Barcode-Scanner

Die 7 besten Barcode-Scanner im Test & Vergleich

Allgemeine Merkmale
Hersteller
Maße
Farbe
Gewicht
Produkteigenschaften
Kabellos
Länge Kabel
Akkukapazität
Reichweite maximal
Scanabstand maximal
Anzahl Zeichen maximal
Erkennung Strichcode-Arten
Betriebsdauer
Betriebssystem

Barcode-Scanner-Ratgeber: So wählen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in K√ľrze
  • Ein Barcode-Scanner wandelt Strichcodes in Informationen um, die ein System zur automatischen Weiterverarbeitung aufnimmt.
  • Alternativ k√∂nnen aus diesen Codes Daten wie Lieferadressen zur√ľckgewonnen werden, damit Anwender sie manuell sortieren oder ausliefern k√∂nnen.
  • Die meisten Barcode-Scanner sind auf eindimensionale Barcodes, wie die der European Article Number (EAN), ausgelegt.
  • Auch Smartphones k√∂nnen mithilfe spezieller Apps gewisse Barcodes lesen. Wenn viele Codes eingelesen werden sollen, lohnt sich aber die Anschaffung eines eigenst√§ndigen Leseger√§tes.

Was ist ein Barcode-Scanner?

Bei einem Barcode-Scanner handelt es sich um ein Ger√§t zur Erfassung von verschiedenen Strichcodes. Solche Ger√§te sind l√§ngst in vielen verschiedenen Bereichen des Alltags pr√§sent. Ein Barcode-System sorgt f√ľr eine enorme Zeitersparnis, da Inventarnummern nicht mehr einzeln abgetippt werden m√ľssen. Dadurch werden Fehler bei der Produkterfassung minimiert. Die Verwendung eines Barcode-Scanners sorgt daher, egal in welcher Anwendungsumgebung, f√ľr ein Plus an √úbersichtlichkeit sowie eine Steigerung der Effizienz und der Produktivit√§t.

Mögliche Einsatzgebiete von Barcode-Scannern

√úber einen Barcode-Scanner wird ein maschinenlesbarer Code in Informationen umgewandelt, die eine Weiterverwendung √ľber Computer erm√∂glichen. Ein Beispiel: Lagerarbeiter erstellen √ľber die Scanfunktion komfortabel eine √úbersicht √ľber den Warenbestand. Die Produkte werden beim Wareneingang sowie beim Verkauf gescannt. Auf diese Weise entsteht eine Bilanz, und Unternehmen k√∂nnen einzelne Waren automatisiert nachbestellen. Eine manuelle Pr√ľfung des Warenbestandes und das manuelle Nachbestellen w√§re deutlich aufw√§ndiger. ¬†

Ein Beispiel f√ľr ein Unternehmen, bei dem die codierten Waren eine bedeutende Rolle spielen, ist der Online-Versandh√§ndler Amazon. Im Lagersystem herrscht auf den ersten Blick das reinste Chaos: Im Gegensatz zu einem Supermarkt gibt es keine nach Themen oder Warengruppen sortieren Bereiche. Vielmehr wird alles scheinbar ungeordnet gelagert. Dennoch wei√ü das Warenwirtschaftssystem zu jedem Zeitpunkt, in welchem Fach der unz√§hligen Lagerregale sich ein Artikel befindet. Das System ist nach Angaben des Unternehmens effizient und platzsparend, w√§re aber ohne eine auf Barcodes ausgelegte Warenwirtschaft nicht realisierbar. An Spitzentagen werden zwei Millionen Artikel verkauft. Dieser Durchsatz ist nur durch das automatisierte Warenwirtschaftssystem m√∂glich. Es sind die Barcode-Scanner, die inmitten der chaotischen Lagerhaltung die automatisierte Erfassung und somit die Sortierung der Sendungen erm√∂glichen.

Barcodes sind in der Produktion, im Versand, aber auch bei Gro√üveranstaltungen weit verbreitet. So k√∂nnen sie dazu dienen, Informationen zur Weiterverarbeitung zu √ľbertragen, Empf√§ngerinformationen auf einer Sendung zu tragen oder einen eindeutigen und nur einmal nutzbaren Code bei Einlasskontrollen zu garantieren.¬†

M√∂glichkeiten f√ľr den Einsatz eines Barcode-Systems:

  • Kasse (Lebensmittel- und Non-Food-Handel)
  • Lager
  • Produktion (maschinenlesbare Einzelteile)
  • Versand (Paketnummern)
  • B√ľro (Inventar, fortlaufende Auftr√§ge in E-Mail und Briefpost)
  • Einlass (Konzerte, Sportevents)

Scanner-Typen und deren Funktionsweise

Auf dem Markt gibt es verschiedene Scanner-Typen, die verschiedene Barcode-Arten lesen k√∂nnen und sich dementsprechend auf f√ľr unterschiedliche Anwendungsgebiete eignen. Es gibt sowohl Ger√§te, die durch die unterschiedliche Reflektion hellen und dunklen Bereiche Barcodes ‚Äělesen‚Äú, als auch solche, die Codes als Ganzes ‚Äěfotografiert‚Äú und Informationen anschlie√üend digital verarbeitet. ¬†Wir stellen die wichtigsten Barcode-Scanner-Typen vor.

Unterschied zwischen 1D- und 2D-Codes

Der eindimensionale Barcode ist von Nutzern einfach auszumachen: Es handelt sich um Codes, bei denen schwarze Striche unterschiedlicher Dicke mit unterschiedlich gro√üen L√ľcken angeordnet sind. Verbraucher kennen diese Art etwa vom EAN-Code, der auf nahezu jeder Produktverpackung im Supermarkt aufgebracht ist, damit das Produkt und sein Preis an der Kasse ermittelt werden k√∂nnen. Bei der 2D-Technik kommen keine Striche, sondern unterschiedliche Formen, meist kleine Quadrate, zum Einsatz. Der Name 2D r√ľhrt daher, dass die als Module bezeichneten Formen nicht nur nebeneinander, sondern auch √ľbereinander, also in zwei Dimensionen, angeordnet sind.

CCD- oder auch LED-Scanner

In einem solchen Scanner-Modell √§lterer Bauart ist eine Leiste mit einer Leuchtdiode verbaut. Der durch sie angestrahlte Strichcode reflektiert die hellen und dunklen Bereiche auf eine lichtempfindliche CCD-Zelle im Scanner. Diese im Ger√§t verbaute Zelle wandelt den Strichcode in maschinen- oder nutzerlesbare Daten um. Die Vorteile dieser Modelle sind ihre hohe Robustheit und ein vergleichsweise g√ľnstiger Anschaffungspreis. Nachteile gibt es leider auch: Der Scanbereich ist bei diesem Modell relativ gering; es muss ein Abstand von h√∂chstens 50 Zentimetern zum zu scannenden Strichcode eingehalten werden. Zudem k√∂nnen Nutzer mit diesen Ger√§ten lediglich eindimensionale Codes erfassen. Daher werden die CCD-Modelle zunehmend von g√ľnstigen Laser-Modellen abgel√∂st.

Vorteile
  • Schnelles Einlesen auf Knopfdruck
  • Verzicht auf mechanische Bauteile verringert St√∂ranf√§lligkeit
Nachteile
  • Nur 1D-Codes lesbar
  • Bei schlechten Lichtverh√§ltnissen st√∂ranf√§llig
  • Exakte Ausrichtung notwendig

Laser-Scanner

Ein Laser-Scanner ist sozusagen die Weiterentwicklung des CCD-Scanners. Bei dieser neueren Scanner-Art werden die Codes √ľber einen oder mehrere Laserstrahlen erfasst. Das Lesen ist dabei √ľber eine gr√∂√üere Entfernung und mit einer h√∂heren Geschwindigkeit m√∂glich. Bei einem solchen Laser-Scanner richtet der Nutzer das Ger√§t im 90-Grad-Winkel auf den auszulesenden eindimensionalen Code. Die dunklen und hellen Bereiche werden beim Erfassen unterschiedlich stark reflektiert und so ausgelesen.

Vorteile
  • Vergleichsweise gro√üer Leseabstand m√∂glich
  • Lesen auch unter schlechten Lichtverh√§ltnissen
  • Sichtbarer Laserstrich macht Ausrichten sehr einfach
  • Schnelles Einlesen
Nachteile
  • Nur 1D-Codes lesbar
  • Mechanische Komponenten erh√∂hen St√∂ranf√§lligkeit
  • Exakte Ausrichtung notwendig

Kamera-Scanner

Ein neuer Typ Scanner mit einer gr√∂√üeren Funktionspalette ist der Kamera-Scanner, auch ‚ÄěImager ‚Äěgenannt. Bei diesen Ger√§ten wird der Barcode nicht ‚Äěgelesen‚Äú, sondern mit einer kleinen Kamera abfotografiert. Anschlie√üend durchwandert die Aufnahme die digitale Bildverarbeitung. Dieses Verfahren ist aufw√§ndiger, es muss Hardware zus√§tzliche Hardware zur Dekodierung verbaut werden. Daher sind entsprechende Ger√§te noch vergleichsweise teuer. Daf√ľr k√∂nnen Nutzer in zweidimensionalen Codes deutlich mehr Informationen codieren. Solche Codes sind inzwischen auch mit einigen Smartphones und entsprechenden Apps lesbar.

Vorteile
  • Neben 1D- k√∂nnen auch 2D-Grafiken dekodiert werden
  • Keine exakte Ausrichtung notwendig
  • Neben Barcodes k√∂nnen Imager auch Dokumente wie Personalausweise erfassen
  • Es k√∂nnen mehr Informationen √ľbertragen werden als bei anderen Scannern
Nachteile
  • Vergleichsweise teuer
Barcodes dank spezieller Apps auch am Smartphone scannen

Dank spezieller Apps ist es auch mit vielen Smartphones m√∂glich, bestimmte Barcodes zu erfassen und anschlie√üend in die gew√ľnschte Information umzuwandeln. Beliebte Einsatzm√∂glichkeiten sind QR-Codes, die Nutzer im √∂ffentlichen Raum oder beispielsweise in einem Museum finden. √úber diese Codes lassen sich zus√§tzliche Informationen, wie Kontaktdaten, eine Anfahrtsbeschreibung, zus√§tzliche Erkl√§rungen zu einem Kunstwerk oder ein direkter Link ins World Wide Web auf dem Display anzeigen. Damit sind Verweise zu multimedialen Inhalten wie Audio-Guides oder Videos m√∂glich. W√§hrend die Smartphone-Apps f√ľr diesen Zweck perfekt geeignet sind, ist der Bedienungskomfort eingeschr√§nkt, sofern Nutzer beispielsweise f√ľr den Versand eine gro√üe Anzahl an Codes scannen m√ľssen: Eine vergleichsweise langsame Verarbeitung, St√∂rungen durch Chats und Anrufe, Sorge um einen leeren Akku sowie die unhandliche Handhabung sprechen gegen den Einsatz. Hier empfiehlt sich ein Imager-Scanner in Pistolenbauweise.

Weitere Scanner-Modelle

Es existieren noch weitere Barcode-Scanner-Arten, die teilweise im Privatnutzer-Segment keine Rolle spielen, sondern in der Industrie eingesetzt werden. Wir stellen drei Arten kurz vor.

Barcode-Lesestifte: Kompakt aber mitunter unzuverlässig

Neben den pistolenartigen CCD-, Laser-Scannern und Imagern gibt es sehr kompakte Lesestifte zum Auslesen von Barcodes. Sie sind etwa so gro√ü wie ein Kugelschreiber und finden ausschlie√ülich Privatbereich Anwendung. Um einen Barcode zu lesen, m√ľssen Anwender das untere Ende, an dem der Lesekopf verbaut ist, in Leserichtung von links nach rechts direkt √ľber den Strichcode f√ľhren. Aufgrund dieser Bedienweise ist lediglich das Scannen eindimensionaler Barcodes m√∂glich. Au√üerdem erfordert die erfolgreiche Erfassung ein gewisses Ma√ü an √úbung: Anwender m√ľssen den Stift in korrekter Richtung und in einer m√∂glichst gleichbleibenden Geschwindigkeit f√ľhren. Andernfalls kann es zu Lesefehlern kommen. Au√üerdem ist dieses Verfahren vergleichsweise aufwendig. Bei einer gro√üen Zahl zu scannender Barcodes empfiehlt sich daher ein Pistolenscanner. Mit diesen Ger√§ten erfassen die Nutzer die Strichmuster deutlich schneller. Zudem m√ľssen sie nicht direkt an das Produkt heran: Das Erfassen funktioniert auch mit einem gewissen Abstand, so dass Produkte beispielsweise in den Regalen belassen werden k√∂nnen.

Durchzugsleser: stationäre Kontrollsysteme

Durchzugsleser werden h√§ufig in Zugangskontrollsystemen eingesetzt. Beispiele f√ľr ein solches System sind etwa einzelne Bereiche in einem B√ľrokomplex oder einem Supermarkt, die nur bestimmte Mitarbeiter betreten d√ľrfen. Solche Systeme kommen auch bei Ticketkontrollen im √∂ffentlichen Nahverkehr einiger St√§dte sowie bei Einlasskontrollen an Sporthallen und Fu√üballstadien zum Einsatz. Nachdem Nutzer eine Karte mit einem g√ľltigen Barcode durch das System ziehen, wird beispielsweise ein Drehkreuz f√ľr ihn freigeschaltet.

Einbauscanner: der Klassiker an der Supermarktkasse

Seit vielen Jahren erleichtern sie die Arbeit von Kassiererinnen und Kassierern im Supermarkt: die Einbauscanner. Sie l√§uteten das Ende eines Zeitalters ein, in dem Supermarkt- beziehungsweise Discounter-Angestellte entweder die Preise oder eine bestimmte Produktnummer auswendig lernen oder vom Karton abtippen mussten. Diese Einbauger√§te sind darauf ausgelegt, die im Handel weit verbreiteten EAN-Codes auf den Produktverpackungen abzulesen. Dabei ist es dank Spiegelsystemen nicht unbedingt notwendig, die Verpackung mit dem Strichcode genau √ľber den hinter dem Kassenband befindlichen Scanner zu ziehen ‚Äď oftmals reicht ein versetztes kurzes Vorhalten des Kartons.

Verschiedene Strichcode-Arten

Im europäischen Handelsraum gibt es eine Reihe an gängigen Barcode-Arten. Wir stellen die geläufigsten Strichcodes vor.

Eindimensionale Barcodes

1D-Barcodes sind vor allem in der Industrie und im Handel verbreitet. Sie sind auf Paketsendungen und auf Verbraucherprodukten zu finden. Wir stellen eine Auswahl der geläufigsten eindimensionalen Codearten vor.

EAN 8/EAN 13
EAN 8/EAN 13

Sehr weit verbreitet ist die European Article Number (EAN) mit 8 beziehungsweise 13 Stellen. Dieser Strichcode prangt auf so gut wie allen Produkten im Supermarkt und erleichtert die Arbeit der Kassierer: Die Produkte werden einfach gescannt. Im Kassensystem sind die einzelnen Produkte sowie die dazugeh√∂rigen Verkaufspreise gespeichert. Die ersten zwei Ziffern eines 13-stelligen EAN-Codes sind L√§nderk√ľrzel. Die n√§chsten f√ľnf Ziffern enthalten eine Herstellerkennzeichnung. Diese Herstellernummern werden in Deutschland zentral von der GS1 Germany GmbH vergeben. Die folgenden f√ľnf Ziffern werden vom Hersteller zugeordnet und erm√∂glichen eine Identifikation des Produktes. Die dreizehnte Ziffer dient Pr√ľfzwecken. Die achtstellige EAN ist eine Kurzform, die nur f√ľr Artikel vergeben wird, die nicht gen√ľgend Platz f√ľr die Standardversion des Codes aufweisen.

Code 39
Code 39

Der eindimensionale Code 39 ist ein √§lterer, in der Industrie aber noch weit verbreiteter alphanumerischer Strichcode. Am g√§ngigsten ist er in der Automobil- und in der Pharmaindustrie (als PZN-Code auf Medikamentenverpackungen). Aufgrund gro√üer Drucktoleranzen ist er einfach und g√ľnstig herzustellen.

GS1-128
GS1-128

Beim Code 128, auch als GS1-128 bezeichnet, tragen nicht nur die senkrechten Striche, sondern auch die wei√üen L√ľcken Informationen. Diese Codeform l√∂st nach und nach den Code 39 ab, da es in diesem neueren Format m√∂glich ist, deutlich mehr Informationen unterzubringen. Streng genommen handelt es sich dabei nicht um einen Barcode, sondern um eine Datenstruktur in der Logistik, die als Transportmedium den Code128 nutzt. So verwendet beispielsweise der Paketdienstleister DHL einen Aufkleber mit einem solchen Code als eindeutiges Identifizierungsmerkmal. Bis 2009 wurde dieser Code auch als EAN128 bezeichnet.

Code 2/5i
Code 2/5i

Ein Code der Art 2/5i kann nur die Zahlen 0 bis 9 beinhalten. Zudem muss die Ziffernanzahl unbedingt gerade sein. Der Code wird auch als ITF-Code bezeichnet ‚Äďdie Abk√ľrzung steht f√ľr ‚ÄěInterleaved Two of Five‚Äú. Die deutsche √úbersetzung f√ľr ‚ÄěInterleaved‚Äú ist ‚Äěverzahnt‚Äú. Der Name r√ľhrt daher, dass die Balken und die dazwischenliegenden L√ľcken so verzahnt oder verschachtelt sind, dass sowohl die Balken als auch die dazwischenliegenden wei√üen L√ľcken Informationen enthalten. Diese Codeart wird in der Logistik und von Paketdiensten, in Warenh√§usern, der Lebensmittel-, Pharma- und der Elektronikindustrie eingesetzt.

Zweidimensionale Barcodes

Im Gegensatz zu den eindimensionalen Codes sind die Daten bei diesen Barcodes nicht nur in einer Richtung codiert (eindimensional), sondern in zwei Dimensionen. Der größte Vorteil liegt in der höheren Informationsdichte. So können hier beispielsweise personenbezogene Informationen wie komplette Adressdaten gespeichert werden.

Die Codes enthalten verschieden breite Striche oder Punkte mit dazwischen liegenden L√ľcken. Sie werden mit optischen Leseger√§ten erfasst und elektronisch weiterverarbeitet. Wir stellen eine Auswahl der popul√§rsten 2D-Codes vor.

PDF 417
PDF 417

Die Abk√ľrzung PDF steht f√ľr ‚ÄěPortable Data File‚Äú. Es handelt sich bei diesem Barcode nicht um einen Matrixcode, sondern um einen zweidimensionalen Barcode, der durch Aufeinanderstapeln von eindimensionalen Codes entsteht. Er erfordert keine vollst√§ndige Zeilenkongruenz. Das bedeutet, dass die Abst√§nde zwischen den Zeilen nicht exakt gleich sein m√ľssen, was ihn weniger fehleranf√§llig macht. In einem solchen PDF-417-Barcode k√∂nnen maximal 2.000 Zeichen enthalten sein. Bezugnehmend auf seine Gr√∂√üe schneidet das Verfahren in puncto Informationsdichte verglichen mit Matrix-Codes schlecht ab. Dennoch ist der Einsatz in Bereichen sinnvoll, in denen keine Kamera-, sondern lediglich Laserscanner zum Einsatz kommen, die die Matrix-Codes nicht verarbeiten k√∂nnen.

DataMatrix
DataMatrix

Der DataMatrix-Code ist einer der bekanntesten 2D-Codes, der seit Ende der 1980er Jahre in der Industrie Anwendung findet. Er wird f√ľr die dauerhafte Direktbeschriftung aufgebracht, etwa in der Produktion, im Automobilbau, der Chemie und Medizin oder als Fahrkarte beziehungsweise Freimachung im Postverkehr. Diese Codeart gewinnt weiterhin stark an Bedeutung.

QR-Code
QR-Code

Die Abk√ľrzung steht f√ľr Quick-Response-Code, ein ebenfalls sehr verbreiteter zweidimensionaler Matrix-Code. Urspr√ľnglich in der 1990er Jahren in Japan entwickelt, erfreut er sich inzwischen auch in Europa wachsender Popularit√§t. Anwender k√∂nnen bis zu 4.000 alphanumerische Zeichen unterbringen. G√§ngige Smartphones mit Kamera sind in der Lage, den Code zu lesen und mit einer entsprechenden App zu entschl√ľsseln. Daher finden sich die Codes mehr und mehr auch im √∂ffentlichen Raum, beispielsweise auf Veranstaltungsflyern oder auch in Museen: Auf diese Weise k√∂nnen Werbende die Nutzer auf eine Internetseite leiten oder zus√§tzliche Informationen zu einem bestimmten Exponat in Text und Bild liefern.

Achten Sie auf diese Besonderheiten

Bei der Wahl des passenden Scannermodells beeinflussen individuelle Bed√ľrfnisse und der Einsatzzweck die Kaufentscheidung. Wir fassen wichtige Faktoren zusammen.

Maße und Gewicht 

Bei den hier ber√ľcksichtigten Ger√§ten handelt es sich ausschlie√ülich um Handscanner, die einen flexiblen Einsatz und eine komfortable Handhabung erm√∂glichen. Einige Ger√§te wiegen zwischen 300 und 400 Gramm. Da Barcode-Scanner stundenlang von Kassierern und Paket-Sortierern sowie Zustellern in der Hand gehalten werden m√ľssen, gibt es auch kompakte, aber gleichzeitig robuste Modelle, die lediglich um 100 Gramm wiegen. Ein gro√üer Komfortvorteil!¬†

Verbindungsarten: entscheidend f√ľr flexiblen Einsatz

Handscanner f√ľr Barcodes gibt es in verschiedenen Variationen. Es sind sowohl kabelgebundene Modelle als auch drahtlose Varianten erh√§ltlich. Die kabelgebundenen Varianten eignen sich ausschlie√ülich f√ľr einen Einsatz innerhalb eines bestimmten Bewegungsradius. Geeignet sind sie beispielsweise f√ľr den Einsatz an einem Schreibtisch oder an einer Kundeninformation in einem Baumarkt. Soll ein solches Modell verwendet werden, sollten Interessenten auf die Kabell√§nge achten. Die meisten Kabelgebundenen Scanner werden per PS/2-Schnittstelle mit dem Computer verbunden. √Ąltere PC-Benutzer kennen diese Schnittstelle noch von Tastaturen und M√§usen. Bei diesen Peripherieger√§ten wurde der Anschluss inzwischen von der USB-Schnittstelle abgel√∂st, und auch bei den kabelgebundenen Barcode-Scannern findet sie zunehmend Verbreitung.

Andere Einsatzarten, zum Beispiel in einem großen Warenlager, machen die Verwendung eines Barcodes-Scanners mit Schnur unmöglich. Um alle Bereiche des Lagers erreichen und dort Barcodes einlesen zu können, ist ein Funk-Scanner notwendig. Wir listen die verschiedenen Funk-Technologien im Folgenden auf und beleuchten die jeweiligen Vor- und Nachteile.

Daten√ľbertragung per WLAN: Bedenken bez√ľglich Ausfallsicherheit und Datenschutz

Eine M√∂glichkeit, die gescannten Daten kabellos an einen Computer zu √ľbertragen, ist die Verbindung mittels WLAN. Diese Option kommt in der Praxis nicht so oft vor. Die Verwendung dieser √úbertragungsart ist aber aus zweierlei Gr√ľnden nicht zu empfehlen: Einerseits sind Nutzer auf das Internet angewiesen. F√§llt die Verbindung aus, k√∂nnen die Ger√§te bis zur Wiederherstellung der Leitung nicht genutzt werden. Zudem besteht die Gefahr, dass WLAN-Verbindungen von Dritten gehackt und Daten abgefangen werden.

Daten√ľbertragung per Funk: mittlere Reichweite

Einige Funkscanner-Modelle √ľbertragen die Daten kabellos: Zur Anwendung kommt unter anderem die bew√§hrte Bluetooth-Technologie. Sie gibt Anwendern je nach Modell eine Bewegungsfreiheit von 10 bis 30 Metern. Die Reichweite h√§ngt aber von den baulichen Bedingungen ab: Dicke W√§nde, etwa in einem Keller, k√∂nnen die Sendeleistung beeintr√§chtigen. Bei diesen Ger√§ten werden die Daten drahtlos an eine Ladestation gesendet und von dort in den meisten F√§llen per USB-Kabel an einen Computer √ľbertragen. Dort werden sie weitergehend ausgewertet. So ist eine Lagerbestandsverwaltung denkbar. Der Vorteil gegen√ľber den WLAN-Modellen: Die Daten werden nicht √ľber das Internet √ľbertragen. Ein Abfangen der Daten von au√üen ist somit nicht m√∂glich. Ein Hacker m√ľsste sich in unmittelbarer Funkreichweite befinden.¬†

Akkukapazit√§t: entscheidet √ľber Verwendungsdauer

Generell ist bei Funk-Scannern darauf zu achten, welche Akkukapazität die Geräte aufweisen. Von ihr hängt ab, wie lange Anwender die Scanner benutzen können, ohne dass ein Aufladen in der Basis-Station nötig wird.

Pufferspeicher: sammelt Daten bis zur Synchronisation

Ein Zwischenspeicher kommt ausschließlich bei kabellosen Scanner-Modellen zum Einsatz. Hier werden Daten bis zur nächsten Synchronisation mit dem Computer abgelegt. Er stellt sicher, dass Nutzer auch dann weiterarbeiten können, wenn die Funk-Verbindung abreißt oder ein Software-Update verarbeitet wird. Die Größe dieses Speichers unterscheidet sich je nach Modell stark. So scannen Nutzer zwischen 500 und 100.000 Barcodes, ohne dass eine aktive Verbindung zum Computer bestehen muss.

Leseabstand: hoher Abstand vergrößert Komfort

Die maximale Entfernung, von der aus ein Scan möglich ist, hängt von dem Scanner-Typ ab. Dabei sind Abstände zwischen zwei Zentimetern und zwölf Metern möglich. Es gibt drei Scanner-Gruppen:

  • Standard Range: Leseabstand von 2 Zentimetern bis zu 50 Zentimetern
  • Long Range: Leseabstand von 6 Zentimetern bis zu 2 Metern
  • Extended Range: Leseabstand von 10 Zentimetern bis zu 12 Metern

In der Regel sind die Long-Range-Modelle vollkommen ausreichend. Hochregallager und Bedingungen wie Glasscheiben, Verpackungsfolien oder schwierige Lichtverh√§ltnisse k√∂nnen jedoch ein Modell mit Extended-Range-Unterst√ľtzung erfordern.

Betriebssystem-Unterst√ľtzung und Datenimport: Weiterverarbeitung sicherstellen

Bei der Kaufentscheidung m√ľssen Interessenten ebenfalls ber√ľcksichtigen, ob die zum Scanner geh√∂rende Software mit dem genutzten Betriebssystem kompatibel ist. Ferner ist entscheidend, an welche Programme die Daten zur sp√§teren Weiterverarbeitung √ľbergeben werden k√∂nnen, beispielsweise Microsoft Excel oder Microsoft Access.

Bekannte Hersteller

Inateck

Inateck ist ein Elektronik-Hersteller aus Sachsen, der neben Barcode-Scannern weiteres Computer-Zubeh√∂r wie PCI-Express-Steckkarten, Festplattengeh√§use, Dockingstationen, Laptoptaschen oder Reiserucks√§cke mit entsprechend gesch√ľtzten Stauf√§chern anbietet. Die Barcode-Scanner-Familie ist beispielsweise nicht nur nach den europ√§ischen Standards CE und FCC, sondern auch nach den amerikanischen CEC- und DOE-Standards zertifiziert. Lager befinden sich sowohl in Deutschland als auch in den USA. In Kooperation mit Partnern wie UPS, FedEX und DPD werden Versandgeschwindigkeiten von ein bis zwei Tagen (Deutschland) beziehungsweise drei bis f√ľnf Tagen (USA) erreicht.

TaoTronics

ToaTronics ist ein chinesischer Elektronikhersteller mit Sitz in der Sonderwirtschaftszone Shenzen. F√ľr den deutschen Vertrieb ist die ZBT International Trading GmbH mit Sitz in Rellingen (Schleswig-Holstein) zust√§ndig. Auf der deutschsprachigen Website k√∂nnen Interessenten die Produkte nach einer Weiterleitung zum Amazon-Marketplace erwerben. Zudem steht bei Fragen eine deutsche Festnetznummer zur Verf√ľgung.

Datalogic

Der italienische Hersteller Datalogic ist in den Industriezweigen automatische Datenerfassung und Prozessautomatisierung tätig. In Langen in Hessen gibt es eine deutsche Niederlassung. Neben den Handscannern vertreibt das Unternehmen Kassenhardware und Self-Checkout-Systeme sowie Tracking- und RFID-Lösungen.

Honeywell 

Honeywell ist ein gro√üer US-amerikanischer, international ausgerichteter Konzern. Er ist in den Bereichen Chemikalien, Luft- und Raumfahrt, Transport, Automatisierung und der R√ľstungsindustrie aktiv. Zum Produkt-Portfolio geh√∂ren auch verschiedene Barcode-Scanner. Das Unternehmen blickt auf eine √ľber 130 Jahre lange Firmenhistorie zur√ľck und betreibt in Offenbach eine deutsche Niederlassung.

Zebra

Das Portfolio von Zebra umfasst L√∂sungen zur Datenerfassung und Standortbestimmung sowie f√ľr Software- und Datenplattformen. Barcode-Drucker und -Scanner geh√∂ren dazu. Das Unternehmen wurde 1969 gegr√ľndet und unterh√§lt mehr als 100 Niederlassungen in 45 L√§ndern. In Deutschland ist das Unternehmen mit zwei Standorten in Berlin und Ratingen vertreten.

Godex

Godex ist ein taiwanesischer Anbieter von Barcode-Druckern und -Scannern. Er unterhält eine deutsche Dependance im nordrhein-westfälischen Radevormwald. Auch Software-Lösungen zur Barcode-Erstellung sowie zum Bestandsmanagement finden sich im Portfolio.

Albasca     

ALBASCA ist eine Marke von Michael Krug EDV Service, einem inhabergef√ľhrten Unternehmen aus Traunstein. Seit mehr als 30 Jahren vertreibt der Anbieter Barcode-Systeme und Software zur Automation und Qualit√§tssicherung. Die Produkte werden allesamt in Taiwan gefertigt und in Deutschland einer Qualit√§tskontrolle unterzogen.

Weiterf√ľhrende Testberichte

Achtung: Hierbei handelt es sich um einen Barcode-Scanner-Vergleich. Wir haben die vorgestellten Produkte keinem vollumfänglichen Test unterzogen.

Ein Test des renommiertesten deutschen Testinstituts Stiftung Warentest liegt aktuell leider noch nicht vor. Der Grund daf√ľr besteht vielleicht darin, dass dieses Fachgebiet zu sehr auf Industriekunden und weniger auf Endverbraucher abzielt. M√∂glicherweise folgt ein solcher Test aber noch. Sollte Stiftung Warentest einen Barcode-Scanner-Test durchf√ľhren, erfahren Sie es hier.