Unsere Redakteure bewerten die Produkte unabhängig, Netzsieger verdient aber gegebenenfalls Geld, wenn Sie unsere Links anklicken. Erfahren Sie mehr.

Goodgame Empire

Steffen Stasick
Pro
  • Einfache Zugänglichkeit
  • Komfortable Spielbarkeit
  • Ausgeprägtes Belohnungssystem
  • Besonders gut für Einsteiger geeignet
Kontra Das Wirtschaftssystem ist sehr simpel und bietet kaum Einstellungs- und Optimierungsmöglichkeiten.
Fazit Ideal für jeden, der sich nicht täglich stundenlang in ein Strategie-Browsergame vertiefen kann oder will, sondern Spielspaß für Zwischendurch sucht.
Goodgame Empire Jetzt Spielen

Goodgame Empire Test

Anmeldung & Einstieg

4,85 Pkt

Die Registrierung ist ausschließlich über die offizielle Homepage möglich, Nutzer von Facebook, Google+ und Twitter haben keine Möglichkeit, direkt über ihr soziales Netzwerk zu spielen. Der Einstieg ins Burgenbauen ist dank des umfassenden Tutorials sehr einfach gestaltet. Selbst danach geben ständig neue Quests dezente Hinweise darauf, was am besten als nächstes getan werden sollte. Ein Mentorenprogramm gibt es nicht, ist bei dem einfachen Spieleinstieg aber auch kaum noch nötig. 

Anmeldung Goodgame Empire
Die Anmeldung bei Goodgame Empire erfolgt besonders schnell und einfach.

Allerdings sollten Neueinsteiger bis zum Ablauf ihres Angriffsschutzes nach sieben Tagen einer Allianz beitreten, denn die Empire-Veteranen plündern gern und häufig schwach geschützte Burgen.

Tipp: GoodGame bietet auch für Fans von Online-Simulatoren mit GoodGame Big Farm einen würdigen Vertreter des Genres.

Konzept & Gameplay

4,75 Pkt

Vom Bretterverschlag zur stolzen Trutzburg

Das Spielziel von Empire folgt dem Muster vieler anderer Browser-Strategietitel: Aus einem bescheidenen hölzernen Burgfried samt umliegendem Dörfchen soll eine zinnenbewehrte, waffenklirrende Stadt aus Stein und Stahl geformt werden. Der Weg dorthin ist klar:

  1. Produktionsgebäude platzieren
  2. Warenproduktion ankurbeln
  3. Truppen ausheben und
  4. Gebäude aufleveln.

Da der Burghof auf diese Weise schnell aus allen Nähten platzen würde, darf er sukzessive erweitert werden. So konstruiert jeder Spieler im Laufe der Zeit seine ganz eigene Festungsstadt – das motiviert ungemein und weckt den Ehrgeiz, die Stadt immer noch ein kleines Stückchen besser, sicherer und hübscher zu machen.

Keine komplexen Warenkreisläufe

Goodgame Empire nimmt sich die Spielmechaniken der Anno- und Stronghold-Reihe zum Vorbild, vereinfacht aber deren Konzepte und macht sie so einem breiteren Publikum zugänglich. Die Warenlogistik ist weitaus weniger komplex. So wird zum Backen von Brot kein Getreide benötigt, das erst umständlich zu Mehl gemahlen und dann wiederum zu Brot verarbeitet würde – die Empire-Farmen produzieren das Brot direkt selbst und ohne Unterlass. Wem ein komplexer und schlüssiger Warenkreislauf wichtig ist, der wird hier eine Enttäuschung erleben. Insgesamt gibt es auch nur drei Rohstoffe: Holz, Stein und Nahrung.

Goodgame Empire Rohstoffe
Die Anzahl der Rohstoffe beschränkt sich bei Goodgame Empire auf drei.

Quests und Belohnungen in rauen Mengen

Dass das Solospiel trotz dieses Mangels an Komplexität nicht zu seicht wird, liegt daran, dass ein ausgeprägtes Belohnungssystem für stetige Beschäftigung sorgt. Mal taucht in der Nähe eine Raubritterburg auf, die geplündert werden will, mal ruft eine entführte Prinzessin um Hilfe, dann gilt es, über das Schicksal eines Diebes auf der Burg zu entscheiden, und im nächsten Moment klopft eine heimatlose Bauernfamilie ans Stadttor und bittet um Aufnahme. Auf diese Weise wird der Spieler ständig beschäftigt und beschenkt. Goodgame Empire versteht es meisterhaft, das Belohnungszentrum der Nutzer zu kitzeln: allein fürs tägliche Einloggen gibt es Rubine, die Ingame-Währung Empires, zudem erscheinen immer wieder Schatzkisten auf der Karte, die einfach nur angeklickt werden müssen, damit weitere Rubine aufs Spielerkonto wandern. Ein wenig störend ist allerdings, dass über die Belohnungsmeldungen notorisch auf den Kauf von Premium-Inhalten hingewiesen wird.

Innovative Belagerungsschlachten

Bei gegnerischen Angriffen schaltet das Spiel auf eine Frontalansicht der eigenen Burg um. Hier gilt es, auf drei Schaltflächen die Verteidigungseinheiten strategisch klug auf der Frontmauer sowie den beiden Flanken zu platzieren. Dazu stehen etwa Bogenschützen, Wurfsteine oder Pechkessel zur Verfügung. Ebenso laufen die Belagerungen feindlicher Burgen auf drei Angriffsbahnen ab. Die regelmäßigen PvP-Kämpfe sind aufgrund der zahlreichen Einheitentypen, die natürlich ihre jeweiligen Stärken und Schwächen besitzen, sowie der sich daraus ergebenden Kampfstrategien und Aufrüstungsmöglichkeiten sehr unterhaltsam.

Belagerungsschlachten bei Goodgame Empire
Feindliche Burgen greifen die Spieler bei Goodgame Empire auf drei Flanken an.

Fliegende Geschütze oder aufeinander krachende Schwerter bekommt allerdings niemand zu sehen. Der Ausgang jeder Schlacht wird im Nachhinein in Form eines Kampfberichts präsentiert. Das mag wenig spektakulär sein, ist dafür aber auch für alle Altersgruppen geeignet.

Stets präsentes Premium-Angebot

Durch Quest-Erfolge und spielerische Fortschritte erhält der Spieler ebenfalls Rubine, welche eingesetzt werden, um etwa Bauzeiten zu beschleunigen, Sondergebäude freizuschalten oder Belagerungsgerät einzukaufen. Alternativ lassen sich die begehrten Edelsteine natürlich auch im Ingame-Shop gegen echtes Geld käuflich erwerben. Natürlich sind zahlende Spieler bei diesen Freemium-Modellen immer in spürbarem Vorteil, denn sie entwickeln ihre Burgen schneller und marschieren rascher mit hochstufigen Einheiten auf. Dennoch können Nutzer, die kein Geld, dafür aber viel Zeit investieren, bis zu einem gewissen Level mit den zahlenden Burgherren mithalten. Die Wartezeiten werden dank der vielen Handlungsmöglichkeiten und Quests zudem weitaus besser überbrückt als in vergleichbaren Titeln. Diese Standard-Ereignisse werden mit der Zeit etwas generisch, und natürlich spart Goodgame Empire währenddessen nicht mit der üblichen Premium-Gängelei, die mit prominenten Hinweisen auf den Shop nervt. Doch wenn Spieler effizient in Allianzen zusammenarbeiten, können sie einander mit Ressourcen aushelfen und durch militärischen Beistand die Überlegenheit zahlender Konkurrenten ausgleichen.

Kaum Neuigkeiten im späteren Spielverlauf

Etwas ungewöhnlich in Goodgame Empire: Erst ab Stufe 39 steht der Forschungsturm zur Verfügung, über den weitere Verbesserungen für Gebäude und Einheiten freigeschaltet werden können. Zwar ist es nett, dass auch im späteren Spielverlauf einige neue Dinge hinzukommen, allerdings gehört ein Forschungsbaum bei vielen anderen Titeln von Anfang an zum Standard-Repertoire. Die späte Einführung dieses Elementes fühlt sich etwas künstlich herausgezögert an; andere, wesentlichere Inhalte wären deutlich spannender für eine neue Erfahrung gewesen.

Goodgame Empire Spielstufe
Genretypisch gilt es, immer weiter in der Spielstufe aufzusteigen.

Bis auf den Kampf gegen menschliche Mitspieler und die Allianzenbildung bleibt im „Late Game“ nicht mehr viel zu tun, die Spielerfahrung ändert sich nicht mehr wesentlich – trotz der Einführung des Heldenstatus für verdiente Spieler.

 

Technische Daten

4,80 Pkt

Die Optik präsentiert sich in einem farbenfrohen Comiclook, der durch viele Details und Animationen besticht. Auf dem Burghof herrscht stets eine rege Betriebsamkeit, Arbeiter laufen hin und her, aus Schornsteinen steigen Rauchkringel auf und das Aussehen der Stadt verändert sich mit jedem Stufenanstieg merklich. Der Sound sorgt mit ruhigen mittelalterlichen Klängen, die in den Schlachten etwas aufbrausender werden, für eine stimmige Atmosphäre. Die PC-Variante basiert auf der Flash-Technologie, allerdings stehen auch Mobile-Versionen für Android und iOS bereit. Diese laufen allerdings unter dem Titel Empire: Four Kingdoms und sind nicht mit den PC-Accounts von Goodgame Empire kompatibel.

Community & Support

5,00 Pkt

Hier punktet Empire mit einem sehr aufgeräumten, mehrsprachigen Forenbereich, der die FAQ versammelt und viele zusätzliche Fragen rund ums Spiel nach Themen sortiert auflistet. News-Blogs und Diskussionsecken führen Entwickler und Spieler zusammen, und wer trotzdem einmal nicht weiter weiß, erreicht die Spielmoderatoren über das Ticketsystem, das sogar Informationen zum Status der eigenen Anfrage ermöglicht. Auch das Wiki präsentiert sich übersichtlich, reich bebildert und informativ. Unterm Strich bietet Goodgame seiner riesigen Fangemeinde also exzellenten Service.

Zusammenfassung

4,85 Pkt

Goodgame Empire ist in vielerlei Hinsicht das Leichtgewicht unter den Browser-Strategiespielen, und das in einem durchweg positiven Sinne. Die einfache Zugänglichkeit, der unkomplizierte, motivierende Burgenbau, die farbenfrohe Optik und das spannende Kampfsystem sprechen nicht umsonst unglaubliche siebzig Millionen Spieler weltweit an. Doch die hohe Zugänglichkeit geht notwendigerweise einher mit einem äußerst simplen Wirtschaftssystem und einem sich kaum wandelnden Spielverlauf. Besonders für Neulinge in der Welt der Browser-Strategie ist der Titel dafür bestens geeignet.

Goodgame Empire Jetzt Spielen