kommen also auch Einsteiger relativ schnell und intuitiv mit PowerDirector zurecht.

PowerDirector Social Sharing
Mit PowerDirector kann der User den fertig bearbeiteten Videoclip direkt in soziale Netzwerke hochladen.

Mit Freunden teilen

Für die Produktion des fertigen Video-Projektes hat der Anwender erneut mehrere Auswahlmöglichkeiten. Die Software PowerDirector macht den direkten Upload in Videoportale und soziale Netzwerke ebenso möglich wie die Konvertierung in ein gerätekompatibles Dateiformat oder das Brennen auf DVD beziehungsweise Blu-rays.

Performance

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PowerDirector 15 Ultra nutzt die Rendering-Engine TrueVelocity 6 mit ihrer schnellen Rechenleistung. Auch die Grafikkarten-Beschleunigung und der 64-Bit-Support tragen zu der exzellenten Performance des Programms bei.

Ob ein Multimedia-Programm flüssig läuft, hängt auch von der Hardware ab. Das Videobearbeitungsprogramm von CyberLink ist für Windows-Systeme entwickelt. Es funktioniert ab Microsoft Windows 7 sowie auf den neueren Versionen bis Windows 10. Für eine optimale Performance empfiehlt CyberLink jeweils ein 64-Bit-System.

Weitere Voraussetzungen für die Videobearbeitung von Ultra-High-Definition-Clips und 3D-Projekten sind:

Für die Erstellung von Discs ist selbstverständlich die entsprechende Hardware erforderlich.

Ergänzend zu dem PC-Programm für Windows bietet CyberLink die PowerDirector-App für Windows Mobile (ab Windows 8.1) und Android (ab Android 4.3) an.

Der Testrechner

Wir haben die Software CyberLink PowerDirector 15 Ultra auf einem PC mit Windows 10 Pro installiert. Die Konfiguration umfasste außerdem folgende Komponenten:

  • Windows 10 Pro
  • Intel Core i5-6500 T 2,50 Gigahertz
  • 8 GB RAM Arbeitsspeicher
  • Intel HD Graphics 530
  • Etwa 170 GB freier Speicher auf einer SSD-Festplatte (256 GB)

Im Praxistest lief die Videobearbeitung mit PowerDirector stabil und ruckelfrei. Unser Test-Clip hatte eine Gesamtlänge von 1:20 Minuten. Die Software rechnete ihn innerhalb von 45 Sekunden in ein MP4-Format um. Die CPU wurde dabei zu rund 80 Prozent beansprucht. Der Arbeitsspeicher war mit etwa 880 Megabyte nur gering ausgelastet. Damit erwies sich PowerDirector 15 Ultra als recht flottes Programm.

Formatkompatibilität

Die Videobearbeitung von 360-Grad-Videomaterial ist noch relativ neu. CyberLink gehört zu den ersten Softwareentwicklern, die diese Form der Videonachbearbeitung für den Privatnutzer anbieten. Darüber hinaus unterstützt die PowerDirector Software alle neuen, hochauflösenden Videoformate wie AVCHD, XAVC-S, und HEVC (H.265).

Hilfe & Support

4,60 Pkt

In Sachen Hilfe und Support bleibt CyberLink seiner nutzerfreundlichen Linie treu: der unternehmenseigene YouTube-Kanal ist mit einer Vielzahl an Video-Tutorials zu sämtlichen CyberLink-Programmen bestückt. Der Anwender kann sich in freien Webinaren, Tutorials und "How-To"-Videos über Funktionen und Gestaltungstechniken weiterbilden.

Zur Selbsthilfe empfiehlt sich auch der Blick in den Support-Bereich auf der Hersteller-Webseite. Dort finden Nutzer eine Reihe von FAQs und die Benutzerhandbücher zu den Programmen.

Zum Austausch mit anderen PowerDirector-Nutzern ist die aktive CyberLink-Community der richtige Anlaufpunkt.

PowerDirector Screenshot YouTube
Auf YouTube finden Kunden zahlreiche Tutorials und Anleitungen für die Arbeit mit PowerDirector 15.

Wer auf der Suche nach neuen Templates oder Express-Vorlagen ist, wird in der CyberLink DirectorZone fündig.

Hapert es dann doch einmal in der Handhabung, können Fragen über den Mitgliederbereich online gestellt werden. Zwischen 10 und 20 Uhr betreut werktags ein Team vom technischen Support auch die Anfragen an der Telefonhotline.

Zusammenfassung

4,59 Pkt

PowerDirector 15 Ultra von CyberLink verknüpft Profi-Werkzeuge der Videobearbeitung mit einsteigerfreundlicher Bedienung. Eine Einarbeitungsphase muss der Nutzer dennoch einplanen, denn nur so schöpft er das Potential dieser Videoschnitt-Software gut aus und entwickelt auch die eigenen Fähigkeiten in der Videonachbearbeitung. Hilfreich sind hierbei Tutorials, Assistenten und automatische Korrekturen. Darüber hinaus überzeugte Cyberlink PowerDirector im Test mit einer Top-Performance auf dem PC.

Dass PowerDirector eine moderne Videoschnitt-Software ist, zeigen die Kompatibilität mit aktuellen Dateiformaten und die Option zur 360-Grad-Bearbeitung. Nahezu einzigartig im Vergleich zu anderen Videoschnitt-Programmen ist die Unterstützung von vertikalen Aufnahmeformaten. Für ein Einsteiger-Programm ist die Auswahl an Effekten und Übergängen sehr umfangreich, so dass der Nutzer auch erste komplexe Video-Projekte erstellen kann. Profi-Ansprüchen wird die Ausstattung jedoch nicht genügen. Erfahrene Anwender sollten sich die höheren Cyberlink PowerDirector-Versionen näher ansehen, die mehr Effekt-Plug-ins und Editor-Komponenten enthalten.

PowerDirector 15 Ultra ist für rund 60 Euro erhältlich. Für diesen Preis erhält der Käufer ein zuverlässiges Einsteiger-Programm mit sehr guter Ausstattung, vielen Extras und leicht zu erlernender Bedienung.

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