Blog erstellen

Blog erstellen

Was ist ein Blog?

Ein Blog oder auch Weblog ist eine simpel gestaltete und übersichtlich gehaltene Internetseite, auf der regelmäßig neue Textbeiträge, oft auch multimedial durch Fotos oder Videos aufgewertet, veröffentlicht werden. Autoren beschreiben in ihren Blogs etwa ihr Hobby oder ihre berufliche Tätigkeit, wodurch sie einen Mehrwert für die Leser schaffen. Blogs beschäftigen sich generell mit ganz diversen Themen, darunter sind die am weitesten verbreiteten Klassiker:

  • Lifestyle
  • Essen und Kochen
  • Reisen und Reiseberichte
  • Fitness und Sport
  • Mode
  • Musik
  • Das private oder berufliche Leben des Bloggers (Tagebuch mit spannenden Erlebnissen)

Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Blogger, die ihre eigenen Interessen „zu Papier“ bringen, haben es in der Regel nicht schwer, spannende Artikel zu schreiben. Anfangs ist aber auch in ihrem Fall ein wenig Geduld gefragt, denn eine feste Leser-Community bildet sich erst nach und nach. Grundsätzlich ist es ratsam, sich zunächst einmal auf anderen Blogs umzuschauen, um sich inspirieren zu lassen. Zudem sollte der Blogger auf Leserreaktionen achten. Leser können ihre Meinung etwa per Like-Button oder per Kommentarfunktion kundtun.

Reiseblog
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Das Tolle an einem Reiseblog: Blogger können ihren Arbeitsplatz frei wählen.

Bis zu diesem Punkt ist es jedoch ein langer Weg – im Folgenden zeigen wir Ihnen die Hürden auf, die Sie nehmen müssen.

Wegweiser bei der Blog-Erstellung

Die meisten Themen begründen sich hobby- oder berufsbasiert. Oberstes Motiv, ein Blog zu erstellen, sollten die Lust am Schreiben und eine zündende Idee sein. Doch wie formen Sie aus einer solchen Idee ein fertiges Konzept?

Ganz zu Beginn sollten Sie eine Marktanalyse durchführen: Was macht die Konkurrenz? Die Antwort auf diese Frage dient der weiteren Themeneingrenzung. Der Weg zum Erfolg führt nicht über ausgetretene Pfade, sondern individuelle Wege, die jeder passend zu seiner Persönlichkeit beschreitet – ein erfolgreicher Blog weist immer ein bestimmtes Alleinstellungsmerkmal auf.

Monetäre Absichten sollten dabei aber trotzdem maximal zweitrangig sein, der Antrieb sollten Interesse am Thema, Freude am Schreiben und Spaß an der Kommunikation mit den Lesern sein.

Steht das Konzept, müssen sich Nutzer auf die Suche nach einem geeigneten Webhoster machen. Hier sind technische Details zu beachten: Der Speicherplatz muss für Texte, Bilder und Videos ausreichen und bestenfalls durch den Nutzer aufzustocken sein. Phasen mit starkem Besucherandrang sollten durch verfügbare Bandbreitenreserven aufgefangen werden können. Lädt die Seite langsam oder gar nicht, verliert der Blogger schlimmstenfalls Leser. Als Domainname empfiehlt sich etwas Kreatives und thematisch Passendes sein. Er fungiert als eine Art Marke für den Blog. Eine gängige Top-Level-Domain (Adress-Endung, zum Beispiel „.de“ oder „.com“) strahlt Seriosität aus. Diese zwei Faktoren haben auch Auswirkungen auf das Suchmaschinen-Ranking. Zudem sollte das Thema des Blogs im Domainnamen vorkommen und im Idealfall leicht zu merken sein. Auch themenbezogene Wortspiele sind für einen Erinnerungseffekt optimal.

Durch das regelmäßige Schreiben und anschließende Veröffentlichen halten die Blogger treue Leser bei der Stange, generieren aber auch neue Leserschichten.

Wie bauen Sie einen Blog auf?

Ist sich der angehende Blogger erst über die generelle Richtung, die er einschlagen möchte, im Klaren, steht dem Startschuss für den ersten Post nichts mehr im Wege. Der Blogger schreibt seinen ersten Artikel und fügt eventuell passende Fotos oder Videos hinzu. Multimediale Elemente lockern den Text auf und sind ein Faktor bei der Suchmaschinenoptimierung. Das liegt darin begründet, dass multimediale Elemente den Textfluss auflockern und den Benutzer zu einer längeren Verweildauer animieren. Für Suchmaschinen sind diese Elemente zudem ein Indikator für Relevanz. Ein Text mit solchen multimedialen Elementen landet also in der Webseitensuche in der Regel an einer höheren Position in der Liste. Für die Suchmaschinenoptimierung ist ein kurzer, prägnanter Titel ebenfalls wichtig. Dieser signalisiert Nutzer binnen Sekunden, worum es geht, und entscheidet darüber, ob der Absatz darunter gelesen wird oder nicht.

Füller schreibt Blog
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Kann fesseln wie ein Buch, ist aber einfacher zu verbreiten: ein Blog.

Um den Lesern die Navigation zu erleichtern, setzen Blogger Tags. Ein Klick auf einen Tag (#Themennamen) zeigt alle weiteren Artikel, die mit ihm versehen wurden. Dieser Tag ist auch über Suchmaschinen auffindbar.

Es bietet sich an, die Blogartikel auch in sozialen Netzwerken zu veröffentlichen, um die Reichweite des Blogs zu erhöhen. Durch Facebook und Co. wächst die Leser-Community schnell an.

Um die bestehende Leserschaft zu halten und neue Leser dazuzugewinnen, muss der Blogger regelmäßig neue Artikel veröffentlichen. Erscheinen laufend neue Blogbeiträge, wirkt sich das auch gut auf das Suchmaschinen-Ranking aus.

Wie ist es möglich, mit einem Blog Geld zu verdienen?

Je mehr Leser ein Blog hat, desto interessanter ist er für Werbekunden. Umso wichtiger sind regelmäßige Updates, um die Leserschaft bei Laune zu halten. Bei einer ausreichenden Sichtbarkeit kann der Blogger Werbeplätze für Banner verkaufen. Hierbei gibt es zwei Verdienstmodelle: Pay-per-View und Pay-per-Click. Bei Ersterem erhält der Blogger Geld für die Einblendung der Werbung. Das Pay-per-Click-Modell basiert hingegen auf Klicks und Weiterleitungen. Eine weitere Verdienstmöglichkeit besteht in Webseitenempfehlungen, also Verlinkungen zu bestimmten Anbietern beziehungsweise Produkten. Man spricht hierbei vom Affiliate-Marketing. Auch ganze Werbe-Postings sind implementierbar. Hier sollten Blogger jedoch vorsichtig sein: Ein zu großer Werbeanteil vergrault Leser, und auch auf das Suchmaschinen-Ranking kann sich eine reine Werbe- oder Clickbaiting-Strategie negativ auswirken.

Followers
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Ein Blog mit großer Leserschaft kann seinem Betreiber Geld generieren.

Populäre deutschsprachige Blogs

  • Tonspion (Musik)
  • Telepolis (Politik und Medien)
  • T3n (Technik und Internet)
  • Abgeordnetenwatch (Politik)

Bei welchem Anbieter sollten Sie dem Blog hosten?

Beim Hosting gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten: Selbst hosten oder einen Anbieter wählen, der das Veröffentlichen von Blogs mit einem Baukasten-System vereinfacht.

Erfahrene Anwender aber auch Unerfahrene, die genug Zeit und Muße haben, sich in die Materie einzulesen, können sich Speicherplatz bei einem Hosting-Anbieter mieten. Um ein Blog zu betreiben, müssen sie dort selbst einen Weblog-Dienst wie WordPress installieren und konfigurieren. Der Nutzer sollte den selbstkonfigurierten Blog mit einer eigenen, zum Thema passenden Domain verbinden. Diese Variante bietet viele Freiheiten, ist aber auch mit einem Mindestmaß an technischem Verständnis und einer Einarbeitungsphase verbunden.

Serverraum
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Die Wahl des Anbieters entscheidet darüber, wo die Blogs gehostet werden.

„Fertige“ Blogsysteme finden Nutzer bei diversen Anbietern, darunter WordPress.com, Tumblr, Jimdo, WIX und 1&1 Mywebsite. Je nach Funktionsumfang sind sie teilweise sogar komplett kostenlos nutzbar. Möchten Nutzer eine eigene Domain haben, kommen in den meisten Fällen Kosten auf sie zu. Vor allem bei den kostenlosen Blog-Systemen sind die Gestaltungsmöglichkeiten eingeschränkt; die Nutzer müssen in der Regel aus einer festen Anzahl an Templates wählen. Ferner bestehen oftmals Restriktionen bezüglich der maximalen Anzahl an Postings in einem bestimmten Zeitraum oder der Menge an Speicherplatz. Diese umgehen Nutzer, indem sie in einen Tarif mit höheren monatlichen Gebühren wechseln. Dann erhalten sie einen sofort funktionierenden, in der Regel optisch ansprechenden Blog. In vielen Fällen erstellen die Systeme automatisch Kurzzusammenfassungen, Tags und Bilder. Ein „fertiges“ Blogsystem eignet sich also besonders für Unerfahrene, die keine Zeit oder Lust haben, sich eingehender mit der Technik zu beschäftigen. Auch mit dieser Variante sind sehr professionelle Ergebnisse erzielbar.