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Goodgame Empire

Steffen Stasick
Bereich:
Pro
  • Sehr gut gelungenes Tutorial
  • Comicoptik-Charme
  • Stimmungsvolle Musik
  • Komplexes Allianzsystem
Kontra
  • Umständliche zu erreichende Freundesliste
  • Live-Chat nur bei Allianzen
Fazit Empire von Goodgame ist ein cleveres und charmantes Aufbauspiel, bei dem der Spieler in eine farbenfrohe Mittelalter-Welt eintaucht.
Goodgame Empire Jetzt Spielen

Goodgame Empire Test

Anmeldung & Einstieg

4,50 Pkt

Goodgame besticht mit stimmiger Atmosphäre und farbenfroher Comicoptik. Alles wirkt sehr rund und durchdacht. Nach der Anmeldung soll der neue Burgherr sogleich mit seiner Arbeit beginnen. Stilecht öffnet sich ein dickes Buch, welches dem Spieler die Aufgaben in ansprechend verfassten Texten präsentiert. Verschiedene Charaktere, wie zum Beispiel der erfahrene General, treten auf und bringen dem Neuling mit einfachen Aufgaben die Grundmechaniken des Spiels bei. Schnell sind die ersten Gebäude gebaut und das Spiel nimmt Fahrt auf.

Goodgame Empire Einführung
König Erik empfängt den Spieler und führt ihn in die Welt von Goodgame Empire ein.

Goodgame Empire punktet unter anderem mit seinen erzählerischen Elementen – keine Selbstverständlichkeit für ein Browsergame. Grundlegendes, wie zum Beispiel das Aufstellen einer eigenen Armee, wird dem Spieler mit kleinen Geschichten beigebracht.

Die Storys sind in Kapitel unterteilt und lassen sich im Quest-Buch einsehen. Im ersten Kapitel gilt es, eine Prinzessin aus den Klauen gemeiner Raubritter zu befreien. Das Spiel nutzt diese Gelegenheit, um den Spieler in die militärischen Spielelemente von Goodgame Empire einzuführen.

Eine kleine Streitmacht ist schnell auf die Beine gestellt, und der Spieler begibt sich ohne Umschweife auf die Weltkarte. Auf ihr sind Raubritterburgen sowie die Bergfriede anderer Spieler verzeichnet. Die eigenen Mannen werden entsandt und bringen nach kurzer, automatisch ablaufender Schlacht die geraubte Maid wieder nach Hause. Das Tutorial passt sich der Erzählgeschwindigkeit der Geschichte gekonnt an

Goodgame Empire Questions
Die Quests haben einen Handlungsrahmen, die Aufgaben sind miteinander verknüpft.

Konzept & Gameplay

4,10 Pkt

Auf den ersten Blick wirkt Goodgame Empire wie ein durchschnittliches Browsergame. Im Laufe der Zeit zeigt sich aber, dass es viel mehr zu bieten hat.

Am unteren Spielfeldrand befindet sich das Baumenü, über das der Spieler Gebäude ganz einfach per Mausklick platziert. Holzfäller und Steinhauer versorgen ihn mit wichtigen Baumaterialen. Farmhäuser produzieren Nahrung für die Bevölkerung.

Das Ressourcenmanagement spielt zwar eine wichtige Rolle, doch allzu fein ausgearbeitet ist diese Spielmechanik leider nicht. Was die Tauschmittel angeht, so gibt es neben den Ressourcen auch die für Browserspiele übliche Premiumwährung, die Rubine. Mit ihnen lassen sich Bauprojekte (fast) ohne Wartezeit fertigstellen. Unter anderem kann sich der Spieler mit Rubinen einen Baukran kaufen.

Hier wohnt es sich aber schön!

Der Spieler muss natürlich seine Bewohner mit allem versorgen, was sie brauchen. Den perfekten Kompromiss zwischen Ästhetik und Nutzen beim Bau der eigenen Burg zu finden, ist eine spannende Aufgabe.

Achtung: Je mehr Wohnhütten vorhanden, desto unzufriedener sind die Bewohner. Mit Dekorationen wie beispielsweiser einer prunkvollen Statue lassen sie sich aber schnell wieder beruhigen. Glückliche Bürger arbeitet effektiver und sind zahlungsfreudiger, wenn der Steuereintreiber an die Tür klopft.

Die steuern bringen dem Spieler goldene Münzen ein, die Hauptwährung in Goodgame Empire. Mit diesen finanziert er die Rekrutierung der Soldaten für seine Armee. In erster Linie fließen die Goldstücke durch die zahlreichen Quests. Spieler, die mehr wollen, schicken regelmäßig den besagten Steuereintreiber los, der mit prall gefüllten Geldbeuteln zurückkehrt. Das Eintreiben der Steuern hat keinerlei Auswirkung auf die Zufriedenheit der Bevölkerung.

Jeder Burgherr braucht natürlich auch sein eigenes Wappen. Der Spieler kann sich hier sein ganz persönliches Burgwappen erstellen. Es ziert die Burg und die Soldatenrüstung.

Die Eroberung einer Burg

Um feindliche Burgen einzunehmen, muss der Spieler eine schlagkräftige Armee aufstellen und sie mit passenden Belagerungsgeräten versorgen. Das Mobilmachen einer Streitmacht entpuppt sich schnell als Ressourcenfresser – der Spieler muss also eine feine Balance zwischen Wirtschaft und Militär halten. Speerträger und Bogenschützen schonen den Geldbeutel. Nachdem der Spieler die feindliche Burg auf der Weltkarte ausgewählt hat, erscheint die entsprechende Burgübersicht. Jetzt entscheidet der Spieler, wie und wo die eigenen Recken eingesetzt werden.

Per Mausklick beginnen die Speerträger samt Leitern ihren Versuch, die Burgmauern zu überwinden; robustere Soldaten nehmen sich hingegen das Haupttor vor. Goodgame Empire begeistert hier mit einer Vielzahl von verschiedenen Einheitentypen.

Ist die Aufstellung fertig, rückt die Armee aus – und der Spieler muss sich in Warten üben. Je weiter die Raubritterburg entfernt ist, desto länger ist die Streitmacht unterwegs. Die Schlacht läuft automatisch im Hintergrund ab, sie wird leider nicht gezeigt. Ein anschließender Kampfbericht unterrichtet den Spieler über den Ausgang und die Verluste. Verletzte Soldaten werden zur Wundversorgung in das Lazarett geschickt.

Goodgame Empire Strategie
In der Burgübersicht lassen sich Einheiten strategisch positionieren.

Durch die Eroberung von Burgen ergattert der Spieler Ressourcen sowie Ausrüstungsgegenstände für einen Helden. Denn im Rahmen des ersten Kapitels der Geschichte schließt sich ein Held der eigenen Armee an. Anfangs kann der Spieler zwischen drei verschiedenen Charakteren auswählen, die unterschiedliche Eigenschaften haben.

Besonders spannend ist hier die besagte Heldenausrüstung. Der Spieler kann Rüstungsgegenstände erbeuten oder selber herstellen. Ausrüstungen haben verschiedene Seltenheitsstufen und bringen verschiedene Boni, wie zum Beispiel mehr Angriffskraft für die Soldaten, ein. Ein besonders gelungener Kniff.

Das Allianzsystem

Nachdem eine Allianz erfolgreich gegründet wurde, lassen sich andere Spieler jederzeit in diese aufnehmen. Auch können interessierte Neulinge sich bei einer Allianz bewerben oder direkt eingeladen werden. Allianzen bekommen ein eigenes Profil und einen Live-Chat. Der Allianzleiter kann auf der Weltkarte verschiedene Ziele markieren, die durch Mitglieder bereist beziehungsweise angegriffen werden sollen. Darüber hinaus lassen sich auch diplomatische Beziehungen zu anderen Allianzen aufbauen und unterhalten. Ob man Handel betreibt oder aber die Klingen sprechen lässt, liegt ganz in der Hand der Spieler. Allianzen bringen in jedem Fall viele Vorteile mit sich.

Technische Daten

4,50 Pkt

Sowohl Windows- als auch Mac-Nutzer können dieses Spiel spielen – lediglich eine aktuelle Version des Flash Players ist erforderlich. Es läuft sehr flüssig, lediglich beim Wechsel in die Weltkarte gibt es eine kurze Ladezeit. Wer von Unterwegs sein kleines Königreich verwalten will, kann sich die mobile App für Android oder iOS herunterladen. Dabei sollten sich Interessierte nicht von der Namensgebung verwirren lassen, denn Goodgame Empire hat im Playstore einen anderen Namen: Empire: Four Kingdoms.

Was für das Auge und die Ohren

Goodgame Empire kommt in farbenfrohem Comicstil daher und begeistert mit vielen feinen Details. Die nähere Umgebung fügt sich gut in das Gesamtbild ein. Viele Animationen gibt es nicht, doch erzeugen die gelungenen Bilder durchaus ihre eigene Dynamik.

Der Soundtrack von Goodgame Empire ist wahrlich majestätisch. Altertümliche Klänge begleiten das Spielgeschehen und treiben den Spieler zusätzlich an. Dabei reicht die Bandbreite von herrlich verträumten Musikstücken bis hin zu pompösen Klängen. Im Hintergrund hört der Spieler Vögel zwitschern und den Wind, wie er durch die Wiesen weht. Ein entferntes Holzhacken bezeugt die Arbeit der Bevölkerung und rundet die Soundkulisse ab.

Goodgame Empire Burg
Die Burg wächst schnell und erlangt immer mehr Reichtum.

Regelmäßige Updates, die aller 3-4 Wochen stattfinden, sollen das Spiel stetig weiterentwickeln und frisch halten. Verschiedene Events locken mit neuen Aufgaben und daran geknüpften Belohnungen. Außerhalb der Burgmauern versammeln sich passend zu den unterschiedlichsten Anlässen allerhand Event-Quest-Geber. Viele von ihnen kann der Spieler allerdings nur mit Rubinen (mehrere tausend) glücklich machen, weswegen Spieler die auf die Premiumwährung verzichten wollen, kaum in den Genuss der Eventhändler kommen können.

Community & Support

5,00 Pkt

Goodgame Empire darf sich über eine sehr aktive und freundliche Community freuen, die ständig wächst. Neue Spieler werden mit offenen Armen empfangen und bekommen reichlich Hilfestellung von der Community. Schon nach wenigen Spielstunden konnte sich die Redaktion nicht vor freundlichen Allianzeinladungen retten.

Das Forum wirkt recht belebt und ist übersichtlich gestaltet. Es fungiert auch als Sprachrohr der Community. Die Wünsche der Forum-Mitglieder werden wahrgenommen und so gut es geht in die Weiterentwicklung des Spiels miteinbezogen.

Auf der Startseite finden sich die neusten News und Ankündigungen zum Spiel. Auch werden etwaige neue Forenmoderatoren vorgestellt.

Das Wiki kommt ganz klassisch und beantwortet Fragen zu den Spielinhalten.

Zusammenfassung

4,84 Pkt

Rundum gelungenes Browserspiel

Goodgame ist ein pfiffiges Aufbaustrategie-Spiel mit witziger Story und farbenfroher Optik. Der Einstieg geht flott von der Hand. Nach dem Tutorial beginnt der Spieler den Handel mit anderen Spielern oder das Aufbauen eines Außenpostens. Die Wartezeiten bei der Fertigstellung eines Gebäudes vergehen wie im Flug, zumal der Spieler währenddessen feindliche Raubritter bekämpfen kann. Wer lieber im Multiplayer-Modus spielt, schließt Allianzen. Fazit: Goodgame Empire bietet alles, was ein gutes Browsergame bieten muss.

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