One.com Homepage-Baukasten

One.com Homepage-Baukasten logo
BEWERTUNG
6.3 / 10
Niklas Gollan
Aktualisiert: 07/06/2019
Pro
  • 24-Stunden-Chat-Support
  • 25 Gigabyte Speicherplatz
  • Unbegrenzte Bandbreite
  • Ausführlicher Hilfe-Bereich
Kontra
  • Kein Telefon-Support
  • Online-Shop erst ab der höchsten Tarifstufe möglich
  • Keine kostenfreie Tarifstufe
FAZIT

Der Homepage-Baukasten von One.com bietet gute Konditionen und ist auch für Einsteiger geeignet. Lösungen anderer Anbieter sind allerdings noch intuitiver und auch die Fülle an Funktionen ist bei der Konkurrenz größer.

One.com Homepage-Baukasten logo
Gesamt
Hosting-Funktionen
Bedienung & Gestaltung
Sicherheit und Zahlung

One.com Homepage-Baukasten Test

Hosting-Funktionen7,8

One.com wurde 2002 in Dänemark gegründet, hat seinen Sitz aber inzwischen in Dubai Mit anderthalb Millionen Kunden aus 149 Ländern gehört One.com zu den größeren Webhosting-Anbietern. Zum Portfolio zählt auch ein Homepage-Baukasten, der es Nutzern ohne Vorerfahrung ermöglicht, mit einem überschaubaren Aufwand die erste eigene Website zu erstellen und mit wenigen Klicks ins Internet zu bringen. Die Bedienung erfolgt dabei über einen WYSIWYG-Editor, die Handhabung ähnelt dabei derjenigen eines Office-Programmes.

Kein kostenloser Basistarif

Im Gegensatz zu anderen Anbietern im Test bietet One.com kein komplett kostenfreies Paket für die Nutzung des Webseiten-Baukastens an. Das ist schade, denn viele Kunden wünschen eine komplett kostenfreie Testphase, bevor sie sich für einen Bezahltarif entscheiden. 1&1 und web4business verzichten Der Preis des günstigsten Tarifes beträgt 2,36 Euro monatlich. Derzeit (Juni 2018) läuft ein Angebot, bei dem diese Gebühren im ersten Jahr komplett entfallen. Auch erlässt der Anbieter die erste Gebühr für die zwölfmonatige Nutzung einer .de-Domain. Nutzer entrichten lediglich eine einmalige Einrichtungsgebühr in Höhe von zwölf Euro. Eine vergleichbare Einrichtungsgebühr in Höhe von 14,90 Euro erhebt sonst nur der Anbieter 1&1.

Die Mindestvertragslaufzeit beträgt dabei ein Jahr. Bereits dieser Tarif beinhaltet eine unbegrenzte Bandbreite, sehr großzügig bemessene 25 Gigabyte Speicherplatz und eine beliebige Anzahl an E-Mail-Konten. Den Lokalteil, also den Teil der Adresse vor dem @-Zeichen und der Domain, können Anwender frei wählen. Nutzer erstellen sowohl allgemeine (info@beispiel.de) als auch personenbezogene Adressen (vorname.nachname@beispiel.de), und zwar so viele, wie sie möchten.

In diesem Tarif ist die Anzahl der erstellbaren Seiten auf fünf beschränkt. In den zwei anderen Tarifen erstellen Nutzer bis zu 200 Seiten. Der Anbieter verzichtet in allen Tarifen darauf, Werbung einzublenden. Auch eine eigene Domain ist in allen Tarifen inkludiert. Nutzer wählen aus knapp 75 Templates aus. Damit liegt der Anbieter im Mittelfeld der Vergleichsgruppe. Ein eigens Bildarchiv bietet One.com nicht an. Stattdessen empfiehlt der Dienstleister, auf Stockfoto-Anbieter zurückzugreifen. Das ist schade, denn WIX, 1&1 und web4business haben entsprechende Bilder zur Verwendung im Portfolio. Aufgrund der Möglichkeit, auf diese Weise bereits einen seriösen Internetauftritt kreieren, ist bereits der Starter-Basistarif sowohl für private Projekte als auch für kleine und mittlere Unternehmen geeignet.

Weitere Funktionen in teureren Tarifen

Nutzer die dagegen Wert auf Templates, HD-Bildqualität sowie Backup- und Wiederherstellungsfunktionen legen, müssen mindestens auf den Premium-Tarif zurückgreifen, der monatlich mit 7,65 Euro zu Buche schlägt. Dieser Preis ist aktuell (Juni 2018) in den ersten zwölf Vertragsmonaten auf 3,82 Euro reduziert.

Möchten Kunden einen Webshop betreiben, müssen sie den gleichnamigen Tarif buchen. Dieser kostet 12,16 Euro im Monat. Das Angebot liegt damit preislich im Mittelfeld und anders als bei der Konkurrenz (beepworld und Weebly) ist die Anzahl der Produkte nicht limitiert. Im Baupage-Baukasten von 1&1 gibt es derzeit (Stand Juni 2018) gar keine Möglichkeit, einen Webshop zu implementieren.

Bedienung & Gestaltung4,9

Hat sich der Nutzer für einen der drei Tarife entschieden, gibt er im nächsten Schritt den gewünschten Domainnamen an. Er erfährt sofort, ob dem Wunsch entsprochen werden kann oder ob der Domain-Name bereits belegt ist. In letzterem Fall wird eine alternative Top-Level-Domain vorgeschlagen (unter anderem .com, .org, .info). Für die meisten deutschsprachigen Anwender eignet sich die .de-Domain, die Seriosität ausstrahlt. Die Prüfung, ob die Wuschdomain noch frei ist, kann der Nutzer alternativ bereits auf der Startseite durchführen.

Zweistufige Verifizierung

Um die Sicherheit des Benutzerkontos zu erhöhen, sendet der Anbieter dem Nutzer eine E-Mail mit einem Link zu einer Aktivierungs-Seite. Auf dieser gibt der Nutzer einen Aktivierungscode ein, den One.com per SMS an die angegebene Mobilfunknummer sendet. Bei Problemen mit dieser Methode können Nutzer stattdessen ein Formular drucken, unterschreiben und dem Anbieter zukommen lassen. Ein sicheres Verfahren, die Konkurrenz bietet diese Verifizierungsmöglichkeit nicht.

Waren diese Schritte erfolgreich, erhält der Nutzer eine sehr informative Willkommensmail, in der drei zentrale Bedienmenüs der Homepage vorgestellt werden. Zudem enthält diese E-Mail Buttons mit Direktlinks, die Nutzer direkt in die betreffenden Bedienmenüs leiten.

  • Kontrollpanel: Das Dieser Link führt zum Dashbord. Dort hat der Nutzer Zugriff auf den Homepage-Baukasten, die E-Mail-Konten und die Einstellungen.
  • Homepage-Baukasten: Über diesen Link gelangen Nutzer direkt in den Editor und können mit der Webseiten-Erstellung loslegen.
  • Webmail: Über diesen Button gelangen Nutzer direkt in den Webmail-Bereich. Sie können sich hier mithilfe ihrer E-Mail-Adresse und ihres Passwortes einloggen.

Neue Nutzer erlangen so direkt einen Überblick über die einzelnen Funktionen und können mit einem Klick auf den Homepage-Baukasten direkt mit der Editierung starten.

Homepage-Baukasten

Klickt der Nutzer das erste Mal auf das Tool „Homepage-Baukasten“, wählt er aus über 75 verschiedenen Templates aus, die nach Themengebieten gruppiert sind. Hat er einen Favoriten ausgewählt, wird eine Homepage nach diesem Schema, gefüllt mit passenden Bildern und Blindtexten, erstellt. Die Bilder können Nutzer dabei problemlos weiterverwenden. Für eine professionelle Homepage sind jedoch individuelle, zum Thema passende Bilder wichtig. One.com kooperiert mit dem Stockfoto-Anbieter Bigstock zusammen. Nutzer erhalten Bilder dieses Anbieters zu vergünstigten Konditionen. Für eine größtmögliche Individualisierung sorgen viele verschiedene Schriftarten, die Nutzer in unterschiedlichen Schriftgrößen einfügen.

Obwohl es keine weiteren Erklärungen, etwa in Form eines Tutorials, gibt, gewöhnt man sich nach einer kurzen Eingewöhnungsphase recht schnell an die Bedienung: Einmaliges Klicken auf ein Element, etwa ein Textfeld, wählt dieses an. Es kann nur per Drag-and-drop-Funktion an eine beliebige andere Stelle der Homepage verschoben werden. Möchten Anwender hingegen den Inhalt editieren, also den Text ersetzen, die Größe, Farbe oder Ausrichtung ändern, ist hingegen ein Doppelklick auf das betreffende Element notwendig. Alternativ klicken Nutzer auf das Bedienfeld „Text bearbeiten“. Insgesamt ist die Bedienung recht einfach, aber weniger intuitiv als bei Lösungen anderer Anbieter. Der Unterschied zwischen dem einfachen und dem Doppelklick wird nicht erklärt.

Warnung bei Platzierung von Inhalten außerhalb des definierten Template-Rahmens

Das Einfügen neuer Inhalts-Bausteine ist nicht kompliziert und unterscheidet sich im Wesentlichen nicht von der Verfahrensweise bei anderen Anbietern: Nutzer platzieren diese auf der Webseite, indem sie sie aus dem Menü an der linken Seite des Editors auswählen und per Drag-and-drop-Funktion an die gewünschte Stelle platzieren. Praktisch: Der Nutzer erhält eine Mitteilung, falls er versucht, das Element außerhalb des durch das Template vorgegebenen Inhaltsbereiches zu platzieren. Damit warnt das System vor Problemen bei der Darstellung in der mobilen Ansicht. Der User entscheidet, ob er diesen Warnhinweis ignoriert oder das Element an eine Stelle zieht, die ohne rote Einfärbung, also konfliktfrei bezüglich des Designs, ist. Das ist der Hauptunterschied im Gegensatz zu den Lösungen der Konkurrenz.

Weniger Funktionen als bei der Konkurrenz

Im Vergleich zur Konkurrenz, etwa 1&1, fällt auf, dass One.com deutlich weniger Elemente zum Gestalten der Homepage zur Verfügung stellt. Neben den Standard-Elementen wie Text-, Bild- oder Videoblöcken bietet 1&1 zusätzliche Widgets, beispielsweise des Musik-Streaming-Anbieters SoundCloud, des Tischreservierungs-Tools OpenTable, des Online-Zahlungs-Dienstleisters PayPal oder Speisekarten- und Öffnungszeiten-Editoren, die für Restaurants beziehungsweise Betriebe mit Kundenkontakt praktisch sind. Ein Webshop ist erst ab dem gleichnamigen Tarifpaket integrierbar und die Möglichkeit, einen Blog anzulegen, haben wir komplett vermisst. Letzteres ist ausschließlich im Hosting-Programm möglich. Die Bausteine „Dokument“ und „Tabelle“ sind im Editor (noch) ausgegraut, fährt der Nutzer mit der Maus über diese Elemente, erfährt er, dass diese Funktionen in Kürze integriert werden. In mancherlei Hinsicht finden wir das Angebot von One.com also verbesserungswürdig.

Bearbeitung auf mobilen Geräten nicht möglich

Eine App für die Bearbeitung der Homepage auf Smartphone oder Tablet bietet der Hersteller nicht an. Auch die mobile Bearbeitung über einen Smartphone-Browser funktionierte in unserem Test nicht. Nach dem Einloggen mit unseren Benutzerdaten bekamen wir eine Hinweismeldung, dass der Homepage-Baukasten sowohl den Touchscreen unseres Android-, als auch unseres iOS-Testgerätes nicht unterstützen würde, wir aber trotzdem gerne fortfahren könnten. Dies taten wir dann auch und bekamen einen weiteren Hinweis: Dieser beinhaltete, dass unserer Bildschirm zu klein für alle Funktionen des Baukastens wäre. Allerdings ließ sich diese Fehlermeldung nicht schließen und somit konnten wir an diesem Punkt nicht fortfahren. Das kann auch positiv gewertet werden, denn so kommen Nutzer nicht in die Versuchung, die Seite in der abgespeckten Ansicht zu editieren. Andererseits bieten alle anderen Anbieter im Vergleich bis auf beepworld die Möglichkeit, Änderungen auf mobilen Geräten durchzuführen: entweder auf der mobilen Seite, per App oder auf beiden Wegen.

Keinerlei Auswirkungen auf mobile Nutzbarkeit

Dieser Mangel hat glücklicherweise keinen Einfluss auf die mobile Darstellung der fertigen Homepage. Kunden rufen den erstellten Inhalt auch von Smartphone oder Tablet problemlos auf und erhalten eine auf ihre Bildschirmgröße abgestimmte Webseitenansicht. Müssten sie hingegen eine nicht-responsiv reagierende Website durch zoomen und scrollen bedienen, bestünde die Gefahr, dass sie die Seite schnell wieder verlassen.

Sicherheit & Zahlung6,2

Alle Webseiteninhalte werden in allem Tarifstufen automatisch SSL-verschlüsselt. Das ist sehr positiv zu bewerten, da es die Sicherheit der Nutzerdaten erhöht, was besonders wichtig ist, wenn sicherheitsrelevante Informationen wie Adress- oder Zahlungsdaten übertragen werden. Dies sollte inzwischen Standard sein und wird auch von allen Baukasten-Anbietern so gehandhabt.

Serverstandorte unübersichtlich kommuniziert

Nicht ganz so positiv, da intransparent, sieht es hingegen beim Thema Datenschutz aus. Der Anbieter wurde 2012 in Dänemark gegründet, im Impressum ist inzwischen allerdings eine Adresse in Dubai angegeben. Das hat selbstverständlich Auswirkungen auf das Datenschutzrecht, denn es ist nicht ersichtlich, in welchem Land die Server betrieben werden, auf denen die Homepage-Projekte gespeichert sind. Daher ist auch unklar, unter welche Datenschutzbestimmungen die Inhalte fallen. Nutzer können also nicht davon ausgehen, dass die deutschen Datenschutzbestimmungen greifen. Dementsprechend ist der Dienst nur solchen Nutzern zu empfehlen, denen dieser Punkt nicht wichtig ist. Eine Nachfrage beim Kundensupport ergab, dass der Serverstandort für europäische Kunden Kopenhagen ist.

Kein Telefon-Support, dafür schneller Live-Chat

Bei einem Homepage-Baukasten ist schnelle Hilfe im Falle von Problemen sehr wichtig. One.com bietet keinen Telefon-Support an, sondern setzt voll auf das Live-Chat-Tool. Tagsüber beantworten die Mitarbeiter zwischen 9:00 und 21:00 Uhr die Fragen der Kunden auf Deutsch und Englisch, in der restlichen Zeit steht ausschließlich der englischsprachige Support zur Verfügung. In unserem Test an einem Freitagvormittag reagierte ein freundlicher Mitarbeiter binnen zwei Minuten und beantwortete unsere Anfrage zu unserer vollsten Zufriedenheit. Nutzer haben alternativ die Möglichkeit, ihre Frage per E-Mail einzureichen. Hierbei garantiert der Anbieter eine Antwort binnen 24 Stunden. Insgesamt funktioniert der Support also gut, jedoch wünschen sich viele Anwender die Möglichkeit einer telefonischen Beratung. Einen solchen bieten nur die Konkurrenten web4business und 1&1, letztere sogar 24 Stunden am Tag. Bei WIX müssen Nutzer mit dem englischsprachigen Support, einer US-amerikanischen Hotline und der Zeitverschiebung zurechtkommen. Dafür bietet One.com auf seiner Homepage einen ausführlichen Hilfebereich mit Stichwortsuche und zahlreichen Schritt-für-Schritt-Anleitungen. Ein Community-Forum wird nicht angeboten.

Insgesamt vier Zahlungsarten

Kunden bezahlen ihre Rechnungen bei One.com entweder per Überweisung, giropay, Kreditkarte (VISA, MasterCard) oder PayPal. Das ist kundenfreundlich. Andere Anbieter von Homepage-Baukästen gewähren teilweise nur eine Zahlungsart.

Zusammenfassung6,3

Die Homepage-Baukasten-Lösung von One.com überzeugt mit großzügiger Paketausstattung: Bereits im kleinsten Tarif sind 25 Gigabyte Speicherplatz sowie eine unbegrenzte Bandbreite enthalten. Alle Tarife beinhalten eine eigene, werbefreie Domain, SSL-verschlüsselte Datenübertagung und unbegrenzt viele E-Mail-Konten.

Auch Nutzer ohne Vorerfahrung kreieren mithilfe des Editors innerhalb kurzer Zeit ihre erste eigene, professionelle Homepage. Wir empfanden die Erstellung allerdings weniger intuitiv als bei anderen Anbietern wie Jimdo oder 1&1. Auch die Funktionspalette bleibt hinter der Konkurrenz zurück, vor allem im Vergleich zu 1&1. Bei letzterem Anbieter verfügen Nutzer über deutlich mehr interaktive Elemente wie etwa Speisekarten-Vorlagen, eine PayPal-Schnittstelle oder ein Öffnungszeiten-Tool, das sie auf Wunsch per Drag-and-drop-Funktion sekundenschnell auf ihrer Seite platzieren.

Hervorzuheben ist das gute Preis-Leistungs-Verhältnis, bei dem sehr großzügig ausgelegte Infrastruktur auf günstige Konditionen trifft. Die moderaten monatlichen Nutzungsgebühren des Starter-Tarifes in Höhe von 2,36 Euro entfallen im ersten Jahr komplett. Nutzer zahlen nur eine Einrichtungsgebühr in Höhe von zwölf Euro.

Der Baukasten eignet sich daher für preisbewusste Homepage-Neulinge, die keine speziellen Ansprüche an multimediale Inhalte haben. Die 25 Gigabyte Speicherplatz ab der kleinsten Tarifstufe sind sehr großzügig, können aber die Mankos in den anderen Bereichen nicht wettmachen. Für ein kleines Privat-Projekt oder ein kleines oder mittelständiges Handwerksunternehmen ist die Palette höchstwahrscheinlich völlig ausreichend. Über 75 Templates sorgen für die Individualisierung des Webauftritts. Andere Anbieter haben allerdings mehr im Programm. User, die einen Webshop benötigen, müssen mit 12,16 Euro ab dem ersten Monat vergleichsweise tief in die Tasche greifen.