Wie baue ich meine eigene Website?

Website bauen

Egal, ob mit einem Homepage-Baukasten, einer Content-Management-Software oder durch eine Internet-Agentur: Für die Erstellung einer Website ist viel Vorplanung nötig.

1. Planung und Konzept

Wer eine eigene Website haben möchte, kann sie entweder selbst bauen, mit einem Homepage-Baukasten oder einer Content-Management-Software, oder eine Internet-Agentur damit beauftragen. Welcher Weg am besten ist, hängt unter anderem davon ab, was für eine Art von Website es werden soll und wer zur Zielleserschaft gehören wird.

  • Möchte ich die Homepage privat oder beruflich nutzen? Davon hängt unter anderem die Leseransprache ab.
  • Möchte ich einen Online-Shop betreiben?
  • Ist mir ein persönlicher Ansprechpartner wichtig?
  • Wie hoch dürfen die Kosten sein?
  • Gibt es eine kostenlose Testversion des ausgewählten Programms beziehungsweise Dienstes?
  • Gibt es genügend Designvorlagen (um sich von gestalteten Webseiten möglichst abzugrenzen)?
  • Möchte ich meine Homepage in einer anderen Sprache oder gar mehrsprachig erstellen?
  • Muss ich meine Website auch über mobile Geräte bearbeiten können?
  • Möchte ich soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter einbinden?

Wer keine Erfahrung mit dem Bau von Websites hat und trotzdem seine Internetseite selbst bauen möchte, sollte es mit einem Homepage-Baukasten versuchen.

Dass nicht jeder Homepage-Baukasten gleich gut ausgestattet ist und in allen Funktionen überzeugt, ist selbstverständlich. Die Baukasten-Anbieter setzen unterschiedliche Schwerpunkte. Nach der groben Skizzierung des Inhalts-Konzeptes sind die essenziellen Funktionen, auf die die Nutzer jeweils auf keinen Fall verzichten können, bekannt. Daher sollten sie im nächsten Schritt die einzelnen Tarifstufen der jeweiligen Anbieter miteinander vergleichen und am Ende das passendste Paket auswählen.

Zudem ist es natürlich hilfreich, sich Webseiten anzuschauen, die mit dem jeweiligen Website-Baukasten erstellt wurden. Oftmals manchmal werben die Homepage-Baukasten-Anbieter mit Referenzen. So finden Sie heraus, ob Stil und Gestaltungsmöglichkeiten des Homepage-Baukastens Ihren Vorstellungen entsprechen.

Auswahl der Homepage-Art

Auf der Anbieter-Website müssen Sie zunächst einmal angeben, welche Art von Homepage Sie erstellen möchten. Daraufhin erhalten Sie Vorschläge für Templates und Tarifstufen.

Für die Erstellung einer Beispiel-Homepage nutzten wir in unserem Test Jimdo. Nach der Registrierung mit der E-Mail-Adresse wurden wir direkt auf eine Willkommens-Seite weitergeleitet, auf der wir gefragt wurden, welche Art von Webseite wir erstellen möchten. Zur Auswahl steht eine klassische Webseite, etwa mit einem Unternehmensportfolio, eine Internetseite mit Online-Shop oder ein Blog. Je nach Auswahl schlägt der Assistent verschiedene Templates vor, die für das ausgewählte Projekt geeignet sind. Danach entscheidet sich der Nutzer für eine Domain. Dies gilt jedoch nur für die entgeltlichen Varianten; in den kostenlosen Versionen ist in der Regel keine Domain enthalten. Nutzer müssen mit einer Art Werbezusatz in der Subdomain Vorlieb nehmen.

Template Stapel
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Mithilfe der unterschiedlichen Homepage-Baukasten-Anbieter erstellen auch Anfänger in Kürze eine eigene Website.

Für einen professionellen Auftritt eignen sich diese Domains nicht. Wer eine seröse Online-Präsenz wünscht, der muss etwas Geld in die Hand nehmen und sich eine eigene, werbefreie Domain buchen. Ein weiterer Vorteil einer eigenen Domain besteht darin, dass Sie diese auch bei einem Anbieterwechsel beibehalten können. Webseitenbesucher, also möglicherweise Kunden, müssen sich keine neue Domain-Adresse merken und bekommen von dem Wechsel in der Regel gar nichts mit.

Wie plane ich meine Homepage?

Für den Anfang empfiehlt es sich, alle Inhalte, die der Webseitengestalter auf der Homepage haben möchte, zunächst auf Papier zu bringen. Hierfür bietet sich die sogenannte Mindmapping-Methode an, bei der alle Ideen für Inhalte zentrisch um die Hauptnavigationspunkte der Homepage platziert werden. In der Verästelung befinden sich die Unterpunkte.

Wie sieht eine professionelle Website aus?

Logo

Logo

Handelt es sich um die Homepage eines Unternehmens darf das Firmenlogo nicht fehlen. Privatpersonen können sich selbstverständlich ebenfalls ein eigenes Logo erstellen, beispielsweise aus den Initialen.
hochwertige Bilder

hochwertige Bilder

Bilder nehmen oft den größten Platz auf der Homepage ein. Daher ist eine gute Bildqualität ebenso wichtig wie interessante Motive. Hat der Nutzer nicht die Möglichkeit, alle Bilder selbst zu erstellen, kauft er sie günstig von Stock-Foto-Anbietern. Auf keinen Fall darf der Webseitenbetreiber Bilder veröffentlichen, an denen er keine Rechte besitzt, da dies Abmahnungen und Geldstrafen nach sich ziehen kann.
fehlerfreie Texte

Fehlerfreie Texte

Die Texte sind in der Regel der Kern der eigenen Webseite. Autoren sollten sich viel Zeit nehmen, um das Ziel der Online-Präsenz zu beschreiben. Beim anschließenden Formatieren helfen auch Text-Editoren. Mit ihnen lassen sich auch ohne HTML-Kenntnisse Überschriften und andere Formatierungen gestalten.
Kontaktformular

Kontaktformular

Wünscht der Websitebetreiber, dass der Besucher Fragen stellt oder Anregungen sendet, empfiehlt es sich, ein Kontaktformular einzubinden. Damit hat der Nutzer eine Möglichkeit, sein Anliegen zu kommunizieren und gegebenenfalls auch eine Adresse für die Antwort zu hinterlegen.

Impressum

Ein Impressum ist für jeden Webmaster Pflicht. Wer auf seiner Seite kein Impressum vorweist, kann abgemahnt werden.
AGB

AGB

Bietet der Website-Besitzer Produkte über seine Seite zum Verkauf an, empfiehlt es sich, den Kunden über die allgemeinen Geschäftsbedingungen aufzuklären und somit eventuellen Missverständnissen vorzubeugen.

Webdesign: Farben und ihre Wirkung

Farben haben eine unterschwellige Wirkung auf den Betrachter. Daher ist auch das Farbdesign der Homepage wichtig. So hat sich beispielsweise für Websites zum Thema Gesundheit die Farbe Grün bewährt, da sie für Frische und Vitalität steht. Wählt der Websitebetreiber für dieses Thema die Farbe Rot, kann einigen Studien zufolge die Klickrate bei identischem Inhalt um die Hälfte kleiner sein. Blau ist im Übrigen die Lieblingsfarbe der Deutschen, sowohl bei Frauen als auch bei Männern.

Pflichtangaben

Webseitenbetreiber müssen in Deutschland einige Pflichtangaben auf ihrer Homepage unterbringen. Für gewöhnlich gehört dazu ein Impressum, aus dem hervorgeht, wer für die Homepage verantwortlich ist und wie diese Person postalisch oder elektronisch erreichbar ist. Je nach Inhalt der Webseite kommen auch Copyright-Hinweise oder beispielsweise die Angabe einer Umsatzsteuer-ID hinzu.

2. Wahl der technischen Umsetzung

Einsatzgebiete von Homepage-Baukästen

Diese praktische und vergleichsweise günstige Art, einen Webauftritt zu designen, bietet sich dann an, wenn beispielsweise Informationen über die eigene Firma und dessen Angebot vermittelt und dadurch Kunden gewonnen werden sollen.

Sind jedoch spezielle Bedienelemente für Nischenprodukte vonnöten, eignet sich ein Homepage-Baukasten aufgrund der limitierten Möglichkeiten bei der Webseiten-Programmierung eher weniger. In diesem Fall ist der Weg zu einem Spezialisten, der die exakten Anforderungen absteckt und eine individuelle Lösung anbietet, unumgänglich. Diese Variante ist jedoch teuer und erfordert ein längeres klärendes Auftragsgespräch, da der Kunde die individuelle Konfiguration im Vorfeld mit der Internet-Agentur abspricht.

Homepage ohne Baukasten erstellen

Wer seine Internetseite selbst bauen möchte, kann alternativ zu einem Homepage-Baukasten ein Content-Management-System (CMS) verwenden. CMS-Programme funktionieren ähnlich wie die Baukästen, die Bedienung ist allerdings deutlich schwerer und es sind Vorkenntnisse oder eine größere Einarbeitungszeit nötig. Zu den bekanntesten Anbieter zählen Joomla!, Drupal und Typo3. Das populärste System ist WordPress.

Mit einem CMS-Programm erstellen Anwender eine professionelle Homepage, auch mit Online-Shop. Den Hoster können sie frei wählen. Sie haben auch die Möglichkeit, die Seite durch verschiedene Plug-ins zu erweitern. Dementsprechend sind auch mehrsprachige Homepages kein Problem.

Homepage von einer Internet-Agentur erstellen lassen

Der einfachste, aber sicherlich auch teuerste Weg ist die Internet-Agentur. Zusammen mit einem Mitarbeiter steckt der Auftraggeber das thematische Spektrum der Homepage ab. Der Anbieter übernimmt die Ersteinrichtung und auf Wunsch auch die Betreuung der Seite, inklusive Updates und Kundenkontakt. Diese Methode ist für viele Interessenten jedoch nicht finanzierbar. Außerdem lernt der Kunde, also der eigentliche Inhaber der Website, oftmals nichts über die Programmierung. Das kann bei einem Anbieterwechsel zu Problemen führen.

3. Anmelden und Inhalte erstellen

Hat sich der Nutzer für einen Anbieter entschieden, steht die Anmeldung an. Ob es sofort losgehen kann, hängt davon ab, ob er eine kostenfreie Version oder einen Bezahl-Tarif wählt. Fällt die Wahl auf eine Bezahlvariante, muss der Nutzer zunächst eine Zahlungsart auswählen. Soll es das kostenlose Paket sein, reicht in der Regel die Registrierung per E-Mail-Adresse. Einige Anbieter ermöglichen auch die zeitsparende Anmeldung über ein Google- oder Facebook-Konto.

Seite mit Inhalt füllen

Zunächst einmal muss sich der Nutzer für ein Design entscheiden. Anschließend erstellen die meisten Anbieter eine Beispielseite mit Musterfotos und Mustertexten. Per Drag-and-drop-Funktion tauscht der Nutzer die einzelnen Elemente nach Belieben aus, fügt eigene Texte und Bilder ein und nimmt gegebenenfalls zu einem späteren Zeitpunkt Änderungen vor.

Website mit Inhalt füllen
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Bei Jimdo ist das Einfügen von Text und Bild besonders einfach.

Wie promote ich meine Homepage?

Damit eine Website erfolgreich ist, muss der Betreiber Folgendes beachten:

  • Am besten lässt sich die Homepage vermarkten, wenn sie thematisch und gestalterisch einmalig ist.
  • Der Betreiber sollte nach Möglichkeit, seine Internetseite in einen Webring (ein auf Verlinkung basierendes Netzwerk aus themenverwandten Seiten) integrieren.
  • Mit verschiedenen SEO-Tools erhöht der Nutzer die Sichtbarkeit seiner Seite.

Mit wenigen Klicks ins Internet bringen

Ist der Nutzer mit dem Ergebnis zufrieden, speichert er es ab. Nur wenige Minuten später ist die erste Website-Version online und lässt sich fortan von jedem Nutzer aufrufen, der die Internetadresse kennt. Binnen weniger Stunden ist die Website auch über eine Suchmaschine zu finden.

4. Häufige Fehler vermeiden und Erfolgschancen vergrößern

Im Sinne einer erfolgreichen Webseite sollten Homepage-Gestalter die folgenden Fehler tunlichst vermeiden.

  • Der Nutzer sollte keinesfalls mit dem Bau der Website beginnen, bevor er eine klare Vorstellung davon hat, wie die Seite am Ende aussehen soll, welche SEO-Maßnahmen nötig sein werden und wie hoch die Kosten höchstens sein dürfen.
  • Auch sollten Interessenten kostenpflichtige Homepage-Baukästen nicht pauschal ausschließen. In vielen Fällen lohnt sich die Investition von einem geringen ein- bis zweistelligen Monatsbetrag, damit keine Werbung erscheint und der Anbieter nicht in der Domain genannt wird.
  • Darüber hinaus sollte der Betreiber nicht auf ein responsives Webdesign verzichten. Passt sich die Homepage nicht automatisch an die ideale Displayauflösung des aufrufenden Endgerätes an, verlassen viele Besucher die Seite aufgrund der umständlichen Navigation, bevor sie sich informiert oder etwas gekauft haben.

Vorsicht bei der Verwendung von Textbausteinen

Die Nutzung von vorgefertigten Textbausteinen ist eher nicht zu empfehlen. User haben bei einigen Anbietern die Möglichkeit, fertige Textblöcke für die Homepage-Gestaltung zu nutzen. Allerdings erkennen Suchmaschinen wie Google identische Textinhalte auf verschiedenen Webseiten und strafen dies durch eine schlechtere Positionierung im Suchergebnis-Ranking ab. So dämmen Suchmaschinen sogenannten „Duplicate Content“ ein.

Suchmaschinen-Ranking verbessern

Ganz wichtig für eine gute Positionierung innerhalb der Suchergebnisse ist der Inhalt, den Nutzer auf die Webseite hochladen. Ist nur wenig Text auf der Seite vorhanden oder dieser wortwörtlich von anderen Homepages kopiert, wertet Google dies negativ und lässt die eigene Seite weiter unten in den Suchergebnissen auftauchen. Auch die regelmäßige Aktualisierung spielt hier eine Rolle.

Je mehr User die Homepage besuchen, desto mehr Waren oder Dienstleistungen lassen sich potenziell verkaufen und desto mehr Einnahmen aus Werbe- oder Affiliate-Programmen generieren. Deshalb ist sowohl für private als auch für kommerzielle der Kennzahlen mithilfe eines SEO-Tools für diese Nutzergruppe sinnvoll, um das eigene Business voranzubringen.