Postbank

Thomas Güth
Pro
  • Hohe Bonuszahlungen für Neukunden möglich
  • Beratungen auch vor Ort
Kontra
  • Schlechte Konditionen beim Tagesgeld
  • VISA-Karte nur ein Jahr kostenlos
Fazit Das Angebot des kostenlosen Girokontos überzeugt bei der Postbank insgesamt nicht, was vor allem an den vielen kleinen Zusatzkosten liegt, die bei vergleichbaren Anbietern so nicht vorhanden sind.
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Postbank Test

Kontoführung & Gebühren

4,60 Pkt

Das kostenlose Girokonto der Postbank – Giro-Plus – hält für jeden Kunden eine girocard bereit, mit der sie Bargeld an Automaten der Cash Group kostenlos abheben, egal, ob sie sich im In- oder EU-Ausland befinden.

Eine VISA-Karte erhalten Kunden bei positiver Bonität ein Jahr kostenlos. Nach Ablauf dieser Zeit berechnet die Postbank 22 Euro im Jahr als Gebühr für die Karte. Im Vergleich mit anderen Online-Banken fällt diese Gebühr völlig aus dem Rahmen. Wer weitere Kosten vermeiden will, sollte das Giro-Plus-Konto als Gehaltskonto benutzen, da es nur kostenfrei ist, wenn mindesten 1.000 Euro im Monat eingehen. Bargeldeinzahlungen sowie Überweisungen vom eigenen Tagesgeldkonto sind hiervon ausgenommen. Konten, die diesen Geldeingang nicht vorweisen können, belastet die Postbank mit 5,90 Euro im Monat.

Logo Cashgroup
Kunden profitieren von den vielen Vorzügen der Cash Group - etwa über 12.000 Geldautomaten bundesweit.

So funktioniert die Kontoeröffnung

Wer bei der Postbank ein Konto eröffnen möchte, füllt einen Antrag online über die Homepage der Bank aus. Notwendig sind die üblichen persönlichen Angaben sowie die Einwilligung zur schnellen Bonitätsüberprüfung. Eine genauere Bonitätsprüfung, welche die Voraussetzung für einen Dispokreditrahmen und den Erhalt einer VISA-Karte ist, erfolgt durch die Einsichtnahme in die letzten drei Gehaltsnachweise, die dem Antrag beigelegt werden müssen. Eine Verifizierung der Identität erfolgt bei der Post über das PostIdent-Verfahren durch Vorlage eines Personalausweises oder Reisepasses.

Sicherheit

4,70 Pkt

Damit die digitale Kommunikation zwischen Kunde und Bank sicher abläuft, verschlüsselt die Postbank den Datenaustausch mit einem SSL-Zertifikat. Kunden erkennen dies an der grün hinterlegten Firmenbezeichnung in der Adressleiste des Internetbrowsers. Damit beugt die Bank Phishing-Versuchen vor, bei denen Login-Daten ausspioniert werden.

Postbank
Daten- und Phishing-Schutz sind vor allem beim Online-Banking ein ernstes Thema.

Im großen Ratgeber-Bereich informiert die Bank zudem darüber, was Verbraucher selbst tun können, um sich vor Betrügern und Dieben zu schützen. Dies beinhaltet neben allgemeinen Hinweisen zur Online-Sicherheit auch einen Bereich, in dem regelmäßig Artikel über Diebstahl- und Betrugsmaschen erscheinen.

Hilfe & Support

4,75 Pkt

Kunden der Postbank profitieren von einer Telefonberatung, die 24 Stunden am Tag zur Verfügung steht. Das gilt natürlich auch für die Kartensperr-Hotline.

Ferner bietet die Postbank ihre Beratung per Mail und Fax an. Wem das zu unpersönlich ist, erhält in einer der zahlreichen Filialen auch eine Beratung unter vier Augen. Gerade für Anlageprodukte und Kredite ist dies zu empfehlen.

Zusatzleistungen

4,60 Pkt

Bei der Produktvielfalt gibt sich die Postbank keine Blöße. Folgende Leistungen erhalten Kunden bei diesem Institut aus einer Hand:

  • Tagesgeldkonto
  • Online-Depot
  • Kredite
  • Riester-Rente
  • Risiko-Lebensversicherung
  • Geschäftskonten

Die Verzinsung auf das Tagesgeld ist 0,01 Prozent im Vergleich mit anderen Banken enttäuschend niedrig. Dafür stellt die Kombination aus Online-Nutzung und Vor-Ort-Beratung ein tolles Angebot dar.

Postbank - App
Die Applikation für mobile Endgeräte ist gut gelungen und lässt sich intuitiv bedienen.

Die Banking-App der Postbank erweist sich zudem als modern. Kunden, die über ein Mobilgerät mit Touch-ID-Sensor verfügen, können diesen auch zur Verifizierung von Transaktionen verwenden. Die Verwendung eines Gerätes für mobile Überweisungen ist dank BestSign auch für alle anderen Kunden möglich.

Zusammenfassung

4,70 Pkt

Leider ist die kostenlose Führung des Girokontos bei der Postbank an Bedingungen gebunden. Wer es nicht als Gehaltskonto nutzen möchte – also unter 1.000 Euro Geldeingang im Monat vorweisen kann – zahlt 5,90 Euro an Gebühren. Auch die VISA-Karte ist nur im ersten Jahr nach Kontoeröffnung gratis.

Diese Gebühren lassen sich zwar dadurch erklären, dass die Postbank Filialen betreibt und so Beratung und Bankgeschäfte vor Ort möglich sind, als reine Online-Bank ist sie dadurch aber nur bedingt empfehlenswert. Verbraucher, die auf Filialen und Online-Banking in Kombination Wert legen, sei die Postbank auf Grund des runden Angebots dennoch zu empfehlen.

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