Google Analytics deaktivieren in vier einfachen Schritten

Big Data Grafik

Manchmal ist es geradezu beängstigend, wie viel das Internet über seine Nutzer weiß. Auf unseren täglichen Surfausflügen erscheint immer wieder aufdringliche Werbung, die maßgeschneidert auf die eigenen Interessen zu sein scheint – noch dazu auf Webseiten, die nichts mit dem Thema des beworbenen Produktes zu tun haben.

Für dieses Phänomen ist zu einem großen Teil Google Analytics verantwortlich. Dieses Tool können Website-Betreiber einsetzen, um das Verhalten ihrer Besucher auszuwerten. Google verknüpft die Daten aller Websites und erstellt Profile, über die der Suchmaschinenbetreiber genau nachvollziehen kann, wie sich einzelne Anwender im Web bewegen.

Internet-Nutzer können mit unterschiedlichen Methoden verhindern, dass Google Analytics ihr Surfverhalten erfasst. Viele davon sind relativ kompliziert. Eine der einfachsten Lösungen kommt jedoch paradoxerweise von Google selbst. Der Hintergrund: Google Analytics ist für Datenschützer ein rotes Tuch. Um ihnen den Wind aus den Segeln zu nehmen, bietet der Suchmaschinengigant selbst eine Browser-Erweiterung an, welche die Datenerfassung durch Google Analytics unterbindet.

So installieren Sie das Plug-in

Schritt 1: Nutzen Sie folgenden Link:
https://tools.google.com/dlpage/gaoptout

Schritt 2: Wie auf der Website beschrieben, geht es hier um den Download eines Plug-ins, das Ihnen ermöglicht, Google Analytics in Ihrem Browser zu deaktivieren. Dieses Plug-in ist für alle gebräuchlichen Browser erhältlich: Microsoft Internet Explorer, Mozilla Firefox, Apple Safari, Opera und selbstverständlich auch für Googles eigenen Browser Chrome.

Mit einem Klick auf den großen, blauen Button mit der Aufschrift „Browser-Add-on zur Deaktivierung von Google Analytics“ starten sie den Download.

Die Website mit dem Download
Auf dieser schlichten Website bietet Google ein Tool zum Schutz gegen die eigene Datenausspähung.

Schritt 3: Der nächste Schritt hängt vom Browser ab, den Sie verwenden – jeder vollzieht die Installation von Erweiterungen ein wenig anders. Falls Sie Google Chrome benutzen, gelangen Sie mit dem Klick auf den Button in den Web-Store. Hier können Sie das Add-on mit einem Klick auf den blauen „Kostenlos“-Button herunterladen. Eventuell müssen Sie noch in einem Bestätigungsfenster die Nachfrage, ob sie die Erweiterung wirklich installieren wollen, bejahen.
 

Schritt 4: Bei den meisten Browsern ist nach erfolgter Plug-in-Installation ein Neustart erforderlich, damit die Erweiterung aktiv wird. Bei Google Chrome entfällt dieser Schritt.

Abschließend können Sie noch überprüfen, ob die Installation tatsächlich geklappt hat und die Erweiterung aktiv ist. Wie Sie in die Erweiterungsverwaltung kommen, hängt ebenfalls vom verwendeten Browser ab.

Google Analytics deaktivieren Chrome-Plug-in
Die Erweiterungsverwaltung von Google Chrome zeigt an, ob das Add-on installiert und aktiviert ist.

Bei Google Chrome erfolgt dies mit einem Klick auf das Menü mit den drei Punkten in der Adresszeile; danach klicken Sie auf „Weitere Tools“ und „Erweiterungen“. Wenn das Deaktivierungs-Add-on von Google Analytics in der Erweiterungsliste erscheint und das Häkchen bei „Aktiviert“ gesetzt ist, sind Sie geschützt.

Was das Plug-in bewirkt

Damit Google Analytics funktioniert, muss der Browser beim Abruf einer Website, die das Datenerhebungs-Tool nutzt, mehrere JavaScript-Dateien laden. Das Plug-in verhindert einfach, dass der Browser diese Dateien lädt. Dadurch werden Anwender für Google Analytics unsichtbar.

Welche Daten ohne das Plug-in erhoben werden

Natürlich ist es unmöglich, Daten zu erheben, die der Browser nicht an den Server sendet. Die Datenerhebung beschränkt sich also eigentlich auf relativ harmlose Daten vor allem technischer Natur. Google Analytics sieht, welchen Browser und welches Betriebssystem ein Website-Besucher nutzt, welche Auflösung sein Bildschirm hat und ähnliche Dinge.

Die Kombination all dieser Daten ergibt aber ein Profil, das es ähnlich einem Fingerabdruck ermöglicht, Internetnutzer eindeutig zu identifizieren. Google Analytics wird auf vielen verschiedenen Websites eingesetzt, es ist beinahe ein Standard-Tool im Bereich der Traffic-Analyse. Jeder einzelne Website-Betreiber sieht nur, was ein Nutzer auf der eigenen Seite macht.

Google selbst hat jedoch die Vogelperspektive und kann den Weg von Nutzern durch das Internet genau zurückverfolgen. Diese Daten werden dann, gemeinsam mit beispielsweise Informationen über Suchanfragen, für personalisierte Werbung über Googles Werbenetzwerk AdSense verwendet.