Svea Kohl

Die deutsche Jugend im sozialen Netzwerk

Das Internet soll Menschen verbinden, ihnen die Möglichkeit geben, sich über Plattformen oder Chats auszutauschen. Das ist einer der Hauptzwecke des World Wide Webs. Die Entstehung sozialer Netzwerke ist nur die logische Konsequenz dieses Grundgedankens. Social Networks umspannen den gesamten Erdball und lassen die Welt zu einem Dorf schrumpfen. Menschen aus fernen Ländern kennenzulernen, ist inzwischen so einfach, wie den neuen Nachbarn zu einer Tasse Kaffee einzuladen. Mittlerweile haben viele Menschen, insbesondere Jugendliche, einen Großteil ihrer sozialen Infrastruktur jenseits des Computerbildschirms verlagert.

Gerade einmal in zwei Prozent der deutschen Haushalte befinden sich weder ein Computer noch ein Internetanschluss. Das sagt viel über die Popularität des World Wide Webs in Deutschland aus. Vor allem Jugendliche halten sich viel und gern im Internet auf: Nur ein Prozent der Zwölf- bis Neunzehnjährigen nutzt es nie, dafür sind 13 Prozent der Jugendlichen zwischen neun und 17 Jahren tagsüber nie offline, also fast den ganzen Tag online.

Ihre bevorzugten Aufenthaltsorte im Internet sind die sozialen Netzwerke: Hier können sie sich austauschen, Bilder posten und herausfinden, was ihre Freunde gerade so treiben. Die sozialen Netzwerke können aber genauso zu unsozialen Zwecken missbraucht werden: Hier kann nicht nur „geliked“, sondern auch gemobbt, beleidigt oder die Privatsphäre anderer verletzt werden – frei nach dem Motto: Wo Licht ist, gibt es auch Schatten. Mit dem Populärwerden von Facebook und Co. wurde daher der Begriff des Cyber-Mobbings geboren. Leider bekommen Eltern davon oft viel zu wenig mit. Sie haben kaum noch Zugriff auf die Online-Aktivitäten ihrer Sprösslinge. So verwundert es nicht, dass 41,5 Prozent der Vierzehn bis 24-jährigen glauben, dass sie sich viel besser im Internet auskennen als ihre Eltern.

Cyber-Mobbing ist jedoch nicht die einzige Gefahrenquelle, die im Social-Media-Bereich lauert: Auch das Thema der Datensicherheit beschäftigt die Jugend. So interessieren sich ganze 70 Prozent der Vierzehn bis 24-jährigen für die neuesten Möglichkeiten zum Schutz ihrer Privatsphäre im Internet. 

Auch die Infizierung durch Schadprogramme aus dem Netz ist ein wichtiges Thema. 20,5 Prozent der 14 bis 24-jährigen haben bereits negative Erfahrungen mit Internet-Schädlingen gemacht. Immer wieder kursieren Schadprogramme in den sozialen Netzwerken. Daher sollte jeder Internetnutzer eine solide Antiviren-Software auf seinem Computer installieren. Netzsieger.de stellt die derzeit besten Antivirenprogramme vor und vergleicht sie. Hier findet jeder eine geeignete Lösung. So müssen sich User von Facebook & Co. zumindest darüber nicht mehr den Kopf zerbrechen.   

 

Jugend im sozialen Netzwerk

Jugendliche im Netz

Wer nicht online ist, ist out – so das Credo der heutigen Jugend. Auch aktuelle Zahlen sprechen für diesen Trend: In 98 Prozent der deutschen Haushalte sind ein Computer sowie ein Internetanschluss vorhanden. Nur ein Prozent der Zwölf- bis Neuzehnjährigen nutzt das Internet nie.

Etwa drei Viertel der Zwölf- bis Neunzehnjährigen in Deutschland haben einen eigenen Computer beziehungsweise ein eigenes Laptop. Für ihre Online-Aktivitäten nutzen 86 Prozent von ihnen auch mobile Geräte


So viel Zeit verbringen Jugendlich im Internet pro Tag

Am meisten Zeit im Internet verbringen Jugendliche im Alter von sechzehn und siebzehn Jahren. Sie sind täglich rund drei Stunden und vierzig Minuten online. Den zweiten Platz belegen die Vierziehen- und Fünfzehnjährigen, die ungefähr dreieinhalb Stunden pro Tag im Netz unterwegs sind. Bei den Achtzehn- und Neunzehnjährigen, die an dritter Stelle folgen, sind es drei Minuten weniger im Schnitt. Mit zwei Stunden und acht Minuten verbringen die zwölf- und dreizehnjährigen Teenager am wenigsten Zeit im Internet.


Die beliebtesten sozialen Netzwerke Deutschlands

Mit rund 35 Millionen Nutzern ist WhatsApp das hierzulande beliebteste soziale Netzwerk. Allerdings handelt es sich bei diesem Dienst nicht nur um ein Social Network, sondern auch um einen kostenlosen und bequemen Telefonie-Service. Auf dem zweiten Platz befindet sich Facebook mit 28 Millionen Usern, gefolgt von Google+ mit 15 Millionen.

Das einst beliebte soziale Netzwerk SchülerVZ wurde am 30. April 2013 geschlossen. Es konnte nicht mit der Konkurrenz mithalten.


Online-Aktivitäten der deutschen Jugend

Laut einer Studie ist Chatten die populärste Online-Aktivität unter deutschen Jugendlichen. Dahinter folgen der Austausch in Online-Communities sowie das Senden von E-Mails. Das Telefonieren über das Internet nimmt hier den letzten Platz ein. Zwölf- bis Neunzehnjährige haben im Schnitt sage und schreibe 243 Freunde in einer Online-Community.

Auch interessant: 85 Prozent der deutschen Jugendlichen geben täglich oder mehrmals pro Woche in eine Suchmaschine ein.


Gefahren im Netz

Das Internet ist selbstverständlich kein rundum harmloser Ort für junge Menschen. Laut einer Umfrage kennen in Deutschland 44 Prozent der Mädchen und 31 Prozent der Jungen im Alter zwischen zwölf und 19 Jahren jemanden, der schon einmal über das Internet gemobbt wurde.

Eltern müssen auch bedenken: Für pädophile Kriminelle sind soziale Netzwerke ideale Orte, um potentielle Opfer zu kontaktieren. Verantwortungsvolle Mütter und Väter verfolgen daher genau mit, mit wem ihr Kind in den Social Networks kommuniziert.